Funke bringt Gesundheitsmagazin “Professor Dietrich Grönemeyer” heraus.

Funke macht Mediziner Dietrich Grönemeyer (Foto), Bruder von Sänger Herbert Grönemeyer, zum Maskottchen und Namensgeber eines Gesundheitsmagazins. "Professor Dietrich Grönemeyer" erscheint mit 100.000 Auflage für 6,90 Euro erstmals am 11. Oktober, für 2020 sind vier Ausgaben geplant. Chefredakteur des Magazins ist Georg Francken, Leiter von Funkes Kompetenzzentrum Gesundheit.
funkemedien.de

Wir graturilieren: Boris Pieritz wird 45.


Wir graturilieren: Boris Pieritz, Chefredakteur der digitalen "Auto Bild", wird heute 45. Er feiert schon ab 6.45 Uhr, beim Frühstück mit seiner Frau und seinen zwei Töchtern, abends dann mit seiner Frau in einem schönen Restaurant in Hamburg. Am Wochenende serviert er bei einem kleinen Umtrunk seinen Freunden diverse selbstgemachte, nordische Fisch-Spezialitäten.

Am abgelaufenen Jahr freute ihn beruflich besonders, dass die Mobilstrategie der "Auto Bild" mit 149 % Wachstum gegenüber dem Vorjahr voll aufging. Fürs kommende Jahr wünscht er sich neben Gesundheit vor allem "ein Bewusstsein aller dafür, wie schön unsere Welt (noch) ist und dass wir sie nicht weiter kaputt machen dürfen". Über Gratulationen freut er sich z.B. per E-Mail, am liebsten aber persönlich, per Grußkarte oder Telefon.

Wir graturilieren: Jörg Jakob wird 56.


Wir graturilieren: "Kicker"-Chefredakteur Jörg Jakob feiert heute als Sonntagskind seinen 56. Geburtstag. Sein Highlight im vergangenen Jahr: Liverpool gegen Napoli (1:0) gemeinsam mit einem Jugendfreund zu erleben, mit dem er erstmals vor 37 Jahren ein Spiel erlebte. Seinen Ehrentag verbringt er mit Kaffee und Kuchen, turi2 hat mit ihm im Podcast über Fußball zwischen Kommerz und Kultur gesprochen. Gratulationen sind z.B. via Twitter oder per E-Mail willkommen.
turi2.de (Podcast)

“Mich ärgert die Heuchelei” – “Kicker”-Chef Jörg Jakob über die Kommerzialisierung des Fußballs.


Zwischen Kommerz und Kultur: An diesem Wochenende startet die Fußball Bundesliga in ihre 57. Spielzeit – und Jörg Jakob, Chefredakteur des "Kicker", feiert parallel den Anstoß für sein 57. Lebensjahr. Im Video- und Podcast-Interview mit Peter Turi spricht Jakob über den Fußball früher und heute sowie die gemeinschafts- und identitätsstiftende Rolle des Ballsports. Dass der Fußball auch ein Riesengeschäft ist, erkennt Jakob an, ärgert sich aber über Heuchelei. Bei Mio-Transfers sei es "immer das Geld der anderen", das kritisiert werde.

"Wer Profi-Fußball auf dem höchsten Niveau haben will, wer erfolgreich sein will, der muss sich um die besten Spieler kümmern, die besten Trainer und Konzepte", argumentiert Jakob. Obwohl der FC Bayern in den vergangenen Jahren ein Abo auf den Meistertitel hatte, findet der Sportjournalist den Wettbewerb spannend. Für die neue Saison rechnet er allerdings einer anderen Mannschaft die größten Chancen auf die Meisterschaft aus.
turi2.tv (37-Min-Video), turi2.de/podcast (37-Min-Audio)

Jörg Jakob über...

01:51 ... seinen Geburtstag in unmittelbarer Nähe des Bundesligastarts 1963 und seine ersten Fußball-Erinnerungen.

06:23 ... die Rolle der Nostalgie für den Fußball und Fußball-Magazine.
turi2.tv (37-Min-Video), turi2.de/podcast (37-Min-Audio)

09:00 ... die Bedeutung des Fußballs für die ganze Gesellschaft.

