Hör-Tipp: DuMont-Chef Bauer über Facebook und ein mögliches “Express”-Ende.

Hör-Tipp: DuMont-Chef Christoph Bauer (Foto) spricht im "Wiwo"-Podcast mit Beat Balzli über die Machtstellung von Facebook und Co in Europa. Dass die Politik nur das Steuerrecht heranziehe, um Tech-Firmen zu regulieren, komme ihm "ein bisschen vor wie Al Capone, den sie am Ende als größten Mafiosi der Welt für eine falsche Steuererklärung drangekriegt haben". Auf die Frage, ob der gedruckte "Express" eingestellt werde, sagt Bauer, dass sich DuMont bei anhaltend sinkender Nachfrage "irgendwann mit dieser Frage auseinandersetzen" müsse. "Da gehen aber sicherlich noch einige Jahre ins Land."
wiwo.de (62-Min-Audio)

US-Amazon-Personal wagt den nächsten Anlauf für eine Gewerkschaftsgründung.

Next try: Amazon-Lager­mit­arbeiter­innen in den USA versuchen erneut, eine Gewerkschaft zu gründen. Ziele der New Yorker Vereinigung sind u.a. höhere Löhne und mehr Urlaub. Der Konzern wehrt sich laut Beschäftigten "mit allen Mitteln" dagegen. Amazon widerspricht, lehnt Gewerk­schaften aber weiter grundsätzlich ab. Ein erster Anlauf im US-Bundes­staat Alabama war im Frühjahr gescheitert.
deutschlandfunknova.de, spiegel.de, turi2.de (Background)

Oliver Samwer, Klarna und Co investieren 100 Mio Dollar in Berliner Fintech.

Geld fürs Geld: Der schwedische Zahlungsdienstleister Klarna, der chinesische Internet-Konzern Tencent, Rocket-Internet-Gründer Oliver Samwer und weitere Investorinnen steigen beim Berliner Fintech Billie ein. Insgesamt fließen 100 Mio Dollar, die Bewertung liegt damit bei 640 Mio, schreibt der "Spiegel". Billie will für Firmen den Kauf auf Rechnung vereinfachen.
"Spiegel" 43/2021, S. 73

Basta: Cathy Hummels macht jetzt in Getränken.

Hyeper Hyeper: Influencerin Cathy Hummels gießt zusammen mit drei Little-Lunch-Männern ein Wellness-Getränk auf den Markt. Hye, so der Name des Trunks, soll die Stimmung verbessern und Energie liefern. Die 500 Milliliter pro Flasche stillen sicher den Durst und verhelfen womöglich auch zu schöneren Insta-Fotos. Schade: Vor gemeingefährlichen Manspreading-Attacken scheinen sie nicht zu schützen.
horizont.net, wuv.de, businessinsider.de

Motel-One-Gründer fordert Mindestlohn für Hotel-Branche.

Motel Mindestlohn: Motel-One-Gründer Dieter Müller fordert für die Hotellerie einen Mindestlohn von 12 Euro. Die Branche müsse lernen, "dass wir unsere Mitarbeiter vernünftig bezahlen und ihnen vernünftige Arbeits­zeiten bieten müssen", sagt er der "Wirtschaftswoche". Motel One zahle bereist deutlich mehr als 12 Euro. Die Hotel-Kette habe in der Pandemie 800 Beschäftigte verloren und derzeit 300 Stellen offen.
wiwo.de (Kurzfassung), wiwo.de (Paid)

Hör-Tipp: Christof Ehrhart spricht über Flexibilität als Baustein für eine Karriere in der Kommunikationsbranche.

Hör-Tipp: Bosch-Kommunikationschef Christof Ehrhart spricht im "PR Report"-Podcast darüber, dass Flexibilität mindestens eine gute Grundlage für eine Karriere in der Kommunikationsbranche ist. "Mein Leben ist geprägt vom Pendeln", sagt Ehrhart – mit seiner Familie habe er oft nur am Wochenende zusammen sein können. Wer beruflichen Erfolg wolle, müsse entscheiden, ob derartige Investments leistbar seien.
podcasts.apple.com (34-Min-Podcast)

Zahl des Tages: Pro Tag werden durchschnittlich 394.000 neue Schadprogramm-Varianten entdeckt.

