Lese-Tipp: Matthias Meisner analysiert, wie sich der Fall um Kabarettistin Lisa Fitz entwickelt hat.

Lese-Tipp: Die Reaktion des SWR auf die "Spätschicht"-Ausgabe mit Kabarettistin Lisa Fitz war "konfus und wirkte unbeholfen", schreibt Journalist Matthias Meisner. Die Debatte treffe den SWR an seiner Schwachstelle, dem Fakten-Check. Meißner kritisiert, die Redaktion hätte herausfinden können, auf welche Quelle sich Fitz bei ihrem Auftritt bezogen hat. Fitz hingegen pflege bei TV-Auftritten ihre Opferrolle.
journalist.de, turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Severin Fischer findet die Sorge um die Unterhaltungsformate des ÖRR unbegründet.

Lese-Tipp: Die Sorge, dass der Unterhaltungsanteil der öffentlich-rechtlichen Sender bei einer Auftragsreform zu kurz kommt, hält Severin Fischer, Chef der Berliner Senatskanzlei, für unbegründet. Unterhaltende Formate werden nach seiner Einschätzung nicht in Frage gestellt, viel mehr geht es in der Debatte darum, den "Markenkern" des ÖRR im Sendeauftrag stärker darzustellen.
medienpolitik.net

Lese-Tipp: Nils Bokelberg sieht in Fiction-Podcasts eine Chance für auditives Erzählen.

Lese-Tipp: Podcasts sind im fiktiven Audio-Bereich im Moment das "etwas aufregendere, vielleicht sogar etwas mutigere Medium", sagt Podcaster Nilz Bokelberg im Interview mit radiowoche.de. Er hat als Regisseur im Rahmen einer Kooperation von Spotify, Warner Bros. und DC den Podcast-Thriller Batman Unburied ins Deutsche übertragen. Darin sieht er eine "Riesenchance", mehr Leute für Audio-Geschichten zu begeistern. Man sei freier , was die Erwartungshaltung der Hörerinnen anbelange. "Podcast fühlt sich deshalb mehr nach Netflix an, als sich ein Hörspiel nach Netflix anfühlt", sagt Bokelberg.
radiowoche.de

Lese-Tipp: Wie Sophie Burkhardt die ARD-Mediathek managt.

Lese-Tipp: Als Channel-Managerin kümmert sich Sophie Burkhardt um die ARD-Mediathek. Dabei findet sie es am schwierigsten "die Geschwindigkeit zu halten", sagt sie der "Süddeutschen Zeitung". Es herrsche eine "unheimliche Dynamik" in der Branche, daher braucht es "ständig neue Inhalte". Während sich Spielshows und journalistische Magazine im Streaming-Bereiche eher schwer tun, laufen Serien aufgrund der Fiktionalität laut Burkhardt besser.
sueddeutsche.de

Lese-Tipp: Joachim Huber feiert Arte als “Fernsehen für Nichtfernseher”.

arte logo_150Lese-Tipp: "Tagesspiegel"-Redakteur Joachim Huber gratuliert Arte schon einmal vorab zum 30. Geburtstag. Seit dem 30. Mai 1992 sei der deutsch-französische Kultursender "eine Inspiration, anders fernzusehen, ein Anstifter zum Anderssein". Unvergessen seien etwa die als hoppelnde Schafe verkleideten Menschen, die in den Anfangsjahren den Sendeschluss einläuteten.
tagesspiegel.de

Lese-Tipp: Der “Spiegel” klärt über die elektronische Kampfführung auf.

Lese-Tipp: Mit elektronischer Kampfführung lassen sich "feindliche Drohnen zum Absturz bringen, Stützpunkte ermitteln und Gegner ausschalten", erklärt der "Spiegel". Im Ukraine-Krieg sei bei den russischen Soldaten nachlassende Funkdisziplin beobachtbar, was tödlich enden kann: "Ein Funkspruch darf niemals länger als sieben Sekunden sein, sonst ist die Peilung möglich", erklärt Militärexperte Michael Karl.
spiegel.de (Paid)

Lese-Tipp: Wie Marie-Agnes Strack-Zimmermann als Medienfigur polarisiert.

