Joko Winterscheidt will aus “GQ” kein zweites Joko-Magazin machen.


Joko drin, aber nicht immer drauf: "Ich definiere mich definitiv eher über den Inhalt und nicht so sehr darüber, ob ich jetzt überall vorne mein Gesicht draufhalten muss." Im Video-Interview von turi2.tv sagt Joko Winterscheidt, dass die "GQ" mit ihm als Chief Curiosity Officer kein neues Joko-Magazin werden soll. Der deutsche Ableger des Männer-Lifestyle-Magazins erfindet sich neu, heute erscheint die erste neue Ausgabe. "Die Grund-Parameter sind komplett anders", sagt Winterscheidt im Vergleich zu seinem Ende 2019 eingestellten Blatt "JWD" von Gruner + Jahr. Zu manchen Themen könne er etwas hinzufügen, gleichzeitig freue er sich auf Neues, was "bisher vielleicht in meinem Kosmos nicht stattgefunden hat".

Auch "GQ"-Markenchef André Pollmann will "nicht das zehnte Personality-Magazin" herausbringen. Joko sei für "GQ" zwar ein "wahnsinnig wichtiges Face nach draußen", doch davon solle es "fünf, sechs, sieben weitere geben: Redakteure, Celebrities, Influencer". Der derzeitigen Arbeit im Home Office will Pollmann auch Positives abgewinnen: "Das ist eine sehr große Intimität, wenn man da abends mit seinem ganzen Team sitzt und man schaut jedem ins Wohnzimmer." Winterscheidt dagegen fremdelt nach anfänglicher Euphorie ein wenig mit dem dauernden Zuhause sein: "Da kann man nicht nach Hause fahren, die Tür fällt ins Schloss und man hat Feierabend. Sondern der Feierabend beginnt in den eigenen vier Wänden und der Tag beginnt arbeitsmäßig auch in den eigenen vier Wänden."
turi2.tv (10-Min-Video), gq-magazin.de (Joko-Titelstory), turi2.de (Background)

Wie geht’s dem Kapital, Horst von Buttlar?


Cash ist King: "Wer jetzt nicht verkauft hat, der muss das aussitzen, der ist zu spät dran." Im turi2.tv-Interview sagt Horst von Buttlar, Chefredakteur des Wirtschafts­magazins Capital von Gruner + Jahr, es wäre Quatsch, "jetzt auf diesem Tiefstand noch panisch zu verkaufen. Entscheidend für den Ausgang der Krise sei aus wirtschaftlicher Sicht nun, wie die USA als wichtigster Aktienmarkt der Welt die Lage meistern: "Wenn Amerika wirklich von diesem Virus in die Knie gezwungen wird und Chaos ausbricht, dann werden diese Turbulenzen weitergehen. Und dann werden wir auch noch schlimmere Zahlen erleben", erwartet von Buttlar.

Dem Wirtschaftsmagazin beschert die Krise gesteigertes Interesse: "Unsere Site hatte fünf Mal so viel Traffic. Ich musste zusätzliche Server-Kapazitäten anmieten", sagt der "Capital"-Chef. Gleichzeitig sieht er aber auch Probleme: "Für unsere ganze Branche wird das hart, weil natürlich das Anzeigengeschäft überall zusammenbricht". Daher schlagen in seiner Brust gerade zwei Herzen: Einerseits mache er sich Sorgen, andererseits entwickele er "eine sehr große, produktive Unruhe".
turi2.tv (5-Min-Video bei YouTube)

“Spiegel” will mit Extra-Rückstellungen aus 2019 durch die Corona-Krise kommen.

Spiegel: Verlagschef Thomas Hass will für das Geschäftsjahr 2019 zusätzliche Rückstellungen in Höhe von 7 Mio Euro bilden, um für das wegbrechende Anzeigengeschäft gerüstet zu sein, schreibt Gregory Lipinski. Für die Belegschaft, die über die Mitarbeiter-KG am Verlag beteiligt ist, würden die Rückstellungen deutlich geringere, aber immer noch "zufriedenstellende", Gewinnausschüttungen bedeuten. Betriebsbedingte Kündigungen seien derzeit nicht geplant, sagt eine Sprecherin.
meedia.de, turi2.de (Background)

Wie geht’s den Senior*innen, Claudia Röttger?


