Hier finden Sie aktuelle Videos und Interviews vom Branchenfernsehen turi2.tv.

Mit Humor und Fingerspitzengefühl: Wie Lisa Jüngst Selbsttests für den Intim-Bereich vermarktet.


Unter der Gürtellinie: Lisa Jüngst geht dahin, wo es den meisten Menschen unangenehm wird. Die Chefin das Pharma-Unternehmens NanoRepro produziert und vermarktet Selbsttests für den Intimbereich – vom Schwangerschaftstest über den Fruchtbarkeitstest für Männer und Frauen bis hin zu Tests auf Scheidenpilz. Im Video-Interview mit "Horizont" und turi2.tv am Rande des Innovation Day Health von Gruner + Jahr erzählt sie – ganz ohne Blatt vorm Mund – dass sie vor allem mit Print-Werbung ihre Zielgruppe erreicht, aber auch erste Experimente mit Instagram macht.

In der Werbe-Sprache setzt das Pharma-Unternehmen aus Marburg je nach Produkt auf eine Mischung aus flotten Sprüchen und Fingerspitzengefühl: Einen Test für die Bestimmung der Spermienzahl beim Mann etwa bewirbt die Firma mit in unterschiedlichen Stellungen kopulierenden Strichmännchen und dem Slogan: "1.000 mal probiert, 1.000 mal ist nix passiert." Eines ihrer am besten laufenden Produkte ist ein Selbsttest, den Lisa Jüngst eher nicht für social-media-fähig hält – auf Scheidenpilz. Keine Frau sage auf Social Media: "Hi, ich habe auch einen Scheidenpilz."
turi2.tv (4-Min-Video)

turi2 edition #8: Coca-Cola – Flucht aus dem Zucker.


Brausebrauer im Umbruch: Coca-Cola ist eine Marken-Ikone – und muss dringend weg vom Dickmacher-Image. Für die turi2 edition #8 besucht Peter Turi den deutschen Standort in Berlin: Patrick Kammerer, Director Public Affairs und Communications, erzählt von der neuen Wachstumsstrategie, die auf Wasser und Tee baut. Marketing-Direktor Michael Willeke erklärt, warum die Marke auf Bewegtbild und Regionalität setzt. Lesen Sie den ganzen Artikel über Coca-Cola hier als Online-Text oder hier im kostenlosen E-Paper des Buchs und schauen Sie die Erfolgs-Videofragebögen von Patrick Kammerer und Michael Willeke bei turi2.tv

Berufe mit Zukunft: M wie Marketingchefin – Bettina Fetzer.


Marketing-Turbo: Bettina Fetzer, seit Ende 2018 weltweite Marketingchefin von Mercedes-Benz, verrät im Porträt von Tatjana Kerschbaumer ihr Erfolgsgeheimnis – viel Kaffee und viel Arbeit. Fetzers kleiner Sohn darf schon mal mit zu wichtigen Auto-Treffen, ein modernes Familienbild, das sich inzwischen auch in den Kampagnen des Konzerns spiegelt. Das ganze Porträt aus der turi2 edition #8 lesen Sie hier als Online-Text und hier im kostenlosen E-Paper. Im Erfolgs-Videofragebogen verrät Bettina Fetzer u.a., dass sie als Kind von einer Karriere als Kampfjet-Pilotin geträumt hat.

Keine Angst vor Dr. Google: Wie Arzt und Gründer Tobias Gantner den Gesundheitsmarkt hacken will.


Mit gesundem Mut: Tobias Gantner ist Arzt, Ökonom und nennt seine Firma einen Abenteuerspielplatz. Der Gründer der HealthCare Futurists spricht beim Innovation Day Health von Gruner + Jahr über seine digitalen Visionen für die eingefahrene Gesundheitsbranche. Im Video-Interview von "Horizont" und turi2.tv erklärt Gantner unter anderem seine "Ohnearztpraxis" – sie soll bald tatsächlich eröffnen und ländliche Räume mit einer Mischung aus Fachpersonal und Telemedizin versorgen.

Gantner war Arzt und Konzern-Mitarbeiter, als ihn die Lust packte, selber zu machen statt nur zu reden. Mit seinem Team baut er Produkte und Startups rund um die Gesundheit. "Das Gesundheitssystem ist ein dickes Brett", sagt Gantner und ruft seine Ärztekollegen dazu auf, sich auf die neue Realität einzustellen und Digitales zu nutzen: Viele Patienten kommen nun einmal mit einer ersten Google-Diagnose. "Darauf müssen sich Ärzte einstellen. Wenn sie das nicht tun – das hat mit Vertrauen zu tun – gehen Patienten an andere Orte oder in Richtung Selbstmedikation."
turi2.tv (5-Min-Video auf YouTube)

Berufe mit Zukunft: L wie Lobbyistin – Emilie Bourgoin.


Raus aus dem Hinterzimmer: Emilie Bourgoin leitet die politische Kommunikation der Rewe Group. Im Gegensatz zum Lobbyisten-Klischee will sie niemandem heimlich etwas einflüstern, sagt die Französin im Porträt von Anne-Nikolin Hagemann für die turi2 edition #8, sondern für Transparenz, Dialog und Offenheit stehen. Lesen Sie das ganze Porträt über Lobbyistin Emilie Bourgoin hier als Online-Text oder hier im kostenlosen E-Paper des Buchs und klicken Sie hier den Videofragebogen.

Berufe mit Zukunft von A-Z: K wie Korrespondentin – Edith Kimani.


