Lese-Tipp: Videos gewinnen das “Game of Phones”, sagt Richard Gutjahr.

Lese-Tipp: Medien-Erklärer Richard Gutjahr beschreibt den nächsten Medienwandel. Nachdem Smartphones gegen Papier gewonnen haben, gewinne nun Video gegen Buchstaben. Nur lange Ladezeiten und geringe Netzabdeckung hätten hierzulande einen unnatürlich langen Bestandsschutz für Text und Audio bedeutet. Gutjahr empfiehlt, sich dem mündigen und bisweilen tief verunsicherten Publikum zu stellen, statt sich im nächsten Scheingefecht mit Google und Facebook aufzuhalten.
journalist-magazin.de

Lese-Tipp: Günther Jauch spricht über Jubiläum von “Wer wird Millionär?”.

Lese-Tipp: Günther Jauch, weltweit dienstältester Moderator von "Wer wird Millionär?", spricht im "FAZ"-Interview über den 20. Geburtstag des RTL-Klassikers. Zwar könne sich "jeder Münchner Reihenhausbesitzer" heute Millionär nennen, dennoch sei der Begriff "sagenumwoben". Jauch habe keine TV-Verträge, die ihn "bis zum 80. Lebensjahr fesseln". Das lineare Fernsehen spiele weiterhin "eine entscheidende Rolle" im Werbemarkt, da Inhalte wichtiger als die Plattform seien.
"FAZ", S. 15 (Paid)

Lese-Tipp: “Süddeutsche” und ARD dokumentieren, wie die Neue Rechte Kulturhäuser unter Druck setzt.

Lese-Tipp: Akteure aus dem rechten bis rechtsextremen Spektrum versuchen mit unterschiedlichen Mitteln, Kulturinstitutionen zu diskreditieren, die ein weltoffenes Weltbild transportieren, berichten Peter Laudenbach und John Goetz. Sie präsentieren eine gemeinsame Recherche von ARD und "Süddeutscher Zeitung", die Fälle von Dezember 2016 bis heute dokumentiert. Darunter sind Reden und Anträge von AfD Politikern, die Fördermittel streichen wollen oder zu Demonstrationen aufrufen, aber auch offene Gewaltandrohungen rechter Gruppen.
sueddeutsche.de

Lese-Tipp: Die “FAS” portratiert “Delivery Hero”-Gründer Niklas Östberg.

Lese-Tipp: Niklas Östberg, Gründer und Chef von Delivery Hero, ist "wohltuend ruhig und besonnen für einen Berliner Gründer", schreibt Bettina Weiguny in ihrem Portrait. Vom Deutschland-Geschäft habe sich Östberg schweren Herzens getrennt. Gerade in Schwellenländern will er dafür expandieren und künftig neben Essen auch Medikamente und Supermarkt-Produkte liefern. Er wünsche sich zudem weniger Plastik und glaube, dass Kochen in Zukunft nur noch ein Hobby sei.
"FAS", S. 24 (Paid)

Lese-Tipp: US-Priester nutzt Tiktok, um seinen Glauben zu verbreiten.

Lese-Tipp: David W. Peters ist ein viraler US-Priester, der Tiktok nutzt, um in einem texanischen Vorort seine Schäfchen zu versammeln. Er kombiniert kirchliche Botschaften z.B. mit dem Soundtrack von "La-la-Land" und blinkenden "Hot Priest Summer"-Schriftzügen. Peters sei wirklich lustig und deshalb so erfolgreich bei Tiktok, schreibt Joseph Earp. Er komme bei der jungen Zielgruppe an, weil er nicht versuche, sie zu täuschen oder sich anzubiedern.
theguardian.com

Lese-Tipp: Der indonesische Onlinehändler Bukalapak ist stärker als Amazon.

