“Alfons”: “BamS” launcht neues Food-Magazin.

Bild am Sonntag liegt übermorgen erstmals das Food-Magazin "Alfons" von und mit Starkoch Alfons Schuhbeck bei. Das Heft erreicht dadurch laut Springer eine Auflage von rund 680.000. In der ersten Ausgabe liegt der Fokus auf weihnachtlichen Rezepten. Chefredakteurinnen sind die Schwestern Violet Kiani und Wäis Kiani. Im Frühjahr 2021 soll "Alfons" zum zweiten Mal erscheinen.
axelspringer.com, clap-club.de

Nielsen: Brutto-Werbeumsätze erholen sich auch zum Jahresendspurt nicht.

Brutto-Werbeumsätze deutscher Medien sinken von Januar bis Oktober um 6,5 % auf rund 26,5 Mrd Euro im Vergleich zu 2019, errechnet Zahlen-Zampano Jens Schröder anhand der Nielsen-Zahlen. Schuld am Minus sind vor allem die coronabedingt schwachen Monate April (-20,7 %), Mai (-19 %) und Juni (-10,5 %) – aber auch im September (-4,1 %) und Oktober (-3,2 %) gab es kaum Entwarnung. Vor allem die Publikumszeitschriften haben an der Lage zu knabbern – sie verlieren im September 10,8 %, im Oktober 16,5 % im Vergleich zu 2019.
meedia.de

Gruner + Jahr verkauft “Dogs” an GeraNova Bruckmann.

GeraNova Bruckmann geht vor die Hunde und kauft Gruner + Jahr das Magazin "Dogs" ab. Das Hunde-Lifestyle-Heft erscheint ab 2021 in der Ein Herz für Tiere Media GmbH, die bereits Zeitschriften wie "Partner Hund", "Dogs today", "Geliebte Katze" und das titelgebende "Ein Herz für Tiere" verlegt. Wie bei all diesen Titeln übernimmt Petra Schurer auch bei "Dogs" die Chefredaktion. "Dogs" erscheint seit 2006, laut IVW zuletzt mit rund 17.000 Auflage.
new-business.de

Der “stern” covert mit 40 “Quotenfrauen”.

Quoten-Druck: Der "stern" macht in seiner aktuellen Ausgabe groß mit dem Thema Frauenquote auf. "Ich bin eine Quotenfrau", sagen selbstbewusst 40 erfolgreiche Frauen und plädieren für eine Frauenquote. Darunter sind u.a. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, "Tagesthemen"-Moderatorin Caren Miosga, Influencerin Louisa Dellert und Bahn-Vorständin Sigrid Nikutta. Auch wenn sie keine Quotenfrauen im Wortsinn sind, wollen sie dem Begriff das Stigma nehmen. Online bildet der "stern" die Aussagen der Frauen auch als kurze Videostatements ab.
stern.de, presseportal.de

VDZ startet Kampagne für journalistische Umfelder.

VDZ startet eine Gattungskampagne für Werbung in Publikums­zeitschriften und deren Digital-Ablegern. Springer, Burda, Condé Nast und Delius Klasing sowie Funke, Jalag, Klambt und die Motor Presse Stuttgart sind mit zwölf Medien-Marken dabei. Die Kampagne unter dem Motto Darum Markenmedien will das Vertrauen der Leser*innen in journalistische Inhalte betonen.
vdz.de, wuv.de, horizont.net (Paid)

Zitat: Tyler Brûlé glaubt an die Rückkehr von Luxus und Lokalem.

"Natürlich kaufen die Leute jetzt online und es entwickeln sich neue Gewohnheiten. Aber das geschieht ja vor allem, weil sie keine Wahl haben."

Tyler Brûlé, Chefredakteur und Herausgeber des Luxus-Magazins "Monocle", glaubt, dass in 18 bis 24 Monaten das Bedürfnis der Menschen nach Luxus und Genus zurückkehrt. "Die Menschen sind jetzt fast ein Jahr eingeschränkt. Das wird einen enormen Nachholbedarf auslösen", sagt er in "Textilwirtschaft".
"Textilwirtschaft" 47/2020 via horizont.net (Paid)

Christina Gath und Andrea Fischer übernehmen “Schöner Wohnen”.


