Frank Elstner startet eine eigene Talkshow auf YouTube.


Wetten, das war's ...? Frank Elstner öffnet sich im großen "Zeit"-Interview und spricht über seine Parkinson-Erkrankung. Vor drei Jahren hat er die Diagnose erhalten, nun geht er damit an die Öffentlichkeit. Die Diagnose habe ihn jedoch nie daran denken lassen, mit dem Arbeiten aufzuhören – und so wechselt der Show-Dino noch einmal das Medium.

Bei YouTube startet er eine Talkshow mit dem Titel "Wetten, das war's ...?". Erster Gast ist Jan Böhmermann, wie dem Show-Trailer zu entnehmen ist, wird sich "Zeit"-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo als Gast anschließen. Elstner wolle mit der Talk-Reihe "die seriöse Unterhaltung ins Netz bringen" und nur noch Menschen interviewen, die ihn "wirklich interessieren". Produziert wird die Sendung von Elstners Sohn Thomas.
zeit.de (Paid), youtube.com (30-Sek-Trailer), youtube.com (50-Min-Sendung mit Jan Böhmermann)

Studie: TV-Konsum wirkt sich bei über 50-Jährigen negativ auf das Sprachgedächtnis aus.

Fernsehen wirkt sich ab 3,5 Stunden täglich bei über 50-Jährigen negativ auf das sprachliche Arbeitsgedächtnis aus, erklärt der Neurologe Peter Berlit das Ergebnis einer britischen Studie. Ältere schneiden nach sechs Jahren in kognitiven Tests schlechter ab, als Probanden, die weniger ferngesehen haben. Der TV-Konsum hat sich vor allem negativ darauf ausgewirkt, wie Menschen Wörter und Sätze verarbeiten können.
"Welt", S. 20 (Paid)

“Bild” startet einen TV-Sender bei waipu.tv.


Bewegt-BILD nonstop: "Bild" bespielt erstmals einen TV-Kanal mit eigenen Inhalten. Auf der Streaming-Plattform waipu.tv laufen diverse Formate rund um die Uhr, die Rotation wird individuell für jeden Nutzer zusammengestellt. Im Angebot sind News- und Promi-Videos, Reportagen und Lifestyle-Themen, Technik-Tests von "Computer Bild" sowie Geschichts- und "Auto Bild"-Videos.

Die Politik-Talkshow "Die Richtigen Fragen" sowie News-Sondersendungen werden live eingespielt. Einzelne Videos können in der Waipu-Mediathek abgerufen werden. Nutzer können Waipu fürs Streaming auf TV-Geräten, Smartphones und Tablets abonnieren, künftig gibt es eine Kooperation mit O2. Auch der ADAC hat einen TV-Kanal bei Waipu.
axelspringer.com, waipu.tv/bild

Tool-Tipp: Spaactor durchsucht Videos und Podcasts.

Tool-Tipp: Die Suchmaschine Spaactor findet Suchbegriffe in Videos und Podcasts. Mittels Spracherkennung wandelt der Dienst gesprochenes Wort in Text um und macht die Inhalte so durchsuchbar. In den gefundenen Audio- und Video-Dateien springt Spaactor direkt an die Stelle des Suchbegriffs. Sein Geld verdient das Bremer Startup mit Medienbeobachtung für Firmen und Institutionen.
basicthinking.de

Großbritannien will Plattform-Manager für Gewaltvideos in Haftung nehmen.

Großbritannien: Ein neues Gesetz droht Hostern, Suchmaschinen und Messengern mit "beträchtlichen" Strafen bis hin zum Verbot, wenn sie Inhalte wie Terrorverherrlichung, Abbildungen von Kindesmissbrauch und Aufrufe zur Selbstverletzung nicht schnell genug entfernen. Der genaue Strafrahmen ist noch nicht abgesteckt, Direktoren der Firmen sollen aber persönlich haftbar werden, kündigt das Innenministerium an.
bloomberg.com

Urteil: Berliner OVG lässt Bild.de weiterhin live streamen.

bildlogoBild darf weiterhin Livestreams senden, bestätigt das Berliner Oberverwaltungsgericht die Entscheidung des Verwaltungsgerichts. Im Netz sei die rechtliche Abgrenzung zwischen zulassungspflichtigem Rundfunk und zulassungsfreien Medien ungeklärt und höchst umstritten – weshalb sich die Richter zugunsten von Bild.de entschieden hätten. Die MABB hatte die Live-Formate auf Bild.de beanstandet.
horizont.net, turi2.de (Background)

Australien verabschiedet Gesetz gegen Gewaltvideos.