Lese-Tipp: FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann ist so etwas wie der rhetorische Gegenentwurf zu Bundeskanzler Olaf Scholz, analysiert die Tagesschau. In politischen Talkshows zum Ukraine-Krieg sei sie gern geladener Gast – "wegen ihrer Art, auch mal jenseits der Scholz-Tonspur kein Blatt vor den Mund zu nehmen". Im Kanzleramt dagegen wünsche sich wohl mancher, Strack-Zimmermann würde ihr Amt als Vorsitzende des Verteidigungsausschusses etwas geräuschloser ausführen.
tagesschau.de

Lese-Tipps: Gerhard Zeilers zehn Thesen zur Zukunft des Bewegtbilds.

Lese-Tipp: Der österreichische Medienmanager Gerhard Zeiler hat zehn Thesen zur Zukunft des Bewegtbilds aufgestellt. Der President International von Warner Bros. Discovery und frühere Chef von RTL und ORF glaubt, dass Fernsehen "noch lange, lange, lange relevant" sein wird, wenn es sich auf regionale Inhalt und Liveprogramm fokussiert. Die Zukunft des Streamings sieht er in Werbefinanzierung ohne Abokosten.
derstandard.at

Lese-Tipp: Die “Zeit” spricht mit Paul Ronzheimer und dessen Umfeld.

Lese-Tipp: Im ausführlichen Interview mit "Bild"-Kriegsreporter Paul Ronzheimer lässt die "Zeit" auch Menschen zu Wort kommen, die ihn gut kennen. Ronzheimers Mutter etwa erinnert sich, wie er sich schon früh in "nicht ungefährliche Situationen" begeben habe. Ex-Gesundheitsminister Jens Spahn bescheinigt Ronzheimer die "seltene Fähigkeit, sich ehrlich zu entschuldigen". Ronzheimers erster Chef Udo Hippen berichtet von dessen "Jagdtrieb, wenn er eine gute Geschichte sieht".
zeit.de (Paid)

Lese-Tipp: Wie ein Steinzeit-Computer im Schach gewinnen konnte.

Lese-Tipp: Vor genau 25 Jahren tritt der IBM-Super­computer Deep Blue gegen den Schach­weltmeister Garri Kasparow an. Obwohl der Computer ein "schwer­fälliger Dinosaurier" ist, kann er Kasparow dennoch in nur 19 Zügen besiegen. "Zeit"-Autor Yves Bellinghausen (Foto) zeigt, welchen Einfluss diese Niederlage auf das Spiel und die Wahrnehmung Künstlicher Intelligenz hatte.
zeit.de

Lese-Tipp: Anni Dietzke taucht in 30 Jahre GZSZ ein.

Lese-Tipp: Zum 30. Jubiläum von "GZSZ" lässt Anni Dietzke die Serie im "Tagesspiegel" Revue passieren. Trotz der "etwas laienhaften Schauspielkünste" zieht die Serie die Zuschauerinnen in den Bann. Das könnte am Berlin-Bezug und an den alltäglichen Themen liegen, vermutet Dietzke, auch wenn die Serie etwas unrea­listisch sei. Am Donnerstag läuft eine Jubiläums-Folge in Spiel­filmlänge im Free-TV.
tagesspiegel.de

Lese-Tipp: Warum Daniel Donskoy die derzeit “größte Entertainer-Hoffnung” ist.

Lese-Tipp: Der jüdische Entertainer Daniel Donskoy, bekannt durch Freitagnacht Jews, könnte derjenige sein, der das "verklemmte deutsche Beamtenfernsehen rettet", schreibt Marlene Knobloch in der "Süddeutschen". Donskoy könne "festgefrorene Feuilleton-Debatten so lange umarmen, bis sie schmelzen". Mit "außergewöhnlicher Entspanntheit" moderiere er "zwischen Rechten und Linken, Palästinensern und Israelis, Putin-Jüngern und Ukrainern".
sueddeutsche.de (Paid)

Lese-Tipp: “Capital”-Jubiläumsheft orientiert sich an der Erstausgabe.

