Satire ist Kunst - Dichter, Zeichner, Bildhauer, Filmer oder Journalisten sind ihre Überbringer. Und die leben oft gefährlich, denn Satire, die nicht wehtut, ist keine. weiterlesen auf lexikon2.de

Lese-Tipp: Politik-Parodien verlieren ihren Reiz.

Witzlos: Die Parodie von Politiker*innen hat keinerlei entlarvenden Effekt mehr, schreibt Matthias Kalle in der "Zeit". Als Beispiele führt er Florian Schroeders Karl Lauterbach-Imitation und Max Giermanns Version von Robert Habeck an, aber lässt auch an Trump- und Biden-Mimen Alec Baldwin und Jim Carrey kein gutes Haar. Adäquates Imitieren einer Polit-Größe sei höchstens "eine sehr genaue Darstellung von etwas Bekanntem". Als gelungenes Gegenbeispiel führt er die TikTok-Videos von US-Komikerin Sarah Cooper (Foto) an, die ihren Parodien eine zweite Ebene hinzufüge.
zeit.de

Zitat: Es zählt nur richtig oder falsch, kritisiert Florian Schroeder.

"Wir haben den Fehler gemacht, zu glauben, dass unsere Positionen klar genug seien, um nicht missverstanden zu werden. Das war ein Irrtum."

Kabarettist Florian Schroeder reagiert im "Journalist"-Interview auf die Kritik an frauenfeindlichen Sprüchen in seinem Podcast mit Serdar Somuncu. Er kritisiert eine schablonenartige Einteilung der Welt in Gut und Böse.
journalist.de

Video-Tipp: Jan Böhmermann liefert eigenen Spot zur #BesondereHelden-Kampagne.

Video-Tipp: Das "ZDF-Magazin Royale" von Jan Böhmermann parodiert die #BesondereHelden-Kampagne der Bundesregierung, die junge Menschen in der Corona-Zeit zum Nichtstun auffordert. In der Parodie blickt ein älterer Mann stolz darauf zurück, 2020 nichts gegen das Flüchtlings­sterben auf dem Mittel­meer getan zu haben. "Richtig viele Menschen sind gestorben damals. Und wir waren faul wie die Waschbären." Die Kritik: Durch heroisiertes Nichtstun bleiben neben Corona andere Probleme der Welt auf der Strecke.
youtube.com (2-Min-Video) via horizont.net (Paid), turi2.de (Background)

US-Latenight-Shows müssen Trumps Rolle neu definieren.

US-Latenight-Shows müssen sich ohne Donald Trump im Weißen Haus neu orientieren, resümiert die dpa. Zwar dürfte Trump den Shows als Witzfigur erhalten bleiben, jedoch müssten sie sich gut überlegen, wie viel Raum sie ihm noch geben wollen. Bisher hätten viele Menschen die Shows als "Erleichterung von stressigen Nachrichten" geschaut - fraglich sei, ob sie das immer noch tun, wenn die News selbst weniger stressig sind. Folge könnte sein, dass die Shows unpolitischer werden.
rnd.de

Basta: Sixt-Werbung mit Trump stammt gar nicht von Sixt.

Make Americar great again: Der Autovermieter Sixt ist bekannt für seine satirischen Kampagnen mit aktuellem Bezug. Das Netz feiert Sixt derzeit für ein Motiv, das dem abgewählten US-Präsidenten einen günstigen Umzugs-LKW offeriert. Nur: Das Motiv stammt gar nicht von Sixt, sondern von der Satire-Seite Der Gazetteur. Den eindeutigsten Hinweis auf einen Fake haben alle übersehen: Donald Trump.
horizont.net (Paid)

Zitat: Er muss nicht ausgewogen sein, sagt Jan Böhmermann.

"Wenn ei­ner nur mal mit der Ket­ten­sä­ge über den Markt­platz lau­fen will, was soll das für ei­ne Idee sein?"

