Wir graturilieren: Barbara Hans wird 37.


Wir graturilieren: Barbara Hans, Chefredakteurin von Spiegel Online, wird heute 37 Jahre alt. Gefeiert wird in Hamburg und NRW mit Freunden und der Familie. In Gedanken ist sie dabei aber auch in der Redaktion – hier jährt sich in dieser Woche nämlich der Start auf Snapchat Discover. Das "grandiose Snap-Jahr" ist natürlich ein Grund zum Feiern – Barbara Hans hofft, dass die Kollegen es "ordentlich krachen lassen".

In der Bestenliste für das abgelaufene Jahr darf Snap deshalb auch nicht fehlen. "Eine große Freude, jeden Tag aufs Neue" waren u.a. auch Audio, Bento, NextGen und das neue Plus. Gratulationen sind auf allen Wegen gleichermaßen willkommen und kommen z.B. über Facebook und Twitter, per Mail oder Post an.
(Foto: "Spiegel" / Michael Kappeler)

Barbara Hans: Spiegel Online hat 2017 Rekord-Gewinn gemacht.

Spiegel Online hat noch nie so viel Geld verdient wie 2017, sagt Spiegel-Online-Chefin Barbara Hans bei ihrer Auszeichnung zur Chefredakteurin des Jahres. Für den Erfolg von Medien sei der einzelne Text entscheidend. "Wir müssen uns mehr Mühe geben. Das wird den Journalismus besser machen", sagt sie laut Teilnehmern der Veranstaltung.
twitter.com, twitter.com

Zitat: Barbara Hans kritisiert Planlosigkeit, die im Eiltempo kaschiert wird.

"Der Aktionismus, den man in unserer Branche beobachten kann, lenkt manchmal von der eigenen Ratlosigkeit ab."

Chefredakteurin Barbara Hans baut bei Spiegel Online auf klare Prioritäten und hat nicht den Anspruch, alles alleine zu bestimmen.
horizont.net

Weitere Zitate:

"Digitalem Journalismus wird fälschlicherweise oft unterstellt, die Schnelligkeit führe automatisch zu Oberflächlichkeit. Das Gegenteil ist der Fall, was aber nur dann gut funktioniert, wenn man sich die Zeit nimmt, zu reflektieren, was man eigentlich macht und was man will."

"Visualität, Audio, Paid Content und Audience Development sind die zentralen Themen für Spiegel Online."

"Höher, schneller, weiter, lauter mag kurzfristig funktionieren, zu Spiegel Online passt das nicht."

Aus dem Archiv von turi2.tv: Barbara Hans kündigt im Juli 2017 neue SpOn-Podcasts an.

Zitat: SpOn-Chefin Barbara Hans wünscht sich mehr Entscheidungen, die nicht nahe liegen.

"Vielfalt gelingt nur, wenn wir Entscheidungen treffen, die nicht nahe liegen."

Spiegel-Online-Chefin Barbara Hans wünscht sich in einem Essay im "journalist" mehr Vielfalt im Journalismus. Dazu gehörten auch mutige Führungskräfte, die Potenzial erkennen und Mitarbeitern einen Vertrauensvorschuss geben.
"journalist" 8/2017, S. 19-25

Weitere Zitate aus dem Beitrag im von Barbara Hans im "journalist":

"Journalisten müssen das Weltgeschehen nicht wie in einer Glaskugel vorhersehen. Dann sollten sie auf der Kirmes sitzen, aber nicht in einer Redaktion. Sie müssen aber offen sein für Wahrscheinlichkeiten. Sie müssen sich irritieren lassen. Sie müssen zu den Menschen gehen und hinterfragen, was sie nicht verstehen. Statt das, was sie nicht verstehen, schlicht abzulehnen."

"Wir müssen Dinge für möglich halten, auch wenn wir sie für falsch halten. Und die Frage, was wir für richtig und was wir für falsch halten, sollte nicht unser Leitmotiv sein."

"Mittelalte, weiße Männer, gutverdienende Akademiker definieren und prägen die journalistische Realität und damit unsere Weltsicht. Was sie am besten kennen, das sind andere mittelalte, weiße Männer, mit Abitur und schicker Altbauwohnung. Was sie weniger gut kennen, das ist das Leben als Arbeiter in Herne Crange. Oder das Leben als lesbische junge Frau."

