Hier finden Sie aktuelle Videos und Interviews vom Branchenfernsehen turi2.tv.

“50 Vorbilder” – der Film zur turi2 edition #12.


Rasante Reise: Am 25. September erscheint die neue "turi2 edition" zum Thema Vorbilder – in unseren 3-Min-Film zum Buch blicken Peter und Heike Turi schon mal zwischen die Buchdeckel und zeigen ihre Highlights aus dem 200-Seiten-Werk. Darunter Moderatorin Mo Asumang, die über die schwere Kindheit ihres Vorbildes Oprah Winfrey schreibt – und über ihre eigene: "In meinen Gedanken vermischt sich manchmal ihre Kindheit mit meiner." Oder "Spiegel"-Chefredakteurin Barbara Hans, die ihre Großmutter als Stellvertreterin für die starken Frauen in ihrer Familie ihr Vorbild nennt.

Im Video berichten einige unserer 50 Laudator*innen über ihre Kindheits-Vorbilder: Otto-Chef Alexander Birken etwa wollte als Kind nach den Sternen greifen und eiferte Neil Armstrong nach. Musikerin Judith Holofernes, SAP-Marketing-Leiterin Kerstin Köder und der Menschenrechts-Aktivist Raúl Krauthausen teilen sich ein Kindheits-Idol: Pippi Langstrumpf. Und unsere Laudator*innen beichten auch, worin sie keine Vorbilder sind: Edith Stier-Thompson, Chefin von News Aktuell, gibt zu, keine gute Köchin zu sein, und der Neuro-Wissenschaftler Henning Beck findet seine oft ungeordneten Gedanken nicht gerade vorbildhaft.
turi2.tv (3-Min-Video auf YouTube), turi2.de/edition12

Wie geht’s der “taz”, Katrin Gottschalk und Andreas Marggraf?


Innovationen und Diskussionen: Die "taz" lädt an diesem Samstag zur digitalen Genossenschaftsversammlung ein – im turi2.tv-Interview ziehen Geschäftsführer Andreas Marggraf und Vize-Chefredakteurin Katrin Gottschalk schon mal Bilanz. "Wir haben großes Glück", sagt Marggraf zur wirtschaftlichen Situation der linksalternativen Zeitung, die durch ihr Genossenschafts-Modell nur bedingt vom wackeligen Werbemarkt abhängig ist. Gottschalk stellt die neue App der Zeitung vor, spricht aber auch über die umstrittene Polizei-Kolumne von Hengameh Yaghoobifarah. Durch die Entscheidung des Presserats, der den Text von der Meinungsfreiheit gedeckt sieht, "haben wir uns schon ein bisschen bestätigt gefühlt".

Konsequenzen hatte der Text dennoch: "Es gab schon eine ganze Menge Genoss*innen, die deswegen ihren Anteil gekündigt haben", sagt Marggraf, das gehöre aber "zu einer lebendigen Genossenschaft dazu". Gottschalk ergänzt, dass auch die anschließende in der "taz" ausgetragene Debatte um die Kolumne dafür gesorgt hat, dass Leser*innen ihre Beiträge bei "taz zahl ich" zurückgezogen haben. Intern diskutiere die "taz" nun über die Lehren aus der Debatte und darüber, ob sich etwa Strukturen verändern müssten.

Gleichzeitig arbeitet die Zeitung an ihrer Post-Print-Zukunft – u.a. mit einer neuen App, die Marggraf und Gottschalk im Video zeigen. Anders als bisher verabschiedet sich das Digital-Angebot von der Zeitungs-Optik, will aber dennoch ein lineares Leser-Erlebnis bieten und einmal am Tag "die Welt anhalten". Auch optisch setzt die "taz" auf Opulenz: Die Bilder und Illustrationen lassen sich nun auch heranzoomen, zudem glänzt die App mit Animationen.
turi2.tv (14-Min-Video auf YouTube)

turi2 edition #12: Raúl Krauthausen im Vorbilder-Fragebogen.


Markenzeichen Mütze: Raúl Krauthausen kämpft vom Rollstuhl aus für Menschenrechte. Der Aktivist, Autor und Talkshow-Moderator stellt in der turi2 edition #12 sein Vorbild, die Aktivistin Theresia Degener vor. Sie ist ohne Arme geboren worden und setzt sich als Juristin für die Rechte Behinderter ein. Im Vorbilder-Fragebogen sagt Krauthausen, dass er als Kind Karlsson vom Dach und Pippi Langstrumpf nachgeeifert hat. Heute will er selbst Vorbild sein als jemand, der sich von Hierarchien nicht beeindrucken lässt.

Ein ausführliches Interview mit Raúl Krauthausen lesen Sie in der "turi2 edition #12, 50 Vorbilder", die am 25. September erscheint. Sie können das Buch hier vorbestellen – gedruckt oder als kostenloses E-Paper.
turi2.tv (2-Min-Video)

turi2.tv – die Top 5 des Branchenfernsehens im Juni und Juli 2020.


Sommer-Interviews: Bei ARD und ZDF äußern sich im Sommer die Parteichefs zur Lage der Nation, im Branchenfernsehen turi2.tv sprechen Entscheider*innen aus Medien, Marken und Kommunikation. An der Spitze steht mit mehr als 1.800 Video-Views bei YouTube, Facebook, Twitter und Linked-in das turi2.tv-Interview mit Mirko Kaminski. Der Gründer und Chef der Agentur Achtung meldet sich von der Ostsee-Insel Fehmarn, wo er für “Horizont” zu Sommer-Interviews lädt. Auf Platz 2 rangiert Lina Timm, Chefin des MediaLabs Bayern, die im Video-Interview mit über 1.400 Views sagt, dass die Krise einige Innovationen bremst und andere beschleunigt. Das Skype-Gespräch mit Wort&Bild-Chef Andreas Arntzen über die Lage der Apotheker*innen erreicht rund 1.300 Views.
die ganze Top 5 anschauen, turi2.tv (die Top 5 in einer Playlist)

Wie sehr trifft Corona den “Kicker”, Martin Schumacher?


Der 100-Jährige und die Pandemie: "Mit der Einstellung der Live-Spiele sind die Reichweiten eingebrochen." Im Video-Interview mit turi2.tv zieht "Kicker"-Vermarktungschef Martin Schumacher eine Corona- und Geburtstags-Bilanz für das nun 100 Jahre alte Sport-Magazin. Die Reichweiten, sagt Schumacher, sind inzwischen zurück – die Geisterspielen haben für einen Rekord von 2,1 Mrd Page Impressions gesorgt, die große Feier für den 100. "Kicker"-Geburtstag muss aber noch bis zum nächsten Jahr warten. Obwohl die "Vollbremsung" durch Corona hart war, kann Schumacher dem Umdenken, zu dem die Pandemie geführt hat, auch gute Seiten abgewinnen.

Er geht davon aus, dass es auch in Zukunft eine Mischung aus Anwesenheit und mobilem Arbeiten geben wird, und dass viele Kolleg*innen gemerkt haben, wie angenehm es sein kann, "flexibler zu sein in der Arbeitszeitmodellgestaltung". In der Vermarktung, sagt Schumacher, knüpft er jetzt schon wieder an die Zeiten vor Corona an. "Jetzt müssen wir einfach noch eine Schippe draufpacken, um möglichst viel wieder hereinzuholen." Der "Kicker" habe durch Corona gelernt, wie abhängig er vom Live-Sport ist. "Wir werden uns jetzt an die Hausaufgaben machen, um zukünftig noch besser gewappnet zu sein."
turi2.tv (6-Min-Video auf YouTube)

Mehr vom "Kicker" auf turi2.de: Der Hundertjährige, der durchs Fenster der Innovation stiegt ("turi2 edition 11")

Wie geht’s den Apotheker*innen, Andreas Arntzen?


Ein bisschen Frieden: "Wir müssen mal diese ganzen Wettbewerbs-Gedanken ein Stück weit beiseiteschieben." Im Video-Interview von turi2.tv streckt Andreas Arntzen die Hand in Richtung der Apotheken-Einkaufsgemeinschaft Noweda aus. Der Chef des Wort & Bild Verlags, der die "Apotheken Umschau" herausgibt, lädt alle Gesundheits-Player ein, gemeinsame "Lösungen zu schaffen, um die Apotheke vor Ort zu stärken" – etwa gegen die wachsende Online-Konkurrenz. Gerade Noweda macht in Sachen Apotheken-Digitalisierung bisher ihr eigenes Ding – und steht gemeinsam mit dem Burda-Verlag hinter dem "Apotheken Umschau"-Konkurrenten "Mylife". "Wir heißen jeden willkommen, der dasselbe Ziel verfolgt und sich vernünftig mit einbringen kann", sagt Arntzen.

Der Verlagschef lobt die Leistungen der Apotheken in der Corona-Krise. Die Apotheker*innen hätten gezeigt, welch "wichtiger Bestandteil sie im deutschen Gesundheitssystem" sind. Gleichwohl spüren auch die Apotheken die Auswirkungen der Krise, melden weniger Umsatz – auch weil die Menschen aus Angst vor Ansteckung seltener zum Arzt gehen und durch das Tragen von Masken weniger erkältet sind.

