RTL-Chef Thomas Rabe will nicht alle G+J-Magazine behalten.


Synergetische Selektion: Bertelsmann- und RTL-Chef Thomas Rabe stellt das Magazin-Geschäft von Gruner + Jahr zur Disposition. In einem Interview im Intranet, aus dem DWDL und Meedia zitieren, sagt Rabe, das Magazin­geschäft steht "aktuell besonders unter Druck", deshalb "werden wir das Titel­portfolio überprüfen und nur solche Titel mit RTL zusammen­führen, die wirklich synergetisch sind." Konkrete Titel nennt er nicht. Große Magazin-Marken, wie "stern", "Geo" und "Gala", die es bereits ins TV-Programm von RTL geschafft haben, oder auf dem Sprung davor stehen, dürften einstweilen auf der sicheren Seite sein.

Investitionen in Inhalte für die RTL-Sender und den Streamingdienst RTL+ will Rabe künftig "zielgerichteter einsetzen". Ein neues Projekt­management-Office soll bei strategisch wichtigen Projekten "Prioritäten setzen und die Projekte effizient steuern und vor allem umsetzen". Die Überlegungen sind Teil des "Zukunfts­programms One", das für "Aufbruch, Fokus und Effizienz" stehen soll. (Foto: Adam Berry / Getty Images for RTL Deutschland)
dwdl.de, meedia.de (€)

Britische “Vogue” zeigt mit Timothée Chalamet erstmals einen Mann allein auf dem Cover.

Magazin mit Mann: Der us-amerikanisch-französische Schauspieler Timothée Chalamet ist als erster Mann allein auf dem Cover der Oktober-Ausgabe der britischen "Vogue" zu sehen. Es sei keine leichte Entscheidung gewesen, sagt Chefredakteur Edward Enninful. Eigentlich hätten Männer keinen "dringenden Bedarf nach noch mehr Orten, an denen sie Aufmerksamkeit bekommen können". Vielleicht habe er aber auch nur "auf den richtigen Mann gewartet". Enninful sieht Chalamet als "Inkarnation eines modernen Mannes, sowohl als Schauspieler als auch als Mensch".
rnd.de

Alexandros Stefanidis wird Chefredakteur von “Monsieur”.

Herr des Hefts: Das Männermagazin "Monsieur" macht Alexandros Stefanidis zum Chefredakteur. Er arbeitet künftig an der Seite von Editorial Director Petra Winter, Fashion Director Konstantin Spachis und Creative Director Kathrin Wirtz. Stefanidis ist seit 2017 für den Mutterkonzern Looping Group tätig. Zuvor arbeitete er u.a. für "Zeit", "Geo" und "stern". Beim "SZ Magazin" entwickelte er die Kolumne "Sagen Sie jetzt nichts" mit.
meedia.de

Bauer bündelt seine Ü40-Frauenmagazine im “House of Women”.

40 gewinnt: Bauer bündelt seine Ü40-Frauenmagazine im "House of Women", um Synergien besser zu nutzen. Redaktionelle Leiterin wird Sabine Ingwersen (Foto), die damit zur Verantwortlichen für alle klassischen Womens Weeklies aufsteigt. Geschäftsführerin wird Bastienne Früh. Jan von Frenckell, Multi-Chefredakteur der Bauer-Programmies, verlässt den Verlag.
bauermedia.de

Fachmedien Otto Schmidt startet Magazin über Nachhaltigkeit in Unternehmen.

Öko-Business: Der Verlag Fachmedien Otto Schmidt bringt das Magazin "Econic" auf den Markt, das Nachhaltigkeit in Unternehmen thematisiert. In der ersten Ausgabe geht es u.a. darum, wie Firmen ihren ökologischen Fußabdruck messen und eine nachhaltige Unternehmensführung erzielen können. Das Heft erscheint gedruckt und digital. Ein Jahresabo kostet 186 Euro.
pages.fachmedien.de/econic

“Compact” darf Heft zu “Babylon Berlin” nicht mehr verkaufen.

Ausgedruckt: Das rechte Magazin "Compact" darf seine Sonderausgabe zur ARD-Serie "Babylon Berlin" nicht mehr verkaufen, entscheidet das Landgericht Berlin per einstweiliger Verfügung. Grund ist u.a. unrechtmäßig veröffentlichtes Bildmaterial, darunter ein Nacktfoto der Schauspielerin Liv Lisa Fries. Betroffen vom Verkaufsverbot ist nicht nur die Sonderausgabe, die bereits vollständig über den Ladentisch ging: Auch weitere Hefte, die das "Babylon Berlin"-Special bewerben, dürfen nicht mehr in Umlauf gebracht werden.

