“Bild” zitiert Familienministerium in Artikel über “GNTM” ohne Zusammenhang.

Nicht ganz so nackte Tatsachen: Die "Bild" erweckt in einem Artikel über "Germany's next Topmodel" den Eindruck, das Familienministerium kritisiere eine Folge der Show, in der die Nachwuchs-Models freizügig über den Laufsteg schreiten. Die Zeitung zitiert das Ministerium: "Sexismus ist nichts, das wir einfach tolerieren oder ignorieren können. Gemeinsam müssen wir Sexismus ganz klar als das bezeichnen, was er ist: nämlich eine Form von Gewalt" – und lässt dessen nachfolgenden Hinweis, dass Rundfunk Ländersache ist, einfach weg.
dwdl.de

Moderator von Bayern 3 löst Rassismus-Diskussion aus.

Bayern 3 steht im Shitstorm. Grund sind Äußerungen des Moderators Matthias Matuschik über die koreanischen Popband BTS. Matuschik bezeichnete die Mitglieder als "kleine Pisser" und verglich sie mit dem Corona-Virus, sagte gegen BTS gebe "es hoffentlich bald ebenfalls eine Impfung". Für seine Aussagen hat sich Matuschik inzwischen entschuldigt und bezeichnet sie in einer Stellungnahme als "komplett daneben". Er schreibt zudem, er habe nie die Absicht gehabt, jemanden rassistisch zu beleidigen, ihm sei aber bewusst, "dass am Ende zählt, wie die Worte bei den Empfängern ankommen ‐ und nicht, wie sie gemeint waren." Zuvor hatte der Sender bereits in einer Stellungnahme geschrieben, Matuschik sei beim Versuch, "seine Meinung ironisch-überspitzt und mit übertrieben gespielter Aufregung darzustellen, in seiner Wortwahl übers Ziel hinausgeschossen". Fremdenfeindlichkeit und Rassismus würden ihm aber fernliegen.
rnd.de, sueddeutsche.de, bayern3.de (Stellungnahme)

Reiner Haseloff fordert bei ARD und ZDF Impf-Aufklärung zur Primetime.

Impf-TV zur Primetime: Sachsen-Anhalts Minister­präsident Reiner Haseloff redet sich bei Markus Lanz in Rage und fordert nach "Tagesschau" und "heute" tägliche Aufklärungs­sendungen zur Corona-Impfung. Der Auftrag der Öffentlich-Rechtlichen sei in erster Linie Bildung, sagt Haseloff. Bildungs­sendungen sollten deshalb in der Primetime laufen, "ein Quiz gehört nach hinten, für diejenigen, die nicht einschlafen können".
watson.de, twitter.com (90-Sek-Video), zdf.de (Haseloff ab 33:30 Min)

Rundfunkanstalten platzieren Literaturberichterstattung in der Nische.

Literaturjournalismus: Der öffentlich-rechtliche Rundfunk treibt "die Auflösung der Gesellschaft in Zielgruppen und Kundenprofile" voran, schreibt Felix Stephan in der "Süddeutschen". Während Verlage Autor*innen aus dem Digitalen in der Verlagswelt aufbauen, tauchen die Sender in digitale Milieus ab, meint er. Die Existenz einer allgemeinen Öffentlichkeit werde von den Anstalten geleugnet, die stattdessen die "spitze Zielgruppe" im Netz erreichen wollen. Anlass für Stephans Ausführungen ist eine Diskussion zur Zukunft der Literaturkritik im WDR.
sueddeutsche.de (Paid)

Clickbait-Medien schlagen Profit aus Pöbeleien gegen TV-Hosts.

Krieg dem Clickbait: Das Verhalten von Medien wie "Nordbuzz" gegenüber TV-Moderatorinnen wie Ruth Moschner (Foto), grenzt "an systematisches Mobbing", schreibt Peer Schader. Die "Schlagzeilenschleudern" überhöhen Social-Media-Entgleisungen zu Artikeln, doch "all diese Berichte handeln von – nichts", stellt er fest. Die Eskalation in sozialen Netzwerken sei ein Problem, aber der Umgang mit Verlagen, "die das zur Basis ihres Geschäftsmodell gemacht haben", müsse ebenfalls geklärt werden.
dwdl.de

“Welt am Sonntag” moniert “Lobgesänge auf die Mächtigen” im deutschen Journalismus.

Fehlende Distanz zur Regierung wirft Wolfgang Büscher (Foto) den "deutschen Medien" in der "Welt am Sonntag" vor. Dafür sammelt er 30 Kommentare aus der Corona-Zeit, die das belegen sollen. Mehr als die Hälfte der "schönsten und schaurigsten Lobeshymnen" geht demnach auf das Konto von ARD und ZDF. Der Bayerische Rundfunk fordert im Oktober etwa "mehr Merkel bitte", der Deutschlandfunk bezeichnet sie im Januar als "ehrliche Haut". Immerhin gibt Büscher zu, "vor solchen Versuchungen" auch selbst "nicht immer gefeit" gewesen zu sein und kramt sein eigenes Kanzlerinnen-Lob vom März 2020 aus dem Archiv.
welt.de (Paid)

Michael Haller kritisiert Corona-Journalismus.