10:14 ... Spannung in der Bundesliga angesichts der Bayern-Dominanz.

11:48 ... die Auswirkungen der Fußball-Kommerzialisierung auf die Spannung in der Liga.

16:46 ... die Rolle des "Kicker" als kritische und einordnende Stimme im Fußballgeschäft.

20:04 ... die Meisterschafts-Chancen der Bayern und ihrer Verfolger.

21:08 ... die Rolle der Bundesliga für die Auflage des "Kicker".

22:32 ... den "Kicker" als Fußball-Magazin, das über die News hinausgeht und Hintergründe einordnet.

24:51 ... die 100-jährige Geschichte des "Kicker" und wie sich das Magazin immer wieder neu erfunden hat.

26:00 ... den "Kicker" als digitale und analoge Marke - in Zeiten sinkender Auflagen.

29:20 ... die vereinseigenen Medienangebote als Konkurrenz.

31:11 ... Vereine, die ihre Stars abschotten und erschwerten Zugang zu den Spielern.

34:54 ... fehlendes Bewegtbild im Angebot des "Kicker".

Sie können das komplette Gespräch auch als Podcast anhören. Den turi2 podcast finden Sie bei iTunes, Spotify, Deezer und Audio Now sowie in der turi2-App und über den RSS-Feed.

Bauer stellt “Nostalgie”-Magazin ein.

Bauer stellt sein Vergangenheitsromantik-Magazin Nostalgie ein, berichtet "Clap". Die Ausgabe vom 10. Juli war bereits die letzte. Die Lücke füllt Retro, das seit 2015 als Ableger von Bauers "Das neue Blatt" erscheint. Die "Süddeutsche" charakterisierte das Yester-Yellow-Magazin einst als Heft über die "Schönen und Leichen". "Retro" erscheint sechsmal im Jahr mit 85.000 Auflage.
clap-club.de

Zitat: Benjamin Fredrich will Sozialwissenschaften im “Katapult Magazin” zugänglicher machen.

"Je länger Medienleute auf dem Magazinmarkt tätig sind und sich dementsprechend auskennen, desto erstaunter sind sie über unseren Erfolg."

Benjamin Fredrich, Gründer und Chefredakteur des Sozialwissenschaft-Magazins Katapult, hat mit seinem Magazin vor allem ein egoistisches Ziel verfolgt. Der Wissenschaftler wollte die Sozialwissenschaften einem breiteren Publikum zugänglich zu machen, sagt er im Meedia-Interview.
meedia.de

Polens “Playboy” soll künftig auch Frauen ansprechen.

Playboy in Polen soll sich unter der neuen Chefin Anna Mierzejewska für hetero- und homosexuelle Frauen öffnen, schreibt Philipp Fritz. Die 27-Jährige sei bekennende Feministin und habe nackte Brüste vom Cover verbannt. Für ihre Linie erhalte Mierzejewska sowohl von Stammlesern als auch von Feministinnen Kritik. Die einen wollen keine Veränderung am Heft, die anderen beklagen, es werde dadurch salonfähig.
"Welt", S. 7 (Paid)

Zitat: Andreas Arntzen hat beim Wort & Bild Verlag sein Faible für Medizin entdeckt.

"Würde ich nochmal auf die Welt kommen, würde ich mir überlegen, in Richtung Medizin zu gehen."

Andreas Arntzen, Chef des Wort & Bild Verlags, hat beim Verlag hinter der "Apotheken Umschau" seine Begeisterung für die Medizin entdeckt – ist aber auch nicht traurig über seinen beruflichen Werdegang, sagt er im "Treibstoff"-Podcast.
newsaktuell.de (45-Min-Audio)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Mein Misserfolg – Andreas Arntzen wollte einmal Mobile.de kaufen und scheiterte an einem Verleger.

“Vogue” gibt sich in Portugal selbstironisch.

