BCN verliert Vermarktungsmandat für Print-“kicker”.


Rausgekickt: Der Olympia-Verlag beendet zum Jahreswechsel die Kooperation mit BCN, berichtet "Meedia". Der Vermarkter von Burda, Funke und Klambt hatte zuletzt die Print-Vermarktung vom "kicker" betreut. Ab 2026 verantwortet das interne Media-Sales-Team unter der Leitung von Taygun Karakas und Lukas Ringer (Foto) auch die "kicker"-Print-Vermarktung selbst. Der Verlag will dadurch flexibler auf die Anforderungen des Marktes reagieren und Entscheidungswege verkürzen. Ringer bezeichnet den Schritt als "logische Weiterentwicklung", um Kampagnen über alle Kanäle hinweg ganzheitlich zu steuern.
meedia.de, horizont.net (€), turi2.de (Podcast zur "kicker"-Vermarktung)

(Foto: Christine Blei / kicker)

Funkes Eat Club inszeniert Dr.-Oetker-Magazin “Gugelhupf”.


Backe, backe Bilder: Die Food-Content-Einheit Eat Club der Funke Mediengruppe übernimmt für den Dr. Oetker Back-Club die Produktion des Magazins "Gugelhupf". Chefredakteurin Jessika Brendel (Foto) und ihr Team haben sich in einem Pitch um den Etat des Traditionsjournals durchgesetzt. Der Auftrag umfasst die visuelle Konzeption sowie die Umsetzung der kulinarischen Fotomotive für das sechsmal jährlich erscheinende Heft. Dr. Oetker will das Magazin für seine rund 75.000 Back-Club-Mitglieder damit "visuell zukunftsorientiert weiterentwickeln".
funkemedien.de

(Foto: Funke, Montage: turi2)

WAN-IFRA und FIPP fusionieren zum größten globalen Medienverband


United Publishers: Der Weltverband der Zeitungsverleger WAN-IFRA und der internationale Verband der Zeitschriftenverleger FIPP legen zum 1. Januar 2026 ihre Geschäfte zusammen. Durch die Fusion entsteht die weltweit größte Allianz der Branche, die über 20.000 Medienmarken in 120 Ländern vereint. FIPP integriert sich als neuer Bereich "Consumer Lifestyle and Special Interest Media" unter der Leitung des bisherigen CEOs Alastair Lewis in die WAN-IFRA-Strukturen. Die Marke FIPP und der jährliche Kongress bleiben erhalten. Die Verbände reagieren mit der Fusion auf die Transformation der Medienlandschaft und die Dominanz globaler Tech-Plattformen.
new-business.de, wan-ifra.org

Mohn Media druckt mineralölfrei für Greenpeace und Nabu.


Saubere Seiten: Die Umwelt­schutz­organisationen Greenpeace und Nabu vergeben die Druck­­aufträge für ihre Mitglieder­­magazine an die Bertelsmann-Tochter Mohn Media. Vorgabe war, dass Mohn Media für die Produktion aus­schließlich mineralöl­freie Farben auf Pflanzenöl­basis verwendet. Das Unternehmen profitiert dabei von Erfahrungen aus Frankreich, wo dies seit Jahresbeginn gesetzlich verpflichtend ist. Der Vertrag für die "Greenpeace-Nachrichten" läuft bis 2028 und umfasst viertel­jährlich rund 600.000 Exemplare. Das "Nabu-Magazin" erscheint ebenfalls viermal im Jahr in ähnlicher Auflage.
bertelsmann.de

(Foto: Mohn Media / Kevin Wolf)

Claudia Weingärtner und Kim Eileen Christie leiten Funke-Neuzugang “Eltern”.


Neue Eltern: Die Funke Mediengruppe stellt das Familien-Netzwerk Eltern.de personell neu auf. Funke hatte die Marke "Eltern" zusammen mit "Brigitte" und "Gala" von RTL Deutschland übernommen. Als Chefredakteurin agiert ab Januar Claudia Weingärtner (links), zuletzt Head of News, Stars & Stories bei "Gala". Kim Eileen Christie (rechts), bisher Managing Director Audience Development bei RTL Deutschland, steigt als Managing Director ein. Unterstützung erhalten sie von Biona Schütt, die als Vize-Chef­redakteurin an Bord bleibt. Gemeinsam sollen sie das Profil der Marke schärfen und den Fokus auf digitale Formate sowie Community-Building legen.

Als gedrucktes Heft erscheint "Eltern" seit Oktober 2023 in Lizenz von RTL beim Wort & Bild Verlag, der auch die "Apotheken Umschau" herausgibt. Das monatliche "Eltern"-Magazin mit knapp 350.000 Auflage wird über Apotheken verteilt. Die Digital-Redaktion bei Funke und die Print-Redaktion bei W&B arbeiten jedoch komplett unabhängig voneinander.
funkemedien.de, turi2.de (Background)

(Fotos: Funke, Montage: turi2)

David Holscher wird Chefredakteur von “Men’s Health”.


Gesunde Übergabe: Die Motor Presse Hamburg macht David Holscher (Foto links) zum Chefredakteur des Männer-Lifestylemagazins "Men's Health". Er kommt von Bauer, wo er zuletzt Managing Editor der Marken "InTouch" und "Closer" war. Holscher folgt bei "Men's Health" auf Arndt Ziegler, der Hamburg aus "privaten Gründen" verlässt, dem Magazin als freier Autor und Berater aber verbunden bleibt. Geschäftsführer Wolfgang Melcher freut sich, dass Vermarktungsumsätze und Einzelverkaufszahlen des Magazins 2025 "klar über dem Vorjahr" liegen.
presseportal.de

(Bild: Motor Presse Hamburg MEN'S HEALTH, Montage: turi2)

Sebastian Späth wechselt von “Falstaff” als Chefredakteur zu Jalags “Robb Report”.


