Junge Zielgruppen: "FAZ" setzt auf Social, "Zeit" auf Podcasts.

Lese-Tipp: Große Verlage versuchen mit unterschiedlichen Strategien, junge Zielgruppen im Netz zu gewinnen, beobachtet Henrik Rampe. FAZ-Chef Thomas Lindner setzt auf Social Media und verzichtet auf ein Jugendportal, weil die "FAZ" nicht hippes Jugendmagazin spielen will. Zeit-Online-Chef Christian Röpke hat elf Podcasts im Portfolio, die nicht direkt Abos generieren, aber die Marke bilden sollen.
horizont.net

Lese-Tipp: Die "Wirtschaftswoche" betreibt Journalismus mit Satellitenbildern.

Lese-Tipp: Die "Wirtschaftswoche" analysiert mit Hilfe von Satellitenbildern die Folgen des Wirtschaftsembargos auf den Iran. Dafür kooperiert die Zeitschrift mit dem Erdbeobachtungs-Unternehmen LiveEO, an dem die Holtzbrinck-Investmenttochter DvH Ventures beteiligt ist. Vergangene Woche hatte die "Wirtschaftswoche" sich im ersten Teil der Serie bereits deutschem Plastikmüll in Malaysia angenommen.
wiwo.de, wiwo.de (Plastikmüll)

Lese-Tipp: Streamingdienste verändern die Qualität von Filmproduktionen.

Lese-Tipp: Streamingdienste wie Netflix beeinflussen die Qualität der Filme, schreibt die "FAS" und zitiert ein vor dem Start des Sommerkinogeschäfts eingeholtes Stimmungsbild unter Hollywood-Produzenten aus der "New York Times". Produktionen seinen häufig nicht mehr für die große Kinoleinwand gemacht. Produzenten warnen vor Masse statt Klasse.
faz.net (Paid), nytimes.com (Hollywood-Umfrage, Paid)

Lese-Tipp: Die "Zeit" beschreibt Details zu den Hintermännern des Strache-Videos.

Lese-Tipp: In der "Zeit" schreibt Holger Stark über das Umfeld der mutmaßlichen Macher des "Ibiza-Gate"-Videos. Ins Zentrum des Interesses sei mittlerweile eine Gruppe geraten, die als anrüchige Privatdetektive jahrelang in juristischen Grauzonen agiert hätte. Während sie den FPÖ-Politikern die Falle stellten, wurde parallel gegen sie ermittelt. Ob sie alleine agierten oder es noch Strippenzieher gebe, sei weiterhin unklar.
"Zeit" 28/2019, S. 4 (Paid)

Lese-Tipp: Michael-Jürgs-Laudatio enthält Sprengstoff für Springer und den BDZV.

Lese-Tipp: Michael Naumann laudatiert seinem schwer kranken Freund Michael Jürgs, der den Theodor-Wolff-Preis für sein Lebenswerk erhält. Seine Passage zu Jürgs' Recherchen über den Lebemann Axel Springer hatte den Ausrichter BDZV vorab in Wallung versetzt. Ulrike Simon berichtet, dass ausgerechnet BDZV-Präsident und Springer-Chef Mathias Döpfner dazu aufrief, alles zu sagen, was er sagen wolle.
horizont.net

Lese-Tipp: Verlobte von Kashoggi erzählt von letzten Tagen des Journalisten.

Lese-Tipp: Hatice Cengiz, Verlobte des ermordeten saudischen Journalisten Jamal Khashoggi, erzählt im Interview mit der "Bild am Sonntag" von den letzten Tagen vor seinem Tod. Kashoggi, der wegen Dokumenten für die Heirat ins Konsulat ging, habe befürchtet, man würde seinen Pass konfiszieren, dem Konsulat aber nach einem ersten Treffen vertraut. Seine letzten Worte an Cengiz waren: "Warte auf mich. Es wird nicht lange dauern."
"Bild am Sonntag", S. 18 – 19 (Paid), turi2.de (Background)

"Spiegel" analysiert Hintergründe des Steltzner-Abgangs bei der "FAZ".


