Basta: Klatschpresse denkt sich Baby-Bilder von Helene Fischer aus.

Abbildung ähnlich: Das Yellow-Press-Watchblog Topf voll Gold sammelt Berichte über das Baby von Helene Fischer und dessen Kinder­zimmer. Weil es von beiden keine Fotos gibt, müssen irgend­welche Baby-Bilder und Kinder­zimmer aus dem Einrichtungs­katalog her­halten – immerhin mit dem Zusatz "So könnte es aus­sehen". Der Leit­satz der Märchen-Postillen frei nach den Gebrüdern Grimm: "Und wenn es keine Bilder gibt, erfinden wir sie heute."
twitter.com/topfvollgold

Zitat: Florian Silbereisen will der Yellow-Press kein Futter geben.

"Ich würde mich gern mit den Fans mehr austauschen, aber jedes Wort, das ich auf Instagram oder sonstwo sage, schlachten ja dann hundert bunte Blätter aus. Ich muss bei jedem Halbsatz aufpassen."

Moderator und Entertainer Florian Silbereisen sagt im "stern"-Interview, dass er der Yellow-Press keine Legitimation für Berichte über sein Privatleben geben will. Letztlich sei er aber "auch zu faul dafür", in seiner Freizeit zu überlegen, was er posten könnte.
"stern" 4/2022, S. 33-37 (Paid)

Weitere Zitate aus dem Interview

zum Leben unter Beobachtung:
"Ich stehe oft unter Beobachtung, und dass Paparazzi gegenüber im Wald ein Camp aufschlagen und gucken, wer bei mir ein und ausgeht, ist ein Preis, den ich leider zahlen muss. Ich suche mir dann einen Berg zum Wandern, der muss ein bisschen steiler sein, da kommen die dann eh nicht mit."

zu vernichtenden Kritiken:
"Was ein paar Kritiker sagen, beeinflusst mich nicht. Ich denke, ich bin manchmal näher am Geschmack der Zuschauer als manche Kritiker. Wenn die ganz stark draufhauen, weiß ich schon: Oh, das könnte erfolgreich werden!"

über unkritisches Management:
"Ich kann überhaupt nicht verstehen, dass sich so viele Künstlerinnen und Künstler ein Umfeld schaffen, in dem alle immer nur Ja sagen und alles super finden. Sie bezahlen Menschen dafür, ihnen zu sagen, dass das, was sie machen, super ist? Das ist doch dumm! Wenn ich jemanden an meiner Seite habe, der mit mir eine Strategie verfolgt, brauche ich jemanden, der mir den Spiegel vorhält! Wenn man nur in seinem Tunnel rennt, merkt man nicht mehr, was links und rechts passiert."

über Authentizität:
"Ich bin kein Schlagersänger, der eigentlich lieber Popsänger wäre. Ich mag, was ich tue, und ich spiele keine Rollen dabei."

Zitat: Ex-“stern”-Chefredakteur Klaus Liedtke beschwert sich über Darstellung früherer Arbeit.

"Vor Ihnen arbeitende Generationen von 'stern'-Journalisten werden als sich 'gegenseitig belauernde' Haufen von Egomanen herabgewürdigt. Das ist in der Sache völlig falsch, und obendrein ein besonders mieser Stil."

Auch der ehemalige "stern"-Chefredakteur Klaus Liedtke ärgert sich in einem Leserbrief, aus dem Meedia zitiert, über die Darstellung der früheren Arbeitsweise beim "stern".
meedia.de (Paid), turi2.de (Background)

Spiegel TV verteidigt nachgestellte Demo-Szene.

Spiegel TV verteidigt seinen Plan, eine Demo-Szene für die ZDF-Sendung "Terra Xpress" mit Komparsen nachzustellen. In sozialen Netzwerken war der Vorwurf aufge­kommen, Spiegel TV würde Teilnehmerinnen echter Demos bezahlen. Dem wider­spricht Spiegel TV in einer Stellung­nahme und stellt klar, dass die Szene in der Sendung explizit als "nachgestellt" gekennzeichnet würde.
dwdl.de

Zahl des Tages: Zwei Drittel sehen Social Media in der Verantwortung für Spaltung.

Zahl des Tages: Satte 63 % der Befragten einer Forsa-Umfrage für "stern TV" glauben, dass soziale Medien die Haupt-Verantwortung dafür tragen, dass sich Befürworterinnen und Gegner von Impfungen und Corona-Maßnahmen erbittert gegenüber­stehen. 45 % sehen klassische Medien wie Zeitungen und TV in der Verantwortung. 54 % meinen, Gegner der Corona-Maßnahmen und der Impfungen würden von Medien und Politik zu viel berücksichtigt.
presseportal.de

Dänische Boulevardzeitung entschuldigt sich für Behördenpanne bei Corona-Zahlen.