Vogue parodiert sich in Portugal auf dem Cover der August-Ausgabe selbst. Während im Rahmen eines Cover-Splits ein Teil der Hefte das russische Model Irina Shayk zeigt, ist auf der anderen Hälfte die Komikerin Celeste Barber zu sehen, die das Motiv nachstellt - unter anderem mit Plastik-Deckeln anstelle von Ohrringen. Celeste Barber ist dafür bekannt, auf Instagram Bilder von Models und Influencern zu parodieren.
taz.de

“Welt am Sonntag” stellt Wettbetrugs-Enthüllung des “Spiegel” infrage.


Kontrolle ist besser: Die "Welt am Sonntag" erhebt weitere Zweifel am Wahrheitsgehalt eines Textes von Football-Leaks-Enthüller Rafael Buschmann (Foto) aus dem Jahr 2014 über ein verschobenes WM-Spiel. Der zuständige Dokumentar habe schon vor der Veröffentlichung "keine hinreichenden Dokumente oder Beweise" für Buschmanns These finden können, dass das Spiel zwischen Kroatien und Kamerun manipuliert wurde. Er notierte "kein Beleg" auf dem Prüf-Manuskript, das laut "WamS" noch existieren soll. Der damalige Sport-Ressortleiter Michael Wulzinger habe die Einwände des Dokumentars übergangen und den Text ins Blatt gehoben.

Der "Spiegel" habe einen Fragenkatalog der "Welt am Sonntag" zu dem Thema nicht beantwortet. Stattdessen teilt der Verlag mit, dass es zu dem Artikel nun weitere Recherchen gebe. Bisher gebe es keine Belege für eine Fälschung. Medienjournalist Kai-Hinrich Renner hatte Anfang August berichtet, dass die geplante Beförderung Buschmanns zum Investigativ-Chef zunächst auf Eis liegt.
"Welt am Sonntag", S. 35 (Paid), turi2.de (Background)

Mitarbeit: Markus Trantow

Erfinderin Selma Stern verlässt “Bild Politik” Richtung New York.

Bild Politik verliert Ideengeberin Selma Stern, berichtet Daniel Häuser. Sie geht für Springer nach New York, um das Bezahlangebot von Business Insider zu leiten. Springer will noch nichts zur Zukunft des Magazins "Bild Politik" sagen. Es seien "verschiedene Optionen denkbar".
clap-club.de, turi2.tv (4-Min-Interview)

Aus dem Archiv von turi2.tv (Februar 2019): Wie finden Sie die "wichtigen Fragen", Frau Stern?

Zitat: Heribert Bertram nimmt großen Einzelhandelsketten ins Visier.

"Zusammen bespielen wir in Zukunft ein Klavier mit viel mehr Tasten und können daher mit dem Category Management der großen Einzelhandelsketten ganz anders umgehen."

Bauer-Vertriebschef Heribert Bertram will mit DMV, der gemeinsamen Vertriebsgesellschaft mit Gruner + Jahr, das richtige Heft in der richtigen Menge an den richtigen Ort bringen – dabei steht vor allem der Lebensmitteleinzelhandel im Visier, sagt er im "Horizont"-Doppelinterview mit G+J-Operativchef Oliver Radtke.
"Horizont" 32/2018, S. 10-11 (Paid), turi2.de (Background)

Studie: Anteil der lesenden Kinder steigt.

Kindermedien werden von 76 % der 6- bis 13-Jährigen gelesen, ermittelt die Kinder-Medien-Studie 2019. Im Jahr 2017 lasen 71 % Zeitschriften, Comics und Bücher, 2018 waren es 74 %. Unter den Magazinen hat das "Lustige Taschenbuch" mit 492.000 die höchste Reichweite, dahinter folgen "Micky Maus Comics" und "Just Kick-It" von Panini – insgesamt greifen 74 % der Kinder regelmäßig zu Zeitschriften. Hinter der Studie stehen sechs Verlagshäuser. Sie ermittelt außerdem, dass die deutschen Kinder über 3 Mrd Euro aus Taschengeld und Geschenken verfügen. 70 % investieren Geld in Süßigkeiten, 52 % in Zeitschriften oder Comics.
kinder-medien-studie.de, meedia.de

Stefanie Hellge und Arne Daniels werden “stern”-Blattmacher, Jan Gritz “Barbara”-Chef.


