• News-Sites, Pay-TV, Google.

    - BACKGROUND -

    News-Sites werden in Deutschland meist direkt und nicht über Facebook und Co angesteuert, analysiert Konrad Lischka. Nur bei jugendaffinen Marken wie "Neon" und "Vice" dominieren die Aufrufe über soziale Netzwerke.
    konradlischka.info

    Pay-TV steigert den Gewinn in Deutschland 2014 um 12 %, so eine Studie der TV-Lobby VPRT. Bei Video-on-Demand wachsen die Erlöse sogar um 18 %. Insgesamt nehmen die Bezahlangebote 2014 rund 2,3 Mrd Euro ein.
    "Handelsblatt", S. 27

    Bild der Frau

    Richard Gutjahr hat mit dem Bezahl-Dienst LaterPay auf seinem Blog im Schnitt bisher rund 100 Euro pro Artikel verdient. Allerdings stammen zwei Drittel der Erlöse von einem einzigen Event, der Apple-Produktpräsentation.
    gutjahr.biz

    - BASTA -

    Glasapfel: Pünktlich zum Verkaufsstart der neuen iPhones soll China einen Weg gefunden haben, Apple-Nutzer auszuspionieren. China leitet die Zugriffe auf Apples iCloud einfach auf eigene Seiten um.
    greatfire.org, theguardian.com

  • Focus Online, Spiegel, Michael Steinbrecher.

    - NEWS -

    Focus Online wird weiter mit Thumbnail und Snippet bei Google-News auffindbar sein, wenn Google ab Donnerstag nur noch die Überschriften von VG-Media-Verlagen liefert. Andere Burda-Seiten wie bunte.de werden verkürzt.
    Handelsblatt, S. 27

    Giovanni di Lorenzo will nicht Nachfolger von "Spiegel"-Chefredakteur Wolfgang Büchner werden, berichtet Georg Altrogge. Sogar eine Doppelspitze mit Büchner soll zwischenzeitlich im Gespräch gewesen sein.
    meedia.de, horizont.net

    Michael Steinbrecher leitet ab 2015 die wöchentliche SWR-Talkshow "Nachtcafé". Der ehemalige "Sportstudio"-Moderator folgt dem 68-jährigen Wieland Backes, der nach 27 Jahren aufhört.
    dwdl.de, tagesspiegel.de

    Burda startet heute mit "My Harmony" ein Magazin für "gute Ideen und schöne Gedanken". Das Heft kommt zunächst einmalig zum Preis von 5,50 Euro mit 100.000 Auflage. Produziert wird es von der "Freundin"-Redaktion.
    kress.de, wuv.de

    WIRED

    BBC World Service hat Fran Unsworth zur neuen Direktorin ernannt, damit erhält zum ersten Mal in der 82-jährigen Geschichte eine Frau den Posten. Unsworth folgt auf Peter Horrocks.
    theguardian.com

    Gannett hat im abgelaufenen Quartal seinen Nettogewinn um 48,6 % auf 118 Mio Dollar gesteigert. Die Gesamtumsätze des US-Medienkonzerns legten um 15,2 % auf rund 1,4 Mrd Dollar zu, Wachstumstreiber war TV, Print verlor leicht.
    nytimes.com

    Amazon einigt sich im Streit um E-Book-Preise mit den US-Verlagen Bonnier und Simon & Schuster. Laut Business Insider schlossen die Parteien einen Vertrag, der mehrere Jahre laufen soll. Der Streit mit dem Verlag Hachette geht weiter.
    businessinsider.com, nytimes.com, buchmarkt.de (Bonnier)

    - ECHO -

    Meistgeklickter Link gestern Morgen: Der Bundestag verbietet der "heute-show", in seinen heiligen Hallen zu drehen.
    dwdl.de

    - ZITATE -

    Juliane Leopold 100"Wir sind vier Leute, die in Berlin sitzen und eine Website bauen."

    Juliane Leopold, Chefredakteurin des deutschen BuzzFeed, stapelt tief.
    "Süddeutsche Zeitung", S. 31

    Thomas Knüwer"Wir dürfen gespannt sein, ob DuMont Schauberg 2016 noch existiert."

