Lese-Tipp: Klaus Brinkbäumer analysiert die Politik-Ambitionen von Tucker Carlson.

Lese-Tipp: Tucker Carlson, Fox-News-Moderator und einer der medialen Wasserträger von Donald Trump, ist als republikanischer Kandidat für die US-Wahl 2024 im Gespräch, beobachtet Klaus Brinkbäumer. Zuletzt hatte Carlson allerdings Trump-Fans gegen sich aufgebracht, weil er Joe Bidens Wahlsieg verkündet und Wahlbetrugsvorwürfe hinterfragt hat. Brinkbäumer beschreibt Carlson als konservativen Opportunisten, der als "seriöser Journalist" anfing - u.a. beim "New Yorker" und CNN - und sich bei Fox News radikalisierte.
zeit.de

Lese-Tipp: Florian Klenk will in Terror-Berichten Leser*innen nicht bevormunden.

Lese-Tipp: "Falter"-Chefredakteur Florian Klenk verteidigt im Übermedien-Interview, in seiner Berichterstattung zum Terrorakt in Wien als erster Details zum Täter veröffentlicht zu haben. "Ich bin Journalist und meine, dass die Öffentlichkeit ein Recht darauf hat, zu erfahren, wer der Täter ist." Man könnte sogar darüber streiten, ob hinter gewissen Schranken wie einer Altersprüfung Tat und Bekennervideo gezeigt werden. "Wir schreiben den Leuten dauernd vor, was sie sehen dürfen." Damit mache man Täter nicht zu Helden, sondern ordne sie und ihre Taten ein. Live-Informationen via Twitter will Klenk künftig nicht mehr über seinen privaten Account teilen, weil er gemerkt habe, "dass sich in einer solchen Nacht die Emotionen – der Hass, die Wut, die Verzweiflung – auch irreale Wege bahnen".
uebermedien.de

Lese-Tipp: Karl Lauterbach prescht in der Corona-Pandemie “mit eigenem Drehbuch” voran.

Lese-Tipp: SPD-Gesundheits­experte Karl Lauterbach ist in der Corona-Pandemie "Rechthaber und Spiel­verderber" zugleich, schreibt Simone Schmollack in ihrem Porträt in der "taz". Fast alles, was Lauterbach prognostiziert, ist auch eingetroffen. Seine mahnenden Tweets "kommen mit einer Dringlichkeit daher, die komplett humorlos ist". Als Abgeordneter ohne Posten könne er "machen und sagen, was er will", presche "mit eigenem Drehbuch, eigenem Tempo, eigenen Thesen" voran. Die Partei brauche Lauterbach für seine Mission "gerade nicht sonderlich".
taz.de

Lese-Tipp: Die “Wirtschaftswoche” beleuchtet Mobbing als “Karrieremacher”.

Lese-Tipp: Die "Wirtschaftswoche" beleuchtet Mobbing als "Karrieremacher" und bemüht dafür u.a. das Beispiel Mathias Döpfner. Der Springer-Chef wurde im Sportunterricht immer als letzter in die Mannschaft gewählt, weil er schon in jungen Jahren außergewöhnlich groß war. Genützt könnte es ihm nicht nur laut Psychologen haben. Seine Einschätzung: "Ich habe gelesen, dass beruflicher Erfolg die Konsequenz von Zurückweisung in der Kindheit ist".
"Wirtschaftswoche" 48/2020, S. 96 (Paid)

Lese-Tipp: Meinungsjournalismus muss sich weiterentwickeln.

Glaubwürdigkeit ist das höchste journalistische Gut, sagt Jochen Bittner, Co-Leiter des "Streit"-Ressorts der "Zeit", im Fachjournalist.de-Interview und rät seinen Kolleg*innen besonders auf Twitter zur Zurückhaltung. Er beobachtet im deutschen Journalismus einen "Bekenntniszwang", weil sich die politische Mitte ausdünnt. Die Trennung zwischen Nachricht und Kommentar befürwortet Bittner, beschreibt die Perspektive der "Zeit" allerdings als "transparente Subjektivität".
fachjournalist.de

Lese-Tipp: Hilfe gegen die legale Abmahn-Masche mit kostenlosen Fotos.