Hoch verzinst für Print-Liebhaber: Das Wirtschaftsmagazin "Capital" feiert seinen 60. Geburtstag mit einer Retro-Edition im Stil der ersten Ausgabe von Mai 1962. Auf 116 Seiten begibt sich die Redaktion in Sachen Schrift, Design, Formate und Fotos "auf die Spuren ihrer Anfänge". Zu lesen gibt es u.a. ein Interview mit Unternehmensberater Roland Berger, Gespräche mit ehemaligen Chefredakteuren sowie prominente Glückwünsche von z.B. Tina Müller. Auf seiner Website blickt das Magazin zudem auf denkwürdige Titelseiten aus sechs Jahrzehnten zurück.
capital.de, shop.capital.de (10 Euro), capital.de (Bildergalerie)

Debatte: Medien haben durch ihren Fokus auf Digitalwerbung an Domänenkompetenz verloren.

https://www.turi2.de/index/koepfe/turner-sebastian/Alles und nichts: "Domänenspezifische Kompetenz" nimmt in den Redaktionen seit Jahren ab, schreibt der ehemalige "Tagesspiegel"-Herausgeber Sebastian Turner. Gemeint ist die tiefe, gründliche Kenntnis von Zusammenhängen unabhängig von der Tagesordnung. Turner analysiert diese Entwicklung in der "Welt" und führt sie auf die Werbefokussierung und Digitalisierung zurück: "Durch immer feinere Messung der immer falscheren Signale" habe sich der Journalismus neu ausgeprägt.
welt.de

Turner ist außerdem zu Gast im Podcast "Medienwoche" von Meedia und der "Welt".
welt.de (74-Min-Audio)

Lese-Tipp: RND-Journalist Irme Grimm beantwortet die wichtigsten zehn Fragen zum ESC.

Lese-Tipp: RND-Journalist Imre Grimm beantwortet humorvoll die wichtigsten zehn Fragen rund um den Eurovision Song Contest. Er schreibt u.a., die ukrainische Band Kalush Orchestra hat den Wettbewerb "im Prinzip schon gewonnen". Dahinter stehe zum einen Sympathie, zum anderen "der Wunsch, ein politisches Signal zu setzen" - und das obwohl der ESC sich unpolitisch gebe. Deutschlands Kandidaten Malik Harris und seiner "Formatradio-Konsensnummer" Rockstars schreibt Grimm in deutscher ESC-Tradition nicht viel Erfolg zu.
rnd.de

Lese-Tipp: Der Tourismusverein Treptow-Köpenick sucht einen neuen Hauptmann.

Lese-Tipp: Der Tourismusverein Treptow-Köpenick sucht via Annonce einen geeigneten neuen Hauptmann, der die Rolle des Gauners in Uniform verkörpert. Voraussetzungen sind u.a. schauspielerisches Talent sowie "sensibler Umgang mit gesellschaftlicher Diversität". Das könnte laut Martin Zips schwierig werden: Der potentielle Minijobber brauche vielmehr Erfahrung in "Beschaffungskriminalität, Alkoholmissbrauch und Staatsgefährdung".
sueddeutsche.de, tkt-berlin.de (Stellenanzeige)

Lese-Tipp: Samira El Ouassil schreibt einen offenen Brief an den offenen Brief.

Lese-Tipp: Kolumnistin Samira El Ouassil fragt sich in einem offenen Brief an den offenen Brief, wie zeitgemäß diese noch sind "in einer Medienwirklichkeit, in der sich jeder jederzeit mitteilen kann". Es scheine so, als solle das Gewicht der Namen und die Ernsthaftigkeit des Mediums, in der offene Briefe auftauchen, "kompensieren, dass du oftmals aus der Verzweiflung eines Ohnmachtgefühls heraus verfasst wirst".
uebermedien.de

Lese-Tipp: Der Süddeutsche Verlag finanziert sich komplett aus Abo-Erlösen.