"Die Digitalisierung zwingt uns, uns auf den Nutzer zu fokussieren."

"Wir müssen dahin, wo es weh tut. Raus aus der redaktionellen Komfortzone. Wir können nicht alles so lassen und hoffen, dass einige wenige Neueinstellungen zum Wandel führen werden."

"Wenn der Türke nur über die Türken berichtet, ist auch das Diskriminierung."

Aus dem Archiv von turi2.tv: Barbara Hans spricht über die neuen Podcast-Projekte von Spiegel Online.

Barbara Hans ordnet bei Spiegel Online ihre Mannschaft neu.

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Die neue Führungsmannschaft von Spiegel Online ist großteils die alte: Barbara Hans (links), befördert Jörn Sucher und Christina Elmer (oben) und hält an Matthias Streitz und Roland Nelles (unten) fest. (Fotos: Christian O. Bruch, Daniel Reinhardt/dpa, Montage: turi2)

Teambuilding an der Ericusspitze: Barbara Hans (links), Chefredakteurin von Spiegel Online, stellt nach dem Abgang von Florian Harms die Führungsmannschaft des Nachrichtenportals neu auf und setzt dabei auf die Beförderung langjähriger SpOn-Recken. Jörn Sucher, 42, (oben links) bisher Mitglied der Chefredaktion, rückt als Vize-Chefredakteur auf. Er schreibt seit 2004 für das Nachrichtenportal, schon sein Volontariat machte er spiegelnah – beim Online-Auftritt des "manager magazins". Christina Elmer, 33, (oben rechts) seit 2013 an der Ericusspitze und seit 2016 Ressortleiterin Datenjournalismus, wird Mitglied der Chefredaktion. Neuer Produkt- und Entwicklungschef ist Matthias Streitz, 43 (unten links). Er bleibt, genauso wie Roland Nelles (unten rechts), Büroleiter Berlin und Ressortleiter Politik, Mitglied der Chefredaktion.
spiegelgruppe.de

Meinung: SpOn-Chefin Barbara Hans stand bisher im Schatten.

barbara-hans-150Spiegel Online: Die neue Chefredakteurin Barbara Hans stand bisher eher im Schatten ihres Vorgängers Florian Harms, findet Anne Fromm. Schon ihre Berufung von der Ressortleiterin zur Vize-Chefin habe viele gewundert. Ähnlich wie Harms werde auch Hans beim SpOn-Bezahlmodell mitreden. Derzeit erkunde der Verlag Erlösmodelle jenseits von Laterpay, die Kooperation solle aber bleiben.
taz.de

Barbara Hans löst Florian Harms an der Spitze von Spiegel Online ab.

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Harms geht von Bord: Barbara Hans, 35, löst Florian Harms, 43, als Chefredakteur von Spiegel Online ab. Harms verlässt den Verlag mit ungenanntem Ziel, seine bisherige Stellvertreterin Hans rückt auf. Mitgeteilt wurde die Entscheidung den Mitarbeitern auf einer kurzfristig angesetzten Vollversammlung. Harms war erst 2015 Chef von Spiegel Online geworden, seit 2004 arbeitet er für den Verlag.

Bereits in den vergangenen Tagen war über einen Chefwechsel spekuliert worden. Unter anderem hatte Ulrike Simon darüber berichtet, dass Harms Posten zur Debatte stehe – wegen fehlender Einnahmen aus dem Bezahl-Angebot Spiegel Plus. Mitarbeiter von Spiegel Online in Hamburg und Berlin hatten daraufhin eine Petition unterzeichnet, die sich für den Verbleib des Chefredakteurs aussprach. Die Gesellschafterversammlung des "Spiegel" hat sich am vergangenen Donnerstag dagegen entschieden und setzt Harms ab.

Die neue Chefredakteurin Barbara Hans ist ein Spon-Gewächs: Sie hat bei Spiegel Online volontiert und für den gedruckten "Spiegel" geschrieben. Seit 2014 arbeitet die studierte Kommunikations-, Politik- und Kulturwissenschaftlerin als Vize-Chefin des Nachrichten-Portals. (Foto: Iris Castensen/"Spiegel")
meedia.de, turi2.de (Background Bericht Simon), turi2.de (Background Petition)

"Spiegel" holt Clemens Höges in die Chefredaktion.


