Lese-Tipp: Bazon Brock widerspricht Matthias Horx bei den Corona-Zukunftsvisionen.

Lese-Tipp: Wissen schützt nicht vor Dummheit, schreibt Kunsttheoretiker Bazon Brock (Foto) in einem "Welt"-Essay über vermeintliche Zukunftsvisionen für die Zeit nach der Corona-Krise. Zukunftsforscher Matthias Horx prophezeit u.a. die Abkehr von der bisherigen Globalisierung. Hinter solchen Aussagen steckten laut Brock oft Ideologie und die enttäuschende Erkenntnis, dass "eine kleinste Mutation" auch die selbst ernannte Elite der Welt dominiere.
welt.de (Paid)

Aus dem turi2.tv-Achiv: Wie sieht die Welt nach Corona aus, Matthias Horx? (Archiv März 2020)

Lese-Tipp: Adidas-Chef Kasper Rorsted über Corona-Kommunikation.

Lese-Tipp: Uwe Ritzer porträtiert Adidas-Chef Kasper Rorsted, 58, der in Herzogenaurach arbeitet wie "in einem Geisterhaus" und das Krisenmanagement von Markus Söder als "sehr strukturiert und strategisch" lobt. Rorsted wünscht sich aber einen bundesweit einheitlichen Kurs. Auch große Firmen bräuchten Staatshilfen, Adidas werde allein in China von Januar bis März 2020 eine Mrd Euro Umsatz verlieren. Die finanziellen Auswirkungen der EM- und Olympia-Absagen seien "eher gering".
sueddeutsche.de (Paid)

Lese-Tipp: Freischreiber gibt Freelancern Tipps für die berufliche Corona-Krise.

Lese-Tipp: Freischreiber, Berufsverband freier Journalist*innen, gibt Freelancern Tipps für die berufliche Corona-Krise. Freie Journalist*innen können zum Beispiel bei der KSK online die Stundung der Beiträge beantragen. Freischreiber listet zudem geplante Förderprogramme der Bundesländer auf, die Bedingungen für Bürgschaften seien aber "oft reichlich vage".
freienbibel.de

Lese-Tipp: Bernhard Pörksen und Frank Behrendt bewerten Angela Merkels TV-Ansprache positiv.

Lese-Tipps: Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen empfindet Angela Merkels Krisen-Rede auf Zeit Online als "Meisterleistung". Der Kanzlerin sei, über "den Umweg einer ungewohnt persönlichen Ansprache", genau dieses "Kunststück einer dilemmabewussten Krisenkommunikation" gelungen. Auch Frank Behrendt sei "berührt" gewesen, schreibt er auf horizont.net. Er stellt die Frage, ob "eine künftige Kanzlerin oder ein künftiger Kanzler" nicht grundsätzlich "viel öfter mit allen Menschen im Land kommunizieren" sollte.
zeit.de, horizont.net

Lese-Tipp: Christian Drosten ist der “Corona-Aufklärer der Nation”.

Lese-Tipp: Carolin Gasteiger porträtiert Professor Christian Drosten, 48, Leiter des Instituts für Virologie an der Berliner Charité, als "Corona-Aufklärer der Nation". Drosten sitzt in der Bundespressekonferenz, spricht in der "Tagesschau" und im NDR-Podcast Das Coronavirus Update. Er entdeckte 2003 als Nachwuchs-Wissenschaftler das Sars-Virus mit und entwickelte einen passenden Test, was ihm ein Bundesverdienstkreuz einbrachte. Drosten zeichne seine selbstkritische Transparenz und Kompetenz aus, ruhig und verständlich zu erklären, sowie, dass er Erkenntnisse umgehend an die Öffentlichkeit gibt.
sueddeutsche.de

Lese-Tipp: Klaus Boldt analysiert die internen Probleme bei ProSiebenSat.1.

