Zahl des Tages: Stuttgart ist die Job-Hauptstadt.

Zahl des Tages: Ganze 2 mal so viel Job-Inserate pro Einwohnerin weist Stuttgart im Vergleich zu Berlin auf, zeigt eine Auswertung des Job-Portals Heyjobs. Damit liegt die Hauptstadt des Ländles im deutschland­weiten Großstadt-Vergleich vorn. Schlusslicht ist Duisburg, wo es Anfang September nur 208 Inserate pro 100.000 Menschen gab – knapp ein Viertel der 802 Ausschreibungen Stuttgarts.
handelsblatt.com

“Ich genieße es manchmal, wenn jemand anderes die Programmplanung macht” – Norman Wagner über TikTok und TV.


Bleibt flexibel: Nach dem ersten Streaming-Boom und Binge-Watching von Serien sieht Norman Wagner mittlerweile wieder "differenzierter" fern, sagt er im Video-Interview von "Horizont" und turi2.tv am Rande des AGF-Forums in Frankfurt. Der Mediachef bei der Deutschen Telekom und Vorstand der Organisation Werbungtreibender im Markenverband erzählt im Gespräch mit turi2-Verlegerin Heike Turi, dass er immer öfter wieder lineares TV einschaltet, weil er keine Lust hat, "20 Trailer anzugucken". Als "Flexiviewer" schaut er das, wonach ihm gerade ist: "Es kommt auch vor, dass ich abends zwei Stunden TikTok schaue, weil ich auf gar nichts Lust habe, was Bigscreen ist", sagt er und lobt den Algorithmus des Kurzvideo-Dienstes. Wagner genieße es manchmal, wenn "jemand anderes die Programm­planung macht".

Die größte Herausforderung in der digitalen Media­planung sieht Wagner heutzutage darin, dass sie "in Silos" funktioniere. TV sei ein großes Silo, "wo ich einen großen Daten­bestand über einzelne Sender habe". Gehe es darüber hinaus "wird's schon wieder schwieriger". Digital-Werbung ist gut darin, für vorhandene Bedürfnisse Angebote zu machen, analysiert Wagner. Eine "absolute Katastrophe" sei das digitale Ökosyste, wenn es darum gehe Bedürfnisse zu wecken. Anders als für TV gebe es im Digitalen kaum Reich­weiten-Forschung. "Deswegen brauchen wir crossmediale Planungs- und Reporting-Instrumente", sagt Wagner.
turi2.tv (10-Min-Video)

Hör-Tipp: “Das Thema” blickt auf den Kampf deutscher Digitalfirmen gegen ihre Belegschaft.

Hör-Tipp: Große deutsche Digital-Firmen wie Hellofresh oder Zalando funktionieren ohne eine "Massen an Arbeitenden" mit Niedrig-Löhnen gar nicht, erzählt Christina Kyriasoglou im Podcast "Das Thema" mit "Manager-Magazin"-Chefredakteur Sven Oliver Clausen. Sie finde es "schwer nachvollziehbar", dass die Unternehmen derart stark gegen Betriebs­rats­gründungen kämpfen. Bei den Liefer­diensten hätten migrantische Kräfte laut Quellen teils eine "ganz neue Abhängigkeit" und würden ihre Rechte gar nicht kennen.
manager-magazin.de (22-Min-Audio)

Lufthansa-Chef Carsten Spohr von IT-Lücke des eigenen Boarding-Passes betroffen.

Pass-Problem: Lufthansa-Chef Carsten Spohr ist Opfer einer IT-Lücke geworden: Über den QR-Code seines Boarding-Passes haben Fremde Zugriff auf persönliche Daten, darunter E-Mail-Adresse und Telefon­nummer erhalten. Die Pässe enthalten neben Flugdaten auch sensible Infos, mit denen sich gegebenenfalls über die Lufthansa-Website weitere Infos auslesen lassen.
spiegel.de

Porsche baut vor Börsengang den Aufsichtsrat um.

Porsche baut vor dem geplanten Börsen­gang am kommenden Donnerstag seinen Aufsichts­rat um. Der VW-Aufsichts­rats­vorsitzende Hans Dieter Pötsch (Foto) sowie Hans Michel Piëch verlassen das Gremium. VW-Finanzchef Arno Antlitz und die VW-Vorständin Hauke Stars rücken auf. Daneben sitzen Wolfgang Porsche, Gewerkschafterin Jordana Vogiatzi und die Betriebsräte Harald Buck und Carsten Schumacher im Aufsichtsrat.
handelsblatt.com

Willkommen im Club: Marc Schmitz.

