Jahr Top Special und atlas Spezial gründen Joint Venture.

Jahr Top Special und atlas Spezial gründen das Joint Venture Jahr Artopé Media, um Teile ihres Portfolios neu zu bündeln. Jahr Top Special bringt seine Special-Interest-Zeitschriften "Golf Magazin" und "Tauchen" ein, atlas Spezial "Golf Journal", "Unterwasser" und "Kanu". Die beiden Golf-Magazine werden zusammengelegt, ebenso "Tauchen" und "Unterwasser". Chef des Joint Ventures mit Sitz in München soll der bisherige atlas-Geschäftsführer Philip.-A. Artopé werden, Ziel des Zusammenschlusses ist vor allem ein Zugewinn an Reichweite. Das Kartellamt muss dem Deal noch zustimmen.
dnv-online.net

Giuseppe Di Grazia wird Nachfolger von Hans-Peter Junker bei “View”.

View: Hans-Peter Junker, Mit-Erfinder und Chefredakteur des "stern"-Fotomagazins, hat die Leitung zum 1. Juni an "Crime"-Redaktionsleiter Giuseppe Di Grazia abgegeben. Auf Junker warten bei Gruner + Jahr "wichtige Aufgaben", schreibt Di Grazia im Editorial und lobt Junkers Gabe, die Interessen der Leser*innen gekannt zu haben, bevor sie "es selbst wussten".
"View" 7/2020, S. 3 (Paid), turi2.de (Background)

Union und SPD wollen digitale Transformation von Verlagen fördern, streichen aber Zustell-Zuschuss.


Transformation mit Steuergeld: Die Bundestagsfraktionen von Union und SPD wollen Zeitungs- und Zeitschriften-Verlage in den kommenden Jahren mit insgesamt 220 Mio Euro unterstützen, berichtet die dpa. Darauf hat sich der Haushaltsausschuss am Mittwochabend bei seinen Beratungen über den zweiten Nachtragshaushalt geeinigt, den der Bundestag am Donnerstag verabschieden soll. Die eigentlich geplante Zustellförderung von 40 Mio Euro im Jahr 2020 ist vom Tisch. Der neue Entwurf sieht 20 Mio Euro im Jahr 2020 vor und weitere 200 Mio Euro in den Folgejahren. Über welchen Zeitraum die Mittel verteilt werden sollen, ist nicht bekannt.

Das Geld soll die "digitale Transformation des Verlagswesens" sowie "Absatz und Verbreitung" von Abo-Zeitungen, Zeitschriften und Anzeigenblättern fördern und zudem "den Erhalt der Medienvielfalt und -verbreitung in Deutschland" sichern. Ob 20 Mio Euro dafür ausreichen, ist fraglich: Schon bei der Zustellförderung, die der Haushaltsausschuss im November 2019 vorgeschlagen hatte, hatten Verleger-Verbände beklagt, die 40 Mio Euro seien nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. (Fotos: imago / Montage: turi2)
handelsblatt.com, jungewelt.de, cducsu.de, turi2.de (Background)

Aschendorff befördert Dennis Hagen und Marc Zahlmann zu Operativ-Chefs.

Aschendorff bekommt ein neues Führungsduo. Dennis Hagen (Foto) und Marc Zahlmann rücken an die operative Spitze und übernehmen für die Verleger Benedikt Hüffer und Eduard Hüffer, die allerdings gesamtverantwortlich bleiben. Dennis Hagen war bisher kaufmännischer Leiter, Marc Zahlmann Verlagsleiter Lesermarkt und Digital-Chefredakteur.
kress.de

Blaue Dachmarke: “manager magazin” und “Harvard Business manager” rücken zusammen.

Alles neu macht der Juli: manager magazin und Harvard Business manager machen es wie die große Schwester "Spiegel" und geben sich einen runderneuerten Digital- und Marken-Auftritt. Die Online-Ausgaben erscheinen künftig unter der Dachmarke "manager", das gemeinsame Pay-Angebot heißt manager+, die Einzelausgaben m+ statt "Premium" und HBm+. Optisch ist die Verwandschaft mit Spiegel.de unverkennbar. Das "manager magazin" geht auch organisatorisch den gleichen Weg wie der "Spiegel" und verhandelt mit dem Betriebsrat über eine Fusion von Print- und Online-Redaktion. Den Relaunch-Prozess, der wegen Corona dezentral gelaufen ist, dokumentiert der Verlag bei Medium.com.
medium.com, manager-magazin.de, manager-magazin.de/harvard (Online-Auftritte)

“11 Freunde” startet Videoformat bei Facebook Watch.

