Hör- und Lese-Tipp: Tobias Korenke über Lehren aus dem gescheiterten Hitler-Attentat.

Hör- und Lese-Tipp: Am Sams­tag jährt sich das gescheiterte Hitler-Attentat vom 20. Juli zum 80. Mal. Im "Mut­mach­podcast" spricht Funke-Kommunikations­chef Tobias Korenke, über Lehren aus dem Attentat, in der "Berliner Morgen­post" schreibt er darüber. Der Nach­komme des Wider­stands­kämpfers Dietrich Bonhoeffer sagt mit Blick auf das Attentat gegen Donald Trump: "Es gibt in der Demokratie keine Recht­fertigung, ein Attentat durch­zu­führen und die USA sind eine Demokratie."
open.spotify.com (53-Min-Podcast), morgenpost.de

Lese-Tipp: Ist das “Compact”-Verbot rechtswidrig?

Lese-Tipp: Die "taz" und die "Legal Tribune Online" zitieren aus der Begründung des BMI für ein Verbot des rechts­extremen "Compact"-Verlags. Während die "taz" über­zeugt ist, dass es "kein Recht auf Umsturz" gibt und zahl­reiche Beispiele für Rassismus und Anti­semitismus zitiert, ist "LTO" etwas vor­sichtiger. Das Medium stellt heraus, dass es keine eigen­ständige Prüfung zur Presse­freiheit und nur knappe Aus­führungen zur Menschen­rechts­konvention der EU gäbe.
taz.de, lto.de

Lese-Tipp: Wie US-Medien aus der Krise kommen wollen.

Lese-Tipp: Den US-Zeitungen brechen Leser und Werbung weg, doch einige Medien stemmen sich erfolg­reich gegen die Krise, zeigt Julian Heißler in der "Wirt­schafts­woche". So wage sich der Haupt­stadt-Dienst Axios inzwischen in die "Todes­zone" Lokal­journa­lismus und berichte aus 30 US-Metro­polen. Der Dienst The Flip Side kuratiert News über alle politischen Lager hinweg – und erreicht damit immer­hin 5.000 zahlende Kunden.
wiwo.de (€)

Lese-Tipp: Die professionellen Strukturen hinter Fußball-Profis auf Social Media.

Lese-Tipp: Fußballer Toni Kroos erreicht per Instagram-Post "mehr Menschen als die ARD mit der Live­über­tragung", schreibt Tim Spark und blickt auf das "Milliarden­business" der Stars im Netz. Ex-Journalist Kai Psotta von der Spieler­beratungs­agentur Sports360 sagt, man entwickle gemeinsam eine "ganz­heitliche Kommunikations­strategie", am Ende müsse der Spieler aber Ideen­geber sein. Bei National­trainer Julian Nagelsmann sei vor dem Turnier wichtig gewesen, seine Medien­arbeit richtig zu dosieren.
manager-magazin.de

Lese-Tipp: Welche Informationen Landing Pages von Newsletter liefern sollten.

Lese-Tipp: Was bringt Online-Nutzer dazu, einen Newsletter zu abonnieren? Lennart Schneider hat dafür Hunderte Landing Pages führender Newsletter analysiert. Sein Fazit: Die Seiten müssen auf Anhieb klar machen, an wen der Newsletter sich richtet und was ihn einzigartig macht. Nutzerzahlen oder Leser­meinungen bauen Vertrauen auf, Angaben zu Erscheinungs­frequenz und Lesedauer helfen, den Newsletter in den Alltag einzuplanen.
subscribe-now.beehiiv.com (frei nach kostenloser Newsletter-Anmeldung)

Lese-Tipp: Wie die Rückkehr aus der PR in den Journalismus funktioniert.

Lese-Tipp: Das "Kom"-Magazin thematisiert "Seiten­wechsler", die aus dem Journalismus in die PR und wieder zurück in den Journalismus gehen. Hans-Peter Siebenhaar (Foto) etwa kam vom "Handels­blatt" zum Energie-Konzern OMV und wechselte nach einem CEO-Wechsel zur "Süd­deutschen" und weiter zur "Focus Money". Wichtig sei dabei, dass jedem seine Rolle klar ist, sagt er. Karriere-Coach Attila Albert sieht als Gründe für die Rück­kehr in den Journalismus u.a. komplizierte Abstimmungen in der PR und die fehlende Möglichkeit, seine persönlichen Ansichten einzu­bringen.
kom.de

Lese-Tipp: René Bosch prangert “oberflächliche” Berichte zur Frankreich-Wahl an.