Zu viel Konsens: Journalistik-Professor Michael Haller macht die Übereinstimmung von Journalist*innen mit Regierungspositionen als großes Problem aus. Im "Tagesspiegel" kritisiert er Malte Lehming, der das Phänomen als "Ausdruck einer Wertegemeinschaft" verteidigt hat. Die handwerklichen Fähigkeiten, die seriösen Journalismus ausmachen, würden so "unter den Meinungsteppich" gekehrt. Haller sieht Parallelen zur Flüchtlingskrise, "als viele Journalisten ihre Willkommenseuphorie im Rückblick als naiv und parteiergreifend erkannten".
tagesspiegel.de, turi2.de (Background Lehming)

Basta: die etwas niedrigwissenschaftliche Studie des Physik-Professor Roland Wiesendanger.

Ein bisschen unschlau: Der Physik-Professor Roland Wiesendanger sammelt aus kunterbunten und nicht nur wissenschaftlichen Quellen Argumente für seine Idee, das Corona-Virus stamme aus einem chinesischen Labor, schreibt "Studie" über seine Erkenntnisse, nutzt seinen Arbeitgeber, die Uni Hamburg, als Glaubwürdigkeitsboost und platziert sie so erfolgreich bei diversen Medien. Derweil demaskieren auf Twitter mehrere Nutzer*innen den hohen Unfugs-Faktor – die Uni immerhin hat sich ein verbales Schlupfloch gelassen: "Hochwissenschaftliche Beweise" habe Wiesendanger nicht.
uebermedien.de

Meedia: DW-Chef Peter Limbourg hält kritische Artikel über den Sender für unausgewogen.


Limbourgs Sicht: DW-Intendant Peter Limbourg sagt im Meedia-Interview über die Machtmissbrauchs-Vorwürfe mehrerer Medien wie "Guardian", "Zeit", "taz" und "Süddeutsche Zeitung", in den Artikeln seien alte Themen aufgegriffen worden, die der Sender "schon vor eineinhalb Jahren angegangen" ist. Die Berichterstattung gehe "im Wesentlichen auf wenige Vorgänge in der Arabisch-Redaktion zurück".

Das Arbeitsverhältnis zu drei gekündigten Mitarbeiter*innen sei nicht beendet worden, weil sie Kritik äußerten: "Aus der Redaktion hatten wir sehr viele Beschwerden über die Spaltung der Redaktion durch diese Kollegen bekommen." Limbourg nennt den Schritt "Wiederherstellung des Betriebsfriedens und Gewährleistung einer vertrauensvollen und kollegialen Zusammenarbeit". Einzelne Verdi-Vertreter*innen hätten die internen Konflikte "mit angeheizt, um sie dann zu skandalisieren." Der Intendant kritisiert außerdem, dass Journalist Mohamed Amjahid, der in "Zeit" und "Süddeutscher Zeitung" Artikel über die DW geschrieben hat, "nach unseren Informationen eng verbunden ist mit den von uns beendeten Kollegen", und das nicht kenntlich mache. Amjahid bestreitet das gegenüber Meedia.
meedia.de (Paid), turi2.de (Background)

Zitat: Thea Dorn kritisiert den Umgang der Medien mit der Krise.

"Finden Sie nicht, dass es im Journalismus die Tendenz gibt: Lieber eine Katastrophen-Schlagzeile zu viel als eine zu wenig?"

Autorin und Moderatorin Thea Dorn kritisiert im "Handelsblatt"-Interview, dass es "in Zeiten des Schlamassels" heikel ist, wenn die Grenze zwischen "realistischer Gefahrenbeschreibung" und "Dramatisierung im Interesse von Quote, Auflagenhöhe oder Klickzahlen" nicht klar erkennbar ist.
handelsblatt.com

ARD führt bei den “Tagesthemen” die Rubrik “Pro und Contra” ein.


Konservative Stimmen mögen erklingen: Die ARD sendet in den "Tagesthemen" am Montagabend erstmals die neue Rubrik Pro und Contra. Zum Auftakt diskutieren Kristin Schwietzer vom MDR und Tom Schneider vom HR die Schulöffnungen. Die Rubrik soll nicht täglich, aber immer, wenn es sich anbietet "das "Meinungsspektrum der Nachrichtensendung verbreitern", sagt Helge Fuhst (Foto), zweiter Chefredakteur von ARD aktuell, im "Welt"-Interview mit Christian Meier. Es gebe die unterschiedlichsten Meinungen in der Anstalt, sie müssten aber sichtbarer werden, weil das Publikum mehr Meinungsvielfalt fordere.

