Bertelsmann-Boss Thomas Rabe würde “gegebenenfalls” ProSiebenSat.1 übernehmen – wenn die Kartellis mitspielen.


Oben auf: Bertelsmann- und RTL-Boss Thomas Rabe (Foto) macht im Interview mit der "FAS" Stimmung in eigener Sache. Befragt von Herausgeber Gerald Braunberger und Redakteur Georg Meck spricht er über den Kauf von RTL-Aktien durch den Mutterkonzern, kündigt einen internationalen Rollout der Content Alliance an, lässt eine mögliche Konkurrenz durch Springers Bild-TV an sich abtropfen und fordert eine Deregulierung des TV-Marktes, damit "größere Zusammenschlüsse" möglich werden – "gegebenenfalls mit RTL und ProSiebenSat.1".

So sagt Rabe, dass Bertelsmann die RTL-Aktie für unterbewertet hält, und daher die eigenen 75 % seit einigen Monaten "im kleinen Stil" aufstockt. Die Sendergruppe sei "hochprofitabel", das Problem seien die Analysten, die derzeit nur "die Risiken der Transformation" sähen. Eine Komplett-Übernahme von RTL sei nicht geplant.

Nach einem Jahr Content Alliance in Deutschland zieht Rabe eine positive Bilanz: Die Erfahrungen von RTL und "stern" im News-Bereich und die von RTL und "Gala" bei Unterhaltungsthemen seien so gut, dass künftig auch die Töchter in Amerika, Großbritannien und Frankreich nach diesem Vorbild zusammenarbeiten sollen.

Außerdem fordert Rabe eine Deregulierung des TV-Marktes: "Die Regeln stammen noch aus dem analogen Zeitalter, als es noch kein YouTube, kein Facebook, kein Netflix gab", kritisiert der Konzernchef. Es sei "außerordentlich wichtig", dass "nationale Champions" entstehen könnten, sagt Rabe und denkt dabei an einen möglichen Zusammenschluss von RTL und ProSiebenSat.1.

Angesprochen auf Springers TV-Vorstoß mit Bild-TV sagt Rabe: "Davor ist mir nicht bange." Ihm sei noch nicht klar, wie das Programm aussehen soll.
faz.net (Paid)

Zitat: Die Monetarisierung ist mit Zeitschriften heute schwerer, sagt Thomas Rabe.

"Wahr ist: Die Monetarisierung ist mit Zeitschriften im digitalen Zeitalter schwieriger als im Buch-, Musik- und TV-Geschäft, aber nicht unmöglich."

Bertelsmann-Chef Thomas Rabe sagt im "FAS"-Interview, dass die digitale Transformation des Zeitschriftengeschäfts von Gruner + Jahr "ein harter Ritt" war.
faz.net (Paid)

Bauer-Vermarktungschef Andreas Schilling setzt auf Print-Rückbesinnung und Content Marketing.


Schwarz auf weiß: Andreas Schilling, seit Oktober Geschäftsleiter von Bauer Advertising, beobachtet bei Werbekunden aus der Beauty- und Kosmetik-Industrie eine Rückbesinnung auf Print. Die Branche habe einen "extremen Shift" hin zur Digitalwerbung vollzogen und viel ausprobiert, doch nun kehre eine gewisse "Ernüchterung" ein, sagt Schilling im Interview von "Horizont" und turi2.tv beim Prix de Beauté in Wiesbaden. "Wir verzeichnen zunehmend, dass die Beauty- und Kosmetik-Kunden wieder die Stärken von Print und die Möglichkeiten der Inszenierung über Print nutzen". Zugleich will Bauer ein Gesamtkonzept aus Print, Digital, Social Media und Live-Kommunikation bieten. "In der heutigen Zeit der Digitalisierung geht es gar nicht mehr, dass man nur einkanalig Möglichkeiten und Optionen anbietet."

