Lese-Tipp: “FAZ Magazin” zeigt unveröffentlichte Fotos von Schauspielerin Hildegard Knef.

Lese-Tipp: Das "FAZ Magazin" druckt bisher unveröffentlichte Fotos der 2002 verstorbenen Hildegard Knef. Die Schauspielerin war als eine der ersten deutschen Schauspielerinnen auch in Hollywood erfolgreich und prägte "eine ganze Generation", schreibt "FAZ"-Autor Alfons Kaiser.
"FAZ Magazin" 11/2019, S, 31-34 (Paid), instagram.com (Foto-Vorschau)

Lese-Tipp: Ostdeutsche achten beim Einkauf häufig mehr auf Regionalität.

Lese-Tipp: 30 Jahre nach dem Mauerfall kaufen die Ostdeutschen häufig immer noch anders ein als die Westdeutschen, analysiert Jan Schleicher, Rewe-Einkaufschef für Ostdeutschland, in der "Wirtschaftswoche". Viele Ostdeutsche konsumierten lieber regionale Marken, der Preis sei zweitrangig. Die Supermarktkette verkaufe im Osten mehr Bier, Spirituosen und Pralinen.
wiwo.de (Paid)

Lese-Tipp: “Fridays For Future”-Aktivist Maurice Conrad kritisiert die Medien.

Lese-Tipp: "Fridays for Future"-Aktivist Maurice Conrad sagt im "Horizont"-Interview, dass die Bewegung es geschafft habe, die Diskussion um den Klimawandel omnipräsent zu machen. "Fridays for Future" habe durch stabile Strukturen dazu beigetragen. Die Bewegung sei dadurch ein verlässlichen Dialogpartner und gefragter Interviewgast für Medien. Conrad kritisiert die Medien jedoch dafür, dass sie das rechte Narrativ einer eingeschränkten Meinungsfreiheit übernähmen. Schwächen in der Debattenkultur solle man nicht mit einer Einschränkung der Meinungsfreiheit verwechseln.
horizont.net

Lese-Tipp: Marken müssen sich wie Menschen weiterentwickeln.

Lese-Tipp: Bei Marken ist es wie bei Menschen, sie müssen sich im Zeitverlauf weiterentwickeln, um attraktiv zu bleiben, schreibt das "Handelsblatt" über die Notwendigkeit von neuen Markenlogos, wie bei Volkswagen. Viele Manager überschätzten die Wirkung eines neuen Logos. Das Produkt bleibe bei Kunden der größere Hebel, um sich für eine Marke zu entscheiden.
handelsblatt.com

Lese-Tipp: In den 70ern erschien die “Times” ein Jahr nicht.

Lese-Tipp: Historiker Jan-Hendrik Dany schreibt in der "Zeit" über das Jahr 1978/79 in Großbritannien, als die "Times" wegen Arbeitskämpfen nicht erschien. Inhaber Kenneth Thomson setzte die Produktion aus, weil die Druckgewerkschaften ein neues, computergestütztes Verfahren ablehnten. Thomson kündigte 3.000 der 4.300 "Times"-Mitarbeiter. Manche Redakteure beschäftigten sich in dem Jahr auf Recherchereisen, andere schrieben Bücher. Erst nach zwölf Monaten konnten die Gewerkschaften und der Verlag sich einigen.
"Zeit" 46/2019, S. 21 (Paid)

Lese-Tipp: Google-Technikchef Urs Hölzle über Montage.

Lese-Tipp: Googles Technikchef Urs Hölzle war einer der ersten zehn Mitarbeiter des heutigen Tech-Giganten. Im "Süddeutsche"-Interview erklärt er die oberste Prämisse aus den Anfangszeiten: "Irgendwie den nächsten Montag überleben." Da die meisten Menschen zu Hause noch keinen Internetanschluss hatten, war der Andrang bei Google an Montagen immer besonders groß. Dabei habe jeder Montag den vorherigen um 5 bis 10 % übertroffen.
"Süddeutsche Zeitung", S. 22

Lese-Tipp: Politische Verhältnisse wirbeln Medienlandschaft in Estland durch.