Lese-Tipp: Abo-Erlöse haben erstmals den "gesamten Süddeutschen Verlag" finanziert, sagt Südwestdeutsche-Medienholding-Chef Christian Wegner im dpa-Interview. Allerdings fehle noch die Gewinnmarge. Weiterhin wolle der Verlag sich bis 2030 "komplett digital finanzieren", um dem "rückläufigen Trend der gedruckten Presse" entgegen zu wirken. Wegner sagt zudem, der Verlag will wieder wachsen, nachdem bis Ende 2021 u.a. rund 50 Stellen in der Redaktion abgebaut wurden.
newsroom.de

Lese-Tipp: Andreas Unger erklärt, wie man traumatisierte Menschen interviewt.

Lese-Tipp: Journalist Andreas Unger spricht für seine Texte mit Menschen, "denen Schlimmes passiert ist". Als Reporter dürfe man sich in Krisen­situationen nicht von Emotionen einnehmen lassen. Es "muss ein kaltes Verstehen der Zusammen­hänge da sein", sagt er. Unger finde es aber aber auch natürlich, als Interviewer "zuweilen überfordert zu sein".
mediennetzwerk-bayern.de

Lese-Tipp: Warum sich das “ESC”-Erfolgsrezept nicht auf Amerika übertragen lässt.

Lese-Tipp: Der American Song Contest, die US-Variante des ESC, "versucht etwas zu kreieren, das man nicht erschaffen kann", urteilt Süddeutsche-Autor Jürgen Schmieder. Vor allem würden Referenzen auf mehr als 60 Jahre Musikgeschichte fehlen, "verbunden mit dem Augenzwinkern, sich selbst nicht ganz so ernst zu nehmen". Der "ASC" komme dagegen zu gewollt "durchgeknallt-überhöht" daher.
sueddeutsche.de

Lese-Tipp: Wie eine türkische TV-Serie Propaganda betreibt.

Lese-Tipp: "Zeit"-Kolumnist Can Dündar beschreibt, wie die türkische Staatsfernseh-Serie Teşkilat (zu deutsch: "Die Organisation") versucht, den türkischen Nachrichtendienst MIT gut dastehen zu lassen. Agenten aus der Türkei jagen darin in Deutschland Neonazis und Terroristen. Die Aktivitäten und Erfolge des Geheimdienstes im In- und Ausland würden so dargestellt, "dass die Zuschauer stolz auf den Geheimdienst sein können".
zeit.de

Lese-Tipp: Kayhan Özgenc spricht über Diversität in deutschen Medienunternehmen.

Lese-Tipp: Der stell­vertretende Chef­redakteur von Business Insider, Kayhan Özgenç, gehört zu den wenigen Journalistinnen mit Migrations­hintergrund in Führungs­positionen. "Wir haben jahrzehntelang die notwendige Integration der türkischen Gastarbeiter verschlafen", sagt er im Interview mit der türkischen Tages­zeitung "Hürriyet". Sein Name sei für ihn zum Glück aber "nie ein Problem" gewesen.
businessinsider.de

Lese-Tipp: n-tv.de erklärt die Twitter-Alternative Mastodon.

Lese-Tipp: n-tv.de erklärt, wie die Twitter-Alternative Mastodon funktioniert. Wichtigster Unterschied zu Twitter sei, dass die Plattform dezentral ist. Dass es keinen zentralen Serverbetreiber gibt, biete den Nutzerinnen ein "hohes Maß an Sicherheit". Es gehe nicht um Kommerz und gebe keine Priorisierungen in der Timeline, "die Nachrichten laufen streng chronologisch ein". Manipulation sei "grundsätzlich verpönt" unter den Tröterinnen.
n-tv.de

Lese-Tipp: Manuel Stark schreibt preisgekrönte Reportagen, doch dem Erfolg traut er trotzdem nicht.

Lese-Tipp: Als Kind will Manuel Stark Schriftsteller werden, doch über den Lokaljournalismus findet er zu seinem Genre: Der Reportage. Er besucht die Deutsche Journalistenschule, gewinnt Preise und gründet ein renommiertes Kollektiv. Trotzdem fühlt er sich bis heute unwohl mit seinem Erfolg. Weil er die "Fressen und gefressen werden"-Dynamik nicht befeuern will, setzt er auf Nachwuchsförderung.
journalist.de

Lese-Tipp: Social Media Watchblog ordnet den Verkauf von Twitter ein.

