Trainierte Aktivistinnen dürfen in der ARD-“Wahlarena” Fragen stellen.

Eingeschleust: In der "Wahlarena" der ARD durften offenbar nicht nur normale Bürgerinnen CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet befragen, sondern auch von Linken geschulte Aktivistinnen, entdeckt "FAZ"-Mann Philipp Plickert auf Twitter. Drei Kandidatinnen seien von einer Aktivistinnen-Agentur namens "hartaberlinks" auf ihren Showauftritt hin trainiert worden. Eine der Fragestellerinnen wollte Armin Laschet mit unangenehmen Fragen live "fertig machen". Kopf der Agentur soll eine Linksextremistin sein.
twitter.com, bild.de

Zitat: Wolfgang Schäuble vergleicht die Mechanismen der Medien mit einem Auto im Sand.

"Das ist, wie wenn du mit dem Au­to im Sand steckst. Mit je­dem Ver­such raus­zu­kom­men, frisst du dich tie­fer rein."

CDU-Politiker Wolfgang Schäuble spricht in der "Zeit" über die Mechanismen der Mediengesellschaft. Im Wahlkampf sei zu beobachten, wie schwer es ist, eine Richtung zu korrigieren, "wenn die Deu­tung ein­mal in ei­ne be­stimm­te Rich­tung geht".
"Zeit" 38/2021, S. 44 (Paid)

Zitat: Toni Kroos beklagt eine “große Sensationsgeilheit” der Medien.

"Häufig wird ja gefordert, dass die Spieler nicht nur 'Wischi-Waschi' erzählen sollen. Aber wenn einer dann mal klar spricht, es aber nicht jedem passt, wird er auch schnell wie die Sau durch das Dorf getrieben."

Ex-Nationalspieler Toni Kroos sagt im T-Online-Interview, dass die "mediale Aufmerksamkeit des Profifußballs immer extremer" werde: Kleine Dinge würden viel zu häufig zu groß gemacht.
t-online.de

Hör-Tipp: Politische Berichterstattung wird zum “Pferderennen”.

Hör-Tipp: Die Wahl-Berichterstattung wird zunehmend zum "Pferderennen", politische Journalisten klingen "mitunter wie Sportreporter", berichten Michael Borgers und Stefan Fries im Deutschlandfunk. Beim Horse Race Journalism geht um Sieger und Verlierer, Umfrage-Ergebnisse sind all­gegen­wärtig und prägen auch die nach­folgende Kommentierung. Dabei fehle teilweise der Kontext der Umfrage, etwa das Datum oder die konkrete Frage­stellung. Problematisch sei, wenn dabei Inhalte zu kurz kommen.
deutschlandfunk.de (18-Min-Audio)

Meinung: Julian Reichelt macht CDU-Talk zur “Reichelt-Show”.

Freundschaftdienst: "Bild"-Chef Julian Reichelt besucht Springer-Manager Christian Nienhaus, der in Hagen für die CDU kandidiert, am Freitag­abend als Gast einer Diskussion der Jungen Union im west­fälischen Schwelm. DJV-NRW und Westfalenpost hatten den Besuch zuvor kritisiert. Zur "Wahl­kampf­show" für die CDU wird Reichelts Auftritt jedoch nicht, schreibt Sebastian Weiermann, eher zur "Reichelt-Show" – für Nienhaus und den weiteren CDU-Kandidaten Hartmut Ziebs bleiben "nur Statistenrollen". Mit "viel Pathos" erzählt Reichelt, dass "alles" in seiner Laufbahn auf den 11. September 2001 zurückzuführen sei. Das Ahrtal nennt er den "Ground Zero" der Flutkatastrophe. Geschickt greift Reichelt manche Vorlagen seiner Gesprächs­partner auf, lässt andere dafür bewusst unerwidert.
uebermedien.de

Medienberichte über Fahrradunfälle sind oft voreingenommen, kritisiert der ADFC.

Perspektivwechsel: Medienberichte und Polizeimeldungen über Unfälle schieben oft den Radfahrerinnen die Schuld zu, bemängelt der ADFC gegenüber Deutschlandfunk. Pressemitteilungen der Polizei sind oft aus der "Autofahrerperspektive" geschrieben, weil Polizistinnen selbst viel Zeit im Streifenwagen verbringen, sagt Stefan Jacobs vom "Tagesspiegel". Der ADFC rät, dass Journalistinnen bei großen Unfällen selbst vor Ort recherchieren, anstatt Polizeimeldungen zu übernehmen.
deutschlandfunk.de via bildblog.de

Meinung: Sendungen für Jungwähler fördern selten mehr als private Einblicke von Spitzenpolitikern zu Tage.