Blattmacher wird Boss: "Spiegel" beruft Clemens Höges in die Chefredaktion – neben Steffen Klusmann und Barbara Hans. Sein Amt als Blattmacher wird Höges behalten. Er scheidet jedoch aus der Kommission aus, die die internen Verfehlungen rund um den Relotius-Skandal untersucht. Der Verlag betont, dass sich die Fertigstellung des Abschlussberichts dadurch nicht verzögere. Der Bericht werde "in Kürze" an Klusmann und Geschäftsführer Thomas Hass übergeben.

Mit Höges' Berufung endet ein Vakuum an der Spitze des Magazins, ausgelöst durch den Fall Relotius. Ullrich Fichtner und Matthias Geyer ließen ihre Ämter als Co-Chefredakteur bzw. Blattmacher zunächst ruhen – und wurden dann auf Posten mit "besonderen Aufgaben" weggelobt. Fichtner und Geyer waren als Förderer und Ressortchef von Relotius für die Chefredaktion verbrannt. Die Lücke füllte Höges zunächst übergangsweise als Blattmacher, ab sofort offiziell als Teil der Chefredaktion. Höges ist seit 1990 beim "Spiegel", leitete früher Deutschland- und Auslandsressort. Unter Wolfgang Büchner wurde er 2014 schon einmal stellvertretender Chefredakteur. (Foto: Fotoraum Reinhold / Der Spiegel, Montage_ turi2)
spiegelgruppe.de

Aktuell bei turi2.tv: Clemens Höges spricht am vergangenen Freitag über die Relotius-Aufklärung.

Zitat: Es ist nur Clickbait, wenn die publizistische Qualität nicht stimmt.

"Zuspitzungen sind ein wichtiges und probates Mittel, um Aufmerksamkeit für ein Thema zu schaffen."

Barbara Hans, Chefredakteurin bei Spiegel Online, sieht gefettete Verkürzungen weder in sozialen Medien noch auf den Titelseiten von Nachrichtenmagazinen als Problem – wenn die feilgebotene Geschichte die Erwartungen der Leser erfüllt.
horizont.at

Klaus Brinkbäumer kann seine Absetzung nicht nachvollziehen.


Abgang ohne Grund? Klaus Brinkbäumer kann seine Absetzung als "Spiegel"-Chefredakteur nicht nachvollziehen. Im Podcast von detektor.fm sagt er, er habe von den Gesellschaftern keine Gründe erfahren. Auch unterschiedliche Auffassungen über die Zusammenführung von Print- und Online-Redaktion sehe er nicht. Brinkbäumer habe im Juni gemeinsam mit Online-Chefin Barbara Hans ein Konzept vorgelegt. Derzeit befinde er sich in Gesprächen mit den Gesellschaftern über seine Zukunft beim Nachrichten-Magazin.

Brinkbäumer bilanziert seine dreieinhalb Jahre an der "Spiegel"-Spitze durchaus positiv: "Ich kann sagen, dass wir in den letzten Jahren tatsächlich wirklich gut waren." Die Auflage sei – aufgrund der Digitalangebote von Spiegel Plus – zuletzt gestiegen, journalistisch habe das Magazin alle wichtigen Preise gewonnen. (Foto: Johannes Arlt für die turi2 edition)
detektor.fm
(17-Min-Podcast, ab 12.45 Min)

"Spiegel" ersetzt Vize-Chefs durch Stabsbereiche.

Spiegel verzichtet im Zuge der Fusion von Print- und Online-Redaktion auf stellvertretende Chefredakteure, schreibt "Horizont". Unterhalb des Führungstrios um Steffen Klusmann, Barbara Hans und Ullrich Fichtner werde es stattdessen fünf bis zehn Stabsbereiche geben. Roland Pimpl erwartet auf diesen Posten vor allem bisherige Vize-Chefs und Ressortleiter, um die Zahl der Umbauverlierer und möglichen Widerständler zu minimieren. Zugleich beginne eine arbeits-, tarif-, steuer- und gesellschaftsrechtliche "Herkulesaufgabe". Ein Gemeinschaftsbetrieb soll die Gehälter der Onliner an die ihrer Print-Kollegen sukzessive anpassen, auch die Aufnahme der Onliner in die Mitarbeiter-KG steht auf der Agenda.
"Horizont" 35/2018, S. 4 (Paid), turi2.de (Background)

Steffen Klusmann ersetzt Klaus Brinkbäumer an der Spitze des "Spiegel".