Nachmieterinnen gefunden: Gruner + Jahr übergibt die redaktionelle Leitung seiner Living-Titel an Christina Gath (Foto, links) und Andrea Fischer (Foto, rechts). Gath wirkt künftig als Editorial Director Living und ist als solche für die Inhalte von Gruners Wohn-Titel verantwortlich. Sie ist zudem künftig Chefredakteurin von "Schöner Wohnen" und "Couch". Seit 2017 ist Gath bereits Redaktionsleiterin von "Couch". Andrea Fischer übernimmt die Verantwortung für die Digital- und Shopping-Angebote der Marken. Sie ist seit 2016 Digital-Geschäftsführerin der Living-Titel.

Gath und Fischer übernehmen für Bettina Billerbeck, die Gruner + Jahr zum Jahresende verlässt, um sich "beruflich neu" zu orientieren. Ihr Abschied ist bereits seit Montag bekannt.
guj.de, turi2.de (Background)

“manager magazin”: Funke-Verlegerin Julia Becker “provoziert eine Revolte”.

Becker-Bashing reloaded: Das manager magazin hängt sich online an die Meldung der Berliner Zeitung, dass bei Funke der Haussegen schief hängt und die Geschäftsführer auf Druck der Gesellschafter nach möglichen Kompetenzüberschreitungen von Verlegerin Julia Becker suchen. Die "mm"-Story von Christoph Neßhöver, in Teilen recycelt aus einem Stück von 2019, trägt die Überschrift "Die Verlegerin provoziert eine Revolte" - was allerdings mit keiner Silbe belegt wird.

Stattdessen erzählt Neßhöver, erkennbar munitioniert von einem der Minderheitsgesellschafter, mit viel Häme süffige Anekdoten aus dem Innenleben des zerrissenen Verlagshauses. Dass die "Eskalation aus Neid und Misstrauen" womöglich weniger von Julia Becker ausgeht als von den Minderheitsgesellschaftern Stephan Holthoff-Pförtner und Klaus Schubries, zieht Neßhöver nicht in Betracht.

Holthoff-Pförtner steht laut "mm" unter finanziellem Druck, der Beitrag von Schubries zur "Eiszeit in Essen" bleibt unbeleuchtet. Deutlich wird hingegen das interne Problem von Julia Becker: Die 66 % Anteile ihrer Familie reichen für wichtige Entscheidungen nicht aus – dafür sind 75 % nötig.
manager-magazin.de (Paid), turi2.de (Background)

Chefredakteurin Andrea Ketterer verlässt “Glamour”.

Glamour bekommt eine neue Führung. Die bisherige Chefredakteurin und Markenverantwortliche Andrea Ketterer verlässt Condé Nast Germany nach rund 15 Jahren, davon zwölf als Glamour-Chefredakteurin. Als neuer Markenchef rückt der bisherige Vize Georg Wittmann auf. Tanja Fox, bisher Redakteurin, rückt zur Inhaltechefin auf. Stephanie Neureuter bleibt Mitglied der Chefredaktion.
new-business.de

“Schöner Wohnen”-Chefredakteurin Bettina Billerbeck verlässt Gruner + Jahr.

Wohnung frei: Bettina Billerbeck, Chefredakteurin bei "Schöner Wohnen", verlässt Gruner + Jahr zum Jahresende, um sich "beruflich neu" zu orientieren, wie der Verlag schreibt. Über die Nachfolge will G+J "in den kommenden Tagen" informieren. Billerbeck ist seit 2013 Chefredakteurin beim Einrichtungsmagazin. Zuvor war sie zwei Jahre Chefredakteurin von "Living at home". Von 2009 bis 2011 führte sie für Bauer die "Maxi".
presseportal, turi2.de/koepfe (Profil Billerbeck)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Bettina Billerbeck, Chefredakteurin “Schöner Wohnen”, findet bei Ikea immer was. (11/2016)

Popsänger Harry Styles kommt als erster Mann aufs Cover der US-“Vogue”.