Frankfurter Allgemeine Zankerei: Markus Brauck und Ulrike Simon nehmen im "Spiegel" die Herausgeber der "FAZ" auseinander – Anlass ist der Abgang von Herausgeber Holger Steltzner. Der soll mit einem Redakteur über die Vertragsverlängerung von Feuilleton-Herausgeber Jürgen Kaube geprochen und gefragt haben, ob es nicht einen besseren Kandidaten für den Posten gäbe, u.a. mit mehr Digitalkompetenz. Als der Inhalt des Gesprächs den Aufsichtsrat erreichte, sei Stelzners Rauswurf innerhalb von Stunden beschlossen gewesen.

Simon und Brauck beschreiben die Herausgeber-Runde – Berthold Kohler, Jürgen Kaube und Werner D'Inka treffen sich mit den Autoren zum Interview – etwas verächtlich als "Teddybären". Kritische Fragen zur Zukunft der Zeitung und der wenig diversen Besetzung des Herausgeber-Gremiums beantworteten sie mit Ironie und "intellektuellen Spitzfindigkeiten". Der "Spiegel" zitiert aus einer "FAZ"-eigenen Analyse, wonach die Zeitung im Jahr 2030 stolze 190 Mio Euro Verlust einfahren würde, sollte die Print-Auflage weiter schrumpfen, sich das digitale Wachstum nicht beschleunigen und die Preise gleich bleiben.
spiegel.de (Paid), turi2.de (Background)

Mitarbeit: Markus Trantow

Lese-Tipp: Adidas-Chef Rorsted erklärt Nachhaltigkeit zum Geschäftsmodell.

Lese-Tipp: Adidas hat Nachhaltigkeit ins Geschäftsmodell integriert und will damit Geld verdienen, weil das wirkungsvoller sei als Spenden, sagt Chef Kasper Rorsted im "Handelsblatt"-Interview. Die Sportmarke verkauft z.B. Kleidung aus recyceltem Plastik. In den nächsten fünf Jahren wolle Adidas Plastik vor allem vermeiden, später auf Material umsteigen, das sich selbst zersetzt.
handelsblatt.com

Lese-Tipp: Die "FAS" widmet sich auf sieben Seiten YouTube.

Lese-Tipp: Mit einem siebenseitigen Feuilleton-Spezial würdigt die "FAS" die deutsche YouTube-Szene, die durch Rezo zuletzt ins Interesse gerückt ist. Christoph Engemann betrachtet das veränderte Verhältnis zwischen geschriebenem und gesprochenem Wort, Florentin Schumacher schaut auf Influencer, die durch ihre Videos reich werden. Diba Shokri beschreibt die Netzwerke Rechtsextremer auf YouTube. Dazu gibt es unter anderem einen Überblick über 30 bedeutende, deutsche YouTuber.
"FAS", S. 33-39 (Paid)

Lese-Tipp: Kathrin Hollmer porträtiert die Macher der Bildundtonfabrik.

Lese-Tipp: Die Bildundtonfabrik ist vor allem als Produktionsfirma von "Roche & Böhmermann" und dem "Neo Magazin Royale" bekannt geworden. Kathrin Hollmer porträtiert für die "SZ am Wochenende" die Gründer Philipp Käßbohrer und Matthias Murmann, die auf opulente Optik setzen und dafür Film- statt Fernsehkameras benutzen. Jan Böhmermann lernten sie beim WDR-Radio 1Live kennen.
"SZ am Wochenende", S. 43

Lese-Tipp: "FAZ" blickt hinter die Kulissen der lukrativen Rap-Musikindustrie.

Lese-Tipp: "FAZ"-Redakteurin Elena Witzeck besucht das Produzenten-Trio Kitschkrieg, einer der erfolgreichsten Rap-Macher Deutschlands. Produzenten müssten sich trauen, die Wahrheit zu sagen, um das Beste aus den Künstlern herauszuholen. Deren Selbstdarstellung ende nicht auf der Bühne, sondern müsse bei Social Media perfektioniert werden.
faz.net (Paid)

Lese-Tipp: "SZ" trifft Deutschland-Chef von Amazon Music.

