“Ich war nie digitalgläubig, du?” Ein Streitgespräch der Fachverleger Hans Oberauer und Peter Turi.


Peter Turi hat am 1. April 1996 als Verleger und Chefredakteur kress.de gestartet – damals der erste täglichen Online-Branchendienst in Deutschland. Zum 25. Geburtstag von kress.de hat Hans Oberauer, Kress-Verleger seit 2015, ein Sonderheft aufgelegt und darin mit Turi über die Zukunft der digitalen Medien diskutiert. Turi war bereits 2000 bei kress ausgestiegen. Weiterlesen >>>

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turi2.de/goodnews

“Wir wollen Tacheles reden” – Matthias Dang über RTL zwischen Journalismus-Offensive und Dschungelcamp.


Bohlen raus, Kerkeling rein: "RTL wird kein öffentlich-rechtlicher Fernsehsender." Matthias Dang, Geschäftsführer von Bertelsmanns Ad Aliance, erklärt im Video-Interview von "Horizont" und turi2.tv, dass RTL trotz Neuzugängen wie Jan Hofer und Hape Kerkeling "immer Mainstreamer" bleibt und auch ohne Dieter Bohlen "anecken will", wenn aber "anders in den letzten Jahren". Journalismus sei für RTL schon immer ein “wesentliches Thema” gewesen, nun wolle die Sendergruppe noch mehr in diesen Bereich investieren. Bei den Screenforce Days stellt RTL Deutschland heute sein Programm für die kommende Saison vor. Das größte Highlight ist für Dang persönlich die neue Staffel des "Dschungelcamps" im Januar: "Ich freue mich darauf, dieses Experiment live miterleben zu können." Dafür hält sich Dang sogar die Abende in den beiden Wochen frei.

Als Antwort auf die Konkurrenz von Google, Facebook und Co betont Dang die Zusammenarbeit mit ProSiebenSat.1 im Joint-Venture D-Force, dass es Werbekunden erlaubt, Smart-TV-Nutzerinnen auch über Sendergrenzen hinweg anzusprechen. Weiteres Thema ist der Austausch in der Corona-Zeit. Die Branche habe "eine neue Art der Kommunikation miteinander gefunden", sagt er und betont den Dreiklang aus "Telefon, Video, und persönlichem" Kontakt.
turi2.tv (9-Min-Video auf YouTube)

Wir graturilieren: Heike Turi wird 55.


Wir graturilieren: turi2-Verlegerin Heike Turi wird 55. Sie feiert – wenn das Wetter mitspielt – auf einer Bergtour im Digital-Detox-Modus mit ihrem lieben Mann. Das Schönste am vergangenen Jahr war für sie der viele Schnee im Taunus, der zu Wanderungen in traumhafter Winterlandschaft eingeladen hat. Mit zunehmendem Alter versucht sie mit Erfolg sich weniger zu ärgern, bloß lauten, stinkenden Laubbläsern ist sie noch immer nicht wohlgesonnen.

Im kommenden Jahr plant Heike wie sicherlich viele andere Menschen auch, ihren Freunden endlich wieder im echten Leben zu begegnen. Außerdem freut sich die Reitsport-Späteinsteigerin auf ihren ersten Ausritt im Freien. Wer ihr mit einem Geburtstagsgruß eine besondere Freude machen will, sendet handgeschriebene Geburtstagspost. Die findet ihren Platz auf der Fensterbank und kann auch nach dem Ehrentag noch für Freude sorgen. Alternativ geht sonst auch ein Gruß per E-Mail.

Anzeige: Die Top10 der Anzeigen bei turi2 im Mai 2021.