Fuhst sagt, die "Tagesthemen" sollen nicht missionarisch wirken, sondern "Einschätzungen und Denkanstöße" liefern. Er wünscht sich mehr junge Kommentator*innen, will häufiger "neue Gesichter ins Rennen schicken" und räumt ein, dass es aktuell zu wenige öffentlich wahrgenommene, konservative Meinungsmacher*innen gibt. Meiers Vermutung, dass die Konservativen aus Furcht vor Shitstorms lieber schweigen, will er nicht stehen lassen, "grundsätzlich fehlt uns nicht der Mut".
welt.de (Paid)

Landesmedienanstalten gehen gegen Online-Medien wie KenFM vor.

Landesmedienanstalten gehen erstmals gegen rechte Online-Medien wie KenFM von Ken Jebsen (Foto) und "Deutschland Kurier" vor, die aktuell vor allem Corona-Verschwörungstheorien verbreiten, schreibt Christoph Sterz. Die Medien-Aufseher werfen ihnen vor, gegen journalistische Grundsätze zu verstoßen. Mit dem neuen Medienstaatsvertrag können sie wenn nötig Sanktionen verhängen. Medien-Ethikerin Marlis Prinzing meint, dass die Landesmedienanstalten besonders transparent handeln müssen, um das "grundsätzlich wichtige und begrüßenswerte Vorgehen" ausreichend zu legitimieren.
deutschlandfunk.de, turi2.de (Background)

Elyas M’Barek und Jonas Nay spielen die Hauptrollen in Relotius-Verfilmung.

Relotius-Rollenvergabe: Elyas M'Barek (Foto) und Jonas Nay spielen die Hauptfiguren in der Ufa-Verfilmung des Buchs Tausend Zeilen Lüge von "Spiegel"-Reporter Juan Moreno. M'Barek verkörpert den freien Journalisten Romero, angelehnt an Moreno, Nay spielt Star-Reporter Lars Bogenius, inspiriert von Claas Relotius. Michael Bully Herbig führt bei der Mediensatire die Regie.
ufa.de, turi2.de

“Süddeutsche Zeitung” berichtet vom Vorwurf des Machtmissbrauchs innerhalb der DW.


Ungeklärte Tatsachen: Hinter der Fassade der Deutschen Welle herrschen "erbitterter Streit", "Missmanagement, Einschüchterung und Schikane", schreibt Mohamed Amjahid in der "Süddeutschen Zeitung". Kritik an der Führungsebene führe zum Rausschmiss. In einem Protestbrief von Anfang 2020, den Amjahid zitiert, schrieben mehr als 350 DW-Mitarbeiter*innen: "Wir glauben, dass Machtmissbrauch bei der Deutschen Welle allgegenwärtig ist." Der Artikel stellt die Frage, ob interne Missstände angemessen aufgearbeitet werden. Die Zusammenarbeit mit drei freien Mitarbeiter*innen sei im Dezember 2020 wegen "nachhaltig zerstörten Vertrauensverhältnisses" beendet worden, alle drei waren laut Artikel "mit kritischen Nachfragen zu Strukturen und Arbeitsklima aufgefallen".

Aus Sicht des Senders hätten Verdi-Vertreter*innen die internen Konflikte angeheizt. Tatsächlich geht die Gewerkschaft hart mit Intendant Peter Limbourg ins Gericht und schreibt in einem Brief, der Sender habe "auf dem Gebiet der Konfliktlösung jedes Maß verloren". DW-Sprecher Christoph Jumpelt schreibt in einem Statement, der "SZ"-Artikel stelle falsche Behauptungen auf. Der Sender sei der Bitte um Stellungnahme und Erläuterung "ausführlich nachgekommen", davon finde sich kaum etwas in dem Artikel wieder. "Seit Jahren aufgearbeitete Vorfälle" würden fälschlicherweise als aktuell dargestellt. Die Gründe für die Trennung von den drei Mitarbeiter*innen sei "nicht wahrheitsgetreu wiedergegeben".
sueddeutsche.de

Traffic-Erfolg von Watson kostet Mitarbeiter*innen, schreibt Marvin Schade.

Jugendportal Watson existiert wegen der Reichweitenstrategie "gemixt aus kompromissloser Suchmaschinenoptimierung und einfachstem Boulevard" noch, analysiert Marvin Schade. Der Traffic-Erfolg koste aber Mitarbeiter*innen, die redaktionsinterne Stimmung sei "im Keller", der Arbeitsdruck immens. Ein Ströer-Sprecher nennt die Fluktuation auf Anfrage bei einem "nach wie vor im Aufbau" befindenden Portal "normal". Schade schreibt, die Führung von Chefredakteurin Kinga Rustler sei "die Antithese zu dem, was die Marke eigentlich ausmacht".
medieninsider.com (Paid)

G+J-Zeitschriften werden zum Bertelsmann-Marketinginstrument, meint Ulrike Simon.

