RTL Group verkauft US-Werbetechnologie-Firma SpotX.

RTL Group nimmt 1,17 Mrd Dollar für den Verkauf des US-Werbetechnologie-Unternehmens SpotX an die US-Firma Magnite ein. Der Kaufpreis setzt sich aus 560 Mio Dollar und 14 Mio Magnite-Aktien zusammen. Seit 2017 hält die Bertelsmann-Tochter alle Anteile an SpotX. RTL-Chef Thomas Rabe sagt, das Unternehmen wolle sich stärker auf den europäischen Markt konzentrieren.
rtlgroup.com, handelsblatt.com, turi2.de (Background)

Wen erreicht Außenwerbung, wenn alle zu Hause sitzen, Kai-Marcus Thäsler?


Krisenfest? Kai-Marcus Thäsler, Chef des Fachverbands Außenwerbung, hält sein Kerngeschäft trotz Lockdown und verminderter Mobilität der Menschen für effektiv. Laut Studien leiden nur die Wiederholungskontakte, nicht die Nettoreichweite, schreibt Thäsler in seinem Gastbeitrag für die turi2 edition #13. Er hat Hoffnungen, dass die Außenwerbung im Lockdown sogar nachhaltiger wirkt, weil das Umfeld der Werbeflächen reizreduziert ist. Sie können den Text im kostenlosen E-Paper lesen oder das Buch gedruckt bestellen. Weiterlesen …

Video-Tipp: Deutsche Bahn wirbt mit 82-jähriger YouTube-Uschi um Azubis.

Video-Tipp: Die Deutsche Bahn wirbt mit der 82-jährigen Uschi, die von den YouTube-Kanälen Senioren Zocken und Oma Geht Steil bekannt ist, um ihre 50 Ausbildungsberufe und 25 dualen Studiengänge. Die Kampagne mit dem Titel "Was machen. Bei der Bahn" läuft u.a. bei Instagram, Facebook und Snapchat. Die Videos stammen aus der Feder der Berliner Digitalagentur Buddybrand.
youtube.com (16-Sek-Video)

turi2 edition #13: Michael Trautmann über Glück und Gesundheit.


Glückspilz: Michael Trautmann, Werber und Gründer der Marketing-Agentur Upsolut Sports, nimmt sich vor, noch mehr Zeit mit seinen Liebsten zu verbringen. Dass gute Beziehungen glücklich machen und einen positiven Einfluss auf die Gesundheit haben, kann er in seinem Gastbeitrag für die turi2 edition #13 sogar wissenschaftlich belegen. Sie können den Text im kostenlosen E-Paper lesen oder das Buch gedruckt bestellen. Weiterlesen …

Basta: Sixt wirbt mit Seitenhieb auf die Probleme bei der Impfkampagne.

Spitze statt Spritze: Jens Spahn gehört als Spitzenpolitiker schon länger zur Hochrisikogruppe, wenn es darum geht, als Werbemotiv für Autovermieter Sixt herhalten zu müssen. Nun hat es ihn mit der Debatte um die Impfkampagne erwischt. Sixt wirbt mit dem Gesundheitsminister und der Zeile "Falsch, Spahn! - Richtig spar'n!" für eine "ausreichende Dosis Fahrspaß". Fehlt nur noch der Hinweis, dass die Mietwagen auch eine Zulassung für Personen über 65 erhalten haben.
twitter.com via horizont.net

“Alle müssen sterben”: Berliner Werbe-Agentur will mit Impf-Kampagne provozieren.

Laute Töne: Werbe-Agentur Brain'n'Dead von Sascha Winkler und Constantin Hochwald will mit einer Impf-Kampagne provozieren. Drei Motive sollen ab Freitagnacht in ausgewählten Stadtteilen Berlins als Wildplakatierung zu sehen sein und sich gezielt an Impf-Skeptiker*innen richten. Auf einem Plakat steht groß geschrieben: "Querdenker müssen sterben." In einer kleineren Schrift ist weiter unten zu lesen: "Aber nicht an Corona. Lass dich impfen. Bleib am Leben."
alle-muessen-sterben.de via horizont.net (Paid)

Zitat: Verschobene Kampagne hat auch etwas Gutes, sagt Nivea-Markenchef Ralph Zimmerer.

