Bosch teilt Firmen-Wissen per Video, beobachtet Kevin Knitterscheidt.

Und bitte: Bosch und Bilfinger setzen für die interne Weiterbildung auf Mitarbeiter-Videos, beobachtet Kevin Knitterscheidt. Bosch erhoffe sich von den bereits 10.000 Videos Know-how-Transfer zwischen den 260 Standorten. Bilfinger öffnet seine Video-Plattform ab April auch für andere Unternehmen, die gegen Gebühr Filme erstellen und Firmen-Wissen teilen wollen.
handelsblatt.com

YouTube will nicht länger auf Eigenproduktionen setzen.


Eigenproduktionsstopp: Apple stellt heute seinen eigenen Streaming-Dienst vor, zu dem auch Eigenproduktionen gehören, YouTube dagegen sagt den Originals Good bye. YouTube-Mutter Google glaube nicht, gegen Streaming-Anbieter wie Netflix, Amazon und künftig Apple und Disney bestehen zu können, berichtet Bloomberg. Daher setzt YouTube seine beiden größten Eigenproduktionen "Origin" und "Overthinking with Kat & June" ab und nimmt keine Pitches für neue Shows an. Die Bezahl-Version YouTube Premium solle zwar erhalten bleiben, sich künftig aber in erster Linie auf Musik fokussieren

Google hatte YouTube Premium 2015 unter dem Namen YouTube Red gestartet. Seit 2016 zeigt YouTube eigens für das Bezahl-Angebot produzierten Inhalte. Allerdings war der Konzern nie bereit, vergleichbar hohe Summen in das Programm zu stecken, wie Amazon oder Netflix, sondern setzt für knapp 12 Euro im Monat vor allem auf weitere Features wie Werbefreiheit beim frei zugänglichen YouTube.
bloomberg.com via theverge.com, turi2.de (Background)

Streaminganbieter geben 166 Mio Dollar für Werbung im nationalen US-TV aus.

Streaminganbieter haben in den USA in den vergangenen drei Monaten 166,2 Mio Dollar für Werbung im nationalen TV ausgegeben, zählt iSpot.tv. Im Vorjahr lag der Betrag noch bei 197,9 Mio Dollar, die Zahl der Sichtkontakte steigt jedoch von 11,2 Mrd auf 11,8 Mrd. Amazons Prime Video ist mit 43 Mio Dollar Spitzenreiter bei den Ausgaben, gefolgt von Netflix mit 27,5 Mio Dollar.
mediapost.com

"Welt": Netflix zahlt ab September in die deutsche Filmförderung ein.

Netflix rudert rum und zahlt nun doch ab September in die deutsche Filmförderung ein, berichtet die "Welt". Die Entscheidung sei das Resultat eines Besuchs von Chef Reed Hastings bei Kulturstaatsministerin Monika Grütters während der Berlinale. Es sei noch nicht geklärt, anhand welcher Zahlen die Filmabgabe für den Streaminganbieter berechnet werden soll.
welt.de

Facebook rollt seine YouTuber-Vermarktungstools in Deutschland aus.

Facebook fb-logo-neuFacebook ergänzt den Video-Bereich und YouTube-Konkurrenten Facebook Watch nun auch in Deutschland um Fan-Abos und die Influencer-Fernsteuerung Brand Collabs Manager. Damit können Video-Produzenten nun Geldbeträge von Fans einsammeln und ihnen im Gegenzug exklusive Inhalte bereitstellen. Werbetreibende können mit dem Brand Collabs Manager "Markenkooperationen" mit influencenden Video-Produzenten anschieben und verwalten.
newsroom.fb.com

Studie: 65 % der 18- bis 29-Jährigen glauben, dass lineares TV in zehn Jahren tot ist.

Lineares TV: 65 % der 18- bis 29-jährigen Deutschen glauben an ein Ende des linearen Fernsehens in den kommenden zehn Jahren, analysiert eine Statista-Studie im Auftrag von Next Media Hamburg. 80 % der Deutschen schalteten zwar noch regelmäßig lineares TV ein, bei den 18- bis 29-Jährigen seien es jedoch nur noch 67 %. Die junge Zielgruppe setze eher auf Inhalte von YouTube (81 %) oder VoD-Anbieter (73 %).
wuv.de

Deutsche nutzen laut Vaunet 2018 häufiger audiovisuelle Medien.