Lese-Tipp: Der digitale Marktplatz Bukalapak in Indonesien ist erfolgreicher als Amazon, schreibt Mathias Peer. Gründer Achmad Zaky, 32, hat ein Netzwerk an Tante-Emma-Läden aufgebaut, in denen die mehr als ein Drittel der Bevölkerung ohne Internetzugang Waren online bestellen können. Die Ladenbesitzer wiederum sparen sich durch die App den Weg zum Großhandel. Indonesische Probleme seien so einzigartig, dass Größen wie Amazon und Co den Markt oft scheuen und so Platz für lokale Startups bleibe.
handelsblatt.com

Lese-Tipp: Matthias Kolb portraitiert den EU-Journalisten Ryan Heath.

Lese-Tipp: Ryan Heath war als Autor des kostenlosen Politico-Newsletters Brussels Playbook drei Jahre lang der vielleicht einflussreichste Journalist im EU-Politikbetrieb. Matthias Kolb portraitiert den Australier in der "Süddeutschen Zeitung", der über den Umweg als Redenschreiber zurück in den Journalismus gefunden hat und künftig aus den USA berichtet.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Gelächter-Ingenieur Charles Douglass veränderte Comedy-Shows.

Lese-Tipp: Charles Douglass, der Erfinder der Lach-Konserve, kam 1953 auf die Idee, mit Gelächter Geld zu machen, schreibt Danny Kringiel. Der Ingenieur entwickelte dafür aus einer Schreib- eine "Lachmaschine" mit 320 verschiedenen Lachern, vom "frühen Kichern des Blitzmerkers" bis zum "dröhnenden Wiehern des Spätzünders". Seine Arbeit hielt er geheim, einerseits um ein Lach-Monopol zu halten, andererseits, weil sie für Filmstudios unverzichtbar wurde, sie es aber nicht zugeben wollten. Die Lacher vom Band "veränderten die Spielregeln von Comedy-Shows".
spiegel.de

Alexandra Van Houtte hat Tagwalk zum wichtigen Mode-Tech-Unternehmen gemacht.

Lese-Tipp: Alexandra Van Houtte hat mit Tagwalk das "Google der Mode" für Stylisten, Redakteure und Designer erfunden, schreibt Trisha Balster. Die Suchmaschine ist eines der wichtigsten Mode-Tech-Unternehmen. Van Houtte erklärt im "Iconist"-Interview, dass sie sich beim Businessplan auf ihr Bauchgefühl verlassen und deshalb u.a. auf Werbung und eine Paywall verzichtet habe. Die Plattform stecke aktuell in einer schwierigen Phase, nicht mehr in den Kinderschuhen, "aber auch noch nicht richtig groß".
welt.de

Falk-Anklage ist dubios, schreibt Gerichtsreporterin Gisela Friedrichsen.

Stadtplan-Erbe Alexander Falk ist der Anstiftung zum Mord angeklagt, der Prozess beginnt am 21. August. Der Fall habe das Zeug zum Thriller, schreibt Gerichtsreporterin Gisela Friedrichsen. Es gibt u.a. zwielichtige Zeugen und dubioses Beweismaterial wie einen Audio-Mitschnitt, der von der Staatsanwaltschaft wohl nicht korrekt ausgewertet und offenbar manipuliert wurde. Falk will aussagen.
"Welt am Sonntag", S. 16 (Paid), turi2.de (Background)

Lese-Tipp: die Entstehung des Bundesliga-Logos.

Lese-Tipp: Das Bundesliga-Logo feiert mit Beginn der neuen Saison 18-Jähriges, Werbetexter Andree Bock erzählt die Underdog-Geschichte seiner Entstehung. Er half Constantin Weimar, damals Chef der Agentur WM Team, beim Pitch der DFL, die ab 2001 die Markenkommunikation auf professionellere Füße stellte. Mit vereinten Kräften habe man Gold als Logofarbe verhindert – als Sonderfarbe hätte es bei Druckmitteln die Kosten in die Höhe getrieben. Über die Jahre ist der Spieler dünner geworden, neigt seinen Kopf etwas mehr und hat einen anderen Ball bekommen.
newsletter.pitgottschalk.de

Lese-Tipp: Die “Zeit” schreibt, wie Rechte YouTube nutzen, um Jugendliche zu erreichen.