Spitzenplatzierung: Der “Playboy” klettert im Mai wieder an die Spitze der meistgeklickten Anzeigen des Monats bei turi2. Die Ausgabe mit “Bergdoktor”-Star Simone Hanselmann auf den Cover lockt fast 600 Leserinnen an. Dahinter rangiert auf Platz 2 mit 345 Klicks die Anzeige von Media Control zu den Zeitschriften-Bestsellern im Bahnhofs­buchhandel. Die Layout-Tipps von Zeitungsdesigner Norbert Küpper stehen mit 289 Klicks auf Platz 3. zur kompletten Top10 >>>

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Du bist Journalistin (m/w/d) mit News-Erfahrung und Expertise in der Kommunikationsbranche? Du suchst einen Job, bei dem du von überall arbeiten kannst, der übertariflich bezahlt wird und ein breites Themenspektrum abdeckt? Dann haben wir etwas für dich. turi2 ist der Kommunikationsclub für Medien, Wirtschaft und Politik. Wir wachsen – und suchen dich als Redakteurin (m/w/d) für unseren Newsdienst. Hier mehr erfahren.

“Erst die Fakten, dann die Meinung” – so lief das turi2-Clubfrühstück über Community-Journalismus.


Community-Content is Queen: "Community-Journalismus darf kein Kuscheljournalismus werden", sagt "Journalist"-Chefredakteur Matthias Daniel beim turi2-Clubfrühstück auf die Frage, welche Rolle die Community in der Zukunft der Medien spielt. Im turi2 Clubraum haben am Sonntag neben Daniel "Was mit Medien"-Gründer Daniel Fiene, "Zeit"-Redakteurin Hanna Israel, Sham Jaff, Gründerin des Newsletters "What Happened Last Week", VRM-Chefredakteur Stefan Schröder und Uwe Vorkötter, Herausgeber von “Horizont”, über das Wechselspiel zwischen Journalismus und Publikum und Finanzierungsmöglichkeiten durch die Community diskutiert.

"Man muss im Gespräch bleiben", sagt Hanna Israel, die bei der "Zeit" Menschen mit unterschiedlichen Ansichten ins Gespräch bringt. Sie wirft ein, dass die Distanz zur Community nicht zu groß werden darf und glaubt: "Das einfache Abwägen von Pro- und Contra-Argumenten funktioniert nicht mehr." Matthias Daniel ergänzt, dass es "ganz vernünftig" sei, dass Journalistinnen nicht alles wissen. Er wünscht sich Dialogbereitschaft und plädiert: "Wir müssen runter von der Kanzel."

Daniel Fiene sagt: "Wenn man heute ein neues Format startet, kommt man nicht ohne Community aus." Wenn die Community Queen sei, gebe das Publikum die Richtung vor. Stefan Schröder hält Erklär-Journalismus für notwendig. Seine empfohlene Vorgehensweise: "Erst kommen die Fakten, dann kommt die Meinung." Newsletter-Publizistin Sham Jaff ergänzt, dass auch Kuratierung von Fakten eine Meinung darstellen kann.

Fazit von Peter Turi: "Community-Content ist King und Queen." Es komme auf die Mischung zwischen Erklärjournalismus und einer Integration der Community an. Uwe Vorkötter verweist auch auf Crowdfunding und Genossenschafts-Journalismus und ergänzt: "Wir machen einen Riesenfehler, wenn wir Paid Content und Werbefinanzierung gegeneinanderstellen. Der Journalismus wird alles brauchen."
turi2.tv (64-Min-Video/-Podcast), turi2.de/podcast, spotify.com, podcast.apple.com, deezer.com, audionow.de, turi2.de/clubraum (weiteres Programm)



Text: Melanie Dahrendorf

Andreas Grieß verlässt turi2, wechselt zu “Leichtathletik Training”.

Läuft bei ihm: Andreas Grieß, 33, verlässt turi2. Er kam 2016 zum Kommunikations-Fachverlag und wirkte zuletzt als CvD und Schlussredakteur. Grieß sprintet die Karriere-Leiter künftig beim Fachmagazin Leichtathletik Training des Philippka Sportverlags in Münster hoch – dort verstärkt er die Redaktionsleitung. Er macht selbst seit dem Kindesalter Leichtathletik und ist lizenzierter Lauftrainer, 2016 hat er den Verein Hamburg Running mitgegründet.
turi2 in eigener Sache

In eigener Sache: Wir suchen eine Redakteurin (m/w/d).


