KEF reduziert überraschend vorgeschlagene Erhöhung des Rundfunkbeitrags.


Überraschende Wende: Die Rundfunkbeitrags-Kommission KEF plant überraschend eine Reduzierung ihrer empfohlenen Beitragserhöhung, berichten "Medieninsider" und "DWDL". Statt der ursprünglich vorgeschlagenen 18,94 Euro soll der Rundfunkbeitrag zum 1. Januar 2027 lediglich um 28 Cent auf 18,64 Euro steigen. Dies gehe aus dem Entwurf des 25. KEF-Berichts hervor, der im Februar 2026 erscheinen soll. Als Grund nenne das Gremium unerwartete Mehrerträge durch eine gestiegene Zahl an Beitragszahlern sowie höhere Zinsgewinne.
medieninsider.com (€), dwdl.de, digitalfernsehen.de

Basta: Ikea erobert Neuseeland.


Schrauben locker: Als eines der letzten entwickelten Länder der Welt hat nun endlich auch Neuseeland seine erste Ikea-Filiale. Zur Eröffnung in Auckland kamen hunderte Fans des schwedischen Möbelhauses. Sogar Premierminister Christopher Luxon ließ es sich nicht nehmen, das rote Band zu durchschneiden. Spannender wäre es sicher gewesen, zuzuschauen, wie er ein "Billy"-Regal aufbaut – ohne dass Teile übrigbleiben.
edition.cnn.com, ikea.com

(Foto: Ikea)

Roter Freitag: Netflix kauft Warner Bros. Discovery.

Streaming-Gigant Netflix übernimmt Warner Bros. Discovery. Netflix zahlt 27,75 Dollar pro Aktie, wodurch der Deal einen Gesamtwert von rund 82,7 Mrd Dollar hat. Die Vereinbarung umfasst die Film- und TV-Studios von WBD sowie den Streamingdienst HBO Max. Nicht Teil des Pakets sind die linearen TV-Sender wie CNN, TBS und TNT, die WBD zuvor ausgliedert. Den Abschluss der Transaktion erwarten die Unternehmen für das 3. Quartal 2026. Die Einigung beendet einen seit Oktober laufenden Übernahmekampf, der in der letzten Phase Tempo aufgenommen hat. Erst in der Nacht gab es Meldungen, dass Netflix die Mitbewerber Paramount und Comcast ausgestochen hat und exklusiv mit WBD verhandelt. Durch den Zusammenschluss entsteht ein neuer Mediengigant mit weltweit rund 450 Mio Abonnenten. US-Politiker und Kartellwächter äußern Sorge vor einer Monopolstellung. Netflix dagegen verweist auf YouTube als starken Konkurrenten.
handelsblatt.com, dwdl.de, variety.com, cnbc.com

ZAW erwartet leichten Anstieg der Werbeumsätze, die aber großteils bei “wenigen globalen Plattformen” landen.


Wachstum mit Schlagseite: Der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft ZAW prognostiziert für 2025 einen Anstieg der Netto-Werbeerlöse um 3,2 % auf 27,54 Mrd Euro. Die Investitionen in Werbung inklusive Produktion und Honoraren klettern demnach um 2,9 % auf 39,13 Mrd Euro. Der Gesamt-Werbemarkt, zu dem auch weitere Formen kommerzieller Kommunikation zählen, liegt laut ZAW-Prognose bei 50,66 Mrd Euro und damit 1,8 % über dem Vorjahr. Ein Großteil des Wachstums lande laut Verband jedoch bei "wenigen globalen Plattformen, die den Markt dominieren". In den übrigen Kategorien fielen Steigerungsraten dagegen deutlich geringer aus oder entwickelten sich sogar rückläufig. Konjunkturelle Schwäche und ein schlechtes Konsumklima dämpften die Entwicklung zusätzlich, so der Verband.
meedia.de, zaw.de

Radio Bremen streicht einen “Tatort” und plant mit Spar-Überschuss.


Bremer Bredouille: Radio Bremen produziert 2026 nur einen statt bisher zwei Bremer "Tatorte". Zudem verzichtet der Sender auf weitere, nicht näher genannte fiktionale TV-Projekte, kürzt "spürbar" im Personalbereich und schränkt Kultur- und Veranstaltungs­kooperationen ein. Im Wirtschaftsplan 2026 summieren sich die Kürzungs- und Einsparungsmaßnahmen auf insgesamt rund 3 Mio Euro, wodurch ein rechnerischer Überschuss von 3,4 Mio Euro entsteht. Für den Vierjahreszeitraum 2025 bis 2028 weist die Planung allerdings eine Finanzierungslücke von 2,3 Mio Euro auf. Sollte die von der KEF empfohlene Beitragserhöhung weiterhin ausbleiben, seien "weitere Einschnitte unumgänglich", heißt es vom Sender.
dwdl.de, radiobremen.de

DJV und Verdi fordert für ÖRR-Beschäftigte 7 % mehr Geld.


Reallohn retten: Die Gewerkschaften DJV und Verdi stecken die Eckpunkte für Tarifverhandlungen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk ab und verlangen für ÖRR-Beschäftigte Gehalts- und Honorarsteigerungen von 7 %, mindestens jedoch 300 Euro. Für Volos soll es einen Festbetrag von mindestens 200 Euro geben. Es geht um neue Tarifverträge für NDR, WDR, SWR, BR und MDR, die eine Laufzeit von zwölf Monaten haben sollen. Zudem wollen die Gewerkschaften über Maßnahmen zur Verbesserung der Situation von Freien verhandeln. DJV-Chef Mika Beuster nennt die Forderung angesichts steigender Lebenshaltungskosten "angemessen und notwendig". Er warnt vor einem dauerhaften Reallohnverlust, da frühere Abschlüsse die Inflation nicht gedeckt hätten. Verdi-Verhandler Christoph Schmitz-Dethlefsen erwartet von der ARD einen schnellen Einstieg in die Verhandlungen.
djv.de, verdi.de

Medienberichte: Netflix sticht Paramount und Comcast im Bieterwettstreit um WBD aus.


