Basta: Barack Obama und Bruce Springsteen veröffentlichen ihren Podcast als Buch.

Ausgedruckter Podcast: Ex-US-Präsident Barack Obama und Sänger Bruce Springsteen bringen das gemeinsame Buch "Renegades" raus, das auf ihrem gleichnamigen Spotify-Podcast basiert. Das Buch erscheint im Oktober und thematisiert die USA, Arbeit und Familie. Vermutlich zieht die deutsche Podcast-Szene bald nach und bringt die zukünftigen Klassiker "Fest und Lesig" oder "Gedrucktes Hack" in die Läden.
boersenblatt.net, spiegel.de, turi2.de (Background)

Debatte: Dennis Scheck erntet Kritik für literarische Verriss-Reihe.

Anti-Kanon: SWR-Literaturkritiker Dennis Scheck (Foto) verreißt in einer Video-Reihe die in seinen Augen "schlechtesten Bücher der Weltgeschichte". Verlegerin Karin Schmidt-Friderichs wirft ihm "Effekthascherei auf schwachem Niveau" vor und fragt sich, wie es passieren konnte, dass der SWR ein solches Format absegnet. In der Kritik steht u.a. ein Blitz, der die Bücher ins Jenseits befördert und Assoziationen zur Bücherverbrennung hervorruft. SWR-Literatur­chef Frank Hertweck argumentiert, es gehe um "verschiedene Kriterien des Misslungenen", wobei sich "leider die alte Weisheit" bestätige, dass "Ironie und Fernsehen" nicht zusammen funktionieren.
boersenblatt.net (Schmidt-Friderichs), boersenblatt.net (Hertweck)

Prinz Harry kündigt “intime” Memoiren an.

Royaler Report: Prinz Harry will seine Memoiren mit "intimen und herzlichen" Details aus seinem Leben veröffentlichen, kündigt Bertelsmann Buch-Verlag Penguin Random House an. Der Herzog von Sussex schreibe "nicht als der Prinz, als der ich geboren wurde, sondern als der Mann, der ich geworden bin", zitiert ihn der Verlag. Das Werk soll Ende 2022 erscheinen. Laut des US-Magazins Page Six soll er 20 Mio Dollar Vorschuss bekommen haben.
focus.de, bild.de, pagesix.com

Nachspiel: Bischöfe entscheiden nicht mehr beim Kinder- und Jugendbuchpreis mit.

Bye, Bischof: Der Katholische Kinder- und Jugend­buch­preis ist künftig nicht mehr auf die Zustimmung der Bischofs­konferenz angewiesen. Das Veto der Kirchen­vertreter bei der Vergabe des letzten Preises an das Buch Papierklavier, in dem u.a. Transsexualität eine Rolle spielt, hatte hohe Wellen geschlagen. Nach einem Beschluss der Konferenz ist nun nur noch die Jury für die Auszeichnung zuständig.
sueddeutsche.de via spiegel.de, turi2.de (Background)

Sheera Frenkel und Cecilia Kang veröffentlichen Enthüllungsbuch über Facebook.

Gesichtsbuch: Sheera Frenkel (Foto) und Cecilia Kang veröffentlichen das Buch Inside Facebook, um über die Schattenseiten des Konzerns aufzuklären. Dafür haben die Autorinnen, die auch Reporterinnen für die "New York Times" sind, Gespräche mit mehr als 400 Facebook-Angestellten geführt. Frenkel und Kang würden trotzdem nicht erwarten, dass Userinnen aufgrund der Vorkommnisse wie Datenskandalen ihr Profil löschen, sagen sie im T-Online-Interview mit Jan Mölleken.
t-online.de

Co-Autor von Baerbocks Buch weist die Plagiatsvorwürfe zurück.