Lese-Tipp: Ex-Bild.de-Vize René Bosch kritisiert die deutsche Bericht­erstattung zur Frankreich-Wahl. Es sei "erstaunlich, wie ober­flächlich wir über unseren wichtigsten Partner in der EU berichten". Der Tenor der hiesigen Berichte laute "Frankreich fällt überraschend nicht an Le Pen", dabei sei dies mit Blick auf das französische Wahl­recht ohnehin nicht wahrscheinlich gewesen.
linkedin.com

Kultur-Redakteure der ARD kritisieren Änderungen im Kultur-Bereich.

Kultur-Kritik: Kultur-Redakteure der ARD äußern in der "taz" ihren Unmut über den aus ihrer Sicht veränderten Kulturbegriff im Senderverbund. Ein SWR-Mitarbeiter etwa kritisiert, dass sie "andere Themen" anbieten müssten: "Weniger Opern­rezensionen, mehr Street-Art." Eine MDR-Redakteurin sagt, "Hochkultur" sei ein Schimpfwort geworden; das Marketing stehe "im Vordergrund, und man vergleicht sich mit privaten Anbietern". Auch das Pen-Zentrum kritisiert eine Fixierung auf die Quote und spricht sich "gegen diese Radikalkur" aus. Die ARD verteidigt Einsparungen an der Kultur u.a. damit, mehr Inhalte für Jüngere im Digitalen schaffen zu wollen.
taz.de

Lese-Tipp: Maskottchen sind Markenrepräsentanten, die nicht reden.

Lese-Tipp: Maskottchen wie EM-Bär "Albärt" (Foto) sind "keine Hilfs­kraft, sondern Marken­repräsentant mit großer Verantwortung", sagt Felix Schumacher im "Spiegel"-Interview. Seit seinem zwölften Lebensjahr ist er selbst Maskottchen des Basketball-Vereins Phoenix Hagen, baut mit seiner Firma Kostüme und bildet andere Maskottchen aus. Wichtigste Regel: "Du hältst den Mund, sobald du die Maske über den Kopf ziehst." Einsätze bei Sport-Events seien auch für die Menschen unter den Kostümen Hoch­leistungs­sport.
spiegel.de (€)

Lese-Tipp: “Granfluencer” erobern Social Media.

Lese-Tipp: "Granfluencer", eine Wort­schöpfung aus "Grandparents" und "Influencer", treten den Beweis an, dass Social Media nicht nur etwas für junge Menschen ist. Bei Instagram oder TikTok ziehen die Social-Media-Senioren Hundert­tausende oder gar Millionen Follower an. dpa-Autorin Weronika Peneshko porträtiert u.a. Günther Krabbenhöft (Foto), 79, der in seinen Videos in eleganten Outfit mit Panama-Hut zu Techno­musik tanzt.
de.nachrichten.yahoo.com

Lese-Tipp: Roger Schawinski kritisiert die Abschaltung von UKW in der Schweiz.

Lese-Tipp: Moderator und Unter­nehmer Roger Schawinski kritisiert den Beschluss der Schweizer SRG, UKW schon zum Jahresende abzu­schalten. Anders als von einer Studie behauptet, würden nicht nur 10 % der Eidge­nossen, sondern 20 % noch UKW nutzen, vor allem viele Autos hätten keinen DAB+-Empfang. Er befürchtet "ein riesiges schwarzes UKW-Loch" im Herzen Europas.
nzz.ch (€)

Lese-Tipp: Die Medien waren vielleicht zu sanft mit Joe Biden, schreibt Stefan Niggemeier.

Lese-Tipp: Dass Joe Biden erneut US-Präsident werden will, kann auch daran liegen, das Medien "sich nicht getraut haben, früh und laut genug" seine Fitness zu hinter­fragen, schreibt Stefan Niggemeier. Kampagnen zu widersprechen, die Biden mit falschen Info zum senilen Greis stilisieren, sei richtig, aber es sei "wichtig, es beim Kampf gegen die Übertreibungen nicht zu übertreiben".
uebermedien.de

Lese-Tipp: Rekordeinnahmen beim Rundfunkbeitrag sind “Grund zum Aufatmen”, meint Steven Sowa.

Lese-Tipp: Der emotionalisierte Blick auf die 9-Mrd-Rekord­summe der Rund­funk­beitrags "verschleiert die Sicht" auf das Wesentliche, kommentiert Steven Sowa bei T-Online. Dass es mehr zahlende Haus­halte gibt, sei eine gute Nachricht, da der Beitrag so eher stabil bleibe. Stattdessen sei das Einnahmen-Hoch vielerorts "gefundenes Fressen für die üblichen Verdächtigen unter den Kritikern des Systems" geworden.
t-online.de, turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Warum Media-Experte Markus Caspari Ad Fraud demokratiegefährdend findet.