Selbstkritik: Die dänische Boulevardzeitung "Ekstra Bladet" entschuldigt sich per Leitartikel für die Veröffentlichung fehlerhafter Corona-Zahlen. Das Blatt reagiert damit auf eine Datenpanne der dänischen Behörden. Die hat dazu geführt, dass bei der Meldung der Corona-Zahlen monatelang nicht zwischen Krankenhauspatienten mit Covid-19 als Erst- oder Zweitdiagnose unterschieden wurde.
bild.de

Debatte: ARD und ZDF sollten weniger abgehoben auftreten.

Weniger ist mehr: ARD und ZDF sollten weniger Tendenz wagen, fordert CDU-Mitglied Andreas Rödder in einem "FAZ"-Gastbeitrag. Der öffentlich-Rechtliche Rundfunk solle zu den "Prinzipien des Beutelsbacher Konsenses zurückkehren, statt sich in Erhebungen der eigenen Glaubwürdigkeit zu gefallen". Auch Reformen zur Erhebung der Rundfunkgebühr, eine Diskussion über Gehälter und Sinn oder Unsinn, alles Wünschenswerte selbst zu finanzieren, sei Rodder zufolge durchaus angebracht.
faz.net (Paid)

Sprachkritiker küren “Eigenverantwortung” zu Floskel des Jahres 2021.

Bewusst falsch verstanden: Das sprach­kritische Blog Floskelwolke kürt den Begriff "Eigen­verantwortung" zur Floskel des Jahres 2021. Der Begriff ende ausgehöhlt "als Schlagwort von politisch Verantwortlichen, die der Pandemie inkonsequent entgegen­wirken", heißt es zu Begründung. "Fehlgedeutet als Synonym für soziale Verantwortung" werde der Begriff von Impf­gegnerinnen als "Recht­fertigung für Egoismus" gekapert. Weitere Floskeln sind "klima­neutral", "links-gelb", "unvorhersehbar" und "Instrumenten­kasten".
tagesspiegel.de, floskelwolke.de (Ranking mit Begründung)

“Welt am Sonntag” wirft Deutscher Welle Förderung von Assad-Sympathisanten vor.

Deutsche Welle: Die "Welt am Sonntag" wirft dem Sender vor, Befürworter des syrischen Diktators Assad gezielt gefördert zu haben. In der Kritik steht ein syrischer Journalist, der Assad-Sympathisant und bis 2019 über 30 Mal in DW-Sendungen aufgetreten sein soll. Zudem soll er als Producer für die Deutsche Welle gearbeitet haben. DW-Chef­redakteurin Manuela Kasper-Claridge schreibt in einer E-Mail an eine Mitarbeiterin der englischen Redaktion, Pro-Assad-Stimmen würden im Interesse der Unparteilichkeit zu Wort kommen.
edition.welt.de (Paid), turi2.de (Background)

“Zeit”: Julian Reichelt will auch künftig “Journalismus für die Massen” machen.


Zeit für Widerspruch: Der geschasste "Bild-Chef Julian Reichelt bricht sein Schweigen und gibt im großen "Zeit"-Interview mit Cathrin Gilbert erstmals nach dem Rauswurf bei Springer einen Einblick in seine Zukunftspläne. "Ich werde auf jeden Fall weitermachen", sagt er. Sollte es keinen passenden Job für ihn geben, "hat man in einem freien Land ja die Möglichkeit, sich diesen Job selber zu schaffen". Nur PR wie sein journalistischer Ziehvater Kai Diekmann wolle er nicht machen, "sondern Journalismus für die Massen". Reichelt "liebe es, Millionen Menschen eine starke Stimme zu geben".

Von Springer-Chef Mathias Döpfner ist Reichelt "enttäuscht". Er habe Döpfner "nicht angelogen", seine Beziehung sei bekannt gewesen. "Deswegen hat es mich sehr überrascht, wie überrascht er gewesen sein will", sagt Reichelt. Sein Verhältnis zu Döpfner beschreibt Reichelt "wie eine Familie, die in guten und in schwierigen Zeiten zusammenhält". Dass beide sich "mit irgendwelchen Schmutzgeschichten" gegenseitig Schaden zufügen würden, sei eine "Sehnsuchtsgeschichte unserer politischen Gegner".

Reichelt öffne sich nun, weil er "nichts zu verbergen" habe. Schon das Wort "MeToo" sei im Zusammenhang mit ihm eine "Verleumdung". Im gesamten Compliance-Verfahren haben es keinen Menschen gegeben, "der sich selbst als "Opfer" bezeichnet hat, auch wenn das in den Medien so dargestellt wurde". Auch sei ihm nie eine Aussage präsentiert worden, "in der mir jemand 'Machtmissbrauch' vorwirft", sagt Reichelt. Insbesondere gegen den "Spiegel" teilt Reichelt aus und wirft dem Nachrichtenmagazin vor, "komplette Sachverhalte erfunden" zu haben.