Zieht sich aus der Affäre: Die Plagiatsvorwürfe gegen das Buch von Annalena Baerbock sind "scheinheilig", schreibt Co-Autor Michael Ebmeyer bei Facebook. Das Buch sei kein Fachbuch, sondern "eine Darlegung der Agenda, mit der die Kandidatin antritt" und einen Überblick über ihre politischen Vorhaben schafft. Er widerspricht der Darstellung, dass es ein Zerwürfnis zwischen ihm und Baerbock gegeben habe, sagt aber auch: "An der Endfassung war ich nicht beteiligt." Ebmeyer definiert seine Rolle als die eines "Geburtshelfers".

Zuvor hatte bereits der Ullsteinverlag, bei dem das Baerbock-Buch erschienen ist, ein Statement zur Entstehung abgegeben. Demnach hat Ebmeyer im vergangenen Winter ausführliche Interviews mit Baerbock geführt, auf deren Textgrundlage Baerbock das Buch geschrieben hat.
facebook.com (Statement Ebmeyer), tagesspiegel.de, turi2.de (Background)

Hör-Tipp: Miriam Meckel liest “zum Teil manisch”, aber keine Management-Bücher.

Hör-Tipp: "Wenn es mich interessiert, dann lese ich zum Teil manisch", erzählt Miriam Meckel (Foto) im Podcast "Team A" von Antonia Götsch und Astrid Maier. Klassische Management-Bücher lese sie in der Regel nicht als Buch, sondern eher in der Zusammen­fassung. Die "Ada"-Gründerin plaudert auch über ihre Lesetipps für den Sommer – z.B. Kazuo Ishiguros Klara und die Sonne.
manager-magazin.de (37-Min-Audio)

Meinung: Politikerinnen schreiben Bücher, um endlich mal auszureden.

Politische Literaten: Politikerinnen schreiben deshalb gerne Bücher, weil sie "endlich einmal ausreden" können und sich nicht kurz fassen müssen, schreibt Friederike Haupt über die Beweggründe. "Niemand unterbricht sie, niemand schreibt seine eigene Meinung darunter wie unter ein Facebook-Posting." Auch für Verlage sei das Politiker-Buch lukrativ: Die Autorinnen verlangen keine hohen Vorschüsse, bringen aber eine große Öffentlichkeit mit. Die Produktion sei günstig, eine Übersetzung nicht nötig.
faz.net (Paid)

WDR zieht Buchtipps von Christine Westermann im TV den Stecker.


Ausge-Bucht: Der WDR streicht die Buchtipps von Moderatorin Christine Westermann aus dem Programm, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Einmal im Monat hatte Westermann in der Fünf-Minuten-Rubrik innerhalb des Magazins Frau TV bisher jeweils zwei Bücher vorgestellt. Damit geht es nach der Sommerpause nicht weiter, bestätigt der Sender. Eine Zuschauer­befragung habe ergeben, dass die Mehrheit der Teilnehmenden kein Interesse an Büchern habe, sagt Westermann, genaue Ergebnisse kenne sie jedoch nicht. Trotz der überschaubaren Sendezeit haben Westermanns Worte Gewicht: Ihre Empfehlungen schaffen es regelmäßig in die Bestseller-Listen.

Für kleine Verlage und Autorinnen unter dem Radar der klassischen Literaturkritik kann eine Erwähnung von Westermann über Erfolg oder Misserfolg entscheiden. Kerstin Gleba, Verlegerin von Kiepenheuer & Witsch, wo auch Westermanns Bücher erscheinen, nennt die Einstellung der TV-Rubrik eine "sehr schlechte Nachricht". Der "Süddeutschen" sagt sie: "Eine so wichtige Botschafterin des Buches jetzt vom Spielfeld des öffentlich-rechtlichen Fernsehens zu nehmen, finde ich skandalös." Im Radio bleibt Westermann bei WDR2 und WDR3 aktiv und kündigt an, ihre Buchtipps künftig "eben woanders" zu machen. Zuletzt hatte im Dezember der NDR unter Protesten sein Bücherjournal im TV eingestellt. (Archivfoto: WDR/Linda Meiers)
sueddeutsche.de, dwdl.de

Think Tank erteilt Annalena Baerbock Abschreibe-Erlaubnis.