11Freunde-Logo-150Das Runde im Eckigen: "11 Freunde" startet bei Facebook Watch das Videoformat "Der Fußball, mein Leben und ich". Jeden Dienstag kommt eine neue Folge, vorerst sind 15 geplant. Die Moderatoren Philipp Köster, Ilja Behnisch und Christoph Tiegel reisen quer durch Deutschland und sprechen mit spannenden Personen aus dem Fußball, zum Start mit Trainer Ewald Lienen.
facebook.com

“Spiegel” ruft Meldung zu Horst Mahler und Attila Hildmann zurück.

Spiegel muss eine Vorabmeldung zur Verbindung des Holocaust-Leugners Horst Mahler und des Verschwörungsideologen und Vegankochs Attila Hildmann zurückrufen. Autorin Ann-Katrin Müller schreibt bei Twitter: "In der Tat bin ich auf den Troll-Account reingefallen, ein hochdämlicher Fehler - und es tut mir sehr leid." Inzwischen hat der "Spiegel" die Meldung korrigiert. Das Nachrichten-Magazin hatte aus dem Fake-Account beim Messenger Telegram zitiert, dass sich Hildmann von dem früheren Rechtsanwalt Mahler beraten lassen wolle, wenn der in rund vier Monaten aus dem Gefängnis kommt. Mahler sitzt in Brandenburg an der Havel eine langjährige Haftstrafe wegen Volksverhetzung und Holocaust-Leugnung ab. Auf Twitter bekommen Müller und der "Spiegel" Lob für die schnelle und transparente Korrektur, im offiziellen Telegram-Kanal von Hildmann regieren erwartungsgemäß Spott und Hetze.
turi2 – eigene Beobachtung, twitter.com, "Spiegel" 27/20, S. 24

Weimer Media Group will weitere Medien übernehmen.


Aufschwung-Vision: Die Weimer Media Group lässt wissen, dass sie trotz Corona-Krise in Kauflaune ist. Das Verlegerpaar Wolfram Weimer und Christiane Goetz-Weimer teilt mit, dass es "in Qualitätsjournalismus und Elite-Netzwerke investieren" will und sowohl an Startups als auch an Traditionsmarken interessiert ist. Auch Genre-Grenzen gebe es nicht: Als Kandidaten kommen Buch-, Print- oder Online-Projekte infrage, aber auch Events mit Medienbezug. Die Weimers hoffen, dass sich interessierte Verlage oder Einzelunternehmen bei ihnen melden.

Auf Corona-Schnäppchen sei der Verlag des früheren "Welt"- und "Focus"-Chefredakteurs Wolfram Weimer nicht aus, heißt es. Schon vor der Krise sei das Unternehmen auf Expansionskurs gewesen. Zuletzt haben die Weimers etwa das kulturpolitische Magazin Gazette gekauft. Wie groß der Investitions-Etat ist, sagt Weimer nicht. Der Verlag verweist in seiner Mitteilung auf Rekordwerte bei Reichweite, Umsatz und Gewinn im Jahr 2019 – allerdings ohne konkrete Zahlen zu nennen. Bei Weimer erscheinen u.a. The European und Börse am Sonntag. Die Gruppe veranstaltet Events wie den Ludwig-Erhard-Gipfel und vergibt den Mittelstandspreis der Medien.
per Mail, plus turi2-Infos

LAE: Print noch immer gefragter, nun fast gleichauf mit online.

Leseranalyse Entscheidungsträger: Entscheider*innen lesen noch immer häufiger Print als Online - die Reichweiten nähern sich aber an. Während die 19 untersuchten Printtitel insgesamt eine Nettoreichweite von rund 74 % erreichen (2019: 79 %), bleiben die Online-Titel bei etwa 69 %. Trotz leichter Verluste bleibt der "Spiegel" mit einer Reichweite von 27,6 % meistgelesener Wochentitel, die "Süddeutsche Zeitung" führt mit 12,9 % bei den Tageszeitungen. Online ist das Nachrichtenangebot des "Spiegel" mit 41,3 % mit Abstand am gefragtesten und baut seinen Vorsprung vor dem "Focus" (26,7 %) aus, der als einer der wenigen Titel online an Reichweite verliert.
horizont.net (Paid), wuv.de

Stadtmagazin “Zitty” gibt auf.