Schon vergangene Woche hatte sich Reichelt nach langer Pause erstmals wieder bei Twitter zu Wort gemeldet und an der Legende gestrickt, er sei Opfer seiner politischen Linie.
zeit.de (Paid), horizont.net (Zusammenfassung), turi2.de (Background)

Debatte: Corona bringt auch den Journalismus an den Rand, schreibt Georg Mascolo.

Randerfahrung: Corona bringt nicht nur das Gesundheits­system an den Rand, sondern auch den Journalismus, schreibt Georg Mascolo. Medien­schaffende seien in dieser Krise "nicht nur Beobachter, sie sind auch Betroffene". Dabei die Distanz zu wahren, "ist schwierig, aber unerlässlich". Vor Corona seien Medien für die Gefahr durch globale Seuchen "zu lange recht blind" gewesen, nach der Pandemie sei daher auch für den Journalismus Aufklärung notwendig.
sueddeutsche.de (Paid)

“Abschüssiger Pfad” – turi2 Clubraum mit Samira El Ouassil diskutiert über Reichelts Twitter-Tirade.


Es reichelt: "Julian Reichelt befindet sich auf einem abschüssigen Pfad", findet Peter Turi im turi2 Clubraum. Er empfiehlt dem geschassten "Bild"-Chefredakteur, seine bezahlte Auszeit zu nutzen, "um in sich zu gehen und über sich und sein Leben nachzudenken". Gemeinsam mit Medienkritikerin Samira El Ouassil und Moderatorin Tess Kadiri diskutiert Turi die Legenden-Bildung, die Reichelt gerade auf Twitter versucht. Auch El Ouassil, die sonst bei Übermedien schreibt und über Philosophie und Gesellschaft podcastet, findet es "hoch problematisch", dass sich der "ewige Kriegsreporter" Reichelt "als Märtyrer und Jeanne d’Arc der politischen Führung inszeniert". Auf dem abschüssigen Pfad befinde er sich schon lange – gerade beschreite er "die letzten Meter".

Moderatorin Kadiri befürchtet, dass Reichelt zum neuen Idol in der Verschwörungs-Ecke des Internets heranwachsen könnte, Turi sieht Reichelt nahtlos anknüpfen an den umstrittenen DDR-Vergleich von Mathias Döpfner. El Ouassil zieht Parallelen zum Fall von Matthias Matussek – "eine Selbstradikalisierung, die aus der Ökonomie der Widerständigkeit erwächst". Wenn die eigene politische Meinung eine Einbahnstraße sei, stehe man irgendwann mit dem Rücken zur Wand und könne nur noch "fauchen, kratzen und beißen".

Im turi2 Clubraum diskutiert Tess Kadiri jeden Freitag um 12 Uhr mit einem prominenten Gast und einem Mitglied der turi2-Redaktion die Themen der Woche und spricht über Leben und Werk des Gastes. Wie sie Muße und Inspiration zum Schreiben findet und warum Ambiguitätstoleranz ihr Lieblingswort ist, erklärt El Oaussil im Clubraum-Podcast – und freut sich über die Zuschreibung von turi2, sie sei die "Grace Kelly der Medienkritik". In der kommenden Woche wird Lars Haider zu Gast sein. Der Chefredakteur des "Hamburger Abendblatts" hat ein Buch über den Bald-Kanzler Olaf Scholz geschrieben.
turi2.tv (40-Min-Podcast bei YouTube), apple.com, spotify.com, deezer.com, turi2clubraum.podigee.io

Lokal-Journalist klagt gegen Seilbahn-Betreiber, der ihn mit Goebbels vergleicht.

Von der Seilbahn abgekommen: Der Vorstand der Karwendelbahn im bayerischen Mittenwald rückt Lokal-Reporter Christof Schnürer vom "Garmisch-Partenkirchner Tagblatt" in die Nähe von Nazi-Propagandist Joseph Goebbels. Der Journalist klagt dagegen. Das Landgericht spricht von "zulässiger Meinungsäußerung", das OLG München sieht "Aussicht auf Erfolg". Statt Einigung wiederholt der Seilbahn-Vorstand seinen Vorwurf "Propaganda­minister" jedoch und wirft dem Richter Befangenheit vor. Ein Urteil soll im Januar fallen.
sueddeutsche.de

Medienanstalt prüft Verstoß gegen Sorgfalts­pflicht bei RTL-Interview mit “Patienten­mörder”.

Bühne für den Täter: Die LfM NRW hat wegen eines möglichen Verstoßes gegen die journalistische Sorg­falts­pflicht ein Verfahren gegen RTL Interactive eingeleitet, sagt eine Sprecherin dem epd. Es geht um ein Interview mit einem früheren Kranken­pfleger in einer TVnow-Doku. Er hatte Patienten mit Medikamenten vergiftet, um sie zu reanimieren und als Lebens­retter zu glänzen. Das Interview war von der JVA Oldenburg nicht genehmigt. Angehörige der Opfer und Expertinnen reagierten empört auf die Selbst­inszenierung des verurteilten Mörders.
rnd.de, dwdl.de

Debatte: Impfaktionen im TV bringen wenig, sagt Marlene Knobloch.