Abschreiben erwünscht: Die Umwelt-Denkfabrik Agora Energiewende gibt Annalena Baerbock Schützen­hilfe – und freut sich, dass die grüne Kanzler­kandidatin in ihrem Buch Passagen aus einer Studie wörtlich übernommen hat. Derweil legt "Bild" mit Plagiats­vorwürfen nach: Sogar selbst erlebte Reisen und Besuche habe Baerbock bei anderen Quellen abgekupfert.
handelsblatt.com, agora-energiewende.de, bild.de

“Bild”: Annalena Baerbock hat auch bei Joschka Fischer abgeschrieben.

Nächste Runde in der Plagiatsaffäre: Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock hat auch Stellen von einem "NZZ"-Interview mit Ex-Außenminister Joschka Fischer übernommen, schreiben Filipp Piatov und Sebastian Geisler in der "Bild". Darin geht es um die Gaspipeline Nord Stream 2 und Deutschlands Rolle in Europa. Auch aus der Zeitschrift Internationale Politik habe Baerbock Passagen übernommen. Den Funke-Zeitungen und dem französischen Blatt "Ouest-France" sagte Baerbock, sie habe sehr bewusst auf "Fakten aus öffentlichen Quellen" zurückgegriffen: "Niemand schreibt ein Buch allein. Es sind nicht nur viele Ideen eingeflossen, ich habe dankenswerterweise auch Unterstützung bekommen."
bild.de, morgenpost.de (Baerbock-Interview, Paid), turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Rainer Dresen sieht sich die Plagiatsvorwürfe gegen Baerbock genauer an.

Lese-Tipp: Rechtsanwalt und Autor Rainer Dresen wertet in seiner Urheberrechts-Kolumne die Plagiatsvorwürfe gegen Annalena Baerbock aus. Er stellt klar, dass "niemand ein Copyright auf Fakten hat", merkt aber an, dass es darauf ankommen könne, welche Formulierung beim Erläutern der Fakten verwendet werde. Dass der Plagiatsjägers Weber dem Ullstein-Verlag jetzt u.a. "Schlamperei" vorwerfe, dürfte "der Komplexität der Situation" nicht gerecht werden, schreibt Dresen.
buchmarkt.de, turi2.de (Background)

T-Online: Plagiatsjäger wurden auf Baerbock angesetzt.


Politthriller: Die Plagiatsjäger, die derzeit das Buch "Jetzt" von Annalena Baerbock auseinandernehmen, wurden offenbar gezielt auf die Grünen-Kanzlerkandidatin angesetzt, recherchieren Lars Wienand und Jonas Mueller-Töwe bei T-Online. Auch VroniPlag-Gründer Martin Heidingsfelder (Foto rechts) sei in Sachen Baerbock angefragt worden, habe den Job aber abgelehnt. Heidingsfelder sagt, er wurde von einem "früheren Sozialdemokraten" kontaktiert, die "kleine Gruppe" auf Jägersuche kommt nach seiner Einschätzung "eher aus dem rechten Lager", sei aber "parteiunabhängig". Plagiatsjäger Stefan Weber hatte betont, er recherchiere "aus Eigeninteresse". Er werkelt indes auch spätnachts noch weiter und wirft Baerbock nun vor u.a. bei Jürgen Trittin abgeschrieben zu haben.

Baerbock absolvierte unterdessen am Donnerstagabend einen eher kuscheligen "Brigitte Live"-Talk in einem Berliner Kino, bei dem sie den Plagiatsvorwürfen widersprach: Sie habe im Buch "deutlich gemacht", dass "ganz viele Ideen von anderen mit eingeflossen" seien. Zudem habe sie "kein Sachbuch oder so geschrieben." Interviewerin Brigitte Huber, Chefredakteurin der "Brigitte", wollte aufgrund der Plagiatsdebatte wissen, ob Baerbock "das Gefühl habe, als Frau stärker angegangen zu werden" – laut "Bild" eine "Steilvorlage" für Baerbock, um zu jammern, laut "Spiegel" ein "Ball, der auf die Torlinie gelegt" wurde.
t-online.de, turi2.de (Background Weber), twitter.com (Weber zu Baerbock/Trittin) bild.de, brigitte.de (Talk), spiegel.de

Lese-Tipp: Gott und Teufel streiten im “Freitag” über “Bild”-Buch.

