Debatte: Simon Hurtz plädiert dafür, Elon Musks Tweets zu ignorieren.

Kindergarten: "Süddeutsche"-Redakteur Simon Hurtz nennt Elon Musk einen "hochintelligenten Troll" und empfiehlt als bestes Mittel dagegen Aufmerksamkeits­entzug. Wenn kleine Kinder quengeln, müsse man sie nicht immer ernst nehmen. Musk wisse zwar, "wie man Elektroautos baut, Raketen ins All schickt und in 280 Zeichen die halbe Welt verrückt macht", aber er habe keine Ahnung, was es brauche, um Diskussionen im digitalen Raum zu zivilisieren und Twitter zu führen.
sueddeutsche.de

Zahl des Tages: Deutscher Werbemarkt wächst im April um 2,6 %.

Es geht wieder rauf: Knapp 2,86 Mrd Euro Umsatz macht die deutsche Werbewirtschaft im April. Das ist ein kleines Plus von 2,6 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Im März waren die Einnahmen noch aufgrund des Ukraine-Kriegs im Vergleich zu 2021 zurückgegangen. Zu den größten Werbe-Spendern gehören Procter & Gamble, Ferrero, Lidl sowie die Deutsche Telekom und Telefónica.
horizont.net

Twitter schaltet Communities-Funktion in Deutschland frei.

Gemeinschaftsgezwitscher: Auch deutsche Nutzerinnen können jetzt bei Twitter Communities gründen oder ihnen beitreten. Dabei handelt es sich um moderierte Diskussionsgruppen, in denen sich die Mitglieder zu einem bestimmten Thema austauschen können, ähnlich wie bei Facebook-Gruppen. Twitter testet die Funktion seit September 2021 und schaltet sie jetzt für alle frei.
basicthinking.de, turi2.de (Background)

Josef Joffe lässt sein Mandat als “Zeit”-Herausgeber bis zum Vertragsende ruhen.


Satz mit Ex: Der Publizist Josef Joffe lässt sein Mandat als "Zeit"-Heraus­geber bis zum Vertrags­ende im März 2023 ruhen, erfährt die "Welt" auf Nachfrage von dem Verlag. Demnach haben sich Joffe und die Verleger der Wochen­zeitung Dieter und Stefan von Holtzbrinck "einvernehmlich" zu diesem Schritt entschieden. Dazu geführt hat ein geleakter Brief von Joffe an dessen Freund und Bank-Miteigentümer Max Warburg. Darin schreibt der Publizist u.a., er habe Warburg "gewarnt" und es sei seiner "Invention zu verdanken, dass das Stück geschoben wurde und die Bank die Gelegenheit erhielt, Widerrede zu leisten". Joffe bezieht sich auf eine Recherche der "Zeit" und des ARD-Magazins "Panorama" zur Verwicklung der Bank in die Cum-Ex-Geschäfte. Der Artikel dazu ist am 17. November 2016 in der "Zeit" erschienen.

Zwar ist sich die "Zeit"-Redaktion sicher, Joffe habe tatsächlich keinen Einfluss auf den Artikel genommen, der "in geplanter Form" erschienen sei, dennoch erwecke der Brief den Eindruck, die Zeitung sei zu beeinflussen. Joffe ist seit 2020 Herausgeber der "Zeit" und zählt zu den renommiertesten Journalisten in Deutschland. Ob er künftig weiterhin für die "Zeit" schreibt, entscheidet die Redaktion "von Fall zu Fall", sagt eine Sprecherin gegenüber der "Welt".
welt.de (Paid), turi2.de (Background)

Hör-Tipp: Ohne Socials funktioniert “Strive” nicht, sagt Katharina Wolff.

Hör-Tipp: Die Gründerin des Print-Wirtschafts­magazins "Strive" Katharina Wolff sagt im Podcast "Newsfluence", ohne Instagram und Linked-in würde sie kaum Umsatz machen. Jede Protagonistin erhalte Material für die Socials und sei Business-Influencerin. Dank der geschenkten Reichweite von Menschen wie Tina Müller habe das Magazin wachsen können.
open.spotify.com (34-Min-Audio)

Hör-Tipp: Die Schufa will transparenter werden, sagt Tanja Birkholz.