Willkommen im Club der turi2.de/koepfe: Marc Schmitz steht seit 2016 an der Spitze der Ströer Content Group. Im Google-Podcast "Media Stories" erzählt der CEO, dass die Wieder­belebung von T-Online die "wahrscheinlich größte Heraus­forderung im deutsch­sprachigen Internet" war. Schmitz ist neu im turi2-Club der wichtigsten Meinungs­macherinnen in Deutschland.
turi2.de/koepfe (Profil Schmitz)

Meistgeklickter Kopf gestern war erneut Ulrike Handel.

Meistgeklickter Kopf gestern war erneut Ulrike Handel. Das Springer-Vorstandsmitglied hatte eine Zusammenlegung der Redaktionen von "Bild" und "Welt" in einer Fragestunde zu ihrem geplanten Umbau "nicht ausgeschlossen". Auf Platz 2 ist ein alter Bekannter von Springer: Kai Diekmann, der derzeit ein Buch über seine Arbeit als "Bild"-Chef schreibt. NDR-Intendant Joachim Knuth, neustes Club-Mitglied, belegt den dritten Rang.
turi2.de/koepfe (meistgeklickte Köpfe am 22.9.2022)

Basta: DFB-Elf muss Bahn-Verspätung von elf Minuten hinnehmen.

Rote Karte: Die Fußball-Nationalmannschaft reist zum Länderspiel nach Leipzig umweltbewusst mit dem ICE statt mit dem Flieger. Der Zug kommt allerdings zu spät, zudem muss das Gleis gewechselt werden – erst nach ausgerechnet elf Minuten geht die Fahrt für die DFB-Elf los. Die Kicker sollten besser schon einmal verinnerlichen, dass auch Zugfahrten in die Verlängerung gehen können.
express.de

Radio Bremen veröffentlicht seine Compliance-Regeln.

Regelwerk: Radio Bremen macht sein Compliance-System öffentlich, über das der Rundfunkrat am Donnerstag beraten habe. Jedes Gremienmitglied habe nun "die Möglichkeit, alle Dienstanweisungen und sonstigen internen Regelungen durch einfachen elektronischen Zugang selbst zu überprüfen". Derweil meldet der Sender für 2021 einen Jahresüberschuss von 0,2 Mio Euro. Die Gesamterträge lagen 2021 bei 114,9 Mio Euro, rund 4,4 Mio Euro höher als im Vorjahr.
radiobremen.de (Compliance), radiobremen.de (Jahresabschluss)

“Großes Interesse” von Bietern: RTL prüft den Verkauf von M6.

Wer bietet mehr? RTL prüft den Verkauf seines französischen TV-Senders M6, nachdem Wettbewerbshüter die Fusion mit TF1 untersagt hatten. Man sei mit Interessenbekundungen für den Kauf der M6-Beteiligung "überschwemmt" worden, sagt Bertelsmann-CEO und RTL-Chef Thomas Rabe der "Financial Times". Man teste den Markt und werde auf der Grundlage dieses Tests entscheiden, "ob wir verkaufen oder nicht". Bis Freitag würden erste Angebote erwartet, meldet Reuters. Als mögliche Interessenten gelten laut der "FT" Vivendi und MediaForEurope von Italiens ehemaligen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi.
ft.com via manager-magazin.de, turi2.de (Background)

Katharina Behrends wird Chefin von Mediaforeurope in Deutschland.

Nachbars­freuden: ProSiebenSat.1-Groß­aktionär Media­for­europe eröffnet einen Standort in München und macht Katharina Behrends zur General Managerin für die DACH-Region. Bis 2020 hatte sie bei NBC Universal ebenfalls den deutsch­sprachigen Markt betreut. In ihrer neuen Funktion berichtet sie an den Vorstand des ehemals als Mediaset bekannten Unternehmens, das zuletzt mit P7S1 immer wieder öffentlichkeits­wirksam im Dissens gelegen hat.
dwdl.de

Meistgeklickter Kopf gestern war Ulrike Handel.

Meistgeklickter Kopf gestern war Ulrike Handel. Die Springer-Vorständin für News Media National hat am Mittwoch ein Strategieprojekt angekündigt, bei denen es vor allem um Organisationsstrukturen geht. Die gerade erst zum turi2-Club dazugestoßene Politik-Chefreporterin von Welt TV, Franca Lehfeldt, ist auf Platz 2. Den dritten Rang belegt Caren Miosga, die erst kürzlich den "Tagesthemen"-Moderationsrekord geknackt hat.
turi2.de/koepfe (meistgeklickte Köpfe am 21.9.2022)

Hör-Tipp: Über den Aufstieg und Fall der Internet-Firma Unister.