Als neues Geschäftsfeld forciert Schilling das Content Marketing: Zusammen mit Serviceplan hat Bauer den Content-Marketing-Etat der AOK gewonnen - ohne bisher eine Content-Marketing-Tochter zu haben. "Wir machen das sehr überlegt, sehr sukzessive, ohne groß zunächst in Strukturen zu investieren", sagt Schilling. Der Etat wurde mit bestehenden Redaktionsmitteln gewonnen. Nun gehe es darum, "relativ schnell die Strukturen und Prozesse" darauf abzustimmen, um weitere Kunden zu gewinnen.
turi2.tv (5-Min-Video bei YouTube)

Bauer bündelt seine Frauen- und Yellow-Titel in Hamburg.


Moin zusammen: Bauer bündelt seine Yellow- und Frauen-Magazine in Hamburg. Bis Ende Juli 2020 sollen diejenigen Titel, die bisher im südwestlich von Karlsruhe gelegenen Rastatt produziert werden, in den Norden ziehen. Dazu zählen Zeitschriften wie "Freizeitwoche", "Woche heute" und "Schöne Woche" - allesamt Teil der Bauer-Tochter Pabel-Moewig. Von der Verlegung sind laut Bauer 80 Mitarbeiter*innen betroffen, die alle das Angebot erhalten, nach Hamburg zu ziehen.

Sicher mit den Titeln umziehen wird Walter Fuchs, bislang in Rastatt Verlagsgeschäftsführer des Pabel-Moewig-Verlags. Er übernimmt künftig in Hamburg die Geschäftsführung für das gesamte Yellow-Portfolio von Bauer. Sein Stellvertretender wird Dittmar Jurko, der bisher Verlagsleiter der Yellow-Publikationen war.
bauermedia.com

Wort & Bild Verlag startet die Zeitschrift “Digital Ratgeber”.

Erklärtes Internet: Der Wort & Bild Verlag vertreibt ab März seine angekündigte Zeitschrift "Digital Ratgeber" in Apotheken. Sie thematisiert den E-Health-Markt. Die Erstausgabe kommt mit 150 Seiten, 650.000 Auflage und einem 30:70-Verhältnis von Anzeigen und Redaktion, das nächste Heft soll im Herbst erscheinen. Marco Bergmann verantwortet die Vermarktung.
healthcaremarketing.eu, turi2.de (Background)

Prix de Beauté: “Kein Erfolg ohne Print”.



Papier ist dufte: Udo Heuser, Geschäftsführer der Parfüm-Vertriebsfirma Nobilis Group, glaubt, dass gedruckte Magazine für die Kosmetik-Branche auch weiterhin ein wichtiges Medium bleiben, um den Absatz anzukurbeln. "Ein Erfolg ohne die Media-Unterstützung durch Print ist nicht möglich", sagt er im Interview von "Horizont" und turi2.tv beim Prix de Beauté in Wiesbaden. "Allein der Duft, allein das Produkt-Design, allein der Erfolg am Regal reichen nicht aus." In vielen Alltagssituationen sei Print weiterhin stark präsent, beobachtet Heuser und denkt an Friseur-Salons oder das Wartezimmer beim Arzt.

Beim Kosmetik-Preis von Bauers "Cosmopolitan" hat das Parfüm Toy 2 der Nobilis-Marke Moschino in der Kategorie Liebling der Redaktion gewonnen. "Man merkt schon immer, wenn man eine Auszeichnung hatte und das auch im Regal oder in der Werbung spielt, dass dann der Abverkauf entsprechend ansteigt", sagt Heuser. Er lobt die Partnerschaft mit Bauer, der Verlag unterstütze die Branche "sehr intensiv dabei", "unsere Produkte in Szene zu setzen".
turi2.tv (3-Min-Video bei YouTube)

Prix de Beauté: Lara Gonschorowski verzahnt bei “Cosmopolitan” Print und Digital.


Verzahnt und engagiert: Lara Gonschorowski ist seit rund einem Jahr Chefredakteurin der deutschen Cosmopolitan. Ihre Mission: Heft, Online, Podcast und Social Media zu verzahnen und die Marke "Cosmo" auf allen Kanälen erlebbar zu machen. Dazu gehört auch die neue Insta-Lounge beim Prix de Beauté im Kurhaus Wiesbaden. "Wir wollen unseren Leserinnen das Gefühl geben, sie sind hier live dabei", sagt Gonschorowski im Interview von "Horizont" und turi2.tv und deutet an, dass Bauers Kosmetik-Oscar womöglich keine reine B2B-Veranstaltung bleibt.

