Microsoft investiert General Motors-Firma Cruise.

Microsoft 150Fahrerloses Fahren: Microsoft schießt 2 Mrd Dollar in das Unternehmen Cruise, das selbstfahrende Autos entwickelt. Die mehrheitlich von General Motors gehaltene Firma wird derzeit auf 30 Mrd Dollar taxiert, 2019 waren es noch 19 Mrd Dollar. Ursprünglich wollte Cruise schon 2019 erste Robo-Taxis in San Francisco betreiben, steckt aber noch heute in der Testphase.
faz.net

BMW will bis 2025 ein Viertel des Gewinns online machen.


Rollen ins Netz: SUV im Warenkorb: BMW wünscht sich, dass seine Autos künftig im Internet gekauft werden. Bis 2025 soll ein Viertel des Konzern-Gewinns aus Online-Verkäufen kommen, sagt Vertriebschef Pieter Nota. Der Autobauer will dazu einen dreistelligen Mio-Betrag in die Digitalisierung von Vertrieb und Marketing investieren. BMW verspricht sich vom Online-Geschäft auch Wachstum bei den Sonderausstattungen wie Fahrassistenz- und Sound-Paketen oder höheren Batterie-Reichweiten bei E-Modellen. Die Lieferung der Autos soll jedoch weiter über die Händler*innen laufen. Neben Tesla zählen zu BMWs Hauptwettbewerbern in Sachen Digitalisierung und E-Mobilität die deutschen Autobauer Audi und Mercedes.
handelsblatt.com, "FAZ", S. 22 (Paid)

Meinung: Opel-Krise ist “hausgemacht”, meint Annina Reimann.

Kein Popel fährt mehr Opel? Dass der Absatz des Autobauers 2020 um mehr als 35 % eingesackt ist, liegt nicht nur an Corona, meint Annina Reimann. Die Krise sei "hausgemacht", etwa weil das Flaggschiff-Modell Insignia nicht elektrifizierbar sei. Das Unternehmen stolpere gerade über die eigenen CO2-Ziele: "Der Preis dafür ist nun der desaströse Absatz." Opel müsse "sehr hart dafür kämpfen, dass die Marke nicht untergeht".
wiwo.de, spiegel.de

Reise-Start-up FromAtoB muss aufgeben.

FromAtoB stellt den Betrieb ein. Das Berliner Unternehmen bot reisemittelübergreifend Tickets an. Kund*innen konnten so zum Beispiel Bahn- und Bus-Fahrten verbinden. Als Grund für das Aus nennt FromAtoB die Auswirkungen der Corona-Pandemie. Der europäische Branchenverband Allrail verweist darauf, dass schon vorher Schwierigkeiten bestanden, weil staatliche Bahngesellschaften oft keine Echtzeitdaten zur Verfügung stellen und so unabhängige Ticketverkäufer benachteiligen würden.
handelsblatt.com

Zitat: Ex-Audi-Chef Rupert Stadler kritisiert vor Gericht die eigene Unternehmensführung.

"Tarnen und Täuschen war lange Zeit eine Arbeits-, vielleicht auch Angstkultur."

Ex-Audi-Chef Rupert Stadler hat sich erstmals seit seiner Festnahme 2018 öffentlich geäußert - in seinem Betrugsprozess vor Gericht. Ihm drohen bis zu 10 Jahre Haft. Die eigene Schuld im Dieselprozess streitet er ab und sieht sich stattdessen selbst betrogen. Vorwürfe mache er sich aber wegen der schlechten Unternehmenskultur bei Audi.
sueddeutsche.de (Paid)

Daimler geht in Kurzarbeit wegen fehlender Chips.

Daimler zollt den globalen Lieferengpässen bei Halbleitern Tribut und geht ab Freitag teils in Kurzarbeit. Betroffen ist das Kompaktwagenwerk in Rastatt, wo 6.500 Menschen arbeiten. Die Elektrooffensive des Autobauers soll in der Produktion Priorität haben. Auch Konkurrent VW leidet unter den Engpässen, die dafür sorgen könnten, dass der Konzern 2021 mehr als 100.000 Autos weniger produziert als geplant.
handelsblatt.com

Volkswagen hat im Dieselskandal belastendes Material geheim gehalten.


