Lese-Tipp: Hip-Hop-Musik pflegt einen ausgeprägten Totenkult, schreibt Adrian Schräder.

Lese-Tipp: "Keine Kultur mystifiziert den Tod so wie der Hip-Hop", schreibt Adrian Schräder. Dass ihre Helden wie Tupac Shakur (Foto) eines unnatürlichen Todes sterben, sei "primär ein gesell­schaftliches Phänomen". Die Musik­industrie wolle ihren Stars gar nicht zeigen, "wie man ein recht­schaffenes Leben führen kann", denn: "Wer gezähmt ist, verliert seinen Reiz."
nzz.ch via perlentaucher.de

Lese-Tipp: Das sind die “Megathemen” im Journalismus 2023.

Lese-Tipp: KI, Nach­haltigkeit, Individualisierung und New Work – Der "journalist" hat sich bei Medien­schaffenden umgehört, welche Themen und Formate für die Bericht­erstattung 2023 besonders wichtig werden. Uli Köppen, die das AI + Automation Lab beim BR leitet, fragt sich etwa, wo künstliche Intelligenz im Journalismus eingesetzt wird – "oder ob es eher bei Spielereien bleibt".
journalist.de

Lese-Tipp: Schweizer Medien­schaffende berichten über ihre Erfahrungen in Davos.

Lese-Tipp: Das Welt­wirtschafts­forum "ist wie ein riesiger Supermarkt mit viel zu viel Angeboten", sagt Florence Vuichard, Wirtschafts­chefin von CH Media. Sieben Schweizer Medien­schaffende berichten bei Persoenlich.com über ihre Erfahrungen in Davos: Fabienne Kinzelmann von der "Handelszeitung" etwa fühlt sie wie in einem "Disneyland für CEOs". Die teilnehmenden Frauen seien zwar wenige, "aber im Schnitt die besseren Gesprächs­partner".
persoenlich.com

Lese-Tipp: Wie soziale Medien zu einem besseren Ort werden können.

Lese-Tipp: Zeit Online fragt drei Forschende, wie soziale Medien zu retten sind. Extremismus-Expertin Julia Ebner fordert "neue Formen der Vernetzung, die konservative mit progressiven Nutzern zusammen­bringen". Statt der politischen Einstellung müsse die Menschlichkeit im Mittel­punkt stehen. Kognitions­psychologe Christian Stöcker sagt, dass Streaming-Dienste zeigen, wie gut Algorithmen funktionieren, die auf "vorsortierten Inhalten" basieren.
zeit.de

Lese-Tipp: Wie eine Künstliche Intelligenz ein Titelbild für den “Standard” erschaffen hat.

Lese-Tipp: Die österreichische Tages­zeitung "Standard" hat erstmals eine Titel­geschichte mit einem Bild illustriert, das die Künstliche Intelligenz Midjourney erzeugt hat. Blattmacher Philip Pramer schreibt, dass von der ersten Idee bis zum druck­fertigen Bild nur rund 15 Minuten vergangen sind. Zunächst musste die Redaktion aber lernen, dass Midjourney den abstrakten Begriff "AI" für "artificial intelligence" stets mit einem Roboter illustriert.
derstandard.at

Lese-Tipp: Die spektakulärsten Rücktritte in der Politik.

Lese-Tipp: Verteidigungs­minister sind "anfällig" für besonders spektakuläre Rücktritte, schreibt Tatjana Held in der "FAZ" und sammelt die berühmtesten Abgänge in der Politik. Das "beste Beispiel" sei Franz Josef Strauß, der erst auf sein Minister­amt verzichtete, als alle fünf FDP-Minister zurück­traten. Horst Seehofer und Andreas Scheuer hingegen seien "Beispiele für die beliebte Disziplin des Nicht-Zurück­tretens".
faz.net

Lese-Tipp: Welche Folgen fehlende Medien-Ressorts für den Medienjournalismus haben.

https://www.turi2.de/index/koepfe/maroldt-lorenz/Lese-Tipp: Die "taz" geht der Frage nach, welche Auswirkungen fehlende Medienseiten auf den Medien­journalismus haben. "Tagesspiegel"-Chefredakteur Lorenz Maroldt glaubt, dass es Medienthemen guttut, wenn sie mit anderem vermischt erscheinen – so würden sie "mehr gelesen". Medienforscher Hektor Haarkötter warnt dagegen davor, dass Medienthemen künftig mit anderen Themen um Relevanz kämpfen müssen.
taz.de, turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Öffentliche Schulen von Seattle verklagen Social-Media-Unternehmen.