Lese-Tipp: Die "Süddeutsche Zeitung" beschreibt die einfache, aber wirksame Masche, bei der Fotograf Marco Verch im Internet kostenlose Fotos auf Plattformen wie Flickr anbietet und sie sich danach doch bezahlen lässt. Denn das jeweilige Foto muss kompliziert verlinkt werden, die Regeln dazu stehen "ein paar Klicks entfernt, etwas verborgen". Urheberrechtsanwalt Markus Kompa boxt bis zu 100 Mandant*innen pro Jahr aus Verchs Forderungen heraus – und gibt den Tipp: vorbeugende Unterlassungsverpflichtungserklärung abgeben, aber bloß nicht zahlen. Die Schadenersatzforderungen seien unberechtigt, denn einen Schaden kann nur haben, wer auch sonst als Fotograf*in Lizenzen verkauft. Verchs Geschäftsmodell hingegen ist bisher legal.
sueddeutsche.de

Lese-Tipp: Nathan Grossman, Dokumentarfilmer von “Ich bin Greta”, über die Produktion.

Lese-Tipp: Ein Jahr begleitete der schwedische Dokumentarfilmer Nathan Grossman Klimaaktivistin Greta Thunberg für die Dokumentation Ich bin Greta. Er hatte sie sehr früh auf dem Schirm und so das Glück, ihren Weg von Begann an begleiten zu können. Im Interview mit Daniel Bouhs erzählt er, wie er ihr Vertrauen gewonnen hat – denn Thunberg zeigt sich in dem Film offen und nahbar und gibt Einblick in private Momente mit ihrer Familie. Sie habe Grossmann gedankt, weil der Film zeige, dass sie mehr sei "als ein sehr wütendes Kind". Schwedische Medien seien insgesamt weniger boulevardesk mit ihr umgegangen und hätten sich "mehr darauf konzentriert, was sie sagen will."
daniel-bouhs.de, daserste.de (Film)

Lese-Tipp: KI soll Staat helfen, Hatespeech im Netz zu verfolgen.

Lese-Tipp: Die Behörde Zitis trainiert in München eine Software, die helfen soll, strafbare Hatespeech zu identifizieren, schreiben Jannis Brühl und Ronen Steinke. Denn die Behörde drohe, "schon bald von einer Flut von Strafanzeigen gegen Online-Hetze überspült zu werden". Die KI soll vorfiltern und muss dafür lernen, welche Begriffe strafbar sind – momentan reagiere sie oft zu sensibel.
sueddeutsche.de

Lese-Tipp: Steinmeier spricht mit Corona-Genesenen über Langzeitfolgen.

Lese-Tipp: Im Gespräch mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier berichten Covid-19-Genesene von Nachwirkungen der Erkrankung. Selbst jüngere Menschen klagen noch lange über Atemnot, Müdigkeit und Wortfindungsstörungen. Joachim Huber, Chef des Medienressorts beim "Tagesspiegel", schildert seine Erfahrungen als Koma-Patient und sagt: "Corona ist ein Arschloch".
tagesspiegel.de, turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Julian Reichelt warnt vor einer Spaltung zwischen Berlin und dem Rest Deutschlands.

Lese-Tipp: Im online vorab veröffentlichtem Interview mit der "NZZ am Wochenende" sagt "Bild"-Chef Julian Reichelt , in Deutschland gebe es einen großen Graben zwischen Berlin und dem Rest des Landes. In Berlin sei er sogar "massivsten Aggressionen ausgesetzt". Reichelt kritisiert zudem das "Weltbild der öffentlich-rechtlichen Sender", das dafür sorge, dass Vertreter*innen der "Bild" nur in Talkshows eingeladen werden, wenn jemand für eine klischeehafte, unsympathische Position gesucht wird.
nzz.ch (frei nach Anmeldung)

Lese-Tipp: Imre Grimm wünscht sich mehr Medienkritik für Normalos.

Lese-Tipp: Imre Grimm diagnostiziert der Branche unnötige Unsicherheit, die sie zu überwinden versucht, indem sie sich der Zielgruppe als "publizistische Servicekräfte" andient. Grimm selbst teilt die Sorgen nicht, fragt sich aber, warum trotz funktionierender Medienkritik die Medienkompetenz nicht größer ist. Er glaubt, Medienjournalist*innen sollten weniger für die Branche und mehr für Normalmenschen schreiben, Medienkunde verpflichtend sein sowie Medien selbst transparenter erklären, was sie tun.
mdr.de

Lese-Tipp: Ein Literaturwissenschaftler kramt im “Tagesschau”-Archiv.