Lese-Tipp: Gruner + Jahr ist kaum wiederzuerkennen, schreibt Ulrike Simon. Seit 2013 hat sich der Umsatz halbiert. Simon analysiert, das habe neben dem Strukturwandel der Medien "auch mit der Unternehmensführung zu tun und mit dem Druck, den Bertelsmann-CEO Thomas Rabe ausübt". Julia Jäkel, Stephan Schäfer und Oliver Radtke haben es laut Simon mit dem Wachstum probiert, allerdings "ohne durchschlagenden Erfolg". Sie kritisiert, dass Chefredakteur*innen inzwischen mehrere Titel verantworten, "das kannte man früher nur von Häusern, auf die G+J herabblickte". Bei Content Alliance und Ad Alliance entscheiden laut Simon "die Kaufleute" über die Themen, die Zeitschriften seien immer häufiger "zusätzliches Marketinginstrument für RTL-Sendungen".
horizont.net (Paid)

Meinung: Politikjournalismus ist zu schwarzmalerisch.

Blick in die Glaskugel: Jan Feddersen beobachtet in den deutschen Berichten über den Beginn der Biden-Regierung "Narrative der negativen Wahrsagelust". Das "hartleibige Schlechtreden von politischen Prozessen, ehe sie wirksam werden" mache "den politischen Verstand madig". Feddersen findet: "Politisches hängt immer am Moment und ist nur begrenzt einschätzbar." Als Beispiele zieht er den Atomausstieg und das Ende der Wehrpflicht heran.
taz.de

Kritik: Clubhouse-Investor sperrt Journalist*innen aus.

Elon Exklusiv: Tesla-Chef Elon Musk hat am Abend zum Clubhouse-Gespräch geladen, doch nicht alle durften mithören. Jessica Lessin, Gründerin und Chef­redakteurin von The Information, beklagt bei Twitter, dass Clubhouse-Investor Marc Andreessen (Foto) Journalist*innen blockiert. Musk-Fans haben das Gespräch derweil bei YouTube gestreamt.
twitter.com/Jessicalessin, techcrunch.com

Landesmedienanstalten erhalten 2020 so viele Beschwerden wie noch nie.

Programmbeschwerden nehmen 2020 deutlich zu: Die Landesmedienanstalten haben 2.613 Meldungen erhalten, ein Plus von rund 25 % – 2019 waren es noch 2.058. 513 Beschwerden beziehen sich auf das Programm des privaten Rundfunks, 186 auf Online-Inhalte, vor allem bei Instagram und Youtube. Beschwerden können seit 2004 über das Portal Programmbeschwerde.de eingereicht werden.
deutschlandfunk.de, digitalfernsehen.de

Meinung: WDR verrät Kulturauftrag mit abgesetzter Literaturkritik.

Lese-Lücke: WDR begeht mit dem Zusammenstreichen seines Literaturprogramms "Verrat am Kulturauftrag", kritisiert Felix Stephan. Die "ganz rechte Infosphäre" freue sich über die entstehenden Lücken und dränge in den kulturellen Raum. Literaturkritik gehört laut Stephan gerade deshalb in den öffentlich rechtlichen Rundfunk, weil der keinen ökonomischen Druck habe und mit Literaturkritik nicht viel Geld zu machen ist. Er unterstellt dem WDR "Angst, als elitär zu gelten" – deshalb gebe es immer weniger "angeblich Kompliziertes" und stattdessen viel Gefühliges.
sueddeutsche.de

Meinung: ARD und ZDF schaffen in Laschet-Interviews keinen Mehrwert.

ARD und ZDF verpassen in ihren Hauptstadt-Interviews mit Armin Laschet den Übergang von der Personaldiskussion zur Sachpolitik, schreibt Peer Schader bei DWDL. Er beobachtet, dass die Sendungen "vollständig in ihren Ritualen erstarrt zu sein scheinen". Sie haben "auf fast exakt dieselben Fragen fast exakt dieselben Antworten erhalten". Politische Inhalte finden neben Personalthemen kaum Anklang, so Schader. Die Berichterstattung "aus dem politischen Tagesbetrieb" scheine "vorrangig für den politischen Tagesbetrieb gemacht".
dwdl.de

Allensbach-Chefin Köcher: Menschen blicken kritischer auf Medien als vor der Pandemie.

Medien: 40 % der Menschen sehen die Berichterstat­tung aktuell kritischer als vor der Corona-Pandemie, sagt Allensbach-Chefin Renate Köcher im "Handelsblatt"-Interview. Angesichts des positiven Bildes der Medien zu Beginn der Krise, sei dies "bemerkenswert". Köcher wünscht sich mehr Neugierde in der Corona-Berichterstattung, deren Mehrwert sie für "mittlerweile überschaubar" hält.
handelsblatt.com (Paid)

turi2 edition #13: Matthias Horx über Zukunft und Zumutungen.