Zahl des Tages: Durchschnittlich 394.000 neue Schadprogramm-Varianten entdeckt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik täglich. Spitzenreiter ist ein Februartag dieses Jahres, an dem 553.000 Varianten gefunden wurden. Besonders zugenommen haben Cyberattacken, mit denen Löse- oder Schweigegeld erpresst werden sollen.
faz.net

Papierknappheit: DuMont-Gruppe plant dünnere Zeitungen.

Verdünnisiert sich: Die DuMont-Gruppe plant, einige ihrer Zeitungen vorübergehend zu verschlanken. Die Papierknappheit gehe an dem Medienhaus "nicht spurlos vorbei", sagt eine Sprecherin der dpa. Darauf reagiere man – gezwungenermaßen – mit "überschaubaren Veränderungen in der Blattstruktur". Betroffen seien der "Kölner Stadt-Anzeiger", die "Kölnische" Rundschau" sowie das Boulevard-Blatt "Express".
spiegel.de, turi2.de (Background)

Facebook tut sich in Frankreich mit Zeitungsverlagen zusammen.

Facebook und die französische Zeitungsvereinigung Alliance de la Presse kündigen eine "mehrjährige" Zusammenarbeit an. Ziel sei es, Qualitätsnachrichten auf Facebook zu holen, für die Facebook wiederum zahle. Facebook News soll in Frankreich im Januar 2022 starten. Zur Alliance de la Presse gehören Blätter wie "Le Monde" und "Le Figaro".
derstandard.at, reuters.com, facebook.fr

Bild des Tages: Schluss mit lustig.


Ärger in Farbe: Dutzende Menschen mit blau-weiß-pinken Flaggen und "Trans Rights"-Transparenten demonstrieren am Mittwoch vor dem Netflix-Sitz in Hollywood, Los Angeles, gegen die Show "The Closer" von Komiker Dave Chappelle. Er macht sich darin über trans Menschen lustig. Chapelles Unterstützerinnen mischen sich unter die Demonstrantinnen auf der Straße. Sie argumentieren mit Meinungsfreiheit. (Foto: Damian Dovarganes / AP Photo / Picture Alliance)

Video-Tipp: Lidl gruselt sich vor der Konkurrenz.

Video-Tipp: Lidl veralbert mit einem Halloween-Video die Konkurrenten Aldi und Edeka. In "Reuetuz" zieht ein Influencer-Pärchen in ein Spuk-Haus. Die paranormalen Mitbewohnerinnen wird es erst los, als es beim Discounter einkaufen geht. Der von Any Agency kreierte Clip bedient sich bei Grusel-Vorbildern wie "Paranormal Activity".
youtube.com (2-Min-Video) via horizont.net (Paid)

Lese-Tipp: Douglas-CEO Tina Müller interviewt Sven Clausen vom “Manager Magazin”.

Lese-Tipp: Das "Manager Magazin" wird 50 und gönnt sich zu diesem Anlass einen Rollentausch: Douglas-CEO Tina Müller interviewt Sven Clausen, einen der beiden Chefredakteure. Es geht überraschend kritisch um die "digitalen Defizite" des Hefts, die Lust an Scheiter-Storys und die Frage, wann die Umbenennung in "Manager(*)innen Magazin" kommt.
manager-magazin.de

“Manager Magazin”: Bei der Telekom stehen 3.000 Jobs auf dem Prüfstand.

Telekom plant den Abbau von 3.000 Stellen in Deutschland, schreibt das "Manager Magazin". Betroffen wären viele leitende Angestellte. Vorstands­chef Timotheus Höttges will das gesparte Geld in die Tochter­gesellschaft T-Mobile US und den Ausbau des Glasfaser­netzes stecken. Die Schulden des Konzerns klettern derweil auf knapp 128 Mrd Euro.
manager-magazin.de (Paid)

Basta: Warten auf das Luxus-Accessoire von Apple.