Lese-Tipp: Das Team vom Social Media Watch Blog ordnet den Hergang der Twitter-Übernahme ein und analysiert, warum Musks Pläne "gefährlich" sein können. Twitter zu privatisieren, kann sich positiv auf die Plattform auswirken und sie aus ihren "Nischendasein" holen, heißt es in dem Briefing. Wenn Musk allerdings die Moderation von Inhalten beschränkt, könne das zu grenzenlosem Hass führen.
socialmediawatchblog.de via bildblog.de

Lese-Tipp: Warum die Pressefreiheit in El Salvador gefährdet ist.

Lese-Tipp: In El Salvador droht Journalistinnen, die Nachrichten von Bandenkriminalität weiterverbreiten, bis zu 15 Jahre Haft, berichtet Christoph Gurk. Präsident Nayib Bukele (Foto) kritisiert gezielt einzelne Medienschaffende über Twitter und lässt Handys ausspionieren. "Bukele braucht für seine Politik immer neue Gegner - nun hat er sich uns dafür ausgesucht", meint Redakteur Sergio Arauz.
sueddeutsche.de

Lese-Tipp: Wie Roman Abramowitsch zu seinem Geld kam.

Lese-Tipp: Der Waise Roman Abramowitsch beginnt nach seinem Studienabbruch, mit Gummienten, Autoreifen und Puppen zu handeln. Heute besitzt er ein geschätztes Vermögen von 14 Mrd Dollar und unterhält enge Beziehungen zum russischen Präsidenten. Business Insider zeichnet den Aufstieg des bekannten Oligarchen nach, der durch seine Beteiligung an den Verhandlungen mit der Ukraine Schlagzeilen gemacht hat.
businessinsider.de

Lese-Tipp: Worüber Medien in den letzten zwölf Monaten zu wenig berichtet haben.

Lese-Tipp: Die schleichende Abschaffung der Lernmittelfreiheit steht auf Platz eins der zehn "vergessenen Nachrichten" 2022, die der Deutschlandfunk wie jedes Jahr in Zusammenarbeit mit der Initiative Nachrichtenaufklärung auflistet. Große Medien hätten u.a. ebenfalls zu wenig über Sexismus in politischen Parteien und dem Aussterben von Schmetterlingen berichtet.
deutschlandfunk.de

Lese-Tipp: Heike Hempel erklärt den Erfolg der ZDF-Fiktion.

Lese-Tipp: "Am Abend möchte man auch mal die Probleme vergessen", sagt Heike Hempel, Leiterin der ZDF-Hauptredaktion Fernsehfilm/Serie II. Im Interview mit der "Teleschau" erklärt sie, dass in Zeiten von Krisen besonders "leichte Formate" wie der "Bergdoktor" oder die "Rosenheim Cops" nachgefragt werden – auch in der Mediathek. Ihr Fazit: "Die Menschen brauchen in schwierigen Zeiten ein gewisses Maß an Ablenkung".
showcase.teleschau.de

Lese-Tipp: Festivals sollen mehr Frauen auf die Bühne bringen, meint Elke Kuhlen

Lese-Tipp: Festival­verstalterinnen schauen nur auf die Namen der Acts und Besucherinnen störe es nicht, "dass da nur Dudes spielen", sagt "c/o pop"-Festival-Direktorin Elke Kuhlen im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung". Festival-Fans achten vielmehr auf die Musik und es fehle das Bewusstsein, dass "die auch von Frauen kommt". Deshalb plädiert Kuhlen dafür, einfach mehr Frauen auf die Bühne zu holen, statt "zu jammern, wie schwer das ist".
sueddeutsche.de (Paid)

Lese-Tipp: Wie Tesla versucht, Berichterstattung zu verhindern.