Die Botschafterin: Edith Kimani ist das afrikanische Gesicht der Deutschen Welle. Als Reporterin bereist die Kenianerin den Kontinent, als Moderatorin präsentiert sie die internationalen DW News. Im Porträt von Jens Twiehaus in der turi2 edition #8 berichtet Kimani von ihrem schwierigen Start als Journalistin und Deutschland und erklärt, warum sie sich im Studio heute zuhause fühlt. turi2.tv begleitet Kimani durch ihren Berliner Kiez und ins Studio.

Das Porträt über Korrespondentin Edith Kimani finden Sie auch in unserem kostenlosen E-Paper zur "turi2 edition #8" auf Seite 169.

Edith Kimani steht mit beiden Beinen im Leben, aber mit jedem eigentlich auf einem anderen Kontinent. Das liegt nicht nur an ihrer Herkunft – die Deutsche-Welle-Journalistin mit Wohnsitz Berlin stammt aus Kenia. Ständiges Hin und Her ist Teil ihres Jobs. Edith Kimani moderiert die News im Studio und düst wochenweise quer durch Afrika. Sie trifft Popmusiker in ihrer Heimatstadt Nairobi, probiert Brautkleider in Benin-Stadt und interviewt männliche Prostituierte am Strand von Gambia.

Kimani will es so. Sie will immer wieder zurückgehen und "Geschichten sammeln", wie sie es nennt, statt nur im Studio die Stories der Kollegen anzumoderieren. Das Angebot für Berlin erreicht sie 2016, als sie gerade mal fünf Monate Ostafrika-Korrespondentin der Deutschen Welle ist. Einer Zusage hätte beinahe die Liebe im Weg gestanden – die Liebe zu Land und Leuten. "Ich war damals gerade dabei, mich wirklich in den Kontinent zu verlieben. Ich habe mich selbst als Afrikanerin wiederentdeckt." Ein Total-Umzug kommt deshalb nicht infrage, stattdessen entsteht eine Doppelrolle als reisende Moderatorin oder moderierende Reporterin.

Ihr inniges Verhältnis zur Heimat und zum afrikanischen Kontinent ist spürbar. Sie trägt gern afrikanischen Perlenschmuck, an der Wohnungstür hängt der ironische Spruch "No hurry in Africa" – der gute Ratschlag, es gemächlich angehen zu lassen.

Ein großer Vorteil: Kimani sieht Afrika als Korrepondentin mit anderen Augen. Sie kommt von außen und ist trotzdem eine von dort. Während Auswärtige oft zuerst an Krieg, Korruption und Hunger denken, kennt Kimani Startup-Unternehmer im Technologie-Mekka Nairobi. Und sie weiß, wie hungrig die junge Generation nach einem besseren Leben ist, nach Chancen und Gerechtigkeit.

Die persönliche Chance ihres Lebens bekommt Kimani mit 19 Jahren. Frisch fertig mit der Schule hängt sie in der Warteschleife für ein Studium in Europa, da bekommt sie den Tipp: Der junge Privatsender KTN braucht Nachwuchs und sucht ihn per Fernsehshow. Kimani gewinnt die öffentliche Suche nach Kenias Superstar vor der Kamera ohne nennenswerte TV-Erfahrung – und ist über Nacht bekannt in der 50-Mio-Einwohner-Republik. "Ich war 19, hatte plötzlich einen Job und dachte: Was mache ich damit? So hat es angefangen", sagt sie und muss lachen.

Mehrere Jahre moderiert sie Nachrichten in Kenia, ist im Gespräch mit internationalen Sendern. BBC und CNN sind in Nairobi vertreten; auch die Chinesen mit CCTV. Die Deutsche Welle kann sie gewinnen. Seitdem pflegt Kimani auch eine Liebesbeziehung zu Deutschland, insbesondere zu Berlin und ihrem Kiez in Schöneberg – obwohl das eine Weile gedauert hat.

Sie, die reisende Reporterin, hat anfangs fürchterliches Heimweh. Kaum vorstellbar für Zuschauer, die Kimani aus dem Fernsehen kennen, aufrecht sitzend und gerade in die Kamera schauend: "Welcome to the program." Aber ihr Start in Berlin im bitterkalten Januar sei "ein Monat Weinen ohne Unterbrechung" gewesen, erzählt sie – und schrumpft an ihrem Küchentisch wieder zu einem Häufchen Elend zusammen. Sie habe ihre Mutter angerufen und ins Telefon geheult: "Ich weiß nicht einmal, wie Apotheke auf Deutsch heißt – und selbst wenn ich zur Apotheke komme: Wie erkläre ich, dass ich Kopfschmerzen habe?"

Die Arbeit in der Redaktion und vor allem das Studio bringen ein Gefühl von Zuhause zurück – eine seltsame Vorstellung, dass Kamera-Ungetüme ein wohliges Gefühl erzeugen können. Doch Kimani sagt, das Studio sei ihr Büro und der Ort, an dem sie sich am wohlsten fühle. "Da ist viel Adrenalin im Spiel. Stellen Sie sich vor, Sie befinden sich in einem Boxring und müssen hüpfen, auf und ab, und warten auf die Glocke. So fühlt es sich innerlich an. Ich liebe das einfach." In diesen Momenten, wenn das rote Kameralicht angeht, steht sie wirklich mit beiden Beinen nur auf dem Studioboden.

Lesen Sie alle Erfolgs-Geschichten der turi2 edition #8 – direkt hier im Browser als E-Paper. Oder abonnieren Sie die Buchreihe hier.



Bauer-Managerin Bianca Schwarz über die neue Ehrlichkeit im Content Marketing.