Gut betucht: Zehn bis zwölf Wochen müssen Apple-Kundinnen derzeit auf die Lieferung eines Poliertuchs mit Marken-Branding warten, das Apple neu im Sortiment hat. Der Luxus-Fetzen aus "weichem, abrieb­freiem Material" ist für schlappe 25 Euro zu haben. "W&V" entdeckt jedoch, dass er mit älteren iPhone-Modellen nicht "kompatibel" ist. Dass mit einem Wisch alles weg ist, ist hier vor allem finanziell zu verstehen.
wuv.de

USA: Flixbus-Mutter übernimmt Bus-Marke Greyhound.

Den Hund gefangen: Das deutsche Transport-Unternehmen Flixmobility kauft Teile des US-Fernbus-Anbieters Greyhound – genauer: mehr als 1.000 Busse, Fahrerinnen und Marke. Flixmobility, bekannt für seine grünen Flixbusse, ist seit 2018 in den USA unterwegs. Die Münchener wollen dort mit einer "erschwinglichen und nachhaltigen Reisealternative" mehr Leute vom Auto in den Bus bewegen, sagt Flixmobility-Chef André Schwämmlein.
handelsblatt.com, spiegel.de, turi2.de (Background)

CumEx Files 2.0: Betrugssystem verursacht weltweit 150 Mrd Euro Schaden.

CumEx Files 2.0: 15 Medien aus 15 Ländern veröffentlichen unter Federführung des Recherche­verbunds Correctiv neue Recherchen zum Steuer­betrug. Aus Deutschland ist "Panorama" vom NDR dabei. Laut Berechnungen beläuft sich der weltweite Schaden durch Cum-Ex, Cum-Cum und ähnliche Geschäfte auf mindestens 150 Mrd Euro. Der "Steuerraubzug" gehe weltweit fast ungehindert weiter. "Fast alle Banken in Deutschland" seien an Cum-Cum-Geschäften beteiligt, die Bundesregierung scheine den Betrug "bis heute nicht effektiv zu bekämpfen".
tagesschau.de, correctiv.org

Basta: Kreative Vorschläge für den neuen Facebook-Namen.

Das Kind braucht einen Namen: Facebooks Pläne, sich umzubenennen, fallen zumindest bei Mediapost auf fruchtbaren Boden und stiften Autor Joe Mandese zu einer Top-10-Liste möglicher neuer Marken an. "Suckersburg", "Trollbook" und "Death Star" kommen dem Netzwerk-Niveau durchaus nah – völlig Entnervte dürften sich auch an der Bezeichnung "Meh, duh!" erfreuen.
mediapost.com, turi2.de (Background)

Studie: Schließungen von Lokalzeitungen sind gefährlich.

Kontrollinstanz contra Crime: Schließungen von Lokalzeitungen führen zu einem Anstieg von Betrug, Finanzvergehen und Wasser- und Luftverschmutzung, ermittelt eine Studie aus den USA, aus der die "Süddeutsche" zitiert. Wenn keine Lokalzeitung mehr über Recht und Ordnung wacht, sehe die örtliche Wirtschaft das als "Freifahrtschein für Regelverletzungen". Aussagekräftig sind u.a. Bußgelder von Behörden: In Kreisen ohne Lokalzeitung stiegen sie um 36 %.
sueddeutsche.de

Corona: Marokko kappt Flugverkehr mit Deutschland, Großbritannien und den Niederlanden.

Am Boden bleiben: Marokko kappt aufgrund steigender Corona-Zahlen den Flugverkehr mit Deutschland, Großbritannien und den Niederlanden. Die Maßnahme tritt in der Nacht zum Donnerstag in Kraft, betroffen sind Flüge aus und nach Marokko. Deutsche Urlauber sollen sich laut Auswärtigem Amt zügig mit ihrer Transportgesellschaft in Verbindung setzen und sich um eine schnelle Rückreise bemühen.
faz.net, bild.de

Funke baut Digital-Hub in Erfurt.