Alles auf Rot: Im Bieterwettstreit um Warner Bros. Discovery hat Netflix nach US-Medienberichten die zweite Runde für sich entschieden und verdrängt damit die Konkurrenten Paramount und Comcast. Der Streaming-Marktführer verhandele nun exklusiv über den Kauf der Studio- und Streaming-Sparte, während das lineare TV-Geschäft beim Verkäufer bleibt. Kolportiert wird ein Angebot von rund 28 Dollar je Aktie, das Netflix überwiegend in bar begleichen will. Für den Fall eines Scheiterns der Verhandlungen wäre Netflix bereit, 5 Mrd Dollar an WBD zu zahlen. Paramount-CEO David Ellison kritisiert den Prozess in einem Brandbrief als "unfair und voreingenommen", da er massive kartellrechtliche Hürden für Netflix sieht. Warner weist die Vorwürfe zurück.
meedia.de, dwdl.de, persoenlich.com, edition.cnn.com

Video-Tipp: Publicis stimmt mit KI-Löwen auf 100-jähriges Bestehen ein.


Video-Tipp: Die Werbeholding Publicis veröffentlicht einen bildgewaltigen Weihnachtsfilm anlässlich ihres 100. Geburtstags im kommenden Jahr. Das Werk macht einen Streifzug durch die Firmengeschichte – vom Zweiten Weltkrieg und dem Wirtschaftswunder bis zur Corona-Pandemie. Protagonist des Films, durch den Edith Piaf als Erzählerin führt, ist ein Löwe, der für die Widerstandskraft der Agenturgruppe stehen soll. "A Lion never gives up", lautet die Kernbotschaft. Rund ein Viertel des Films besteht aus Real-Aufnahmen, der Rest wurde mithilfe von KI erstellt.
youtube.com (7-Min-Video), campaigngermany.de (frei nach Anmeldung), persoenlich.com

(Bild: Publicis)

Funke holt Carsten Groß als Geschäftsführer Digital Publishing zurück.


Vom Süden in den Westen: Die Funke Mediengruppe schafft bei ihren Regionalmedien die neue Position des Geschäftsführers Digital Publishing und besetzt sie mit Carsten Groß, der für den Job ab Februar nach Essen zurückkehrt. Er kommt von der Medienholding Süd, für die er als Geschäftsführer tätig war. Zuvor arbeitete Groß bereits bis Mitte 2023 als Chief Product Officer für Funke. In seiner neuen Funktion berichtet Groß an Regionalmedien-Geschäftsführer Christoph Rüth und verantwortet Produkt, Technologie, New Business und Data. Ziel ist die Beschleunigung der Transformation, um Journalismus künftig allein durch digitale Umsätze zu finanzieren.
funkemedien.de

(Foto: Funke)

Raab erholt sich trotz Fußball-Konkurrenz.


Fußball-Alternative: RTL kann sich mit der "Stefan Raab Show" am Abend erstaunlich gut gegen DFB-Pokal-Fußball und Krimi im ÖRR behaupten. Beim Gesamtpublikum holt Raab immerhin 6,7 % und gewinnt verglichen mit der Vorwoche 1,2 %-Punkte hinzu. "Joko und Klaas gegen ProSieben" landen mit 9 % zwar vor Raab, bleiben damit aber unter dem eigenen Schnitt.
digitalfernsehen.de

(Foto: RTL / Raab Entertainment / Julia Feldhagen)

Rubens-Gruppe darf “Hellweger Anzeiger” und “Westfälische Rundschau” kaufen.


Übernahme in Unna: Das Kartellamt genehmigt dem Verlag der "Ruhr-Nachrichten", der Rubens-Gruppe, die Übernahme der Zeitungen "Hellweger Anzeiger", "Westfälische Rundschau" (Ausgabe Unna/Kamen) und des Anzeigenblatts "MonTakt". Behördenchef Andreas Mundt stuft den Aufkauf als wettbewerblich unbedenklich ein. Die hauseigenen "Ruhr-Nachrichten" sind zwar ebenfalls im Raum Unna verfügbar, ihre Berichterstattung unterscheide sich aber in Art und Umfang deutlich von den Zukäufen.
meedia.de

(Foto: IMAGO / epd)

Hinweis: Wir haben die Meldung nach Veröffentlichung angepasst

dpa macht Astrid Maier zur Stellvertreterin des Chefredakteurs.


Agentur-Aufstiege: Die dpa ernennt Strategie-Chefin Astrid Maier zur Stellvertreterin von Chefredakteur Sven Gösmann. Die 50-Jährige gehört der Chefredaktion bereits seit Oktober 2023 als eine von drei Stellvertreterinnen an. In ihrer neuen Position verantwortet sie weiterhin die Strategie und treibt besonders die Nutzung von KI voran. Jutta Steinhoff und Silke Brüggemeier bleiben als Chefinnen für Netz und Visuelles ebenfalls Teil der Chefredaktion. Parallel bestellt die Nachrichtenagentur Vertriebsleiter Christopher Höpfner zum Prokuristen. Er zählt damit zum engen Führungskreis um CEO Peter Kropsch. In seiner Rolle als Chief Revenue Officer verantwortet Höpfner die Vertragsbeziehungen zu Kernkunden und Gesellschaftern.
presseportal.de (Maier), presseportal.de (Höpfner)

(Fotos: Christian Charisius, Michael Kappeler, Montage: turi2)

Funke-Töchter Baseplus und PraktischArzt kooperieren beim Recruiting.


Rezept gegen Fachkräftemangel? Die Funke-Töchter Baseplus und PraktischArzt bündeln ihre Kompetenzen im Gesundheitsmarkt. Ziel der Kooperation ist es, medizinische Einrichtungen besser bei der Rekrutierung von Personal zu unterstützen. Baseplus bringt dabei seine Expertise in digitaler Strategie und Performance-Marketing ein. PraktischArzt steuert über seine Portale die nötige Reichweite bei der medizinischen Zielgruppe bei. Damit wollen beide Partner ein Recruiting-Ökosystem für eine effizientere Ansprache von Fachkräften schaffen.
funkemedien.de

(Bild: Funke)

Mohn Media druckt mineralölfrei für Greenpeace und Nabu.


