Lese-Tipp: Metaversum endet nicht bei einem Internet+.

Lese-Tipp: Metaversum ist das neue Lieblingswort der Technik-Branche, schreibt Eike Kühl bei Zeit Online. Dabei gehe es nicht um einen virtuellen Raum, sondern ein Rahmenwerk für ein extrem vernetztes Leben. Das Metaversum habe keinen Log-in und kein Log-out, sondern soll praktisch überall dort sein, wo es Strom und vernetzte Geräte gibt. Die Vorstellungskraft davon ende für viele Menschen jedoch bei einem Internet+, weil "uns schlicht noch die Werkzeuge fehlen, die das Metaversum eines Tages ausmachen sollen".
zeit.de

Lese-Tipp: Tobias Haberl plädiert für eine obligatorische Sterbebegleitung.

Lese-Tipp: "Unnatürlich ist nicht der Tod, sondern unsere Furcht vor ihm", schreibt Tobias Haberl in der "Süddeutschen Zeitung". Es sei "nicht nur feige und würdelos, sondern auch ungesund", das Thema zu vermeiden. Er schlägt eine "obligatorische Sterbe­begleitung" vor und glaubt, dass die Gesellschaft dadurch "solidarischer und krisen­fester" würde.
sz-magazin.sueddeutsche.de

Lese-Tipp: Barbara Schöneberger ist aus dem TV-Alltag nicht mehr wegzudenken.

Lese-Tipp: Die designierte "Verstehen Sie Spaß?"-Moderatorin Barbara Schöneberger ist aus dem deutschen TV-Alltag nicht mehr wegzudenken, schreibt Marlene Knobloch. Als "Bundes-Barbara" stille sie "die Sehnsucht nach dem guten alten Entertainment" – einer Art Fernsehen "die man fast vergessen hat". Kritikerinnen fänden sie allerhöchstens "nervig", niemand könne ihr vorwerfen "aktivistisch" oder gar "staatsgefährdend" zu sein.
sueddeutsche.de (Paid), turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Melisa Erkurt wünscht sich mehr Menschen mit Migrationshintergrund in den Medien.

Lese-Tipp: Die Gründerin von Die Chefredaktion, Melisa Erkurt, erklärt im Interview mit dem Magazin "Journalist", warum Menschen mit Migrationshintergrund es immer noch schwer haben, in der Medienwelt Fuß zu fassen. Die etablierten Medien würden sich zu wenig bemühen und Stellen oft intern besetzen. Sie vermisst Kampagnen, in denen es explizit heißt: "Menschen mit Migrationsgeschichte bevorzugt."
journalist.de

Lese-Tipp: Die “Wiwo” knöpft sich Unternehmer und Medienkritiker Christoph Gerlinger vor.

Lese-Tipp: Melanie Bergermann nimmt in der "Wirtschaftswoche" den Unternehmer Christoph Gerlinger unter die Lupe. Gerlinger hatte jüngst kritisiert, dass die deutsche Presse zu kritisch mit Start-ups umgeht und ein Mitspracherecht bei der Börsen-Berichterstattung gefordert, allgemein beklagt er eine "typisch deutsche Miesepeterei". Dabei böte gerade seine börsennotierte Firma "genug Gründe für eine kritische Betrachtung", u.a. weil die "Interessen von Managern und Aktionären so weit auseinanderdriften".
wiwo.de (Paid), turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Die “FAZ” beleuchtet den wiederkehrenden Tourismus auf Island.

Lese-Tipp: Die Finanzkrise 2008 und der Ausbruch des Vulkans Eyjafjallajökull 2010 waren eine kostenlose Werbekampagne für Island, erzählt ein Einheimischer der Journalistin Celina Plag für die "FAZ". Das Land zählte 2010 nur 460.000 Touristinnen, 2018 seien es mehr als 2,3 Mio gewesen. Die Krise sei so zur "zur ökonomischen und kulturellen Chance" geworden, schreibt Plag. Mittlerweile kämen nicht mehr nur Aktivurlauberinnen nach Island, sondern auch die breite Masse: Eine Chance für die Gastronomie und ein Grund, um die Infrastruktur auszubauen.
faz.net

Lese-Tipp: Die “Süddeutsche” widmet Michael Graeter ein Porträt zum 80. Geburtstag.