Funke erweitert sein Digital-Team in Erfurt und lässt von dort aus ab 2022 seine Reichweiten-Portale betreuen, darunter das NRW-Portal DerWesten.de, Moin.de in Hamburg und Thueringen24.de. Auch Themen-Portale wie BildDerFrau.de, und futurezone.de sollen in Thüringen angesiedelt werden. Auf wie viele Beschäftigte das Team wächst, sagt Funke bisher nicht. Unklar ist auch, ob der neue Digital-Hub nur technisch oder auch journalistisch arbeitet. Zuletzt hatte Funke in Erfurt das Aus seiner Druckerei angekündigt.
kress.de

Hotelkette Westin: Prüfbericht soll Mitarbeiter entlasten.

Videobeweis? Die Hotelkette Westin findet keine Belege für die von Sänger Gil Ofarim erhobenen Antisemitismus-Vorwürfe gegen einen Leipziger Mitarbeiter, zitieren "FAZ" und "Bild" aus einer Mitteilung des Unternehmens. Gekündigt wird dem Angestellten nicht, er werde aber wegen der Anfeindungen gegen seine Person "noch nicht wieder vollumfänglich" eingesetzt.
faz.net, bild.de

Basta: Facebook hat Ärger mit dem Amt.

Null Bock in End­los­schleife: Die britische Wett­bewerbs­aufsicht CMA fordert 60 Mio Euro Strafe von Facebook. Die Behörde wirft dem Unternehmen vor, zur 2020 angekündigten Übernahme der Gif-Schleuder Giphy absichtlich Informationen für eine Unter­suchung zurück­gehalten und Warnungen ignoriert zu haben. Facebook widerspricht. Was Zuckerbergs Laden aus seiner Schlampigkeit lernt: One does not simply mess with authorities.
spiegel.de, bbc.com, turi2.de (Background)

Springer-Chef Döpfner wirft “New York Times” “einseitige” Berichterstattung vor.


Nachricht von ganz oben: Mathias Döpfner wendet sich in einer 7-minütigen Videobotschaft an die Springer-Mitarbeiterinnen und kommentiert die Causa Julian Reichelt. Darin bezeichnet er die Berichterstattung der "New York Times" als "einseitig". Die zitierten Protokolle lägen Springer "bis zum heutigen Tag" nicht vor. Julian Reichelt habe die von BuzzFeed beschriebene, laufende Beziehung zu einer "Bild"-Mitarbeiterin zunächst bestritten, nach der Bestätigung durch zwei "sehr glaubwürdige Zeugenberichte" schließlich jedoch eingeräumt. Damit sei klar gewesen, dass Reichelt "aus den Fällen von damals nichts gelernt" und gelogen habe. "Wir mussten sofort handeln", so Döpfner. Den Versuch einer Einflussnahme durch Springer auf die Ippen-Berichterstattung bestreitet der CEO.

Auch zu seinem unglücklichen DDR-Vergleich äußert sich Döpfner. Dieser entstamme einer privaten Unterhaltung und sei "aus dem Zusammenhang gerissen". Ohne Kontext gingen bei derlei Zitaten "Polemik, Ironie, Übertreibung" verloren. Er sage oder schreibe manches "Übertriebene oder Unsinnige" im privaten Bereich, dies solle dann nicht behandelt werden wie eine öffentliche Botschaft.

Der Springer-Boss fragt, ob die Entscheidung, Reichelt in der "Bild"-Chefredaktion auszuwechseln, nicht schon früher hätte fallen sollen. "Hinterher ist man immer klüger", sagt Döpfner. Im Rechtsstaat müsse jedoch das Prinzip der Unschuldsvermutung gelten. Döpfner bestreitet ein "Kulturproblem des ganzen Springer-Verlages". Man müsse nun bei "Bild" "sehr schnell noch viel grundlegender an der Modernisierung und Veränderung unserer Kultur im Sinne von Respekt arbeiten". Er bitte alle im Unternehmen, Fälle von Machtmissbrauch offen anzusprechen.
youtube.com (7-Min-Video), turi2.de (Background)

Marion ten Haaf leitet Kommunikation der Rewe-Tochter DER Touristik.

DER Touristik, die Reisesparte der Rewe Group, macht Marion ten Haaf, 41, zur Leiterin der Unternehmens­kommunikation. Sie kommt von der PR-Agentur BCW, wo sie multinationale Kampagnen von Kunden aus Kultur, Tourismus, Technologie und Mobilität verantwortet hat. Bei DER folgt te Haaf auf Tobias Jüngert, der den Konzern "auf eigenen Wunsch" verlassen hat.
pr-journal.de

Hannes Engler wird neuer Vermarktungschef der Spiegel-Gruppe.

