Köpfe der Kommunikation

Matthias Dang

Status: Matthias Dang ist seit 2012 Chef des RTL-Vermarkters IP Deutschland, der seit Mitte 2019 als Ad Alliance firmiert und Vermarktung gattungsübergreifend organisieren will.

Geboren am 10. April 1967 in Mainz.

Bio: Seine Karriere startet Matthias Dang mit 16 Jahren. Damals, 1983, beginnt er seine Laufbahn als Handball-Schiedsrichter, die ihn 25 Jahre lang begleitet – 2008 pfeift er sein letztes Spiel. Die Arbeitswelt erkundet Dang zunächst als KFZ-Mechaniker, ab 1989 studiert er in Mainz Wirtschaftswissenschaften. Seinen ersten Job als Marketing-Assistent bei IP Deutschland tritt er 1993 schon vor Abschluss des Studiums an.

E-Mail: matthias.dang@ip-deutschland.de

Profile:
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Matthias Dang im Interview über Millionen-Deals im Mobile-Office in der turi2 edition #13:

Matthias Dang im Portrait in der turi2 edition #2 – Werbung:
Wie kommt ein Keks ins “Dschungelcamp”?

Das Geburtstagskind der Branche im April 2017:
Wir graturilieren: Matthias Dang wird 50.

Promis erlauben den Blick auf ihr Handy:
Mein Homescreen: Matthias Dang.

Alle Köpfe im turi2-Index unter turi2.de/koepfe

Matthias Dang bei turi2:

    • turi2 am Abend: Telekom, Matthias Dang, Karin Immenroth


      Redaktion: Tatjana Kerschbaumer und Andreas Grieß
      Newsletter online lesen


      Telekom sichert sich die Rechte an allen Fußballspielen der EM 2021, WM 2022 und EM 2024.
      Telekom-Tor: Die deutsche Telekom sichert sich die Rechte für die Fußball-Europameisterschaft 2021, die Weltmeisterschaft 2022 und die Europameisterschaft 2024 der Männer. Das Unternehmen darf auf ihrer Plattform Magenta TV als einzige Anbieterin sämtliche Begegnungen der drei kommenden internationalen Fußballturniere zeigen. ARD und ZDF bekommen durch Sub-Lizenzen etwas vom Kuchen ab: 2024 können sie 34 von 51 Spielen der EM zeigen, darunter alle Matches der deutschen Nationalmannschaft sowie Halbfinal-Begegnungen und das Finale. Weitere 17 Spiele der EM 2024 gehen per Sublizenz an RTL. Zehn Spiele der EM 2020 und 16 Spiele der WM 2022 sind ausschließlich im TV-Angebot der Telekom zu sehen.
      weiterlesen auf turi2.de


      Content, Tech, Daten – was Matthias Dang und Karin Immenroth Google & Co entgegensetzen.
      Transparenter werben: “Wir wollen nicht mehr Werbung verkaufen, sondern Wirkung.” Im Video-Interview von “Horizont” und turi2.tv am Rande des Ad Alliance-Events Innovation Now erklären Karin Immenroth und Matthias Dang, wie die Werbe-Tochter von Bertelsmann Google, Facebook und Co ein Schnippchen schlagen will. “Content, Technologie und Daten – auf allen diesen Feldern müssen wir Local Hero sein”, sagt Dang. Der Chef der Ad Alliance sieht sich auf einem guten Weg dorthin und stellt gemeinsam mit RTL-Datenchefin Immenroth das neue Tool “Brand Aid” vor.
      weiterlesen auf turi2.de, youtube.com (9-Min-Video)

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      BUNTE quarterly – Das neue Magazin
      BUNTE setzt weiter auf Wachstum. BUNTE quarterly stellt Macher:innen, Kämpfer:innen und Visionär:innen vor. Ganz im Sinne von Andy Warhols Interview-Magazin bittet BUNTE quarterly Persönlichkeiten zum Gespräch und lässt sie von den besten Fotografen inszenieren.
      www.burda.com

      – NEWS –

      Bad Bank: NDR, SWR und SR gehören zu den Kunden der Pleite-Bank Greensill, berichtet der “Weser Kurier”. Vergangene Woche musste Greensill wegen drohender Überschuldung schließen. Der NDR teilt mit, dass seine Geldanlagen vom Einlagensicherungsfonds gedeckt sind.
      weser-kurier.de, spiegel.de, tagesschau.de


      Zeit Online sortiert die Kultur neu und macht den bisherigen Vize-Ressortleiter Dirk Peitz, 49, zum Chef. Er folgt auf Rabea Weihser, 39, die Zeit Online “auf eigenen Wunsch” verlässt. Judith Liere, 41 (Foto), kommt im Mai als neue Stellvertreterin. Sie leitet aktuell das Kulturressort beim “stern”.
      zeit-verlagsgruppe.de


      Monatlicher Innovations-Input: Sascha Lobo und Cisco starten am 11. März den Podcast “2022 – Zukunft verstehen”, der sich mit Innovationen befasst, die die kommenden Jahre prägen werden. In der ersten Folge geht es um das Thema 5G. Künftig gibt es jeden Monat eine neue Folge.
      channelobserver.de, twitter.com (Ankündigung Lobo)