Mediennutzung: 2018 haben Deutsche ab 14 Jahren erstmals mehr als neun Stunden pro Tag audiovisuelle Medien genutzt, sagt eine Analyse des Privatmedien-Verbandes Vaunet. Demnach schauten die Deutschen im Schnitt 5 Stunden und 12 Minuten Videos und hörten 3 Stunden und 52 Minuten Audio. Die Video-Nutzung sei im Vergleich zu 2017 (5 Stunden 6 Minuten) leicht gestiegen. Der Großteil falle weiter auf TV und Radio, Internetangebote würden im Schnitt 1 Stunde und 37 Minuten und damit 8 Minuten häufiger als 2017 genutzt.
presseportal.de

Netflix legt im 4. Quartal 2018 weltweit um 8,8 Mio Bezahlabos zu.


Zuschauer-Zuwachs: Netflix steigert die Zahl der bezahlten Abos im 4. Quartal um 8,8 Mio auf weltweit rund 139 Mio. Damit liegt der Streamingdienst 1,2 Mio über dem erwarteten Zuwachs. Auf dem Heimatmarkt konnte Netflix jedoch nur rund 1,5 Mio neue Nutzer gewinnen, international lag die Zahl bei 7,3 Mio.

Beim Umsatz liegt Netflix mit 4,19 Mrd Dollar leicht unter den prognostizierten 4,21 Mrd. Beim Gewinn liegt Netflix zwar über den Prognosen, verliert aber um 28 % auf 134 Mio Dollar. Die Investitionen in Eigenproduktionen lohnen sich laut dem Streaminganbieter jedoch: Den Thriller "Bird Box" hätten im ersten Monat 80 Mio Haushalte eingeschaltet.
techcrunch.com, handelsblatt.com

CNBC: Walmart streicht seine Pläne für einen eigenen Streamingdienst.

Walmart will Amazon und Netflix nun doch keine Konkurrenz auf dem Streamingmarkt machen und streicht seine Pläne für einen eigenen Videodienst, berichtet CNBC. Die Investitionen in eigene Inhalte seien zu riskant. Walmart wolle sich deshalb auf seinen 2010 übernommenen Dienst Vudu konzentrieren und dessen Angebot ausbauen.
cnbc.com

Amazon startet Gratis-Streaming und entwickelt Dienst für Videospiele.

Streaming im Doppelpack: Amazon ergänzt seine Film-Datenbank IMDb um den werbefinanzierten Streaming-Dienst Freedive. Nutzer können, vorerst nur in den USA, ältere Serien wie "Fringe" und Filme wie "Last Samurai" kostenlos schauen. Parallel arbeitet Amazon an einem Dienst für Videospiele, berichtet "The Information". Nutzer sollen über die Plattform Spiele abrufen können – und in der Cloud spielen, statt Software herunterzuladen oder auf DVD zu kaufen. Amazon gehört bereits Twitch, die wichtigste Plattform für Livestreams in der Gaming-Gemeinde.

Das neu gestartete Video-Angebot von IMDb läuft im Web und über Amazon Fire TV. IMDb sitzt auf Millionen Daten zu Filmen und Schauspielern und gehört bereits seit 1998 zu Amazon – das damals noch ein kleiner Online-Laden für Bücher und DVDs war. Separat von IMDb bietet Amazon seinen Prime-Kunden den werbefreien Streaming-Dienst Prime Video an. Auch hier kommen die Filme aus der Cloud auf die Geräte der Nutzer – Amazon hat also reichlich Knowhow, auch für einen möglicherweise kommenden Streaming-Dienst für Spiele. Amazon ist nicht das einzige Unternehmen mit diesen Plänen: Microsoft und Google arbeiten an Angeboten und Sony betreibt bereits Playstation Now. (Fotos: Picture Alliance / Montage: turi2)
hollywoodreporter.com (Freedive), theinformation.com (Spiele-Streaming, Paid), theverge.com

Prognose: Netflix überholt zum Jahreswechsel im UK erstmals Zahl der Sky-Abos.