Australien: Das Parlament handelt schnell und verabschiedet ein Gesetz gegen Gewaltvideos im Internet. Die Idee wurde vor einer Woche vorgestellt – als Reaktion auf den Facebook-Livestream des Massenmords im neuseeländischen Christchurch durch den Täter. Das Gesetz kriminalisiert Anbieter, die bei ihnen gespeicherte Videos mit "abscheulich gewalttätigem Verhalten" nicht umgehend entfernen. Es sieht bis zu drei Jahre Haft vor.
theguardian.com

Bloomberg: YouTube hat Warnungen von Mitarbeitern vor Fake Videos jahrelang ignoriert.


Auf die Tube: YouTube hat jahrelang die Bitten seiner Mitarbeiter ignoriert, Videos mit extremistischen Inhalten oder Verschwörungstheorien von der Plattform zu entfernen, berichtet Bloomberg. Das Unternehmen habe ein größeres Interesse daran gehabt, die Klickzahlen der Videos zu steigern, als die Verbreitung von Videos mit verstörenden Inhalten einzudämmen, berichten 20 ehemalige und derzeitige YouTube-Mitarbeiter. Das interne Ziel sei es gewesen, täglich 1 Mrd Stunden Sehdauer zu erreichen.

YouTube-Chefin Susan Wojcicki habe sich nicht für die Fehlinformationen und gefährlichen Inhalte interessiert. Ihre Aufgabe war ihrer Ansicht nach nur, "das Unternehmen zu leiten". Mitarbeiter, die nicht den Moderationsteams angehört haben, wurden geraten, YouTube nicht nach Videos mit verstörenden Inhalten zu durchsuchen. Rechtsanwälte hätten erklärt, das Unternehmen müsse in höherem Umfang haften, wenn bekannt wird, dass die Mitarbeiter diese Videos kennen.
bloomberg.com, theverge.com

Bayerische Medienwächter stufen Drachenlord als Rundfunk ein.

Livestreaming: Die Medienanstalt von Bayern (BLM) verbietet Übertragungen der Internet-Figur Drachenlord alias Rainer Winkler. Sein Kanal Drache_Offiziell auf der Plattform YouNow bräuchte eine Rundfunklizenz, weil sie zur öffentlichen Meinungsbildung beitrage. Drachenlord erreicht mit seinen Videos zehntausende Fans und Hasskommentatoren, die teilweise sein Zuhause in einem mittelfränkischen Dorf belagern.
blm.de, zeit.de (Background Drachenlord)

Bosch teilt Firmen-Wissen per Video, beobachtet Kevin Knitterscheidt.

Und bitte: Bosch und Bilfinger setzen für die interne Weiterbildung auf Mitarbeiter-Videos, beobachtet Kevin Knitterscheidt. Bosch erhoffe sich von den bereits 10.000 Videos Know-how-Transfer zwischen den 260 Standorten. Bilfinger öffnet seine Video-Plattform ab April auch für andere Unternehmen, die gegen Gebühr Filme erstellen und Firmen-Wissen teilen wollen.
handelsblatt.com

YouTube will nicht länger auf Eigenproduktionen setzen.


Eigenproduktionsstopp: Apple stellt heute seinen eigenen Streaming-Dienst vor, zu dem auch Eigenproduktionen gehören, YouTube dagegen sagt den Originals Good bye. YouTube-Mutter Google glaube nicht, gegen Streaming-Anbieter wie Netflix, Amazon und künftig Apple und Disney bestehen zu können, berichtet Bloomberg. Daher setzt YouTube seine beiden größten Eigenproduktionen "Origin" und "Overthinking with Kat & June" ab und nimmt keine Pitches für neue Shows an. Die Bezahl-Version YouTube Premium solle zwar erhalten bleiben, sich künftig aber in erster Linie auf Musik fokussieren

Google hatte YouTube Premium 2015 unter dem Namen YouTube Red gestartet. Seit 2016 zeigt YouTube eigens für das Bezahl-Angebot produzierten Inhalte. Allerdings war der Konzern nie bereit, vergleichbar hohe Summen in das Programm zu stecken, wie Amazon oder Netflix, sondern setzt für knapp 12 Euro im Monat vor allem auf weitere Features wie Werbefreiheit beim frei zugänglichen YouTube.
bloomberg.com via theverge.com, turi2.de (Background)

Streaminganbieter geben 166 Mio Dollar für Werbung im nationalen US-TV aus.