Dieselskandal: Volkswagen hat pikante Untersuchungsergebnisse aus der Öffentlichkeit halten können, belegt ein vertrauliches Vorstandsdokument, das der "Süddeutschen" vorliegt. Durch Verhandlungen mit US-Behörden seien laut dem Schriftstück "schwerwiegende und belastende Umstände" nicht ins sogenannte Statement of Facts aufgenommen worden. Der damalige Vorstandschef Matthias Müller betonte noch Monate später, das Statement enthalte die "wesentlichen Erkenntnisse aus Sicht der US-Behörden".

Die "Süddeutsche" interpretiert das Vorgefallene als "Deal zum beiderseitigen Vorteil". In den USA zahlte VW empfindliche Strafen von über 20 Mrd Euro, in anderen Erdteilen sind die Kosten indes überschaubar. Das Vorstandsdokument besagt im Wortlaut, dass VW die US-Behörden "kontinuierlich auf die Auswirkungen einzelner Sachverhaltsformulierungen auf die laufenden Verfahren im Rest der Welt hingewiesen" hat und so Formulierungen im Statement of Facts vermeiden konnte, die "zu erheblichen zusätzlichen Folgerisiken für andere Verfahren geführt hätten". Intern stand damals eine Strafsumme von 170 Mrd Euro im Raum. Auf Anfrage der "Süddeutschen" bestritt VW ein Fehlverhalten.
sueddeutsche.de (Paid), focus.de

Aida-Mutter Carnival meldet hohen Quartalsverlust und bestätigt Hackerangriff.

Double Trouble: Der US-Kreuzfahrtriese Carnival rechnet im vierten Quartal 2020 mit 2,2 Mrd Dollar Verlust. Ein Jahr zuvor verbuchte die Aida-Mutter in den drei Monaten bis Ende November einen Gewinn von 423 Mio Dollar. Außerdem bestätigt der Konzern, dass ein Hackerangriff an der kurzfristigen Absage zweier Silvesterfahrten sowie erheblichen IT-Problemen Ende letzten Jahres Schuld ist. Die Schäden sind nun behoben.
handelsblatt.com, bild.de, turi2.de (Background)

Autokonzerne drohen im Geschäft mit Software den Anschluss zu verlieren.

Autobranche entwickelt sich "weg von den Blechkarossen, hin zu Bits und Bytes", schreiben Simon Hage und Martin Hesse im "Spiegel". In Zukunft sei vor allem das Geschäft mit Software entscheidend. Die deutschen Autobauer drohen hier gegen Tesla, aber auch Apple und Google, den Anschluss zu verlieren. Das Know-how sei zwar eigentlich da, die großen Konzerne zeigten sich bislang aber nicht fähig, sinnvolle Kooperationen einzugehen und dafür auch Kontrolle abzugeben.
"Spiegel" 02/2021, S. 62 (Paid)

Statistisches Bundesamt meldet weniger Mobilität über die Weihnachtsfeiertage.

#StayHome: Während der Weihnachtsfeiertage waren die Menschen weniger unterwegs als sonst, sagt das Statistische Bundesamt. Es beobachtet einen durchschnittlichen Rückgang der Mobilität um 14,6 % im Vergleich zu 2019. Besonders längere Strecken legten deutlich weniger Menschen zurück: am 1. und 2. Weihnachtsfeiertag sank die Zahl der Reisen zwischen 50 und 100 Kilometern um ein Drittel, Reisen über 100 Kilometer sogar um etwa die Hälfte.
welt.de

“Wirtschaftswoche”: Tesla schreckt Bewerber*innen mit Chaos und Arroganz ab.

Tesla ist wohl doch nicht der Traum-Arbeitgeber, für den viele den E-Autobauer halten, schreibt die "Wirtschaftswoche". Bewerber*innen für Jobs im Werk in Grünheide berichten u.a. von chaotischen Einstellungs­gesprächen und arroganten Personalern. Die Arbeitsagentur Frankfurt / Oder habe mit Tesla bereits "intensiv über die Fach- und Arbeits­kräfte­situation in Deutschland" gesprochen. Tesla will in Grünheide 7.000 Stellen besetzen.
wiwo.de

“Handelsblatt” meldet massive IT-Lücken bei Autobahn GmbH.

