Vietnamesischer Mischkonzern Vingroup verpflichtet Opel-Chef Michael Lohscheller.

Good Morning, Vietnam: Den scheidenden Opel-Chef Michael Lohscheller zieht es zum vietnamesischen Misch­konzern Vingroup. Dort soll er als CEO die Auto­sparte Vinfast Global leiten und die Märkte Vietnam, USA, Kanada, Frankreich, Deutschland und Niederlande verantworten sowie das Geschäft in Nordamerika und Europa ausbauen. Lohscheller verlässt Opel Ende August.
manager-magazin.de, vingroup.net, turi2.de (Background)

Die “FAZ” bietet Newsinhalte jetzt für Autofahrten an.

FAZ stellt ihre Newsinhalte Smartphonebesitzerinnen jetzt auch fürs Auto zur Verfügung. Die Zeitung bietet als erste in Deutschland Audio-Beiträge über Apple Carplay und Android Auto an. Nutzerinnen müssen sich dafür in der App registrieren und das Smartphone mit dem Auto verbinden, anschließend ist das Abspielen der News sowie der "FAZ"-Postcasts möglich.
presseportal.de, faz.net

TikTok wird Content-Partner der IAA 2021.

TikTok wird Content-Partner der Internationalen Automobilausstellung IAA. Schwerpunkt der Partnerschaft sind Inhalte und Formate für die App, die sowohl Besucherinnen als auch Marken wie BMW direkt auf der Messe gestalten können. Auch bekannte Tiktokerinnen sollen mit Promis aus der Automobilbranche "lehrreiche und kreative Inhalte" schaffen, um eine jüngere Zielgruppe anzulocken.
wuv.de

Mercedes-Benz will ab 2030 nur noch Elektro-Autos bauen.

Mercedes-Benz will "bis zum Ende des Jahrzehnts" vollelektrisch werden, kündigt Daimler-Vorstandschef Ola Källenius (Foto) an – und schränkt ein: "Dort, wo es die Marktbedingungen zulassen." Schon ab 2025 entwickelt der Konzern alle neuen Fahrzeug-Archiktekturen nur noch auf Elektro-Basis. Für den Antrieb will Daimler weltweit acht Batterie-Fabriken aufbauen.
media.mercedes-benz.com, handelsblatt.com, businessinsider.de

Sixt erholt sich schneller als erwartet.

Hohe Preise, schnelle Besserung: Autoverleiher Sixt steigert seinen Umsatz im 2. Quartal verglichen mit 2020 um mehr als 100 % auf 498 Mio Euro. Der vorsteuerliche Gewinn von 78 Mio Euro übertrifft ebenfalls die Erwartungen. Grund sind höhere Preise in Europa und den USA sowie Corona-Lockerungen, sagt das Unternehmen. Sixt peilt nun einen Jahresumsatz von 1,95 bis 2,1 Mrd Euro an, immer noch weniger als die 2,49 Mrd Euro aus 2019.
wiwo.de

Meinung: Drei superreiche Männer betreiben Wettpinkeln im All.

All-Zeit bereit: Die Weltraum-Flüge sind "kein gesunder Wettbewerb, sondern Wettpinkeln im All", schreibt Miriam Meckel bei ada. Die Welt werde bei Richard Branson, Jeff Bezos und Elon Musk "Zeuge des Wettkampfs dreier superreicher Männer", die jeder zuerst an der "Raumtankstelle für Ego-Treibstoff ankommen wollen". Meckels Fazit: Der Sinn, den es bisher bei Raumfahrten fast immer gab, fehlt und verleiht der Veranstaltung, bei der Menschen für wenige Sekunden ins All fliegen, "schlicht Kirmescharakter".
ada-magazin.de

Audi-Chef Markus Duesmann pausiert Job für Long-Covid-Therapie.