Politik-Plausch: Sendungen für junge Wählerinnen wie "Ich würde nie…" von Deutschlandfunk Nova oder "Kreuzverhör – deine Wahl?" von Funk treffen Spitzenkanidaten zum Interview im Späti statt im Regierungsviertel. Sie fördern aber "abgesehen von randomisierten Fakten aus dem Privatleben des Gastes" selten Erhellendes zu Tage, was möglicherweise auch an den Politikern selbst liegen könnte, beobachtet Emeli Glaser. Die Interviewformate brillierten vor allem dann, wenn sie entlarven, wie gleichgültig manche Po­li­ti­ke­rin­nen den Sorgen jüngerer Generationen gegenüber stehen.
taz.de

Grünen-Politiker gibt sich bei RBB-Umfrage zum Thema Radverkehr als unbefangener Bürger aus.

Tour de Farce: Der RBB sieht sich gezwungen, ein Video einer Straßenumfrage zum Thema "Radfahren in Berlin" für die "Abendschau" zu löschen. Ein Befragter lobte darin die umstrittenen Pop-Up-Radwege in Berlin, entpuppte sich aber später als der Grünen-Abgeordnete Georg Kössler. Nach empörten Reaktionen im Netz, entschuldigte sich der Sender per Tweet und löschte den kurzen Beitrag.
welt.de, twitter.com (Entschuldigung)

Video-Tipp: Lanz und Böhmermann streiten im Journalismus-Triell über falsche Ausgewogenheit.

Video-Tipp: Jan Böhmermann, Markus Lanz und Giovanni di Lorenzo streiten im Journalismus-Triell der "Zeit" zum Teil heftig über die Verantwortung von Journalisten bei der redaktionellen Auswahl von Gästen und Themen. Böhmermann wirft Lanz im Streitgespräch (ab 0:55) am Beispiel des Virologen und Lanz-Dauergastes Hendrik Streeck falsche Ausgewogenheit vor, die der Talkmaster deutlich zurückweist.
zeit.de, youtube.com (87-min-Video)

Debatte: Journalismus ist kein Verkaufsprodukt.

Medienkritik: Ökonomische Aspekte dürfen nicht journalistische Qualität definieren, schreiben Oliver Günther und Tanjev Schultz (Foto) in "Journalistik". Wer den öffentlich-rechtlichen Journalismus zu einem Verkaufsprodukt mache, verrate den Grundgedanken des öffentlich-rechtlichen Prinzips. Weiter attestieren sie Medien eine "rätselhafte Selbstaufgabe", wenn es um Nutzerinteressen geht. Ein Journalismus, der auf Emotionalisierung, Personalisierung und Zuspitzung setze, mache sich auf Dauer überflüssig.
journalistik.online via twitter.com (Daniel Bouhs)

Debatte: Bildblog wirft “Bild” irreführende Faktenchecks vor.

Faktastisch: Bildblog wirft der “Bild” vor, beim Twitter-Rundumschlag gegen die Grünen von “Liebling” Friedrich Merz im Faktenchef mehr zu verwirren als aufzuklären. Zu Merz' Vorwurf, die Grünen würden Wählerinnen Gender-Sprache aufzwingen, zählt die Bild nur, wie häufig die Partei in ihrem Wahlprogramm gendert. Beim Thema Einwanderung entsteht der Eindruck, die Grünen würden für Masseneinwanderung “auf allen Ebenen” trommeln, statt die Verwaltung mit Migrations-Quoten näher an die Lebenswirklichkeit in Deutschland anpassen zu wollen.
bildblog.de, twitter.com (Merz-Tweet)

Meinung: Ferda Ataman erwartet von Bild-TV “rechten Agitations- und Propaganda-Journalismus”.

Bild-TV könnte "ein lineares Zuhause für Verschwörungs­fans" werden, ähnlich wie Fox News in den USA, kommentiert Journalistin Ferda Ataman bei Radioeins. Sie erwartet "rechten Agitations- und Propaganda-Journalismus" wie in der Zeitung – "alles andere wäre überraschend". Als Zielgruppe fürs "Julian-Reichelt-TV" sieht Ataman Menschen, "die schon morgens mit Bier auf der Couch sitzen und vor der Glotze über Merkel und Migranten herziehen".
radioeins.de (mit 5-Min-Audio)

Zitat: Bei der Klimaberichterstattung zeigen sich die Probleme des Journalismus, sagt Bernhard Pörksen.

"Aus meiner Sicht ist der zeitlich verstandene Aktualitätsbegriff – Was ist gerade passiert? – vollkommen überschätzt. In der Regel hat oft das Bedeutung, was sich langsam vollzieht."

Nach Meinung des Medienwissenschaftlers Bernhard Pörksen, berichten Medien über den Klimawandel zu neuigkeitsfixiert und ohne Weitblick.
deutschlandfunk.de

“NOZ”: SPD zieht umstrittenen Matrjoschka-Spot zurück.