Besser Späth als nie: Der Jahres­zeiten Verlag verpflichtet Sebastian Späth, bisher Chef­redakteur von "Falstaff" und "Falstaff Travel", als Chef­redakteur der deutschen Ausgabe des Luxus-Lifestyle-Magazins "Robb Report". Er übernimmt im Januar die Vertretung von Gloria von Bronewski, die in Eltern­zeit geht. Darüber hinaus verantwortet Späth Neuentwicklungen in Jalags Magazin-Portfolio. Er will den "Robb Report" "noch klarer, stärker und unverwechselbarer" positionieren. Verleger Sebastian Ganske freut sich, dass Späth "fachliche Kompetenz mit einem präzisen Verständnis für Luxus- und Premium­journalismus verbindet".
jalag.de

(Foto: Anne-Sophie Stolz / Jalag)

Agentur Groothuis wird neuer Herausgeber des Kundenmagazins “Buchjournal”.


Umbuchung: Der Technologie- und Informationsanbieter der Buchbranche MVB übergibt das Kundenmagazin "Buchjournal" nach einem Jahr an die Hamburger Kommunikations-Agentur Groothuis. Die Agentur übernimmt die Herausgabe der Zeitschrift zum Jahreswechsel. MVB-Geschäftsführerin Meike Knops sieht zwölf Monate nach der Neuaufstellung mit neuem Geschäftsmodell die richtige Zeit gekommen, dem Magazin "eine neue Heimat zu geben". Agentur-Chef Rainer Groothuis, selbst gelernter Buchhändler, verspricht Kontinuität bei Inhalten und Konditionen. "Wir kennen die Branche, ihre tägliche Wirklichkeit und ihre Bedeutung für die Kultur unserer Gesellschaft", sagt er.
boersenblatt.net, mvb-online.de, buchjournal.groothuis.de

Presse-Grossisten drohen mit Klage gegen Vertriebs-Reform.


Acht Aufbegehrer: Acht Pressegrosso-Unternehmen drohen mit einer Klage gegen die geplante Reform des Pressevertriebs, sollte das Bundeskartellamt dem Vorhaben zustimmen, berichtet "epd Medien". Die Verlagsallianz "Fit For Future", zu der u.a. Burda, Bauer, Springer und Funke gehören, plant eine "Presse-Grosso-Allianz", um den Vertrieb neu zu ordnen. Die Pläne sehen nur noch vier große Systempartner vor. Die acht im "Siegburger Kreis" zusammengeschlossenen Grossisten wären dann nur noch Logistiker. "Sollte die Behörde das Verlagsvorhaben dulden, sehen sich die betroffenen Grosso-Unternehmen im Interesse ihrer Gesellschafter, Mitarbeiter und Partner verpflichtet, Rechtsmittel einzulegen", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung.

Gemeinsames Ziel aller Marktteilnehmer sollte sein, "rechtliche Auseinandersetzungen und Friktionen im Markt, speziell in der Zusammenarbeit mit den Einzelhandelspartnern, zu vermeiden", so der "Siegburger Kreis". Man sei daher zu weitreichenden strukturellen Veränderungen bereit, allerdings sei "die Rolle eines bloßen Logistikdienstleisters auf Zeit für die Grosso-Unternehmen keine Option". Vereinzelt geführte Gespräche seien "bislang von tragfähigen Ergebnissen weit entfernt". Die Verlagsallianz rechnet zeitnah mit einer Entscheidung des Bundeskartellamtes.
medien.epd.de (€), turi2.de (Background)

(Symbolbild: IMAGO / Arnulf Hettrich)

Motor Presse Stuttgart baut Automobil-Geschäftsbereich um.


Dreitaktmotor: Die Motor Presse Stuttgart strukturiert ihren Geschäfts­bereich Automobil um. Jens Dralle (links) übernimmt den neuen Posten Redaktions­leitung von "Sport Auto" – zusätzlich zu seiner Rolle als Ressort­leiter "Test & Technik" bei "Auto Motor und Sport". Die Doppel­rolle soll die inhaltliche Verbindung beider Titel fördern. Paul Englert (Mitte), Leiter der Test­abteilung bei "Auto Motor und Sport" wird zusätzlich stell­vertretender Ressort­leiter "Test & Technik". Er koordiniert künftig die Test­prozesse und Abläufe in der Redaktion und unterstützt Dralle. Diesen Job hatte bisher Peter Wolkenstein (rechts), der in Personal­union auch den Titel "Auto­straßen­verkehr" betreut hat und sich in der neu geschaffenen Position als Redaktions­leiter nun voll darauf konzentriert. Gesamt­verantwortlicher Chef­redakteur für alle drei Titel bliebt weiterhin Michael Pfeifer.
motorpresse.de

(Fotos: Motor Presse Stuttgart, Montage: turi2)

Olympia-Verlag arbeitet im Vertriebsbereich mit D-Force-One zusammen.

Vertriebsforce: Der Olympia-Verlag und seine Tochter Kicker Sportsworld gehen eine strategische Partnerschaft mit dem Vertriebs­dienst­leister D-Force-One ein. Das Unternehmen übernimmt ab Januar 2026 die exklusive vertriebliche Betreuung im Einzelverkauf für die Titel der "Kicker"-Familie, die Zeitschrift "Alpin" und das Magazin "Bock auf Handball". Das betreute Portfolio umfasst rund 130 Erscheinungen pro Jahr. Die Partnerschaft ist langfristig angelegt und läuft mindestens fünf Jahre. Im Fokus der Zusammenarbeit steht ein umfassendes Handelsmarketing zur Stärkung der Sichtbarkeit der Titel im Einzelhandel.
d-force-one.de

Magazin “Milano Cortina.26” stimmt auf Olympische Winterspiele ein.


Heft der Ringe: Zu den Olympischen und Paralympischen Winterspielen im Februar 2026 in Italien veröffentlichen Carsten Oberhagemann und Oliver Wurm die erste von zwei Ausgaben des Magazins "Milano Cortina.26". Auf 164 Seiten finden Sportfans aufwändig produzierte Reportagen, Interviews und Fotostrecken rund um die deutschen Olympia-Stars. So rasen u.a. die Bobfahrerinnen Laura Nolte und Deborah Levi mit ihrem Sportgerät durch die Frankfurter Innenstadt. Chefredakteur ist Fred Grimm, Andreas Volleritsch verantwortet die Gestaltung. Das Heft erscheint mit sieben verschiedenen Covern und kostet fünf Euro.
per Mail, 2020magazin.de, youtube.com (1-Min-Video, Blick ins Heft)

(Bild: 2020Magazin | Oberhagemann Wurm GbR)

Fresh & Furious bringt neues Magazin “Health & Wealth” heraus.


