Zahl des Tages: Bundesnetzagentur verzeichnet bereits 4.100 Beschwerden über die Deutsche Post.

Zahl des Tages: Bereits rund 4.100 Beschwerden über die Deutsche Post registriert die Bundesnetzagentur in 2018. 2017 waren es noch insgesamt 6.100. Die meisten Beschwerden betreffen laut der Agentur Probleme bei der Zustellung. Mehr als die Hälfte der Probleme bezögen sich auf das Brief-Geschäft, etwa ein Drittel auf Pakete.
handelsblatt.com (Paid)

Wir graturilieren: Rainer Poelmann wird 52.


Wir graturilieren: Rainer Poelmann, Sprecher der Geschäftsführung beim Kieler Radiokonzern Regiocast, feiert heute bei schönstem Sommerwetter seinen 52. Geburtstag im Kreise von Freunden und der Familie in Kleinmachnow. Das Beste am abgelaufenen Jahr war für ihn, dass "Radio trotz starken Wettbewerbs seine Position bei den Hörerinnen und Hörern halten kann". Er freut sich außerdem, dass Regiocast die Digitalisierung "mit den besten Radiomachern Deutschlands" so "hervorragend meistert".

Für das kommende Jahr wünscht sich Rainer Poelmann in erster Linie Gesundheit. Beruflich darf es so erfolgreich wie im abgelaufenen Jahr weitergehen – hier sollen "die gesteckten Ziele wiederum übertroffen" werden. Gratulationen erreichen ihn – ausdrücklich erlaubt ohne vorherige Einholung seines DSGVO-konformen Einverständnisses – persönlich, per Telefon, Telefax, Briefpost, Flaschenpost, Brieftaube, Päckchen, Paket und per E-Mail.

Basta: "Bild am Sonntag" sucht den Super-Kapitän.

Käpt'n über Bord: Sascha Hehn hat seinen Abschied als "Traumschiff"-Kapitän verkündet, da fühlt sich "Bild am Sonntag" berufen, einen Nachfolger zu suchen. Die Leser können abstimmen, wer den Kahn aus dem Dreck ziehen über die Weltmeere schippern soll. Zur Wahl stehen u.a. Elyas M'Barek, Armin Rohde oder Veronica Ferres. Der Verband der Kreuzfahrt-Kapitäne diskutiert schon, wer davon für den Verkehr auf den Ozeanen wohl das geringste Übel wäre.
"Bild am Sonntag", S. 52/53 (Paid)

Zitat: Netflix-Chef Reed Hastings setzt auf Unterhaltung mit Gesprächswert.

"In der Unterhaltung spielt eine große Rolle, dass wir Menschen gern die TV-Serien sehen, die die anderen auch sehen - einfach um mitreden zu können."

Netflix-Chef Reed Hastings sagt im Interview mit der "Welt am Sonntag", dass der menschliche Rudeltrieb zum Erfolg von TV-Serien beiträgt.
Welt am Sonntag, S. 14-16

Weitere Zitate aus dem Interview:

"Ich gebe gern zu, dass ich mitnichten geahnt habe, dass es eines Tages das Serienphänomen geben würde. Ich dachte damals nicht im Traum daran, dass der Sender HBO das Fernsehen neu erfinden würde."

"Wir konkurrieren um Unterhaltungszeit. Da ist das Argument schlagkräftig, dass es bei Netflix keine Werbeunterbrechungen gibt, die den Zuschauer Lebenszeit kosten."

"Wir alle verantworten Fehler, es kommt drauf an, sie nicht zu wiederholen. Hätte ich wiederholt katastrophale Entscheidungen getroffen, hätte ich mich wohl selbst entlassen."

"Tagesschau" will mit "Mics News" junge Zuschauer erreichen.