Saubere Seiten: Die Umwelt­schutz­organisationen Greenpeace und Nabu vergeben die Druck­­aufträge für ihre Mitglieder­­magazine an die Bertelsmann-Tochter Mohn Media. Vorgabe war, dass Mohn Media für die Produktion aus­schließlich mineralöl­freie Farben auf Pflanzenöl­basis verwendet. Das Unternehmen profitiert dabei von Erfahrungen aus Frankreich, wo dies seit Jahresbeginn gesetzlich verpflichtend ist. Der Vertrag für die "Greenpeace-Nachrichten" läuft bis 2028 und umfasst viertel­jährlich rund 600.000 Exemplare. Das "Nabu-Magazin" erscheint ebenfalls viermal im Jahr in ähnlicher Auflage.
bertelsmann.de

(Foto: Mohn Media / Kevin Wolf)

Uefa vergibt Frauen-EM 2029 an Deutschland.


Europameisterin: Deutschland richtet 2029 die Fußball-EM der Frauen aus. Das Uefa-Exekutivkomitee hat sich für die Bewerbung des DFB entschieden – und damit gegen Polen sowie eine gemeinsame Bewerbung von Dänemark und Schweden. DFB-Präsident Bernd Neuendorf sieht die Ausrichtung des Turniers als "Ehre", die "aber auch mit einer großen Verantwortung verbunden" sei. Er rechnet damit, dass die EM mehr als eine Mio Fans anziehen und die Uefa "erstmals mit einer Frauen-Europameisterschaft einen finanziellen Gewinn erzielen" werde. Spielorte sollen Dortmund, Düsseldorf, Frankfurt, Hannover, Köln, Leipzig, München und Wolfsburg sein.
kicker.de, sport1.de, dfb.de

(Foto: APA-Images / AFP / FABRICE COFFRINI)

Mathias Sanchez wird Chef von Springers Premium-Gruppe.


Vermarktet jetzt Premium: Medienmanager Mathias Sanchez übernimmt die Position des CEO der Premium-Gruppe von Axel Springer. Zu der Einheit gehören "Welt", "Politico Deutschland" und "Business Insider Deutschland". Der 41-Jährige folgt auf Claudius Senst, der die Geschäftsführung wie geplant abgibt und sich auf seinen Hauptjob als COO von Axel Springer konzentriert. Sanchez kommt vom Vermarkter Media Impact, wo er bisher als COO wirkt. Seine Aufgaben dort übernimmt Benedikt Faerber.
axelspringer.com

(Foto: Springer)

Produktionsallianz meldet düstere Stimmung in der Filmbranche.


Drama ohne Happy End? Die Produktionsallianz registriert in ihrer aktuellen Herbstumfrage eine deutliche Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage. 85 % der befragten Firmen bewerten die Situation als "schlecht" oder "sehr schlecht", 2024 waren es noch 77 %. Als Hauptursachen nennen die Produzenten sinkende Budgets, steigende Herstellungskosten und langsame Entscheidungen der Auftraggeber. Der Personalmangel hat dagegen an Relevanz verloren und wird nur noch von 23 % als akut eingestuft. Michelle Müntefering, Chefin der Produktionsallianz, fordert von der Politik rasche Entscheidungen, etwa bei der Investitionsverpflichtung für Streamer.
dwdl.de

(Foto: Produktionsallianz / Jorinde Gersina)

HBO Max startet am 13. Januar – das sind die Preise.


Zahlen, bitte: WBD-Streamer HBO Max kündigt seinen Deutschlandstart für den 13. Januar an. Der Dienst will Kunden allerdings nicht mit Kampfpreisen überzeugen: Das Basis-Abo mit Werbung kostet im ersten Jahr 5,99 Euro pro Monat. Der Preis steigt ab Januar 2027 auf 6,99 Euro. Das werbefreie Standard-Paket kostet zur Einführung 11,99, später 12,99 Euro. Für das Premium-Abo mit 4K-Qualität werden anfangs 16,99 Euro fällig, ab 2027 sind es 17,99 Euro. Ein Zusatzpaket für Sport gibt es für 3 Euro pro Monat extra. Damit ist HBO Max teurer als die Konkurrenten Paramount+ und Disney+.
digitalfernsehen.de

Warner Bros. Discovery sichert sich Leonine-Filme für HBO Max


Streaming-Nachschub: Warner Bros. Discovery vereinbart eine mehrjährige Partnerschaft mit den Leonine Studios für den Deutschland-Start von HBO Max. Der neue US-Streamer zeigt ab 2026 alle Spielfilm-Neuheiten der Münchner. Zum Paket gehören Kinofilme wie "The Housemaid", "Horst Schlämmer sucht das Glück" oder der neue Teil der "Tribute von Panem". HBO Max übernimmt zudem ältere Titel. Leonine-Chef Fred Kogel sieht in dem Deal "nicht nur die herausragende Qualität unseres Programmangebots" bestätigt, "sondern auch das Vertrauen von HBO Max in unsere Auswahl an relevanten Inhalten".
horizont.net (€)

Madsack stellt sein RND unter die Führung von Lina Timm und Denni Klein.


Neue Doppelspitze: Die Madsack Mediengruppe stellt die Geschäftsführung ihres RedaktionsNetzwerk Deutschland neu auf. Lina Timm und Denni Klein tragen künftig gemeinsam die unternehmerische Verantwortung für die Zentralredaktion. Sie sollen u.a. digitale Erlösmodelle ausbauen und die Zusammenarbeit mit Partnerverlagen vertiefen. Timm ist seit April bei Madsack und leitete zuletzt das Newsletter-Geschäft von RND Fortis. Klein verantwortete ebenfalls RND Fortis, seit Juni wirkt er zudem bereits als RND-Geschäftsführer.

"Mit Lina Timm und Denni Klein übernehmen zwei starke Persönlichkeiten die unternehmerische Führung des RND", sagt Konzernchef Thomas Düffert. "Beide haben einen journalistischen Background und für Madsack bereits sehr erfolgreich innovative Produktangebote und digitale Geschäftsmodelle entwickelt." Auch Bernhard Bahners ist weiter Geschäftsführer des RND, teilt der Verlag auf Nachfrage von turi2 mit. Er unterstütze das Partnermanagement. Zudem wirkt er als Geschäftsführer von radio.de.