Hör-Tipp: Die Schufa möchte transparenter werden, sagt Chefin Tanja Birkholz im Podcast "Finanz-Szene". Dazu wurde u.a. die Webseite überarbeitet, da die Auskunftei "noch sehr stark in einer juristischen Sprache" kommuniziere. Unternehmen sähen die Schufa vor allem als "Vermittler", für Privatmenschen habe das Unternehmen oft eine disziplinierende "elterliche Funktion".
podcast.podigee.io (35-Min-Audio)

Schaden durch Hacker-Angriffe in Deutschland nimmt erheblich zu.

Teure Attacke: Der von Hackern verursachte Schaden für deutsche Unternehmen liegt 2021 im Schnitt bei fast 19.000 Euro, teilt der Spezialversicherer Hiscox mit. Damit liegt Deutschland deutlich über dem internationalen Mittelwert von rund 16.000 Euro. Die Zahl hat sich im Vergleich zu 2020 fast verdoppelt. Grund dafür ist u.a. die höhere Anzahl von Mitarbeitenden im Home-Office.
businessinsider.de

Hör-Tipp: Medien machen sich meinungsarm, wenn sie auf weibliche Expertinnen verzichten.

Hör-Tipp: "Wenn die Medien sich nur auf Männer als Experten einschießen, machen sie sich meinungsärmer, als sie sein müssten", sagt Edith Heitkämper (Foto), Vorsitzende von ProQuote Medien im Podcast "Frau Doktor, übernehmen Sie" mit Julia Rotherbl. Heitkämper ermuntert Medizinerinnen und Ärztinnen dazu, sich medial mit "Spaß, Power und Risikobewusstsein" zu zeigen. Unter Wissenschaftlerinnen sei vereinzelt das Vorurteil verbreitet, dass Frauen, die die Öffentlichkeit suchen, "keine echte Wissenschaft" machen und sich "nur in die Medien drängen" wollten.
apotheken-umschau.de (24-Min-Audio)

Basta: Queen-Barbie ist nach drei Sekunden ausverkauft.

3, 2, 1 … weg: Zum Platinjubiläum hat Queen Elizabeth II. von Mattel eine eigene Barbie-Puppe spendiert bekommen. Die ist beim britischen Warenhausbetreiber John Lewis allerdings schon nach drei Sekunden vergriffen. Nun wittern einige Ebay-Verkäufer Moneten mit der Monarchin – und bieten die limitierte Puppe für bis zu 1.000 Pfund an. Der Kunde ist bei diesem Deal sicher keine Königin.
stern.de

Debatte: Der NDR sollte den ESC abgeben.

Fordert frischen Wind: Der NDR sollte nach den Desastern der letzten Jahre die Verantwortung für den Eurovision Song Contest an eine andere Landesanstalt abgeben, schreibt Simon Dallmeier in der "Bild". Jeder würde es derzeit besser machen, Sender wie ProSieben und RTL seien z.B. "viel näher dran am Zeitgeist der Gesellschaft". Mit der Strategie, einen "radiotauglichen" Song ins Rennen zu schicken, "gewinnt man eben auch keinen Blumentopf".
bild.de, turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Joachim Huber feiert Arte als “Fernsehen für Nichtfernseher”.

arte logo_150Lese-Tipp: "Tagesspiegel"-Redakteur Joachim Huber gratuliert Arte schon einmal vorab zum 30. Geburtstag. Seit dem 30. Mai 1992 sei der deutsch-französische Kultursender "eine Inspiration, anders fernzusehen, ein Anstifter zum Anderssein". Unvergessen seien etwa die als hoppelnde Schafe verkleideten Menschen, die in den Anfangsjahren den Sendeschluss einläuteten.
tagesspiegel.de

“FAZ”-Tochter Fazit kümmert sich um Multimedia-Inhalte des Goethe-Instituts.

Goethe 2.0: Die "FAZ"-Tochter Fazit baut für das Goethe-Institut eine Multimedia-Redaktion auf. In den kommenden Jahren seien journalistische Inhalte für alle digitale Ausspielkanäle geplant, z.B. Multimedia-Reportagen, Live-Formate für soziale Medien und 360-Grad-Videos. Bereits umgesetzt seien eine Video-Serie zum Thema Postkolonialismus sowie ein Video-Projekt zum Thema Grundeinkommen.
fazit.de

Debatte: Amber Heard hat den Prozess schon längst verloren, meint Aline von Drateln.