Lese-Tipp: Michael Angele inszeniert seine Buchkritik über das "Bild"-Buch "Ohne Rücksicht auf Verluste" im "Freitag" als Streitgespräch zwischen Gott und dem Teufel. Der Himmels-Herrscher solidarisiert sich größtenteils mit den Buchinhalten, der Chef des Schattenreichs versucht sich als moderater "Bild"-Apologet und härterer Buch-Kritiker: Er merkt etwa an, dass die Autoren die Null-Toleranz-Haltung der "Bild" beim Thema Antisemitismus meiden.
freitag.de

Autor Dave Eggers will die Hardcover-Ausgabe seines neuen Buches nicht an Amazon liefern.

Amazon-Boykott: Dave Eggers, Autor des Bestsellers The Circle, will die Hardcover-Ausgabe seines neuen Romans "The Every" nur über den unabhängigen Buchhandel verkaufen, nicht über Amazon. "Ich mag keine Tyrannen", begründet Eggers seine Entscheidung. Amazon zu umgehen, sei aber "sehr, sehr schwer". Taschenbuch, E-Book und Hörbuch erscheinen sechs Wochen später - dann auch bei Amazon.
boersenblatt.net, nytimes.com

ARD und ZDF begleiten Leipziger Buchmesse mit Live-Übertragungen.

Leipziger Buchmesse: ARD und ZDF begleiten die weitgehend digitale Bücher-Schau online vom 27. bis 30. Mai mit Lesungen und Talk-Runden. Im Ersten lesen 50 Autorinnen im Livestream, darunter Sophie Passmann (Foto), Mithu Sanyal und Literaturkritiker Denis Scheck. Das ZDF lädt noch einmal fast genauso viele Schreiberinnen zum Gespräch auf's blaue Sofa, wie Thea Dorn und Wolfgang Schäuble. Einige Lesungen in Leipzig können mit Publikum unter freiem Himmel stattfinden.
mdr.de , presseportal.de (ARD), zdf.de

Autorinnen protestieren gegen Nicht-Vergabe des Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreises.


Ausgegrenzt? 222 Autorinnen und Illustratorinnen von Kinder- und Jugendliteratur kritisieren in einen offenen Brief die abgesagte Vergabe des Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreises. Die Deutsche Bischofskonferenz hatte moniert, dass der vorgeschlagene Roman Papierklavier "nicht den Kriterien" entspreche. Im Freundeskreis der Hauptfigur gibt es ein Transgender-Kind. Das sei laut einem Pressesprecher der Bischofskonferenz jedoch nicht der Grund für die Entscheidung. Die Unterzeichnerinnen schreiben, dass sie die "intentionale Ausgrenzung nicht schweigend hinnehmen wollen" und die Begründung der Ablehnung nicht nachvollziehen können.

Zudem zeigen sie sich verärgert darüber, dass Buch ganz von der Empfehlungsliste verschwunden ist. Diesen Umstand kritisieren auch Ralf Schweikart, Vorsitzender des AKJ und Renate Reichstein vom AVJ in einer gemeinsamen Erklärung vom Montag. Sie sprechen von einem "Akt der Bevormundung" und hoffen, dass sich die Katholische Kirche "nicht immer weiter von den Realitäten der Kinder und Jugendlichen entfernt". Die Verbände unterstützen "jede Form von Toleranz und Diversität".
boersenblatt.net (Offener Brief), sueddeutsche.de, boersenblatt.net (Erklärung Verbände), turi2.de (Background)

Berliner Justiz sucht nach Maulwurf im Fall Attila Hildmann.