Lese-Tipp: Klaus Boldt schreibt in der "Welt am Sonntag", die Probleme bei ProSiebenSat.1 seien großteils hausgemacht – über Chef Max Conze sagten Mitarbeiter, er besäße "weder Takt- noch Feingefühl" – weshalb alle Führungskräfte davonliefen –, arbeite sich nicht genug in die Fernsehwelt ein und patze ständig, etwa bei Verhandlungen mit Filmstudios. P7S1 sei "leichte Beute," es drohe die Zerschlagung, auch, weil die Einzelteile "weitaus wertvoller" seien als der Konzern.
welt.de (Paid)

Lese-Tipp: “Tagesspiegel” arbeitet nach einem Corona-Virus-Fall in Notbesetzung.

Lese-Tipp: Ein Infizierter mit dem neuartigen Corona-Virus beim "Tagesspiegel" stellt den Redaktionsalltag auf die Probe, berichtet Maris Hubschmid über die Ausnahmesituation bei der Berliner Tageszeitung. Die Flure im Verlag sind leer, die Kantine ist geschlossen - doch auch das Berliner Gesundheitsamt ist für die Redaktion kaum zu erreichen.
tagesspiegel.de

Lese-Tipp: Rechtspopulisten führen Kampagne gegen ARD und ZDF.

Lese-Tipp: Rechtskonservative und die Identitäre Bewegung führen seit Jahren eine Kampagne gegen die öffentlich-rechtlichen Sender, schreibt Felix Huesmann. Sie weigern sich, "Zwangsgebühren" zu zahlen und sorgen mit Datenschutzanfragen für bürokratischen Aufwand bei ARD und ZDF. Im Kampf gegen den "Staatsfunk" unterstützt sie der Anwalt Joachim Steinhöfel.
buzzfeed.com

Lese-Tipp: Die “Welt” besucht die Neu-Politikerin Patricia Riekel.

Lese-Tipp: Patricia Riekel will für die FDP in den Münchner Stadtrat. Frédéric Schwilden und Susanne Höb besuchen die ehemalige Chefredakteurin der "Bunten" und sprechen mit ihr über Wahlkampf, Mode und Geld. Der Umstieg von der wichtigen Chefredakteurin zur Politikerin, die am Infostand Leute überzeugen will, sei für sie eine "Stunde null" gewesen.
welt.de (Paid)

Aus dem Archiv: Patricia Riekel beantwortet 2016 den Video-Fragebogen von turi2.tv:

US-Wahlkampf: Bloomberg hinterlässt Biden eine geheime Datenwaffe.

Lese-Tipp: Joe Biden kann im Kampf gegen Bernie Sanders – und später auch gegen Trump – eine geheime Datenwaffe namens Hawkfish nutzen, schreibt Gabor Steingart. Er fasst zusammen, was bekannt ist über die Denkfabrik, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, im US-Wahlkampf mit Daten "für demokratische Kandidaten, gute Zwecke und vernünftige Lösungen" zu kämpfen.
gaborsteingart.com

Lese-Tipp: “Spiegel”-Redaktion spürt einen gesellschaftlichen Auftrag.

Lese-Tipp: Der "Spiegel" will im digitalen Zeitalter "systematisch, agil und disziplinär" arbeiten, schreiben Stefan Ottlitz, Leiter Produktentwicklung, sowie Christina Elmer und Matthias Streitz aus der Entwicklungsredaktion, in einem "Journalist"-Gastbeitrag. Die Redaktion spüre "einen gesellschaftlichen Auftrag" und wolle eine "gute Bühne" für den Journalismus bieten.
"Journalist" 3/2020, S. 56-60 (Paid)

Lese-Tipp: Social-Media-Aktivität der Regierung könnte verfassungswidrig sein.

Lese-Tipp: Die Bundesregierung postet über Facebook, Instagram und YouTube vermehrt "ihre Weltsicht", beobachtet die "Welt am Sonntag". Einige Juristen stufen diese Öffentlichkeitsarbeit als verfassungswidrig ein. Die Sparmaßnahmen bei Medien machten dieses "demokratische Problem" größer.
"Welt am Sonntag", S. 2-3 (Paid)

Lese-Tipp: “Süddeutsche Zeitung” gibt Tipps gegen die Smartphone-Sucht.