"Compact"-Chefredakteur Jürgen Elsässer will von Urheberrechtsverletzungen nichts wissen und schreibt, der zuständige Richter habe "einen Vergleich befürwortet" – den die Produktionsfirma der Serie aber "brüsk" abgelehnt habe. Das Verbot sei ein "schwerer Schlag für die Pressefreiheit", der "Compact" rund 60.000 Euro oder mehr koste: Deshalb bittet Elsässer um Spenden.
spiegel.de, compact-online.de (Statement Elsässer), turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Wie die Yellow Press noch heute nicht von Prinzessin Diana loslassen kann.

Lese-Tipp: "Auch heute noch erscheint fast jede Woche irgendeine Diana-Geschichte" in den Klatschblättern, schreibt Mats Schönauer im Rahmen von "Topfvollgold" bei Übermedien. Viele der Storys seien uralte Gerüchte, "andere schlichtweg blanke Lügen". "Die Aktuelle" präsentiere in einer Sonderausgabe "verdrehte Fakten" und etliche Paparazzi-Fotos. Die Rolle der Medien in Dianas Leben werde dabei heruntergespielt.
uebermedien.de

Lese-Tipp: Ein Rückblick auf Bauers einstige Illustrierte “Quick”.

Lese-Tipp: Vor genau 30 Jahren stellt Bauer seine Illustrierte Quick ein – auf einen Schlag sind 50 Journalisten arbeitslos und 700.000 Auflage weg. Die damaligen Weltstars hätten sich "ganz normal" gegeben, blickt Peter Ehm, damals als Autor an Bord gewesen, zurück. Ein Treffen zwischen Mel Gibson und Unterhaltungschef Harald Stoffels sei ohne Vorgaben und ohne Bodyguards verlaufen: "Rechts die Zigarette, links eine Flasche Bier."
headline-1.de

TV-Tipp: RTL begleitet die Entstehung der Jubiläums-Ausgabe des “Playboy”.

TV-Tipp: Vor Kurzem ist die Jubiläums­ausgabe zum 50. Geburtstag des "Playboy" erschienen. RTL hat die Entstehung des Heftes mit der Kamera begleitet und zeigt heute Abend um 22.35 Uhr die Doku "Mythos Playboy - Verrucht, verehrt, vorbei?". Darin kommen u.a. Verlegerin Myriam Karsch (Foto), Jahr­hundert-Playmate Gitta Saxx und die erste Frau auf dem deutschem "Playboy"-Cover, Gaby Heier, zu Wort.
rtl.de

Hör-Tipp: “Icon”-Chefin Inga Griese über einen Raub nach einem Fashion-Shooting.

Hör-Tipp: "Icon"-Chefredakteurin Inga Griese schildert im "Tomorrow"-Podcast, wie maskierte Täter nach einem Cover-Shooting für die kommende September-Ausgabe sämtliche Looks stehlen. Im Steigenberger Hotel in Berlin waren u.a. wertvolle Einzelstücke von Luxus-Marken wie Gucci und Chanel gelagert, binnen drei Stunden sei alles weg gewesen. Auf insgesamt rund 200.000 Euro beläuft sich der Schaden. "Das hatte schon so eine KaDeWe-Raub-Dimension", erzählt die noch fassungslose Griese.
tomorrow.podigee.io (59-Min-Audio)

Debatte: Das “Manager Magazin” ist oft gehässig, findet Katharina Wolff.

Will's besser machen: Digital-Unternehmerin Katharina Wolff empfindet den Schreibstil im "Manager Magazin" oft als "gehässig", sagt sie im Interview mit "Horizont". Das Wirtschafts­magazin würde andere "runter­schreiben". Bei ihrem eigenen Magazin "Strive" sei das anders, weshalb es immer mehr männliche Leser findet, obwohl es sich explizit an Frauen richtet.
youtube.com (8-Min-Video)

“Strive up your life”: “Strive” steigt ins Podcast-Business ein.