      Zügiger Abgang: Oliver Janik (Foto), Chief Business Officer von CNX, verlässt die Vermarktungsunit von Condé Nast nach nur sechs Monaten wieder. Janik, vormals Operativ-Chef der deutschen DDB-Gruppe, könnte laut Mehrdad Amirkhizi über den turbulenten Umbau bei Condé Nast gestolpert sein.
      horizont.net (Paid), turi2.de (Background)


      Gras-Wurzel: SevenVentures, Media-Investor von ProSiebenSat.1, beteiligt sich mit einem mittleren einstelligen Mio-Betrag an der Sanity Group. Das Berliner Cannabis-Startup tauscht Unternehmensanteile gegen TV-Werbeminuten, mit denen es seine Hanf-Onlineshops Vaay und This Place bewerben will.
      presseportal.de


      Jogi adé: Joachim Löw tritt nach der Fußball-Europameisterschaft 2021 nach 15 Jahren als Bundes­trainer der deutschen Fußballnational­mannschaft zurück. Der 61-Jährige ist aktuell dienstältester Nationalcoach der Welt. Der DFB will nun “mit Ruhe und Augenmaß einen Nachfolger benennen”.
      dfb.de, faz.net


      Corona-Rückpass: Die DFL muss in der Saison 2019/20 einen Umsatzrückgang von 5,7 % einstecken. Die 2. Bundesliga ist mit einem Rückgang von 7,2 % auf 726 Mio Euro stärker betroffen als die 1. Liga, deren Erlöse um 5,4 % auf 3,8 Mrd Euro sinken. Die Werbe-Erträge in der 1. Liga steigen um rund 5 % auf 889 Mio Euro.
      dfl.de (Pressemitteilung), dfl.de (Wirtschaftsreport, PDF)


      Post-Pandemisch: Die Deutsche Post DHL steigert ihren Umsatz 2020 um 5,5 % auf 66,8 Mrd Euro. Bereinigt um Sondereffekte liegt das Plus sogar bei 8,5 %. Das Ebit steigt um 17,4 % auf 4,8 Mrd Euro. Wachstumstreiber ist vor allem der boomende E-Commerce. 2021 soll das Ebit auf 5,6 Mrd Euro steigen.
      dpdhl.com


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      Patricia Schlesinger, wir müssen reden!
      Patricia Schlesinger, Intendantin des RBB, spricht mit uns über den Wandel in der Arbeitskultur und im Programm des RBB sowie über Verantwortung, Prägung und Haltung.
      Am Mittwoch, 17. März, um 19 Uhr live im turi2 Clubraum bei Clubhouse – und danach als Podcast auf turi2.de. Wir hören uns!
      turi2.de/clubraum, joinclubhouse.com (Link für den iPhone-Kalender)

      Meistgeklickter Link heute Morgen: Andrea Wasmuth, Chefin der Handelsblatt Media Group, kritisiert die frühere Unternehmenskultur in ihrem Haus.
      sueddeutsche.de

      “So viel Geld hätten die beiden nicht mal ansatzweise verdient, wenn sie in der Königsfamilie geblieben wären.”

      Thomas Kleinrahm, Head of Celebrity Relations bei FischerAppelt, schätzt die kommenden Gagen des royalen Pärchens Meghan und Harry auf “500.000 bis 1 Mio Euro pro Auftritt”.
      faz.net, turi2.de (Background)


      “Ich werde im oder nach diesem Sommer nicht als möglicher Bundestrainer zur Verfügung stehen. Ich habe ja einen Job.”

      FC-Liverpool-Trainer Jürgen Klopp erteilt dem DFB in Sachen Bundestrainer-Suche eine Absage – noch bevor er offiziell gefragt wurde.
      kicker.de, turi2.de (Background)


      – BACKGROUND –

      Wessi go home: Westdeutsche Zeitungen kommen in Ostdeutschland kaum an, schreibt Anne Fromm unter Bezug auf ein Diskussionspapier der Otto-Brenner-Stiftung. Die “Süddeutsche Zeitung” verkauft nur 2,5 % ihrer Gesamtauflage in den Neuen Bundesländern, sogar die “taz” kommt gerade mal auf 6 % – Berlin jeweils nicht mitgerechnet.
      taz.de, turi2.de (Background OBS-Studie)


      ZDF kündigt für das bundesligafreie letzte März-Wochenende eine Doku über Dietmar Hopp als “Hassfigur der Ultras” an und erntet aus der “Fanszene” schon jetzt Kritik, berichtet Daniel Bouhs. Er hat den Film bereits gesehen und hat “alles andere als den Eindruck, dass hier pro Hopp oder TSG lobbyiert wird”.
      ndr.de, prisma.de (Doku-Ankündigung)


      Neue Seriosität: Privatsender wollen im digitalen Angebotsdschungel dank Nachrichten- und Infor­mations­sendungen besser auffindbar werden, schreiben Aurelie von Blazekovic und Claudia Tieschky. Grund ist der seit November geltende Medienstaatsvertrag, der Sendern mit “Public Value” höhere Präsenz verspricht.
      sueddeutsche.de, turi2.de (Background Medienstaatsvertrag)