Attilas Abgang: Die Berliner Justiz sucht einen Maulwurf im Fall Attila Hildmann, recherchieren WDR und "Süddeutsche Zeitung". Der vegane Verschwörungstheoretiker wurde offenbar gewarnt, dass ein Haftbefehl gegen ihn vorliegt und setzte sich deshalb in die Türkei ab. Während die Justiz eine undichte Stelle in den eigenen Reihen vermutet, behauptet Hildmann, die Polizei habe sich bei seiner Mutter verplappert.
tagesschau.de

Basta: Zu viel Transgender für die katholische Kirche?

Kein Thema für die Katholiken: Die Deutsche Bischofskonferenz setzt die Vergabe ihres Jugendbuchpreises aus – offiziell, weil sie keinen passenden Preisträger findet. Nun wird bekannt: Der Preisvorschlag der Jury hat "nicht den Kriterien" des Buchpreisen entsprochen. Dass es im Buch Papierklavier um ein Transgender-Kind geht, spielt laut dem PR-Arbeiter im Weinberg der Kirchenfürsten überhaupt keine Rolle.
ksta.de, boersenblatt.net (Dementi)

“Bild”-Buch: Wer Julian Reichelt widerspricht, hat es schwer.

Bild: "Man muss parieren – oder unter Julian Reichelt wird das Leben schwer", schreiben die Bildblog-Betreiber Mats Schönauer und Moritz Tschermak in ihrem neuen "Bild"-Buch, aus dem ein erster Text in der "FAS" zu lesen ist. "Dieses Gefallenmüssen oder Gefallenwollen" sei eine der Quellen für "verzerrte Berichterstattung", wird ein Mitglied der Redaktion zitiert. In einem Fall sei ein kompletter Kommentar von der Chefredaktion vorgegeben worden sein, "anschließend sei nach einem Mitarbeiter gesucht worden, der seinen Kopf hinhalten müsse".
"FAS", S. 43 (Paid), turi2.de (Background)

Basta: PR-Philosoph mit Entschuldigungssymptom.

Reuig mit Eigenlob: Philosophenfürst Jürgen Habermas verzichtet nach einem kritischen "Spiegel"-Artikel auf den Sheikh Zayed Book Award aus Abu Dhabi, dessen Schirmherr der mächtige Kronprinz ist. Die enge Verbindung mit dem politischen System habe er sich "nicht hinreichend klar gemacht". Dem Fazit von "Spiegel"-Autor Dietmar Pieper "Gewöhnlich gewinnt, wenn Geist und Macht aufeinander treffen, die Macht" widerspricht Habermas: Er glaube an die aufklärende Macht des kritischen Wortes, die "meine dankenswerterweise ins Arabische übersetzten Bücher" verbreiten.
boersenblatt.net

Annalena Baerbock veröffentlicht ihre Zukunftsvision als Buch bei Ullstein.

Grüne Schrift: Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock veröffentlicht am 14. Juni bei Ullstein ein Buch mit dem Titel "Jetzt. Wie wir unser Land erneuern". Darin erklärt Baerbock, wie sie Deutschland regieren würde und was das Land ihrer Meinung nach für eine gute Zukunft braucht. Sie will laut Verlag "Mut machen und Vertrauen schaffen in unsere Fähigkeiten als Gesellschaft".
boersenblatt.net

Moritz Tschermak und Mats Schönauer vom Bildblog schreiben Buch über die “Bild”.

Bildbashing: Moritz Tschermak (Foto) und Mats Schönauer vom Bildblog veröffentlichen im Mai das Buch Wie 'Bild' mit Angst und Hass die Gesellschaft spaltet. Sie haben dafür "mit Betroffenen und Opfern der 'Bild'-Berichterstattung" sowie aktuellen und ehemaligen Mitarbeiterinnen gesprochen. Sie wollen zeigen "wie die 'Bild'-Medien systematisch Ängste schüren".
bildblog.de

Rossmann erhöht seine Beteiligung an Bastei Lübbe.