Jan Böhmermann antwortet in der "Zeit" auf die Frage, ob Ver­ant­wor­tung im öf­fent­lich-recht­li­chen Fern­se­hen nicht auch Aus­ge­wo­gen­heit bedeute. Er wolle sich nicht mit Din­gen aus­ein­an­der­­set­zen, "die aus rein tak­ti­schen Grün­den for­mu­liert wer­den".
"Zeit" 46/2020, S. 51 (Paid)

Jan Böhmermann rührt mit Wendler-Parodie die PR-Trommel fürs “ZDF Magazin Royale”.

Böhmerwendler: TV-Moderator Jan Böhmermann bettelt um Aufmerksamkeit für seine neue Show ZDF Magazin Royale, die am Freitag startet. In einem rund 3-minütigen Video beim Messenger-Dienst Telegram zeigt sich Böhmernann mit nacktem Oberkörper und parodiert den Abschied von Schlager­sänger Michael Wendler in die Welt der Verschwörungs­theoretiker. "Sie wollen mich zum Schweigen bringen", sagt Böhmermann ironisch. Seine erste Sendung könne seine letzte sein.
youtube.com (3-Min-Video), horizont.net

TV Now vermischt Late-Night-Show und Comedy-Roast.

TV Now startet am 16. November mit der Late-Night-Show "Täglich frisch geröstet", die Stefan Raab für den RTL-Streamingdienst produziert. Entgegen des Namens läuft die Show nicht täglich, sondern zweimal pro Woche. Zunächst sind acht Folgen mit wechselnden Gastgeber*innen geplant. Zentrales Element der Show ist ein Comedy-Roast, was TV Now als "witziges Beleidigen" umschreibt.
dwdl.de, presseportal.de

Satiriker Herbert Feuerstein, 83, ist tot.


Kleiner Mann ganz groß: Autor und Satiriker Herbert Feuerstein, 83, ist tot. Er ist am heutigen Mittwoch in Erftstadt gestorben, teilt der WDR mit. Feuerstein, geboren 1937 in Zell am See in Österreich, war von 1971 bis 1992 mehr als 20 Jahre lang Chef­redakteur der deutschen Ausgabe des US-Satire­magazins Mad. Anfang der 1980er Jahre kam er als Gag-Autor zum WDR. Bekannt wurde Feuerstein an der Seite von Harald Schmidt im Rateteam der WDR-Spielshow Pssst... sowie durch die von ihm erfundene Blödel-Sendung Schmidteinander - wieder gemeinsam mit Schmidt. "Es war Abneigung auf den ersten Blick", sagte Feuerstein immer wieder - "und damit die Grundlage für eine fruchtbare Zusammenarbeit".

Nach dem Ende von "Schmidteinander" 1994 konnte Feuerstein zunehmend eigenes Profil entwickeln: In einem Film-Special der "Lindenstraße" spielte er den Entführer von Mutter Beimer, im WDR Fernsehen moderierte er 1997 und 1998 zweimal die 12-stündige Live-Sendung "Feuersteins Nacht". 2014 kündiget er den Rückzug aus dem Fernsehen und von der Bühne an - um sich im selben Jahr mit einer seiner Autobiografie Die neun Leben des Herrn F. und zahlreichen Lesungen zurück zu melden. Der WDR zeigt anlässlich von Feuersteins Tod heute Abend um 22.15 Uhr den Film Herr Feuerstein schreibt seinen Nachruf. Und lebt noch 2091 Tage. (Foto: WDR)
wdr.de, presseportal.de, dwdl.de, youtube.com (43-Min-Video, Best of "Schmidteinander")

Angriff nahe früherem “Charlie Hebdo”-Büro in Paris: Angreifer verletzten mindestens zwei Menschen.

Attacke in Frankreich: In Paris sind nahe des früheren Büros der Satire-Zeitschrift Charlie Hebdo bei einem Angriff am Freitag Mittag mindestens zwei Menschen verletzt worden. Laut "Spiegel" soll es sich um Mitarbeiter der Presseagentur Premières Lignes handeln, die im selben Gebäude wie einst "Charlie Hebdo" sitzt. Sie wurden offenbar mit einer Machete attackiert, während sie eine Zigarettenpause machten. Zwei Verdächtige wurden inzwischen festgenommen.