Lese-Tipp: "SZ"-Redakteur Michael Bremmer besucht den Deutschland-Chef von Amazon Music in der Münchener Konzernzentrale. Michael Höweler verkaufte früher Mode und ist mit Amazons Streamingplattform heute schärfster Verfolger von Spotify. Um sich stärker abzugrenzen, will Höweler mit Schlager oder Hip-Hop neue Zielgruppen gewinnen.
"Süddeutsche Zeitung", R6 (Paid)

Lese-Tipp: Margarete Stokowski fesselt mit ihren Texten auch ihre Kritiker.

Lese-Tipp: Margarete Stokowski ist die "lauteste Stimme des deutschen Feminismus", schreibt Tobias Haberl in seinem Porträt im "SZ-Magazin". Die Autorin und Kolumnistin schreibe böse, pointiert, streitlustig, persönlich und unverschämt. Man müsse ihr "in keinem einzigen Punkt zustimmen, um sie bis zur letzten Zeile lesen zu wollen". Sie werde mindestens so verehrt und gehasst wie die, über die sie sich aufregt. Ihre Kolumne schreibt sie ausschließlich nachts.
"SZ-Magazin" 23/2019, S. 9-15 (Paid)

Lese-Tipp: "stern" verfolgt Rücksendungen von Amazon und Co.

Lese-Tipp: Der "stern" recherchiert deutschen Retouren hinterher und spricht u.a. mit einem Amazon-Mitarbeiter des "Destroy-Areals": Vier bis fünf Container Ware vernichten die Mitarbeiter täglich, hauptsächlich Produkte von Marketplace-Händlern. Retouren, die zu teuer wären, verschenkten Amazon und Co an die Kunden. Onlinehändler erprobten verschiedene Gegenmittel wie KI-Vermessung und Fitting Models.
"stern" 24/2019, S. 54 – 60 (Paid)

Lese-Tipp: "Lichtblick" ist die einzige unzensierte Knast-Zeitung im Land.

Print im Knast: Die Insassen der JVA Tegel produzieren seit 51 Jahren Deutschlands einzige unzensierte Knast-Zeitung Lichtblick, berichtet Sophia Münder in "Brand eins". Die Redakteure – allesamt zu hohen Haftstrafen verurteilte Gefangene – recherchieren per Telefon, Fax und im persönlichen Gespräch, einen Internetanschluss haben sie nicht.

Die Gefängnisleitung bekommt das Heft erst auf den Tisch, wenn es 7.500 Mal gedruckt ist und an Abonnenten und andere Gefängnisse verschickt wird. Die Macher berichten subjektiv, manchmal gelingt es ihnen, Haftbedingungen zu verbessern. Meist aber sitzen sie zwischen den Stühlen – Kritik kommt sowohl von der Gefängnisleitung, die manche Texte schwer erträglich findet, als auch von den Mitinsassen, die fordern, die Zeitung solle "mehr draufhauen".
"Brand eins" 6/2019, S. 50-53 (Paid)

Lese-Tipp: "Wirtschaftswoche" horcht nach elektronischen Autogeräuschen der Zukunft.

Lese-Tipp: Um Unfälle zu vermeiden, müssen Hersteller E-Autos künftig mit künstlichen Geräuschen ausstatten. Die "Wirtschaftswoche" stellt akustische Konzepte mit Hörproben vor. Da E-Autos permanent Töne abgeben, werde es an Kreuzungen lauter. Bei größerer Entfernung seien E-Autos dagegen leiser, da hohe Töne nicht so weit fliegen wie tief dröhnende Verbrenner.
wiwo.de (Paid)

Lese-Tipp: "Spiegel"-Entwicklungsteam gibt Einblick in seine Methoden.