Lese-Tipp: "Wer nicht in Teslas Story von der vermeintlich technisch perfekten Weltenrettung einspurt, gerät in Gefahr, von Musk aus dem Sichtfeld geräumt zu werden", schreiben Max Hägler und Timo Posselt in der "Süddeutschen". Bei der Fabrik-Eröffnung in Grünheide im März sei zahlreichen Medien die Akkreditierung verweigert worden. Einige wollen namentlich nicht genannt werden, weil sie "fürchten, dass ihre Berichterstattung über Tesla dann noch mühsamer wird". Auch soll Tesla die Polizei gebeten haben, einen Pressetermin vor den Toren der Fabrik zu verhindern.
sueddeutsche.de (Paid), turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Dax-Vorstände halten sich mit Meinungen zum Krieg bei Linked-in zurück.

Lese-Tipp: Marketing-Expertin Anna-Karina Schmitz hat für eine Studie ausgewertet, wie die Vorstands­mitglieder der 40 Dax-Unternehmen bei Linked-in über den Ukraine-Krieg schreiben. 37 % der untersuchten Profile bewahren "gänzlich Distanz zu dem Thema". Die Top­managerinnen, die sich dazu äußern, benennen mehrheitlich die Situation klar als "Krieg", "Invasion" oder "Attacke". Allerdings: "Nur zehn Manager nennen Russland explizit als Aggressor".
faz.net (Paid)

Debatte: Satellitenbilder können täuschen, erklärt Dirk Asendorpf.

Optische Täuschung: Ein Satellitenbild allein "entlarvt noch keine Lüge, zeigt keine Leiche und dokumentiert keinen Ansturm auf die letzten Lebensmittel", erklärt "Zeit"-Autor Dirk Asendorpf. Die Auflösung von 30 Zentimetern reiche nicht aus, "um einen Plastikeimer eindeutig von einem Menschen zu unterscheiden". Zudem gelangen nur bestimmte Satellitenaufnahmen in die Öffentlichkeit, "die anderen werden gar nicht erst aufgenommen, bleiben geheim oder werden gelöscht".
zeit.de (Paid)

Lese-Tipp: Bei der Twitter-Alternative Mastodon ist derzeit noch nicht viel los.

Lese-Tipp: Datenschützerinnen wollen deutsche Behörden zu Mastodon locken, einer datenschutzkonformen Twitter-Alternative, berichtet der "Spiegel". Zwar wirke Mastodon wie "eine Insel der Glückseligen", derzeit fehle aber noch "quasi der Turbo in der Kommunikation", erklärt der baden-württembergische Datenschutzbeauftragte Stefan Brink.
spiegel.de

Lese-Tipp: Wie Peter Turi verhört und zu einem Geständnis gepresst wurde.

Lese-Tipp (von Peter Turi): Bärbel Schwertfeger, Qualitäts-Journalistin im Selbstverständnis und Oberfeldwebel im Umgangston, hat im März für die Seite Verlagshelden.com ein Porträt über mich geschrieben. Ich habe mich geärgert über ihren Verhör-Ton, Quatsch-Formulierungen wie "reagiert ungehalten und gesteht dann" und Ungenauigkeiten (das Foto oben z.B. ist nicht von 2018, sondern von 1999). Wer Oster-Langeweile hat, kann dennoch Schwerdtfegers These lesen, das turi2-Geschäftsmodell sei "vor allem kostengünstig", aber auch die Wahrheit über den Erfolg von turi2: "Relevanz, Reichweite und Reputation".
verlagshelden.com

Lese-Tipp: Der Volkverpetzer klärt die Verwirrung um Steinmeiers Ausladung auf.

Lese-Tipp: Die "Bild" hat "rhetorisch unnötig eskaliert", schreibt Journalist Thomas Laschyk im Volksverpetzer über die ukrainische Ausladung von Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier. Steinmeier habe sich "quasi selbst 'eingeladen'", daher sei es ein kleiner aber feiner Unterschied, ob ein Reiseangebot abgelehnt oder jemand direkt ausgeladen werde.
volksverpetzer.de

Lese-Tipp: SAP steckt in der Midlife-Crisis, schreibt das “Handelsblatt”.

Lese-Tipp: Quo vadis, SAP? fragt das "Handelsblatt" zum 50. Geburtstag des Tech-Konzerns. Chef Christian Klein verspricht eine Metamorphose zum modernen Cloud-Dienstleister wie bei Microsoft. SAP-Mitgründer Hasso Plattner spricht von einem Comeback des "German Engineering". Kritikerinnen sehen den Konzern auf dem Weg zum "Betreiber eines Datensilos".
handelsblatt.com (Paid)

Lese-Tipp: Bahn-Chef Richard Lutz diskutiert mit Schülerinnen über die “Mobilität der Zukunft”.

