Lese-Tipp: Megan Graham beschreibt, wie leicht man mit geklauten Inhalten geld verdienen kann.

Lese-Tipp: Die CNBC-Reporterin Megan Graham schreibt, wie leicht sich mit geklauten Inhalten Geld verdienen lässt. Sie erstellte eine Website, auf der sie automatisiert CNBC-Beiträge kopierte. Viele Anbieter automatisierter Werbung akzeptierten die Seite - Google nicht. Mit etwas mehr Aufwand lassen sich noch deutlich mehr Anbieter täuschen, so Graham.
cnbc.com

Lese-Tipp: Der “Spiegel” berichtet über Abzocke mit Scheinanlagen im Netz.

Lese-Tipp: Jürgen Dahlkamp, Gunther Latsch und Jörg Schmitt erzählen im "Spiegel" den Fall eines Unternehmers nach, der wie Tausende andere auf Online-Betrüger reingefallen ist. Die versprachen Traumrenditen durch eine Anlagesoftware. Die Betrüger köderten mit gefälschten Berichten zur Vox-Show "Die Höhle der Löwen" und gingen anschließend mit viel Raffinesse vor, um Seriosität vorzutäuschen. Dazu tragen auch die Postbank und Wirecard bei, über deren Konten die Transaktionen liefen, ohne dass die Geldhäuser einschritten.
"Spiegel" 21/2020", S. 72 (Paid)

Lese-Tipp: Das “SZ Magazin” protokolliert einen Identitätsdiebstahl im Netz.

Lese-Tipp: Thilo Komma-Pöllath protokolliert im "Süddeutsche Zeitung Magazin" die Erlebnisse von Unternehmenscoach Claudia Pfister, die Opfer eines digitalen Identitätsdiebstahls ist. Die Betrüger eröffneten in Pfisters Namen u.a. einen Fake-Handel für Kaffeemaschinen und buchten Google Ads mithilfe Ihrer Kreditkarte. Ein erstes Verfahren wurde eingestellt, Pfisters Anwalt geht nicht davon aus, dass die Täter je gefasst werden.
sz-magazin.sueddeutsche.de, S. 10 (Paid)

Lese-Tipp: Alice Bota beschreibt, wie Putin die Krise schadet.

Lese-Tipp: Alice Bota beschreibt in einem zwanzig Amtsjahre überspannenden Porträt, wie sich Wladimir Putin vom Ex-Geheimdienstler mit tadellosem Ruf zum zunehmend weltfremd wirkenden Autokraten entwickelte – und ihm auf dem Höhepunkt der Macht Corona in die Quere kommt. Der Kreml gleiche inzwischen einer "Blackbox", Putin werde in der Krise sein unterwürfiger Hofstaat zum Verhängnis, der ihm eingeschüchtert und untertänigst nur seinem Weltbild konforme Nachrichten übermittle, während die Russen die Wirtschaftskrise fürchten.
"Zeit" 21/2020, S. 4 (Paid)

Lese-Tipp: Dirk von Gehlen schreibt an die Corona-Leugner.

Lese-Tipp: Dirk von Gehlen, Social-Media-Chef bei der "Süddeutschen Zeitung", schreibt einen schlauen und erkenntnisreichen Brief "an diejenigen in meiner Timeline, die auf die Hygienedemo gehen" – und bleibt dabei auf Augenhöhe. Sein Kernargument ist die Angst, die alle teilen, und die Bitte, sich nicht vom Gefühl der Motive attribution asymmetry und daraus entstehenden Feindbildern fehlleiten zu lassen.
dirkvongehlen.de

Lese-Tipp: Friedemann Bartu erzählt die jüngere “NZZ”-Geschichte aus der Innen-Perspektive.

Lese-Tipp: Friedemann Bartu, ehemaliger Korrespondent und Redakteur der "NZZ", schreibt in seinem Sachbuch Umbruch über die frühere Abhängigkeit der "Neuen Zürcher Zeitung" von der Freisinnig-Demokratischen Partei, das angespannte Verhältnis zwischen Print- und Online-Redaktion und einen "Herrenklub" mit Weißwein-Affinität. Bartu erzählt die jüngere Geschichte der "NZZ" mit Sympathie, aber auch viel Kritik an falschen Entscheidungen, rezensiert Peter Hoeres in der "FAZ".
faz.net

Lese-Tipp: Für Amazon hagelt es in der Corona-Krise Kritik.