Chefredakteurswechsel: Der Spiegel-Verlag setzt Chefredakteur Klaus Brinkbäumer (rechts im Bild) ab. Neuer starker Mann an der Spitze des Nachrichtenmagazins ist Steffen Klusmann ab, bisher Chefredakteur des "manager magazin". Freiwillig geht Brinkbäumer nicht: "Diese Entscheidung kann ich nicht nachvollziehen", soll er seine Absetzung kommentiert haben, hört Joachim Huber aus der Redaktion.

Künftig führt ein Trio den "Spiegel": neben Klusmann Spiegel-Online-Chefin Barbara Hans sowie Ulrich Fichtner, bisher Reporter im Gesellschaftsressort. Klusmann sei Erster unter Gleichen und trägt laut Kai-Hinrich Renner den Titel Vorsitzender der Chefredaktion. Ob Brinkbäumer beim "Spiegel" bleibt und wenn ja, in welcher Funktion, ist unklar.
meedia.de, tagesspiegel.de, derwesten.de, turi2.de (Background)

Update 16.45 Uhr: Der "Spiegel" bestätigt den Umbau an der Redaktionsspitze in einer Pressemitteilung und nennt weitere Details. Die turi2.de-Meldung dazu finden Sie hier.

Aus dem turi2.tv-Archiv: "Spiegel live": Wie Klaus Brinkbäumer mit Veranstaltungen "Spiegel"-Leser binden will – und Gerüchten über seinen Abgang eine Absage erteilt. (4/2018)

Fleischhauer, Merkel, Götz – die meistgeklickten Newsletter-Links im Juni 2018.

Top 1:
Spiegel Online hat in Italien Ärger wegen Fleischhauers Schnorrer-Kolumne.
698 Klicks

Spiegel Online reagiert auf wütende Reaktionen in Italien auf einen Text von Jan Fleischhauer. Chefredakteurin Barbara Hans glättet die Wogen, indem sie sagt, das Stück gebe nicht die Ansichten des "Spiegels" wieder.
ansa.it (englisch) via finanzmarktwelt, spiegel.de (Fleischhauer)

Top 2:
Angela Merkel spricht auf dem G7-Gipfel mit einem bockigen Donald Trump.
663 Klicks


Macht, Menschen, Merkel: Dieses Bild des G7-Gipfels geht durch die sozialen Netzwerke. Angela Merkel steht im Zentrum, blickt den bockigen US-Präsident Trump leicht frustriert an. Doch es gibt eine andere Perspektive.

Top 3:
Das Wikipedia-Profil von NDR-Moderatorin Heike Götz, die Opfer eines Macho-Spruchs von Kollege Hinnerk Baumgarten wurde.
661 Klicks

Laues zum Aufwärmen: NDR-Moderator Hinnerk Baumgarten vergisst beim Warm-up vor einer Sendung die gute Kinderstube. Wer nicht mitmache, bekomme eine Nacht mit seiner Kollegin Heike Götz, droht er. Statt Lacher gibt es die tiefgelbe Karte vom NDR.
"Bild", S. 4 (Paid)

Top 4:
"Wirtschaftswoche"-Redakteur Harald Schumacher schreibt einen #MeToo-Artikel in der "taz" und kassiert eine Abmahnung.
660 Klicks

#MeToo-Streit: "Wirtschaftswoche"-Redakteur Harald Schumacher klagt gegen die Abmahnung seines Arbeitgebers. Er hat in der "taz" berichtet, bei einem Pressetermin Opfer eines Übergriffs einer Frau geworden zu sein. Der "taz"-Text verstoße gegen die Regeln seines Arbeitsvertrags.
sueddeutsche.de, taz.de (Schumachers Text)

Top 5:
Springer-Manager sollen den Verlag um mehr als 10 Mio Euro betrogen haben.
566 Klicks

Springer: Eine Bande um Ex-Logistikchef Markus Günther soll den Verlag um mehr als 10 Mio Euro betrogen haben, berichtet das "manager magazin". Die Staatsanwaltschaft Berlin ermittle seit mehr als vier Jahren gegen Günther und andere.
manager-magazin.de

Das waren die meistgeklickten Newsletter-Links im Mai.

SpOn hat in Italien Ärger wegen Fleischhauers Schnorrer-Kolumne.

