BMW und Mercedes verkaufen Share Now an Stellantis.

Abfahrt: Die Autobauer BMW und Mercedes-Benz trennen sich von ihrer Carsharing-Plattform Share Now. Die Opel-Mutter Stellantis übernimmt die Anteile, um das Angebot seiner Mobilitäts­tochter Free2move auszubauen. BMW und Mercedes wollen sich auf ihre Taxi-Vermittlung Free Now und die Lade­stationen-Plattform Charge Now konzentrieren. Share Now ist 2019 aus früher konkurrierenden Carsharing-Anbietern car2go und DriveNow entstanden.
handelsblatt.com

Uber startet Abo-Service “Uber One” in Berlin.

Uber startet in Berlin den Abo-Service "Uber One". Das Angebot kostet circa fünf Euro pro Monat, für Abonnentinnen entfallen dadurch die Liefergebühren bei "Uber Eats". Zusätzlich gibt es fünf Prozent Rabatt bei einer Essensbestellung ab zehn Euro, bei gebuchten Fahrten beträgt der Preisnachlass zehn Prozent. Das Modell soll schrittweise in ganz Deutschland ausgerollt werden.
businessinsider.de

Hör-Tipp: Carsharing wird das eigene Auto nicht ersetzen, sagt Mercedes-Chef Ola Källenius.

Hör-Tipp: Das selbstfahrende Auto werde "ein Ding im Internet der Dinge", ein "dritter Lebensraum neben dem Zuhause und der Arbeit", sagt Ola Källenius im OMR-Podcast. Der Mercedes-Chef glaubt, dass der Wechsel zum autonomen Auto nicht abrupt, sondern Schritt für Schritt erfolgen wird. Die Fahrzeuge werden immer mehr Dinge, wie z.B. Einparken, selbst ausführen können. Carsharing sei ein komplementäres Geschäft, werde die "selbstbestimmte Mobilität" mit dem eigenen Auto aber nicht ersetzen.
open.spotify.com (60-Min-Audio)

turi2 edition #17: Porsche-Chef­designer Michael Mauer über Emotionen, E-Autos und “Happy Accidents”.


Mit Stift am Steuer: Porsche-Chefdesigner Michael Mauer ist eigentlich CEO: Chief Emotion Officer. Mithilfe von 3D-Brille und Knete entwirft er die Autos der Zukunft. Und manchmal sogar Raumschiffe. Weil nur die wenigsten Ideen eines Designers umgesetzt werden, versteht er sein Gehalt auch als “Schmerzens­geld”, erzählt er im Interview in der turi2 edition #17. Weiterlesen >>>

“Manager Magazin”: Porsche elektrifiziert das Modell 911 doch.

Keine Fossilie: Autobauer Porsche plant nun doch eine Elektro-Variante seines berühmten Modells 911, berichtet das "Manager Magazin". Das Aushängeschild der Marke soll mit einer Feststoff­batterie betrieben werden, die aktuell noch keine Marktreife hat, heißt es aus dem Firmen­umfeld. Als Markt­start ist frühestens das Ende des Jahrzehnts angepeilt.
manager-magazin.de (Paid)

Basta: Steigende Sprit-Preise haben aufs Tempo bisher kaum Auswirkung.

Ich will Spaß, ich geb' trotzdem Gas: Auch rapide steigende Spritpreise bringen Autofahrerinnen in Deutschland offenbar nicht dazu, ihr Tempo zu drosseln, sagt die Auswertung von Verkehrsdaten. Dabei brächte auf Autobahnen die Reduktion von 110 auf 90 km/h eine Sprit-Ersparnis von 23 %. Es scheint, als dominiere nach dem Preis-Schock an der Tankstelle nur noch der Fluchtreflex.
spiegel.de

Lese-Tipp: Wie Hildegard Wortmann den VW-Vertrieb umkrempelt.

Lese-Tipp: Vertriebs-Vorständin Hildegard Wortmann macht bei VW Schluss mit "PS- und Geschwindigkeitsprotzen", schreibt Simon Hage in seinem Porträt. "Das Prinzip Autoquartett ist auf die Dauer nicht mehr tragbar," sagt Wortmann. Hage beschreibt den schwierigen Kulturwandel beim Autobauer – vom Vor-Ort- zum Digital-Vertrieb, von der "gedrungenen Händlerbude" zum "weiträumigen Einkaufs-Tempel", den Wortmann durchsetzen muss.
spiegel.de (Paid)

Ex-Opel-Chef Michael Lohscheller heuert bei US-Startup Nikola an.