Lese-Tipp: Amazon steht wegen seines Umgangs mit der Corona-Krise in der Kritik, Mitarbeiter*innen und Kund*innen begehren gegen den E-Commerce-Riesen auf, bilanziert das "Handelsblatt". Corona-Fälle in Lagerhallen weltweit und das Gerichtsurteil in Frankreich haben Amazon in Erklärungsnot gebracht. Hierzulande beschäftigt sich gerade das Bundeskartellamt mit dem Konzern.
handelsblatt.com, turi2.de (Urteil Frankreich)

Lese-Tipp: Warum “Welt”-Autorin Susanne Gaschke aus der SPD austritt.

Lese-Tipp: "Welt"-Kolumnistin Susanne Gaschke begründet in einem offenen Brief, warum sie nach 33 Jahren aus der SPD austritt. Eingetreten sei sie als junge Studentin "aus einer Art Widerspruchsgeist", doch mit den Jahren sei die SPD zu einer "Versorgungspartei" geworden, die "mit Geld nach Problemen" wirft, aber sich nicht mehr für eigenen Wahlergebnisse interessiere. Das Fass zum Überlauf brachte die grundlose Auswechselung des Wehrbeauftragten Hans-Peter Bartels, mit dem Gaschke seit 29 Jahren verheiratet ist.
welt.de

Lese-Tipp: Behörden-Wirrwarr verhindert zentrale Überwachung in China.

Lese-Tipp: Ausgerechnet im Kampf gegen Corona erweist sich Chinas "Schnüffelapparat als erstaunlich analog", schreibt Korrespondentin Friederike Böge. Wer in Peking eine Bank oder ein Restaurant betreten will, müsse Telefonnummer und Passdaten handschriftlich in eine Liste eintragen. Statt zentral gesteuerter Überwachung gebe es ein Wirrwarr verschiedener Behörden, die ihre Daten nicht untereinander teilten.
faz.net (Paid)

Lese-Tipp: “Süddeutsche” zeigt grafisch, wie frei die Presse weltweit ist.

Lese-Tipp: Die "Süddeutsche" hat die Daten von Reporter ohne Grenzen zur weltweiten Lage der Pressefreiheit in übersichtliche Grafiken gegossen. Sie zeigen zum Beispiel, dass derzeit insgesamt 359 Medienschaffende in Ländern wie Saudi-Arabien oder China im Gefängnis sitzen. Im Vergleich zu 2012 sind aktuell mehr Journalist*innen inhaftiert.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Melinda Gates verteidigt die Arbeit der WHO.

Lese-Tipp: Die WHO ist "eine gute, wenn auch nicht perfekte Institution", sagt Melinda Gates im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung". Zwar müsse die Welt analysieren, "was schiefgelaufen ist", doch die WHO sei in der Krise "Teil der Lösung". Das Streichen von Geldflüssen, wie von US-Präsident Trump gefordert, bringe nichts.
"Süddeutsche Zeitung", S. 19 (Paid)

Lese-Tipp: “Zeit” verehrt Systemsprengerin Pippi Langstrumpf.

Lese-Tipp: Die "Zeit" widmet sich in mehreren Beiträgen der anarchischen Kinderbuch-Heldin Pippi Langstrumpf, die in diesem Jahr 75 Jahre alt wird und die es nach einem Diebstahl der Manuskripte um ein Haar nicht gegeben hätte. Pippi habe Generationen von Menschen stark gemacht hat und sei auch heute noch ein systemsprengendes Vorbild, an dem die Erben von Astrid Lindgren immer noch gut verdienen.
"Zeit" 19/2020, S. 40 (Diebstahl, Paid), S. 52 (Vorbild, Paid), S. 53/54 (Erben, Paid)

Lese-Tipp: Wie Giano Holding die italienische Presselandschaft beeinflusst.

