Mathias Döpfner wird Verwaltungsratspräsident von Ringier Axel Springer.

Schweizer Connections: Springer-Chef Mathias Döpfner wird Verwaltungsratspräsident der Ringier Axel Springer Schweiz AG. Döpfner folgt auf Jan Bayer, der sich als Vorstand News Media USA bei Springer künftig um die US-Marken Politico, Morning Brew und Insider kümmern wird. Ringier Axel Springer ist ein 50:50 Joint Venture und hält das größte Zeitschriftenportfolio der Schweiz.
persoenlich.com

Zeitschriften und Zeitungen verzeichnen 2022 rückläufige Reichweiten.

Schlechte Zeiten: Die meisten Zeitschriften und Zeitungen verzeichnen 2022 rückläufige Reich­weiten, sagen Zahlen des Instituts für Demoskopie Allensbach. Demnach gewinnt bei den Tages­zeitungen nur das "Handelsblatt". "Bild" und die Regional­zeitungen verlieren deutlich. Die stärkste im Handel erhältlichen Zeitschriften sind "Bild am Sonntag", "Spiegel", und "stern".
meedia.de

Zitat: Mathias Döpfner plädiert für mehr automatisierten Journalismus.

"Wir wollen keine Menschen durch Maschinen ersetzen, aber wir wollen Menschen durch Maschinen stärker machen."

Springer-Chef und Noch-BDZV-Präsident Mathias Döpfner plädiert auf dem Digitalkongress des Verbands für mehr Medienmut in Sachen Digitalisierung: Bot-Journalismus könne etwa in der Sportberichterstattung nützlich sein.
meedia.de

Eike Lange leitet bei Bauer alle Yellow-Titel, Dirk Hentschel muss gehen.

Gemeinsam gelb: Die Bauer Mediengruppe bündelt ihre Yellow-Titel "Neue Post", "Das neue Blatt", "Freizeitwoche", "das neue", "Schöne Woche" und "Woche heute" in einer Redaktion unter der Leitung von Eike Lange, dem bisherigen Chefredakteur der "Neuen Post". Im Zuge der Umorganisation muss Dirk Hentschel, bisher Chefredakteur mehrerer Yellow-Titel, das Unternehmen verlassen.
meedia.de

Termine: “Tip Berlin” und “ExBerliner” feiern Jubiläen.

Termine: In Berlin feiert die Zeitschrift "Tip Berlin" heute ihren 50., das Schwesterblatt "ExBerliner" seinen 20. Geburtstag. Die Feier beginnt um 14 Uhr mit einem kostenfreien Open Air im Zenner Biergarten mit Lesungen und Konzerten. Ab 17 Uhr geht es im Haus Zenner weiter mit kostenpflichtigen Konzerten und einer Clubnacht bis in den frühen Morgen.
Die wichtigsten Termine der Branche – bequem sortierbar nach deinen Interessen: turi2.de/termine

“Bunte” steigt ins Buchgeschäft ein.

In die Buchläden: Der Bunte Entertainment Verlag veröffentlicht in Kooperation mit der Edel Verlagsgruppe eine eigene Buchreihe. Der erste Titel "Das große Bunte Beauty Buch – Die Beauty-Geheimnisse von Prominenten, Experten und Insidern" mit TV-Moderatorin Jennifer Knäble erscheint am 15. Juni. Die beiden weiteren Bücher zu den Themen "Gastgeben" und "Royaler Nachwuchs" folgen im November.
burda.com

Ex-“Vogue”-Chefin Stefanie Neureuter bringt eigenes Gesundheits-Magazin auf den Markt.

La santé est en vogue: Die ehemalige "Vogue"-Chefin Stefanie Neureuter bringt mit "Premium Quarterly" ein eigenes Magazin zu Gesundheits-, Wellness- und Lifestyle-Themen in den Zeitschriftenhandel. Ursprünglich sollte das Heft nur in den 120 Kliniken und Praxen des Qualitätsbündnisses der "Premium Kliniken und Praxen" und in den 30 "Premium Residenzen" im DACH-Raum und auf Mallorca erscheinen. Nun wird es auch an deutschen Flughäfen, Bahnhöfen und ausgewählten Verkaufsstellen zu haben sein.
clap-club.de

Heute im turi2 Clubraum: Christoph Amend über Kultur in Krisenzeiten.


Fast eine Stunde Zeit: Christoph Amend kommentiert mit seit fünf Jahren mit seinem werktäglichen Abend-Newsletter Was für ein Tag Kunst, Kultur und Politik. Seit Beginn des Krieges zählt der Editorial Director des "Zeit Magazins" die Tage – heute ist der hundertste. Im turi2 Clubraum spricht Amend mit Aline von Drateln und Markus Trantow u.a. darüber, wie sich globale Krisen auf Kunst und Kultur auswirken. Außerdem diskutiert das Trio im Live-Podcast das Thronjubiläum der Queen, die Stabilität der Demokratie in Deutschland und die Sexualisierungs-Vorwürfe gegen ARD und ZDF.