"Wir leben fast wie in einem Live-Experiment, in dem wir uns nicht umarmen oder Hände schütteln können, obwohl der Wunsch da ist."

Nivea-Markenchef Ralph Zimmerer sagt im "W&V"-Interview, trotz des pandemiebedingt verschobenen Starts der Haltungsinitiative #CareForHumanTouch ist das Timing gut: weil Berührung durch Corona mehr im Bewusstsein ist.
wuv.de (Paid), presseportal.de

GGH Mullen Lowe strukturiert Führung um.

GGH Mullen Lowe strukturiert seine Führungsetage um: CEO und Co-Gründer Benedikt Holtappels zieht sich aus dem operativen Geschäft zurück. Seine Aufgaben verteilt die Hamburger Agentur auf drei Schultern: Marielle Wilsdorf (Foto), bisher Kreativdirektorin bei Wettbewerber DDB, kommt als Kreativchefin an Bord. Außerdem in der obersten Führungsriege: Beratungschef Marc Pech und Strategiechefin Nina Jünemann.
horizont.net

Werbekritiker Gabor Steingart baut Sponsoring auf der Pioneer One aus.

Floating Values: Media-Pionier Gabor Steingart ist nicht nur ein Champion der Selbstvermarktung, sondern auch ein Meister der Differenzierung. Steingart geißelt Werbefinanzierung für Medienunternehmen als "Übers-Ohr-Hauen der Leserinnen und Leser", weitet das Sponsoring durch die Industrie auf seinem Patrouillenboot der Demokratie aber aus: Für zwei live von Bord der Pioneer One ins Web gestreamte Ausgaben eines "Floating Concert", das am Mittwoch zum 76. Gedenktag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz an verfemte Musiker*innen erinnern soll, ist Steingart "auf die Großzügigkeit von Bürgern und Firmen angewiesen": Er nennt die Dieter Fuchs Stiftung, die Deutsche Post DHL Group und die Quirin Privatbank als Unterstützer.
thepioneer.de (Paid), youtube.com (Steingart über Werbung und Sponsoring)

Ist die Generation Ü50 für die Werbeindustrie schon tot, Christian Scholz?


Nicht abgeschrieben: Christian Scholz, Chef der ARD-Radiowerbung, hält die vielzitierte “werberelevante Zielgruppe” für überholt. In seinem Gastbeitrag für die turi2 edition #13 schreibt er darüber, welche wertvollen Werbe-Schätze es bei höheren Semestern zu heben gibt. Sie können seinen Text hier im kostenlosen E-Paper lesen oder das Buch hier gedruckt bestellen. Weiterlesen …

OMR: Podcast-Werbung erreicht hohe Werbewirkung.

Forschung in eigener Sache: Podcast-Werbung ist sehr effektiv, so eine Umfrage von Podstars, Teil des Podcast-Produzenten OMR. Laut der Befragung finden 60 % es gut, wenn in ihrem Lieblings-Podcast ein Produkt beworben wird. 15 % haben ein solches Produkt bereits gekauft, die Hälfte zumindest die Website des Werbenden besucht. Von den Podcast-Hosts selbst gesprochene Werbung finden 82 % gut, vorproduzierte Spots oder welche von externen Sprecher*innen erhalten nur 25 % bzw. 21 % Zustimmung.
wuv.de

Spotify ermöglicht datengesteuerte Podcast-Werbung.