Hör-Tipp: "Macht und Millionen" beschäftigt sich mit der einstigen Erfolgs-Firma Unister, die hinter Reiseportalen wie Fluege.de und Ab-in-den-Urlaub.de stand. Dessen Inhaber Thomas Wagner (Foto) ist 2016 bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen. "Spiegel"-Journalist Martin U. Müller beschreibt Wagner als "Anti-Stück" zu den Gründern, "wie wir sie heute kennen und uns vorstellen". Wagner sei u.a. "nicht besonders öffentlichkeitsaffin" gewesen und habe "breit sächsisch" geredet. Zudem sei er "recht wendig" gewesen, "was die Auslegung von bestimmter rechtlicher Rahmenbedingungen betraf".
businessinsider.de (50-Min-Audio)

Deutsche Bahn investiert bis 2030 mehr als 19 Mrd Euro in neue Züge.

Modernisierungs-Maßnahme: Die Deutsche Bahn will bis 2030 rund 19 Mrd Euro in neue Züge stecken, kündigt Vorstandschef Richard Lutz auf der Bahntechnikmesse Innotrans an. Das seien "einige Milliarden Euro mehr als noch 2019 geplant" und zudem eine Rekordsumme. Bis 2030 sollen rund 450 ICE durchs Land fahren – 100 mehr, als bis Ende 2022 angestrebt seien.
tagesschau.de

RBB-Rundfunkrat wählt am Donnerstag einen neuen Vorsitz.

Wahltag: Der RBB-Rundfunkrat will am Donnerstag einen neuen Vorsitz wählen. Der Potsdamer Staatsanwalt Ralf Roggenbuck ist offenbar als einziger Kandidat im Rennen. Friederike von Kirchbach war im Zuge des Schlesinger-Skandals vor rund einem Monat zurückgetreten. Auf der Tagesordnung stehe zudem ein Bericht der Interims-Intendantin Katrin Vernau.
rbb24.de, turi2.de (Background)

Basta: Mobilfunk-Betreiber arbeiten an Hologramm-Telefonie.

Zukunftsmusik: Vodafone, Telefónica, die Deutsche Telekom und die französische Firma Orange arbeiten daran, Hologramm-Telefonie massentauglich zu machen. In etwa zwei Jahren könnten Kunden ihre Gesprächspartner als dreidimensionale Abbildung sehen – einzig eine VR-Brille ist dazu notwendig. Vielleicht können sich Star-Wars-Fans schon bald über ihren eigenen Holoprojektor freuen.
spiegel.de

Twitch bannt Streaming von unlizenziertem Glücksspiel.

Twitch will stärker gegen Glücks­spiele auf der Plattform vorgehen. Der Streaming-Dienst möchte demnach Inhalte von Glücks­spiel-Seiten, die Spiel­automaten oder Würfel­spiele beinhalten, verbieten. Betroffen ist davon u.a. stake.com – eine der beliebtesten Glücks­spiel-Seiten, die auf Twitch gestreamt wird. Sportwetten, Fantasy-Sport und Poker soll weiterhin erlaubt sein.
t3n.de

Debatte: Vereine bewegen sich in Sachen Nachhaltigkeit nur, wenn es verpflichtend ist, sagt Dirk Klingenbeil.

Wenn's sein muss: Unternehmen, Verbände und Vereine bewegen sich nur, "wenn etwas verpflichtend ist und wenn sie einen Mehrwert darin sehen", sagt Sport­marketing-Experte Dirk Klingenberg im "FAZ"-Interview zum Thema Nach­haltigkeit. Der DFL habe den ersten Schritt gemacht, indem nur noch Lizenzen vergeben werden, "wenn Ziele im Bereich der Nachhaltigkeit erfüllt werden". Dadurch haben die Clubs "das Thema überhaupt erst aufgegriffen".
faz.net (€)

“Freude.Forever”: BMW bringt ein neues Print-Magazin auf den Markt.

Freude am Drucken: BMW bringt mit "Freude.Forever" ein Print-Magazin heraus, das die "Facetten des modernen, nachhaltigen Luxus und des technologischen Fortschritts" beleuchten will. Die monothematischen, je 140-seitigen Hefte sollen anlassbezogen erscheinen. Das Heft erscheint mit 150.000 Auflage für 10 Euro. Der Erstling widmet sich der "Verbindung und Bedeutung von modernem Luxus" sowie "beständiger Nachhaltigkeit".
per Mail

Meistgeklickter Kopf gestern war Saruul Krause-Jentsch.