Vermarkten, was ist: Die Spiegel-Gruppe setzt Hannes Engler, 37, auf den Posten des Vermarktungschefs. Er folgt auf André Pätzold, der die Gruppe nach fünf Jahren im Amt verlassen hatte. Engler war bisher Vize von Pätzold. Neuer Vize wird Mark-Olaf Winter. Engler ist seit 2018 bei den Hamburgern. Torben Sieb, 37, seit 2019 Leiter des Projekt­managements, wird neuer Vertriebs­leiter. Er folgt auf Er folgt auf Christoph Hauschild, der den Verlag verlassen hat.
spiegelgruppe.de (Engler), spiegelgruppe.de (Sieb), turi2.de (Background Pätzold), turi2.de (Background Hauschild)

Jens Weidmann hört als Präsident der Bundesbank auf.

Räumt die Bank: Bundesbank-Chef Jens Weidmann, 53, (Foto) tritt nach mehr als zehn Jahren von seinem Posten zurück. Um seine Entlassung zum Jahresende habe er Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier gebeten. Für seinen Rückzug gibt er persönliche Gründe an. Es sei nun an der Zeit, ein "neues Kapitel aufzuschlagen" – auch für die Behörde. Weidmann hatte den Job Mitte 2011 von Axel Weber übernommen.
manager-magazin.de, sueddeutsche.de

Zitat: Joko Winterscheidt regt sich über Klima-Lügen auf.

"Das Wasser im Becken steht uns eh schon bis zum Hals, da muss die Lobby nicht auch noch in den Pool pinkeln."

TV-Spaßvogel Joko Winterscheidt wütet in einem Essay in der "Brigitte Be Green" über die Klimapolitik in Deutschland. Für ihn als Socken- und Schoko-Unternehmer sei eine klimaneutrale Produktion unmöglich. Er fordert u.a. eine höhere CO2-Bepreisung und weniger Label-Greenwashing.
"Brigitte Be Green" 02/2021, S. 13 (Vorab)

Milliarden-Deal: Investor KKR übernimmt Musikrechte von Kobalt Music.

KKR und das Family Office des ehemaligen Goldman-Sachs-Managers Stephen Hendel kaufen 62.000 Musikrechte von Künstlerinnen wie Lorde (Foto). Kostenpunkt: 1,1 Mrd Dollar. Die Rechte kommen vom Investmentarm der britischen Musikfirma Kobalt Music. Das Unternehmen wird laut KKR u.a. weiter dafür zuständig sein, Tantiemen einzuholen.
faz.net, reuters.com, turi2.de (Background)

Sechs Agenturen unterzeichnen Manifest gegen Sexismus.

Ad Girls Club stellt ein Manifest gegen Sexismus in Agenturen auf. Unterzeichnet haben sechs Agenturen, darunter Kolle Rebbe und Ressourcenmangel. Die Werberinnen um Isabel Gabor (Foto) und Lisa Eppel fordern u.a eine Frauen­quote von 50 % auf allen Führungs­ebenen, familien­freundliche Arbeitsbedingungen, Ansprech­partnerinnen für Opfer von Diskriminierung und Sexismus sowie gender­neutrale Sprache. Der Gesamt­verband der Kommunikations­agenturen GWA unterstützt die Forderungen.
instagram.com/adgirlsclub_agc, meedia.de, wuv.de (Paid)

The Verge: Facebook will seinen Namen ändern.

Facebook will sich offenbar einen neuen, übergeordneten Namen geben, der deutlich macht, dass das Unternehmen für mehr steht als Social Media. Laut The Verge will der Konzern die Änderung in der kommenden Woche bekannt geben. Wie der Name der neuen Mutter von Facebook, Instagram und WhatsApp lautet, sei ein gut gehütetes Geheimnis. The Verge vermutet irgendwas mit "Horizon".
theverge.com

Google verpasst seiner Bilder-Suche ein Diversity-Update.