Streaminganbieter haben in den USA in den vergangenen drei Monaten 166,2 Mio Dollar für Werbung im nationalen TV ausgegeben, zählt iSpot.tv. Im Vorjahr lag der Betrag noch bei 197,9 Mio Dollar, die Zahl der Sichtkontakte steigt jedoch von 11,2 Mrd auf 11,8 Mrd. Amazons Prime Video ist mit 43 Mio Dollar Spitzenreiter bei den Ausgaben, gefolgt von Netflix mit 27,5 Mio Dollar.
mediapost.com

“Welt”: Netflix zahlt ab September in die deutsche Filmförderung ein.

Netflix rudert rum und zahlt nun doch ab September in die deutsche Filmförderung ein, berichtet die "Welt". Die Entscheidung sei das Resultat eines Besuchs von Chef Reed Hastings bei Kulturstaatsministerin Monika Grütters während der Berlinale. Es sei noch nicht geklärt, anhand welcher Zahlen die Filmabgabe für den Streaminganbieter berechnet werden soll.
welt.de

Facebook rollt seine YouTuber-Vermarktungstools in Deutschland aus.

Facebook fb-logo-neuFacebook ergänzt den Video-Bereich und YouTube-Konkurrenten Facebook Watch nun auch in Deutschland um Fan-Abos und die Influencer-Fernsteuerung Brand Collabs Manager. Damit können Video-Produzenten nun Geldbeträge von Fans einsammeln und ihnen im Gegenzug exklusive Inhalte bereitstellen. Werbetreibende können mit dem Brand Collabs Manager "Markenkooperationen" mit influencenden Video-Produzenten anschieben und verwalten.
newsroom.fb.com

Studie: 65 % der 18- bis 29-Jährigen glauben, dass lineares TV in zehn Jahren tot ist.

Lineares TV: 65 % der 18- bis 29-jährigen Deutschen glauben an ein Ende des linearen Fernsehens in den kommenden zehn Jahren, analysiert eine Statista-Studie im Auftrag von Next Media Hamburg. 80 % der Deutschen schalteten zwar noch regelmäßig lineares TV ein, bei den 18- bis 29-Jährigen seien es jedoch nur noch 67 %. Die junge Zielgruppe setze eher auf Inhalte von YouTube (81 %) oder VoD-Anbieter (73 %).
wuv.de

Deutsche nutzen laut Vaunet 2018 häufiger audiovisuelle Medien.

Mediennutzung: 2018 haben Deutsche ab 14 Jahren erstmals mehr als neun Stunden pro Tag audiovisuelle Medien genutzt, sagt eine Analyse des Privatmedien-Verbandes Vaunet. Demnach schauten die Deutschen im Schnitt 5 Stunden und 12 Minuten Videos und hörten 3 Stunden und 52 Minuten Audio. Die Video-Nutzung sei im Vergleich zu 2017 (5 Stunden 6 Minuten) leicht gestiegen. Der Großteil falle weiter auf TV und Radio, Internetangebote würden im Schnitt 1 Stunde und 37 Minuten und damit 8 Minuten häufiger als 2017 genutzt.
presseportal.de

Netflix legt im 4. Quartal 2018 weltweit um 8,8 Mio Bezahlabos zu.


Zuschauer-Zuwachs: Netflix steigert die Zahl der bezahlten Abos im 4. Quartal um 8,8 Mio auf weltweit rund 139 Mio. Damit liegt der Streamingdienst 1,2 Mio über dem erwarteten Zuwachs. Auf dem Heimatmarkt konnte Netflix jedoch nur rund 1,5 Mio neue Nutzer gewinnen, international lag die Zahl bei 7,3 Mio.