Geld und Gesundheit: Der Berliner Verlag Fresh & Furious Publishing bringt das Magazin "Health & Wealth" heraus, das die Themen Gesundheit und Vermögens­aufbau verknüpft. Das Heft ist ein Ableger des Frauen­finanz­magazins finanzielle und richtet sich an Frauen, die "ganzheitlich denken und leben" möchten. Für Chefredakteurin Daniela Meyer (Foto links) ist finanzielle Unabhängigkeit "kein Nice-to-have, sondern ein Akt der Selbstfürsorge", vergleichbar mit mentaler und körperlicher Gesundheit. Verlegerin Astrid Zehbe (rechts) will Frauen dabei unterstützen, "ihr Leben in allen Facetten in die eigene Hand zu nehmen". Das Heft mit 132 Seiten und 20.000 Auflage soll halbjährlich erscheinen. Es kostet gedruckt 7,90 Euro, digital 5,90 Euro.
per Mail, shop.finanzielle.de

(Bilder: Fresh & Furious Publishing, Montage: turi2)

Warum “Spiegel”-Chefredakteur Dirk Kurbjuweit nicht ins TV will.


Off Air: Dirk Kurbjuweit sieht es nicht als wichtigste Aufgabe von Chefredakteuren an, in Talkshows aufzutreten. Das sei auch nicht seine Stärke, sagt er im großen Interview mit "Horizont"-Korrespondent Roland Pimpl. Der "Spiegel"-Chefredakteur berichtet ausführlich über den Plan, dem "Spiegel" auch in gesprochener Sprache einen eigenen Sound zu geben. "Alle Gesichter des 'Spiegel', die regelmäßig vor Mikrofone und Kameras treten", würden entsprechend geschult. Als Vorbild sieht er Markus Feldenkirchen und dessen "Spitzengespräch". Wortkarg wird der Journalist, als Pimpl ihn auf die geschasste Melanie Amann anspricht. Sie habe den "Spiegel" "profiliert nach außen repräsentiert", legt Pimpl vor und fragt: "...nun ist sie weg. Ein Verlust, oder?" Kurbjuweit antwortet: "Ich finde ebenfalls, dass Melanie Amann den 'Spiegel' nach außen hin in Talkshows gut vertreten hat." Eine weitere Nachfrage zu der Personalie beantwortet er nicht.
horizont.net (€)

(Foto: Spiegel / David Maupilé)

“Runner’s World” und die Techniker starten “Open Run Club” in Hamburg.


Nehmen die Beine in die Hand: Das Magazin "Runner's World" und die Techniker Krankenkasse starten den "Open Run Club" in Hamburg. Ziel sei es, die Lauf-Motivation durch eine Community zu steigern. Gelaufen wird eine 7,4 Kilometer lange Runde um die Außenalster. Für Einsteiger gibt es Paten und einen Abholservice an zwei Ausstiegspunkten. Der Start ist Sonntag, 16. November, gefolgt von drei weiteren Terminen. Bei jedem Lauf sind Lauf-Influencer und die Redaktion der Motor-Presse-Zeitschrift dabei, um Trainings-Tipps zu geben. Die Teilnahme ist kostenlos und ohne Anmeldung möglich.
motorpresse.de

Jahreszeiten Verlag erhöht Frequenzen von “AW Architektur & Wohnen”, “Merian” und “Robb Report”.


Gönnt sich: Der Jahreszeiten Verlag bringt seine Magazine "AW Architektur & Wohnen", "Merian" und "Robb Report" künftig öfter an den Kiosk. "AW Architektur & Wohnen" erscheint zehnmal statt sechsmal pro Jahr, der redaktionelle Umfang wächst um 16 Seiten. Zudem arbeitet die Redaktion mit einem vergrößerten Team am 70. Geburtstag der Zeitschrift 2027. Das Reisemagazin "Merian" wechselt von fünf auf sechs Ausgaben jährlich. Auch das Luxus-Magazin "Robb Report" erscheint ab 2026 sechsmal. Die erhöhten Frequenzen macht die Magazine für Marken und Agenturen kampagnenfähiger, betont Geschäftsführer Arne Bergmann.
meedia.de, horizont.net (€) jalag.de

“Schöner Wohnen” bekommt zum 65. Geburtstag einen Neuanstrich.


Schöner altern: Die Einrichtungs­marke "Schöner Wohnen" von RTL gönnt sich zu ihrem 65. Geburtstag ein umfassendes Rebranding. Gemeinsam mit der Design­agentur Mutabor wurde ein "modernes Erscheinungs­bild" entwickelt, "das die Tradition der Marke wahrt und zugleich den Weg in die Zukunft weist". Der visuelle Relaunch soll ein "sichtbares Signal" für die strategische Neuaus­richtung von "Schöner Wohnen" als "One-Stop-Living-Kosmos" sein. Seit dem Ende von G+J agiert "Schöner Wohnen" mit zahlreichen Lizenz-Produkten unter dem Dach der Sparte RTL Consumer Products.
media.rtl.com, horizont.net (€)

(Bild: RTL / Schöner Wohnen)

Five Monkeys Media übernimmt Weka Media Publishing.


Technik-Affin: Der IT-Verlag Five Monkeys Media, Lizenz­nehmer von Titeln wie "Chip", "DigitalPhoto" und "MacLife", übernimmt Weka Media Publishing. Zum Deal gehören die Marken "Connect" samt Testlabor, "PCgo" und "PC Magazin" sowie "Audio+stereoplay". Bereits im Mai hatte Five Monkeys die Weka-Foto­community übernommen. Hinter Five Monkeys stehen Geschäfts­führer Andreas Laube (rechts), "Playboy"-Herausgeber Kouneli um Myriam Karsch (2.v.l.) und Florian Boitin (2.v.r.) sowie der Foto-Fachverlag New C von Wolfgang Heinen (links) und Florian Schuster (Mitte). Karsch als Sprecherin der Geschäfts­führung nennt die Übernahme "ein Bekenntnis zu starkem Journalismus und zu den Menschen dahinter".
kress.de, turi2.de (Fotocommunity)

(Foto: Five Monkeys Media)

“Traction”-Chefredakteur Alexander Brockmann übernimmt beim DLV auch “Agrartechnik”.