Der turi2 Clubraum diskutiert immer freitags die Themen der Woche. In den vergangenen Wochen waren der Journalist Daniel Bouhs, Serviceplan-Geschäftsführer Ronald Focken und Angelika Gifford, EMEA-Chefin von Meta, zu Gast. Alle Termine und Links zu Live-Events und Podcasts gibt's auf turi2.de/clubraum.
clubhouse.com (live ab 12 Uhr), turi2clubraum.podigee.io (Podcast ab 18 Uhr)

Weltberühmter Kinderfotograf Achim Lippoth steht wegen Kindesmissbrauch vor Gericht.


Vertrauen missbraucht? Der Mode- und Kinderfotograf Achim Lippoth ist vor dem Landgericht Köln wegen Kindesmissbrauchs angeklagt. Dabei geht es um zwölf Fälle von schwerem sexuellem Missbrauch, vier Fälle von sexuellem Missbrauch und einen Fall von Besitz von kinder­pornografischem Material, die zwischen 1999 und 2021 passiert sein sollen. Die sechs betroffenen Kinder sollen zuvor für den Fotografen als Models gearbeitet haben. Zu den Vorwürfen äußert er sich nicht. Auf eine Anfrage im Juli 2021, als die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen waren, hatte sein Anwalt sie bestritten. Lippoth sitzt seit neun Monaten in U-Haft, die Verhandlungen sollen in wenigen Tagen beginnen. Das "Zeit Magazin" hat zu dem Fall recherchiert und berichtet von "eklatanten Fehlern" bei den Ermittlungen.

Lippoth ist einer der bekanntesten Kinderfotografen der Gegenwart und hat unter anderem auch für die "Zeit" und das "Zeit Magazin" gearbeitet, für den "Spiegel", das "Süddeutsche Zeitung Magazin", die "New York Times" und die "Vogue". Auch ein eigenes Magazin für Kindermode, "Kids Wear", hat er gegründet. Für die Nichtregierungsorganisation Innocence in Danger hat er sogar eine Kampagne gegen sexuellen Missbrauch fotografiert. Der Slogan lautete: "Sexually abused children are betrayed by someone they trust." So soll es laut Anklageschrift auch im Fall Lippoth gewesen sein. Er habe die Kinder zunächst immer wieder fotografiert und im Laufe der Zeit für sie "die Rolle eines erwachsenen Freundes bzw. zum Teil auch eine Vaterrolle" eingenommen, heißt es darin. Mehrere Eltern hätten ihre Kinder teilweise für mehrere Wochen alleine mit Lippoth verreisen lassen, zudem soll er mit zwei Müttern über Jahre zusammen gewesen sein.

Das "Zeit Magazin" stößt bei Recherchen auf weitere mutmaßliche Opfer und sieht "eklatante Fehler in der Ermittlungsarbeit der Polizei". So sollen bereits drei Anzeigen gegen Lippoth eingegangen sein, bevor die Polizei bei der vierten umfangreiche Ermittlungen startete. Einige Betroffene seien überhaupt nicht befragt worden. (Foto: S. Hofschlaeger / pixelio.de)
zeit.de

Streit um Täuschungsvorwurf: Christian Drosten setzt sich gegen Roland Wiesendanger durch.


Bogen überspannt: Der Physiker Roland Wiesendanger darf dem Virologen Christian Drosten keine gezielte Täuschung der Öffentlichkeit über den Ursprung des Coronavirus vorwerfen, bestätigt das Landgericht Hamburg eine einstweilige Verfügung vom 14. März. Dem Gericht fehlen "hinreichende Anknüpfungspunkte" für den Vorwurf; der Verweis auf einen offenen Brief von 27 Forscherinnen in der Fachzeitschrift "The Lancet" genüge nicht. Der "Cicero" hatte das Anfang Februar erschienene Interview mit den umstrittenen Aussagen von Wiesendanger nach einer Unterlassungserklärung offline genommen.

Wiesendanger glaubt, Sars-CoV-2 sei durch einen Laborunfall entstanden. Drosten sagt, dass sowohl die Laborthese als auch die eines natürlichen Ursprungs nicht widerlegt oder bewiesen werden könne; vieles spreche aber für letztere Variante. Wiesendangers Anwalt hatte sich in der Verhandlung auf die Meinungsfreiheit berufen: Das in der Bevölkerung "meistbewegende Thema der letzten zwei Jahre" müsse in "maximaler Meinungsfreiheit" diskutiert werden. Wiesendanger hatte im Vorfeld angekündigt, bei einer Niederlage Berufung beim Hanseatischen Oberlandesgericht einzulegen.
sueddeutsche.de, spiegel.de, turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Warum Carola Niemann “The Curvy Magazine” gegründet hat.