Lese-Tipp: Literaturwissenschaftler Hannes Fischer droht mit seinem Twitter-Account @Tagesschau20Jahre das Erinnern an, sagt er der "Süddeutschen Zeitung". Auf dem Kanal präsentiert Fischer 20 Jahre alte "Tagesschau"-Meldungen. Die weisen manchmal einen erstaunlichen Gegenwarts­bezug auf, etwa bei der Klimakrise. Bei Themen wie dem Transrapid seien die Beiträge dagegen "eine Zukunft geblieben, die nie eingelöst wurde".
sueddeutsche.de via bildblog.de

Lese-Tipp: Springer-Journalist Claudius Senst berichtet über seine Zeit im Trump-Amerika.

Lese-Tipp: Claudius Senst arbeitet seit vier Jahren für Springer in New York und erlebt seitdem ein Amerika, das er nicht erwartet hatte. Vor seinem Dienstantritt hatte kaum einer ein Trump-Amerika für möglich gehalten, nun ist es seit vier Jahren seine Realität. Auf die Wahl blickt Senst mit Sorge, weil die Polarisierung noch weiter zugenommen habe.
manager-magazin.de

Meinung: Streamingdienste entmündigen ihre Nutzer*innen.

Netflix LogoLese-Tipp: Medienwissenschaftler Marcus Kleiner sagt im Interview mit "Cicero", dass Streaming-Dienste wie Netflix die Zuschauer*innen passiv machen und entmündigen, sogar demokratiegefährdend sein können, weil sie "ein negatives Politikbild vermitteln". Kleiner plädiert für mehr Transparenz im Umgang der Streaminganbieter mit deren Algorithmen und Datennutzung. Er teilt außerdem gegen Digital Natives aus: Die, aufgewachsen mit einer "Like-Ökonomie", seien "zutiefst narzisstisch".
cicero.de

Lese-Tipp: Nachruf auf Sean Connery von Hanns-Georg Rodek.

Lese-Tipp: Der mit 90 Jahren verstorbene Sean Connery war "der beste Bond aller Zeiten", schuf die Figur überhaupt erst und befreite sich später "mit gnadenlosem Killerinstinkt" von ihr, schreibt Hanns-Georg Rodek in einem Nachruf. In seinen Anfangsjahren sei er wegen seiner Größe und "Lernwut" aufgefallen, später als "beinharter Verhandler", der unter anderem die "Bond"-Produzenten auf einen Erfolgsnachschlag verklagte. Mit "Der Name der Rose" habe Connery schließlich "den Status des Elder Statesman, den man alles spielen lassen kann", erreicht.
welt.de, turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Designerinnen und Designer erzählen von ihren liebsten Fehlschlägen.

Lese-Tipp: Im "SZ-Magazin" beschreiben zehn Designer*innen von ihren liebsten Flops und was sie daraus gelernt haben. Cecilie Manz beschreibt zum Beispiel, wie sie mit dem Kleiderbaum traditionelle Muster aufbrechen wollte, er aber zu einem Albtraum für Tischler wurde und von Verkäufern nicht verstanden wurde. Ron Arad erzählt, wie er eine Villa bei Marrakesch nie fertigstellen durfte und so lernte, dass Projekte oft nicht realisiert werden.
sueddeutsche.de

Lese-Tipp: Teresa Bücker wirbt für Gefühle trotz Pandemie

Lese-Tipp: Junge Menschen brauchen in der Corona-Pandemie das Recht, über zerplatze Träume traurig zu sein, auch wenn ein Abschlussball oder ein Auslandsjahr nicht für jeden wichtig sind, schreibt Teresa Bücker. "Auch Spaß zu haben ist systemrelevant." Es diene der Persönlichkeitsentfaltung. Wichtig sei zudem, dass Kinder nicht das Gefühl vermittelt bekommen, in der Pandemie eine Belastung zu sein.
sueddeutsche.de, turi2.de/koepfe (Profil Bücker)

Teresa Bücker im Interview mit Elisabeth Neuhaus in der turi2 edition #12, Vorbilder:

Angstforscher rät bei Corona-Angst zu News-Diät und Routinen.

Lese-Tipp: Angstforscher Peter Zwanzger sagt im Interview mit "Zeit Online", die Pandemie sei für Menschen unter 30 eine große Herausforderung. Menschen, die Sorgen wie wegfallende Partys unwichtig finden, sollten sich zurückerinnern "an ihre Zeit mit 15, 20, 25 Jahren", in denen sie sozial sehr aktiv waren. Zwanzger rät gegen Corona-Angst: keine Nachrichten in Dauerschleife, dafür Routinen im Home-Office oder in Quarantäne.
zeit.de

Lese-Tipp: Business Insider stellt TV-Duell-Moderatorin Kristen Welker vor.