Lese-Tipp: Media-Experte Markus Caspari sieht digitalen Werbe­betrug als wachsendes Problem für Werbe­wirt­schaft und Medien. In einem "FAZ"-Gast­beitrag beziffert er den Schaden auf 84 Mrd Dollar im Jahr 2023. Das Geld ver­sickere durch Klick-Farmen oder Bots bei Kriminellen oder Fake-News-Ver­breitern. So werde aus dem wirtschaft­lichen Schaden auch eine Gefahr für die Demokratie. Die im Media-Geschäft ver­breiteten Block­lists würden ledig­lich PR-Desaster verhindern, wenn Betrug auf­fliege. Den Ein­satz von Target­lists, die hand­ver­lesene Web­sites für die Werbung definieren, findet er im Kampf gegen Betrug ziel­führender.
faz.net (€)

Lese-Tipp: Ein Plädoyer für mehr Zuhören und Lokaljournalismus von Anette Dowideit.

Lese-Tipp: "Correctiv"-Vizechefin Anette Dowideit fordert Medien­schaffende in ihrer Rede auf dem European Publishing Congress dazu auf, den Menschen wieder "wirklich" zuzuhören. Sie selbst geht mit gutem Beispiel voran und frage ihre Leser regelmäßig, welche Sorgen sie haben und welche Polit-Themen sie bewegen: "An manchen Tagen erhalte ich über hundert E-Mails von diesen Abonn­enten." Außerdem spricht sie sich für mehr Lokaljournalismus aus, weil vor Ort "das Vertrauen in die Demokratie hergestellt oder zerstört" werde.
newsroom.de

Lese-Tipp: Wie KI-Avatare im Lokalfernsehen die Nachrichten moderieren.

Lese-Tipp: KI-Modera­toren stehen beim Lokal­sender Studio 47 aus Duis­burg bereits vor der Kamera und präsentieren die Nachrichten, berichtet Nina Müller in der "FAZ". Für Chef­redakteur Sascha Devigne ist der "ver­antwortungs­volle, transparente und sorg­fältige Einsatz der KI die Ultima Ratio". Er sieht die Gefahr, dass die lokalen Medien ver­schwinden, wenn sie die Technik nicht nutzen.
faz.net (€)

Lese-Tipp: Wie ICQ heute noch immer die Internetkultur prägt.

Lese-Tipp: Am Mittwoch ist endgültig Schluss mit "Uh-oh!" – ICQ wird eingestellt. Der Instant-Messenger habe "die Art und Weise, wie sich Menschen online unterhalten" geprägt, schreibt "Süddeutsche"-Autorin Alexandra Ketterer. Gemeint sind vor allem Emojis, Nicknamen und Abkürzungen wie "cu" und "lol", die durch ICQ populär geworden seien. Mit dem Start von Facebook, das die "Freundesliste zum Prestigesymbol" machte, ging es für ICQ bergab.
sueddeutsche.de (€)

Lese-Tipp: Katrin Vernau ist die “Antipodin” zu den übrigen drei Bewerbern für die WDR-Intendanz.

Lese-Tipp: Das "Manager Magazin" porträtiert Katrin Vernau als "Antipodin" zu den übrigen drei männlichen Bewerbern um das Amt des WDR-Intendanten. Vernau scheue keinen Ärger, das habe sie als Interims-Intendantin des RBB bewiesen. "Der Zeit­druck beim RBB war größer, aber beim WDR werden die gleichen Fähig­keiten benötigt", zitiert das Blatt Vernau. Am Donners­tag soll die Ent­scheidung über die Nach­folge von Tom Buhrow fallen.
manager-magazin.de (€)

Lese-Tipp: Assange-Freilassung kommt mit einem Preis für die Pressefreiheit, glaubt Trevor Timm.

Lese-Tipp: Die Frei­lassung von Julian Assange und die Ein­stellung des Verfahrens gegen den Wikileaks-Gründer hat einen hohen Preis für die Presse­freiheit, glaubt Trevor Timm. Zwar könne sich die US-Justiz nicht auf einen Präzedenzfall berufen, Staatsanwälte könnten sich durch den Deal miss­liebigen Medien gegenüber aber ermutigt fühlen. Ein Lob für die Ein­stellung des Verfahrens, habe die Biden-Regierung nicht verdient, sie hätte das Ver­fahren schon vor drei Jahren ein­stellen können – ohne Schuld­ein­ge­ständnis.
theguardian.com

“taz”: Neuauflage von “STRG_F” überzeugt nur teilweise.