      – Bild des Tages –

      Hoch hinaus: Ein Waldarbeiter klettert im französischen Bercé auf eine 200 Jahre alte Eiche, um den Baum zu fällen. Das Holz wird beim Wiederaufbau des abgebrannten Turms der Pariser Kirche Notre-Dame gebraucht. Die Rekonstruktion das Wahrzeichens benötigt insgesamt 1.000 Eichen, die aus 200 französischen Wäldern in die Hauptstadt kommen sollen. (Foto: Thibault Camus / APA / Picture Alliance)

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      Morgen Abend schon etwas vor? Wie wäre es mit etwas Tango? Die mitreißende ARD-Komödie “Tanze Tango mit mir” zeigt einen Mann in der Midlife-Crisis, der durch den Tango seine Leidenschaft entdeckt. Wie Hauptdarsteller Michael A. Grimm damit zurechtkam, das Tanzbein zu schwingen, lesen Sie hier.


      – BASTA –

      Totgesagte leben länger: Die Website 99bitcoins.com sammelt über 400 Medienberichte, die seit 2010 das Ende des Bitcoins voraussagen. Der Wert ist seitdem von 23 Cent auf 49.000 Dollar gestiegen. Für die Kryptowährung gilt also frei nach Mark Twain: “Die Nachricht von meinem Tod ist stark übertrieben.”
      99bitcoins.com via t3n.de


      Der turi2-Newsletter erscheint werktäglich um 7 Uhr und 18 Uhr sowie am Wochenende um 9 Uhr. Kostenlos bestellen: abo@turi2.de. Einen individuellen Newsalarm ermöglicht die turi2.de/App. Infos zu Live-Events unter turi2.de/clubraum. Infos zur Werbeschaltung.

      Ältere turi2-Newsletter lesen >>>

    • Content, Tech, Daten – was Matthias Dang und Karin Immenroth Google & Co entgegensetzen.


      Transparenter werben: “Wir wollen nicht mehr Werbung verkaufen, sondern Wirkung.” Im Video-Interview von “Horizont” und turi2.tv am Rande des Ad Alliance-Events Innovation Now erklären
      Karin Immenroth und Matthias Dang, wie die Werbe-Tochter von Bertelsmann Google, Facebook und Co ein Schnippchen schlagen will. “Content, Technologie und Daten – auf allen diesen Feldern müssen wir Local Hero sein”, sagt Dang. Der Chef der Ad Alliance sieht sich auf einem guten Weg dorthin und stellt gemeinsam mit RTL-Datenchefin Immenroth das neue Tool “Brand Aid” vor. Künstliche Intelligenz und Big Data sollen helfen, die Konsumentinnen besser zu verstehen und bei der Vermarktung zu optimieren.

      Das neue Tool, erklärt Immenroth, kann die Wirkung von Werbekampagnen über Gattungsgrenzen hinweg beobachten und z.B. zeigen, welches Werbe-Medium welchen Beitrag zum Erfolg einer Kampagne leistet – und das praktisch in Echtzeit. Zudem lässt sich mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz schon im Vorfeld einer Kampagne die Werbewirkung prognostizieren. Laut Immenroth ist das eine Transparenz, die die US-Konzerne nicht bieten.
      youtube.com (9-Min-Video)

    • turi2 edition #13: Matthias Dang über Millionen-Deals im Mobile-Office.


      Werbe-König:
      Matthias Dang, der mächtigste Werbemanager Europas, erzählt im Interview mit Markus Trantow für die turi2 edition #13, wie sich die Corona-Krise auf das Werbegeschäft auswirkt – und verrät, wann er “Sorry, ich lag daneben“ sagt. Sie können den Beitrag im kostenlosen E-Paper lesen oder das Buch gedruckt bestellen.

      Matthias Dang, Sie sind Geschäftsführer von IP Deutschland, Chef der Ad Alliance – und seit Neustem verantworten Sie auch Technologie und Daten bei der Mediengruppe RTL. Hat sich jetzt Ihr Gehalt verdreifacht?
      Schön wär’s.

      Da auch Ihr Tag nur 24 Stunden hat, müssen Sie ein virtuoser Multi-Tasker sein, oder?
      Nein, überhaupt nicht. Ich glaube, sowas funktioniert nur, wenn man gute Kolleginnen und Kollegen um sich hat. Ich verantworte diese Bereiche zwar, aber wir arbeiten im Team. Als wir uns gefragt haben, wie wir unsere Arbeit innerhalb der Mediengruppe RTL aufteilen, ist schnell klar geworden, dass Vermarktung, Technologie und Data immer weiter zusammenwachsen. Deswegen ergibt es Sinn, das in eine Hand zu geben. Unser anderes großes Thema, der Content, ist bei Stephan Schäfer gebündelt.