Fantasievoll ablenken: "Viele Ältere haben jetzt Angst und sorgen sich, dass sie erkranken und ihnen nicht geholfen werden kann", sagt Claudia Röttger, Chefredakteurin des Senioren Ratgebers, im "Wie gehts"-Interview von turi2.tv. Besonders in der älteren Generation leiden manche "auch sehr unter der sozialen Isolation". Deshalb sei nun alles ganz wichtig, was den Kontakt aufrecht erhält – "da ist natürlich Fantasie gefragt".

Dabei seien aber nicht nur analoge Ideen wie Kekse backen, Blumen schicken oder vorm Fenster winken gefragt. Denn die ältere Zielgruppe sei "durchaus digital unterwegs". Aus diesem Grund hat der "Senioren Ratgeber" nun auch die Schlagzahl des Newsletters auf täglich erhöht. Das Online-Angebot zielt jetzt auch besonders auf Ablenkung durch Rätsel, Interviews mit Prominenten, Lesegeschichten, "die auch mal das Gemüt erfreuen".
turi2.tv (5-Min-Video bei YouTube)

Blue Ocean startet Magazine zur Kinderserie “Mia and me”.

Blue Ocean flankiert die TV-Marke "Mia and me" mit mehreren Magazinen. Das Monatsmagazin "Mia and me" kommt mit 100.000 Auflage für 3,99 Euro an den Kiosk. Zweimonatlich erscheint "Mia and me Extra" mit 80.000 Auflage für 4,20 Euro, das Heft fokussiert sich aufs Basteln und Malen. Dazu sollen saisonale Sonderhefte kommen. Die Magazine sind nach "Wickie" die zweite Kooperation zwischen Rechteinhaber Studio 100 Media und den Kinderzeitschriften-Multiverlegern.
per Mail

Egmont belebt Magazin für Fans von Hot Wheels wieder.

Auf ein Neues: Egmont Ehapa lässt sein Magazin über die kleinen Spielzeugflitzer Hot Wheels des Herstellers Mattel wiederauferstehen. Von 2004 an gab es die Zeitschrift in Deutschland immer mal wieder, immer wieder stellte der Verlag sie ein. Ab Dienstag soll die Neuauflage dann vierteljährlich und mit Spielauto-Beilage am Kiosk erscheinen, mit einer anfänglichen Auflage von 50.000 Stück für je 3,99 Euro.
egmont.de, comicguide.de, turi2 (Background)

Wie geht’s den Familien in Zeiten der Quarantäne, Bernd Hellermann?


Familienbetrieb: Die Familien in Deutschland stehen in Zeiten, in denen Home Schooling und Home Office aufeinander treffen, vor zusätzlichen Heraus­forderungen, da können Strukturen im Alltag nicht schaden, sagt Bernd Hellermann, bei Gruner + Jahr Chefredakteur der Zeitschriften Eltern und Geolino im Wie geht's-Interview von turi2.tv. Er selbst und seine Ehefrau arbeiten beide im Home Office, können ihre Arbeit "relativ frei einteilen", um die beiden Kinder zu betreuen. "Aber nichtsdestotrotz ist jeder Tag ein bisschen ein Experiment", sagt Hellermann. Er verzeichnet steigende Zugriffe auf die Webseiten seiner Magazine und ist stolz darauf, einen täglichen Geolino-Spezial-Podcast zu liefern. Von der Idee bis zur Umsetzung vergingen nur 48 Stunden.

Positiv überrascht ist Hellermann davon, dass im Verlag die Umstellung aufs Home Office so "wunderbar und reibungslos" geklappt hat, selbst Skeptiker arbeiten inzwischen zu Hause. "Da haben alle an einem Strang gezogen. Denn bei allem, was draußen passiert, muss der Laden ja weiterlaufen." Mit Blick aufs lange Osterwochenende, das Familien in diesem Jahr zu Hause verbringen müssen, ohne Verwandtschaftsbesuche, ist Hellermann optimistisch: "Das kriegen wir locker miteinander hin, weil wir ja jetzt geübt sind aus den letzten Wochen, die Tage gut gemeinsam miteinander zu verbringen."
turi2.tv (6-Min-Video bei YouTube)

Wie geht’s den Künstler*innen, Christoph Amend?