Umgepflügt: Der Deutsche Land­wirtschafts­verlag bündelt seine redaktionelle Kompetenz im Bereich Land­technik. Alexander Brockmann (Foto), Land­wirts­sohn aus NRW und seit 2023 Chef­redakteur des Magazins "Traction", über­nimmt zusätzlich die Verantwortung für den Titel "Agrar­technik". Dessen bisheriger Redaktions­leiter Alexander Bohnsack verlässt den Verlag, um sich einer "neuen beruflichen Heraus­forderung" zu widmen.
kress.de, dlv.de

“Bild der Frau” liefert Ärzte-Liste für die Wechseljahre.


Wechsel-Wissen: Die Funke-Zeitschrift "Bild der Frau" veröffentlicht die nach eigenen Angaben erste unabhängige Ärzte­liste für die Wechseljahre. Die Liste zeige, "wo Frauen endlich ernst genommen und kompetent behandelt werden", sagt Chef­redakteurin Sandra Immoor. Das Recherche-Institut Munich Inquire Media hat dazu internationale Fach­literatur, Kongress­programme und Netzwerke ausgewertet und mehr als 4.000 Ärztinnen und Ärzte kontaktiert. Heraus­gekommen ist eine Liste mit 83 Praxen verschiedener Fach­richtungen, von der Gynäkologie über Endokrinologie bis hin zur Psychosomatik.
funkemedien.de, frauen-gesundheit.de

(Bild: Funke / Bild der Frau)

Berliner Komikerin Jutta Hartmann bringt Kiez-Yellow heraus.


Kiez-Klatsch: Die Neuköllner Kneipen­ikone und Komikerin Jutta Hartmann bringt gemeinsam mit Künstler Martin Miotk und in Kooperation mit dem Stadt­magazin "tipBerlin" die erste Ausgabe von "Juttas Futschi Freizeit" heraus. Das "Frauen­magazin für alle Gender" verspricht "investigativen Kiez­journalismus" ohne "weich­gespülte Wohlfühl­storys oder Beauty-Ratschläge". Das Heft sei "rau, ehrlich, radikal und mit ordentlich Berliner Schnauze". Das 100-seitige Lifestyle-Magazin erscheint am 1. Oktober für 9,90 Euro.
shop.tip-berlin.de, futschiqueen.wordpress.com

(Bild: tipBerlin)

TV-Magazin “Prisma” erweitert Verbreitung.


Tragende Rolle: Das TV-Magazin "Prisma" gewinnt sechs neue Träger-Titel. Bereits seit Juli liegt das Heft dem "Anzeiger für Harlingerland" und der "Emder Zeitung" bei. Zum Jahreswechsel folgen auch die "Frankfurter Neue Presse", die "Lübecker Nachrichten", das "Offenburger Tageblatt" und die "Walsroder Zeitung". Die Gesamt­auflage steigt damit ab 2026 in der IVW-Zählung auf rund 8,6 Mio Exemplare, ein Zuwachs von 1,68 %. Darunter sind knapp 1,7 Mio E-Paper. "Ich kenne kein auflagen­stärkeres E-Paper", freut sich Prisma-CEO Christina Esser.
meedia.de

(Bild: Prisma-Verlag)

Janina Schalkhaußer und Jean Stritmatter übernehmen Chef­redaktion von “écoute”.


Nouvelle équipe de direction: Das französische Sprach­magazin "écoute" von Zeit Sprachen bekommt mit Janina Schalkhaußer und Jean Stritmatter eine neue Chef­redaktion. Die bisherige Chef­redakteurin Marie-Luise Lewicki konzentriert sich künftig auf ihre Aufgabe als Heraus­geberin von Zeit Sprachen. Schalkhaußer ist seit mehr als 15 Jahren in verschiedenen Redaktionen von Zeit Sprachen tätig, seit September 2023 als Chefin vom Dienst von "écoute". Stritmatter ist seit 2019 Redakteur bei "écoute", davor arbeitete er rund zehn Jahre als Französisch­lehrer.
zeit-verlagsgruppe.de

(Foto: Zeit Sprachen / Matthieu Rouil)

September-Rebrush: “Spiegel” erneuert Layout und Heftstruktur.


Der "Spiegel" erscheint ab dieser Woche mit neuem Layout und veränderter Heft­struktur. Das neue Erscheinungs­bild sei laut Verlag "eleganter, übersichtlicher und wertiger gestaltet" und passe damit "ideal zur Lektüre am Wochenende". In jeder Ausgabe gibt es künftig zwei optische Schwer­punkte, die "opulent und emotional bebildert sind" und damit ein "sicht­bares Signal für die besondere Tiefe dieser Geschichten" sein sollen. In der Regel sind das die Titel­geschichte (siehe Bild oben) und eine große Reportage. Die anderen Artikel seien dagegen "bewusst optisch ruhiger angelegt und konzentrieren sich auf den Text".

Alle Ressorts beginnen künftig mit einer großen Geschichte und enden mit kurzen Formaten, die "spielerischer gestaltet" sind sowie "mehr Meinung, Einordnung und Humor" enthalten. Zu den neuen Kurz­formaten, die auch als Social Cards, in Newslettern und auf der Website erscheinen, zählen u.a. ein "Demokratie­check", die Erklär­reihe "Hieroglyphe unserer Zeit", das Bundes­länder­ranking "Landauf, landab" sowie die "Maschine der Woche".

Im Dialog-Ressort "Post­eingang" erscheinen Kritik und Anregungen sowie jede Woche ein Kurz­interview mit einer Leser­brief­schreiberin oder einem Leser­brief­schreiber. Außerdem gibt es im gedruckten Heft eine viel diskutierte Frage aus dem Digital­format "Spiegel Debatte". In der Rubrik "Familien­album" sind Leser aufgerufen, ein für sie wichtiges Foto einzusenden. Chef­redakteur Dirk Kurbjuweit will mit der Neu­gestaltung ein "sorgfältig kuratiertes Wochenend­magazin" liefern, das ein "Gegenpol zur Echtzeitflut" sein soll.
gruppe.spiegel.de, devspiegel.medium.com, spiegel.de (€, E-Paper-Ausgabe)

(Bild: Spiegel)

Neue Zeitschrift “Weiterdenken” will Plattform für gesell­schafts­politische Debatten sein.