Vogue zeigt den britischen Popsänger Harry Styles als ersten Mann allein auf dem Titel der US-Ausgabe. Styles posiert fürs Dezember-Heft im Gucci-Spitzenkleid von Gucci und bläst einen Luftballon auf. Im Interview der Modezeitschrift sagt er, dass er keinen Unterschied zwischen Herren- und Damenkleidung mache.
bild.de, instagram.com (Titelbild)

Funke-Sprecherin: Es gehe nicht darum, Julia Becker Fehler anzulasten.

Funke-Streit: Konzern-Sprecherin Jasmin Fischer widerspricht der Darstellung, dass es im Auskunftsersuchen der Gesellschafter zu Kontakten zwischen dem Gesellschafter-Ausschuss und Funke-Mitarbeiter*innen darum geht, Julia Becker Fehler anzulasten. Der Gesellschafterausschuss bestehe neben der Verlegerin aus vielen weiteren Personen. Zudem betont die Sprecherin, dass die Kontakt-Verfolgung von den Gesellschaftern ausgeht, nicht von den Geschäftsführern Christoph Rüth, Andreas Schoo und Michael Wüller. Sie seien verpflichtet, dem Ersuchen nachzukommen.
turi2 – eigene Infos, turi2.de (Meldung zum Gesellschafter-Streit)

Bravo und Instagram lassen Influencer*innen über Social-Gefahren sprechen.

Bravo: Bauers Jugendmagazin startet zusammen mit Instagram und der Cybermobbing-Beratung Juuuport eine Kampagne gegen zu viel Perfektionsdruck auf Social Media. Dazu sprechen Influencer*innen wie Diana zur Löwen im Heft und auf Instagram über ihre Erfahrungen. Ein 66-seitiger Report behandelt Online-Freundschaften und die Balance zwischen Online- und Offline-Welt – auch in Quiz-Form.
horizont.net, turi2.de (Background)

Wir graturilieren: Jennifer Lachman wird 39.


Wir graturilieren: Jennifer Lachman, Digitalchefin beim "manager magazin", wird heute 39 Jahre alt. Geplant war zum Geburtstag ursprünglich ein schöner Ausflug an die Nordsee, jetzt feiert sie daheim im engsten Kreis, ruhig und coronakonform. Das Beste im abgelaufenen Lebensjahr war für sie "das Wahnsinns-Teamwork im gesamten Verlag". Das Team hat einen umfassenden Relaunch "komplett aus dem Mobile Office" gestemmt. "Das beeindruckt mich immer noch", sagt Lachman. Im Privaten weiß sie zu schätzen, "dass alle meine Lieben gesund geblieben sind". Für das kommende Jahr wünscht sie sich Gesundheit für alle und "dass die Pandemie bald kontrolliert werden kann". Bei aller Liebe zur Agilität wäre es für Lachman ein Traum, "mal wieder verlässlich irgendetwas planen zu können". Über Gratulationen freut sie sich auf allen Wegen "außer Zoom", stattdessen per E-Mail, Xing oder Linked-in.

Renner: Funke-Geschäftsführer suchen Zeugen für Fehlverhalten ihrer Verlegerin Julia Becker.


Funkestörung: Ein Gesellschafterstreit bringt der Funke Mediengruppe (u.a. "Berliner Morgenpost", "WAZ") negative Schlagzeilen im Konkurrenzblatt "Berliner Zeitung". Dort berichtet Kai-Hinrich Renner über einen "massiven Zwist im Gesellschafterkreis" und eine "große Spitzelaktion" gegen die Verlegerin und Aufsichtsratsvorsitzende Julia Becker. Die drei Geschäftsführer der Funke Mediengruppe, Christoph Rüth, Andreas Schoo und Michael Wüller fordern von Führungs­kräften Auskunft über etwaige Treffen mit Mitgliedern des Gesell­schafter­ausschusses - gemeint ist Julia Becker.