Vorverurteilung: Schauspielerin Amber Heard hat den öffentlichen Prozess gegen Johnny Depp "schon verloren, bevor er überhaupt begann", schreibt Aline von Drateln (Foto) im "Tagesspiegel". Zuschauerinnen gehe es "weniger um Gewalt in der Ehe, als um die Rollenverteilung zwischen Mann und Frau". Videos vom "besoffenen, taumelnden, randalierenden" Johnny Depp würde nicht so sehr schockieren, wie die Vorstellung, Heard könnte ihrem Mann "nüchtern ins Bett gemacht haben". Die eine Rolle des "wehrlosen Opfers" glaube man ihr nicht und die andere, "eine Frau mit Neigung zu emotionalen Ausbrüchen", werde nicht akzeptiert.
tagesspiegel.de (Paid)

Zitat: Fußball-Kommentator Jörg Dahlmann ist enttäuscht von seinem Ex-Arbeitgeber Sky.

"Ich war vielleicht flapsig, aber nie unter der Gürtellinie."

Der geschasste Fußball-Kommentator Jörg Dahlmann erzählt im Interview mit Hit Radio FFH, die Rassismus-Vorwürfe gegen ihn seien "übelste Nachrede" gewesen, sein Ex-Arbeitgeber Sky habe nach dem Vorfall nicht mehr mit ihm gesprochen: "Das wäre das Mindeste gewesen, was ich erwartet hätte."
per Mail, ffh.de, turi2.de (Background)

Italienische Polizei verhindert Hackerangriffe auf den ESC.

Russische Störer: Hacker aus Russland haben offenbar versucht, in die Systeme vom Eurovision Song Contest einzudringen, teilt die italienische Polizei mit. Während der Abstimmung habe es zudem DDoS-Attacken gegeben. Expertinnen glauben, dass die russische Hackergruppe Killnet hinter den Cyberangriffen steht. Mehr als 100 Spezialistinnen habe die Polizei eigenen Angaben zufolge zur Abwehr eingesetzt.
spiegel.de, rnd.de

9-Euro-Ticketverkauf soll am 23. Mai starten, Bayern stellt sich quer.

Bayern streikt: Am 23. Mai soll der Verkauf des 9-Euro-Monatstickets als Teil des Entlastungspakets der Bundesregierung starten, teilt die Deutsche Bahn mit. Bayern droht allerdings mit einer Blockade bei der Abstimmung im Bundesrat. Das Billigticket sei ein "Strohfeuer", sagt Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter der dpa. Er fordert eine "eine dauerhafte Stärkung des Öffentlichen Personennahverkehrs durch mehr Bundesmittel für ein besseres Angebot".
faz.net

Twitter-Rechtsabteilung erhebt Vorwürfe gegen Elon Musk, sagt der Milliardär.

Übertwittert: Die Rechts­abteilung von Twitter beschuldigt den potentiellen Käufer des Dienstes Elon Musk, eine Vertraulichkeits­vereinbarung gebrochen zu haben, twittert der Milliardär eigen­händig. Grund sei, dass er offengelegt habe, dass Twitter für seine Analyse des Anteils an Bots auf der Plattform lediglich 100 Accounts untersuche.
twitter.com, rnd.de

Die besten Newsletter: Noch Fragen?

Newsletter-Tipp: Wolf Lotter ist Essayist und Redakteur von "Brand Eins". Seit Ende 2021 schreibt er für das etwas andere Wirtschaftsmagazin einen monatlichen Newsletter, der sich mit der Transformation von der Industrie- zur Wissensgesellschaft beschäftigt. Einen schnellen Nachrichten-Überblick darf man nicht erwarten: Jede Ausgabe von Noch Fragen? besteht aus einem geistreichen Mini-Essay.
brandeins.de/newsletter

Übersicht: Die besten Newsletter für Journalismus, PR, Marketing, Wirtschaft und Politik.

Wir graturilieren: Karl Hans Arnold wird 60.

