IG Metall wirft VW-Chef Diess Versagen in der Krise vor und fordert Erklärung.

Volkswagen: Vorstandschef Herbert Diess (Foto) musste sich am Abend vor dem Aufsichtsrat verantworten und die Produktionsprobleme beim Golf 8 erklären. Eine von manchen erwartete Eskalation blieb aus. Zuvor hatte die IG Metall Diess in einem offenen Brief Versagen in der Krisenbewältigung und der öffentlichen Darstellung des Konzerns vorgeworfen, zuletzt bei der Reaktion auf die rassistische VW-Werbung. Die ganze Belegschaft leide "jeden Tag unter dem Verlust des Ansehens" von VW, manche würde ihren Arbeitgeber inzwischen sogar verleugnen.
handelsblatt.com (Brief), handelsblatt.com (Aufsichtsrat), waz-online.de (Paid)

Zahl des Tages: Bahn fordert Schadenersatz von LKW-Herstellern.

Zahl des Tages: Auf 385 Mio Euro Schaden­erssatz verklagt die Deutsche Bahn die größten europäischen LKW-Hersteller wegen angeblich überhöhter Preise infolge eines Kartells. Die Bahn hat extra eine Inkasso-Tochter gegründet und sich die Ansprüche der anderen Kläger, u.a. die Bundeswehr und rund 200 Speditions­firmen, abtreten lassen. Das Landgericht München hat Bedenken, ob die Klage begründet ist.
wiwo.de

Hockenheimring fehlt im Formel-1-Kalender vorerst.

Formel 1 fährt vorerst einen Bogen um Deutschland, berichtet "Auto Motor und Sport". Im Notentwurf des Rennkalenders steht der Hockenheimring nicht drin. Die Rennstrecke in Nordbaden könnte aber nachrücken, wenn eines der Rennen in Übersee ausfällt. Zuvor geht es ab dem 5. Juli bis Anfang September an fast jedem Wochenende durch Europa - ohne Zuschauer. In welchem Umfang Journalisten zugelassen werden, ist noch unklar.
auto-motor-und-sport.de via digitalfernsehen.de

VW-Chef Herbert Diess scheitert mit Wunsch nach vorzeitiger Vertragsverlängerung.

Volkswagen: Konzernchef Herbert Diess ist damit gescheitert, seinen Vertrag vorzeitig bis 2025 verlängern zu lassen, berichtet das "manager magazin". Er habe einen neuen Vertrag als Gegenleistung dafür verlangt, dass er der Einstellung eines Verfahrens gegen ihn im Zuge des Dieselskandals zugestimmt hat. Der Aufsichtsrat und die Großaktionäre Wolfgang Porsche und Hans Michel Piëch hätten den Wunsch von Diess abgelehnt.
manager-magazin.de (Paid), manager-magazin.de (Kurzfassung), turi2.de (Background)

Frankreich stützt seine Autobranche mit 8 Mrd Euro.

Frankreich plant ein 8 Mrd schweres Hilfsprogramm für seine Autobranche. 5 Mrd fließen an Renault, im Gegenzug verpflichtet sich das Unternehmen, Arbeitsplätze im Land zu erhalten und sich stärker für Elektromobilität zu engagieren. Der Staat erhöht die Kaufprämie für E-Autos von 6.000 Euro auf 7.000 Euro. Für Hybridfahrzeuge gibt es 2.000 Euro Zuschuss, jeweils 3.000 Euro stehen temporär zudem für 200.000 Autos mit Verbrennungsmotor Verfügung.
spiegel.de, faz.net

Basta: Eurowings fliegt geschlossenen Flughafen auf Sardien an.

Mach 'nen Abflug: Der erste Ferien-Flug der Lufthansa-Tochter Eurowings nach dem Corona-Lockdown endet ohne Landung auf Sardinien wieder am Startflughafen in Düsseldorf. Grund: Der Zielflughafen Olbia an der Costa Smeralda ist für internationale Flüge noch bis zum 24. Juni gesperrt. Immerhin: Eurowings bucht alle Passagiere um. Alle zwei.
t-online.de, spiegel.de, flightradar24.com (Flugroute)

Deutsche Autohersteller wollen zu Software-Konzernen werden.

Autohersteller in Deutschland fürchten die Konkurrenz von Tesla und Google im Software-Markt, schreiben Franz Hubik, Martin Murphy und Markus Fasse. Die Software von Fahrzeugen werde in Zukunft das wichtigste Unterscheidungsmerkmal, Tesla habe hier Vorsprung, Google dränge als Frenemy auf den Markt. Daimler, BMW und VW fahren dabei trotz gleichem Ziel unterschiedliche Routen. Während Daimler künftig mit Zusatz-Apps Geld verdienen will, versucht VW seine Software auch anderen Unternehmen anzubieten.
handelsblatt.com

“Spiegel”: Bahn-App warnt künftig vor vollen Zügen.