Andreas Arntzen freut sich, dass der Wort & Bild Verlag ohne Kurzarbeit oder Staatshilfe durch die Krise gekommen ist. 70 % der Beschäftigten waren im Home Office, 60 % arbeiten auch heute noch mobil. Nun will Arntzen daraus lernen: "Wir werden an neuen Arbeitszeitmodellen arbeiten und die Wünsche unserer Mitarbeiter entsprechend berücksichtigen." Die Redaktion, die sonst einen sehr langfristigen Redaktionskalender gewöhnt ist, habe schnell reagiert und auf "digital first" umgestellt. Entstanden sind neue Newsletter und Podcasts, letztere erreichten zum Teil bis zu 400.000 Zuhörer*innen, sagt Arntzen.
turi2.tv (10-Min-Video bei YouTube)

“Wir fahren weiter auf Sicht” – Mirko Kaminski über Agentur-Arbeit in der Krise.


Urlaub und Krisenbewältigung: "Die großen Schockwellen kommen wahrscheinlich erst noch." Im Video-Interview von turi2.tv blickt Mirko Kaminski mit gemischten Gefühlen auf die Agentur-Branche. Auf der Insel Fehmarn, wo Kaminski im Sommer Urlaub und Arbeit verbindet, trifft er Media- und Agentur-Manager*innen zu Video-Interviews und weiß, dass die Lage, je nach Kundenstamm, unsicher ist. Auch für seine eigene Agentur Achtung sagt er: "Wir fahren weiter auf Sicht." Als globale PR-Lead-Agentur für die Lufthansa Group hatte er in den vergangenen Monaten "nicht so viel zu tun". Andere Kund*innen, etwa aus E-Commerce und Telekommunikation, haben das aber "mehr als ausgeglichen", sagt Kaminski.

Er berichtet im Video-Interview auch über seine ersten Schritte in den Medien: Vor seiner Agentur-Karriere war er als rasender Reporter auf Fehmarn unterwegs und hat u.a. für das Fehmarnsche Tageblatt und den Urlaubs-Kurier geschrieben. Und er verrät, welche Insel-Promis er in den kommenden Tagen und Wochen vor Mikrofon und Kamera hat: Demnächst soll es um Fridays for Future gehen und Kaminski will den Chef des Flughafens Fehmarn interviewen, der in Personal-Union alles erledigt, was man auf einem Flughafen braucht: vom Tower über die Sicherheit bis zum Marketing.
turi2.tv (9-Min-Video auf YouTube)

Warum gibt’s die Dmexco 2020 nur digital, Dominik Matyka?


Online ist das neue Offline: "Wir haben uns den Wünschen der Community gebeugt." Im Video-Interview mit turi2.tv erklärt Dmexco-Chef Dominik Matyka die Absage der physischen Digital-Marketing-Messe und -Konferenz nur wenige Tage nach dem Start des Ticket-Verkaufs. "Wir haben festgestellt, dass nicht ausreichend viele Aussteller zur Teilnahme an einer Messe vor Ort bereit sind", sagt Matyka. Er erklärt das mit der coronabedingt unsicheren Lage, was einerseits die Infektions-Zahlen und andererseits die wirtschaftliche Situation vieler Firmen angeht. Gleichzeitig meldet er ein Interesse an der Digital-Version "Dmexco @home", das seine Erwartungen deutlich übertrifft.

"Es gab für uns keine Option, nur Content zu streamen", sagt Dominik Matyka und findet, dass vielen Events die nur online stattfinden, der Community-Bezug fehlt. Das wollen Matyka und sein Team mit einer Digital-Plattform lösen, die auf den Säulen "Content und Kommunikation" steht. Aus TV-Studios in Köln soll es Content für alle geben – das klassische Konferenz-Programm. Dazu kommen Formate für Video- und Audio-Chats in kleinen Gruppen oder eins zu eins. Insgesamt, glaubt Matyka, dass Events digitaler werden. Die "Dmexco @home" kann er sich als Plattform vorstellen, auf der sich die Community auch über die physische Messe hinaus, die 2021 wieder stattfinden soll, vernetzt.
turi2.tv (12-Min-Video auf YouTube)

Ist die Krise ein Innovations-Killer, Lina Timm?


Zwischen Vollgas und Vollbremsung: Im Video-Interview von turi2.tv erklärt Lina Timm, dass die Krise, die wir gerade erleben, einige Innovationen bremst und andere beschleunigt. Gewinner ist etwa der Datenjournalismus, findet die Geschäftsführerin des Media Lab Bayern. In ihrem Innovations-Labor ist z.B. eine interaktive Corona-Deutschlandkarte entstanden, die das Infektions-Geschehen auf Landkreis-Ebene abbildet. Die Anwendung können Medien kostenlos auf ihren Websites einbinden. Trotzdem sieht sie, "dass viele Innovations-Projekte aus Kapazitätsgründen auf der Strecke bleiben". Wo Kurzarbeit herrscht und gekürzt wird, fällt es schwer, etwas Neues anzufangen.

Und genau an dieser Stelle wollen Lina Timm und ihr Team ansetzen: Sie haben u.a. eine Open Innovation Challenge ausgerufen, die Ideen für lokale Medien in der Krise sammelt. Dabei herausgekommen sind etwa die Corona-Karte oder ein Service, der Podcasts übers Festnetz-Telefon abrufbar macht, was im ländlichen Raum und beim älteren Publikum gut ankommt.

Grundsätzlich ist Timm überzeugt, dass es keine Riesen-Budgets für Innovations-Projekte braucht – mit denen sind auch die Startups im Media Lab Bayern nicht ausgestattet. Manchmal sei zu viel Geld sogar hinderlich, denn knappe Ressourcen setzten mehr Kreativität frei.
turi2.tv (10-Min-Video auf YouTube)

Ulla Holthoff im Fußball-Fragebogen.

Ausbruch und Revolution: Das Klackern von Stollen auf Asphalt in der damals "heiligen Sonntagsstille" hat Ulla Holthoff schon als Kind für den Fußball begeistert. Die Journalistin und BR-Sportredakteurin verrät im Video-Fragebogen zur turi2 edition #11, warum sie Fan von Borussia Dortmund ist – und das nicht erst, seit ihr Sohn Mats Hummels dort spielt. Die "Verständigung ohne Worte" im Fußball hat für sie "etwas von Schönheit". Außerdem erzählt Holthoff, warum sie LKW-Fahrer*innen bewundert und dass sie in ihrer Freizeit gerne Kommoden baut. Übrigens: Im Video sitzt die studierte Sportwissenschaftlerin und Erfinderin der Sport1-Talkshow Doppelpass vor einem geschichtsträchtigen Trikot. Mats Hummels trug es bei der Fußball-WM 2014 in Brasilien.

Ein ausführliches Interview mit Ulla Holthoff steht in der turi2 edition #11, die es gedruckt und als kostenloses E-Paper gibt.
turi2.tv (7-Min-Video)

Wie geht’s den Freiberufler*innen, Peter Klotzki?


Vom Yogalehrer bis zur Steuerberaterin: Im Video-Interview von turi2.tv zeigt Peter Klotzki, Hauptgeschäftsführer des Berufsverbandes der Freien Berufe, die ganze Vielfalt seiner Klientel, die unterschiedlich betroffen ist von der Corona-Pandemie und den Gegenmaßnahmen. Während Künstler*innen auch jetzt noch nur eingeschränkt arbeiten können, haben Steuerkanzleien alle Hände voll zu tun, um für Unternehmen die Kurzarbeit zu managen. Auch viele Architekt*innen hätten noch Arbeit, "aber wenn wir jetzt erfahren, dass gar keine Bauanträge mehr gestellt werden, dann wissen wir, dass das dicke Ende noch kommt", sagt Klotzki. Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass im Bereich der Freien Berufe 400.000 Jobs auf der Kippe stehen.

In seiner Corona-Kommunikation und der Lobby-Arbeit für die Freien Berufe will Klotzki aber nicht nur klagen, sondern vor allem die Leistungen seiner Verbandsmitglieder in den Mittelpunkt stellen. "Wir sind Problemlöser", sagt er. Schon bei seinem früheren Arbeitgeber - Klotzki war bis 2019 Kommunikationschef beim Verband Deutscher Zeitschriftenverleger – habe das Motto gegolten: "Das Glas ist halb voll." Das treibe ihn auch heute noch an.
turi2.tv (8-Min-Video auf YouTube)

“Bild”-Redakteur Morten Wenzek: “Snapchat ist definitiv nicht tot.”


Gelber Geist für die Gen Z: Im Video-Interview mit turi2.tv erklärt Morten Wenzek, Verantwortlicher Redakteur für Neue Plattformen und Social Media, was "Bild" auf dem vielfach totgesagten Videodienst Snapchat hält: Werbeeinnahmen und eine für die Medienmarke ansonsten nahezu ungekannte Zielgruppe. Erst kürzlich hätten sein Team und er eine Snapchat-Show über Corona auch für andere Inhalte geöffnet. Jetzt versuchten sie, die hinzugewonnenen jungen Leser*innen nicht mit "Promi- oder Sport-Content zu verschrecken". Obwohl der Kanal für die Boulevard-Zeitung "wertvoll" sei, um 13- bis 24-Jährige zu erreichen, mahnt Wenzek zu kritischer Distanz. Übrigens: Auf der chinesischen Kurzvideo-Plattform TikTok produziert "Bild" aus dem traditionell China-kritischen Springer-Haus – anders als etwa die "Tagesschau" – erst gar keine Beiträge.