Wir graturilieren: Mitglied im Gesellschafterausschuss und Aufsichtsrat der Funke Mediengruppe, Karl Hans Arnold, macht heute die 60 voll. Er startet sein neues Lebensjahrzehnt mit Tatendrang, Optimismus, aber auch mit Demut. Beruflich setzt Arnold sich zum Ziel, einen Beitrag zum unab­hängigen Journalismus zu leisten: "Eine notwendige und erfüllende Aufgabe." Wenn er sich etwas wünschen dürfte, wäre das die erhebliche finanzielle Ausstattung der Redaktionen. Aber "bitte nicht durch Subventionen", sagt Arnold.

Doch bevor die Verantwortung ruft, ist erstmal Entspannen angesagt: Seinen Ehrentag verbringt er mit seiner Familie an der ihm so vertrauten Côte d'Azur. Glückwünsche erreichen Arnold heute per E-Mail.

Zitat: YouTube-Manager Robert Kyncl empfiehlt Podcasterinnen eine Video-Version.

"Ich rate ich Podcastern immer: Wenn ihr schon podcastet, stellt auch noch eine Kamera auf! Das Video muss nicht einmal groß bearbeitet werden."

Robert Kyncl, Chief Business Officer bei YouTube, betont im "FAS"-Interview die Schwierigkeit der Audio-Monetarisierung. Der Umsatz sei "doppelt so hoch", wenn Podcasterinnen ein Video von ihrer Podcast-Aufnahme bei YouTube hochladen würden. Zudem mache es "Spaß, auch die Körpersprache zu sehen".
zeitung.faz.net (Paid)

Springer-Portal Travelbook startet einen täglichen Reise-Podcast.

Audio-Reise: Springers Reise-Website Travelbook startet am 16. Mai den täglichen Podcast "In fünf Minuten um die Welt". Darin geben Expertinnen persönliche Tipps und die wichtigsten Informationen für ein ausgewähltes Reiseziel, in der ersten Woche u.a. für Namibia, Bologna und München. Für die Produktion zeichnen die Agentur Wake Word und die Axel Springer Audio GmbH verantwortlich.
travelbook.de via clap-club.de

Zahl des Tages: Frauenanteil bei den Führungskräften steigt im NDR auf 47 %.

Zahl des Tages: Auf 47 % steigt der Anteil von Frauen mit Führungsaufgaben im NDR binnen eines Jahres – ein Plus von fünf Prozentpunkten. Karola Schneider, Vorsitzende des NDR-Verwaltungsrats, sieht den Sender "auf einem guten Weg, das Ziel der Parität von Frauen und Männern in Führungspositionen bis 2025 zu erreichen". Insgesamt beträgt die Frauenquote Ende 2021 bei den Festangestellten 49 %, bei den Freien liegt sie bei 52 %.
presseportal.de

Elon Musk legt Twitter-Deal vorläufig auf Eis.

Zahlen, bitte: US-Milliardär Elon Musk stoppt vorerst die Übernahme von Twitter und begründet dies mit Angaben des Kurznachrichtendienstes, dass Fake-Accounts knapp 5 % seiner Nutzerinnen ausmachen. In einem Tweet verkündet Musk, die Übernahme sei "temporarily on hold". Er wolle zunächst genaue Zahlen abwarten. Später twittert er, er halte weiterhin an der Übernahme fest. Twitter und Musk haben eine Zahlung von einer Mrd Euro vereinbart, falls eine Partei den Deal einseitig kündigt. Die Twitter-Aktie bricht der Ankündigung um fast ein Viertel ein.

Die Zahlen sind allerdings nicht neu: Twitter listet seine Spam- und Fake-Konten vierteljährlich auf. Auch die Meldung des Nachrichtendienstes Reuters, die Musk in seinem Tweet verlinkt, ist bereits elf Tage als. Das "Handelsblatt" schreibt, es räche sich nun, dass Musk den Deal "schnell durchziehen wollte" und deswegen auf eine "sonst übliche Prüfung der Bilanzen von Twitter verzichtet" hätte. Andererseits verweist die Zeitung auf Spekulationen von Marktteilnehmern, laut denen Musk den Übernahmepreis drücken wolle.