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Jetzt lesen: Die turi2 edition #14 Social Media ist online!


Ich und die Anderen: Ab sofort können Sie die turi2 edition #14 Social Media kostenlos als E-Paper lesen. Bei fast 10.000 Meinungs­macherinnen flattert sie zeitgleich geruckt mit personalisiertem Cover in die Briefkästen. Auf 200 Seiten geht es um die Frage, was Instagram, Twitter und TikTok mit uns als Gesellschaft machen. Denn Social Media ist Selbstdarstellung und Vernetzung, Applaus und Shitstorm, Mutmacher und Nervtöter. Eine Bühne für das eigene Ich und den Rest der Welt. Auf 70 Seiten erklären wir im Buch die wichtigsten Plattformen und ihre Protagonistinnen. In sechs großen Interviews teilen Meinungs­macherinnen ihre Sicht auf die Social-Welt: PR-Mann und Ex-"Bild"-Chef Kai Diekmann, Digitalstaatsministerin Dorothee Bär, WDR-Journalistin Georgine Kellermann, YouTuber Leeroy Matata, Verlegerin Kemi Fatoba und SPD-Digitalo Carline Mohr.

Außerdem beantworten 33 kluge Köpfe aus Medien, Wirtschaft und Politik 33 Fragen zu Social Media, darunter Vodafone-Chef Hannes Ametsreiter und hr-Programmdirektorin Gabriele Holzner. Das Buch ist eine Einladung, sich inspirieren zu lassen, Neues auszuprobieren – und auch mal auf Log-out zu klicken. Teilen ist in jedem Fall erwünscht. Viel Freude bei der Lektüre!
youtube.com (3-Min-Film zum Buch), issuu.com (E-Paper), turi2.de (Inhalt), turi2.de (künftige E-Paper vorbestellen)

Der Trend geht zum Doppelpunkt – so lief die offene turi2 Redaktions-Konferenz bei Clubhouse.


Im Gespräch bleiben: "Ich weiß jetzt, wie sich Frauen fühlen müssen, wenn sie immer nicht mitgedacht werden." So bilanziert turi2-Gründer Peter Turi knapp zwei Monate generisches Femininum in den Medien von turi2. In einer offenen Redaktionskonferenz im turi2 Clubraum haben Redaktion und Community über die Erfahrungen mit der ausschließlich weiblichen Schreibweise diskutiert. Unter dem Strich wird klar: Niemand will zum generischen Maskulinum zurück, gleichzeitig braucht es aber ein Zeichen, das alle Geschlechter mitmeint. Fast alle Gesprächsteilnehmer:innen plädieren für den von Verlegerin Heike Turi ins Gespräch gebrachten Binnen-Doppelpunkt – auch weil er den Lesefluss weniger unterbricht als das Gender-*. CvD Björn Czieslik legt Wert darauf, bei feststehenden Eigennamen wie "Bund der Steuerzahler" nicht zu gendern – es sei denn, der Verband ändert seinen Namen offiziell.

Peter Turi regt an, die Entscheidung, wie turi2 inklusive Sprache nutzt, an die Community weiterzugeben – in Form einer Online-Umfrage gemeinsam mit unserem Umfrage-Partner Innofact. Weiteres Thema der offenen Redaktionskonferenz war die Entwicklung der Audio-Plattform Clubhouse und die Frage, wie viel Leben angesichts sinkender Nutzer-Zahlen und wachsender Konkurrenz noch in der App steckt. Hier schaltet sich Agenturchef und Clubhouse-Influencer Holger Kahnt von Allaboutclubhouse ein. Er glaubt, dass die App noch viel Potential hat und hofft auf einen weiteren Schub durch den für Mai angekündigten Android-Release. "Viele Menschen finden die spannenden Räume nicht", glaubt er und sieht die Clubhouse-Macherinnen in der Pflicht, eine bessere Discover-Funktion anzubieten.
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