Spiegel Online reagiert auf wütende Reaktionen in Italien auf einen Text des Kolumnisten Jan Fleischhauer. Chefredakteurin Barbara Hans glättet die Wogen gegenüber der italienischen Nachrichtenagentur Ansa, indem sie sagt, das Stück gebe nicht die Ansichten des "Spiegel" wieder. Spiegel Online legt Wert auf die Feststellung, dass dies keine Distanzierung von Fleischhauers Beitrag sei, es gelte ein "breiter Binnenpluralismus". Fleischhauer hatte unter der Überschrift "Die Schnorrer von Rom" die Metapher vom undankbaren Bettler ausgebreitet und argumentiert, "die Sache", also Italiens fiskales Verhältnis zur EU, laufe "auf eine Erpressung hinaus". Zeitungen wie der "Corriere della Sera" schrieben darüber, Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella bezeichnete Fleischhauers Kommentare als "inakzeptabel und grotesk".
ansa.it (englisch) via finanzmarktwelt, spiegel.de (Fleischhauer)

Spiegel-Verlag baut Pay-Angebot Spiegel Plus radikal um.


Pay now, not later: Stefan Plöchinger (Foto links) zieht beim Online-Bezahlangebot des Spiegel-Verlags neue Saiten auf. Bei einem Pressegespräch, gemeinsam mit Print-Chef Klaus Brinkbäumer und Online-Chefin Barbara Hans, erklärt der Produktchef die neue Online-Bezahlwelt. Der Einzelverkauf von Artikeln über LaterPay endet. Stattdessen gibt es künftig eine Digital-Flatrate für 19,99 Euro pro Monat. Sie umfasst die Digitalausgabe des gedruckten "Spiegels" sowie die bisherigen Bezahl-Inhalte von Spiegel Daily. Die kostenpflichtige Online-Abendzeitung verabschiedet sich, überlebt aber als abendlicher Newsletter mit Links auf kostenlose und kostenpflichtige Inhalte.

Bei Spiegel Online versucht der Verlag künftig den Spagat zwischen Nachrichten-Grundversorgung für alle – News, Hintergründe und aktuelle Analysen sollen kostenfrei bleiben – und digitaler Edelboutique u.a. mit speziell für das Bezahlangebot produzierten Longreads. Auch die Video-Kolumne von Harald Schmidt und die Wetter-Filme von Jörg Kachelmann bleiben hinter der Paywall.

Der Verlag verzichtet bei der Flatrate – anders als bei Print-Abos üblich – komplett auf eine Laufzeit: Die Nutzer können jeweils zum Monatsende raus, der erste Monat ist ohnehin kostenlos, ganz wie bei Netflix oder Spotify. Das gilt auch für das Kombi-Abo mit dem gedruckten "Spiegel", das es künftig für knapp 25 Euro gibt, und das Paket mit zusätzlichem Digital-Zugriff auf sämtliche "Spiegel"-Beiboote wie "Biografie", "Geschichte" oder "Dein Spiegel" für knapp 36 Euro pro Monat.
turi2 vor Ort beim "Spiegel" in Hamburg

Klaus Brinkbäumer wollte Print und Online schon früher fusionieren.

Klaus Brinkbäumer hätte die Redaktionen von "Spiegel" und Spiegel Online am liebsten schon mit dem Abgang von SpOn-Chef Florian Harms zusammengelegt, statt eine neue Online-Chefredaktion "zu inthronisieren", sagt der "Spiegel"-Chefredakteur im Interview mit "Horizont". Jedoch hätten "leider auch gute Gründe" dagegen gesprochen, "das Haus war noch nicht so weit wie heute", sagt Klaus Brinkbäumer, will seine Idee aber nicht als Kritik an Online-Chefin Barbara Hans verstanden wissen.
"Horizont" 20/2018, S. 11/12 (Paid), horizont.net

Spiegel Online hat Erfolg mit Podcasts und Snapchat-Kooperation.

Spiegel: Barbara Hans, Chefredakteurin von Spiegel Online, ist sehr zufrieden mit der Kooperation mit Snapchat, der Verlag verlängert sie bis Ende 2019. Auch die Podcasts erwirtschaften bereits positive wirtschaftliche Ergebnisse, sagt Geschäftsleiter Jesper Doub im Meedia-Interview. Presenterships seien aktuell erfolgreich. Doub sieht im deutschsprachigen Raum generell noch erhebliches Wachstumspotential für Podcasts – und skalierende Vermarktungs- und Lizenzeinnahmen.
per Mail, meedia.de (Podcasts)

Aus dem turi2.tv-Archiv: Spiegel Online setzt auf zwei neue Podcasts.