Lese-Tipp: Die "Süddeutsche Zeitung" widmet Klatschreporter Michael Graeter ein Porträt zu seinem heute 80. Geburtstag. Graeter habe sich selbst immer "als Großwildjäger in den Gefilden der besseren Kreise verstanden", schreibt Christian Mayer – und mit dieser Masche lange Erfolg gehabt. Bis heute lebe er für "die große Story" und sei "ein Getriebener".
sueddeutsche.de (Paid)

Lese-Tipp: Der Heimatkanal profitiert von Krisenzeiten.

Lese-Tipp: Der Heimatkanal, ein Bezahlsender für Wohlfühlfilme aus den 50ern und 60ern, profitiert von Krisenzeiten wie der Corona-Pandemie, schreibt Hans Kratzer in der "Süddeutschen". Der "Heile-Welt-Fundus" liefert laut Chef Tim Werner eine "Gute-Laune-Garantie". Zusätzlicher Zulauf kommt durch die veränderte Heimat-Interpretation der Öffentlich-Rechtlichen, die immer seltener auf Das Schweigen im Walde setzen.
sueddeutsche.de (Paid)

Lese-Tipp: Die “Süddeutsche” porträtiert Jana Pareigis.

Lese-Tipp: Jana Pareigis, neue Primetime-"heute"-Moderatorin beim ZDF und Nachfolgerin von Petra Gerster, weiß noch nicht, wie sie ihre Zuschauerinnen am ersten Sendetag begrüßen soll, schreibt Marlene Knobloch in der "Süddeutschen". Pareigis halte sich zudem bewusst aus "den sozialen Medien raus" und gehe das Thema Rassismus eher wissenschaftlich an. Meistens bekomme sie aber "sehr nette Post".
sueddeutsche.de (Paid), turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Der “Spiegel” blickt auf die Impfwerbung in aller Welt.

Lese-Tipp: Nicht nur Deutschland nutzt die "emotional motivierende Kraft von Musik", um für die Corona-Impfung zu werben, beobachtet der "Spiegel". Frankreich setzt dabei aber lieber auf Pharrell Williams als auf Howard Carpendale. Singapur lässt dagegen einen Comedy-Cast trällern, der in quietschbunter Optik mit Impfvorurteilen aufräumen will.
spiegel.de (Paid), turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Der “Spiegel” blickt auf den Start der Videokassette zurück.

Lese-Tipp: Der "erste deutsche Videofilm" Die Lady aus dem Weltraum dauert 1971 nur 23 Minuten und kostet 98 Mark, berichtet Rainer Lübbert im "Spiegel". Er blickt zurück auf die durchaus konfusen Anfänge der Technologie vor einem halben Jahrhundert. Noch 1979 sind in Westdeutschland gerade mal 160.000 Geräte verkauft, knapp 60 % aller veräußerten Filme sind Pornos.
spiegel.de (Paid)

Lese-Tipp: Verschmelzung von Streaming und Gaming bei Netflix war absehbar.

Netflix LogoLese-Tipp: Bei Netflix lässt sich eine Zusammenführung von Streaming und Gaming schon seit Jahren beobachten, schreiben Nicolas Freund und Cornelius Pollmer in der "Süddeutschen Zeitung". Schon länger setzt der Streaming-Dienst auf Verfilmungen von Computerspielen, jüngstes Beispiel ist die Erfolgs-Fantasyserie The Witcher. Durch Gamification könne man Nutzerinnen zudem besonders gut auf der Plattform halten, "denn mit nichts hält man die Nutzer so gefesselt, wie wenn man sie selbst etwas tun lässt".
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Kress.de gibt’s zum 25. Geburtstag als gedrucktes Sonderheft.

Lese-Tipp: Der Oberauer-Verlag feiert den 25. Geburtstag von Kress.de mit einem gedruckten 100-seitigen Sonderheft. 30 Seiten sind Anzeigen, die man durchaus als Verbeugung der Medien- und Kommunikationsbranche vor Verleger Johann Oberauer verstehen kann, der die Marke "Kress" 2015 übernommen und gerettet hat. Inhaltlich gibt es u.a. ein Interview mit Klaas Heufer-Umlauf, der einen ungewohnt nachdenklichen Blick auf die Branche wirft. Daneben kommen viele Kommunikations-Köpfe zu Wort, darunter Tijen Onaran, Stefan Ottlitz, Monika Schaller und kress.de-Erfinder Peter Turi. Ab Freitag gibt es das Heft auch gedruckt.
calameo.com (E-Paper)

Lese-Tipp: Janina Kugel legt ihre Regeln für eine neue Arbeitskultur fest.