Der Vorwurf: Becker sei mehrfach operativ tätig geworden, ohne sich vorab mit ihren Mitgesellschaftern abgestimmt zu haben. So werde ihr vorgeworfen, ein inzwischen gestopptes Zeitschriftenprojekt mit Bascha Mika, Ex-Chefredakteurin von "taz" und "Frankfurter Rundschau", "ohne Wissen der übrigen Anteilseigner" auf den Weg gebracht zu haben. Zudem fühlten sich die Gesellschafter unzureichend über eine ebenfalls gescheiterte Vermarktungskoop mit Burda informiert und misstrauten dem engen Draht von Becker zu Burda-Vorstand Philipp Welte.

Hinter der Aktion stecken vermutlich die Minderheitsgesellschafter Klaus und Renate Schubries und/oder Stephan Holthoff-Pförtner. Julia Becker spricht zwar für 2/3 der Anteile, aber mit je 1/6 der Anteile legen sich Renate Schubries, eine von zwei Schwestern von Julia Beckers Mutter Petra Grotkamp, und Stephan Holthoff-Pförtner gelegentlich quer. Holthoff-Pförtner ist NRW-Minister für Bund und Europa, war mal VDZ-Präsident und ist ein Adoptivsohn der anderen Grotkamp-Schwester Gisela Holthoff. Die drei Kinder von Petra Grotkamp - Julia Becker, Nora Marx und Niklas Jakob Wilcke - halten ihre 66,6 % am Verlag zu gleichen Teilen, Becker spricht für diesen Teil der Familie und der Gesellschafter und hat von ihrer Mutter den Aufsichtsratsvorsitz bei Funke übernommen. Offensichtlich ein Posten mit hohem Konfliktpotential.
(Foto: Axel Heimken / dpa / Picture Alliance)
berliner-zeitung.de (frei nach Anmeldung)

Mitarbeit: Peter Turi

Update 13.11., 11.20 Uhr: Konzern-Sprecherin Jasmin Fischer widerspricht der Darstellung, dass es im Auskunftsersuchen der Gesellschafter zu Kontakten zwischen dem Gesellschafter-Ausschuss und Funke-Mitarbeiter*innen darum geht, Julia Becker Fehler anzulasten. Der Gesellschafterausschuss bestehe neben der Verlegerin aus vielen weiteren Personen. Zudem betont die Sprecherin, dass die Kontakt-Verfolgung von den Gesellschaftern ausgeht, nicht von den Geschäftsführern Christoph Rüth, Andreas Schoo und Michael Wüller. Sie seien verpflichtet, dem Ersuchen nachzukommen.

Offizielles Statement zum Gesellschafter-Streit:
"Im Rahmen eines Auskunftsersuchens nach § 51a GmbHG wurden unsere drei Geschäftsführer Christoph Rüth, Andreas Schoo und Michael Wüller gebeten, Auskünfte über etwaige Termine zwischen Mitarbeitern der FUNKE Mediengruppe und Mitgliedern des Gesellschafterausschusses der FUNKE Mediengruppe seit 1. Januar 2018 einzuholen.

Diesem Ersuchen sind die drei Geschäftsführer nachgekommen."

Bauer startet Fachmagazin “PTA Woman” für Apotheken-Teams.

Bauer bringt ab Februar 2021 das monatliche Fach­magazin "PTA Woman" heraus. Kooperationspartner ist der Wort und Bild Verlag, der das Magazin zusammen mit der "Apotheken Umschau" ausliefert und den 20-seitigen Gesundheitsteil "PTA Woman Pro" verantwortet. Das Blatt mit 84 Seiten und 50.000 Auflage richtet sich an pharmazeutisch-technischen Assistentinnen in Apotheken. Auf 84 Seiten will "PTA Woman" u.a. mit den Themen Beauty, Lifestyle, Ernährung und Psychologie ein "moderner Begleiter durch den privaten und beruflichen Alltag" sein.
per Mail

Bauer will die gedruckte “Bravo” als Premium-Magazin am Leben halten.