SPD zieht den umstrittenen Wahl-Werbespot zurück, der die Religion des Laschet-Vertrauten Nathanael Liminski (Foto) thematisiert. "Der Kampagnen­leiter hat mir berichtet, dass der Spot nicht genutzt wird", sagt SPD-Kanzler­kandidat Olaf Scholz der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Auch innerhalb der SPD war der Spot umstritten.
presseportal.de (Vorabmeldung) via bild.de, turi2.de (Background)

Debatte: Private Medien müssen nicht überparteilich sein, aber sie sollten es, findet Roland Pimpl.

Parteiempfehlung: Private Medien müssen nicht überparteilich sein, aber es liegt in ihrem wirtschaftlichen Interesse es zu sein, schreibt Roland Pimpl. "Bei allzu starker (partei-)politischer Schlagseite" drohe ein Verlust an Reichweite. Sender müssten ihre Überparteilichkeit aber auch im Programm zeigen und alle Parteien nach gleichen Maßstäben messen.
horizont.net (Paid)

Rundfunk-Debatte: Stefan Niggemeier wirft Springer “faktenverdrehte Wutbürgerei” vor.

Lückenpresse: Die Art, wie Axel-Springer-Medien das Rundfunkurteil vom Verfassungsgericht kritisieren, ist nicht legitim, schreibt Stefan Niggemeier bei Übermedien. Er wirft Springer eine "maßlose, faktenverdrehende Wutbürgerei" vor. Georg Altrogge erwecke in der "Bild" durch verkürzte Darstellungen den falschen Eindruck, "ARD und ZDF könnten verlangen, was sie wollen, und würden nicht kontrolliert". "Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt und sein "Bild"-Kollege Julian Reichelt würden "mehr oder weniger verbrämt eine Erzählung" verbreiten, "die man sonst von Querdenkern und AfD-Leuten hört".
uebermedien.de, welt.de (Paid), bild.de, bildblog.de, turi2.de (Background)

NRW-Staatskanzlei: Türkische Medien erfinden Laschet-Interview.

Wer hat's erfunden? Das türkische Boulevardblatt "Sabah" hat am Montag ein Interview mit Armin Laschet gedruckt, das nach Angaben der NRW-Staatskanzlei nie stattgefunden hat, berichtet die "Welt". In dem Text beschwört der CDU-Kanzlerkandidat seine Liebe zur Türkei und plädiert für ein "sehr ernsthaftes Partnerschaftsabkommen" mit dem Land. Hinter dem Fake soll demnach der Wirtschaftswissenschaftler Faruk Sen stehen, der bis 2008 das Zentrum für Türkeistudien in Essen geleitet hat.
welt.de

“Bild” echauffiert sich über beschnittenes Grünen-Foto, das nur Frauen zeigt.

Bild-Schnitt: "Bild" echauffiert sich über einen Tweet der Grünen, der mit sonst männlich dominierten Partei-Fotos kokettiert und nur Frauen zeigt. "Bild" prangert an: "Grüne schneiden Einwanderer aus Partei-Foto heraus". Der Berliner Grünen-Kandidat Taylan Kurt, einer der aus dem Originalbild heraus­geschnittenen Männer, wirft "Bild" bei Twitter "Rassismus" vor und stellt klar: "Ich bin KEIN 'Einwanderer'!".
bild.de, twitter.com/KurtTaylanz

Zahl des Tages: “Ostsee-Zeitung” berichtet auffällig oft unkritisch über Aida.

Zahl des Tages: Satte 26 Mal hat Madsacks "Ostsee-Zeitung" im Juni über die Rostocker Kreuzfahrt-Reederei Aida berichtet, zählt "Katapult MV". Alle Beiträge sind positiv und unkritisch, als Werbung gekennzeichnet ist keiner. "Katapult"-Gründer Benjamin Fredrich wirft der Zeitung vor, "zur Aida-Werbe­maschine geworden" zu sein.
katapult-mv.de

Zitat: FDP-Vize Wolfgang Kubicki wirft Teilen der Medien vor, Corona-Politik nicht zu hinterfragen.

"Eine ganze Reihe von Medien – dazu gehören Teile der öffentlich-rechtlichen genauso wie die 'Süddeutsche Zeitung' oder die 'Frankfurter Rundschau' – haben die Maßnahmen der Regierung überhaupt nicht mehr hinterfragt, weil diese angeblich der Bekämpfung des Coronavirus dienten."

FDP-Vize Wolfgang Kubicki wirft Teilen der Medien im "Welt"-Interview und in seinem Buch vor, dass sie sich in der Corona-Politik "als Teil der Bewegung verstanden" hätten, "nicht als kritische Beobachter".
welt.de (Paid)

Debatte: Dennis Scheck erntet Kritik für literarische Verriss-Reihe.