Covid-Spätfolgen: Audi-Chef und VW-Ent­wicklungs­vorstand Markus Duesmann lässt seinen Job ruhen, um sich wegen einer Long-Covid-Erkrankung in Reha zu begeben, meldet Business Insider. Er habe sich vor "zwei bis drei Monaten" mit Corona infiziert und sei schwer erkrankt. Laut Audi befindet er sich seit Montag in Therapie. Nach Information von turi2 gibt es Spekulationen, dass der scheidende Opelchef Michael Lohscheller eine Anschlussverwendung im VW-Konzern finden könnte.
businessinsider.com

EU-Kommission will Verbrennermotoren 2035 begraben.

Burnout: Die Klimaschutz-Vorschläge der EU-Kommission sehen ein Verbot von Neuwagen mit Verbrenner-Motoren bis 2035 vor. 5 Jahre vorher sollen Autobauer den CO2-Ausstoß ihrer Vehikel um 55 % reduzieren. In der Luftfahrt könnten künftig die kosten­freien Verschmutzungs­rechte wegfallen, die Schiff­branche soll in den Emissions­handel einsteigen. Zudem will die Kommission für klimaschädliche Importprodukte eine Abgabe einführen.
spiegel.de

VW: Herbert Diess bleibt bis 2025 Konzernchef.

Vertrag verlängert: Herbert Diess bleibt bis Oktober 2025 VW-Konzernchef, sein bisheriger Vertrag hatte eine Laufzeit bis zum Frühjahr 2023. Unter Diess gebe es "beste Voraussetzungen für eine weiterhin erfolgreiche Entwicklung des gesamten Unternehmens", sagt Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch. Überdies meldet VW auf Basis vorläufiger Zahlen 11 Mrd Euro Gewinn im ersten Halbjahr 2021. Damit liege der Autobauer schon jetzt über dem Wert des gesamten letzten Jahres, 2020 betrug das Ergebnis nach Steuern 8,8 Mrd Euro. Erst im zweiten statt wie ursprünglich erwartet im ersten Halbjahr werde sich der Engpass an Halbleitern auf die Zahlen auswirken.
n-tv.de, finanzen.net, ndr.de

Bild des Tages: Die Bahn schickt ihren Regenbogen-ICE auf die Reise.


Abgefahren: Bahn-Vorsitzender Richard Lutz (links) und Martin Seiler, Vorstand für Personal und Recht, stehen vor dem Regenbogen-ICE in Berlin. Die Bahn will mit dem aufgeklebten Regenbogen-Symbol am Zug ein Zeichen für die LGBTQI+-Community setzen. Der ICE fuhr gegen Mittag vom Berliner Hauptbahnhof nach München. (Foto: Annette Riedl / dpa / Picture Alliance)
freiepresse.de

Zitat: Porsche-Chef Oliver Blume will keine Tesla-Sticheleien sehen.

"Wenn man dort als Referenz genommen wird ist das doch was Schönes."

Porsche-Chef Oliver Blume will Elon Musks Ansage, dass das neue Tesla-Modell schneller als ein Porsche beschleunige, nicht als Provokation, sondern als Schmeichelei verstanden wissen. Er habe Respekt vor Musks Leistung, sagt er Beat Balzli im "Chefgespräch"-Podcast der "Wirtschaftswoche".
wiwo.de (54-Min-Audio)

EU-Kommission verurteilt BMW und Volkswagen zu insgesamt 875 Mio Euro Strafe.

Schmutziges Geschäft: Die EU-Kommission verdonnert Volkswagen zu 502 Mio Euro und BMW zu 373 Mio Euro Wettbewerbsstrafe. Grund sind illegale Absprachen bei der Abgasreinigungs-Technologie AdBlue. Daimler umgeht ein Bußgeld von 727 Mio Euro, weil der Autobauer erster Kronzeuge des Verfahrens ist. BMW will das Urteil akzeptieren, VW überlegt rechtlich gegen das Strafmaß vorzugehen.
spiegel.de, turi2.de (Background)

VW verkauft die Mehrheit von Bugatti an Rimac.