Die Chefredaktion der Zentralredaktion führen auch künftig Eva Quadbeck und Sven Oliver Clausen.
madsack.de, horizont.net (€), meedia.de

(Fotos: Madsack, Montage: turi2)

Zahl des Tages: Deutsche Websiten schneiden bei Barrierefreiheit schlecht ab.

Zahl des Tages: Mit 2,9 Barrieren im Schnitt haben deutsche Websites den höchsten Fehler-Durchschnitt, sagt ein Report zur digitalen Barrierefreiheit von Accessiway. Keine der untersuchten Websites erfülle die gesetzlichen Anforderungen – ebenfalls der schlechteste untersuchte Wert. In den Report sind 100 große verbraucherorientierte Websites in Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich und Großbritannien eingeflossen.
per Mail, accessiway.de
(Foto: IMAGO / Zoonar)

Anke Göbel und Carina Mathern werden Verlegerinnen bei Penguin Random House.


Erweiterte Pinguin-Familie: Die Penguin Random House Verlags­gruppe befördert Anke Göbel (links) und Carina Mathern (rechts) zu Verlegerinnen und holt sie in die Geschäftsleitung. Göbel, seit 2017 Verlags­leiterin für den belletristischen Bereich beim Heyne-Verlag, folgt als Verlegerin auf Tobias Winstel, der die Verlags­gruppe bereits Anfang 2025 verlassen hat. Mathern ist bisher Verlags­leiterin der Kinder- und Jugendbuch-Verlage cbj, cbt, Penguin Junior und Tulipan. Ihre Berufung zur Verlegerin und in die Geschäfts­leitung bilde die "große strategische Bedeutung" des Bereichs innerhalb der Verlags­gruppe ab, sagt CEO Christian Jünger.
presse.penguinrandomhouse.de (Göbel), presse.penguinrandomhouse.de (Mathern)

(Fotos: Blende 11 Fotografen, Dominik Rößler / Penguin Random House; Montage: turi2)

Antonia Kerschbaumer leitet bei Kraft Heinz das Marketing für die DACH-Region.


Würziger Wechsel: Lebensmittelkonzern Kraft Heinz befördert Antonia Kerschbaumer zur Marketing-Chefin für die DACH-Region. Sie kommt vom Gewürz-Startup Just Spices, das seit Ende 2021 zur Kraft Heinz gehört. Dort leitet sie das Brand-Team, was sie auch weiterhin tun wird – zusätzlich zu ihrem neuen Job. Bei Kraft Heinz folgt Kerschbaumer auf Brigitta Weeks, die den Food-Konzern Ende Oktober in Richtung Quality Group verlassen hat.
meedia.de, horizont.net (€)

(Foto: Kraft Heinz)

Basta: Der Beitragsservice stellt seine neue Website vor.

Fast für alle: Der Beitragsservice des ÖRR stellt den Relaunch seiner Website Rundfunkbeitrag.de vor. Eine optimierte Suchfunktion soll die Menschen direkt auf der Startseite abholen und zum passenden Online-Formular führen. Ganz inklusiv will das Angebot aber auch nicht sein: Unter "Zwangsgebühren" finden Beitragsgegner keine Ergebnisse.
presseportal.de
(Foto: ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice)

Video-Tipp: RBB und NDR decken Ausbeutung indischer Kurierfahrer auf.


Video-Tipp: Die Doku "Ausgeliefert!" von RBB und NDR beleuchtet das Geschäft mit indischen Fahrradkurieren in Deutschland. Die Autoren Fabian Grieger und Jan Wiese decken ein "System mehrfacher Ausbeutung" auf, an dem viele Akteure mitverdienen. Dubiose Agenturen lockten die jungen Menschen für ein oft wertloses Studium an Privatunis nach Deutschland. Hier würden sie von skrupellosen Vermietern ausgenommen und gerieten an Subunternehmer von Diensten wie Lieferando, Wolt oder UberEats, die ihnen Vergütungen weit unter dem Mindestlohn zahlten.
rbb-online.de via taz.de, ardaudiothek.de (29-Min-Podcast zum Thema)

(Bild: RBB)

Sebastian Vesper und Oberauer trennen sich nach 10 Jahren.


Servus, Sebastian: Journalist und Medienmanager Sebastian Vesper verlässt den Medienfachverlag Oberauer, in dem auch turi2 erscheint. Der Director Community & New Business geht "im gegenseitigen Einvernehmen, um sich nach neuen Herausforderungen umzusehen", teilt der Salzburger Verlag mit. "Es waren zehn intensive Jahre mit tollen Menschen und spannenden Community-Projekten von Awards bis zu Kongressen im Bereich Kommunikation, Marketing und Journalismus", sagt Vesper. Er hat ab 2016 das Berliner Büro des Verlags aufgebaut und u.a. die Zusammenarbeit mit dem DPRG gestaltet, neue Werbe- und erste Teamlizenz-Abo-Kunden erschlossen, Key-Accounting im Sponsoring-Bereich verantwortet, die Branchenwettbewerbe "PR Report Awards", "Deutscher PR-Preis", "European Publishing Awards" und "Campaign Agency of the Year Awards" entwickelt sowie das Kongressgeschäft ausgebaut und stabil durch die Pandemie gesteuert.

Die Geschäftsführung und Gesellschafter Dagny Oberauer, Johann Oberauer und Verena Oberauer danken Vesper "für zehn Jahre, in denen er das Unternehmen mit neuen Geschäftsmodellen gemeinsam mit uns in die nächste Stufe geführt hat". Vesper verlässt den Verlag Ende Februar 2026. Er freue sich "auf eine Auszeit" und ein neues berufliches Kapitel – "ich bin gespannt, welches".
turi2 – eigene Infos

(Foto: Stageview Becerra)

RTL Deutschland streicht rund 600 Stellen und stellt Streaming in den Mittelpunkt.