Strive, Wirtschaftsmagazin für Frauen, startet mit "Strive up your life", einen eigenen Podcast. "Ihr bekommt Brainfood, People of Interest und vieles, was Worth Knowing ist", kündigt Herausgeberin und Gastgeberin Katharina Wolff in bestem Denglisch an. In der ersten Folge am kommenden Mittwoch ist die Influencer-Beraterin Ann-Katrin Schmitz zu Gast. Alle zwei Wochen soll eine neue Ausgabe erscheinen.
per E-Mail ("Strive"-Newsletter), open.spotify.com (1-Min-Teaser), turi2.tv (Wolff-Interview)

Aus dem turi2.tv-Archiv (11/2020): Ein feminines “Manager Magazin” – Warum Katharina Wolff “Strive” gründet.

Hör-Tipp: Illustrator Christoph Niemann bemerkt eine Schwächung der Bildsprache.

Hör-Tipp: Illustrator und Visual Storyteller Christoph Niemann beobachtet eine Schwächung der Bildsprache im deutschsprachigen Journalismus, sagt er im OMR-Media-Podcast. In Deutschland würden z.B. keine Preise für "Political Cartooning" vergeben, visuelle Elemente in Zeitungen und Magazinen seien meist ausschließlich Agenturfotografie.
omrmedia.podigee.io (62-Min-Podcast)

Burda kooperiert mit Rat für Nachhaltige Entwicklung.

Burda kooperiert mit seiner Nachhaltigkeits­marke For Our Planet mit dem Rat für Nachhaltige Entwicklung, einem Beratungs­gremium der Bundes­regierung. Die Zusammenarbeit erfolge inhaltlich und redaktionell. Außerdem wollen sich die Partner beim Vernetzen mit Expertinnen unterstützen. Das "For Our Planet"-Magazin erscheint Ende September erstmals als eigenständige Publikation.
burda.com

Ukrainische First Lady posiert auf dem Cover der “Vogue”.

Vogue hebt Olena Selenska, Gattin des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, aufs Cover einer digitalen Titelstory. In dem "Portrait des Mutes" gewährt die lang­jährige Comedy-Autorin tiefe Einblicke in ihre Gefühls­welt und gibt sich über­zeugt: "Wir haben keinen Zweifel, dass wir siegen werden." Die Geschichte soll gedruckt in den Oktober-Ausgaben der "Vogue" erscheinen.
vogue.de via bild.de

Thorsten Giersch wird Chefredakteur von “Markt und Mittelstand”.

Blattwechsel: Der frühere "Handelsblatt"-Journalist Thorsten Giersch, 42, wechselt als Chefredakteur zu "Markt und Mittelstand". Er folgt auf Sven Prange, der 2021 als Nachrichtenchef zum "Handelsblatt" zurückgekehrt ist. Giersch war ab 2008 für das "Handelsblatt" tätig, wo er zuletzt auf Verlagsseite als Chefredakteur Business gearbeitet hat. Später wechselte er als Geschäftsführer Digital zur Vermarktungstochter Planet C.
horizont.net (Paid)

Delius Klasing: Nils Oberschelp bleit Geschäftsführer, Tim Ramms steigt auf.

Fine-Tuning: Nach der Übernahme des Verlags Delius Klasing durch die Mediengruppe Klambt bleibt Nils Oberschelp Geschäftsführer. Er wird vom jetzigen Digitalchef Tim Ramms unterstützt, der in die Geschäftsführung aufsteigt. Verleger Konrad Delius will sich im Herbst als Geschäftsführer zurückziehen und einem Beirat vorsitzen, der noch eingerichtet wird.
horizont.net (Paid), turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Axel Weidemann empfiehlt das “Rollschuhmagazin”.

Lese-Tipp: Auf FAZ.net rät Axel Weidemann, sich zum "Bahnhofzeitschriftenladen Ihres Vertrauens" zu bewegen, um mit etwas Glück an ein Exemplar des "Rollschuhmagazins" zu geraten. Der "Rollschuh", schreibt Weidemann, sei ein trojanisches Pferd für eine "sympathische Punk-Attitüde", im Sinne von: "Jeder kann und sollte ein Magazin machen." In dem unangestrengt locker wirkenden Heft gibt es dann Tipps wie: 14 Dinge, über die es sich nachzudenken lohnt, während man die Plank-Position hält.
faz.net

Neue Marken-Kampagne bewirbt “Focus Money” humoresk und pathetisch.