Im Video schlägt Wenzek außerdem vor, wie Redaktionen die neue 140-sekündige Sprachnachrichten-Funktion von Twitter für ihre Berichterstattung einsetzen könnten – und äußert sich zu Rezos Presse-Schelte. Weder Politik noch Journalismus dürften "junge Perspektiven" links liegen lassen und "aus ihrem Elfenbeinturm herab den gleichen Film abfahren, den sie schon immer machen", findet Wenzek. Auch wenn Journalist*innen stets hinterfragen sollten, was etwa Fridays for Future und andere junge Organisationen forderten: "Ich finde, Rezo hat einen guten Punkt."

Zum Streit zwischen "Bild" und dem Virologen Christian Drosten will Wenzek nichts sagen. Die Auseinandersetzung hatte sich auch auf Twitter abgespielt.
turi2.tv (11-Min-Video auf YouTube), turi2.de (Twitter-Sprachnachrichten), turi2.de (Bild vs. Drosten)

“Ein Marathonlauf” – wie Burda “Mylife” als Alternative zur “Apotheken Umschau” positioniert.


Kiosk Apotheke: "Wie sind gerade erst aus den Startlöchern." Im Video-Interview von turi2.tv zieht Klaus Dahm, Co-Chefredakteur von Burdas Apotheken-Zeitschrift Mylife, eine positive Bilanz nach mehr als einem Jahr als auflagenmäßig stärkster Konkurrent der "Apotheken Umschau". Trotz allgemeiner Werbeflaute wegen Corona sieht Dahm "mildernde Umstände" für sein Blatt, denn die Apotheken waren nie geschlossen, und der Bedarf an Kommunikation bei den Pharma-Herstellern sei groß. Seine Auflage von 2,3 Mio Exemplaren pro Monat ist immerhin stabil, obwohl die Apotheken seit Jahresbeginn für jedes "Mylife"-Heft, dass sie an ihre Kund*innen kostenlos weitergeben, eine Gebühr zahlen müssen. Zum Start war das Heft noch gratis.

Seine Marktposition als Angreifer der "Apotheken Umschau" bezeichnet Dahm als "Langstreckenlauf", nicht als Sprint. Er legt im Interview großen Wert darauf, dass das Heft nicht einfach ein Nachahmer-Produkt ist, sondern sich als moderne Alternative aufstellt, die jederzeit auch am klassischen Kiosk ihre Käufer*innen finden könnte. Zwar findet Dahm die "Apotheken Umschau" medizinisch fundiert, die Aufbereitung und Gestaltung des Konkurrenz-Blattes aus dem oberbayerischen Baierbrunn nennt er dagegen "altfränkisch".
turi2.tv (23-Min-Interview auf YouTube)

Wie fährt die Bahn durch die Krise, Oliver Schumacher?


Blutende Eisenbahner-Herzen, dicke Hornhaut: "Wir haben öfter Krisen und sehen trotzdem munter und heiter aus." Im Video-Interview mit turi2.tv spricht Bahn-Kommunikationschef Oliver Schumacher über leere Züge und Werbekampagnen, die dabei helfen sollen, die Waggons wieder vollzukriegen. Statt hübsche Bilder zu zeigen, setze die Bahn in ihrer Kommunikation aktuell – innerhalb eines selbst auferlegten Marketing-Sparprogrammsverstärkt auf Fakten. Für Lifestyle und Klima-Versprechen ist da kein Platz. Die Frage, wie gut sein Arbeitgeber Krise und sein Team Krisenkommunikation kann, hat Schumacher schon für sich beantwortet: Es sei ja kein Geheimnis, dass der Konzern in dieser Hinsicht "gestählt" sei und eine "ziemlich dicke Hornhaut" habe. In seinen 15 Jahren bei der Bahn habe er von außen "verdammt viel Prügel gekriegt".

Auf die Twitter-Schelten von genervten Kund*innen wegen verspäteter Züge oder überteuerter Ticketpreise will die Bahn zumindest vorübergehend mit Startup-mäßigem "du" reagieren – und seine Follower*innen auf der Plattform auch sonst duzen. Schumacher, 59, verrät im Video, dass er kein besonders großer Fan der neuen Regel ist: "Aber unsere Social-Media-Freaks, die alle ja 30 sind und wissen, was sie tun, die haben das mal probeweise so entschieden." Er gehöre zu der Sorte Chef, die nicht den "alten weißen Männern" das Ruder überlassen.
turi2.tv (10-Min-Video auf YouTube), turi2.de (Sparprogramm beim Bahn-Marketing)

turi2.tv – die Top 10 des Branchenfernsehens im Mai 2020.


Einblicke ins Home Office gewährt das Branchenfernsehen turi2.tv auch im Mai: In Skype-Interviews berichtet die turi2-Community, was die Branche und Entscheider*innen bewegt. An der Spitze mit fast 2.500 Video-Views bei YouTube, Facebook, Twitter und Linked-in steht im Mai Moderatorin Laura Karasek. Im turi2.tv-Interview spricht sie u.a. über Emanzipation in Zeiten von Corona. Auf Platz 2 im Mai rangiert Parship-Single-Coach Eric Hegmann, der im Video-Interview mit über 1.000 Views sagt, dass Corona-Dates tiefgründiger sind. Facebook-Mann Guido Bülow erklärt im Skype-Gespräch, wie Facebook mit mehr Fact-Checkern Corona-Fakenews begegnet.
die ganze Top 10 anschauen, turi2.tv (die Top 10 in einer Playlist)

Laura Wontorra im Fußball-Fragebogen.


Fankurve und Mixed Zone: Laura Wontorra wollte eigentlich Pressesprecherin bei ihrem Herzens-Verein Werder Bremen werden – doch die Grün-Weißen wollten sie nicht, verrät die Sportmoderatorin im Video-Fragebogen zur turi2 edition #11. Heute weiß sie, dass sie nicht nur das journalistische Talent von ihrem Vater Jörg Wontorra geerbt hat, sondern auch ein Faible für Backgammon. Der Fußball-Fan in ihr wünscht sich, zwar dass jeder Fußball-Wettbewerb nur von einem Sender übertragen wird und dass es weniger Anstoßzeiten gibt – der Medienprofi in ihr weiß, dass die Erfüllung dieses Wunsches schwierig wird.

Ein ausführliches Interview mit Laura Wontorra gibt es in der turi2 edition #11 hier gedruckt, als kostenloses E-Paper oder Online-Text - und als Podcast.
turi2.tv (4-Min-Video)



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22 Profis: Björn Naß, Blindenreporter.


Reden ist Gold: Der Blindenreporter Björn Naß kommentiert und beschreibt seit elf Jahren für Blinde und Sehgeschädigte die Heimspiele von Bayer 04 Leverkusen. Im Hochkant-Video von turi2.tv erklärt er, dass ein Blindenreporter vor allem eine schnelle Auffassungsgabe für seinen Job braucht. Er will "jeden Pass, jeden Schuss" beschreiben, damit seine blinden Zuhörer*innen nach dem Spiel genauso darüber diskutieren können wie alle anderen auch. Selina Pfrüner hat ihn am 6. März in der BayArena fotografiert und interviewt. Naß wünscht sich, dass der Fußball "nicht nur in Beine, sondern auch in Steine investiert" – also in Strukturen.

Alle 22 Profis – von der Reinigungskraft bis zur Pressesprecherin – sehen Sie in der "turi2 edition #11" hier im kostenlosen E-Paper oder auf Bestellung auch gedruckt. Alle Video-Porträts gibt's in dieser Playlist.
turi2.tv (4-Min-Video auf YouTube), turi2.tv (ganze Playlist)



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Wie geht Dating in Zeiten von Corona, Eric Hegmann?


Verlieben mit Abstand: "In so einer Krise sucht man noch stärker nach Bindung." Im Video-Interview von turi2.tv sagt Eric Hegmann, dass Online-Dating in Zeiten von Kontakt-Beschränkungen besonders beliebt ist als Erstkontakt unter Singles. Die Parship-Group, wo Hegmann als Single-Coach tätig ist, hat etwa eine Video-Dating-Funktion freigeschaltet, um mehr Nähe herzustellen. So gebe es "auch beim Online-Dating eine Art Evolution beim Kennenlernen". Erst schreiben sich die potentiellen Partner*innen, dann telefonieren sie und schließlich laden sie sich per Videochat ins jeweilige Zuhause ein. Hegmanns Erfahrung: Die Gespräche beginnen nicht mehr mit Smalltalk über Bücher und Musik, sondern sind von Anfang an tiefgründiger. Die Frage "Wie geht es Dir in der jetzigen Situation?" eröffne gleich die Möglichkeit für emotionale Antworten.

