Wir graturilieren: Hansjörg Falz wird 60.


Wir graturilieren: Hansjörg Falz, Chefredakteur des "Merian", verbringt seinen 60. Geburtstag mit seiner Familie in Munkmarsch auf Sylt. Das Wetter dort ist "gigantisch", schwärmt der Reisejournalist, der sich über die erste Familien-Reise seit Januar 2020 freut. Seinen runden Ehrentag feiert er "der Lage angemessen im allerkleinsten Kreis". Dazu gibt es gutes Essen und guten Wein in einem Restaurant. Die große Feier ist also vertagt, allerdings sei "60 ja eigentlich nichts anderes als 50 plus 10". Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie war für Falz das Beste am abgelaufenen Jahr schlichtweg, dass es abgelaufen ist. Für das kommende Jahr wünscht er sich, dass sein Hund spätestens dann "verlässlich auf Rückruf reagiert". Glückwünsche sind gerne gesehen, z.B. über Linked-in.

Wort & Bild Verlag launcht Gesundheitsmagazin für Frauen.

Ausgedrucktes Internet: Der Wort & Bild Verlag, Macher der "Apotheken Umschau", startet zusammen mit dem Pharmahändler Phoenix das Magazin "gesund.de" für "junge, weibliche und digital affine Kunden". Das kostenlose Magazin liegt ab 1. August mit einer Auflage von 560.000 in Apotheken aus. Eine ähnliche Phoenix-Kooperation, die Frauenzeitschrift "Deine Apotheke", hat Funke vor kurzem wieder beendet.
presseportal.de, gesund.de, turi2.de (Background)

RTL startet neue Klima-Sendung im Juli.

Es wird grüner: RTL schickt ab 8. Juli zwei Mal pro Woche ein "Klima Update" auf Sendung. Das Format mit den Wetterexperten Christian Häckl und Bernd Fuchs läuft immer donnerstags und samstags jeweils nach "RTL Aktuell" um kurz nach 19 Uhr und entsteht in Partnerschaft mit "Geo" und der Initiative Klima vor acht. Eine ähnliche Kooperation lehnt die ARD bisher ab.
rtl.de, dwdl.de, turi2.de (Background)

Bauer unterzieht “Pflege und Familie” einer Rundumerneuerung.

Pflegt Neues ein: Bauers Magazin "Pflege und Familie" erscheint in neuem Gewand und teilt sich künftig nach Zielgruppen: Angehörige Pflegende erhalten es am Kiosk, professionell Pflegende, die Mitglieder der Pflegekammer Nordrhein-Westfalen sind, erhalten es als Info-Magazin. 80 Seiten sind für beide Gruppen identisch, weitere 20 auf entsprechende Interessen zugeschnitten. "Pflege und Familie" erscheint ab Mittwoch viermal jährlich mit Auflage 80.000 und kostet 5,80 Euro.
bauermedia.de, turi2.de (Background)

Hör-Tipp: KI kann helfen, Archive zu verbessern.

Hör-Tipp: Christina Elmer vom "Spiegel" und Ulrike Köppen vom BR sprechen bei OMR Media mit Pia Frey über Nutzen und Grenzen für den Einsatz von KI im Journalismus. KI könne mit Zusammenfassungen etwa helfen, audio-visuelle Archive besser zu verschlagworten und daraus neue Produkte zu erstellen. Dagegen sollte eine KI nie selbstständig und unredigiert Texte veröffentlichen oder unterschiedliche Preise z.B. bei Paywalls veranschlagen.
omrmedia.podigee.io (54-Min-Audio)

“Horizont”: “Spiegel” schließt Corona-Jahr mit Umsatzminus und Gewinnplus ab.


Von Corona genesen: Der "Spiegel" bringt im Pandemie-Jahr 2020 das Kunststück fertig, bei sinkenden Umsätzen und einbrechenden Werbe­märkten unterm Strich den Gewinn des Verlags deutlich zu steigern. Grund dafür sind harte Einschnitte auf der Kosten­seite. Wie Roland Pimpl bei "Horizont" berichtet, ist der Umsatz der Spiegel-Gruppe um knapp 11 Mio Euro bzw. 4,1 % auf rund 256 Mio Euro gesunken. Das Vermarktungs­geschäft bricht gar um knapp ein Fünftel, rund 18 Mio Euro, auf nur noch 81 Mio Euro ein. Großer "Bilanzretter" sind die Vertriebs­erlöse, die um 10 Mio Euro auf 130 Mio Euro steigen und mit 51 % erstmals mehr als die Hälfte der Gesamterlöse ausmachen. Allein das Digital-Abo Spiegel+ erlöst 11 Mio Euro mehr als 2019, davon gehen 3,5 Mio Euro aufs Konto der Mehrwertsteuer­senkung für digitale Presse­produkte.

Auf der Kostenseite hat die Spiegel-Gruppe ihre Ausgaben mit einem Corona-Sparprogramm um mehr als 11 Mio Euro gesenkt, u.a. durch den Wegfall unrentabler Auflagen­bestandteile, Projektstopps, weniger Marketing und geringere Reisekosten. Harte Einschnitte gab es beim Personal, wo der Verlag freiwerdende Stellen nicht neubesetzt hat. In den kommenden Jahren will die Spiegel-Gruppe ihre Ausgaben dauerhaft um weitere 10 Mio senken, mittelfristig wohl auch durch Stellenstreichungen.
horizont.net (Paid), turi2.de (Background)

Mitarbeit: Björn Czieslik

“stern” widmet Frauen und Gleichstellung eine Themenwoche und äußert Selbstkritik.