Tagesschau testet ein Newsformat für junge Zuschauer. In "Mics News" sitzt Moderator Michail Paweletz, 53, in einem virtuellen Comic-Studio und blickt im lockeren Plauderton auf die Nachrichten der Woche zurück. Themen der ersten Beta-Ausgabe sind die DSGVO, der Polizei-Einsatz gegen Schulschwänzer und die königliche Hochzeit in England. Die nächste Ausgabe soll am 9. Juni kommen.
youtube.com (10-Min-Video) via twitter.com/UllaRamone



"Charlie Hebdo" zeigt Muslima als Affen.

Charlie Hebdo sorgt in Frankreich für Aufregung, weil die Satire-Zeitschrift eine Muslima auf dem Cover als Affen darstellt. Gemeint ist die Chefin der Studentenunion UNEF an der Pariser Elite-Uni Sorbonne, die ihren Hijab in der Öffentlichkeit trägt. Joachim Huber vergleicht den Fall mit der Netanjahu-Karikatur, für die Dieter Hanitz bei der "Süddeutschen" gehen musste, und fragt sich, was gewonnen ist, "wenn Politic Correctness gegen Political Directness eingetauscht wird, wenn Instinkte gefüttert werden statt Intellekt bedient".
tagesspiegel.de, turi2.de (Background Hanitzsch)

"Fachmedien müssen Partner sein": Gunther Schunk erklärt den Wandel des Vogel-Verlags.


Kreativer Vogel: Gunther Schunk ist Hobby-Asterix-Übersetzer und hauptberuflich Erfinder in Sachen Kommunikation. Der PR-Chef von Vogel Business Media erklärt im "Horizont"- und turi2.tv-Video, wie sehr sich die fränkische Verlagsgruppe wandelt. In der alten Druckerei gibt es inzwischen Messen und Kongresse. Schunk sagt: "Face-to-face ist die direkteste, persönlichste und damit erfolgreichste Kommunikation."

Schunk beschreibt im Interview auf dem Kongress der Deutschen Fachpresse, wie der Verlag und seine Kunden immer dichter zusammenrücken. Vogel liebe wie jeder Fachverlag die Branche, über die seine Redaktionen berichten. Fachmedien würden die Sprachen ihrer Märkte sprechen – und deshalb auf neue Bedürfnisse in der Kommunikation reagieren. Schunk selbst ist Kommunikations-Profi und gibt eine Einführung in Asterix uff Meefränggisch.
turi2.tv (4-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Beim Teutates! Chefredakteur Wolf Stegmaier über die Arbeit am neuen "Asterix".

Cinema.de startet mit neuer Website unter Burda-CMS Thunder.

Cinema, Burdas Film-Magazin, hat online umgebaut, schreibt "New Business". Die neue Website läuft unter dem Burda-eigenen Content-Management-System Thunder, ist übersichtlicher, mobil-optimiert und soll schneller laden. Inhaltlich bietet die Redaktion u.a. neue Audio- und Videoformate. Die bisherige Community bleibt erhalten, braucht für den Umzug aber noch Zeit.
"New Business" 22/2018, S. 28 (Paid), cinema.de (2-Min-Video)

"New Business": Ströer strebt Mehrheitsbeteiligung bei ReachLocal an.

Ströer will beim deutschen Ableger der Online-Marketingfirma ReachLocal einsteigen, berichtet "New Business". ReachLocal plant und steuert vor allem Google AdWords-Kampagnen für kleine und mittelständische Unternehmen. Eine Mehrheitsbeteiligung sei beim Kartellamt angemeldet, Ströer wolle damit sein Digital-Geschäft und seine regionale Vermarktung stärken. ReachLocal gehört zum US-Medienkonzern Gannett, Herausgeber der Zeitung "USA Today".
new-business.de

Literatur-Nobelpreis fällt womöglich auch 2019 noch aus.