Recherche-Rück­blick: Der Neu­start der Funk-Reportage-Reihe "STRG_F" ist nur teil­weise gelungen, resümiert Joscha Frahm in der "taz". Während das vor einem halben Jahr in die Kritik geratene Investigativ-Format in Reporten über den Streit zwischen Bushido und Arafat und in dem Beitrag über Frontex auf Zuspitzungen und Skandalisierungen verzichte, stehe in einem Stück über Pädokriminalität der Skandal im Mittelpunkt. Sexualisierte Gewalt werde reproduziert, Experten kämen zu kurz.
taz.de

Lese-Tipp: Check24 schafft mit Gratis-Trikots Werbe-Coup zur EM.

Lese-Tipp: Dem Vergleichs­portal Check24 ist zur Fußball-EM ein Werbe-Coup gelungen, ohne überhaupt offizieller Sponsor zu sein. Für eine Registrierung in der App hat das Unternehmen mehr als 5 Mio kostenlose Fan-Trikots von Puma mit großem Check24-Logo in schwarz-rot-gold auf der Brust verschickt – und ist damit auf Fanmeilen omnipräsent. Inzwischen sind die Trikots vergriffen. Zugleich hat Check24 mit der Aktion zum Schnäppchen­preis Daten von mehr als 5 Mio neuen Kunden akquiriert.
wiwo.de

Lese-Tipp: Lego setzt auf organische Reichweite statt bezahlte Werbung.

Lese-Tipp: "Story­telling ist der Kern unserer Marketing­maß­nahmen, der Anker für ganz viele Marketing­storys", sagt Theresa Silbereisen, bei Lego verant­wortlich für das Marketing in der DACH-Region, im "W&V"-Inter­view. Der Klötzchen-Konzern setze im Marketing daher auf einen "Earned-First-Ansatz", also organisch durch Bericht­erstattung und Empfehlungen aufge­baute Reich­weite statt auf bezahlte Wer­bung. Bis zu Legos 100. Geburtstag 2032 soll das Port­folio "voll­ständig auf recycelten oder nach­haltigen Roh­stoffen" basieren.
wuv.de (€)

Lese-Tipp: Warum bei der “FAZ” in Sachen KI der Alltag eingekehrt ist.

Lese-Tipp: "journalist"-Autorin Kathi Preppner hört sich um, wie Redak­tionen mit KI umgehen. Bei der "FAZ" sei etwa "nach der großen Anfangseuphorie der Alltag mit KI eingekehrt", sagt "FAZ.net"-Redaktions­leiter Cai Tore Philippsen. Die Redaktion könne KI als Hilfe benutzen, generierte Texte oder Bilder schließt er mit Blick auf das Leser­vertrauen und die Qualität aber aus: "Es muss halt immer FAZ-ig sein, immer ein bisschen klüger. Wir wollen uns ja abheben von der breiten Masse der Internetbeiträge."
journalist.de

Lese-Tipp: “FAZ” veröffentlicht Bekenntnisse handysüchtiger Eltern.

Lese-Tipp: Eltern werfen ihren Kindern oft vor, zu viel Zeit am Smartphone zu verbringen, dabei sind auch viele Erwachsene handysüchtig. In der "FAZ" schildert eine Mutter, wie der nicht enden wollende Strom an Fotos und Videos auf Instagram ihr den Abend raubt, weshalb es statt des auf Instagram gefundenen Rezepts für Brokkoli mit Mozzarella doch nur Brot mit Käse gibt. Ein Vater berichtet, wie erst seine Frau und dann auch er selbst "immer tiefer in der Duolingo-Welt" versunken sind.
faz.net (€)

Lese-Tipp: Klaus Raab beklagt ritualisiertes Wahlfernsehen mit zu wenig Europa.

Lese-Tipp: Autor Klaus Raab beklagt mit Blick auf ARD und ZDF "arg berlinlastiges Wahlritualfernsehen" am Sonntagabend. Statt der "Ver­kündung und Deutung vor­nehmlich deutscher Ergebnisse" wünscht er sich, dass die Sender die Wahl "euro­päischer" denken. Hätte es "pro 'Vertrauens­frage' oder 'Neu­wahlen' einen Schnaps gegeben, der Abend hätte "wohl im Koma geendet".
spiegel.de (€)

Lese-Tipp: ZDF-Sportchef Yorck Polus will die politische Dimension des Sports nicht überbewerten.