Lese-Tipp: Aufsichtsrätin und Ex-Siemens-Vorständin Janina Kugel zeichnet im "Manager Magazin" die Grundlagen für modernes Arbeiten. Die Transformation zu neuen Arbeitsstrukturen soll laut Kugel mit bindenden Betriebsvereinbarungen für alle festgeschrieben sein – um ein Zusammenspiel vom mobilen Arbeiten und Präsenzpflicht zu ermöglichen. Sie plädiert u.a. auch dafür, den "festen Schreibtisch" abzuhaken und stattdessen auf flexible Arbeitsplatzkonzepte zu setzen.
manager-magazin.de (Paid)

Lese-Tipp: Plattform-Ökonomie zeichnet ein “dystopisches Bild” der smarten Stadt.

Lese-Tipp: Bei Juicern von E-Scootern, Fahr- und Liefer­diensten zeichnet sich ein "eher dystopisches Bild der 'smarten Stadt'", schreibt Laura-Solmaz Litschel im "Freitag" über die Arbeits­bedingungen der Plattform-Ökonomie. Der Mindest­lohn werde oft unter­wandert, der Zeitdruck sei immens. Die Auslagerung der gesund­heitlichen und finanziellen Risiken an die Arbeit­nehmerinnen sei Teil des Geschäfts­modells.
freitag.de

Lese-Tipp: Die Datingshow “Princess Charming” gibt Reality TV einen neuen Glanz.

Lese-Tipp: "Princess Charming", die erste lesbische Datingshow auf TV Now, versteht sich "neben einem Unterhaltungs- auch als Aufklärungsformat", schreibt Dennis Müller in der "Süddeutschen". Das liege auch daran, dass das Format keinen Raum für Skandale von Teilnehmerinnen wie bei "Promis unter Palmen" lässt, sondern "ohne Häme und Arroganz" auskomme. Die Show um Anwältin Irina Schlauch zeige, dass Reality-TV mehr kann als "reinen Krawall".
sueddeutsche.de

Lese-Tipp: Wie Notting Hill vom Problemviertel zur Instagram-Kulisse wurde.

Lese-Tipp: Das Londoner Stadtviertel Notting Hill ist vor allem durch den gleichnamigen Hollywood-Film bekannt. Tim Lindemann beschreibt im "Freitag" die Entwicklung vom Problemviertel, in dem weiße Arbeiterschicht und Einwanderer aufeinandertrafen, bis hin zur Gentrifizierung in eine Instagram-taugliche "Dorfästhetik" mit "kosmopolitischem Glamour".
freitag.de

Lese-Tipp: Den Lebenslauf beschönigen ist in Ordnung, Angaben fälschen hingegen nicht.

Lese-Tipp: Die Zahl von gefälschten Bewerbungen hat aufgrund der neuen technischen Möglichkeiten in den vergangenen 20 Jahren zugenommen, sagt Manfred Schnapp, Vize-Leiter der Fachgruppe "Recruiting" beim Bundesverband der Personalmanager der "Wirtschaftswoche". Er setze mit seinem Unternehmen auf "ausgiebige Gesprächsrunden", um Bewerberinnen auf Angaben wie z.B. Fremdsprachenkenntnisse zu prüfen. Beschönigung im Lebenslauf sei für ihn vertretbar, wenn etwa Erfahrungen als interessanter beschrieben sind, als sie wirklich waren.
wiwo.de (Paid)

Lese-Tipp: Japan wird nicht richtig warm mit Tennisspielerin Naomi Osaka.

Lese-Tipp: Japan fremdelt mit seinem Tennis-Superstar Naomi Osaka, schreibt Felix Lill im "Spiegel". Grund sei vor allem das selbstbewusste Auftreten der 23-jährigen. In Japan würden Athletinnen als Entertainerinnen angesehen, die für die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit und das Sponsoren-Geld dankbar sein müssten. Es herrsche die Erwartung "Halt die Klappe und spiel". Anfang Juni kündigte Osaka an, bei den French Open keine Pressekonferenzen mehr zu geben, weil Journalistinnen zu wenig Rücksicht auf die psychische Gesundheit der Sportlerinnen nehmen würden.
"Spiegel" 29/2021, S. 92 (Paid), turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Die “Bunte” verliert mit Tanja May eine “selten talentierte Promiranschmeißerin”.