Lese-Tipp: Tanya Falenczyk spricht für die "Zeit" mit YouTubern der Identitären Bewegung, die das Netzwerk nutzen, um Jugendliche für ihre Themen zu sensibilisieren. Über ihre Unterstützer wollen sie nicht reden, bestätigen aber, dass sie viele Minderjährige erreichen. Zudem redet Falenczyk mit Jugendlichen über ihre Sehgewohnheiten. Die Videos der Identitären kommen bei ihnen an - was sich dahinter verbirgt, wissen sie jedoch nicht.
"Zeit" 34/2019, S. 59 (Paid)

Lese-Tipp: Heino Fröhlich macht traditionellen Buchdruck in Berlin.

Lese-Tipp: Sebastian Gubernator porträtiert Buchdrucker und Schriftsetzer Heino Fröhlich aus Berlin, einen der letzten seiner Art, der u.a. Visitenkarten, Geburts- und Todesanzeigen aus Bleilettern zusammenbaut. Seine Heidelberger Druckmaschine ist "wie ein Orchester", mit Fröhlich als Dirigent. Leider kann er seinen Laden nicht mehr lange führen und sucht wegen einer ALS-Erkrankung Nachfolger.
"Welt am Sonntag", S. 15 (Paid)

Lese-Tipp: Emojis bilden aber eine “in Watte gepackte Realität” ab, schreibt Elisabeth Gamperl.

Lese-Tipp: Emojis sind das Verständigungstool der globalen Smartphone-Gesellschaft, schreibt Elisabeth Gamperl in der "Süddeutschen". Die inzwischen 3.000 Bildzeichen liefern die emotionale Tonspur zur getippten Information. Am Ende sei die Emoji-Welt jedoch eine "in Watte gepackte Realität", in der sich alle zu Hause fühlen, achtsam, divers und weltoffen seien.
"Süddeutsche Zeitung am Wochenende", S. 11 - 13 (Paid)

Lese-Tipp: Philipp Freise hat bald einen Koffer in Berlin.

Lese-Tipp: Philipp Freise heißt der neue, starke Mann bei Springer. Der Manager des Investors KKR steuert die europäischen Medien- und Tech-Beteiligungen – und sitzt vielleicht bald im Springer-Aufsichtsrat. Freise habe nach 20 Jahren viele Kontakte und eine Karriere, wie von einem Business-Coach ausgedacht, schreibt Christoph Rottwilm.
manager-magazin.de, turi2.de (Background KKR)

Lese-Tipp: Springer-Chef Döpfner kritisiert Abschaffung der “DDR”-Anführungszeichen.

Lese-Tipp: Springer schrieb "DDR" bis August 1989 in Anführungszeichen, erinnert sich die "Welt am Sonntag". Die Schreibweise sollte daran erinnern, dass der Staat weder "deutsch noch demokratisch noch eine Republik" sei. Springer-Chef Mathias Döpfner kommentiert die damalige Abschaffung als eine "opportunistische Peinlichkeit“ und "historischen Fehler".
"Welt am Sonntag", S. 49 (Paid), welt.de (Döpfner-Kommentar, Paid)

Lese-Tipp: “Spiegel” begibt sich nach zwei Boeing-Abstürzen auf Spurensuche.

Lese-Tipp: Der Absturz zweier baugleicher Flugzeuge beschädigt nicht nur Boeing, sondern auch die Vertrauenswürdigkeit in den Konzern sowie die der Zulassungsbehörden, beobachtet der "Spiegel" nach Recherchen in den USA und Indonesien. Es herrsche starker Konkurrenzkampf in der Luftfahrtbranche, Kritiker würden oft diskriminiert, was die Fehlersuche erschwere.
"Spiegel" 32/2019, S. 11-24 (Paid), turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Journalistin aus Venezuela erklärt die staatliche Pressezensur.