Anti-Kanon: SWR-Literaturkritiker Dennis Scheck (Foto) verreißt in einer Video-Reihe die in seinen Augen "schlechtesten Bücher der Weltgeschichte". Verlegerin Karin Schmidt-Friderichs wirft ihm "Effekthascherei auf schwachem Niveau" vor und fragt sich, wie es passieren konnte, dass der SWR ein solches Format absegnet. In der Kritik steht u.a. ein Blitz, der die Bücher ins Jenseits befördert und Assoziationen zur Bücherverbrennung hervorruft. SWR-Literatur­chef Frank Hertweck argumentiert, es gehe um "verschiedene Kriterien des Misslungenen", wobei sich "leider die alte Weisheit" bestätige, dass "Ironie und Fernsehen" nicht zusammen funktionieren.
boersenblatt.net (Schmidt-Friderichs), boersenblatt.net (Hertweck)

Bremer Innensenator wirft “Bild” zu euphorische Berichterstattung über Sportwetten vor.

Gegen Wetten wettern: Der Bremer Innen­senator Ulrich Mäurer wirft "Bild" vor, "penetrant und positiv" über Sport­wetten zu berichten. In einem Brief an den Presse­rat, der dem ARD-Hauptstadt­studio vorliegt, beklagt Mäurer die "besorgnis­erregende, da gezielt verharm­losende" Bericht­erstattung der Zeitung. Besondere stört ihn, dass Springer unter der Marke BildBet selbst Sportwetten anbietet und somit "von wirtschaftlichen Interessen geleitet" werde.

Dem wider­spricht in der ARD ein Springer-Sprecher: "Bild" berichte "ausgesprochen verantwortungs­voll" über Sport­wetten, die Marken­kooperation sei "ganz klar und sichtbar getrennt vom redaktionellen Angebot". Der Presserat wird sich im September mit der Beschwerde befassen, Mäurer will das Thema bei der nächsten Innen­minister­konferenz ansprechen.
tagesschau.de, turi2.de (Background)

Grünen-Vorwurf: Häppchen-Plagiate ziehen Debatte künstlich in die Länge.

Skandal in Häppchen: Grünen-Wahlkampf­manager Johannes Hillje (Foto) wirft Plagiats­jäger Stefan Weber im "Zeit"-Streitgespräch vor, seine Plagiats-Funde im Buch von Annalena Baerbock "scheibchenweise" zu veröffentlichen und die Debatte damit künstlich in die Länge zu ziehen. Weber erwidert, er habe einen "inneren Drang", schon einen Anfangs­verdacht mitzuteilen. Alle Fund­stellen auf einmal zu veröffentlichen, wäre "so massiv einge­schlagen", dass Baerbocks Rücktritt "nur eine Frage von Tagen gewesen wäre".
zeit.de (Paid)

Zitat: Constantin Schreiber fordert von sozialen Netzwerken mehr Verantwortung.

"Es wäre vollkommen verkürzt zu denken, dass Facebook nur eine Plattform sei. Facebook wird längst ganz anders wahrgenommen."

"Tagesschau"-Sprecher und Autor Constantin Schreiber fordert im "NOZ"-Interview, dass soziale Netzwerke Verantwortung für ihre Inhalte über­nehmen. Dafür bräuchte es etwa einen Chefredakteur.
noz.de (Paid) via rnd.de

Der EM-Berichterstattung fehlt die Distanz, schreibt Imre Grimm.

Keine Punktlandung: Der Zustand der deutschen Nationalmannschaft weist Parallelen mit dem Sportjournalismus bei ARD und ZDF auf, schreibt Imre Grimm (Foto) beim RND. Verband und Sender würden u.a. mit "altbackenen Konzepten" den Eindruck erwecken, nicht mehr "mit letzter Leidenschaft bei der Sache zu sein". Er bemängelt auch die fehlende Distanz der Expertinnen: Ex-Fußballprofi Bastian Schweinsteiger habe teilweise wie der "Pressesprecher des DFB-Teams" gewirkt. Grimm wünscht sich von den Öffentlich-Rechtlichen "mehr '11 Freunde', weniger 'Sport Bild'".
rnd.de

Springer-Chef Mathias Döpfner verteidigt Abdruck von Orbán-Anzeige in “Bild”.


Viktors Verteidiger: Springer-Chef Mathias Döpfner (Foto) rechtfertigt die Veröffentlichung der umstrittenen Anzeige des ungarischen Regierungs­chefs Viktor Orbán in "Bild", berichtet Marvin Schade bei Medieninsider. In einer digitalen Mitarbeiter­versammlung sagt Döpfner, eine Ablehnung "nur weil wir die vermittelte Nachricht nicht mögen" würde im Gegenzug bedeuten, "dass jede andere Anzeige redaktionelle Unterstützung erfährt. Das wäre katastrophal". Redaktionelle Haltung und kommerzielle Kommunikation müssten "total abgegrenzt" bleiben: "Wenn wir das aufgeben, würden wir etwas zusammenbringen, das nicht zusammen gehört", führt der Springer-Boss aus. Den Vorschlag eines Mitarbeiters, die Einnahmen aus der Orbán-Anzeige an eine LGBTQI+-Organisation zu spenden, lehnt Döpfner daher auch ab.

