Die “Washington Post” schafft die Stelle “Abo-Chef”.

Washington Post schafft die neue Stelle des "Abo-Chefs" für Michael Ribero. Ribero soll sich als "Chief Subscriptions Officer" vor allem um die Digital-Abonnements und das internationale Wachstum der "Post" kümmern. Er kommt vom Streamingdienst Paramount+, wo er aktuell Vize-Chef des weltweiten Marketings ist.
washingtonpost.com, adweek.com (frei nach Anmeldung)

Zeitungen machen 2020 Minus bei Anzeigen und Plus im Vertrieb.

Licht und Schatten: Die Anzeigen- und Werbeerlöse bei deutschen Zeitungen sind um 16,9 % auf 1,82 Mrd Euro gefallen, sagt die BDZV-Bilanz für das Pandemie-Jahr 2020. Damit tragen sie nur noch 26 % zu den Einnahmen bei. Die Vertriebsumsätze wuchsen hingegen u.a. durch Abos und E-Paper um 4,1 % auf 5,17 Mrd Euro. Der Gesamtumsatz beläuft sich auf 6,99 Mrd Euro, ein Minus von 2,3 % im Vergleich zu 2019.
horizont.net, bdzv.de (Branchenbericht 2021)

Hör-Tipp: BBDO-Chefin Marianne Heiß will Kreativ-Arbeit als kulturelles Gut verstanden wissen.

Hör-Tipp: "Es würde uns gut stehen, wenn wir unsere Arbeit wieder mehr als kulturelles Gut begreifen und anerkennen würden", sagt Marianne Heiß (Foto), CEO der BBDO Group Germany, im Podcast What's Next, Agencies?. Mit Moderatorin Kim Alexandra Notz spricht Heiß auch über Female Empowerment und Arbeitsmodelle der Zukunft. Ein besonderes Anliegen ist ihr das Thema Mental Health, weshalb sie für ihre Mitarbeitenden ein Coaching-Programm aufgelegt hat.
whatsnextagencies.podigee.io (61-Min-Audio)

Wir graturilieren: Michael Otremba wird 51.


Wir graturilieren: Michael Otremba, Geschäftsführer von Hamburg Tourismus, wird 51. Er feiert heute auf dem Wasser an der Küste mit Stand-Up-Paddle, Hund und Frau. Im letzten Jahr hat ihn besonders seine Schwiegermutter beeindruckt, die mit 71 Jahren ihr Leben noch einmal komplett auf den Kopf gestellt hat – verliebt, verheiratet und ausgewandert innerhalb von drei Monaten. Die größte Herausforderung war es, gute Mitarbeiterführung rein über digitale Kanäle zu gestalten.

Beruflich freut sich Otremba nun darauf, den vielen Gastgebern in Hamburg dabei zu helfen, eine Perspektive zu haben und ihrer Berufung nachzugehen. Privat wird sein Highlight das Wiedersehen mit Freunden, die er auch wieder in den Arm nehmen kann. Gratulationen dürfen gern via Telefon oder Videocall eingehen, vielleicht aber auch bei Linked-in oder zur Not per Flugzeug-Banner.

“Handelsblatt”: Galeria gibt’s bald ohne Karstadt und Kaufhof.

Galeria Karstadt Kaufhof streicht wohl die Namen Karstadt und Kaufhof: "Es ist Zeit, dass man auch an der Marke sieht, dass wir jetzt ein Unternehmen sind", sagt Miguel Müllenbach, Chef des Warenhaus-Konzerns, dem "Handelsblatt". Der Online-Shop heißt bereits jetzt Galeria.de. Bis Ende Oktober will Galeria ein neues Konzept für die Warenhäuser vorlegen.
handelsblatt.com (Paid), rp-online.de

Laut “Manager Magazin” dominiert Kai Diekmann die “Show-Ökonomie der Dax-Bosse”.