SpotifySpotify startet das Werbeformat Podcast Ads samt dem Steuerungstool Streaming Ad Insertion (SAI) für seine hauseigenen Podcasts nach einer Beta-Phase nun für alle Werbetreibenden in Deutschland. Unternehmen können damit datengestützte Werbung buchen und Daten über die erzielte Werbewirkung erhalten, etwa wie oft eine bestimmte Werbung abgespielt worden ist. Erste Werbepartner sind Linked-in, Otto und Mediacom.
heise.de, horizont.net (Paid)

Werbeausgaben sinken 2020 laut Nielsen um 4,4 %.

TV-Werbung im Fernseher 150Werbeausgaben sinken laut Nielsen 2020 auf brutto 34,2 Mrd Euro. Das entspricht einem moderaten Minus von 4,4 %. Im Dezember investierten die Unternehmen trotz Lockdown sogar 4,4 % mehr als im Vorjahr. Vor allem die Werbenden mit den höchsten Ausgaben legten noch einmal etwas oben drauf. Im Jahresschnitt steigerten vor allem die Supermärkte und Discounter ihrer Ausgaben. Bei den Mediengattungen wächst jedoch einzig online.
horizont.net

Basta: Brot distanziert sich vom Wendler.

Brotal: Michael Wendler macht ungefragt Werbung für Dosenbrot als "Langzeitlebensmittel zur Krisenvorsorge". Dem Hersteller ist das nicht egal. Er distanziert sich und stellt klar: Es gibt keine Geschäftsbeziehung mit dem Sänger. Wenn sogar das uncoolste Lebensmittel von allen Imageverlust durch den Wendler befürchtet, ist der offenbar endgültig ganz am Ende der Nahrungskette angekommen.
rp-online.de

Meinung: Kreativen fehlen Ideen für Impf-Werbung, schreibt Bärbel Unckrich.

Kollektive Einfallslosigkeit attestiert Bärbel Unckrich Deutschlands Kreativen bei Kampagnen für die Corona-Schutzimpfung. Dabei wären von Agenturen, die sich gerne einen Purpose auf die Fahnen schreiben, gerade jetzt große Ideen gefordert. Die Kampagne von Scholz & Friends sei "weder besonders kreativ", noch steigere sie die öffentliche Akzeptanz fürs Impfen. Statt moralischen Druck auszuüben, müsste eine erfolgreiche Impf-Kampagne viel stärker auf Emotionen setzen.
horizont.net (Paid)

turi2 edition #13: Matthias Horx über Zukunft und Zumutungen.


Rolle vorwärts: Prognosen sind schwierig, vor allem, wenn sie sich auf die Zukunft beziehen – Trend-Experte Matthias Horx wagt dennoch den Blick auf die Welt nach Corona. Im Interview mit Heike Turi in der turi2 edition #13 nennt er Covid-19 “ein Meisterstück der Evolution”. Und Horx blickt auf die Medien: Er beklagt den “Trend zum Trash” und dass die Inhalte vieler Medienmarken wie “getarnte Anzeigen” aussehen. Horx prognostiziert: “Online-Werbung ist die nächste Blase, die demnächst platzen wird.” Sie können den Text hier im kostenlosen E-Paper lesen oder das Buch gedruckt bestellen. Weiterlesen …

“Coronahelden”-Spots der Bundesregierung haben 2 Mio Euro gekostet.

Bundesregierung hat für die Produktion und Vermarktung der drei "Coronahelden"-Spots rund 2 Mio Euro bezahlt, ergibt eine Antwort auf eine Anfrage der FDP-Fraktion. Die Produktion hat mehr als 300.000 Euro gekostet, die Bewerbung mehr als 1,7 Mio Euro. In den Videos erinnern sich Corona-"Veteranen" aus der Zukunft an die Pandemie, sie sollen besonders 16- bis 29-Jährige ansprechen. In der Zielgruppe haben die Spots 57 % Gesamtreichweite erlangt.
rnd.de, turi2.de (Background)

Springer stellt Vermarktungsdach ASAM neu auf.