Lese-Tipp: Ein Viertel aller italienischen Zeitungen und Magazine geht an die Unternehmerfamilie Agnelli und ihre Giano Holding - eine "tektonische Verwerfung großen Ausmaßes", analysiert Italien-Korrespondent Oliver Meiler für die "Süddeutsche Zeitung". Insbesondere stelle sich die Frage, ob die zwei vom Deal betroffenen Tageszeitungen, "La Repubblica" und "La Stampa", in ihrer bisherigen politischen Prägung bestehen bleiben. Bei der "Repubblica" geht es zusätzlich um Stellen: Mehr als 100 der 350 festangestellten Redakteure müssen vermutlich gehen.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background Übernahme), turi2.de (Background "La Repubblica")

Lese-Tipp: “Zeit” porträtiert Dagmar Berghoff als unbeirrte Pionierin.

Lese-Tipp: Die "Zeit" porträtiert Dagmar Berghoff, 77, ehemalige und erste "Tagesschau"-Sprecherin, als unbeirrte Frau, die stets von der Öffentlichkeit bewertet wurde, aber sehr populär war. Nur einmal habe sie die Fassung verloren: Als sie Boris Becker 1988 als Sieger des "WC-Turniers" bekanntgab und sich danach "durch die Lottozahlen kicherte". Die Goldene Kamera wollte sie nicht nur dafür verliehen bekommen, weibliche Sprecherin zu sein, und lehnte sie deshalb beim ersten Mal ab. Berghoff selbst sagt, sie habe sich "als Pionierin, aber nie als Feministin verstanden".
"Zeit" 18/2020, S. 26 (Paid)

Lese-Tipp: Corona-Krise könnte für Fridays for Future eine Chance sein.

Lese-Tipp: Fridays for Future will sich in der Corona-Krise "maximal nützlich machen" und bietet u.a. Klima-Webinare für Schüler*innen an. Till Krause und Lorenz Wagner blicken im "SZ-Magazin" ins Innere der Bewegung, für die Corona eine Chance sein könnte, weil die Politik plötzlich auf die Wissenschaft hört. Dezentral und digital organisiert, habe FFF sich eine "perfekte Infrastruktur für die Corona-Zeiten geschaffen".
"SZ-Magazin" 16/2020, S. 10 - 17 (Paid), turi2.de (Interview mit FFF-Aktivistin Gwendolyn Rautenberg aus der turi2 edition #10)

Lese-Tipp: Adidas sitzt auf seiner Frühlingsware.

Lese-Tipp: Adidas will Mio Schuhe und T-Shirts aus der Frühjahrskollektion stark rabattiert online verschleudern, schreibt das "Handelsblatt". Wegen Corona muss der Konzern seine Läden schließen. Zuvor galt er als Investment-Liebling. Analyst*innen rechnen aber damit, dass sich Adidas trotz sinkender Umsätze von der Krise erholen wird.
handelsblatt.com, turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Die Riffreporter rekonstruieren die Vorgeschichte des Heinsberg-Protokolls.

Lese-Tipp: Christian Schwägerl und Joachim Budde blicken auf die Vorgeschichte des Heinsberg-Protokolls zurück, dass weniger wie eine ergebnisoffene Studie wirke, als wie eine PR-Kampagne, um die mediale Diskussion weg vom Durchhalten des Lockdowns hin zu einem Exit zu überführen. Das Kommunikationsziel habe schon vor den Ergebnissen festgestanden, kräftig befeuert durch Storymachine und NRW-Ministerpräsident Laschet. Etwaige sechsstellige Opferzahlen durch den Strategiewechsel würden verschwiegen. Der Studienleiter, Virologe Hendrik Streeck, sei bereits vor dem Corona-Lockdown aufgefallen, weil er die Gefahr durch das Virus heruntergespielt und gegen harte Maßnahmen plädiert hat.
riffreporter.de, turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Stadtmagazine müssen sich wegen der Corona-Krise neu erfinden.