Lese-Tipp: In Estland ist Peeter Helme, Chefredakteur von "Postimees", der landesweit größten Tageszeitung, zurückgetreten, weil seine Redaktion ihm ein Ultimatum gestellt hat. Helmes Familie hat viele Mitglieder in der ultrakonservativen Estnischen Konservativen Volkspartei. Jüri Reinvere beschreibt, wie die politischen Verhältnisse die Medienlandschaft Estlands durcheinander rütteln und dass sie zweigeteilt sei in "Postimees" und den öffentlich-rechtlichen, liberalen Rundfunk.
"FAZ", S. 13 (Paid)

Lese-Tipp: Peter Lohmeyer spricht nach der Tönnies-Affäre über seinen Schalke-Austritt.

Lese-Tipp: Schauspieler und Schalke-Fan Peter Lohmeyer spricht im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" über den Wunsch nach mehr Haltung im Fußball und die Rassimus-Affäre um Schalke-Aufsichtsratschef Tönnies. Lohmeyer stieg aus dem Verein aus - ohne Reaktion des Clubs. "Wenn man sich scheiden lässt, meldet sich die Ex-Frau auch nicht gleich", sagt Lohmeyer.
"Süddeutsche Zeitung", S. 43 (Paid)

Lese-Tipp: Luisa Neubauer ist bei der Klimarettung nicht uneingeschränkt optimistisch.

Lese-Tipp: Luisa Neubauer, Aktivistin bei "Fridays for Future" und Klimawandel-Buchautorin, bezeichnet sich im Domradio-Interview als "Possibilistin". Die Demonstranten seien "nicht uneingeschränkt optimistisch", wollten aber "nicht in diese Lethargie eines Pessimismus" verfallen. Die Klimarettung sei "ein gigantischer Arbeitsauftrag".
domradio.de

Lese-Tipp: Roland Bergers Vater war doch kein moralisches Vorbild.

Lese-Tipp: Roland Berger, Gründer der gleichnamigen Unternehmensberatung, hat seinen Vater jahrelang als Nazi-Opfer stilisiert. Eine Recherche des "Handelsblatts" zeigt Georg Berger dagegen als Funktionär, Anhänger und Profiteur des Nazi-Regimes. 1942 wurde er demnach beim Horten von Lebensmitteln erwischt, verlor seinen Job als Chef einer arisierten Bäckerei - und hatte erst dann tatsächlich Ärger. Er wurde in den Kriegsdienst geschickt, allerdings nicht, wie Roland Berger "manchen Medien" erzählt habe, zuvor ins KZ Dachau. Bei der Entnazifizierung kam Georg Berger als "Minderbelasteter" mit Geld- und Bewährungsstrafe davon - und empfand auch das noch als ungerecht. Das "Handelsblatt"-Team fragt sich, ob es sich seitens des Sohnes um "bewusste Schönfärberei oder einen tragischen Fall von Selbstbetrug" handele - ohne eine Antwort zu geben.
handelsblatt.com

Lese-Tipp: “Wirtschaftswoche” beleuchtet den Schein der Online-Sterne.

Lese-Tipp: Online-Bewertungen sollen Authentizität suggerieren, werden aber immer häufiger von Agenturen systematisch gefälscht, beobachtet die "Witschaftswoche". Das Verbraucherschutzministerium will gemäß EU-Richtlinie, dass Portale künftig mit "angemessenen Maßnahmen" prüfen, ob Online-Bewertungen echt sind.
"Wirtschaftswoche" 44/2019, S. 16-24 (Paid)

Lese-Tipp: Antonio Brissa lässt Roboter Werbe-Briefe schreiben.