Bravo soll als gedrucktes Magazin ein "Premium-Produkt" sein, "wofür ich bereit bin, Geld zu bezahlen", sagt Verlagsleiter Karsten Binke der "Süddeutschen". Die Produktion lagert Bauer aus - für Quentin Lichtblau klingt das nach einer "Verlegung ins Hospiz". Er beobachtet zwar "in Teilen neue Ansätze" im Heft, gerade die Schwester "Bravo Girl" wirke aber "oft wie aus der Zeit gefallen".
"Süddeutsche Zeitung", S. 23 (Paid), turi2.de (Background)

Neues Magazin will “Bock auf Handball” machen.

Bock auf Handball heißt ein neues Magazin, das erstmals am 17.11. erscheint und sich als "das People-Magazin" unter den Handball-Titeln versteht. Auf 120 Seiten will die Redaktion "mit­reißende Geschichten" der "Koryphäen des Hand­ball­sports" erzählen. Das Heft mit 12.000 Auflage für 7 Euro ist ein Gemeinschaftsprojekt von Handball-Fotograf Sascha Klahn und der News-Seite Handball-World. Geplant sind vier Ausgaben pro Jahr.
bock-auf-handball.de

Frauenmagazin “Emotion” startet Club-Modell “Emotion for me”.

Inspiring Network baut "Emotion" zum Club aus: Emotion for me will Frauen bei ihrer persönlichen und beruflichen Weiterentwicklung unterstützen. Für 9,99 Euro im Monat gibt es Coachings, Workshops und Live-Talks, dazu personalisierte Inhalte und Rabatt-Aktionen. Für knapp zwei Euro mehr kommt auch das Print-Heft ins Haus. Mit dem Club-Modell will Gründerin Katarzyna Mol-Wolf "Emotion" auf "eine weitere Säule" und damit "zukunftssicher aufstellen".
meedia.de, emotion.de (Club-Angebot)

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Diese Branche entwickelt und verändert sich wahnsinning schnell" - Katarzyna Mol-Wolf im Erfolgs-Fragebogen (07/2019).

Funke serviert mit “Eat Club” ein neues Food-Magazin.

Funke legt mit "Eat Club" ab Mittwoch ein neues Food-Magazin mit 75.000 Auflage an den Kiosk, schreibt "Clap". Chefredakteurin ist Jessika Brendel, die im Verlag den Bereich Food & Neuentwicklungen verantwortet. Zusätzlich zur nationalen Ausgabe soll es drei Regionalausgaben für Berlin, den Norden und NRW mit je 16 Extra-Seiten geben. Das Heft soll vierteljährlich erscheinen.
clap-club.de, turi2.de/koepfe (Profil Brendel)

“Clap”: Verena Mölling verlässt Bauer, Anna van Koetsveld übernimmt.

Bauer: Im Zuge der Räumung des Standorts München verlässt Verena Mölling (Foto), Publishing Direktorin in der Luxus-Printsparte, das Unternehmen, erfährt "Clap". Sie werde den Umzug nach Hamburg aus persönlichen Gründen nicht mitmachen. Für Mölling übernimmt im Norden Anna van Koetsveld, bisher Vize-Verlagschefin für das Frauen-Segment bei Bauer.
clap-club.de, turi2.de (Background)

Ulrike Simon schlägt drei Vergabe-Kriterien für Presseförderung des Bundes vor.

Presseförderung: Der Plan des Bundeswirtschaftsministerium, die vom Bundestag beschlossenen 220 Mio Euro an Zeitungen, Zeitschriften und Anzeigenblätter prozentual aufzuteilen, bekam reichlich Gegenwind – Ulrike Simon schlägt deshalb drei Vergabe-Kriterien vor: Die zu fördernden Medien "müssten abonnierbar sein", regionale Informationen bieten und "frühmorgens zuzustellen sein".
horizont.net (Paid), turi2.de (Background)

Ein feminines “Manager Magazin” – Warum Katharina Wolff “Strive” gründet.