#DasGleichebitte: Der "stern" widmet seine jüngste Ausgabe dem Thema "Frauen und Gleichberechtigung". Für Chefredakteur Florian Gless auch ein Anlass zur Selbstkritik. Beim Blick auf frühere Cover mit nackten oder leicht bekleideten Frauen schreibt Gless "Ich weiß nicht, ob ich lachen oder mich schämen soll" und räumt ein: Als Zehnjähriger habe er den "stern" immer "ausgesprochen interessant" gefunden. "Wo sonst als auf dem neuen 'stern' bekamen wir mal einen nackten Busen zu sehen, den wir uns einen Tick länger anschauen konnten?" Erst die "Sexismus"-Klage von Alice Schwarzer, Inge Meysel und anderen Frauen 1978 habe zu einem Umdenken geführt und den Anstoß gegeben, "dieses bis dahin selbstverständliche Denken erstmals kritisch zu hinterfragen". Als er zusammen mit Anna-Beeke Gretemeier die Chefredaktion übernommen hat, sei von Anfang an klar gewesen: "Nackte Frauen auf dem Titel wird es mit uns nicht geben."

Anlass des Themenschwerpunkts ist das vor 50 Jahren erschienene Cover des Magazins mit dem Titel Wir haben abgetrieben. 15 Frauen, darunter Ärztin Kristina Hänel und Journalistin Alice Schwarzer erzählen ihre Geschichten. "50 Jahre später hat sich nichts Entscheidendes verändert", sagt Schwarzer und rät Frauen, "jeden Tag neu" für ihre Rechte einzustehen. Auf einer Themenseite bündelt die Edaktion Artikel und Videos. "Es ist noch so viel zu tun", bilanziert Helen Bömelburg, Ressortleiterin für Politik und Wirtschaft, in ihrem Kommentar und nennt ungleiche Bezahlung als Beispiel. Auch die Pandemie habe die Ungleichhheit verschärft, vor allem für berufstätige Mütter.
stern.de, guj.de, "stern" 23/2021, S. 16 (Paid), rtl.de, audionow.de (16-Min-Podcast)

turi2 edition #14: Wie geht Community-Building für die Generation 50+, Bastienne Früh?

Lese-Tipp: Die Generation 50+ ist kritischer und "bei Weitem nicht so leicht zu begeistern wie die Digital Natives", schreibt Bastienne Früh in ihrem Gastbeitrag in der turi2 edition #14. Damit die Zielgruppe nicht zur "Risiko-Zielgruppe" wird, erwartet sie "von digitalen Angeboten einen echten Mehrwert, hohe Relevanz und exzellenten journalistischen Content", berichtet die Verlagsleiterin Women bei Bauer Media und prognostiziert für digitale Angebote auch nach der Pandemie ein deutliches Wachstum.
issuu.com (kostenloses E-Paper), turi2.de (künftige E-Paper bestellen)

Burdas “Klimagazin” erscheint als Beilage in “Focus”-Titeln und “Chip”.

Burda will sein "Klimagazin" im Rahmen der Initiative For Our Planet künftig zweimal jährlich rausbringen. Es erscheint erstmals am 29. Mai als Beilage im "Focus", am 2. Juni in "Focus Money" und am 4. Juni in "Chip". Als Autoren hat der Verlag u.a. die Umweltjournalisten Fabian Franke und Volker Kühn gewinnen können. Das Magazin entsteht in Zusammenarbeit mit der Kreativagentur C3, die auch "Focus Business" produziert.
burda.com, turi2.de (Background)

G+J holt Julia Prosinger, Hannah Schwär und Benedikt Becker ins Hauptstadtbüro.

Neues Trio: Gruner + Jahr holt Julia Prosinger, 35, Hannah Schwär, 28, und Benedikt Becker, 31, in das Hauptstadtbüro von "stern", "Capital" und "Business Punk". Prosinger koordiniert als leitende Redakteurin die Themenplanung und große Geschichten, sie kommt vom "Tagesspiegel". Schwär kommt vom "Business Insider", Becker von der "Wirtschaftswoche". Im Herbst will G+J weitere Stellen im Hauptstadtbüro für den Ausbau von digitalen Produkten schaffen.
kress.de

“Geo” produziert Corporate-Zeitschrift für Otto Group.


Grüner Grenzgänger: Das G+J-Magazin "Geo" liefert nun auch Auftrags-Kommunikation. Gemeinsam mit der Otto Group legt "Geo"-Chefredakteur Jens Schröder (Foto) das Heft Now vor. Thema des 108-Seiten-Magazins sind die Nachhaltigkeits-Bemühungen des Hamburger Handelsriesen, Zielgruppe sind Multiplikatorinnen aus Medien, Politik und Gesellschaft – und Otto-Beschäftigte. Das Heft kommt mit 100.000 Auflage, 20.000 davon in englischer Sprache. Eine Verletzung der Trennung zwischen Redaktion und Werbung sieht Schröder, der presserechtlich verantwortlich ist, im "Horizont"-Interview nicht. Er betont den journalistischen Anspruch, "alle Facetten einer Geschichte ausgewogen darzustellen". Laut Verlag habe nicht die Magazin-Redaktion das Heft produziert, sondern "erfahrene Journalisten aus dem Umfeld von 'Geo'".