Auch Lisa Hegemann schreibt in der "Zeit", den Grund dürfe man "getrost für vorgeschoben halten". Dafür nennt sie andere Gründe, die Musk die Lust am Kauf nehmen könnten: Darunter einerseits die erschwerte Finanzierung durch den Wertverlust der Tesla-Aktien, andererseits aber auch die Tatsache, dass "Moderation auf Plattformen doch schwieriger ist, als manche denken". Die Zahl der Fake-Accounts jedenfalls sei "sogar für Musks Verhältnisse ein erstaunliches Quatsch-Argument."
tagesschau.de, handelsblatt.com (Paid), theverge.com, zeit.de

“Spiegel” und “ZDF Magazin Royale”: About You hatte Informationen über Kliemanns Maskenbetrug.

Kliemann-Masken: Der "Spiegel" und das "ZDF Neo Magazin Royale" werfen dem Modeunternehmen About You vor, bereits im August 2021 über den Maskenbetrug von Fynn Kliemann informiert gewesen zu sein. Nach deren Recherchen hatte ein an der Lieferung beteiligter Vermittler das Unternehmen auf eine mögliche Straftat hingewiesen und ein Dokument mit allen Details zur Lieferung geschickt. About-You-Gründer Tarek Müller hatte sich dagegen nach Bekanntwerden der Vorwürfe auf Twitter distanziert und geschrieben: "Dass die Masken teilweise nicht in Europa produziert wurden, war uns bis heute nicht bekannt."
per Mail

Twitter verkündet Einstellungsstopp und entlässt zwei Manager.

Twitter-Trouble: Noch vor der Übernahme von Twitter durch Elon Musk gibt es bei dem Kurznachrichtendienst offenbar einen Einstellungsstopp und Entlassungen. Das berichtet Reuters mit Bezug auf ein internes Memo. Demnach könnte das Unternehmen auch existierende Jobangebote zurücknehmen. Zudem müssen die Führungskräfte Keyvon Beykpour und Bruce Falck gehen. Auf Twitter teilen beide mit, diese Entscheidung nicht freiwillig getroffen zu haben.
onlinemarketing.de

Investoren kritisieren SAP-Aufsichtsratschef Hasso Plattner, weil er sein Amt nicht abgeben will.

Klebt am Sessel: Softwarekonzern SAP und die Stiftung von Aufsichtsratschef Hasso Plattner sollen Geschäfte zulasten der Aktionäre gemacht haben, berichtet der "Spiegel". Investoren kritisieren zudem, dass Plattner bis 2024 weiter Aufsichtsratschef bleiben will, obwohl er bereits die Altersgrenze und die maximale Amtszeit von zwölf Jahren überschritten hat.
spiegel.de (Paid)

Vodafone liefert Babynahrung per autonomer Drohne.

Luftfracht: Der Mobilfunker Vodafone testet gemeinsam mit der Uniklinik Düsseldorf die Belieferung per Drohne. Im Rahmen eines Pilotprojekts versorgt eine Drohne Frühchen mit einer Nährstofflösung, die von der Zentralapotheke direkt zur Kinderstation geflogen kommt. Noch hebt die Drohne nur unter menschlicher Aufsicht ab, technisch sei mit Hilfe künstlicher Intelligenz bereits ein autonomer Betrieb möglich, so Vodafone-Innovationschef Michael Reinartz gegenüber der "Rheinischen Post".
rp-online.de

Ex-Kryptochef von Facebook gründet eigenes Startup.

Will Krypto zum Mainstream verhelfen: Der ehemalige Facebook-Kryptochef David Marcus gründet ein eigenes Startup. Das Unternehmen namens Lightspark stellt Unternehmen, Entwicklern und Händlern die Infrastruktur für kostengünstige Krypto-Transaktionen bereit. Marcus wechselte 2014 von PayPal zu Facebook und war als Chef maßgeblich an der Entwicklung der Digitalwährung Diem beteiligt. Ende vergangenes Jahres verließ Marcus den Meta-Konzern, um eine eigene Firma zu starten.
techcrunch.com, turi2.de (Background)

Lufthansa-Chef Carsten Spohr entschuldigt sich nach Ausschluss jüdischer Reisegruppe bei Zentralratspräsident.