Burda gönnt "Focus Money" eine Brand-Kampagne, die erste seit Jahren, die das Wirtschafts­magazin in TV, Radio, Print und Online bewirbt. Im Kern stehen Cover und Themen der aktuellen Ausgabe, die Schlagzeilen sollen "humoresk oder pathetisch die Fragen der Zeit stellen". Zur Leser-Blatt-Bindung startet "Focus Money" zudem die Aktion "Meine erste Aktie", bei der Promis und Profis vom ihrem ersten Kontakt zur Börse berichten.
burda.com

“New Business”: Klambt übernimmt Verlag Delius Klasing.

Verlags-Vermählung: Die Medien­gruppe Klambt will den Bielefelder Special-Interest-Verlag Delius Klasing übernehmen, berichten "New Business" und "DNV". Die Verleger Lars Rose (Foto) und Konrad Delius wollen den Vertrag demnach bis Ende des Monats unterzeichnen. Delius Klasing veröffentlicht Bücher und Zeit­schriften zum Thema Wasser­sport, Auto und Radsport. Klambt ist Herausgeber von Titeln wie "Jolie", "Petra" und diversen Programm­zeitschriften.
new-business.de, dnv-online.net (Paid)

Burda verlängert vorzeitig Vertrag mit “ADAC Motorwelt”.

TÜV bestanden: Die Burda-Tochter BCN produziert auch in Zukunft die "ADAC-Motorwelt". Verlag und Automobil­club haben die Verlängerung des Vertrags beschlossen, der im Jahr 2024 ausgelaufen wäre. Burda hatte 2019 den millionen­schweren Zuschlag erhalten und verantwortet seitdem Produktion, Druck, Redaktion, Vermarktung, Marketing und Distribution der Mitglieder-Zeitschrift.
burda.com, turi2.de (Background)

Playboy feiert 50. Geburtstag mit Jubiläumsausgabe und 50 unterschiedlichen Titelseiten.

Happy Birthday: Der Playboy feiert am 14. Juli seinen 50. Geburtstag mit einer großen Jubiläums-Ausgabe. Unter dem Motto "50 Jahre. 50 Cover." erscheint sie mit 50 unterschiedlichen Titelseiten – gestaltet von 50 internationalen Künstlerinnen. Das Heft ist für zehn Euro im Handel und unter shop.playboy.de erhältlich.
per Mail, playboy.de

Länder fordern im Bundesrat Förderung des Pressevertriebs.

Vielfalt fördern: Sachsen und Niedersachen bringen einen Antrag zur Erhalt der Presse­vielfalt in den Bundesrat ein. Sie fordern von der Bundes­regierung, den Vertrieb gedruckter Presse zu fördern, um die Aus­lieferung flächen­deckend und auch in ländlichen Regionen zu gewährleisten. Schleswig-Holstein und Bremen schließen sich der Initiative an. Die Verleger-Verbände MVFP, BDZV und BVDA begrüßen den Vorstoß und nennen die Diskussion "wichtig und dringend".
faz.net, mvfp.de

Kompetenzzentrum für Führung und Vertrieb gibt “Kompetenz – Das Experten Magazin” heraus.

Vom Fach: Das Kompetenz­zentrum für Führung und Vertrieb und Verleger Tobias Epple geben am 1. Juli die erste Ausgabe von Kompetenz – Das Experten Magazin heraus. Darin gibt es in Form von Reportagen, Interviews, Fach- und Gast­beiträgen sowie Ratgebern Infos zum Unternehmertum und der Führungs- und Vertriebs­kultur. Ein Schwerpunkt sollen zukünftige Herausforderungen angesichts von "Digitalisierung, Krisen und Agilität" sein.
presseportal.de

Mathias Döpfner wird Verwaltungsratspräsident von Ringier Axel Springer.

Schweizer Connections: Springer-Chef Mathias Döpfner wird Verwaltungsratspräsident der Ringier Axel Springer Schweiz AG. Döpfner folgt auf Jan Bayer, der sich als Vorstand News Media USA bei Springer künftig um die US-Marken Politico, Morning Brew und Insider kümmern wird. Ringier Axel Springer ist ein 50:50 Joint Venture und hält das größte Zeitschriftenportfolio der Schweiz.
persoenlich.com

Zeitschriften und Zeitungen verzeichnen 2022 rückläufige Reichweiten.