Bunt, aber unauffällig: Google hat ohne vorherige Ankündigung seine Algorithmen aktualisiert, um diversere Ergebnisse bei der Bilder-Suche anzuzeigen, schreibt Nico Grant bei "Bloomberg". Laut einer Sprecherin fördert Google jetzt "eine größere Vielfalt an Hauttönen, damit mehr Menschen relevante und hilfreiche Ergebnisse finden". Bei Suchanfragen wie "schöne Haut", "professionelle Frisur" oder "glückliche Familie" sollen nicht mehr wie bisher hauptsächlich weiße Menschen angezeigt werden. Google befinde sich dabei noch in der "Anfangsphase dieser Bemühungen".

Der Technologie-Gigant versucht den Vorwurf abzumildern, sein Algorithmus fördere rassistische Vorurteile. Im Jahr 2015 musste sich das Unternehmen entschuldigen, nachdem seine Foto-App Schwarze fälschlicherweise als Gorillas identifiziert hatte. Der Datenjournalist Nicolas Kayser-Bril hatte später gezeigt, wie Googles Vision Cloud ein modernes Fieberthermometer in einer dunkelhäutigen Hand als Waffe identifiziert, in einer hellhäutigen als Fernrohr. Und Ende 2020 entließ Google die Tech-EthikerinTimnit Gebru, die sich mit rassistischen Vorurteilen in KIs beschäftigt hatte.
bloomberg.com, adage.com

Lese-Tipp: Auch deutsche Firmen lockern Urlaubsregeln.

Lese-Tipp: Netflix, bekannt dafür, Beschäftigten so viel Urlaub zu geben, wie sie wollen, findet auch in Deutschland Nachahmer, schreibt Hannah Scherkamp. Was in den USA dazu führt, dass Mitarbeitende mehr arbeiten und im Schnitt nur zehn Tage Urlaub pro Jahr nehmen, bewährt sich hierzulande u.a. bei Trivago. Die 1.000 Beschäftigten nehmen beim Reise-Unternehmen im Schnitt 30 Tage Urlaub pro Jahr.
zeit.de

“Manager Magazin”: KKR könnte sich bei Springer “in einigen Jahren” zurückziehen.

Springer: Investor KKR könnte "in einigen Jahren" beim Berliner Medienkonzern wieder aussteigen, schreibt das "Manager Magazin" unter Berufung auf Finanzkreise. Im Interview dementiert Europa-Co-Chef Philipp Freise diesen Plan nicht. "Welche der vielen Möglichkeiten die passende ist, müssen wir zu gegebener Zeit evaluieren", sagt er auf die Frage, ob er eine teilweise Rückkehr an die Börse für möglich hält. Springer bezeichnet er als "ein Juwel", Chef Mathias Döpfner als "großartigen Visionär". Das Gespräch wurde vor der Entlassung von Julian Reichelt geführt.
manager-magazin.de (Paid)

Disney: “Indiana Jones 5” und zahlreiche Marvel-Filme kommen später ins Kino.

Disney Logo 150Disney verschiebt den Kino-Start zahlreicher Filme, teilt der Konzern mit. Betroffen sind demnach mehrere Marvel-Produktionen und "Indiana Jones 5", der erst im Juni 2023 ins Kino kommen soll. Hauptdarsteller Harrison Ford ist dann 80 Jahre alt. Grund für die Verschiebungen sind Verzögerungen in den Produktionen. Ford etwa hatte sich beim Dreh verletzt und musste länger pausieren.
spiegel.de

ZDF Enterprises steigt bei Real Film ein.

ZDF Enterprises, Einkaufs-Tochter des ZDF, beteiligt sich an der Studio-Hamburg-Tochter Real Film. Die Produktionsfirma steht hinter der gefeierten Netflix-Serie "Unorthodox", produziert aber auch klassische TV-Formate wie "Tatort" und "Polizeiruf" und entwickelt weitere Serien für Sky, und die ARD. ZDF Enterprises übernimmt 49 % – Studio Hamburg und die ZDF-Tochter wollen ab 2022 im fiktionalen Bereich stärker zusammenarbeiten.
dwdl.de