Als Herausgeber von "Now" agiert die Otto Group mit Kommunikationschef Thomas Voigt als Verantwortlichem. "'Geo' als einer von mehreren möglichen Partnern hat uns mit einem anspruchsvollen und kritischen journalistischen Konzept überzeugt", sagt Voigt. In dem Magazin gehe es nicht darum, "auf Hochglanzpapier die Schokoladenseiten des eigenen Tuns abzufeiern", man habe sich "bewusst für den Weg einer kritischen Berichterstattung entschieden".

Demnächst könnten ähnliche Projekte erscheinen - Jens Schröder spricht in "Horizont" von Gesprächen mit einigen Unternehmen: "Wir suchen nach Partnern, die ebenso wie wir den Schutz unserer Welt vorantreiben wollen." "Horizont"-Autor Roland Pimpl fühlt sich an den aktivistischen Kurs des "stern" erinnert und mutmaßt, dass künftig womöglich auch das Flaggschiff von Gruner + Jahr seine Marke für Corporate Publishing hergeben könnte. Der Bertelsmann-Vermarkter Ad Alliance und G+Js CP-Tochter Territory haben nach Verlagsangaben in der Kooperation zwischen "Geo" und Otto keine Aktien.
horizont.net (Paid), ottogroup.com (E-Paper/Download), ottogroup.com (Pressemitteilung)

ada streicht Print und startet kostenloses Online-Magazin.

ada, Lernplattform u.a. von Miriam Meckel, spart sich künftig das gedruckte "ada"-Magazin und setzt auf eine kostenlose Digitalausgabe. Das Team wolle "noch umfassender und regelmäßiger über innovative Technologien und ihre Bedeutung für unser Leben" berichten, teilen die Macherinnen mit. ada war 2018 als Weiterbildungs-Startup mit Print-Magazin in der Handelsblatt Media Group gestartet, im Herbst 2020 haben Miriam Meckel, Léa Steinacker und Verena Pausder ada Learning als eigenes Startup ausgegründet.
turi2 - eigene Infos, ada-magazin.com, turi2.de (Background)

Condé Nast: Deutschland-Chefin Jessica Peppel-Schulz geht.

Abgang mit Ansage: Condé Nast und Deutschland-Chefin Jessica Peppel-Schulz gehen zum Ende des Monats getrennte Wege, hört Meedia aus dem Verlag. Demnach hat Peppel-Schulz der Belegschaft heute ihren Abschied bekannt gegeben. Künftig ist die Europa-Chefin von Condé Nast für das Geschäft des Verlags von Marken wie "Vogue", "Glamour" und "GQ" in Deutschland zuständig – genauso wie für die Ableger in Frankreich, Großbritannien, Spanien und Italien. Der Abschied war absehbar: Bereits im Dezember hatte "Clap" gemeldet, dass Peppel-Schulz vor dem Abgang stehe. Condé Nast dürfte sich von der Zentralisierung vor allem eine Reduzierung der Kosten erhoffen.
meedia.de, clap-club.de (Background)

Hearst verkauft die US-Ausgabe von “Marie Claire” an Future.

Hearst verkauft die US-Ausgabe der Frauenzeitschrift Marie Claire an die britische Mediengesellschaft Future, die bereits den Insel-Ableger des Magazins herausgibt. Future erwirbt mit dem Deal die amerikanischen Lizenzrechte für die kommenden fünf Jahre und will der Publikation in den USA zu mehr Aufmerksamkeit verhelfen.
fashionista.com, nytimes.com (Paid)

Oliver Wurm legt 4. Ausgabe von “Mehr als ein Spiel” an den Kiosk.

Mehr als ein Spiel: Oliver Wurm legt ab Mittwoch die vierte Ausgabe seines Fußball-Magazins an den Kiosk. Das 7 Euro teure Heft kommt mit einem Wendecover, das Bayern- und Schalke-Fans glücklich machen soll und beschäftigt sich auf 90 Seiten mit dem "irrsten Saisonfinale der Bundesliga": 2001 war Schalke vier Minuten und 38 Sekunden lang deutscher Meister, bevor die Schale doch nach München ging.
fussballgold.de, youtube.com (1:22-Min-Trailer zum Heft)

Wie viel Mitschuld tragen Werbungtreibende am Clickbaiting? So lief das turi2 Clubsandwich.


Media und Verantwortung: "Wirtschaft sollte sich nicht zum Richter über guten oder schlechten Journalismus aufspielen", sagt Thomas Voigt im "turi2 Clubsandwich", dem gemeinsamen Media-Talk am Mittag von turi2 und Mediascale. Der Kommunikationschef der Otto Group hat am Mittwochmittag gemeinsam mit Daimler-Kommunikationschef Jörg Howe, Mediascale-Chef Wolfgang Bscheid und – gegen Ende des Talks – auch mit Moderatorin Dunja Hayali über die Frage diskutiert, ob Werbekunden eine Mitverantwortung für Clickbaitung und übergeigte Überschriften haben. "Ich tue mich wahnsinnig schwer damit, zu sagen, wer gut und wer böse ist", sagt auch Howe und fragt sich, wo die Grenze zu ziehen ist. Bscheid hat eine aktuelle Umfrage im Gepäck, in der sich 80 % von mehr als 200 befragten Marketing-Entscheiderinnen einen verantwortungsbewussteren Einsatz von Werbegeldern wünscht. Auch das Thema soziale Nachhaltigkeit, also u.a. der Kampf gegen Hate Speech, werde für die Verantwortlichen wichtiger.