Lese-Tipp: Die "taz" spricht mit Journalistin Marjuli Matheus Hidalgo über ihre Arbeit in Venezuela und die dortige Zensur. Seit den 2000ern setzt der Staat die Presse kontinuierlich mit Gesetzen, Sanktionen und sprachlichen Vorgaben unter Druck. Es gibt kaum noch Papier. Journalisten, die nicht regierungskonform berichten, kommen ins Gefängnis. Es gibt ohnehin nur noch sehr wenige von ihnen. Auch Hidalgo ist inzwischen nach Chile ausgewandert.
taz.de

Lese-Tipp: Martin Liss gibt Tipps für den Einstieg ins Podcasting.

Lese-Tipp: Wie der Einstieg ins Podcasting gelingt, sagt Martin Liss im Podcast-Dossier von "Kress Pro". Der Audio-Berater gibt acht Tipps vom Inhalt bis zur Vermarktung. Die größten Hürden etwa seien ein klarer Themen-Fokus und Regelmäßigkeit. Technisch genüge für Einsteiger ein gutes Mikro, ein Smartphone und eine passende App wie Anchor (Android). Das Budget sollte 50:50 in das Produkt und ins Marketing fließen.

Spannendster Vermarktungs-Fact im "Kress"-Dossier: Zwar fehlen noch einheitliche Reichweiten-Messungen, TKPs und andere Werbe-Standards, die Preise, die Vermarkter aufrufen, sind dennoch beträchtlich, vor allem für vom Podcast-Moderator gesprochene Werbung. Kampagnen liegen zwischen 4.000 und 12.000 Euro.
"Kress Pro" 6/2019, Dossier Podcasts (Paid)

Lese-Tipp: Philipp Lahm spricht mit der “Zeit” über seine Beziehung zu Journalisten.

Lese-Tipp: Ex-Fußballer Philipp Lahm spricht mit der "Zeit" über das Verhältnis zwischen Fußballern und Journalisten. Durch Social Media seien Fußballer heute ihr eigenes Medium. Einige Journalisten hätten zwar die Handynummer von Lahm, jedoch nicht für Deals: Kein Journalist würde ihn für Zitate direkt anrufen, betont Lahm, "vielleicht schicken sie mir eine SMS zum Geburtstag".
"Zeit" 31/2019, S. 16 (Paid)

Lese-Tipp: Blinde Zuschauerin rezensiert die barrierefreie RTL2-Serie “Falkenberg”.

Lese-Tipp: "Falkenberg" auf RTL2 ist die erste barrierefreie Serie im deutschen Privatfernsehen, Kathrin Müller-Lancé schaut sie mit einer blinden Zuschauerin. Sie schaut mit der App Greta fern, die Audiodeskriptionen zu TV- und Kinofilmen bietet. Sie zu produzieren ist aufwendig, auch die Öffis bieten deshalb bisher nur wenige Hörfassungen an – allerdings vertonen sie mit professionellen Sprechern. Bei "Falkenberg" stört die automatisierte Stimme, die eher nach Navi klingt.
sueddeutsche.de (Paid)

Lese-Tipp: Freigeist Benjamin Otto soll das Familien-Unternehmen digitalisieren.

Lese-Tipp: Benjamin Otto, 44, ist der Hoffnungsträger seiner Händler-Familie und soll das Lebenswerk seines Vaters im Digitalzeitalter verteidigen, schreibt Martin Mehringer. Er porträtiert Otto als nachdenklichen Unternehmer, dem die Handelsphilosophien von Amazon und Alibaba zuwider sind. Zu seinem Vater hat er ein freundschaftliches Verhältnis, früher verdingte er sich als DJ und brachte sich selbst programmieren bei. Im Konzern halten ihn manche für "schwer zu lesen" und zu sanftmütig, um die Firma zu führen. Otto selbst engagiert sich die Hälfte seiner Zeit sozial, will z.B. Schulen nach neuem Modell starten. Privat plant er seine Zukunft auf einem Biobauernhof, wo er Pferde züchten will.