Preaching to the choir: "Süddeutsche"-Autorin Marlene Knobloch bezweifelt die Wirksamkeit von Impf­aktionen wie bei ProSieben oder beim ORF. Die meisten Impf­gegner gehören schon "lange nicht mehr zum Tagesschau-Publikum" und es ist ihnen egal, ob TV-Sender impfen oder nicht, sagt sie. Und wenn dann noch Matthias Opdenhövel live die Sorgen einer Impfwilligen "stammelnd" wegtätschelt, sei dies erst recht nicht hilfreich.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Debatte: “Bild” prangert Politik dafür an, was “Bild” selbst gefordert hat.

Panik von gestern: Stefan Niggemeier nimmt die Corona-"Bigotterie" von "Bild" auseinander. Über Monate hat "Bild" gegen Masken­pflicht, Tests und Corona-Beschränkungen gewettert, Warnungen vor steigenden Infektions­zahlen im Herbst als "Schreckens­propaganda" und "Panik­mache" deklariert. Nun prangere dasselbe Medium an, dass die Politik auf explorierende Corona-Fälle nicht vorbereitet sei, Tests und Masken­pflicht abgeschafft hat. Letztlich habe der journalistische Kurs von "Bild" mit dazu beigetragen, dass die Corona-Lage "jetzt noch schlimmer ist, als sie sein müsste", resümiert Niggemeier.
uebermedien.de

Debatte: In der Corona-Pandemie wird Wissenschaft als Waffe missbraucht.

Nicht anstecken lassen: Wissenschaft wird als Waffe aufgefahren, "um gegen Menschenrechte und Menschenwürde vorzugehen", beklagt Leopoldina-Mitglied Michael Esfeld im Zusammenhang mit der Leopoldina-Empfehlung zu einer Impfpflicht. Anders als die Empfehlungen im Vorwort seien die medizinischen Fakten kaum beachtet worden, die die Aussage relativieren und andere Strategien eröffnen würden. Esfeld fordert die Rückkehr zur Vernunft.
cicero.de

Debatte: Markus Wiegand appelliert zu fairem Umgang mit Julian Reichelt.

Causa Reichelt: Kritikerinnen von Julian Reichelt bedienen sich "oft genug genau der boulevardesken Methoden", die sie bei "Bild" und Reichelt bemängeln, schreibt "Kress Pro"-Chefredakteur Markus Wiegand. Der Rauswurf wurde "schadenfroh und mit Schaum vor dem Mund" kommentiert und gefeiert, dabei sei der zentrale Vorwurf des Macht­missbrauchs "nur sehr schwach belegt". Auch wenn Reichelt als "Bild"-Chefredakteur "reihen­weise dagegen verstoßen hat, über Menschen sorgsam zu berichten", sollte die Branche "nicht den gleichen Fehler begehen" und fair bleiben, appelliert Wiegand.
kress.de

Landgericht Köln hält “Spiegel”-Bericht über Luke Mockrige “im Kern für rechtmäßig”.

Spiegel vs. Mockridge: Das Landgericht Köln entscheidet in einem Rechtsstreit mit Comedian Luke Mockridge in 9 von 10 Punkten für den "Spiegel", twittert Autorin Ann-Katrin Müller. Mockridge hatte sich juristisch gegen einen "Spiegel"-Bericht gewehrt, der ihm sexualisierte Gewalt vorwirft, und Unterlassung gefordert. Das Gericht habe die Berichterstattung "im Kern für rechtmäßig erachtet", so Müller. Nur in einem "Nebenvorwurf" musste das Magazin vier Sätze entfernen. Mockridge starte nun "einen zweiten Versuch" vor dem Landgericht Hamburg.
twitter.com/akm0803 via meedia.de, turi2.de (Background)

Debatte: Peer Schader sieht das Aussterben der Show-Dinos voraus.

Urzeit-TV: Thomas Gottschalk ist "der Brachio­saurus der TV-Unterhaltungs­klassiker", schreibt Peer Schader bei DWDL. Auch andere "Show-Dinos" wie Jörg Draeger versuchen sich an einem Comeback. Damit erfüllen sie eine "Sehnsucht des Publikums nach der Harm­losigkeit längst vergangener TV-Zeiten". Eine Zukunft sieht Schader für die Reptilien aber nicht: Die "Gewohnheiten des Publikums" haben sich einfach geändert.
dwdl.de

Zitat: TV-Talkshows sind für Harald Lesch “zu viel Gladiatoren­kämpfe”.