Fährt weiter: Ex-Opel-Chef Michael Lohscheller heuert nach seinem kurzen Gastspiel beim vietnamesischen Mischkonzern Vingroup beim US-Startup Nikola an. Lohscheller wird dort "President" und soll sich um das globale Geschäft mit Elektro-LKWs kümmern. Nikola ist nicht unumstritten: Das Unternehmen hatte bei Vorführungen teils Attrappen statt Prototypen gezeigt.
manager-magazin.de

Kraftfahrt-Bundesamt prüft den Autopilot von Tesla.

Zu autonom? Das Kraftfahrt-Bundesamt nimmt sich den Autopiloten von Tesla vor, berichtet die "Bild am Sonntag". Konkret geht es um den Spurwechsel-Assistenten, der möglicherweise in der EU nicht zulässig ist. Die Funktion soll das Auto "auf die optimale Fahrspur bringen, um es auf Einmündungen und Ausfahrten vorzubereiten", so Teslas Selbstbeschreibung.
Bild am Sonntag (Paid), focus.de

Ulrich Pallas verlässt Thjnk und geht zur Mercedes-Agentur Team X.

Overthjnk it: Thjnk-COO Ulrich Pallas, 58, verlässt die Agentur und wechselt zum 1. April zur Omnicom-Einheit Team X, die sich um die weltweite Kommunikation von Mercedes Benz kümmern soll. Pallas soll Team X als Finanzchef unterstützen. Bei Thjnk übernimmt Horst Wagner das Ressort von Pallas, Finance Director Alina Bergen bekommt zusätzliche Aufgaben im operativen Geschäft.
horizont.net (Paid)

“Wiwo”: Flixtrain sucht Investor, um Züge in Russland zu kaufen.

Transflixbirische Eisenbahn: Der private Bahn-Konkurrent Flixtrain will 65 Hoch­geschwindig­keits­züge beim russischen Hersteller Transmashholding bestellen, berichtet die "Wirtschaftswoche". Dafür suche FlixMobility einen Finanz­investor, der die Züge für rund 1 Mrd Euro kauft und anschließend an Flixtrain verleiht – samt Zug­personal und Lokomotiven. Flixtrain will sein Geschäft von Deutschland nach Benelux, Skandinavien und Ost­europa ausweiten.
wiwo.de (Zusammenfassung), wiwo.de (Paid)

Deutsche Bahn strebt 2022 Pünktlichkeit von 80 % an.

Deutsche Bahn will im laufenden Jahr 80 % Pünktlichkeit im Fernverkehr erreichen, sagt Bahnchef Richard Lutz der dpa. Demnach will das Unternehmen in den kommenden Monaten "auf Rekordniveau bauen". Um das Pünktlichkeitsziel trotzdem zu erreichen, setzt die Bahn auf "Dreischichtbetriebe" und "hochmoderne Technik". Im vergangenen Jahr lag die Pünktlichkeit im Fernverkehr bei 75 %. Bis 2030 will die Bahn zu 85 % pünktlich sein.
spiegel.de

Dem Autovermieter Sixt fehlen Elektro-Fahrzeuge.

Am Steuer: Dem Autovermieter Sixt fehlt es an Elektro-Fahrzeugen. "Wir hätten gerne deutlich mehr Elektroautos, aber die sind noch schwieriger zu bekommen als Verbrenner", sagt Firmenchef Alexander Sixt im "Handelsblatt"-Interview. Er macht die "staatliche Förderung" als Ursache des Übels aus, die "einen Run ausgelöst" habe. In der weltweiten Mietwagen-Flotte sind aktuell 10 % elektrisch, beim deutschen Car-Sharing sind es ein gutes Drittel, sagt Sixt. Ein Mangel an Autos ist nicht neu für die Branche. Die Neuzulassungen haben 2021 wegen eines Chipmangels den tiefsten Stand seit der Wiedervereinigung erreicht.

Für dieses Jahr sieht Sixt eine "positivere Entwicklung" der Branche als noch im Januar 2021. Gerade jetzt könnte das Unternehmen mit mehr Autos "deutlich mehr Geschäft machen". Obwohl der Auto­vermieter zu Beginn der Pandemie fast vollständig zusammen­gebrochen ist, scheint das Geschäft nun aber wieder zu laufen. "Wir werden in der größten Krise der Reisebranche voraussichtlich ein echtes Rekordjahr 2021 einfahren", sagt Sixt, der seit Juni 2021 gemeinsam mit seinem Bruder Konstantin Sixt das Familienunternehmen leitet.
handelsblatt.com

Zitat: Bahn-Boss Richard Lutz schaut lieber aufs Klima als auf Quartalsergebnisse.