Auch Moderatorin Dunja Hayali, die sich gegen Ende des Talks in die Diskussion einschaltet, sieht einen Zusammenhang zwischen Media-Geld und Verantwortung. Es gebe Medien, die einen Auftrag haben und politisch klar verortet sind. Unternehmen, die dort Werbung buchen, müssten sich die Frage stellen lassen, ob die Haltung dieser Medien mit ihren gesellschaftlichen Werten vereinbar ist. Thomas Voigt etwa kann sich eine unabhängige Stiftung vorstellen, die Empfehlungen für bzw. gegen Media-Investitionen gibt – analog zu Presserat und Pressekodex und auf Basis objektiver Kriterien.

Zu Beginn des Talks geht es zunächst um die Frage, wie es um die Qualität im Journalismus bestellt ist. Daimler-Kommunikator Howe etwa beklagt sich über Journalistinnen, die ihre Geschichten schon fertig haben, wenn sie sich an die Pressestelle wenden und ihn nur noch als Stichwortgeber brauchen. Andere kämen mit komplexen Fragenkatalogen "im Kasernenhofstil" und absurden Fristen für deren Beantwortung. Otto-Mann Voigt erlebt die Situation weniger negativ: Er erlebt zwar auch ausgedünnte Redaktionen und Hektik, trotzdem gebe es noch einen vertrauensvollen Umgang zwischen Kommunikatorinnen und Journalisten.
turi2.tv, (69-Min-Video/-Podcast) turi2.de/Podcast, spotify.com, podcast.apple.com, deezer.com, audionow.de, turi2.de/clubraum (weiteres Programm)



Presseförderung ist gescheitert, Verbände sind “schockiert”.

Staatliche Presseförderung ist vorerst gescheitert, teilt das Bundes­wirtschafts­ministerium den Verleger­verbänden VDZ, BDZV, VDL und BVDA mit. Bis Ende April wollte das Ministerium eiegntlich ein finales Förder-Konzept vorlegen. Die Unterstützung war ursprünglich als Zustell­förderung konzipiert, wurde dann zur Transformations­förderung umgewidmet und war nach verfassungs­rechtlichen Bedenken zuletzt als Corona-Soforthilfe für die Verlage gedacht. Die Verbände nennen das Scheitern "schockierend" und fordern von der Politik ab der nächsten Legislaturperiode "eine wirksame Förderung der Zustellung einzuführen".
meedia.de (Paid), vdz.de, bdzv.de

Zeitschriften erzielen 2020 rund 7 % geringere Umsätze.

Zeitschriften setzen 2020 rund 18,8 Mrd Euro um, meldet der VDZ. Das sind rund 7 % weniger als 2019, als die Umsätze 20,2 Mrd Euro betrugen. Besonders das Konferenz-Geschäft brach ein und lag 77 % unter dem Ergebnis von 2019. Der Print-Anzeigenmarkt brach um 11 % ein, der Print-Vertrieb um 4,8 %. Gleichzeitig wuchs der Paid-Content-Umsatz um 44 % auf 200 Mio Euro. Für 2021 rechnet der Verband mit einer teilweisen Erholung des Veranstaltungsgeschäfts und einem Plus von 52 %, sowie weiterem Wachstum bei E-Papern und Paid Content. Print-Vertrieb und Print-Anzeigen werden weiter rückläufig sein.
new-business.de, horizont.net (Paid)

Hatice Akyün wird Editor at Large bei Burdas “Esquire”.

Burda verpflichtet Journalistin und Autorin Hatice Akyün als Editor at Large des Lifestyle-Magazins Esquire. In dieser Rolle soll sie als freie Mitarbeiterin "ressort­übergreifend zu gesell­schafts­relevanten Themen schreiben". Akyün schreibt u.a. für den "Tagesspiegel". Ihr auto­bio­grafischer Bestseller Einmal Hans mit scharfer Soße wurde 2013 fürs Kino verfilmt.
wuv.de

“Bild” wirft dem “Spiegel” bei DFB-Enthüllungen ein “seltsames Doppelspiel” vor.


Gemeinsame Freunde: "Bild" nimmt die Recherchen des "Spiegel" "zum Themenkreis 'Sommermärchen'" ins Visier und berichtet über geschäftliche Verbindungen des Nachrichten-Magazins mit dem Medienberater Kurt Diekmann, der laut "Bild" zeitweise auch in Diensten des DFB gestanden haben soll. Das Springer-Blatt zitiert aus E-Mails zwischen "Spiegel"-Redakteuren und dem Berater sowie aus Rechnungen, die der "Spiegel" Diekmann bezahlt haben soll, und fragt: "Zahlte der 'Spiegel' Honorar an einen Medienberater, als dieser auch für den DFB tätig war?" Eine konkrete Antwort bleibt "Bild" schuldig, deutet aber an, dass in der Zeit als Diekmann für den DFB tätig war, "auch immer wieder DFB-freundliche Artikel" im "Spiegel" erschienen seien – "in der Folge des seltsamen Doppelspiels". "Bild" zitiert aus einem "Spiegel"-Statement in der Sache: "Der 'Spiegel' hat von 2016 bis Mai 2019 mit Herrn Diekmann zusammengearbeitet." Die Zusammenarbeit sei beendet, 2020 seien keine Rechnungen mehr beglichen worden.