Ehrlich währt am längsten: "Unehrlichkeit, etwas verschleiern, das funktioniert nicht mehr. Das kommt doppelt und dreifach zurück", sagt Bianca Schwarz im Video-Interview mit "Horizont" und turi2.tv am Rande des Food Trend Tags der Bauer Media Group in Hamburg. Schwarz leitet die Bereiche New Business und Produktion im House of Food. In der Food-Einheit von Bauer entstehen Magazine wie "Lecker" und "Kochen & Genießen", aber auch multimediale Auftragsarbeiten für Werbekunden – in Print, Web oder Social Media.

Als wichtigsten Content-Trend sieht Schwarz nach wie vor Bewegtbild – gerne auch "perfekt-unperfekt": "Es wird immer echter, immer realer", was Food-Stylisten und das Influencer-Netzwerk des Verlags produzieren, sagt Schwarz. Rund 70 % ihrer Kunden wollten inzwischen ehrlichen Content, der nicht mehr nur Produkte in den Vordergrund schiebt, sondern die Story dahinter erzählt.
turi2.tv (4-Min-Video)

Berufe mit Zukunft: J wie Journalistin – Petra Winter.


Mehr als schöner Schein: Petra Winter hat bei Springer das Journalisten-Handwerk gelernt, ist bei "Cosmopolitan" zu Chefredakteurin aufgestiegen und leitet nun bereits seit fünf Jahren die Zeitschrift "Madame". Im Porträt von Anne-Nikolin Hagemann für die turi2 edition #8 erzählt sie von der Macht der Worte und wie kritischer Journalismus in der "Welt des Schönen" funktioniert. Lesen Sie das ganze Porträt von Journalistin Petra Winterhier als Online-Text oder hier im kostenlosen PDF des Buchs und klicken Sie hier den Videofragebogen.

Algorithmen beim Essen: Futurologe Max Thinius über die Digitalisierung unserer Ernährung.


Schmeckt nicht, gibt's bald nicht mehr: Wenn es nach Max Thinius geht, hat die Zukunft schon begonnen. Der Futurologe vermisst sein ganzes Leben digital, Ernährungs- und Gesundheitsdaten landen in seinem eigenen Datenbestand, die digitalen Datenkraken haben keinen Zugriff. Im Video-Interview von "Horizont" und turi2.tv am Rande des Food Trend Tags der Bauer Media Group entwirft er eine Vision davon, wie ein persönlicher Algorithmus uns künftig Essens-Empfehlungen gibt – nach unserem persönlichen Geschmack, der Herkunft der Lebensmittel und nach unseren gesundheitlichen Bedürfnissen.

Die Digitalisierung werde dabei helfen, dass wir künftig wieder genau wissen, was wir auf dem Teller haben – so wie in vorindustrieller Zeit, als man nur Dinge essen konnte, die in der Nachbarschaft erzeugt wurden, ist Thinius überzeugt. Der Schlüssel ist für ihn die Blockchain-Technologie. Sie mache etwa nachvollziehbar, wo genau TK-Shrimps aus dem Supermarkt herkommen und wie sie aufgezogen wurden. Lebensmittel, die diesen Nachweis nicht liefern, würden schlicht nicht mehr gekauft.

Die digitale Durchoptimierung aller Lebensbereiche werde dafür sorgen, dass wir gesünder und länger leben: Die Geburtenjahrgänge ab 2030 könnten schon mit 100 Jahren Lebenserwartung rechnen, so Thinius. Spaß haben und über die Stränge schlagen können man natürlich trotzdem. Irgendwann werde aber der Algorithmus empfehlen, zu einem gesunden Lebenswandel zurzückzukehren.
turi2.tv (4-Min-Video)

turi2 edition #8: Hans-Christian Schwingen über Firmen-Turnschuhe als Erfolgssymbol.


Pretty in magenta: Hans-Christian Schwingen, Markenchef der Deutschen Telekom, räumte das Markenwirrwarr des Unternehmens auf und etablierte den Slogan "Erleben, was verbindet". Im Gespräch mit Peter Turi für die turi2 edition #8 erzählt er von Marketing-Flops, Haltungsfragen und magentafarbenen Turnschuhen. Lesen Sie das ganze Interview hier als Online-Text oder hier im frei zugänglichen E-Paper des Buchs und klicken Sie hier den Videofragebogen.

Bloß kein Greenwashing: Axel Kölle bringt Unternehmen Nachhaltigkeit bei.


Tu Gutes und sprich darüber: Dr. Axel Kölle forscht seit 25 Jahren zum Thema Nachhaltigkeit – mit dem an der Uni Witten/Herdecke entwickelten Standard für Unternehmen will er Firmen dabei helfen, sich nicht nur einen grünen Anstrich zu verpassen, sondern eine grüne Seele. Im Interview mit "Horizont" und turi2.tv am Rande des Food Trend Tags der Bauer Media Group stellt er den Unternehmen, die sich bei ihm melden, ein gutes Zeugnis aus: "Die meinen es sehr ernst", sagt der Forscher – Marken wie Ritter Sport, Brandt und Bahlsen haben sich dem sogenannten ZNU-Standard verpflichtet, mit dem die Unternehmen schrittweise nachhaltiger werden wollen.