"Spiegel" holt "Süddeutsche"-Digitalchef Stefan Plöchinger.


Rückkehr und Neuanfang: Der "Spiegel" wirbt "Süddeutsche"-Digitalchef Stefan Plöchinger, 41, ab und macht ihn zum Leiter der Produktentwicklung. Plöchinger soll als "kaufmännischer Partner" mit den Chefredaktionen und Geschäftsführungen im Haus arbeiten. Neben dem Zusammenwachsen von Print und Online soll er auch die Paid-Content-Angebote stärken, schreibt Stefan Winterbauer.

Plöchinger arbeitete vor seinem Wechsel zur "Süddeutschen" bereits bei Spiegel Online. In München war er zunächst Chefredakteur von Süddeutsche.de und stieg dann als Digital-Mann in die Chefredaktion auf. Meedia berichtete zunächst, dass Plöchinger in seiner neuen Funktion über Spiegel-Online-Chefredakteurin Barbara Hans steht. Laut Verlag wird er Teil des Teams um Geschäftsführer Thomas Hass.
spiegelgruppe.de, meedia.de

Deutsche Medien meiden bei Snapchat harte Themen.

Deutsche Medien wirken in der Discover-Rubrik von Snapchat auf den ersten Blick nicht wie seriöse Nachrichtenquellen, schreibt Kathrin Müller-Lancé. Es gehe mehr um die Form als um den Inhalt, harte Themen würden als Aufmacher gemieden. Dennoch zeigten sich Spiegel Online und "Bild" zufrieden. Man lerne viel, sagt SpOn-Chefin Barbara Hans. "Bild" verweist auf 2,6 Mio Unique User im Juni.
taz.de, turi2.de (Background)

Spiegel Online startet Podcast-Reihe "Netzteil".

Spiegel Online geht heute mit seiner Podcast-Serie Netzteil auf Sendung. Moderatorin Teresa Sickert spricht in der ersten Ausgabe knapp 15 Min lang mit Netzwelt-Redakteur Matthias Kremp über die Sprachassistenten von Apple, Google, Microsoft und Amazon. Das Fazit: Bisher fehlt den Assistenten das tiefere Verständnis für die Inhalte von Fragen. Kremp meint aber, in ein paar Jahren werden wir wie selbstverständlich mit unseren Geräten sprechen – vom Smartphone über den Backofen bis zum Lichtschalter. Weitere Folgen der vorerst achtteiligen Reihe beschäftigen sich u.a. mit Fake News, Sexrobotern und Cyber-Kriminalität. "Netzteil" erscheint immer dienstags.
spiegel.de (15-Min-Audio), turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Chefredakteurin Barbara Hans erklärt die Podcast-Pläne von Spiegel Online.

Spiegel Online startet zwei weitere Podcasts – Sascha Lobo wird Audio-Kolumnist.


Iro auf die Ohren: Spiegel-Online-Chefredakteurin Barbara Hans präsentiert zwei neue Podcasts. Internet-Erklärmaschine Sascha Lobo feiert Freitag mit einem Debatten-Format Premiere. Ende des Monats geht das Ressort Netzwelt mit dem Tech-Podcast "Netzteil" auf Sendung. Barbara Hans sagt im turi2.tv-Video: "Podcasts haben den Vorteil, dass sie eine andere Authentizität vermitteln."

Für Spiegel Online sind es die Podcasts Nummer Zwei und Drei. Seit März produzieren die Video-Redakteurinnen Sandra Sperber und Yasemin Yüksel das wöchentliche Polit-Format Stimmenfang, rund 50.000 hören pro Folge zu. Sie ziehen viele Themen aus Nutzerreaktionen – Hans sagt im Video-Interview, dass auch Sascha Lobo in seinem Podcast Reaktionen auf seine Text-Kolumne aufgreifen will. Lobo schreibt seit 2011 unter dem Titel Mensch-Maschine.