Axel Springer All Media, Springers Vermarktungs-Dachorganisation, macht Mehmet Inan zum Chief Marketing Officer, er kommt von Schweizer Privatsender 3+. Stefan Mölling steigt bei Media Impact vom Managing Director zum Chief Sales Officer auf. Peter Ludwig Müller, bisher Leiter der Regionalvermarktung, verlässt Springer "auf eigenen Wunsch". Die Sales-Leitung übernimmt Felix Becker, bisher Anzeigenleiter der "Bild am Sonntag", das Regional-Marketing verantwortet Irina Hugo.
axelspringer.com

Noventi startet Werbekampagne für die Corona-Impfung.

Noventi, Apotheken-Dienstleistungstochter, startet gemeinsam mit den vier größten deutschen Impfstoff-Herstellern Biontech, Curevac, Artes Biotechnology und IDT Biologika, eine Werbekampagne für die Corona-Schutzimpfung. Die Kampagne enthält unter anderem Plakate für alle 19.000 Apotheken in Deutschland mit dem Slogan "Nie wieder 2020! Lasst uns impfen gehen". Die Plakate werben in Deutsch, Englisch, Französisch, Russisch und Türkisch. Zudem ist die türkische Zeitung "Hürriyet" als Medienpartner an Bord.
presseportal.de

Video-Tipp: Die “taz” präsentiert einen Werbespot von Fatih Akin.

Video-Tipp: Die "taz" wirbt ab Samstag mit einem von Filmregisseur und Drehbuchautor Fatih Akin produzierten Spot. In dem 90-Sekünder mit dem Titel "Keine Angst vor Niemand", der als Anzeige zum Teil in anderer Länge erscheint, findet eine Frau eine "taz"-Brille, mit der sie unterschwellige Botschaften in Werbespots und Zeitungen erkennen kann. Das Video ist auch eine Hommage an John Carpenters Film They live aus dem Jahr 1988. Es ist Fatih Akins erster Werbespot.
youtube.com (90-Sek-Video)

Musik-Streamingdienst Deezer vermarktet gesponserte Playlists.

Deezer entdeckt Playlists als Werbeformat: Marken können Sponsor der redaktionell kuratierten Titel-Listen des Musik-Streamingdienstes werden – nach Frankreich, der Türkei und Ägypten nun auch international. Im Deezer-Mutterland Frankreich sponsert der Kopfhörer-Hersteller Marshall zwei der beliebtesten Pop-Playlists.
deezer-brandsolutions.com, stadt-bremerhaven.de

Ebner Media Group übernimmt “Werben & Verkaufen”.


Macht seinem Namen alle Ehre: Die SWMH wollte ihn wohl schon länger loswerden, jetzt verkauft sie den Verlag Werben & Verkaufen an die Ebner Media Group. Ebner mit Hauptsitz in Ulm ist Minderheits­gesellschafter der SWMH und betreibt derzeit verschiedene Fachmedien, darunter nach eigener Aussage 86 Magazine, 44 Online-Portale und 19 Onlineshops. Zum Portfolio gehören Publikationen wie Internet World Business, Page oder Deutscher Drucker. Geschäftsführer Marco Parrillo (links im Bild) nennt als Ziel: "Wir möchten das zentrale Wissens- & Networking-Hub für die Kommunikationsbranche sein und damit unser Brand-Portfolio logisch um ein weiteres Themenfeld entlang der digitalen Wertschöpfungskette ergänzen". Karl Ulrich (rechts im Bild), Geschäftsführer des Süddeutschen Verlags, begründet den Verkauf mit der Konzentration auf "ausgewählte Marktsegmente". Das Bundeskartellamt muss der Übernahme noch zustimmen.
swmh.de, wuv.de, new-business.de (Background)

Video-Tipp: Das Gesundheitsministerium wirbt patriotisch für die Corona-Impfung.