Im April 2019 musste der damalige DFB-Chef Reinhard Grindel zurücktreten, weil er im Amt eine Luxus-Uhr geschenkt bekommen, den Wert aber nicht angegeben hatte. Zuvor hatte der “Spiegel” bereits verschwiegene Zusatzeinnahmen in Höhe von 78.000 Euro berichtet, die er ebenfalls nicht angegeben haben soll.
bild.de

Hör-Tipp: Peter Lewandowski über die Produktion von “Max”.

Hör-Tipp: Peter Lewandowski (Foto), Verlagsberater und Managing Editor von "Max", erzählt im Podcast Welikemags, dass er das Lifestyle-Magazin nach dem Konzept der Heldenreise produziert – und auf ein besseres Ergebnis als die 15.000 verkauften Exemplare der ersten Ausgabe gewettet hatte. Außerdem plaudert er aus dem Publisher-Nähkästchen und erzählt u.a., wie er Heinz Bauer beim Vorstellungsgespräch eine Flasche Wasser über den Anzug gekippt hat.
welikemags.com (36-Min-Audio), turi2.de (Background)

IVW: Landmagazine boomen im 1. Quartal 2021.

Landmagazine boomen im Lockdown: Landlust verkauft im 1. Quartal laut IVW-Statistik fast 13 % mehr als im Vorjahr und schiebt sich mit knapp 917.000 verkauften Heften auf Platz 3 der Publikumszeitschriften hinter die Mio-Seller "TV 14" und "TV Digital", die beide an Auflage verlieren. Burdas Mein schönes Land legt um satte 42 % auf rund 284.000 verkaufte Hefte zu, Land Idee von Funke rangiert mit 280.000 Verkäufen und 24 % Plus direkt dahinter. Prozentual größter Gewinner ist in der Top 100 mit 62 % Plus Lego Ninjago Legacy von Blue Ocean, größter Verlierer ist Für Sie von Klambt mit Minus 19 %.
meedia.de

Bauer startet neues DIY-Magazin “Mach es selbst”.

Lockdown-Werkelei: Bauer bringt passend zur vermehrten Zeit daheim ein neues DIY-Magazin namens "Mach es selbst" heraus. Es soll eine "jüngere Zielgruppe" ansprechen, kostet 2,50 Euro und ist eine Line-Extention des DIY-Heftes "Selbst ist der Mann". Das Heft kommt mit 55.000 Auflage und 84 Seiten, eine zweite Ausgabe soll im Herbst erscheinen. Nils Staehler verantwortet "Mach es selbst".
new-business.de

Gruner + Jahr startet digitales Bezahlangebot zur “Geo”.

Geo Verdieno: Geo bekommt ein digitales Bezahlangebot. Mit Geo Plus bietet Gruner + Jahr Zugriff auf Reportagen und Ratgebern sowie nur über ein Abo verfügbare Podcasts und ausgewählte Texte im Vorlesemodus. Abonnentinnen erhalten zudem Zugriff auf die Digital-Ausgabe des Magazins. Geo Plus soll auch ausgewählte Highlights der Ableger wie "Geo Epoche", "Geo Saison" und "Wohllebens Welt" beinhalten. Das Abo kostet monatlich 9,99 Euro. Alternativ können Nutzerinnen für 5,99 Euro einen Wochenpass kaufen oder für 99,99 Euro ein Jahres-Abo erhalten.

Carina Laudage, Digital-Geschäftsführerin bei Gruner + Jahr Medien sagt: "Wenn es in Deutschland eine Marke gibt, die im Wissenssegment die Chance hat, Plus-Abos aufzubauen, dann ist es 'Geo'. Der Launch von Geo Plus ist daher der nächste logische Schritt in unserer G+J weiten Plus-Strategie."
presseportal.de

Lese-Tipp: “Zuhören wichtiger als Reden” – Peter Turi erklärt den Abschied vom Mansplaining-Journalismus.


Journalismus auf Augenhöhe: "Niemand will im Jahr 2021 von mir die Welt erklärt bekommen. Noch nicht mal meine Frau." Peter Turi, Gründer und neuerdings Clubchef von turi2, erklärt im Fachmagazin "Journalist" seinen Blick auf die Zukunft des Journalismus. In seinem Konzept des "Community-Journalismus" kommen wuchtige Leitartikel, in denen alte, weiße Männer hinter der Bezahlschranke die Welt erklären, genauso wenig vor wie der Empörungsjournalismus und das Clickbaiting der Boulevard-Blätter. Er definiert einen "Mitmach-Journalismus, bei dem Fragen wichtiger sind als Antworten, Zuhören wichtiger als Reden und inklusiv besser als exklusiv". Die Aufgabe von turi2 sieht er darin, die Kern-Zielgruppe der 20.000 Meinungsmacherinnen aus Medien, Wirtschaft und Politik, miteinander ins Gespräch zu bringen.