    Thomas Knüwer erinnert Christian DuMont Schütte, Verleger von "Xtra", daran, dass er eine Junge-Leute-Zeitung vor sieben Jahren noch ausgeschlossen hat.
    indiskretionehrensache.de

  • IVW: Print weiter auf dem absteigenden Ast.

    ZeitungskioskPrint, wie es sinkt und kracht: Das Gros der Zeitungen und Zeitschriften verliert auch im 3. Quartal im Vergleich zum Vorjahr deutlich an Auflage, zeigen die IVW-Zahlen. Bei den Magazinen bluten vor allem Klassiker wie "Computer Bild" (- 27 %) und "Bravo" (- 39 %) aus. Auch der Gesamtverkauf von "Spiegel" (- 2 %) und "Focus" (- 3 %) leidet, beide können die Verluste aber durch kleine Erfolge bei den E-Papern etwas abfedern. Der "Spiegel" bricht vor allem am Kiosk ein (- 12,5 %). Der "stern" verliert insgesamt 4,5 %. Auch die überregionalen Tageszeitungen erleiden eine unfreiwillige Schrumpfkur: "Bild" und "FAZ" verlieren über 8 %, die "Welt" sogar 10 %. Das "Handelsblatt" schafft als einzige große Überregionale einen kleinen Lichtblick: insgesamt ein Plus von 1 %. (Foto: dpa)
    kress.de, horizont.net, meedia.de, dnv-online.net (Zeitungen)

    Zahl des Tages: Bereits 66 % des weltweiten Marktes für Video-on-Demand beherrschte Netflix Ende 2013, so eine Studie von Idate. Die größten Konkurrenten sind Amazon und der US-Sender HBO.
    digitalfernsehen.de

    -- Textanzeige --
    Morgen ist es soweit: Die 28. MEDIENTAGE MÜNCHEN (22.-24.10.2014 im ICM) beginnen mit einem fulminanten Auftakt aus Keynotes (Telekom-Chef Timotheus Höttges und Will Keenan, President Endemol beyond USA) und dem Fernsehgipfel: "Wer dirigiert den Big Screen im Wohnzimmer?", moderiert von Klaas Heufer-Umlauf. Anmeldung vor Ort und unter: www.medientage.de

  • Spiegel, Springer, Journalismus.

    - BACKGROUND -

    Spiegel wird es mit harten News am Wochenende schwer haben, prophezeit Stefan Winterbauer. Die "SZ am Wochenende" und "Focus" hätten es mit ihrer Nutzwertorientierung leichter.
    meedia.de

    Springer hat mit Amazon 2013 bis zu 100 Mio Euro verdient, so eine Berechnung von Online Marketing Rockstars. Mit Portalen wie Idealo.de und Ladenzeile.de sorgt der Verlag für 2 % des gesamten Amazon.de-Traffics.
    onlinemarketingrockstars.de

    Unabhängiger Journalismus braucht keine "Media Entrepreneure", meint Hardy Prothmann. Er fordert sauberes Handwerk, die Trennung von Geschäftsführung und Redaktion sowie die Vernetzung über Verlags- und Mediengrenzen hinweg.
    carta.info

    Bravo: Jutta Stiehler, früher Leiterin des Dr.-Sommer-Teams, bedauert die Einsparungen bei der Sex-Beratung. Trotz der Möglichkeit, sich selbst online zu informieren, fehle Jugendlichen die individuelle Beratung.
    taz.de

    Medium.com, von den Twitter-Gründern Evan Williams und Biz Stone gestartete Plattform für Langform-Inhalte, ist der Prototyp des Magazins der Zukunft, meint Jan Tissler. Was noch fehle, sei eine Einnahmequelle.
    netzwertig.com, Medium.com

    - BASTA -

    Gekaufte Journalisten wittert Ex-"FAZ"-Redakteur Udo Ulfkotte in seinem Verschwörungs-Buch und klagt lautstark auf allen Kanälen. Sein Machwerk findet zwar Leser, aber keine Rezensenten.
    newsroom.de

    heute2 erscheint täglich gegen 8 und 17 Uhr auf turi2.de sowie als Newsletter. Verantwortlich ist Peter Turi. Für ein kostenloses Abo genügt eine Mail an abo@turi2.de. Sie können sich mit uns auch auf Twitter verbinden: twitter.com/turi2. Infos zur Werbeschaltung finden Sie hier.