Wert legt Lara Gonschorowski auf den Gedanken des Female Empowerments, den "Cosmo" mit der Initiative #SupportHer bestärkt. Schon in den 1980er-Jahren habe "Cosmo" Karriere- und Geldgeschichten aufs Cover gebracht und für Gleichberechtigung gekämpft. Zum 40-jährigen Jubiläum der deutschen "Cosmopolitan" in diesem Jahr ist noch ein großes Jubiläums-Event geplant, auch beim "Cosmo"-Podcast steht ein Relaunch an.
turi2.tv (6-Min-Video bei YouTube)

Blue Ocean startet weiteres Playmobil-Magazin.

Blue Ocean startet mit "Playmobil Novelmore" das dritte Magazin rund um die Figuren. Es erscheint alle zwei Monate mit 80.000 Auflage für 4,50 Euro und richtet sich an Sechs- bis Zehnjährige. Neben Deutschland, Österreich und der Schweiz liegt es in acht europäischen Ländern am Kiosk. Chefredakteur ist Simon Peter. Playmobil startet auch eine Hörspiel-Reihe beim Sony-Label Europa und im Herbst 2020 eine TV-Serie auf Super RTL.
per Mail

Heideldruck will “Randbereiche” verkaufen.

Heidelberger Druckmaschinen will aus Spargründen "weitere Randbereiche" verkaufen. Die Organisation soll verschlankt, das internationale Produktionsnetzwerk neu aufgestellt werden. Ein Teil der deutschen Mitarbeiter bekommt Kurzarbeit verordnet. Heideldruck wird künftig wohl noch mehr Maschinen in seinem chinesischen Werk bauen lassen, vermutet die "FAZ".
"FAZ", S. 21 (Paid), turi2.de (Background)

Der Huber Verlag in Mannheim, Spezialist für Biker und Tattoos, ist insolvent.

Huber Verlag, spezialisiert auf Titel und Veranstaltungen für die Motorrad- und Tattoo-Szene, stellt einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht Mannheim. Der Rechtsanwalt Tobias Wahl ist vorläufiger Insolvenzverwalter. Der Verlag beschäftigt rund 50 festangestellte und über 100 freie Mitarbeiter und verlegt unter anderem Zeitschriften wie "Bikers News", "Tätowiermagazin" und "Tattoo Erotica" und betreibt den Onlinehandel szeneshop.com.
boersenblatt.net

Aus dem Archiv von turi2.tv: Boris Glatthaar, Chefredakteur des "Tätowiermagazins" im Agenda-Fragebogen.

Burda meldet ausgebuchte erste Neu-Ausgabe der “ADAC Motorwelt”.

ADAC Motorwelt: Die im März erscheinende, erste Ausgabe der komplett erneuerten "ADAC Motorwelt" ist auf der Anzeigenseite ausgebucht, meldet Burda. Das Heft erscheint künftig mit 5 Mio Auflage und liegt an verschiedenen Stellen frei aus. Burda verantwortet künftig Inhalt und Vermarktung.
horizont.net, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Wie BCN-Chef Michael Samak Burdas neue Mio-Seller vermarktet.

Elisabeth Neuhaus wird Leiterin Social Media bei turi2.

Von Springer zu turi2: Elisabeth Neuhaus, seit 2014 bei Springers Gründerszene in Berlin und Frankfurt, wechselt zu turi2. Bei der Kommunikationsplattform übernimmt sie vom Stammsitz Wiesbaden aus die Verantwortung für die Social-Media-Auftritte, schreibt aber auch für den Newsdienst auf turi2.de, wird Teil des turi2.tv-Teams und Autorin für die turi2 edition. Neuhaus hat Publizistik und Amerikanistik studiert und u.a. für 3sat, den SWR und Regionalzeitungen im Raum Mainz gearbeitet.
turi2.de

Von der Zeitschrift zum Ökosystem: Wie BCN-Chef Michael Samak Burdas neue Mio-Seller vermarktet.