Der Coach und Paartherapeut hofft, dass so auch tiefgründigere und stabilere Beziehungen entstehen. Überhaupt empfiehlt er den Singles, sich Zeit zu lassen beim Kennenlernen: Dort, wo es rechtlich möglich ist, sich auf einen Spaziergang zu verabreden. Das findet Hegmann ohnehin schöner, als das erste Date in einem Café oder Restaurant zu veranstalten – dort sei die Atmosphäre eher "gesetzt und steif", auf einem Spaziergang erlebe man Menschen "viel authentischer".
turi2.tv (6-Min-Video auf YouTube)

22 Profis: Sebastian Stenzel, Social-Media-Manager bei der DFL.


Digital und weltweit: Social-Media-Manager Sebastian Stenzel kümmert sich im Auftrag der Deutschen Fußball Liga um das Bild des deutschen Fußballs in den sozialen Medien. "Wir zeigen, dass wir tolle Stadien, tolle Fans und tollen Fußball haben", sagt er im Hochkant-Video von turi2.tv. Am 3. März, also noch vor dem Corona-Lockdown, hat Holger Talinski ihn bei der Arbeit im Newsroom begleitet, fotografiert und interviewt. "Ich habe selbst über 30 Jahre lang gespielt und stehe mit meinen Freunden immer noch supergern beim 1. FC Köln in der Kurve", sagt Stenzel über seine Fußball-Faszination. In der turi2 edition #11 stellen wir ihn als einen von 22 Profis vor, die den Ball flach und die Liga am Laufen halten.

Alle 22 Profis – vom Blindenreporter bis zur Pressesprecherin – sehen Sie in der "turi2 edition #11" hier im kostenlosen E-Paper oder auf Bestellung auch gedruckt. Alle Video-Porträts gibt's in dieser Playlist.
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22 Profis: Uwe Kühle, Fanartikel-Verkäufer beim SV Werder Bremen.


Auf Achse: Uwe Kühle leitet auch das Vereinsmuseum des SV Werder Bremen – den meisten Fans ist er aber als mobiler Fanartikel-Verkäufer bekannt. Mit seinem grün-weißen Fanbus begleitet er die Mannschaft bei Heim- und Auswärtsspielen. "Dafür fahre ich 50.000 Kilometer pro Jahr", sagt er im Hochkant-Video von turi2.tv, "mein Traumjob". In der turi2 edition #11 stellen wir Kühle als einen von 22 Profis vor, die den Ball flach und die Liga am Laufen halten. Johannes Arlt hat ihn am 16. März vor dem Weserstadion fotografiert und interviewt. Das Spiel Bremen gegen Frankfurt wurde drei Tage vorher Corona-bedingt abgesagt. Kühle kam dennoch und extra fürs Foto und sagt unumwunden: "Alles steht still. Und das ist Mist."

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turi2.tv – die Top 10 des Branchenfernsehens im April 2020.


Wie geht’s dem Branchenfernsehen im April, turi2.tv? Auch in der Corontäne ist turi2.tv aktiv. Statt bei Kongressen oder Events berichtet die turi2-Community nun in Skype-Interviews über ihre Arbeit in Zeiten von Corona, über ihre Ideen und Sorgen. An der Spitze mit mehr als 2.500 Video-Views bei YouTube, Facebook, Twitter und Linked-in steht im April das turi2.tv-Interview mit Thomas Vašek, Chefredakteur des Philosophie-Magazins “Hohe Luft”, der voreilige Deutungen der Corona-Krise kritisiert. Dahinter rangiert mit mehr als 2.100 Zuschauer*innen turi2-Neuzugang Elisabeth Neuhaus, die die Lage der Startups einschätzt. Wie der “Tagesspiegels” unter Corona-Bedingungen arbeitet, erzählt im Video-Interview Herausgeber Sebastian Turner.
die ganze Top 10 anschauen, turi2.tv (die Top 10 in einer Playlist)

22 Profis: Felix Schröteler, Wurstverkäufer bei Hertha BSC Berlin.


Vorsicht, heiß und fettig: Felix Schröteler steht seit drei Jahren am Grill, wenn der Hauptstadt-Club Hertha BSC Berlin seine Heimspiele austrägt – dann grillt, zapft und kassiert er, bis Hunger und Durst der Fans gestillt sind. Wichtig sind Stressresistenz, Teamfähigkeit und ein gutes Zeitgefühl, sagt er im Hochkantvideo von turi2.tv. In der turi2 edition #11 stellen wir Schröteler als einen von 22 Profis vor, die den Ball flach und die Liga am Laufen halten. Holger Talinski hat ihn beim letzten Heimspiel der Berliner vor dem Lockdown fotografiert und interviewt. Gerade hat Schröteler sein FSJ beendet und hilft – wenn alles gut geht – bald anderen Menschen aus wahrhaft brenzligen Situationen: Er befindet sich im Auswahlverfahren für die Berliner Feuerwehr.

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Wie geht’s Österreich, Christian Rainer?


O du mein Österreich: Im Video-Interview mit turi2.tv spricht Christian Rainer über die Lage von Politik, Gesellschaft und Medien in Zeiten der Lockdown-Lockerungen bei unseren südlichen Nachbarn. Der Chefredakteur und Herausgeber des österreichischen Nachrichten-Magazins Profil beklagt etwa den Umgang der Politik mit den Medien. Bei der Verteilung von Corona-Hilfen seien die "niveauvollen Qualitätsmedien" anfangs vergessen worden. Erst nach Protesten sei auch bei "Profil" etwas von der Hilfe angekommen. "Ich glaube, die wirklich privilegierten Journalistinnen und Journalisten sind diejenigen, die in öffentlich-rechtlichen Medien arbeiten", sagt Rainer. Er sieht eine gewisse "Hybris" bei den Kolleg*innen, die jetzt ganz anders "dastehen als wir Privatmedien".

Rainers größte Sorgen gelten der Freiheit und dem Klima: "Wenn Sebastian Kurz über eine Corona-App spricht, dann ist es nicht das Gleiche, als würde zum Beispiel Angela Merkel darüber sprechen." Seine Befürchtung ist, dass im Rahmen von Corona die Demokratie langfristig und gut begründet eingeschränkt wird. Schließlich komme der österreichische Bundeskanzler gerade aus einer Koalition mit der rechten FPÖ. Von "Profil" auf die Demokratie-Einschränkungen im Nachbarland Ungarn angesprochen antwortete der Kanzler etwa, er habe jetzt keine Zeit sich damit zu beschäftigen.

Das wichtigste Thema, "das wir eigentlich zu bearbeiten hätten", sei die Klimakatastrophe, sagt Rainer. Er befürchtet, dass am Ende nicht mehr genug Geld da ist, um umzudenken und umzurüsten - und dass auch die "mentale Energie" dafür fehlt. "Ich bin mir sicher, Corona wird im Vergleich zu dem, was uns als Klimakatastrophe schnell entgegenkommt, nicht mal ein Nebensatz sein", sagt Rainer.
turi2.tv (18-Min-Interview auf YouTube)

22 Profis: Silke Bannick, Pressesprecherin Mainz 05.


Spielfeld der Kommunikation: Silke Bannick hat Publizistik, Politik und Amerikanistik studiert. Ihr Job als Pressesprecherin des 1. FSC Mainz 05 ist für sie ein "perfect match", sagt sie im Hochkant-Video von turi2.tv: "Wir nehmen unseren Job sehr ernst, aber wir nehmen uns selbst nicht so ernst." In der turi2 edition #11 stellen wir Bannick als eine von 22 Profis vor, die den Ball flach und die Liga am Laufen halten. Selina Pfrüner hat sie beim letzten Heimspiel der Mainzer vor dem Corona-Lockdown fotografiert und interviewt. "Eine gewisse Grundgelassenheit schadet nicht in dem manchmal irren Zirkus Bundesliga", sagt Bannick – und dass man in ihrem Job nie "alles unter Kontrolle hat". Das schönste am Fußball ist für sie das verbindende Element: "Auf unseren Tribünen ist alles und jeder vertreten, vom kleinen Kind bis zum Großvater."

Alle 22 Profis – vom Blindenreporter bis zum Würstchenverkäufer – sehen Sie in der "turi2 edition #11" hier im kostenlosen E-Paper oder auf Bestellung auch gedruckt. Alle Video-Porträts gibt's in dieser Playlist.
turi2.tv (5-Min-Video auf YouTube), turi2.tv (ganze Playlist)



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22 Profis: Christine Winkler, Reinigungskraft, FC Union Berlin.


Saubere Sache: Christine Winkler ist eigentlich gelernte Köchin. Als sie ihren Job nicht mehr ausüben kann, bewirbt sie sich beim FC Union Berlin als Reinigungskraft. turi2 stellt sie in der edition #11 gedruckt und im Hochkant-Video als eine von 22 Profis vor, die in der Bundesliga den Ball flach und den Laden am Laufen halten. Johannes Arlt hat sie vor dem Corona-Lockdown beim letzten Heimspiel der Eisernen fotografiert und interviewt – "Union Berlin ist wie meine zweite Familie", sagt sie im Video.