Lese-Tipp: Die öffentlichen Schulen der US-Großstadt Seattle verklagen Social-Media-Unternehmen wie Meta und ByteDance, weil diese "psychische Gesundheits- und Verhaltensstörungen verstärkt" hätten. Millionen Kinder und Jugendliche seien zur "exzessiven Nutzung" von Instagram, TikTok & Co. verleitet worden und würden mit "schädlichen und ausbeuterischen Inhalten" konfrontiert. Die Konzerne sollen u.a. für Mehrkosten der Schulen aufkommen, die zusätzliche Fachkräfte für psychische Gesundheit eingestellt haben.
spiegel.de

Lese-Tipp: Zurschaustellung des eigenen Lebens macht britische Monarchie zum Medien­phänomen.

Lese-Tipp: Die britische Monarchie hat vor sich allem deshalb bis in die heutige Zeit retten können, weil sie mit der "Zurschaustellung des eigenen Lebens" zu einem Medien­phänomen geworden ist, schreibt der "Spiegel" in seiner Titel­geschichte. Prinz Harry mache in seinem Buch nicht nur seiner Familie Vorwürfe, sondern auch "den Medien", nutze diese für seine PR aber so "offensiv und offensichtlich, wie kein Mitglied seiner Familie jemals zuvor". Mit seiner Netflix-Doku verdiene Harry quasi "am Verrat der eigenen Familie". Es entlaste Menschen, "den Royals beim Scheitern zuzusehen". Auf diese "zutiefst zynische Weise" seien die Windsors der Öffentlichkeit nützlich.
spiegel.de (€)

Lese-Tipp: Kabel-Kopfhörer feiern ihr Comeback.

Lese-Tipp: Kabel-Kopf­hörer "wickeln weiter­hin einfluss­reiche Nostalgikerinnen um den Finger" und mausern sich zu einem "Gegentrend", schreibt Tina Totic für "NZZ Bellevue". Immer mehr Promis trotzen den moderneren Bluetooth-Varianten, teils schaffen die Kabel es sogar auf den Lauf­steg. Der Flucht­reflex in vergangene Stil­welten zeichne sich "seit Jahren als Lifestyle-Trend ab".
nzz.ch

Sebastian Holtz wechselt 2024 von Carlsberg zu Bitburger.

Frisches Bier: Der deutsche Carlsberg-Chef Sebastian Holtz wechselt 2024 als Geschäfts­führer Vertrieb und Marketing zu Bitburger. Im Mai 2022 hatte der lang­jährige Chef der Brauerei­gruppe Axel Dahm das Unternehmen verlassen. Nun soll ein Team aus Holtz, Jan Niewodniczanski, Stefan Schmitz und Markus Spanier den Konzern leiten.
manager-magazin.de, turi2.de (Background)

Lese-Tipp: In Medienhäusern arbeiten Menschen mit Behinderung selten in Redaktionen.

Lese-Tipp: Im "Journalist" beschreibt Nikolai Prodöhl aus eigener Erfahrung den schwierigen Weg für Menschen mit Behinderung in den Journalismus. Zwar seien in Medien­häusern Behinderte tätig, "aber fast niemand arbeitet dort in Redaktionen, fast niemand recherchiert oder schreibt". Prodöhl stören die Einstiegs­hürden, die oft Abi und Studium voraus­setzen. Viele Medien wüssten zwar, dass mehr Perspektiven in der Redaktion besser wären, hätten aber zu wenig Erfahrungen mit Inklusion.
journalist.de

Lese-Tipp: Die Mehrweg-Pflicht spielt Markt­führer Recup in die Karten, beschreibt Sarah Huemer.