Fachpersonal für Print: Gruner + Jahr verstärkt die "stern"-Chefredaktion mit Stefanie Hellge und Arne Daniels (links). Sie sollen als Blattmacher Themen planen, das Heft komponieren und die Produktion organisieren. Hellge leitete bislang die Redaktion von "Barbara", Daniels das Gesellschaftsressort des "stern". Bei "Barbara" übernimmt Jan Gritz die Redaktionsleitung, zusätzlich zum gleichen Job bei "Guido".

Das Blattmacher-Duo soll die Chefredakteure Anna-Beeke Gretemeier und Florian Gless unterstützen. Wie viele Chefredakteure wachen sie über immer mehr Kanäle und Angebote. Und wie für viele ihrer Kollegen, ist Print ihr Sorgenkind: Das Interesse am "stern" schrumpft kontinuierlich. Abo und Einzelverkauf liegen laut IVW inzwischen unter 300.000 Exemplaren, ein Minus von 11,6 % im 2. Quartal.
guj.de (Hellge, Daniels), guj.de (Gritz)

Aus dem Archiv von turi2.tv (Mai 2018): "Aus Fehlern lernt man am meisten" – Anna-Beeke Gretemeier im Strategie-Gespräch.

Enthüller Martin Doerry nimmt Stellung zum Tod von Marie Sophie Hingst.


Eine Recherche und ihre Geschichte: "Spiegel"-Journalist Martin Doerry äußert sich knapp eine Woche nach dem Bekanntwerden des Todes von Bloggerin Marie Sophie Hingst zur Recherche, mit der er die 31-Jährige Ende Mai als Lügnerin überführt hatte. Sein Text trägt den Titel "Warum der 'Spiegel' über den Fall Marie Sophie Hingst berichten musste".

Doerry schreibt, dass ihn der Tod der jungen Frau "Tag und Nacht" beschäftigt und berichtet, wie eine Gruppe von privaten Rechercheuren, darunter eine Historikerin, ein Ahnenforscher und ein namhafter deutscher Historiker Hingst vergeblich dazu aufriefen, die Geschichte über ihre erfundenen jüdischen Vorfahren nicht mehr zu verbreiten. Erst als nichts half, sei Doerry ins Spiel gekommen. Er schreibt, sein Text wäre in der vorliegenden Form nicht erschienen, hätte Hingst eine öffentliche Korrektur ihrer Lügen angekündigt – was sie nicht tat.

Doerry zeichnet das Bild von einer Frau, die "souverän, kämpferisch und entschlossen" auftrat und für ihre Sache stritt. Der Berlin-Korrespondent der "Irish Times", Derek Scally, der zuerst über Hingsts Tod berichtet hatte, erlebte sie nach den Enthüllungen als verwirrt und hilflos – und warf Doerry vor, Hingsts seelische Verfassung übersehen zu haben. "Wir haben zwar dieselbe Person getroffen, aber in zwei völlig unterschiedlichen Lebenssituationen", schreibt der "Spiegel"-Journalist.
"Spiegel" 32/2019, S. 107, turi2.de (Background)

Haben Sie düstere Gedanken oder fühlen sich in einer vermeintlich ausweglosen Situation? Hier finden Sie Hilfe.

Frau Wenk startet Print-Magazin “Clutch” zu KI und Marketing.

Frau Wenk, PR-Agentur aus Hamburg, weckt ihr KI-Magazin "Clutch" aus dem Dornröschenschlaf. Es ist seit rund zwei Jahren nicht mehr erschienen, Ex-Meedia-Redaktionsleiter Alexander Becker hat es nun runderneuert. Die Leser sollen zahlen, was ihnen das Heft wert ist. Das erste kommt mit 60 Seiten und 5.000 Auflage, beim Layout haben Algorithmen mitgemalt. Künftig soll "Clutch" zweimal im Jahr erscheinen.
clap-club.de

Schwarzeneggers Muckiheft “Muscle & Fitness” verschwindet vom deutschen Markt.