Kai is King of Content: Das "Manager Magazin" widmet sich kritisch den CEO-Aktivitäten auf Linked-in und identifiziert en passant Ex-"Bild"-Chef Kai Diekmann und seine Agentur Storymachine als mächtigsten Drahtzieher in der "Show-Ökonomie der Dax-Bosse". Laut der Autorin Angela Maier wirkte Diekmanns Truppe relativ erfolgreich bei VW-Chef Herbert Diess und bei Douglas-Chefin Tina Müller mit, liefert bei Allianz-Chef Oliver Bäte derzeit aber ein "abschreckendes Beispiel": Die 50.000 Follower seien "zum größten Teil Mitarbeiter, Vertreter und Geschäftspartner", der Account sei "im Verhältnis zum Aufwand wenig erfolgreich".

Viele Bosse würden in den sozialen Medien eine "Ego-Show" veranstalten, "die die Zielgruppe eher abschreckt". Bei Siemens habe CEO Roland Busch als Nachfolger von Chef-Twitterer Joe Kaeser die Kommunikationschefin Clarissa Haller "geschasst" und den "Riesenapparat" mit eigenen Leuten und Agenturen "teilweise abgewickelt".
manager-magazin.de (Paid) turi2.de/edition14 (Interview mit Kai Diekmann)


Die DFL befreit den Fußball-Spieler aus dem Logo – ein bisschen jedenfalls.


Player mit Kunststoff-Textur: Die Deutsche Fußball-Liga gewährt einen Vorab-Blick auf die On-Screen-Präsentation der kommenden, 59. Bundesligasaison. In Form eines 120-Sekunden-Clips mit den wichtigsten Änderungen – ein Leckerbissen für Fußball- und Screen-Design-Fans. Kreativdirector Thomas Markert erläutert die wichtigsten Änderungen: Der "Player", also der weiß/rote Spieler mit dem hohen Bein, emanzipiert sich ein wenig aus dem einengenden Logo und darf schonmal solo und einbeinig für die DFL stehen – ohne rotes Kästchen und Schriftzug DFL. Vor allem in Deutschland traut Markert dem Männchen dafür genügend Bekanntheit zu.

Mit dem aktuellen Neuauftritt verkünden Markert und die DFL den Abschied vom Flat-Design, das beim Rebrush 2017 noch angesagt war. Jetzt heißt das Motto: Abschied vom Abschied – 3D ist wieder da, aber "subtil und sanft", so Markert. Und mit optischer Textur, die zur Bundesliga passt: Gummi, Schaumstoff, Kunstharz oder Leder. Nur nicht Rasen. Bei den permanent eingeblendeten Spielständen heißt das neue Prinzip 3-Letter-Look. Statt SG Eintracht Frankfurt heißt es im laufenden Spielbetrieb nur noch SGE. Dafür sind die Vereinsfarben präsenter.

Die 59. Bundesliga-Saison startet morgen, Freitag, mit dem Zweit-Liga-Spiel Schalke-HSV (20.30 Uhr, im Free-TV bei Sat.1). Die 1. Liga startet am 13. August ebenfalls im Free-TV bei Sat.1 mit dem Klassiker Gladbach-Bayern.
turi2 – eigene Infos, youtube.com (120-Sekunden-Clip), turi2.de (Background Flat-Design)

Hör-Tipp: Carli Underberg und Niko Glasmacher feiern “Bild”-Bundesliga-Rechte.

Hör-Tipp: Bei "Bild" "bringt es Bock", dass nicht nur für eine Plattform gearbeitet wird, sondern alle davon profitieren, sagt Niko Glasmacher (Foto), Managing Director Sports der "Bild". Die Bundesliga-Rechte seien eine "Traumkonstallation" und machten "Bild" zur ersten wirklichen 360-Grad-Marke, betont er gemeinsam mit "Bild"-Vize-Chefredakteur Sport Carli Underberg im "Sports Maniac Podcast".
sportsmaniac.de

Bremer Innensenator wirft “Bild” zu euphorische Berichterstattung über Sportwetten vor.