Lese-Tipp: Antonio Brissa, ehemals Senior Vice President bei SAP, führt mit Pensaki ein Unternehmen für Dialogmarketing und verkauft Werbebriefe. Roboter schreiben sie mit Montblanc-Füllern so täuschend "handschriftlich", dass selbst Grafologen keinen Unterschied erkennen. Laut Brissa erzeugen die Briefe mehr Wertschätzung und höheren Rücklauf als herkömmliche Werbemailings.
"Werben & Verkaufen" 10.2/2019, S. 10-11 (Paid)

Lese-Tipp: Juliane von Reppert-Bismarck erzählt, wie Schüler Medien wahrnehmen.

Lese-Tipp: Juliane von Reppert-Bismarck spricht im Interview mit Silke Fokken über ihre Erfahrungen mit ihrem Projekt Lie Detectors. Dabei gehen Journalisten in Schulklassen und vermitteln, wie sie Fake News identifizieren können. Ein Aha-Erlebnis sei für von Reppert-Bismarck gewesen, als ihr 13-jähriges Patentkind erzählt habe, dass viele Klassenkameradinnen für Donald Trump seien und dies an Botschaften auf Instagram liege.
spiegel.de

Lese-Tipp: Caroline Spiegel baut eine Plattform für Audio-Pornos auf.

Lese-Tipp: Die "Süddeutsche" porträtiert Caroline Spiegel, die viel mehr sei als die Schwester des Snapchat-Gründers Evan Spiegel. Sie hat Quinn gegründet, eine Plattform für Audio-Pornos, die nicht in der Schmuddelecke landen, sondern Teil der "Selfcare" sein sollen. Dank überwundener Essstörung nehme man Spiegel ihre Philosophie ab, mit Quinn muss sie sich aber beeilen. Es gibt mindestens drei ernsthafte Konkurrenten, ein festes Erlösmodell hat Spiegel noch nicht.
sueddeutsche.de

Lese-Tipp: Per Mertesacker vermisste in England den Austausch mit Journalisten.

Lese-Tipp: Per Mertesacker, Ex-Arsenal-Fußballprofi und künftiger Dazn-Kommentator, sagt im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung", dass sich der Sportjournalismus in Deutschland und England unterscheidet. In England schirmten Vereine die Spieler stärker von den Medien ab. Ein Austausch mit Journalisten sei seltener, was zu mehr Spekulationen in der Yellow Press führe.
"Süddeutsche Zeitung", S. 11 (Paid)

Lese-Tipp: Khashoggi-Verlobte will Mord nicht vergessen lassen.

Lese-Tipp: Vor knapp einem Jahr wurde der Journalist Jamal Khashoggi im saudischen Konsulat in Istanbul ermordet. Alexandra Rojkov porträtiert Khashoggis Verlobte Hatice Cengiz, die für Gerechtigkeit kämpft und gerne ein neues Leben beginnen würde, aber auch sagt: "Wenn ich auf­hö­re, über Ja­mal zu spre­chen, wird sein Tod von der Agen­da ver­schwin­den." Georg Mascolo und Ronen Steinke vermissen in der "Süddeutschen" international den Willen, den Fall ernsthaft aufzuklären.
"Spiegel" 40/2019, S. 99/100 (Paid), sueddeutsche.de

Lese-Tipp: Beratungsunternehmen PwC setzt Millionen mit staatlichen Aufträgen um.

Lese-Tipp: "Bild am Sonntag" und Business Insider enthüllen eine Liste mit fast 6.000 staatlichen oder halbstaatlichen Auftraggebern von PcW, Deutschlands größtem Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen. Darunter seien Behörden, Ämter, Ministerien sowie Kitas, Flughäfen, Krankenhäuser, Vereine, Parteien, Banken und Kirchen. Der Nettoumsatz dieser Aufträge liege allein im Geschäftsjahr 2018/19 bei 236 Mio Euro. Der deutsche Staat setze trotz seiner 4,8 Mio Beschäftigten immer mehr auf externe Berater. Größter PwC-Auftraggeber sei das Bundes-Wirtschaftsministerium.
businessinsider.de, bild.de (Paid)

Lese-Tipp: “Spiegel” veröffentlicht Abschnitt aus Juan Morenos Relotius-Buch.