Burdas neue "Blockbuster": Michael Samak, Chef des Burda-Vermarkters BCN, hat auf dem Deutschen Medienkongress seine neuen Millionen-Seller vorgestellt. Bereits am Markt ist die Apotheken-Kundenzeitschrift "MyLife" mit 2,3 Mio Heften pro Monat. Die runderneuerte "ADAC Motorwelt" wird im März mit "mindestens 5 Mio Auflage" erscheinen, sagt Samak im Video-Interview von "Horizont" und turi2.tv und erklärt an den Zeitschriften sein Vermarktungskonzept in "Ökosystemen".

"MyLife" etwa sei nicht einfach eine Zeitschrift, sondern ein Baustein im Ökosystem "Zukunftspakt Apotheke", mit dem Burda und die Apotheken-Einkaufsgemeinschaft Noweda die Vor-Ort-Apotheke stärken wollen. Dazu gehören auch das Portal mylife.de und die Apotheken-Bestellplattform IhreApotheken.de, mit dem sich der "Zukunftspakt" gegen die Online-Apotheken wappnet. Samak bietet Kunden auf allen Plattformen auch Werbeflächen an.

Bei der geschrumpften "ADAC Motorwelt" hat Burda die Generalunternehmerschaft übernommen, sagt Samak – von der Redaktion über den Druck bis hin zu Vermarktung und Marketing. Mit der Wiedereinführung der ADAC-Klub-Zeitschrift im März starten sowohl eine Kunden- als auch eine Geschäftskunden-Kampagne für das Magazin.

Insgesamt will Samak mit seinen neuen Blockbustern das Anzeigen- und Media-Geschäft von Burda kräftig ankurbeln. "Wir haben das Jahr gut begonnen", sagt Samak und sieht BCN "auf einem Wachstumskurs".
turi2.tv (5-Min-Video bei YouTube)

Zitat: Journalisten müssen auch verlegerisch denken, sagt Hubert Burda.

"Die größten Fehler in Verlagen passieren, wenn Verleger keine Ahnung von Technik und Journalisten keine Ahnung vom Verlag haben."

Hubert Burda, "in der Birne noch bestens beieinander", sagt im "Handelsblatt"-Interview, ein guter Verleger vernetze neue, digitale Wege "mit dem, was man hat".
handelsblatt.com

weitere Zitate:
"Ich bin heute völlig ratlos, warum die Linke nicht aufsteht und brüllt. Warum sie nicht sieht, dass fünf Firmen die Öffentlichkeit privatisiert haben."

"Entweder wir kriegen richtige Firmen in der Digitalwirtschaft hin, oder Europa bleibt in der Hutschachtel. SAP reicht da nicht. Die EU muss sich die Kartellgesetze anschauen, denn alles ist eine Frage der Allianzen."

"Meine Botschaft an die junge Generation ist: Ich bin so viel auf die Schnauze gefallen, macht einfach weiter!"

Claire Beermann wird Style Directorin beim “Zeit Magazin”.

Zeit Magazin befördert Claire Beermann, 25, zur Style Directorin. Sie folgt auf Tillmann Prüfer, 46, der als Mitglied der "Zeit Magazin"-Chefredaktion weiterhin Stil- und Designthemen verantwortet. Beermann ist seit 2016 Redakteurin des "Zeit Magazins" und verantwortet jetzt inhaltlich Mode, Design und Reisen sowie die wöchentliche Kolumne "Heiter bis glücklich".
zeit-verlagsgruppe.de

Video-Tipp: Boris Glatthaar im Agenda-Fragebogen 2020.


Video-Tipp: Boris Glatthaar, Chefredakteur des TätowierMagazins vom Huber Verlag, will in diesem Jahr mehr Zeit vor seinem Kamin verbringen – und dort ins Feuer und in Zeitschriften schauen. Beruflich steht, wie in den vergangenen Jahren auch, die Digitalisierung des Verlags im Fokus. "Das geht einfach immer weiter" – und mache Spaß, sagt Glatthaar im Agenda-Fragebogen am Rande der Launchparty zur turi2 edition #10. Auch seine eigenen Fähigkeiten sollen digitaler werden: Glatthaar will 2020 programmieren lernen.
turi2.tv (3-Min-Video auf YouTube)

“Mare”-Verleger Gelpke rechnet mit sechsstelligem Gewinn aus Verlags-Kreuzfahrten.