Gegen Wetten wettern: Der Bremer Innen­senator Ulrich Mäurer wirft "Bild" vor, "penetrant und positiv" über Sport­wetten zu berichten. In einem Brief an den Presse­rat, der dem ARD-Hauptstadt­studio vorliegt, beklagt Mäurer die "besorgnis­erregende, da gezielt verharm­losende" Bericht­erstattung der Zeitung. Besondere stört ihn, dass Springer unter der Marke BildBet selbst Sportwetten anbietet und somit "von wirtschaftlichen Interessen geleitet" werde.

Dem wider­spricht in der ARD ein Springer-Sprecher: "Bild" berichte "ausgesprochen verantwortungs­voll" über Sport­wetten, die Marken­kooperation sei "ganz klar und sichtbar getrennt vom redaktionellen Angebot". Der Presserat wird sich im September mit der Beschwerde befassen, Mäurer will das Thema bei der nächsten Innen­minister­konferenz ansprechen.
tagesschau.de, turi2.de (Background)

Christoph Seeger verlässt “Spiegel”-Vermarkter.

Kurzes Vergnügen: Christoph Seeger räumt seinen Posten als Head of Content beim Vermarkter Spiegel Media, "um sich neuen Herausforderungen zu stellen". Dort arbeitet er seit 2020, zuvor hat er fast zwei Jahrzehnte den "Harvard Business Manager" geleitet, bevor ihn Antonia Götsch ersetzt hat. Seegers Position wird nicht nachbesetzt.
meedia.de (Paid), turi2.de (Background)

“Playboy” wird Sponsor des DTM-Teams HRT.

Playboy kehrt nach drei Jahren Abstinenz in den Motorsport zurück: Das Männer-Magazin sponsert in der DTM das Haupt Racing Team des Münchner Unternehmers und Rennfahrers Hubert Haupt. Beim Rennen am Nürburgring sitzt Haupt erstmals seit knapp 20 Jahren wieder selbst am Steuer und fährt einen Mercedes-AMG GT3 im schwarz-weißen "Playboy"-Design. In der Vergangenheit war der "Playboy" bereits Partner der DTM-Teams von Audi Sport und Opel.
playboy.de

Grüne werben mit bekanntem Muster und ohne Experimente.

Im grünen Bereich: Die Grünen stellen ihren Wahlkampf unter das Motto "Bereit, weil ihr es seid" und umwerben mit grünen Themen auf grünem Hintergrund gezielt Briefwählerinnen. Claudia Bayer vermisst in der Kampagne den "Mut zu wirklich Neuem". Mehrdad Amirkhizi fällt auf, dass die Kampagne in den ersten beiden Flights nirgendwo erwähnt, dass Spitzenkandidatin Annalena Baerbock Kanzlerin werden will – womöglich, um sie nach Fehlern aus der Schusslinie zu nehmen. Der Politische Geschäftsführer Michael Kellner sagt, es sei normale Strategie, eine Kampagne erst zum Ende hin stärker zu personalisieren.
meedia.de (Bayer), horizont.net (Amirkhizi), gruene.de (Kampagne)

Zum Goldenen Hirschen vergrößert Digitalableger mit München-Niederlassung.

Rotwild-Herde: Die Agenturgruppe Zum Goldenen Hirschen schenkt ihrem Digitalableger Valley einen zweiten Standort in München. Jonathan Goutkin (Foto) übernimmt die Leitung, als erstes Mandat betreut die Zweigstelle die Bestandskunden von MediaMarkt und Saturn. Seit der Gründung vor drei Jahren hat die Digitalagentur ihr Mitarbeiterzahl laut eigenen Angaben von 11 auf 50 gesteigert und über 30 Marken betreut.
horizont.net, meedia.de

“Horizont”: Managing Director Boris Schramm verlässt die Group M nach 23 Jahren.

Group M und Managing Director Boris Schramm, 56, gehen nach 23 Jahren überraschend getrennte Wege, berichtet "Horizont". Schramm kam 1998 zur Group-M-Tochter MEC, heute Wavemaker, zehn Jahre später wechselte er zur Group M. Schramm ist eine der profiliertesten Stimmen im Media-Geschäft. Er gilt als Print-Kritiker, aber auch Verfechter der Mediengattung, schreibt Jürgen Scharrer. Der "Horizont"-Chefredakteur kann sich gut vorstellen, dass Schramm "bald ein eigenes Ding startet".
horizont.net (Paid)

Wir graturilieren: Konstanze Hacke wird 52.