Deutsche Bahn will mittels App und Buchungs­system die Auslastung der Züge steuern, schreibt der "Spiegel". Fahrgäste bekommen bald einen Warnhinweis angezeigt, wenn ein Zug zu 50 % oder mehr belegt ist. Steigen die Reservierungen dennoch, verhindert das System weitere Buchungen. Einsteigen können Passagiere mit Fahrkarte dennoch. Die Bahn hat sich bewusst gegen eine Reservierungspflicht entschieden.
spiegel.de

Zitat: Luisa Neubauer sieht die Autolobby ins Kanzleramt einziehen.

"Was für ein Mittelfinger-Move."

Klima-Aktivistin Luisa Neubauer wettert bei Twitter gegen die umstrittene Kaufprämie für Autos, von der womöglich auch Spritschlucker profitieren könnten.
twitter.com, turi2.de (Background)

Flixbus fährt Ende Mai wieder 50 Ziele in Deutschland an.

Flixbus fährt den Fernbus-Betrieb ab Donnerstag wieder hoch - zunächst mit rund 50 Haltepunkten, darunter Berlin, Frankfurt am Main oder auch Weimar. Abhängig von der Kundennachfrage soll das Streckennetz nach und nach ausgeweitet werden. Flixbus hatte Mitte März die Fahrten freiwillig eingestellt. Auch in Österreich, Polen, Tschechien und Dänemark fährt FlixBus ab Ende Mai wieder.
manager-magazin.de

Lufthansa und die Bundesregierung einigen sich auf Rettung: 25 % + zwei Aufsichtsräte.

Der Bundesadler steuert den Kranich mit: Die Bundesregierung und die Lufthansa einigen sich auf ein Rettungspaket, schreibt der "Spiegel". Die Einigung sieht vor, dass der Bund sich mit 25 % und einer Aktie an der Lufthansa beteiligt und ihr weiteres Kapital bereitstellt. Die Bundesregierung besetzt künftig zwei Aufsichtsräte.

Damit setzt sich im Streit um den künftigen Einfluss des Bundes auf die Airline im Wesentlichen die SPD-Seite durch, die auf große Mitbestimmung gedrängt hat. Die Union und auch die Lufthansa hatten eine stille Beteiligung favorisiert.
spiegel.de, turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Flughafen Tegel war immer nur für Passagiere da.

Lese-Tipp: "Tegel ist so gut wie tot. Corona gibt dem Flughafen den Rest", schreibt Renate Meinhof in ihrer Liebeserklärung an den Berliner Airport. Moderne Flug­häfen seien Shopping-Center, Tegel dagegen sei immer "noch der Flughafen, der nur für den Passagier da war". Einst für 3 Mio geplant, fertigte TXL zuletzt 24 Mio Passagiere im Jahr ab, repariert wurde nur noch das Nötigste. Nur die historische Melange aus Wagemut, Widerstandswillen, Frechheit und Unvernunft hätten dazu geführt, dass Tegel die Überlastung überhaupt hat bewältigen können.
"Süddeutsche Zeitung", S. 3 (Paid)

“Horizont”: Bahn kürzt Marketing-Etat um einen zweistelligen Mio-Betrag.

Deutsche Bahn spart beim Marketing, weil Corona-bedingt Fahrgäste und Einnahmen ausbleiben, schreibt "Horizont". Den Etat fürs Konzernmarketing wolle die Bahn um einen zweistelligen Mio-Betrag kürzen. Eine für 2020 geplante Imagekampagne falle komplett dem Rotstift zum Opfer. Nicht betroffen sei das Marketing für Bahn-Töchter wie DB Regio.
"Horizont" 21/2020, S. 7 (Paid)

VW-Chefs müssen im Dieselskandal nicht vor Gericht.


Kauf Dich frei: Volkswagen-Chef Herbert Diess (rechts im Bild) und Aufsichts­ratschef Hans Dieter Pötsch (links), ehemals VW-Finanzvorstand, entgehen gegen Zahlung von jeweils 4,5 Mio Euro einem Gerichts­verfahren im Diesel­skandal. Ein Sprecher des Kontrollgremiums von Volkswagen bestätigte die Einigung mit der Justiz, über die zuerst das "manager magazin" berichtet hatte. Die Staats­anwaltschaft Braunschweig wirft Diess und Pötsch Markt­manipulation vor. Beide bestreiten, früher als bisher eingeräumt von Täuschungen bei Abgastests gewusst und Anleger nicht rechtzeitig über finanzielle Folgen informiert zu haben. Die insgesamt 9 Mio Euro Lösegeld zahlt Volkswagen aus der Konzernkasse.