Künstlerisch wertvoll: "Kultur ist systemrelevant und wir müssen alle gemeinsam etwas tun, damit das so bleibt", fordert Christoph Amend, Chefredakteur des "Zeit Magazins", im "Wie geht's"-Interview von turi2.tv. Hier sei aber nicht nur der Staat gefragt. Amend ruft auch dazu auf, die kleinen, unabhängigen Buchhandlungen zu unterstützen, auch wenn gerade durch Home Office und Kinderbetreuung vielleicht nicht so viel Zeit zum Lesen bleibt: "Bestellen Sie Bücher bei Ihrem Buchhandel um die Ecke und lesen Sie vielleicht später."

Christoph Amend und das "Zeit Magazin" haben zur Unterstützung der derzeit gebeutelten Kunst- und Kulturszene einen Newsletter ins Leben gerufen. Als Erweiterung des werktäglichen Abend-Newsletters Was für ein Tag erscheint nun täglich auch die morgendliche Sonderausgabe "Was für ein Morgen". Der Newsletter steht jeden Tag einer Künstlerin oder einem Künstler zur Verfügung – "damit wir eine Bühne bieten in Zeiten, in denen alle Bühnen leider geschlossen bleiben müssen".
turi2.tv (6-Min-Video bei YouTube)

Mein Homescreen: Florian Boitin.


Florian Boitin, Chefredakteur und Verleger des “Playboys”, wurde mit Wählscheibentelefon und handgeschriebenen Liebesbriefchen sozialisiert – und hätte sich niemals vorstellen können, dass “ein kleines Taschengerät” einmal seinen Alltag bestimmen würde. Aktuell läuft da vor allem die Wetter-App auf Hochtouren, damit er und seine Frau ihren Tag mit Kind im Home Office besser planen können. Weiterlesen …

“Spiegel”-Chef Thomas Hass will Geld bei Marketing, Umzügen und Beratern sparen.


Financial Distancing: "Spiegel"-Verlagschef Thomas Hass beschreibt in einer E-Mail an die Mitarbeiter Details zu den Corona-bedingten Sparplänen im Verlag, berichtet Gregory Lipinski. In seiner E-Mail kündigt er an, dass der "Spiegel" seine Marketing- und Beraterbudgets reduziert und Umzüge und Umbauten stoppt. Gleichzeitig sollen Projekte vorgezogen werden, von denen sich der Spiegel Einnahmen verspricht, etwa das Feld Concept Solutions bei Spiegel Media und der Ausbau des Paid-Content-Angebots Spiegel+. Wie bereits Chefredakteur Steffen Klusmann gestern der Belegschaft mitgeteilt hat, will der Verlag 10 Mio Euro einsparen.

"Wesentliche organisatorische Veränderungen oder betriebsbedingte Kündigungen" stehen wie der Verlag in einem Statement mitteilt "kurzfristig nicht auf dem Plan". Sehr wohl prüfe das Haus aber die Einführung von Kurzarbeit. "Eine Entscheidung, ob und wenn ja in welchen Bereichen wir Kurzarbeit anmelden, ist aber noch nicht getroffen", heißt es dazu.
meedia.de, Statement per Mail, turi2.de (Background)

“Spiegel” plant wegen der Corona-Krise einen harten Sparkurs und Kurzarbeit.



Fiskal infiziert: Der "Spiegel" plant einen harten Sparkurs, weil der Verlag in der Corona-Krise einen deutlichen Anzeigeneinbruch erwartet, schreibt Gregory Lipinski. Zudem erwäge der "Spiegel" auch Kurzarbeit für seine Mitarbeiter*innen. In einer Videokonferenz habe Chefredakteur Steffen Klusmann die Belegschaft über die Pläne informiert. Im Etat von 2020 will Klusmann 10 Mio Euro einsparen. Für dieses Jahr geplante "Erlös-Projekte" sollen "priorisiert und vorangetrieben" werden.