Für Kölle ist Nachhaltigkeit – auch angesichts des Ausgangs der Europawahlen und der Fridays-for-Future-Bewegung – ein Wirtschaftsfaktor: Die jungen Leute, die heute auf die Straße gehen, "sind die Kunden von morgen". Dafür lohne es sich, in nachhaltige Unternehmensführung und Produkte zu investieren. Dort, wo es sich finanziell auszahlt, etwa beim Energie- und Wassersparen, seien die meisten Unternehmen schon nachhaltig unterwegs.
turi2.tv (5-Min-Video)

turi2 edition #8: Tim Sommer über unter- und überschätzte Künstler


Kunst oder weg? Tim Sommer, Chefredakteur von Europas größtem Kunstmagazin "art", trifft sich für die turi2 edition #8 mit Heike Reuther in den Hamburger Deichtorhallen. Sie besichtigen die Ausstellung "Stuttgart sichten" und sprechen dabei über Erfolg in der Kunst – und die Kunst des Erfolgs. Lesen Sie das ganze Interview hier als Online-Text oder hier im frei zugänglichen E-Paper des Buchs und klicken Sie hier den Videofragebogen.

turi2.tv – die Top 10 des Branchenfernsehens im Mai 2019.


Die Quoten bei turi2.tv: Michael Trautmann, das T in der Agentur Thjnk, erinnert sich bei turi2.tv und im turi2 podcast an die Höhen und Tiefen seines Werber-Lebens und erreicht mit fast 5.500 Video-Views die meisten Zuschauer im Mai. Erfolg und Misserfolg sind das zentrale Thema in der Monats-Hitliste: Andreas Arntzen, Oliver Wurm und Aleksander Ruzicka erzählen bei der Launch-Party zur turi2 edition 8 Erfolg von ihren größten Misserfolgen und Handwerks­verleger Alexander Holzmann offenbart, dass er handwerklich eine Niete ist.
die ganze Top 10 anschauen, turi2.tv (die Top 10 in einer Playlist)

Berufe mit Zukunft von A-Z: G wie Gründerin – Yacine Coco.


Die Teamspielerin: Yacine Coco hat die Jobsuche für Juristen entstaubt – im wahrsten Sinne des Wortes: raus aus düsteren Ecken an der Uni, rein ins Netz. Im Porträt von Anne-Nikolin Hagemann verrät die Gründerin der Online-Jobbörse TalentRocket ihr Erfolgs-Geheimnis – gründen im Team. Im Erfolgs-Videofragebogen kündigt sie an, mit ihrer Jobbörse "in eine weitere Branche" zu expandieren. Lesen Sie das ganze Porträt über Gründerin Yacine Coco hier als Online-Text oder hier im frei zugänglichen E-Paper des Buchs ab Seite 160.

Nachhaltigkeit und Verantwortung – Uwe Vorkötter über das Ende der Werbelügen.


Werbelyrik war gestern: "Früher konnte man in der Werbung mehr lügen", sagt Uwe Vorkötter im Video-Interview von "Horizont" und turi2.tv, heute würde allzu blumige Werbelyrik "gnadenlos aufgedeckt". Zuvor hatte der Chefredakteur des Marketing-Fachblatts "Horizont" mit BASF-Vorständin Saori Dubourg, Werberin Karen Heumann und "Zeit"-Geschäftsführer Rainer Esser über Haltungs-Marketing diskutiert. Sein Fazit der Gemeinschaftsveranstaltung von Gruner + Jahr, "Zeit" und "Spiegel": Die Haltung eines Unternehmens, seine Nachhaltigkeit und die Verantwortung für Produkte, Mitarbeiter und Umwelt wird immer wichtiger - die Haltungs-Kampagnen der Firmen nehmen allerdings überhand.

Das Problem beim Marketing: "Jede gute Idee wird zum Hype", sagt Vorkötter und wünscht sich weniger Weltverbesserungs-Lyrik. So dürfe ein Schokoriegel auch einfach damit werben, dass er gut schmeckt – und vielleicht ein bisschen weniger Zucker haben als früher.
turi2.tv (5-Min-Video bei YouTube)

"Nicht zynisch sein" – Werberin Karen Heumann erinnert #FridaysForFuture an ihre eigene Hippie-Jugend.


Fuck Purpose: Karen Heumann, einflussreiche Werbemanagerin und Mitgründerin von Thjnk, findet viele Kampagnen heute "überfrachtet mit Wertgefüge" – kaum eine Firma, die nur noch ihre Produkte verkaufen will, alles soll einem höheren Zweck dienen. So sehr Heumann dieser Werbe-Ansatz nervt: Dass Unternehmen sich – unabhängig von ihren Produkten – die Sinnfrage stellen, findet sie wichtig. Im Video-Interview mit "Horizont" und turi2.tv am Rande einer Diskussionsrunde zum Thema Verantwortung von Unternehmen berichtet die Werberin außerdem von ihrer Hippie-Jugend und freut sich, dass #FridaysForFuture so viele junge Leute mobilisiert.

Gleichzeitig beobachtet Heumann eine Spaltung der Gesellschaft: Im urbanen Raum werde vegan gegessen und rollten Elektro-Autos, andere Teile der Gesellschaft hätten andere Probleme. Es gebe immer mehr Menschen, die sagen: "Lasst die da mal am Freitag laufen, aber ich möchte jetzt hier den Wolf abschießen", formuliert die Werberin, wie sie selbst sagt, "stark verkürzt". Heumann sieht einen breiter werdenden gesellschaftlichen Graben und fordert: "Da müssten wir auch mal drüber reden."
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Berufe mit Zukunft: F wie Fernsehchefin – Susanne Aigner-Drews.


Plattformagnostische Powerfrau: Susanne Aigner-Drews kümmert sich als Chefin von Discovery Networks Deutschland um die Sender Eurosport 1 und 2, Dmax und TLC. Für die turi2 edition #8 erzählt sie Tatjana Kerschbaumer über die Zukunftsstrategie, Zuschauer-Daten und warum sie selbst – ganz entgegen der Gender-Planung – am liebsten Dmax schaut. Lesen Sie das ganze Porträt von Fernsehchefin Susanne Aigner-Drews hier als Online-Text oder hier im frei zugänglichen PDF des Buchs und klicken Sie hier den Videofragebogen.