Zitty, Berliner Stadt- und Schwestermagazin von Tip Berlin des Go City Media Verlags, wird ab sofort nicht mehr erscheinen. Das Aus treffe nicht die festangestellte Redaktion, aber Freie und Pauschalist*innen, melden "Tagesspiegel" und Berliner Journalistenverband. Zitty, 1977 gegründet, sei das "erste Opfer von Corona in der Berliner Medienlandschaft", sagt der Berliner DJV-Vorsitzende Christian Walther.
tagesspiegel.de

“Ein Marathonlauf” – wie Burda “Mylife” als Alternative zur “Apotheken Umschau” positioniert.


Kiosk Apotheke: "Wie sind gerade erst aus den Startlöchern." Im Video-Interview von turi2.tv zieht Klaus Dahm, Co-Chefredakteur von Burdas Apotheken-Zeitschrift Mylife, eine positive Bilanz nach mehr als einem Jahr als auflagenmäßig stärkster Konkurrent der "Apotheken Umschau". Trotz allgemeiner Werbeflaute wegen Corona sieht Dahm "mildernde Umstände" für sein Blatt, denn die Apotheken waren nie geschlossen, und der Bedarf an Kommunikation bei den Pharma-Herstellern sei groß. Seine Auflage von 2,3 Mio Exemplaren pro Monat ist immerhin stabil, obwohl die Apotheken seit Jahresbeginn für jedes "Mylife"-Heft, dass sie an ihre Kund*innen kostenlos weitergeben, eine Gebühr zahlen müssen. Zum Start war das Heft noch gratis.

Seine Marktposition als Angreifer der "Apotheken Umschau" bezeichnet Dahm als "Langstreckenlauf", nicht als Sprint. Er legt im Interview großen Wert darauf, dass das Heft nicht einfach ein Nachahmer-Produkt ist, sondern sich als moderne Alternative aufstellt, die jederzeit auch am klassischen Kiosk ihre Käufer*innen finden könnte. Zwar findet Dahm die "Apotheken Umschau" medizinisch fundiert, die Aufbereitung und Gestaltung des Konkurrenz-Blattes aus dem oberbayerischen Baierbrunn nennt er dagegen "altfränkisch".
turi2.tv (23-Min-Interview auf YouTube)

Bauer stößt Australien- und Neuseeland-Geschäft ab.

Bauer verkauft sein Geschäft in Australien und Neusee­land an den Finanzinvestor Mercury Capital aus Sydney, berichten australische Medien. Der Deal umfasst Titel wie "The Australian Women's Weekly" und "Rolling Stone Australia" sowie den erst kürzlich übernommenen Verlag Pacific Magazines. In Neusee­land hatte Bauer im April wegen der Corona-Krise den Stecker gezogen. Ob die geschlossenen Magazine nun wieder­auferstehen, ist unklar.
afr.com, smh.com.au, nzherald.co.nz via new-business.de, turi2.de (Background Neuseeland)

Oliver Wurm legt Fußball-Heft über WM-Halbfinale 1970 an den Kiosk.

Das Runde im Eckigen: Verleger Oliver Wurm legt mit "Mehr als ein Spiel" am Mittwoch ein weiteres Fußball-Heft an den Kiosk. Startauflage sind 20.000 Stück. Es geht um das WM-Halbfinale Deutschland gegen Italien im Jahr 1970. Die zwei nächsten Ausgaben in diesem Jahr sollen ebenfalls jeweils ein einziges Spiel behandeln. Wurm möchte ihnen mit den Titeln ein "Print-Denkmal" setzen.
youtube.com (1-Min-Trailer), fußballgold.de

Gruner + Jahr konnte in der Corona-Hauptphase seine Aboverkäufe steigern.

Gruner + Jahr hat in der Corona-Hochphase im April 66 % mehr Abos generiert als im Vorjahr, meldet "New Business" und bezieht sich auf ein hausinternes Interview von Vertriebschefin Christina Dohmann. Auch Digital- und E-Paper-Abos wurden deutlich häufiger abgeschlossen. Das ist bemerkenswert, weil Gruner + Jahr anders als andere Verlage sehr großzügig Online-Zugänge zu seinen Inhalten freigeschaltet hat. Im Einzelverkauf musste Gruner + Jahr jedoch ein Minus verzeichnen, weil viele Verkaufsstellen, zum Beispiel an Flughäfen oder Bahnhöfen, geschlossen waren oder kaum besucht wurden. Der Verkauf in Supermärkten konnte das nicht ausgleichen.
new-business.de, turi2.de (Background)

Anna Wintour entschuldigt sich, Schwarzen keinen Platz eingeräumt zu haben.