Lese-Tipp: Kristen Welker soll schaffen, woran Chris Wallace gescheitert ist: Donald Trump und Joe Biden zu einem guten TV-Duell bringen. Die NBC-Journalistin wird das abschließende Rededuell am Donnerstag moderieren. Business Insider stellt Welker als leidenschaftliche Journalistin vor, die sich schon früh für eine Medienkarriere begeisterte. Über den Anfang ihrer Beziehung hat die "New York Times" berichtet.
businessinsider.de

Lese-Tipp: Computer in Filmen nehmen Technologie-Entwicklung vorweg.

Lese-Tipp: Computer erscheinen in Filmen mal menschlich, mal niederträchtig, mal unfehlbar, schreibt Detlef Borchers.. Tauchten sie anfangs nur in Nebenrollen auf, gerne in Form von blinkenden Schaltschränken, war der Bordcomputer HAL 9000 im Film 2001: Odyssee im Weltraum war 1968 erstmals ein dem Menschen ebenbürtiger Partner, obwohl er fast im ganzen Film nur als Stimme in Erscheinung trat. In Mission Impossible spielte 1996 erstmals das Internet eine wichtige Rolle in einem Film. Auffällig: Technologien wie Video­telefonie, Sprach­steuerung, Künstliche Intelligenz oder Körper­daten­messung gab es in Filmen lange vor der Realität. Manchmal ist auf den Bildschirmen aber auch nur "Code-Quatsch" zu sehen.
heise.de

Lese-Tipp: Teresa Bücker sammelt Interview-Fragen für Männer.

Lese-Tipp: Teresa Bücker sammelt bei Twitter, in Anspielung auf die Quotenfrau-Frage des "Spiegel" an Virologin Sandra Ciesek, "'freche' Interview-Einstiegsfragen an Männer" – als Vorschläge kommen etwa: "Sie sind verheiratet und stolzer Vater. Wie schaffen Sie es, Familie und Karriere unter einen Hut zu bekommen?" und "Sie sehen gut aus und sind gleichzeitig intelligent - diese Kombination ist selten. Was ist Ihr Geheimnis?"
twitter.com, turi2.de/koepfe (Profil Bücker), turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Soziale Netzwerke stärken den Rechtsextremismus.

Lese-Tipp: Rechtsextreme erschaffen auf Social Media "eine eigene Collage der Realität", sagen die Sozialwissenschaftler Maik Fielitz und Holger Marcks im Interview mit der "Berliner Zeitung". Selbst seriöse Medien sprängen auf rechtsextreme Empörungs­kampagnen an. Tech-Unternehmen müssten viel mehr Verantwortung übernehmen. Marcks vermutet, dass es soziale Medien dank Regulierungsmaßnahmen in zehn Jahren nicht mehr in der heutigen Form geben wird.
berliner-zeitung.de

Lese-Tipp: Iris Berben erinnert sich an wilde Zeiten mit Klaus Lemke.

Lese-Tipp: Iris Berben erinnert sich in einem Gastbeitrag für die "Süddeutsche Zeitung" an wilde Zeiten mit Regisseur Klaus Lemke, der heute 80 wird. Berben schreibt u.a. über ihre "kurze Affäre mit Klaus" sowie über den Dreh von Brandstifter - ein Film, für den der WDR "in einem Anfall von Mut" Geld locker machte. Lemke wechselte wegen Berben schonmal die Gehsteigseite, Berben las Lemke auf der Straße auf, als er "so zu war, dass man ihn in Sicherheit bringen musste".
sueddeutsche.de (Paid)

Lese-Tipp: Stewart Brand warnt in der Krise vor vermeintlich einfachen Lösungen.

Lese-Tipp: Die Corona-Krise ist eine "Lehrstunde der Zivilisation", sagt Stewart Brand (Foto), der im Silicon Valley als Internet-Ikone gilt. "Es wäre illusionär, schnelle Lösungen zu erwarten, die über Nacht funktionieren", mahnt Brand im "Zeit"-Interview von Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen. Der Glaube an "die falsche Theorie" könne in einer Pandemie tödlich sein.
zeit.de (Paid)

Lese-Tipp: Krisengebeutelte Taxi-Betriebe melden in der Pandemie ihre Wagen ab.