Netflix erreicht bis zum Jahresende in Großbritannien voraussichtlich 9,78 Mio Abonnenten und überholt damit erstmals die Abo-Zahlen von Sky, errechnet Ampere Analysis. Sky, seit fast drei Jahrzehnten größter Pay-TV-Sender, verliere demnach bis Ende 2018 noch 55.000 Haushalte und lande damit bei 9,64 Mio Haushalten. Netflix, seit sieben Jahren im UK auf dem Markt, könne im 1. Quartal 2019 erstmals die 10-Mio-Marke knacken. Sky hat dafür zwei Jahrzehnte gebraucht.
theguardian.com

DFL bewirbt die Fußball-Bundesliga weltweit mit dem Claim "Football as it’s meant to be".


The land of lederhosen: Mit augenzwinkernder Selbstironie und einer ordentlichen Portion Pathos und Selbstbewusstsein bewirbt die DFL ihr Premium-Produkt Bundesliga. Während der Deutschen Lieblingsliga im Inland für sich selbst steht, setzt die Liga international auf den Claim: "Football as it's meant to be", also in etwa "Fußball, wie er mal gedacht war". Der 120-Sekunden-Spot läuft weltweit - aber nicht in Deutschland (außer bei turi2.tv). Der Spot zeigt einige Deutschland-Klischees, aber auch die prickelnde Atmosphäre in den Stadien und die authentische Fan-Szene. Realisiert wurde der Spot von The Brand Orchestra, der Lead-Agentur der DFL.
turi2 - eigene Infos, youtube.com (2-Min-Spot)

YouTube öffnet seine Stories-Funktion für Nutzer mit mehr als 10.000 Abonnenten.

YouTube macht seine von Snapchat und Instagram kopierte Stories-Funktion für Nutzer mit mehr als 10.000 Abonnenten verfügbar. Im Vergleich zur Konkurrenz bleiben Stories bei YouTube sieben Tage online und können auch von Nicht-Abonnenten gesehen werden. Zuschauer können kommentieren und Fragen stellen – die Antworten der YouTuber sind öffentlich für jeden ersichtlich.
techcrunch.com, theverge.com

YouTube halbiert die Preise für seine Dienste Music und Premium für Studenten.

YouTube will sich auf dem Campus beliebter machen und halbiert die Abo-Preise für seine Dienste YouTube Music und YouTube Premium. Auch die Konkurrenten Spotify und Apple Music bieten für Studenten vergünstigte Tarife an. Der Rabatt gilt vorerst für Studenten in den USA, soll aber auf weitere Länder ausgeweitet werden.
cnet.com

YouTube zeigt Werbung im Doppelpack.

Digitale Pipi-Pause: YouTube serviert Nutzern künftig Werbeblöcke mit zwei Spots – fast wie im good old TV. Bisher laufen Anzeigen einzeln, dafür können längere Videos mehrfach von einzelnen Spots unterbrochen werden. Den Doppelpack können Desktop-Nutzer zuerst sehen, bald wird er auch auf Smartphones und Fernsehern ausgespielt. YouTube verkauft die Neuerung als nutzerfreundlicher: Zuschauer bevorzugen demnach längere Unterbrechungen gegenüber häufigen.

Die sogenannten ad pods kommen laut "Ad Age" in unterschiedlichen Ausführungen: So können Nutzer in manchen Videos den ersten Spot überspringen und bekommen dann einen zweiten Sechs-Sekunden-Spot, den sie in voller Länge genießen müssen. Der Sechs-Sekunden-Spot kann aber auch erster Spot sein. YouTube gibt es auch werbefrei: Die Google-Plattform bietet in Deutschland YouTube Premium für 11,99 Euro pro Monat an.
adage.com, turi2.de (Background YouTube Premium)

Webvideopreis findet auf 4.000 Bildschirmen von Ströer statt.

Die Webvideopreis-Macher Markus Hündgen (links) und Dimitrios Argirakos lassen dieses Jahr den Smoking im Schrank. (Foto: Christoph Hardt / Geisler-Fotopress / Picture Alliance)

Gala war gestern: Der Webvideopreis trotzt dem Event-Trend und verzichtet auf eine klassische Preisverleihung. Statt an einem Abend findet der Preis ab sofort auf 4.000 Bildschirmen des Außenwerbers Ströer statt. Innerhalb von drei Wochen sollen 100 speziell produzierte Clips in Einkaufszentren und Bahnhofshallen laufen, erzählen die Preis-Chefs Markus Hündgen und Dimitrios Argirakos bei wuv.de. Die Videos werden u.a. zur Instagram Story verwurstet – alle Nutzer stimmen online ab.