Nach Studium und Selbstfindung gründete Otto zunächst selbst mehrere Unternehmen, z.B. einen Medientechnik-Verleih und eine Planungsgesellschaft. 2012 verkaufte er sie und übernahm im Familienkonzern neben Tarek Müller die Aufgabe, mit About You eine Otto-Antwort auf Zalando zu finden. Das operative Geschäft liegt ihm aber nicht, er will nicht in die Konzernführung und sitzt stattdessen nun im Rat der Michael Otto Stiftung und ist Mitglied des Gesellschafter- und Aufsichtsrats. Er kümmert sich um den Kulturwandel, die Marken, Marketing und Digitalisierung und hat viele weitere Ideen, z.B. eine Google-Alternative für ethischen Konsum.
"manager magazin", S. 40 (Paid)

Lese-Tipp: “manager magazin” spricht Verena Bahlsen Führungskompetenz ab.

Keks-Krümel: Die Lage im Keks-Konzern Bahlsen ist dramatischer, als bisher bekannt, analysiert das "manager magazin". Patriarch Werner Michael Bahlsen gebe kaum unternehmerische Impulse, Fluktuation und Machtkämpfe regieren auf der Management-Ebene. Nun drohen Umsätze und Gewinne weiter zu zerbröseln.

Dass Bahlen mit Tochter Verena die richtige Nachfolgerin gewählt hat, versieht das "manager magazin" mit einem dicken Fragezeichen. In der Öffentlichkeit – zuletzt mit ihren Äußerungen zur Nazi-Vergangenheit – und auch im Unternehmen sorge die Mittzwanzigerin für Kopfschütteln. Verena benehme sich wie ein "vorlautes Kind", zitiert das Magazin eine Führungskraft und spricht ihr unternehmerische Kompetenz ab.
"manager magazin", S. 48-51 (Paid)

Update 12 Uhr: Bahlsen reagiert mit einem Widerspruch auf die Meldung des "manager magazin". Das ausführliche Statement gibt es hier.

Aus dem Archiv von turi2.tv: Wie Verena Bahlsen das Keks-Business umkrempelt (Dezember 2018).

Junge Zielgruppen: “FAZ” setzt auf Social, “Zeit” auf Podcasts.

Lese-Tipp: Große Verlage versuchen mit unterschiedlichen Strategien, junge Zielgruppen im Netz zu gewinnen, beobachtet Henrik Rampe. FAZ-Chef Thomas Lindner setzt auf Social Media und verzichtet auf ein Jugendportal, weil die "FAZ" nicht hippes Jugendmagazin spielen will. Zeit-Online-Chef Christian Röpke hat elf Podcasts im Portfolio, die nicht direkt Abos generieren, aber die Marke bilden sollen.
horizont.net

Lese-Tipp: Die “Wirtschaftswoche” betreibt Journalismus mit Satellitenbildern.

Lese-Tipp: Die "Wirtschaftswoche" analysiert mit Hilfe von Satellitenbildern die Folgen des Wirtschaftsembargos auf den Iran. Dafür kooperiert die Zeitschrift mit dem Erdbeobachtungs-Unternehmen LiveEO, an dem die Holtzbrinck-Investmenttochter DvH Ventures beteiligt ist. Vergangene Woche hatte die "Wirtschaftswoche" sich im ersten Teil der Serie bereits deutschem Plastikmüll in Malaysia angenommen.
wiwo.de, wiwo.de (Plastikmüll)

Lese-Tipp: Streamingdienste verändern die Qualität von Filmproduktionen.

Lese-Tipp: Streamingdienste wie Netflix beeinflussen die Qualität der Filme, schreibt die "FAS" und zitiert ein vor dem Start des Sommerkinogeschäfts eingeholtes Stimmungsbild unter Hollywood-Produzenten aus der "New York Times". Produktionen seinen häufig nicht mehr für die große Kinoleinwand gemacht. Produzenten warnen vor Masse statt Klasse.
faz.net (Paid), nytimes.com (Hollywood-Umfrage, Paid)

Lese-Tipp: Die “Zeit” beschreibt Details zu den Hintermännern des Strache-Videos.