Für kurzfristige Spar-Erfolge will der "Spiegel" vorerst auf Berater verzichten. Auch bei den Honoraren von Freien werde der Verlag "selbstverständlich Sparpotenziale" prüfen. Auch der Abbau von Arbeitsplätzen etwa durch Vorruhestand sei in der Diskussion. Hausintern kursierten bereits Zahlen von 80 bis 100 Arbeitsplätzen.
meedia.de

“stern” startet den Podcast “Die Stunde Null” mit “Capital”-Chef Horst von Buttlar.

stern startet den Podcast "Die Stunde Null" mit "Capital"-Chefredakteur Horst von Buttlar. In dem Podcast, der drei bis viermal wöchentlich erscheinen soll, spricht von Buttlar u.a. mit Unternehmern und Ökonomen über Wirtschaft und die Krise, in der sie sich Corona-bedingt gerade befindet.
audionow.de

Mehr TV und mehr Digitalmedien: Corona verändert Mediennutzung massiv.


Lagerfeuer in Viruszeiten: Mediennutzung hat sich in Deutschland durch die Corona-Krise massiv verschoben, erkennt Deloitte aus einer Befragung von jeweils 2.000 Nutzern im Februar und Ende März. 44 % der Deutschen schauen mehr TV als zuvor. Insgesamt schalten nun 76 % täglich den Fernseher ein, zuletzt waren es 67 %. Gleichzeitig wächst auch Video-on-Demand - jedoch vor allem bei Bestandsnutzern. Bei Nutzern über 55 Jahren können Netflix und Co. kaum zulegen. Der Anteil der Mediatheken-Nutzer sei hingegen um 55 % gestiegen.

Digitale Zeitungsausgaben gewinnen 31 % an Nutzern, Paid Content von Nachrichtenseiten insgesamt 25 %. Der Konsum von gedruckten Zeitungen geht laut Deloitte minimal zurück, was überwiegend daran liege, dass weniger Verkaufsstellen geöffnet seien, oder Leser den Gang zum Kiosk scheuten. Radio wird wie VoD intensiver aber nicht zwingend von mehr Menschen genutzt.
presseportal.de

Wie geht’s der Modebranche, Petra Winter?


Hoffen auf Kauflust: Die Modebranche hat große Sorgen, sagt Petra Winter, Chefredakteurin der Luxus-Modezeitschrift "Madame", im "Wie geht's"-Interview von turi2.tv. Durch den Corona-bedingten Shutdown fehle es allen Modehändlern, die kein starkes Online-Geschäft haben, an Umsatz. Und selbst einige Online-Händler bekämen wegen der Schließung von Lagern Probleme. Das bedeutet auch für Luxus-Magazine wie "Madame" Umsatzeinbußen: "Das trifft uns hart", sagt Winter, und hofft darauf, dass der Konsum nach dem Shutdown wieder anspringt. Die Mode-Branche habe gar "Glück im Unglück", dass das Virus nicht im Herbst ausgebrochen ist. So bleibe immerhin noch das Herbst- und Weihnachtsgeschäft. Der Blick auf die Entwicklung in China bestätige diese Hoffnung.

Am Ende des Skype-Calls aus dem Home Office gibt Winter noch Mode-Tipps für die Arbeit von Zuhause: Sie findet, im Home Office könne man "sich schon ein bisschen mehr casual gönnen", da es ja keine Außentermine gäbe. Für Video-Konferenzen sollte man sich allerdings - zumindest obenrum - so anziehen, wie man es auch fürs Büro tut.
turi2.tv (7-Min-Video auf YouTube)

Mein Homescreen: Bettina Billerbeck.


Bettina Billerbeck, bei Gruner + Jahr Chefredakteurin der Magazine “Schöner Wohnen” und “Ideat”, führt mit ihrem Dienst-Handy nur eine E-Mail-Zweckbeziehung und gewährt uns deshalb einen Einblick auf ihr privates iPhone, auf dem sie E-Mails gern ignoriert. Durch die Corona-Krise haben Lufthansa und Eurowings auf ihrem Smartphone nichts mehr zu tun. Dafür erfährt die Yoga-App Asana Rebel einen zweiten Frühling in Zeiten von Home Office und geschlossenen Fitness-Studios. Weiterlesen …

Pressegrosso: Die Anzahl der Presseverkaufsstellen sinkt in der Corona-Krise.