Lese-Tipp: Taxi-Fahrer*innen verbuchen in der Krise Umsatzrückgänge von bis 90 %, beobachtet die "FAS". Uber und weniger Fahrten von Geschäftsleuten und bei Senior*innen führten zu teils stundenlanger Warterei auf die nächsten Fahrgäste. Einige Taxi-Betriebe hätten bereits die Hälfte ihrer Wagen eingemottet, um die Kfz-Versicherung zu sparen.
faz.net (Paid)

Lese-Tipp: Christian Klein will bei SAP die Kundenzufriedenheit stärken.

Lese-Tipp: Christian Klein agiert als SAP-Chef mit einer Liebe zum Detail, schreibt das "Handelsblatt" rund ein Jahr nach seinem Amtsantritt. Wer in einem Meeting nicht gut vorbereitet sei, "für den kann das unangenehm werden". Die Zufriedenheit der Kund*innen solle sich stärker auf Bonusleistungen auswirken. Die Entwickler*innen arbeiten künftig unter Produktvorstand Thomas Saueressig.
handelsblatt.com

Lese-Tipp: Instagram-Trend “Same body, different pose” befeuert Schönheitsideale.

Lese-Tipp: Beim Instagram-Trend Same body, different pose zeigen schlanke Frauen, dass sie in ungünstiger Pose auch ein paar Fettpölsterchen haben. Die Aktion soll andere Frauen "empowern", betont aber letztlich "nur wieder ein Schönheitsbild, von dem wir uns eigentlich endlich verabschieden sollten", kommentieren Elif Küçük und Milena Zwerenz. Viele Frauen hätten gar nicht die Möglichkeit, ihren Körper "wegzuposieren".
ze.tt via editionf.com

Lese-Tipp: Tui wäre ohne Staatshilfe pleite, sagt Konzernchef Friedrich Joussen.

Lese-Tipp: Ohne staatliche Corona-Hilfen wäre Tui heute insolvent, sagt Friedrich Joussen, Chef des Reisekonzerns, im "Zeit"-Interview. Januar und Februar waren "die besten Monate der Firmengeschichte", dann wurde "staatlich reguliert der Umsatz auf null gesetzt". Joussen fordert statt pauschale Reisebeschränkungen, "die Lage in der konkreten Region" zu bewerten.
"Zeit" 42/2020, S. 22 (Paid)

Lese-Tipp: Fake News wirken wie Superspreader, sagt Bundespräsident Steinmeier.

Lese-Tipp: Journalismus kommt ohne "eine bejahende Haltung zur Freiheit und zur aufklärenden Vernunft" nicht aus, sagt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zur Eröffnung des neuen Berliner Springer-Gebäudes. Die "Welt" veröffentlicht seine Rede. "In einer Pandemie wirken falsche Informationen wie ein Superspreader", mahnt Steinmeier.
welt.de (Paid)

Aus dem turi2.tv-Archiv: Andreas Ludwigs zeigt im August 2018 die Baustelle des Springer-Neubaus.

Lese-Tipp: OnlyFans gibt Models ohne Agentur eine Chance.

Lese-Tipp: Die Plattform OnlyFans gibt Models die Möglichkeit auch ohne Agenturvertrag mit eigenem Content Geld zu verdienen, beobachtet Heise. Die Inhalte reichen von sexy Fotos bis hin zu pornografischen Motiven, die bei Instragram untersagt sind. Nutzer*innen zahlen für Abonnements monatlich bis zu 43 Euro, Chats gibt es gegen einen Aufpreis.
heise.de, turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Holger Friedrich ist ein “Systemsprenger” mit Schwäche für Symbolik, schreibt Alexander Osang.

Lese-Tipp: Alexander Osang beschreibt im "Spiegel" Holger Friedrich, Verleger der "Berliner Zeitung", als "Systemsprenger", der in der Berliner Gesellschaft "immer noch nicht" dazugehöre. Friedrich habe eine Schwä­che für Symbolik und Autos, seinen eigenen Worten lausche er hinterher "wie ei­nem Pop­song". Oft spreche Friedrich von Springer-Chef Mathias Döpfner, der für ihn "eine Ori­en­tie­rung in die­sem Ne­bel­meer" zu sein scheint, in dem er seit ei­nem Jahr herumirre. Persönlich getroffen haben sich beide noch nie.
"Spiegel" 41/2020, S. 56 - 63 (Paid)

Lese-Tipp: Zu Gast bei der Sprach-Hotline des Duden.