Lese-Tipp: In der "Zeit" schreibt Holger Stark über das Umfeld der mutmaßlichen Macher des "Ibiza-Gate"-Videos. Ins Zentrum des Interesses sei mittlerweile eine Gruppe geraten, die als anrüchige Privatdetektive jahrelang in juristischen Grauzonen agiert hätte. Während sie den FPÖ-Politikern die Falle stellten, wurde parallel gegen sie ermittelt. Ob sie alleine agierten oder es noch Strippenzieher gebe, sei weiterhin unklar.
"Zeit" 28/2019, S. 4 (Paid)

Lese-Tipp: Michael-Jürgs-Laudatio enthält Sprengstoff für Springer und den BDZV.

Lese-Tipp: Michael Naumann laudatiert seinem schwer kranken Freund Michael Jürgs, der den Theodor-Wolff-Preis für sein Lebenswerk erhält. Seine Passage zu Jürgs' Recherchen über den Lebemann Axel Springer hatte den Ausrichter BDZV vorab in Wallung versetzt. Ulrike Simon berichtet, dass ausgerechnet BDZV-Präsident und Springer-Chef Mathias Döpfner dazu aufrief, alles zu sagen, was er sagen wolle.
horizont.net

Lese-Tipp: Verlobte von Kashoggi erzählt von letzten Tagen des Journalisten.

Lese-Tipp: Hatice Cengiz, Verlobte des ermordeten saudischen Journalisten Jamal Khashoggi, erzählt im Interview mit der "Bild am Sonntag" von den letzten Tagen vor seinem Tod. Kashoggi, der wegen Dokumenten für die Heirat ins Konsulat ging, habe befürchtet, man würde seinen Pass konfiszieren, dem Konsulat aber nach einem ersten Treffen vertraut. Seine letzten Worte an Cengiz waren: "Warte auf mich. Es wird nicht lange dauern."
"Bild am Sonntag", S. 18 – 19 (Paid), turi2.de (Background)

“Spiegel” analysiert Hintergründe des Steltzner-Abgangs bei der “FAZ”.


Frankfurter Allgemeine Zankerei: Markus Brauck und Ulrike Simon nehmen im "Spiegel" die Herausgeber der "FAZ" auseinander – Anlass ist der Abgang von Herausgeber Holger Steltzner. Der soll mit einem Redakteur über die Vertragsverlängerung von Feuilleton-Herausgeber Jürgen Kaube geprochen und gefragt haben, ob es nicht einen besseren Kandidaten für den Posten gäbe, u.a. mit mehr Digitalkompetenz. Als der Inhalt des Gesprächs den Aufsichtsrat erreichte, sei Stelzners Rauswurf innerhalb von Stunden beschlossen gewesen.

Simon und Brauck beschreiben die Herausgeber-Runde – Berthold Kohler, Jürgen Kaube und Werner D'Inka treffen sich mit den Autoren zum Interview – etwas verächtlich als "Teddybären". Kritische Fragen zur Zukunft der Zeitung und der wenig diversen Besetzung des Herausgeber-Gremiums beantworteten sie mit Ironie und "intellektuellen Spitzfindigkeiten". Der "Spiegel" zitiert aus einer "FAZ"-eigenen Analyse, wonach die Zeitung im Jahr 2030 stolze 190 Mio Euro Verlust einfahren würde, sollte die Print-Auflage weiter schrumpfen, sich das digitale Wachstum nicht beschleunigen und die Preise gleich bleiben.
spiegel.de (Paid), turi2.de (Background)

Mitarbeit: Markus Trantow

Lese-Tipp: Adidas-Chef Rorsted erklärt Nachhaltigkeit zum Geschäftsmodell.

