Bahn verhängt Zugverbote gegen Maskenverweigerinnen.

Du kommst hier nicht rein: Die Deutsche Bahn verhängt erstmals bundesweite Zugverbote gegen "eine niedrige zweistellige Zahl" von Maskenverweigerinnen, meldet die "Welt am Sonntag". Sie dürfen für sechs Monate lang weder einen Bahnhof betreten, noch im Regional- und Fernverkehr mit der Bahn reisen. Bei Verstößen gegen die Beförderungsausschlüsse kann die Bahn Anzeige wegen Hausfriedensbruch erstatten. Zudem müssen die Betroffenen mit Geldstrafen und einem Strafverfahren rechnen.

Verhängt worden seien die Zugverbote "in besonders drastischen Fällen von Verstößen gegen die Maskenpflicht". Einige der Betroffenen sollen zu einer Gruppe von Corona-Leugnerinnen gehören, die sich Ende Dezember bei Dresden in einem Regionalexpress dabei gefilmt hatten, wie sie ohne Maske andere Passagiere belästigen. Das belastende Beweis-Video hatten sie danach selbst ins Internet gestellt.
edition.welt.de (Paid)

Volkswagen bleibt Volkswagen: “Voltswagen” ist ein PR-Gag.

Angeschmiert: Volkswagen benennt sich doch nicht in "Voltswagen" um, berichten Reuters und das Wall Street Journal. "Voltswagen" sei lediglich ein Marketing-Gag gewesen und habe Aufmerksamkeit auf ein neues E-Auto-Modell lenken sollen. Offenbar sei die angebliche Namensänderung ursprünglich als Aprilscherz vorgesehen gewesen.
reuters.com, wsj.com via theverge.com, turi2.de (Background)

Volvo und Roboterwagen-Startup Aurora tun sich zusammen.

Autonome Kooperation: Volvo will bei seinen selbstfahrenden LKWs auf die Technik des Roboterwagen-Entwicklers Aurora setzen. Einen Zeitpunkt für die Markteinführung gibt es noch nicht. Aurora hatte kürzlich Toyota als Partner für die Entwicklung von Robotaxis gewonnen, im Dezember 2020 hat man die Roboterwagen-Abteilung von Uber übernommen.
onvista.de, turi2.de (Background)

Das Münchner Flugtaxi-Unternehmen Lilium geht an die Börse.

Abflug zur Börse: Lilium, Flugtaxi-Unternehmen aus München, strebt an die Börse. Wie Reuters berichtet, will die Firma dafür mit dem Börsenmantel Qell Acquisition aus den USA fusionieren. Dadurch würde Lilium mit rund 3,3 Mrd Dollar bewertet. Hinter Qell steht der ehemalige Nord-Amerika-Chef von General Motors, Barry Engle. Er soll im Zuge der Fusion in den Verwaltungsrat von Lilium, der aktuell u.a. Investor Frank Thelen angehört.
handelsblatt.com

Volkswagen verrät versehentlich zu früh seinen neuen Namen in den USA.

PR-Panne: Volkswagen benennt sich in den USA im Mai zu "Voltswagen" um. Das geht aus einer versehentlich einen Monat zu früh veröffentlichten Pressemitteilung hervor, die mittlerweile wieder offline ist. Damit wolle der Autobauer sich öffentlich zur E-Mobilität bekennen. Zudem wird das dunkelblaue VW-Logo künftig nur für E-Autos genutzt, für Benziner gibt es einen helleren Farbton.
focus.de

VW-Chef Diess: Porsche-Börsengang derzeit kein Thema.

Nein zur Börse: Porsche soll vorerst nicht an die Börse kommen, sagt VW-Konzernchef Herbert Diess (Foto) im "FAZ"-Interview. Die Gewinne des Sportwagen-Herstellers würden derzeit für Investitionen in Elektromobilität und autonomes Fahren gebraucht: "Im Moment spricht viel dafür, das Geld für unseren Strukturwandel zu nutzen". Porsche sei die "beste Ertragsperle": Konkret spricht Diess von einem operativen Ergebnis in Höhe von 4 Mrd Euro und einer Rendite von 15 %.