Lese-Tipp: Sport hat "weder im negativen noch im positiven Sinn die Aufgabe, Politik zu machen", sagt ZDF-Sport­chef Yorck Polus im "Journalist"-Inter­view. Für ihn dürfen sich auch Medien­schaffende Deutschland als Europa­meister wünschen. In der Redaktion versuche man, "an gewöhnliche Menschen heranzu­rücken und ihre Sicht einzu­nehmen".
journalist.de

Lese-Tipp: Arne Semsrott rät zum vorsichtigen Umgang mit Politiker-Forderungen.

Lese-Tipp: Medien sollten Forderungen von Politikern nicht ohne Einordnung und Kontext aufgreifen, schreibt Arne Semsrott, Projekt­leiter von FragDenStaat, in seinem Buch Macht­übernahme, aus dem "Über­medien" ein Kapitel veröffentlicht. Am Beispiel von CDU-Politiker Jens Spahn verdeutlicht Semsrott, dass dessen Forderungen zur Migrations­politik eigentlich keinen Nachrichten­wert haben, da Spahn auf diesem Themen­feld weder Entscheidungs­macht noch Expertise habe.
uebermedien.de

Lese-Tipp: Warum “KI-Euphoriker” Jakob Vicari keine Angst vor KI im Journalismus hat.

Lese-Tipp: Tactile-News-Gründer Jakob Vicari schwärmt im "journalist"-Interview von KI im Journal­ismus. Prompten sei die "neue Superkraft" für Journal­isten. KI sieht er als "kreativen Sparrings­partner": Für die Entwicklung von Formaten für Jüngere setzt Vicari etwa ein Modell ein, "das sich verhält wie meine 15-jährige Tochter". Freie bräuchten sich nicht um Aufträge zu sorgen: Wenn jemand mit KI "viel schneller und akkurater Artikel schreiben" könne als andere, "dann habe ich einen Marktvorteil und werde auch in Zukunft gebucht werden".
journalist.de

Lese-Tipp: Thomas Gottschalk und Markus Söder sprechen übers Essen.

Lese-Tipp: Das Genuss-Magazin "Falstaff" lädt Entertainer Thomas Gottschalk und Bayerns Minister­präsidenten Markus Söder zum Doppel-Interview übers Essen. Söder kritisiert den Trend, "dass Ess­gewohn­heiten in richtig oder falsch unter­teilt werden". Ein Leben ohne Weißwürste, Schäufele und Leberkäse sei "zwar möglich, aus meiner fränkischen Sicht aber einfach nicht sinnvoll". Gottschalk erzählt, dass seine jüngere Partnerin öfter mal fleisch­los koche: "Damit kann ich gut und hoffentlich lange leben."
falstaff.com

Lese-Tipp: Deutsche Kochshows lassen zu wünschen übrig.

Lese-Tipp: "Deutsche Kochshows sind oft wie Zwiebelschneiden. Zum Heulen" findet Peer Schader bei DWDL. Vor allem in den "schnell hintereinander wegproduzierten Nachmittagsformaten" würden selbst hartgesottene Fernsehköche mittlerweile "erschöpft" wirken. Auch bei neuen Genre-Formaten wittert Schader Fast Food: Sie seien nicht "frisch angerichtet, sondern mit Fix-Produkten eilig zusammengerührt".
dwdl.de

Lese-Tipp: Immer mehr Journalisten werden mit Klagen überzogen.

Lese-Tipp: Immer mehr Journalisten werden mit Klagen von Politikern, Promis und Unternehmen überzogen, berichtet Sonja Peteranderl auf journalist.de. Die Strategie der Kläger bestehe darin, Reporter finanziell und psychisch ausbluten zu lassen und dadurch mundtot zu machen. Verschiedene Organisationen versuchen mittlerweile, betroffene Medienschaffende zu unterstützen.
journalist.de

Lese-Tipp: StoryMachine-CEO Philipp Jessen erklärt, warum ein Newsroom kein Raum ist.

Lese-Tipp: Story­Machine-CEO und Mit­gründer Philipp Jessen macht bei "Meedia" Erklär-PR in eigener Sache und sagt, dass Firmen-News­rooms oft an der Medien­realität vorbei kommunizieren. Wichtiger als ein Groß­raum­büro sei die Frage, wie Firmen "Agenda-Setter" der eigenen Geschichte würden. Für den Weg dahin gibt er elf Tipps, darunter, Ent­scheidungen auf Daten­basis statt auf Basis von Gefühlen zu treffen und Social Media zum Herzens­thema des CEOs zu machen.
meedia.de

Lese-Tipp: Disney+ betreibt mit disruptiver Kampagne “Markenselbstmord”, urteilt Nico Klink.