Entschuldigung Chefsache: Der Chef der Lufthansa Carsten Spohr bittet den Präsidenten des Zentralrats der Juden Josef Schuster persönlich um Entschuldigung, weil die Airline einer jüdischen Reisegruppe nach vereinzelten Fehlverhalten an Board pauschal die Weiterreise verweigerte. Ein Teil der rund 130 orthodoxen Juden hatte auf einem Flug von New York nach Frankfurt u.a. gegen die Maskenpflicht und Sicherheitsauflagen verstoßen und war dann pauschal vom Weiterflug nach Budapest ausgeschlossen worden.
spiegel.de

Die besten Newsletter: Flip.

https://letsflip.de/Die besten Newsletter für Medien, Wirtschaft und Politik: Gibt es nachhaltigen Fisch? Wie knackt man unfaire Algorithmen? Mit Fragen wie diesen beschäftigen sich die Investigativ-Journalisten Felix Rohrbeck und Christian Salewski alle zwei Wochen. Zusammen mit Christian Sothmann und Dominik Sothmann haben sie Flip gegründet, eine Website mit einem kostenlosen Newsletter als Zugpferd. Sie wollen damit Wege aufzuzeigen, wie es in Wirtschaft und Gesellschaft fairer und ökologischer zugehen könnte. Recherchestarkes Angebot für Konsumentinnen mit schlechtem Gewissen.
letsflip.de
Übersicht: Die besten Newsletter für Journalismus, PR, Marketing, Wirtschaft und Politik.

Dieser Tipp erscheint im Rahmen der Newsletter-Wochen zum 15. Geburtstag des turi2-Morgen-Newsletters.

Debatte: Die Marke Ankerkraut hat auch nach dem Nestlé-Deal noch Chancen.

Fremde Federn: Mit der umstrittenen Über­nahme von Startups wie Ankerkraut wollen sich Konzerne wie Nestlé "mit einer Glaubwürdigkeit ausstatten, die sie selber nicht mehr erreichen können", sagt Marken­forscher Oliver Errichiello. Er glaubt, dass sich hippe Marken auch nach Deals mit Groß­konzernen behaupten können, wenn man ihnen zehn bis 20 Jahre Zeit gibt. Vielen Firmen fehle allerdings die Geduld dafür.
augsburger-allgemeine.de

Corint Media wirft Google Dumpingpreise beim Angebot für Verlage vor.


Super-Spar-Angebot: Die Verwertungs­gesellschaft Corint Media hält nicht viel von Googles neuem Angebot, Verlage für Nachrichten-Snippets zu bezahlen. Dabei handle es sich um eine "massenhafte und schnelle Einholung von Lizenzen zu Dumping-Preisen", sind die Geschäfts­führer Christoph Schwennicke (Foto links) und Markus Runde (Foto rechts) überzeugt. Die Vergütung für die Extended News Previews (ENP) sei sogar "erkennbar missbräuchlich", gleichzeitig würden Google umfassende Rechte eingeräumt.

Die Summe der Zahlungen im Rahmen der ENP-Verträge schätzt Corint Media auf rund 10 Mio Euro. Zum Vergleich: In Australien musste Google aufgrund schärferer Gesetze bis zu 100 Mio Euro an Verlage zahlen – obwohl der Markt dort nur rund ein Drittel so groß ist wie der deutsche. Corint warnt Presseverleger davor, "sich Rechte an ihren Inhalten, dem Herzstück ihres Geschäfts, für Glasperlen abkaufen zu lassen".

Auch die in der Vergangenheit abgeschlossenen Verträge für Google News Showcase seien nur "vermeintlich attraktiv", kritisieren die Geschäftsführer der Verwertungsgesellschaft. Die Zahlungen lägen hier deutlich unter dem Wert des Leistungs­schutz­rechtes. Hinzukomme, dass Google auch Nachrichten von den Verlagen anzeigen will, die keine ENP-Verträge abschließen. "Das ist, als würde ein Automobilhersteller mit Monopolstellung bestimmen wollen, dass er für Getriebe ab jetzt nur noch drei Euro zahlt. Und falls sich der Zulieferer weigert, werden die Getriebe dennoch ohne Zustimmung jede Nacht vom Hof des Getriebeherstellers geholt", vergleichen Schwennicke und Runde den Vorgang.
corint-media.com, turi2.de (Background)

turi2.de/termine: Spartipps, Plattformarbeit.

