USA: Flixbus-Mutter übernimmt Bus-Marke Greyhound.

Den Hund gefangen: Das deutsche Transport-Unternehmen Flixmobility kauft Teile des US-Fernbus-Anbieters Greyhound – genauer: mehr als 1.000 Busse, Fahrerinnen und Marke. Flixmobility, bekannt für seine grünen Flixbusse, ist seit 2018 in den USA unterwegs. Die Münchener wollen dort mit einer "erschwinglichen und nachhaltigen Reisealternative" mehr Leute vom Auto in den Bus bewegen, sagt Flixmobility-Chef André Schwämmlein.
handelsblatt.com, spiegel.de, turi2.de (Background)

Basta: Elon Musk spricht vor VW-Führungskräften.

Überraschungs-Gast: Tesla-Gründer Elon Musk hat überraschend vor VW-Führungskräften gesprochen, meldet das "Handelsblatt". Volkswagen sei eine "Ikone" und "der größte Herausforderer" von Tesla, sagt der per Video zugeschaltete Musk im Gespräch mit VW-Chef Herbert Diess. Diess kündigt bei Twitter bereits einen Gegenbesuch in Grünheide an, getreu dem Motto: "Halte deine Freunde nahe bei dir, deine Feinde noch näher."
handelsblatt.com

DB Regio und ZF werden Partner bei autonomen Kleinbussen.

Auto-Bahn: DB Regio und Auto­zulieferer ZF machen gemeinsame Sache bei autonomen Klein­bussen in Deutschland. Bis 2035 werde der Bedarf bei über 30.000 Exemplaren liegen, schätzt die Bahn-Tochter. ZF liefert die Fahrzeuge und kümmert sich um deren Wartung, DB Regio verantwortet den Betrieb. Sie sollen sowohl in der Stadt fahren, als auch auf dem Land ÖPNV-Lücken schließen.
handelsblatt.com

Zahl des Tages: Lufthansa kämpft mit großem Anstieg an Anrufen.

Zahl des Tages: Gesprächige 80 % mehr Anruf­aufkommen verzeichnet Lufthansa aktuell verglichen mit der Vor-Corona-Zeit, obwohl nur etwa halb so viele Menschen aktuell mitfliegen. Der Rede­bedarf mündet in langen Warte­schlangen, die Kundinnen frustriert zurücklassen. Kundenservice-Leiter Carsten Wirths bilanziert: "Wir werden unserem eigenen Anspruch leider aktuell nicht gerecht."
sueddeutsche.de

Basta: Uber wird Teil von Lufthansas Miles & More.

Meilen nach Zahlen: Das Lufthansa-Bonus­programm Miles & More schließt im deutsch­sprachigen Raum eine Partner­schaft mit Fahrten­vermittler Uber. Pro gezahltem Euro bzw. Schweizer Franken landet eine Meile auf dem Konto, wer Uber für den Weg zum Flughafen nutzt, bekommt gar die doppelte Belohnung. Spannend wird's mathematisch, wenn Kundinnen in ferner Zukunft per Uber Flug-Taxis zum Flughafen buchen.
uber.com

VW-Chef Herbert Diess stellt Klima-Forderungen an die Politik.


Diess und Das: VW-Chef Herbert Diess legt am Tag nach der Bundestagswahl seine Wunschliste an die Politik vor. Via Twitter stellt er zehn klima- und energiepolitische Forderungen, die auch aus dem Wahlprogramm der Grünen stammen könnten. Tatsächlich verfolgt Diess damit nicht zuletzt eigene Interessen seines Konzerns. Er fordert u.a. die Erhöhung des CO2-Preis auf 65 Euro pro Tonne schon im Jahr 2024, das Ende der Subvention für fossile Kraftstoffe sowie die Förderung von Dienstwagen bevorzugt mit elektrischem Antrieb. Die Kaufprämie für Elektro-Autos sollte zwar beibehalten, bis 2025 jedoch schrittweise verringert werden – ein Verkaufsargument, um vorher noch möglichst viele E-Autos abzusetzen.