Alle 22 Profis – vom Würstchenverkäufer bis zur Pressesprecherin – sehen Sie in der "turi2 edition #11" hier im kostenlosen E-Paper oder auf Bestellung auch gedruckt. Alle Video-Porträts gibt's in dieser Playlist.
turi2.tv (2-Min-Video auf YouTube) turi2.tv (ganze Playlist)



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Wie geht’s der Esskultur, Gabriele Höger?


Zuhause schmeckt's am besten: "Definitiv wird mehr gekocht." Im Video-Interview von turi2.tv sagt Gabriele Höger, dass viele Menschen "das Kochen neu für sich" entdecken. Das sagen zum einen Umfragen, zum anderen merkt sie das auch am Feedback, dass sie jetzt von ihren Leser*innen bekommt. Auch Höger kennt den Spagat zwischen "Home Office, Homeschooling und Haushalt" und ist ein bisschen stolz, als sie berichtet, dass sie seit Corona noch kein Mal den Lieferdienst bemühen musste. "Einfach, weil ich es wissen wollte", dann könne man auch viel besser darüber schreiben, sagt Höger.

Auch ihre Arbeit an den Food-Titeln von Burda hat sich durch die Krise geändert: Höger arbeitet halbtags aus dem Home Office, im Verlag trifft sich nur ein Kernteam und in der Versuchsküche wird jetzt mit viel Abstand und kleinen Teams Food fotografiert. Burdas Küchenchef, berichtet sie, macht aus der Not eine Tugend und dreht auch am heimischen Herd Kochvideos für Burdas Social-Media-Kanäle.
turi2.tv (6-Min-Video auf YouTube)

22 Profis: Jonas Hummels, Co-Kommentator bei Dazn.


Experten-Talk: Jonas Hummels war auch mal Fußballprofi – heute brilliert er neben dem Rasen als Fußball-Experte bei Dazn. Wir stellen den Bruder von Dortmund-Kicker Mats Hummels in der turi2 edition #11 als einen von 22 Profis vor, die den Ball flach und die Liga am Laufen halten. Fotograf Holger Talinski hat Hummels vor dem Corona-Ausbruch bei der Arbeit besucht und fotografiert. Im Hochkant-Video erzählt Hummels, dass es bei seinem Job vor allem darauf ankommt, eine dezidierte Meinung zu haben. Nachteil: "Wenn man mal ein Foul nicht so bewertet wie die meisten Zuschauer, kriegt man medial ein bisschen auf den Deckel." Hummels liebt den Fußball, weil er divers ist: "Da spielt der Akademiker-Sohn mit dem des Bäckers." Wenn er das Sagen hätte, würde er die Zahl der Spiele und Wettbewerbe etwas verknappen: "Dann ist das Erlebnis auch wieder besser."

Alle 22 Profis – von der Reinigungskraft bis zur Pressesprecherin – sehen Sie in der "turi2 edition #11" hier im kostenlosen E-Paper oder auf Bestellung auch gedruckt. Alle Video-Porträts gibt's in dieser Playlist.
turi2.tv (3-Min-Video auf YouTube) turi2.tv (ganze Playlist)



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Wie geht’s Facebook, Guido Bülow?


Zwischen Fake und Fakten: "Weder wir noch unsere Nutzer haben ein Interesse daran, dass Falschmeldungen auf unseren Plattformen existieren und kursieren." Im Video-Interview von turi2.tv erklärt Guido Bülow, dass Facebook die Fact-Checker*innen auf seinen Plattformen in der Corona-Krise mit frischem Geld unterstützt, um Fake News und Verschwörungs-Theorien zu begegnen. Eine Mio Euro von Facebook und eine weitere Mio von WhatsApp sind dafür an Facebooks Fact-Check-Netzwerk geflossen, sagt der Head of News Partnerships in Mitteleuropa aus seinem Home Office in Hamburg. Zusätzlich veröffentlicht das Netzwerk prominent – oben im Newsfeed – gesicherte Corona-Informationen.

Auch darüber, wie die Medien, die auf Facebook publizieren, durch die Krise kommen, machen Bülow und sein Team sich Gedanken: Gemeinsam mit dem European Journalism Center hat das Netzwerk einen Fonds aufgesetzt, der kleine und mittlere Nachrichten-Organisationen in der Krise unterstützen soll. Die erste Bewerbungsphase ist gerade vorbei und in den kommenden Wochen gibt das EJC bekannt, welche Bewerbungen den Zuschlag bekommen. Eine weitere Welle soll im Juni folgen, sagt Bülow.
turi2.tv (6-Min-Video auf YouTube)

#TeamHoffnung: Warum turi2 gerade jetzt ein Fußball-Buch herausbringt.


Hemd der Hoffnung: "Wir haben gehofft, gestritten, waren ein bisschen verzweifelt", sagt im turi2.tv-Interview turi2-Verleger Peter Turi über die Herausforderung, in Zeiten von Corona ein Buch zum Thema Fußball zu produzieren. Das 200 Seiten starke Werk ist jetzt fertig, es erscheint mit dem Zusatz #TeamHoffnung auf dem offiziellen EM-Trikot der Deutschen Nationalmannschaft. "Das Buch ist ein Hoffnungsmacher und ein Zeitdokument", sagt Turi. Es ist als E-Paper ab heute, 18.00 Uhr kostenlos für alle Leser*innen unter turi2.de/edition11 abrufbar. Am 15. Mai erscheint das Buch für Fans der Haptik gedruckt.
turi2.tv (6-Min-Video bei YouTube), turi2.de/edition11 (kostenloses E-Paper), turi2.de/bestellen (Printexemplar bestellen)

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Wie geht’s dem Profifußball, Philipp Klotz?


Ein Zwischenlicht im Tunnel: "Man kann dem Fußball nicht vorwerfen, dass er versucht, seine Industrie wieder hochzufahren." Im Video-Interview mit turi2.tv zur Corona-Krise im Fußball hat Philipp Klotz viel Verständnis dafür, dass die DFL mit der Bundesliga weitermachen will. Darauf, dass Geisterspiele der absolut richtige Schritt sind, will sich der Geschäftsführer und Gesellschafter der Business-Plattform Sponsors aber nicht festlegen. Der Fußball sei die einzige Sportart, die sich Geisterspiele leisten könne – und die Geisterspiele, die er lieber "Medienspiele" nennt, die einzige Möglichkeit, die dringend benötigten Mediengelder zu erhalten.

Eine Perspektive für andere Sportarten und die Amateurligen ist das freilich nicht. Aber auch dort sieht er ein paar positive Entwicklungen. So beobachtet Klotz, dass die Sponsoren ihren Vereinen vergleichsweise treu sind. Es gebe nicht mehr Kündigungen als sonst auch. "Das ist anders als beim Buchen einer Anzeige", sagt Klotz. Viele Sponsoren wollen jetzt zeigen, dass sie nicht nur Werbekunden sind, sondern zu ihrem Verein stehen – auch in der Krise.

Auch der Sponsors-Verlag steht laut Klotz trotz Krise noch gut da, auch weil sein Branchen-Event, der Spobis, Ende Januar noch ganz ohne Corona-Krise über die Bühne gehen konnte. Aber grundsätzlich und längerfristig gelte auch hier: "Wenn die Branche leidet, leidet auch das Branchenmedium." Deshalb hofft Klotz, dass "die Krise nicht zu tief wird" und keine bleibenden Wunden hinterlässt.
turi2.tv (23-Min-Video auf YouTube)

Wie geht’s Adobe, Christoph Kull?


Digitale Verbindungen: "Uns hat das natürlich auch getroffen." Im Video-Interview von turi2.tv sagt Adobe-DACH- und Osteuropachef Christoph Kull, wie der Software-Konzern aus dem Silicon Valley mit der Corona-Krise umgeht. Alle 22.000 Mitarbeiter*innen arbeiten im Home Office – das sei bei dem ohnehin digital aufgestellten Unternehmen auch schnell gegangen. Die Krise spürt die Software-Firma hinter Anwendungen wie Photoshop und Acrobat Reader dennoch, "weil natürlich viele unserer Kunden Projekte verlangsamen und Investitionsentscheidungen hintanstellen".

Kull kennt aber auch andere Beispiele: Er berichtet von einem Unternehmen aus der Reisebranche, dass die Krise als "Startschuss" für die eigene Digitalisierung nutzt, um nachher "dem Wettbewerb einen Schritt voraus" zu sein. Bei seinen Werbeausgaben agiert Adobe jetzt besonders sensibel, erklärt Kull: "Wir haben fast alle Investitionen in den digitalen Bereich verlegt." Inhaltlich biete der Konzern seinen Kund*innen Hilfe an, um durch die Krise zu kommen. Er hofft, dass viele digitale Schritte, die die Gesellschaft jetzt Corona-bedingt macht, "auch nach der Krise noch aufrecht erhalten" werden.
turi2.tv (7-Min-Video)

Wie geht’s den Philosoph*innen, Thomas Vašek?