Pressegrosso: Rund 8 % der Verkaufsstellen, die von der Grosso-Union Nord beliefert werden, haben aufgrund der Corona-Krise bereits schließen müssen, schreibt dnv-online.net. Vertriebsleiterin Annemarie Honemann rechnet damit, dass weitere rund 70 Saison-Einzelhändler gar nicht erst aus der Winterpause zurückkehren. Die geschlossenen Presseverkaufsstellen bei der Süddeutschen Zeitungszentrale liegen bei rund 5,5 %.
dnv-online.net

Bauer verschenkt keine E-Paper als Corona-Maßnahme.

Bauer fährt in der Corona-Krise einen anderen Kurs als z.B. Gruner + Jahr und will keine E-Paper verschenken oder den Abo-Absatz ankurbeln. Vertriebsleiter Heribert Bertram begründet, Journalismus habe seinen Preis und der Verlag wolle den stationären Handel unterstützen und dafür sorgen, dass dieser "weiterhin gute Umsätze" mit Zeitschriften mache.
dnv-online.de

Aus dem turi2.tv-Archiv (05/2018): Heribert Bertram im turi2-Fragebogen.

“Zeit Magazin International” und “Clap” verschenken Heft als PDF.

Zeit Magazin stellt seine internationale, englischsprachige Ausgabe kostenlos als PDF online. Dem Magazin, das vor allem an Flughäfen verkauft wird, fehlen mangels Flügen Käufer und Verkaufsstellen für das 12,90 Euro teure Heft. Auch das Kommunikationsmagazin "Clap" stellt die Inhaltes des Printhefts großteils als kostenloses PDF zur Verfügung.
dnv-online.net, zeit-verlagsgruppe.de, clap-club.de ("Clap")

#DeutschlandBleibtZuhause: Gruner + Jahr verschenkt E-Paper.

Gruner + Jahr stellt die E-Paper von 40 Magazinen bis zum 30. April kostenlos zur Verfügung. Auch die Plus-Inhalte auf den Webseiten sind nach einer Anmeldung temporär ohne Bezahlschranke erreichbar. Gruner + Jahr will mit dem Lesestoff an die Menschen appellieren, zur Eindämmung des Corona-Virus zu Hause zu bleiben.
aktion.grunerundjahr.de, #thinkpositive #actpositive

Klick-Tipp: Burda Style veröffentlicht ein Tutorial für selbstgenähten Mundschutz.

Klick-Tipp: Burda Style veröffentlicht mitten in der Corona-Pandemie kostenlose Nähanleitungen für Atemschutzmasken. Die Tutorials werden allen deutschen Verlagen zur freien Veröffentlichung zur Verfügung gestellt. Burda Style appelliert an die gesellschaftliche Verantwortung, der Mundschutz sei "eine Geste der Höflichkeit".
burda.com (Hintergrund), burdastyle.de (Tutorial), #thinkpositive #actpositive

Wie geht’s den Ärztinnen und Ärzten, Dr. med. Dennis Ballwieser?


Auf die Pandemie eingestellt: Dennis Ballwieser, Geschäftsführer des Wort & Bild Verlags und gelernter Anästhesist, macht allen Mut, die Angst vor einer Eskalation der Corona-Krise haben. Im "Wie geht's"-Interview von turi2.tv ist er überzeugt, dass unser Gesundheitssystem "bei allen Unkenrufen und aller Kritik" auf die kommende Krise eingestellt ist: "Wir haben eines der leistungsfähigsten Gesundheits-Systeme der Welt", sagt Ballwieser und verweist auf die bestens ausgebildeten Fachkräfte in Krankenhäusern, Praxen und Apotheken.

Ballwieser meldet sich vom fast verwaisten Sitz des Wort & Bild Verlags in Baierbrunn. Die meisten Mitarbeiter*innen sind im Home Office, berichtet er. Nur einige für die Technik zuständige Kolleg*innen sind noch vor Ort. Trotzdem liefert der Verlag online eine Menge Corona-Infos: Es gibt einen täglichen Podcast, Blogposts der Berlin-Korrespondentin und Videos, sagt Ballwieser. Außerdem hat der Verlag auf unterschiedliche Zielgruppen zugeschnittene Corona-Newsletter gestartet.