Lese-Tipp: Als ihre im kleinen Stil aufgezogene, erste Operation nicht funktioniert, wollen die Gründer von Recup "fast aufgeben", erzählen sie der "FAZ". Heute führen Florian Pachaly (links) und Fabian Eckert das erfolg­reichste Mehr­weg­system für Verpackungen Deutschlands. Die zum Jahres­wechsel startende Pflicht für Cafés und Restaurants, ihre Produkte auch in Mehrweg-Verpackungen anzu­bieten, kommt der Firma sehr gelegen, beschreibt Sarah Huemer.
faz.net

Lese-Tipp: Marken und Supermärkte fetzen sich auch 2023, glaubt Laura Dallmann.

Lese-Tipp: Verhandlungs­expertin Laura Dallmann rechnet 2023 mit "weiteren Eskalationen" im Kampf zwischen Lebens­mittel-Marken und Super­markt-Ketten, sagt sie im "Wirtschafts­woche"-Interview. Marken­hersteller hätten "eine viel bessere Verhandlungs­position, als sie selbst oft glauben", weil viele Menschen gezielt bestimmte Produkte kaufen würden. Sie empfiehlt, Verhandlungen mit den "heikelsten Punkten" zu starten.
wiwo.de

Lese-Tipp: Marina Weisband setzt auf politische Partizipation gegen Fake News.

Lese-Tipp: Publizistin Marina Weisband macht sich im Kampf gegen Fake News für mehr politische Teil­habe stark: "Je mehr echte Verantwortung Menschen tragen, desto weniger anfällig sind sie für Verschwörungs­erzählungen", sagt sie im Basecamp-Interview. Fakten­checks und mehr Medien­kompetenz seien hilf­reich, aber Desinformation funktioniere schlicht, "weil Menschen Fake News glauben wollen".
basecamp.digital

Lese-Tipp: Die “taz” beleuchtet den Erfolg von Kochshows.

Lese-Tipp: In der "taz" beleuchtet Patrick Heidmann den Erfolg von Kochshows, die in Deutschland zunächst der Ernährungs-Erziehung dienten und nicht ganz unumstrittene Klassiker wie Toast Hawaii populär machten. Danach wandelte sich der Herd zum Talk-Hotspot, bevor der amerikanische Trend des Um-die-Wette-Bratens Einzug ins TV hielt. Sendungen rund ums Essen dürften weniger echte Hobby-Köche, sondern vor allem Foodies und Eskapisten ansprechen.
taz.de

Lese-Tipp: Frederik von Castell zerlegt den “Spiegel”-Text über Peter Altmaier.

Lese-Tipp: Der vielbeachtete "Spiegel"-Artikel über Polit-Pensionär Peter Altmaier ist für Übermedien-Redaktions­leiter Frederik von Castell ein "Nachtreten unter der Gürtel­linie". Altmaier werde in dem Text "allem Anschein nach lächerlich gemacht", seine Aussagen und Taten würden bewusst negativ darstellt. Es sei zudem "unanständig", wie Autor Miguel Helm im Privat­leben des Politikers "wühlt".
uebermedien.de, spiegel.de (€, Originaltext)

Lese-Tipp: Jenn Pelly beschreibt die Mental-Health-Krise der Musikindustrie.

Lese-Tipp: Musik-Fans sehen heute zwangs­läufig miteinander verzahnte "Krisen der mentalen Gesundheit und der wirtschaftlichen Tragfähigkeit", schreibt Jenn Pelly bei Pitchfork. Sie zeigt auf, wie Artists unter den Zuständen in der amerikanischen Musik­industrie leiden, skizziert mögliche Lösungen und spricht mit etlichen Beteiligten. Sängerin Santigold hat kürzlich ihre Tour abgesagt, um sich nicht "für eine Industrie zu opfern", der das Wohl­ergehen ihrer Artists egal sei.
pitchfork.com

Lese-Tipp: Thomas Hermanns erinnert sich an 30 Jahre “Quatsch Comedy Club”.