Große Ratlosigkeit: "Viele Philosophen und andere Intellektuelle versuchen jetzt, aus dieser Krise in irgendeiner Form intellektuelles Kapital zu schlagen." Im Video-Interview von turi2.tv kritisiert Thomas Vašek voreilige Deutungen der Corona-Krise. Der Chefredakteur des Philosophie-Magazins "Hohe Luft" sieht's eher wie der Philosoph Jürgen Habermas, der jüngst in der "Frankfurter Rundschau" sagte: "So viel Wissen über unser Nichtwissen ... gab es noch nie." Auch die These von Richard David Precht, wonach diese Krise uns das Rüstzeug für die womöglich bedrohlichere Klimakrise gibt, auch weil wir uns an staatliche Eingriffe gewöhnen, teilt Vašek nicht. Philosophen, wenn sie tatsächlich "Freunde der Weisheit" sein wollen, sollten "so weise sein, dass sie sich mit ihren Deutungen zurückhalten", sagt der Journalist und Buchautor.

Gleichwohl hegt Vašek "eine Grund-Sympathie" für Prechts Ansatz: "Natürlich sollten wir darauf hoffen, dass wir aus der Krise die richtigen Lehren ziehen, um die große Menschheits-Herausforderung Klimawandel zu bewältigen." Sein Optimismus, dass das klappt, hält sich aber in Grenzen: "Es wäre ja schön, wenn der Mensch aus allen Krisen der Vergangenheit gelernt hätte. Aber die historische Erfahrung zeigt, dass das keineswegs immer der Fall war."
turi2.tv (10-Min-Video auf YouTube)

Wie geht’s Fridays for Future, Gwendolyn Rautenberg?


Gestreikt wird jetzt am Schreibtisch: Was macht eine globale Protestbewegung, die nicht mehr auf die Straßen kann, um auf ihre Sache aufmerksam zu machen? Im Video-Interview von turi2.tv gibt sich Gwendolyn Rautenberg zuversichtlich, dass zumindest Fridays for Future wegen der Corona-Krise nicht in eine Sinnkrise rutscht. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen nehmen die Pandemie ernst, sagt die 18-jährige Abiturientin und Aktivistin aus Brandenburg an der Havel, die seit gut einem Jahr Teil der Bewegung ist. Trotzdem arbeiteten sie daran, weiter Aufmerksamkeit auf den Klimaschutz zu lenken. Ihre Botschaft an alle, die FFF schon zerbröseln sehen: "Wir sind nicht tot." Gerade konzentrierten sich die Aktivist*innen von zuhause aus auf Weiterbildung, veranstalteten etwa Webinare zu Klimathemen. Der nächste sogenannte Netzstreik mit Redner*innen und "Live"-Programm findet am 24. April statt.

Ein Porträt im SZ-Magazin bescheinigte FFF vor wenigen Tagen, sich aufgrund seiner dezentralen und digitalen Organisation eine "perfekte Infrastruktur für die Corona-Zeiten geschaffen" zu haben. Das sieht auch Rautenberg so. Jetzt hofft sie, dass sich die Entschlossenheit, die die Menschen bei Corona zeigen, und das Vertrauen in die Wissenschaft auch auf ihre Wahrnehmung der Klimakrise übertragen. "Vorher wurde uns oft gesagt: 'Das geht nicht, weil...'", erzählt sie im Interview. Plötzlich seien konsequente Maßnahmen von politischer Seite doch möglich. Sie spüre einen Zusammenhalt in der Bevölkerung. Rautenberg klingt optimistisch: "Das ist schön zu sehen."
turi2.tv (5-Min-Video auf YouTube), turi2 edition #10 (Interview mit Gwendolyn Rautenberg)

Wie geht’s den Sportjournalist*innen, Marco Hagemann?


Bald wieder auf'm Platz: "Natürlich zaubert uns das ein Lächeln ins Gesicht." Im Video-Interview von turi2.tv freut sich Sportkommentator Marco Hagemann darüber, dass nach vielen Wochen Corona-bedingter Fußball-Pause eine Fortsetzung des Spielbetriebs am Horizont schimmert. Hagemann, der sonst für RTL und Dazn Spiele kommentiert, spricht aber auch die Verantwortung von Liga und Vereinen an, dass aus medizinischer Sicht alles korrekt abläuft. Wie sich Geisterspiele, die es ab Mitte Mai in der Bundesliga geben könnte, anfühlen, weiß Hagemann aus eigener Erfahrung: 2013 hat er ein Spiel zwischen Lazio Rom und dem VfB Stuttgart ohne Zuschauer*innen kommentiert. "Man konnte natürlich nicht komplett aus dem Sattel gehen, wenn irgendwas passiert ist, weil das der Situation nicht angemessen war", erinnert sich der Sportjournalist.

Im Video-Interview spricht Hagemann auch über die finanzielle Seite der Spielausfälle: Um seine eigene Existenz mache er sich noch keine Sorgen, weil er sich in den vergangenen Jahren ein Polster anlegen konnte. Er denkt aber an viele jüngere Kolleg*innen, die am Anfang ihrer Karriere stehen und nun seit sechs Wochen ohne Aufträge dastehen. Auch für Journalist*innen, die auf den Wiederanpfiff der italienischen oder der spanischen Liga warten, sei die Situation im Moment noch "perspektivlos".
turi2.tv (8-Min-Video auf YouTube)

Wie geht’s dem “Tagesspiegel”, Sebastian Turner?


Journalismus blendend, Werbung schwierig: "Die Redaktion leistet Übermenschliches." Im Video-Interview mit turi2.tv lobt "Tagesspiegel"-Herausgeber Sebastian Turner seine Redakteur*innen. Gerade inhaltlich erlebe die Zeitung in der Krise einen Höhenflug. Noch nie sei die Hauptstadtzeitung so viel zitiert worden, was auch daran liege, dass Berlin eine Medizinhauptstadt ist und die Zeitung daher viele Informationen zuerst hat. Trotzdem stellt sich Turner darauf ein, dass wir noch lange mit Corona-Einschränkungen leben werden müssen, obwohl die ersten Lockerungen bereits sichtbar werden. "Wir haben schon früh mit Home Office angefangen, um sicherzustellen, dass nicht ganze Ressorts schließen müssen, wenn Einzelne erkranken", erklärt Turner die Strategie der Zeitung.

Auch der "Tagesspiegel" musste im Verlag und in Teilen der Redaktion auf Kurzarbeit umstellen, sagt Turner. Das Blatt spüre die Probleme der Werbekund*innen, wie alle anderen Verlage auch. Von den beginnenden Lockerungen des Lockdowns erhofft er sich mehr Kiosk-Käufer*innen und eine Wiederbelebung des lokalen Werbemarktes. Turner spricht auch über sein Beteiligungs-Unternehmen Trafo, wo Nutzer*innenzahlen stiegen und Investor*innen guter Dinge seien. Besonders freut er sich über das positive Feedback für das neue Münster-Medium Rums, an dem er über Trafo beteiligt ist.
turi2.tv (8-Min-Video auf YouTube)

Wie geht’s der Arbeitswelt, Astrid Maier?


Eiszeit in der Wirtschaft: "Der Arbeitsmarkt ist im Moment eingefroren und der Wirtschaft fröstelt es." Im turi2.tv-Interview erklärt Xing-Chefredakteurin Astrid Maier wie es in der Corona-Krise um die Arbeitswelt bestellt ist. Nach der Krise werde es wieder Fachkräftemangel geben, da er auf "strukturellen Problemen, die mit der Krise nichts zu tun haben" basiert, wie z.B. dem demografischen Wandel oder der Digitalisierung. Der eingefrorene Markt werde nach der Krise wieder auftauen.

Für das Arbeiten nach der Krise erwartet Astrid Maier eine gesunde Mischung: Führungskräfte würden derzeit erfahren, dass sie nicht die Kontrolle verlieren, wenn Mitarbeiter*innen im Home Office arbeiten. Auf der anderen Seite falle den Mitarbeitenden selbst auf, "dass sie vielleicht produktiver sind, aber es auch genießen, mit Kolleg*innen einen Kaffee zu trinken". So werde "das Beste aus zwei Welten" zusammenkommen und "wir viel mehr darauf achten, das zu tun, was wir wirklich im Leben tun wollen".
turi2.tv (5-Min-Video auf YouTube)

Wie geht’s den Influencern, Sarah Kübler?


Social-Media-Stars im Hausarrest: Influencern gehen ganz unterschiedlich mit der Corona-Krise um. Im Video-Interview von turi2.tv sagt Sarah Kübler, dass einige die Arbeit ganz einstellen, andere auf Charity umschalten oder Werbeeinnahmen spenden, wieder andere machen ganz normal weiter, um Fans und Followern "ein Stück weit Normalität mitzugeben". Kübler weiß, wovon sie spricht, schließlich ist sie Chefin der Influencer-Agentur HitchOn in Mainz und Hamburg. Dort, wo sonst 30 Kolleg*innen Social-Media-Stars und werbewillige Firmen zusammenbringen, sitzt sie derzeit allein, der Rest des Teams arbeitet aus dem Home Office. Ihre Influencer, sagt sie, sind gerade jetzt gefragt, weil sie es im Gegensatz zu vielen anderen Entertainern gewohnt sind, "Content von Zuhause aus" zu produzieren.