Schlechte Zeiten: Die meisten Zeitschriften und Zeitungen verzeichnen 2022 rückläufige Reich­weiten, sagen Zahlen des Instituts für Demoskopie Allensbach. Demnach gewinnt bei den Tages­zeitungen nur das "Handelsblatt". "Bild" und die Regional­zeitungen verlieren deutlich. Die stärkste im Handel erhältlichen Zeitschriften sind "Bild am Sonntag", "Spiegel", und "stern".
meedia.de

Zitat: Mathias Döpfner plädiert für mehr automatisierten Journalismus.

"Wir wollen keine Menschen durch Maschinen ersetzen, aber wir wollen Menschen durch Maschinen stärker machen."

Springer-Chef und Noch-BDZV-Präsident Mathias Döpfner plädiert auf dem Digitalkongress des Verbands für mehr Medienmut in Sachen Digitalisierung: Bot-Journalismus könne etwa in der Sportberichterstattung nützlich sein.
meedia.de

Eike Lange leitet bei Bauer alle Yellow-Titel, Dirk Hentschel muss gehen.

Gemeinsam gelb: Die Bauer Mediengruppe bündelt ihre Yellow-Titel "Neue Post", "Das neue Blatt", "Freizeitwoche", "das neue", "Schöne Woche" und "Woche heute" in einer Redaktion unter der Leitung von Eike Lange, dem bisherigen Chefredakteur der "Neuen Post". Im Zuge der Umorganisation muss Dirk Hentschel, bisher Chefredakteur mehrerer Yellow-Titel, das Unternehmen verlassen.
meedia.de

Termine: “Tip Berlin” und “ExBerliner” feiern Jubiläen.

Termine: In Berlin feiert die Zeitschrift "Tip Berlin" heute ihren 50., das Schwesterblatt "ExBerliner" seinen 20. Geburtstag. Die Feier beginnt um 14 Uhr mit einem kostenfreien Open Air im Zenner Biergarten mit Lesungen und Konzerten. Ab 17 Uhr geht es im Haus Zenner weiter mit kostenpflichtigen Konzerten und einer Clubnacht bis in den frühen Morgen.
Die wichtigsten Termine der Branche – bequem sortierbar nach deinen Interessen: turi2.de/termine

“Bunte” steigt ins Buchgeschäft ein.

In die Buchläden: Der Bunte Entertainment Verlag veröffentlicht in Kooperation mit der Edel Verlagsgruppe eine eigene Buchreihe. Der erste Titel "Das große Bunte Beauty Buch – Die Beauty-Geheimnisse von Prominenten, Experten und Insidern" mit TV-Moderatorin Jennifer Knäble erscheint am 15. Juni. Die beiden weiteren Bücher zu den Themen "Gastgeben" und "Royaler Nachwuchs" folgen im November.
burda.com

Ex-“Vogue”-Chefin Stefanie Neureuter bringt eigenes Gesundheits-Magazin auf den Markt.

La santé est en vogue: Die ehemalige "Vogue"-Chefin Stefanie Neureuter bringt mit "Premium Quarterly" ein eigenes Magazin zu Gesundheits-, Wellness- und Lifestyle-Themen in den Zeitschriftenhandel. Ursprünglich sollte das Heft nur in den 120 Kliniken und Praxen des Qualitätsbündnisses der "Premium Kliniken und Praxen" und in den 30 "Premium Residenzen" im DACH-Raum und auf Mallorca erscheinen. Nun wird es auch an deutschen Flughäfen, Bahnhöfen und ausgewählten Verkaufsstellen zu haben sein.
clap-club.de

Heute im turi2 Clubraum: Christoph Amend über Kultur in Krisenzeiten.


Fast eine Stunde Zeit: Christoph Amend kommentiert mit seit fünf Jahren mit seinem werktäglichen Abend-Newsletter Was für ein Tag Kunst, Kultur und Politik. Seit Beginn des Krieges zählt der Editorial Director des "Zeit Magazins" die Tage – heute ist der hundertste. Im turi2 Clubraum spricht Amend mit Aline von Drateln und Markus Trantow u.a. darüber, wie sich globale Krisen auf Kunst und Kultur auswirken. Außerdem diskutiert das Trio im Live-Podcast das Thronjubiläum der Queen, die Stabilität der Demokratie in Deutschland und die Sexualisierungs-Vorwürfe gegen ARD und ZDF.