Damit denen nicht der Saft ausgeht, wünscht er sich, die Lade-Infrastruktur massiv zu fördern und auszubauen. Zudem müsse der "faire und sichere Zugang zu Fahrzeugdaten" geregelt werden, die Fahrzeug- und Cybersicherheit gewährleistet sein. "Autonomes Fahren ist unsere Zukunft", schreibt Diess, dafür sei "flächendeckend 5G" notwendig. Es ist nicht das erste Mal, dass Diess sich für Klimaschutz stark macht, bemerkenswert ist jedoch das Timing: Mit seinen gesammelten Forderungen macht Diess mit grüner Tarnung Lobbyarbeit bei der künftigen Bundesregierung, bevor diese überhaupt zusammenfindet. (Foto: Carsten Koall / dpa / Picture Alliance)
twitter.com/Herbert_Diess, welt.de, bild.de, spiegel.de, auto-motor-und-sport.de

Willkommen im Club: Oliver Hoffmann.

Willkommen im Club der turi2.de/koepfe: Oliver Hoffmann sitzt am Steuer der Markenkommunikation bei Porsche. Von seiner Skepsis gegenüber einem Auto ohne Lenkrad und seiner ersten Karosse – einem gebrauchten Ford Escort in knallrot – erzählt er im Videofragebogen. Hoffmann ist neu im turi2-Club der wichtigsten Meinungs­macherinnen in Deutschland.
turi2.de/koepfe (Profil Hoffmann)

Deutsche Umwelthilfe verklagt BMW und Mercedes.

Frist abgelaufen: Die Deutsche Umwelthilfe verklagt BMW und Mercedes. Die Autobauer lehnen eine Unterlassungs­erklärung für Verkaufs-Stopp von Verbrennern ab 2030 ab. Selbige Ansprüche stellt Greenpeace an Volkswagen, hat den Wolfsburgern aber eine Frist bis Ende Oktober gesetzt. BMW und Mercedes fordern in ihren jeweiligen Antwortschreiben, sich außer­gerichtlich mit dem Thema auseinanderzusetzen.
handelsblatt.com (Paid)

Börsengang: Flugtaxi-Startup Lilium sammelt weniger Geld ein als gedacht.

Kein Höhenflug: Lilium, Flugtaxi-Hersteller aus München, wird bei seinem Börsengang weniger Geld einsammeln als gedacht. Voraussichtlich ab Mittwoch notiert Lilium an der US-Technologiebörse Nasdaq, dazu fusioniert man mit dem Börsenmantel Qell. Zwei Drittel der ursprünglichen Qell-Anteilseigner haben ihre Anteile aber vorher zurückgegeben. Die Einnahmen liegen nun bei 584 Mio Dollar, erwartet hatte das deutsche Startup im Frühjahr noch 830 Mio Dollar.
handelsblatt.com, rnd.de, turi2.de (Background)

Hör-Tipp: VW-Chef Herbert Diess wollte Aprilscherz nicht selbst verkünden.

Hör-Tipp: VW-Boss Herbert Diess mag keine Aprilscherze, verrät er im OMR-Podcast mit Philipp Westermeyer. Gegen den ursprünglichen Plan, die Umbenennung in "Voltswagen" selbst zu verkünden, habe er sich daher gesträubt. Die Empörung über die Streichung der Currywurst in einer VW-Kantine habe er "zur Kenntnis genommen" und sieht "Verbesserungspotenzial in unserer Kantinen-Ess-Kultur". Die derzeitig Knappheit von Mikrochips für die Auto-Industrie werde die Branche "vielleicht sogar die nächsten ein, zwei Jahre" beschäftigen.
omr.com (73-Min-Audio), turi2.de (Background "Voltswagen")

Sixt und Intel bringen 2022 Robo-Taxis auf Münchner Straßen.


Robo, hol' schon mal den Wagen: Der Autovermieter Sixt und die Intel-Tochter Mobileye machen München schon 2022 zur Testrecke für selbstfahrende Robo-Taxis. 25 Fahrzeuge sollen dann Passagiere durch die bayerische Landeshauptstadt kurven – zunächst wegen behördlicher Auflagen noch mit Sicherheits­fahrer, der im Notfall eingreifen kann. Ab der zweiten Jahres­hälfte sollen die Robotaxis dann ohne Fahrpersonal auskommen, so die Hoffnung. Ein neues Gesetz macht Deutschland zum ersten Land der Welt, in dem Autos ohne Fahrerin in den Regelbetrieb gehen dürfen.