Scheuer-Schlappe: Bei der Autobahn GmbH, seit 1. Januar zentrale Verwaltungs-Einheit des Bundes, müssen die Arbeitszeiten der circa 10.000 Angestellten derzeit manuell auf Papier festgehalten werden, berichtet das "Handelsblatt". Grund ist ein bisher lückenhaft laufendes IT-System. Auch die Autobahn-Meisterein in den Ländern seien noch nicht ans Netz angeschlossen. Verkehrsminister Andreas Scheuer sieht die GmbH dennoch als "voll einsatzfähig".
handelsblatt.com (Paid), welt.de (Background)

Zitat: Audi-Chef spricht sich gegen weitere Förderung der Autoindustrie aus.

"Tragisch ist nicht, dass wir zehn Prozent weniger Umsatzvolumen haben. Das verkraften wir, und danach geht es weiter. Deswegen: Die Automobilindustrie weiter zu fördern, hielte ich für vermessen."

Audi-Boss Markus Duesmann sieht im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" schwarz für die Gastro- und Event-Branche. Staatliche Hilfen für Auto-Hersteller und Zulieferer sieht er offenbar anderswo besser aufgehoben.
sueddeutsche.de (Paid)

Winterkorn-Sohn ist die Elektro-Hoffnung von Volkswagen.

Volkswagen hofft in Sachen E-Mobilität auf den Sohn von Ex-Konzernchef Martin Winterkorn (Foto), schreibt Jan Wehmeyer. Martin Winterkorn Junior ist einer der Top-Forscher beim Unternehmen Quantumscape, an dem VW ein Drittel hält. Quantumscape forscht an neuen Batterien, die einen entscheidenden Vorteil bringen könnten. Der Mitte-20-Jährige gilt als Ausnahme-Mathematiker und hat zuvor u.a. ein Jobangebot von Apple abgelehnt.
businessinsider.de

Bahn-Magazin “DB mobil” bekommt zum 20. Geburtstag einen Digital-Ableger.

Deutsche Bahn bringt ihr gedrucktes Kundenmagazin "DB mobil" zum 20. Geburtstag auch digital auf die Schiene. Auf der neuen Website dbmobil.de finden sich Geschichten aus dem Printheft, Kolumnen, Reportagen und Tipps sowie der neue Podcast Unterwegs mit... von Journalist Michel Abdollahi. Verantwortlich für den Digital-Auftritt zeichnet die G+J-Tochter Territory, die auch das gedruckte Magazin produziert. Die Bahn will mit der neuen Website jüngere Zielgruppen für "DB mobil" erschließen, insbesondere Frauen.
horizont.net (Paid), dbmobil.de

Reuters: Apple will bis 2024 erste E-Autos produzieren.


Der Apfel rollt weit weg vom Stamm: Apple treibt die Entwicklung von selbstfahrenden Autos voran und will nach jahrelangen Gerüchten 2024 nun doch selbst in die Produktion einsteigen. Dafür wolle Apple einen PKW mit selbst entwickelter Batterietechnologie für den Massenmarkt produzieren, berichtet Reuters. Ein neues Batterie-Design soll die Produktionskosten stark reduzieren und die Reichweite der Fahrzeuge erhöhen. Wer die Autos für Apple zusammenschrauben soll, stehe bisher noch nicht fest.

Das entsprechende "Project Titan" des iPhone-Konzerns, das seit 2014 läuft, ist von ständigem Auf und Ab geprägt: Mal investiert Apple, mal entlässt das Unternehmen einen Großteil der Belegschaft. 2019 hatte sich Apple zuletzt von 190 Mitarbeiter*innen auf einen Schlag getrennt.
reuters.com

Tesla kann deutschen Maschinenbauern Geld und Prestige bringen.

Tesla: "Berlin wird zum globalen Entwicklungszentrum von Tesla.", analysiert das "Handelsblatt". Grund ist, dass in der hiesigen Gigafactory viele neue Technologien etabliert werden, bei denen deutsche Maschinenbauer eine Schlüsselrolle einnehmen. Die Tesla-Partner können neben weiteren Aufträgen auch mit einem starken Image-Gewinn rechnen. Über die nächsten zwei Jahre will Tesla bis zu 12 Mrd Dollar investieren, 2019 waren es noch nur 1,3 Mrd Dollar.
handelsblatt.com

Der Bahn-Beauftrage der Bundesregierung rechnet mit 13 bis 14 Mrd Euro Corona-Schäden.