Lese-Tipp: Autorin Catherine Price rät im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung", bewusster zu entscheiden, "wann und wie man sein Handy nutzt". Feeds seien so aufgebaut, dass Menschen immer weiter scrollen. "Es liegt in der menschlichen Natur, dass wir Dinge zu Ende bringen wollen. Aber diese Feeds haben kein Ende", warnt Price.
"Süddeutsche Zeitung", S. 22 (Paid)

Lese-Tipp: Dirk von Gehlen über Newsletter als eigenständiges Medium.

Lese-Tipp: Newsletter mausern sich zum monetarisierbaren Angebot für Journalismus, schreibt Dirk von Gehlen, Innovations-Chef der "Süddeutschen". Sie seien nicht mehr nur "verlängerte Marketingmaßnahme oder Digitalverstärker für davon unabhängigen Inhalt". Auf briefingbriefing.de startet Gehlen eine Seite über Newsletter.
dirkvongehlen.de

Lese-Tipp: “Welt am Sonntag” beleuchtet die “teuerste Maus der Welt”.

Lese-Tipp: Die öffentlich-rechtlichen Sender brauchen mehr "Empfängerbewusstsein", schreibt die "Welt am Sonntag" in einer mehrseitigen Titelgeschichte über die geplante Erhöhung der Rundfunkgebühr. Laut Staatsrechtler hätten die Länder, die der Erhöhung zustimmen müssen, nur die "Rolle der Abnicker" für die "teuerste Maus der Welt". Die "Strukturdebatten" innerhalb der Anstalten hätten keine Folgen.
"Welt am Sonntag", S. 15-18 (Paid)

Lese-Tipp: Trolle machen Stimmung gegen ARD und ZDF, beobachtet der “Spiegel”.

Lese-Tipp: Die Gegner von ARD und ZDF "sitzen längst im Bürgertum", schreibt der "Spiegel" über eine Allianz aus rechten Trollen und vermehrt bürgerlichen Parteien, die öffentlich gegen die öffentlich-rechtlichen Sender wettern. Darunter auch eine YouTuberin, die zum Boykott der Rundfunkgebühr aufruft. Die Kritik am Programm sei nicht neu, doch die "Umweltsau"-Debatte habe "etwas aus dem Gleichgewicht" gebracht.
"Spiegel" 9/2020, S. 70-73 (Paid)

Lese-Tipp: Jens Koenen analysiert Missmanagement bei Heideldruck.

Lese-Tipp: Ulrich Hermann nimmt bei Heideldruck den Hut, weil Missmanagement seinen Plan, Druckleistung zu vertreiben statt Maschinen zu verkaufen, unmöglich macht, analysiert Jens Koenen. Hermann habe "von ganz oben eine Eisenkugel ans Bein gebunden bekommen", hört Koenen. Sein Abgang sei deshalb nicht nur eine Personalie, sondern ein Beleg dafür, dass sich Heideldruck durch interne Machtkämpfe und Uneinigkeit über die Strategie geschadet habe und sich "selbst zerbröselt".
handelsblatt.com, turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Ulrike Simon analysiert Augsteins Gespräch mit den Friedrichs.

Lese-Tipp: Ulrike Simon analysiert das Gespräch des Verleger-Ehepaars Friedrich mit Jakob Augstein – beide antworteten "wahlweise gar nicht, trotzig oder ausweichend" auf die Fragen des "Freitag"-Verlegers. Sie erweckten den Eindruck, Journalisten seien respektlos, empathiefrei und unfair. Davon abgesehen sei es schwer gewesen, den Thesen der Friedrichs zu folgen, so Simon – der rote Faden des Gesprächs sei "die Opferrolle, die sich das Paar zuschreibt, um dieselbe umgehend zu dementieren" gewesen.
horizont.net, radioseins.de (Teil-Aufzeichnung des Gesprächs)

Lese-Tipp: Schweizer Startup will Taxi-Verkehr in Städten um 90 % senken.