Lese-Tipp: Die Stylistin Carola Niemann will mit ihrem Magazin Frauen mit Kurven empowern. Im Interview mit Palais F*luxx erzählt sie die persönliche Geschichte, die zu "The Curvy Magazine" geführt hat: Als Teenager singt sie den Titelsong der Trickfilmserie "Sindbad" gesungen – dann stellte ein Produzent ihr eine "große, schlanke Blondine mit Modelmaßen" zur Seite. "Nach dem Motto, die eine kann singen und die andere ist schön." Damals habe sie einen echten "Figurknacks" bekommen. Heute kämpft sie beruflich dagegen an.
palais-fluxx.de

Verfassung von Rheinland-Pfalz kommt als Magazin an den Kiosk.

In guter Verfassung: Der Journalist Oliver Wurm und der Designer Andreas Volleritsch veröffentlichen zum 75. Jubiläum der rheinland-pfälzischen Verfassung den Gesetzestext als Magazin. Das Wendecover-Heft umfasst 172 Seiten und enthält neben dem bebilderten Text der Landesverfassung auch den vollständigen Text des Grundgesetzes und einen 16-seitigen Infografikteil über das Bundesland Rheinland-Pfalz. Wurm und Volleritsch hatten bereits das Grundgesetz zu seinem 70. Jubiläum als Magazin aufbereitet.
verfassungalsmagazin-rlp.de, turi2.de (Background)

Ex-Media-Impact-Manager Harald Wahls wird Herausgeber beim “Berliner Abendblatt”.

Wahls Wahl: Ex-Media-Impact-Manager Harald Wahls heuert bei der Egro Mediengruppe aus Oberhausen an und wird u.a. Herausgeber des wöchentlich erscheinenden "Berliner Abendblatts". Zudem soll er sich um sämtliche "Hauptstadtaktivitäten" des Unternehmens kümmern. Wahls bringt die nötige Expertise mit: Vor seiner Zeit beim Springer-Funke-Vermarkter Media Impact war er u.a. Gesamt-Verlagsleiter von "Berliner Zeitung" und "Berliner Kurier".
kress.de

Basta: Spongebob ist zurück in den Zeitschriftenregalen.

Schwammiges Wissen: Der Schwamm Spongebob und seine Freunde aus Bikini Bottom sind zurück in den Zeitschriftenregalen. Neben lustigen Geschichten veröffentlicht Egmont Ehapa im neuen "Spongebob Magazin" auch Wissen über die Flora und Fauna der Weltmeere. Den jungen Leserinnen dürfte dabei aber wohl auffallen, wie weit Realität und Fiktion hier auseinanderklaffen.
presseportal.de

CSU-Generalsekretär Stephan Mayer tritt zurück, nachdem er einem “Bunte”-Reporter gedroht hat.


Den Bogen überspannt: CSU-Generalsekretär Stephan Mayer tritt mit sofortiger Wirkung zurück. Kurz zuvor hatte die "Bunte" berichtet, dass Mayer ihren Reporter Manfred Otzelberger wegen eines kritischen Berichts mit "Vernichtung" gedroht hatte. Wörtlich soll er am Telefon gesagt haben: "Ich werde Sie vernichten. Ich werde Sie ausfindig machen, ich verfolge Sie bis ans Ende Ihres Lebens. Ich verlange 200.000 Euro Schmerzensgeld, die müssen Sie mir noch heute überweisen." In dem Bericht der "Bunten" ging es um einen unehelichen Sohn Mayers, der der Öffentlichkeit nicht bekannt war. Otzelberger hat das Telefonat in einer eidesstattlichen Erklärung bestätigt, auch eine Zeugin soll es mit angehört haben.

In seiner Rücktrittserklärung nennt Mayer "gesundheitliche Gründe" und betont, es sei seine persönliche Entscheidung gewesen. Er schreibt allerdings auch: "In einem aufgrund einer eklatant rechtswidrigen Berichterstattung geführten Gespräch mit einem Journalisten der 'Bunten' habe ich möglicherweise eine Wortwahl verwendet, die ich rückblickend nicht für angemessen betrachten würde. Dies bedaure ich sehr."