Streben nach Print: Katharina Wolff ist Ex-Politikerin, Ex-Sängerin und aktive Digital-Unternehmerin – nun wird sie auch Verlegerin. Gemeinsam mit prominenten Investor*innen gründet sie das gedruckte Magazin Strive, das einen weiblicheren Blick auf die Wirtschaft verspricht. Mit ihr im Boot sitzen u.a. About-You-Gründer Tarek Müller, die frühere Springer-Managerin Donata Hopfen, Flaconi-Gründer Paul Schwarzenholz und Foodist-Macher Alexander Djordjevic. Ihr Heft erklärt Verlegerin Wolff im Video- und Podcast-Interview von turi2 als Gegenentwurf zum "Manager Magazin": "In den meisten Heften sind unter 8 % Frauen als Protagonistinnen abgebildet, inklusive der Werbung." Zudem findet Wolff viele Geschichten "gehässig".

Das "Manager Magazin" sei "ein sehr, sehr unbequemes Blatt für sehr viele Branchen geworden", urteilt Wolff. Auch "Strive" solle an der einen oder anderen Stelle unbequem, sogar investigativ sein, allerdings "ohne dass man jemandem so ganz fürchterlich doll auf die Füße tritt". Wie dieser Spagat funktioniert, will die Neu-Verlegerin ab 21. Januar alle zwei Monate zeigen – dann soll der Erstling mit mutigen 30.000 Auflage am Kiosk liegen. An diesem Montag startet die Kampagne für das Blatt u.a. mit einer Heft-Vorschau.

Darüber, wie Wolff ihre Investor*innen einbindet – deren Geld ausgeben will sie vorerst nämlich nicht – spricht sie im Video-Interview. Im ausführlicheren Podcast-Gespräch gibt sie zudem eine ausführliche Themen-Vorschau und erklärt, wo sie mit dem Magazin hin will. Sie spricht über ihre Zeit als CDU-Abgeordnete in Hamburg und ihren Blick auf die aktuelle Politik. Wolff sagt etwa, dass sie ein Fan von Angela Merkel ist, auch wenn sie nicht alle ihre Entscheidungen teilt.
turi2.tv (9-Min-Video auf YouTube), turi2.de/podcast (27-Min-Audio auf Spotify, Apple-Podcast, Deezer, AudioNow)

Zitat: Er kauft “Madame” als Luxus-Türöffner, sagt Dominik Wichmann.

"Das ist keine Printromantik."

Dominik Wichmann, Chef der Looping Group, sagt in der "Süddeutschen Zeitung", ihn habe "unternehmerische Motivation" zum Kauf der "Madame" bewogen: Sie soll Türöffner für den Luxusgüter-Markt sein – und vielleicht nur das erste Engagement Wichmanns im Verlagsgeschäft.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Bauer verkauft “Madame” an die Looping Group und lagert die “Bravo” aus.


Außer-Haus-Verkauf: Bauer macht seinen Münchner Standort weitestgehend dicht. Das Luxusmagazin "Madame" verkauft der Verlag an die Looping Group von Dominik Wichmann und die aktuelle Chefredakteurin Petra Winter. Die Produktion von "Bravo" und "Bravo Girl" lagert Bauer an das Redaktionsbüro Wipperfürth aus, das bereits die "Bravo Sport" produziert. Von Hamburg aus betreut Bauer künftig nur noch die Digitalkanäle. Nach Hamburg zieht auch die Frauenzeitschrift "Cosmopolitan" - bereits zum Jahreswechsel. Nur der Vertrieb von Bauer Advance bleibt in München.