Beim Umsatz liegt Netflix mit 4,19 Mrd Dollar leicht unter den prognostizierten 4,21 Mrd. Beim Gewinn liegt Netflix zwar über den Prognosen, verliert aber um 28 % auf 134 Mio Dollar. Die Investitionen in Eigenproduktionen lohnen sich laut dem Streaminganbieter jedoch: Den Thriller "Bird Box" hätten im ersten Monat 80 Mio Haushalte eingeschaltet.
techcrunch.com, handelsblatt.com

CNBC: Walmart streicht seine Pläne für einen eigenen Streamingdienst.

Walmart will Amazon und Netflix nun doch keine Konkurrenz auf dem Streamingmarkt machen und streicht seine Pläne für einen eigenen Videodienst, berichtet CNBC. Die Investitionen in eigene Inhalte seien zu riskant. Walmart wolle sich deshalb auf seinen 2010 übernommenen Dienst Vudu konzentrieren und dessen Angebot ausbauen.
cnbc.com

Amazon startet Gratis-Streaming und entwickelt Dienst für Videospiele.

Streaming im Doppelpack: Amazon ergänzt seine Film-Datenbank IMDb um den werbefinanzierten Streaming-Dienst Freedive. Nutzer können, vorerst nur in den USA, ältere Serien wie "Fringe" und Filme wie "Last Samurai" kostenlos schauen. Parallel arbeitet Amazon an einem Dienst für Videospiele, berichtet "The Information". Nutzer sollen über die Plattform Spiele abrufen können – und in der Cloud spielen, statt Software herunterzuladen oder auf DVD zu kaufen. Amazon gehört bereits Twitch, die wichtigste Plattform für Livestreams in der Gaming-Gemeinde.

Das neu gestartete Video-Angebot von IMDb läuft im Web und über Amazon Fire TV. IMDb sitzt auf Millionen Daten zu Filmen und Schauspielern und gehört bereits seit 1998 zu Amazon – das damals noch ein kleiner Online-Laden für Bücher und DVDs war. Separat von IMDb bietet Amazon seinen Prime-Kunden den werbefreien Streaming-Dienst Prime Video an. Auch hier kommen die Filme aus der Cloud auf die Geräte der Nutzer – Amazon hat also reichlich Knowhow, auch für einen möglicherweise kommenden Streaming-Dienst für Spiele. Amazon ist nicht das einzige Unternehmen mit diesen Plänen: Microsoft und Google arbeiten an Angeboten und Sony betreibt bereits Playstation Now. (Fotos: Picture Alliance / Montage: turi2)
hollywoodreporter.com (Freedive), theinformation.com (Spiele-Streaming, Paid), theverge.com

Prognose: Netflix überholt zum Jahreswechsel im UK erstmals Zahl der Sky-Abos.

Netflix erreicht bis zum Jahresende in Großbritannien voraussichtlich 9,78 Mio Abonnenten und überholt damit erstmals die Abo-Zahlen von Sky, errechnet Ampere Analysis. Sky, seit fast drei Jahrzehnten größter Pay-TV-Sender, verliere demnach bis Ende 2018 noch 55.000 Haushalte und lande damit bei 9,64 Mio Haushalten. Netflix, seit sieben Jahren im UK auf dem Markt, könne im 1. Quartal 2019 erstmals die 10-Mio-Marke knacken. Sky hat dafür zwei Jahrzehnte gebraucht.
theguardian.com

DFL bewirbt die Fußball-Bundesliga weltweit mit dem Claim “Football as it’s meant to be”.


The land of lederhosen: Mit augenzwinkernder Selbstironie und einer ordentlichen Portion Pathos und Selbstbewusstsein bewirbt die DFL ihr Premium-Produkt Bundesliga. Während der Deutschen Lieblingsliga im Inland für sich selbst steht, setzt die Liga international auf den Claim: "Football as it's meant to be", also in etwa "Fußball, wie er mal gedacht war". Der 120-Sekunden-Spot läuft weltweit - aber nicht in Deutschland (außer bei turi2.tv). Der Spot zeigt einige Deutschland-Klischees, aber auch die prickelnde Atmosphäre in den Stadien und die authentische Fan-Szene. Realisiert wurde der Spot von The Brand Orchestra, der Lead-Agentur der DFL.
turi2 - eigene Infos, youtube.com (2-Min-Spot)