Lese-Tipp: Vor Zwölftklässlerinnen und TikTok-Influencerinnen versucht der "eigentlich so Social-Media-ferne" Bahn-Chef Richard Lutz, die Deutsche Bahn als Autoalternative zu positionieren, berichtet die "FAZ" über eine kuriose PR-Aktion des Konzerns. Dabei habe sich Lutz "überraschend gut" in einer Mischung aus "Bodenständigkeit und Zukunftsoptimismus" präsentiert. Lutz verrät u.a. sein Lieblingsmotto: "Warum soll ein schlaues Pferd höher springen als es muss."
faz.net

Lese-Tipp: TikTok gibt es in Russland nur noch als “Zombie-Version”.

Lese-Tipp: TikTok ist im Gegensatz zu vielen anderen Social-Media-Platt­formen weiterhin in Russland verfügbar – allerdings nur als eine Art "Zombie-Version" seiner selbst, zeigen Recherchen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Norwegen. Der ukrainische Feed ist voller zerstörter Häuser und Raketen, der russische zeigt stattdessen Videos von Hunde­welpen. "Als würde der Krieg für TikTok-Nutzer:innen in Russland nicht existieren."
nrk.no via netzpolitik.org

Lese-Tipp: Tijen Onaran hat viel von ihren Eltern gelernt.

Lese-Tipp: Die Gründerin, Influencerin und Investorin Tijen Onaran erzählt im Interview mit Gründerszene, was ihre Eltern ihr mitgegeben haben. Ihre Mutter zum Beispiel habe immer gesagt: "Es gibt nichts, das du nicht schaffen kannst. Wenn du etwas möchtest, erhebe deine Stimme, bewege dich und fordere es ein. Und wenn es nicht klappt, ist das auch okay, wir glauben weiter an dich."
businessinsider.de

Lese-Tipp: Die Begeisterung für Lokaljournalismus schrumpft, sagt Sebastian Dalkowski.

Lese-Tipp: Der freie Journalist Sebastian Dalkowski erklärt in der journalist-Serie "Mein Blick auf den Journalismus", dass Redaktionen die Begeisterung ihrer Reporterinnen zurückgewinnen können, indem sich "zumindest größere Regionalzeitungen" ein Team für "ausführliche Reportagen und Porträts aus ihrer Gegend" leisten, das die Möglichkeit hat "tolle Texte" abzuliefern. Lokale und regionale Medien haben nie gelernt ihre "Journalistinnen zufriedenstellen", meint er.
journalist.de

Lese-Tipp: Die “Süddeutsche” blickt auf den Sportwetten-Boom in den USA.

Lese-Tipp: Mächtige Sportverbände, TV-Sender sowie die Tech-Industrie treffen beim Boom-Geschäft "Live-Wetten" aufeinander und hoffen auf "einen fetten Topf voller Gold", schreibt "Süddeutsche"-Autor Jürgen Schmieder. 2021 haben Amerikanerinnen 52,7 Mrd Dollar auf Sport gewettet, 2022 werden es Schätzungen zufolge mehr als 60 Mrd Dollar sein. Mittlerweile mischen derart viele Branchen mit, "dass man es eher mit der Börse vergleichen sollte".
sueddeutsche.de (Paid)

Lese-Tipp: “Mittelfeld funktioniert nicht”, sagt Nico Hofmann.

Lese-Tipp: Vor der Kamera braucht es Leidenschaft und Originalität, "Mittelfeld funktioniert nicht", sagt Ufa-Chef Nico Hofmann in der "Welt am Sonntag". Journalist Christian Meier hat den Filmproduzenten einen Tag lang begleitet und gibt Einblick in seinen Arbeitsalltag. Dabei gesteht Hofmann, er ist zwar kaum noch am Filmset präsent, ihm fällt es allerdings immer noch schwer, Kontrolle abzugeben.
edition.welt.de (Paid)