Video-Tipp: Unter dem Slogan "Deutschland krempelt die Ärmel hoch!" wirbt das Bundes­gesundheits­ministerium mit einem Werbevideo für die Corona-Schutzimpfung. Der von Scholz & Friends entwickelte Spot zeigt den Weg zur Impfung und betont dabei die deutsche Forschungsarbeit. Die Gesamt-Kampagne inklusive Print-Anzeigen und Hörfunk-Spots hat ein Media-Volumen von 25 Mio Euro. Die zweite Phase soll starten, wenn Impfstoff für alle verfügbar ist.
youtube.com (1-Min-Video) via horizont.net (Paid)

Meinung: Die Werbung für Corona-Impfungen muss emotionaler werden.

Emotionaler, bitte: Der deutsche Impf-Werbe-Claim "Ärmel hoch" versprüht zu wenig Begeisterung, schreibt Catrin Bialek im "Handelsblatt". Das PR-Narrativ müsse so gesetzt werden, dass Menschen die Impfung "nicht ertragen, nicht erdulden", sondern "wirklich wollen". Eine Alternative liefert sie gleich mit und zitiert einen Tweet von Jens Spahn: "Damit wir unser Leben zurückbekommen."
handelsblatt.com (Paid)

Werbebetrug im Internet kostet Unternehmen Milliarden.

Werbebetrug im Netz kostet Unternehmen im Schnitt 4 % ihres Online-Etats, sagen Analysen. Täter*innen generieren mit Bots und gehackten Rechnern gefälschte Anzeigen-Klicks und bereichern sich am ca. 260 Mrd Dollar schweren globalen Online-Werbe-Budget. Mediaagenturen und Kunden legen daher zum Teil Grenzwerte für den Anteil verdächtiger Anzeigen fest. Die Taten werden häufig nicht bemerkt und noch seltener zur Anzeige gebracht.
welt.de (Paid)

Unilever wirbt wieder auf Facebook.

Unilever beendet im Januar seinen Werbeboykott bei Facebook nach rund einem halben Jahr. Der Konsumgüter-Riese sagt, er sei durch die Selbstverpflichtungen und Fortschritte Facebooks dazu ermutigt. Unilever hatte im Sommer wie viele andere Unternehmen auch seine Werbeaktivitäten auf Facebook eingestellt und bemängelt, das Netzwerk tue zu wenig gegen Hassrede.
wuv.de, turi2.de (Background)

Kinetic-Geschäftsführer Sven Holsten streicht die Segel.

Nach nur einem Jahr: Sven Holsten verlässt die Out-of-Home-Agentur Kinetic zum Jahresende. Holsten habe sich für den Abgang entschieden, weil sich wegen Corona die strategischen Ziele nicht umsetzen ließen, verrät die WPP-Tocher "Horizont". Der 52-Jährige war seit Anfang des Jahres einer von drei Geschäftsführern und für Beratung, Produkte und Kundenstrategie zuständig. Seine Stelle soll aktuell nicht neu besetzt werden.
horizont.net, turi2.de (Background)

Kreativchef Götz Ulmer wechselt von Jung von Matt zu McCann.

Jung von Matt und Götz Ulmer gehen zum Jahresende getrennte Wege. Ulmer wechselt als Kreativchef und Mitglied der Geschäftsführung zur Agenturgruppe McCann. Dort folgt er auf Sebastian Hardieck. Ulmer war insgesamt 25 Jahre bei Jung von Matt, davon zehn Jahre als Geschäftsführer und drei Jahre als Vorstand. Er hat Marken wie Bitburger, Mini, Saturn, Douglas und Vodafone betreut.
new-business.de

Facebook lehnte während der US-Wahl 3,3 Mio Werbeanzeigen ab.