Wir graturilieren: Konstanze Hacke, Inhaberin der Agentur konstanzemedia und früher bei Burda fürs Business Development verantwortlich, feiert heute ihren 52. Geburtstag – mit Bier und Burgern im Garten in Hamburg. Unser Foto zeigt sie allerdings in ihrem Lieblingsurlaubsland Frankreich auf einer Fahrradtour. Heute verbringt sie den Tag mit "Familie und Freunden".

Im Corona-Jahr fand sie "die Entfaltung von Karl Lauterbach" besonders bemerkenswert "seine Tweets sind (m)eine tägliche Bereicherung", schreibt Hacke. Im neuen Lebensjahr freut sie sich auf “mutige & kreative Ideen, die nicht gleich zerpflückt werden”. Gratulationen nimmt sie per E-Mail oder Linked-in entgegen.

Hör-Tipp: Martina Vollbehr beobachtet “Resilienz” bei Ausgabe­bereit­schaft in der Pandemie.

Hör-Tipp: Mit dem Rückgang der Pandemie-Sorgen steigt die Ausgabe­bereit­schaft der Konsumentinnen, berichtet Martina Vollbehr, Chefin der Media-Agentur Pilot, im FAW-Podcast. Im Gespräch mit Kai-Marcus Thäsler gibt Vollbehr Einblick in die Ergebnisse der Studienreihe Pilot Radar und sagt, in der Bevölkerung habe sich eine "Resilienz herausgebildet". Im Wellen-Verlauf der Pandemie sei die Ausgabe­bereit­schaft nicht im gleichen Maße eingebrochen, wie die Sorgenlast angestiegen ist.
podigee.io (31-Min-Audio), pilot.de (Background)

Philipp Westermeyer sieht Chancen für Werbetreibende auf weniger etablierten Plattformen.

Krasse Unterschiede: Auf Reddit, Pinterest oder TikTok lässt sich für Werbende im Vergleich mit Instagram oder Facebook massiv Geld sparen, erklärt Philipp Westermeyer in seiner Analyse der Digitalbranche. Er verdeutlicht zudem die enorme Macht von Influencerinnen im Marketing und fasst die sehr positive Entwicklung der Internetwirtschaft im letzten Jahr zusammen.
youtu.be (39-Min-Video), omr.com

Video-Tipp: Bianca Dyckhoff von Unilever will mit Audio-Marketing neue Zielgruppen erschließen.

Video-Tipp: In betonter Wohlfühlatmosphäre erzählt Bianca Dyckhoff, Media Mangerin bei Unilever, weshalb sie Audio als "weiteres großes Standbein" der Vermarktung sieht. Im ersten deutschen Beitrag des Spotify-Videoformats "Inside Tracks" hebt sie u.a. hervor, mit der Eismarke Ben & Jerrys gezielt Gaming-Playlists zu bespielen und lobt das Targeting des Musikstreamers über den grünen Klee.
spotify.com

FischerAppelt vergrößert Vorstand mit Eugenia Lagemann.

FischerAppelt holt Eugenia Lagemann, 41, am 1. August in den Vorstand – als einzige Frau. Sie soll u.a. Content, PR und Social Media der Agentur ausbauen. Matthias Wesselmann, bisher verantwortlich, bleibt Vorstand, kümmert sich aber künftig um "Strategie- und Kreativ­disziplinen". Noch ist Lagemann Geschäfts­führerin der PR-Tochter FischerAppelt Relations. Sie arbeitet seit 2008 für die Hamburger.
fischerappelt.de

Basta: Geräusch beim Öffnen einer Getränkedose ist markenrechtlich nicht schützbar.