"Immer klar Position beziehen" – BASF-Vorständin Saori Dubourg über Haltung und Verantwortung.


Die Chemie stimmt: Kann ein Chemie-Konzern, der Farben, Lacke aber auch Pflanzenschutzmittel herstellt, zu den Guten gehören? Ja, findet Saori Dubourg, als Vorstandsmitglied verantwortlich u.a. für den europäischen Markt, im Video-Interview mit "Horizont" und turi2.tv. "Die BASF hatte schon immer eine klare Haltung zu Themen", sagt die Managerin am Rande einer Veranstaltung von Gruner + Jahr, "Zeit" und "Spiegel" in Frankfurt, in Zeiten der Digitalisierung werde es aber wichtiger, von Anfang an klar Position zu beziehen.

Auch ihre eigenen Positionen benennt Dubourg ganz klar – im Unternehmen und nach außen: Ihre Mitarbeiter hat sie in einem persönlichen Brief aufgerufen, zur EU-Wahl zu gehen. Mit Kritikern gehe sie in einen "ehrlichen Dialog" über Möglichkeiten und Grenzen in Bezug auf Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Auch mit den Machern von Fridays for Future will sie ins Gespräch kommen: "Ich glaube, dass wir ganz handfeste Lösungen haben."

Ändern will Dubourg auch die Bilanz-Regeln für Unternehmen: "Bisher werden Unternehmen dafür belohnt, dass sie Gewinne maximieren", klagt sie im Interview. Menschen würden betriebswirtschaftlich nur als Kostenfaktor gesehen. Eine nachhaltige Bilanz müsse dagegen auch Kreativität und etwa die Kaufkraft der Menschen berücksichtigen. Für diesen Ansatz sucht sie nun Mitstreiter.
turi2.tv (5-Min-Interview)

"Es gibt Dinge, die kann man nur für sich selbst verantworten": Siemens-Chef Kaeser spricht über seine AfD-Kritik.


Gewissensfrage: Siemens-Chef Joe Kaeser zieht ein gutes Jahr nach seinem viel beachteten Anti-AfD-Tweet Bilanz. Bereut habe er den Tweet nicht, in dem er AfD-Chefin Alice Weidel nach ihrer "Kopftuch-Mädchen"-Bemerkung im Bundestag scharf attackiert hatte, sagt Kaeser im Interview von "Horizont" und turi2.tv. Zuvor hatte er auf einer Gemeinschafts-Veranstaltung von Gruner + Jahr, "Spiegel" und "Zeit" in Frankfurt zum Thema Verantwortung von Unternehmen gesprochen.

"Es gibt Dinge, die kann man nur für sich selbst verantworten", sagt Kaeser. Deswegen habe er den Tweet im Mai 2018 auch nicht mit seiner Kommunikationsabteilung abgesprochen. Der Konzernchef sorgt sich um das Bild Deutschlands im Ausland: Wer vor dem Bundestag spreche, müsse einen "Grund-Anstand" und einen "Grund-Respekt" mitbringen.

Sollten mehr CEOs und Wirtschaftsbosse bei Twitter laut Haltung zeigen? Kaeser will das nicht verallgemeinern. Das Medium müsse jeder selbst wählen – und bei Twitter lese er auch Dinge, bei denen er sich frage, ob die Welt das braucht.
turi2.tv (4-Min-Video)



turi2 edition #8: Aleksander Ruzicka über Knast und Kohle.


Hoch geflogen, tief gefallen: Höher gestiegen und tiefer gefallen als Aleksander Ruzicka ist in der Mediabranche niemand. Der "Sonnenkönig" scheffelte Millionen, feierte die rauschendsten Parties – und saß achteinhalb Jahre im Knast. Peter Turi spricht mit ihm für die turi2 edition #8 über seine Gefängnis-Erfahrungen, das System Mediaagentur und sein Schuld-Verständnis. Lesen Sie das ganze Interview hier als Online-Text oder hier im frei zugänglichen PDF des Buchs und klicken Sie " rel="noopener" target="_blank">hier den Video-Mitschnitt des turi2 FuckUp-Events.

Berufe mit Zukunft: A wie Ampelmann – Markus Heckhausen.


Vom Verkehrszeichen zum Verkaufsschlager: Markus Heckhausen ist der geschäftige Kopf hinter den sympathischen Ost-Ampelmännchen. Inzwischen gibt es 600 Produkte mit dem roten und dem grünen Ampelmann. In der turi2 edition #8 beschreibt Jens Twiehaus, wie der Schwabe nach der Wende die Verkehrszeichen entdeckt und zur Marke aufbaut. Im Erfolgs-Videofragebogen verrät er, dass ihn das Chefsein heute manchmal anstrengt. Lesen Sie das ganze Porträt von Ampelmann Markus Heckhausen hier als Online-Text oder hier im freien PDF des Buchs und klicken Sie hier den Videofragebogen.

turi2 edition #8: Nicola Leske über den Erfolg der SAP.


Kommunikative Klimmzüge: Nicola Leske ist die Nummer 1 in der Kommunikation der SAP – und doch eine große Unbekannte. Peter Turi besucht sie deshalb für die turi2 edition #8 in Walldorf zum Gespräch über Erfolg, Frauennetzwerke und den Hai in ihrem Twitter-Profil. Im Erfolgs-Videofragebogen spricht Leske über ihre sportlichen Ambitionen an der Klimmzugstange. (Fotos: Gaby Gerster) Weiterlesen…

turi2 edition #8: Markus Dohle über Bertelsmanns Bestseller.