Für das Ende der Krise wünscht sich Ballwieser eine Diskussion über die gesellschaftliche Wertschätzung von Pflegekräften und Apotheker*innen vor Ort.
turi2.tv (9-Min-Video auf YouTube) #thinkpositive #actpositive

Die Leipziger Bahnhofsbuchhandlung Ludwig darf wieder öffnen.

Wieder auf: Die Bahnhofsbuchhandlung Ludwig in Leipzig darf seit heute Mittag wieder Zeitungen und Zeitschriften verkaufen, muss jedoch ihren Buchbereich geschlossen lassen. Darauf haben sich das Geschäft und das Ordnungsamt geeinigt. Gestern hatte das Ordnungsamt den Laden wegen der Corona-Regeln geschlossen und war zunächst auch nicht bereit, auf den Vorschlag einzugehen, nur den Buchverkauf zu stoppen.
buchreport.de, turi2.de (Background)

Bertelsmann schickt hunderte Mitarbeiter in Kurzarbeit.

Bertelsmann führt für hunderte Mitarbeiter Kurzarbeit ein, sagt Chef Thomas Rabe in der Bilanz-Telefonkonferenz. Betroffen sei derzeit allen voran die Dienstleistungstochter Arvato. Der Konzern prüft aber auch Kurzarbeit bei Gruner + Jahr und weiteren Töchtern. In seiner Bilanz hatte Bertelsmann noch betont, der Konzern sei für die Corona-Krise gut gerüstet.
meedia.de, turi2.de (Background)

Bertelsmann steigert Umsatz und Gewinn und ist erstmals überwiegend digital.


Gerüstet für Corona: Bertelsmann hat 2019 erstmals mehr als die Hälfte seiner Umsätze im Digitalgeschäft erwirtschaftet. 51 % entfielen auf digitale Aktivitäten, 2011 waren es noch nur 30 %. Insgesamt steigt der Umsatz um 300 Mio Euro auf 18 Mrd Euro. Dazu trug insbesondere der Verlag Penguin Random House, aber auch das organische Wachstum konzernweit bei. Der Gewinn vor Steuern liegt auf dem Rekordwert von 2,9 Mrd Euro und steigt damit ebenfalls um 300 Mio Euro. Das Konzernergebnis liegt unverändert bei 1,1 Mrd Euro.

Mit den Kennzahlen sieht sich Bertelsmann gut gerüstet für die gerade angebrochene Corona-Krise: "Wir sind ertragsstark, verfügen über eine hohe Liquidität, eine komfortable Eigenkapitalquote", sagt Bertelsmann-Chef Thomas Rabe. Und weiter: "Mit der breiten Aufstellung unserer Geschäfte sind wir weniger anfällig für konjunkturelle Schwankungen und können weiter in unsere Zukunft investieren, ohne an die Substanz zu gehen."
presseportal.de

Das Ordnungsamt schließt die Bahnhofsbuchhandlung Ludwig in Leipzig.


Geschlossen wegen Buch-Führung: Die Bahnhofsbuchhandlung Ludwig in Leipzig muss bis auf weiteres schließen. Das Ordnungsamt hat heute in der Mittagszeit die Schließung veranlasst. Grund sind die aktuellen Corona-Regeln. Den Verordnungen zufolge dürfen zwar Zeitungsverkaufsstellen geöffnet bleiben, Buchhandlungen müssen jedoch zunächst schließen. Laut Ludwig ist erstmals in Deutschland eine große Bahnhofsbuchhandlung geschlossen worden.

Die Bahnhofsbuchhandlung hatte argumentiert, eine Zeitungsverkaufsstelle zu sein und laut eigenen Angaben auch angeboten, das Buchangebot für die Kundschaft zu sperren. Dennoch bestand das Ordnungsamt auf eine vollständige Schließung. Die Leipziger erhalten nun bis auf weiteres, so die Bahnhofsbuchhandlung, nirgendwo in der Stadt internationale Zeitungen und Zeitschriften.
presseportal.de

“Focus”-Chefredakteur Robert Schneider positiv auf das Corona-Virus getestet.