Lese-Tipp: Der "Spiegel" veröffentlicht einen Auszug aus dem Buch von Juan Moreno über Claas Relotius. Moreno charakterisiert Relotius als notorischen Lügner und beschreibt, wie der Reporter gegenüber Vorgesetzten eine krebskranke Schwester erfand. Steffen Klusmann schreibt, Morenos Buch sei keine Abrechnung – aber keines, das dem "Spiegel" gefallen kann.
spiegel.de (Auszug), spiegel.de (Klusmann)

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Spiegel"-Chef Steffen Klusmann über die Konsequenzen aus dem Relotius-Skandal.

Lese-Tipp: Videos gewinnen das “Game of Phones”, sagt Richard Gutjahr.

Lese-Tipp: Medien-Erklärer Richard Gutjahr beschreibt den nächsten Medienwandel. Nachdem Smartphones gegen Papier gewonnen haben, gewinne nun Video gegen Buchstaben. Nur lange Ladezeiten und geringe Netzabdeckung hätten hierzulande einen unnatürlich langen Bestandsschutz für Text und Audio bedeutet. Gutjahr empfiehlt, sich dem mündigen und bisweilen tief verunsicherten Publikum zu stellen, statt sich im nächsten Scheingefecht mit Google und Facebook aufzuhalten.
journalist-magazin.de

Lese-Tipp: Günther Jauch spricht über Jubiläum von “Wer wird Millionär?”.

Lese-Tipp: Günther Jauch, weltweit dienstältester Moderator von "Wer wird Millionär?", spricht im "FAZ"-Interview über den 20. Geburtstag des RTL-Klassikers. Zwar könne sich "jeder Münchner Reihenhausbesitzer" heute Millionär nennen, dennoch sei der Begriff "sagenumwoben". Jauch habe keine TV-Verträge, die ihn "bis zum 80. Lebensjahr fesseln". Das lineare Fernsehen spiele weiterhin "eine entscheidende Rolle" im Werbemarkt, da Inhalte wichtiger als die Plattform seien.
"FAZ", S. 15 (Paid)

Lese-Tipp: “Süddeutsche” und ARD dokumentieren, wie die Neue Rechte Kulturhäuser unter Druck setzt.

Lese-Tipp: Akteure aus dem rechten bis rechtsextremen Spektrum versuchen mit unterschiedlichen Mitteln, Kulturinstitutionen zu diskreditieren, die ein weltoffenes Weltbild transportieren, berichten Peter Laudenbach und John Goetz. Sie präsentieren eine gemeinsame Recherche von ARD und "Süddeutscher Zeitung", die Fälle von Dezember 2016 bis heute dokumentiert. Darunter sind Reden und Anträge von AfD Politikern, die Fördermittel streichen wollen oder zu Demonstrationen aufrufen, aber auch offene Gewaltandrohungen rechter Gruppen.
sueddeutsche.de

Lese-Tipp: Die “FAS” portratiert “Delivery Hero”-Gründer Niklas Östberg.

Lese-Tipp: Niklas Östberg, Gründer und Chef von Delivery Hero, ist "wohltuend ruhig und besonnen für einen Berliner Gründer", schreibt Bettina Weiguny in ihrem Portrait. Vom Deutschland-Geschäft habe sich Östberg schweren Herzens getrennt. Gerade in Schwellenländern will er dafür expandieren und künftig neben Essen auch Medikamente und Supermarkt-Produkte liefern. Er wünsche sich zudem weniger Plastik und glaube, dass Kochen in Zukunft nur noch ein Hobby sei.
"FAS", S. 24 (Paid)

Lese-Tipp: US-Priester nutzt Tiktok, um seinen Glauben zu verbreiten.