Lese-Tipp: Mit zwei Gala-Shows bei ProSieben zum 30-jährigen Jubiläum verabschiedet sich Thomas Hermanns von der Bühne des "Quatsch Comedy Clubs". Im Teleschau-Interview erzählt er von der Heraus­forderung, als Gast­geber den Standup-Comedians nicht die Show zu stehlen, gleichzeitig aber eigene Akzente zu setzen. Außerdem erinnert er sich u.a. daran, wie bei einer TV-Show der Teleprompter seinen Text spiegel­verkehrt angezeigt hat.
showcase.teleschau.de

Lese-Tipp: Matthias Alexander verabschiedet sich vom alten “FAZ”-Gebäude.

Lese-Tipp: Die "FAZ" verlässt nach 35 Jahren die Hellerhofstraße im Frankfurter Gallus­viertel und zieht ins Europa­viertel um. Matthias Alexander schreibt von "einer stillen Wehmut", die zum Abschied im Gebäude herrsche. Er huldigt den "Fluren von erhabener Breite" und den unterschiedlichen Stockwerken, die je einzelne Ressorts beherbergten. Architekt Artur Walter haben dem Bau "zwei Gesichter gegeben": von außen "scharf geschnittene" Ziegelsteine, innen "eine helle, gerundete Seite".
faz.net

Lese-Tipp: Wie Louis Klamroth mit “Hart aber Fair” umgehen will.

Lese-Tipp: Moderator Louis Klamroth tritt bei "Hart aber Fair" in die Fußstapfen von Frank Plasberg. Im DWDL-Interview erzählt er, dass er das Format "mit Umsicht und Respekt" angehen will: "Würde ich mit einer Abrissbirne ins Studio geschossen kommen, würde ich schnell wieder rausgeworfen werden." Klamroth will auf sich verändernde Sehgewohnheiten eingehen, aber der Kern bleibe, "dass Politik auf Wirklichkeit trifft".
dwdl.de

Lese-Tipp: Christian Jakubetz stellt sieben Thesen für das Medienjahr 2023 auf.

Lese-Tipp: Auf seinem Blog stellt Christian Jakubetz sieben Thesen für das Medien­jahr 2023 auf, die aus seiner Sicht "Potential zum grundlegenden Game­changer" haben. Er glaubt u.a., dass sich Medien aus Social Media zurückziehen werden, KI "zunehmend die Rolle des Gate­keepers einnimmt" und Verlage, die 2023 noch keine brauchbare Digital­strategie haben, sich "Gedanken über ihre Beerdigung" machen müssen.
blog-cj.de via bildblog.de

Lese-Tipp: Mina Marschall konnte sich ein Volo lange nicht leisten.

Lese-Tipp: Der "Journalist" porträtiert die 28-jährige Mina Marschall, für die soziale Herkunft "eine der Dimensionen von Vielfalt ist, die leicht übersehen wird". Arbeiter­kinder wie Marschall könnten ihre Eltern nur schwer von der Sinn­haftigkeit eines Studiums überzeugen, an dessen Ende nicht unbedingt eine Festanstellung wartet. Marschall konnte sich ein Volo lange nicht finanzieren und schaffte es nur "durch Unterstützung" zu einem Job beim SWR.
journalist.de

Lese-Tipp: Moderator Jörg Draeger ist stolz auf seine Empathie.

Lese-Tipp: Moderator Jörg Draeger ist ein Zocker und ein passionierter Wanderer, "aber in Wahrheit ist der Umgang mit anderen Menschen mein liebstes Hobby", sagt er im Interview mit dem RND. Er habe in seiner Show "Geh aufs Ganze" niemals jemanden vorgeführt – und dem Format dadurch auch seinen eigenen Stempel aufgedrückt. Den Erfolg der Neuauflage erklärt er mit dem Wunsch nach Nostalgie in unsicheren Zeiten: "Das Unterhaltungsfernsehen von damals ist fraglos ein starkes Antidepressivum."
rnd.de

Lese-Tipp: Ella Schindler wurde trotz Sprachbarriere Journalistin – auf Umwegen.