I’m a Bertelsman in New York: Er stammt aus dem Sauerland und hat es zur Nr. 1 beim weltgrößten Buchverlag geschafft – Markus Dohle steht auf dem Gipfel des Erfolgs. Dort hat ihn Tatjana Kerschbaumer besucht und mit ihm für die turi2 edition #8 über Erfolg und Misserfolg gesprochen. Das ganze Interview ist jetzt im kostenlosen Blätter-PDF der "turi2 edition #8" lesbar. Im Erfolgs-Videofragebogen verrät Dohle, dass er früher gerne Lehrer geworden wäre. Weiterlesen…

"Zu langsam in die Gänge gekommen" – Steffen Klusmann über die Konsequenzen aus dem Relotius-Skandal.


Strukturwandel der Gesellschaft: "Spiegel"-Chefredakteur Steffen Klusmann kündigt erste Konsequenzen aus dem Relotius-Skandal an. Das Gesellschafts-Ressort, unter dessen Dach Relotius fälschen konnte, werde umgebaut. Details nennt Klusmann im Video-Interview mit turi2.tv am Rande eines Pressegesprächs in Hamburg noch nicht. Erst wolle er mit den Kollegen sprechen. Eine Schließung des Ressorts – wie von der Prüfkommission vorgeschlagen – schließt er aus. "Aus diesem Ressort kommen auch verdammt gute Geschichten", so Klusmann.

Druck, dass die Redaktion Journalistenpreise liefert, wie der Abschlussbericht zum Relotius-Skandal es beschreibt, soll es unter Chefredakteur Klusmann nicht geben. Die Geschichten müssten relevant und imagebildend sein, "wenn dann mal ein Journalistenpreis dabei abfällt, ist es gut, aber gezielt auf Journalistenpreise zuzuschreiben, das fand ich schon immer totalen Schwachsinn."
turi2.tv (5-Min-Video auf YouTube)

Video-Tipp: Aleksander Ruzicka im Erfolgs-Fragebogen.


Video-Tipp: Aleksander Ruzicka hat schon von seine Mutter gelernt: "Wenn Du Dich auf eine Bühne stellst, wundere Dich nicht, wenn Tomaten geflogen kommen." Als Kind wollte er eigentlich Designer werden. Dass er später als "Media-Sonnenkönig" die ganz großen Räder in der Werbewelt drehen und darüber im Knast landen würde, war damals noch nicht abzusehen. Ruzicka hadert auch heute noch mit dem deutschen Rechtssystem und hat gelernt, dass "andere Länder auch schöne Töchter" haben.
turi2.tv (1-Min-Video auf YouTube)

Aktuell bei turi2.tv: Aleksander Ruzicka über seine Zeit im Knast.

Video-Tipp: Robert Pölzer im Erfolgsfragebogen.


Video-Tipp: Robert Pölzer, Chefredakteur von Burdas "Bunte", hat noch große Pläne: Er träumt davon, bei der WM 2022 ein Tor zu schießen, sagt er im Erfolgsfragebogen von turi2 am Rande der Launchparty zur turi2 edition #8. Schon als Kind wollte er professionell auf dem grünen Rasen stehen. Sein größter Erfolg ist es, "Chefredakteur zu sein und eine Familie zu haben, die mich akzeptiert."
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"Es ist immer noch ein Ritterschlag, irgendwo abgedruckt zu sein" – Influencerin Farina Opoku verehrt Print.


Prinstagram: "Ins Internet stellen kann jeder irgendwas" – in einem Magazin abgedruckt zu sein "ist wirklich immer noch ein Ritterschlag" findet Influencerin Farina Opoku alias @novalanalove. Dass Print dabei nicht so viele Views erzielt, wie Farina selbst auf ihren Kanälen, sei dabei zweitrangig, sagt die 28-Jährige im Video-Interview von "Horizont" und turi2.tv am Rande des Innovation Day Beauty von Gruner + Jahr.

Bei Kooperationen mit Marken beanspruche sie gern auch mal Mitsspracherecht. Das mache dann ein bisschen mehr Arbeit – "vor allem im Backoffice", so Opoku. Bis jetzt habe es mit "ein bisschen intervenieren, ein bisschen mitsprechen" dennoch immer geklappt.
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Handwerks-Verleger Alexander Holzmann überlässt das Handwerken lieber seinen Lesern.


Was Handfestes: Verleger Alexander Holzmann gibt mit Holzmann Medien u.a. die Deutsche Handwerks Zeitung heraus, doch selbst ist er handwerklich eine Niete: "Ich kann nicht mal einen Nagel in die Wand schlagen", sagt er im Interview mit turi2.tv und verweist darauf, dass er seinen Lesern somit die Arbeit nicht wegnimmt. Holzmann vertreibt seine Produkte auch digital, doch noch überwiegt die Print-Nutzung: "Der Handwerker ist ein haptischer Mensch. Er arbeitet mit den Händen."

Zudem sei die heutige Handwerker-Generation noch mit Print aufgewachsen. "Da glaubt man auch, was man schwarz auf weiß sieht", sagt Holzmann. Dennoch macht der Auflagen-Rückgang vor Holzmanns Handwerks-Fachmagazinen nicht Halt: Betriebe, die mangels Nachwuchs keinen Nachfolger finden, "die fallen natürlich als Abonnenten weg" und seien nur schwer zu ersetzen.
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Video-Tipp: Michael Sandvoss im Erfolgs-Fragebogen.