Meistgeklickter Kopf gestern war Saruul Krause-Jentsch. Die Spotify-Managerin erzählt im turi2 Jobs-Podcast u.a., dass es ihr nie geschadet hat, "irgendwie aufzufallen oder anders zu sein". Hinter ihr stehen Andreas Fischer, COO bei RTL Deutschland und neu im turi2-Club, sowie Ex-"Bild"-Chefredakteur Julian Reichelt.
turi2.de/koepfe (meistgeklickte Köpfe am 20.9.2022)

Debatte: Deloitte-Beauftragung durch den Rundfunkrat NDR Kiel ist “grotesk”, meint Georg Altrogge.

Schlecht beraten: Mit der Beauftragung Wirtschaftskanzlei Deloitte für die Prüfung der Vorwürfe gegen den NDR Kiel hat der Rundfunkrat "ein untaugliches Instrument" gewählt, schreibt "Welt"-Autor Georg Altrogge. Deloitte fehle in der Beurteilung journalistischer Fragen die Kompetenz: Dafür gebe es "hervorragende und unabhängige Experten, die diese Aufgabe angemessener und vermutlich auch viel günstiger erledigen könnten".
welt.de, turi2.de (Background)

Hör-Tipp: Sara Nuru hat sich die eigenen “Topmodel”-Sendungen nie angesehen.

Hör-Tipp: Sara Nuru, Gründerin des Social-Business-Unternehmens nuruCoffee, hat sich die Folgen von Germany’s Next Topmodel mit ihr noch nie selbst angeguckt, sagt die Gewinnerin der 2009-Staffel im Podcast "Entscheider treffen Haider" mit Lars Haider. "Ich wollte die Erinnerung, die ich gemacht habe, für mich behalten und nicht, wie es in 90 Minuten komprimiert wurde." Damals sei die Debatte um die Model-Castingshow noch nicht so groß wie heute gewesen, nachtreten möchte sie nicht: "Ich bin sehr dankbar für alle Türen, die mir dadurch geöffnet worden sind."
open.spotify.com (48-Min-Audio)

Landeszeitungen beklagen fehlende “Waffengleichheit” zwischen Privaten und dem ÖRR.


Zeitungs-Sorgen: "Beim digitalen Angebot ist unser Hauptwettbewerber der MDR", beklagt Alois Kösters (Foto, rechts) Chefredakteur der "Magdeburger Volksstimme", in der "Welt" eine fehlende "Waffengleichheit" zwischen Privaten und Öffentlich-Rechtlichen. Der Sender werte etwa Paid-Texte der Zeitung aus, "mal mit, oft aber auch ohne Nennung der Quelle". Im Oktober soll es in Berlin ein Schlichtungsverfahren zwischen der ARD und dem BDZV in der Sache geben.

David Koopmann, Geschäftsführer des "Weser-Kurier", kritisiert derweil Radio Bremen dafür, "alle möglichen Verrenkungen" zu machen, "um einen Sendungsbezug herzustellen und ihre digitale Text-Berichterstattung ausweiten zu können". In den Schlichtungsgesprächen mit den ARD-Intendanten möchte Koopmann erreichen, dass die Texte in deren Digital-Angeboten "auf einige wenige Sätze beschränkt bleiben, die auf den jeweiligen Video- beziehungsweise Audio-Beitrag hinführen". Die Anstalten weisen die Vorwürfe zurück und beteuern u.a., sich an die Vorgaben des Medienstaatsvertrags zu halten.
welt.de (€)

Spotify verkauft in den USA ab sofort Hörbücher.

Hört, hört: Der Audio-Dienst Spotify bietet nun Hörbücher zum Einzelverkauf an, vorerst nur in den USA. Ein neuer Player soll die Wiedergabe vereinfachen. Nutzer können gekaufte Audiobooks downloaden und offline hören, rund 300.000 Titel sind zum Start verfügbar. Die Amazon-Tochter Audible hat laut der "NYT" 760.000 Hörbücher im Portfolio.
heise.de, nytimes.com (€), newsroom.spotify.com

Zahl des Tages: Zahl der Dollar-Millionäre wächst 2021 auf 62,5 Mio.

Zahl des Tages: Auf 62,5 Mio Menschen steigt die Zahl der weltweiten Dollar-Millionäre 2021, sagt eine Vermögensstudie der Schweizer Großbank Credit Suisse. Das sind 5,2 Mio mehr als im Vorjahr. In den kommenden fünf Jahren sollen es sogar über 87 Mio sein. Für den Anstieg im vergangenen Jahr seien boomende Börsen und steigende Immobilienpreise verantwortlich.
spiegel.de

Zitat: Saruul Krause-Jentsch plädiert fürs Auffallen im Job.

