Zitat: Reise mit Wasserstoffauto lief rumpelig, sagt SAP-Chef Christian Klein.

"Ich wäre wahrscheinlich ohne eine mehrtägige Planung mit meinem Wasserstoffauto nie hier in Davos angekommen."

SAP-Chef Christian Klein sagt im Interview mit n-tv, er sei fortschrittlich von Heidelberg zum Wirtschaftsforum in Davos gereist, habe dabei aber sehr deutlich gespürt, welche "Limitationen" neue Mobilitätsformen noch haben.
n-tv.de

Aus dem turi2.tv-Archiv (03/2019): "Wir brauchen digitale Bildung", sagt SAP-Vorstand Christian Klein über den Wandel im Software-Konzern.

VW-Markenchef Thomas Ulbrich: Energie- und Autobranche müssen kooperieren.

Ladesäulen für E-Autos sind für die Energie-Branche aktuell ein Verlustgeschäft, sagt BDEW-Chefin Kerstin Andreae im "Handelsblatt". Von wirtschaftlich interessanter Auslastung sei man in Deutschland "noch deutlich entfernt". VW-Markenvorstand Thomas Ulbrich sagt, Auto- und Energiewirtschaft müssten stärker zusammenarbeiten. Eine längerfristige Subventionierung für E-Autos hält er für unnötig, es gehe darum, "die Startphase des Wechsels zur E-Mobilität zu fördern".
handelsblatt.com

Huawei kooperiert künftig mit dem Kartendienst von Tomtom.


Ziel erreicht: Huawei nutzt in Apps künftig Kartenmaterial des niederländischen Navigationssystemanbieters Tomtom als Alternative zu Google Maps. Damit umgeht Huawei Trumps schwarze Liste, wonach US-Konzerne nicht direkt mit chinesischen Firmen zusammenarbeiten dürfen. Zu Details wie Preis, Umfang oder Laufzeit des Deals schweigt Tomtom.

Die Kooperation sei bereits "vor einiger Zeit" geschlossen worden, wurde jedoch "im Interesse beider Partner" geheim gehalten, meldet Reuters. Huawei könnte mit den Karten, Verkehrsinformationen und der Navigationssoftware von Tomtom künftig Apps für die eigenen Smartphones entwickeln.
faz.net, reuters.com

Volkwagen-Chef Diess will den Autobauer zu einem Tech-Konzern wandeln.

Volkswagen muss sich zu einem Tech-Konzern wandeln, fordert Konzernchef Herbert Diess in einer Rede vor Führungskräften, aus der das "Handelsblatt" zitiert. "Der Sturm geht jetzt erst los", Volkswagen müsse im Wettbewerb mit Tesla und im Zuge des Wandels der Automobilindustrie an Tempo zulegen. Das Auto werde sich künftig zum "wichtigsten Mobile Device" entwickeln.
handelsblatt.com

Audi verlängert vorzeitig beim FC Bayern und setzt Spieler-Autos unter Strom.


Elektro-G-Audi: Autobauer Audi und der FC Bayern München verlängern ihre Partnerschaft vorzeitig bis 2029. Laut "Bild" zahlt Audi dafür insgesamt rund 500 Mio Euro. Ab sofort fließen gut 50 Mio Euro jährlich aufs Konto der Bayern und damit gut 15 Mio Euro mehr pro Jahr als bisher - immerhin das Durchschnittsgehalte eines Top-Spielers. Über die Bayern will Audi vor allem das Thema Elektro­mobilität pushen und stattet dazu alle Spieler mit seinem Elektro-Auto E-Tron aus. Auch gemeinsame Marketing-Aktionen zur E-Mobilität sowie Ladesäulen und Probefahrten rund um die Allianz Arena sind geplant. Für die Audi-Mitarbeiter sieht die Partnerschaft u.a. Meet&Greet-Aktionen mit Bayern-Stars vor.

Audi ist seit 2002 exklusiver Automobil-Sponsor des FC Bayern. Konkurrent BMW wollte Audi diese Rolle streitig machen, für zehn Jahre war eine Summe von 800 Mio Euro im Gespräch. Auch Audi erhöhte daraufhin sein Angebot, von bis zu 60 Mio Euro im Jahr war die Rede. BMW schoss sich am Ende selbst ins Aus, weil die Münchner eine Rücktritssklausel in den Vertrag einbauen lassen wollten. Daraufhin beendete der Verein Verhandlungen. (Foto: Audi)
bild.de, tz.de, fcbayern.com, audi-mediacenter.com, turi2.de (Background)

Basta: Tesla verkauft T-Shirts mit zerbrochener Cybertruck-Scheibe.