Lese-Tipp: Stadtmagazine leiden doppelt unter der Corona-Krise, schreibt Boris Rosenkranz. Einerseits brechen ihnen viele Anzeigen weg, andererseits auch die Veranstaltungen, über die sie gewöhnlich berichten. Oft fehle ihnen auch die Auslage-Fläche. Einige der Hefte hätten daher derzeit ihre Produktion eingestellt. Andere stellen sich inhaltlich neu auf und versuchen so, sich der Situation anzupassen.
uebermedien.de

Lese-Tipp: Die Rekonstruktion der Notre-Dame gerät in der Krise in Verzug.

Lese-Tipp: Über dem Pariser Wahrzeichen der Notre-Dame lagen vor einem Jahr zu Ostern noch Rauchwolken, schreibt die "Süddeutsche Zeitung" und blickt auf den Stand des Wiederaufbaus. Die Arbeit am gotischen Monument gerät u.a. durch die Corona-Krise stark in Verzug. 200 Tonnen Trümmer sind bereits weggeräumt. Die Wiedereröffnung ist spätestens am 16. April 2024 geplant - fünf Jahre nach dem Brand.
sueddeutsche.de

Lese-Tipp: Fußball kann man nicht Mitnehmen, beklagen Kneipen-Gastronomen.

Lese-Tipp: Die Corona-Krise trifft auch die Fußballkneipen, die auf kein Außerhausgeschäft umsteigen können, beobachtet der "Spiegel" im Interview mit den Gastronomen Holger Britzius und Michael Jachan. Sie betreiben die Münchner Kneipe "Stadion an der Schleißheimer Straße". "Fußball zum Mitnehmen - das ist schwierig", sagt Jachan, der die Gespräche mit seinen Gästen vermisst.
spiegel.de

Lese-Tipp: Philipp Köster feiert “11 Freunde”-Jubiläum im Home Office.

Lese-Tipp: "11 Freunde"-Chefredakteur Philipp Köster hat ohne Fußball "Entzugserscheinungen", sagt er im Interview der "Süddeutschen Zeitung". Der 20. Geburtstag des Magazins wird statt mit einer großen Party im Home Office gefeiert. Die zahlreichen Social-Media-Videos der Profifußballer zeigten, "wie wahnsinnig gelangweilt die Kicker sind". Trotz "unglaublich viel Geld und Zeit", wüssten sie nichts damit anzufangen.
sueddeutsche.de

Aus dem turi2.tv-Archiv: "11 Freunde"-Chef Philipp Köster ist "ohne kommerzielle Hintergedanken" kommerziell erfolgreich (Archiv September 2017).

Lese-Tipp: Marc Brost und Bernhard Pörksen kritisieren Corona-Journalismus.

Lese-Tipp: Marc Brost, Politikchef der "Zeit" und Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen (Foto) bescheinigen Journalist*innen in der Corona-Krise "einen Zwang zum Bescheidwissen, der am Ende nur eigene Vorurteile reproduziert". Die Krise sei schwer zu begreifen und sehr emotional, auch Recherche sei unter den Gegebenheiten schwierig. Es brauche nun "das Kunststück der Paradoxiebewältigung": erklären und einordnen, was sich noch schwer erklären und einordnen lässt.
zeit.de

Lese-Tipp: “Neues Deutschland” schmäht Gabor Steingart als “Dünnbart”.

Lese-Tipp: Der Schriftsteller Christian Y. Schmidt kritisiert im Neuen Deutschland den Morning-Briefing-Verleger Gabor Steingart (Foto) als "Corona-Opportunisten" und "Dünnbart". Steingart habe Corona zunächst als bloße "Psychose" und "größte Massenhysterie der Moderne" bezeichnet, um kurz darauf der Regierung vorzuwerfen, "zu spät" reagiert zu haben. Schmidts Fazit: Gabor Steingart sei "als Journalist eine Not- und als Mensch eine Fehlbesetzung".
neues-deutschland.de

Lese-Tipp: Bazon Brock widerspricht Matthias Horx bei den Corona-Zukunftsvisionen.