Vogue hat nicht genug getan, um schwarze Mitarbeiter*innen und Designer*innen zu fördern und mitunter "verletzende und intolerante" Geschichten und Fotos veröffentlicht, schreibt Chefredakteurin Anna Wintour in einem internen Memo. Sie wisse, dass es nicht reicht "zu sagen dass wir es besser machen werden" und bittet um "Feedback und Rat". 1974 war mit Beverly Johnson ein schwarzes Model auf dem Cover, aber erst 2018 fotografierte ein schwarzer Fotograf, Tyler Mitchell, ein Cover-Foto.
theguardian.com

Zitat: Moritz von Laffert bedauert Marken-Beerdigungen ohne Verkaufsversuch.

"Leider gibt es immer noch Verleger und Manager, die lieber etwas beerdigen, als es einem anderen Haus zu verkaufen. Es könnte ja passieren, dass der neue Eigentümer mehr Erfolg damit hat!"

Moritz von Laffert, ehemaliger Deutschlandchef von Condé Nast und nun Berater für Zukäufe und Zusammen­schlüsse bei Proventis, sagt im "Horizont"-Interview, ihm tue es "in der Seele weh", wenn Marken verschwinden, die in anderer Konstellation eine Chance gehabt hätten.
horizont.net (Paid), turi2.de (Background)

Bauer lässt “Wohnidee” extern produzieren und stellt “Laura Wohnen Kreativ” ein.

Weniger wohnlich: Bauer wendet das Prinzip Marie Kondo auf seine Wohn-Sparte an und sortiert aus – die monatliche Zeitschrift "Laura Wohnen Kreativ" stellt der Verlag ein, die "Wohnidee" lässt er künftig extern produzieren. 30 Mitarbeiter sind betroffen, rund die Hälfte soll die verbleibenden Wohn-Inhalte erstellen.
dnv-online.net,new-business.de

“Clap”: VDZ wünscht sich längere Mehrwertsteuersenkung für Presseprodukte.

Mehrwertsteuersenkung verursacht bei Verlagen hohe Kosten für die Umstellung, dem VDZ sind sechs Monate daher nicht genug, schreibt "Clap". In einem Schreiben an die Mitglieder stellt VDZ-Geschäftsführer Stephan Scherzer die "Sinnhaftigkeit" infrage und fordert indirekt eine Verlängerung. Daniel Häuser erwartet, dass sich an Abo- und Copypreisen ohnehin nichts ändert, weil sonst krumme Verkaufspreise heraus kämen. Auch die Buchbranche fürchtet einen "immensen Aufwand", vor allem wegen der Preisbindung.
clap-club.de (VDZ), buchreport.de (Buchbranche)

Britische “Vogue” ehrt eine Supermarktmitarbeiterin auf dem Cover.

Vogue ehrt in Großbritannien auf dem Cover Menschen, die in der Pandemie im öffentlichen Sektor arbeiten. Auf den verschiedenen Titelseiten der Modezeitschrift ist eine Lokführerin (Foto), eine Hebamme und eine Supermarktmitarbeiterin abgedruckt. Menschen, "die ihr Leben für uns alle aufs Spiel setzten", müssen gefeiert werden, sagt Chefredakteur Edward Enninful.
rnd.de, vogue.co.uk

Zitat: “Freundin”-Chefredakteurin Anke Helle versteckt Relevanz zwischen Beauty-Tipps.

"Den Leserinnen des 'Missy Magazine' muss man übers Thema Gleichberechtigung natürlich nicht mehr viel erzählen. Bei unserer Leserin, deren Alltag womöglich nicht permanent vom Thema Gleichberechtigung geprägt ist, kann das Porträt einer Astronautin oder die Geschichte über New Work Modelle dagegen durchaus etwas bewirken."