Lese-Tipp: David W. Peters ist ein viraler US-Priester, der Tiktok nutzt, um in einem texanischen Vorort seine Schäfchen zu versammeln. Er kombiniert kirchliche Botschaften z.B. mit dem Soundtrack von "La-la-Land" und blinkenden "Hot Priest Summer"-Schriftzügen. Peters sei wirklich lustig und deshalb so erfolgreich bei Tiktok, schreibt Joseph Earp. Er komme bei der jungen Zielgruppe an, weil er nicht versuche, sie zu täuschen oder sich anzubiedern.
theguardian.com

Lese-Tipp: Der indonesische Onlinehändler Bukalapak ist stärker als Amazon.

Lese-Tipp: Der digitale Marktplatz Bukalapak in Indonesien ist erfolgreicher als Amazon, schreibt Mathias Peer. Gründer Achmad Zaky, 32, hat ein Netzwerk an Tante-Emma-Läden aufgebaut, in denen die mehr als ein Drittel der Bevölkerung ohne Internetzugang Waren online bestellen können. Die Ladenbesitzer wiederum sparen sich durch die App den Weg zum Großhandel. Indonesische Probleme seien so einzigartig, dass Größen wie Amazon und Co den Markt oft scheuen und so Platz für lokale Startups bleibe.
handelsblatt.com

Lese-Tipp: Matthias Kolb portraitiert den EU-Journalisten Ryan Heath.

Lese-Tipp: Ryan Heath war als Autor des kostenlosen Politico-Newsletters Brussels Playbook drei Jahre lang der vielleicht einflussreichste Journalist im EU-Politikbetrieb. Matthias Kolb portraitiert den Australier in der "Süddeutschen Zeitung", der über den Umweg als Redenschreiber zurück in den Journalismus gefunden hat und künftig aus den USA berichtet.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Gelächter-Ingenieur Charles Douglass veränderte Comedy-Shows.

Lese-Tipp: Charles Douglass, der Erfinder der Lach-Konserve, kam 1953 auf die Idee, mit Gelächter Geld zu machen, schreibt Danny Kringiel. Der Ingenieur entwickelte dafür aus einer Schreib- eine "Lachmaschine" mit 320 verschiedenen Lachern, vom "frühen Kichern des Blitzmerkers" bis zum "dröhnenden Wiehern des Spätzünders". Seine Arbeit hielt er geheim, einerseits um ein Lach-Monopol zu halten, andererseits, weil sie für Filmstudios unverzichtbar wurde, sie es aber nicht zugeben wollten. Die Lacher vom Band "veränderten die Spielregeln von Comedy-Shows".
spiegel.de

Alexandra Van Houtte hat Tagwalk zum wichtigen Mode-Tech-Unternehmen gemacht.

Lese-Tipp: Alexandra Van Houtte hat mit Tagwalk das "Google der Mode" für Stylisten, Redakteure und Designer erfunden, schreibt Trisha Balster. Die Suchmaschine ist eines der wichtigsten Mode-Tech-Unternehmen. Van Houtte erklärt im "Iconist"-Interview, dass sie sich beim Businessplan auf ihr Bauchgefühl verlassen und deshalb u.a. auf Werbung und eine Paywall verzichtet habe. Die Plattform stecke aktuell in einer schwierigen Phase, nicht mehr in den Kinderschuhen, "aber auch noch nicht richtig groß".
welt.de

Falk-Anklage ist dubios, schreibt Gerichtsreporterin Gisela Friedrichsen.

Stadtplan-Erbe Alexander Falk ist der Anstiftung zum Mord angeklagt, der Prozess beginnt am 21. August. Der Fall habe das Zeug zum Thriller, schreibt Gerichtsreporterin Gisela Friedrichsen. Es gibt u.a. zwielichtige Zeugen und dubioses Beweismaterial wie einen Audio-Mitschnitt, der von der Staatsanwaltschaft wohl nicht korrekt ausgewertet und offenbar manipuliert wurde. Falk will aussagen.
"Welt am Sonntag", S. 16 (Paid), turi2.de (Background)

Lese-Tipp: die Entstehung des Bundesliga-Logos.