Lese-Tipp: Wissen schützt nicht vor Dummheit, schreibt Kunsttheoretiker Bazon Brock (Foto) in einem "Welt"-Essay über vermeintliche Zukunftsvisionen für die Zeit nach der Corona-Krise. Zukunftsforscher Matthias Horx prophezeit u.a. die Abkehr von der bisherigen Globalisierung. Hinter solchen Aussagen steckten laut Brock oft Ideologie und die enttäuschende Erkenntnis, dass "eine kleinste Mutation" auch die selbst ernannte Elite der Welt dominiere.
welt.de (Paid)

Aus dem turi2.tv-Achiv: Wie sieht die Welt nach Corona aus, Matthias Horx? (Archiv März 2020)

Lese-Tipp: Adidas-Chef Kasper Rorsted über Corona-Kommunikation.

Lese-Tipp: Uwe Ritzer porträtiert Adidas-Chef Kasper Rorsted, 58, der in Herzogenaurach arbeitet wie "in einem Geisterhaus" und das Krisenmanagement von Markus Söder als "sehr strukturiert und strategisch" lobt. Rorsted wünscht sich aber einen bundesweit einheitlichen Kurs. Auch große Firmen bräuchten Staatshilfen, Adidas werde allein in China von Januar bis März 2020 eine Mrd Euro Umsatz verlieren. Die finanziellen Auswirkungen der EM- und Olympia-Absagen seien "eher gering".
sueddeutsche.de (Paid)

Lese-Tipp: Freischreiber gibt Freelancern Tipps für die berufliche Corona-Krise.

Lese-Tipp: Freischreiber, Berufsverband freier Journalist*innen, gibt Freelancern Tipps für die berufliche Corona-Krise. Freie Journalist*innen können zum Beispiel bei der KSK online die Stundung der Beiträge beantragen. Freischreiber listet zudem geplante Förderprogramme der Bundesländer auf, die Bedingungen für Bürgschaften seien aber "oft reichlich vage".
freienbibel.de

Lese-Tipp: Bernhard Pörksen und Frank Behrendt bewerten Angela Merkels TV-Ansprache positiv.

Lese-Tipps: Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen empfindet Angela Merkels Krisen-Rede auf Zeit Online als "Meisterleistung". Der Kanzlerin sei, über "den Umweg einer ungewohnt persönlichen Ansprache", genau dieses "Kunststück einer dilemmabewussten Krisenkommunikation" gelungen. Auch Frank Behrendt sei "berührt" gewesen, schreibt er auf horizont.net. Er stellt die Frage, ob "eine künftige Kanzlerin oder ein künftiger Kanzler" nicht grundsätzlich "viel öfter mit allen Menschen im Land kommunizieren" sollte.
zeit.de, horizont.net

Lese-Tipp: Christian Drosten ist der “Corona-Aufklärer der Nation”.

Lese-Tipp: Carolin Gasteiger porträtiert Professor Christian Drosten, 48, Leiter des Instituts für Virologie an der Berliner Charité, als "Corona-Aufklärer der Nation". Drosten sitzt in der Bundespressekonferenz, spricht in der "Tagesschau" und im NDR-Podcast Das Coronavirus Update. Er entdeckte 2003 als Nachwuchs-Wissenschaftler das Sars-Virus mit und entwickelte einen passenden Test, was ihm ein Bundesverdienstkreuz einbrachte. Drosten zeichne seine selbstkritische Transparenz und Kompetenz aus, ruhig und verständlich zu erklären, sowie, dass er Erkenntnisse umgehend an die Öffentlichkeit gibt.
sueddeutsche.de

Lese-Tipp: Klaus Boldt analysiert die internen Probleme bei ProSiebenSat.1.

Lese-Tipp: Klaus Boldt schreibt in der "Welt am Sonntag", die Probleme bei ProSiebenSat.1 seien großteils hausgemacht – über Chef Max Conze sagten Mitarbeiter, er besäße "weder Takt- noch Feingefühl" – weshalb alle Führungskräfte davonliefen –, arbeite sich nicht genug in die Fernsehwelt ein und patze ständig, etwa bei Verhandlungen mit Filmstudios. P7S1 sei "leichte Beute," es drohe die Zerschlagung, auch, weil die Einzelteile "weitaus wertvoller" seien als der Konzern.
welt.de (Paid)

Lese-Tipp: “Tagesspiegel” arbeitet nach einem Corona-Virus-Fall in Notbesetzung.