Focus-Chef Robert Schneider hat sich mit dem Corona-Virus infiziert. Das schreibt er in seinem Newsletter "Inner Circle". Ihm gehe es jedoch gut und er arbeite weiter aus der Heimquarantäne. Bereits im Editorial des aktuellen "Focus" hatte Schneider von seinem Symptomen berichtet.
per Mail

Aus dem Archiv von turi2.tv: Robert Schneider im Video-Fragebogen (01/2018)

Presserat erteilt 2019 mehr Rügen, die meisten Beschwerden betreffen Regionalzeitungen.

Deutscher Presserat hat 2019 insgesamt 2.175 Beschwerden erhalten, 137 mehr als 2018. Rund ein Drittel davon bezieht sich auf Berichte in Lokal- und Regionalzeitungen. Mit 34 Rügen erteilte das Gremium sechs mehr als im Vorjahr, die meisten wegen mangelnder Trennung von redaktionellen und werblichen Inhalten, gefolgt von der Verletzung von Persönlichkeitsrechten.
rnd.de, presserat.de (Details)

Krautreporter und Sharemagazines machen Medien zugänglich.

Lesen gegen Langeweile: Die Krautreporter machen ihre Corona-Artikel frei zugänglich. Der digitale Lesezirkel Sharemagazines gibt Bewohnern im bundesweit am stärksten von Corona betroffenen Kreis Heinsberg kostenfreien App-Zugriff auf mehr als 300 Zeitschriften und Zeitungen. Kinderbuch-Autor*innen wie Kirsten Boie und Cornelia Funke lesen aus ihren privaten Wohnzimmern vor, der NDR und SWR streamen dabei live.
per Mail, sharemagazines.de (Heinsberg), presseportal.de (Kinderbuch-Lesungen), #thinkpositive #actpositive

Gruner + Jahr verkauft in der Corona-Krise mehr Zeitschriften im Supermarkt.

Gruner + Jahr verzeichnet in der Corona-Krise steigende Abo- und Verkaufszahlen. Im Lebensmittel-Handel sei der Print-Absatz seit Beginn der Krise um 10 % gestiegen. "Geo Wissen Gesundheit" legt sogar um rund 30 % zu. Auch die Abschlüsse bei telefonischer Abo-Werbung steigen, bei "Brigitte" um 90 %, beim "stern" um 120 %. Anders sieht es an Bahnhöfen und Flughäfen aus, wo der Presse-Umsatz laut "DNV" um bis zu 50 % zurückgeht.
guj.de, horizont.net (Paid), dnv-online.net (Background Bahnhof)

Bertelsmann Content Alliance startet die Initiative “Gemeinsam gegen Corona”.

Bertelsmann: Die Content Alliance startet die Initiative "Gemeinsam gegen Corona". Bei der Mediengruppe RTL läuft dafür u.a. seit Freitag ein Spot mit Gesundheitstipps, dazu zahlreiche Sondersendungen. Bei RTL Radio Deutschland läuft ebenfalls ein "Gemeinsam gegen Corona"-Werbespot, in dem Promis zum Schutz gegen das Virus aufrufen. Zur Initiative gehören außerdem die bereits gestern von Gruner + Jahr angekündigten Neurungen beim "stern".
guj.de, turi2.de ("stern"), #thinkpositive #actpositive

US-“Playboy” hält dem Druck nicht stand und gibt den Druck auf.

US-Playboy stellt seine Print-Ausgabe ein. Die Frühjahrsausgabe ist das letzte gedruckte Magazin in diesem Jahr, kündigt Ben Kohn, Chef von Playboy Enterprises, in einem Blog-Beitrag an. Auch aufgrund der Einschnitte durch die Corona-Pandemie hätten die Macher entschieden, auf "Digital first" umzustellen. 2021 sollen "frische und innovative Print-Angebote" kommen, ob auch ein regelmäßiges Magazin dabei ist, lässt Kohn offen. In den USA erschien der Playboy zuletzt ohnehin nur noch quartalsweise.
theguardian.com, medium.com

Zitat: “Playboy”-Chef Florian Boitin will Männer auch über der Gürtellinie anregen.

"Unser Anspruch ist es, den Mann nicht nur unter der Gürtellinie anzuregen, sondern auch in Regionen deutlich darüber."