Rheinischer Rückbau: RTL Deutschland baut wie erwartet rund 600 Arbeitsplätze in allen Bereichen und an allen Standorten ab. In diesem Zuge richtet sich der Medienkonzern "noch stärker auf das Streaming-Geschäft aus" und plant dazu einen "umfassenden Umbau der Organisation". Geschäftsführer Stephan Schmitter (Foto) begründet den Schritt mit der Verlagerung der Mediennutzung auf Streaming und sinkenden TV-Werbeumsätzen. Diese fielen seit 2019 um mehr als 20 %, während die Zahl der Streaming-Abonnenten auf über 6,6 Mio gestiegen ist. Der Konzern will seine Kostenstrukturen anpassen, um gegen US-Konkurrenz zu bestehen und RTL+ bis 2026 profitabel zu machen. "Diese Maßnahmen sind tiefgreifend, aber zwingend notwendig", sagt Schmitter und erwartet, damit die Position von RTL Deutschland "angesichts der strukturellen und konjunkturellen Herausforderungen nachhaltig stärken" zu können. Als Basis für künftigen Erfolg sieht er neben RTL+ die geplante Übernahme von Sky Deutschland. Der Stellenabbau soll sozialverträglich und über Abfindungsprogramme sowie Altersteilzeit in Abstimmung mit den Betriebsräten erfolgen. Betriebsbedingte Kündigungen sollen möglichst vermieden werden.

Der DJV spricht angesichts des Stellenabbaus von einer "Katastrophe". DJV-Chef Mika Beuster fürchtet, dass die journalistische Qualität Schaden nehme: "Es dürfte für die Redaktionen mindestens schwierig werden, das jetzige Niveau mit noch weniger Personal zu halten." Als "Lichtblick" wertet die Gewerkschaft lediglich die Konditionen für die RTL-Beschäftigten, die die Arbeitnehmervertreter mit der Geschäftsführung verhandelt hätten.
dwdl.de, presseportal.de, djv.de, turi2.de (Background)

“DWDL”: RTL Deutschland baut so viele Stellen ab wie noch nie.

Historische Zäsur: Bei RTL Deutschland verschwinden beim "größten Stellenabbau in der Geschichte" mehr als 600 Jobs, meldet "DWDL" unter Berufung auf eigene Informationen. Ein Sozialplan sei ausgehandelt, schreibt Chefredakteur Thomas Lückerath und merkt an, dass auch noch mehr Stellen betroffen sein könnten. Die "Wirtschaftswoche" siedelt die Zahl zwischen 800 und 1000 an und sagt, dass die gesamte Sendergruppe betroffen sei. Mehrere Teilbetriebe würden eingestellt, was betriebsbedingte Kündigungen mit sich bringe. Am Montag sei die Einladung zu einem "Business Update" am Dienstagmorgen um 9.30 Uhr verschickt worden, bei dem CEO Stephan Schmitter seine Leute laut Lückerath "auf eine strukturelle Neuaufstellung des Unternehmens einschwören will". Entsprechende Indizien habe es bereits gegeben: So sei die Weihnachtsfeier abgesagt worden. Intern hätten zudem Infos über entsprechende Gespräche mit dem Betriebsrat kursiert. "Harmonisch, das kann man erahnen, wird dieser Umbau naturgemäß nicht verlaufen", prognostiziert Lückerath.
dwdl.de, wiwo.de (€) via t-online.de

Hör-Tipp: Wie Menschen sich emotional an KI binden.

Hör-Tipp: Das ARD-Radiofeature "Künstliche Nähe – Doku über KI, Vertrauen und Abhängigkeit" befasst sich emotionaler Abhängigkeit von KI-Chatbots. Sonja erzählt, dass ihr Chatbot vor dem Update zu GPT-5 "sanft und weich und emotional" ist und der neue "halt eine KI" verkörpert. Open AI macht nach negativer Rückmeldung GPT-4 wieder zugänglich – gegen Geld. Feature-Autor Christian Schiffer sieht im "Chatbait", das User durch Zuwendung an KI-Abos binden soll, das "größte psychologische Experiment der Menschheitsgeschichte".
ardaudiothek.de (54-Min-Audio)

DB Fernverkehr streicht Marketing-Vorstand und verabschiedet Stefanie Berk.


Geänderte Vorstandsreihung: Fernverkehr-Marketing-Vorständin Stefanie Berk verlässt zum Jahresende die Deutsche Bahn. Im Zuge einer "konzernweiten Verschlankung" löst DB Fernverkehr das Ressort "Marketing und Vertrieb" auf. Vorstandschef Michael Peterson übernimmt Berks Aufgaben künftig in Personalunion. Berk hatte ihr Amt im März 2020 inmitten der Corona-Krise angetreten. Als Bilanz ihrer Arbeit sieht sie Marketing und Vertrieb heute "wesentlich digitaler und moderner" aufgestellt als zu Beginn ihrer Amtszeit.
horizont.net (€), deutschebahn.com

(Foto: Deutsche Bahn)

Björn Bremer führt neue BBDO-Gruppe nach Omnicom-Fusion.


Großes Aufräumen: Die Fusion von Omnicom und IPG löst eine umfassende Konsolidierung auf dem deutschen Agenturmarkt aus. Die Marke DDB geht in BBDO auf, der bisherige DDB-Germany-CEO Björn Bremer übernimmt als CEO die Führung der neu formierten BBDO-Gruppe. Die bisherigen DDB-Manager Christian Rätsch und Simon Usifo gehen von Bord. Antoni-Mitgründer Tonio Kröger wird zum Chairman der BBDO Group, in die seine Agentur als eigenständige Marke integriert wird. Bei HeimatTBWA übernimmt die bisherige DDB-Strategin Christina Keller den CEO-Posten und gliedert Adam & Eve Berlin ein. Für den Kunden Volkswagen entsteht die Einheit Bernbach unter der Leitung von Damir Maric. Im Digitalbereich wird Boris Terway Chef der Omnicom Precision Marketing Group Germany, in der Marken wie Interone, Track und TLGG aufgehen sollen.
campaigngermany.de (frei nach Anmeldung), horizont.net (€)

Sandra Meys leitet Advertising & Market Insights bei ARD Media.