Facebook spricht in einem Bericht an die US-Politik davon, während der Präsidentschaftswahl 3,3 Mio Anzeigen abgelehnt zu haben, um Desinformation und Einmischung vorzubeugen. Außerdem habe das Netzwerk 265.000 Posts blockiert oder entfernt. Am Schluss des 22-seitigen Dokuments fordert Facebook - nicht zum ersten Mal - mehr verbindliche Vorgaben von Staatsseite für das Internet, um die Verantwortung zur Regulierung von Inhalten nicht Unternehmen zu überlassen.
bloomberg.com

Herz & Hirn: Marketingchef Albrecht Schäfer über die E-Auto-Werbung von Opel.


Unter Strom: "Wir sind elektrisch." Im Video-Interview mit turi2.tv spricht Marketingchef Albrecht Schäfer über den Stand der Elektrifizierung bei Opel Deutschland und darüber, wie er Menschen für seine Marke und Elektro-Mobilität begeistert. Schäfer erklärt, dass bei E-Autos der Informationsbedarf höher ist als bei Verbrennern. Er will den Kund*innen "nachvollziehbar darlegen", dass E-Autos sich für ihren "objektiven Mobilitäts-Bedarf" eignen, auch wenn man mit ihnen vielleicht noch nicht von Rüsselsheim bis Wladiwostok durchfahren kann. Dafür setzt er auf Emotionen, Fakten und Testimonials wie Jürgen Klopp.

Der Erfolgs-Trainer stehe für die gleichen Werte wie Opel, erklärt Schäfer: "deutsch, begeisternd, nahbar". Klopp ziehe durchaus auch bei jungen Leuten, denen das eigene Auto vielleicht nicht mehr ganz so wichtig ist wie in den Generationen davor.

Im Video zeigen und besprechen wir TV-Spots von früher und heute und dokumentieren so den Wandel der Werbung. Im etwas ausführlicheren Podcast sagt Albrecht Schäfer, dass er auch die Generation Greta erreichen will – allerdings ohne missionarischen Eifer: "Jemanden, der sagt, dass er kein Auto besitzen möchte, werde ich davon nicht bekehren."
turi2.tv (10-Min-Video auf YouTube), turi2.de/podcast (16-Min-Audio), spotify.com, podcast.apple.com, deezer.com, audionow.de

Werberat spricht sechs Rügen wegen sexistischer Werbung aus.

Deutscher Werberat: Sechs öffentliche Rügen wegen sexistischer Werbung spricht die Einrichtung zur Selbstkontrolle an sechs Unternehmen aus. Die betreffenden Firmen hatten ihre Werbung trotz Mahnungen weiterlaufen lassen. In fünf Fällen beanstandet der Werberat die Reduzierung einer Frau auf ihre "sexuellen Reize" oder deren Herabwürdigung, in einem Fall geht es um die Diskriminierung eines Mannes.
horizont.net, werberat.de

Springer übernimmt Mehrheit am Außenwerbe-Startup Framen.

Springer übernimmt die Mehrheit am Außenwerbe-Startup Framen. Die Firma spielt adressierbare, kontextuelle Werbung auf mehr als 3.500 Screens Displays etwa in Fitness-Studios oder Einkaufs­zentren aus. Springers Media Impact steigt in die Vermarktung ein. Geplant ist, nicht nur Werbung zu zeigen, sondern auch Inhalte von Springer-Medien, z.B. Bundesliga-Highlights.
axelspringer.com, horizont.net (Paid)

Karin Libowitzky und Klaus Nadler verlassen Dentsu.

Dentsu: Vizeum-Chefin Karin Libowitzky und Carat-Chef Klaus Nadler verlassen die Agenturgruppe. In der Mittelung zum Abgang heißt es, Libowitzky und Nadler wollten sich "neu orientierten" und hätten sich entschlossen, die "nächste Phase der Neuorganisation nicht mitzugestalten". Ihre Stellen werden nicht nachbesetzt. Die japanische Werbeholding hatte erst am Dienstag angekündigt, sich neu aufstellen und weltweit 6.000 Stellen streichen zu wollen.
wuv.de, turi2.de (Background)

Bundesregierung hat bereits 10 Mio Euro für Werbung für die Corona-Warn-App ausgegeben.