Ein Konzept, dass nicht nur für Fachmedien, sondern auch bei der Lokalzeitung funktionieren kann, glaubt Turi. Seine Idee ist es, "Geld und Geist unter dem Banner des Geistes" auf die Bühne zu bitten, und "Jung und Alt, Arm und Reich, Links und Rechts zum Dialog über die Zukunft unserer Stadt" einzuladen. Eine Strategie, die turi2 seit ein paar Jahren offensiv verfolgt – mit der gedruckten turi2 edition, Live-Audio- und Video-Gesprächsrunden im turi2 Clubraum und mit Video-Interviews oder -Features bei turi2.tv.

"Community-Journalismus heißt keinesfalls, unkritisch zu sein", schreibt Turi, Kritikerinnen und Abweichler, Zweiflerinnen und Whistleblower bittet er genauso auf die Bühne und bietet ihnen einen Raum. "Wir stellen die drängenden Fragen, sprechen die Probleme an – und sind leidenschaftlich interessiert an Antworten und Lösungen", zitiert Turi die Grundsätze des Kommunikationsfachdienstes. Seine Vision ist ein "Journalismus auf Augenhöhe mit der Zielgruppe", der weder Paywalls noch "übergeigte Überschriften" braucht. Die Frage, ob dieser Ansatz der richtige Weg ist, hat Peter Turi u.a. mit "Journalist"-Chefredakteur Matthias Daniel, Hanna Israel von Zeit Online, Sham Jaff, Uwe Vorkötter und Daniel Fiene am 16. Mai 2021 im Clubraum diskutiert. (Foto: Johannes Arlt für turi2)
journalist.de, turi2.de/clubraum

Der “Spiegel” spendiert seinem U30-Angebot einen vierteljährlichen Print-Titel.


Druck für die Jugend: Der "Spiegel" veröffentlicht am 2. Oktober erstmals eine Print-Ausgabe zu seinem U30-Angebot Spiegel Start. Das Magazin kommt mit 160.000 Auflage und soll ab 2022 viermal im Jahr erscheinen, jeweils zum Semesterstart im April und Oktober und zusätzlich im Juni und Dezember. Die Hefte will der "Spiegel" an Hochschulen über die Studierendenwerke verteilen. Als Zielgruppe lobt der Verlag Leserinnen aus, "die sich am Ende ihres Studiums oder ihrer Berufsausbildung befinden, oder bereits ins Berufsleben gestartet sind".

Im Magazin will der "Spiegel" u.a. die Themen Ausbildung, Jobsuche, Bewerbung und Gehaltsverhandlung behandeln. Ferner sind Beiträge zu Gleichberechtigung, Nachhaltigkeit und politischer Teilhabe geplant. "Die Haltung der Redaktion ist in den Beiträgen konstruktiv und lösungsorientiert", kündigt der Verlag an. Optisch soll sich "Spiegel Start" am Muttertitel orientieren. Online hat der "Spiegel" das Jugendangebot Start im Herbst als Nachfolger seiner Marke Bento präsentiert.
per Mail, turi2.de (Background)

“Brigitte” und “Eltern” wollen Elternschaft ins Anti-Diskriminierungsgesetz aufnehmen lassen.

Gruner + Jahr positioniert sich mit seinen Zeitschriften "Brigitte" und "Eltern" gemeinsam mit der Initiative #proparents für mehr Gleichberechtigung für Eltern. Gemeinsam haben sie eine Petition gestartet, die fordert, Elternschaft ins Antidiskriminierungsgesetz aufzunehmen. Aktuell seien z.B. Kündigungen am ersten Tag nach der Elternzeit oder geringeres Gehalt beim Wiedereinstieg gesetzlich möglich, kritisieren die Initiatorinnen.
meedia.de, openpetition.de

Kindermagazin “Geolino” bekommt Nachwuchs und verpflichtet “Checker Tobi”.

Geolino, Kindermagazin von Gruner + Jahr, startet den Ableger Mein erstes Geolino. Das Heft für 3,90 Euro richtet sich an Kinder ab drei Jahren und verspricht " clevere, altersgerechte Inhalte zum Vorlesen, Erklären, Entdecken und Mitspielen". Gleichzeitig bekommen Geolino, Geolino Mini und Geolino Extra einen neuen Anstrich. Checker Tobi vom Kika erhält eine eigene Rubrik mit mindestens zwei Doppelseiten pro Ausgabe.
guj.de, geo.de (Checker Tobi)

“Walden” präsentiert ab sofort auch ein Bier.

Prost! "Walden", Outdoor-Ableger von Gruners "Geo", bringt gemeinsam mit der Brauerei ÜberQuell ein Lager-Bier auf den Markt. Das Walden Forest Lager wird am 24 März im Rahmen eines Live-Streams vorgestellt und verkostet. Interessierte können vorab für 14,99 Euro ein Probier-Paket bestellen, dass auch die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift enthält. Das Bier gibt es ab Ostern auch im Lebensmittelhandel in Hamburg und Umgebung.
wuv.de, facebook.com

“Wir gehen durch die Vordertür” – Chefredakteurin Brigitte Huber zeigt die neue “Gala”.