"Freundin"-Chefredakteurin Anke Helle sagt im "Journalist"-Doppelinterview mit ihrer Chefredakteurskollegin Mateja Mögel, dass sie Themen Relevanz verschaffen, gerade weil sie im Umfeld von Beauty-Tipps und Mode-Strecken stattfinden.
"Journalist" 6/2020, S. 19 - 25 (Paid)


Weitere Zitate aus dem Interview

Anke Helle über ...
... "perfekte Frauen" in Frauenzeitschriften:

"Wir haben in Marktforschungen die interessante Entdeckung gemacht, dass es viele Frauen ablehnen, wenn in Heften nur die – in Anführungszeichen – normale Frau gezeigt wird; das empfinden sie auf gewisse Art auch schon wieder als Druck oder als Einschränkung darin, ein Heft einfach nur zu genießen."

... Print- und Digitalgeschäft:

"Wir glauben zwar fest daran, dass gedruckte Magazine noch lange fortbestehen. Ob sie allerdings die Kassen der Verlage so klingeln lassen wie bisher, ist fraglich. Umso mehr müssen Journalistinnen und Journalisten schon vor ihrer Berufswahl begreifen, dass alte Grenzen in der Medienbranche kaum noch bestehen."

Mateja Mögel über...

... die Relevanz der Themen von Frauenzeitschriften:

"Ich finde, dass Frauenzeitschriften absolut ihre Berechtigung haben und zudem viel besser sind als ihr Ruf. Da hat sich seit den Neunzigern sehr viel getan. Entscheidend ist also, dass der Begriff nicht abwertend und gleichbedeutend mit 'weniger relevant' verwendet wird."

... die Doppelspitze mit Anke Helle:

"Wichtig ist, dass sich die einzelnen Teile einer Doppelspitze nicht gegenseitig ausbremsen. Deshalb haben wir schon in der ersten Redaktionssitzung klargemacht, dass eine Entscheidung gilt, sobald sie eine von uns vorgebracht hat. Wenn wir uneins sind, klären wir das untereinander."

Lese-Tipp: Roland Pimpl interviewt Carina Laudage und Frank Thomsen zur Zukunft des “stern”.

Lese-Tipp: Carina Laudage, Geschäftsführerin der G+J-Digitalmedien und Verlagsleiter Frank Thomsen stellen sich im Doppel-Interview Roland Pimpls Fragen zur Zukunft des "stern". Über die genaue Zahl der bisher abgeschlossenen "stern"-Digitalabos schweigen sich beide aus; dafür wollen sie "stern plus" werbefrei halten. Printtechnisch ist im Herbst wohl ein Heft-Relaunch geplant; auch die engere Verzahnung des "stern" mit RTL- oder n-tv-Personal scheint möglich.
horizont.net

Funke will Großteil der Hamburger Programmie-Redaktion entlassen.

Kein Funke Hoffnung für Programmies: Funke trennt sich am Standort Hamburg von einem Großteil des Personals der zentralen Programmredaktion der Programmies und lagert die Produktion an Fremdfirmen aus, schreibt DWDL. Demnach blieben "kaum mehr als eine Handvoll Mitarbeiter übrig", die sich künftig um die zugelieferten Inhalte von externen Dienstleistern kümmern sollen. Der Schritt sei laut Funke nötig, um "auch mittelfristig wettbewerbsfähig zu bleiben".

Am Mittwoch wolle Funke die Beschäftigen informieren, dass "fast drei Viertel" der Belegschaft gehen müsse, schreibt DWDL. Der Standort in Ismaning, der u.a. Artikel zu Themen wie Gesundheit und Reise zuliefert, sei von der Sparrunde nicht betroffen. Funke veröffentlicht u.a. die einst von Springer übernommenen Titel "TV Digital" und "Hörzu", sowie "Gong", "Bild+Funk" sowie zahlreiche Billig-Titel wie "TV Direkt".
dwdl.de

Funkes “Deine Apotheke” startet in 5.000 Apotheken.

Funke bringt zusammen mit dem Pharma-Großhändler Phoenix heute die erste Ausgabe des Frauenmagazins "Deine Apotheke" heraus. Ein paar Wochen später als ursprünglich geplant liegt das Blatt mit 500.000 Auflage in rund 5.000 deutschen Apotheken aus. Funke-Geschäftsführer Andreas Schoo sieht das Magazin als "perfekte Ergänzung" zu bestehenden Apotheken-Titeln. Unter dem Label Deine Apotheke betreibt Phoenix Gattungsmarketing für Vor-Ort-Apotheken.
funkemedien.de, turi2.de (Background)

Die “FAZ” begräbt ihr Print-Magazin “Frankfurter Allgemeine Woche”.