Weiter angeklagt bleibt der frühere VW-Vorstandschef Martin Winterkorn. Auch er bestreitet, frühzeitig Kenntnis von der Manipulation gehabt zu haben. Auch das Verfahren gegen ihn könnte gegen Auflagen beendet werden, hört das "manager magazin" aus Justizkreisen. Doch vor allem die Staatsanwaltschaft habe noch Bedenken. (Archiv-Foto: Swen Pförtner/dpa / picture alliance)
manager-magazin.de (Paid), bild.de, focus.de

Hör-Tipp: VW-Chef Herbert Diess sieht “schwierigsten Teil der Krisenbewältigung” noch bevorstehen.

Hör-Tipp: Gabor Steingart legt mit seinem Redaktionsschiff ThePioneer One vor der Autostadt in Wolfsburg an und holt VW-Vorstandschef Herbert Diess (Foto) zum Podcast an Bord. Diess nennt das Wiederhochfahren der Wirtschaft den "schwierigsten Teil der Krisenbewältigung" und dringt auf einen staatlichen Konjunkturanschub, nicht nur für die Autoindustrie, erwartet für das Gesamtjahr aber schwarze Zahlen.
gaborsteingart.com (37-Min-Audio), manager-magazin.de (Zusammenfassung)

Sixt will 150 Mio Euro sparen und die Flotte weiter reduzieren.

Sixt ist wirtschaftlich am "Tiefpunkt", sagt Chef Erich Sixt (Foto), das zweite Quartal werde wohl "das schlechteste in der Geschichte der Firma". Sohn Alexander Sixt prüft jede Station auf Einschnitte, bei Sach- und Personalkosten will Sixt dieses Jahr 150 Mio Euro einsparen. Die Flotte hat Sixt schon um 20.000 Fahrzeuge auf 130.000 Autos zurückgefahren und will weiter reduzieren. Stellen abbauen oder Stationen schließen will Sixt nicht.
handelsblatt.com, turi2.de (Background)

Reuters: EU-Kommission empfiehlt Maskenpflicht im Flugzeug.

Flugverkehr: Die EU-Kommission will Airlines eine Maskenpflicht für Passagiere empfehlen, berichtet Reuters. Ein freier Mittelplatz - wie von manchen gefordert - solle nicht verpflichtend sein, bei ausreichend freien Plätzen sollten die Passagiere aber gut verteilt werden. Die Flug­gesellschaften argumentieren, die Kabinen-Luft werde alle drei Minuten komplett ausgetauscht, die Gefahr einer Ansteckung sei gering.
manager-magazin.de

Bund schnürt Milliarden-Hilfe für die Deutsche Bahn.


Ein, zwei Schippen draufgelegt: Damit die Deutsche Bahn in der Krise nicht unter die Räder kommt, plant der Bund Hilfe in Milliarden-Höhe, schreiben die Zeitungen der Funke Mediengruppe. Das Konzept haben Finanz- und Verkehrsministerium gemeinsam mit dem Konzern ausgearbeitet. Es sieht eine Erhöhung des Eigenkapitals vor. Ein erster Teilbetrag von 4,5 Mrd Euro soll dabei zeitnah fließen, der Rest zum Jahreswechsel 2020/2021. Auch die Verschuldungsgrenze, die aktuell bei 25,4 Mrd Euro liegt, soll angehoben werden. Die Bahn muss im Gegenzug großzügig den Rotstift bei Sachkosten und Personal ansetzen, Vorstandsboni fallen flach. Für den Zeitraum von 2020 bis 2024 rechnet der Konzern mit Verlusten von mindestens 11 Mrd Euro.
abendblatt.de, wiwo.de

Uber streicht 3.700 Stellen.

Uber entlässt 3.700 Vollzeit-Mitarbeiter*innen, rund 14 % der weltweiten Belegschaft. Die Kürzungen treffen vor allem den Kunden-Support und die Recruiting-Teams. Uber rechnet mit rund 20 Mio Dollar für Kündigungs- und Abfindungskosten. Vorstandschef Dara Khosrowshahi will bis zum Jahresende auf sein Grundgehalt verzichten. Infolge der Corona-Pandemie ist die Nachfrage nach Uber-Fahrten rapide gesunken.
handelsblatt.com, theverge.com, techcrunch.com, cnet.com

Airbnb entlässt ein Viertel seiner Mitarbeiter.