"Wer nicht fragt, wird doch häufig übersehen."

Saruul Krause-Jentsch, Head of Studios DACH, UK und Irland bei Spotify, gibt im turi2 Jobs-Podcast Tipps für Nachwuchskräfte beim Audio-Streamer: Wer beruflich weiterkommen wolle, sollte vor allem Fragen stellen, um aufzufallen – und eine "gewisse Macher-Mentalität" mitbringen.
turi2.tv (45-Min-Podcast), turi2.de

Sky produziert für Bundesliga-Spitzenspiel erstmals eine Übertragung für Kinder.

Kinder­sache: Für das Bundesliga-Spiel Bayern gegen Dortmund produziert Sky erstmals eine Übertragung speziell für Kinder. Dafür gibt es am 8. Oktober ab 17.45 Uhr einen Feed mit eigenem Moderations-Duo, bestehend aus Marcel Gurk und Imke Salander. Des weiteren verspricht der Sender "kindgerechte Rubriken, neuartige grafische Elemente" sowie Interviews von Kinder-Reportern.
presseportal.de

“Möglichst diverse Leute” – Saruul Krause-Jentsch über Arbeiten und Anderssein bei Spotify.


Auffälliger Aufstieg: "Es hat mir nie geschadet, irgendwie aufzufallen oder anders zu sein", sagt Saruul Krause-Jentsch im Jobs-Podcast mit turi2-Verlegerin Heike Turi. Mit Blick auf die steile Karriere der gerade einmal 33-Jährigen trifft das augenscheinlich zu: Nach Stationen bei Condé Nast und Bertelsmann geht Krause-Jentsch zu Spotify und ist dort seit 2020 als Head of Studios DACH verantwortlich für alles, was mit Podcasts zusammenhängt – von der Entwicklung neuer Formate über die Betreuung der mittlerweile über 70.000 deutschsprachigen Podcasts bis hin zum Entdecken neuer Talente. Seit 2022 erfreut sich Krause-Jentsch zusätzlich an der Schlagfertigkeit und dem schwarzen Humor der Briten, da sich ihr Zuständigkeitsbereich um UK und Irland erweitert hat. Durch Remote-Arbeit lassen sich die unterschiedlichen Regionen gut nebeneinander managen, erzählt sie.

Generell schreibt Spotify das flexible Arbeiten groß. Zum Beispiel sind die Arbeitsplätze im Berliner Großraumbüro nicht fest zugeteilt. Persönliche Utensilien vermisst Krause-Jentsch an ihrem Schreibtisch nicht. Dass eines Tages mal ein Bild von ihrem Hund darauf steht, wäre ohnehin ihr größter Albtraum, lacht sie: "Diese Person bin ich nicht." Während der Corona-Zeit führt Spotify Work from Anywhere ein und bekommt dadurch Mitarbeitende, "die wir sonst nicht bekommen hätten". Das seien etwa Menschen, "die vielleicht eher von physischer Präsenz ausgeschlossen sind, weil sie Care-Arbeit zu Hause leisten". Mit regelmäßigen Get-togethers und Workshops vor Ort gibt es dennoch wichtige Anker: "Strategisch und kreativ arbeitet es sich in Person schon noch besser." Als Chefin legt Krause-Jentsch Wert darauf, einen klaren Fokus zu setzen – und dass jeder die langfristige Marschrichtung verinnerlicht. Dabei legt sie eine Geschwindigkeit an den Tag, die "teilweise ein bisschen überfordernd" sein kann, wie sie selbst zugibt. Dann müssen sie ihre Kolleginnen gelegentlich bremsen und sagen: "Das geht jetzt ein bisschen schnell, wir brauchen noch ein, zwei Überlegungen."

Wer bei Spotify anfangen will, sollte neben einer Leidenschaft für das Thema Podcast eine "gewisse Macher-Mentalität" mitbringen, also keine Angst vor dem Scheitern haben. "Lieber machen, als reden", rät Krause-Jentsch allen Bewerbenden. Auch die Bereitschaft, "gerne etwas mehr geben" zu wollen, sei wichtig. Internationales Know-How kommt ebenso gut an, ist aber kein Muss. Denn gerade unterrepräsentierte, marginalisierte Gruppen hätten gar nicht die Möglichkeit, so viele Praktika zu machen. Schließlich sei es das Ziel, "möglichst diverse Leute" zu Spotify zu bringen. Wer beruflich weiterkommen will, sollte vor allem Fragen stellen, um aufzufallen: "Wer nicht fragt, wird doch häufig übersehen."