Für die Diensterprobung im kommenden Jahr wollen Sixt und Mobileye Kundinnen zunächst einladen. Im Regelbetrieb können Fahrgäste die autonomen Taxis dann über die Moovit-App von Intel sowie die App von Sixt buchen. Der Preis soll sich zunächst an anderen Fahrdiensten orientieren, auf lange Sicht aber günstiger sein.
wiwo.de, manager-magazin.de, merkus.de, about.sixt.com

Hör-Tipp: Co-Working-Chef Burkhard Rönnefarth überrascht schnelles “Du” bei der Deutschen Bahn.

Hör-Tipp: "Corona hat die Mitarbeiter zusammen geschweißt", sagt Burkhard Rönnefarth, der bei der Deutschen Bahn den Aufbau des Co-Workings Everyworks am Berliner Hauptbahnhof verantwortet. Im Podcast "On the Way to new Work" mit Christoph Magnussen erzählt Rönnefart u.a. von seiner Überraschung, "wie schnell man mittlerweile auch bei der Bahn auf das Du kommt". Er spricht auch darüber, wie ihn seine Krebserkrankung seit dem Teenager-Alter geprägt hat.
newwork.podigee.io (63-Min-Audio)


Zahl des Tages: Bund fördert Wasserstoffzentrum mit 290 Mio Euro.

Zahl des Tages: Bis zu 290 Mio Euro will Verkehrsminister Andreas Scheuer bis Ende 2024 für ein nationales Wasserstoffzentrum bereitstellen. Bei der Forschung sollen die Zentren in Sachsen, NRW, Bayern und Norddeutschland "sämtliche Verkehrsträger wie Schiene, Schiff, Auto und Flieger" in den Blick nehmen. Insbesondere Wasserstoff-PKWs gelten jedoch als wenig energieeffizient: VW geht etwa nur von einer Effizienz von bis zu 35 % aus, wohingegen das E-Auto auf 70 bis 80 % kommt.
welt.de, spiegel.de

Ferdinand Dudenhöffer sieht neues IAA-Konzept kritisch.

Aufs falsche Pferd gesetzt? "Während sich die Messe eher vom Auto entfernt, erlebt das Auto eine Renaissance", schreibt Ferdinand Dudenhöffer über die IAA bei "Horizont". Das Experiment als Mobilitätsmesse, die auch andere Fortbewegungsmittel einschließt, berge Risiken. Durch die Pandemie gewinne individuelle Mobilität wieder an Wichtigkeit und beflügle das Auto. Die Messe "scheint als eine Art Volksfest mit Diskussionsbühnen und angeschlossener Messe geplant zu sein."
horizont.net (Paid)

Marcus Werner kritisiert zu hohen “Kopfschüttelfaktor” bei der Bahn.

Es fehlt nicht viel: Bei der Bahn ist der "Kopf­schüttel­faktor" zu hoch, schreibt der selbst­erklärte Viel­fahrer Marcus Werner in der "Wirtschafts­woche". Die Bahn habe häufig gute Image-Ideen, die durch die Realität konterkariert würden. Er fordert "Mehr Mut zur Gelassen­heit" sowie "mehr Freiheit, zugunsten der Kunden zu improvisieren".
wiwo.de

Zitat: Birgit Priemer deutet Schwierigkeiten mit Elon Musk an.

"Lassen Sie es uns so formulieren: Wir halten den Umgang von Elon Musk mit den Medien generell für verbesserungswürdig."

Birgit Priemer, Chefredakteurin von "Auto Motor und Sport", lässt im gemeinsamen "Horizont"-Interview mit ihren Kollegen Michael Pfeiffer und Jochen Knecht durchblicken, dass der Draht zum Tesla-Boss – anders als zum Rest der Autobranche – noch ausbaufähig ist.
horizont.net (Paid)

“Mehr als Vermieter von Ausstellungsfläche” – Klaus Dittrich über die “Innovation Journey” der Messe München und die IAA.


Auf neuen Wegen: "Die IAA Mobility ist ein Leuchtturm für die gesamte Messewirtschaft – auch international." Im Video- und Podcast-Interview von turi2 erklärt Klaus Dittrich die Bedeutung des Neuzugangs IAA für den Messe-Standort München. Er berichtet, dass die ganze Branche auf die Umsetzung blickt – vom Hygiene-Konzept bis zur Integration der Mobilitäts-Messe ins Stadtbild. "Zum ersten Mal wird ein Thema auf den schönsten Plätzen der Stadt einem breiten Publikum zur Kenntnis gebracht." Die Messe München beteiligt sich zudem mit einem eigenen Programmpunkt, der Innovation Journey. Die Bildungsreise für Führungskräfte führt zu wichtigen Events auf dem Messegelände, aber auch darüber hinaus dorthin, wo im Großraum München ganz konkret an der Zukunft der Mobilität gearbeitet wird.