Home ohne Office: Der Unterkunft-Vermittler Airbnb greift in der Corona-Krise zu drastischen Sparmaßnahmen und trennt sich weltweit von 1.900 seiner 7.500 Mitarbeiter. Betroffen sind insbesondere Angestellte außerhalb der Kernbereiche. Airbnb-Chef Brian Chesky kündigt an, dass das Unternehmen seine Investitionen unter anderem in Hotels sowie in Filmproduktionen zurückfahren werde.

Airbnb rechnet damit, dass seine Umsätze weniger als die Hälfte der 4,8 Mrd Dollar aus dem Vorjahr erreichen werden. Nach der Corona-Krise würden voraussichtlich eher günstigere Reisen gefragt sein, weshalb Airbnb zudem seine Investitionen in Luxus-Unterkünfte reduzieren will.
techcrunch.com, rp-online.de

Lufthansa zieht Insolvenz-Drohung zurück.

Lufthansa: Vorstandschef Carsten Spohr zieht bei der Hauptversammlung seinen Joker einer Planinsolvenz zurück, sollte es zu keiner Einigung über Staatshilfen kommen. Konkret äußert er sich nicht, Zwischentöne ließen aber erkennen, dass die Lufthansa sich offenbar erfolgreich gegen unliebsame Konditionen gewehrt habe, schreibt manager-magazin.de. Spohr betont jedoch: "Wir brauchen keine staatliche Geschäftsführung.
manager-magazin.de, handelsblatt.com, turi2.de (Background)

Volkswagen vernetzt weitere Werke mit “industrieller Cloud”.

Volkswagen will mithilfe einer "industriellen Cloud" einen dreistelligen Mio-Betrag einsparen, berichtet das "Handelsblatt". 2019 hatte Volkswagen das Projekt gemeinsam mit Siemens und Amazon am Stammsitz in Wolfsburg gestartet, bis Ende 2020 sollen drei weitere VW-Werke dazukommen, mittelfristig auch Werke anderer Konzern-Marken. Die "industrielle Cloud soll Fertigungsabläufe vereinfachen und für Produktivitätsfortschritte sorgen sowie dazu beitragen, Corona-Rückstände auszugleichen.
handelsblatt.com

Meinung: Autonomes Fahren leidet unter der Krise, E-Mobilität könnte profitieren.

Mobilität: Volkswagen-Vorstand Andreas Renschler rechnet damit, dass die Krise Investitionen beim autonomen Fahren verzögern werden, sagt er im "Spiegel". Schon vor Ausbruch der Pandemie habe in der Autobranche "ein neuer Realitätssinn" eingesetzt. Die E-Mobilität könnte von der Krise profitieren, da Entwicklungskosten bei Benzin- und Dieselantrieben sinken könnten.
"Spiegel", 19/2020, S. 71 (Vorabmeldung, Paid)

“Spiegel”: Der Staat will mit 25,1 % direkt bei der Lufthansa einsteigen.

Bundesadler stützt Kranich: Bei der Rettung der Lufthansa durch den deutschen Staat soll es um Hilfen in Höhe von rund 10 Mrd Euro gehen, erfährt der "Spiegel" aus Verhandlungskreisen. 5,5 Mrd Euro davon sollen in Form einer stillen Beteiligung fließen, für die der Bund eine Garantiedividende von 9 % verlange. Der Bund wolle mit 25,1 % direkt bei der Lufthansa einsteigen, was knapp eine Mrd kosten könnte. Weitere 3,5 Mrd Euro solle die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau beisteuern, für die Summe wolle sich die Regierung verbürgen.

Für die Lufthansa-Tochterfirmen Austrian Airlines, Brussels und Swiss könnten Staatshilfen von Österreich, Belgien und der Schweiz kommen. In diesem Falle sollen die Hilfen aus Deutschland entsprechend angerechnet werden, schreibt der "Spiegel". Als Gegenleistung fordern die Länder Mitsprache- und Vetorechte, was bei der Lufthansa zuletzt auf Kritik gestoßen ist.
"Spiegel" 19/2020, S. 76 (Vorabmeldung, Paid)

Deutsche Bahn will bis 2024 die Frauenquote von 20 % auf 30 % erhöhen.