Darüber hinaus erzählt Krause-Jentsch, was sie geworden wäre, hätte es nicht bei Spotify geklappt, ob sie sich selbst als Role Model sieht und warum ihr die Frage danach, ob es nicht schon genug Podcasts gibt, auf die Nerven geht. Das Gespräch erscheint im Rahmen der turi2 Podcast-Wochen. Weitere Interviews, Podcasts, Profi-Tipps und Hör-Empfehlungen gibt es täglich bis zum 9. Oktober. Am 12. Oktober erscheint außerdem die gedruckte turi2 edition #19 Audio – jetzt schon das kostenlose E-Paper vorbestellen. (Foto: Marlen Stahlhuth)
turi2.tv (45-Min-Podcast auf YouTube), turi2.podigee.io, spotify.com, podcast.apple.com, deezer.com, audionow.de

Bertelsmann lässt Callcenter-Fusion von Majorel und Sitel platzen.

Leitung tot: Bertelsmann lässt die geplante, 8,7 Mrd Euro schwere Fusion des luxemburgischen Callcenter-Dienstleisters Majorel mit dem Konkurrenten Sitel platzen, meldet das "Handelsblatt". Grund seien Meinungsverschiedenheiten mit der französischen Eigentümerfamilie von Sitel: Man habe sich nicht auf eine "Struktur" einigen können.
handelsblatt.com, turi2.de (Background)

Autovermieter Sixt stellt auf Elektrofahrzeuge um.

Bye bye, Benziner: Autovermieter Sixt stellt seine Flotte auf Elektrofahrzeuge um und will laut "Handelsblatt" bis Ende des Jahrzehnts "70 bis 90 %" E-Autos in Betrieb haben. 50 Mio Euro sollen in den Ausbau eines eigenen Ladenetzes fließen, zudem werde die E-Flotte verstärkt beworben. Bisher fahren nur rund 10 % der Sixt-Autos elektrisch oder als Hybride.
handelsblatt.com

Debatte: Das Streaming erfüllt seine Versprechungen nicht, findet Jürgen Schmieder.

Wunschvorstellung oder Lüge? Die versprochene Kulturrevolution durch das Streaming bleibt aus, beobachtet Jürgen Schmieder. Ob Werbung bei Netflix oder feste Sendezeiten bei Amazons "Ringe der Macht" – statt Vielseitigkeit und Kreativität gebe es "nun doch wieder eine Konzentration auf Massentauglichkeit". Es bestehe die Gefahr, "dass die Streaming-Branche danach daherkommen wird wie Kino und TV derzeit" – also wie das, was man eigentlich zu ändern versprochen habe.
sueddeutsche.de

Bundesverband Digitale Wirtschaft wirbt für Datennutzung.

Daten-Kompetenz: Der Bundesverband Digitale Wirtschaft wirbt mit einer Kampagne für eine positiv besetzte Diskussion rund um den Einsatz von Daten. Sie steht unter dem Motto: "Deine Daten können das." Die Kampagnen-Motive sollen zeigen, wie Daten das Leben einfacher machen und Menschen schützen – etwa vor Stau, vor Wucherpreisen oder vor leeren Regalen. In den kommenden zwei Monaten werden die Motive auf den Werbeplätzen von vielen BVDW-Mitgliedern zu sehen sein.
bvdw.org

Braucht wirklich jede Marke und jedes Unternehmen heute einen Podcast, Jens Zielinski?


Starthilfe: Nicht jedes Unternehmen braucht einen Podcast, es sollte sich aber zumindest mit dem Thema auseinander­setzen, meint Jens Zielinski, Chef der Audioagentur Schlenker PR. Ein Corporate Podcast biete viele Chancen, sollte aber auch qualitativ hochwertig sein: “Das ist wie eine eigene Radioshow, mit der wir unsere Fans abholen und ihnen unsere Markenwelt richtig cool präsentieren – das ist keine Vertonung einer Pressemitteilung.” Zum Start empfiehlt Zielinski einen Basis-Workshop mit allen Beteiligten. Bei der Planung sollte man in Staffeln denken. Weiterlesen >>>

Meistgeklickter Kopf gestern war Yvette Gerner.