Muckiheft "Muscle & Fitness" erscheint nicht mehr in Deutschland, die Juli-Ausgabe ist die letzte. Das Original erscheint im Verlag American Media, Arnold Schwarzenegger ist Geschäftsführer. Die Lizenz für den deutschsprachigen Raum, die der Hamburger UGM Verlag hielt, wurde nicht verlängert. Auch die "Men’s Fitness" vom UGM Verlag erscheint nicht mehr.
clap-club.de

Wir graturilieren: Oliver Bialas wird 60.


Wir graturilieren: Oliver Bialas, Chef und Herausgeber von Audimax, wird heute 60 Jahre alt. Den runden Ehrentag verbringt er mit der ganzen Familie in St. Petersburg, wo er mit beiden Söhnen am Abend zum Rammstein-Konzert geht.

Das Beste am abgelaufenen Jahr waren die Fridays for Future – für das kommende wünscht sich Oliver Bialas das Bundesverdienstkreuz. Zum runden Geburtstag wünscht er sich stille Wünsche und good Vibrations – aber ein "Fläschchen Schampus wär' schon auch ganz nett". Für alle, die herkömmlich gratulieren wollen, gibt es aber immer noch die gute, alte E-Mail.

Zitat: Jan Fleischhauer sagt, er wurde beim “Spiegel” nicht “rausgemobbt”.

"Bei der 'Süddeutschen' wäre das mit mir zwei Wochen gut gegangen. Dann wäre ich von der politischen Abteilung standrechtlich erschossen worden."

Ex-Kolumnist Jan Fleischhauer nennt den "Spiegel" im Interview mit "Kress Pro" ein "liberales Haus" und sagt zu seinem Abgang nach 30 Jahren, er sei nicht rausgemobbt worden.
"Kress Pro" 6/2019, S. 70-73 (Paid)

weitere Zitate:

- über den Grund für seinen Wechsel:

"Wenn man wie ich 57 Jahre alt ist, ahnt man, dass es so viele Angebote mutmaßlich auch nicht mehr geben wird."

- wie sich seine Kolumne beim "Focus" ändern wird:

"Die direkte Reibung zum 'Spiegel' fällt weg, klar. Aber die Reibung zum medialen Gesamtumfeld wird bleiben. Ich habe nicht den Eindruck, dass ich dort von lauter konservativen und rechten Journalisten umgeben bin."

Burda löst Redaktion der TV-Zeitschriften auf – Funke übernimmt Produktion.


Film-Riss: Burda trennt sich von den Redaktionen seiner Programmzeitschriften. Der Verlag behält zwar die redaktionelle Verantwortung, lagert die Produktion der Hefte "TV Spielfilm", "TV Today" und "TV Schlau" aber an Funke aus. Die Redaktion in Hamburg mit 53 Mitarbeitern wird aufgelöst, auch Chefredakteur Lutz Carstens (Foto) geht, er leitet das Blatt seit 1999. Für ihn übernimmt Philipp Schulze, Chefredakteur von "Cinema".

Grund für den Einschnitt ist wohl die wirtschaftliche Lage. Horizont.net zitiert Burkhard Graßmann, Chef von BurdaNews, mit den Worten: "Es muss gelingen, qualitativ hochwertige Magazine auch unter völlig veränderten Marktbedingungen marktwirtschaftlich zu produzieren ... Deshalb haben wir uns entschieden, im TV-Segment mit Funke neue Wege in der Zusammenarbeit zu gehen." Graßmann bedauere aufrichtig, "dass damit im Fall von 'TV Spielfilm' der Verlust von Arbeitsplätzen verbunden ist".

Zuletzt hatte es Gerüchte über einen Verkauf der Programmies an Funke gegeben. Mit der Auslagerung der Produktion umgeht Burda eine Kartellprüfung, die ein solcher Deal wohl nicht überstanden hätte. Burdas Zeitschriften-Vorstand Philipp Welte beklagt heute im "Tagesspiegel" die Erosion des "marktwirtschaftlichen Fundaments für freien und unabhängigen Journalismus". Das Überleben sei für Verlage "keine Selbstverständlichkeit mehr". (Foto: Burda, dpa, Montage: turi2)
horizont.net, tagesspiegel.de (Background Welte)

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Fernsehen wird wieder besser." Lutz Carstens und Philipp Schulze blättern durch ihr "Serien Magazin". (April 2018)

Zeitschriften-MA: Deutliche Verluste für den “Kicker”, “Chefkoch Magazin” und “Donna” legen zu.