Lese-Tipp: Die "Bunte" verliert durch den Abgang von Vize-Chefredakteurin Tanja May eine selten "talentierte Promiranschmeißerin", schreibt Laura Hertreiter. May sei "mit einem Ehrgeiz, der selbst für Boulevardverhältnisse ohne Grenzen ist" gesegnet und "für prominente Deutsche mit Marketingbedürfnissen seit Jahren die Frau für den kalkulierten Seelenstriptease". Ihr noch nicht offiziell bestätigter Wechsel zur "Bild" könnte auch an "Bunte"-Chef Robert Pölzer liegen, der auf "weniger Sex, mehr Krebs" setze.
sueddeutsche.de (Paid), turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Der “Guardian” porträtiert Kreuzworträtsel-Star-Redakteur Will Shortz von der “New York Times”.

Lese-Tipp: Für Will Shortz, Kreuzworträtsel-Redakteur der "New York Times", kommt das Lösen der letzten Kästchen einem Drogenrausch gleich, erzählt er J Oliver Conroy vom "Guardian". Die unumstrittene Ikone der Szene ist 68 und will niemals in Rente gehen. Als er 1993 zur "NYT" kam verantwortete er die Rätsel allein, heute beschäftigt er ein fünfköpfiges Team.
theguardian.com

Lese-Tipp: Simone Menne spricht über Rückschläge auf dem Weg nach oben.

Lese-Tipp: Multi-Aufsichtsrätin Simone Menne erklärt dem "Manager Magazin", wie sie ihren Weg zur Lufthansa-Finanzvorständin bestritten hat. Neben tränenreichen Rückschlägen blickt sie auch auf Rollerskate-Touren über die Champs-Élysées zurück. Angekommen im Traumjob hat sich es mit extremer Arbeitsbelastung und "einer Gruppe von Alphamännchen" zu tun gehabt.
manager-magazin.de (Paid)

Lese-Tipp: Kai Diekmann zeigt seine Sommer-Hotspots in Potsdam.

Lese-Tipp: Mit der Vespa zum Potsdamer Bassinplatz und einen großen Latte trinken: Diese Dinge gehören für Kai Diekmann zu den Luxus-Momenten des Sommers, verrät er den "Potsdamer Neuesten Nachrichten". Bei der Wahl des besten Restaurants ist Diekmann unentschlossen, sagt aber, dass Potsdam "inzwischen so viele gute Adressen" hat, dass es "den Weg nach Berlin nicht braucht". Den besten Wein gebe es jedoch "auf seiner Terrasse".
pnn.de

Lese-Tipp: “FAZ Magazin” portraitiert den Café-Besitzer Ulrich Traxlmayr.

Lese-Tipp: Michael Martens (Foto) schreibt im "FAZ Magazin" über den österreichischen Café-Besitzer Ulrich Traxlmayr. Im traditionsreichen Kaffeehaus in Linz befindet sich auf der Speisekarte nicht nur eine Essens- und Getränkeauswahl, dort können Gäste auch ihren Lesestoff unter 100 Tageszeitungen auswählen. Martens zeichnet einen klassischen Tag im Café – von der Zeitungsauswahl, Mokka und Melange bis hin zur Feststellung, dass zum Tortengenuss definitiv keine Sahne fehlen darf.
"FAZ Magazin", S. 26/27

Debatte: Jochen Rausch definiert das Radioprogramm, das Taxifahrerinnen hören wollen.

Murmeltiertag: Radiosender, insbesondere Popwellen, tun zu wenig für Dauerhörende, findet Jochen Rausch in seiner DWDL-Kolumne. Insbesondere Taxifahrerinnen schimpfen über stundenlang gleichbleibende Nachrichten oder die immer gleiche Musik. Der 1Live-Programmchef sieht wachsende Chancen für Audiotheken und Podcasts, warnt aber davor, einfach Radioinhalte ins Netz zu stellen: "Für das zeitautonome Hören müssen Themen, Storytelling, Dramaturgie, Stimmen, Sounds neu gedacht werden."
dwdl.de

Lese-Tipp: Der “Spiegel” blickt auf die Geschichte des Sommerlochs.