Warum macht ein Messeveranstalter sowas? "Wir sind nicht mehr nur Vermieter von Quadratmetern Ausstellungsfläche", sagt Dittrich. Er sieht die Messe auch als inhaltlich bewegten Plattform-Betreiber – und das nicht erst seit der Pandemie. Die Messe München geht bereits seit 2016 auf Innovation Journey. Die Reisen gingen bisher ins Silicon Valley und auf die South by Southwest in Austin, Texas, aber auch nach Deutschland. Die Führungskräfte-Reise fasst er als "mobiler Think Tank für einen Tag" zusammen. Die Teilnehmerinnen sollen miteinander und voneinander lernen und sich zu Themen wie Automatisierung, Digitalisierung und nun im Falle der IAA zum Thema Mobilität austauschen.

"Messen und Messeveranstalter werden digitaler", ist Dittrich überzeugt, auch wenn die Pandemie überwunden ist. Im ausführlicheren turi2 Podcast erklärt er, dass er die Messe München in der Rolle des Kurators und Plattform-Anbieters sieht. Ein weiteres Projekt, dass in diese Zukunft weist, ist etwa das Netzwerk Frauen verbinden, das von Margit Dittrich gegründet wurde, sie ist Führungskräfte-Coach und Ehefrau von Klaus Dittrich. Inzwischen tauschen sich hier rund 1.000 weibliche Führungskräfte aus – nicht nur in München, sondern auch in Berlin und Hamburg. Außerdem spricht Dittrich über die Auswirkungen von Corona auf sein Geschäft.

In der turi2 edition #15 porträtieren wir Klaus und Margit Dittrich als weitgereistes Power-Paar. Das Buch erscheint am 7. September – Sie können das kostenlose E-Paper hier bestellen.
turi2.tv (8-Min-Video), turi2.de/podcast (23-Min-Audio), spotify.com, podcast.apple.com, deezer.com, audionow.de

Zitat: Flix-Mobility-Chef André Schwämmlein glaubt nicht, dass Kundinnen umsteigen wollen.

"Kein Mensch hat Lust umzusteigen. Das ist doch genau das, was die Menschen davon abhält, die Bahn zu nutzen."

André Schwämmlein, Chef von Flix Mobility, fordert im "Handelsblatt"-Interview mehr Direkt­verbindungen zwischen großen Städten im Bahn­verkehr. Das Netz wie im für 2030 geplanten Deutschland­takt auf Umsteiger auszulegen sei ein Fehler.
handelsblatt.com, turi2.de (Background)

“FAS”: VW plant einen Online-Shop.

Volkswagen will seine Autos ab Ende 2021 auch in einem eigenen Online-Shop verkaufen, hört die "FAS" aus Konzernkreisen. Sowohl der Fahrzeugkauf als auch der Abschluss von Leasingverträgen soll dann übers Internet möglich sein. Händlerinnen übernehmen weiterhin die Auslieferung und den Service. Zunächst will VW online nur Elektroautos der ID-Baureihe anbieten, weitere Modelle sollen später folgen.
"FAS", S. 22 (Paid)

turi2 edition #15: Ingo Rieper über Geld und Gabor.


Im Maschinenraum: Ingo Rieper hält das Medienschiff von Gabor Steingart wirtschaftlich auf Kurs. Im Interview mit Peter Turi für die turi2 edition #15 gibt der CFO, der sich selbst in der Rolle des Reeders der Pioneer One sieht, Butter bei die Fische und nennt Zahlen aus dem Maschinenraum. So zählen Steingart und Co aktuell 13.000 Abonnentinnen und setzen damit um und bei 4 Mio Euro pro Jahr um. “Für die Mission Weltraum brauchen wir deutlich mehr zahlende Pioneers”, sagt Rieper. Bevor MediaPioneer nach den Sternen greift, steht das Ziel “eines der Leitmedien zu werden”. Weiterlesen …

Mercedes-CTO Sajjad Khan kehrt Daimler den Rücken.