Lassen andere ans Steuer: Die Mehrheit der französischen Luxus-Automarke Bugatti fährt künftig unter kroatischer Flagge. Volkswagen und der kroatische E-Sportwagen-Bauer Rimac gründen ein Joint-Venture, in dem die Kroaten mit 55 % die operative Verantwortung tragen. Bei der VW-Tochter Porsche, die im Konzern für das Sportwagen-Segment zuständig ist, bleiben 45 %. Das Gemeinschaftsunternehmen soll im 4. Quartal gegründet werden. Die Verkaufsgespräche waren bereits im September 2020 bekannt geworden. Bugatti passe nicht mehr zu "einem Volumenhersteller wie Volkswagen", sagt Porsche-Vorstandschef Oliver Blume (Foto) dem "Handelsblatt". Er sieht in der neuen Konstellation u.a. durch Bugattis "weltweite Fangemeinde" ein "großes Potenzial".

Blume will mit Porsche-Finanzchef Lutz Meschke in den Aufsichtsrat von Bugatti Rimac einziehen, die Leitung vom Joint Venture übernimmt Mate Rimac. Im neuen Gemeinschaftsunternehmen wollen die Autobauer mit dem Verbrenner Bugatti Chiron und dem E-Sportwagen Rimac Nevera zwei Hypercars produzieren, die sich in der Preisklasse "beide jenseits einer Million Euro" belaufen.
spiegel.de, handelsblatt.com (Paid), turi2.de (Background)

Audi: E-Autos sollen in “zwei bis drei Jahren” so profitabel wie Benziner sein.

Elektrisierende Ziele: Audis E-Autos werden in "zwei bis drei Jahren" genauso wie profitabel sein wie Verbrenner, prognostiziert CEO Markus Duesmann im "Spiegel". Damit einher gehen "deutlich strengere" Profitabilitätsziele, die Umsatzrendite soll laut Insiderinnen 2025 von zuletzt 5,5 % auf über 11 % steigen. Dieses Jahr werde die VW-Tochter wohl erstmals mehr als zwei Mio Autos verkaufen, bis 2030 könnte der Vorstand daher ein jährliches Verkaufsziel von drei Mio Fahrzeugen anpeilen.
spiegel.de (Paid) via wiwo.de, turi2.de (Background)

VW verzeichnet stärkstes US-Verkaufsquartal seit 1973.

VW verkündet sein bestes Verkaufsquartal seit 1973. Der Autobauer meldet im 2. Quartal 120.520 verkaufte Neuwagen auf dem US-Markt, was einem Plus von 72 % verglichen mit 2020 entspricht. 2020 hatten u.a. viele Fabriken coronabedingt geschlossen. VW-Tochter Audi konnte seinen Umsatz noch kräftiger steigern und meldet mit 66.995 verkauften Autos ein Plus von 92 %.
manager-magazin.de

Tesla-Modell “S Plaid” fängt während der Fahrt Feuer.

Tesla: Ein Exemplar des neuen Tesla-Modells "S Plaid" ist in Pennsylvania während der Fahrt in Flammen aufgegangen. Der Anwalt des Fahrers sagt in US-Medien, dass sein Klient sich nur mit Gewalt aus dem Auto retten konnte, weil das elektronische Türschloss blockiert gewesen sei. Der Anwalt fordert Tesla auf, das Modell vom Markt zu nehmen, bis die Ursache geklärt wird.
welt.de, businessinsider.com

VW könnte im Dieselskandal neue Milliarden-Bußgelder in den USA erwarten.