"Talkshows sind mir zu viel Kolosseum, also zu viel Gladiatorenkämpfe. Dieses auf die Spitze Getriebene, Pointierte, Scharfe in der Auseinandersetzung - damit wird man den Sachthemen nicht gerecht."

TV-Wissen­schafts­erklärer Harald Lesch sagt im Teleschau-Interview, warum er Talkshows meidet. In der Coronakrise habe es Talks gegeben, "die man niemals hätte ausstrahlen sollen". Auf viele Shows habe er auch schlicht "keine Lust" und sei ohnehin genug in den Medien präsent.
showcase.teleschau.de

Zitat: Medien sollen Corona-Berichterstattung kritisch aufarbeiten, fordert Christian Drosten.

"Wir werden noch lange zu knabbern haben an der Aufarbeitung der Pandemie. Eine Nachbesinnung ist nicht nur in der Politik und der Wissenschaft, sondern unbedingt auch im Journalismus nötig."

Virologe Christian Drosten betont bei der Verleihung des Hanns-Joachim-Friedrichs-Preises die Verantwortung der Medien und kritisiert die Zuspitzung und Personalisierung von Journalistinnen.
rnd.de

Debatte: Elke Heidenreich vermisst Diskussions­kultur und Konsens.

Gendersprache ist "nicht fortschrittlich, sondern reaktionär" und reduziert "das Denken wieder auf männlich und weiblich", wettert Literatur-Kritikerin Elke Heidenreich in der "Welt am Sonntag". In einer "Welle von Erregungskultur" scheine ihr gerade alles "in eine Art Gegen­auf­klärung zu kippen". Sozialen Medien mit ihren "ungefilterten Hass­ausbrüchen" trügen dazu bei, dass "Diskussions­kultur und Konsens verloren gehen".
edition.welt.de (Paid)

Debatte: Klaus Ungerer zerlegt den “stern”.

Keine Sternstunde: Für Übermedien zerlegt Klaus Ungerer den "stern" in seine Einzelteile und bemerkt ein Magazin, bei dem nicht ganz klar ist, welche Zielgruppe es überhaupt ansprechen soll. Der Kulturteil sei gefüllt mit "Pflichtübungen", die "Trümmer der Humorseite dümpeln ganz hinten im Heft". Immerhin gebe es manchmal "Mut zur formalen Freiheit".
uebermedien.de (Paid)

Niggemeier: “Hörzu” schiebt NDR-Ernährungs-Docs Produktnennung unter.

Hörzu garniert Tipps der NDR-Ernährungs-Docs mit einer konkreten Produkt­empfehlung für ein Nahrungs­ergänzungs­mittel, berichtet Stefan Niggemeier. Der Hinweis stamme weder von den Ärztinnen selbst noch von Verlag ihres Buchs. Von Schleich­werbung will Funke nichts wissen und bezeichnet die "beispielhafte Nennung" eines Produkts als "schnellen, leicht zugänglichen Lösungsansatz". Das Präparat findet in "Hörzu" regelmäßig namentliche Erwähnung.
uebermedien.de

“Zwei Herren mit Hund” hören auf.

Zwei Herren nehmen den Hut: Thomas Koch und Kai Blasberg (Foto) verabschieden sich in der aktuellen Ausgabe von "Zwei Herren mit Hund" nach insgesamt 78 Folgen von ihrem Podcast. "Ich glaube, wir haben viele Menschen berührt, mit dem, was wir erzählt haben", sagt Koch. Blasberg lästert über seinen Ex-Sender Tele 5, poltert gegen die "alte Kuh" Elke Heidenreich und nennt Österreichs neuen Kanzler Alexander Schallenberg eine "schmierige Socke".
dwdl.de (57-Min-Audio)

Altkanzler Schröder wirbt für die Ampel und nimmt “Koch und Kellner” zurück.


Farbenspiele: Gerhard Schröder, SPD-Bundeskanzler von 1998 bis 2005, spricht sich in seinem Podcast "Die Agenda" für eine Koalition aus SPD, Grünen und FDP aus. Dass die kleinen Parteien zuerst sondiert haben, findet er sinnvoll – so würde es später in den Verhandlungen mit der SPD einfacher sein, Kompromisse zu finden. Im Gespräch mit seinem früheren Regierungssprecher Béla Anda ordnet der Altkanzler auch seine frühere Zuschreibung "Koch und Kellner" für die Rollen-Verteilung in Schröders Rot-Grüner Koalition ein: "Es musste deutlich werden, dass man keine Angst vor Rot-Grün haben muss im Lager der Mitte." Das sei heute nicht mehr angebracht.