Zeitschriften: In der aktuellen Analyse der Arbeitsgemeinschaft Media verlieren die meisten Publikumszeitschriften an Reichweite. Reichweitenstärkstes Magazin ist derzeit noch die "ADAC Motorwelt" (13,03 Mio), vor der "Bild am Sonntag" (7,17 Mio). Die "BamS" verliert mit -4,8% jedoch deutlich, ähnlich wie in den Top 10 auch der "Spiegel" (5,29 Mio, -6,2 %) und der "stern" (5,29 Mio, -8,0%). Deutliche Verluste verzeichnet der Montags-"Kicker" (1,88 Mio, -20,3%). Am stärksten zulegen können das "Chefkoch Magazin" (0,79 Mio, +27,4%) und die "Donna" (0,43 Mio, +26,5 %).
meedia.de

Meinung: “Damals” trotzt seit 50 Jahren allen Trends.

Damals übersteht als seit 50 Jahren Eigentümerwechsel und journalistische Trends, schreibt Clara Lipkowski. Mit rund 24.000 verkauften Exemplaren sei das Geschichtsmagazin zwar klein, halte aber seine Auflage. "Damals" setze, anders als seine Konkurrenten, auf Texte von Historikern und Archäologen statt auf Beiträge von Journalisten. Dennoch bemühe sich die Redaktion, die Texte so aufzubereiten, dass sie auch für Laien verständlich seien.
sueddeutsche.de

Oliver Wurm startet gedruckte Olympia-Trilogie “20.20”.


Dabei sein ist alles: Oliver Wurm (Foto rechts), Sportjournalist und Kreativ-Verleger, u.a. des "Grundgesetz-Magazins", wagt einen erneuten Kiosk-Aufschlag und legt am Mittwoch ein Vorab-Magazin über die Olympischen Spiele 2020 in Tokio an den Kiosk. Das Heft begleitet 20 deutsche Athleten und Teams auf ihrem Weg zu Olympia. Als Co-Herausgeber und Ideengeber ist Carsten Oberhagemann (Foto rechts), Geschäftsführer des Deutschland-Achters dabei, den das Magazin auch porträtiert. Als Chefredakteur und Autor wirkt Fred Grimm an Bord, die Optik verantwortet Andreas Volleritsch. Das Heft ist Auftakt zu einer Trilogie: Ausgabe zwei soll vier Wochen vor den Spielen erscheinen, die dritte Ausgabe während der Spiele entstehen.

Das Projekt wird durch den DOSB, die Deutsche Sportmarketing und weitere Partner aus dem olympischen und paralympischen Umfeld unterstützt, ist aber kein Corporate Publishing, sagt Oliver Wurm turi2. "Carsten und ich kennen uns schon seit gemeinsamen Studien-Zeiten an der Sporthochschule. Er hatte in einem Podcast gehört, wie ich meine Fußball-Hefte stemme. Daraufhin rief er an, ob ich nicht mal Lust auf Olympische Sportarten hätte", so Wurm. Teil eins der Trilogie liegt am Mittwoch mit 100.000 Auflage am Kiosk und in Edeka-Filialen – zum Preis von 4,90 Euro. (Foto: deutschlandachter.de, dpa / Montage: turi2)
turi2 – eigene Infos

Aus dem Archiv von turi2.tv: Oliver Wurm lag oft auf der Schnauze – und ist jetzt so erfolgreich, dass er aufhören will.

“Öko-Test”: Verantwortliche sollen 1,2 Mio Euro in China veruntreut haben.

Öko-Test: Laut interner Dokumente sind bei der Tochter der SPD-Medienholding 1,2 Mio Euro in Asien verschwunden, schreibt die "Süddeutsche Zeitung". Die Verantwortlichen hätten sie bei gescheiterten China-Geschäften veruntreut. Die Staatsanwaltschaft ermittelt, Das Amtsgericht Frankfurt hat eine Durchsuchung angeordnet.
"Süddeutsche Zeitung", S. 12 (Paid)

Hör-Tipp: Anna von Münchhausen spricht über #MeToo und Working Mums im Journalismus.