Porsche-Finanzchef Lutz Meschke hatte sich zuletzt für einen Teilbörsengang von Porsche ausgesprochen. Dadurch würde der Wert der Marke sichtbarer und die Bewertung des Mutterkonzerns steigen. Diess erteilt entsprechenden Überlegungen nun aber eine klare Absage: "Die Konzernteile einzeln zu bewerten, passt aus meiner Sicht nicht in eine Zeit, in der unsere Transformation zur E-Mobilität gewaltige Synergien quer durch alle Unternehmenssparten bringen wird."
faz.net

Elon Musk sucht Streit mit “Frontal 21”.


Dünnes Fell: Tesla-Obervater Elon Musk schießt in einem Tweet mit dem Wortlaut "Wow, shame on ZDF Info!" gegen Frontal 21. Das Magazin des ZDF-Hauptprogramms hat letzte Woche in seiner Sendung Turbo, Tempo, Tesla kritische Stimmen zum Wasserverbrauch der Tesla-Gigafabrik in Brandenburg zu Wort kommen lassen. Musks Tweet antwortet auf einen getwitterten Post des Tesla-begeisterten Blogs Tesmanian, der die Berichterstattung von Frontal21 als fehlerhaft bezeichnet. Der Film porträtiere Tesla als "Schurke", schreibt das Blog.

Das ZDF-Magazin zitiert André Bähler, Chef des Wasserverbandes Strausberg-Erkner, der sagt, dass die Trinkwasserversorgung "am Gabentisch der Wirtschaftspolitik" geopfert werde. Musk hingegen urteilt in einem Statement, dass die Region "nicht sehr trocken" sei. "Frontal21" berichtet im Beitrag auch kritisch über Druck auf das Brandenburger Landesamt für Umwelt und die Arbeitsbedingungen bei Tesla, das Gewerkschaften kategorisch ablehnt.
rnd.de, twitter.com (Musk-Tweet), zdf.de (Frontal-21-Sendung), tesmanian.com (Blogpost)

Audi verschiebt Verkaufsstart für erstes E-Modell des Projekts Artemis auf 2025.

Ein Jahr später: Audi bringt das erste E-Auto des Technologie-Projekts Artemis erst 2025 auf den Markt, sagt Audi-Chef Markus Duesmann (Foto) im "Automobilwoche"-Interview. Auch mit einem Jahr Verspätung sei der Zeitplan "mega-ehrgeizig und extrem sportlich angelegt". Ein eigenes Team entwickelt das E-Modell, das zusammen mit den Schwestermodellen von Porsche und Bentley gebaut wird.
automobilwoche.de (Paid)

E-Scooter-Vermieter Bird will in Europa groß wachsen.

Kommt ein Vöglein geflogen angerollt: Der E-Scooter-Vermieter Bird investiert 150 Mio Dollar in seine Expansion nach Europa. Mehr als 50 Standorte sollen 2021 dazukommen. Aktuell ist Bird in knapp zwei Dutzend europäischen Städten aktiv, in Deutschland in Berlin, Köln, Frankfurt, Hamburg und München. Anfang 2020 hatte Bird den europäischen Anbieter Circ übernommen.
techcrunch.com, bird.co, turi2.de (Background)

VW startet E-Offensive und baut bis 2030 sechs Batterie-Fabriken in Europa.


Aufgeladene Zukunft: Volkswagen will bis 2030 in Europa sechs Gigafabriken für die Produktion von Batteriezellen aufbauen. "E-Mobilität ist zu unserem Kerngeschäft geworden", sagt VW-Chef Herbert Diess bei einer Online-Veranstaltung über die E-Pläne des Konzerns. Mit den Fabriken will VW die (Selbst-)Versorgung mit Batterien sichern und mit einer "Einheitszelle" die Kosten für E-Autos skalieren. "Im Durchschnitt werden wir damit die Kosten für Batteriesysteme auf deutlich unter 100 Euro pro Kilowattstunde senken", so Diess.