Lese-Tipp: Die Schweizerin Anne Mellano will den Fahrvermittler-Markt mit ihrem Startup Bestmile revolutionieren. Weil Uber, Lyft und Co ihre Fahrer nicht fest anstellen, fahren sie unkoordiniert, der Verkehr wird chaotisch. Bestmile arbeitet nur mit Festangestellten und hat in einer Simulation berechnet, dass sich die Zahl der nötigen Taxis an einem Tag in Chicago dadurch von den tatsächlichen 20.000 auf 2.000 senken ließe.
sueddeutsche.de

Lese-Tipp: “Süddeutsche Zeitung” über Pressefreiheit in Ungarn, Frankreich und Co.

Lese-Tipp: Autor*innen der "Süddeutschen Zeitung" schreiben über das schwierige Verhältnis von Politik und Presse. Ungarn etwa sei ein Extremfall, Russland bedrohlich. In Großbritannien eifere Johnson Trump nach, in Frankreich schwanke Macron zwischen "überheblichem Wegschauen und versuchter Anbiederung".
sueddeutsche.de

Lese-Tipp: Für Bastian Pastewka altert eine Komödie schlechter als ein Drama.

Lese-Tipp: Humor ist immer Schwankungen unterworfen, sagt Bastian Pastewka im "FAS"-Interview. Eine gute Komödie altere schlechter als ein gutes Drama. "Ich kümmere mich gerade nicht um dich, sondern ich erzähle meine Geschichte", sieht Pastewska als eine Definition für gutes Fernsehen. Boulevard oder auch das öffentlich-rechtliche Nachmittagsprogramm sei "ganz sicher nicht" für ihn gemacht.
"FAS", S. 39 (Paid)

Lese-Tipp: Hans-Bredow-Instiut erforscht Facebooks Kommunikationsregeln.

Facebook-LogoLese-Tipp: Forscher des Hans-Bredow-Instiuts beleuchten, wie Facebook seine Community-Standards entwickelt. Anders als kritisiert sei der Prozess keine Black Box, die der Willkür unterliegt. Facebook versuche, "die staatliche Ordnung zu imitieren". Die Forscher empfehlen für das Prüfen von Fake News u.a. Fachleute mit nichtwestlichen Hintergründen.
"FAZ", S. 13 (Paid), lifepr.de

Lese-Tipp: Amazon ist bei Empfehlungssiegeln nicht immer objektiv.

Lese-Tipp: Die Empfehlungssiegel bei Amazon für die vermeintlich besten Produkte werden von einem Algorithmus vergeben, erklärt Michael Gassmann in der "Welt". Die Auswahl sei nicht unbedingt günstiger oder besser, stattdessen sind es Produkte, die dem Nutzer mutmaßlich gefallen. Der Algorithmus berücksichtigt u.a. Verfügbarkeiten, aber auch Kundenrezensionen.
"Die Welt", S. 14 (Paid)

Lese-Tipp: “SZ Magazin” interviewt “Lindenstraße”-Mitwirkende zum Serien-Aus.

Lese-Tipp: Das "SZ Magazin" trifft "Lindenstraße"-Schauspieler*innen und -Mitwirkende in der Serien-Kneipe "Akropolis". U.a. erzählt Casting Director Horst Scheel, dass der "Spiegel" die von ihm ausgesuchten Schauspieler auf dem Kieker hatte, WDR-Redakteur Götz Schmedes, wie er die Nachricht vom Serien-Aus überbracht hat und dass auch er den genauen Grund nicht kenne. Regisseur Hans W. Geißendörfer kämpft mit den Tränen und sagt, die Produktionskosten hätte er nicht nach unten drücken können und dass die Serie "auf der Höhe der Zeit" gewesen sei.
sz-magazin.sueddeutsche.de (Paid)

Lese-Tipp: Influencer Justin Fuchs inszeniert seine eigene Modemarke.

Lese-Tipp: Influencer Justin Fuchs gründete für seine über 1,3 Mio Follower eine erfolgreiche Modemarke, beobachtet OMR. Jede Kollektion kommt an einem bestimmten Tag zu einer bestimmten Zeit auf den Markt und ist meist innerhalb weniger Minuten vergriffen. Diese Knappheit erzeugt wiederum einen Hype in den sozialen Netzwerken. Dazu interagiert der YouTuber stark mit seinen Followern.
omr.com

Lese-Tipp: “NYT” über Clearview, eine dystopische Gesichtserkennungs-App.