Mutter und Tochter: Pia Frey trifft ihre Mutter Anna von Münchhausen (Foto), zuletzt Textchefin der "Zeit", nun im Ruhestand, zum Podcast-Gespräch. Pia drängt Anna zu mehr Engagement für #MeToo, Anna will ihre Erfahrungen für sich behalten – und geht immer noch ungern allein in Restaurants, weil sie abwertende Blicke fürchtet. Ihren Plan, Chefredakteurin zu werden, hat sie zugunsten der Familie aufgegeben und es nie bereut. Sie freut sich, dass Kind und Karriere heute kein Gegensatz mehr sind.
omrmedia.podigee.io (36-Min-Audio)

VDZ macht Antje Jungmann zur Kommunikations-Oberbefehlshaberin.

Alles hört auf ihr Kommando: Antje Jungmann dient sich hoch und leitet künftig die Kommunikation des VDZ, bisher war sie Vize-Chefin. Vorgängerin Sandra Pabst verlässt die Verlegerlobby nach drei Monaten wieder – "wegen unterschiedlicher Auffassungen". Jungmann hat ihre Karriere als eine der ersten Offiziersanwärterinnen der Bundeswehr begonnen und bis 2013 als Presseoffizierin der Deutsch-Französischen Brigade gedient.
per Mail, turi2.de (Background)

“Werben & Verkaufen”: Langjährige Redakteure verlassen das Werbe-Fachblatt.


Abwerben & Ausverkaufen: "Werben & Verkaufen" muss unter dem neuen Chefredakteur Holger Schellkopf (Foto) mit einer deutlich ausgedünnten Redaktion arbeiten. Zahlreiche altgediente Redakteure haben das Werbe-Fachblatt verlassen, erfährt turi2 aus dem Verlags-Umfeld und beim Blick ins Impressum. So sind Anja Janotta, Onlinerin der ersten Stunde, Frauke Schobelt, Newschefin Online, die Redakteure Leif Pellikan und Linda Hofmann sowie die Berlin-Korrespondentin Judith Pfannenmüller nicht mehr an Bord.

Bekannt geworden waren bisher lediglich die Abgänge von Online-Chef Frank Zimmer, Redakteurin Petra Schwegler und zuletzt der von Chefredakteur Jochen Kalka. Neben der neuen Chefredaktion um Schellkopf bleibt ein schreibendes Team von rund 20 Köpfen, davon einige in Teilzeit, die redaktionell "W&V" und "Lead", online und gedruckt, sowie den digitalen "Kontakter" wuppen.

Die Stimmung der Rest-Redaktion dürfte nicht gerade euphorisch sein. Zuletzt hatten die Umstellung der "Werben & Verkaufen" vom wöchentlichen auf einen monatlichen Rhythmus und das Print-Aus des "Kontakters" für schlechte Stimmung und Verunsicherung gesorgt.
turi2 - eigene Infos

Testmagazin “Check” erscheint ausschließlich als E-Paper.

Weka publiziert das neue Testmagazin Check ausschließlich als E-Paper. Check testet viermal im Jahr Produkte und Dienstleistungen, in der Erstausgabe etwa den Thermomix, Kochboxen-Lieferdienste und Mähroboter. Die Einzelausgabe kostet 4,49 Euro, ist u.a. über die Apps anderer Weka-Magazine verfügbar sowie über Plattformen wie Readly, United Kiosk und iKiosk.
pressebox.de, yumpu.com (Erstausgabe)

Nielsen-Ranking: “stern” gewinnt Anzeigenumsätze, der Gesamtmarkt verliert.