Wochen-Ende: Die "FAZ" stellt ihr wöchentliches Nachrichtenmagazin Frankfurter Allgemeine Woche Ende Juni komplett ein. Als Gründe nennt der Verlag fehlende Einnahmen aus Anzeigenverkäufen durch die Corona-Krise und zu wenige Abonnent*innen. Die Jobs der zehn Redakteur*innen des Heftes seien nicht betroffen, sie kehrten in ihre jeweiligen Ressorts innerhalb der "FAZ" zurück, schreibt der Verlag in einer Mitteilung. "Das Konzept der 'FAZ Woche' war ein sehr gutes, das schlicht ein paar Jahre zu spät in den Markt kam", kommentiert "FAZ"-Geschäftsführer Thomas Lindner (Foto) die Entscheidung. Der Titel habe "viele Fans" gehabt, "aber am Ende nicht genug".

Das Aus des Blattes kommt gut vier Jahre nach dessen Start: Die "Frankfurter Allgemeine Woche" war im Frühjahr 2016 mit einer Druckauflage von 200.000 Exemplaren und Marketing-Budget in Mio-Höhe erstmals erschienen. Ziel war es, mit dem Magazin vor allem jüngere Leser*innen zu erreichen. Im ersten Quartal 2020 belief sich die verkaufte Auflage auf rund 48.000 Stück. Im selben Zeitraum zählte das Heft knapp 34.000 Abonnent*innen. "FAZ"-Chef Lindner hatte sich im Interview mit "Horizont" 2016 noch rund 100.000 Stück vorgestellt und als "realistisches Ziel" einen Wert zwischen 50.000 und 60.000 verkauften Heften ausgegeben.
verlag.faz.net, horizont.net, turi2.de (Background)

Oliver Wurm legt Grundgesetz-Magazin neu auf.

Politisch aufgelegt: Verleger Oliver Wurm spendiert seinem Grundgesetz-Magazin eine erweiterte Neuauflage und mehrere dazu passende Podcasts. Online wird der Titel ab Samstag zu bestellen sein, dem 71. Jahrestag der Verfassung. Ab Donnerstag soll das Heft dann bundesweit an den Kiosken liegen. Die Auflage beträgt 50.000 Stück. Dass er das in der Corona-Krise gestemmt bekomme, mache ihn glücklich, sagt Wurm.
kc-press.de, turi2.de (Background)

Joern Frederic Kengelbach verlässt den Jahreszeiten-Verlag.

Jahreszeiten-Verlag: Joern Frederic Kengelbach, Chefredakteur der Magazine "Robb Report" und "AW Architektur & Wohnen", verlässt den Verlag Ende Juli nach vier Jahren. Die Trennung erfolgt aufgrund der "unterschiedlichen Auffassungen über die zukünftige Ausrichtung der Zeitschriften" und als Konsequenz aus Umstrukturierungen innerhalb des Verlags, teilt das Unternehmen mit. Thomas Garms, seit Februar übergeordneter Redaktionsleiter, übernimmt die Chefredaktionsposten von Kengelbach.
new-business.de, turi2.de (Background)

Wort & Bild erinnert mit einem Kleeblatt an die Basisregeln gegen Corona.

Wort & Bild startet eine Aufklärungskampagne im Kampf gegen das Corona-Virus. Illustriert durch ein Kleeblatt erinnert der Verlag in seinen Titeln, darunter der "Apotheken Umschau", an vier Basisregeln: Physische Kontakte beschränken und Abstand halten, das Tragen einer Maske, die Nieshygiene und regelmäßiges Händewaschen. Wort & Bild will die Kampagne auch mit TV-Spots im Umfeld noch Nachrichtensendungen bewerben.
presseportal.de

Condé Nast will bis 2030 CO2-neutral sein.

Conde Nast 150Condé Nast will nachhaltiger werden. Bis 2030 will das Medienhaus CO2-neutral sein. Bereits Ende 2021 sollen die Emissionen im Unternehmen um 20 % gesunken sein, in der Lieferkette um 10 %. Gleichzeitig will der Verlag nur noch international zertifiziertes Papier nutzen. Ab 2025 will Condé Nast zudem auf Einweg-Kuntsstoffverpackungen verzichten. 2018 verursachte Condé Nast ca. 341.233 Tonnen CO2-Äquivalente, davon 92 % in der Lieferkette. Im gleichen Jahr verwendete der Verlag 440 Tonnen Einwegkunststoffe für die Verpackung von Zeitschriften.
condenast.com

Bauer stellt britische Special-Interest-Titel auf den Prüfstand.