Schröder kritisiert den Umgang der Medien mit dem CDU-Kandidaten Armin Laschet: "Ein Lachen in einer Umgebung, wo man nicht lachen sollte, als zentrale Frage des Wahlkampfes darzustellen, zeigt auch, dass die Medien gelegentlich überziehen." Kritisch sieht er auch das Wahlkampf-Team um Laschet: "Da hat auch sein Umfeld versagt. Wahlkampf bedeutet 18 Stunden Dauerstress, ich hatte damals Leute um mich, die es gut mit mir meinten und genau hingeschaut haben."
open.spotify.com (39-Min-Podcast), t-online.de (Zusammenfassung)

Bild TV ist ein “Getöse-Sender”, findet Stefan Niggemeier.

Bild TV muss "die ganze Zeit Gas geben", urteilt Stefan Niggemeier im Übermedien-Podcast. Ziel des Senders sei es, Nachrichten zu emotionalisieren und fühlbar zu machen. Das Resultat sei ein "Getöse-Sender", auf dem sich Bildschirm-Persönlichkeiten wie Claus Strunz oder Julian Reichelt regelmäßig in Rage redeten. Auch Widerspruch gegen Bild TV ist kalkuliert und Teil der Marketing-Strategie, glaubt Niggemeier.
uebermedien.de (mit 28-Min-Podcast)

ZDF zeigt Umfrage mit verurteiltem Neonazi.

ZDF zeigt in einer Straßenumfrage zur Bundestagswahl einen O-Ton des bekannten Rechtsradikalen Nikolai Nerling, selbsternannter "Volkslehrer". Auf Kritik antwortet der Sender, bei der Umfrage seien Menschen auf der Straße "zufällig angesprochen" worden. Da seine Äußerung "unauffällig" war, "konnte die Redaktion nicht erkennen", dass es sich um einen "wegen Volks­verhetzung verurteilten Neonazi" handele.
rnd.de, welt.de

Trainierte Aktivistinnen dürfen in der ARD-“Wahlarena” Fragen stellen.

Eingeschleust: In der "Wahlarena" der ARD durften offenbar nicht nur normale Bürgerinnen CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet befragen, sondern auch von Linken geschulte Aktivistinnen, entdeckt "FAZ"-Mann Philipp Plickert auf Twitter. Drei Kandidatinnen seien von einer Aktivistinnen-Agentur namens "hartaberlinks" auf ihren Showauftritt hin trainiert worden. Eine der Fragestellerinnen wollte Armin Laschet mit unangenehmen Fragen live "fertig machen". Kopf der Agentur soll eine Linksextremistin sein.
twitter.com, bild.de

Zitat: Wolfgang Schäuble vergleicht die Mechanismen der Medien mit einem Auto im Sand.

"Das ist, wie wenn du mit dem Au­to im Sand steckst. Mit je­dem Ver­such raus­zu­kom­men, frisst du dich tie­fer rein."

CDU-Politiker Wolfgang Schäuble spricht in der "Zeit" über die Mechanismen der Mediengesellschaft. Im Wahlkampf sei zu beobachten, wie schwer es ist, eine Richtung zu korrigieren, "wenn die Deu­tung ein­mal in ei­ne be­stimm­te Rich­tung geht".
"Zeit" 38/2021, S. 44 (Paid)

Zitat: Toni Kroos beklagt eine “große Sensationsgeilheit” der Medien.

"Häufig wird ja gefordert, dass die Spieler nicht nur 'Wischi-Waschi' erzählen sollen. Aber wenn einer dann mal klar spricht, es aber nicht jedem passt, wird er auch schnell wie die Sau durch das Dorf getrieben."

Ex-Nationalspieler Toni Kroos sagt im T-Online-Interview, dass die "mediale Aufmerksamkeit des Profifußballs immer extremer" werde: Kleine Dinge würden viel zu häufig zu groß gemacht.
t-online.de

Hör-Tipp: Politische Berichterstattung wird zum “Pferderennen”.

Hör-Tipp: Die Wahl-Berichterstattung wird zunehmend zum "Pferderennen", politische Journalisten klingen "mitunter wie Sportreporter", berichten Michael Borgers und Stefan Fries im Deutschlandfunk. Beim Horse Race Journalism geht um Sieger und Verlierer, Umfrage-Ergebnisse sind all­gegen­wärtig und prägen auch die nach­folgende Kommentierung. Dabei fehle teilweise der Kontext der Umfrage, etwa das Datum oder die konkrete Frage­stellung. Problematisch sei, wenn dabei Inhalte zu kurz kommen.
deutschlandfunk.de (18-Min-Audio)

Meinung: Julian Reichelt macht CDU-Talk zur “Reichelt-Show”.