      Als Sie im Hauptberuf noch RTL-Vermarkter waren, hat Ihr Tag mit einem Glas Wasser begonnen und mit den TV-Quoten vom Vortag. Ist das noch immer so?
      Meistens. Das Glas Wasser, dazu ein Kaffee oder Tee, ist geblieben. Heute bin ich meist schon vor den Quoten im Büro, strukturiere den Tag und beantworte E-Mails. Dann kommen irgendwann die TV-Quoten, die Leistungswerte unserer digitalen Plattformen und – ganz wichtig – die Zahl der Abos, die wir am Vortag mit TV Now, unserem Streamingdienst, geschrieben haben.

      Wann beschäftigen Sie sich mit Print? Sie vermarkten ja auch das Portfolio von Gruner + Jahr und den “Spiegel“.
      Wir haben einmal pro Woche eine Geschäftsleiter-Runde bei der Ad Alliance, da laufen alle Daten zusammen. Da geht es dann auch um Print und die Frage, was sich im Vergleich zur Vorwoche getan hat, vor allem beim Umsatz. Die Print-Auflagen und -Reichweiten kommen ja deutlich seltener als TV- und Digital-Zahlen.

      2020 war für Print und TV kein leichtes Jahr. Wie groß ist der Luftsprung, den Sie machen, wenn es heißt: Corona besiegt, die Konjunktur brummt wieder?
      Sie können davon ausgehen, dass der Luftsprung mindestens so hoch wie der Kölner Messeturm sein wird. Wir alle freuen uns, wenn wir die Pandemie hinter uns lassen können.


      (Foto: Selina Pfrüner)

      Wie haben Sie den Schock des Corona-Lockdowns im März erlebt?
      Wenn man so lange im Berufsleben steht wie ich, ist man nicht ganz so leicht zu erschüttern. Ich habe erlebt, wie die Dotcom-Blase geplatzt ist, was nach den Anschlägen vom 11. September passierte und wie die Finanzkrise kam und wieder ging. Bei der Pandemie fragte ich mich: Womit vergleiche ich das jetzt? Was bedeutet das fürs Geschäft? Am Ende blieb einerseits eine große Verunsicherung, andererseits eine große Faszination darüber, was alles gleichzeitig passierte. Zwischen diesen beiden Polen pendelte mein Gefühl.

      Was hat geholfen gegen die große Verunsicherung?
      Mir haben unsere Geschäftsführungsrunden sehr geholfen, die wir anfangs täglich, später mehrmals pro Woche hatten. Da haben wir viele Szenarien durchgespielt. Einmal pro Woche haben wir uns mit Kollegen aus anderen europäischen Ländern, in denen die RTL Group tätig ist, kurzgeschlossen. Wir haben gefragt, wie es läuft in Frankreich, Italien oder den Niederlanden, die ja zum Teil härter und schneller von der Pandemie betroffen waren, und haben die Erfahrungswerte geteilt.

      Wie verhagelt ist Ihre Jahresbilanz?
      Im April und Mai hatten wir tatsächlich ein Minus im hohen zweistelligen Prozentbereich – so einen tiefen Einschnitt habe ich noch nie erlebt und das hätte ich auch nie erwartet. Es gab zwei Gründe, warum Kunden Geld aus der Werbung abgezogen haben: Entweder, weil die Geschäfte geschlossen und auch kein Verkauf möglich war, oder weil eine so große Verunsicherung herrschte, dass die Unternehmen gesagt haben, sie müssen jetzt erstmal Geld sparen. Im zweiten Lockdown ist das anders: Fast alle Geschäfte haben geöffnet und der Inlandskonsum ist wieder da – im Prinzip auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr, zum Teil sogar ein bisschen darüber. Das heißt: Die Menschen geben wieder Geld aus, wenn auch manchmal an anderen Stellen, der Travel-Bereich fehlt uns zum Beispiel komplett.

      Und wie hoch ist das Minus am Jahresende?
      Nach dem deutlichen Rückgang im ersten Halbjahr hat sich die Lage am Werbemarkt seit Herbst zum Glück wieder stabilisiert. Für das Gesamtjahr werden wir Einbußen hinnehmen müssen, diese fallen aber deutlich geringer aus als noch vor einigen Monaten angenommen.

      turi2.tv: Matthias Dang im Videofragebogen.

      Was haben Sie aus der Krise gelernt?
      Die Krise ist ein Charaktertest. Es gibt Menschen und Unternehmen, die sagen: Wir stehen das gemeinsam durch. Und es gibt solche, die zuerst fragen: Was ist mit mir?

      Wie funktioniert Werbeverkauf in Zeiten des Lockdowns? Eigentlich muss ein Verkäufer dem Kunden ja tief in die Augen schauen.
      Im harten, ersten Lockdown haben wir tatsächlich alle Verhandlungen über Video-Konferenzen geführt, auch bei Millionen-Budgets. Dienstreisen waren bei den meisten Firmen nicht mehr erlaubt. Im Sommer hat sich das ein bisschen gelockert, da hatte ich ein paar persönliche Kontakte, aber um die 90 Prozent der Gespräche und Verhandlungen finden immer noch über Video-Calls statt.