Der Ozean ruft: "Mare"-Verleger Nikolaus Gelpke spricht im Interview mit Boersenblatt.net über die Kreuzfahrten, die er auf dem verlagseigenen Expeditionsschiff MS Cape Race anbietet. Sie sollen für die Meere sensibilisieren und dem Verlag Geld ins Netz spülen, das ins Buchprogramm fließt. Gelpke rechnet mit einem "sechsstelligen Betrag netto pro Jahr".
boersenblatt.net, turi2.de (Gelpke in der turi2 edition #10)

Thomas Garms wird Head of Editorial Teams bei Jalag.

Jahreszeiten Verlag holt Thomas Garms, 61, als Chef der Chefredakteure: Er soll als Head of Editorial Teams die "übergreifende Führung der Redaktionen" übernehmen. Garms war schon Chefredakteur von "Prinz", "Fit for Fun", "Men‘s Health", "Welt am Sonntag" und "Hörzu", aktuell arbeitet er als Verleger von "Materialist" aus dem Ocean Global Verlag. Jalag will seine Titel "Feinschmecker", "Merian" und Co zur "Basis für den Aufbau neuer Geschäftsfelder" nutzen, so Chef Jörg Hausendorf. Roland Pimpl vermutet, Hausendorf werde auf Pool-Redaktionen setzen, wie er sie aus seiner Bauer-Zeit kennt. Stellen sollen nicht wegfallen.
horizont.net

“Spiegel” veröffentlicht seine Post-Relotius-Standards.


Keine Angst vor der Wahrheit 2.0: Der "Spiegel" veröffentlicht die journalistischen Standards, die als Teil des Relotius-Aufarbeitungsprozesses entstanden sind. 50 Journalist*innen des Magazins haben das 74-seitige Dokument mitformuliert. Die Standards gelten für alle Mitarbeiter*innen der Redaktion und der Dokumentation als verbindlich, schreibt Chefredakteur Steffen Klusmann. Sie sollen regelmäßig überprüft und überarbeitet werden.

Es gibt u.a. Regeln zur Haltung, zur Quellenarbeit, zu Transparenz und Sprache, dem Auftritt in sozialen Netzwerken, zur Verifikation und zur Fehlerkultur. Es heißt darin z.B. "Fakten schlagen die vermeintlich literarische Qualität" und dass durch die Auswahl der Protagonisten nicht die Realität verzerrt werden darf. Verdeckte Recherche ist in "Ausnahmefällen möglich", muss aber mit der Chefredaktion abgestimmt sein. Szenen, die Autor*innen nicht selbst beobachtet haben, müssen kenntlich gemacht werden. Außerdem müssen sie der Dokumentation auf Nachfrage Kontaktdaten und Fotos von Protagonist*innen sowie Ortsnachweise vorlegen.
spiegel.de, spiegel.de (Leitfaden als PDF)

Aus dem turi2.tv-Archiv (05/2019): "Spiegel"-Chef Steffen Klusmann über die Konsequenzen aus dem Relotius-Skandal.

Basta: “Spiegel” und “Focus” drucken identisches Coverfoto zum Coronavirus.

Viral gegangen: "Spiegel" und "Focus" drucken zum Coronavirus fiebrig rote Titelgeschichten – und auch bei der Wahl des Titelbilds sind sie sich fast einig. Nur der Farbton passt sich jeweils kerngesund den Marken an, dank Pipette und Photoshop.
twitter.com

Österreichs Bundesverfassung ist künftig auch als Magazin erhältlich.

Österreich: Die Verfassung gibt es anlässlich des 100. Geburtstags künftig auch als optisch aufbereitetes Magazin. Die Auflage beträgt zunächst 25.000 Exemplare. Ideengeber ist Oliver Wurm, der zuvor das deutsche Grundgesetz als Magazin veröffentlichte. Hinter dem verlagsunabhängigen Projekt stehen zudem drei weitere Herausgeber.
verfassung-magazin.at

Aus dem turi2.tv-Archiv: "Kiosk ist wichtigster Vertriebskanal" – Oliver Wurm über den Erfolg des “Grundgesetz-Magazins" (09/2017).