Lese-Tipp: Das Entwicklungsteam des "Spiegel" schreibt darüber, mit welchen Methoden es bei der Produktentwicklung zusammenarbeitet. Es nutzt u.a. die Strategie-Priorisierungsmethode OKR für das Großprojekt Relaunch. Die "Spiegel"-Produkte hat das Team in sechs "Entwicklungsstränge" unterteilt, an denen jeweils Produktmanager, Entwicklungsredakteure, Techniker und ein Mitarbeiter aus Anzeigenabteilung oder dem Vertrieb arbeiten.
medium.com

Lese-Tipp: Tillmann Prüfer besucht ein Forschungszentrum für Roboter.

Lese-Tipp: Tillmann Prüfer besucht die Forscher der Personal Robots Group am MIT. Sie arbeiten daran, Roboter zum Alltagsbegleiter des Menschen zu machen – weg vom reinen Befehlsempfänger à la Alexa und Co. Besonders auffalend dabei sei, dass die Roboter alle "so niedlich" aussehen – Cynthia Breazeal, Leiterin der Forschergruppe, begründet das so: "Eine Technologie, die die Menschen annehmen sollen, muss ansprechend gestaltet sein".
"Zeit Magazin" 21/2019, S. 16-23 (Paid)

Lese-Tipp: P7S1-Chef Conrad Albert fordert einen staatlichen Medienfonds.

Lese-Tipp: Conrad Albert, Vize-Chef von ProSiebenSat.1, fordert einen staatlichen Medienfonds, um "Programme mit gesellschaftlich-relevanten Inhalten" zu produzieren. Der Fonds könnte laut Albert unabhängig von der Rundfunkgebühr laufen und ähnlich wie die Filmförderung funktionieren und jährlich einen mit 50 bis 100 Mio Euro gefüllten Topf zur Verfügung haben.
"FAZ", S. 21 (Paid)

Lese-Tipp: Julia Bönisch macht sich mit ihrem Text im "Journalist" keine Freunde, beobachtet Anne Fromm.

Lese-Tipp: Julia Bönisch, Chefredakteurin von SZ.de, hat sich mit ihrem Gastbeitrag im "Journalist" intern keine Freunde gemacht, beobachtet Anne Fromm. Kollegen und Betriebsrat hätten sich nach dem Text, der u.a. internen Konflikte thematisiert, von ihr distanziert. Bönisch spricht sich auch dafür aus, Redaktion und Verlag nicht mehr so strikt zu trennen. In vielen Medien ist das – Digitalisierung hin oder her – ein absolutes No-Go. In der SZ ist jene Trennung seit den 70er Jahren im Redaktionsstatut verankert, vereinbart wurde sie einst von Redaktion und Verlag. Der Betriebsrat sehe in dieser Forderung eine Verletzung des Redaktionsstatuts.
taz.de

Lese-Tipp: OMR-Gründer Philipp Westermeyer helfen Todsünden beim Marketing.

Lese-Tipp: OMR-Gründer Philipp Westermeyer erklärt auf der Bühne seiner Konferenz Online Marketing Rockstars, was die Marketingbranche von den sieben Todsünden abschauen kann. Zum Thema Geiz sagt er, dass Marken heutzutage eine Strategie für Verkaufs-Events wie den Black Friday und für Deal-Plattform wie billiger.de bräuchten.
horizont.net

Aus dem turi.tv-Archiv: OMR-Chef Philipp Westermeyer über Influencer Marketing und Personal Branding. (01/2017)

Lese-Tipp: Philipp Westermeyer ist der digitale Zirkusdirektor, por­t­rä­tie­rt die "Zeit".

Lese-Tipp: OMR-Gründer Philipp Westermeyer ist Trend-Scout, Oberkontakter und "vielleicht auch ein bisschen Zirkusdirektor der digitalen Werbeindustrie", schreibt die "Zeit". Podcasts seien für Westermeyer "die neuen Late-Night-Hosts". Den Trend habe er mit seinen rund 50 vermarkteten Podcasts groß gemacht.
zeit.de

Aus dem turi.tv-Archiv: OMR-Chef Philipp Westermeyer über Influencer Marketing und Personal Branding. (01/2017)

Seine Doku zeigt die Kraft des linearen Live-Fernsehens, sagt Thomas Kufus.