  • Funke, Google, Holtzbrinck.

    - NEWS -

    Funke verstärkt Berliner Digital-Unit: Sebastian Gora verantwortet Stellenmärkte in NRW, Anne Liedtke soll Newsportale entwickeln, Daniel Wiechmann Bezahl-Produkte. Holger Pautsch übernimmt Vermarktung.
    funkemedien.de

    Google setzt im Streit ums Leistungsschutzrecht auf die Hilfe des Bundeskartellamtes. Das hatte angedeutet, nicht gegen die Suchmaschine vorzugehen. Jetzt fordert Google von den Wettbewerbshütern eine Bestätigung.
    faz.net

    Dieter von Holtzbrinck investiert in Online-Antiquitätenhandel: DvH Ventures beteiligt sich an Classiqs.com. Über das Berliner Startup können lokale Antiquitätenhändler ihre Ware überregional anbieten.
    per Mail, classiqs.com

    ZDF setzt die Sendung "Rach tischt auf" wegen schlechter Quoten ab. Die Mainzer arbeiten aber an neuen Sendungen für den Ex-RTL-Koch Christian Rach. Gefragt sind mehr Fakten und weniger Show.
    dwdl.de

    WIRED

    3sat ist mit seinem Livestream nun auch über die Mediathek der ARD zu erreichen. Das Gemeinschaftsprogramm von ZDF, ORF, SRG und ARD ist seit April als Livestream bei 3sat.de zu sehen.
    ardmediathek.de, twitter.com

    Privatradio-Lobby sieht den Jugendkanal von ARD und ZDF als "massive Bedrohung": Die Arbeitsgemeinschaft Privater Rundfunk fürchtet vor allem die Vernetzung der jungen ARD-Radios.
    presseportal.de

    Readfy startet seine werbefinanzierte E-Book-App auch in Österreich und der Schweiz - wie es in der Pressemitteilung heißt "früher als geplant".
    per Mail, readfy.com

    - Tweet des Tages -

    Twittervogel50Sein Streber-Federmäppchen aufstellen, um die eigene Arbeit vor Blicken zu schützen. So ging das mit der Urheberrechtsdebatte los.
    Jan Böhmermann, twitter.com

    - ECHO -

    Meistgeklickter Link am Freitagabend war die Verärgerung von Dorin Popa über unterschiedliche Preise für die "SZ am Wochenende".
    nice-bastard.blogspot.de

    - ZITATE -

    Peter Frey, neuer ZDF Chefredakteur"Ich würde für uns Journalisten nie den Anspruch erheben, gänzlich fehlerlos zu sein."

    ZDF-Chefredakteur Peter Frey arbeitet nach "bestem Wissen und Gewissen".
    planet-interview.de

  • DuMont startet Nachmittagszeitung "Xtra".

    DuMont-Haus_400Kölle vorn: Der gebeutelte Zeitungsverlag M. DuMont Schauberg startet in Köln eine überraschende Offensive und setzt dabei auf eine lokale Nachmittagszeitung. "Xtra" soll von Donnerstag an jeweils ab 15.30 Uhr im Raum Köln mit 40.000 Auflage für 50 Cent vor allem jüngere Leser zwischen 19 und 39 erreichen - als Ergänzung zum verlagseigenen Boulevardblatt "Express". Die Redaktion produziert das Tabloid mit einem Team, das vor allem aus Volontären und Freien besteht, die Federführung liegt bei "Express"-Chef Carsten Fiedler. Auch das Magazin des "Kölner Stadt-Anzeigers" und die Online-Redaktion sollen zuliefern. Zum Start wird das Nachmittagsblatt in der Stadt Köln teilweise kostenlos verteilt, ein Gratisblatt soll "Xtra" trotzdem nicht werden.
    per Mail, dwdl.de, horizont.net

    -- Textanzeige --
    Offizielle media control Buch-Charts: Sensationeller Start für "Kohl-Protokolle" und Nele Neuhaus ermittelt beim Sortiments-Buchhandel. Die TOP 10 Sachbuch und Belletristik hier www.media-control.de

  • Bild.de-Chef verteidigt harte Fotos aus Liberia.