Weitergedacht: Der Stuttgarter Kohlhammer Verlag bringt am 16. Oktober die erste Ausgabe des neuen Magazins "Weiterdenken" heraus. Die "Zeitschrift für Position, Perspektive, Progression" will ein neues "liberales Diskussions­forum für gesell­schafts­politisch relevante Debatten" sein. Das kostet 9,90 Euro und feiert mit einer Diskussions­runde bei der Frankfurter Buch­messe Premiere. Ab 2026 soll das Blatt viertel­jährlich erscheinen.
kohlhammer.de


(Bild: Kohlhammer Verlag)

Detlef Koenig bleibt ehrenamtlicher geschäfts­­führender Vorstand des MVFP.


Ehrenmann: Der Verleger-Verband MVFP verzichtet auch weiter­hin auf einen haupt­amtlichen Bundes­geschäfts­führer. Nach dem Abgang von Stephan Scherzer Ende November 2024 hatte Detlef Koenig (Foto) als ehren­amtlicher geschäfts­­führender Vorstand über­nommen. Nun hat der sieben­köpfige MVFP-Vorstand einstimmig beschlossen, die seitdem praktizierte Führung der Bundes­geschäfts­stelle durch Koenig fortzu­setzen. "Unser pragmatisches Modell hat sich als trag­fähiges und zukunfts­fähiges Fundament für unseren Weg durch eine bewegte Zeit erwiesen", sagt der Vorstands­vorsitzende Philipp Welte. Hauptamtlich ist Koenig seit Anfang 2016 Geschäfts­führer des medi­zinischen Fach­verlags mhp Verlag.
mvfp.de, turi2.de (Background Scherzer)

(Foto: MVFP / Ole Bader)

“Playboy” bringt Sonderausgabe zur Kunstausstellung “Sex Now” heraus.


Sells Sex: Der "Playboy" begleitet die Kunst-Ausstellung Sex Now im NRW Forum Düsseldorf mit einer Sonder­ausgabe. Auf 116 Seiten zeigt das Heft u.a. die Arbeiten vieler ausstellender Künstlerinnen und Künstler sowie legendäre "Playboy"-Fotografien von Andy Warhol, Helmut Newton oder Salvador Dalí. Die Sonder­ausgabe gibt es gedruckt nicht am Kiosk, sondern für 12 Euro nur bei der Ausstellung und auf Bestellung. Die Digital-Ausgabe kostet 8,49 Euro und ist auch bei Readly abrufbar.
playboy.de (Sonder­ausgabe), playboy.de (Interview zu Ausstellung)

(Bild: Playboy / NRW Forum)

Janina Süss und Anna-Lena Keeve leiten Funke-Tochter für RTL-Marken

Tochter für Brigittes Eltern-Gala: Die Funke Medien­gruppe gründet die Tochter Funke Women, People & Family, unter deren Dach die drei von RTL über­nommenen Titel "Brigitte", "Gala" und "Eltern" agieren. Die Geschäftsführung übernehmen Janina Süss (links) und Anna-Lena Keeve (rechts). Keeve kommt von der Medien­gruppe NOZ/mh:n Medien, wo sie zuletzt als COO das Digital­geschäft mit­verantwortet hat. Süss ist und bleibt Geschäfts­führerin von Funke Life mit den Marken "Bild der Frau", "Frau von Heute" und "Eat Club". Als Chief Product Officer der neuen Tochter agiert Carina Laudage. André Basse verantwortet als Chief Technology Officer die Technik der drei Marken.
kress.de, funkemedien.de

(Foto: Funke / Ulrike Schacht)

Sandra May folgt bei Falstaff Deutschland auf Dagmar Hansen.


May im September: Das öster­reichische Genuss-Magazin "Falstaff" macht Sandra May zur Geschäfts­führerin für Deutschland. Sie kommt vom Industrie-Verband VDI, wo sie bisher den Bereich Mitglieder und Marketing geleitet hat. Davor war sie Marketingchefin beim Online-Händler Wein & Vinos. Bei "Falstaff" folgt May auf Dagmar Hansen, die nach fünf Monaten zum Jahres­zeiten-Verlag zurück­gekehrt ist.
meedia.de, kress.de

(Foto: Falstaff)

turi2.de (Hansen)

Funke startet Vorteilsclub für Zeitschriften-Abonnenten.


Funkfreunde: Die Funke Medien­gruppe startet für ihre Zeit­schriften-Marken das Kunden­bindungs­programm Friends by Funke. Abonnenten bekommen etwa Rabatte, Gewinnspiele, kostenlose E-Paper oder Zugang zu seiner "Anti-Stress-Masterclass". Je länger ein Abo schon läuft, desto mehr Vorteile gibt es. Für Funke ist der neue Kundenclub "ein zentraler Baustein, um die Loyalität der Leserinnen und Leser zu stärken".
funkemedien.de, funke-zeitschriften.de (Vorteile)

(Bild: Funke)

Margit Pratschko wird alleinige Chefredakteurin von Burdas Apotheken-Magazin “My life”.


Gesunder Abschied: Gründungs­chef­redakteurin Silvia von Maydell (links), 66, verlässt das Apotheken-Kunden­magazin "My life" aus dem BurdaVerlag und geht in den Ruhestand. Alleinige Chef­redakteurin ist künftig Margit Pratschko (rechts), 58, die mit von Maydell bisher eine Doppel­spitze bildet. Sie war Anfang 2024 als Nach­folgerin von Klaus Dahm zu "My life" gekommen. Pratschko behält auch weiterhin ihre leitende Funktion in Burdas "Competence Center Health".
healthcaremarketing.eu, burda.com, turi2.de (Background Dahm)

(Foto: Grit Knapps / Hubert Burda Media)

Roland Hag wird auch Chefredakteur von “die aktuelle”.


Der Aktuelle: Das Klatsch­blatt "die aktuelle" bekommt nach dem Wechsel von Funke zu Klambt einen neuen Chef­redakteur. Roland Hag, der bei Klambt bereits ein halbes Dutzend Frauen­titel verantwortet, übernimmt die Aufgabe zusätzlich. Er folgt auf Achim Thäsler, der im September in den Ruhestand geht. Thäsler hatte die Leitung 2023 kommissarisch übernommen, nachdem Vorgängerin Anne Hoffmann wegen eines KI-generierten, erfundenen "Interviews" mit Michael Schumacher gehen musste.
meedia.de, klambt.de

(Bilder: Klambt, Montage: turi2)

“Yps”-Jubiläumsausgabe feiert “Pop­kultur unserer Kind­heit”.