Lese-Tipp: Christoph Gunkel ist im "Spiegel" den "unergründlichen Wegen" des Sommerlochs auf der Spur. In der nachrichtenarmen Zeit bestimmen vor allem "ausgebüxte oder verhaltensauffällige Tiere" die Schlagzeilen. Dann schlage auch die Stunde von "Polit-Hinterbänklern", die mit abwegigen Themen Aufmerksamkeit bekommen wollen. 2007 sei etwa die "Ehe auf Zeit" diskutiert worden, ein Jahr darauf ging es um ein Verbot von Kinder-Überraschungseiern.
spiegel.de (Paid)

Lese-Tipp: Sebastian Hammelehle kritisiert Sprach-Tabus.

Lese-Tipp: Sebastian Hammelehle kritisiert in einem "Spiegel"-Essay Sprachtabus wie die Nennung des ehemaligen Vornamens des trans Schauspielers Elliot Page. Sprache solle auch dazu dienen, "sich über die Grenzen hinweg zu verständigen". Sprachtabus sorgten nicht zwangsläufig für "gegenseitige Sensibilität, Rücksichtnahme und Respekt".
spiegel.de (Paid), turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Soheil Dastyari plaudert im “Horizont”-Interview über die Entstehung seines Buches.

Lese-Tipp: Soheil Dastyari, bis 2020 Chef von Gruner + Jahrs Content-Tochter Territory, spricht im "Horizont"-Interview über sein neues Buch "Fellowship". Er habe die Bedeutung, die das Verfassen eines Buches habe, unterschätzt. Dastyari thematisiert in "Fellowship" die "neuen Spielregeln" der Unternehmens- und Markenführung – und erzählt, dass er erst nach seinem Abschied bei Territory die "kritische Distanz" bekam, um "grundsätzliche Gedanken" über andere Firmenabläufe zu Ende zu denken.
"Horizont" 27/2021 S. 47 (Paid), turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Subify fischt bei Influencerinnen, die YouTube für Werbung sperrt.

Lese-Tipp: Die Plattform Subify entwickelt sich unter dem Radar zu einem weiteren Player, mit dem Social-Media-Stars ihre Inhalte zu Geld machen können, schreibt Roland Eisenbrand. Nutzerinnen zahlen einen monatlichen Betrag und bekommen dafür exklusive Inhalte ihrer Stars. Die Plattform richte sich offenbar gezielt an Creator, die aufgrund ihres umstrittenen Contents von YouTube für Werbung gesperrt sind oder waren.
omr.com

Lese-Tipp: Die Chancen der Pandemie für die Berührungskultur.

Lese-Tipp: Die Pandemie hat die menschliche Berührungskultur "kreativ und aneignungsfreudig gemacht", schreibt Novina Göhlsdorf in der "FAZ". Das Image des Körperkontaktes als "virales Einfallstor" mache ihn "als Thema umso präsenter". Auch vor dem Hintergrund der #MeToo-Debatte lade die jetzige Situation dazu ein "vorsichtig zu erkunden, welcher Körperkontakt verbindet und nicht verstört".
faz.net

Lese-Tipp: Neuer Amazon-Chef Andy Jassy muss Fehler von Jeff Bezos ausbaden, schreibt Katharina Kort.

Lese-Tipp: Andy Jassy, ab heute neuer Amazon-CEO, muss ausbaden, was sein Vorgänger Jeff Bezos jahrelang bewusst verursacht hat, schreibt Katharina Kort im "Handelsblatt". Dazu gehöre etwa der bisher schlechte Umgang mit den eigenen Mitarbeitenden. Jassy soll Amazon vom Arbeitgeber mit dem "miserabelsten Ruf" zum "besten der Welt" machen, schrieb Bezos selbst in seinem letzten Brief an die Aktionärinnen.
handelsblatt.com (Paid)

Lese-Tipp: Wie der “Presseclub” auf Social Media gezielt nach diverseren Gästen sucht.

Lese-Tipp: Die "neuen, diverseren Talente" des Presseclubs kommen zunehmend aus der Social-Media-Welt mit "zigtausenden Followern", schreibt Tatjana Kerschbaumer bei Übermedien. Redaktionsleiterin Vera Dreckmann erzählt, dass man sich z.B. bei Twitter umschauen würde, wer sich zu welchem Thema äußert. Experte für einen Fachbereich zu sein, sei laut Sabine Scholt, Leiterin der Programmgruppe Zeitgeschehen, Europa und Ausland beim WDR, nicht mehr unbedingt "das Kriterium Nummer eins". Stattdessen strebt der "Presseclub" eine Mischung aus "bekannt und sehr erfahren, überraschend, neu und frisch" an.
uebermedien.de (Paid)

Lese-Tipp: Die “FAZ” blickt auf das Cannes-Festival.