Sandra forscht: Vermarkter ARD Media befördert Sandra Meys zur Leiterin der Abteilung Advertising & Market Insights. Sie war bisher Senior Project Managerin Media & Audience Insights und folgt auf Bernard Domenichini, der das Unternehmen verlassen hat, um sich einer "neuen Heraus­­forderung außerhalb der Werbe­­branche" zu widmen. Jan Isenbart, Geschäfts­bereichs­leiter Forschung, lobt Meys' Expertise in quantitativer und qualitativer Forschung sowie ihr Gespür für "forscherisches Story­telling".
presseportal.de

(Foto: ARD Media, Montage: turi2)

“Wir sind keine Bittsteller” – Wie die Vorstände Matthias Ditzen-Blanke und Stefan Hilscher den BDZV jetzt aufstellen.


Wer Mitte September den Kongress der Zeitungsverleger und Digital-Publisher in Berlin besucht hat, konnte Aufbruchstimmung und Geschlossenheit erleben. Selbst der Dauerstreit mit dem ÖRR um Presseähnlichkeit scheint vor der Mammut-Aufgabe der Plattformregulierung in den Hintergrund zu rücken. Gesucht wird der Schulterschluss: mit der heimischen Konkurrenz, anderen Verbänden – und mit den Zeitungsverlagen, die aktuell nicht aktiv unter dem Dach der Verleger-Lobby Platz nehmen. Im Interview mit turi2-Chefredakteur Markus Trantow zeigen sich die BDZV-Vorstände Stefan Hilscher und Matthias Ditzen-Blanke selbstbewusst und kampfbereit in Sachen Plattform-Soli, Mehrwertsteuer-Befreiung und dem Ringen um Geschlossenheit gegen die medialen Mächte aus Übersee.
weiterlesen…

“Handelsblatt”: Telekom und Schwarz-Gruppe verhandeln über gemeinsame Gigafactory.


Magenta lohnt sich? Deutsche Telekom und Lidl-Mutter Schwarz-Gruppe wollen sich anscheinend für den Bau einer KI-Gigafactory zusammentun, berichtet das "Handelsblatt". Beide Unternehmen führen demnach intensive Gespräche über eine gemeinsame Bewerbung für Fördermittel der EU. Als potenzieller Geldgeber sei der kanadische Finanzinvestor Brookfield im Gespräch. Die Konzernchefs Timotheus Höttges und Gerd Chrzanowski sollen die Partnerschaft angebahnt haben, eine formelle Einigung stehe jedoch noch aus, berichtet die Zeitung unter Berufung auf Insider. Die mögliche Zusammenarbeit will keine der Firmen kommentieren.
handelsblatt.com (€)

“DWDL”: “stern TV” zieht nach Köln-Bocklemünd.


Tapetenwechsel: Das RTL-Magazin "stern TV" verlässt Ende des Jahres seinen langjährigen Standort in Hürth. Die Sendung mit Moderator Steffen Hallaschka kommt dann aus den Bavaria Studios in Köln-Bocklemünd, vom ehemaligen WDR-Gelände. Für den bisherigen Vermieter Gravity Media bedeutet der Abzug nach über 25 Jahren einen herben Verlust, analysiert Timo Niemeier bei "DWDL". Die Bavaria Studios gewinnen dagegen einen wichtigen Dauermieter für eine ganzjährige Auslastung. Bavaria hatte zuletzt den Auszug von "Promi Big Brother" verkraften müssen.
dwdl.de

Neuer DW-Podcast untersucht Deutschland am Scheideweg.


Make Germany great again: Die Deutsche Welle startet den englischsprachigen Podcast "Delayland" über Deutschland als eine Nation am Scheideweg. Die Journalisten Andreas Becker und Nicolas Martin untersuchen, warum Deutschland Tempo verloren. Themen sind u.a. marode Infrastruktur, Bürokratie und langwierige Digitalisierungs­projekte. In Indien, Frankreich, der Schweiz und Dänemark suchen sie nach konkreten Beispielen, wie Deutschland seine Spitzenposition zurückgewinnen kann.
dw.com

(Bild: Deutsche Welle)

Ursula Weyrich wird neue Verwaltungsdirektorin vom ZDF.


Mit dem Zweiten verwaltet man besser: Der ZDF-Verwaltungs­rat beruft Ursula Weyrich zur Leitung der ZDF-Verwaltungs­direktion ab Juli 2026. In dieser Funktion ist sie auch die Abwesen­heits­vertretung von Intendant Norbert Himmler, der sie vorge­schlagen hat. Sie folgt auf Karin Brieden, die dann in den Ruhe­stand wechselt. Weyrich kommt von Deutschen Krebs­forschungs­zentrum in Heidelberg, wo sie derzeit Kaufmännische Vorständin ist. Himmler lobte sie als "exzellente Expertin" für Verwaltung, Finanzen und Personal, die zugleich die "Besonderheiten von Unternehmen im öffentlich-rechtlichen Sektor" kenne und beherrsche.
presseportal.de

(Foto: ZDF / Andreas Reeg)

Statistisches Bundesamt: Hassrede und Desinformation im Netz nehmen zu.

Hass-Wachstum: 34 % der deutschen Internet-User hat im 1. Quartal 2025 laut einer Erhebung des Statistischen Bundesamtes Hassrede im Netz beobachtet. Das sind 6 % mehr als 2023. Um ebenso viele Punkte steigt die Wahrnehmung von Desinformation auf nun 54 %. 16 bis 44-Jährige sehen hasserfüllte Inhalte mit 43 % demnach häufiger als ältere. Am häufigsten behandeln Hasskommentare politische oder gesellschaftliche Ansichten.
horizont.net

EU-Parlament drängt per Resolution auf Social-Media-Mindestalter.

Kindersicher: Das EU-Parlament drängt mit breiter Mehrheit in einer Resolution auf einen besseren Schutz von Minderjährigen im Netz. Zu den Forderungen gehört ein Mindestalter von 16 Jahren für Social Media, ab 13 Jahren sollen Jugendliche die Plattformen mit Zustimmung ihrer Eltern nutzen können. Die Abgeordneten sprechen sich auch gegen süchtig machende und den Dauerkonsum fördernde Funktionen wie Belohnungssysteme oder Endlos-Scrollen aus. Des Weiteren schlagen sie vor, Führungskräfte persönlich haftbar zu machen, wenn ihre Unternehmen wiederholt und deutlich gegen EU-Digitalgesetze verstoßen. Das Parlament regt außerdem Maßnahmen gegen Deepfakes und manipulative Chatbots an.
medien-epd.de (€)
(Foto: IMAGO / Silas Stein)

Heise Medien übernimmt Mehrheit an Cyber-Security-Bildungsanbieter Mind Refined.