Popkultur-Postille: Comic-Verlag Egmont Ehapa Media bringt zum 50. Geburtstag des Magazins "Yps" am 4. September eine Sonder-Doppel­ausgabe für 8,99 Euro an den Kiosk. Das erste Heft feiert "die Pop­kultur unserer Kind­heit" und erinnert an "die Ära von Urzeit­krebsen, Solar­zeppelin & Co". Zu Wort kommen prominente "Yps"-Fans wie Michael "Bully" Herbig oder Oliver Kalkofe. Das zweite Heft liefert Comics und als "Kult-Gimmick" ein Dart­spiel mit Magnet­pfeilen als Ent­scheidungs­finder. Parallel erscheint der Jubiläums­band "50 Jahre Yps - Das Buch. Ohne Gimmick."
presseportal.de

(Bild: Egmont Ehapa Media)

“t3n” will mit Geburtstagsheft Zukunft aktiv gestalten.


Was mit Zukunft: Das Digital-Business-Magazin "t3n" von Heise schenkt sich zum 20. Geburtstag eine Sonder­ausgabe über die Zukunft. Unter dem Titel "Yo Future!" blickt die Redaktion gemeinsam mit 20 renommierten Expertinnen und Experten auf die kommenden zwei Jahrzehnte und die technologischen Veränderungen, die uns bevorstehen. Das Heft für 13,90 Euro soll "ein konstruktiver Blick in die Zukunft" sein sowie "ein Appell, die Welt von morgen aktiv zu gestalten", schreibt Chef­redakteur Luca Caracciolo im Editorial.
heisegroup.de, t3n.de

(Bild: t3n/Heise)

Hör-Tipp: Wie “InStyle Gen Z” bei der jungen Zielgruppe ankommt.


Hör-Tipp: Ende Mai hat Burda die erste Ausgabe des Magazins "InStyle Gen Z" herausgebracht. Im "We Like Mags"-Podcast berichtet Elfi Langefeld, Chief Product Officer beim Burda Verlag, von den Reaktionen der Ziel­gruppe und wie es mit dem Ableger weitergeht. In einer ersten Markt­forschung seien die häufigsten Schlag­worte "relatable" und "authentisch" gewesen, freut sie sich. Zudem sei die Marke "InStyle" in der Ziel­gruppe "eine gewisse Instanz". Für 2026 rechnet sie mit mindestens zwei Heften, könnte sich aber auch vier vorstellen.
spotify.com (37-Min-Audio), turi2.de (Interview zum Start von "InStyle Gen Z")

Dagmar Hansen kommt von “Falstaff” zu Jalag zurück.


Rückfal: Publisherin Dagmar Hansen kehrt nach fünf Monaten beim Genuss-Magazin "Falstaff" zum Jahres­zeiten-Verlag zurück. In der neu geschaffenen Funktion Director Publishing, Strategy & Brands verantwortet sie die strategische Weiter­entwicklung des gesamten Marken­port­folios über alle Plattformen hinweg. Bis Februar war sie bei Jalag Publishing Director für die deutsche Ausgabe des Luxus­magazins "Robb Report". Bei "Falstaff Deutschland" sollte sie die Inter­nationalisierung der Marke vorantreiben, hat das Magazin aber schon im Juni wieder verlassen.
kress.de, turi2.de (Wechsel zu "Falstaff")

(Foto: Volker Renner / Falstaff)

Klambt darf Klatschblätter von Funke übernehmen.


Grünes Licht für Yellow-Titel: Das Bundes­kartell­amt genehmigt die Über­nahme von acht Frauen- und Klatsch­blättern der Funke Medien­gruppe durch Klambt. Der Verlag aus Speyer übernimmt "die aktuelle", "die aktuelle Krimi", "Frau im Spiegel", "Frau im Spiegel Royal", "Neue Welt", "Das Goldene Blatt", "Echo der Frau" und "frau aktuell", die zusammen auf eine verkaufte Auflage von über 600.000 kommen und wöchentlich rund 3,4 Mio Leserinnen erreichen. Auch rund 90 Mitarbeitende am Funke-Standort Ismaning bei München wechseln von Funke zu Klambt.
meedia.de, turi2.de (Background Verkauf)

(Bilder: Klambt, Montage. turi2)

Zahl des Tages: “Prinzessin Lillifee” führt Verkaufsranking von Blue Ocean Entertainment an.


Zahl des Tages: Mit 21,5 Mio verkauften Heften seit 2006 in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist das "Prinzessin Lillifee"-Magazin der meist­verkaufte Titel von Blue Ocean Entertainment, teilt Burdas Kinder­medien-Verlag anlässlich seines 20. Geburtstages mit. Dahinter folgt "Lego Ninjago", das es erst seit 2015 gibt, mit 17,6 Mio Exemplaren. Gründerin und Verlags­chefin Sigrun Kaiser sieht ihr Geschäft auch künftig gesichert: "Kinder brauchen Produkte zum Anfassen", sagt sie im PR-Interview.
blue-ocean.de (Zahlen), blue-ocean.de (Interview)

(Bilder: Blue Ocean Entertainment, Montage: turi2)

Falkemedia baut Geschäftsführung von Nordmedien um.


Neues im Norden: Publisher Falkemedia macht Kathrin Wesselmann (links) und Gesa Schimmer (rechts) als Doppel­spitze zur Geschäfts­führung seiner Nordmedien in Schleswig-Holstein. Beide sind seit vielen Jahren im Verlag und folgen auf Geschäftsführer Benjamin Haben, der nach etwas mehr als einem Jahr im Amt neue Aufgaben bekommt: Zusammen mit Herausgeber Kassian Alexander Goukassian soll er sich dem neuen Projekt AI-Mindset Campus widmen, den er strategisch aufbauen und für Entscheider weiterentwicklen soll. Parallel betreut er Schlüsselkunden der Nordmedien langfristig weiter. Bei Falkes Hamburger Medien übernehmen Luka Plepp und Kai Wehl die Leitung.
falkemedia.de, turi2.de (Background Haben)

(Bild: Falkemedia)

“Katapult” gründet Kindermagazin “Cörnchen”.