Florian Boitin, "Playboy"-Chefredakteur und -Herausgeber, sagt im "Horizont"-Doppelinterview mit Verlagsleiterin Myriam Karsch, dass der "Playboy" wohl "das letzte General-Interest-Magazin für Männer" ist.
"Horizont" 12/2020, S. 10 (Paid)


Weitere Zitate aus dem Interview:

Florian Boitin über seine neue Rolle als Unternehmer:

"Wir kalkulieren mit ein, dass wir auch mal mit einer Idee scheitern werden. Uns ist bewusst, dass es auch Situationen geben wird, in denen wir zur Teambesprechung keinen Champagner reichen werden, sondern Sprudel."

... über die beliebte Ausrede, man lese den "Playboy" vor allem wegen der guten Interviews:

"Ich sage dann, schaut Euch mal die Fotos an, die sind auch nicht zu verachten."

... über Wunsch-Cover-Girls:

"Am liebsten zeigen wir Frauen, bei denen es überraschend ist, dass sie sich für den Playboy fotografieren lassen."


Aus dem Archiv von turi2.tv: "Playboy"-Chefredakteur Florian Boitin beantwortet den Erfolgs-Fragebogen zur turi2 edition8. (Mai 2019)

G+J bringt “stern” schon am Mittwoch und bündelt die Kräfte von “stern”, “Geo” und “Capital”.

Gruner + Jahr zieht den "stern" in dieser Woche auf den Mittwoch vor und will so auf die hohe Nachfrage nach Informationen in der Corona-Krise reagieren. Das E-Paper ist bereits seit 10.00 Uhr verfügbar. Außerdem sollen die Redaktionen von "stern", "Geo" und "Capital" gebündelt arbeiten. Heute startet der "stern" außerdem täglich den abendlichen Podcast "Wir und Corona" mit Host Florian Güßgen. Am Montag erscheint zusätzlich ein "stern"-Sonderheft zur Corona-Krise.
guj.de

“Spiegel” stellt um auf Home Office, profitiert im Netz von Corona-Lage.

Spiegel: Bis Ende der Woche will das Nachrichtenmagazin fast alle Mitarbeiter*innen auf die Arbeit im Home Office umgestellt haben. Im Gespräch mit "Horizont" sagt Chefredakteur Steffen Klusmann, der Verlag sei mit der Umstellung bereits "recht weit gekommen". Spiegel.de zähle in diesen Tagen Allzeit-Rekordwerte, etwa 6,9 Mio Nutzer*innen am vergangenen Freitag: "Die Leute lesen alles zum Coronavirus." Klusmann sieht bei den Medien eine besondere Verantwortung, aber keine Agenda: "Unser Job ist, zu berichten und aufzuklären, was ist. Fürs Aufrütteln oder Beruhigen sind Politiker, Wissenschaftler, Ärzte, Unternehmer und andere zuständig."
horizont.net (Paid)

“Horizont”: Holtzbrinck beendet den Exklusiv-Vertrag mit Sigmar Gabriel.

Holtzbrinck löst seinen Exklusiv-Vertrag mit Ex-SPD-Chef Sigmar Gabriel auf, schreibt Ulrike Simon bei Horizont.net. Grund ist wohl, dass Gabriel zu viel in anderen Medien auftrat, deutet Simon an. Offiziell teilt Holtzbrinck-Finanzchef Oliver Finsterwalder mit, dass der Verlag und der Ex-Politiker ihre Zusammenarbeit "vor dem Hintergrund seiner zusätzlichen neuen Aufgaben" reduzieren. Für ein Honorar zwischen 15.001 und 30.000 Euro pro Monat hatte Gabriel in den vergangenen zwei Jahren für "Handelsblatt", "Zeit" und "Tagesspiegel" geschrieben.
horizont.net (Paid), gaborsteingart.com (Gabriel im Steingart-Podcast)

Funke baut einen eigenen Vermarkter für die Zeitschriften auf.

Funke baut einen eigenen Vermarkter für die Zeitschriften auf. Die Kooperation mit Springers Media Impact läuft im September aus, "in einzelnen Bereichen" will Funke auch künftig mit dem Vermarkter zusammenarbeiten. Laut "Horizont" hat das Kartellamt die Vermarktung der Zeitschriften von Funke durch Burdas Werbesparte BCN abgewiesen.
funkemedien.de (Pressemitteilung), horizont.net (Paid)