In zunächst acht Folgen "Netzteil" sind Judith Horchert, Matthias Kremp, Angela Gruber, Markus Böhm und Fabian Reinbold zu hören, Teresa Sickert moderiert. Alle Podcast-Formate stehen auf spiegel.de sowie auf iTunes, Soundcloud, Spotify und über Podcatcher zum Abruf bereit.
turi2.tv (2-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2), turi2 – eigene Infos

ProQuote Medien hebt die Messlatte auf 50 % Frauen in Führungspositionen an.


Halbe-Halbe: Der Journalistinnen-Verein ProQuote Medien will sich mit seinem einst ausgegebenen Ziel nicht mehr zufriedengeben und erhöht die Messlatte. Vor fünf Jahren hatten die Medienfrauen 30 % weibliche Führungskräfte in allen Redaktionen bis 2017 gefordert, nun sollen es 50 % werden. Das bisherige Ziel von 30 % haben bisher nur "Zeit" (36,4 %), "Spiegel" (34,7 %) und "Bild" (32,2 %) erfüllt. "Süddeutsche" (19,6 %) und "FAZ" (13,9 %) lägen "beschämend" darunter, bei Regionalzeitungen verharre der Anteil der Führungsfrauen gar bei "mageren 5 %". "Wir wären gerne überflüssig, aber wir sind es leider nicht", sagt ProQuote-Vorsitzende Maren Weber.

Bei Online-Medien sind mehr Frauen an der Macht als bei Print. Von den acht gezählten Publikationen haben immerhin zwei Chefredakteurinnen an ihrer Spitze: Barbara Hans bei Spiegel Online und Julia Bönisch bei Süddeutsche.de. Insgesamt kommt die "Süddeutsche" im Online-Bereich auf 26,6 % Führungsfrauen, ein Vorbild, "das die Kollegen in der Printredaktion sicher motiviert", sagt Weber. Neben Zeit Online (35,7 %) und Spiegel Online (32,3 %) hat auch stern.de (34,6 %) die 30-Prozent-Hürde übersprungen.
turi2 – eigene Infos, pro-quote.de (Forderung), pro-quote.de (aktuelle Werte)

Spiegel Online startet politischen Podcast "Stimmenfang".


Spiegel Radio: Spiegel Online will unter Chefin Barbara Hans auch die Ohren der Nutzer erreichen und startet einen wöchentlichen politischen Podcast mit dem Titel "Stimmenfang". Das Projekt soll noch im März starten, meldet Meedia – Spiegel Online bestätigt die Pläne. Demnach sollen die Podcasts rund 15 bis 20 Minuten lang sein und Reportagen und Interviews liefern.

Mit dem Podcast will das Nachrichtenportal nicht nur bei den Hörern auf Stimmenfang gehen, sondern auch ein Umfeld für neue Werbekunden bauen und so die Digitalerlöse ankurbeln, schreibt Meedia. Es ist nicht der erste Podcast-Vorstoß von Spiegel Online. Bereits 2006 hat der heutige Ex-Chef Florian Harms unter dem Motto "Urlaub für die Ohren" einen Reisepodcast produziert.
meedia.de, turi2.de (Background)

Mitarbeit: Markus Trantow

Jewgeni Kasperski sieht Hacker wegen Zusammenarbeit im Vorteil.

Eugene-Kasperky-150Cyberattacken sind deshalb schwer zu stoppen, weil es kaum Zusammenarbeit zwischen Staaten in Sachen Cyberkriminalität gibt, sagt IT-Experte Jewgeni Kasperski im Gespräch mit Barbara Hans und David Böcking. Hacker hingegen würden über Ländergrenzen hinweg kooperieren. Eine Cyberangriff im deutschen Wahlkampf würde Kasperski nicht wundern.
spiegel.de

"Spiegel" zündet Eigen-PR-Feuerwerk zum Jubiläum.

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Selbstbespiegelung: Der "Spiegel" fährt zu seinem 70. Geburtstag groß auf, damit auch ja niemandem das Jubiläum entgeht. Den Auftakt macht schon diesen Freitag Heft 1/2017, das im Zeichen der "prägenden Themen" steht, die in den vergangenen Jahrzehnten "für den 'Spiegel' und für diese Republik" wichtig waren und werden, kündigt der Verlag an. In der zweiten Ausgabe des Jahres gibt es "Spiegel"-Geschichte in visueller Form: Eine Doku von Spiegel TV liegt dem Heft als DVD bei. Zudem startet eine dreiteilige Serie über die "Spiegel"-Sprache sowie die Kritiker und die Wirkung des Magazins in Politik und Gesellschaft. Mit Werbeaktionen am Kiosk will der "Spiegel" die "Sichtbarkeit im Handel" erhöhen.