Termine: RTL reagiert auf die Inflation und ruft einen Spartag aus. Der Sender checkt Prospekte und gibt Tipps für günstige Sommermode. Die Deutsche Gesellschaft für Personalführung diskutiert ab 16 Uhr im Abendforum Arbeitsrecht mit einem Anwalt und einem Richter über aktuelle Fragen des Arbeitsrechts. Beide Events sind kostenlos und online.
Termine für Wirtschafts-Wichtigs – ökonomisch unter turi2.de/termine

Der Siegeszug der Morgen-Newsletter – Teil 17: Steady/Substack.


15. März 2021: Steady und Substack wollen Bezahl-Newsletter populär machen.

Nach dem Vorbild der US-Plattform Substack startet das deutsche Unternehmen Steady ein Publishing-Tool für redaktionelle Newsletter. Es zielt auf Einzel­­kämpferinnen, die sich mit einem eigenen Newsletter Geld hinzu­verdienen oder den Unterhalt sichern wollen. Sie sollen sich nicht um Technik kümmern müssen, sondern auf die Inhalte konzentrieren können.

Die wenigsten Promis wie Teresa Bücker, Hans-Martin Tillack und Nils Minkmar stehen dafür allerdings früh auf. Hajo Schumacher gibt das Newsletter-Schreiben schon nach kurzer Zeit wieder auf: zu viel Aufwand, zu wenig Ertrag.

Die Chronik der Morgen-Newsletter erscheint im Rahmen der Newsletter-Wochen zum 15. Geburtstag des turi2-Morgen-Newsletters.

WWF: Leitende Angestellte kritisieren den Umgang mit einem Compliance-Fall.

WWF Deutschland: 26 leitende Angestellte kritisieren in einem Protestbrief die Führungsetage des Umweltverbands, meldet die "taz". Darin werfen sie dem geschäftsführenden Vorstand einen Verstoß gegen Compliance-Regeln vor. Demnach soll Eberhard Brandes eine Affäre mit der inzwischen ausgeschiedenen Finanzchefin gehabt haben. Die Frau soll offenbar eine unerlaubte Abfindung aus Spendengeldern bekommen haben. Zudem sei die zugesagte Vertraulichkeit der Hinweisgeberin nicht gewahrt gewesen.
taz.de

Netzpolitik.org: OnlyFans verbietet viele Wörter aus der Alltagssprache.

Angst vor Blut? Die Erotik-Plattform OnlyFans zensiert nach Angaben von Netzpolitik.org mindestens 149 Wörter, darunter einige aus der Alltagssprache wie "Menstruation", "meet" und "Blut" oder ausgeschriebene englischen Zahlen. Die Gründe will OnyFans nicht offenlegen. Die Blockliste zeige, "mit welch plumpen Mitteln" OnlyFans Inhalte moderiere, die Verbote würden sich zudem "kinderleicht umgehen" lassen. Userinnen beklagen die Einschränkung ihrer Redefreiheit.
netzpolitik.org

Debatte: “Führungspersonen fallen wieder in autoritäre Muster”, beobachtet Miriam Meckel.

Rückfall: Durch die jüngsten Krisen berufen sich viele Führungspersonen und Machthaber wieder auf "klassische, autoritäre Muster", sagt Publizistin Miriam Meckel im Podcast "Der 8. Tag". Das bedeute "weniger Diversität, weniger Dezentralisierung, weniger Verteilung von Macht". Als Grund für diese Entwicklung sieht Meckel die gestiegene Komplexität der Welt: "In so einer Situation versucht man diese Komplexität zu reduzieren."
thepioneer.de (29-Min-Audio, Paid), open.spotify.com (12-Min-Vorschau)

Zahl des Tages: Moderna-Finanzchef erhält 700.000 Dollar für einen Arbeitstag.

Zahl des Tages: Stolze 700.000 Dollar kassiert Jorge Gomez, der nach nur einem Tag als Finanzchef beim US-Impfstoffhersteller Moderna gehen muss. Grund sind interne Untersuchungen beim Ex-Arbeitgeber von Gomez, u.a. zur Finanzberichterstattung. Das Geld entspricht zwölf Monatsgehältern, auf eine Antrittsprämie und einen Bonus verzichtet Gomez freiwillig.
manager-magazin.de