Deutsche Bahn verordnet sich eine höhere Frauenquote, der Anteil der Frauen in Führungspositionen soll bis 2024 auf 30 % steigen, aktuell liegt er bei 20 %. Der Vorstand bekommt ein Vetorecht, wenn geeignete weibliche Kandidatinnen nicht bei Stellenbesetzungen berücksichtigt werden. Unter den sieben Bahn-Vorständen sind aktuell zwei Frauen: Sigrid Nikutta und Sabina Jeschke.
faz.net (Paid)

Lufthansa droht im Streit um Staatseinfluss mit Insolvenz.

Lufthansa lehnt die Bedingungen für Staatshilfen ab und erwägt, die Verhandlungen scheitern lassen, berichten "FAZ" und "Süddeutsche". Der Airline-Konzern könnte ein insolvenzähnliches Schutzschirmverfahren einleiten. Vor allem der hohe Zinssatz von 9 % und die angestrebte Sperrminorität der Bundesregierung seien der Lufthansa ein Dorn im Auge.
faz.net, sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Die Deutsche Bahn testet eine Abstandsmessung in Zügen.

Deutsche Bahn startet in Stuttgart ein Pilotprojekt, bei dem sie mithilfe von anonymisierten Überwachungskamera-Aufnahmen prüfen will, wie voll Züge sind. Ziel ist es, Passagierströme bewusster zu lenken, was auch für das Halten von Abstand angesichts des Corona-Virus hilfreich sein könnte. Der Test läuft zunächst ohne echte Passagiere, ab Mitte Mai will die Bahn ihn auf den regulären Betrieb ausdehnen.
"Handelsblatt", S. 21 (Paid)

Boeing stoppt die Übernahme von Embraer.

Boeing wird den brasilianischen Flugzeugbauer Embraer doch nicht übernehmen. Ursprünglich wollte der US-Konzern 4,2 Mrd Dollar für 80 % des auf kleinere Verkehrsflugzeuge spezialisierten Konkurrenten zahlen. Offiziell hat der Kurswechsel nichts mit der Corona-Krise zu tun, sondern Embraer habe vertragliche Bedingungen nicht erfüllt. Dennoch dürfte der Schritt Boeing gelegen kommen. Boeing braucht dringend Geld, gleichzeitig hat Embraer deutlich an Wert verloren, ist aktuell nur noch rund 1,1 Mrd Dollar wert.
forbes.com, handelsblatt.com

Zitat: DB-Cargo-Chefin Sigrid Nikutta sieht Corona als Chance für die Güterbahn.

"Ich bin sehr optimistisch, dass wir nach der Krise einige Kunden haben werden, die wir jetzt neu gewinnen konnten."

Sigrid Nikutta, neue Chefin der Güter-Sparte der Deutschen Bahn, sieht die Corona-Krise als Chance für DB Cargo, sagt sie im "Wiwo"-Interview. Jedoch fahren deutlich weniger Güterzüge durch Europa, weil wichtige Industrie-Kunden derzeit nicht produzieren.
wiwo.de

Gewinn von Daimler bricht im 1. Quartal 2020 deutlich ein.

Daimler bricht der operative Gewinn im 1. Quartal 2020 um mehr als zwei Drittel auf 719 Mio Euro ein, 2019 waren es noch 2,31 Mrd Euro. Für das gesamte Jahr erwartet der Auto-Konzern wegen der Corona-Krise , dass Absatz und Umsatz unter dem Niveau von 2019 bleiben. Dennoch sieht sich Daimler finanziell gut aufgestellt, seit Montag laufen große Teile der Produktion wieder.
manager-magazin.de

Daimler fährt die Produktion wieder hoch.

Daimler startet nach vier Wochen coronabedingter Pause ab Montag wieder mit der Produktion, in stark reduziertem Umfang und mit Schwerpunkt auf Antriebs- und Getriebetechnik. Die seit 6. April geltende Kurzarbeit soll erst Ende April auslaufen. Wie die Nachfrage sei, könne man nicht vorhersehen und entscheide deshalb "von Woche zu Woche, wie es weitergeht", sagt Betriebsratschef Michael Brecht.
n-tv.de, wiwo.de

“Spiegel”: Deutsche Bahn sucht Partner für 5G-Ausbau.

Deutsche Bahn will das 5G-Netz an den Gleisen gemeinsam mit einem Telekommunikations-Unternehmen ausbauen, statt es, wie bisher geplant, über die eigens für den Vertrieb gegründete Tochter DB Broadband selbst zu vermarkten, schreibt der "Spiegel". Es müssen noch rund 13.400 Kilometer Gleis mit Glasfaser ausgestattet werden. Der Konzern plant eine öffentliche Ausschreibung und will in der zu gründenden Projektgesellschaft als "Mitgesellschafter" auftreten.
spiegel.de