Klingt wie aus der Dose: Das Gericht der Europäischen Union weist die Klage einer Verpackungs­firma aus Bonn ab, die sich das Geräusch beim Öffnen einer Getränke­dose – erst Zischen und Knacken, dann Prickeln – als Klangmarke schützen lassen wollte. Das Geräusch sei ein "rein technisches und funktionelles Element", ihm fehle die Unter­scheidungs­kraft, um einen bestimmten Hersteller zu erkennen, so das Gericht. Oder kurz gesagt: Zisch ab!
spiegel.de, curia.europa.eu

Burda übernimmt Content-Agentur C3 komplett.

Ohne Kircher Burkhardt: Lukas Kircher und Rainer Burkhardt verkaufen ihre restlichen 15 % an der Content-Agentur C3 an Burda und ziehen sich damit komplett aus dem einstigen Joint-Venture zurück. Operativ sind die beiden Mitgründer schon seit zwei Jahren bei C3 ausgestiegen, sagt Adel Gelbert in "Horizont". Mit der Komplett-Übernahme durch Burda soll sich strategisch nichts ändern. Gelbert kündigt aber an, für weitere Agentur-Übernahmen und Partnerschaften offen zu sein: "Wir führen Gespräche in alle Richtungen." Dass der Konkurrent Territory nun – ähnlich wie C3 schon länger – mit Beratung Geld verdienen will, sieht der C3-Chef ganz unbescheiden als "Bestätigung unseres Weges".
horizont.net (Paid), turi2.de (Background Territory)

ARD verwarnt Bastian Schweinsteiger wegen Schleichwerbung.

Gelbe Karte: Die ARD klärt den Schleichwerbe-Vorwurf gegen den Ex-Fußballer Bastian Schweinsteiger mit einer Verwarnung. Der Sender habe dem TV-Experten und seinem Management "sehr deutlich gemacht, dass die ARD gemäß ihrer Richtlinien keine Form von Schleichwerbung und nicht kenntlich gemachter Produktplatzierung ihrer Protagonisten duldet", sagt eine WDR-Sprecherin. Am Abend tritt Schweinsteiger wie geplant wieder als TV-Experte an der Seite von Jessy Wellmer auf. Bei seinem letzten TV-Auftritt hatte der frühere Bayern-Star eine auffällige Uhr getragen und in der Halbzeit-Pause mit einem Tweet dafür geworben.
t-online.de, dwdl.de, turi2.de (Background)

CDU stellt Wahlkampagne “Deutschland gemeinsam machen” vor.


Familiensache: Die CDU rekrutiert für ihre Wahlkampf-Kampagne die eigenen Mitarbeiterinnen als Plakat-Models. So kümmert sich etwa Sprecherin Isabell Fischer auf einem Bild um einen Rentner, ihr Mann und Sohn werben auf einem anderen mit Mörtel und Spachtel für bezahlbares Wohnen. Die Vize-Chefin der Online-Kampagne Clara von Nathusius gibt eine Polizistin. Die "Bild" hört aus der Parteizentrale, dass die Zeit für einen Casting-Prozess wegen der späten Entscheidungen beim Programm und der Spitzenkandidatur nicht gereicht habe. General­sekretär Paul Ziemiak erklärt hingegen, der Partei sei es um den Infektionsschutz gegangen. Zudem habe man echte Pflege- und Polizeikräfte nicht behelligen wollen.

Der Claim der am Dienstag vorgestellten Kampagne lautet "Deutschland gemeinsam machen". Als zentrales Design-Element fungiert der sogenannte "Union-Kreis", erklärt Ziemiak bei seiner Präsentation. Der Wahlkampf werde die Partei mit etwa 20 Mio Euro ähnlich viel kosten wie bei vergangenen Wahlen. (Foto: CDU)
bild.de, focus.de, t-online.de, sueddeutsche.de, cdu.de (40-Min-Video der Präsentation)

Studie: Virtuelle Zusammenarbeit scheitert oft am fehlenden persönlichen Kontakt.