Überraschender Abgang: Mercedes-CTO Sajjad Khan (Foto) verlässt den Autobauer zum September "auf eigenen Wunsch". Er wolle sich nun als Investor selbstständig machen, sagt Daimler. Sein Nachfolger wird Magnus Östberg, der vom Zulieferer Aptiv kommt. Khan ist beim Autobauer nicht unumstritten, berichtet das "Handelsblatt". Er habe sich regelmäßig mit Entwicklungsvorstand Markus Schäfer um Kompetenzen gestritten. Aus Khans Umfeld hört die Zeitung, dass er perspektivisch auch zu einem Konkurrenten wechseln könnte.
handelsblatt.com

Autozulieferer Hella für Milliardenbetrag nach Frankreich verkauft.

Im Scheinwerferlicht: Autozulieferer Faurecia verleibt sich Branchenkollegen Hella ein. Der französische Konzern blättert für die 60 % ausmachenden Anteile der Besitzerfamilie Hueck 4,1 Mrd Euro hin. Insgesamt wird der Kauf des Scheinwerfer-Spezialisten aus NRW 6,8 Mrd Euro teuer. Auch andere Firmen wie Mahle hatten eine Übernahme erwägt.
handelsblatt.com (Paid), manager-magazin.de

Hör-Tipp: Wie Sarah Schappert mit dem Inkubator Urban-X Städte nachhaltiger machen will.

Hör-Tipp: Mit dem Inkubator Urban-X will Sarah Schappert Städte zukunftsfähiger machen. Das bei der BMW-Marke Mini angedockte Unternehmen hat 66 Startups im Portfolio, die nicht nur auf Mobilität ausgerichtet sind. Im Podcast von Tijen Onaran schwärmt Schappert von der Stadt als Schlüssel zu einem nachhaltigeren Leben.
audionow.de (28-Min-Audio), urban-x.com

Daimler und Bosch beenden gemeinsame Robotaxi-Entwicklung.


Sie haben Ihr Ziel nicht erreicht: Daimler und Bosch legen ihre Ambitionen auf Eis, gemeinsam selbstfahrende Robotaxis für den Stadtverkehr zu entwickeln, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Ein serienreifes Fahrzeug werde es nicht geben. Beide Konzerne bestätigen die Pläne, nennen jedoch kein genaues Datum für das Aus des einstigen Vorzeige-Projekts "Athena". Von Daimler heißt es verklausuliert, beide Unternehmen hätten sich darauf verständigt, sich in Sachen fahrerloses Fahren künftig "auf ihre individuellen Entwicklungs­pfade zu fokussieren" – sprich: getrennt voneinander.

Die "Süddeutsche" hört aus Konzern­kreisen, die Kooperation sei schon seit Wochen "tot", Daimler-Beschäftigte aus dem Robotaxi-Projekt seien bereits an "andere Teams angedockt" worden und würden dort an neuen Aufgaben arbeiten. Daimler und Bosch hatten die Zusammenarbeit 2017 vereinbart, noch im Im März 2019 hatte Daimler angekündigt, ab 2021 mehr als 10.000 Robotaxis produzieren zu wollen. (Bild: Simulation Daimler)
sueddeutsche.de, focus.de, wiwo.de

Zukunft der Autoindustrie: VW-Chef Herbert Diess hält Negativszenarien für überzogen.

Elektrische Entwarnung: VW-Chef Herbert Diess warnt in einem dpa-Interview vor einer Dramatisierung von Jobverlusten in der Autobranche. Die Umwälzungen würden zwar beträchtlich werden, manche Negativszenarien seien jedoch "überzogen". Einen "Großteil der Arbeitsplätze" könne man retten. Auch 2030 würden noch "viele Menschen" in der Produktion gebraucht, viele würden demnach trotz höherer Automatisierung auch künftig "ziemlich ähnliche Tätigkeiten ausüben wie heute".
faz.net

BMW-Frau Birgit Hiller kommuniziert künftig für Continental.

Continental verpflichtet Birgit Hiller, 45, als Leiterin der Unternehmens­kommunikation. Sie kommt von BMW, wo sie zuletzt u.a. die Öffentlichkeits­arbeit der deutschen Werke sowie die interne Kommunikation verantwortet hat. Hiller folgt bei Continental auf Felix Gress, 61, der den Auto­mobil­zulieferer nach elf Jahren im Amt "auf persönlichen Wunsch" verlässt.
pr-journal.de

Video-Tipp: Jung von Matt wirbt mit Hunden für die IAA.