Lese-Tipp: Die Gesichtserkennungs-App Clearview könnte die Privatsphäre, wie wir sie kennen, auf dystopische Art beenden, schreibt Kashmir Hill. Nutzer fotografieren eine Person, die App spuckt öffentliche Fotos von ihr aus, zusammen mit Links zu den Plattformen, wo sie veröffentlicht wurden. Die KI dahinter zapft dafür u.a. Facebook, YouTube, Venmo und Mio andere Websites an und gehe weit über alles hinaus, was jemals von einer Regierung oder im Silicon Valley entwickelt wurde. Laut Clearview haben 2019 mehr als 600 Strafverfolgungsbehörden die App verwendet, das Unternehmen hat sie auch an Sicherheitsfirmen lizenziert – ob das legal ist, dürfe stark angezweifelt werden.
nytimes.com

Lese-Tipp: Die Weisheit der Vielen setzt sich bei Wikipedia nicht immer durch.

Lese-Tipp: Wikipedia-Inhalte sind nicht immer neutral, beobachtet die "Welt am Sonntag". Viele Einträge seien manipuliert, beispielsweise von Aktivisten oder auch Staaten, um Meinungen zu beeinflussen. Die Weisheit der Vielen als Kontrollsystem funktioniere nicht immer, einige Administratoren missbrauchten bei umstrittenen Artikeländerungen ihr Veto-Recht.
"Welt am Sonntag", S. 15-18 (Paid)

Lese-Tipp: Pressemitteilungen von Politikern finden im Netz keinen Zuspruch.

Lese-Tipp: Politiker müssen begreifen, dass Social Media nur ein anderer politischer Raum ist, um Botschaften zu übermitteln, sagt Influencerin Lilly Blaudszun, die für die SPD twittert, in der "Bild". Dazu gehörten auch private Einblicke von Politikern. Theresa Hein (Foto), die für die CDU twittert, betont, dass Politiker authentisch bleiben müssen, Pressemitteilungen zu reproduzieren führe im Netz zu keinem Erfolg.
bild.de (Paid)

Lese-Tipp: Nico Rosberg spricht über seinen Job bei “Die Höhle der Löwen”.

Lese-Tipp: Nico Rosberg hat "konsequente Analysen" schon "bei 300 Stundenkilometer" hinbekommen, sagt der Ex-Rennfahrer in der "Bild am Sonntag". Rosberg suche als Juror bei "Die Höhle der Löwen" insbesondere "nachhaltige Lösungen und Technologien". Die Löwen sollen in der Gründer-Show rund 5.000 Euro Tagesgage bei bis zu 20 Drehtagen erhalten.
"Bild am Sonntag", S. 38 (Paid), turi2.de (Background)

Lese-Tipp: “manager magazin” disst Gabor Steingart.

Lese-Tipp: Die "Spiegel"-Tochter "manager magazin" nimmt den Fehdehandschuh auf, den Gabor Steingart ihr hingeworfen hat und berichtet in einem meinungsstarken, aber faktenschwachen Stück über Steingarts neue Firma Media Pioneer. Autor Philipp Alvares de Souza Soares geißelt "Steingarts großspurige Selbstdarstellung" und wirft ihm vor, er habe zu "Handelsblatt"-Zeiten manchen unsauberen Deal mit der Industrie gemacht - allerdings bringt das "manager magazin" keinen einzige Zeugen dafür bei.
manager-magazin.de (Paid)

Lese-Tipp: Ralf Heimann erklärt Heuristiken von Journalisten.

Lese-Tipp: Ralf Heimann schreibt eine Bildblog-Serie über Fehler, die Journalisten machen. Etwa, Heuristiken zu nutzen: Wenn Infos fehlen, um eine Situation anhand Fakten einzuschätzen, und sie deshalb raten – und dabei Wahrscheinlichkeiten falsch einschätzen, sich von ihren Erinnerungen in die Irre führen lassen oder den Einfluss des Unsichtbaren unterschätzen.
bildblog.de

Lese-Tipp: Maria und Josef suchen beim “Supertalent” eine Bleibe.