Freundschaftdienst: "Bild"-Chef Julian Reichelt besucht Springer-Manager Christian Nienhaus, der in Hagen für die CDU kandidiert, am Freitag­abend als Gast einer Diskussion der Jungen Union im west­fälischen Schwelm. DJV-NRW und Westfalenpost hatten den Besuch zuvor kritisiert. Zur "Wahl­kampf­show" für die CDU wird Reichelts Auftritt jedoch nicht, schreibt Sebastian Weiermann, eher zur "Reichelt-Show" – für Nienhaus und den weiteren CDU-Kandidaten Hartmut Ziebs bleiben "nur Statistenrollen". Mit "viel Pathos" erzählt Reichelt, dass "alles" in seiner Laufbahn auf den 11. September 2001 zurückzuführen sei. Das Ahrtal nennt er den "Ground Zero" der Flutkatastrophe. Geschickt greift Reichelt manche Vorlagen seiner Gesprächs­partner auf, lässt andere dafür bewusst unerwidert.
uebermedien.de

Medienberichte über Fahrradunfälle sind oft voreingenommen, kritisiert der ADFC.

Perspektivwechsel: Medienberichte und Polizeimeldungen über Unfälle schieben oft den Radfahrerinnen die Schuld zu, bemängelt der ADFC gegenüber Deutschlandfunk. Pressemitteilungen der Polizei sind oft aus der "Autofahrerperspektive" geschrieben, weil Polizistinnen selbst viel Zeit im Streifenwagen verbringen, sagt Stefan Jacobs vom "Tagesspiegel". Der ADFC rät, dass Journalistinnen bei großen Unfällen selbst vor Ort recherchieren, anstatt Polizeimeldungen zu übernehmen.
deutschlandfunk.de via bildblog.de

Meinung: Sendungen für Jungwähler fördern selten mehr als private Einblicke von Spitzenpolitikern zu Tage.

Politik-Plausch: Sendungen für junge Wählerinnen wie "Ich würde nie…" von Deutschlandfunk Nova oder "Kreuzverhör – deine Wahl?" von Funk treffen Spitzenkanidaten zum Interview im Späti statt im Regierungsviertel. Sie fördern aber "abgesehen von randomisierten Fakten aus dem Privatleben des Gastes" selten Erhellendes zu Tage, was möglicherweise auch an den Politikern selbst liegen könnte, beobachtet Emeli Glaser. Die Interviewformate brillierten vor allem dann, wenn sie entlarven, wie gleichgültig manche Po­li­ti­ke­rin­nen den Sorgen jüngerer Generationen gegenüber stehen.
taz.de

Grünen-Politiker gibt sich bei RBB-Umfrage zum Thema Radverkehr als unbefangener Bürger aus.

Tour de Farce: Der RBB sieht sich gezwungen, ein Video einer Straßenumfrage zum Thema "Radfahren in Berlin" für die "Abendschau" zu löschen. Ein Befragter lobte darin die umstrittenen Pop-Up-Radwege in Berlin, entpuppte sich aber später als der Grünen-Abgeordnete Georg Kössler. Nach empörten Reaktionen im Netz, entschuldigte sich der Sender per Tweet und löschte den kurzen Beitrag.
welt.de, twitter.com (Entschuldigung)

Video-Tipp: Lanz und Böhmermann streiten im Journalismus-Triell über falsche Ausgewogenheit.

Video-Tipp: Jan Böhmermann, Markus Lanz und Giovanni di Lorenzo streiten im Journalismus-Triell der "Zeit" zum Teil heftig über die Verantwortung von Journalisten bei der redaktionellen Auswahl von Gästen und Themen. Böhmermann wirft Lanz im Streitgespräch (ab 0:55) am Beispiel des Virologen und Lanz-Dauergastes Hendrik Streeck falsche Ausgewogenheit vor, die der Talkmaster deutlich zurückweist.
zeit.de, youtube.com (87-min-Video)

Debatte: Journalismus ist kein Verkaufsprodukt.

Medienkritik: Ökonomische Aspekte dürfen nicht journalistische Qualität definieren, schreiben Oliver Günther und Tanjev Schultz (Foto) in "Journalistik". Wer den öffentlich-rechtlichen Journalismus zu einem Verkaufsprodukt mache, verrate den Grundgedanken des öffentlich-rechtlichen Prinzips. Weiter attestieren sie Medien eine "rätselhafte Selbstaufgabe", wenn es um Nutzerinteressen geht. Ein Journalismus, der auf Emotionalisierung, Personalisierung und Zuspitzung setze, mache sich auf Dauer überflüssig.
journalistik.online via twitter.com (Daniel Bouhs)

Debatte: Bildblog wirft “Bild” irreführende Faktenchecks vor.

Faktastisch: Bildblog wirft der “Bild” vor, beim Twitter-Rundumschlag gegen die Grünen von “Liebling” Friedrich Merz im Faktenchef mehr zu verwirren als aufzuklären. Zu Merz' Vorwurf, die Grünen würden Wählerinnen Gender-Sprache aufzwingen, zählt die Bild nur, wie häufig die Partei in ihrem Wahlprogramm gendert. Beim Thema Einwanderung entsteht der Eindruck, die Grünen würden für Masseneinwanderung “auf allen Ebenen” trommeln, statt die Verwaltung mit Migrations-Quoten näher an die Lebenswirklichkeit in Deutschland anpassen zu wollen.
bildblog.de, twitter.com (Merz-Tweet)

Meinung: Ferda Ataman erwartet von Bild-TV “rechten Agitations- und Propaganda-Journalismus”.