Vernichtungsdrohungen gegen Journalistinnen durch einen Repräsentanten eines Verfassungsorgans seien ein "unerhörter Verstoß gegen die demokratischen Spielregeln und die politische Kultur in unserem Land", sagt Philipp Welte, Vorstand von Burda. "Es waren sieben Minuten voller Aggression", erinnert sich Otzelberger bei RTL. Kurz bevor der Rücktritt Mayers bekannt wurde, hatte die "Bild" bereits über "Getuschel" innerhalb der CSU berichtet, nach dem Mayers impulsive Art und die Bedrohung eines Reporters eine Gefahr für die Partei und Parteichef Markus Söder bei der Landtagswahl darstellen könnten. Söder hatte Mayer überraschend zum Generalsekretär berufen und ihn als "ländlicher Raum, konservativ, auch katholisch" beschrieben. Mayer war nur drei Monate im Amt. (Foto: Sven Simon / Picture Alliance)
bunte.de, bild.de, tagesschau.de, rtl.de (1-Min-Video), sueddeutsche.de (Paid)

Burda zeigt sein Nachhaltigkeits-Magazin “2050”.

Burda stellt sein Nachhaltigkeits-Magazin "2050" für die Generation Z vor. Das Heft erscheint vorerst zwei Mal pro Jahr mit 35.000 Auflage und ist kostenlos. Es liegt nicht am Kiosk, sondern liegt dort aus, wo die Zielgruppe unterwegs ist, u.a. an Unis und Schulen. Alle Inhalte sind über einen QR-Code kostenlos online und dort auch diskutier- und teilbar. Inhaltlich behandelt das Heft Themen wie Fleischkonsum oder nachhaltige Mode und gibt Tipps für ein klimabewusstes Leben. Es entsteht mit Unterstützung eines Beitrags aus sieben Aktivistinnen, Forschenden und Unternehmerinnen.
burda.com, 2050.de (Digital-Ausgabe), turi2.de (Background)

MVFP: 30 % der Zeitschriften sind in ihrer Existenz stark gefährdet.


Düstere Aussichten: Die wirtschaftliche Situation der Zeitschriftenverlage verschlechtert sich zunehmend, sagt eine MVFP-Analyse. Demnach seien 30 % der Zeitschriften bis 2024 in ihrer Existenz stark gefährdet, wenn sich an der aktuellen Situation nichts ändert. 86 % der Verlage halten Subventionen für notwendig. "Andernfalls droht ein massiver Schaden für die Pressevielfalt", sagt MVFP-Präsident Rudolf Thiemann. Burda-Vorstand Philipp Welte spricht sich ebenfalls für eine "diskriminierungsfreie, ordnungspolitisch unbedenkliche Förderung" von Zeitschriften und Zeitungen aus. Er plädiert für die deutsche Medienöffentlichkeit, die im Vergleich zu u.a. Süd- und Osteuropa von Verleger-Familien geprägt ist und nicht von Wirtschafts-Konzernen und deren Interessen gelenkt wird. "Eine gesunde Demokratie braucht gesunde Verlage."

MVFP-Bundesgeschäftsführer Stephan Scherzer sagt, die Redaktionen lassen sich "allein aus digitalen Geschäftsmodellen nicht nachhaltig finanzieren". Die "kriegsbedingten Kostenexplosionen" der Energie- und Papierpreise würden das Geschäft und die digitale Transformation der Medien zusätzlich gefährden. Dazu kommen noch gestiegene Portokosten. Scherzer mahnt, in diesen "extremen Zeiten" ist das Risiko "irreparabler Schäden" für die Pressefreiheit und -vielfalt "hoch".

Im Jahr 2021 steigt der Umsatz der Verlage um 3,2 % auf 19,4 Mrd Euro, liegt aber immer noch unter dem Vorkrisenniveau von 20,2 Mrd Euro. Das digitale Geschäft wächst, während Print weiter verliert.
horizont.net (Paid), kress.de, spiegel.de

“Apotheken Umschau” erscheint mit neuem Design.

Vitalisierung: Der Wort & Bild Verlag verpasst der "Apotheken Umschau" ein neues Design. Inhaltlich soll es einen stärkeren Fokus auf Achtsamkeit und Prävention geben und auch einige neue Elemente, wie zum Beispiel die Rubrik "Mein Medikament". Ein "Chatitorial" der Chefredaktion um Julia Rotherbl und Dennis Ballwieser löst das klassische Editorial als Einstieg ab. Außerdem gibt es neue Anzeigenformate mit QR-Codes.
turi2 - eigene Infos

Meedia: Chefredakteur Florian Gless verlässt den “stern”.

stern und der bisherige Co-Chefredakteur Florian Gless gehen "offenbar" getrennte Wege, berichtet "Meedia" unter Berufung auf "unternehmensnahe Kreise". RTL äußert sich nicht zu der Personalie und verweist auf Informationen "über die Strukturen im journalistischen Bereich", die im Laufe des 2. Quartals folgen sollen. Gless leitet den "stern" seit 2019 gemeinsam mit Co-Chefredakteurin Anna-Beeke Gretemeier. Er wirkt seit der Jahrtausendwende bei Gruner + Jahr in unterschiedlichen leitenden Positionen.
meedia.de (Paid)

Geo veröffentlicht mit toom das Nachhaltigkeitsmagazin “Respekt”.