Lese-Tipp: Das Cannes-Filmfestival verliert seinen Sinn, schreibt Verena Lueken in der "FAZ". Die Welt des Kinos liege längst längst jenseits der Côte d’Azur, dazu hat u.a. die in den vergangenen Jahren zugenommene Streaming-Konkurrenz beigetragen. Das Festival kopple sich von Anbietern wie Netflix ab, "als ließe sich noch etwas daran ändern, dass sie es sind, die inzwischen in die Bilderproduktion mehr Geld stecken als die herkömmlichen Studios".
faz.net (Paid)

Lese-Tipp: Die “Süddeutsche Zeitung” porträtiert Italiens Instagram-Star Chiara Ferragni.

Lese-Tipp: Sie ist die sechstbestbezahlte Influencerin der Welt und eine "der mächtigsten Frauen Italiens": Ulrike Sauer porträtiert für die "Süddeutsche Zeitung" Chiara Ferragni, die pro gesponsertem Instagram-Post 60.000 Dollar verdient und jüngst in den Aufsichtsrat des Luxuskonzerns Tod's einzog. Ferragni, die "ihren Körper als Hauptwerkzeug der Kommunikation einsetzt", wird mittlerweile sogar von Politikern um Rat gebeten und habe es "aus dem Nichts zu Geld und Macht" gebracht.
sueddeutsche.de (Paid)

Lese-Tipp: Rainer Dresen sieht sich die Plagiatsvorwürfe gegen Baerbock genauer an.

Lese-Tipp: Rechtsanwalt und Autor Rainer Dresen wertet in seiner Urheberrechts-Kolumne die Plagiatsvorwürfe gegen Annalena Baerbock aus. Er stellt klar, dass "niemand ein Copyright auf Fakten hat", merkt aber an, dass es darauf ankommen könne, welche Formulierung beim Erläutern der Fakten verwendet werde. Dass der Plagiatsjägers Weber dem Ullstein-Verlag jetzt u.a. "Schlamperei" vorwerfe, dürfte "der Komplexität der Situation" nicht gerecht werden, schreibt Dresen.
buchmarkt.de, turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Eventim-Chef Klaus-Peter Schulenberg erinnert sich in der “FAZ” an whisky-schwangere Zeiten.

Lese-Tipp: Eventim-Chef Klaus-Peter Schulenberg erinnert sich im "FAZ"-Interview an die wilden 70er, als er ein Konzert der Rolling Stones organisierte. Die Band kam mehrere Stunden zu spät und bestand darauf, dass "an jedem Ort, wo sie sich aufhalten könnte" eine Flasche Jack Daniel's vorrätig sei – auch auf der Toilette. Seitdem habe sich das Musikgeschäft aber "extrem professionalisiert".
"FAZ", S. 24 (Paid)

Lese-Tipp: Michael Stich erinnert sich im “Zeit”-Interview an seinen Wimbledon-Sieg.

Lese-Tipp: Ex-Tennis-Profi und Startup-Investor Michael Stich blickt im "Zeit"-Interview auf seinen überraschenden Wimbledon-Sieg 1991 zurück. Er könne "die Emotionen von damals nicht wieder hochholen", sondern schüttelt eher den Kopf über seine damalige Wahl von Haarschnitt und Kleidung. Stich erzählt, dass er in Summe 12,5 Mio Euro Preisgeld gewonnen habe, ihn das Geld aber nie zum Tennisspielen motiviert habe. Der Verdienst sei eher "ein schöner Nebeneffekt des Sports" gewesen.
zeit.de (Paid)

Lese-Tipp: Die “Zeit” porträtiert ihre ehemalige DDR-Korrespondentin Marlies Menge.

Lese-Tipp: Die "Zeit" porträtiert ihre ehemalige DDR-Korrespondentin Marlies Menge (87), die sich nach der Wende den Vorwurf gefallen lassen musste, sie habe "alles zu positiv dargestellt". Menge, die Westdeutsche ist, findet den Sozialismus bis heute "humaner als den Kapitalismus" und hält die Wiedervereinigung für "missglückt". Sie profitierte in der DDR allerdings von "einer Art Diplomatenstatus", der es ihr u.a. ermöglichte, frei ein- und auszureisen.
zeit.de (Paid)

Lese-Tipp: Tilman Baumgärtel begleitet den Siegeszug des QR-Codes.