Lese-Tipp: "Ich dachte, für den Journalismus musst du wirklich perfekt Deutsch können, und das kannst du nicht lernen, wenn du mit 16 erst anfängst", erzählt Ella Schindler, Co-Vorsitzende der Neuen deutschen Medienmacher*innen, im Interview mit "Journalist". Obwohl sie in der Ukraine schon Journalismus-Wettbewerbe gewonnen hatte, traut sie sich in Deutschland erst nach einigen Umwegen, diesen Berufsweg einzuschlagen. Heute ist sie Volontärsverantwortliche im Verlag Nürnberger Presse und fordert Verlage auf, auch Menschen einzustellen, die nicht perfekt Deutsch sprechen: Die Sprache sei nur eine von vielen Kompetenzen.
journalist.de

Lese-Tipp: Annette Frier will die Wahrheit eines Menschen herausfinden.

Lese-Tipp: "Wenn man die richtigen Fragen stellt, gehen die Leute selber in sich spazieren", sagt Schauspielerin Annette Frier im "FAZ"-Interview. Darin erzählt sie von ihrem Lockdown-Projekt #undwarumbistduhier, bei dem sie mit knapp 20 Gästen über große Themen wie Vergebung, Verantwortung oder Familie spricht. Mit dabei sind bekannte Medien-Gesichter wie Bettina Rust und Dunya Hayali ebenso wie Schülerin Toni, Pfarrer Winfried Landgrebe oder Haushälterin Yachar Ben Tahar. Durch die Gespräche haben sich viele Fragen auch für sie beantwortet, sagt Frier: "Damit habe nicht wirklich gerechnet."
faz.net

Lese-Tipp: TikTok will offenbar Such­maschine der Gen Z werden.

Lese-Tipp: Die Video-Plattform TikTok arbeitet offenbar mit Hochdruck daran, zur "Such­maschine der Gen Z" zu werden, schreibt Martin Gardt. Er beobachtet immer neue Such-Funktionen, die vor allem für Unternehmen spannend sein könnten. Für Marken sieht er die Chance, mit passenden Inhalten aktuelle Such­trends zu bedienen, Beschreibungen und Hashtags machen die Clips auffindbar.
omr.com

Lese-Tipp: Dax-Unternehmen wirken planlos auf Linked-in, schreibt Henning Zülch.

Lese-Tipp: Die Linked-in-Auftritte der Dax-Konzerne "erwecken vielfach den Eindruck von Planlosigkeit", schreibt Henning Zülch im "Manager Magazin". Ihre Finanz­kommunikation sei dort "weniger bunt, emotional und multimedial" als bei anderen Themen, führt er anhand einer Studie aus. Die Social-Media-Kommunikation müsse stärker in den Fokus rücken. Es sei "problematisch, wenn Finfluencer den Unternehmen Konkurrenz bei der Finanz­bericht­erstattung machen".
manager-magazin.de

Lese-Tipp: Angela Merkel befindet sich im “Verpuppungs­stadium”.

Lese-Tipp: "Spiegel"-Journalist Alexander Osang hat Alt­kanzlerin Angela Merkel nach ihrem Abschied aus dem Amt ein Jahr lang begleitet und beschreibt in seiner Titel­story ihre Transformation von der "Welt­moderatorin" zur "Wohnzimmer­diplomatin". Merkel verrät u.a., dass sie in der frei gewordenen Zeit Serien wie "The Crown" oder "Babylon Berlin" schaut. Sie bereut es nicht, nicht erneut angetreten zu sein: "Innen­politisch war es über­reif" und außen­politisch sei sie zum Schluss auch "bei so vielem keinen Milli­meter mehr weiter­gekommen". Merkel sagt, sie befindet sich derzeit in einem "Verpuppungs­stadium": Auf den Abstand zur täglichen Politik folge mit dem Schreiben ihres Buchs und dem Blick auf Vergangenes nun eine "Reflexionszeit".
spiegel.de (€)

Lese-Tipp: Der grenzüberschreitende Blick hilft Golineh Atai beim Bewältigen von Krisen.