Als zweiten Standort neben dem bereits festgelegten Salzgitter steht das schwedische Skellefteå fest. Dort will VW Premium-Zellen herstellen. Ein weiteres Werk wird laut "FAZ" wohl in Tschechien oder in der Slowakei errichtet. VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh fordert eine weitere Giga-Fabrik in Deutschland, als Standort sind Emden oder irgendwo zwischen Zwickau und Ingolstadt im Gespräch. Die Kosten pro Fabrik werden auf je zwischen 1 und 1,5 Mrd Euro geschätzt. Neben Tesla ist Volkswagen der einzige Autobauer, der in großem Stil Batterien selbst fertigen will.
handelsblatt.com, tagesschau.de, turi2.de (Background)

Audi-Chef Markus Duesmann verhängt Entwicklungsstopp für Verbrennungsmotoren.

Vollbremsung: Audi-Chef Markus Duesmann stoppt alle Entwicklungsprojekte für neue Verbrennungsmotoren, sagt er der "FAZ". Die EU-Pläne für eine strengere Abgasnorm seien technisch sehr herausfordernd bei geringem Nutzen für die Umwelt. Das Angebot an E-Modellen will Duesmann bis 2025 auf 20 steigern, darunter "sicherlich ein Einstiegsmodell".
"FAZ", S. 26 (Paid), t-online.de, manager-magazin.de

Basta: Elon, der Ermächtigte.

Man möge niederknien: Tesla versendet eine Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht und verkündet darin, dass Elon Musk nun auf der neu eingeführten Hierarchie-Stufe "Technoking of Tesla" thront. Welche neuen Privilegien das für den Regent des Regelbruchs, die höchste Hoheit des Börsianer-Hohns, den Emir der E-Expeditionen, mit sich bringt, wird nicht näher ausgeführt.
digitalfernsehen.de

VW baut Stellen ab und Ladesäulen auf.

Geben und Nehmen: Der VW-Konzern baut bis zu 5.000 Stellen ab, berichtet das "Handelsblatt" aus Unternehmenskreisen. Den Beginn macht Volkswagen in Deutschland und setzt auf Altersteilzeit-Lösungen. Der Autobauer kooperiert zudem mit Aral und BP, um ein gemeinsames Ladenetz aufzubauen. Entsprechende Pläne stellt der Konzern bei einem Event am Montag vor, schreibt das "Manager Magazin".
handelsblatt.com, manager-magazin.de

Der asiatische Fahrdienst Grab strebt an die Börse.

Börsenfahrt: Essenslieferant und Fahrtenvermittler Grab plant einen Börsengang via Mantelfirma, berichtet das "Wall Street Journal". Mit einem sogenannten Spac kann das Unternehmen bei Anlegerinnen Geld einsammeln, ohne selbst an den Aktienmarkt zu gehen. Der vor allem in Asien populäre Dienst wird auf bis zu 40 Mrd Dollar taxiert und wäre damit der bisher teuerste Spac-Börsengang.
spiegel.de

EU will Batteriezellproduktion für E-Autos ausbauen.

Mehr Strom: Die EU plant bis 2025 7 Mio Batteriezellen im Jahr produzieren, schreiben Wirtschaftsminister Peter Altmaier, sein französischer Kollege Bruno Le Maire und EU-Kommissionsvize Maroš Šefčovič im "Handelsblatt". So werde "wirtschaftliche Souveränität und Unabhängigkeit in einer strategisch bedeutsamen Branche" aufgebaut. Bis 2030 peilt Europa einen Marktanteil von 30 % an. Altmaier und Le Maire legen dafür zwei Förderprogramme auf, in die aus Deutschland 13 Mrd Euro fließen, davon 2,6 Mrd Euro vom Staat.
handelsblatt.com, handelsblatt.com (Gastbeitrag, Paid)

Business Insider: VW will in Spanien statt Seat nur noch E-Autos produzieren.