Literatur-Nobelpreis wird womöglich auch 2019 noch nicht vergeben. Lars Heikensten, Direktor der Schwedischen Akademie, sagt, dass die Verleihung von der Aufarbeitung des Missbrauchsskandals abhängig sei. "Das bedeutet, dass 2019 nicht als feststehender Termin zu verstehen ist", so Heikensten. Die Akademie hat die Vergabe des Nobelpreises verschoben, nachdem mehrere Mitglieder in Folge des Skandals ihr Amt niedergelegt haben.
spiegel.de, turi2.de (Background)

Zitat: Rewe-Chef Lionel Souque sieht steigende Konsumstimmung durch die Fußball-WM.

"Spielt die deutsche Mannschaft gut, hebt das eindeutig die Konsumstimmung. In den Wochen der Weltmeisterschaft rechnen wir für unsere Filialen mit einem Mehrumsatz von mindestens zwei Prozent."

Rewe-Chef Lionel Souque sagt im Gespräch mit der "FAZ", warum er den deutschen Fußballern nicht nur aus sportlichen Gründen die Daumen drückt und dass Sammelbilder der Kicker dafür sorgen, dass Familien häufiger zu Rewe gehen.
"FAZ", S. 28 (Paid)

Gruner + Jahr bringt zusätzliche "Capital"-Sonderhefte zu Immobilien.

Gruner + Jahr baut sein Angebot "Capital Immobilien Kompass" aus, schreibt Gregory Lipinski. Den Sonderheften des Wirtschaftsmagazins "Capital" zu Immobilien in Berlin, Frankfurt, Hamburg und München lässt der Verlag sechs weitere Hefte folgen. Diese behandeln die Städte bzw. Großräume Dresden, Düsseldorf, Köln/Bonn, Leipzig, Nürnberg/Fürth und Stuttgart.
meedia.de

Silicon Valley setzt zunehmend auf medizinische Forschung.

Silicon Valley entdeckt zunehmend die Medizin für sich, berichtet Thomas Schulz. Viele Unternehmen und Start-Ups spezialisieren sich insbesondere auf die Erkennung von Krankheiten und die Datenanalyse. Zu den Geldgebern gehören viele Tech-Größen: Google hat mit Verily ein eigenes Schwester-Unternehmen für Medizin. Unternehmer wie Jeff Bezos oder Bill Gates investieren in verschiedene Unternehmen für digitalen Medizin.
"Spiegel" 22/2018, S. 61 (Paid)

Bild des Tages: Harvey Weinstein stellt sich der Polizei.


Presseauflauf ohne Roten Teppich: Hollywood-Produzent Harvey Weinstein stellt sich in New York der Polizei. US-Behörden ermitteln gegen ihn, weil mehrere Frauen ihm sexuelle Übergriffe vorwerfen. Die Polizei nimmt Weinstein fest und führt ihn einem Gericht vor. Er darf gegen Mio-Kaution auf freiem Fuß bleiben, muss aber eine Fußfessel tragen. (Foto: Andres Kudack / AP / Picture Alliance)
tagesschau.de

Verfassungsgericht: Möglichkeit zur Stellungnahme schützt nicht vor Gegendarstellung.

Gegendarstellungen sind auch möglich, wenn die Redaktion dem Betroffenen die Möglichkeit zur Stellungnahme einräumt, der diese aber nicht nutzt, urteilt das Bundesverfassungsgericht. Konkret ging es um einen "Spiegel"-Bericht von 2013, der Thomas Gottschalk Schleichwerbung in "Wetten, dass..?" vorwirft. Gottschalks Anwalt hatte den Vorwürfen zwar widersprochen, aber verboten, ihn daraus zu zitieren. Später setzte Gottschalk eine Gegendarstellung durch. Der Spiegel-Verlag betont den Unterschied zwischen unterlassener Stellungnahme und dem Verbot einer erfolgten Äußerung.
horizont.net

Klingelton-Verkäufer Jamba ist immer noch aktiv.