Lese-Tipp: Mit einer disruptiven Kampagne, die Disney+ als Streaming­dienst positioniert, der mehr als Familien­unterhaltung bietet, hat Disney "effektiven Marken­selbstmord" betrieben, urteilt Nico Klink, Marken­stratege der Agentur Radikant, im Gast­beitrag bei "Meedia". Disney genieße das Privileg, als "Safe Space" zu gelten, für den Kunden gerne auch mehr bezahlen. Der Versuch, auch Fans von Action, Sex und Gewalt anzulocken, leiste "der Dach­marke einen Bären­dienst" und mache Disney+ nur "aus­tausch­barer".
meedia.de

Lese-Tipp: Die “taz” als eine Art Ersatzfamilie.

Lese-Tipp: 2023 hat die "taz" für ihre Beschäft­igten eine "großzügige, sehr bürgerliche Grab­stelle" gepachtet – mit Platz für sieben Särge oder maximal 28 Urnen, schreibt der "Spiegel". Lange habe gegolten: Wer bei der "taz" arbeitet, "hat ohnehin keine Zeit für eine Familie und außerdem kein Geld dafür", erklärt Chefredakteurin Ulrike Winkelmann die ungewöhnliche Aktion. Mehrere Frauen hätten ihr Leben ihrem Beruf gewidmet und würden höchstwahrscheinlich ohne Nachkommen sterben, sagt sie.
spiegel.de (€)

Lese-Tipp: Wie Alexander Raue mit Fake-News und Horrorszenarien Geld verdient.

Lese-Tipp: Übermedien-Autor Mats Schönauer (Foto) knöpft sich den rechten YouTuber Alexander Raue alias "Vermie­ter­tagebuch" vor, der "quasi über Nacht" ein einfluss­reicher Politik-YouTuber wurde. Geschafft hat er das u.a. mit Videos, in denen er sich über "dieses ganze links-grüne Gesocks" auslässt – und sich vor allem auf Robert Habeck und Annalena Baerbock einschießt. Zudem spinne er aus Einzel­fällen, "die irgendwo auf der Welt passieren", ein "völlig über­triebenes Horror­szenario".
uebermedien.de (€)

Lese-Tipp: Günter Wallraff braucht Extremsituationen und meidet Partys.

Lese-Tipp: "Wenn ich ein übermächtiges Unrecht erkenne, kommt es vor, dass ich mich dem aussetze", sagt Investigativ-Urgestein Günter Wallraff im "SZ-Magazin" zu seiner Motivation, sich für Recherchen in unbequeme Situationen zu bringen. Im Gespräch mit Jan Stremmel erzählt Wallraff, er "brauche Extrem­situationen, um klarzukommen". Die Gefahr, "alles aufs Spiel zu setzen und dabei aufzufliegen, schärft meinen Blick". Größere Veranstaltungen dagegen sind ihm ein Gräuel: "Ich vermeide es, mehr als fünf Menschen auf einmal zu treffen."
sz-magazin.sueddeutsche.de (€)

Lese-Tipp: Sebastian Klein will entgegen des “Rendite-Imperativs” gemeinnützige Medien fördern.

Lese-Tipp: Der Mitgründer des Wissens-Startups Blinkist, Sebastian Klein, will 90 % seines Vermögens für gemein­nützige Zwecke aus­geben und mit seiner Karma Capital Group einen Fonds auflegen, der gemein­wohl­orientiert Medien fördert. Im "Blaupause"-Interview mit Sebastian Esser widerspricht Klein dem "Rendite-Imperativ": Dass Menschen, "die schon sehr reich sind, ihre Investments nur dort machen, wo die größte Rendite lockt", ergebe für ihn "keinen Sinn", sei "aber leider das gängige Denken". Statt­dessen glaubt er, "dass Geld vor allem dort investiert werden sollte, wo es gesell­schaftlich benötigt wird".
steadyhq.com

Lese-Tipp: Michael Friedman über Einsamkeit und Demokratie.

Lese-Tipp: Journalist Michel Friedman bezeichnet sich im Gespräch mit Jan Freitag als "trau­rigen, einsamen Menschen". Im Kampf um die Demo­kratie sei er "im hohen Alter moti­vierter denn je, diese Ausein­ander­setzung der Mehr­heit zu gewinnen". Er müsse sich "den Respekt, dass Menschen mir zuhören, immer wieder erschuf­ten".
journalist.de

Lese-Tipps zum Tag der Pressefreiheit.