E-spaña: Herbert Diess will die Marke Seat in Spanien auslaufen lassen, berichtet Business Insider. Der VW-Chef verkündet auf Linked-in, das spanische Seat-Werk in Martorell zu einer E-Auto-Fabrik der Marke Cupra umzurüsten. Für seine Pläne brauche es die "Unterstützung" der EU-Kommission. Business Insider übersetzt: VW hofft auf Fördergelder.
businessinsider.de, linkedin.com

Wolfgang Ainetter wirkt als Sonderbeauftragter bei der Bahn.

Umgestiegen: Wolfgang Ainetter, zuletzt Sprecher von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, arbeitet bis Jahresende bei der Bahn als Sonderbeauftragter. In der Funktion soll er die Organisation von Aktivitäten rund um das europäische Jahr der Schiene unterstützen.
pressesprecher.com

Aus dem Archiv von turi2.tv: Wie Wolfgang Ainetter im Verkehrsministerium kommuniziert: Storys statt Polit-Sprech (10/2018)

Audi gendert mit Unterstrich, Bundestag toleriert gender­neutrale Formulierungen.

Vorsprung durch Gendern: Audi führt gendergerechte Sprache ein und gibt seinen Beschäftigten dafür einen 13-seitigen Leitfaden an die Hand, schreibt die "Augsburger Allgemeine". Die Richtlinien empfehlen den Audianer_innen den Gender-Gap mit Unterstrich. Auch geschlechts­neutrale Bezeichnungen, Partizip­formen oder Passiv­konstruktionen sind möglich. Der Bundestag erlaubt derweil Gender-Sternchen, Doppelpunkt & Co, berichtet der "Tagesspiegel". Geschlechter­gerechte Formen sollen aus Anträgen und Gesetzes­entwürfen nicht mehr "herauskorrigiert" werden.
augsburger-allgemeine.de (Audi), tagesspiegel.de (Bundestag)

Zitat: Hierarchien sind out, sagt Audi-Chef Markus Duesmann.

"Also ich hätte mir ein Arbeiten in der früheren Kultur nicht vorstellen können. Das hört sich für mich mit Sicht des Außenstehenden an wie im vorigen Jahrhundert oder noch früher."

Audi-Chef Markus Duesmann, 51, sagt im Interview mit Business Insider, die Zeit stark hierarchischer Strukturen "ist einfach vorbei".
businessinsider.de

"Plötzlich ist das Auto ein Lebensraum und nicht mehr in erster Linie ein Fortbewegungsmittel. Es geht nicht mehr vordergründig ums Fahrverhalten oder das Fahrgefühl beim Auto, sondern darum, was kann ich in der Zeit, in der ich in diesem Lebensraum bin, machen."

Alexander Hitzinger, Chef des Artemis-Projekts von Audi, schwärmt im Interview mit Business Insider über hochautomatisiertes Fahren.
businessinsider.de

Deutsche Bahn will internationale Verbindungen ausbauen.

Sänk ju for travelling internäschnl: Die Deutsche Bahn will die internationalen Zugverbindungen ausbauen, sagt Chef Richard Lutz dem "Handelsblatt". Zum Fahrplanwechsel 2023 ist ein "europäisches Metropolennetz für Nachtzüge" geplant, das Städte wie Paris, Brüssel und Amsterdam mit Berlin, München, Wien und Zürich verbindet. Die Bahn wird nicht selbst ins Nachtzuggeschäft einsteigen, sondern dafür laut Lutz mit der Österreichischen Bundesbahn kooperieren, die kürzlich 20 Schlafwagenzüge bei Siemens geordert hat.
handelsblatt.com

Gerichtsentscheid: Uber muss Fahrer*innen in Großbritannien anstellen.