Profitables Scheitern: Tesla verkauft nach dem Fauxpas bei der Präsentation seines Cybertrucks, wo die bruchsichere Scheibe durch eine Metall­kugel zerbrach, nun T-Shirts mit zerdepperter Scheibe auf der Brust. Bereits in Planung sind auch Shirts mit seltenen Kröten drauf, die Natur­schützer in der Nähe von Teslas geplantem Werk in Brandenburg sicher noch finden werden.
futurezone.at via mobilegeeks.de

Stark frequentierte Strecken der Bahn hatten 2019 oft Verspätung.

Deutsche Bahn: Die Pünktlichkeitsbilanz 2019 fällt auf stark frequentierten Strecken deutlich schlechter aus als die Durchschnittswerte der Bahn, ermittelt das Erstattungsportal Refundrebel für das "Handelsblatt". Demnach war jeder zweite Zug zwischen Hannover und Berlin verspätet. Auch zwischen Köln und Frankfurt waren nur 62,7 % der Fernzüge pünktlich.
handelsblatt.com

Zahl des Tages: Die Umstellung auf E-Mobilität kostet 410.000 Arbeitsplätze.

Zahl des Tages: Rund 410.000 Arbeitsplätze fallen bis 2030 durch die Umstellung auf die Elektromobilität in Deutschland weg, zitiert das "Handelsblatt" aus dem Bericht der "Nationalen Plattform Zukunft der Mobilität". In der Produktion von Motoren und Getrieben könnten bis zu 88.000 Stellen wegfallen, da ein E-Auto weniger Teile benötigt.
handelsblatt.com

Deutsche Bahn war 2019 an Heiligabend am pünktlichsten.

Deutsche Bahn: 75,9 % der Fernzüge waren im Jahresschnitt 2019 pünktlich, meldet die "Bild am Sonntag". Ausgerechnet Heiligabend war im vergangenen Jahr der Tag mit der höchsten Pünktlichkeit. "In neun von zwölf Monaten des Jahres 2019 waren wir besser unterwegs als 2018", bilanziert Bahn-Chef Richard Lutz.
"Bild am Sonntag", S. 5 (Paid)

Aus dem turi2-Archiv: Wie Bahn-Chef Richard Lutz die Medien erlebt (02/2019).

Volkswagen übernimmt den IT-Spezialisten Diconium.

Volkswagen übernimmt den Stuttgarter IT-Spezialisten Diconium und stärkt damit den Aufbau eigener Software-Kompetenz, schreibt die "FAZ". Diconium entwickelt Vertriebsplattformen für digitale Produkte und soll auch künftig als eigenständiges Unternehmen agieren. Über den Kaufpreis vereinbarten beide Parteien Stillschweigen, zuvor hielt der Autobauer bereits 49 % an Diconium.
"FAZ", S. 19 (Paid)

Basta: Werbespruch von Sixt wandert in den Papierkorb statt ins Gelände.

Ausgebremst: Die Wettbewerbszentrale klagt erfolgreich vor dem Landgericht München gegen den Sixt-Werbespruch "Ab ins Gelände", weil die angepriesenen Mietwagen laut Geschäftsbedingungen gar nicht abseits der Verkehrswege gefahren werden dürfen. Statt ins Gelände wandern die Werbesprüche damit ab in den Papierkorb.
boerse.ard.de

Brandenburgs Finanzausschuss stimmt Grundstückverkauf an Tesla zu.

Tesla: Der Finanzausschuss des Brandenburger Landtags hat den Kaufvertrag für das Gelände der geplanten Fabrik in Grünheide gebilligt. Die Entscheidung fiel einstimmig mit einigen Enthaltungen. Der Vorstand von Tesla muss den Vertrag noch zustimmen. Der Kaufpreis ist zunächst auf knapp 41 Mio Euro festgelegt. Mit einem externen Gutachten wollen beide Partien den endgültigen Preis für das rund 300 Hektar große Grundstück festlegen.
manager-magazin.de

Zitat: Daimler und James Cameron arbeiten gemeinsam an der Mobilität der Zukunft.

"Wir müssen klüger mit Technologie umgehen, und ich bin optimistisch, dass wir das schaffen werden. Ich glaube allerdings nicht daran, dass es eine technologische Wunderwaffe gibt, die alle unsere Probleme löst."

Hollywood-Regisseur James Cameron hat mit Mercedes-Benz das Konzept-E-Auto Vision AVTR entwickelt. Im "FAZ"-Doppel-Interview mit Daimler-Chef Ola Källenius sagt Cameron, dass er es als Science-Fiction-Autor liebt, am Punkt des maximalen Wandels teilzunehmen.
"FAZ", S. 22 (Paid)


"Wir verschwenden kein Geld mehr mit Dingen, die nicht funktionieren, und konzentrieren uns darauf, was uns einen positiven Cashflow verspricht."