Döpfners Credo: Wenn die Absender verboten sind oder die Anzeigen gegen Gesetze verstoßen, veröffentliche Springer eine Anzeige nicht. "Alles dazwischen müssen wir veröffentlichen – ob aus der Türkei, Russland, Ungarn oder woher auch immer", sagt Döpfner. Auf die Frage, ob "Bild" die Anzeige auch gedruckt hätte, hätte Orbán Israel das Existenzrecht abgesprochen, sagt Döpfner klar: "Nein, das würden wir definitiv nicht", schränkt jedoch ein: "Würde er aber sagen, dass die Siedlungspolitik Israels eine Bedrohung des Weltfriedens wäre oder aggressiv konkrete Aktionen verurteilen würde, würden wir dies natürlich veröffentlichen." Das Existenzrecht Israels ist eines von fünf Essentials, für die Springer eintritt.
medieninsider.com (Paid), turi2.de (Background)

“Bild am Sonntag” zeigt falschen Täter von Würzburg – und bittet um Entschuldigung.

Bild am Sonntag räumt ein, einen falschen Mann als "Messer-Killer" von Würzburg auf der Titelseite gedruckt zu haben. In einem Artikel nennt das Blatt die Veröffentlichung "einen schweren Fehler" und bittet "um Verzeihung", rechtfertigt sich aber auch. Es habe "nach gründlichster Recherche keine vernünftigen Zweifel daran" gegeben, dass es sich bei dem abgebildeten Mann um den Beschuldigten handelt. Marvin Schade von Medieninsider kritisiert via Twitter, dass die "Bild"-Chefredaktion den Artikel nicht unterzeichnet und die Entschuldigung auf der Online-Startseite nur schwer, auf dem Print-Titel gar nicht zu finden ist.
bild.de, twitter.com (Marvin Schade), turi2.de (Background)

Vertrauen in klassische Medien sinkt auf Allzeittief.

Medienvertrauen: Nur 54% der Deutschen vertrauen traditionellen Medien wie TV- und Hörfunksendern, Zeitungen und Zeitschriften als Nachrichtenquelle, sagt das Edelman Trust Barometer. Ein Allzeittief: Noch im Januar 2021 lag der Wert bei 57%, bei der Erstbefragung 2012 sogar bei 63%. Noch weniger verlassen sich die Befragten auf Informationen von Suchmaschinen (49%) und Sozialen Medien (22%). Die vertrauenswürdigste Institution bleibt die Bundesregierung, der 55% vertrauen.
horizont.net (Paid)

Übermedien: “Welt” hat den Nachrichtenagenturen das Gendern angedichtet.

Zu früh geärgert: Wegen eines "bedauerlichen Produktionsfehlers" habe es in einem "Welt"-Artikel zuerst falsch geheißen, "die Nachrichtenagenturen planten zu gendern". Freiheit-Chefreporterin Anna Schneider hatte zunächst von einem "Gendergestotter der selbstgerecht-egalitären Blase" geschrieben, inzwischen lautet die Überschrift nur noch "Weit weg von der Lebensrealität", beobachtet Stefan Niggemeier bei Übermedien. Viele nachträgliche Änderungen würden nun dazu führen, dass der Artikel "immer wieder etwas sinnlos über Dinge schimpft", die von den Agenturen gar nicht beschlossen worden sind. So ließe sich das "Erregungspotential angenehm hochhalten".
uebermedien.de, welt.de (Paid), turi2.de (Background)

Meinung: Ronaldo ist nicht verantwortlich für sinkenden Coca Cola-Börsenwert.

Coca Cola: Ronaldo ist nicht der Kurs-Killer der Aktie der Getränke-Marke, als der er in den Medien seit Wochenbeginn dargestellt wird, urteilt Nils Jacobsen. Der Journalist beobachtet, dass der Kurs der Cola-Aktie bereits eine Viertelstunde vor dem Pressekonferenz-Auftritt Ronaldos gesunken war. Es könnte sich daher auch um "Marktgegebenheiten und der turnusmäßigen Dividendenzahlung" handeln. Für einigen Medien, darunter der britische “Guardian”, sei die Schlagzeile aber wohl zu verlockend gewesen.
meedia.de (Paid), turi2.de (Background)

Zitat: Florian Harms sieht manche Redaktionen “vom Dunst des Geldes vernebelt”.

"Selbst der schärfste Verstand scheint nicht dagegen gefeit zu sein, vom Dunst des Geldes vernebelt zu werden."