Geo veröffentlicht gemeinsam mit der Baumarktkette Toom das 52-seitige Nachhaltigkeits-Magazin "Respekt". Die Agentur Wildyard hat "in enger Abstimmung" mit "Geo" die Beiträge recherchiert, geschrieben und gestaltet. Das Produkt informiert über die Nachhaltigkeits­bemühungen von Toom und bietet Tipps und Hintergrundwissen zum Thema.
presseportal.de, toom.de

Burda gründet Wellbeing-Magazin “Elle Spirit”.

Alles im Fluss: Der Burda-Verlag erweitert seine Marke "Elle" um das Wellbeing-Magazin "Elle Spirit". Darin soll es um Entspannungstechniken, Yoga, Ernährung und nachhaltige Beauty-Produkte gehen. Zusätzlich können Leserinnen Symbole am Seitenrand scannen und gelangen dadurch zu ausgewählten Songs, Podcasts und Meditationen. Das Magazin erscheint zweimal jährlich mit einer Auflage von 50.000 Exemplaren.
wuv.de, burda.com

“Der schönste Text, den ich jemals bearbeiten durfte” – Oliver Wurm über das Grundgesetz und Gedichte.


Druck von allen Seiten: Das Grundgesetz als Magazin herauszubringen, war definitiv die verrückteste Idee, die Independent-Verleger Oliver Wurm jemals hatte, erzählt er Pauline Stahl und Markus Trantow im turi2 Clubraum. "Diejenigen, die damals gesagt haben, 'das wird funktionieren', kann ich an einer Hand abzählen – und da bin ich selbst viermal dabei." Das Risiko, dafür einen sechsstelligen Kredit aufzunehmen, habe sich allein deshalb schon gelohnt, weil das Grundgesetz "der schönste Text ist, den ich jemals bearbeiten durfte" – und am Ende wartete auch noch das Bundesverdienstkreuz auf den Verleger. Ein "derzeit großer Flop" in seinem Sortiment ist hingegen die Bibel, die er als Neues Testament als Magazin an die Kioske gebracht hat.

Der Erfolg seiner Hefte sei eben oftmals abhängig von Krisen und Skandalen, erzählt Wurm im Podcast. Als die argentinische Fußball-Legende Diego Maradona starb, war das zwar gut für die Verkaufszahlen des Biographie-Magazins, aber erschütternd für den Fußball-Fan. Mit dem Sammelbildchen-Anbieter Panini produziert er seit Jahren regionale Stickeralben. Das Geschäft mit den Sticker-Alben zur Fußball-EM in Deutschland haben die Italiener an Topps aus den USA verloren. Doch Wurm ist sich sicher: "Der Kult um Panini ist auch durch den Rechteverlust unkaputtbar". Dem können seine Gesprächspartner Pauline Stahl und Markus Trantow zustimmen – auch, wenn sie selber keine Fußball-Fans sind.

Zu einer seiner jüngsten Ideen, dem Magazin Dreizehn +13 Gedichte, wurde Wurm von Gerhard Schröder inspiriert – "auch, wenn es schlecht gealtert ist", dies zu erzählen. Dessen Frau Soyeon Schröder-Kim hatte im zweiten Lockdown ein Instagram-Video hochgeladen, in dem der Altkanzler Rainer Maria Rilkes Gedicht "Herbsttag" rezitiert. Es habe ihn "regelrecht angemacht", wie passend und aktuell dieses Gedicht auf die heutige Zeit passt, erzählt Wurm – und deshalb 13 klassische Werke und ebenso viele zeitgenössische Gedichte in ein Heft gepackt.

Wurm vereint mit seinen Magazinen viele Leidenschaften. "Ich arbeite zu viel, ich arbeite zu hart, und brauche dringend eine Pause, sonst frisst mich die Arbeit auf", wird ihm immer wieder bewusst. Ausgleich findet er im Meditieren, Wandern und in der Familien-Chat-Gruppe, die ihn immer mit dem besten Klatsch aus seinem Heimatdorf versorgt.

Der turi2 Clubraum diskutiert jeden Freitag um 12 Uhr mit einem prominenten Gast die Themen der Woche. Nächste Woche macht der Podcast Oster-Pause, in zwei Wochen ist dann die Investigativjournalistin Isabell Beer zu Gast. Sie spricht über ihre Arbeit und die Themen der Woche mit turi2-Chefredakteur Markus Trantow und seiner Co-Hostin Annkathrin Weis, die man aus dem "Journalist"-Podcast "Druckausgleich" kennt.
turi2.tv (49-Min-Podcast bei YouTube), turi2clubraum.podigee.io (Audio-Podcast), apple.com, spotify.com, deezer.com, audionow.de


Debatte: Stephan Scherzer sieht Papier als Bedingung für Presse als kritische Infrastruktur.