Lese-Tipp: Das Bundesliga-Logo feiert mit Beginn der neuen Saison 18-Jähriges, Werbetexter Andree Bock erzählt die Underdog-Geschichte seiner Entstehung. Er half Constantin Weimar, damals Chef der Agentur WM Team, beim Pitch der DFL, die ab 2001 die Markenkommunikation auf professionellere Füße stellte. Mit vereinten Kräften habe man Gold als Logofarbe verhindert – als Sonderfarbe hätte es bei Druckmitteln die Kosten in die Höhe getrieben. Über die Jahre ist der Spieler dünner geworden, neigt seinen Kopf etwas mehr und hat einen anderen Ball bekommen.
newsletter.pitgottschalk.de

Lese-Tipp: Die “Zeit” schreibt, wie Rechte YouTube nutzen, um Jugendliche zu erreichen.

Lese-Tipp: Tanya Falenczyk spricht für die "Zeit" mit YouTubern der Identitären Bewegung, die das Netzwerk nutzen, um Jugendliche für ihre Themen zu sensibilisieren. Über ihre Unterstützer wollen sie nicht reden, bestätigen aber, dass sie viele Minderjährige erreichen. Zudem redet Falenczyk mit Jugendlichen über ihre Sehgewohnheiten. Die Videos der Identitären kommen bei ihnen an - was sich dahinter verbirgt, wissen sie jedoch nicht.
"Zeit" 34/2019, S. 59 (Paid)

Lese-Tipp: Heino Fröhlich macht traditionellen Buchdruck in Berlin.

Lese-Tipp: Sebastian Gubernator porträtiert Buchdrucker und Schriftsetzer Heino Fröhlich aus Berlin, einen der letzten seiner Art, der u.a. Visitenkarten, Geburts- und Todesanzeigen aus Bleilettern zusammenbaut. Seine Heidelberger Druckmaschine ist "wie ein Orchester", mit Fröhlich als Dirigent. Leider kann er seinen Laden nicht mehr lange führen und sucht wegen einer ALS-Erkrankung Nachfolger.
"Welt am Sonntag", S. 15 (Paid)

Lese-Tipp: Emojis bilden aber eine “in Watte gepackte Realität” ab, schreibt Elisabeth Gamperl.

Lese-Tipp: Emojis sind das Verständigungstool der globalen Smartphone-Gesellschaft, schreibt Elisabeth Gamperl in der "Süddeutschen". Die inzwischen 3.000 Bildzeichen liefern die emotionale Tonspur zur getippten Information. Am Ende sei die Emoji-Welt jedoch eine "in Watte gepackte Realität", in der sich alle zu Hause fühlen, achtsam, divers und weltoffen seien.
"Süddeutsche Zeitung am Wochenende", S. 11 - 13 (Paid)

Lese-Tipp: Philipp Freise hat bald einen Koffer in Berlin.

Lese-Tipp: Philipp Freise heißt der neue, starke Mann bei Springer. Der Manager des Investors KKR steuert die europäischen Medien- und Tech-Beteiligungen – und sitzt vielleicht bald im Springer-Aufsichtsrat. Freise habe nach 20 Jahren viele Kontakte und eine Karriere, wie von einem Business-Coach ausgedacht, schreibt Christoph Rottwilm.
manager-magazin.de, turi2.de (Background KKR)

Lese-Tipp: Springer-Chef Döpfner kritisiert Abschaffung der “DDR”-Anführungszeichen.