T-Online-Chef­redakteur Florian Harms wettert in seinem Morgen-Newsletter gegen "Süddeutsche", "FAZ" und "Zeit", die die Anzeige der Lobby-Organisation INSM gegen Annalena Baerbock veröffentlicht haben. Manchen Chef­redaktionen scheine "der Kompass abhanden­gekommen zu sein". T-Online und der "Spiegel" haben die Anzeige laut Harms abgelehnt.
t-online.de, turi2.de (Background)

Zitat: Gabor Steingart sieht Medien in die Regressions­falle tappen.

"Mit ihrem stark ausgeprägten Herdentrieb werden die Medien ein ums andere mal in die Regressions­falle tappen und dem Journalismus keinen Dienst erweisen können."

Gabor Steingart kommentiert den "anschwellenden Abgesang auf die Union" und die "Überhöhung der Grünen" nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt als "Fehlurteile", die auch dann falsch blieben, wenn eine "Mehrheit der professionellen Beobachter" sie teilt.
news.gaborsteingart.com

Rüdiger Suchsland kritisiert Aufarbeitung der #allesdichtmachen-Berichterstattung.

Mehr Analyse: Über die kritisierte #allesdichtmachen-Berichterstattung des "Tagesspiegels" hätten andere Medien "besser und ausgewogener informieren müssen", schreibt Rüdiger Suchsland bei Telepolis. Behauptungen des Blattes seien "an vielen Orten" aufgenommen und zitiert worden, anstatt dessen Fehler aufzuarbeiten. Diese Arbeit gehöre nicht in die Hände "'alternativer Medien' mit Querdenker-Geruch".
heise.de, turi2.de (Background)

Zitat: Maria Furtwängler beklagt gestörten Umgang der Film-Branche mit der Pandemie.

"Im fiktionalen Bereich haben wir einen gestörten oder verunsicherten Umgang mit der Pandemie. Dieses Herumeiern um die Corona-Krise hat mich genervt."

Schauspielerin Maria Furtwängler sagt im RND-Interview, dass viele Serien und Filme so tun, als gäbe es keine Pandemie. Die Comedyserie Ausgebremst, bei der Furtwängler auch Produzentin ist, thematisiert Corona daher explizit.
rnd.de, ardmediathek.de ("Ausbremst"-Serie)

Nach Interview-Boykott: Tennis-Spielerin Naomi Osaka steigt bei den French Open aus.

French Open: Die Japanerin Naomi Osaka (Foto) steigt freiwillig aus dem Tennis-Turnier aus, weil sie in Paris nicht mit Medien sprechen will. An der Presse­konferenz nach ihrem Sieg gegen die Rumänin Patricia Maria Tig hatte Osaka nicht teilgenommen und dafür 15.000 Dollar Strafe zahlen müssen. Sie wirft Journalistinnen vor, keine Rücksicht auf die psychische Gesundheit von Sportlerinnen zu nehmen, sie selbst verspüre bei Interviews "große Wellen der Angst".
bild.de, twitter.com/naomiosaka

Clubhouse-Tipp: Cordt Schnibbens Writer’s Pub diskutiert das “Bild”-Buch der Bildblogger.

Clubhouse-Tipp: Der Writer's Pub von Reporterfabrik und Cordt Schnibben trifft sich heute Abend zur Buchkritik über das "Bild"-Buch von Moritz Tschermak und Mats Schönauer. Tschermak diskutiert u.a. mit "Bild"-Kritiker Günter Wallraff, dem früheren "Bild"-Journalisten Georg Streiter, Moderatorin Aline von Drateln und turi2-Gründer Peter Turi. Die Runde wird mitgeschnitten und erscheint später als Podcast.
clubhouse.com (Kalender-Link, Montag, 18 Uhr)

Matthias Distel erstattet Anzeige gegen Sat.1 und Imago TV.

Aktenkundig: Unternehmer Matthias Distel, bekannt als Partysänger Ikke Hüftgold, hat bei der Polizei Limburg Anzeige gegen Sat.1 und die Produktionsfirma Imago TV erstattet, berichtet der "Spiegel". Distel wirft Sender und Produzenten vor, beim Dreh zur Reality-Reihe "Plötzlich arm, plötzlich reich" das Kindeswohl missachtet zu haben. Er selbst hatte als Protagonist teilgenommen und den Dreh abgebrochen.
spiegel.de, turi2.de (Background)

“Chrismon”-Chefredakteurin Ursula Ott streicht “stiefmütterlich” aus ihrem Wortschatz.

Mutterkomplex: "Chrismon"-Chefredakteurin Ursula Ott spricht im Sprachstunde-Podcast über das in Medien weit verbreitete Wort "stiefmütterlich" – dazu bewegte sie das Feedback einer Leserin, die sich über den Gebrauch des Wortes ärgerte, weil es Stiefmütter in bösem Licht dastehen lässt. Psychologin und Buchautorin Katharina Grünewald spricht mit Ott über sprachliche Aschenputtelbilder.
chrismon.de (24-Min-Podcast)

Matthias Distel kritisiert Produktionsbedingungen von Sat.1-Sendung.