Der turi2 Clubraum diskutiert immer freitags die Themen der Woche. In den vergangenen Wochen waren der Journalist Daniel Bouhs, Serviceplan-Geschäftsführer Ronald Focken und Angelika Gifford, EMEA-Chefin von Meta, zu Gast. Alle Termine und Links zu Live-Events und Podcasts gibt's auf turi2.de/clubraum.
clubhouse.com (live ab 12 Uhr), turi2clubraum.podigee.io (Podcast ab 18 Uhr)

turi2 edition #18: Wie viel geben die Deutschen für Programm­zeitschriften aus, Christian Hellmann?


Volles Programm: Programmzeitschriften sind quasi vollwertige Illustrierte, erklärt der Chef­redakteur der Sparte bei Funke, Christian Hellmann. Im Gastbeitrag in der turi2 edition #18 sagt er den Heften eine blühende Zukunft voraus – wenn sie innovativ bleiben. Weiterlesen >>>

Weltberühmter Kinderfotograf Achim Lippoth steht wegen Kindesmissbrauch vor Gericht.


Vertrauen missbraucht? Der Mode- und Kinderfotograf Achim Lippoth ist vor dem Landgericht Köln wegen Kindesmissbrauchs angeklagt. Dabei geht es um zwölf Fälle von schwerem sexuellem Missbrauch, vier Fälle von sexuellem Missbrauch und einen Fall von Besitz von kinder­pornografischem Material, die zwischen 1999 und 2021 passiert sein sollen. Die sechs betroffenen Kinder sollen zuvor für den Fotografen als Models gearbeitet haben. Zu den Vorwürfen äußert er sich nicht. Auf eine Anfrage im Juli 2021, als die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen waren, hatte sein Anwalt sie bestritten. Lippoth sitzt seit neun Monaten in U-Haft, die Verhandlungen sollen in wenigen Tagen beginnen. Das "Zeit Magazin" hat zu dem Fall recherchiert und berichtet von "eklatanten Fehlern" bei den Ermittlungen.

Lippoth ist einer der bekanntesten Kinderfotografen der Gegenwart und hat unter anderem auch für die "Zeit" und das "Zeit Magazin" gearbeitet, für den "Spiegel", das "Süddeutsche Zeitung Magazin", die "New York Times" und die "Vogue". Auch ein eigenes Magazin für Kindermode, "Kids Wear", hat er gegründet. Für die Nichtregierungsorganisation Innocence in Danger hat er sogar eine Kampagne gegen sexuellen Missbrauch fotografiert. Der Slogan lautete: "Sexually abused children are betrayed by someone they trust." So soll es laut Anklageschrift auch im Fall Lippoth gewesen sein. Er habe die Kinder zunächst immer wieder fotografiert und im Laufe der Zeit für sie "die Rolle eines erwachsenen Freundes bzw. zum Teil auch eine Vaterrolle" eingenommen, heißt es darin. Mehrere Eltern hätten ihre Kinder teilweise für mehrere Wochen alleine mit Lippoth verreisen lassen, zudem soll er mit zwei Müttern über Jahre zusammen gewesen sein.

Das "Zeit Magazin" stößt bei Recherchen auf weitere mutmaßliche Opfer und sieht "eklatante Fehler in der Ermittlungsarbeit der Polizei". So sollen bereits drei Anzeigen gegen Lippoth eingegangen sein, bevor die Polizei bei der vierten umfangreiche Ermittlungen startete. Einige Betroffene seien überhaupt nicht befragt worden. (Foto: S. Hofschlaeger / pixelio.de)
zeit.de

Streit um Täuschungsvorwurf: Christian Drosten setzt sich gegen Roland Wiesendanger durch.


Bogen überspannt: Der Physiker Roland Wiesendanger darf dem Virologen Christian Drosten keine gezielte Täuschung der Öffentlichkeit über den Ursprung des Coronavirus vorwerfen, bestätigt das Landgericht Hamburg eine einstweilige Verfügung vom 14. März. Dem Gericht fehlen "hinreichende Anknüpfungspunkte" für den Vorwurf; der Verweis auf einen offenen Brief von 27 Forscherinnen in der Fachzeitschrift "The Lancet" genüge nicht. Der "Cicero" hatte das Anfang Februar erschienene Interview mit den umstrittenen Aussagen von Wiesendanger nach einer Unterlassungserklärung offline genommen.