      Verändert sich die Gesprächs- und Verhandlungskultur?
      Zum Teil schon. Wenn man sich lange kennt oder schon öfter miteinander zu tun hatte, macht es das einfacher. In der Werbe-und Agentur-Branche ist das zum Glück häufig der Fall, man weiß, wie der andere tickt. Bei Menschen, die man nur ein bisschen oder noch gar nicht kennt, finde ich es deutlich schwieriger. Wir kommunizieren ja auch über Mimik und Gestik und die kommt trotz Video oft nicht richtig rüber. Das kann Räume für Missverständnisse öffnen. Daher sitze ich lieber mit jemandem am gleichen Tisch als in einem Videochat.

      Werbegeld fließt immer digitaler und immer mehr zu den großen Plattformen Google, Facebook, Amazon und Co. Was tun?
      Die Gafas machen es aus ihrer Sicht richtig: Sie sammeln alle Daten und geben keine heraus. Gleichzeitig bekommen YouTube, Facebook, Instagram und Co von uns jede Menge kostenlosen Content und verdienen so eine Mörderkohle. Um dem etwas entgegen zu setzen, müssen wir technologisch unabhängig von den Gafas bleiben. In der RTL Group haben wir zum Beispiel unsere komplette Video-Infrastruktur von den US-Techkonzernen abgekoppelt und halten auch unsere Daten in unserem eigenen System. Aber: Wir brauchen Allianzen. Die Ad Alliance war genau das Richtige zum Anfang, genauso D-Force, unser Joint-Venture mit ProSiebenSat.1. Das treiben wir voran, auch über Deutschland hinaus. Wir müssen als Europäer unsere Kräfte bündeln, um eigenständige, für Partner offene Infrastrukturen anzubieten. Am Ende wollen die Werbekunden Kontakte kaufen – egal ob bei Facebook, YouTube oder bei uns – und da sind Reichweite und Werbewirksamkeit die wichtigsten Argumente.

      Es kommt also auf die Größe an?
      Ja. Und auf Vielfalt. Wir müssen in die Breite und in die Tiefe gehen, wobei Breite für möglichst vielfältige Medien und Zielgruppen steht und Tiefe für die Menge an Kontakten.


      Matthias Dang schafft im Bertelsmann-Reich die Werbekohle ran. Der Mann aus Mainz ist Jahrgang 1967, er startet als Automechaniker und kommt nach dem Studium 1993 zum RTL-Vermarkter IP, 2012 wird er dessen Chef. Jahrelang arbeitet Dang in seiner Freizeit als Profi-Handballschiedsrichter. Dang gilt als Architekt und Kopf der Ad Alliance. Die vermarktet Printtitel wie “stern“, “Spiegel“ und “Bild“ im Paket mit TV (u.a. RTL, n-tv) und Radio. Sie soll vor allem einen schmerzlichen Abwärtstrend stoppen: Werbebudgets für Bertelsmann-Medien schrumpfen seit Jahren. Zuerst beutelte es Gruner + Jahr, jetzt drohen Rückgänge auch bei RTL und Co. (Foto: Selina Pfrüner)

      Inzwischen vermarktet die Ad Alliance so unterschiedliche Print-Titel wie “Spiegel“, “stern“ und “Bild“. Ist die Lage so ernst, dass Sie sich mit jedem verbünden?
      Im Gegenteil: Wir haben in den vergangenen Jahren viele Gespräche mit möglichen Partnern geführt und überlegen sehr genau, wer in die Ad Alliance hineinpasst. Bevor wir über Größe, Qualität und saubere Umfelder sprechen, geht es uns ums Mindset. Wir sehen uns als Gemeinschaft von Überzeugungstätern, die an einem Strang ziehen. Und: Niemand muss dabeibleiben. Wer feststellen sollte, dass die Ad Alliance nichts für ihn ist, kann auch wieder ausscheiden – natürlich im Rahmen der Verträge.

      Publizistisch liegen zwischen “Bild“ und “Spiegel“ Welten.
      Genau. Und diese Vielfalt der Mediennutzung vermarkten wir. Auf der Content-Seite bilden “Bild“ und “Spiegel“ zwei Pole. Der Blick auf den Markt und die Vermarktung ist aber ganz ähnlich. Wir haben einmal pro Monat eine Konferenz mit den verschiedenen Auftraggebern der Ad Alliance. Da kommen alle Probleme auf den Tisch und es wird auch mal kontrovers diskutiert. Aber am Ende würden Sie sich wundern, wie wenig Diskrepanzen es gibt und wie gut wir uns verstehen.

      Wer kommt als nächstes? Burda? ProSiebenSat.1?
      Aktuell steht nichts vor der Tür. Das hätte auch wettbewerbsrechtliche Grenzen. Ich denke, im Moment haben wir eine gute Größe. Die von Ad Alliance vermarkteten Plattformen erreichen 99 Prozent der Bevölkerung – im Monat. Klar ist das erstmal eine theoretische Größe, aber die Zahl zeigt, wo wir stehen. Die eigentliche Challenge für so einen großen Vermarkter wie uns ist es, auch in den Nischen gut aufgestellt zu sein. Wir haben Kunden, die investieren zweistellige Millionen-Beträge pro Jahr in Werbung und welche, die geben 10.000 Euro aus. Da eine gute Balance hinzubekommen, ist uns sehr wichtig.