Rossmann erhöht seinen Anteil am börsennotierten Verlag Bastei Lübbe von 3,05 auf 5,09 %. Die Beteiligungs­gesellschaft der Drogeriemarkt-Kette ist damit dritt­größter Teilhaber nach den Familien-Aktionären Birgit Lübbe (33,08 %) und Familie Roggen (9,02 %). Drogerie-Unternehmer Dirk Roßmann (Foto) hat bei Bastei Lübbe 2020 seinen Klimawandel-Thriller Der neunte Arm des Oktopus veröffentlicht.
buchreport.de, turi2.de (Background)

“Welt am Sonntag” befragt Prominente zum Beten.

Ostergruß: Die "Welt am Sonntag" befragt zehn berühmte Männer und zwei berühmte Frauen zur ihrem Verständnis vom Beten. Für "Tagesschau"-Moderator Constantin Schreiber (Foto) "sind Momente der Spiritualität bisher vor allem bestimmte Naturerlebnisse". Markus Söder sieht im Gebet "keinen Freifahrtschein". Die klaustrophobe Schriftstellerin Felicitas Hoppe betet im Fahrstuhl, singt aber eigentlich lieber. Und Sänger Sting meditiert und betet oft, "weiß nur nicht zu wem".
welt.de (Paid)

Buch-Bloggerin Mirai Mens will zum Lesen animieren.

Lesefieber: Mirai Mens, 14, rezensiert auf ihrem Instagram-Account lesehexemimi sowieso dem Blog Lass mal lesen Bücher für Kinder und Jugendliche. Mit sieben Jahren schrieb sie ihre erste Rezension, heute hat sie fast 6.000 Followerinnen auf Instagram. Mens will auf ihren Kanälen bislang unbekannte Autorinnen fördern und spricht u.a. über Gendermarketing in Buchhandlungen.
"FAS", S. 11 (Paid)

Funke veröffentlicht das Ratgeberbuch “Pflegekompass”.

Funke verkauft ab sofort das 320 Seiten umfassende Ratgeberbuch "Pflegekompass". In dem gemeinsam mit dem Hamburger Verlag Umsorgt Wohnen produzierten Buch geben u.a. Ärztinnen, Pflegerinnen und Heimbewohnerinnen Einblicke. Den "Pflegekompass" gibt es im Buchhandel, bei Amazon und in den Online-Shops der Funke-Zeitungen. Neben einer nationalen Ausgabe gibt es im jeweiligen Einzugsgebiet der Regionalzeitungen eine Ausgabe mit jeweiligem Branding.
funkemedien.de

Martin Suter schreibt biografischen Roman über Bastian Schweinsteiger.

Schweini-Fiktion: Schriftsteller Martin Suter schreibt im biografischen Roman "Einer von euch" über das Leben von Fußballer Bastian Schweinsteiger. Das Buch soll im September im Diogenes-Verlag erscheinen. Suter erzählt darin "Wahres und fast Wahres aus dem Leben des Mannes, dem es nicht in die Wiege gelegt war, alles zu erreichen, was man als Fußballer erreichen kann".
t-online.de, stern.de

Daniel Kehlmann erklärt, dass KI wegen Dramaturgie-Mangel nicht schreiben kann.

Autoren-Automat: Schriftsteller Daniel Kehlmann hat vergeblich versucht, mit einem Algorithmus Kurzgeschichten zu schreiben, erzählt er der "Süddeutschen Zeitung". "Wenn man das Experiment ernst nimmt, muss man es sich verbieten, als Lektor nachzuhelfen". Erzählen funktioniert laut Kehlmann nicht über "statistisch erwartbare Sprachmuster", weil der Algorithmus die Erwartungen der Leserinnen nicht dramaturgisch berücksichtigt. In Dialogen und Dichtung hingegen schlage sich KI gut.
sueddeutsche.de (Paid)

“Bild”: Amazon stoppt Verkauf von RT-Enthüllungsbuch.