Chefredakteur Klaus Brinkbäumer gibt ein Jubiläumsbuch heraus, das "den Aufstieg des Nachrichten-Magazins" nachzeichnet und die wichtigsten Scoops, Essays und Storys aus sieben Jahrzehnten dokumentiert oder kuratiert. Auch die neue Veranstaltungsreihe Spiegel live steht ganz im Zeichen des Jubiläums. Am 6. Januar lädt Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz zum Jubiläumsempfang ins Rathaus, am 24. Januar sind Klaus Brinkbäumer und Spiegel-Online-Chefin Barbara Hans selbst Gastgeber in der neuen Räumen des "Spiegel" in Berlin.
spiegelgruppe.de, turi2.de (Interview Brinkbäumer aus der turi2 edition3)

Korrektur: In einer früheren Version dieser Meldung war von einem Empfang an der Ericusspitze in Hamburg die Rede. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

Meinung: Solidaraktion für Florian Harms war "Aktionismus".

florian-harms-150Spiegel Online: Unterschriften-Sammeln für den geschassten Spon-Chef Florian Harms war Aktionismus, der den Ruf des Verlags geschädigt hat, schreibt Ulrike Simon – zuletzt sei es nur noch um die Frage gegangen, wie hoch Harms' Abfindung ausfallen sollte. Seine Nachfolgerin Barbara Hans soll ihre anstehende Vertragsverlängerung mit der Bedingung verknüpft haben, nicht weiter in der bisherigen Konstellation zu arbeiten.
"Horizont", 49/2016, S. 8 (E-Paper), turi2.de (Background)

"Spiegel" sägt am Stuhl von Florian Harms und entwickelt Programmie.

20 Jahre "Spiegel Online"
Harakiri in Hamburg: Beim "Spiegel" droht der Schnellkochtopf zu explodieren – Online-Chef Florian Harms (links) steht auf der Kippe, erfährt Ulrike Simon offenbar aus Kreisen, die rollende Köpfe sehen wollen. Hintergrund seien mangelnde Einnahmen aus dem Paid-Content-Projekt "Spiegel Plus". Das Bezahlangebot mit dem Dienstleister Laterpay ist erst vor wenigen Monaten gestartet und hat zur Verwunderung aller nicht sämtliche Probleme hinweggefegt. Simon schreibt von einem lautstarken Streit zwischen Harms, Klaus Brinkbäumer und Geschäftsführer Thomas Hass. Zudem sei es schwer, die "im Schichtbetrieb Meldungen schrubbende und auf Reichweite trainierte" Redaktion "auf Anspruch umzupolen".

Harms' Kollegin Barbara Hans könnte die Verantwortung für SpOn übernehmen. Ein weiterer Versuch, aus der Krise zu kommen, soll laut Simon eine Programm-Zeitschrift sein. Mehrere Redakteure aus dem Wirtschafts- und dem früheren Medienressort arbeiten an einem Magazin. Markus Brauck leitet die Entwicklung des inzwischen zweiten Dummys. Falls der "Spiegel"-Programmie kommt, soll er eine "Programmzeitschrift gehobenen Inhalts" werden.
horizont.net

Spiegel Online macht sich rar.

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Spiegel ohne Online: Der "Spiegel" sägt ein bisschen an seiner digitalen Online-Marke und verschickt Vorabmeldungen künftig nur noch unter dem Label "Der Spiegel". Die Grenzen im Alltag seien längst fließend, schreiben Print-Vizechef Alfred Weinzierl und Online-Vize Barbara Hans. Andere Medien werden künftig also nur noch den "Spiegel" zitieren. In Zitate-Rankings liegen "Spiegel" und Spiegel Online jeweils getrennt oft an der Spitze.

Weinzierl und Hans schreiben, die Branche unterscheide nicht mehr, ob eine Meldung übers Internet, via Fernsehen oder in gedruckter Form verbreitet wird. Print-Redakteure schrieben auf Spiegel Online und Online-Redakteure im Heft. Digital vermischen sich die Angebote zusehends durch die Einführung der Paywall Spiegel Plus: Jeden Tag erscheinen Magazin-Texte kostenpflichtig auf spiegel.de.
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