Lese-Tipp Die Doku "24h Europe – The Next Generation" zeigt einen Tag in Europa von jungen Menschen. Arte, RBB, BR und SWR räumen dafür ihren kompletten Samstag frei. Produzent Thomas Kufus sagt im DWDL-Interview, sie sei "durchaus pro-europäisch", dennoch lassen er und sein Team radikale Aussagen, z.B. von Salafisten und Rechtsextremisten, unkommentiert stehen. Es gehe darum, ein "ungeschöntes Bild von der realen Situation" zu zeigen – das ihn selbst erschüttert habe. Er hoffe auf die Kraft des linearen Live-Fernsehens, die sich sonst nur noch bei Sportübertragungen entfalte.
dwdl.de, arte.tv (Trailer)

Lese-Tipp: Das "Handelsblatt" beleuchtet die Bedeutung von Lauschsprechern.

Lese-Tipp: Auf acht Seiten behandelt das "Handelsblatt" heute das Thema Datenschutz im Zeitalter von Alexa und Co. Christof Kerkmann, Sebastian Matthes und Christian Rickens beschreiben Fälle, die zeigen, wie viel Internetkonzerne nicht zuletzt dank Spracherkennung über uns wissen. Kritiker nennen die Situation "Überwachungskapitalismus" oder "Spionage 4.0".
"Handelsblatt", S. 52

Lese-Tipp: Geht es dem E-Golf gut, geht es Wolfsburg gut.

Lese-Tipp: Der Umfang der im Golf eingesetzten Software steigt exponentiell und damit auch die Fehleranfälligkeit, schreibt Boris Schmidt über seinen Besuch des VW-Entwicklungszentrums. Geht es dem Golf gut, gehe es Wolfsburg gut. Doch Kunden scheinen für die E-Mobilität noch nicht bereit: 2018 fahren nur 2,7 % der verkauften Golf-Modelle rein elektrisch.
"FAS", S. 43 (Paid)

Lese-Tipp: Ein Bonner Zeitungskiosk kämpft sich zurück.

Lese-Tipp: Jürgen Rausch hat zu Zeiten der Bonner Politik den Zeitungskiosk "Bundesbüdchen" betrieben. Kohl und Lambsdorff waren Stammkunden, Joschka Fischer kaufte Asterix-Hefte, Norbert Blüm plauderte bei Bockwurst über die Familie. Das "SZ Magazin" porträtiert Rausch als von der Politik Zurückgelassenen, der sein denkmalgeschütztes Büdchen regelmäßig auf einem Industriehof besucht, wo es lagert. Er wird es bald an einem neuen Platz wiedereröffnen.
"Süddeutsche Zeitung Magazin", S. 8 (Paid)

Lese-Tipp: Susanne Haak von den Grünen verzichtet auf Wahlplakate.

Lese-Tipp: Susanne Haak, 53, Vorsitzende der Grünen im Landkreis Kusel mit rund 70.000 Einwohnern, verzichtet mit ihrer Partei auf Wahlplakate. Wer für den Umweltschutz kämpfe, solle auch selbst Müll vermeiden. Sie will auf Social Media, digitalen Werbetafeln und im direkten Gespräch werben. Die Kollegen in der Berliner Parteizentrale sind wenig begeistert, für die Plakate nutze die Partei recyceltes Material und man wolle den öffentlichen Raum nicht rechten Parteien überlassen.
zeit.de

Lese-Tipp: "Spiegel" besucht zum ersten Todestag das private Umfeld von DJ Avicii.

Lese-Tipp: "Spiegel"-Journalist Felix Hutt begibt sich ein Jahr nach dem Tod von Tim Bergling auf Spurensuche. Als DJ Avicii liebte der feinfühlige, talentierte Künstler seine Fans, doch das Rampenlicht scheute Bergling, poträtiert Hutt. Bei Berglings Tod schließen die Behörden ein Fremdverschulden aus. Bei der Frage nach dem Warum, verstumme sein familiäres Umfeld, "wie ein Fernseher, dem der Stecker gezogen wird".
spiegel.de (Paid)

Lese-Tipp: Christoph Neßhöver porträtiert Liverpool-Trainer Jürgen Klopp.