Territory startet neues Kundenmagazin für Biohändler Dennree.

Territory produziert für den Bio-Händler Dennree das neue Kunden-Magazin "Kreo". Es startet am 1.2. mit einer Auflage von 200.000. Das Magazin erscheint vierteljährlich und verschreibt sich den Themen artgerechte Tierhaltung, Nachhaltigkeit und Verzicht auf Gentechnik. Zur Dennree-Gruppe gehören über 300 Denn's-Biomärkte und Bioläden der Biomarkt-Verbundgruppe.
cpmonitor.de

Jalag-CEO Jörg Hausendorf informiert Mitarbeiter am Montag über neue Geschäftsfelder.

Jalag steht vor der Neuausrichtung: CEO Jörg Hausendorf (Foto) hat die Belegschaft für Montag zu einer Mitarbeiterversammlung geladen, um über neue Geschäftsfelder zu informieren, schreibt Gregory Lipinski. Erwartet werde, dass Hausendorf auch neue Führungskräfte vorstellt. Zuletzt hatte Jalag sein Portfolio bereinigt und konzentriert mit Marken wie "Merian", "Der Feinschmecker" und "Robb's Report" auf das Luxus- und Premium-Segment.
meedia.de

Video-Tipp: Anne Meyer-Minnemann im Agenda-Fragebogen 2020.


Video-Tipp: Anne Meyer-Minnemann war viele Jahre lang Society-Journalistin bei der "Gala", nun nimmt sie sich das Thema Diversität beim "Gala"-Verlag Gruner + Jahr vor – und hat dafür "schon ganz viele Pläne". Im Agenda-Fragebogen am Rande der Launchparty zur turi2 edition #10 verrät Meyer-Minnemann außerdem, dass sie privat die Achtsamkeit in den Vordergrund rücken, weniger Zeit auf roten Teppichen und mehr auf der Yoga-Matte verbringen will. Für kurze Zeit will die Journalistin sogar abtauchen: Auf den Malediven, um endlich ihren Tauchschein zu machen.
turi2.tv (2-Min-Video auf YouTube)

Condé Nast holt Joko Winterscheidt und macht André Pollmann zum “GQ”-Chef.


GQ goes JWD: Condé Nast stellt das neue Führungsteam der "GQ" vor. Dazu zählt auch Joko Winterscheidt (3.v.l) als Chief Curiosity Officer - Condé Nasts Umschreibung für Magazin-Maskottchen. Winterscheidt soll laut Pressemitteilung "die Neugierde in die Themen und Aktivitäten von GQ einbringen". Markenchef der Zeitschrift wird André Pollmann (2.v.l.), der in Personalunion Inhalt und Geschäfte verantworten soll. Pollmann ist aktuell übergreifender Publisher für "Vogue", "Glamour" und "GQ". Sein Stellvertreter wird Michalis Pantelouris (4.v.l.), der bei Gruner + Jahr bereits mit Winterscheidt zusammengearbeitet hat und Redaktionschef von dessen Zeitschrift "JWD" war. Johannes Patzig (1.v.l.), derzeit Digitalchef bei "GQ", wird Redaktionsleiter.

"Jetzt bin ich also CCO – das ist sicherlich ein Titel, der beschreibt, dass meine Neugierde bei GQ ein Zuhause gefunden hat. Und vor allem ist es auch ein passender Titel für jemanden wie mich, der in kein Organigramm passt", sagt Joko Winterscheidt. Und Jessica Peppel-Schulz, Chef von Condé Nast Deutschland, sagt: "Wir bauen mit Condé Nast Germany eine neue strategische Organisation, die nicht vergleichbar ist mit den Organisationen der klassischen Verlage." Der bisherige "GQ"-Chefredakteur Tom Junkersdorf hatte das Magazin im Rahmen der geplanten Umstrukturierungen 2019 verlassen.
gq-magazin.de, turi2.de (turi2.tv-Gespräch mit Peppel-Schulz), turi2.de (Junckersdorf)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Michalis Pantelouris stellt Joko Winterscheidts Magazin "JWD" vor. (03/18)

“GQ”-Vize Marco Rechenberg und Marcus Lucas verlassen Condé Nast.