Video-Tipp: Jung von Matt stellt ihr rundum erneuertes Werbekonzept für die Internationale Automobilausstellung IAA vor. Unter dem Motto "What will move us next" präsentiert die Agentur u.a. einen zweiminütigen Parodie-Clip, in dem Hunde mittels Drohnen zeigen, wie die Zukunft der Mobilität besser nicht aussieht. Jung von Matt freut sich über einen Spot für die IAA, der für Mobilität wirbt und "in dem kein einziges Auto gezeigt" werde.
horizont.net (Paid), youtube.com (2-Min-Video)

Siemens kauft Bahn-IT-Spezialisten Sqills und meldet großes Umsatz-Plus.

Schienen-Liebe: Siemens kauft den Bahn-IT-Dienst­leister Sqills für 550 Mio Euro. Er bietet eine Software-Plattform an, etwa für Kauf und Reservierung von Tickets im Fernverkehr an. Eine erfolgs­abhängige Komponente könnte den Preis noch in die Höhe treiben. Siemens-CEO Roland Busch meint, der Kauf passe zur neuen Strategie "auf robuste Geschäftsmodelle mit wiederkehrenden Umsätzen" zu setzen. Im dritten Quartal weist sein Konzern mit 1,5 Mrd Euro einen fast verdreifachten Gewinn vor. Der Umsatz springt um knapp ein Viertel auf 16,1 Mrd Euro.
handelsblatt.com, wiwo.de

Tui bündelt Management seiner Airlines und streicht Stellen.

Konsolidiert: Tui legt das Management seiner fünf europäischen Flug­gesellschaften zusammen. Chief Airline Officer Marco Ciomperlik (Foto) führt das neue Unternehmen Tui Airlines, der bisherige Chef von Tuifly Deutschland Oliver Lackmann wird Chief Flight Operation Officer aller Flugbetriebe. 40 % des administrativen Personals der Gesellschaften muss gehen. In Deutschland ist der Umbau bereits abgeschlossen. Als Marken bleiben die fünf lokalen Airlines bestehen.
handelsblatt.com

Finanzvorstand Klaus Patzak verlässt Autozulieferer Schaeffler nach nur einem Jahr.

Nur zwischengeparkt: Finanzvorstand Klaus Patzak verlässt Autozulieferer Schaeffler "in gegenseitigem Einvernehmen" nach nur einem Jahr. Er hat am 1. August 2020 angeheuert und zuvor ebenfalls als Finanz­vorstand bei Siemens Energy gewirkt. Dort hatte er – wohl im Streit – gemeinsam mit Vorstandschef Michael Sen im Frühjahr 2020 die Segel gestrichen.
manager-magazin.de

Zitat: Herbert Diess glaubt, dass die Elektrifizierung VW in Amerika hilft.

"Mit der beginnenden Elektrifizierung sind wir in einer Situation, in der jeder mit einem weißen Blatt Papier beginnt."

VW-Chef Herbert Diess sagt der dpa, dass sich sechs Jahre nach dem "Dieselgate" durch das Aufkommen der E-Mobilität eine große Chance zur Neupositionierung im US-Markt bietet.
faz.net

Weiteres Zitat zum Verkauf des Mehrheitsanteils an Bugatti:
"Marken müssen sich aber auch erneuern, müssen frisch bleiben."

Vietnamesischer Mischkonzern Vingroup verpflichtet Opel-Chef Michael Lohscheller.

Good Morning, Vietnam: Den scheidenden Opel-Chef Michael Lohscheller zieht es zum vietnamesischen Misch­konzern Vingroup. Dort soll er als CEO die Auto­sparte Vinfast Global leiten und die Märkte Vietnam, USA, Kanada, Frankreich, Deutschland und Niederlande verantworten sowie das Geschäft in Nordamerika und Europa ausbauen. Lohscheller verlässt Opel Ende August.
manager-magazin.de, vingroup.net, turi2.de (Background)

Die “FAZ” bietet Newsinhalte jetzt für Autofahrten an.

FAZ stellt ihre Newsinhalte Smartphonebesitzerinnen jetzt auch fürs Auto zur Verfügung. Die Zeitung bietet als erste in Deutschland Audio-Beiträge über Apple Carplay und Android Auto an. Nutzerinnen müssen sich dafür in der App registrieren und das Smartphone mit dem Auto verbinden, anschließend ist das Abspielen der News sowie der "FAZ"-Postcasts möglich.
presseportal.de, faz.net