Lese-Tipp: Springer schrieb "DDR" bis August 1989 in Anführungszeichen, erinnert sich die "Welt am Sonntag". Die Schreibweise sollte daran erinnern, dass der Staat weder "deutsch noch demokratisch noch eine Republik" sei. Springer-Chef Mathias Döpfner kommentiert die damalige Abschaffung als eine "opportunistische Peinlichkeit“ und "historischen Fehler".
"Welt am Sonntag", S. 49 (Paid), welt.de (Döpfner-Kommentar, Paid)

Lese-Tipp: “Spiegel” begibt sich nach zwei Boeing-Abstürzen auf Spurensuche.

Lese-Tipp: Der Absturz zweier baugleicher Flugzeuge beschädigt nicht nur Boeing, sondern auch die Vertrauenswürdigkeit in den Konzern sowie die der Zulassungsbehörden, beobachtet der "Spiegel" nach Recherchen in den USA und Indonesien. Es herrsche starker Konkurrenzkampf in der Luftfahrtbranche, Kritiker würden oft diskriminiert, was die Fehlersuche erschwere.
"Spiegel" 32/2019, S. 11-24 (Paid), turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Journalistin aus Venezuela erklärt die staatliche Pressezensur.

Lese-Tipp: Die "taz" spricht mit Journalistin Marjuli Matheus Hidalgo über ihre Arbeit in Venezuela und die dortige Zensur. Seit den 2000ern setzt der Staat die Presse kontinuierlich mit Gesetzen, Sanktionen und sprachlichen Vorgaben unter Druck. Es gibt kaum noch Papier. Journalisten, die nicht regierungskonform berichten, kommen ins Gefängnis. Es gibt ohnehin nur noch sehr wenige von ihnen. Auch Hidalgo ist inzwischen nach Chile ausgewandert.
taz.de

Lese-Tipp: Martin Liss gibt Tipps für den Einstieg ins Podcasting.

Lese-Tipp: Wie der Einstieg ins Podcasting gelingt, sagt Martin Liss im Podcast-Dossier von "Kress Pro". Der Audio-Berater gibt acht Tipps vom Inhalt bis zur Vermarktung. Die größten Hürden etwa seien ein klarer Themen-Fokus und Regelmäßigkeit. Technisch genüge für Einsteiger ein gutes Mikro, ein Smartphone und eine passende App wie Anchor (Android). Das Budget sollte 50:50 in das Produkt und ins Marketing fließen.

Spannendster Vermarktungs-Fact im "Kress"-Dossier: Zwar fehlen noch einheitliche Reichweiten-Messungen, TKPs und andere Werbe-Standards, die Preise, die Vermarkter aufrufen, sind dennoch beträchtlich, vor allem für vom Podcast-Moderator gesprochene Werbung. Kampagnen liegen zwischen 4.000 und 12.000 Euro.
"Kress Pro" 6/2019, Dossier Podcasts (Paid)

Lese-Tipp: Philipp Lahm spricht mit der “Zeit” über seine Beziehung zu Journalisten.

Lese-Tipp: Ex-Fußballer Philipp Lahm spricht mit der "Zeit" über das Verhältnis zwischen Fußballern und Journalisten. Durch Social Media seien Fußballer heute ihr eigenes Medium. Einige Journalisten hätten zwar die Handynummer von Lahm, jedoch nicht für Deals: Kein Journalist würde ihn für Zitate direkt anrufen, betont Lahm, "vielleicht schicken sie mir eine SMS zum Geburtstag".
"Zeit" 31/2019, S. 16 (Paid)

Lese-Tipp: Blinde Zuschauerin rezensiert die barrierefreie RTL2-Serie “Falkenberg”.

Lese-Tipp: "Falkenberg" auf RTL2 ist die erste barrierefreie Serie im deutschen Privatfernsehen, Kathrin Müller-Lancé schaut sie mit einer blinden Zuschauerin. Sie schaut mit der App Greta fern, die Audiodeskriptionen zu TV- und Kinofilmen bietet. Sie zu produzieren ist aufwendig, auch die Öffis bieten deshalb bisher nur wenige Hörfassungen an – allerdings vertonen sie mit professionellen Sprechern. Bei "Falkenberg" stört die automatisierte Stimme, die eher nach Navi klingt.
sueddeutsche.de (Paid)

Lese-Tipp: Freigeist Benjamin Otto soll das Familien-Unternehmen digitalisieren.