Frei­heit, die wir meinen: Am Freitag, 3. Mai, ist Tag der Presse­freiheit. Einige Branchen-Prota­gonisten äußern sich schon heute zum Stand der Presse- und Meinungs­freiheit in Deutsch­land. Der DJV startet etwa eine Parteien-Umfrage, in deren Rahmen die Gewerk­schaft u.a. nach den Grenzen der Pressefreiheit fragt. AfD, Linke und BSW antworten nicht. Gewerkschaftschef Mika Beuster fragt provo­kativ: "Trägt für sie die Presse­freiheit einen kw-Vermerk?"
djv.de

Die DJU blickt auf die zunehm­enden Angriffe auf Medien­schaffende und fordert: "Bedrohung darf nicht zum Job­alltag werden." Gewerk­schafts-Chefin Tina Groll findet sogar lobende Worte für den Verleger­verband MVFP und dessen Kampagne #Presse­freiheit­Ist­Deine­Freiheit anläss­lich des 75. Grund­gesetz-Geburts­tags. Sie warnt aber auch vor "Lippen­bekennt­nissen" und sieht die Arbeit­geber "in einer ganz besonderen Verant­wortung".
dju.verdi.de

Die Digital-Lobby Bitkom legt eine Studie vor, wonach 91 % der über 1.000 Befragten "die Presse­freiheit als hohes Gut" sehen, "das es unbe­dingt zu schützen gilt". 86 % wünschen sich einen respekt­volleren Umgang bei Debatten im Internet.
bitkom.org

Lese-Tipp: Michael Kraske fühlt dem “rumorenden” MDR den Puls.

Lese-Tipp: "Es rumort innerhalb des MDR", konstatiert Michael Kraske in seinem Report, der tief in die interne Gemenge­lage um die Kürzungen, vor allem am Investi­gativen, einsteigt. Seit Antritt des nun schei­denden Programm­direktors Klaus Brinkbäumer sei eigent­lich ein Ausbau der Recherche-Struk­turen versprochen worden. Die Art seines Abgangs ärgere viele im Sender. Eine Redakteurin warnt, dass als Konse­quenz anste­hender Kürzungen künftig "mehr Fake News unwider­sprochen bleiben werden".
journalist.de, turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Die “NZZ” geht dem Mythos trinkender Autoren auf den Grund.

Lese-Tipp: "Wir möchten keinen Alkoholiker oder keine Alkoholikerin als Steuerberater oder beste Freundin haben, aber bei Künstlern sind wir nachsichtig": Frank Heer wirft in der "NZZ am Sonntag" einen kritischen Blick auf Schriftsteller, die sich nicht nur durch brillante Texte, sondern auch durch Standfestigkeit am Tresen auszeichneten. Die Gesellschaft habe deren Sucht oft mitgetragen: "Wir glauben, zu verstehen, dass sie den Rausch brauchen." Tatsächlich hätten die meisten Literatur-Genies nicht geschrieben, weil sie tranken, sondern obwohl sie tranken.
nzz.ch

Lese-Tipp: Das “Manager Magazin” über Firmenerben, die richtig anpacken.

Lese-Tipp: Für das "Manager Magazin" zählt Bertelsmann-Investments-Vorstand Carsten Coesfeld (Foto), 37, zu den "Anpackern" des Landes. Seit 2011 durchlaufe er Konzernstationen "im Eiltempo, Wunderheilungen inklusive". "Viele Erben packen trotz schwieriger Bedingungen jetzt richtig an in den Unternehmen ihrer Familien", beobachtet Uwe Rittmann, Leiter Familienunternehmen und Mittelstand bei PwC Deutschland.
manager-magazin.de (€)

Lese-Tipp: Nordrhein-westfälischer Philologenverband will “Beratung” für Abi-Zeitungen.

Lese-Tipp: Der nordrhein-westfälische Philologenverband macht sich für eine "Beratung" für Abi-Zeitungen stark, um Absolventen zu erklären, "was im Rahmen einer Schülerzeitung erlaubt sei und was nicht". Grund seien u.a. Schmähungen in dort abgedruckten Artikeln über Lehrkräfte. Medienrechtler sehen die mögliche Regulierung skeptisch: Auch Abi-Zeitungen unterlägen dem Presserecht und gelten als vom Grundgesetz besonders geschützt.
faz.net

Lese-Tipp: “Die staatliche Presseförderung gehört der Presse”, widerspricht Stefan Bergmann einer Idee von Sebastian Turner.