Bild-TV könnte "ein lineares Zuhause für Verschwörungs­fans" werden, ähnlich wie Fox News in den USA, kommentiert Journalistin Ferda Ataman bei Radioeins. Sie erwartet "rechten Agitations- und Propaganda-Journalismus" wie in der Zeitung – "alles andere wäre überraschend". Als Zielgruppe fürs "Julian-Reichelt-TV" sieht Ataman Menschen, "die schon morgens mit Bier auf der Couch sitzen und vor der Glotze über Merkel und Migranten herziehen".
radioeins.de (mit 5-Min-Audio)

Zitat: Bei der Klimaberichterstattung zeigen sich die Probleme des Journalismus, sagt Bernhard Pörksen.

"Aus meiner Sicht ist der zeitlich verstandene Aktualitätsbegriff – Was ist gerade passiert? – vollkommen überschätzt. In der Regel hat oft das Bedeutung, was sich langsam vollzieht."

Nach Meinung des Medienwissenschaftlers Bernhard Pörksen, berichten Medien über den Klimawandel zu neuigkeitsfixiert und ohne Weitblick.
deutschlandfunk.de

“NOZ”: SPD zieht umstrittenen Matrjoschka-Spot zurück.

SPD zieht den umstrittenen Wahl-Werbespot zurück, der die Religion des Laschet-Vertrauten Nathanael Liminski (Foto) thematisiert. "Der Kampagnen­leiter hat mir berichtet, dass der Spot nicht genutzt wird", sagt SPD-Kanzler­kandidat Olaf Scholz der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Auch innerhalb der SPD war der Spot umstritten.
presseportal.de (Vorabmeldung) via bild.de, turi2.de (Background)

Debatte: Private Medien müssen nicht überparteilich sein, aber sie sollten es, findet Roland Pimpl.

Parteiempfehlung: Private Medien müssen nicht überparteilich sein, aber es liegt in ihrem wirtschaftlichen Interesse es zu sein, schreibt Roland Pimpl. "Bei allzu starker (partei-)politischer Schlagseite" drohe ein Verlust an Reichweite. Sender müssten ihre Überparteilichkeit aber auch im Programm zeigen und alle Parteien nach gleichen Maßstäben messen.
horizont.net (Paid)

Rundfunk-Debatte: Stefan Niggemeier wirft Springer “faktenverdrehte Wutbürgerei” vor.

Lückenpresse: Die Art, wie Axel-Springer-Medien das Rundfunkurteil vom Verfassungsgericht kritisieren, ist nicht legitim, schreibt Stefan Niggemeier bei Übermedien. Er wirft Springer eine "maßlose, faktenverdrehende Wutbürgerei" vor. Georg Altrogge erwecke in der "Bild" durch verkürzte Darstellungen den falschen Eindruck, "ARD und ZDF könnten verlangen, was sie wollen, und würden nicht kontrolliert". "Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt und sein "Bild"-Kollege Julian Reichelt würden "mehr oder weniger verbrämt eine Erzählung" verbreiten, "die man sonst von Querdenkern und AfD-Leuten hört".
uebermedien.de, welt.de (Paid), bild.de, bildblog.de, turi2.de (Background)

NRW-Staatskanzlei: Türkische Medien erfinden Laschet-Interview.

Wer hat's erfunden? Das türkische Boulevardblatt "Sabah" hat am Montag ein Interview mit Armin Laschet gedruckt, das nach Angaben der NRW-Staatskanzlei nie stattgefunden hat, berichtet die "Welt". In dem Text beschwört der CDU-Kanzlerkandidat seine Liebe zur Türkei und plädiert für ein "sehr ernsthaftes Partnerschaftsabkommen" mit dem Land. Hinter dem Fake soll demnach der Wirtschaftswissenschaftler Faruk Sen stehen, der bis 2008 das Zentrum für Türkeistudien in Essen geleitet hat.
welt.de

“Bild” echauffiert sich über beschnittenes Grünen-Foto, das nur Frauen zeigt.

Bild-Schnitt: "Bild" echauffiert sich über einen Tweet der Grünen, der mit sonst männlich dominierten Partei-Fotos kokettiert und nur Frauen zeigt. "Bild" prangert an: "Grüne schneiden Einwanderer aus Partei-Foto heraus". Der Berliner Grünen-Kandidat Taylan Kurt, einer der aus dem Originalbild heraus­geschnittenen Männer, wirft "Bild" bei Twitter "Rassismus" vor und stellt klar: "Ich bin KEIN 'Einwanderer'!".
bild.de, twitter.com/KurtTaylanz