      Lesen Sie alle Geschichten der turi2 edition #13 – direkt hier im Browser als E-Paper oder bestellen Sie das Buch.

      Sie haben 750 Mitarbeiter*innen in der Ad Alliance, wie können die im Home-Office zusammenspielen?
      Das braucht viel Verständnis und Flexibilität. Gerade im ersten Lockdown war klar: Wo die ganze Familie zu Hause war und die Wohnung nicht dafür ausgelegt ist, in Ruhe arbeiten zu können, braucht das mehr Zeit und mehr Akzeptanz. Im Lockdown vor Weihnachten haben wir aber gemerkt, dass sich das eingegroovt hat. Unsere Überzeugung ist, dass es nie wieder so kommen wird, wie es vor Corona war, wir werden immer weiter in eine flexible Arbeitswelt kommen. Dahin waren wir schon vor der Krise auf dem Weg, aber die Pandemie hat es um Lichtjahre beschleunigt.

      Sie waren lange Handballbundesliga-Schiedsrichter, da kann man es nie allen recht machen. Hilft die Erfahrung?
      Ja, in gewisser Weise schon. Wie sehr bei mir beides, also das Hobby als Schiedsrichter und der Job bei RTL, zusammenhingen und ineinander verzahnt waren, habe ich aber erst rückblickend gemerkt. Als Handballschiedsrichter muss ich auch Team-Spieler sein. Ich muss mich blind und zu 100 Prozent auf meinen Co-Schiedsrichter verlassen können. Man hat in der Halle ja keine Freunde, alle wollen dich beeinflussen, es herrscht ein enormer Druck.

      Genau wie im Media-Geschäft?
      Ein bisschen. Auch hier muss ich mich blind auf die Kolleginnen und Kollegen verlassen können. Ich muss Verantwortung delegieren – und die Kunden wollen natürlich auch immer was von Dir, am liebsten Rabatte.

      Wie geht man richtig mit Fehlentscheidungen um?
      Beim Handball kommt es drauf an, wann man den Fehler bemerkt. Manchmal sieht man erst hinterher in der Video-Analyse, dass man daneben gelegen hat. Wenn man im laufenden Spiel eine Fehlentscheidung trifft, heißt es dennoch, konsequent zu bleiben, ohne sich aufzuspielen. Im Einzelgespräch mit einem Spieler habe ich dann aber schon mal gesagt: “Sorry, ich lag daneben, kann es aber nicht mehr ändern.“ Und das versteht der dann auch.

      Und im Job?
      Klar, auch da trifft man mal eine Fehlentscheidung oder es geht mal etwas schief. Da kann – und muss – man intern auch in größerer Runde drüber sprechen.

      Was wünschen Sie sich für das Jahr 2021?
      Wichtig ist, dass wir möglichst alle gesund durch die nächsten Monate kommen. Ich hoffe, dass uns der Impfstoff dabei hilft, schrittweise wieder zurück zur Normalität zu kommen. Und beruflich: Dass sich die Märkte schnell wieder erholen.


      (Foto: Selina Pfrüner)

      Alle Geschichten aus der turi2-edition #13 lesen: turi2.de/edition13

    • turi2 Termin-Tipp: Focus Inner Circle, Medienpolitisches Colloquium, Verdi Journalismustag.


      Livestream-Trio: Im heutigen Termin-Newsletter empfehlen wir Ihnen drei ganz unterschiedliche Online-Debatten – los geht’s heute mit dem
      Focus Inner Circle, bei dem Chefredakteur Robert Schneider mit Köchin Sarah Wiener und Bayer-Vorstand Liam Condon über die Ernährung der Zukunft spricht. Ebenfalls heute findet das Medienpolitische Colloquium statt, bei dem NDR-Intendant Joachim Knuth (Foto) und Hamburgs Mediensenator Carsten Brosda über Auftrag und Reform von ARD und ZDF diskutieren. Am Samstag geht es beim Journalismustag von Verdi um die Frage “Gatekeeper oder Hatekeeper – Wo steht der Journalismus in der Corona-Pandemie?”

      Außerdem schicken wir Ihnen in diesem Newsletter zwölf weitere Termin-Tipps für Januar und Februar. Online bieten wir in unserer Übersicht auf turi2.de/termine weitere Event-Inspiration fürs gesamte Jahr. Fehlt Ihr Termin noch? Schicken Sie uns eine E-Mail an post@turi2.de.