Zu wenig Austausch: Das größte Problem in der Arbeit im Home Office ist der Mangel an persönlichem Kontakt mit Kolleginnen, sagt eine Studie von news aktuell und Faktenkontor, die Führungskräfte in der Kommunikationsbranche befragt hat. Etwa 60 % der Mitarbeiterinnen vermissen das "Socializing". In Pressestellen bemängeln 37 % "stockenden Informationsfluss". Für 29 % der PR-Mitarbeiterinnen geht im Home Office der Spaß verloren.
presseportal.de

D-Force spielt erstmals adressierbare TV-Spots aus.

D-Force, Joint-Venture von ProSiebenSat.1 und RTL Deutschland, legt seinen ersten Case zu adressierbarer TV-Werbung vor. Ab sofort können Werbekunden in Echtzeit 20-Sekunden-Spots buchen, die beide TV-Häuser "kontaktklassenoptimiert" an passende Zuschauerinnen ausspielen. Zunächst ersetzen die Spots Eigenwerbung der Sender, später sollen weitere Sendeplätze und Aussteuerungsmöglichkeiten dazukommen. Die ersten adressierten Spots liefen bereits im April in einer Rewe-Kampagne.
new-business.de, horizont.net (Paid)

Score Media tritt dem Bundesverband Digitale Wirtschaft bei.

Regional goes digital: Die Tageszeitungs-Vermarktungs­allianz Score Media tritt dem Bundes­verband Digitale Wirtschaft (BVDW) bei. Der Schritt soll die Bedeutung der crossmedialen Vermarktung hervorheben und "der Gattung eine aktive Stimme im Branchenverband" geben. Score-Chef Carsten Dorn bezeichnet das Engagement als "logischen Schritt".
score-media.de, meedia.de

FischerAppelt lässt sich neue Firmenzentrale in Hamburg bauen.

Fischer Appelt erhält bis 2025 eine neue Firmenzentrale in Hamburg. Die Agentur zieht in ein Gebäude in der Science City im Stadtteil Bahrenfeld. Den Bau verantwortet das Team von Carsten Roth Architekten, die den Firmensitz auf einem geplanten New-Work-Campus für hybride Arbeitsmodelle integrieren. FischerAppelt will in den neuen Räumlichkeiten "ein Gleichgewicht zwischen Gemeinschaftlichkeit und Rückzug" schaffen, sagt Agentur-Chef Bernhard Fischer-Appelt. Neben der neuen Firmenzentrale soll der Campus als Standort für u.a. Kommunikation und Gewerbe dienen.
new-business.de, konii.de

Pepsi kündigt Zucker-Reduktion an.

Auf Diät: Pepsi will den durchschnittlichen Zuckeranteil in seinem Getränke-Sortiment in der EU bis 2030 um 50 % reduzieren. Über die gesamte Produktpalette, die auch Snacks wie die Chips-Marke Lay’s umfasst, soll die Zahl der Kalorien im gleichen Zeitraum in Deutschland um 90 % sinken – verglichen mit 2015. Getränkeflaschen sollen künftig öfter aus recyceltem Kunststoff bestehen – bis 2040 will der Konzern emissionsfrei sein.
wiwo.de, presseportal.de

Burdas BCN vermarktet Nachbarschafts­netzwerk nebenan.de.

Werbung von nebenan: Der Burda-Vermarkter BCN startet die Vermarktung des Nachbarschafts­netzwerks nebenan.de, an dem Burda beteiligt ist. Werbekunden können ihre Inhalte durch native Einbettung hyperlokal bis auf Straßenebene genau platzieren. Nebenan.de hat nach eigenen Angaben 1,9 Mio Nutzerinnen.
burda.com, horizont.net (Paid), turi2.de (nebenan.de in der turi2 edition #6)

Joyn expandiert doch nicht nach Österreich.

Doesn't join: ProSieben stellt den Start von seinem Streaming-Dienst Joyn in Österreich zurück, sagt ProSiebenSat.1Puls4-Chef Markus Breitenecker auf einer Pressekonferenz. Grund sei, dass die vorhandene App Zappn überraschend gut laufe. Ursprünglich war der Österreich-Start von Joyn auf Ende 2019 geplant und dann mehrfach verschoben worden.
dwdl.de, turi2.de (Background)

Fahrrad-Messe Eurobike zieht von Friedrichshafen nach Frankfurt.