Lese-Tipp: Ein Infizierter mit dem neuartigen Corona-Virus beim "Tagesspiegel" stellt den Redaktionsalltag auf die Probe, berichtet Maris Hubschmid über die Ausnahmesituation bei der Berliner Tageszeitung. Die Flure im Verlag sind leer, die Kantine ist geschlossen - doch auch das Berliner Gesundheitsamt ist für die Redaktion kaum zu erreichen.
tagesspiegel.de

Lese-Tipp: Rechtspopulisten führen Kampagne gegen ARD und ZDF.

Lese-Tipp: Rechtskonservative und die Identitäre Bewegung führen seit Jahren eine Kampagne gegen die öffentlich-rechtlichen Sender, schreibt Felix Huesmann. Sie weigern sich, "Zwangsgebühren" zu zahlen und sorgen mit Datenschutzanfragen für bürokratischen Aufwand bei ARD und ZDF. Im Kampf gegen den "Staatsfunk" unterstützt sie der Anwalt Joachim Steinhöfel.
buzzfeed.com

Lese-Tipp: Die “Welt” besucht die Neu-Politikerin Patricia Riekel.

Lese-Tipp: Patricia Riekel will für die FDP in den Münchner Stadtrat. Frédéric Schwilden und Susanne Höb besuchen die ehemalige Chefredakteurin der "Bunten" und sprechen mit ihr über Wahlkampf, Mode und Geld. Der Umstieg von der wichtigen Chefredakteurin zur Politikerin, die am Infostand Leute überzeugen will, sei für sie eine "Stunde null" gewesen.
welt.de (Paid)

Aus dem Archiv: Patricia Riekel beantwortet 2016 den Video-Fragebogen von turi2.tv:

US-Wahlkampf: Bloomberg hinterlässt Biden eine geheime Datenwaffe.

Lese-Tipp: Joe Biden kann im Kampf gegen Bernie Sanders – und später auch gegen Trump – eine geheime Datenwaffe namens Hawkfish nutzen, schreibt Gabor Steingart. Er fasst zusammen, was bekannt ist über die Denkfabrik, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, im US-Wahlkampf mit Daten "für demokratische Kandidaten, gute Zwecke und vernünftige Lösungen" zu kämpfen.
gaborsteingart.com

Lese-Tipp: “Spiegel”-Redaktion spürt einen gesellschaftlichen Auftrag.

Lese-Tipp: Der "Spiegel" will im digitalen Zeitalter "systematisch, agil und disziplinär" arbeiten, schreiben Stefan Ottlitz, Leiter Produktentwicklung, sowie Christina Elmer und Matthias Streitz aus der Entwicklungsredaktion, in einem "Journalist"-Gastbeitrag. Die Redaktion spüre "einen gesellschaftlichen Auftrag" und wolle eine "gute Bühne" für den Journalismus bieten.
"Journalist" 3/2020, S. 56-60 (Paid)

Lese-Tipp: Social-Media-Aktivität der Regierung könnte verfassungswidrig sein.

Lese-Tipp: Die Bundesregierung postet über Facebook, Instagram und YouTube vermehrt "ihre Weltsicht", beobachtet die "Welt am Sonntag". Einige Juristen stufen diese Öffentlichkeitsarbeit als verfassungswidrig ein. Die Sparmaßnahmen bei Medien machten dieses "demokratische Problem" größer.
"Welt am Sonntag", S. 2-3 (Paid)

Lese-Tipp: “Süddeutsche Zeitung” gibt Tipps gegen die Smartphone-Sucht.

Lese-Tipp: Autorin Catherine Price rät im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung", bewusster zu entscheiden, "wann und wie man sein Handy nutzt". Feeds seien so aufgebaut, dass Menschen immer weiter scrollen. "Es liegt in der menschlichen Natur, dass wir Dinge zu Ende bringen wollen. Aber diese Feeds haben kein Ende", warnt Price.
"Süddeutsche Zeitung", S. 22 (Paid)

Lese-Tipp: Dirk von Gehlen über Newsletter als eigenständiges Medium.