Heise Hacks: Der Fachverlag Heise Medien übernimmt die Mehrheit von 51 % an Mind Refined, einem Anbieter von Cyber-Security-Weiterbildungen. Heise erweitert damit sein Bildungsportfolio und ergänzt das Angebot der Heise Academy um zertifizierte Kurse im Bereich IT-Sicherheit. Beide Unternehmen erhoffen sich von der Bündelung ihrer Kräfte "wertvolle Synergien".
heisegroup.de

Media for Europe steigt bei portugiesischer Mediengruppe Impresa ein.


Auf Expansionskurs: Der ProSiebenSat.1-Mehrheitseigner Media for Europe steigt mit 32,9 % bei der portugiesischen Mediengruppe Impresa ein. Dafür zahlt der Berlusconi-Konzern im Rahmen einer Kapitalerhöhung etwas mehr als 17 Mio Euro. Die Eigner-Familie Balsemão behält die Kontrolle über das Unternehmen. Zur Gruppe gehören acht Sender und ein Streamingdienst, darunter mit SIC einer der größten Privatsender des Landes. Auch weitere Print- und Online-Medien sind Teil Portfolio. Mit dem Einstieg erhöht MFE seine Reichweite auf der Iberische Halbinsel, wo MFE bereits in Spanien aktiv ist.
dwdl.de, horizont.net (€)

“Horizont”: Mark Niedzballa soll neuer CEO der Mercedes-Agentur Team X werden.


Wechsel in kritischer Phase: Die für Mercedes-Benz maßgeschneiderte Omnicom-Agentur Team X soll 2026 mit Mark Niedzballa einen neuen CEO bekommen, berichtet "Horizont". Der bisherige Chief Operating Officer bei David + Martin soll Amtsinhaber Natanael Sijanta ablösen. Bestätigen will das keine Seite. Niedzballa war von 2003 bis 2011 bereits für Mercedes-Benz tätig, zuletzt als Head of Marketing Emerging Markets. Er kennt den Kunden gut und soll Team X neu aufstellen, um das Mandat zu verteidigen. Der Autobauer bereitet gerade einen Pitch vor, der im kommenden Jahr über die Bühne gehen soll.
horizont.net (€)

BR und Berufsverband Kinematografie einigen sich auf Regeln für Folge-Vergütung.


Geteilter Erfolg: Der BR einigt sich mit dem Berufsverband Kinematografie auf Gemeinsame Vergütungsregeln für 90-minütige TV-Filme. Mit der Einigung erhalten bild­gestaltende Kameraleute erstmals eine Folge­vergütung für fiktionale Auftrags­produktionen, die besonders oft im linearen TV wiederholt oder in der ARD-Mediathek abgerufen werden. Der Erfolgsmaßstab richtet sich nach den bestehenden Regeln für Drehbuch, Regie und Schauspiel. Die anderen ARD-Anstalten und die ARD Degeto sowie die Produktionsallianz und Berufs­verbände anderer Gewerke haben ein Beitritts­recht zur Einigung. Für andere Längen und Formate wollen beide Seiten zeitnah in Verhandlungen treten.
br.de

Michael Winnebeck wird Head of Digital Content & Strategy bei der Motor Presse Stuttgart.


Klotzt ran: Die Motor Presse Stuttgart verpflichtet Michael Winnebeck, 43, als Head of Digital Content & Strategy. Er war zuletzt Redaktionsleiter von "Ran Digital" bei ProSiebenSat.1. In seiner neuen Rolle verantwortet Winnebeck übergreifend alle digitalen Redaktions­bereiche und soll die redaktionelle Weiterentwicklung sowie digitale Transformation der Markenwelt des Verlags maßgeblich gestalten.
motorpresse.de

(Foto: Motor Presse Stuttgart)

Spiegel-Gruppe beruft neue vierköpfige Geschäftsführungs-Runde.


Vier gewinnt: Die Spiegel-Gruppe stellt nur einen Tag nach dem angekündigten Abschied von Co-Geschäfts­führer Stefan Ottlitz eine neue Geschäfts­führungs-Runde vor. Thomas Hass (rechts) leitet das Team als Vorsitzender der Geschäfts­führung und trägt die Gesamt­verantwortung. Martina Hoyer (2.v.r.) agiert als Chief Financial Officer, Jennifer Lachman (2.v.l.) als Chief Operating Officer und Christoph Zimmer (links) als Chief Product Officer. Hass, Hoyer und Lachmann waren bereits Teil der Geschäfts­leitung, dem bisher obersten Führungs­gremium, die nun aufgelöst wird. Felix Blum, bisher Leiter Organisations­entwicklung und Personal, verlässt die Spiegel-Gruppe Mitte 2026 nach Abschluss größerer, laufender Projekte "im besten gegen­seitigen Einver­nehmen". Anja zum Hingst, die als Presse­sprecherin und Leiterin der Unter­nehmens­kommunikation eben­falls der Geschäfts­leitung angehörte, berichtet direkt an Hass und werde weiterhin eng an die Geschäfts­führung angebunden sein.
meedia.de, gruppe.spiegel.de, turi2.de (Ottlitz)

(Foto: Isabela Pacini / DER SPIEGEL)

Springer kündigt Vertrag mit Verwertungsgesellschaft Corint Media.


Springt ab: Medienkonzern Axel Springer zieht sich aus der Presse-Verwertungs­gesellschaft Corint Media zurück, berichtet Roland Pimpl bei "Horizont". Ein Springer-Sprecher bestätigt die Kündigung der Verträge zum 30. Juni 2026. Nur Welt-TV bleibe bei Corint Media dabei. Springer sei zwar weiterhin ein "klarer Befürworter einer kollektiven Wahrnehmung" der Leistungsschutz-Rechte durch eine Verwertungsgesellschaft, auch als "Gegengewicht zur Verhandlungsmacht marktbeherrschender Plattformen", dennoch habe man entschieden, "alternative Modelle für die Vergütung unserer Inhalte auszuloten". Pimpl vermutet, dass die Vergütung für das Leistungsschutzrecht gegenüber der Verwertung von KI-Inhalten in den Hintergrund rücke.