Frankfurter Radler: Die Eurobike, drittgrößte Fahrrad-Leitmesse der Welt, zieht 2022 nach Frankfurt am Main. Die Messe Frankfurt kooperiert dazu mit der Messe Friedrichshafen, wo die Eurobike seit 1991 stattfindet. Die Messe soll Frankfurt als Fahrrad­stadt positionieren – und den Wegfall der IAA kompensieren. Auch die Luftfahrt­schau Aero soll künftig als Joint-Venture beider Messe­gesellschaften stattfinden, jedoch weiterhin in Friedrichshafen.
faz.net, stimme.de, eurobike-frankfurt.com

Rafael De Gendt wird Marketing-Chef bei Philip Morris.

Tabak-Transfer: Rafael De Gendt ist Director Marketing & Digital Transformation bei Philip Morris und damit auch Teil der Geschäftsführung. Sein Vorgänger Thorsten Scheib geht zu Philip Morris International als Global Head of Integrated Strategy. De Gendt ist im März von Unilever gekommen und berichtet an Deutschlandchef Markus Essing. Er soll die "Transformation in Richtung einer rauchfreien Zukunft" vorantreiben.
absatzwirtschaft.de

Nadine van Maanen ist neue Geschäftsleiterin bei Bauerserviceplan.

Soll was aufbauen: Nadine van Maanen ist neue Geschäftsleiterin bei Bauerserviceplan. Schon seit 1. Juni verantwortet sie die operative Führung des Teams sowie die Geschäftsentwicklung und berichtet an die Geschäftsführer Stephan Hiller und Frank Meinke. Van Maanen kommt von der Deutschen Pflegetag Servicegesellschaft, wo sie schon mit ihrem jetzigen Kunden AOK zusammengearbeitet hat.
turi2.de, turi2.de (Background)

Volkswagen macht Regenbogen-PR mit einer Aktion, die nie stattgefunden hat.

Volkswagen schießt in Sachen Regenbogen-PR übers Ziel hinaus, urteilt Mehrdad Amirkhizi. Marketingchef Jochen Sengpiehl hatte bei Linked-in ein Bild von einem Mini-Elektro-VW in Regenbogenfarben gepostet. Bild und Text erwecken den Eindruck, das fern­gesteuerte Auto hätte beim Spiel Deutschland gegen Ungarn den Ball ins Stadion gefahren – was nicht der Fall war. Ein Konzernsprecher will das Foto als "Symbolbild" verstanden wissen.
horizont.net (Paid), linkedin.com

E-Zigaretten­hersteller Juul verpflichtet sich, Jugendliche nicht mehr zu umwerben.

Dicke Luft: Der kalifornische E-Zigaretten­hersteller Juul zahlt in einem Vergleich 40 Mio Dollar an den US-Bundesstaat North Carolina. Damit entgeht die Firma einem Prozess zum Vorwurf, ihre Produkte gezielt an Jugendliche vermarktet zu haben. Gleichzeitig verpflichtet sich Juul, nicht mehr in Social Media, über Influencer-Marketing oder in der Nähe von Schulen zu werben und seine E-Zigaretten nur noch an Erwachsene zu verkaufen.
heise.de

Dubai-Wiesn darf nicht mit Münchner Oktoberfest werben.

In die Wüste geschickt: Dubai darf nicht mit dem Slogan "Oktoberfest goes Dubai" für ein Volksfest werben. Das Landgericht München hat eine einstweilige Verfügung gegen den Veranstalter erlassen. Die Stadt hatte geklagt, weil das Motto den Eindruck erwecke, dass Münchner Oktoberfest würde nach Dubai verlegt. Die Wüstenwiesn soll am 7. Oktober beginnen und ein halbes Jahr dauern. Die echte Wiesn fällt 2021 wegen Corona erneut aus.
spiegel.de, sueddeutsche.de

Lese-Tipp: 7 Social-Media-Fails im großen Network Guide in der turi2 edition #14.