Lese-Tipp: Korrespondentin Golineh Atai ist gebürtige Iranerin, sie leitet das ZDF-Studio in Kairo und war für den Sender in Scharm-El-Scheich und in der Golfregion unterwegs. Im Interview mit der "Teleschau" erzählt sie, dass dieser Blick auf verschiedene Regionen es ihr ermöglicht, oft ähnliche Entwicklungen und Systeme zu beobachten. "Diese Fähigkeit, Dinge in einem größeren Zusammenhang zu sehen, hilft mir auch, Bilder emotional zu bewältigen", erklärt sie.
showcase.teleschau.de

Lese-Tipp: Almuth Schult findet arabischen Einfluss auf die WM interessant.

Lese-Tipp: DFB-Spielerin und ARD-Expertin Almuth Schult findet es interessant, wie sich die Atmosphäre der WM durch die Austragung im europäischen Winter und in einem Land ohne große Fußball-Tradition verändert. Im Interview mit der Teleschau sagt sie, bei "aller berechtigten Kritik an Katar" seien "große Teile der Welt in der langen Geschichte der Fußball-Weltmeisterschaften noch nicht abgebildet" worden. Ein weiterer Grund für ihre Teilnahme sei, dass Frauen rund um das Event präsent sein sollten.
showcase.teleschau.de

Lese-Tipp: Jakob von Lindern analysiert die “große Musk-Show”.

Lese-Tipp: Das Chaos bei Twitter ist möglicherweise "Teil der großen Musk-Show", analysiert "Zeit"-Redakteur Jakob von Lindern. Je mehr Menschen jetzt vom Untergang des Netzwerks überzeugt sind, umso lauter könne der neue Chef am Ende profitieren, wenn es doch nicht so weit kommt. "Man sollte Musks Fähigkeit zur Inszenierung nicht unterschätzen."
zeit.de

Lese-Tipp: “Extrem verstandene Solidarität” führt zu “Blindheit und gefährlicher Zündelei”, schreibt Sabine Rennefanz.

Lese-Tipp: Unter deutschen Experten scheint es "fast so etwas wie einen Überbietungs­wettbewerb zu geben, wer schneller die Positionen der ukrainischen Regierung übernimmt", schreibt Journalistin Sabine Rennefanz anlässlich des wohl versehentlichen Raketen-Einschlags in Polen. Eine "extrem verstandene Solidarität" führe zu "Blindheit und gefährlicher Zündelei". Englischsprachige Medien wie die BBC, Reuters oder die "New York Times" würden oft vorsichtiger, distanzierter und genauer berichten.
spiegel.de

Lese-Tipp: Springer räumt mit Mythen rund um sein Berliner Verlagshaus auf.

Lese-Tipp: Springer-Archivar Lars-Broder Keil entkräftet in einem Beitrag drei Mythen, die rund um das Berliner Verlags­haus ranken. So stimme es nicht, dass Verleger Axel Springer das Haus bewusst an die Mauer gesetzt habe. Als der Grundstein 1959 gelegt wurde, "konnte sich niemand vorstellen, dass nur zwölf Meter entfernt eine lebens­gefährliche Barriere" gebaut werden würde.
axelspringer.com

Lese-Tipp: OMR erklärt den Social-Media-Hype um Heilkristalle.

Lese-Tipp: Heilkristalle sind zum Trend-Business für die Generation Z geworden, beschreibt Florian Heide für OMR. Die esoterischen Edelsteinchen boomen und verkaufen sich dank TikTok und Instagram wie warme Semmeln. Hashtags wie #chrystaltok oder #chrystalhealing verzeichnen Milliarden Aufrufe und junge Influencerinnen sorgen für ein Revival des Teleshoppings und steigende Nachfrage nach den erwiesenermaßen wirkungslosen Heilsteinen.
omr.com

Lese-Tipp: Claudia Neumann über den “roten Teppich” in Katar für westliche Gäste.