Erfolgsarchitekt: Michael Sandvoss, bei Media Impact verantwortlich fürs Luxus-Marketing, feiert erste Erfolge im Kinderzimmer als Lego-Architekt. Später im Berufsleben agiert er nicht immer erfolgreich – vielleicht hätte er Immobilien kaufen sollen, statt einen Verlag zu gründen, sagt er im Erfolgs-Fragebogen von turi2 am Rande der Launchparty zur turi2 edition #8. Trotzdem ist er rückblickend zufrieden: "Heute habe ich ein ganz gutes Gefühl dafür, was funktioniert und wie man es vermarktet", auch wegen der Risiken, die er früher eingegangen ist.
turi2.tv (3-Min-Video)

Video-Tipp: Florian Boitin im Erfolgs-Fragebogen.


Alice, melde Dich: Florian Boitin wünscht sich sehnlichst, dass Alice Schwarzer ihm im "Playboy" ein Interview gibt. Dass er die "Emma"-Gründerin bisher nicht davon überzeugen konnte, nennt er im Erfolgs-Fragebogen von turi2 seinen größten Misserfolg. Außerdem spricht der "Playboy"-Chefredakteur am Rande der Launchparty zur turi2 edition #8 über seine Kindheits-Idole Pierre Brice als Winnetou, Paul McCartney und Karl-Heinz Rummenigge.
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Oliver Wurm lag oft auf der Schnauze – und ist jetzt so erfolgreich, dass er aufhören will.


Freund alternativer Fortbewegung: Von Oliver Wurm stammt der schöne Satz "Auf die Schnauze fallen ist auch eine Vorwärtsbewegung". Im Gespräch mit Peter Turi füllt ihn der Kreativ-Verleger mit Anekdoten. So ging Wurm einmal Ferienwohnung-Betrügern auf den Leim – und entwickelte aus dem Misserfolg sein Fußball-Magazin "54 74 90". Mit dem Medienrummel ist aber vielleicht bald Schluss, erzählt Wurm bei der turi2 FuckUp Night: Er will sich für soziale Projekte engagieren.

Wurm gelang zuletzt ein überraschender Erfolg: Sein Grundgesetz als Magazin wird zum Bestseller, er nennt es "mein WM-Final-Tor". Und wenn's einmal läuft, dann läuft's. Sogar sein ladenhütendes Neues-Testament-Magazin landet wieder häufiger in Einkaufskörben – was ihn zum Aufhören anspornt: "Ich kann nichts Besseres mehr aus mir herauspressen. Zumindest nicht in diesem Medienbereich." Denn eigentlich ist Schnauze-Faller Wurm mit Panini-Sammelbildchen erfolgreich und sagt: "Ich würde am liebsten immer im höchsten Tempo laufen und alles gelingt. Aber so ist das Leben ja nicht."
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Mein Misserfolg: Andreas Arntzen wollte einmal mobile.de kaufen – und scheiterte an einem Verleger.


Der Mannschafts-Spieler: Andreas Arntzen ist Chef des Wort & Bild-Verlages und ehemaliger Profisportler. Bei der FuckUp Night von turi2 erzählt der Oberarzt der "Apotheken Umschau", wie mobile.de 2003 beinahe ein Erfolgsprojekt deutscher Verlage wurde – und der Kauf an einem papierverliebten Verleger scheiterte. So eine Niederlage müsse schnell verarbeitet werden, rät Arntzen: mit gutem Rotwein und positivem Denken.

Auch heute wünscht sich Arntzen mehr Weitsicht – und Kooperationen: Dass Burda mit "My Life" eine Anti-"Apotheken Umschau" gestartet hat, hält er für einen Fehler. Im schrumpfenden Print-Markt brauche es neue Kooperationen statt neue Konkurrenz, rät er Burda-Chef Philipp Welte. Doch auch diesen Wettstreit nimmt er positiv auf. Arntzens Motto: "Wenn Sie kein positives Denken haben – und das nicht abfärbt auf ihre Mannschaft – haben Sie keine Chance zu gewinnen."
turi2.tv (7-Min-Video bei YouTube)

Mitarbeit: Jens Twiehaus

"Es ist wie in einer Beziehung" – DM-Kommunikationschef Mario Bertsch über Kooperationen mit Influencern.


Beziehungspflege: Das Anbahnen von Influencer-Kooperationen läuft wie in einer Beziehung, findet Mario Bertsch, beim Drogerie-Händler DM zuständig für Kommunikation und Influencer Marketing. Wie in einer Beziehung müsse man sich erst einmal kennenlernen, ein bisschen miteinander ausgehen und den anderen mal zum Essen einladen. "Das ist meistens ein langwieriger Prozess", sagt Bertsch im Video-Interview von "Horizont" und turi2.tv am Rande des Innovation Day Beauty von Gruner + Jahr.

Im Markenmix der Filialen konkurriere "jede Marke mit der anderen" aufgrund des begrenzten Platzangebots. Das Ziel sei, den Kunden immer "das relevanteste Sortiment anzubieten". Dazu gehörten eben auch "kleine Highlights" – in Form von eigenen Marken, oder aber einer "Innovation von einem Industriepartner".
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Wer ist Anja Hermanni? Der krasse Fail der turi2 edition #8.


Voll verkackt: Die turi2 edition #8 landet heute auf zehntausend Schreibtischen der Branche. Ganz groß auf dem Cover beim "Großen Buch vom Erfolg": Anja Hermanni. Wie hat es die dänische Pädagogin, die keine Zeile fürs Buch geschrieben hat, auf den Titel geschafft?