Publikumszeitschriften verlieren laut Nielsen-Ranking 3,5 % ihrer Anzeigenumsätze im 1. Halbjahr. Massiv gewinnen kann jedoch die TV-Beilage "Prisma": Analog zur Auflage wachsen die Umsätze um 44 %. Der "stern" legt trotz sinkender Auflage und Reichweite 21,3 % beim Umsatz zu. Düster sieht es u.a. für "Birgitte" mit -11,6% aus, für "Bild am Sonntag" mit -17,3 % sowie für "Focus" mit -17,7 %.
meedia.de

Chefredakteur Jochen Kalka verlässt “W&V”, Holger Schellkopf übernimmt.


Wechseln & Verlaufen: Das Fachblatt "Werben & Verkaufen" verliert seinen langjährigen Chefredakteur Jochen Kalka (Foto links). Die Trennung erfolge "in freundschaftlichem Einvernehmen". Digital-Chefredakteur Holger Schellkopf übernimmt von Kalka, in der Redaktion entstehen neben "W&V" auch Lead Digital und der inzwischen ausschließlich digitale "Kontakter". Teil der neuen Chefredaktion werden die Redaktionsmitglieder Verena Gründel, Stefan Lara Torres und Rolf Schröter.

Der Verlag Werben & Verkaufen ist Teil des Süddeutschen Verlages und mitten in einem Umbruch: Die Zeitschrift "W&V" erscheint seit 2019 15 mal im Jahr statt wöchentlich, online startete das Paid-Content-Modell W&V+. Anfang des Jahres verabschiedete sich bereits Online-Redaktionsleiter Frank Zimmer in die Selbstständigkeit. Unter der journalistischen Führung von Schellkopf sollen nun Produkt- und Content-Teams entstehen – der Verlag will sich besonders dem Audience Development und Audience Engagement widmen. Ob die neue Chefredaktion eine Dauerlösung ist, bleibt angesichts der vielen Veränderungen im Haus abzuwarten.
wuv.de

“Bild” macht in Werbekampagne die Leser zu Testimonials.

Bild startet am Montag eine Werbekampagne, in deren Zentrum die Leser stehen. Die Kampagne "Für Euch. Bild" stellt Menschen vor, "die jeden Tag für andere im Einsatz sind". "Bild" ist immer nah bei den Menschen, sagt "Bild"-Chef Julian Reichelt. Umgesetzt und produziert wurde die Kampagne inhouse, die Idee stammt von der Agentur Feinbrand.
axelspringer.com, dwdl.de

Burda beauftragt die Agentur Storyboard für die Redaktion der “ADAC Motorwelt”.

ADAC Motorwelt wird künftig von Markus Schönmann und dessen Agentur Storyboard redaktionell betreut, berichtet "Clap". Schönmann werde sich mit dem alten und künftigen Chefredakteur Martin Kunz absprechen. Storyboard habe bereits eine erste Nullnummer erstellt. Bereits bei anderen Projekten arbeiten Storyboard und Burda zusammen.
clap-club.de, turi2.de (Background)

Bauer holt “Joy” und “Shape” nach Hamburg – Angela Meier-Jakobsen wird Chefredakteurin.


Von der Isar an die Elbe: Bauer bündelt die Millennial-Titel "Joy" und "Shape" in Hamburg. Neue Chefredakteurin wird Angela Meier-Jakobsen (Foto, links), zusätzlich zur Verantwortung für die Klatsch-Blätter "InTouch" und "Closer". Die bisherige Chefredakteurin Nadine Nordmann (Foto, rechts) bleibt bei Bauer, soll aber eine nicht näher bezeichnete neue Aufgaben bekommen. Insgesamt sind 31 Mitarbeiter betroffen. Die Mehrheit erhält das Angebot, nach Hamburg zu wechseln. Kollegen, die sich dagegen entscheiden, "werden wir bestmöglich dabei unterstützen, eine neue Beschäftigung innerhalb und außerhalb der Bauer Media Group zu finden", lässt sich Sven Dams, Chef der deutschen Verlagssparte zitieren.

Der Umzug soll Mitte September über die Bühne gehen. Mit der Bündelung der Millennial-Themen in Hamburg orientiere sich Bauer am Modell der Kompetenz-Zentren, das der Verlag bei seinen Food-Titeln, den wöchentlichen Frauenzeitschriften und Gesundheitsthemen bereits verfolgt, heißt es in der Pressemitteilung.
horizont.net