Lese-Tipp: Die kritik­würdigen Hinter­gründe der WM in Katar werden ihre Arbeit als ZDF-Sport­moderatorin "gar nicht" beeinflussen, sagt Claudia Neumann der Teleschau. Von früheren Katar-Besuchen weiß sie, dass "westlichen Besuchern der rote Teppich ausgerollt und ein Gefühl von Wohligkeit vermittelt wird". Daher sei es gut, für die Bericht­erstattung Teams für das Sportliche sowie das Politische zu haben. Sie ist gegen einen WM-Boykott, denn "der Fehler ist 2010 passiert und nicht jetzt".
teleschau.de

Lese-Tipp: “Süddeutsche” sammelt Sätze zu Wolf Schneider.

Lese-Tipp: Nach dem Tod des Journalisten und Sprachlehrers Wolf Schneider hat die "Süddeutsche" seine Kolleginnen um einen einzigen Satz zu ihm gebeten. "Bild"-Kolumnist Franz Josef Wagner lobt seine "messerscharfe Sprache" und Hans Werner Kilz, Ex-Chefredakteur von "Spiegel" und "Süddeutscher", sein Gespür für Qualität. Petra Winter gibt zu, täglich an seinem Anspruch zu scheitern. Micky Beisenherz dagegen witzelt: "In meiner Vorstellung korrigiert Wolf Schneider im Himmel die Wunschzettel der Kinder und schickt sie mit vernichtenden Noten zurück."
sueddeutsche.de

Lese-Tipp: Was die Podcast-Firma von Droemer, Böhmermann und Herbst anders machen will.

Lese-Tipp: Über die Podcast-Produktions­firma TRZ Media, die Robin Droemer, Jan Böhmermann und Hanna Herbst Anfang des Jahres gegründet haben, ist bis heute nicht viel bekannt. Im Interview mit OMR-Podstars gibt Geschäfts­führer Droemer nun Einblick in einige Projekte und Ziele der Firma. TRZ Media wolle nicht einfach nur "Geschichten, die viele schon kennen, nochmal nacherzählen", sondern "investigativ arbeiten".
podstars.de

Lese-Tipp: Katar soll Kritikerinnen der WM in Großbritannien ausgespäht haben.

Lese-Tipp: Die Firma WhiteInt soll im Auftrag Katars in den vergangenen Monaten Kritikerinnen der Fußball-WM in Groß­britannien ausspioniert haben. Betroffen seien mehr als 100 Vertreter aus Medien, Politik und Unternehmen, deren E-Mail-Konten gehackt wurden. Das Unternehmen habe im Auftrag von Privat­detekteien gehandelt, die Katar bezahlt hat.
netzpolitik.org

Lese-Tipp: Radio Euskirchen nutzt eine Dialogbox mit KI für Interviews.

Lese-Tipp: Der Lokal­sender Radio Euskirchen nutzt eine Dialogbox mit künstlicher Intelligenz, um mit der Bevölkerung ins Gespräch zu kommen. Die Aussagen der Menschen fließen ins Programm ein. Mehrere Tests zeigen ein "enorm facetten­reiches Stimmungs­bild" und liefern viele neue Themen für die Redaktion, erzählt Chef­redakteur Norbert Jeub dem "Journalist".
journalist.de, tactile.news (Infos zur Dialogbox)

Lese-Tipp: Wie Betrüger mit gefälschten Berichten Kasse machen wollen.

Lese-Tipp: Hinter gefälschten Artikeln, etwa über angeblich zensierte Folgen der Talkshow von Markus Lanz, stecken oftmals "Investitionsfallen", recherchiert der "Tagesschau"-Faktenfinder. Mit der Masche wollen Betrüger "fragwürdigen Geldanlagen einen seriösen Anstrich" verpassen. Geklonte Websites würden regelmäßig für Betrug, Phishing oder die Verbreitung von Schadsoftware genutzt, erklärt die Expertin Julia Smirnova.
tagesschau.de

Lese-Tipp: Die Investments der Tech-Milliardäre sind ein wahren “CO2-Feuerwerk”.