VW hat in einem US-Rechtsstreit um mögliche weitere hohe Bußgelder im Diesel-Skandal eine Niederlage eingefahren. Das Oberste Gericht von Ohio hat entschieden, dass der Bundestaat Sanktionen verfolgen kann, die über die zuvor auf US-Bundesebene festgelegten Strafen hinausgehen. Dem Konzern könnte damit ein Bußgeld in Höhe von mehreren Mrd Euro drohen. VW will den Fall vor den US Supreme Court bringen. Der Konzern ist der Ansicht, dass die Ansprüche einzelner Bundesstaaten durch Strafen und Entschädigungen abgegolten seien. VW hatte bereits wegen Verstößen gegen das landesweite Luftreinhaltegesetz "Clean Air Act" zahlen müssen.
wolfsburger-nachrichten.de, reuters.com

Volkswagen macht Regenbogen-PR mit einer Aktion, die nie stattgefunden hat.

Volkswagen schießt in Sachen Regenbogen-PR übers Ziel hinaus, urteilt Mehrdad Amirkhizi. Marketingchef Jochen Sengpiehl hatte bei Linked-in ein Bild von einem Mini-Elektro-VW in Regenbogenfarben gepostet. Bild und Text erwecken den Eindruck, das fern­gesteuerte Auto hätte beim Spiel Deutschland gegen Ungarn den Ball ins Stadion gefahren – was nicht der Fall war. Ein Konzernsprecher will das Foto als "Symbolbild" verstanden wissen.
horizont.net (Paid), linkedin.com

EU-Kommission erlaubt Deutschland Mio-Investition in Ladesäulen-Netzwerk.

Unter Strom: Die EU-Kommission erlaubt der Bundes­regierung, den Aufbau eines Netzwerks von Ladesäulen für Elektro­mobilität mit 500 Mio Euro zu unterstützen. Das Geld stammt teilweise aus dem Europäischen Aufbauplan nach Corona und teils aus nationalen Fonds. Die Kommission begründet die Investition u.a. damit, die Ziele des Europäischen Green Deals zu erfüllen.
t3n.de

VW will spätestens 2035 in Europa aus dem Verbrenner-Geschäft aussteigen.

Burn, baby, burn: Volkswagen lässt das Geschäft mit Verbrenner-Autos zwischen 2033 und 2035 erlischen, sagt Vertriebsvorstand Klaus Zellmer dem "Münchner Merkur". In den USA und China wolle der Konzern "etwas später" nachziehen, in Afrika und Südamerika gibt er sich "aufgrund der noch fehlenden politischen und infrastrukturellen Rahmenbedingungen" noch deutlich mehr Zeit. Die Gesamtflotte soll bis 2050 elektrifiziert sein.
merkur.de via wiwo.de

Zitat: Die Politik schädigt die Umwelt mehr als andere, sagt Ex-VW-Chef Carl Hahn.

"Wir sind politisch leider noch zu feige, zu bekennen, dass für die internationale Konkurrenzfähigkeit nukleare Energieerzeugung dazugehört wie die Butter zum Brot. Der arme deutsche Kunde wird mit den höchsten Strompreisen belastet, der Unternehmer bekommt einen Nachteil aufgebürdet, und wir verpesten zugleich die Welt."

Carl Hahn, von 1982 bis Ende 1992 VW-Chef, wirft der Politik im "Welt"-Interview vor, die Umwelt mehr zu schädigen "als andere". Hahn trauert "in keiner Weise" um den Verbrennermotor, er selbst fährt inzwischen "sehr gern elektrisch, in jeder Beziehung".
edition.welt.de (Paid)

Siemens will mehr Geld mit Software verdienen.

Digital ist besser: Siemens will sich als Digitalkonzern aufstellen und künftig mit Industrie-Automatisierung und Software Geld verdienen, sagt der neue Konzernchef Roland Busch (Foto) beim digitalen Investorentag des Konzerns. Er kündigt ein Wachstum von bis zu 7 % pro Jahr an – unter Buschs Vorgänger Joe Kaeser standen noch 4-5 % im Plan. Für die Bahn-Sparte gibt Busch eine Bestandsgarantie, sie passe gut in den Konzern. Er sagt, Kunden würden nicht mehr den "billigsten Zug" wollen, sondern verlässliche Transportkosten fordern.
sueddeutsche.de, handelsblatt.com (Paid)

Bosch macht Stefan Hartung zum CEO und Nachfolger von Volkmar Denner.