Die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts des versuchten Mordes in Zusammenhang mit einer terroristischen Tat. Zuständige französische Minister treffen sich im Innenministerium zu einem Krisenstab. Seit Anfang September läuft in Paris der Prozess um den Anschlag auf "Charlie Hebdo" und andere Ziele im Januar 2015.
spiegel.de, tagesschau.de, stern.de

Video-Tipp: Jan Böhmermann kritisiert “autoritäre Kunst”.

Video-Tipp: Jan Böhmermann sitzt spitzbübisch grinsend in "Spitzentitel", der "Spiegel"-Büchershow, und erklärt, sein Buch mit gesammelten Twitter-Werken sei sein Versuch, jahrelang rausgepustete Gedanken in "anfassbare Form" zu bringen. Er redet sich in Rage über "autoritäre Kunst" und Künstler*innen, die sich zu ernst nehmen, stellt dem "Konzept Kunstfigur" die Sterbeurkunde aus und lobt Doro Bär als Kommunikationstalent.
spiegel.de (56 Min)

Französische Medien stellen sich mit Appell hinter “Charlie Hebdo”.

Frankreich: Mehr als hundert Medien wenden sich in einem "feierlichen Appell" an die Bevölkerung, nachdem "Charlie Hebdo" Drohungen von Al-Quaida bekommen hat. Verschiedene Tageszeitungen, Magazine, Radio- und Fernsehsender schreiben darin: "Wir brauchen Sie. Das Bollwerk Ihres Gewissens." Marika Bret, Personalchefin der Satirezeitschrift, hat konkrete Morddrohungen erhalten und musste untertauchen.
spiegel.de, turi2.de (Background)

Meinung: Das “Charlie Hebdo”-Team stellt die Ideale über das eigene Leben.

Je suis Charlie 150Je suis Charlie: "Wir haben Euch allein gelassen mit Eurer Sache", entschuldigt sich Martina Meister in der "Welt am Sonntag" bei der Redaktion von "Charlie Hebdo". Das Attentat auf die Satire-Zeitung zeige, dass das "Charlie Hebdo"-Team die Ideale für eine freie, offene Gesellschaft über das eigene Leben stelle.
welt.de (Paid), turi2.de (Background)

Proteste in islamischen Ländern: “Charlie Hebdo” erhöht die Auflage.

Gott sieht alles: In zahlreichen islamischen Ländern, u.a. in der Türkei, Ägypten und im Iran, kommt es am Freitagabend zu Protesten gegen die erneute Veröffentlichung von Mohammed-Karikaturen in der französischen Satire-Zeitung "Charlie Hebdo". Die Regierung in Teheran bezeichnet die Zeichnungen als eine "Provokation". "Charlie Hebdo" bringt heute 200.000 weitere Exemplare in den Handel. Die ersten 200.000 Stück - die dreifache Menge der üblichen Auflage - sind bereits vergriffen. Die Satire-Zeitschrift veröffentlichte zum Prozessbeginn am vergangenen Mittwoch eine Sonderausgabe.

Die umstrittene Mohammed-Karikatur erschien erstmals 2005 in einer dänischen Zeitung. Respektlose Darstellungen von Mohammed oder anderen Propheten seien "absolut inakzeptabel", beklagt das iranische Außenministerium. Bei einem Anschlag auf die Pariser Redaktion von "Charlie Hebdo" sowie einen jüdischen Supermarkt starben im Januar 2015 zwölf Menschen. Die Islamisten begründeten das Attentat mit der Veröffentlichung der Karikaturen.
tagesschau.de

“Charlie Hebdo” veröffentlicht erneut eine Mohammed-Karikatur.