Papierkram: Zwar sind Papierhersteller nicht Teil der systemkritischen Infrastruktur, "Presse aber schon", sagt Stephan Scherzer. Der Hauptgeschäftsführer des Medienverbands der freien Presse, der aus dem VDZ hervorgegangen ist, warnt, dass die akute Papierkrise viele Zeitschriften in ihrer Existenz gefährdet. Er fordert Soforthilfen für den Fall, dass die Papierhersteller die Produktion einstellen oder zu wenig produzieren.
medienpolitik.net

Deutscher Ethikrat kritisiert deutsches Corona-Management – und die Medienberichterstattung.


Doch nicht so doll: Der deutsche Ethikrat um Vorsitzende Alena Buyx (Foto) kritisiert in einer 161-seitigen Stellungnahme das deutsche Corona-Management. Insbesondere die junge Generation sei "nicht genug berücksichtigt und gesehen" sowie mit andauernden Maßnahmen "schwerer vulnerabel" geworden. Zudem bemängelt der Ethikrat auch die Arbeit der Medien in der Pandemie: "Der kritische Teil der Aufgabe" das "strittige Für und Wider von Maßnahmen" darzustellen, sei insbesondere zu Beginn der Corona-Krise "nicht im wünschenswerten Maß erfüllt" gewesen.

Insgesamt kommt der Ethikrat zu dem Schluss, dass wesentliche Maßnahmen "dezentral und lokal" verhängt werden sollten. Zudem sieht er "problematische Gewöhnungseffekte" bei "länger andauernden Freiheitsverlusten".
ethikrat.org, t-online.de, welt.de (Paid)

turi2 edition #17: Wie sexy muss eine Herausgeberin ihr Produkt finden, Myriam Karsch?


Brust raus: Medienunternehmerin Myriam Karsch hat eine Festanstellung aufgegeben, um den “Playboy” herauszugeben. Der ist für sie eine Bühne feministischer Freiheit. “Uns ist wenig peinlich”, sagt sie im Interview in der turi2 edition #17. Eine Virologin würde sie trotzdem nicht fürs Cover anfragen. Weiterlesen >>>

Sandra Schönbein wird Chefredakteurin von “LandIdee” und “LandApotheke”.

Funke stellt seine Land-Magazine neu auf und macht Sandra Schönbein zur Chefredakteurin von "LandIdee" und "LandApotheke". Schönbein hat die Titel vor etwa zehn Jahren selbst entwickelt. Beide Magazine hat zuletzt das Münchener Redaktionsbüro Blattgold produziert. Schönbein fungiert zusätzlich als Editor-at-Large für alle Landtitel und digitale Ableger. Katharina Seifert tritt Schönbeins Nachfolge als Verlagsbereichsleiterin für "TV für mich", "Zeit für mich" und "Frau von Heute" an.
funkemedien.de

“Online und Print aus einem Guss” – Brigitte Huber und Doris Brückner zeigen die neue “Brigitte”.


Engagement und Eskapismus: "Das ist noch 'Brigitte', aber das ist irgendwie anders", so beschreibt Chefredakteurin Brigitte Huber den ersten Eindruck der frisch gerelaunchten Medienmarke im Video-Interview von turi2.tv. Heute liegt das Frauen-Magazin gedruckt in neuer Aufmachung und inhaltlich überarbeitet am Kiosk. Auch digital ändert sich einiges – Online und Print erscheinen jetzt "aus einem Guss", freut sich Digital-Chefin Doris Brückner. Das Chefinnen-Duo zeigt die neuen Seiten der "Brigitte" und verkündet zwei prominente Neuzugänge: Künftig füllen Anja Rützel und Alena Schröder im Wechsel die letzte Seite des Magazins mit ihrer Sicht auf die Welt.

Mit dem neuen Claim "Dein Leben, dein Weg" will das Magazin den Leserinnen als "empathischer Coach" zur Seite stehen und mit ihnen in der Aktion #NeueOffenheit über Tabu-Themen wie Geld, Ängste und Sex sprechen. In der Rubrik "Team-Talk" soll auch die Redaktion sichtbar werden. Die Redakteurinnen diskutieren über ihre Haltung etwa zu Sinnfragen oder Nachhaltigkeit. Neu ist auch ein "Good-News-Ticker", der Momente schaffen will, sich gut zu fühlen. "Wir verschließen nicht die Augen vor dem, was da draußen passiert", sagt Brückner, man müsse sich aber gezielt Zeit nehmen, um abzuschalten und hinterher wieder Kraft zu haben, ergänzt Huber.
turi2.tv (10-Min-Video auf YouTube)

“Cicero” nimmt Interview mit Roland Wiesendanger offline.