Uber verliert in Großbritannien den Rechtsstreit um den Status seiner Fahrer*innen: Sie sollen als Angestellte und nicht als unabhängige Unternehmer*innen behandelt werden, entscheidet der Londoner Supreme Court. Damit stehen ihnen grundlegende Arbeitnehmerrechte wie Pausen, bezahlter Urlaub und Mindestlohn zu. Das Geschäftsmodell des Taxischrecks steht damit auf der Kippe.
handelsblatt.com

“Handelsblatt”: Digitalchefin Sabina Jeschke verlässt die Deutsche Bahn.

Außerplanmäßiger Halt: Digitalvorständin Sabina Jeschke räumt Ende Mai ihren Posten bei der Deutschen Bahn, schreibt das "Handelsblatt". Sie habe ihre Ideen nicht durchsetzen können, sagen Stimmen aus dem Unternehmensumfeld. Jeschke bekleidet seit 2017 das damals neu geschaffene Amt, das der Digitalisierung des Geschäftes gewidmet ist. Zuvor hat sie an der Universität Aachen als Direktorin des Cybernetics Lab gearbeitet. Die Bahn äußert sich auf "Handelsblatt"-Anfrage zunächst nicht zu der Personalie.
handelsblatt.com

Aus dem turi2.tv-Archiv: Sabina Jeschke im Fragebogen zur turi2 edition #10 - Agenda 2020.

“Financial Times”: Apple und Nissan brechen Gespräche über Kooperation ab.

Apple und Nissan haben offenbar über eine Kooperation bei selbst­fahrenden Autos gesprochen, die Gespräche aber wieder beendet, berichtet die "Financial Times". Der japanische Autobauer wollte dem Vernehmen nach kein reiner Auftragsfertiger für Apple-Autos sein. Zuletzt waren bereits Gespräche zwischen Apple und dem südkoreanischen Autobauer Hyundai gescheitert.
ft.com (Paid), handelsblatt.com, reuters.com

Zahl des Tages: Deutsche Bahn investiert 1,4 Mrd Euro in Werke und Instandhaltung.

Zahl des Tages: Bahnbrechende 1,4 Mrd Euro nimmt die Deutsche Bahn in den kommenden Jahren für den Ausbau von Instandhaltungs-Werken und Abstell-Anlagen in die Hand. Insgesamt will das Unternehmen dafür mehr als 1.000 zusätzliche Mitarbeiter*innen einstellen. In Nürnberg soll bis 2028 ein komplett neues Werk entstehen, das sich die Bahn 400 Mio Euro kosten lässt.
heise.de

Ford und Hermes experimentieren mit Kombi aus Lieferfahrzeugen und Fußgängerkurieren.

Ford und Hermes testen in London einen kombinierten Einsatz von Lieferfahrzeugen und Fußgängerkurieren. Ziel ist eine schnellere und nachhaltigere letzte Meile beim Online-Shopping in Großstädten. Die Sendungsübergabe von Lieferfahrzeugen an Fußgängerkuriere läuft über eine von Ford entwickelte, cloudbasierte Logistiksoftware.
presseportal.de

Zitat: Daimler fehlte jahrelang Investitionsmut, sagt Betriebsratschef Michael Brecht.

"Im Konzern regierte jahrelang ein brutales Kostenmanagement, es fehlte der Mut für Investitionen in die Zellproduktion oder die Entwicklung und den Bau von Elektromotoren."

Daimler-Konzernbetriebsratschef Michael Brecht verteidigt im "Zeit"-Interview die Aufspaltung in Mercedes-Benz und Daimler Truck.
zeit.de, turi2.de (Background)

Bahn stellt den Bordverkauf von Tickets ein.