Mächtig Minus: Enak Ferlemann, der Bahn-Beauftragte der Bundesregierung, schätzt den Corona-Schaden für die Bahn im "Welt"-Interview auf 13 bis 14 Mrd Euro. Das Anheben der Verschuldungsgrenze um weitere 5 Mrd Euro auf 35 Mrd begründet er damit, dass die von der Regierung geplante Kapitalerhöhung im laufenden Jahr noch nicht durchführen kann. Außerdem spricht er sich dafür aus, schnell mehr Geld für Sanierungen auszugeben, da während der aktuell geringeren Schienenauslastung leichter durchzuführen seien.
welt.de

Basta: Mercedes versucht’s mit Ugly Christmas Sweatern.

Advents-Benz: Mercedes stülpt seinen Karren für die Feiertage einen Ugly-Weihnachtspulli-Look über. Daimler-Chef Ola Källenius scheint zu ahnen, dass es bunte Folien und Glamour-Spots braucht, um von den Konzern-Versäumnissen der letzten Jahre abzulenken. Wir hören ihn leise folgende Zeilen aufsagen: "Und wenn das fünfte Lichtlein brennt, hast du die E-Mobilität verpennt."
horizont.net (1-Min-Video), wiwo.de (Interview mit Källenius, Paid)

EuGH erklärt Software zur Abgaswerte-Schönrechnerei für illegal.

Abgasskandal: Der Europäische Gerichtshof hat das Vorgehen von Autoherstellern für unzulässig erklärt, Abschaltvorrichtungen in Fahrzeugen einzusetzen, die Emissionswerte bei Zulassungstests systematisch verbessern. Dass der Motor dadurch im Alltagsgebrauch vor Verschleiß geschützt werden könne, rechtfertige die Schummel-Praxis nicht, so das Gericht. Dass VW bei den Stichoxid-Grenzwerten trickste, war 2015 bekannt geworden.
spiegel.de, handelsblatt.com

BMW könnte Mini-Produktion bei hartem Brexit nach Deutschland verlegen.

BMW erwägt, die Produktion des Mini aus Großbritannien abzuziehen, schreibt das "Handelsblatt". Ein Brexit ohne Handelsabkommen würde den Autobauer jährlich einen dreistelligen Mio-Betrag kosten. Die Minis würden zunächst teurer, denn bei ihrer Einfuhr in die EU wären 10 % Zoll fällig. Die Produktion könnte künftig nach Leipzig oder Regensburg verlagert werden. BMW fertigt in Großbritannien auch Motoren.
handelsblatt.com

Wie autoritär darf Führung in Krisenzeiten sein, Alexander Sixt?


In der Krise am Steuer: Sixt-Vorstand Alexander Sixt hat schon im Februar Maßnahmen ergriffen, um sein Unternehmen auf die Folgen der Pandemie einzustellen. In der turi2 edition #13 schreibt er in seinem Gastbeitrag, wie er die Einschnitte intern kommuniziert hat und wie Führungskräfte unterstützt wurden, um den Home-Office-Shift möglichst erfolgreich zu gestalten. Sie können das Buch hier als kostenloses E-Paper lesen oder gedruckt bestellen. Weiterlesen …

Flixbus streicht Fahrten zwischen den Jahren.

Flixbus sagt geplante Fahrten zwischen den Jahren ab. Eigentlich wollte der Fernbus-Anbieter zwischen dem 17. Dezember und 11. Januar den Betrieb wieder aufnehmen, der seit November ruht. Nun appelliert Flixbus, "auf nicht dringend notwendiges Reisen" zu verzichten. Fahrgäste, die bereits gebucht haben, bekommen ihr Geld zurück und einen 15-Euro-Gutschein.
manager-magazin.de, turi2.de (Background)

Volkswagen-Machtkampf ist ausgefochten, keine Vertragsverlängerung für Konzernchef Diess.


Burgfrieden: VW-Chef Herbert Diess bekommt keine vorzeitige Vertragsverlängerung, aber neue Vorstände: Der Aufsichtsrat beruft Arno Antlitz als Finanzvorstand, Thomas Schmall im neuen Ressort Technik und Murat Aksel für den Einkauf. Mit ihnen soll die Transformation in Richtung Digitalisierung und E-Mobilität vorangetrieben werden. Antlitz und Aksel blicken auf eine berufliche Vergangenheit mit Diess zurück und gelten als seine Wunschkandidaten, Schmall hingegen soll dem Betriebsrat nahestehen.