Amazon hat das Buch "Inside RT Deutsch" nach nur vier Tagen aus seinem Sortiment genommen, meldet "Bild". Der Online-Händler habe den Verkauf "ausgesetzt", weil man sich "nicht an Auseinandersetzungen zwischen Dritten" beteiligen wolle. Ex-RT-Reporter Daniel Lange berichtet darin u.a. über Verbindungen von RT Deutsch zu Rechtsextremen. Der russische Staats-Sender habe eine Frankfurter Anwaltskanzlei damit beauftragt, den Handel mit dem Buch zu stoppen.
bild.de

Frankfurter Buchmesse ist 2021 wieder als Präsenzveranstaltung geplant.

Polarisierende Präsenzveranstaltung: Verlage können sich ab sofort für die Frankfurter Buchmesse 2021 anmelden. Messechef Jürgen Boos sagt, dass die Veranstaltung nicht in der üblichen Größenordnung stattfinden kann. Um den Andrang im Griff zu haben, sollen Besucher*innen schon freitags statt erst am Samstag Messe-Zugang erhalten. Bisher ist das Fachbesucher*innen vorbehalten. Großzügige Stornomöglichkeiten und niedrige Standgebühren sollen zusätzlich locken.
faz.net, turi2.de (Background)

Oetinger-Chefin Julia Bielenberg plädiert für mehr Wettbewerbsgleichheit.

Amazon kills the Book-Star: Der Staat sollte für mehr Wettbewerbsgleichheit sorgen und eine Monopol­stellung im Onlinehandel verhindern, sagt Julia Bielenberg, Chefin der Oetinger-Verlagsgruppe, im Interview mit der Welt. "Amazon ist es egal, ob der Konzern Bücher oder Toilettenpapier verkauft", sagt Bielenberg, betont aber auch, dass der Online-Händler als Vertriebskanal sehr wichtig ist. Auch Konzentrationen wie um die Handelskette Thalia machten es den Verlagen schwer in Konditionsverhandlungen.
welt.de

Rundfunkanstalten platzieren Literaturberichterstattung in der Nische.

Literaturjournalismus: Der öffentlich-rechtliche Rundfunk treibt "die Auflösung der Gesellschaft in Zielgruppen und Kundenprofile" voran, schreibt Felix Stephan in der "Süddeutschen". Während Verlage Autor*innen aus dem Digitalen in der Verlagswelt aufbauen, tauchen die Sender in digitale Milieus ab, meint er. Die Existenz einer allgemeinen Öffentlichkeit werde von den Anstalten geleugnet, die stattdessen die "spitze Zielgruppe" im Netz erreichen wollen. Anlass für Stephans Ausführungen ist eine Diskussion zur Zukunft der Literaturkritik im WDR.
sueddeutsche.de (Paid)

Basta: Hillary Clinton schreibt Polit-Thriller mit Realitätsanleihen.

Die Geister, die ich schrieb: Hillary Clinton schreibt einen Thriller, der im Herbst in den USA erscheinen soll. Ob sie für die Fiktion einfach die Namen austauscht, bleibt abzuwarten. Die Rahmenhandlung: Eine Außenministerin klärt eine Welle an Anschlägen auf – in einer Welt, die vom bisherigen US-Präsidenten vier Jahre lang heruntergewirtschaftet wurde und in der Teile der Regierung den Bezug zur Realität verloren haben.
faz.net, bild.de

Zitat: Thea Dorn kritisiert den Umgang der Medien mit der Krise.

"Finden Sie nicht, dass es im Journalismus die Tendenz gibt: Lieber eine Katastrophen-Schlagzeile zu viel als eine zu wenig?"

Autorin und Moderatorin Thea Dorn kritisiert im "Handelsblatt"-Interview, dass es "in Zeiten des Schlamassels" heikel ist, wenn die Grenze zwischen "realistischer Gefahrenbeschreibung" und "Dramatisierung im Interesse von Quote, Auflagenhöhe oder Klickzahlen" nicht klar erkennbar ist.
handelsblatt.com