Lese-Tipp: Comedy-Autor Lorenz Meyer schreibt bei Übermedien die Weihnachtsgeschichte um und fantasiert, wie es Maria und Josef im heutigen Showgeschäft ergehen könnte: Sie suchen eine Bleibe, finden zunächst aber nur in einem Kölner TV-Studio Unterschlupf. Dort treffen sie auf "Supertalent"-Juror Dieter Bohlen, der ihre heilige Botschaft nicht in den Recall schickt.
uebermedien.de

Lese-Tipp: Die “Welt am Sonntag” analysiert Böhmermanns Aktionen juristisch.

Lese-Tipp: Die "Welt am Sonntag" unterzieht den Satire-Aktionen von Jan Böhmermann wie dem Erdogan-Gedicht oder dem Varoufakis-Finger anlässlich Böhmermanns ZDFneo-Abschied einer juristischen Prüfung. Tobias Gostomzyk, Professor für Medienrecht, stuft u.a. die Veröffentlichung der Gutachten zu den Hohenzollern als "rechtlich riskant" ein.
"Welt am Sonntag", S. 56 (Paid)

Lese-Tipp: Was Regierungssprecher Steffen Seibert zur Geburt von Jesus sagen würde.

Lese-Tipp: Comedy-Autor Lorenz Meyer malt sich im Übermedien-Adventskalender aus, was Regierungssprecher Steffen Seibert (Foto) wohl zur Geburt von Jesus sagen würde. Im Wesentlichen das Gleiche, was Seibert sonst in der Bundespressekonferenz sagt: "Können wir weder bestätigen, noch dementieren", "Auf hypothetische Fragen antworte ich nicht", "Unsere Positionen sind Ihnen bekannt". Jeden Tag erzählt Meyer die Weihnachtsgeschichte aus Sicht einer anderen Medienpersönlichkeit.
uebermedien.de

Lese-Tipp: Die “Süddeutsche Zeitung” erklärt den neuen Medienstaatsvertrag.

Lese-Tipp: Die "Süddeutsche Zeitung" beantwortet die wichtigsten Fragen zum Medienstaatsvertrag, der von der Ministerpräsidentenkonferenz am Donnerstag als moderne Version des Rundfunkstaatsvertrags beschlossen werden soll. Künftig sind darin neben dem dualen Rundfunksystem auch Regelungen für YouTuber zu finden. Das Gesetz muss spätestens im Herbst 2020 gelten, um die EU-Richtlinie rechtzeitig zu erfüllen.
sueddeutsche.de

Lese-Tipp: Reese Witherspoon baut mit ihrer Produktionsfirma ein Medienimperium auf.

Lese-Tipp: Das Gegenteil von Patriarchat sei Qualität, erfährt Torsten Zarges beim Besuch von Reese Witherspoons Produktionsfirma Hello Sunshine in Santa Monica. Das Medienimperium arbeitet u.a. mit Hulu, HBO und Amazon für TV-Produktionen wie "The Morning Show" oder "Big Little Lies". Der zum Unternehmen gehörende Buchclub katapultiere die Verkaufszahlen empfohlener Bücher um rund 700 % über den Marktdurchschnitt.
dwdl.de

Lese-Tipp: Politico verpflichtet Jean-Claude Juncker als Gastautor für den Newsletter Brussels Playbook.

Lese-Tipp: Jean-Claude Juncker, scheidender EU-Kommissions­präsident, übernimmt an seinem letzten Arbeitstag als Gastautor den Politico-Newsletter Brussels Playbook. Darin verabschiedet sich Juncker mit Blick auf seine Amtszeit und benennt u.a. Herausforderungen, Höhepunkte und verpasste Gelegenheiten. Er bezeichnet seinen Gastauftritt als "angemessene Möglichkeit", sich von Brüssels Presse zu verabschieden.
politico.eu, axelspringer.com

Lese-Tipp: Michael Bloomberg muss sich anders als Trump der Realität stellen.