Aber Kübler hat auch die klassischen Medien im Blick – sie selbst hat ihr Handwerk u.a. beim Fernsehen gelernt. Mit der Bauer Media Group hat ihre Agentur gerade eine Kooperation gestartet, die Influencer, Marken und klassische Medien zusammenbringt. Der Vorteil hier: Sie sitzt gleich zu Beginn mit am Tisch, wenn die Kampagnen entstehen. So können "klassische Medien und neue Medien optimal vernetzt" werden, findet Kübler. Grundsätzlich ist sie optimistisch, dass die Branche gut durch die Corona-Zeit kommt und freut sich darüber, dass "jeder versucht, das Beste zu tun" und viele soziale Aktionen aus dem Boden gestampft wurden.
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Wie geht’s der Werbung in den Tageszeitungen, Carsten Dorn?


Lichtblick in der Krise: Viele Zeitungen klagen in der Corona-Krise über Einbrüche beim Werbeumsatz, reagieren mit Kurzarbeit und reduzierten Blatt-Umfängen – da klingt es ein bisschen beruhigend, dass wenigstens die nationale Zeitungs-Vermarktung noch gut zu funktionieren scheint. Das jedenfalls sagt Carsten Dorn, Chef des Zeitungs-Vermarkters Score Media, im turi2.tv-Interview. "Wir liegen über Vorjahr, sowohl was das 1. Quartal angeht als auch im Monat April", sagt Dorn, weiß aber auch, dass die regionale Vermarktung für die meisten seiner Vermarktungs-Mandant*innen die wichtigere Einnahme-Quelle ist.

Bei den Werbekund*innen erlebt Dorn das gesamte Spektrum: Er bekommt Absagen, andere Werbetreibende verschieben nur, denn "auch Autos müssen irgendwann wieder verkauft werden". Und er gewinnt Kund*innen zurück, die bisher nicht oder nicht mehr auf die Tageszeitungen gesetzt haben. "Wir sind das 'Home Medium Number One'", sagt Dorn und freut sich über wachsende Digital-Reichweiten und in Teilen auch über positive Entwicklungen bei Print. Am Ende hofft er, dass die Krise womöglich auch etwas Positives bewirkt und Regionalität in Wirtschaft und Produktion künftig eine größere Rolle spielen.
turi2.tv (6-Min-Video auf YouTube)

Aus dem Arciv von turi2.tv: Print bleibt der Schwerpunkt: Warum Score-Chef Carsten Dorn die Zeitungs-Zukunft positiv sieht. (1/2019)

Wie geht’s den Millennials, Marieke Reimann?


Engagiert durch die Krise: "Viele sind relativ genervt davon, dass so eine Art Selbstoptimierungszwang besteht." Im turi2.tv-Interview sagt ze.tt-Chefredakteurin Marieke Reimann, dass sich viele junge Leute der ze.tt-Community unter Druck gesetzt fühlen und nicht verstehen, weshalb sie die Zeit in der Krise nutzen sollen, um "noch optimierter" zu werden. Gerade zu Beginn der Isolation seien viele solcher Inhalte gepostet worden: "Ich lerne jetzt Gitarre, ich lerne eine neue Sprache, ich nutze das, um die Sommer-Figur 2020 zu kriegen."

Bei den 16- bis 35-Jährigen beobachtet Reimann außerdem einen großes Interesse an Pflegeberufen: "Dieses politische Engagement, was es bei den Demonstrationen für Fridays for Future ja schon gegeben hat, wird jetzt genutzt, um sich genauer darüber zu informieren, wie es um die Pflegeberufe bestellt ist und was es da für Einschränkungen gibt." Es gebe dabei nicht nur ein "ganz großes Interesse", sich mit der Thematik auseinanderzusetzen, sondern auch, sich u.a. für eine besser Bezahlung von jungen Ärzt*innen und Pflegekräften einzusetzen.
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Wie geht’s dem Sex, Melanie Büttner?


Sex im Stresstest: "So unterschiedlich, wie es den Menschen gerade geht in dieser Krisensituation, so unterschiedlich geht es ihnen mit ihrem Sex." Im turi2.tv-Interview erklärt Sexualtherapeutin Dr. med. Melanie Büttner, dass die aktuellen Ausgangsbeschränkungen für Beziehungen wie eine Art Stresstest sind. Dieser könne aufzeigen, "wie es um die Beziehung tatsächlich steht". Büttner, die u.a. auch durch ihren Sex-Podcast Ist das normal? von Zeit Online bekannt ist, kann sich einen Babyboom im kommenden Jahr gut vorstellen. Aber auch eine erhöhte Scheidungsrate sei nach der Krise denkbar. Denn die Nähe, in der aktuell viele leben, sei nicht nur ungewohnt, "sondern für viele Menschen in dieser Intensität auch ungewollt".

Für Singles biete sich jetzt besonders Online-Dating an, denn "Dating draußen verbietet sich ja geradezu". Für ein Online-Date sei aber auch Kreativität gefragt, z.B. könnten sich Singles via Webcam "ein schönes Date zurecht basteln, gemeinsam kochen oder einen Drink nehmen, sich gemütlich hinsetzen". Die Sexualität kommt dabei zwar zu kurz, der erhöhte Porno-Konsum weise aber laut Büttner darauf hin, dass viele Menschen nun vermehrt auf Selbstbefriedigung ausweichen.
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Wie geht’s den Senior*innen, Claudia Röttger?


Fantasievoll ablenken: "Viele Ältere haben jetzt Angst und sorgen sich, dass sie erkranken und ihnen nicht geholfen werden kann", sagt Claudia Röttger, Chefredakteurin des Senioren Ratgebers, im "Wie gehts"-Interview von turi2.tv. Besonders in der älteren Generation leiden manche "auch sehr unter der sozialen Isolation". Deshalb sei nun alles ganz wichtig, was den Kontakt aufrecht erhält – "da ist natürlich Fantasie gefragt".

Dabei seien aber nicht nur analoge Ideen wie Kekse backen, Blumen schicken oder vorm Fenster winken gefragt. Denn die ältere Zielgruppe sei "durchaus digital unterwegs". Aus diesem Grund hat der "Senioren Ratgeber" nun auch die Schlagzahl des Newsletters auf täglich erhöht. Das Online-Angebot zielt jetzt auch besonders auf Ablenkung durch Rätsel, Interviews mit Prominenten, Lesegeschichten, "die auch mal das Gemüt erfreuen".
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Wie geht’s den Familien in Zeiten der Quarantäne, Bernd Hellermann?


Familienbetrieb: Die Familien in Deutschland stehen in Zeiten, in denen Home Schooling und Home Office aufeinander treffen, vor zusätzlichen Heraus­forderungen, da können Strukturen im Alltag nicht schaden, sagt Bernd Hellermann, bei Gruner + Jahr Chefredakteur der Zeitschriften Eltern und Geolino im Wie geht's-Interview von turi2.tv. Er selbst und seine Ehefrau arbeiten beide im Home Office, können ihre Arbeit "relativ frei einteilen", um die beiden Kinder zu betreuen. "Aber nichtsdestotrotz ist jeder Tag ein bisschen ein Experiment", sagt Hellermann. Er verzeichnet steigende Zugriffe auf die Webseiten seiner Magazine und ist stolz darauf, einen täglichen Geolino-Spezial-Podcast zu liefern. Von der Idee bis zur Umsetzung vergingen nur 48 Stunden.

Positiv überrascht ist Hellermann davon, dass im Verlag die Umstellung aufs Home Office so "wunderbar und reibungslos" geklappt hat, selbst Skeptiker arbeiten inzwischen zu Hause. "Da haben alle an einem Strang gezogen. Denn bei allem, was draußen passiert, muss der Laden ja weiterlaufen." Mit Blick aufs lange Osterwochenende, das Familien in diesem Jahr zu Hause verbringen müssen, ohne Verwandtschaftsbesuche, ist Hellermann optimistisch: "Das kriegen wir locker miteinander hin, weil wir ja jetzt geübt sind aus den letzten Wochen, die Tage gut gemeinsam miteinander zu verbringen."
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Wie geht’s den Künstler*innen, Christoph Amend?


Künstlerisch wertvoll: "Kultur ist systemrelevant und wir müssen alle gemeinsam etwas tun, damit das so bleibt", fordert Christoph Amend, Chefredakteur des "Zeit Magazins", im "Wie geht's"-Interview von turi2.tv. Hier sei aber nicht nur der Staat gefragt. Amend ruft auch dazu auf, die kleinen, unabhängigen Buchhandlungen zu unterstützen, auch wenn gerade durch Home Office und Kinderbetreuung vielleicht nicht so viel Zeit zum Lesen bleibt: "Bestellen Sie Bücher bei Ihrem Buchhandel um die Ecke und lesen Sie vielleicht später."

Christoph Amend und das "Zeit Magazin" haben zur Unterstützung der derzeit gebeutelten Kunst- und Kulturszene einen Newsletter ins Leben gerufen. Als Erweiterung des werktäglichen Abend-Newsletters Was für ein Tag erscheint nun täglich auch die morgendliche Sonderausgabe "Was für ein Morgen". Der Newsletter steht jeden Tag einer Künstlerin oder einem Künstler zur Verfügung – "damit wir eine Bühne bieten in Zeiten, in denen alle Bühnen leider geschlossen bleiben müssen".
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turi2.tv – die Top 10 des Branchenfernsehens im März 2020.