"Das Klima wartet nicht, und unsere Kunden warten auch nicht."

Bahn-Chef Richard Lutz rechtfertigt hohe Investitionen zulasten des Betriebs-Ergebnisses, der Staats-Konzern schiele "nicht kurzfristig auf Quartalsergebnisse". Er sei "überzeugt, dass der Trend zu klimafreundlicher Mobilität und Logistik sich nach dem Ende der Pandemie weiter fortsetzen wird".
welt.de

Tesla bringt in China Karaoke-Mikrofone für seine Autos heraus.

Singing in the Car: Tesla springt auf den in China beliebten Karaoke-Zug auf und verkauft dort ab sofort mit dem "Tesla Mic" für umgerechnet 170 Euro ein Karaoke-Mikrofon für seine Fahrzeuge. Dieses ist u.a. mit einem speziellen Sound-Modi für die Amateursängerinnen ausgestattet. Bereits 2019 hatte der E-Autobauer die Software "Caraoke" eingeführt, mit dem neusten Update sind durch eine Kooperation mit der chinesischen Plattform Leishi KTV mehr Lieder verfügbar.
t3n.de, wsj.com (Paid)

Streetscooter-Produktion der Post geht an internationales Konsortium.

Ausgescootet: Die Deutsche Post hat einen Käufer für die verlust­reiche Produktion des Elektro­transporters Streetscooter gefunden. Die Rechte und das Know-how gehen an das Luxemburger Konsortium Odin Automotive. Die Post steigt mit 10 % als Minderheits­eigner ein. An der Spitze der Gesellschaft steht der frühere Finanzchef der Deutschen Bank, Stefan Krause. Die rund 300 Beschäftigten der Streetscooter GmbH bleiben im Unternehmen.
presseportal.de, heise.de, turi2.de (Background)

Nach vier Monaten: Ex-Opel-Chef Michael Lohscheller verlässt die Vingroup wieder.

Kurzes Gastspiel: Nach nur vier Monaten gibt Ex-Opel-Chef Michael Lohscheller die Leitung der E-Auto-Sparte Vinfast beim vietnamesischen Mischkonzern Vingroup ab. Aus "persönlichen Gründen" wolle Lohscheller nach Europa zurückkehren. Vorstands-Vizin Le Thi Thu Thuy tritt an seine Stelle. Offenbar habe der Kontakt zur Familie unter den Pandemie-Bedingungen gelitten, soll es aus dem Umfeld von Lohscheller heißen.
heise.de, turi2.de (Background)

Digital-Marketingchef Jörg Poggenpohl verlässt BMW.

BMW und Digital-Marketingchef Jörg Poggenpohl gehen zum Jahres­ende getrennte Wege, berichtet "Horizont". Er verlasse den Münchner Auto­bauer "auf eigenen Wunsch", um sich "neuen beruflichen Aufgaben" zu stellen. Poggenpohl ist seit 2016 für BMW tätig und hat in den vergangenen Jahren das digitale und daten­getriebene Marketing deutlich ausgebaut.
horizont.net (Paid)

“Manager Magazin”: Volocopter-Chef Florian Reuter steht auf der Kippe.

Turbulenter Flug: Der deutsche Flugtaxi-Pionier Volocopter, an dem auch Daimler, Intel und die Bahn-Tochter DB Schenker beteiligt sind, sucht einen Chef. Geschäftsführer Florian Reuter (Foto) stehe auf der Kippe, berichtet das "Manager Magazin". Von Finanz­chef René Griemens habe sich die Firma schon im September relativ unbemerkt getrennt. Eine geplante Fusion mit der Firmen­hülle New Vista Acquisition des früheren Boeing-Chefs Dennis Muilenburg ist zuletzt geplatzt, weil die Investoren abgesprungen sind. Nun suche Volocopter neue Geldgeber für mindestens 500 Mio Dollar, um sein Fluggerät zur Marktreife zu bringen.
manager-magazin.de (Paid)

Hacker erbeuten sensible Daten von Autobauer Volvo.

Volvo ist Opfer eines Hackerangriffs geworden. Jemand Drittes habe "illegal auf eines unserer Dateisysteme zugegriffen", teilt der schwedische Autobauer mit. Der Datendiebstahl könne "Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb" haben. Es handle sich um Daten aus Forschung und Entwicklung. Negative Folgen auf die Sicherheit der Fahrzeuge schließt das Unternehmen aus, auch die Kunden-Daten seien sicher.
manager-magazin.de

Maja Weihgold übernimmt Unternehmenskommunikation der BVG.