Lese-Tipp: Tilman Baumgärtel bescheinigt dem QR-Code bei Golem eine pandemiebedingt "erstaunliche Karriere". Er lasse "die Digitalisierung auf der Oberfläche der Dinge ankommen". Die Ursprünge der Technologie finden sich in der Logistikbranche in Japan. Toyota hält zwar ein Patent, verzichtet aber auf dessen Nutzung. Vor 2019 hatten nur 9 % der Deutschen je QR-Codes gescannt, im September 2020 waren es allein 72 % im letzten Monat.
golem.de

Lese-Tipp: Wie Dating-Apps mit Corona und der Impfung umgehen.

Tinder App-Logo 150Lese-Tipp: Die Nutzung des Begriffs "geimpft" ist in Tinder-Bios von Februar bis Mai diesen Jahres um 1053 % gestiegen. Sabine Winkler schaut in der "Welt", wie Dating-Apps mit Covid und der Impfung umgehen. Bumble bietet Nutzerinnen etwa einen Sticker an, um zu erklären, wie sie sich ein Treffen während Corona vorstellen. Wer das Angebot nutzt, habe "zwei Mal mehr Matches", erklärt Bumble-Vizepräsidentin für Europa Naomi Walkland.
welt.de

Lese-Tipp: “SZ” berichtet, wie Konzern-Angestellte in die Büros zurückkehren.

Lese-Tipp: Die "Süddeutsche" beleuchtet, ob und wie Konzerne ihre Angestellten wieder in die Büros holen. So wolle man bei Porsche die seit März geltenden Sondervereinbarungen zum mobilen Arbeiten noch "bis auf Weiteres" beibehalten. Dazu gehören pro Woche bis zu fünf Tage im Home-Office, frühestens im September sollen mehr Mitarbeiterinnen ins Büro kommen. Bei Siemens dürfen Angestellte unter dem neuen Motto "New Normal Working Model" auch weiterhin an zwei bis drei Tagen pro Woche mobil arbeiten, solange es die Bedingungen erlauben. Zum Thema Home-Office hätten sich inzwischen "einige Vorurteile in Luft aufgelöst", sagt Siemens-Personalmanager Jochen Wallisch.
sueddeutsche.de

Lese-Tipp: Stefan Niggemeier seziert die Sonderausgabe der Schweizer “Weltwoche”.

Lese-Tipp: Stefan Niggemeier seziert die Sonderausgabe der Schweizer "Weltwoche" mit "100 Seiten Deutschland", die vor allem deutsche Medien als Deutschlands größtes Problem erkannt hat. Als Autoren hat sich die Zeitung dafür u.a. Harald Martenstein, Kai Diekmann, Jan Fleischhauer und Boris Reitschuster geschnappt – "mehr Trigger kann man für 9 Schweizer Franken wirklich nicht erwarten", urteilt Niggemeier. Distanz und Unabhängigkeit seien bei der "Weltwoche" ohnehin Mangelware, in der Sonderausgabe gehe es "noch eine Spur kuscheliger" zu.
uebermedien.de

Lese-Tipp: Gott und Teufel streiten im “Freitag” über “Bild”-Buch.

Lese-Tipp: Michael Angele inszeniert seine Buchkritik über das "Bild"-Buch "Ohne Rücksicht auf Verluste" im "Freitag" als Streitgespräch zwischen Gott und dem Teufel. Der Himmels-Herrscher solidarisiert sich größtenteils mit den Buchinhalten, der Chef des Schattenreichs versucht sich als moderater "Bild"-Apologet und härterer Buch-Kritiker: Er merkt etwa an, dass die Autoren die Null-Toleranz-Haltung der "Bild" beim Thema Antisemitismus meiden.
freitag.de

Lese-Tipp: Der “Spiegel” beleuchtet “CDU-Jungstar und Gender-Gegner” Christoph Ploß.