Kinderpult: Das Infografiken-Magazin "Katapult" startet einen Ableger für Kinder. Das "Cörnchen" liegt ab sofort dem Hauptheft bei. Eine Pilot-Ausgabe, die allen Abonnenten zugeschickt wurde, habe viel Lob und positive Resonanz erhalten, schreibt die Redaktion. Das Heft wird etwas größer als die "nullte Ausgabe" und bekommt eine Doppelseite mehr. Chefredakteurin ist Conni Schimek, die Grafiken verantwortet Laura Gönner.
katapult-magazin.de

(Bild: Katapult)

b4p-Trendreport: 90 % der Deutschen greifen mindestens gelegentlich zu Zeitschriften.


Print-Lover: 90 % der deutschen Gesamtbevölkerung greifen zumindest "gelegentlich" zu Zeitschriften, sagt der aktuelle b4p-Trendreport. 77 % beurteilen Zeitschriften-Inhalte als "glaubwürdig und fundiert", 88 % nutzen Print als Auszeit vom Digitalen. 71 % der Befragten sagen, dass sie Werbung in Zeitschriften als "nicht störend" empfinden, 65 % seien dadurch auf Produkte aufmerksam geworden. Der Trendreport hat Ende 2024 mehr als 1.000 Online-Nutzer repräsentativ befragt. Hinter der Studie stehen die Medienhäuser Axel Springer, Bauer, Funke, RTL und Burda.
gik.de (Download der Studie)

(IMAGO / Norbert Schmidt)

Hör-Tipp: Warum Rätselhefte für Tom Reuter ein lukratives Geschäft sind.


Hör-Tipp: Als Geschäfts­führer und Eigen­tümer der Verlage Freizeit Media und Pause und mehr verlegt Tom Reuter mehr als 50 Rätsel-Hefte, die zusammen auf 1,5 Mio Auflage kommen. Sein Vorteil gegen­über anderen Zeit­schriften sei, dass sich die Leute mit dem Heft beschäftigen und das Papier bearbeiten, erzählt er im "We Like Mags"-Podcast. Für fünf bis sechs Stunden Beschäftigung seien zwei Euro "ein guter Deal". Außer­dem erklärt er, warum auf Rätsel­hefte 7 % Mehr­wert­steuer entfallen, auf Sudokus dagegen 19 %.
open.spotify.com (26-Min-Audio)

(Bild: We Like Mags)

Basta: Heavy Donald.


Matrosenmütze & Moshpit: Entenhausen-Verlag Egmont Ehapa partnert mit dem Wacken Open Air. Im neusten "Lustigen Taschenbuch" legen Donald Duck und seine Neffen Festival-Bändchen an und besuchen das weltberühmte Metall-Festival "Quacken" – ganz in der Nähe von Entenhausen. Das Line-up bilden vermutlich die Bands "Iron Quacker", "Duck Sabbath" und "Judas Beak".
presseportal.de

(Foto: Lustiges Taschenbuch, Ausschnitt)

Debatte: Sind junge Leser für Print wirklich verloren?


Frage der Perspektive: "Horizont"-Redakteur David Hein macht den Faktencheck, ob junge Leute für Print wirklich verloren sind, wie "Hörzu"-Chefredakteur Christian Hellmann es in der Themenwoche Zeitschriften konstatiert hat. Der Kinder- und Jugendverlag Egmont Ehapa hatte dagegen gehalten. Laut "Kinder Medien Monitor" nutzen zwei Drittel der 4- bis 13-Jährigen "mehrmals pro Woche" Zeitschriften, Comics und Bücher. "Allerdings dürften hier in vielen Fällen die Eltern die treibende Kraft sein, die ihren Nachwuchs mit Lesestoff versorgen", so Hein. Nach Daten der "ARD/ZDF Medienstudie" liest aber nur noch ein Viertel der 14- bis 49-Jährigen mindestens einmal pro Woche Gedrucktes, bei den 30- bis 49-Jährigen greift nur etwa jeder Dritte wöchentlich zu Zeitung oder Zeitschriften. Heins Fazit: Sobald die Kids über eigene digitale End­geräte verfügen, verschiebt sich die Medien­nutzung eindeutig in Richtung der digitalen Welt.
horizont.net (€), turi2.de (Hellmann), turi2.de (Egmont Ehapa)

(Symbolbild: IMAGO / Westend61)

Sommer, Sonne, Suchtmittel: “Geo Epoche Drogen” in der Blattkritik.


turi2-Chefredakteur Markus Trantow liest die jüngste Ausgabe des Geschichts­magazins “Geo Epoche”. Seit vor zweieinhalb Jahren die Einstellung des renommierten Magazins drohte, ist er  Abonnent des Blattes. In seiner Blatt­kritik im Rahmen unserer Themenwoche Zeitschriften teilt er erhellende Erkenntnisse über Bier, Gin und Coca-Cola – und begegnet zum Thema LSD einem echten “Geo”-Urgestein.
Weiterlesen >>>

“Jolie” ist Medienpartner von Musikfestival “Parookaville”.


Elektrische Verbindung: Das Frauen-Lifestyle-Magazin "Jolie" von Klambt geht eine Medien­partnerschaft mit dem Electro-Musik­festival Parookaville ein. Die Kooperation umfasst redaktionelle Berichterstattung, kreative digitale Inhalte, Gewinnspiele und Präsenz vor Ort während des Festivals vom 18. bis 20. Juli. Die Zusammen­arbeit biete die Möglichkeit, die Marke "Jolie" in einem "inspirierenden Umfeld zu präsentieren und intensiv mit unserer Community zu inter­agieren", sagt Redaktions­leiterin Julia Wöltjen.
klambt.de

(Bilder: Klambt / Julien Duval; Montage: turi2)

Zitat: “Hörzu”-Chefredakteur Christian Hellmann hat kein Problem mit Zweitverwertung in anderen Funke-Programmies.


"Im Unterschied zum Markt der Frauen­zeitschriften gibt es bei uns eigentlich keine Doppel­käufer."