Je suis Charlie 150Charlie Hebdo druckt erneut eine Mohammed-Karikatur. Aufhänger ist der beginnende Strafprozess zum islamistischen Terroranschlag auf die Redaktion der französischen Satirezeitung vor fünf Jahren. Das Sonderheft trägt die Titelzeile "Tout ça pour ça", übersetzt "Viel Lärm um nichts".
twitter.com via faz.net

Philipp Walulis bekommt wöchentliche Show im SWR und der Mediathek.

SWR befördert Philipp Walulis, bekannt aus Funk und YouTube, in die Mediathek und ins TV. Ab dem 24. September bringt der Satiriker in "Walulis Woche" den "Fun zurück in die Fakten", befasst sich mit Internet Hypes, "perfiden Methoden von Konzerngiganten" und zweifelhaften TV-Trends. Die Show steht jeweils ab Donnerstag in der ARD-Mediathek und läuft am späten Sonntagabend im SWR Fernsehen. Teil der Sendung ist mit "Walulis Story" ein mono­thematischer Clip, der Hintergründe aufzeigt. Walulis Daily bleibt Teil von Funk.
presseportal.de, dwdl.de

Zitat: Twitter-Shitstorm kann zum Dilemma werden, sagt DFG-Präsidentin Katja Becker.

"Wir haben es dabei immer mit einem grundsätzlichen Dilemma zu tun: dass nämlich die Kommunikation in den sozialen Medien, anders als in der Wissenschaft üblich, extrem beschleunigt, selektiv und vom allem meinungsgetrieben verläuft."

Katja Becker, Präsidentin der Deutschen Forschungsgemeinschaft, verteidigt im "Zeit"-Interview die Kommunikation nach dem Dieter-Nuhr-Shitstorm.
"Zeit" 34/2020, S. 32 (Paid)

Video-Tipp: Comedian Sarah Cooper hatte verordneten Spaß bei Google und parodiert Trump.

Video-Tipp: US-Comedian Sarah Cooper erzählt als Gast-Moderatorin der Late-Night-Show von Jimmy Kimmel, u.a. wie viel Spaß sie bei ihrem früheren Job bei Google hatte - schließlich habe Google ihr vorgegeben, wie viel Spaß sie jedes Quartal zu haben hat. Zudem präsentiert sie einige ihrer lippensynchronen Parodien zu O-Tönen von Donald Trump, mit denen sie bei TikTok bekannt wurde.
twitter.com/sarahcpr (8-Min-Video), tiktok.com (Trump-Parodien)

Video-Tipp: Kabarettist Florian Schroeder testet Grenzen der Meinungsfreiheit aus.

Video-Tipp: Kabarettist Florian Schroeder spricht auf Einladung der Organisatoren bei der "Querdenken"-Demo in Stuttgart und testet dort, teils unter Buh-Rufen, die Grenzen der Meinungsfreiheit aus. Freiheit bedeute auch, einen wie ihn auszuhalten, "der nicht nicht das sagt, was ihr hören wollt". Freiheit, die sich nur als Verantwortungs­losigkeit zeigt, sei das Ende der Freiheit.
youtube.com (12-Min-Video), turi2.de (Background)

Klick-Tipp: Jan Böhmermann huldigt Dieter Nuhr – in einem Text von 1999.

Klick-Tipp: Jan Böhmermann holt seine Jugendsünden aus dem Giftschrank und twittert einen Zeitungs­artikel von 1999, in dem er als junger Reporter einen Auftritt von Kabarettist Dieter Nuhr rezensiert. Böhmermann spielt das Floskel-Klavier des Lokaljournalismus auf allen Oktaven: "Sunnyboy" Nuhr habe das Publikum "fest im Griff" und schaffe eine "geradezu familiäre Atmosphäre".
twitter.com via rnd.de

Basta: ZSK planen gemeinsamen Gig mit Christian Drosten.

Viraler Erfolg: Etwa eine Woche nach der Veröffentlichung ihres Drosten-Songs "Ich habe Besseres zu tun" postet die Punkband ZSK ein gemeinsames Foto mit dem urlaubenden Virologen. Der freue sich über den Song und würde ihn gern mal live mit den Berlinern performen. Ob die "Bild" für das Konzert eine Presse-Akkreditierung bekommt, ist vermutlich fraglich.
twitter.com, turi2.de (Background)

Hör-Tipp: TV-Comedy “Das Institut – Die Oase des Scheiterns” bekommt Podcast-Ableger.