Vom Staat zur Stadt: Die Berliner Verkehrs­betriebe engagieren Maja Weihgold als Kommunikations­chefin. Die 39-Jährige kommt von der Deutschen Bahn, wo sie zuletzt die 24/7-Presse­stelle geleitet hat. Weihgold übernimmt den neu geschaffenen Posten an der Spitze der neu zusammen­gestellten Stabs­abteilung Unternehmens­kommunikation und berichtet an Vorstands­vorsitzende Eva Kreienkamp.
horizont.net

Audi-Vorständin Hildegard Wortmann rückt in den Volkswagen-Vorstand auf.

Volkswagen baut den Konzern-Vorstand um, berichten "Spiegel" und Business Insider. Herbert Diess bleibt Chef, muss aber Verantwortung abgeben. Das neu geschaffene Ressort Vertrieb geht an Hildegard Wortmann (Foto), die im Vorstand der Volkswagen-Tochter Audi bisher Vertrieb und Marketing verantwortet. China-Vorstand soll Ralf Brandstätter werden, bisher Chef der Kernmarke VW. Als sein Nachfolger ist der bisherige Skoda-Chef Thomas Schäfer vorgesehen.
spiegel.de (Paid), businessinsider.de

“Handelsblatt”: Familie Porsche und Piëch erwägen Teilverkauf von VW-Anteilen.

Volkswagen bereitet unter dem Projektnamen "Phönix" den Börsen­gang seiner Sport­wagen­tochter Porsche vor, hört das "Handelsblatt" aus Unternehmens­kreisen. Das Vorhaben soll Kapital für den Konzern­umbau hin zu Elektro­mobilität bringen. Käufer könnten die Eigen­tümer­familien Piëch und Porsche sein, die dafür einen Teil­verkauf ihrer VW-Beteiligung erwägen. Mehrere Banken seien bereits aktiv, um die Deals zu strukturieren.
handelsblatt.com (Paid)

Ferdinand Dudenhöffer glaubt, dass E-Autos Atomstrom brauchen.

Strahlende Zukunft: Autoprofessor Ferdinand Dudenhöffer macht sich für eine Rückkehr zum Atomstrom stark. Er rechnet mit einem weiteren Anstieg des PKW-Verkehrs – auch weil die Menschheit sich noch lange mit Corona engagieren müsse. Der dadurch steigende Strombedarf könne nicht mit erneuerbaren Energien gedeckt werden. "Forschung und Innovationen lassen Kernkraftwerke in neuem Licht erscheinen", glaubt Dudenhöffer.
augsburger-allgemeine.de

“FAZ”: Präsidium des VW-Aufsichtsrates tagt wegen Herbert Diess.

Richtungsstreit: Das Präsidium des VW-Aufsichtsrates berät sich am Dienstag zur Zukunft von Konzernchef Herbert Diess, berichtet die "FAZ". Noch sei unklar, ob das Treffen bereits ein Ergebnis liefern werde, mit einer Vorentscheidung zu Diess' Zukunft sei aber noch diese Woche zu rechnen. Zuletzt hatte das Blatt berichtet, dass VM-Markenchef Ralf Brandstätter "schon bald" in den Vorstand aufsteigen und einige Aufgaben von Diess übernehmen solle.
faz.net, turi2.de

Bloomberg: Apple will 2025 ein selbstfahrendes Auto anbieten.

Autonomes Apple-Auto: Apple will voraussichtlich 2025 ein vollautonomes E-Auto auf den Markt bringen, berichtet Bloomberg. Bisher ist es noch keinem Autobauer gelungen, ein komplett selbstfahrendes Auto herzustellen. Über das Projekt "Titan" gibt es schon länger Spekulationen, zuletzt hatte der Konzern mit Christopher Moore einen ehemaligen Tesla-Ingenieur an Bord geholt.
bloomberg.com via manager-magazin.de, turi2.de (Background)

Mercedes-Benz produziert in Berlin künftig Elektromotoren.