Vorübergehend versenkt: Der "Cicero" nimmt das am 2. Februar erschienene Interview mit Physiker Roland Wiesendanger offline. Wiesendanger hatte dem Virologen Christian Drosten in dem Gespräch u.a. vorgeworfen, er habe die Öffentlichkeit über den Ursprung des Corona-Virus getäuscht und "in die Irre geführt". "Cicero" gibt an, einzelne Punkte derzeit "juristisch zu prüfen" sowie inhaltliche Ergebnisse "der Auseinandersetzung zwischen Christian Drosten und Roland Wiesendanger" abwarten zu wollen.

Drosten hat sich gegen den Artikel erstmals juristisch gewehrt und sowohl von Wiesendanger als auch von "Cicero" eine Unterlassung gefordert. Das Magazin erklärt, das Interview sei "vorübergehend offline", man werde "zu einem gegebenen Zeitpunkt reagieren".
cicero.de, turi2.de (Background)

G + J eröffnet Produktionsräume der Blueberry Food Studios.

Gruner + Jahr erwirbt 100 % an den Blueberry Food Studios und eröffnet die Produktionsräume auf dem Foodbook Campus in Rothenburgsort. Dort sollen künftig Rezepte für die G + J Food-Magazine produziert werden. Die Geschäftsführung übernehmen Chefredakteur der Koch-Zeitschriften, Jan Spielhagen, stellvertretende Publisherin Sina Hilker (Foto) und Chefkoch-CEO Christine Nieland.
new-business.de

Zahl des Tages: “Freizeit Magazin Royale” macht rund 55.000 Euro Gewinn.

Zahl des Tages: Unterm Strich 55.139,38 Euro Gewinn bleiben nach Abzug aller Kosten vom "Freizeit Magazin Royale" übrig, teilt Jan Böhmermann in einem Video mit. Detailliert macht er alle Einnahmen und Kosten der eigenen Parodie eines Klatsch­magazins transparent. Insgesamt habe sich das Heft für 99 Cent 130.061 Mal verkauft. Den Gewinn will die Redaktion an 15 medien­pädagogische Einrichtungen spenden.
youtube.com (14-Min-Video) via teleschau.de

Wir graturilieren: Bianca Lang-Bognar wird 49.


Wir graturilieren: Brookmedia-Mitbegründerin Bianca Lang-Bognar wird heute 49 Jahre alt. Beim Hamburger Redaktionsbüro verantwortet sie u.a. das "Spiegel"-Stilmagazin S und hat dafür vor Kurzem Uschi Obermaier in Portugal getroffen – und von ihr gelernt, "wie man aus einer flachen Metallpfeife Marihuana raucht". Die 68er-Ikone habe ihr gezeigt, "wie eine Frau cool und glücklich alt werden kann, wenn sie ihrer Intuition folgt und sich nicht von Konventionen leiten lässt". Das Interview erscheint am 2. April.

Ein weiteres Highlight erwartet Bianca Lang in diesem Sommer, wenn sie "endlich wieder" mit ihrer Familie nach Kalifornien reisen kann. Heute wird aber erst einmal gefeiert: "an einem großen Tisch voller Freunde ohne Kontaktbeschränkungen" in ihrem Hamburger Lieblingslokal. Über Gratulationen freut sie sich per E-Mail oder bei Linked-in.

Wir graturilieren: Philipp Elsbrock wird 39.


Wir graturilieren: Der Gourmet-Chefredakteur von "Falstaff", Philipp Elsbrock, wird heute 39 Jahre alt. In Gedanken ist er, wie so viele, bei "den mutigen Menschen in der Ukraine, die sich den russischen Invasoren entgegenstellen". Ein wenig Ablenkung verschafft ihm eine kleine Feier im Kreis der Familie "mit Lübecker Nusstorte". In diesem Jahr möchte er seit Langem mal wieder ins Ausland reisen. Er freut sich auf ein Treffen in Wien "mit allen Kolleginnen und Kollegen, die ich zum großen Teil zwei Jahre lang nicht gesehen habe".

Passend zu seinem Arbeitgeber, dem größten Medium für kulinarischen Lifestyle im deutschsprachigen Raum, hat sich Elsbrock fürs neue Lebensjahr ein lecker-sportliches Ziel gesetzt: "Pizzateig so lässig durch die Luft zu schleudern wie die Profis in Neapel". Wer ihn dabei anfeuern möchte, schreibt ihm bei Twitter oder Linked-in.