Von den Entscheidungen sind zahlreiche Mitarbeiter*innen von Bauer betroffen. Im Fall der "Bravo" sind das 22 Mitwirkende, für die Bauer "intensiv nach Weiterbeschäftigungsmöglichkeiten" innerhalb des Unternehmens suche, wie sich Ingo Klinge, Chef von Bauer Publishing, bei "Horizont" zitieren lässt. Die 17 redaktionellen Beschäftigten der "Madame" erhalten alle ein Angebot, im neuen Betrieb weiterzumachen. Die 23 "Cosmopolitan"-Kräfte dürfen mit der Zeitschrift nach Hamburg ziehen. Die "Madame" hatte Bauer erst Ende 2017 von Medweth übernommen.
horizont.net (Paid), clap-club.de, turi2.de (Background)

Vize Arne Olerth steigt bei “Gute Fahrt” zum Chefredakteur auf.

Neuer Chauffeur: Joachim Fischer, 58, Chefredakteur des Auto-Magazins Gute Fahrt von Delius Klasing, übergibt das Steuer an seinen Stellvertreter Arne Olerth, 48. Fischer wird nach zwölf Jahren an der Spitze Herausgeber und bleibt als Autor an Bord. Das 1950 als "Die Zeitschrift für den Volks­wagen­fahrer" gegründete Blatt verkauft laut IVW monatlich rund 46.000 Exemplare.
delius-klasing.de

Ulrike Simon: Wirtschaftsministerium will die Presseförderung prozentual aufteilen.


Aufs Förderband: Das Wirtschaftsministerium will die im Sommer angekündigte Presseförderung prozentual aufteilen, schreibt Ulrike Simon. Der Schlüssel würde für Zeitungen 59 %, Zeitschriften 11 % und Anzeigenblätter 30 % betragen. Eine Voraussetzung sei, dass der redaktionelle Anteil mindestens 30 % beträgt. Außerdem muss jeder geförderte Verlag Investitionen in "die digitale Transformation" schlüssig nachweisen. Ein Beispiel sei hier der "Aufbau von Online-Shops, Rubrikenportalen und Apps", aber auch Investitionen in Podcast-Plattformen oder die Schulung von Mitarbeitern.

Die Förderung soll größtenteils 2021 ausgezahlt werden. Viele Einzelheiten sind weiterhin ungeklärt. Der DJV kritisiert in einer Stellungnahme die von der Politik vorgesehenen Kriterien für die Förderung. Wenn Auflage und digitale Aktivitäten als Bezugsgröße gewählt würden, dann "würden große Medienkonzerne über die Maßen bezuschusst, während für kleine und mittelständische Verlage kaum etwas übrig bliebe", so DJV-Chef Frank Überall. Er fordert, dass auch Tariftreue und faire Honorare als Kriterien herangezogen werden.
horizont.net (Paid), djv.de, turi2.de (Background)

Oliver Wurm schenkt Diego Maradona zum 60. Geburtstag ein Magazin.

Felicidades, Diego heißt das Biographie-Magazin, das Oliver Wurm kommende Woche mit 25.000 Auflage an den Kiosk legt - anlässlich des 60. Geburtstages von Diego Maradona am morgigen Freitag. Auf 120 Seiten huldigt das Magazin für 10 Euro der argentinischen Fußball-Legende, präsentiert teils ungesehene Bilder und überraschende Geschichten. QR-Codes im Heft führen zu Maradona-Videos im Netz. Ein Teil der Erlöse fließt an Wurms Fußball-Projekt in Tansania.
per Mail, fussballgold.de, youtube.com (2-Min-Video mit Blick ins Heft)

Bauer: Finanzchef Harald Jessen und Kommunikationschef Arnd Wagner gehen.

Bauer und Finanzchef Harald Jessen (Foto) sowie Kommunikationschef Arnd Wagner gehen getrennte Wege. Verlegerin Yvonne Bauer schreibt an die Belegschaft: "Es ist immer bedauerlich festzustellen, dass die individuellen Wünsche einzelner Mitarbeiter*innen und die aktuellen Bedürfnisse des Unternehmens nicht mehr zusammenpassen." Sie dankt den beiden Führungskräften für ihre Einsätze. Die Bauer-Pressestelle betont den freundschaftlichen Abschied. Für Wagner hatte Bauer vor zwei Jahren den Posten des globalen Kommunikationschefs geschaffen, Harald Jessen war seit 2016 der erste CFO des Verlags. Für beide suche Bauer Nachfolger*innen, einstweilen übernimmt Personalchefin Andrea Mohnsame die Rolle von Kommunikator Wagner, für Jessen springt Sarah Vickery, Finanz- und Strategie-Chefin in Großbritannien, ein.
wuv.de

Condé Nast bündelt sein Europa-Geschäft und sucht zentrale*n Chef*in dafür.