      18. Januar: Focus Inner Circle – Wie ernähren wir uns morgen?
      Veranstalter: “Focus”
      Livestream
      facebook.com

      18. Januar: Medienpolitisches Colloquium – wie weiter nach Sachsen-Anhalt?
      Veranstalter: Institut für Medien- und Kommunikationspolitik
      Livestream, ab 15.30 Uhr
      zoom.us

      23. Januar: 34. Journalismustag der DJU in Verdi
      Veranstalter: Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union
      Livestream
      dju.verdi.de

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      Die Badische Zeitung vergibt den Ralf-Dahrendorf-Preis für Lokaljournalismus 2021. Für Demokratie in der Bürgergesellschaft.
      Prämiert werden Artikel oder Serien, die vorbildlich und anschaulich die Funktionsweise von Demokratie transparent machen und zwischen dem 1. Januar 2020 und dem 31. März 2021 veröffentlicht wurden.
      Der 1. Preis ist mit 5.000 Euro dotiert, der 2. Preis mit 3.000 Euro und der 3. Preis mit 2.000 Euro.
      www.ralf-dahrendorf-preis.de

      Weitere Termine der kommenden drei Wochen in den Monaten Januar und Februar

      25. Januar: Führungskraft in der digitalen Arbeitswelt
      Veranstalter: ARD ZDF Medienakademie
      Webinar
      ard-zdf-medienakademie.de

      25. bis 29. Januar: Young Professionals‘ Media Academy
      Veranstalter: Deutsche Fachpresse
      Online-Tagung
      deutsche-fachpresse.de

      27. Januar: Abos gewinnen und halten
      Veranstalter: VDZ Akademie
      Online-Seminar
      vdz-akademie.de

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      ID-Lösungen: Die Tage der Cookie-Nutzung im Marketing sind gezählt, doch was kommt danach? Am 04.02. zeigen BCN und LiveRamp, wie sie ID-Lösungen als eine neue Erfolgsstrategie im Verlag nutzen. Zudem erfahren Sie mehr über die aktuelle Lage und Timeline der 3rd-Party-Cookies. Kostenfrei anmelden!

      28. Januar: Warum sich Community-Building für Medienunternehmen lohnt
      Veranstalter: digital publishing report
      Webinar
      digital-publishing-report.de

      28. Januar: DPRG Takeoff 2020
      Veranstalter: DPRG
      Livestream
      dprg-online.de

      28. Januar: Erfolgreiche Neuorientierung in der Krise – Praxisworkshop für Manager
      Veranstalter: manager lounge, Businessclub manager magazin und Harvard Business Manager
      Online
      manager-lounge.com

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      “Corona – Leben im Ausnahmezustand” lautet das Thema des Jahres beim Theodor-Wolff-Preis 2021. Die vom Bundes­verband Digital­publisher und Zeitungs­verleger ausgeschriebene Würdigung gibt’s für Texte, die 2020 in einer deutschen Tages-, Wochen- oder Sonntags­zeitung gedruckt oder digital erschienen sind. Autor*innen bewerben sich bis 31. Januar hier: www.bdzv.de/twp/

      29. bis 30. Januar: Next Media Idea Jam
      Veranstalter: Next Media Hamburg
      Online-Konferenz
      nextmedia-hamburg.de

      2. bis 4. Februar: Europe 2021
      Veranstalter: “Zeit”, “Handelsblatt”, “Wirtschaftswoche”, “Tagesspiegel”
      Online-Konferenz
      verlag.zeit.de

      3. Februar: Kollaboration erleben – Das Update für Ihre digitale Zusammenarbeit
      Veranstalter: VDZ Akademie
      Webinar
      vdz-akademie.de

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      Der geile Film zum geilen Buch: Welche Überschriften sich die Promis für 2021 wünschen, was 2020 schief lief und 2021 besser werden muss, sagen u.a. Gabor Steingart, Patricia Schlesinger, Matthias Horx, Sham Jaff, Giovanni di Lorenzo, Matthias Dang und Christian Pfennig im turi2.tv-Video und in der turi2 edition #13 “Inspiration für den Neustart”.
      turi2.tv (3-Min-Video auf YouTube), issuu.com (kostenloses E-Paper)

      4. Februar: Das Ende der Third Party Cookies und neue Erfolgsstrategien für Publisher
      Veranstalter: VDZ-Akademie
      Webinar
      vdz-akademie.de

      5. Februar: AVP-Jahrestagung
      Veranstalter: Arbeitskreis Verlags-Pressesprecherinnen und -Pressesprecher
      Online
      avp-netzwerk.de

      9. bis 18. Februar: Deep Dive Instagram Marketing
      Veranstalter: OMR
      Webinar
      xing.com

      Alle Veranstaltungen für Meinungsmacher*innen gibt’s immer aktuell auf turi2.de/termine.

    • turi2 edition #13: Der Film zum Buch.


      Agenda 2021: Das Jahr 2020 war für viele Menschen eine Zumutung – zum Jahreswechsel blicken wir zurück und voraus. Am 13. Januar erscheint die
      turi2 edition #13 “Inspiration für den Neustart” und bis dahin öffnet turi2 jeden Tag ein Fenster im Agenda-Kalenda – in umgekehrter Reihenfolge mit einem kleinen Vorhanglupf aus dem Buch. Den Anfang macht der Film zum Buch: In knapp drei Minuten sagen sieben Protagonist*innen aus der Edition, was 2020 schief lief und 2021 besser werden muss. Mit dabei sind Gabor Steingart, Patricia Schlesinger, Matthias Horx, Sham Jaff, Giovanni di Lorenzo, Matthias Dang und Christian Pfennig.
      turi2.tv (3-Min-Video auf YouTube)

    • Willkommen im Club: Constantin Birnstiel.