Daimler-Chef Ola Källenius will die "Baby-Phase der Mobilitätsdienste" hinter sich lassen, weshalb Share Now sich aus einigen Märkten zurückzieht.
"FAZ", S. 22 (Paid), turi2.de (Background)

Volkswagen will bei allen Marken die SUV-Sparte stark ausbauen.

Volkswagen will die Produktion von SUVs in den nächsten Jahren massiv ausbauen, sowohl bei VW, als auch bei den Töchtern Audi, Skoda und Seat. 2025 soll der SUV-Anteil weltweit bei mehr als 50 % liegen. Die "SUV-Offensive" sei ein voller Erfolg, sagt VW-Markenchef Ralf Brandstätter. VW sehe keinen Grund, die Entwicklung anzuhalten. Kritik von Klimaschützern kontert Konzernchef Herbert Diess damit, dass die Geländewagen das Geld verdienten, um die E-Sparte zu finanzieren.
handelsblatt.com

Tesla will in Brandenburg mehrere Modelle und 500.000 E-Autos jährlich bauen.

Tesla will in seinem geplanten Werk in Brandenburg mehrere Modelle bauen: Rund 500.000 E-Autos der Modelle 3 und Y sowie künftige Modelle sollen pro Jahr vom Band laufen. 2019 hat Elon Musks Firma insgesamt rund 367.500 Fahrzeuge ausgeliefert. Tesla macht in der Ankündigung im Amtsblatt keine Angaben zu den Arbeitsplätzen, die entstehen, laut Landesregierung sind zunächst 3.000, nach Ausbau bis zu 8.000 Stellen geplant.
welt.de, turi2.de (Background)

Deutsche Post fordert gemeinsame Zusteller für alle Paketdienstleister.

Deutsche Post befürwortet eine konsolidierte Zustellung, bei der ein Paketbote pro Straße alle Sendungen zustellt - auch die der Mitbewerber gegen Entgelt, schreibt die dpa. Es sei "nicht mehr zeitgemäß und nicht gut für die Luft, wenn in ein und derselben Straße fünf, sechs verschiedene Paketzusteller vorfahren und ausliefern", findet Post-Betriebsratschef Thomas Koczelnik.
zeit.de

Zahl des Tages: Deutsche Bahn investiert 2 Mrd Euro in den Digitalausbau.

Zahl des Tages: Funkende 2 Mrd Euro will die Deutsche Bahn in den kommenden vier Jahren für den Ausbau des Wlans in den Zügen sowie in weitere Digitalprojekte investieren, meldet die dpa. Die Wlan-Qualität hängt auch von der Antennenmast-Infrastruktur entlang der Strecken ab, die wiederum von den Mobilfunkbetreibern betreut werden. Für besseren Empfang in den Zügen will die Bahn u.a. Mobilfunksignale verschiedener Provider bündeln.
spiegel.de

Eurowings-Flugbegleiter streiken und drohen mit weiteren Streiks.

Eurowings: Die Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo bestreikt seit der Nacht die Lufthansa-Tochter Germanwings. Bis Mittwoch fallen mehr als 180 Flüge aus, vor allem in Köln-Bonn, München, Hamburg und Berlin-Tegel. Eurowings rechnet dennoch mit einem "geregelten Flugbetrieb". Ufo droht, falls nötig, mit weiteren Streiks.
sueddeutsche.de, wiwo.de, manager-magazin.de

Gründer Travis Kalanick verkauft 90 % seiner Uber-Aktien.

Uber: Travis Kalanick, Gründer und bis 2017 Chef des Fahrvermittlers, hat im November nach dem Ende der Haltefrist nach dem Börsengang über 90 % seiner Anteile verkauft. Der Wert liegt bei rund 2,5 Mrd Dollar. Damit hält Kalanick mittlerweile nur noch etwa 0,5 % an Uber, beim Börsengang im Mai waren es noch gut 6 %. Im Frühjahr 2018 hatte Kalanick bereits Anteile im Wert von 1,4 Mrd Dollar an Softbank verkauft. Beobachter glauben, dass Kalanick das Geld überwiegend in sein neues Startup Cloud Kitchens steckt.
manager-magazin.de

Uber will mit einem neuen Vermittlungsmodell weiter in Deutschland aktiv sein.


Uberarbeitet Uber reagiert auf ein Gerichtsurteil aus der vergangenen Woche und ändert sein Vermittlungsmodell für Fahrten in Deutschland. Das Unternehmen arbeitet künftig nur noch mit einem Mietwagen-Anbieter, Safedriver, zusammen. Außerdem will Uber technisch sicherstellen, dass die Aufträge zunächst in dessen Zentrale und erst dann bei den Fahrern eingehen. Außerdem überwache das System, ob der Fahrer wie gefordert vor einem neuen Auftrag zumindest auf dem Rückweg zur Zentrale ist. Formal legt Safedriver als Generalunternehmer zudem die Preise fest. Für die Nutzer sollen sich keine großen Veränderungen ergeben.