Lese-Tipp: Christoph Koopmann besucht Gabriele Kopf, Beraterin bei der Duden-Sprach-Hotline. Kopf und Kolleg*innen werden auf Stundenbasis bezahlt, 139 Wörterbücher und Sprachratgeber sorgen allein bei ihr zuhause für grammatikalische Sattelfestigkeit. Zur Stammkundschaft der Sprach-Seelsorge gehören Bestatter*innen: Damit auch bei Todesanzeigen jedes Komma sitzt.
sueddeutsche.de

Lese-Tipp: Die “Zeit” über die deutsch-jüdische Journalistin Jella Lepman.

Lese-Tipp: Die "Zeit" porträtiert die deutsch-jüdische Journalistin Jella Lepman, ihres Zeichens Cousine von Max Horkheimer und Freundin von Theodor Heuss. Die umtriebige Autorin, von der bis heute keine deutsche Biographie existiert, ist fünfzig Jahre nach ihrem Tod Objekt zahlreicher Forschungen. Lepman, die mit ihren Kindern 1936/37 nach London floh, war u.a. die erste Redakteurin des "Stuttgarter Neuen Tagblatts".
zeit.de (Paid)

Lese-Tipp: Julia-Niharika Sen und Constantin Schreiber sprechen über die “Tagesschau”.

Lese-Tipp: Julia-Niharika Sen freut sich, hinter die Nachrichten zurückzutreten, sagt die neue "Tagesschau"-Sprecherin im "Welt am Sonntag"-Interview. Gemeinsam mit ihrem ebenfalls neu berufenen Kollegen Constantin Schreiber spricht sie über die Tradition der "Tagesschau". Schreiber sagt, dass er gegenderte Sprache im Sprachgebrauch noch nicht angekommen und daher nicht für die Tagesschau geeignet sieht. Besser sei es daher, die männliche und weibliche Form hintereinander zu verwenden.
"Welt am Sonntag" (Paid), turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Vor 56 Jahren begannen die dritten TV-Programme.

Lese-Tipp: Katja Iken beschreibt in ihrem noch immer amüsanten Artikel aus 2014 den Anfang der dritten Programme im deutschen TV. Der Start hatte 1964 vor allem ein Ziel: Bildung unter das Volk bringen. Den Anfang machte der BR mit seinem sogenannten "Studienprogramm" und einer Dokumentation. Der Hessische Rundfunk folgte zwei Wochen später. Doch als Bildungsfernsehen erreichten die Sender kaum Zuschauer. Das änderte sich erst in den 70ern - mit Sport und Unterhaltungsprogrammen.
spiegel.de

Lese-Tipp: Der Wandel der Produktionsfirma i&u TV unter Fred Kogels Einfluss.

Lese-Tipp: Thomas Lückerath beschreibt den Wandel von i&u TV, einst Günther Jauchs Produktionsfirma, inzwischen Teil von Fred Kogels (Foto) Leonine. Das von Beteiligten "die Behörde" genannte, "stille Entertainment-Haus" konnte sich dank Jauch über Jahre "unaufgeregt entwickeln", müsse sich aber nun neu erfinden: weniger unscheinbar auftreten, mehr kommunizieren. Geschäftsführer Andreas Zaik habe in 20 Jahren "kein recherchierbares Interview gegeben". Seit der Leonine-Übernahme setzt i&u TV auf digitale Ideen. Kogel verlange "Lust am kalkulierten Risiko", ob die Produktionsfirma das hat, müsse sich zeigen.
dwdl.de

Lese-Tipp: Luisa Neubauer will nicht als Öko-Messias gesehen werden.

Lese-Tipp: Fridays For Future ist keine "Feelgood-Bewegung", sagt Klima-Aktivistin Luisa Neubauer im "SZ"-Interview. Neubauer klagt, dass von ihr "so eine Art Messiasleben" erwartet werde: "Könnte man mir irgendwas anlasten, irgendeine Kleinigkeit?", frage sie sich häufig in der Öffentlichkeit. Fridays For Future wolle die Art der Corona-Krisenbewältigung später für die Klima-Krise "einfordern".
sueddeutsche.de (Paid)

Lese-Tipp: Georgine Kellermann über soziale Geschlechterprägung.