Lese-Tipp: Benjamin Otto, 44, ist der Hoffnungsträger seiner Händler-Familie und soll das Lebenswerk seines Vaters im Digitalzeitalter verteidigen, schreibt Martin Mehringer. Er porträtiert Otto als nachdenklichen Unternehmer, dem die Handelsphilosophien von Amazon und Alibaba zuwider sind. Zu seinem Vater hat er ein freundschaftliches Verhältnis, früher verdingte er sich als DJ und brachte sich selbst programmieren bei. Im Konzern halten ihn manche für "schwer zu lesen" und zu sanftmütig, um die Firma zu führen. Otto selbst engagiert sich die Hälfte seiner Zeit sozial, will z.B. Schulen nach neuem Modell starten. Privat plant er seine Zukunft auf einem Biobauernhof, wo er Pferde züchten will.

Nach Studium und Selbstfindung gründete Otto zunächst selbst mehrere Unternehmen, z.B. einen Medientechnik-Verleih und eine Planungsgesellschaft. 2012 verkaufte er sie und übernahm im Familienkonzern neben Tarek Müller die Aufgabe, mit About You eine Otto-Antwort auf Zalando zu finden. Das operative Geschäft liegt ihm aber nicht, er will nicht in die Konzernführung und sitzt stattdessen nun im Rat der Michael Otto Stiftung und ist Mitglied des Gesellschafter- und Aufsichtsrats. Er kümmert sich um den Kulturwandel, die Marken, Marketing und Digitalisierung und hat viele weitere Ideen, z.B. eine Google-Alternative für ethischen Konsum.
"manager magazin", S. 40 (Paid)

Lese-Tipp: “manager magazin” spricht Verena Bahlsen Führungskompetenz ab.

Keks-Krümel: Die Lage im Keks-Konzern Bahlsen ist dramatischer, als bisher bekannt, analysiert das "manager magazin". Patriarch Werner Michael Bahlsen gebe kaum unternehmerische Impulse, Fluktuation und Machtkämpfe regieren auf der Management-Ebene. Nun drohen Umsätze und Gewinne weiter zu zerbröseln.

Dass Bahlen mit Tochter Verena die richtige Nachfolgerin gewählt hat, versieht das "manager magazin" mit einem dicken Fragezeichen. In der Öffentlichkeit – zuletzt mit ihren Äußerungen zur Nazi-Vergangenheit – und auch im Unternehmen sorge die Mittzwanzigerin für Kopfschütteln. Verena benehme sich wie ein "vorlautes Kind", zitiert das Magazin eine Führungskraft und spricht ihr unternehmerische Kompetenz ab.
"manager magazin", S. 48-51 (Paid)

Update 12 Uhr: Bahlsen reagiert mit einem Widerspruch auf die Meldung des "manager magazin". Das ausführliche Statement gibt es hier.

Aus dem Archiv von turi2.tv: Wie Verena Bahlsen das Keks-Business umkrempelt (Dezember 2018).

Junge Zielgruppen: “FAZ” setzt auf Social, “Zeit” auf Podcasts.

Lese-Tipp: Große Verlage versuchen mit unterschiedlichen Strategien, junge Zielgruppen im Netz zu gewinnen, beobachtet Henrik Rampe. FAZ-Chef Thomas Lindner setzt auf Social Media und verzichtet auf ein Jugendportal, weil die "FAZ" nicht hippes Jugendmagazin spielen will. Zeit-Online-Chef Christian Röpke hat elf Podcasts im Portfolio, die nicht direkt Abos generieren, aber die Marke bilden sollen.
horizont.net