Condé Nast zentralisiert sein Europa-Geschäft und sucht für die fünf Verlagsmärkte in Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Spanien und Italien einen Managing Director, zitiert kress.de aus einer internen E-mail von Roger Lynch, Chef des Verlags. Was das für die bisherigen Länder-Chefs, etwa Deutschland-CEO Jessica Peppel-Schulz, bedeutet, ist nicht klar. Peppel-Schulz sagt, sie teile die Vision "eines integrierten und mächtigen Condé Nast Westeuropas voll und ganz" und sei selbst "Treiber dieser Transformation" gewesen.
kress.de, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv Jessica Peppel-Schulz: "Coffeetable allein als Geschäftsmodell reicht nicht aus." (10/2019)

turi2 edition #12, 50 Vorbilder: Sarna Röser schreibt über Aenne Burda.


Mehr als die “Königin der Kleider”: Im wenig glamourösen Deutschland der Nachkriegszeit sorgt sie mit einer Modezeitschrift für einen Hauch von Eleganz. Aenne Burda wird zur Lichtgestalt des Unternehmerinnentums. Wir brauchen mehr von ihrer Sorte, findet Familienunternehmerin Sarna Röser. Lesen Sie jetzt den ganzen Beitrag kostenlos online oder im E-Paper. Hier können Sie das gedruckte Buch bestellen.

Bauers Yellow-Chef Walter A. Fuchs verantwortet künftig auch “InTouch” und “Closer”.

Bauer: Walter A. Fuchs, Verlags­geschäfts­führer von Bauers Yellow-Titeln wie "Freizeit­woche" und "Neue Post", verantwortet ab November auch die Promi-Blätter "InTouch" und "Closer". Er übernimmt die Aufgabe von Janina Süss, die in Elternzeit geht. Bauer verspricht sich von der Bündelung, neue, crossmediale Geschäfts­modelle rund um das Thema Promi-Content zu erschließen.
bauermedia.de

Burda setzt bei “Esquire”-Revival auf “neues Männlichkeitsbild”.

Burda steht bei der Markteinführung und dem Comeback der Männerzeitschrift "Esquire" unter "besonderem Erfolgsdruck", schreibt Gregory Lipsinski. Für Joint-Venture-Partner Hearst wäre ein Flop der in Deutschland recht unbekannten, in den USA aber wichtigen Marke "verheerend". Die erste Ausgabe kommt Ende Oktober mit 120.000 Auflage und pascha-freiem, "neuem Männlichkeitsbild", sagt Chefredakteur Dominik Schütte. Mindshare-Manager Bernhard Becker prognostiziert der Marke "geringe Chancen".
meedia.de (Paid), turi2.de (Background)

Roland Tichy ist “immer dagegen”, sagt er im “Meedia”-Interview.

Einblick in Tichy: "Eigentlich ist es mir wurscht, wer an der Regierung ist, ich bin immer dagegen", sagt Roland Tichy im "Meedia"-Interview. Sein Magazin Tichys Einblick versteht er als "konservativ-liberales Medium", nicht als rechtspopulistisch, wie es ihm oft vorgeworfen wird. "Dass es aneckt, ist unübersehbar, aber auch nicht ungewollt." Eine sexistische Passage über die SPD-Politikerin Sawsan Chebli bereut er jedoch: "Ich ärgere mich als erstes über mich selbst, dass ich es soweit habe kommen lassen." Inzwischen versuche die Redaktion, ihren "Ton zu mäßigen", sagt Tichy und ergänzt: "Wir sind wirklich handzahm geworden."
meedia.de (Paid)