Rolle vorwärts: Prognosen sind schwierig, vor allem, wenn sie sich auf die Zukunft beziehen – Trend-Experte Matthias Horx wagt dennoch den Blick auf die Welt nach Corona. Im Interview mit Heike Turi in der turi2 edition #13 nennt er Covid-19 “ein Meisterstück der Evolution”. Und Horx blickt auf die Medien: Er beklagt den “Trend zum Trash” und dass die Inhalte vieler Medienmarken wie “getarnte Anzeigen” aussehen. Horx prognostiziert: “Online-Werbung ist die nächste Blase, die demnächst platzen wird.” Sie können den Text hier im kostenlosen E-Paper lesen oder das Buch gedruckt bestellen. Weiterlesen …

Meinung: Die Corona-Allianz von Medien und Politik ist eine Legende.

Zeitungsstapel neutral 150Unter keiner Decke: Den Vorwurf, Medien hätten sich in der Corona-Krise mit der Politik gemein gemacht, versucht Malte Lehming im "Tagesspiegel" zu widerlegen. Journalist*innen müssten das Regierungshandeln auch als richtig ansehen dürfen: Einer "Kritik um der Kritik willen" fehle die Substanz. Moralisch vergleichbare Empfindungen von Menschen in Presse und Parlament seien "Ausdruck einer Wertegemeinschaft".
tagesspiegel.de

Zahlreiche Beschwerden wegen “Hund-Kind-Methode” bei RTL.

RTL kassiert viel Kritik für die Show Train Your Baby Like a Dog: 113 Beschwerden haben die Niedersächsische Landesmedienanstalt bisher erreicht. In dem Format gibt eine Hundetrainerin Familien Tipps für die Kinder-Erziehung. Ex-RTL-Supernanny Katja Saalfrank nennt den Inhalt der Sendung "schwarze Pädagogik". Der Sender gibt an, die Folgen pädagogisch abgesegnet zu haben.
spiegel.de, facebook.com (Katja Saalfrank)

Meinung: Stefan Niggemeier checkt Cancel-Culture-Verständnis der “Welt”.

Springer-Diagnostiker Stefan Niggemeier will nach dem Lesen einer "Welt"-Übersicht, die Beispiele für Cancel Culture auszumachen versucht, "einen Preis ins Leben rufen: für den journalistischen Artikel, dem es am überzeugendsten gelingt, das Gegenteil von dem zu beweisen, was er behauptet". Die Beispiele zeigten, wie wenig Cancel in den Debatten um Sängerin Lana Del Rey ("verwehter" Shitstorm) oder Rammstein-Frontmann Till Lindemann ("vergebliche" Verbotsforderungen) steckt.
uebermedien.de, welt.de ("Cancel-Culture"-Übersicht, Paid)

Lese-Tipp: Eike Wenzel will soziale Medien neu ausrichten.

Lese-Tipp: Zukunftsforscher Eike Wenzel schlägt im "Handelsblatt" vor, "(soziale) Medien als ein weltumspannendes 'Ökosystem der Verantwortung' neu aufzubauen." Dafür brauche es neue Gesetze, ein besseres Bewusstsein der eigenen Rolle im medialen Ökosystem und genaue Kenntnis der Plattformen als "polarisierende Identitätsmaschinen". Twitter und Facebook mit ihrer Kommerzialisierung von Aufmerksamkeit seien für den gesellschaftlichen Diskurs ungeeignet.
handelsblatt.com

Zitat: Luisa Neubauer fordert mehr Vielfalt in deutschen Medien.

"Ich sehe vor allem die Medien in der Verantwortung, sich selbst kritisch zu hinterfragen: Wer wird hier gehört und gesehen, vielleicht überhört und übersehen?"

Luisa Neubauer fordert im "Musixexpress"-Interview, dass deutsche Medien sich personell vielfältiger aufstellen. Überwiegend weiße und männliche Chefredaktionen können "schlecht die Gesellschaft repräsentieren, für und über die sie schreiben", so die Klima-Aktivistin.
musikexpress.de

Zitat: Mai Thi Nguyen-Kim kritisiert unwissenschaftliche Standpunkte in den Medien.

"Mich stört massiv, wenn schlichtweg falsche Aussagen als Meinungsäußerungen einfach stehen gelassen werden."

Wissenschaftsjournalistin Mai Thi Nguyen-Kim kritisiert im Interview mit dem "Medium Magazin" die "falsche Balance", die entstehe, wenn Medien zwanghaft zwei Standpunkte abbilden wollen, obwohl es einen wissenschaftlichen Konsens gibt. "So geraten Wissenschaftler ins Rampenlicht, denen Fakten und Sachlichkeit - um es vorsichtig auszudrücken - vielleicht nicht das Allerwichtigste sind."
kress.de (Auszug), oberauer.com (ganzes Interview, Paid)

Kommentar von Springer-Chef Döpfner kritisiert indirekt die “Bild”-Linie.