Condé Nast und Marco Rechenberg (links) und Marcus Lucas gehen getrennte Wege. Beide waren noch von Tom Junkersdorf in die "GQ"-Führungsriege geholt worden, Lucas als sein Stellvertreter, Rechenberg als Vize-Chefredakteur. Lucas arbeitet künftig für Storymachine, schreibt Meedia. Rechenbergs neuer Job ist noch nicht bekannt. Condé Nast-Chefin Jessica Peppel-Schulz will die Zeitschriften neu aufstellen und sucht Markenverantwortliche für sie.
meedia.de, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Coffeetable allein als Geschäftsmodell reicht nicht aus." – Jessica Peppel-Schulz stellt Condé Nast neu auf.

Agenda-Talk 2020: Wie die Generation Greta Medien und Kommunikation verändert.


Talk im Museum: Zum Start der turi2 edition #10 hat turi2 am Dienstagabend zum Agendasetting-Treffen ins Museum für Kommunikation in Berlin eingeladen. Auf dem Podium diskutierten Gwendolyn Rautenberg von Fridays for Future, Marieke Reimann von Ze.tt, Monika Schaller von der Deutschen Post DHL Group, Florian Haller von Serviceplan und Philipp Welte von Burda über die Frage, wie die Generation Greta Medien und Kommunikation verändert. Im turi2.tv-Video sehen Sie die komplette Diskussionsrunde unter der Leitung von Peter Turi.

Darin befürwortet Post-Kommunikatorin Monika Schaller die Klima-Proteste, solange sie gewaltfrei ablaufen, und ist überzeugt, dass Fridays for Future mitgeholfen hat, die Klimadebatte auf die Agenda zu heben. Ze.tt-Chefredakteurin Marieke Reimann glaubt nicht, dass es eine "Generation Greta" überhaupt gibt, auch weil die Klimakrise aus ihrer Sicht kein Generationenproblem ist, denn sie betreffe alle Generationen.

Burda-Vorstand Philipp Welte sieht vor allem in der Meinungsmacht großer Internet-Konzerne wie Facebook und Google eine Gefahr für die Demokratie, weil sich Lügen und Fake News hier viel leichter verbreiten. Er fordert, dass sich die US-Konzerne auf einen ähnlichen Kodex verpflichten wie die Journalist*innen in Deutschland mit dem Pressekodex. Florian Haller, Inhaber der Agenturgruppe Serviceplan, widerspricht zum Teil: Die Demokratie war in analogen Zeiten nicht nur in Gefahr, sondern teilweise abgeschafft. Er erinnert an den Nationalsozialismus und auf der anderen Seite an den Arabischen Frühling, der ohne Social Media kaum möglich gewesen wäre.

Auch Gwendolyn Rautenberg weiß, dass Soziale Medien bei der Mobilisierung von Anhängern und der Organisation von Protesten helfen. Die Organisatoren von Fridays for Future setzen vor allem auf die Facebook-Tochter WhatsApp, arbeiten aber auch an eigenen Alternativen. E-Mails würden in ihrer Generation dagegen kaum mehr gelesen.
turi2.tv (68-Min-Video bei YouTube), turi2.podigee.io (69-Min-Audio im turi2 podcast)

Video-Kapitel:

00:03 Peter Turi begrüßt das Talk-Publikum im Museum für Kommunikation, Berlin

01:46 Gwendolyn Rautenberg von Fridays for Future: "Niemand ist eine Umweltsau."

09:11 Marieke Reimann, Chefredakteurin von Ze.tt: "Die Klimakrise ist kein Generationen-Problem."

17:47 Monika Schaller, Leiterin Konzernkommunikation Deutsche Post DHL Group, findet die FFF-Proteste gut, solange sie gewaltfrei bleiben.

25:12 Florian Haller, Inhaber Serviceplan, sagt, dass Greenwashing heute nicht mehr funktioniert.