Der Konzernumbau sowie Diess' Forderung nach einer vorzeitigen Verlängerung seines bis 2023 laufenden Vertrages waren in den letzten Monaten immer wieder öffentlichkeitswirksames Reizthema im Konzern. Besonders Betriebsratschef Bernd Osterloh steht gegen Diess. Mit der angekündigten Umstellung der Produktion am Hauptstandort Wolfsburg auf E-Autos setzt auch Osterloh eine zentrale Forderung durch. Zudem betonte der Aufsichtsrat, dass Stellenabbau nur über schon bestehende Programme wie Altersteilzeit und Vorruhestand geschehen soll. Der Vermittlungsarbeit von Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch wird es zugeschrieben, dass sich Diess, Arbeitnehmer*innenseite und Großaktionäre in diesen Kernfragen einigen konnte.
spiegel.de, manager-magazin.de, handelsblatt.com, turi2.de (Background)

Tesla: Wald-Rodung vorerst wieder untersagt.

Keine Axt im Walde: E-Autobauer Tesla darf auf seiner Baustelle in Grünheide vorerst keine Waldflächen mehr abholzen, entscheidet das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg. Die Umweltverbände Nabu und Grüne Liga hatten Beschwerde gegen eine Erlaubnis des Verwaltungsgerichts Frankfurt/Oder eingereicht. Tesla will weitere 83 Hektar Wald roden, 92 Hektar sind schon abgeholzt.
spiegel.de, manager-magazin.de, turi2.de (Background)

Zahl des Tages: Audi kündigt 15 Mrd Euro schwere Elektro-Offensive an.

Zahl des Tages: Audi macht in den kommenden fünf Jahren 15 Mrd Euro für seine Elektro-Offensive locker. 10 Mrd Euro sollen in Elektromobilität und 5 Mrd Euro in Hybridtechnologie fließen. Insgesamt plant der Autokonzern mit einem Investitionsbudget von 35 Mrd Euro. Die Volkswagen-Tochter soll zum konzerninternen E-Mobilitäts-Flagschiff werden, sagt VW-Chef Herbert Diess.
manager-magazin.de

Zitat: Markenkampagnen passen nicht in die aktuelle Zeit, sagt Opel-Marketingchef Patrick Fourniol.

"Die Zeit großer Markenkampagnen ist für uns zwar noch nicht endgültig vorbei, im Augenblick passen sie aber nicht in die Zeit."

Patrick Fourniol, europäischer Marketingchef von Opel, sagt im "Horizont"-Interview, es habe zu viele Markenkampagnen gegeben, "die verpufft sind, ohne wirklich etwas für die Marke zu tun."
horizont.net

BMW und SAP initiieren Daten-Allianz mit Telekom und Zulieferern.

In den Wolken: BMW will seine Lieferkette optimieren und startet mit SAP, Telekom und diversen Zulieferern ein Projekt zum Datenaustausch. Basierend auf der europäischen Cloud-Initiative Gaia-X sollen unternehmensübergreifend Daten in ein System eingespeist werden, sodass am Ende idealerweise die gesamte Wertschöpfungskette nachvollziehbar wird. BMW braucht diese Daten, um seine Nachhaltigkeitsziele verfolgen zu können und die Produktion zu optimieren. Die Daten-Allianz hofft, dass weitere große Anbieter an Bord kommen.
handelsblatt.com (Paid)

Elon Musk will Batterieproduktion ebenfalls in Brandenburg ansiedeln.

Elektrifiziert: Nach einer Autofertigung will Elon Musk nun auch eine gewaltige Batteriezellenproduktion in seiner Gigafabrik in Brandenburg aus dem Boden stampfen. Bis zu 250 Gigawattstunden will er jährlich produzieren, das wäre genug für vier Mio Autos. Während Umweltverbände auf die höheren Anforderungen an eine Batterieproduktion hinweisen, stehen politische Stimmen aus FDP und CDU den Tesla-Plänen positiv gegenüber. Einen Antrag für die Produktion von Batteriezellen hat der Milliardär aber noch nicht gestellt.
handelsblatt.com

VW-Vorstand verdient krisenbedingt deutlich weniger.