Kürze mit Würze: Mathias Döpfner setzt mit seinem knappen Kommentar in der "Bild" eine Spitze gegen die Linie des Blattes, beobachtet Georg Streiter. Döpfner schreibt: "Die Politik kann gegen Seuchen wie Corona wenig tun. Deswegen sind generelle Schuldzuweisungen an Politiker Quatsch." Die "Bild" hatte erst wenige Tage zuvor in einem Kommentar die Corona-Politik hart kritisiert. Streiter freut sich: "Im milliardenschweren Springer-Chef schlägt immer noch ein Journalisten-Herz."
georgstreiter.de, bild.de (Döpfner-Kommentar), bild.de ("Bild"-Kommentar)

Meinung: Kabarettist*innen verdrängen den Ernst aus dem TV-Diskurs.

Meinung: Kabarettist*innen ersetzen zunehmend Sachverständige im öffentlichen Diskurs, schreibt Hilmar Klute in der "Süddeutschen". Er beobachtet "eine merkwürdige Tendenz, den Ernst zu verabschieden" und holt zum Rundumschlag gegen Talkshow-Besetzungen und Satire-Shows aus. Statt einem Bedürfnis nach Fakten, befriedigen sie eine "Nachfrage nach einer neuen Kultur des Raunens und der Uneigentlichkeit".
sueddeutsche.de

“Badische Zeitung” erntet Kritik für AfD-Beilage im Anzeigenblatt “Der Sonntag”.

Badische Zeitung verteidigt eine AfD-Beilage in ihrem Anzeigenblatt Der Sonntag mit der "Gleichbehandlung der politischen Akteure", schreibt die "Kontext Wochen­zeitung". Im Gewand eines Boulevard-Blatts finden sich Schlagzeilen wie "Corona-Wahnsinn und kein Ende!" oder "Migrationshotspot Freiburg". Nach Kritik der überwiegend liberalen Leser*innen schreibt der Verlag, man wollte der AfD keine Gelegenheit bieten, sich "in der Märtyrerrolle zu inszenieren". Den Anzeigen-Erlös will der Verlag nun spenden - als Zeichen dafür, dass er "sich daran nicht bereichern will".
kontextwochenzeitung.de

Lese-Tipp: Karola Wille über durch Brinkbäumer-Personalie ausgelöste Ost-West-Debatte.

Lese-Tipp: MDR-Intendantin Karola Wille spricht im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" über die Kritik an den Öffentlich-Rechtlichen – die Entscheidung Haseloffs sei für sie ein "bitterer Moment" gewesen, weil sie "Überzeugungsarbeit mit Leidenschaft betrieben" hat und seit Jahren in Gesprächen dazu sei. Dass sich an der Personalie Brinkbäumer eine Ost-West-Debatte entzündet, zeigt laut Wille, "wie weit wir noch von der Realität eines geeinten Deutschlands entfernt sind".
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Richard Gutjahr kritisiert “mafiamäßige” Methoden der Verlage bei Cookies.

Verlage verkaufen ihre Leser*innen "mit dreisten Cookie-Fallen für dumm", und klammern sich "mit Mafia-mäßigen Methoden an längst überholten Werbe-Geschäftsmodellen fest", schimpft Journalist Richard Gutjahr. Was nach Transparenz und Datenschutz aussehe, sei das Gegenteil: "Bild", "Focus", "Süddeutsche Zeitung", "FAZ" und Co nutzen allesamt den IAB-TCF-Standard für ihre Cookie-Popup-Fenster - den die internationale Lobby-Vereinigung der Online-Werbeindustrie entwickelt hat und der u.a. die Formulierung "Berechtigtes Interesse" fragwürdig und nicht im Sinne des Datenschutz der Nutzer*innen auslegt.
gutjahr.biz

Lese-Tipp: Der “harte Lockdown” ist nur schwammig definiert, findet Julian Hilgers.

Lese-Tipp: Dem "harten Lockdown" fehlt eine genaue Definition, schreibt Julian Hilgers. "Der Begriff ist so undurchsichtig, wie die Maßnahmen selbst." Manche Medien meinen damit Geschäftsschließungen und ein Minimum an Präsenzunterricht in Schulen, andere schließen Alkoholverbote und Ausgangssperren ein. Dabei sind die Maßnahmen teils keine anderen als im Frühjahr, wo auch der Begriff "Lockdown" reichte. Von drastischen Einschränkungen wie in China oder Italien sei Deutschland ohnehin weit entfernt.
uebermedien.de

Meinung: Indiskretionen aus Polit-Sitzungen zerstören “Schutzraum des Vertraulichen”.

Durchgestochene Infos aus vertraulichen Sitzungen gehören zum Geschäftsmodell des Journalismus, schreibt Peter Dausend in der "Zeit". Aus Berliner Polit-Kreisen hört er jedoch: "So schlimm wie heute war es noch nie." Jede Indiskretion zerstöre den "Schutzraum des Vertraulichen". Schon jetzt werde in internen Runden nur noch selten offen diskutiert, wichtige Papiere würden nicht mehr freigiebig rumgereicht.
"Zeit" 52/2020, S. 6 (Paid)

Zitat: Richard Oetker glaubt, TV-Krimis motivieren potenzielle Täter.