Auf den Out-of-Home-Screens laufen kurze Geschichten, die auf dem "Second Screen Social Media" weitergedreht werden, erläutert Argirakos und tauft das um Buzzwords nicht verlegene Konzept "Public Video Vertical Storytelling". Die Clips sind tonlos und zehn Sekunden lang, die Gewinner sind am 30. November bekannt und bekommen 30 Sekunden. Der 2011 gestartete Webvideopreis fand noch im vergangenen Jahr vor rund 4.000 Zuschauern in Düsseldorf statt. 2016 hatte Ströer den Preis gekauft.
wuv.de

Bundeswehr startet Serie über die KSK bei WhatsApp.

Bundeswehr zieht es von YouTube zu WhatsApp – mit der neuen Web-Serie "KSK - Kämpfe nie für dich allein" will die Bundeswehr ein "24-Stunden-Serienerlebnis" für die Nachwuchs-Rekrutierung kreieren, schreibt DWDL. Die Serie über die militärische Spezialeinheit läuft ab 12. November dennoch täglich mit einer Folge bei YouTube. Bei WhatsApp sollen rund um die Uhr Nachrichten, Bilder und Videos laufen. Am Abend ergänzt zusätzlich ein zusammenfassender Podcast.
dwdl.de

Motherboard: YouTuber machen Mio Klicks mit Endzeit-Videos zum EU-Urheberrecht.

YouTube: Endzeit-Videos wegen des geplanten Urheberrechts-Gesetzes stürmen die YouTube-Trends, beobachtet Sebastian Meineck. Mit der Panikmache rund um ein mögliches Ende ihrer Karrieren sammeln YouTuber massenhaft Klicks. Es sei zwar gut, kritisch zu diskutieren und "im Rahmen von geplanten Uploadfiltern über Meinungsfreiheit zu sprechen", aber die von den YouTubern heraufbeschworenen Horror-Szenarien stünden einem ernsthaften Austausch im Weg.
motherboard.vice.com

"Der Mann auf der Bank" erzählt Geschichten zur Zukunft der Vergangenheit.


Geschichten über Geschichte: Der Pay-TV-Sender History und die Bewegtbild-Agentur Gary Glotz von Karikaturist Peter "Bulo" Böhling begegnen Geschichtsvergessenheit mit Humor. In der Animationsreihe Der Mann auf der Bank spricht ein älterer Herr mit Menschen, die fremdenfeindlich sind, Fakten verleugnen oder lieber mit dem Finger auf andere zeigen, statt sich selbst zu hinterfragen. Als Vorlage für den Mann auf der Bank diente Bulo sein eigener Vater, heute 93, der den Zweiten Weltkrieg und die dunklen Stunden der deutschen Geschichte selbst miterlebt hat.

"Das ist eine Reise in die Vergangenheit gewesen, bei der ich sehr oft geweint habe und fassungslos vor dem saß, was ich da gehört, gesehen und gelesen habe", sagt Bulo im Interview mit turi2.tv. History-Produzent Emanuel Rotstein will mit dem Projekt zeigen, "dass wir eine klare Haltung haben" und junge Leute dazu bringen, "sich mit dem Damals auseinanderzusetzen". Die zunächst vier rund zweiminütigen Clips laufen demnächst im TV, im Web und den Social-Media-Kanälen von History. turi2.tv zeigt bereits einen kleinen Ausschnitt.
turi2.tv (4-Min-Video bei YouTube)

Klick-Tipp: Springer-Journalistenschüler stellen engagierte Reporter in Video-Porträts vor.

Klick-Tipp: In 15 Episoden auf der Instagram-Plattform für längere Videos, IGTV, stellen Nachwuchs-Journalisten der Axel Springer Akademie in der Serie "mission: truth" engagierte Reporter vor, die sich besonders für die Meinungsfreiheit einsetzen. Die Journalistenschüler porträtieren unter anderem Yusuf Omar, der vergewaltigte Frauen in Indien ihre Geschichte auf Snapchat erzählen lässt, und Rukmini Callimachi, die einen hochrangigen IS-Aussteiger interviewte. Zielgruppe sind 17- bis 19-Jährige.
instagram.com (Account von "mission: truth"), mission-truth.com