Lese-Tipp: Seit dem Start von Jürgen Klopp beim FC Liverpool hat sich der Wert des Vereins auf knapp 2 Mrd Dollar verdoppelt. Christoph Neßhöver porträtiert Klopp als Fußball-Manager, der weiß, "wie man sich bestmöglich verkauft". Der Toptrainer müsse inzwischen auch als Topmanager agieren, von dem Führungskräfte vieles lernen könnten.
"manager magazin" 05/2019, S. 30-37 (Paid)

Lese-Tipp: "Handelsblatt" analysiert Discounterpreise von Primark.

Lese-Tipp: Primark verkauft T-Shirts dreimal günstiger als H&M und verdient trotzdem daran, beobachtet Marius Wolf. Die Modekette verwende preiswerte Baumwolle, drücke die Lohnkosten und verzichte auf Zwischenhändler. Primark erreiche damit eine Marge von über 40 %, was die Pressestelle "aufgrund der hohen Anzahl an Anfragen" unbestätigt lässt. Wolfgang Krogmann, Deutschland-Chef von Primark, räumt ein, dass die Arbeitsverhältnisse in den Fabriken "bestimmt nicht perfekt" sind.
orange.handelsblatt.com

Lese-Tipp: Philip Morris hat lange um PR-Chefin Marian Salzman gebuhlt.

Lese-Tipp: Das Tabakunternehmen Philip Morris hat monatelang um die Aufmerksamkeit der heutigen Kommunikationschefin Marian Salzman gebuhlt – deren Vater an Lungenkrebs gestorben ist. Die überzeugte Nichtraucherin erzählt, wie das Unternehmen ihr immer wieder Infos zur eigenen Forschung und Produktentwicklung schickte. Schließlich nahm sie an, um an einer "rauchfreien Zukunft" mitzuarbeiten.
omr.com

Lese-Tipp: Verbands-Chef Torsten Löffler spricht über Bahnhofsbuchhändler.

Lese-Tipp: Torsten Löffler, gerade zum Vorsitzenden des Verbands Deutscher Bahnhofsbuchhändler gewählt, spricht in der "FAZ" mit Michael Hanfeld. Er erklärt, wie die Auswahl an Zeitungen und Zeitschriften in den Läden ohne Anbindung an Presse-Grossisten zustande kommt. In der Branche habe gerade eine "gravierende Marktkonsolidierung" stattgefunden. Von günstigen Online-Flatrates hält Löffler nichts: Sie würden den Markt kaputt machen.
"FAZ", S. 17 (Paid)

Lese-Tipp: Deutschland-Chef von Amazon schließt männliche Alexa nicht aus.

Lese-Tipp: Ralf Kleber, Deutschland-Chef von Amazon, weist Vorwürfe von Marktmissbrauch im Interview mit der "Rheinischen Post" zurück. Nur jede zehnte Bestellung im deutschen Online-Handel betreffe Amazon. Künftig könnten auch Taxis Pakete zustellen. Alexas Sprachkenntnisse sollen zwei Jahre nach Einführung verbessert werden. "In dem Alter habe ich auch noch nicht alles verstanden," sagt Kleber, der eine männliche Alexa-Stimme nicht ausschließt.
rp-online.de

Lese-Tipp: Wie ein chinesischer Medizin-Investor "Bild" für umstrittenen PR-Coup nutzt.

Lese-Tipp: "Bild" bringt im Februar einen unausgereiften Brustkrebs-Bluttest auf die Titelseite und verhilft einem Uni-Startup an der Uni Heidelberg zu einem umstrittenen PR-Coup, schreibt "Spiegel". Wissenschaftler bemängeln fehlende Langzeituntersuchungen, doch der Aktienkurs des chinesischen Investors NKY Medical Holdings steigt um mehr als 35 %. Zu den Investoren gehöre auch der prominent vernetzte Jürgen Harder, Lebensgefährte von Franziska van Almsick.
"Spiegel" 14/2019, S. 102 (Paid)