Meistgeklickter Kopf gestern war erneut Yvette Gerner. Die Intendantin von Radio Bremen leitet gemeinsam mit Florian Hager die AG Digitale föderale ARD, die "effiziente Lösungen" für die Landesrundfunkanstalten finden soll. RTL-News-Mann Peter Kloeppel befindet sich auf Rang 2, gefolgt von CDU-Politiker Armin Laschet.
turi2.de/koepfe (meistgeklickte Köpfe am 18.9.2022)

Newsletter werden häufiger gelesen, sagt eine Studie von United Internet Media.


Populäre Post: Die Relevanz von Newslettern steigt, sagt eine Studie des 1&1-Mutterkonzerns United Internet Media. Das ließe sich u.a. an der gestiegenen Nutzungsintensität ablesen: So sei der Anteil der Newsletter-Lesenden von 70 % im Jahr 2019 auf 76 % in 2022 gestiegen. 57 % davon lesen die Mailings mindestens wöchentlich, ein Plus von vier Prozentpunkten im Vergleich zu 2019. Zudem würden Newsletter zunehmend zu direkten Online-Käufen verleiten: 43 % der weiblichen Befragten haben demnach schon einmal ein Produkt aus einem Newsletter heraus gekauft, bei den Männern sind es 23 %. Rund die Hälfte der Befragten erhält redaktionelle Newsletter, 76 % von Online Shops.

Am beliebtesten seien Newsletter wie 2019 aus dem Bereich "Mode & Accessoires". Auf Platz 2 liegt das Themengebiet "Medien & Unterhaltung", einen Rang höher als zuletzt. Darauf folgen "Finanzen & Versicherungen". Immer mehr Wert legen Newsletter-Leser der Studie zufolge auf eine "passende Länge", einen "interessanten Inhalt" und eine "übersichtliche Struktur". United Internet Media hat 900 User seiner Mail-Dienste Web.de und Gmx.de befragt und die Daten mit der ersten Erhebung dieser Art von vor drei Jahren verglichen.
per E-Mail

Wir graturilieren: Ingo Eichel wird 50.


Wir graturilieren: Der Senior Business Development Manager für Media & Entertainment bei Adobe, Ingo Eichel, feiert heute seinen 50. Geburtstag. Wie "Corona und Murphy zusammenarbeiten", findet Eichel erstaunlich: Er war zwar "nur sechs Tage positiv", hat aber in dieser Zeit sechs Konzerte und einen runden Geburtstag verpasst. Dafür konnte Eichel wenigstens im abgelaufenen Lebensjahr erleben, wie "gut und mitreißend" die Red Hot Chili Peppers auf der Bühne sind.

Beeindruckt hat ihn Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck, der "seinen Job – und dabei auch Fehler macht". Eichel gefalle, neben der guten Kommunikation des Politikers auch, dass er "im positiven Sinne manchmal auch quer denkt". Der Konzertgänger hat gelernt, dass "gute Medienkompetenz kriegsentscheidend ist". Seinen 50. feiert er erst im nächsten Jahr groß, heute kommen Familie und Freunde vorbei. Sein Geburtstagsbild ist im Frühjahr in San Francisco bei einer Fahrradtour durch den Mission District entstanden. Glückwünsche erreichen Eichel heute über alle Wege, z.B. per E-Mail, via Linked-in, Twitter und WhatsApp.

Woody Allen kündigt sein Karriere-Ende an.

50 and out: Filmemacher Woody Allen, 86, kündigt das Ende seiner Film-Karriere an. "Mein nächster Film wird Nummer 50 sein, ich denke, es ist ein guter Zeitpunkt, damit aufzuhören", sagt er der spanischen Zeitung "La Vanguardia". Danach wolle er ein Buch schreiben. Im Herbst beginnt in Paris die Produktion seines 50. Streifens mit dem Arbeitstitel "Wasp 22", einem Thriller.
rnd.de, deadline.com

Hör-Tipp: Wie Christian Seifert mit seiner Sport-Plattform S Nation punkten will.

Hör-Tipp: "Es wird meines Erachtens nur noch drei Themen geben, die man live wird gucken müssen: Aktienkurse, echte Breaking-News und Sport", sagt EX-DFL-Chef Christian Seifert im OMR-Podcast mit Philipp Westermeyer. Mit seiner neuen Sport-Streamingplattform S Nation will Seifert Sportarten wie Handball und Basketball von unten aufbauen – dazu sollen auch "die längsten Medienverträge, die es je gab für Live-Sport in Deutschland" beitragen. Manche Ligen hätten zuletzt eine "falsche Politik" gefahren mit der Vergabe von Verträgen mit kurzer Laufzeit. Die Rechteinhaber würden dann eher versuchen, die Ausgaben so schnell wie möglich einzuspielen: "Ein Medienanbieter wird dann nie eine Marke aufbauen, der wird nie versuchen, eine Community zu entwickeln."
omr.com (87-Min-Audio)

Zahl des Tages: 6.500 Beschwerden über die Deutsche Post im Sommer.