Lese-Tipp: Die Forderung von Table-Gründer Sebastian Turner, staatliche Subven­tionen statt in die Print-Zustellung lieber in Journalismus-Startups zu stecken, stößt bei Stefan Bergmann (Foto), Digitalchef des "Ostfriesischen Kurier", auf Widerstand. In seinem "Kress"-Gastbeitrag nennt er Turners Idee eine "Schnapsidee": "Sie würde alle pushen, die noch nicht gezeigt haben, dass sie es können, und denen vor den Kopf stoßen, die tagtäglich Millionen Menschen infor­mieren und Tausende Mitarbeitende ernähren." Turner widerspricht und fragt wiederum, warum es in Sprockhövel keine journalistischen Startups geben sollte.
kress.de, kress.de (Turner) turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Warum Dreiklänge vermieden werden sollten.

Lese-Tipp: Dreiklänge sollten in Texten unbedingt vermieden werden, schreibt die Journalistin Heike Faller. Schattier­ungen derselben Sache würden Leser nicht wahrnehmen: "Wir lesen nicht, ach schau her, der Florian nicht nur stolz, sondern auch super-aufgeregt, dass er jetzt diese neue Aufgabe bekommen hat." Ihr Tipp: Bei drei ähnlichen Adjektiven solle man das "merkwürdigste der drei" auswählen. Zudem mache ein "sehr" oder "zutiefst" vor dem Adjektiv, etwa "traurig", das Wort "nicht stärker, sondern schwächer".
texthacks.substack.com

Lese-Tipp: Der ESC ist für Imre Grimm ein “Fest des freund­lichen Entschlüsselns von Unterschieden”.

Lese-Tipp: Imre Grimm unter­sucht die histo­rische Verschränkung von Pop und Politik beim Euro­vision Song Contest – "diesem länder­über­grei­fenden Druck­ventil für Läster­reflexe und National­klischees". Der Wett­bewerb sei als "als hoch­poli­tisches Friedens­projekt erfunden" worden, um Länder ins Gespräch zu bringen. Für Grimm ist es "ein Fest des freund­lichen Entschlüs­selns von Unter­schieden".
rnd.de

Lese-Tipp: Die “taz” blickt zur “Midlife-Crisis” auf sich selbst.

Lese-Tipp: Die "taz" fragt sich anlässlich ihres 45. Geburts­tags selbst, wie es um sie steht. Dass die "taz" früher radikaler gewesen sei, hält Lukas Wallraff, Seite-1-Gestalter, für einen "Mythos". Die Journalistin Barbara Dribbusch meint, die Zeitung müsse mehr mit AfD-Wählern reden. Und Politik-Redakteur Erik Peter findet, dass nicht mehr alle "taz"-Autoren ein "klares linkes Selbst­verständnis" hätten, sondern "eher im Bürgerlichen angekommen" seien.
taz.de

Lese-Tipp: Radiozentrale will ungenutzte Potentiale von Audio in der Markenkommunikation zeigen.

Lese-Tipp: Mit dem White­paper "Audio-Kreation neu denken" will die Radio­zentrale unge­nutzte Potentiale von Audio in der Marken­kommunikation zeigen. Dafür gibt das Papier von Philipp Feit von der Agentur German Wahnsinn sieben Insights und Handlungs­empfehlungen von Game Audio bis zum Einsatz von KI in der Musik­produktion. Zudem stellt Feit die aktuellen Möglich­keiten von Voice-KIs ausführlich dar.
radiozentrale.de (16-Seiten-PDF, nach E-Mail-Anmeldung frei)

Lese-Tipp: Warum die Podcast-Euphorie und die Zeit der Experimente vorbei ist.

Lese-Tipp: "Die große Experimentier­phase ist jetzt vorbei", analysiert Audible-Produzentin Elisabeth Rank den Podcast-Markt im "journalist". 2023 sei eine Konsoli­dierung eingetreten, Publisher würden ihre Veröffent­lichungen inzwischen "strategischer angehen" und auf langfristige Profitabilität achten. Digital-Experte Nic Newman sagt zudem eine Entwicklung von "traditionell kosten­losen" Podcasts hin zu "Premium und gemischten Modellen" voraus.
journalist.de

Lese-Tipp: Anja Rützel schlägt “Schlag den Star” mit Elton vs. Opdi vor.

Lese-Tipp: Anja Rützel sieht eine "verpasste Gelegenheit" darin, dass Elton keine Abschieds­ausgabe von "Schlag den Star" bekommt. Er hätte "wunderbar gegen Matthias Opdenhövel antreten" können, moderiert hätte Steven Gätjen. Eltons Empörungs-Post habe eine Leiden­schaft gehabt, die "bei seinen Moderationen nicht immer zu spüren war".
spiegel.de (€)