Reich an Empörung: Schlagersänger Ikke Hüftgold, im echten Leben Matthias Distel, hat beim Sat.1-Format Plötzlich arm, plötzlich reich teilgenommen und kritisiert die Produktion scharf, die das "Kindeswohl von zwei schwer traumatisierten Kindern mit Füßen tritt". Zwei der vier involvierten Kinder sowie deren Mutter seien in psychologischer Behandlung, wovon die Produktionsfirma gewusst habe. Distel hat den Dreh abgebrochen, als er erfuhr, dass die Kinder in der Vergangenheit misshandelt wurden, und fordert eine "lückenlose Aufklärung".

Imago TV sagt gegenüber DWDL, die Beteiligten seien wie üblich gecastet worden: "Es werden lange Gespräche geführt, Videoaufnahmen und Selbsteinkünfte eingeholt." Von den Missbrauchsvorwürfen habe der Sender erst während des Drehs erfahren. Den Drehabbruch Distels habe die Produktionsfirma mitgetragen, sie räumt "Recherche-Fehler" ein. Sie distanziert sich on den Vorwürfen Distels, Quote mit der Notsituation der Kinder machen zu wollen.
dwdl.de, facebook.com (Statement Distel), rnd.de, t-online.de

Zitat: Journalistinnen drücken erfolgreichen Frauen Exoten-Stempel auf, sagt Fränzi Kühne.

"Der weibliche Exotenstatus wird durch die Berichterstattung immer wieder reproduziert."

Aufsichtsrätin Fränzi Kühne sagt im "Spiegel"-Interview, bei Männern werde die Familie nur erwähnt, wenn es menscheln soll, Frauen würden ständig über ihr Privatleben und Frausein befragt. Kühne veröffentlicht ein Buch, in dem sie Männern die Fragen stellt, die sonst erfolgreiche Frauen hören.
spiegel.de (Paid)

Julian Reichelt erwirkt einstweilige Verfügung gegen “Vögeln, fördern, feuern”-Artikel des “Spiegel”.

Vorerst ausgevögelt: Das Landgericht Hamburg untersagt dem "Spiegel" per einstweiliger Verfügung die Weiterverbreitung der Verdachtsberichterstattung gegen Julian Reichelt. Im Artikel "Vögeln, fördern, feuern" ging es um das Compliance-Verfahren gegen Julian Reichelt, der "Bild"-Chefredakteur ging rechtlich dagegen vor. In dem Artikel sind laut Gericht die Grundsätze der zulässigen Verdachtsberichterstattung nicht eingehalten worden. Es sei davon auszugehen, dass Reichelt keine ausreichende Gelegenheit zur Stellungnahme bekommen habe. Genau das hatte Reichelt moniert. Der "Spiegel" kann Widerspruch gegen den Beschluss einlegen. Reichelt ist nach Ende des Compliance-Verfahrens, in dem es um Vorwürfe des Machtmissbrauchs ging, auf seinen Posten zurückgekehrt.
welt.de, mopo.de, turi2.de (Background)

Bauers NS-Aufarbeitung verläuft schleppend, kritisiert Philipp Alvares de Souza Soares.

NS-Aufarbeitung der Verlegerfamilie Bauer verläuft "äußerst zögerlich", gleichzeitig kommen neue Details zu den Immobiliendeals aus NS-Zeiten von Alfred Bauer ans Licht, schreibt Philipp Alvares de Souza Soares. Der Verleger habe bei einer Zwangsversteigerung günstig ein Grundstück gekauft, auf dem 1953 Teile des Verlagsgebäudes errichtet wurden. 2020 hatte Bauer dem "Spiegel" gesagt, der Verlag könne ausschließen, "dass sich heute Grundstücke oder Liegenschaften aus 'Arisierung' in unserem Besitz befinden". Alvares de Souza Soares hört aus "Verlagskreisen", die Angebote profilierter Historikerinnen zur Aufarbeitung seien Bauer zu teuer gewesen. Der Verlag habe stattdessen eine "Recherchedienstleisterin" engagiert.
manager-magazin.de (Paid)

Lese-Tipp: Bildblog-Autoren über Muster hinter “Bild”-Geschichten.

Lese-Tipp: "Unter Julian Reichelt ist die Stimmungsmache gegen Muslime stark angestiegen", sagt Mats Schönauer (Foto) im "Standard"-Interview. Er und sein Bildblog-Kollege Moritz Tschermak sprechen über das Muster hinter "Bild"-Geschichten, darunter "das Bilden und Schüren von Feindbildern", das Weglassen entlastender Fakten und Expertinnen-O-Töne, die das jeweilige Feindbild weiter unterstützen. Die Meinungsmacht von "Bild" sei trotz sinkender Auflagen ungeschlagen – auch, weil "andere, auch seriöse Medien immer noch von 'Bild' abschreiben, oft ungeprüft".
derstandard.de

“Katapult”-Gründer Benjamin Fredrich macht sich seine Regeln selbst, schreibt Anne Fromm.