Lese-Tipp: Jochen Bittner fragt WDR-Studioleiterin Georgine Kellermann, die bis vor einem Jahr als Mann lebte, in einem Brief, ob man als Frau zur Welt komme, oder von der Gesellschaft zu ihr gemacht werde. Kellermann antwortet, sie habe stets versucht, von ihrer weiblichen Seite abzulenken, auch sich selbst, vor allem aus Angst. Sie glaubt, sie hätte keine Transgender-Reporterin werden können, weil die Gesellschaft nicht bereit gewesen wäre. Soziale Geschlechterprägung sei mächtig – aber nicht genug, um "die Substanz eines Menschen zu verändern".
"Zeit" 39/2020, S. 11 (Paid), turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Kritiker kämpft gegen gegenderte Sprache.

Lese-Tipp: Walter Krämer protestiert in zahlreichen Briefen an Rundfunk- und Fernseh-Räte gegen gegenderte Sprache bei ARD und ZDF, berichtet Anne Fromm. Krämer sieht durch sie Männer benachteiligt. Einerseits, weil bei negativen Bezeichnungen wie "Diebe" seltener gegendert werde, andererseits, weil die Sprechpause häufig nicht zu hören sein und so nur die weibliche Form wahrnehmbar. Die jeweiligen Räte antworten unterschiedlich. Während das ZDF antwortet, seine Praxis nicht ändern zu wollen, gibt der WDR Krämer zum Teil recht und will Gendern in Nachrichtensendungen untersagen.
uebermedien.de

Lese-Tipp: Oliver Samwer ist der Gewinner beim Delisting von Rocket Internet.

Lese-Tipp: Die Zeit von Rocket Internet an der Börse ist eine "Geschichte einer beiderseitigen Entfremdung", schreibt Dennis Kremer in der "FAS". Vom Delisting profitiere vor allem Mehrheitseigner Oliver Samwer. Er maximiere bei jeder Entscheidung den eigenen Nutzen. Mit dem aktuell niedrigen Börsenkurs habe Samwer "fast alle Trümpfe auf seiner Seite".
faz.net (Paid)

Lese-Tipp: Das erste Influencer-Paar der Geschichte.

Lese-Tipp: Jan Stremmel porträtiert Peggy und Larry Thaw, "die ersten Influencer der Geschichte". Larry Thaw filmte seine Frau ab 1923 mit einer der ersten Amateurkameras von Kodak, u.a. morgens im Bett oder beim Würstchen-Essen. Die Thaws waren getrieben von einem "beachtlichen Geltungsdrang" und erschienen manchen Zeitgenossen "so arrogant, dass es beinahe schon beleidigend ist."
sueddeutsche.de

Lese-Tipp: Der Trend zu mehr Home Office nimmt Druck aus dem Wohnungsmarkt.

Lese-Tipp: 2030 wird sich der Wohnungsmarkt in den Metropolen entspannen, sagt Rolf Elgeti, Aufsichtsratschef des Immobilienkonzerns Tag, im "SZ"-Interview. Immer mehr Familien ziehe es in das günstigere und grünere Umland. Der Trend zu mehr Home Office beschleunige den Trend. Dass die wenigen Wohnungen in der begehrten Innenstadt teurer sind, sei Marktwirtschaft: "Den 7er-BMW kann sich auch nicht jeder leisten", so Elgeti.
"Süddeutsche Zeitung", S. 16 (Paid)

Lese-Tipp: Menschen interessieren sich für Menschen, sagt Burda-Chef Philipp Welte.

Lese-Tipp: "Es gibt nichts, was Menschen mehr interessiert als andere Menschen", sagt Burda-Vorstand Philipp Welte im "FAS"-Interview über den People-Journalismus von "Bunte" - "daran ändern auch Anwälte nichts, die aus dem Kampf gegen unliebsame Berichte ein Geschäftsmodell gemacht haben". An den Zeitschriftenregalen, die "Lebensader" von Burda, werden jede Minute im Schnitt 465 Titel verkauft.
"FAS", S. 24 (Paid)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Auf Einkaufstour mit Edeka-Chef Markus Mosa und Burda-Vorstand Philipp Welte. (07/2017)

Lese-Tipp: Chefs von Volkswagen und der Telekom inszenieren sich bei Social Media.