Volkswagen zahlt seinem Vorstand in diesem Jahr nur etwa die Hälfte des Gehalts von 2019. Bonuszahlungen fallen weg, weil die Mindestziele bei Gewinn und Umsatzrendite durch Corona nicht erreicht werden. Allein Chef Herbert Diess gehen so 3.045.000 Euro durch die Lappen. Zudem fällt die aktienorientierte Langzeitvergütung in diesem Jahr schätzungsweise um ein Drittel geringer aus. Mitleid ist trotzdem unangemessen: Diess blieben immer noch knapp 5 Mio Euro Jahresgehalt, seinen Vorstandskolleg*innen jeweils rund 2,5 Mio Euro.
businessinsider.de

Taxiverband fürchtet Verlust von 80.000 Stellen.

Bundesverband Taxi rechnet ohne weitere Hilfen mit dem Verlust von 80.000 Jobs und 12.000 Unternehmen, schreibt der Vorstand in einem Brief an Peter Altmaier und Olaf Scholz. Bestehende Hilfspakete erreichen die Branche laut Verband nicht in ausreichendem Maße, etwa weil die Branche vom aktuellen Teil-Lockdown nur indirekt betroffen ist. Allein in Berlin sei bereits ein Achtel der Taxis dauerhaft abgemeldet worden.
wiesbadener-kurier.de, turi2.de (Background)

Die Corona-Krise macht das Auto attraktiver.

Autofahren wird in der Corona-Krise beliebter, sagen Zahlen des bayerischen Verkehrsministeriums. Im Oktober saßen 58 % aller Verkehrsteilnehmer*innen selbst hinterm Steuer, im Mai/Juni waren es 52 % und im Oktober 2017 nur 50 %. Busse, Bahnen und Fahrgemeinschaften sind hingegen Krisenverlierer. So liegt das Fahrgastaufkommen im ÖPNV in Bayern aktuell zwischen 50 und 60 % des Vorjahreswertes.
spiegel.de

Bahn wirbt mit einer Lok für Diversity.

DB Cargo bringt eine Lok mit dem Design der Initiative Global Digital Women auf die Schiene. Auf ihr steht groß "Digitalisierung und Diversität - wir sind auf dem Weg". Die Lok soll in diesem Look mindestens ein Jahr lang fahren. Eingefädelt haben den Deal Tijen Onaran und Marco Duller-Onaran von der Initiative Global Digital Women und Bahn-Vorständin Sigrid Nikutta.
instagram.com, wuv.de (Paid)

Nokia und Daimler streiten vor dem EuGH um Lizenzen im vernetzten Auto.

Clinch mit Modell-Charakter: Nokia und Daimler streiten seit Jahren um die Lizenzierung von Patenten im vernetzen Auto und damit um viel Geld – bald vor dem EuGH. Das ist ein "entscheidender Wendepunkt", sagt Patentexperte Florian Müller. Er fürchtet eine "große Lobbyingschlacht". Sowohl Netzwerkausrüster als auch die Autoindustrie werden den Ausgang des Rechtsstreits genau beobachten, zwischen ihnen brodle "ein breiter Branchenkonflikt".
handelsblatt.com

Deutsche Bahn fährt ein Minus von 5,6 Mrd ein und muss um Coronahilfen bangen.


Deutsche Bahn macht im laufenden Jahr 5,6 Mrd Euro Verlust, schreibt die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" unter Berufung auf Unterlagen für die Bahn-Aufsichtsratssitzung am 9. November. In den kommenden fünf Jahren ist ein Minus von insgesamt bis zu 11 Mrd Euro möglich. Eigentlich will die Bundesregierung der Bahn im Rahmen der Corona-Hilfen mit 5 Mrd Euro unter die Arme greifen, doch die Zustimmung der EU-Kommission steht noch aus. Es gilt als möglich, dass sie nur einen Teil der Hilfen billigt und diese an Bedingungen knüpft.

Auch der Bundesrechnungshof mahnt an, dass ein Auszahlen der 5 Mrd nicht zu rechtfertigen sei. Er fordert den Haushaltsausschuss auf, die Mittel zunächst zu sperren. So könne das Gremium je nach Bedarf das Geld freigeben. Die Prüfer hinterfragen, ob der Staatskonzern in der Krise alle Möglichkeiten ausgeschöpft habe, Geld einzusparen. Auch Wettbewerber der Bahn kritisieren die Direkthilfen und fordern Maßnahmen wie Trassenpreissenkungen, die allen Schienenunternehmen gleichermaßen zu Gute kommen.
faz.net (Paid), handelsblatt.com