Ausverkauft: Die Deutsche Bahn stoppt ab 2022 den Verkauf von Tickets an Bord ihrer Züge. Spontan-Fahrer können stattdessen online einen Fahrschein erwerben. Dafür haben sie nach Fahrtantritt 10 Minuten Zeit. Der bei An-Bord-Käufen vom Zugpersonal erhobene Aufschlag von zuletzt 17 Euro fällt bei den künftigen Online-Tickets weg. Die neue Digital-Option wird bereits ab kommenden April freigeschaltet.

In den vergangenen Jahren hat die Bahn stets weniger als 1 % ihrer Tickets während der Fahrt verkauft. Trotzdem kritisiert die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft die Entscheidung: Sie habe immer für ein "offenes System" plädiert, das spontane Fernverkehrsreisen ermögliche. Die EVG fordert eine Aufklärungskampagne, um Missverständnisse in der Übergangszeit zu minimieren. Für den Fahrgastverband Pro Bahn ist die Neuerung dagegen "kein großer Verlust". Der Wegfall des zeitraubende Verkaufs entlaste das Personal, das so besser seinen Informationsaufgaben nachkommen könne. Allerdings fordert Pro Bahn, dass es möglich sein muss, sein Ticket bei technischen Problemen nachträglich per Rechnung zu bezahlen.
tagesschau.de, welt.de (Paid)

Wie autoritär darf Führung in Krisenzeiten sein, Alexander Sixt?


In der Krise am Steuer: Sixt-Vorstand Alexander Sixt hat schon im Februar Maßnahmen ergriffen, um sein Unternehmen auf die Folgen der Pandemie einzustellen. In der turi2 edition #13 schreibt er in seinem Gastbeitrag, wie er die Einschnitte intern kommuniziert hat und wie Führungskräfte unterstützt wurden, um den Home-Office-Shift möglichst erfolgreich zu gestalten. Sie können das Buch hier als kostenloses E-Paper lesen oder gedruckt bestellen. Weiterlesen …

Audi will in Großstädten eigenes Ladesäulen-Netz für E-Autos aufbauen.

Unter Strom: Audi erwägt den Aufbau eines eigenen Ladesäulen-Netzes für E-Autos, sagt Audi-Vorstandschef Markus Duesmann dem "Handelsblatt". Die VW-Marke begründet den Schritt mit dem mangelhaften Ausbau von öffentlichen Schnellade-Säulen: "Wir wollen nicht, dass der Verkauf unserer Fahrzeuge am Mangel an Ladestationen scheitert", so Duesmann. Zunächst sollen rund 200 bis 300 Stationen in großen Städten entstehen. Die Kosten für das Projekt liegen bei rund 1 Mrd Euro. Gemeinsam mit BMW und Daimler baut VW bereits unter der Marke Ionity ein Schnellade-Netz an Autobahnen auf.
handelsblatt.com

Analyse: Deutsche Autokonzerne drohen von Software-Revolution überrollt zu werden.

Tesla droht deutsche Autohersteller wie BMW, VW und Daimler im Wettbewerb abzuhängen, sagt eine Analyse der Boston Consulting Group. Mehr als 90 % der Branchen-Innovationen seien Software basiert, auf diesem Feld verfügten die Hersteller "nicht über die erforderlichen Fähigkeiten", obwohl sie massiv in Software investieren. Ein Problem sei, entsprechende IT-Talente zu finden.
"Spiegel" 5/2021, S. 61 (Vorab)

“Bild”: Merkel erwägt deutliche Reise-Einschränkungen.

Reise-Restriktionen: Innenminister Horst Seehofer hat Kanzlerin Angela Merkel Pläne präsentiert, wie man Reisen nach Deutschland drastisch einschränken könnte, um eine weitere Einschleppung der Corona-Mutation zu verhindern, berichtet "Bild". Mögliche Maßnahmen wären demnach deutlich schärfere Grenzkontrollen sowie die Reduzierung des Flugverkehrs nach Deutschland auf nahezu null. Besondere Sorgen bereite der Regierung, dass sich offenbar nicht alle Airlines nicht an die strengen Corona-Regeln halten.
bild.de