Lese-Tipp: Viel klima­schädlicher als die Privat­jets und Jachten der Supereichen sind ihre Investments, zeigt eine Oxfam-Studie. So kommt Meta-Chef Mark Zuckerberg durch seine Anteile am Konzern auf rund 378.000 Tonnen CO2-Ausstoß, bei Elon Musk sind es allein durch Tesla 80.000 Tonnen. Insgesamt verursachen 125 Milliardäre in etwa so viele Emissionen wie ganz Frankreich.
manager-magazin.de

Lese-Tipp: Verena Bahlsen ist an der “Great Man Theory” gescheitert, sagt Uwe Kanning.

Lese-Tipp: Der emotionale Rückzug von Verena Bahlsen sei ein Zeichen von "Über­forderung", sagt Wirtschafts­psychologe Uwe Kanning im Interview mit der "Wirtschafts­woche". Bahlsen sei womöglich an der "Great Man Theory" gescheitert, der Vorstellung, dass "Führung allein in der Persönlichkeit begründet" liegt. Diese Idee sei in Familien­unternehmen häufig verbreitet, sei aber "weder gut für das Unternehmen noch für den Menschen".
wiwo.de, turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Agenturen stecken Werbegeld oft in die falschen Kanäle, schreibt Thomas Koch.

Lese-Tipp: Bei der Verteilung des Werbe-Budgets fürs Jahr 2023 werden viele junge Agenturen "alle Fakten zur Medien­nutzung in Deutschland vollständig ausblenden" und das Geld hauptsächlich online einsetzen wollen, befürchtet Thomas Koch. Er glaubt, dass daran "höchst emotionale Gründe" schuld sind wie der Gedanke: "Print ist old school". Dabei ginge es den traditionellen Werbe­medien, vor allem TV und Radio, "ausgesprochen gut".
wiwo.de

Lese-Tipp: Thailändische Unternehmerin Anne Jakapong Jakrajutatip will die Miss-Universe-Wahlen modernisieren.

Lese-Tipp: Die Miss Universe Organisation, einst Teil des Firmen-Imperiums von Donald Trump, gehört neuerdings der thailändischen JKN Global Group. Das "Manager Magazin" stellt deren CEO Anne Jakapong Jakrajutatip vor, die "so etwas wie das komplette Gegenstück" von Trump ist: Sie ist Thailands erste transgender Person an der Spitze eines Unternehmens und gleichzeitig die erste Frau an der Spitze der Miss-Universe-Wahlen. Die häufig wegen der vermittelten Geschlechter- und Körperbilder kritisierte Veranstaltung will sie modernisieren.
manager-magazin.de

Lese-Tipp: Ein Ehepaar wehrt sich gegen Verschwörungsmythen.

Lese-Tipp: Die US-Amerikanerin Maatje Benassi führt ein ganz normales Leben, bis ein YouTuber behauptet, sie sei "Patient Zero" und hätte den Corona-Virus verbreitet. Das Video wird hunderttausendfach geklickt, sie erhält Drohungen. Im "Spiegel"-Interview erzählt sie, von ihrer Angst, wenn sie das Haus verlässt. Aber sie und ihr Mann haben sich gewehrt und jedes Video, jeden Post und jeden Tweet löschen lassen – mit Erfolg: Der YouTuber hat seine gesamte Reichweite eingebüßt.
spiegel.de (€)

Lese-Tipp: Astronaut Ulrich Walter vermisst in Deutschland Neugier und Pioniergeist.

Lese-Tipp: Physiker und TV-Host Ulrich Walter ist einer von elf Deutschen, die jemals im All gewesen sind. Im Gespräch mit der Teleschau vermisst er die Neugier der Deutschen von früher. "Wir sind zu alt und zu satt - fast schon ein bisschen dekadent", sagt er. Er befürchtet, Deutschland könne deshalb seinen "Status als Wissenschafts- und Technik­vordenker" verlieren.
showcase.teleschau.de