Like a Bosch: Der Industrieriese Bosch bekommt einen neuen Chef - den bisherigen Geschäftsführer der wichtigsten Sparte Mobility Solutions, Stefan Hartung, 55. Hartung tritt sein Amt zum 1. Januar 2022 an und löst Volkmar Denner, 64, ab, der zum Jahresende geht. Hartung-Vize wird Christian Fischer, 53, bisher Chef der Sparte Energy and Building Technology. Hartungs Position als Mobility-Chef übernimmt Markus Heyn, 56, bisher bei Mobility für Marketing und Verkauf verantwortlich.

Noch-Chef Denner wechselt nicht wie erwartet an die Spitze des Aufsichtsrats des stimmführenden Gesellschafters Robert Bosch Industrietreuhand KG. Nachfolger des scheidenden Franz Fehrenbach, 72, wird dort der bisherige Bosch-Vize Stefan Asenkerschbaumer, 65. Denner bleibt Bosch und seinem Nachfolger Hartung als Scientific Advisor für das Zukunftsfeld Quantentechnologie erhalten.
handelsblatt.com, bosch-presse.de, rtl.de, turi2.de (Background)

Zahl des Tages: VW zahlt Neu-Betriebsratschefin Daniela Cavallo 100.000 Euro Festvergütung.

Zahl des Tages: Streitbare 100.000 Euro brutto zahlt VW der neuen Betriebsratschefin Daniela Cavallo jährlich. Dazu kämen u.a. noch erfolgsabhängige Boni, der sich auf einen fünfstelligen Betrag belaufe. Die Betriebsratschefin hatte ihr Gehalt selbst offengelegt, weil sie sich für mehr Transparenz stark machen wolle, sagt sie der dpa im Hinblick auf den Untreue-Prozess gegen vier VW-Manager, der im September beginnt.
t-online.de, ndr.de

Wir graturilieren: Jörg Howe wird 64.


Wir graturilieren: Jörg Howe, ab 1. Juli Generalbevollmächtigter Außenbeziehungen und Kommunikation bei Daimler Truck, wird heute 64 Jahre alt. Seinen Geburtstag verbringt er "im Büro". Das Beste ab abgelaufenen Jahr waren für Howe "die S-Klasse Weltpremiere" in Sindelfingen umgeben mit Menschen, sowie die virtuelle EQS-Weltpremiere im April. "Täglich" ärgert er sich "über Impfgegner und Maskenverweigerer". Für das kommende Jahr wünscht Howe sich, im neuen Job "nochmal durchzustarten", und das so richtig. Er freut sich über Glückwünsche per E-Mail, nimmt aber auch "Beschimpfungen per Telefon entgegen".

Gigafactory bei Berlin: Teslas 11.000-Seiten-Bauantrag enthält einige Schwärzungen.


007 Musk: Satte 11.000 Seiten umfasst der abgeänderte, inzwischen dritte Bauantrag für Elon Musks neue Tesla-Fabrik in Grünheide – einige Stellen darin sind geschwärzt. Unter anderem sind die Baukosten von Auto- und Batteriefabrik nicht mehr einsehbar, berichtet etwa die "Bild". Im vorherigen Antrag sei noch die Rede von 700 Mio Euro für den Rohbau und 1,1 Mrd Euro für das Gesamtprojekt die Rede gewesen. Auch Angaben zu Prozessketten und Stoffen sind in den öffentlich ausgelegten Unterlagen teils unkenntlich gemacht. Offenbar befürchtet Tesla Industriespionage, meldet der "Tagesspiegel". Offiziell bestätigt ist nun auch, dass das Unternehmen mit der Herstellung von Batteriezellen mit 50 Gigawattstunden Jahreskapazität plant. Musk hatte ursprünglich das Doppelte angekündigt, dennoch wird die Batteriefabrik damit die größte Europas. Zum Vergleich: Die geplante Batteriezellfabrik vom VW-Konzern in Salzgitter soll erst in einigen Jahren eine Kapazität von 40 GWh erreichen.