Lese-Tipp: Volkswagen-Chef Herbert Diess und Telekom-Chef Tim Höttges (Foto) inszenieren sich bei Instagram und Linked-in als "versierte Konzernstrategen", analysiert das "Handelsblatt" deren digitale Kommunikation. Es gehe um "Einfluss, Macht und Meinungsführerschaft", um auch abseits ihrer Reden auf der Hauptversammlung eine breite Öffentlichkeit zu erreichen.
handelsblatt.com (Paid)

Aus dem turi2.tv-Archiv (11/2018): Telekom-Chef Timotheus Höttges verspricht funklochfreies Deutschland – sogar im Zug.

Lese-Tipp: Teleshopping boomt in Krisenzeiten.

Lese-Tipp: Teleshopping boomt in der Krise im Gegensatz zum stationären Einzelhandel, beobachtet Stefanie Diemand in der "FAZ". Nirgendwo in Europa wird so viel über Verkaufssender vertrieben wie in Deutschland - zu den Krisengewinnern zählt der Shoppingsender QVC. Neben Kosmetik seien besonders Elektronikartikel sowie Produkte rund um Haus und Garten beliebt.
"FAZ", S. 19 (Paid)

Lese-Tipp: Nico Rosberg rast seiner Schüchternheit davon.

Lese-Tipp: Nico Rosberg, Ex-Rennfahrer und Investor bei "Die Höhle der Löwen", konnte aus Schüchternheit in der Schule "nicht mal einen Vortrag halten", verrät er im "Bild am Sonntag"-Interview. Rosberg agiere "extrem konservativ" - mit Blick auf Nachhaltigkeit: "Der Klimawandel ist eine Riesenbedrohung, die mir früher nie bewusst war", sagt Rosberg.
"Bild am Sonntag", S. 52-53 (Paid)

Lese-Tipp: In Südkorea übertragen Videoblogger ihr Leben in Dauerschleife.

Lese-Tipp: In Südkorea übertragen Video-Blogger*innen ihr Leben in Dauerschleife und verdienen so bis zu 50.000 Euro im Monat. Der Erfolg geht oft zu Lasten des Privatlebens: Freund*innen haben die Streaming-Stars aus Zeitmangel kaum. Jede Minute offline bedeutet den Verlust von Fans, das Resultat: die Blogger*innen sind oft ebenso einsam wie ihre Zuschauer*innen.
"Spiegel" 36/2020, S. 82 - 84 (Paid)

Lese-Tipp: Correctiv recherchiert unter Corona-Leugner*innen.

Correctiv Ausrufezeichen ohne Schriftzug-150Lese-Tipp: Corona-Leugner*innen kommen erstaunlich einfach und ungeprüft an ein Attest gegen die Maskenpflicht, recherchiert Correctiv. Die Ablehnung der Regierungsmaßnahmen werde von "Scheinexperten und Meinungsmachern, die die Pandemie verharmlosen", vorangetrieben, aber auch Menschen mit medizinischem oder wissenschaftlichem Hintergrund seien beteiligt. Sie hätten ein bundesweites Netzwerk gebildet – Correctiv zählt wichtige Akteure auf, etwa den Verein "Mediziner und Wissenschaftler für Gesundheit, Freiheit und Demokratie".
correctiv.org

Lese-Tipp: Die “Zeit” und Mario Adorf arbeiten den Fall Bruno Lüdke auf.

Lese-Tipp: Die "Zeit" und Mario Adorf arbeiten gemeinsam den Fall Bruno Lüdke auf - die Geschichte eines zu Unrecht verurteilten, angeblichen Serienmörders. Adorf verkörperte ihn 1957 im Film Nachts, wenn der Teufel kam. Für Adorf war der Film Beginn seiner Weltkarriere, heute sagt er: "Ich habe als Schauspieler diesem Bruno Lüdke Unrecht getan. Ich leide darunter."
zeit.de (Paid)

Lese-Tipp: Der Sturz der Influencer-Familie Stauffer.

Lese-Tipp: Friederike Zoe Grasshoff analysiert in der "Süddeutschen Zeitung" den "Fall Stauffer". Myka und James Stauffer, ein Influencer-Ehepaar aus den USA, hatten im Mai für einen Sturm der Entrüstung gesorgt, nachdem sie ihren chinesischen Adoptivsohn Huxley zunächst in Videos kommerzialisiert, dann aber aufgrund seines Autismus "zurückgegeben" hatten. Es stelle sich aufgrund des Falls auch die Frage, ob "das Echte, das Unerfreuliche Platz auf Social Media" habe.
sueddeutsche.de (Paid)