Wer im Glashaus sitzt: Katapult-Gründer Benjamin Fredrich, "der Hoffnungsträger des norddeutschen Lokaljournalismus, arbeitet selbst mit Bild-Zeitungs-Methoden", schreibt Anne Fromm in der "taz". Fredrich hatte dem Übermedien-Redakteur Jürn Kruse eine manipulative Interviewführung vorgeworfen und daraufhin unerlaubt den Mitschnitt veröffentlicht: "Fredrich, der anderen vorwirft, sich nicht an Regeln zu halten, macht sich seine Regeln einfach selbst."
taz.de, turi2.de (Background)

“Medium Magazin”: Volontärinnen berichten von Sexismus in Redaktionen.


Machtmissbrauch: Toxische Führungskulturen, Sexismus und andere Formen der Diskriminierung sind in deutschen Medienhäusern weit verbreitet, schreiben Eva Hoffmann und Pascale Müller im "Medium Magazin". Während ihrer Recherche melden sich binnen einer Woche 189 Medienschaffende, davon 142 Frauen, um ihre Erfahrungen aus den Redaktionen zu schildern. Aus 25 Interviews geht hervor, dass "kaum eine Redaktion" frei von Problemen sei. Berichtet wird u.a. von der Ansprache erwachsener Frauen als "Mäuschen" oder "Schätzchen" und dem Nutzen des rassistischen Begriffs "Neger". Insbesondere Praktikantinnen und Volontärinnen seien von unangemessenen Berührungen und sexistischen Kommentaren betroffen. Sie berichten besonders häufig von körperlichen Übergriffen. Gemeldete Vorfälle werden laut der Recherche oftmals nicht ernst genommen.

Frauen haben es nach Recherche des "Medium Magazin" schwerer, in Führungspositionen zu gelangen. So habe eine Journalistin Anfang der 2000er trotz zehn Jahren Berufserfahrung keinen Job in der Pressestelle bekommen, mit der Begründung, dass man "keine weiteren Frauen im gebärfähigen Alter" einstellen könne. Eine Redakteurin glaubt an "riesigen strukturellen Sexismus" und fordert, Machtstrukturen neu zu denken, damit sich am Arbeitsklima etwas ändert. (Anmerkung: Das Foto stammt von einer Vorab-Demo zum Weltfrauentag 2021.)
medium-magazin.de (Paid)

RND erstattet Strafanzeige nach Gewaltandrohungen zu einem Text von Imre Grimm.

Pressefreiheit: Madsacks RND erstattet Straf­anzeige wegen Gewalt­androhungen gegen Gesellschafts­ressort-Leiter Imre Grimm, schreibt Chef­redakteur Marco Fenske (Foto) in eigener Sache. Grimm hatte als Reaktionen auf seinen Text Stars gegen den Lockdown: Warum die Aktion 'Alles dichtmachen' eine Verhöhnung der Corona-Toten ist 400 E‑Mails erhalten. Zwei Drittel davon seien "übel beleidigend" gewesen und "weit von dem entfernt, was man gemeinhin Diskurs oder Debatte nennt".
rnd.de

Rundfunkrat fordert Konsequenzen für “Tatort”-Schauspielerinnen, die bei #allesdichtmachen dabei sind.

Noch 'ne Rolle rückwärts: Der WDR-Rundfunkrat Garrelt Duin stiftet mit einem Post zur Aktion #Allesdichtmachen Verwirrung, in dem er fordert, dass beteiligten "Tatort"-Schauspielerinnen die Jobs gekündigt werden. "Sie haben sich als Repräsentanten der öffentlich-rechtlichen Sender unmöglich gemacht. Die zuständigen Gremien müssen die Zusammenarbeit – auch aus Solidarität mit denen, die wirklich unter Corona und den Folgen leiden – schnellstens beenden." Kurz darauf rudert Duin zurück: "Der Tweet heute Morgen war Mist. Inhaltlich überzogen und meiner Rolle als Mitglied im Rundfunkrat nicht angemessen."
bild.de, rtl.de

Zitat: Kritik an #allesdichtmachen ist ihm zu schwarz-weiß gedacht, sagt Georg Restle.

"Die zum Teil wohlfeile Kritik an #allesdichtmachen ist mir zu plump. Nicht jeder, der einen neuen Untertanengeist aufs Korn nimmt, ist ein 'Querdenker' oder 'nimmt Tausende Tote in Kauf'. Wir sollten aufhören, uns gegenseitig in Ecken zu treiben, aus denen keiner mehr rauskommt."

"Monitor"-Redaktionsleiter Georg Restle kritisiert bei Twitter, die Debatte zeige, "wie sehr wir im schwarz-weiß gefangen sind".
twitter.com