Lese-Tipp: Kaum ein Nachwuchspolitiker der Union arbeitet derzeit "akribischer an seiner Karriere" als Hamburgs CDU-Chef Christoph Ploß, schreiben Kevin Hagen und Ansgar Siemens im "Spiegel". Der 35-Jährige habe es binnen "kürzester Zeit" zu bundesweiter Prominenz gebracht. Seinen "jüngsten Coup", den Genderstreit, könne Ploß noch immer nicht fassen: Zwar habe er gewusst, "dass das Thema sehr viele bewegt", die Dimension des Echos habe ihn aber "auch überrascht".
"Spiegel" 26/2021, S. 22 (Paid), turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Ex-MTV-Moderator Steve Blame blickt auf sein missglücktes Interview mit Jimmy Somerville zurück.

Gesprächig: Steve Blame, ehemaliger MTV-Moderator, sagt der "Süddeutschen", dass er sich beim Musiksender nicht entwickeln konnte, "was seine Persönlichkeit betrifft". Blame, der eigentlich Stephen James heißt, hatte 1987 bei MTV angeheuert und blieb bis 1994. Als das "am schwersten missglücktes Interview" führt Blame ein Gespräch mit Jimmy Somerville an, bei dem er zwischendrin aufsprang, um Sting nachzujagen. Knapp 30 Jahre später gibt er wieder den Interviewer, dieses Mal in seiner Podcast-Reihe "Pop - The History Makers", in dem er Ikonen der 80er und 90er zum Gespräch bittet.
sueddeutsche.de, spotify.com (Podcast Blame)

Lese-Tipp: Pfarrer Claus Ebeling will die Bibel ins Fränkische übersetzen.

Lese-Tipp: Pfarrer Claus Ebeling will die Bibel ins "Fränggische" übersetzen, schreibt die "Süddeutsche" und fragt per Anruf, wie es zur Idee kam. Die habe er schon lange gehabt, jetzt arbeiten Übersetzerinnen im Alter von 16 bis 86 am Werk, das 2023 erscheinen soll und u.a. Fragen wie "Magst nit emal mit mir gehe und mei Äcker anschaue?" stellt. Bei der fränkischen Rechtschreibung ist laut Ebeling "fast alles erlaubt". Leserinnen dürfen auch lachen, nur "skurril soll es nicht sein", sagt Ebeling.
sueddeutsche.de

Lese-Tipp: Oliver Wurm veröffentlicht 3. Ausgabe seines Olympia-Magazins.

Lese-Tipp: Sport-Journalist Oliver Wurm startet zum heutigen Olympic Day den Verkauf der dritten Ausgabe seines Olympia-Magazins. Das Heft erscheint mit fünf unterschiedlichen Covern, die zusammen die olympischen Ringe bilden und jeweils einen Wert feiert, darunter Respekt und Vielfalt. Der Verkauf im Bahnhofsbuchhandel startet am 1. Juli, 148 Seiten kosten 7 Euro.
2020magazin.de, youtube.com (76-Sek-Video zum Magazin)

Lese-Tipp: Die “FAZ” flaniert durch die Synchronsprecherinnen-Branche.

Lese-Tipp: "Synchronsprechen ist ein kunstvolles Täuschungsmanöver", schreibt Christian Geyer-Hindemith in der "FAZ". Die Branche boomt laut der dpa schon seit einigen Jahren, was laut eines Netflix-Vertreters auch daran liegt, dass englische Originalfassungen in Deutschland nicht allzu geläufig sind. "FAZ" zeichnet den Alltag der Synchronsprecherin Anni C. Salander (Foto), die derzeit mehrmals täglich im Studio stehe: Sie erklärt u.a., dass man nicht nur die Stimme, sondern die ganze Figur spiele. An den Arbeitsplätzen selbst werde coronabedingt verstärkt mit Monitoren anstatt mit Papier gearbeitet.
faz.net (Paid)

Lese-Tipp: Das “Manager Magazin” blickt auf die Erfolgswege von Top-Managerinnen.

Lese-Tipp: Das "Manager Magazin" blickt in einer gemeinsamen Studie mit der TU München auf die Erfolgswege von Spitzenfrauen. Dabei haben sich bestimmte Muster erkennen lassen: Fast alle Befragten haben demnach von einer "gelebten Gleichberechtigung im Elternhaus" gesprochen. Bahn-Vorständin Sigrid Nikutta etwa erzähle gerne davon, dass "sie genauso lebenspraktisch" erzogen worden ist wie ihr Bruder – und vom Vater gelernt hat, wie man schweißt und Autos repariert.
manager-magazin.de (Paid)