Lese-Tipp: Adidas hat Nachhaltigkeit ins Geschäftsmodell integriert und will damit Geld verdienen, weil das wirkungsvoller sei als Spenden, sagt Chef Kasper Rorsted im "Handelsblatt"-Interview. Die Sportmarke verkauft z.B. Kleidung aus recyceltem Plastik. In den nächsten fünf Jahren wolle Adidas Plastik vor allem vermeiden, später auf Material umsteigen, das sich selbst zersetzt.
handelsblatt.com

Lese-Tipp: Die “FAS” widmet sich auf sieben Seiten YouTube.

Lese-Tipp: Mit einem siebenseitigen Feuilleton-Spezial würdigt die "FAS" die deutsche YouTube-Szene, die durch Rezo zuletzt ins Interesse gerückt ist. Christoph Engemann betrachtet das veränderte Verhältnis zwischen geschriebenem und gesprochenem Wort, Florentin Schumacher schaut auf Influencer, die durch ihre Videos reich werden. Diba Shokri beschreibt die Netzwerke Rechtsextremer auf YouTube. Dazu gibt es unter anderem einen Überblick über 30 bedeutende, deutsche YouTuber.
"FAS", S. 33-39 (Paid)

Lese-Tipp: Kathrin Hollmer porträtiert die Macher der Bildundtonfabrik.

Lese-Tipp: Die Bildundtonfabrik ist vor allem als Produktionsfirma von "Roche & Böhmermann" und dem "Neo Magazin Royale" bekannt geworden. Kathrin Hollmer porträtiert für die "SZ am Wochenende" die Gründer Philipp Käßbohrer und Matthias Murmann, die auf opulente Optik setzen und dafür Film- statt Fernsehkameras benutzen. Jan Böhmermann lernten sie beim WDR-Radio 1Live kennen.
"SZ am Wochenende", S. 43

Lese-Tipp: “FAZ” blickt hinter die Kulissen der lukrativen Rap-Musikindustrie.

Lese-Tipp: "FAZ"-Redakteurin Elena Witzeck besucht das Produzenten-Trio Kitschkrieg, einer der erfolgreichsten Rap-Macher Deutschlands. Produzenten müssten sich trauen, die Wahrheit zu sagen, um das Beste aus den Künstlern herauszuholen. Deren Selbstdarstellung ende nicht auf der Bühne, sondern müsse bei Social Media perfektioniert werden.
faz.net (Paid)

Lese-Tipp: “SZ” trifft Deutschland-Chef von Amazon Music.

Lese-Tipp: "SZ"-Redakteur Michael Bremmer besucht den Deutschland-Chef von Amazon Music in der Münchener Konzernzentrale. Michael Höweler verkaufte früher Mode und ist mit Amazons Streamingplattform heute schärfster Verfolger von Spotify. Um sich stärker abzugrenzen, will Höweler mit Schlager oder Hip-Hop neue Zielgruppen gewinnen.
"Süddeutsche Zeitung", R6 (Paid)

Lese-Tipp: Margarete Stokowski fesselt mit ihren Texten auch ihre Kritiker.

Lese-Tipp: Margarete Stokowski ist die "lauteste Stimme des deutschen Feminismus", schreibt Tobias Haberl in seinem Porträt im "SZ-Magazin". Die Autorin und Kolumnistin schreibe böse, pointiert, streitlustig, persönlich und unverschämt. Man müsse ihr "in keinem einzigen Punkt zustimmen, um sie bis zur letzten Zeile lesen zu wollen". Sie werde mindestens so verehrt und gehasst wie die, über die sie sich aufregt. Ihre Kolumne schreibt sie ausschließlich nachts.
"SZ-Magazin" 23/2019, S. 9-15 (Paid)

Lese-Tipp: “stern” verfolgt Rücksendungen von Amazon und Co.