Wiesendanger glaubt, Sars-CoV-2 sei durch einen Laborunfall entstanden. Drosten sagt, dass sowohl die Laborthese als auch die eines natürlichen Ursprungs nicht widerlegt oder bewiesen werden könne; vieles spreche aber für letztere Variante. Wiesendangers Anwalt hatte sich in der Verhandlung auf die Meinungsfreiheit berufen: Das in der Bevölkerung "meistbewegende Thema der letzten zwei Jahre" müsse in "maximaler Meinungsfreiheit" diskutiert werden. Wiesendanger hatte im Vorfeld angekündigt, bei einer Niederlage Berufung beim Hanseatischen Oberlandesgericht einzulegen.
sueddeutsche.de, spiegel.de, turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Warum Carola Niemann “The Curvy Magazine” gegründet hat.

Lese-Tipp: Die Stylistin Carola Niemann will mit ihrem Magazin Frauen mit Kurven empowern. Im Interview mit Palais F*luxx erzählt sie die persönliche Geschichte, die zu "The Curvy Magazine" geführt hat: Als Teenager singt sie den Titelsong der Trickfilmserie "Sindbad" gesungen – dann stellte ein Produzent ihr eine "große, schlanke Blondine mit Modelmaßen" zur Seite. "Nach dem Motto, die eine kann singen und die andere ist schön." Damals habe sie einen echten "Figurknacks" bekommen. Heute kämpft sie beruflich dagegen an.
palais-fluxx.de

Verfassung von Rheinland-Pfalz kommt als Magazin an den Kiosk.

In guter Verfassung: Der Journalist Oliver Wurm und der Designer Andreas Volleritsch veröffentlichen zum 75. Jubiläum der rheinland-pfälzischen Verfassung den Gesetzestext als Magazin. Das Wendecover-Heft umfasst 172 Seiten und enthält neben dem bebilderten Text der Landesverfassung auch den vollständigen Text des Grundgesetzes und einen 16-seitigen Infografikteil über das Bundesland Rheinland-Pfalz. Wurm und Volleritsch hatten bereits das Grundgesetz zu seinem 70. Jubiläum als Magazin aufbereitet.
verfassungalsmagazin-rlp.de, turi2.de (Background)

Ex-Media-Impact-Manager Harald Wahls wird Herausgeber beim “Berliner Abendblatt”.

Wahls Wahl: Ex-Media-Impact-Manager Harald Wahls heuert bei der Egro Mediengruppe aus Oberhausen an und wird u.a. Herausgeber des wöchentlich erscheinenden "Berliner Abendblatts". Zudem soll er sich um sämtliche "Hauptstadtaktivitäten" des Unternehmens kümmern. Wahls bringt die nötige Expertise mit: Vor seiner Zeit beim Springer-Funke-Vermarkter Media Impact war er u.a. Gesamt-Verlagsleiter von "Berliner Zeitung" und "Berliner Kurier".
kress.de

Basta: Spongebob ist zurück in den Zeitschriftenregalen.

Schwammiges Wissen: Der Schwamm Spongebob und seine Freunde aus Bikini Bottom sind zurück in den Zeitschriftenregalen. Neben lustigen Geschichten veröffentlicht Egmont Ehapa im neuen "Spongebob Magazin" auch Wissen über die Flora und Fauna der Weltmeere. Den jungen Leserinnen dürfte dabei aber wohl auffallen, wie weit Realität und Fiktion hier auseinanderklaffen.
presseportal.de

CSU-Generalsekretär Stephan Mayer tritt zurück, nachdem er einem “Bunte”-Reporter gedroht hat.


Den Bogen überspannt: CSU-Generalsekretär Stephan Mayer tritt mit sofortiger Wirkung zurück. Kurz zuvor hatte die "Bunte" berichtet, dass Mayer ihren Reporter Manfred Otzelberger wegen eines kritischen Berichts mit "Vernichtung" gedroht hatte. Wörtlich soll er am Telefon gesagt haben: "Ich werde Sie vernichten. Ich werde Sie ausfindig machen, ich verfolge Sie bis ans Ende Ihres Lebens. Ich verlange 200.000 Euro Schmerzensgeld, die müssen Sie mir noch heute überweisen." In dem Bericht der "Bunten" ging es um einen unehelichen Sohn Mayers, der der Öffentlichkeit nicht bekannt war. Otzelberger hat das Telefonat in einer eidesstattlichen Erklärung bestätigt, auch eine Zeugin soll es mit angehört haben.