Zahl des Tages: Rund 6.500 Beschwerden über die Deutsche Post sind im Juli und August bei der Bundesnetzagentur eingetrudelt, viel mehr als sonst. Im ersten Halbjahr waren es 8.900, im gesamten Vorjahr 15.100. Vor allem in Berlin, Nürnberg und München soll es Probleme mit verspäteten oder verlorenen Briefen geben. Der Konzern verweist auf coronabedingt höhere Krankenstände und den Fachkräftemangel.
n-tv.de

Ist TV ein Oldtimer, Kerstin Niederauer-Kopf?


Große Bilder: "Der Big Screen war nie weg", sagt Kerstin Niederauer-Kopf im Video-Interview mit turi2.tv. Im Gespräch mit turi2-Verlegerin Heike Turi am Rande des AGF-Forums in Frankfurt widerspricht die Chefin der AGF Videoforschung der These, dass das Fernsehen zum alten Eisen gehört. Von der analogen Vergangenheit des Mediums sei heute schon nichts mehr übrig. Das bestätigen auch die Messergebnisse der AGF, die traditionell TV-Quoten erhebt, aber längst auch Streaming-Nutzung, etwa bei Netflix oder Amazon Prime erfasst.

Als eine ihrer größten Herausforderungen beschreibt Niederauer-Kopf es, Digital-Publisher für die Messung von Bewegtbild zu gewinnen, um eine möglichst "konvergente Reichweite" ausweisen zu können. Anders als bei den TV-Quoten, wo automatisch alle empfangbaren Sender ausgewertet werden, müssen sich Digital-Publisher aktiv für die Messung entscheiden.

Mit Blick auf das überragende Interesse an Nachrichten und Unterhaltung während der Corona-Zeit erklärt die TV-Forscherin, dass die Nutzung von Bewegtbild weiter über dem Vor-Krisen-Jahr 2019 liegt, verglichen mit den Hoch-Phasen der Pandemie aber abnimmt. Außerdem beobachtet sie den Wunsch nach Eskapismus, was auf die Nutzung von Unterhaltungs-Angeboten einzahlt.
turi2.tv (12-Min-Video auf YouTube)

Lese-Tipp: Über den Mann an den Keys vom “ZDF Magazin Royale”.

Lese-Tipp: "Es ist wie eine kleine Show in der Show", sagt der Leiter des Rundfunk-Tanzorchesters Ehrenfeld, Lorenz Rhode, im DWDL-Porträt von Senta Krasser. Pro Jahr schreibt er eine dreistellige Zahl von Arrangements für das "ZDF Magazin Royale". Jan Böhmermann sei "nicht nur Initiator, sondern auch großer Förderer vom RTO". Er setze "uns so viel er kann ein", schwärmt Rhode.
dwdl.de

Hör-Tipp: Wieso die App Doctolib und das Land Berlin in der Kritik stehen.

Hör-Tipp: Die Arzttermin-App Doctolib steht wegen ihrem fragwürdigen Umgang mit Daten in der Kritik und das Land Berlin, weil es sich die Dienstleistung für Impf-Termine hat schenken lassen. Technikjournalistin Eva Wolfangel sieht Parallelen zu der Luca-App und spricht bei Deutschlandfunk Kultur von einem "falschen und gefährlichen Denken der Verwaltung". Sie fordert: "Wir müssen weg von dieser Feuerwehrpolitik, dass man sagt: Jetzt brennt es, jetzt schnell ein Unternehmen her!"
deutschlandfunkkultur.de (9-Min-Audio)

Bahn-Gewerkschaft begründet die vielen Verspätungen mit Personalmangel.

Spät dran: Vor allem aufgrund eines Fachkräftemangels kommt die Deutsche Bahn oft zu spät, kritisiert Martin Burkert, Vize-Vorsitzender der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft gegenüber der dpa. In vielen Bereichen könne der Zugverkehr zudem "nur durch eine hohe Zahl an Überstunden aufrechterhalten werden", es bestehe "akuter Handlungsbedarf". Der Konzern bezichnet die Kritik als "viel zu pauschal". Vorstandschef Richard Lutz verweist u.a. auf die vielen Baustellen und immer mehr Verkehr auf den Gleisen.
manager-magazin.de