Lese-Tipp: Weichgespülte Influencerinnen, Bifi in der Badewanne und Marken, die mit ihren Kampagnen voll ins Klo greifen. Im großen Social Network Guide in der turi2 edition #14 tragen wir sieben peinliche Reinfälle aus der Social-Media-Welt der letzten Jahre zusammen. Und spoilern an dieser Stelle schon mal einen Klassiker: Julia Klöckner und Nestlé.
issuu.com (E-Paper), turi2.de (künftige E-Paper bestellen)

Instagram will Posts vom Desktop ermöglichen.

Bald auch für den PC: Instagram arbeitet an einem Programm, mit dem Nutzerinnen auch vom Desktop aus Beiträge posten können. "Wir wissen, dass viele Menschen Instagram auf ihrem Computer nutzen", sagt Facebook-Sprecherin Christine Pai. Wann die Zusatzfunktion kommen soll, ist noch unklar. Seit der Gründung von Instagram im Jahr 2010 können Nutzerinnen Fotos und Videos nur vom Handy aus posten.
bloomberg.com, mashable.com

Hör-Tipp: “Manager-Magazin” beäugt Marketing der Nationalmannschaft.

Hör-Tipp: Die Nationalmannschaft aka die "schwierigste Marke, die es in der deutschen Wirtschaft wohl gibt" wird im Manager-Magazin-Podcast "Das Thema" seziert. Gesten wie das Tragen der Regenbogen-Binde seien Indizien, dass sich die Marke gesellschaftlich relevanter positionieren wolle. Die Chefredakteure Sven Clausen und Martin Noé sowie Sportwirtschafts-Redakteur Christoph Nesshöver diskutieren auch den Wert des Erfolges, der die Reichweite steigere und Sponsoren an das "Lagerfeuer der Nation" bringe.
manager-magazin.de (30-Min-Audio)

Wir graturilieren: Nicolas Poppitz wird 47.


Wir graturilieren: Nicolas Poppitz, Managing Director des Outstream-Vermarkters Teads, wird 47 Jahre alt. Er feiert seinen Geburtstag "im kleinen Familienkreis", bei dem "noch mehr kalte Cola Light fließen wird als üblich". Als das Beste am abgelaufenen Jahr nennt er "Menschlichkeit, Miteinander, Zusammenhalt" und freut sich darüber, "trotz einiger Anlaufschwierigkeiten und Impfchaos die Pandemie als Kollektiv gemeistert zu haben". Geärgert haben Poppitz Coronaleugner und Menschen, die "das Leid anderer in dieser Zeit wieder schamlos ausgenutzt haben". Demnächst will er eine geplante Reise in Angriff nehmen und wieder mehr Menschen treffen. Der Vorsatz außerdem: "Dinge nicht aufzuschieben", weil man nie wisse, "welche Pandemie um die Ecke kommt". Glückwünsche nimmt Poppitz gern bei LinkedIn, Xing oder per E-Mail entgegen.

Crossmedia-Vermarktung der Neuen Pressegesellschaft geht an Score Media.

Score scores more: Die Zeitungsmarken der Neuen Pressegesellschaft geben ab 2022 ihre crossmediale Vermarktung in die Hände von Score Media. Die nationale Vermarktungsallianz nimmt damit u.a. Blätter wie die "Südwest Presse", die "Märkische Oderzeitung" und die "Lausitzer Rundschau" auf. Score Media vermarktet über 420 Tageszeitungsmarken.
meedia.de

Hör-Tipp: Raphael Brinkert fordert im Interview mit “Sponsors” ein Umdenken im Sportmarketing.

Hör-Tipp: Marketing-Experte Raphael Brinkert lässt kein gutes Haar am Sport-Marketing. "Kreative Championsleague" ist in Deutschland keiner, sagt er im "Sponsors"-Podcast. Beim Fußballmarketing werde "im Bereich von Inzidenzen" gespart, die Lobby-Kraft des Sports sei eher "versetzungsgefährdet". Nach der Pandemie seien Emotionen und Werte gefordert.
soundcloud.com (46-Min-Audio), sponsors.de (Zusammenfassung, Paid)