32:19 Philipp Welte, Burda-Vorstand: "Facebook ist der Atomschlag gegen die Informationsfreiheit."

41:11 Florian Haller widerspricht Philipp Welte: Angriffe auf die Informationsfreiheit hat es auch schon lange vor den Sozialen Medien gegeben.

42:12 Marieke Reimann sieht Journalist*innen vor Drohungen und Angriffen im Netz schlecht geschützt.

46:14 Gwendolyn Rautenberg betrachtet alle internationalen Großkonzerne als Gefahr für die Demokratie.

48:55 Wie die Generation Greta die Medien nutzt.

53:08 Philipp Welte über die fehlende digitale Infrastruktur in Europa.

58:23 Gwendolyn Rautenberg und Monika Schaller über ihre unterschiedlichen Auffassungen über journalistische Einordnung.

62:56 Marieke Reimann über die Rolle der Journalist*innen in einem Medium für die junge Zielgruppe.

64:20 Schlussrunde: Was steht auf Eurer Agenda 2020?

Mehr von der Launchparty und dem Agendasetting-Talk:


Unser Mood-Video: Der Launch-Abend in 60 Sekunden

Die Lauchparty als Foto-Strecke >>>

Weimer belebt “Pardon” als Digitaltitel wieder.

Weimer Media Group will ab dem 1. Juli auch Satire machen und startet das Satire-Magazin Pardon als Online-Angebot neu, schreibt Clap. Das Original erschien von 1961 bis 1982. In den 2000er-Jahren gab es eine Neuauflage, 2012 brachte Weimar bereits einmalig eine Wiederauflage als Print-Heft. Der Verlag veröffentlicht ansonsten Wirtschafts- und Politik-Titel wie "The European" oder "Börse am Sonntag".
clap-club.de

Medweth trennt sich von “Familie & Co” und “Baby & Co”.


Familien-Trennung: Die Media Group Medweth hat still und leise ihre Eltern-Magazine "Familie & Co" und "Baby & Co" verkauft, berichtet Henning Kornfeld. Käufer der Marken ist die Firma IDS Deutschland, die "Verbraucherinformationen" über Arztpraxen verteilt, etwa Flyer oder Warenproben. Auch die beiden Medweth-Titel will IDS künftig gratis über Kinder-, Frauen- und Hausärzte unters Volk bringen. Eine eigene Redaktion will IDS, im Verlagsgeschäft ein Neuling, dazu nicht aufbauen, sondern sich die Inhalte zuliefern lassen. Im Zuge des Verkaufs schließt Medweth den Verlag Family Media in Freiburg, in dem beide Blätter bisher erscheinen. Medweth spricht von einer einer “Portfoliobereinigung”. 15 Mitarbeiter müssen gehen.
meedia.de

Basta: Kai Diekmann ist zugleich “journalist” und “journalistin”.

Fast gleichberechtigt: Das DJV-Verbandsmagazin journalist erscheint unter Neu-Verleger Matthias Daniel mit zwei Covern. Auf der einen Hälfte der Auflage steht "journalist", auf der anderen "journalistin". Daniel will damit "ein Zeichen setzen". Bei der Cover-Gestaltung hat ihn aber offenbar der Mut verlassen: Vom Titelbild strahlt schmollt auf beiden Ausgaben Vorzeige-Journalistin Kai Diekmann.
presseportal.de, turi2.de (Background)

Katharina Pfannkuch wird “Maxi”-Chefredakteurin.

Ocean Global holt Katharina Pfannkuch (Foto), 37, als "Maxi"-Chefredakteurin, schreibt Clap. Sie arbeitet bisher als freie Journalistin. Objektleiterin wird Kirsa Stoltenburg. 36. "Maxi" bekommt beim Lizenznehmer die redaktionellen Säulen Zeitgeist, Stil, Schönheit, Dossier und Leben. Das Heft kommt, anders als bei Bauer, nicht mehr monatlich, sondern zehn Mal im Jahr für 2,90 Euro. Der Verlag plant auch ein Pocket-Format.
clap-club.de, turi2.de (Background)