Jamba war in den 2000er Jahren der Marktführer für mobile Inhalte wie Klingeltöne, Handyspiele oder Bildschirm-Hintergründe - und existiert zur Überraschung von Denise Fernholz immer noch. Zu Hochzeiten 2006 verkaufte Jamba 13 Mio Klingeltöne, 2014 waren es weniger als 1 Mio, Tendenz stark fallend. Die von den Samwer-Brüdern gegründete Firma hat Nervtöter wie den Crazy-Frog und Taschendgeldfallen wie das "Spar-Abo" hervorgebracht. Die Überreste von Jamba gehören heute zu Freenet Digital.
stern.de

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Große Datenschutz-Jugendstudie von BRAVO und YouGov:
Jugendliche sind so digital wie nie: Kommunizieren über digitale Kanäle und Vernetztsein über Social Media Plattformen ist für die Generation Z gelebte Realität. Dabei sind sie sich über ihren digitalen Fußabdruck bewusst und finden Datenschutz grundsätzlich wichtig. Abmelden ist jedoch keine Option!
bravo.de

Bahn-Magazin "DB Mobil" erscheint mit 16 Titelseiten zur WM.

DB Mobil erscheint zur Fußball-WM mit 16 verschiedenen Covern - gestaltet vom Schweizer Studio Feixen. Die Titelseiten des Bahn-Magazins zeigen Bundestrainer Jogi Löw und 15 Spieler seines WM-Kaders. Für Redaktionsdienstleister Territory war die Auswahl der Spieler eine Art Sportwette, weil der Drucktermin zwei Wochen vor der Verkündung des Kaders lag. Die Wette ging auf - alle abgebildeten Spieler fahren nach Russland.
cp-monitor.de, presseportal.de

Studie: Datennutzung hält Jugendliche nicht von Social Media ab.

Datenschutz ist für Jugendliche zwar wichtig, aber nicht den Verzicht auf Social Media wert, sagt eine Studie von "Bravo" und YouGov. 81 % der befragten 14- bis 19-Jährigen wissen, dass Internetseiten und Apps ihre Daten speichern. Rund zwei Drittel der Mädchen und die Hälfte der Jungs stört das zwar, sie nehmen die Datennutzung aber in Kauf, weil sie WhatsApp, Facebok und Co sonst nicht nutzen könnten. 38 % stimmen den Nutzungsbedingungen zu, ohne die Änderungen zu lesen.
wuv.de, yougov.com

"Alexa" zeichnet Gespräch auf und verschickt es.

Amazon Echo hat das Gespräch eines US-Ehepaares ohne deren Wissen aufgezeichnet und an einen Bekannten geschickt. Amazon sagt, ein Wort in der Unterhaltung habe wie der Aktivierungsbefehl "Alexa" geklungen, weitere Wortfetzen seien als Befehle missverstanden worden. Eine solche Verkettung von Missverständnissen sei "höchst ungewöhnlich".
kiro7.com (2-Min-Video), theverge.com via faz.net

US-Websites blockieren zum DSGVO-Start Besucher aus der EU.


Goodb-EU: Die europäische Datenschutz-Grundverordnung lässt eine Reihe von US-Medien kapitulieren. Mehrere Verlage blockieren bis auf Weiteres ihre Website für Zugriffe aus der EU, weil sie dem europäischen Datenschutz nicht gerecht werden, entdeckten zuerst Daniel Bouhs und Steffi Dobmeier. Zu den blockierten US-Medien gehören alle Titel der Mediengruppe Tronc, u.a die Los Angeles Times, Chicago Tribune und New York Daily News. Auch der Arizona Daily Star und die Florida Times-Union machen ihre Websites für EU-Nutzer dicht.

Einen anderen Weg geht die USA Today, die alle Nutzer aus der EU auf eine Unterseite umleitet und diese als "European Union Experience" anpreist. Auf dieser Seite verzichtet "USA Today" auf alle Trackings und verspricht, keine persönlichen Daten zu sammeln. Die Washington Post lässt Nutzern die Möglichkeit, entweder dem Einsatz von Trackings zuzustimmen oder für 9 Dollar im Monat ein Premium-EU-Abo ohne Tracking abzuschließen.
sueddeutsche.de, nytimes.com