Hör-Tipp: Der BR verlängert die Comedy-Serie Das Institut - Die Oase des Scheiterns um einem Podcast. Reporterin Ariane Alter besucht das fiktive Deutsche Sprach- und Kulturinstitut im ebenfalls fiktiven zentral­asiatischen Kisbekistan. Mit unkonventionellen Mitteln versucht das Team, deutsches Kulturgut zu vermitteln und tappt dabei vom einen ins nächste interkulturelle Fettnäpfchen.
ardaudiothek.de (8 Folgen à ca. 20 Minuten), br.de, ardmediathek.de (TV-Staffeln)

Video-Tipp: ZDF-“Anstalt” schickt weiße Kandidaten ins Rassisten-Camp.

Video-Tipp: Die ZDF-Kabarett-Sendung "Die Anstalt" thematisiert in ihrer letzten Ausgabe vor der Sommer­pause strukturellen Rassismus und Kolonialismus. In Anlehnung an das Dschungelcamp von RTL erleben bei "Ich bin Rassist - Holt mich hier raus" vier weiße Camp-Bewohner in Prüfungen, wie sich Alltags­rassismus und Diskriminierung anfühlen.
zdf.de (47-Min-Video)

Basta: Berliner Punkband widmet Christian Drosten einen Song.

Nichts Besseres zu tun: Die Berliner Punkband ZSK hat ein Lied über Christian Drosten, dem "Punk der Wissenschaft", geschrieben. Der Song trägt den Titel "Ich habe Besseres zu tun" - angelehnt an Drostens Absage der kurzfristigen "Bild"-Anfrage. Eine Reaktion vom Virologen steht noch aus: Drosten hat Besseres zu tun - er ist derzeit im Urlaub.
spiegel.de, youtube.com (3-Min-Video), twitter.com

Zitat: Comedian Hazel Brugger hofft auf Rückkehr ihrer Fans.

"Am Ende wird den Leuten der unmittelbare Spaß wichtiger sein als eine abstrakte Bedrohung."

Kabarettistin Hazel Brugger erwartet im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung", dass Masken­tragen im Theater bald so normal sein wird, wie der Gurt im Auto. Ihre Sorge ist, dass es kleine Bühnen nach Corona nicht mehr gibt.
"Süddeutsche Zeitung", S. 22 (Paid)

Weitere Zitate aus dem Interview:

Über ein Leben ohne Auftritte:

"Natürlich war es auch angenehm, dass die Frage nicht war, ob ich mir einen Urlaub leisten kann, sondern nur: Wo möchte ich hin, und wann habe ich Zeit? Das neue Leben ist sehr irritierend. Ich will nicht sagen, dass ich verblöde, aber mental ausgereizt bin ich derzeit auch nicht."

Über die deutsche Comedy-Landschaft:

"Es gibt halt in Deutschland überspitzt gesagt entweder unbekannte Leute, die auch gar nichts damit verdienen, oder halt die sieben Nasen, die immer zu sehen sind. Wenn man hierzulande nicht im Fernsehen stattfindet, ist es wahnsinnig schwer, Fuß zu fassen."

Über ihr Image als böseste Frau der Schweiz:

"Das klebt an mir wie ein nasses Etikett. Dabei ist es totaler Bullshit, auch wenn ein Superlativ natürlich viel besser klingt als 'eine relativ böse Frau aus der Schweiz'."

Video-Tipp: “Carolin-Kebekus-Show” erklärt Werkzeuge der Meinungsmache im Netz.