Ebner baut “Werben & Verkaufen” um.

Eingeebnert: Die Ebner Media Group verpasst ihrer Neuerwerbung Werben & Verkaufen ein umfangreiches Umbau-Programm. Das Print-Heft soll ab Juni umfangreicher werden und "eine Premium-Bühne für die Protagonisten der Branche" bieten. Monatlich erscheint ein digitales "W&V Executive Briefing", das ein Schwerpunkt-Thema multimedial mit Podcasts, Videos und Grafiken aufarbeiten will. Die "W&V Akademie" wächst um ein On-Demand-Angebot. "Die 'W&V' wird zum Coach für Marketing-Profis", sagt Chefredakteur Rolf Schröter.
per Mail, turi2.de (Background)

“Clap”: Condé Nast bringt die “GQ” künftig sechsmal im Jahr raus.

Höhere Dosis: Condé Nast dreht laut "Clap" mal wieder an der Erscheinungsweise seiner "GQ". Das Männermagazin kommt 2022 sechsmal heraus, nachdem das Heft erst Anfang 2021 auf den vierteljährlichen Modus umgeschwenkt war. Zuvor kam die "GQ" sogar zehnmal jährlich an die Kioske. Im Gegenzug spart sich Condé Nast die zwei "GQ-Style"-Sonderausgaben.
clap-club.de, turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Die “FAS” blickt auf ostdeutsche Zeitschriften.

Lese-Tipp: "FAS"-Redakteur Mark Siemons nimmt ostdeutsche Zeitschriften unter die Lupe, darunter die "von Westlern gegründete und geleitete, aber zur Hälfte von Ostlern" betriebene "Superillu", das Comicmagazin "Mosaik" und "Das Magazin". Zeitungen für Ostdeutsche würden die Lücke kompensieren, "die eine westlich dominierte gesamtdeutsche Öffentlichkeit lässt". Besagte Zeitschriften würden sich davor hüten, "irgendwelche Aussagen über 'die Ostdeutschen' zu treffen". Im Mittelpunkt stünden "nicht Zuschreibungen, sondern gemeinsame Erfahrungen".
faz.net (Paid)

Lese-Tipp: Die “Süddeutsche Zeitung” blickt auf die “Madame”-Geschichte.

Lese-Tipp: Die "Süddeutsche Zeitung" blickt anlässlich des 70-jährigen Jubiläums von "Madame" auf den "Alterungsprozess" der Modezeitschrift, die 1950 unter dem Namen "Figaro" startete. Das erste Jahr nach dem Wechsel von Bauer zur Looping Group sei eine "Achterbahnfahrt" gewesen, erzählt Chefredakteurin Petra Winter: "Wir waren mehr oben als unten, aber es hat uns ordentlich durchgeschüttelt." Online gibt es die "Madame" nicht mehr, weil sich mit "klickgetriebenen Modellen" im Luxus-Bereich kein Geld verdienen lasse.
sueddeutsche.de

Ranking: “Spiegel” ist umsatzstärkste Zeitschrift in Deutschland.

Umsatzstark: Der "Spiegel" ist nach einem Ranking des Magazins "Der neue Vertrieb" die umsatzstärkste Zeitschrift in Deutschland. Auf Platz zwei folgt die "Zeit", auf Platz drei die Programmzeitschrift "Hörzu". Die Grundlage des Rankings sind die Absatzzahlen der gedruckten Exemplare im Einzelverkauf und im Abo aus dem Jahr 2021.
presseportal.de

Debatte: Funkes Verbands-Reformpläne sind noch Zukunftsmusik.

Funke zündet nicht: Die Vorschläge der Funke Mediengruppe für einen Zusammenschluss der Verlegerverbände sind angesichts der Konkurrenz durch Digitalkonzerne keine dumme Idee, schreibt Michael Hanfeld in der "FAZ". Die Verlage hätten jedoch erst mal genug mit sich selbst zu tun. Der Vorgang zeige, wie schwer es ihnen falle, gemeinsame Interessen zu formulieren und diese gegenüber der Politik zu vertreten.
faz.net (Paid), turi2.de (Background)

Basta: Die Playboy-Villa bekommt einen virtuellen Ableger.

Digitaler Hasenstall: Die berühmt-berüchtigte Playboy-Villa von Hugh Hefner soll eine virtuelle Nachbildung im Metaverse bekommen, kündigt der amerikanische Playboy-CEO Ben Kohn (Foto) an. Erst vor Kurzem hat sich das Magazin nach Anschuldigungen wegen sexuellen Missbrauchs von seinem Gründer distanziert. Es ist also nicht zu erwarten, dass eine greise Figur in Bademantel die Tür zur Pixel-Mansion öffnet.
t-online.de, turi2.de (Background)