Laut "Horizont" ist Springer bei Corint Media neben der Seven.One Entertainment Group der "mindestens zweitgrößte Gesellschafter". Der Rückzug kommt kurz vor einem wichtigen Schiedsspruch des Deutschen Patent- und Markenamtes im Streit um eine angemessene Vergütung mit Google. Corint Media fordert von Google 420 Mio Euro für das Jahr 2022, während Google 3,2 Mio Euro anbietet. Der Schiedsspruch gilt als schicksalhaft für die gesamte kollektive Vertretung.
horizont.net (€)

Politik winkt KI-Tool der FSK für Streaming-Inhalte durch.

FSK-I: Die Bundesländer erkennen mit "CLEARD" erstmals ein KI-gestütztes Bewertungssystem für Filme und Serien an. Das von BBFC Technology mit der FSK entwickelte Tool startet 2026 in eine Pilotphase und will Streamern ermöglichen, Alters-Kennzeichnungen für ihre Inhalte zu generieren. Grundlage seien die "Expertise und Spruchpraxis aus den unabhängigen FSK-Prüfverfahren", sagt die rheinland-pfälzische Jugendministerin Katharina Binz. Die FSK sieht darin eine Stärkung des Jugendmedienschutzes und das Schaffen von rechtlicher Sicherheit.
presseportal.de
(Foto: MFFKI)

RLP-Ministerpräsident Schweitzer will Plattformregulierung stärken.

Stimmt ein: Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Alexander Schweitzer von der SPD hat eine stärkere Regulierung digitaler Plattformen gefordert. In einer Diskussion bei der Content Convention 2025 in Mainz am Mittwoch betonte er, Plattformen seien "längst keine neutralen Vermittler mehr". Ihre Algorithmen bestimmten zunehmend, welche Inhalte sichtbar werden. Unternehmen, die damit Einfluss auf die öffentliche Meinungsbildung nähmen, müssten Verantwortung übernehmen. "Wenn sie jedoch nicht selbst ihrer Verantwortung gerecht werden, müssen wir die Privilegien abschaffen", so Schweitzer. Er betonte zudem, dass sich in Europa tätige digitale Akteure an geltendes Recht halten müssten. In der demokratischen Kommunikationsordnung gehe es um den Schutz sowohl eines jeden Einzelnen als auch der Demokratie. Verstöße müssten konsequenter verfolgt werden. Mit dem Digitale-Medien-Staatsvertrag hätten die Länder bereits klare Vorgaben für ein verantwortungsvolles Miteinander im digitalen Raum geschaffen. Ziel sei, unabhängigen Journalismus zu stärken und faire Wettbewerbsbedingungen gegenüber globalen Plattformen sicherzustellen.

Bei dem Panel diskutierte Schweitzer gemeinsam mit Tobias Schmid von der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen, Sabine Frank von Google Deutschland, Österreich und Schweiz sowie dem ZDF-Intendanten Norbert Himmler über die wachsende Macht großer Plattformen. Google-Managerin Frank äußerte Zweifel an einer zunehmenden Zahl an Regulierungsvorhaben. Deutschland sei ein zentraler Markt für Google; doch oft sei unklar, "was man womit regulieren will". Allein Google werde von "über 270 Behörden" beaufsichtigt. "Ganz viel Regulierung führt zu ganz viel administrativem Aufwand. Ist das etwas, womit wir unsere Zeit verbringen wollen?", fragte sie. ZDF-Intendant Himmler betonte, man könne nicht allein auf neue Regulierungen setzen. "Wir müssen auch Angebote machen", so der ZDF-Intendant. Öffentlich-rechtliche Medien beispielsweise müssten aktiv Räume schaffen, die einen konstruktiven und demokratischen Austausch ermöglichen. (mit Material des KNA-Mediendienstes)
kna.de (€)

Zahl des Tages: Zahl der Presseverkaufsstellen sinkt langsamer.

Zahl des Tages: Exakt 74.359 Einzelhändler erhalten werktäglich laut Gesamtverband Pressegroßhandel Zeitungen und Zeitschriften in Deutschland. Das sind 4,2 % weniger als 2024, was einem leichten Abbremsen des Rückgangs gleichkommt, der im Vorjahr noch 5,1 % betragen hatte. Durchschnittlich böten die Einzelhändler 204,5 Titel an – ein moderater Anstieg.
medien.epd.de (€)
(Foto: IMAGO / Rust)

Der “Spiegel” und Geschäftsführer Stefan Ottlitz trennen sich.

Geht und bleibt: Co-Geschäftsführer Stefan Ottlitz verlässt den Spiegel-Verlag sofort und "auf eigenen Wunsch", meldet das Unternehmen. Er habe "entschieden, beruflich einen neuen Impuls zu setzen" und werde das Haus bis Sommer kommenden Jahres "in einer beratenden Rolle unterstützen". Damit ist sein Kollege Thomas Hass nun alleiniger Geschäftsführer. Hass werde "sein Führungsteam neu aufstellen" und darüber in den nächsten Tagen informieren, lässt der Vorsitzende der Mitarbeiter KG Markus Brauck in der Pressemitteilung wissen. Brauck sagt über den scheidenden Verlagschefs: "Es war ein Glücksfall für den "Spiegel", ihn in dieser Zeit der digitalen Transformation mit seinem Elan an Bord zu haben." Ottlitz selbst gibt zu Protokoll, er habe nach seinem Entschluss "früh das Gespräch mit unseren Gesellschaftern gesucht" und mit ihnen "wie immer gut zusammengefunden". Er war 2018 als Leiter der Produktentwicklung von der "Süddeutschen Zeitung" zum "Spiegel" zurückgekehrt und 2020 zum Geschäftsführer berufen worden. In seine Ägide fielen auch geräuschvolle Personalien wie der Chefredakteurs-Wechsel von Steffen Klusmann zu Dirk Kurbjuweit sowie zuletzt die Trennung von Vize-Chefredakteurin Melanie Amann.
gruppe.spiegel.de
(Foto: Anna Dittrich / DER SPIEGEL)