Lese-Tipp: Newsletter mausern sich zum monetarisierbaren Angebot für Journalismus, schreibt Dirk von Gehlen, Innovations-Chef der "Süddeutschen". Sie seien nicht mehr nur "verlängerte Marketingmaßnahme oder Digitalverstärker für davon unabhängigen Inhalt". Auf briefingbriefing.de startet Gehlen eine Seite über Newsletter.
dirkvongehlen.de

Lese-Tipp: “Welt am Sonntag” beleuchtet die “teuerste Maus der Welt”.

Lese-Tipp: Die öffentlich-rechtlichen Sender brauchen mehr "Empfängerbewusstsein", schreibt die "Welt am Sonntag" in einer mehrseitigen Titelgeschichte über die geplante Erhöhung der Rundfunkgebühr. Laut Staatsrechtler hätten die Länder, die der Erhöhung zustimmen müssen, nur die "Rolle der Abnicker" für die "teuerste Maus der Welt". Die "Strukturdebatten" innerhalb der Anstalten hätten keine Folgen.
"Welt am Sonntag", S. 15-18 (Paid)

Lese-Tipp: Trolle machen Stimmung gegen ARD und ZDF, beobachtet der “Spiegel”.

Lese-Tipp: Die Gegner von ARD und ZDF "sitzen längst im Bürgertum", schreibt der "Spiegel" über eine Allianz aus rechten Trollen und vermehrt bürgerlichen Parteien, die öffentlich gegen die öffentlich-rechtlichen Sender wettern. Darunter auch eine YouTuberin, die zum Boykott der Rundfunkgebühr aufruft. Die Kritik am Programm sei nicht neu, doch die "Umweltsau"-Debatte habe "etwas aus dem Gleichgewicht" gebracht.
"Spiegel" 9/2020, S. 70-73 (Paid)

Lese-Tipp: Jens Koenen analysiert Missmanagement bei Heideldruck.

Lese-Tipp: Ulrich Hermann nimmt bei Heideldruck den Hut, weil Missmanagement seinen Plan, Druckleistung zu vertreiben statt Maschinen zu verkaufen, unmöglich macht, analysiert Jens Koenen. Hermann habe "von ganz oben eine Eisenkugel ans Bein gebunden bekommen", hört Koenen. Sein Abgang sei deshalb nicht nur eine Personalie, sondern ein Beleg dafür, dass sich Heideldruck durch interne Machtkämpfe und Uneinigkeit über die Strategie geschadet habe und sich "selbst zerbröselt".
handelsblatt.com, turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Ulrike Simon analysiert Augsteins Gespräch mit den Friedrichs.

Lese-Tipp: Ulrike Simon analysiert das Gespräch des Verleger-Ehepaars Friedrich mit Jakob Augstein – beide antworteten "wahlweise gar nicht, trotzig oder ausweichend" auf die Fragen des "Freitag"-Verlegers. Sie erweckten den Eindruck, Journalisten seien respektlos, empathiefrei und unfair. Davon abgesehen sei es schwer gewesen, den Thesen der Friedrichs zu folgen, so Simon – der rote Faden des Gesprächs sei "die Opferrolle, die sich das Paar zuschreibt, um dieselbe umgehend zu dementieren" gewesen.
horizont.net, radioseins.de (Teil-Aufzeichnung des Gesprächs)

Lese-Tipp: Schweizer Startup will Taxi-Verkehr in Städten um 90 % senken.

Lese-Tipp: Die Schweizerin Anne Mellano will den Fahrvermittler-Markt mit ihrem Startup Bestmile revolutionieren. Weil Uber, Lyft und Co ihre Fahrer nicht fest anstellen, fahren sie unkoordiniert, der Verkehr wird chaotisch. Bestmile arbeitet nur mit Festangestellten und hat in einer Simulation berechnet, dass sich die Zahl der nötigen Taxis an einem Tag in Chicago dadurch von den tatsächlichen 20.000 auf 2.000 senken ließe.
sueddeutsche.de