Nun ja: Anja ist die Lebensgefährtin von Uwe C. Beyer, dem Creative Director der turi2 edition. Uwe setzte Anja als Platzhalter für 8.000 Namen der Branche ein, die ein personalisiertes Buch bekommen sollten. Leider ging der Platzhalter in Druck, ohne dass ihn jemand austauschte. Und so wurde Anja Hermanni ohne eigenes Zutun zur vielgelesenen Erfolgs-Autorin und Teil der Fail-Liste turi2.de/misserfolg.

Übrigens: Die 8.000 Branchenpromis können ihren eigenen Namen ganz dezent auf dem Buchrücken lesen.
turi2.tv (3-Min-Video bei YouTube)

Berufe mit Zukunft: R wie Rückwärtssprecher – Bernhard Wolff.


rabrednuw tsi glofrE: Bei Bernhard Wolff läuft vieles verkehrt – der gebürtige Lübecker ist Rückwärtssprecher. Aus dem Talent seiner Kindheit hat Wolff eine Kreativ-Beratung entwickelt, er unterhält und moderiert. Für die turi2 edition #8 spricht Jens Twiehaus mit ihm über Erfolg und sein kurioses Talent. Lesen Sie das ganze Porträt von Rückwärtssprecher Bernhard Wolff hier als Online-Text oder hier im freien PDF des Buchs und klicken Sie hier den Videofragebogen.

"Ganzheitliches Marketing" – L’Oréal-Manager Stefan Geister will Mitarbeiter zu Influencern machen.


Haltung ist das neue Marketing: Stefan Geister, bei L'Oréal Deutschland verantwortlich für Apotheken-Marken wie Vichy und CeraVe, krempelt Führungsstruktur und Marketing im Konzern um. Im Interview mit "Horizont" und turi2.tv am Rande des Innovation Day Beauty von Gruner + Jahr erklärt der Manager, wie L'Oréal sich zum nachhaltigen Unternehmen gewandelt hat. Sein Ziel: Jeder Mitarbeiter soll Botschafter der Marken und Influencer für die Kunden werden.

Nachhaltigkeit und Zufriedenheit der Mitarbeiter lässt sich der Konzern im neuen Hauptquartier in Düsseldorf einiges kosten: Auf dem Dach summen Bienen, aus speziellen Wasserleitungen sprudelt Mineralwasser. Privilegien wie designierte Parkplätze und Chef-Büros sind abgeschafft, statt mit dem Flugzeug reisen Chefs und Mitarbeiter, wo immer es geht, mit der Bahn. "Unser Engagement muss von Herzen kommen und ehrlich gemeint sein", sagt Geister.
turi2.tv (4-Min-Video bei YouTube)

Video-Tipp: Die Launch-Party der turi2 edition #8 in 80 Sekunden.


Videokorrektur: Passend zum Thema Fuckup haben wir Gipfelstümper von turi2 gestern das falsche Video zu unserer Launchparty & Fuckup-Night in der Flyeralarm-Lounge verlinkt - hier ist das richtige: Anne-Nikolin Hagemann hat die 100 Gäste in 80 knackige Sekunden gepackt. Zu sehen sind die Plaudergäste Andreas Arntzen, Ina Tenz, Aleksander Ruzicka und Oliver Wurm, aber auch der Spaß, den die Gäste hatten.
turi2.tv (80-Sek-Video)

Mehr von der FuckUp-Night von turi2 und Flyeralarm: Media-"Sonnenkönig" Aleksander Ruzicka erzählt seine Knast-Geschichte.

turi2 FuckUp Night: Ina Tenz und ihr missglückter Kaninchen-Coup.


Eine flog aus dem Osternest: Ina Tenz kauft bei Ebay ein scheinschwangeres Kaninchen – und vermasselt damit die Oster-Aktion bei Antenne Bayern. Die Programmdirektorin erzählt Heike Reuther von ihrem Missgeschick bei der FuckUp Night von turi2 in der Flyeralarm Lounge München. Wie es sich für eine leidenschaftliche Storytellerin gehört: Die Geschichte um Ebay-Kaninchen Mütze hat ein Happy End.
turi2.tv (8-Min-Video bei YouTube)

Aus dem Archiv: Ina Tenz beantwortet den Unterwegs-Fragebogen zur turi2 edition #7:


Aus dem Archiv: Ina Tenz bei den Medientagen in München 2017 über Radio und dieses Internet.

Flyeralarm Frauen-Bundesliga: Thorsten Fischer will den Frauenfußball populärer machen.


Marketing-Doppelpass: Flyeralarm ist ab kommender Spielzeit fünf Jahre lang Namenssponsor der Frauen-Fußballbundesliga. Thorsten Fischer, Gründer und Chef des Online-Druckhauses, wünscht sich im turi2.tv-Interview am Rande der Pressekonferenz von DFL und Flyeralarm, dass Frauen-Fußball und Druckerei voneinander profitieren: "Wir haben als Flyeralarm bewiesen, dass wir wissen, wie man eine Marke aufbaut."

Fischer tritt in große Fußstapfen: Bisher ist der Versicherungs-Konzern Allianz Namenssponsor. Flyeralarm bringt aber Fußball-Erfahrung mit – bei den Spielen der Männer-Fußball-Nationalmannschaft läuft Flyeralarm-Werbung auf der Bande. Im heimischen Würzburg trägt das Stadion der drittklassigen Kickers den Namen der Online-Druckerei.

Weitergehende Pläne, wie etwa ein vom Unternehmen gesponserter Mannschafts-Aufbau – wie Red Bull es in Leipzig macht und Dietmar Hopp in Hoffenheim – hat Fischer allerdings nicht: "Ein Sieg in der dritten Liga schmeckt im Zweifel genauso gut wie ein Sieg in der ersten Liga."
turi2.tv (4-Min-Interview bei YouTube)

Mitarbeit: Markus Trantow