Alles neu macht der März: Das People-Magazin "Gala" liegt seit heute in runderneuerter Form am Kiosk und im Briefkasten der Abonnentinnen – im Video- und Podcast-Interview von turi2 zeigt und erklärt Chefredakteurin Brigitte Huber, was sie und ihr Team verändert haben. So ist das Logo jetzt moderner, die Farben sind frischer und die Bildstrecken großzügiger. Auch inhaltlich baut Huber ordentlich um: Die Schluss-Rubrik "Immobilie der Woche" muss weichen – künftig verrät am Ende immer eine Prominente ein bisher unbekanntes Detail aus ihrem Leben. Auch im Heft gibt es neue Rubriken, die die Leserinnen näher an die Promis heranbringen sollen – ohne aufdringlich zu sein.

Die "Gala" gehe durch die Vordertür und liegt nicht mit dem Feldstecher auf der Lauer, sagt Huber. Sie ist überzeugt, dass sie in einem Vertrauensverhältnis zu den Prominenten mehr erfährt als durch Gerüchte, die am Ende ohnehin zu 80 % falsch seien. Die Leserinnen wüssten das zu schätzen. Huber erklärt, dass sich die Abo-Zahlen in der Pandemie gut entwickelt haben und dass das Heft auch bei den Werbekunden gut ankommt – die Chefredakteurin freut sich über "60 gebuchte Anzeigen" in der Relaunch-Ausgabe.

Im ausführlicheren Podcast spricht Huber darüber, wie sie in die Rolle der Multi-Chefredakteurin hineingewachsen ist. Huber betreut neben der "Gala" die "Brigitte"-Gruppe mit mehreren Magazinen sowie die Personality-Magazine "Guido" und "Barbara". Sie hat das Loslassen lernen müssen, sagt Huber, leicht gefallen ist ihr das anfangs nicht.
turi2.tv (9-Min-Video auf YouTube), turi2.de/podcast, spotify.com, podcast.apple.com, deezer.com, audionow.de


“Horizont”: Uwe Bokelmann und Benedikt Göttert verantworten Content bei Bauerserviceplan.


Bauer plant Service: Uwe Bokelmann (links), Multi-Chefredakteur bei Bauer, und Benedikt Göttert (rechts), Berlin-Chef von Serviceplan, stehen als Content-Verantwortliche hinter dem Joint Venture Bauerserviceplan, berichtet "Horizont". Im Marketing-Fachblatt erklären sie, wie der Hamburger Publikumsverlag und die Agenturgruppe mit Hauptsitz in München künftig auf den Feldern Content Marketing und Corporate Publishing mitspielen und Dickschiffen wie Territory und C3 etwas entgegensetzen wollen. Bauer bringt redaktionelle Expertise, Inhalte, Archiv-Material und Reichweite mit, Serviceplan steht für Beratung und Markenführung, sagt Serviceplan-Mitgeschäftsführer Ronald Focken. "Horizont"-Autor Roland Pimpl sieht in dem Konstrukt eine Gefahr für die redaktionelle Unabhängigkeit von Bauer-Titeln wie "TV 14", "Happinez" und "Welt der Wunder", die Bokelmann im Hauptjob verantwortet. Der Chefredakteur kontert: "Mein Job bei Bauer ist es, Journalismus zu produzieren, für dessen Qualität die Leser immer wieder Geld bezahlen – auch das hilft bei der Selbstbesinnung."

Das Joint Venture startet mit vorerst nur fünf Mitarbeiterinnen – erst wenn neben dem jüngst gewonnen AOK-Etat weitere Budgets dazukommen, soll die Firma wachsen. Für die AOK arbeite in Hamburg ein organisatorisch getrenntes Team innerhalb von Bauers Gesundheitsredaktion, der Bokelmann vorsteht. Klassisch arbeitende Journalistinnen will der Chefredakteur nur in Ausnahmefällen in das Agentur-Team abkommandieren: "Manchmal passt das – meistens aber nicht." In der Regel will er auf "freie Mitarbeiter aus unserem Netzwerk oder neue Leute" zurückgreifen. "Wir können agil, weil wir durch unsere Größe in beiden Häusern Zugriff auf die besten Experten aus den unterschiedlichsten Bereichen haben", sagt Serviceplan-Mann Benedikt Göttert.

Wirtschaftlich sind Stephan Hiller von Bauer und Frank Meinke von Serviceplan Berlin verantwortlich für das Gemeinschaftsunternehmen. Ein vierköpfiger Beirat soll eine schnelle Vernetzung des Joint Ventures in die Mutterhäuser garantieren. Darin vertreten sind Bauers Publishing-Chef Ingo Klinge und Vermarkter Frank Fröhling. Von Serviceplan kommen Ronald Focken und Holding-Chef Vincent Schmidlin dazu. (Foto: Picture Alliance / Eventpress, Serviceplan; Montage: turi2)
"Horizont" 10-11/2021, S. 10

Joy Macknight wird die erste Frau an der Spitze des “FT”-Magazins “The Banker”.

Female Finance: The Banker, Monats-Magazins der "Financial Times", macht Joy Macknight zur Heraus­geberin. Sie ist in der 95-jährigen Geschichte des Blatts die erste Frau an der Spitze und folgt auf Brian Caplen, der nach 18 Jahren als Herausgeber in den Ruhestand geht. Macknight arbeitet seit 2015 für "The Banker", zuletzt als Managing Editor, davor war sie mehr als ein Jahrzehnt für andere Finanz- und Fintech-Medien tätig.
pressgazette.co.uk, thebanker.com

“Geo Saison” und “Walden” sind Partner des digitalen Berlin Travel Festivals.