Video-Tipp: Wissenschaftlerin Mai Thi Nguyen-Kim und Moderatorin Carolin Kebekus zeigen in einem Sketch, wie Meinungs­mache im Internet mit Whataboutism und Ad-Hominem-Argumenten funktioniert. Auf den Schultern eines Mannes, der gerade dabei ist, einen Hass-Kommentar zu schreiben, versucht Engelchen Mai Thi, ihn mit guten, wissenschaftlich fundierten Argumenten zu überzeugen, Teufelchen Carolin schlägt mit leicht verständlichen, populistischen Parolen dagegen.
youtube.com (4-Min-Video)

NDR spart sich “Extra3”-Extra-Ausgaben mit Sarah Kuttner.

NDR streicht die Extra3-Ausgaben mit Sarah Kuttner 2021 schon wieder. Sie moderiert die Satire-Sendung seit Februar immer dann am Mittwoch im NDR Fernsehen, wenn die Hauptausgabe mit Christian Ehring am Donnerstag im Ersten läuft. Der NDR begründet Kuttners Aus mit seinen laufenden Sparbemühungen. Bis 2028 will er insgesamt 300 Mio Euro sparen.
dwdl.de, wunschliste.de, turi2.de (Background)

Zitat: “heute show”-Reporter Abdelkarim warnt vor vermeintlichen Antworten.

"Einigen selbst ernannten Führern würde ich empfehlen, nicht die Wahrheit zu suchen, sondern einen besseren Dealer."

Comedian und "heute show"-Reporter Abdelkarim sagt im RND-Interview, dass Verschwörungstheoretiker*innnen für alles eine vermeintliche Antwort haben - im Zweifel "sagen sie Sachen wie "'Leute, ich sag’s euch, hier passiert was!'".
rnd.de

Bericht: Nachfolger vom “Neo Magazin Royale” soll “ZDF Magazin” heißen.

ZDF hält trotz Corona am Start der neuen Show von Jan Böhmermann im Herbst fest, berichtet DWDL. Nach Informationen der österreichischen Zeitung "Standard" soll die Show "ZDF Magazin" heißen, was das ZDF jedoch nicht bestätigen will. Chefin vom Dienst und damit verantwortlich für die journalistischen Inhalte wird Hanna Herbst, die bis Sommer 2018 Vize-Chefredakteurin von Vice in Österreich war.
dwdl.de, derstandard.at

Basta: Lutz van der Horst singt den Pandemie-Partysong “Disdance”.

Hoch die Hände, Coronawende? "heute Show"-Reporter Lutz van der Horst will mit dem Pandemie-Partysong "Disdance" seiner Band Tippy Toppy den Corona-Sommerhit liefern. Statt zum leergeräumten Ballermann geht's zur Premiere in den ZDF-"Fernsehgarten" - augenzwinkernd mit Textzeilen wie "let's do the Disdance" und "disinfection in the air". Geschunkelt werden darf mit dem obligatorischen Sicherheitsabstand und 1,5-Meter-Strohhalmen.
youtube.com (3-Min-Video)

ProSiebenSat.1-App Smyle bündelt Comedy-Videos.

ProSiebenSat.1 startet die Comedy-App Smyle, die Humor-Videos wie Sketche oder Standup-Auftritte bündelt. Kurz Ausschnitte geben einen Vorgeschmack, ein Swipe nach oben führt zum kompletten Video. Die Gatis-App merkt sich den Humor-Geschmack ihrer Nutzer*innen und bietet ein individuell zusammengestelltes Programm.
presseportal.de, play.google.com (Android), apps.apple.com (iOS)

Zitat: SWR3-Moderator Michael Wirbitzky achtet bei Gags auf die richtige Stoßrichtung.

"Wenn Menschen sterben macht man darüber logischerweise keine Gags. Aber über Leute, deren Trockenhefevorrat bis ins Jahr 2400 reichen wird, darf man sich schon lustig machen."

Michael Wirbitzky, seit mehr als zwei Jahrzehnten Morningshow-Moderator bei SWR3, sagt im Doppel-Interview mit seinem Moderations­kollegen Sascha Zeus, dass bei Gags die richtige Stoßrichtung das A und O ist.
radioszene.de

Basta: Max Conzes Büro scheint schon einen Nachmieter zu haben.