Bauer will Corona-bedingt sein Portfolio in Großbritannien bereinigen. Laut Pressgazette plant Bauer, zehn Zeitschriften-Titel entweder zu schließen, zu verschmelzen oder zu verkaufen. Auch die Fortführung als reiner Digital-Titel sei denkbar. Betroffen sind Special-Interest-Magazine wie "Planet Rock", "Car Mechanics" oder "Your Horse" mit jeweils unter 40.000 Auflage.
pressgazette.co.uk via new-business.de

Zitat: Funke-Vermarktungschef Dirk Wiedenmann sieht Werbung als prozyklisches Produkt.

"In meinen Augen ist und bleibt Werbung wider alle guten Argumente und Ratschläge ein prozyklisches Produkt der Wirtschaftsleistung und -stimmung: Sie verschwindet als Erstes aus dem Markt, taucht aber auch als Erstes wieder auf."

Vermarktungschef Dirk Wiedenmann baut für Funke inmitten der Corona-Krise einen neuen Vermarkter auf. Im "Horizont"-Interview sagt er, dass die Buchungen wieder anziehen.
"Horizont" 21/2020, S. 12/13 (Paid)

Jahr Top Special experimentiert mit Webinaren zu Themen seiner Special-Interest-Titel.

Jahr Top Special entdeckt Webinare als neues Geschäftsfeld. Zwei erste Testläufe fanden Ende April statt, teilt der Verlag mit: Beim "Tennis-Magazin" gab French-Open-Sieger Andreas Mies Profi-Tipps zum Doppel-Spiel, das "Flieger­magazin" informierte über die Risiken von Flügen über Wasser. Webinare weiterer Special-Interest-Titel sollen "kurzfristig" folgen. Auch bei der Finanzierung experimentiert der Verlag: Den Tennis-Talk sponserte ein Anzeigen­kunde, fürs Flieger-Webinar bekamen Abonnenten Rabatt.
per Mail

“eatbetter”: Burda und Edeka starten Plattform und Kampagne für gesunde Ernährung.


Besser essen: "Wir wollen es den Menschen einfacher machen, einen Zugang zu gesunder Ernährung zu finden." Im Video-Interview mit turi2.tv erklärt Nina Winter, Managing Director bei Burda Home, die Aktion "eatbetter", die der Burda-Verlag morgen gemeinsam mit dem Einzelhändler Edeka startet. Kernstück ist die Seite eatbetter.de, auf der es Rezepte aber auch Hintergrund-Informationen zu gesunder Ernährung geben soll, außerdem erscheinen die "eatbetter"-Rezepte auch in den Food-Zeitschriften von Burda und in den Edeka-Medien. Große Events in den Märkten der Händlergenossenschaft gibt es zum Start Corona-bedingt nicht, perspektivisch sind aber auch POS-Aktionen geplant. Der offizielle Startschuss fällt mit einem Livestream auf Instagram am Dienstag. Dann kochen TV-Koch Holger Stromberg und Burdas Kochstudiochef Jörg Götte gemeinsam für die Burda-Belegschaft.

Zudem bewirbt Burda die neue Food-Plattform mit einer Consumer-Kampagne in seinen Publikumsmedien und einer B2B-Kampagne. "Uns ist es wichtig, dass wir nicht einfach ein weiteres Rezept-Angebot sind", erklärt Winter im Video. Die Rezepte orientieren sich alle an Leitlinien, wie die Verwendung regionaler, frischer Zutaten und dem bevorzugten Einsatz von Bio-Lebensmitteln. Ein Experten-Rat stützt diese Leitlinien und berät die Redaktionen. Mit dabei sind Mediziner*innen, Ernährungsexpert*innen und Burda-Journalist*innen – bekanntestes Mitglied ist TV-Koch Stromberg. "eatbetter" soll zum einen den Vertrieb der Zeitschriften stärken, zum anderen ein Werbeumfeld für Marken bieten, sagt Nina Winter. Die Rezepte selbst sind "markenfrei", ergänzt Chefredakteurin Gabriele Höger im Pressegespräch am Montag.
turi2.tv (5-Min-Video auf YouTube), burda.com (Pressemitteilung, pdf)