Schn-App-chen: Die Bundesregierung hat mittlerweile über 10 Mio Euro in Werbung für die Corona-Warn-App investiert, schreibt die "Bild" unter Berufung auf eine Antwort der Regierung auf eine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion. Von den 10 Mio Euro gingen über 940.000 Euro ins Influencer-Marketing bei YouTube, Instagram und TikTok. Die Regierung schreibt dazu: "Die Zielgruppe, die durch die Influencer angesprochen werden soll, beinhaltet die besonders Internet- und Social-Media-affinen 16 bis 29-Jährigen." Weitere Influencer-Werbung laufe derzeit und sei in den Kosten noch nicht eingerechnet.

Im Bereich der klassischen Anzeigen entfielen fast 4 Mio auf Digitalwerbung, rund 2 Mio auf Print-Anzeigen, etwas unter 1 Mio auf TV-Werbung und knapp 2,5 Mio auf Außenwerbung. Auch Kino-Werbung wurde vorbereitet, musste jedoch wegen der neuen Lockdown-Maßnahmen gestoppt werden. Derzeit ist TV-Werbung in der Vorbereitung. Aktuell haben rund 23,3 Mio Nutzer*innen die App heruntergeladen. Zuletzt gab es wiederholt Stimmen, den Datenschutz der App einzuschränken, um sie effizienter zu machen.
bild.de, turi2.de (Kostenstand im Juli)

Video-Tipp: Christiane Dressler über Werbefilme in schwierigen Zeiten.

Video-Tipp: "Masken, Abstand, sehr rigide Testregime" - die Werbefilm-Branche ist durch derlei Maßnahmen schnell wieder handlungsfähig geworden, berichtet Anorak-Film-Chefin Christiane Dressler im Video-Interview mit unserem TV-Koop-Partner "Horizont". Dass die Produktionen unter Pandemie-Bedingungen etwas teurer ausfallen, sei bei Kunden schnell auf Verständnis gestoßen. Mittlerweile sei allen in der Branche klar, dass auch die Bilder längerer Spots prägnant genug sein müssen, um kürzere Formate bespielen zu können.
horizont.net (15-Min-Video)

Video-Tipp: Telekom versöhnt Teenager mit Stiefvater.

Video-Tipp: Die Telekom drückt in ihrem Weihnachtsspot "Funkstille" auf die Tränendrüse. Der Clip erzählt von einem Teenager und dessen schwierige Beziehung zu seinem Stiefvater. Anrufe und Textnachrichten ignoriert der Junge, am Ende besinnt er sich seiner Mutter zuliebe. Der Spot ist eine polnische Produktion der Agentur DDB.
youtube.com (2-Min-Video) via horizont.net (Paid)

Ikea stellt den Print-Katalog ein.


Hejdå, katalog: Ikea stellt nach 70 Jahren den gedruckten Katalog ein. Er erreichte auf dem Hoch seiner Beliebtheit 2016 in 32 Ländern 200 Mio Auflage. Das umsatzstärkste Land war Deutschland. Künftig will der schwedische Möbelriese seine Produkte vor allem digital vermarkten. Die Entscheidung ist "eine Folge des veränderten Medienkonsums und Verbraucherverhaltens", sagt Ikea-Manager Konrad Grüss. In Deutschland stieg der Digital-Umsatz im Corona-Jahr von 9,4 auf 16,2 %.

Den ersten Katalog hat Gründer Ingvar Kamprad 1951 selbst zusammengestellt. Laut Ikea war der Katalog einst "die weltweit meistgelesene Publikation nach der Bibel". Ein anderer bibelnaher Katalog-Publizist, der Versandhändler Otto, hat 2018 ebenfalls die Katalogproduktion eingestellt.
handelsblatt.com, spiegel.de, presseportal.de