Mieten, Kaufen, Wohnen: ProSieben hat am Freitagabend zum "Wohnzimmer-Festival" eingeladen, bei dem Musiker*innen per Videoschalte musizieren. Joko Winterscheidt (Foto) und Steven Gätjen moderieren aus Unterföhring: "Wir sind bei Max Conze im Büro", scherzt Winterscheidt während der Live-Show. Das vermeintliche Vorstandsbüro scheint nach dem kurzfristigen Auszug zumindest prominente Nachmieter gefunden zu haben.
twitter.com, prosieben.de ("Wohnzimmer-Festival")

TV-Tipp: Sky, 3sat und Vox starten weitere Corona-Homeshows.

TV-Tipp: Gleich drei neue, kurzfristig angesetzte Corona-Homeshows gehen heute auf Sendung. Comedian Matze Knop kommentiert bei Sky Sport News HD das Tages- und Sportgeschehen. Kabarettist Sebastian Pufpaff (Foto) will bei 3sat mit Leichtigkeit Optimismus verbreiten. Musiker Mark Forster lädt bei Vox zugeschaltete Promis in sein privates Tonstudio. Nach Luke, allein zuhaus bei Sat.1 und der RTL-Quarantäne-WG kann es nur besser werden.
dwdl.de (Knop), presseportal.de (Pufpaff), vox.de (Forster), turi2.de (Background)

Basta: Berlin kürzt die U-Bahn-Taktung trotz des Kontaktverbots.

Kontaktverbot in vollen Zügen: Die U-Bahnen in der Hauptstadt fahren ab Montag seltener - die Berliner Verkehrsbetriebe schrauben die Taktung herunter. Für Pendler wie Verkäufer*innen, die nicht aus dem Home Office arbeiten können, heißt es damit nicht nur bei Hamsterkäufen: Zurücktreten, bitte!
rbb24.de

Presserat verzeichnet 400 Beschwerden für Beitrag von Schlecky Silberstein.

Funk: Der Presserat verzeichnet 400 Beschwerden wegen des Beitrags Corona rettet die Welt von Schlecky Silberstein. Darin macht sich der Satiriker über das Corona-Virus lustig, das "die Alten dahinrafft". Für die Beschwerdeführer sei dies "menschenverachtend". Funk entschuldigt sich, will die Krise aber auch mit Humor meistern.
tagesspiegel.de, turi2.de (Background)

Funk-Sprecher verteidigt Corona-Satire gegenüber “Bild”.

ARD: Ein Funk-Sprecher sagt gegenüber "Bild", man stehe hinter dem online stark kritisierten Beitrag des "Bohemian Browser Ballett", in dem Schlecky Silberstein Corona als "faires Virus" bezeichnet, weil es "die Alten dahinrafft, die diesen Planeten in den letzten fünfzig Jahren voll gegen die Wand gefahren" haben. Das Video sei als "satirische Einordnung des Virus als vermeintlicher Schutzreflex des Planeten" gemeint gewesen.
bild.de

Verluste durch Corona-Virus: Jan Böhmermann fordert Hilfe für Kulturszene.

Kultur und Kunst sind kein Luxus, schreibt Jan Böhmermann bei Twitter. "Wer Banken rettet, muss auch jetzt helfen", fordert der Satiriker. Es müsse "Solidarität und wirtschaftliche Unterstützung" für Kulturschaffende geben, die vom neuartigen Corona-Virus wirtschaftlich getroffen werden.
twitter.com

Zitat: Klaas Heufer-Umlauf entschuldigt sich nach den Fake-Vorwürfen.

"Es gab Einzelfälle, bei denen wir nicht einsehen wollten, dass die Realität weniger spannend ist als das, was wir gerne auf der Showbühne sehen."

Klaas Heufer-Umlauf entschuldigt sich "ohne jede Ironie" in seiner ProSieben-Show "Late Night Berlin" nach den Fake-Vorwürfen - in Weinstein-Manier habe er sich für einen möglichen Prozess "schon mal 'nen Rollator besorgt".
dwdl.de