Lese-Tipp: US-Medienunternehmer Michael Bloomberg wird es als Präsident­schafts­kandidat gegen Donald Trump nicht leicht haben, schreiben Hubert Wetzel und Christian Zaschke. Während Trump inzwischen tun und lassen könne, was er will, werde jeder andere Kandidat, somit auch Bloomberg, an der Realität gemessen. Seine Bewerbung erwecke den "Eindruck von Panik", unklar sei, wer außer Bloomberg eigentlich noch glaube, dass Bloomberg kandidieren müsse.
"Süddeutsche Zeitung", S. 3 (Paid)

Lese-Tipp: Trivago-Chef Rolf Schrömgens trifft wichtige Entscheidungen ungern selbst.

Lese-Tipp: Rolf Schrömgens, 43, hat die Hotel-Vergleichsplattform Trivago gegründet und zu einem der wenigen deutschen Einhörner aufgebaut, Reise-Riese Expedia hält heute 60 %. Ende 2019 gibt Schrömgens das Führungszepter ab. Caspar Busse porträtiert ihn in der "Süddeutschen" als Menschen, der versucht, so wenig wichtige Entscheidungen wie möglich selbst zu treffen, sondern diese zu delegieren. Für strikte Hierarchien sei die Welt heute zu komplex. Seinen Nachfolgern will Schrömgens volle Freiheit lassen.
"Süddeutsche Zeitung", S. 16 (Paid)

Lese-Tipp: Haribo stuft zuckerreduzierte Fruchtgummis zum Nischenprodukt zurück.

Lese-Tipp: Haribo-Deutschlandchef Andreas Patz und Marketing-Chef Holger Lackhoff kritisieren im "Handelsblatt"-Interview die Entscheidung ihrer Vorgänger, zuckerreduzierte Fruchtgummis mit viel Werbebudget prominent zu platzieren. Haribo habe seine Kunden damit "irritiert", auf Erstkäufe folgten kaum Wiederkäufe. Als Marktführer brauche der Konzern zuckerreduzierte Produkte zwar für die Nische, profitable Klassiker verdrängen dürften sie aber nicht. Auch auf tierische Gelatine will Haribo bewusst nicht verzichten.
"Handelsblatt", S. 18/19 (Paid)

Lese-Tipp: Thomas Werres prangert “Schattenspiele der Spindoktoren” an.

Lese-Tipp: Redakteur Thomas Werres prangert im aktuellen manager magazin auf sechs Seiten "Schattenspiele der Spindoktoren" an. Auf Vorstands-PR spezialisierte Agenturen und Berater hätten ein "Gewerbe im Graubereich" geschaffen - mit "stattlichen Kosten" bei Tagespauschalen bis 8.000 Euro. Die "Einflüstererbranche" habe ihr Klientel "regelrecht süchtig" nach ihren Diensten gemacht - am Ende entstünde weniger statt mehr Transparenz. Bei Thyssenkrupp hätten zuletzt die drei konkurrierenden Agenturen Gauly Advisors, CNC und Hering Schuppener für eine kommunikative "Kakofonie" gesorgt.
manager magazin, 12/2019, S. 56-62 (Paid)

Lese-Tipp: Griechischer Straßenkiosk “Periptero” ist in der Existenzkrise.

Lese-Tipp: Griechische Straßenkioske sind mehr als nur Verkaufsort von Waren aller Art, zu fast jeder Zeit, schreibt Richard Fraunberger in der "FAZ". Das Periptero ist Nachbarschaftstreff, Umschlagplatz für Klatsch und Lokalnews sowie Teil der Sozialpolitik. Doch die anhaltende Krise im Land und die Erhöhung der Tabaksteuer bedrohen die griechische Institution. Allein im Zentrum Athens stehen inzwischen 300 Kioske leer.
"FAZ", S. 29 (Paid)

Lese-Tipp: “Berliner Zeitung”-Herausgeber Michael Maier warnt vor Vorverurteilungen.

Lese-Tipp: Michael Maier, Herausgeber der "Berliner Zeitung", warnt im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" nach der Stasi-Enthüllung über Verleger Holger Friedrich vor einer Vorverurteilung. Es sei "verstörend, wie weit die Schatten der Vergangenheit in eine Gegenwart reichen".
"Süddeutsche Zeitung", S. 23 (Paid)