Elektrifiziert: Daimler stellt das Mercedes-Benz-Werk in Berlin auf die Produktion von Elektromotoren um. Sie sollen in Mercedes-AMG-Modellen zum Einsatz kommen. Entwickelt hat die Motoren das britische Start-up Yasa, das Daimler übernehmen will. Zugleich soll in Berlin ein Kompetenzzentrum für Digitalisierung entstehen. Die Produktion eigener Dieselmotoren in der Hauptstadt läuft aus.
manager-magazin.de

Termin des Tages: Der Autogipfel des “Handelsblatts” startet.

termine2-logoTermin des Tages: Unter dem Banner des "Handelsblatts" trifft sich in den kommenden drei Tagen das Who-is-Who der Mobility-Branche zum Autogipfel. Die Wirtschaftszeitung erwartet u.a. BMW-Boss Oliver Zipse, VW-Chef Herbert Diess und Porsche-Mann Oliver Blume. Der kostenpflichtige Digital-Kongress startet heute mit dem Fokustag "Innovation und Technik".
Die wichtigsten Termine der Branche: turi2.de/termine

VW-Betriebsratschefin Daniela Cavallo bemängelt Kommunikation von Konzernchef Diess.

Draußen statt drinnen: "Die Kommunikationsform von Herrn Diess teile ich nicht", urteilt VW-Betriebsratschefin Daniela Cavallo im "Handelsblatt"-Interview. Der Konzern­chef thematisiere einen möglichen Stellen­abbau öffentlich, nicht aber in internen Gremien. Der Betriebsrat hatte Diess unlängst das Vertrauen entzogen, die Eigner-Familien Porsche und Piech stärken ihm nun den Rücken.
handelsblatt.com, wiwo.de, turi2.de (Background)

“Spiegel” und BR: Gutachten bringt Daimler im Abgas-Skandal in Bedrängnis.


Unsauber: Ein Gutachten soll belegen, dass Daimler in seinen Diesel-Modellen unzulässige Abschalteinrichtungen verwendet hat, berichten "Spiegel" und BR. Demnach hat der von einer US-Anwaltsfirma beauftragte Software-Entwickler Felix Domke in einer E-Klasse acht Abschalteinrichtungen entdeckt, die u.a. den Verbrauch des Harnstoffs AdBlue drosseln, der die Abgase reinigt. Dies sei die "dreisteste Abschalteinrichtung, die ich kenne", sagt Abgasexperte Kai Borgeest. Daimler weist die Vorwürfe zurück.

Der Autobauer hat stets bestritten, in seinen Diesel-Fahrzeugen unzulässige Abschalteinrichtungen zu verwenden und Beschwerde gegen das Kraftfahrt-Bundesamt eingelegt, das mehrere Modelle von Daimler zurückgerufen hat. Schadensersatz-Klagen gegen Daimler scheiterten bis jetzt häufig daran, dass Klägerinnen nicht nachweisen konnten, wie die Manipulation abläuft.
spiegel.de (Paid), br.de

“Handelsblatt”: VW-Betriebsrat entzieht Konzernchef Diess das Vertrauen.

Misstrauensvotum: Der VW-Betriebsrat will Konzernchef Herbert Diess von seinem Posten drängen, berichtet das "Handelsblatt". Demnach haben die Vertreter der Arbeitnehmerseite dem Vorstandschef in einer Sitzung am vergangenen Mittwoch das Vertrauen entzogen. Ein Vermittlungsausschuss soll bis zur nächsten Aufsichtsratssitzung Ende November oder Anfang Dezember eine Lösung finden. Bis dahin ist der Autokonzern blockiert und kann keine wichtigen Entscheidungen treffen. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil steht dem "Handelsblatt" zufolge auf Seiten des Betriebsrates.

Der Betriebsrat und der Konzernchef waren in der Vergangenheit bereits mehrmals aneinandergeraten. Diess will 30.000 Stellen in Deutschland abbauen. Statt zur Betriebsversammlung am 4. November wollte Diess lieber für eine Investoren-Reise in die USA aufbrechen. Die Betriebsratsvorsitzende Daniela Cavallo sprach von einem "beispiellosen Verhalten". Der Konzernchef ruderte zurück und will nun am Donnerstag zu der Belegschaft sprechen.
handelsblatt.com (Paid), turi2.de (Background)

Keine Standort-Schließungen: Opel will alle Werke behalten.

Opel wird alle seine drei Werke in Deutschland behalten, versichert CEO Uwe Hochgeschurtz im Gespräch mit der "FAZ". Man müsse jedoch "die Wettbewerbsfähigkeit immer neu erarbeiten". Zuletzt hatten Gerüchte die Runde gemacht, der Autobauer plane einen größeren Stellenabbau als vereinbart. Mit seinen noch 15.000 Beschäftigten sei Opel "so fit für die Zukunft wie nie zuvor in diesem Jahrtausend".
faz.net (Paid), handelsblatt.com