Rund 500.000 E-Autos sollen pro Jahr vom Band rollen, noch in diesem Jahr will Tesla die Produktion aufnehmen. Gestartet war das XXL-Projekt einst im November 2019, mittelfristig entstehen bis zu 12.000 neue Jobs. Bisher baut Tesla mit vorzeitigen Zulassungen, die endgültige umweltrechtliche Genehmigung über das Bundesimmissionsschutzgesetz steht noch aus. Bis zum 16. August kann jeder Einwendungen beim Landesumweltamt gegen das Projekt einreichen, am 13. September findet eine öffentliche Anhörung in der Stadthalle Erkner statt.
bild.de, tagesspiegel.de, rbb24.de

Autobranche kommt gut durch die Krise – dank Geld vom Staat.

Spendierfreudig: Weltweit haben Staaten während der Corona-Krise 13,7 Bio Dollar in die Autoindustrie gepumpt, das ist siebenmal mehr als bei der Finanzkrise 2009, sagt der "Global Automotive Outlook 2021" der Unternehmensberatung Alixpartners. In Deutschland war es sogar fast zwanzigmal soviel. Mit 83 Mio Fahrzeugverkäufen in 2021 liegt die Autobranche wieder auf Vorkrisenniveau.
manager-magazin.de, presseportal.de

Audi macht ab 2026 Schluss mit Verbrennern.

Bye bye, Benziner: Ab 2026 will Audi als erster deutscher Autobauer keine neuen Benzin-Autos mehr herausbringen, auch Hybridmodelle soll es dann nicht mehr geben. In fünf Jahren will die VW-Tochter nur noch reine Batteriefahrzeuge fertigen, meldet die "Süddeutsche Zeitung". Der Verkauf der Verbrennerautos soll aber erst Anfang der Dreißigerjahre enden. Demnach sollen die Modelle A3 und A4 keine direkten Nachfolger erhalten, sondern stattdessen einen komplett neues Konzept und einen anderen Namen bekommen. Schon zu seinem Einstand vor einem Jahr habe Vorstandschef Markus Duesmann die E-Auto-Pläne geschmiedet. 500 Mitarbeitende hätten an dem Vorhaben still und heimlich gearbeitet, VW-Chef Herbert Diess sei eingeweiht gewesen. Betriebsräte und Top-Manager sind erst im Laufe des Donnerstags über den Strategiewechsel informiert worden.

Derweil plant Daimlers Pkw-Tochter Mercedes-Benz, viele der ab 2024 geplanten neuen Elektroautos bereits ein Jahr früher als geplant auf den Markt zu bringen, berichtet das "Manager Magazin". Konkurrent BMW hat bereits im Frühjahr angekündigt, bis 2030 mindestens die Hälfte des weltweiten Absatzes mit Elektrofahrzeugen machen zu wollen.
sueddeutsche.de (Paid), spiegel.de, manager-magazin.de

Sixt will 2021 rund 1.000 neue Stellen schaffen und künftig verstärkt auf E-Autos setzen.

Nimmt Fahrt auf: Autovermieter Sixt zeigt sich nach schwierigen Monaten in der Corona-Pandemie "vorsichtig optimistisch" – und stellt noch für dieses Jahr bis zu 1.000 neue Stellen in Aussicht. In den kommenden fünf Jahren plant man mit 3.000 zusätzlichen Jobs. Zudem werde die Kurzarbeit bis Ende Juni schrittweise zurückgefahren, sagen Konstantin und Alexander Sixt im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung". Die Brüder übernehmen kommenden Mittwoch die Konzernführung von ihrem Vater Erich Sixt.