In seiner Rücktrittserklärung nennt Mayer "gesundheitliche Gründe" und betont, es sei seine persönliche Entscheidung gewesen. Er schreibt allerdings auch: "In einem aufgrund einer eklatant rechtswidrigen Berichterstattung geführten Gespräch mit einem Journalisten der 'Bunten' habe ich möglicherweise eine Wortwahl verwendet, die ich rückblickend nicht für angemessen betrachten würde. Dies bedaure ich sehr."

Vernichtungsdrohungen gegen Journalistinnen durch einen Repräsentanten eines Verfassungsorgans seien ein "unerhörter Verstoß gegen die demokratischen Spielregeln und die politische Kultur in unserem Land", sagt Philipp Welte, Vorstand von Burda. "Es waren sieben Minuten voller Aggression", erinnert sich Otzelberger bei RTL. Kurz bevor der Rücktritt Mayers bekannt wurde, hatte die "Bild" bereits über "Getuschel" innerhalb der CSU berichtet, nach dem Mayers impulsive Art und die Bedrohung eines Reporters eine Gefahr für die Partei und Parteichef Markus Söder bei der Landtagswahl darstellen könnten. Söder hatte Mayer überraschend zum Generalsekretär berufen und ihn als "ländlicher Raum, konservativ, auch katholisch" beschrieben. Mayer war nur drei Monate im Amt. (Foto: Sven Simon / Picture Alliance)
bunte.de, bild.de, tagesschau.de, rtl.de (1-Min-Video), sueddeutsche.de (Paid)

Burda zeigt sein Nachhaltigkeits-Magazin “2050”.

Burda stellt sein Nachhaltigkeits-Magazin "2050" für die Generation Z vor. Das Heft erscheint vorerst zwei Mal pro Jahr mit 35.000 Auflage und ist kostenlos. Es liegt nicht am Kiosk, sondern liegt dort aus, wo die Zielgruppe unterwegs ist, u.a. an Unis und Schulen. Alle Inhalte sind über einen QR-Code kostenlos online und dort auch diskutier- und teilbar. Inhaltlich behandelt das Heft Themen wie Fleischkonsum oder nachhaltige Mode und gibt Tipps für ein klimabewusstes Leben. Es entsteht mit Unterstützung eines Beitrags aus sieben Aktivistinnen, Forschenden und Unternehmerinnen.
burda.com, 2050.de (Digital-Ausgabe), turi2.de (Background)

MVFP: 30 % der Zeitschriften sind in ihrer Existenz stark gefährdet.


Düstere Aussichten: Die wirtschaftliche Situation der Zeitschriftenverlage verschlechtert sich zunehmend, sagt eine MVFP-Analyse. Demnach seien 30 % der Zeitschriften bis 2024 in ihrer Existenz stark gefährdet, wenn sich an der aktuellen Situation nichts ändert. 86 % der Verlage halten Subventionen für notwendig. "Andernfalls droht ein massiver Schaden für die Pressevielfalt", sagt MVFP-Präsident Rudolf Thiemann. Burda-Vorstand Philipp Welte spricht sich ebenfalls für eine "diskriminierungsfreie, ordnungspolitisch unbedenkliche Förderung" von Zeitschriften und Zeitungen aus. Er plädiert für die deutsche Medienöffentlichkeit, die im Vergleich zu u.a. Süd- und Osteuropa von Verleger-Familien geprägt ist und nicht von Wirtschafts-Konzernen und deren Interessen gelenkt wird. "Eine gesunde Demokratie braucht gesunde Verlage."

MVFP-Bundesgeschäftsführer Stephan Scherzer sagt, die Redaktionen lassen sich "allein aus digitalen Geschäftsmodellen nicht nachhaltig finanzieren". Die "kriegsbedingten Kostenexplosionen" der Energie- und Papierpreise würden das Geschäft und die digitale Transformation der Medien zusätzlich gefährden. Dazu kommen noch gestiegene Portokosten. Scherzer mahnt, in diesen "extremen Zeiten" ist das Risiko "irreparabler Schäden" für die Pressefreiheit und -vielfalt "hoch".

Im Jahr 2021 steigt der Umsatz der Verlage um 3,2 % auf 19,4 Mrd Euro, liegt aber immer noch unter dem Vorkrisenniveau von 20,2 Mrd Euro. Das digitale Geschäft wächst, während Print weiter verliert.
horizont.net (Paid), kress.de, spiegel.de