Lese-Tipp: Der "stern" recherchiert deutschen Retouren hinterher und spricht u.a. mit einem Amazon-Mitarbeiter des "Destroy-Areals": Vier bis fünf Container Ware vernichten die Mitarbeiter täglich, hauptsächlich Produkte von Marketplace-Händlern. Retouren, die zu teuer wären, verschenkten Amazon und Co an die Kunden. Onlinehändler erprobten verschiedene Gegenmittel wie KI-Vermessung und Fitting Models.
"stern" 24/2019, S. 54 – 60 (Paid)

Lese-Tipp: “Lichtblick” ist die einzige unzensierte Knast-Zeitung im Land.

Print im Knast: Die Insassen der JVA Tegel produzieren seit 51 Jahren Deutschlands einzige unzensierte Knast-Zeitung Lichtblick, berichtet Sophia Münder in "Brand eins". Die Redakteure – allesamt zu hohen Haftstrafen verurteilte Gefangene – recherchieren per Telefon, Fax und im persönlichen Gespräch, einen Internetanschluss haben sie nicht.

Die Gefängnisleitung bekommt das Heft erst auf den Tisch, wenn es 7.500 Mal gedruckt ist und an Abonnenten und andere Gefängnisse verschickt wird. Die Macher berichten subjektiv, manchmal gelingt es ihnen, Haftbedingungen zu verbessern. Meist aber sitzen sie zwischen den Stühlen – Kritik kommt sowohl von der Gefängnisleitung, die manche Texte schwer erträglich findet, als auch von den Mitinsassen, die fordern, die Zeitung solle "mehr draufhauen".
"Brand eins" 6/2019, S. 50-53 (Paid)

Lese-Tipp: “Wirtschaftswoche” horcht nach elektronischen Autogeräuschen der Zukunft.

Lese-Tipp: Um Unfälle zu vermeiden, müssen Hersteller E-Autos künftig mit künstlichen Geräuschen ausstatten. Die "Wirtschaftswoche" stellt akustische Konzepte mit Hörproben vor. Da E-Autos permanent Töne abgeben, werde es an Kreuzungen lauter. Bei größerer Entfernung seien E-Autos dagegen leiser, da hohe Töne nicht so weit fliegen wie tief dröhnende Verbrenner.
wiwo.de (Paid)

Lese-Tipp: “Spiegel”-Entwicklungsteam gibt Einblick in seine Methoden.

Lese-Tipp: Das Entwicklungsteam des "Spiegel" schreibt darüber, mit welchen Methoden es bei der Produktentwicklung zusammenarbeitet. Es nutzt u.a. die Strategie-Priorisierungsmethode OKR für das Großprojekt Relaunch. Die "Spiegel"-Produkte hat das Team in sechs "Entwicklungsstränge" unterteilt, an denen jeweils Produktmanager, Entwicklungsredakteure, Techniker und ein Mitarbeiter aus Anzeigenabteilung oder dem Vertrieb arbeiten.
medium.com

Lese-Tipp: Tillmann Prüfer besucht ein Forschungszentrum für Roboter.

Lese-Tipp: Tillmann Prüfer besucht die Forscher der Personal Robots Group am MIT. Sie arbeiten daran, Roboter zum Alltagsbegleiter des Menschen zu machen – weg vom reinen Befehlsempfänger à la Alexa und Co. Besonders auffalend dabei sei, dass die Roboter alle "so niedlich" aussehen – Cynthia Breazeal, Leiterin der Forschergruppe, begründet das so: "Eine Technologie, die die Menschen annehmen sollen, muss ansprechend gestaltet sein".
"Zeit Magazin" 21/2019, S. 16-23 (Paid)

Lese-Tipp: P7S1-Chef Conrad Albert fordert einen staatlichen Medienfonds.

Lese-Tipp: Conrad Albert, Vize-Chef von ProSiebenSat.1, fordert einen staatlichen Medienfonds, um "Programme mit gesellschaftlich-relevanten Inhalten" zu produzieren. Der Fonds könnte laut Albert unabhängig von der Rundfunkgebühr laufen und ähnlich wie die Filmförderung funktionieren und jährlich einen mit 50 bis 100 Mio Euro gefüllten Topf zur Verfügung haben.
"FAZ", S. 21 (Paid)