Digitaler Ausflug: Die Magazine Geo Saison und Walden sind Partner des Berlin Travel Festivals, dass vom 9. bis 12. März 2021 digital stattfindet. "Reisen ist derzeit zwar noch nicht wieder möglich, aber wir können uns in die Ferne träumen", sagt Chefredakteur Markus Wolff. "Geo Saison" und "Walden" sind mit je zwei Video-Interviews vertreten.
per Mail, berlintravelfestival.com

Funke Medien Thüringen bringt die “Thüringer Grillzeit” heraus.

Funke Medien Thüringen bringt am 1. Juni 2021 die "Thüringer Grillzeit" heraus. Das Magazin hofft auf die kulinarische Unterstützung von Leser*innen, die vom 6. bis 31. März ihre besten Barbecue-Rezepte einsenden können. Das Konzept orientiert sich an der Thüringer Backzeit, die bereits drei Mal erschienen ist und für je 4,90 Euro verkauft wird.
funkemedien.de, tlz.de

“Neues Testament als Magazin” erscheint als Neuauflage.

Neues Neues Testament: Das Neue Testament als Magazin bekommt eine Neuauflage, weil die erste Auflage von 2011 inzwischen vergriffen ist. Selfmade-Verleger Oliver Wurm und die beiden Kreativen Andreas Volleritsch und Michaela Pernegger haben das Heft in diesem Zuge gleich überarbeitet. Auf 354 Seiten finden Leser*innen die aktuelle Einheitsübersetzung des Neuen Testaments. Auf 16 Seiten informieren Infografiken über religiöse Zusammenhänge, 20 Großbild-Fotografien der Künstlerin Brigitte Maria Mayer visualisieren die biblischen Geschichten. Das Magazin erscheint am Montag mit 40.000 Auflage in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Wer eine Ausgabe haben will, muss am Kiosk 12 Euro in die Kollekte werfen.
bibelalsmagazin.de, youtube.com (68-Sek-Trailer)

“Courage” bekommt eine neue Chefredaktion.


Karriere beim Karrieremagazin: Die Gründungschefredakteurinnen Daniela Meyer und Astrid Zehbe verlassen "Courage". Laut Verlag gehen sie "auf eigenen Wunsch, um neue Herausforderungen anzunehmen." Ihre Nachfolge treten Birgit Wetjen und der bisherige Blattmacher Tobias Aigner (Foto) an. Wetjen kommt vom Frauenfinanzportal herMoney.de. Zuvor schrieb sie unter anderem bereits für "Capital", die "Wirtschaftswoche" und Börse Online.

Herausgeber Frank Werner sagt: "Wir sind sicher, mit Birgit Wetjen die Richtige gefunden zu haben, um das Konzept mit dem bestehenden Team erfolgreich weiterzuentwickeln." "Courage" erscheint seit 2019 als Finanz- und Karrieremagazin für Frauen. Aktuell kommt das Heft sechs Mal im Jahr.
finanzverlag.de

Horst von Buttlar erhält eine weitere Kolumne im “stern”.

Mehr von Buttlar: Der "stern" spendiert "Capital"-Chef Horst von Buttlar eine weitere Kolumne. Unter dem Titel "Marktplatz" schreibt er im wöchentlichen Wechsel mit der Kolumne "Ach Mensch" von Chefredakteur Florian Gless über die Politik in der Hauptstadt. Horst von Buttlar schreibt als "Sternstimme" bereits für stern.de und seit vergangenem Frühjahr im Heft unter dem Titel "Die Stunde Null". Er leitet neuerdings das gemeinsame Hauptstadtbüro von "stern", "Capital" und "Business Punk".
stern.de (Paid)

Bundeswirtschaftsministerium legt Förderpläne für Verlage vor.

Print-Penunzen: Das Bundeswirtschaftsministerium um Minister Peter Altmaier skizziert erstmals konkrete Pläne für die geplante Verlagsförderung in Höhe von 220 Mio Euro, berichtet Ulrike Simon bei "Horizont". Die ursprünglich angedachte Zustellförderung ist längst vom Tisch, stattdessen zielen die Hilfsgelder nun auf "die Förderung der digitalen Transformation des Verlagswesens". Das Ministerium will die Verbände BDZV, VDZ, VdL und BVDA im April auf einer Info-Veranstaltung über Möglichkeiten zur Förderung informieren – bevor deren Mitglieder Anträge stellen können. Eine zwingende Voraussetzung für die Förderung ist die physische Zustellung der betreffenden Medien.

Förderwürdig sind laut Konzept drei Bereiche: die digitale Markterschließung, entsprechende Technologien zur Verbreitung der Inhalte sowie der Verkauf digitaler Anzeigen. Darunter fallen etwa Punkte wie Schulungskosten für Mitarbeiter*innen, die sich in Digital-Themen einarbeiten, Hard- und Softwareausgaben für KI und sogar Kosten für externe Layout-Überarbeitungen, um Print-Produkte an die Digitalisierung anzupassen. Die Richtlinien sind noch im Entwurfs-Stadium und liegen derzeit beim Finanzministerium. Zudem muss das Förderprogramm noch auf EU-Ebene notifiziert werden.
horizont.net (Paid), turi2.de (Background)

Fotos: Kay Nietfeld/dpa, Michael Weber/Imagebroker; Montage: turi2