Prechtig geklickt: Krisenzeiten sind gute Zeiten für Journalisten, bei turi2.tv sind die Klicks höher denn je. Philosoph Richard David Precht vertritt im turi2.tv-Interview am 10. März noch die Ansicht, die Corona-Krise sei “etwas vergleichsweise Harmloses”. Mit dieser Aussage beim Focus Inner Circle polarisiert Precht – er kommt damit auf über 600.000 Video-Views bei YouTube, Facebook, Twitter und Linked-in – mehr als jedes andere Video bei turi2.tv. Zukunftsforscher Matthias Horx findet mit seinem Interview über Positives in der Corona-Krise mehr als 15.000 Zuschauer.
die ganze Top 10 anschauen, turi2.tv (die Top 10 in einer Playlist)

Wie geht’s der Außenwerbung, Kai-Marcus Thäsler?


Keiner mehr draußen: "Die Werbeindustrie ist eine, die maximal leidet", sagt Kai-Marcus Thäsler, Chef des Fachverbands Außenwerbung, im "Wie gehts"-Interview von turi2.tv. In der aktuellen Situation gebe es "eine Verschiebung dessen, was wir volkswirtschaftlich in den letzten Jahren erlebt haben". Thäsler zeigt sich aber dennoch überzeugt, dass sich nach der Corona-Krise einige Dinge "relativ schnell" wieder erholen, andere müssten hingegen länger warten.

In der Außenwerbung beobachtet Thäsler aktuell einen Trend: "Die Leute sind anders unterwegs und die Mobilität verschiebt sich." Daher seien aktuell besonders Angebote gefragt, die nicht auf die Herzen der zur Zeit leeren Innenstädte abzielen, sondern in die Peripherie gehen. So lasse sich die Krise ein Stückweit ausgleichen, vor allem bei den großen der Branche wie Ströer und Wall, was jedoch nur relativ zu verstehen sei. Denn die Lage bei Werbebuchung und aktueller Belegung sei trotz allem nicht befriedigend.
turi2.tv

Wie geht’s Rom, Michaela Namuth?


Corona-Knast: "Wir sind Luxus-Häftlinge, wir sind hier sehr privilegiert zu zweit in einer großen Wohnung", beschreibt die freie Korrespondentin Michaela Namuth ihre aktuelle Situation in Rom, wo die Ausgangsbeschränkungen nun in die vierte Woche gehen. Im "Wie gehts"-Interview von turi2.tv berichtet sie aber auch von Menschen, die die Zeit der Quarantäne zu sechst in einer Wohnung verbringen müssen – "da werden dann schon viele Leute nervös und pöbeln in den Schlangen vorm Supermarkt rum".

Sie beschreibt auch, dass die Stimmung der Hausarrestler bei weitem nicht mehr so gut ist, wie am Anfang. Eine Diskussion über die Aufhebung der Ausgangssperre, wie sie in Deutschland bereits geführt wird, gebe es in Italien aber nicht. Das liege auch an der "wirklich dramatischen Lage in der Lombardei". Für ihre Arbeit ändert sich aktuell durch die Quarantäne erst einmal nichts, sagt Namuth. Sie arbeite grundsätzlich an länger angelegten Reportagen, die aktuell alle auf Halde liegen. "Man kann nicht jeden Aspekt des Lebens auf das Corona-Virus runterbrechen", findet Namuth und hofft, dass bald wieder andere Themen aktuell werden.
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Wie geht’s der Modebranche, Petra Winter?


Hoffen auf Kauflust: Die Modebranche hat große Sorgen, sagt Petra Winter, Chefredakteurin der Luxus-Modezeitschrift "Madame", im "Wie geht's"-Interview von turi2.tv. Durch den Corona-bedingten Shutdown fehle es allen Modehändlern, die kein starkes Online-Geschäft haben, an Umsatz. Und selbst einige Online-Händler bekämen wegen der Schließung von Lagern Probleme. Das bedeutet auch für Luxus-Magazine wie "Madame" Umsatzeinbußen: "Das trifft uns hart", sagt Winter, und hofft darauf, dass der Konsum nach dem Shutdown wieder anspringt. Die Mode-Branche habe gar "Glück im Unglück", dass das Virus nicht im Herbst ausgebrochen ist. So bleibe immerhin noch das Herbst- und Weihnachtsgeschäft. Der Blick auf die Entwicklung in China bestätige diese Hoffnung.

Am Ende des Skype-Calls aus dem Home Office gibt Winter noch Mode-Tipps für die Arbeit von Zuhause: Sie findet, im Home Office könne man "sich schon ein bisschen mehr casual gönnen", da es ja keine Außentermine gäbe. Für Video-Konferenzen sollte man sich allerdings - zumindest obenrum - so anziehen, wie man es auch fürs Büro tut.
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Wie geht’s dem Silicon Valley, Marcus Schuler?


Wenig Hoffnung: Die Mitarbeiter*innen der Tech-Firmen im Silicon Valley arbeiten schon seit drei Wochen aus dem Home Office, sagt Marcus Schuler, Silicon Valley-Korrespondent der ARD, im "Wie geht's"-Interview von turi2.tv. Damit waren Google, Facebook und Co schneller und wohl auch weitsichtiger als die Politik in den USA, die erst später "eine Art Ausgangs-Beschränkung" ausgerufen hat. Ob die Konzerne am Ende zu den Gewinnern der Krise gehören, will er noch nicht abschätzen. Wo das Geschäft ungebrochen gut laufe, sei bei Streaming-Diensten wie Netflix und Disney+. Anders als in Europa, gibt es in den USA auch keine Bandbreiten-Beschränkungen. Wenig Hoffnungen hat Schuler, dass das US-Gesundheitssystem der Krise standhält.

Sich selbst schützt der ARD-Journalist dadurch, dass er ganz regulär im Home Office arbeitet und – wenn er zu Terminen geht – den Sicherheitsabstand einhält und das Mikrofon mit Plastik umwickelt, wie man es jetzt häufig im Fernsehen sieht. Schuler lobt die deutschen Medien, die anders als viele US-Medien, verlässliche Informationen liefern. Ein Lichtblick ist für ihn der Gouverneur von New York, Andrew Cuomo. Im Gegensatz zu Präsident Trump, habe er seine Zahlen und Fakten parat und wisse, wo es zu Engpässen in der Versorgung kommen kann.
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Wie geht’s der Werbebranche, Martin Blach und Marcel Loko?


Zusammen weniger allein: "Mein Eindruck ist, dass diese Krise eine Kreativitäts-Explosion in der gesamten Gesellschaft auslöst", sagt Marcel Loko im "Wie geht's"-Doppelinterview mit Martin Blach, beide Gründer und CEOs der Hirschen Group. Durch Corona und firmenübergreifendes Home Office habe sich die Kommunikation mit Kund*innen und Kolleg*innen massiv beschleunigt. Loko ist überzeugt, dass am Ende "neue Wege, neue Formate und auch neue Märkte entstehen".

Auch Martin Blach erwartet "sehr viele positive Veränderungen", z.B. bei Digitalisierung und Mobilität. Seinen Kund*innen gibt Blach in der Corona-Krise zwei Kommunikations-Tipps: "empathisch kommunizieren und vertriebsmäßig denken" – so könne eine Marke mit mehr Profil aus der Krise kommen. Corona selbst würde er in der Werbung nicht explizit erwähnen, wohl aber zeigen, wie Firmen und Unternehmen sich in der Krise engagieren.
turi2.tv (7-Min-Video)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Martin Blach, Hirschen Group, übers Marketing der Verleger. (12/2015)

Wie geht’s dem Sportjournalismus, Pit Gottschalk?


Auf Ersatzdroge: "Die Situation ist schon sehr bedrückend", sagt Sport1-Chefredakteur Pit Gottschalk im "Wie geht's"-Interview von turi2.tv über den Corona-bedingten Shutdown nahezu aller Sport-Events. "Wir sind ja alle Sportjournalisten geworden, weil wir den Fußball oder den Sport so lieben. Und wenn man das nicht erleben kann, dann fehlt einem schon etwas in der DNA." Sport1 behilft sich im Programm aktuell mit Wiederholungen alter Sport-Ereignisse. "Es ist wie so eine Art Drogen-Ersatz. Man kommt über die Runden, aber die Live-Droge ist natürlich noch viel besser", räumt Gottschalk ein.

In seiner Sport1-Mannschaft, die fast komplett im Home Office trainiert, spürt Gottschalk ein starkes "Wir-Gefühl", Programm und Website am Laufen zu halten – auch im Hinblick darauf, in der Zeit nach Corona noch gut aufgestellt zu sein. Hoffnung gibt ihm, dass der Sport wieder seine "menschliche Seite" zeigt. Diskussionen über Beleidungen von Fußball-Funktionären, die noch vor wenigen Wochen die Schlagzeilen bestimmten, würden heute "nicht mehr in dieser Schärfe" geführt.
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