Mit den Schritten will Uber das gegen den Dienstleister erwirkte Verbot umgehen. Uber selbst besitzt keine Mietwagenlizenz, Safedriver wohl. Die Firma gehört zum Teil Lutz Helmig, Gründer der Klinikgruppe Helios.
handelsblatt.com (Vermittlungsmodell), handelsblatt.com (Safedriver), turi2.de (Background)

In zehn Jahren sind die Innenstädte abgasfrei – Tier-Gründer Julian Blessin im Interview.


E-Visionen: Julian Blessin glaubt, dass unsere Innenstädte in zehn Jahren rauch- also abgasfrei sein werden. Der Mitgründer des E-Scooter-Verleihers Tier stellt schon heute in 43 Städten weltweit rollende Mobilitäts-Alternativen bereit – in Form der mintgrünen Miet-Roller. Im Video-Interview von "Horizont" und turi2.tv am Rande des Focus Inner Circle in Berlin erinnert er daran, dass in Deutschland seit mehr als zehn Jahren in Restaurants nicht mehr geraucht wird. "Ich denke, wenn man in zehn Jahren zurückschaut, wird es ähnlich sein, dass man sich gar nicht mehr vorstellen kann, wie wir unsere Innenstädte vollgeraucht haben."

Dass die E-Roller-Ära mit einigen Kinderkrankheiten kämpft, sich etwa Passanten und Anwohner über unmöglich abgestellte Roller ärgern, sieht Blessin auch und sagt, dass dafür "leider einige wenige" Kunden verantwortlich seien, "die wir hoffentlich auch noch zu besserem Verhalten erziehen können". Blessin hofft – neben der Emissionsfreiheit – auch die übrige Öko-Bilanz der Roller zu verbessern. Die ersten Geräte, die Tier und andere Anbieter auf die Straße gestellt hatten, seien Konsumergeräte gewesen, deswegen seien sie oft so schnell kaputt gegangen. Von der neuesten Roller-Generation erwartet sich Blessin eine durchschnittliche Nutzungszeit von mehr als 24 Monaten.
turi2.tv (4-Min-Video auf YouTube)

Italienische Regierung will Alitalia künftig nicht mehr finanzieren.

Alitalia wird künftig nicht mehr mit Staatskrediten unterstützt, sagt der italienische Industrieminister Stefano Patuanelli der Zeitung "Il Messaggero". Die Regierung hat diese Woche einen Kredit in Höhe von 400 Mio Euro unterzeichnet, damit das Geschäft weiterlaufen kann. Dies solle "wirklich der letzte Eingriff des Staates für Alitalia" sein.
ilmessaggero.it (Paid) via handelsblatt.com

Vom E-Roller bis zum Flugtaxi: Wie Franz Tepe sich die Mobilität von morgen vorstellt.


Mit dem E-Radl da: Fahrrad-Vorkämpfer Franz Tepe will wild parkende E-Roller von den Gehwegen holen und Ladung und Wartung in zentralen Hubs erledigen. Beim Focus Inner Circle in Berlin stellt der Eurorad-Chef das Projekt Sharea ("Share" + "Area") vor. In den überdachten, verschlossenen Hubs für E-Mobile aller Art sollen möglichst zentral in Wohngebieten Fahrzeuge für Nutzer bereitstehen, bequem buchbar per App, erklärt er im Video-Interview von "Horizont" und turi2.tv.

"In den globalen Ballungszentren, gerade der Zukunft, wird das Auto nicht mehr die Rolle spielen, die es heute hat", glaubt der bekennende Autofan Tepe mit Blick auf das neue Jahrzehnt. Dafür sei Autofahren in der Stadt zu teuer und zu unbequem. Schon heute stehe man oft mehr, als man fahre. Stattdessen glaubt er an einen bunten, aber geordneten Mobilitäts-Mix vom E-Roller über E-Bikes und ÖPNV bis zum Flugtaxi.
turi2.tv (5-Min-Video bei YouTube)

Deutsche Bahn: Sigrid Nikutta findet Wachstum wichtiger als Gewinn.

Deutsche Bahn: Sigrid Nikutta, künftige Chefin der Gütersparte, sind mehr Transporte auf der Schiene wichtiger als Profitabilität bei DB Cargo, sagt sie dem "Focus". Ausschließlich auf schwarze Zahlen zu achten, bringe "garantiert nicht mehr Verkehr auf die Schiene". Bahnchef Richard Lutz rechnet 2019 bei DB Cargo mit einem Verlust von 300 Mio Euro.
focus.de

Aus dem turi2-Archiv: Wie Bahn-Chef Richard Lutz die Medien erlebt (02/2019).