"Ich kann nicht verstehen, warum so viele Kriminalfilme im Fernsehen gezeigt werden. Wenn sich der Zuschauer in die Situation der Betroffenen versetzt, müsste das ja automatisch Schmerz auslösen. Ich kann nicht verstehen, warum man das freiwillig macht."

Unternehmer Richard Oetker, 69, wurde 1976 entführt und misshandelt. Im "Zeit"-Interview sagt er, er ist der Überzeugung, dass TV-Krimis manche potenziellen Täter zu ihren Taten motivieren.
"Zeit" 52/2020, S. 22 (Paid)

Video-Tipp: Browser Ballett zeigt die Arbeitsweise der “Blid”-Zeitung.

Video-Tipp: Das Browser Ballet von Funk parodiert in seiner ersten TV-Ausgabe die Arbeitsweise von "Bild". Julian Reichert, Chef der fiktiven "Blid"-Zeitung, kocht einen Schulbus­unfall zum vermeintlichen Terror-Anschlag hoch, sortiert Opfer-Fotos der toten Kinder nach Schönheit. Leser-Reporter*innen sollen Bilder vom Unfall liefern, gleichzeitig malt er sich schon die Schlagzeile aus: "Der Notarzt kam nicht durch. So behinderten Gaffer die Rettungs­arbeiten". In seinem Büro hängen eingerahmte Presserügen, von denen er sagt: "Das sind meine Orden." Das Fazit seiner Arbeit: "Boulevard ist Krieg."
daserste.de (4-Min-Video ab 1:19 Min), youtube.com

Basta: “Freie Presse” blendet Corona einfach aus.

Pandemie besiegt: Die "Freie Presse" aus Chemnitz richtet sich nach den Interessen ihrer Leser*innen - und blendet Corona einfach aus. Auf der coronafreien Version der Webseite gibt es statt Virus-News z.B. Beiträge über Sammler­tassen und gestohlene Kälber. Eine Art der Pandemie­bekämpfung, die auch ein gewisser Donald T. bereits erfolgreich praktiziert.
freiepresse.de/coronafrei via twitter.com/daniel_bouhs

Meinung: Thomas Knüwer wünscht sich mehr Nüchternheit im Journalismus.

Brüllaffentum attestiert Ex-Journalist, Blogger und Digitalberater Thomas Knüwer vielen deutschen Medien und wünscht sich mehr Nüchternheit in der Berichterstattung. Kritisch sieht er u.a. Clickbait-Überschriften und polarisierende Titel-Bilder wie das jüngste "Spiegel"-Cover anlässlich der Corona-Beschränkungen zu Weihnachten. Knüwer beobachtet ein "Krakeelen, das die Leser oder Zuschauer locken will" und sieht eine Marktlücke im nüchternen Journalismus. Als Positiv-Beispiele nennt er u.a. Katapult und das Coronavirus-Update vom NDR.
indiskretionehrensache.de

Rezo wirft der Politik eine Sonderbehandlung von Corona-Leugnern vor.


Rezoluter Widerspruch: YouTuber Rezo wird wieder politisch und wirft der Politik in einem Video vor, "Querdenkern", Masken-Verweigerern und "Verschwörungs-Dullis" Sonderrechte einzuräumen. Gegen Abstands- und Maskenverstöße bei Demos gehe die Polizei nicht entschieden genug vor, daraus würden die Demonstrant*innen lernen und "immer krasser" gegen Regeln verstoßen. Rezo stört vor allem, dass die Politik Verbindungen zwischen "Querdenkern" und Rechtsextremen ignoriere und so tue als handele es sich um eine "ganz bunte, verrückte Mischung von Menschen".

Insbesondere Ältere seien anfällig für Desinformation, daher komme den "Influencern der Älteren", gemeint sind Zeitungen und Fernsehen, eine besondere Verantwortung zu, diese Leute nicht fehlzuleiten und wieder abzuholen. Konkret greift Rezo "Welt"-Herausgeber Stefan Aust an, der in einem Kommentar schrieb: "Die Maske muss der Maske wegen getragen werden. Als Symbol für Gehorsam den Maßnahmen der Regierenden gegenüber." Als "reichweitenstarker Meinungsführer" sollte Aust sich "ein bisschen verantwortungsbewusster verhalten", sagt Rezo.

Wenn der Staat mit zweierlei Maß messe und "einer kleinen, rücksichtslosen Minderheit Sonderrechte gibt und nicht mal die grundlegendsten Vorschriften durchsetzt", fühle sich die Mehrheit "irgendwann verarscht und hat auch keine Lust mehr, ihr eigenes Leben einzuschränken", schließt Rezo seinen Appell.
youtube.com (18-Min-Video), berliner-zeitung.de, tagesspiegel.de

Meinung: Corona-Berichterstattung blendet Erkrankte zu stark aus.