Christian Hellmann, Chef­redakteur von "Hörzu" und gut einem Dutzend weiterer Programm­zeit­schriften der Funke Mediengruppe, erklärt im Rahmen der Themenwoche Zeitschriften, warum aufwändige "Hörzu"-Geschichten mit etwas Zeitverzug auch in anderen Titeln erscheinen, "ohne dass die Leser das stört".
turi2.de, turi2.de (alle Beiträge der Themenwoche)

(Foto: Funke / Andreas Wemheuer / Goldene Kamera)

“Junge Leute sind für Print verloren” – “Hörzu”-Chefredakteur Christian Hellmann über einen Klassiker, der mit der Zeit geht.


Im schrumpfenden Printmarkt ist die “Hörzu” immer noch ein Dickschiff und mit über 650.000 verkauften Heften pro Woche die meistverkaufte wöchentlich erscheinende Zeitschrift in Deutschland. 2026 wird die Marke 80 Jahre alt. Geht es nach Chef­redakteur Christian Hellmann, haben Programm­zeitschriften auch deshalb eine Zukunft, weil der Bewegt­bild­markt immer unüber­sichtlicher wird. Im Gespräch mit turi2-Redakteur Björn Czieslik für die Themenwoche Zeitschriften erklärt Hellmann, warum “Hörzu” als “Lovebrand” im Digitalen auch bei jüngeren Nutzern ankommt, wie er “Hörzu”-Geschichten in anderen Titeln zweitverwertet und was den “Spirit bei Funke” ausmacht. Weiterlesen >>>, turi2.de (alle Beiträge der Themenwoche)

Zitat: Julia Becker über Zeitschriften und Social Media.


"Wäre professioneller Journalismus nicht immer noch ein sehr ertragreicher Markt, hätten wir uns die Gruner-Titel nicht sehr genau angeschaut."

Funke-Verlegerin Julia Becker hat im Video-Interview mit turi2 keine Angst davor, dass ihr Social-Media-Angebote ihr Zeitschriften-Geschäft kaputt machen.
turi2.de/tv (15-Min-Interview, direkt zum Zitat), turi2.de (alle Beiträge der Themenwoche)

Bulo’s Beobachtungen: Wir brauchen mehr Blättertitten!


Publikaturist und Gary-Glotz-Kreativchef Peter "Bulo" Böhling hat ein Herz für Gedrucktes: Vor 20 Jahren erfand er "Clap", später hatte er wieder "Bock" auf Print und kannte ein "Pardon" für Wolfram Weimer. In seinen mittwöchlichen Beobachtungen spießt er anlässlich der Themenwoche Zeitschriften die Meta-Probleme des deutschen "Playboy" auf und plädiert gewohnt überspitzt für Magazine und deren Freiheit.

von Bulo

Ha, wieder reingefallen! Provokante Überschrift, Aufregerbild – und schon sind Sie hier. Dann mal herzlich willkommen zu einer lustvollen Ausgabe meiner Kolumne! Ob Sie sie auch lustig finden, dürfen Sie am Ende ganz demokratisch selbst entscheiden. Sie haben sich übrigens nicht verlesen, ich wünsche mir keine weiteren Tittenblätter (erlauben Sie mir diese erneute verbale Vulgarität), sondern tatsächlich Blättertitten, also Titten zum Blättern. Wie oft darf man heute eigentlich "Titten" schreiben, bevor ein erboster Anruf kommt? … Genau darum geht es: Um die Schnelligkeit, mit der in digitalen Medienzeiten zensiert werden kann. Ein Knopfdruck – Batsch! – und schon ist sie weg, die unliebsame Story oder Seite.

Der Fall von Boitins Busenbude machte in den vergangenen Wochen wegen plötzlich verschwundener Rundungen die Runde: Meta sperrte ohne Vorwarnung und Begründung den Facebook-Account des deutschen "Playboy" – weg die Brüste, groß die Früste. "Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet", heißt es in Artikel 5 des Grundgesetzes. "Eine Zensur findet nicht statt." Ach ja, ist das so? Der Witz in Titten, äh, Tüten! Natürlich zensiert Monopolockenköpfchen Zuckerberg freudig drauf los, nennt es "Plattformpolitik" und alle so "Hm … ja … doof … aber da kann man halt irgendwie nix machen."

Hallo, Berlin, jemand zu Hause?! Doch, kann man und muss man auch! Unter anderem durch Gesetze zur Stärkung der Meinungsfreiheit und internationale Zusammenarbeit bei der Verteidigung des freien Meinungsflusses. Aber auch die Publisher und überhaupt alle könnten eine wertvolle Erkenntnis aus dem – ja, sagen wir ruhig – Skandal ziehen: Gedrucktes ist Geiles! Nicht nur, wenn einem Nackedeis vom Cover entgegenfrivolisieren. Auch weil es sich weniger leicht eliminieren lässt und damit weniger zensuranfällig ist als Gepostetes. Und vor allem, weil Hefte nun mal heftiger emotionalisieren als Homepages, was für Markentreue und letztlich die Marke selbst unbezahlbar ist.

Der Mut, etwas für länger als nur den kurzen K(l)ick zu produzieren, wird sich auszahlen. Was die Menschen greifen können, das begreifen sie auch. Was sie neben sich auf den Night- oder Coffee-Table legen können, begleitet sie dauerhafter. Es ist ihnen präsenter, inspirierender, lesens- und liebenswerter. Klar, die hohen Auflagenzahlen von einst wird es nie wieder geben. Aber ich wage die vielleicht gar nicht so träumerische Prognose: Je öfter sich die Frage stellt, was eigentlich noch wahrhaft, wirklich, wertvoll ist, desto mehr werden diejenigen profitieren, die durch etwas Zum-in-den-Händen-Halten auch einen Halt für ihre Leser und damit treue solche schaffen.

"Hooray for Boobies" nannte die Bloodhound Gang ihr 1999er Album. "Hooray for Mags" möchte man seine Zeitschriftenlust lobpreisen. Magazine kommen vom Mögen, kämen sie vom Nichtmögen, hießen sie Nichtmagazine. Ich wünsche eine haptische Restwoche mit Begeisterung fürs Blätterbare! (Und, liebe Überallesaufregenwoller: Wie viele Titten haben Sie in dieser Geschichte entdeckt? Suchen Sie lieber flott! Nicht, dass der Beitrag demnächst gelöscht wird …)

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