      Willkommen im Club der turi2.de/koepfe: Constantin Birnstiel kommuniziert sich munter durch die deutsche Unternehmenswelt, zuletzt in Diensten des Tech-Riesen Merck. Birnstiel ist neu im turi2-Club der wichtigsten Meinungs­macher*innen in Deutschland. Schon länger dabei im Köpfe-Index sind u.a. Matthias Dang, Ines Pohl und Richard Lutz.
      turi2.de/koepfe (Profil Birnstiel)

    • Ad Alliance vermarktet künftig auch die Print-Titel von Media Impact.

      Vermarktungsriese: Die Ad Alliance von Bertelsmann vermarktet ab 2021 auch die Print-Titel von Springers Media Impact, also u.a. “Bild” und “Welt”. Bisher hat sie bereits deren Digitalangebote im Portfolio. Die Ad Alliance agiert für Media Impact als Dienstleister und verhandelt mit Agenturen auf Rechnung von Media Impact Rahmenverträge. Media Impact verkauft sein Inventar weiterhin daneben auch selbstständig. Media-Impact-Chef Carsten Schwecke kündigt im Interview mit “Horizont” an, dass dies auch so bleiben soll: “Das Werbegeschäft von Axel Springer ist viel zu groß und bedeutend, als dass wir die eigene Vermarktung jemals abgeben würden.” Mitarbeiter*innen würden zudem nicht den Betrieb wechseln: “Bei aller Partnerschaft bleiben die Mediengruppe RTL, Gruner + Jahr und wir im Werbemarkt ja auch harte Wettbewerber.”

      Die Ad Alliance führt neben den Springer-Medien und den Bertelsmann-eigenen Titeln von IP Deutschland und G+J ems auch die Titel von Spiegel Media und ab 2021 von rtv. Springers Digitaltitel sind seit September 2019 Teil der Vermarktungsgemeinschaft. Die nunmehr stärkere Orientierung zur Ad Alliance ist auch eine Reaktion auf das weitestgehende Ende der Vermarktungskooperation zwischen Springer und Funke. (Foto: Bildagentur-online / Picture Alliance)
      presseportal.de, horizont.net (Paid)

    • Jan Wachtel verlässt RTL, Stephan Schäfer und Matthias Dang übernehmen die Aufgaben.

      Wachtel-Ablösung: Die Mediengruppe RTL Deutschland sortiert ihre Führung neu. Jan Wachtel (Foto), bisher Geschäftsführer digitale Medien und journalistische Inhalte, verlässt das Unternehmen laut Mitteilung “auf eigenen Wunsch”. Seine Geschäftsbereiche verteilt die Firma auf Matthias Dang und Stephan Schäfer. Dang verantwortet künftig als Geschäftsführer Vermarktung, Technologie und Daten alle kommerziellen, technologischen und digitalen Aktivitäten. Schäfer koordiniert als Geschäftsführer Inhalte und Marken eben diese und damit auch das gesamte journalistische Angebot über alle Mediengattungen hinweg. Er bleibt zudem Chief Product Officer bei Gruner + Jahr. Im Zuge der Neuaufstellung wird zudem Stephan Schmitter zusätzlicher Geschäftsführer von infoNetwork. Er berichtet damit an Schäfer. Seine Position als Audio-Chef der Mediengruppe und Chef von RTL Radio Deutschland behält er.

      Der Abschied kommt nicht völlig überraschend, schreibt Thomas Lückerath. Wachtels Aufbauarbeit bei TVNow sei unbestritten, doch schon im Dezember 2019 hatten die Co-Geschäftsleiter Nieslony und Tewes die operative Führung von TVNow übernommen. Die Mediengruppe RTL zitiert Wachtel mit den Worten: “Wichtige Zwischenziele sind erreicht, weshalb für mich jetzt die richtige Zeit ist, etwas Neues zu machen.” Wachtel kam Ende 2016 ins Unternehmen. Zuvor war er Operativ-Chef der “Bild”-Gruppe.
      mediengruppe-rtl.de, dwdl.de, turi2.de (Background)

    • Video-Tipp: Livestream der Verleihung des Deutschen Mediapreises.

      Video-Tipp: “W&V” verleiht den Deutschen Mediapreis erstmals digital. Media-Persönlichkeit des Jahres wird Matthias Dang, Chef von IP Deutschland und Ad Alliance. Der Preis für die beste Media-Strategie National geht sowohl an Mediacom für die Kampagne Work-Life-Sleep-Balance für Ikea, als auch an Crossmedia für die Kampagne KSK – Kämpfe nie für dich allein des Verteidigungsministeriums.
      youtube.com (77 Min)

    • Video-Tipp: Ad-Alliance-Chef Matthias Dang über Lufthansa und Werbeeinbrüche.

      Video-Tipp: Matthias Dang, Geschäftsführer des Bertelsmann-Vermarkters Ad Alliance, plaudert mit Volker Schütz über Preispolitik in Wirtschaft und Medien. Bei der Werbung habe es aus seiner Sicht “in keiner Krise der letzten 27 Jahre” einen derart “abrupten Abriss” gegeben. Er ärgert sich zwar über teure Tickets bei der Lufthansa, will mit seinen Preisen aber nicht runtergehen.
      youtube.com (18-Min-Video)