Meinung: Wissenschaftsjournalist Peter Spork sagt, dass das Schicksal der tatsächlich an Covid-19 erkrankten Personen in den Medien zu kurz kommt. "Das Leid der wirklich Leidenden wird ausgeblendet. Und die Medien machen fröhlich mit." Auch die wissenschaftlichen Erkenntnisse werden laut Spork "längst in die Spezialsendungen und auf die Wissens-Seiten zurückgedrängt."
uebermedien.de

Christian Drosten und “Bild” streiten wieder.

Bild vs. Drosten: Die "Bild" schreibt, die CDU/CSU-Fraktion habe eine Video-Schalte mit Virologe Christian Drosten kurzfristig abgesagt und damit "eine bemerkenswerte Kehrtwende vollzogen". Intern habe es "heftigen Widerstand" gegen die Einladung gegeben. Drosten twittert als Antwort, er habe seinen Auftritt selbst abgesagt, weil "Bild" "das Thema meines lange geplanten Auftritts vor der Fraktion schon im Vorfeld falsch darstellte und auf diese Weise Hassbotschaften gegen mich provozierte". Wissenschaftliche Information und Diskussion seien so unmöglich.
bild.de (Paid), twitter.com (Drosten)

Hör-Tipp: Hajo Schumacher über provokante Fragen in Interviews.

Hör-Tipp: Ist Provokation eine legitime Technik in Interviews, fragt Stefan Winterbauer im Medienwoche-Podcast Hajo Schumacher. Der Journalist verteidigt sein Interview mit Silvana Koch-Mehrin über Brustkrebs. Die Vorwürfe, er habe sexistisch gefragt, seien "eher vom Publikum als von den Kollegen" gekommen. Koch-Mehrin habe das Interview autorisiert und sei nicht der "Betreuungsfall, der Unterstützung gegen Rüpel braucht", zu dem die Twitter-Community sie erkläre. Schumacher räumt ein, er hätte mehr Kontext liefern sollen, der jüngeren Leser*innen vielleicht nicht bekannt sei.
soundcloud.com (77-Min-Audio, ab Min 32), spiegel.de (Interview)

Bayer-Kommunikator wirft Polit-Magazinen NGO-Nähe vor.

Vergiftete Stimmung: Christian Maertin, Leiter der Unternehmenskommunikation bei Bayer, wirft öffent­lichen-rechtlichen Politmagazinen in einem Beitrag bei Linked-in vor, auf der Seite von NGOs zu stehen und unkritisch deren Sichtweise und Recherchen zu über­nehmen. Die nahe­liegendsten Fragen würden die Redaktionen nicht stellen, aus seiten­langen Antworten nur Halb­sätze zitieren. "Monitor"-Chef Georg Restle widerspricht bei Übermedien: Jede Recherche sei ergebnisoffen, gerade Themen von NGOs würden in den Konferenzen häufig "besonders kritische Reflexe" auslösen.
uebermedien.de (Paid), linkedin.com (Beitrag Martin)

Video-Tipp: Walulis beleuchtet “Gutsherrenart” von Red-Bull-Boss Mateschitz.

Video-Tipp: Der Red-Bull-Sender Servus TV mischt im zweiten Lockdown einen Cocktail aus Corona-Leugnern, Skeptikern und Fake News, analysiert Philipp Walulis. In "Walulis Story" beleuchtet er die Geschäfte von Brause-Milliardär Dietrich Mateschitz, der sich als Kultur- und Heimat-Bewahrer sieht. Sein Medium-Imperium regiere er unberechenbar und nach "Gutsherrenart". Betriebsräte stören da nur.
youtube.com (15-Min-Video)

Hör-Tipp: Werber-Podcast “Kreatiefschläge” teilt unverblümt aus.

Hör-Tipp: Im neuen wöchentlichen Werber-Podcast Kreatiefschläge zerlegen "zwei nahkampferprobten Werbe-Profis" aktuelle Kampagnen - zugespitzt, pointiert und so direkt, dass sie lieber anonym bleiben. In der ersten Folge gibt es Prügel für McDonald's, Lob für True Fruits und Anerkennung für Bosch.
kreatiefschlaege.podigee.io (17-Min-Audio) via wuv.de

Video-Tipp: “Augsburger Allgemeine” sucht Dialog mit Corona-Kritikern – und scheitert.

Video-Tipp: Die "Augsburger Allgemeine" hat Kritiker ihrer Corona-Berichterstattung zum Gespräch in die Redaktion eingeladen. Sechs Ex-Leser sind gekommen, doch "die Reaktionen waren sehr enttäuschend", eine geplante Doppelseite wurde gestrichen, berichtet Redakteur Daniel Wirsching im Drehscheibe-Interview. Für die Redaktion sei Treffen dennoch ein Gewinn gewesen, um einen ungefilterten Einblick in die Denkweise der Kritiker zu bekommen.
drehscheibe.org (8-Min-Video)