Der Fokus soll künftig stärker auf E-Autos liegen: So werde man in den nächsten fünf Jahren rund 50 Mio Euro in eine eigene Ladesäulen-Infrastruktur investieren. Bis 2030 will man 100.000 Elektrofahrzeuge in der weltweiten Flotte haben. In dem Interview geben die Sixt-Brüder auch Persönliches preis. Ihre Erziehung sei "nicht ausschließlich darauf angelegt" gewesen, sie auf den Vorstandsjob vorzubereiten: "Aber zu 80 Prozent geht es in den Gesprächen mit der Familie schon um die Firma Sixt."
sueddeutsche.de (Paid), turi2.de (Background)

Staatsanwalt klagt Ex-VW-Chef Martin Winterkorn wegen Falschaussage an.

Diesel-Skandal: Die Berliner Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen Ex-VW-Chef Martin Winterkorn wegen uneidlicher Falschaussage. Im Untersuchungsausschuss des Bundestages soll Winterkorn "bewusst falsche Angaben" dazu macht haben, ab wann er über die Manipulation der Abgaswerte unterrichtet war. Laut Anklage soll er bereits im Mai 2015 davon gewusst haben, Winterkorb sagt, er habe erst im September 2015 von der Manipulation erfahren. Unterdessen teilt Volkswagen mit, dass Winterkorn 11,2 Mio Euro Entschädigung an den Konzern zahlt. Zusammen mit den Zahlungen weitere Ex-Manager und aus Haftplicht­versicherungen summiert sich der Betrag auf knapp 288 Mio Euro.
tagesschau.de, spiegel.de (Anklage), sueddeutsche.de, manager-magazin.de (Entschädigung)

Porträt: Sebastian Rudolph setzt bei Porsche auf Zusammenarbeit der Disziplinen.

PS für die PR: Porsche-Kommunikations­chef Sebastian Rudolph (Foto), seit September 2019 im Amt, krempelt die Kommunikation des Autobauers um und forciert die Zusammenarbeit der Disziplinen, schreibt David Selbach im "PR Magazin". Rudolph hat Unternehmens- und Produkt­kommunikation zusammengelegt, bei einem monatlichen "Boxenstopp" trifft er sich mit Abteilungs­leiterinnen, ohne Agenda, einfach um im Gespräch zu bleiben. Der frühere TV-Journalist setzt eigene Narrative, etwa dass synthetische Kraftstoffe, so genannte E-Fuels, nur eine "Ergänzung" zur E-Mobilität seien. Manche Journalistinnen schätzten Rudolph als verlässlichen, gut erreichbaren Gesprächs­partner, der sich in kritischen Situationen nicht wegduckt, andere fänden seine Art zu "marketing­lastig".
"PR Magazin" 6/2021, S. 10 - 18 (Paid), prmagazin.de (Teaser), turi2.de (Beitrag in der turi2 edition #13)

Business Insider: VW hat mehr als 100 Mio Euro bei Entwicklung des neuen Bullis versenkt.

Verbrenner: Bei der Herstellung des neuen T7-Multivans und letzten Diesel-Bullis soll VW 100 Mio Euro vergeudet haben. Aus einem internen Revisionsbericht geht hervor, dass vor allem die Entwicklungskosten außer Kontrolle geraten sind und fast 200 Mio über dem geplanten Budget liegen, berichtet Business Insider. Im "Zentrum des Finanzdesasters" stehe Ex-VW-Nutzfahrzeuge-Vorstand Alexander Hitzinger.
businessinsider.de

Daimler plant den Verkauf von 25 Mercedes-Niederlassungen in Europa.

Daimler will seine Mercedes-Niederlassungen in Großbritannien, Spanien und Belgien verkaufen, um Fixkosten zu sparen, schreibt das "Handelsblatt". In diesen Ländern besitzt Daimler mehr als 25 Verkaufs-Stationen und Werkstätten, die der Autobauer an Händler oder Investoren übergeben will. Durch den Verkauf sind laut "Handelsblatt" Einnahmen bis zu 1 Mrd Euro denkbar. Daimler will bis 2025 einen Großteil der Fahrzeuge online verkaufen.
handelsblatt.com (Paid)