    Ebola-Toter in Monrovia Foto Daniel van Moll laif 400Angriff als Verteidigung: Julian Reichelt, streitlustiger Chefredakteur von Bild.de, wirft sich wie eine Löwenmutter vor seine Ebola-Reporter Alexandra Würzbach und Daniel Moll. Ihnen hat "Cicero"-Medienredakteurin Petra Sorge vorgeworfen, die Ebola-Opfer zu "entwürdigen", indem "Bild" einen Toten unverpixelt zeigte (Foto rechts). Reichelt widerspricht in einer Gegenrede auf turi2 scharf: Drastische Fotos wie jenes von Moll hätten "das Thema der Politik erst aufgezwungen". Ohne Berichterstattung gebe es "keine öffentliche Debatte darüber, wie wir Westafrika helfen können". Denn: "Es ist nicht unsere Aufgabe, schonend und geschmeidig daher zu kommen. Dafür braucht kein Mensch Medien." Der Nachrichtenjournalismus, den Petra Sorge sich im "Cicero" wünscht, wäre zwar "unanstößig und nervenschonend", hätte aber mit der Realität "nichts zu tun". Sorges Text sei ein "erschütternd ahnungsloses, besserwisserisches Beispiel für risikolosen Bürojournalismus". (Foto: Daniel van Moll/laif)
    turi2.de (Gegenrede Reichelt), cicero.de (Kritik Sorge), bild.de (Bild Plus)

  • Gegenrede: "Reporter-Job ist, zu dokumentieren".

    Petra Sorge wirft "Bild" vor, ein Ebola-Opfer "entwürdigt" zu haben, weil "Bild" on- wie offline das Foto des Toten in großer Aufmachung zeigte hat. Bild.de-Chefredakteur Julian Reichelt hebt auf turi2 an zur Gegenrede.

    Julian Reichel, Bild.deVor drei Wochen entschieden wir bei "Bild", ein Reporter-Team nach Monrovia zu schicken, in die Hauptstadt des von Ebola gepeinigten Landes Liberia. Alexandra Würzbach und Daniel van Moll taten genau das, was die Aufgabe von Journalismus ist: Sie sahen vor Ort mit ihren eigenen Augen, sie sprachen mit den Menschen, die von der Epidemie betroffen sind, sie dokumentierten eine der größten Gesundheitskatastrophen der vergangenen Jahrzehnte – und sie schickten unter großem persönlichen Risiko bewegende Berichte nach Deutschland, die wir in "Bild" und auf Bild.de veröffentlichten.

    Im Magazin "Cicero" schreibt nun die Kollegin Petra Sorge in ihrer Medienkolumne, wir hätten bei "Bild" den "Respekt vor den Opfern verloren", weil wir das Foto eines Ebola-Opfers gezeigt haben. Ein Mann, der einsam in seinem Haus gestorben ist, nachdem schon seine Frau und seine Tochter vom Virus dahin gerafft wurden. Frau Sorge wirft uns vor, dass wir die "Identität des Opfers" nicht ausreichend geschützt haben, weil wir weder den Toten, noch seine toten Angehörigen um eine Fotoerlaubnis gebeten haben. Der Tote sei "deutlich identifizierbar", unsere Berichterstattung würde damit möglicherweise gegen den Pressekodex verstoßen.

    Das ist in einem Wort: Unfug. Wir verstoßen nicht gegen den Pressekodex. Wir kommen unserer wichtigsten Aufgabe nach. Wir berichten, was ist. Wir zeigen, was geschieht. Im Falle der Ebola-Epidemie ist das besonders wichtig, denn die gesamte westliche Welt, nahezu alle Politiker haben dieses Thema ignoriert, solange sie irgendwie konnten. Fotos, drastische Fotos wie jenes von unserem Fotografen Daniel van Moll, haben das Thema der Politik erst aufgezwungen. Ohne Berichterstattung gäbe es keine öffentliche Debatte darüber, wie wir Westafrika helfen können. Ohne Berichterstattung wäre Westafrika einfach nur "weit weg".

    Nachrichtenfotos, wenn sie gut sind, sind der Kern unseres Berufs. Wenn sie drastisch sind, können sie schmerzhaft sein. Aber sie zwingen uns dazu, uns zu beschäftigen. Sie versperren uns den Weg des Wegsehens. Napalm, Tote an Checkpoints, sterbende Aids-Kranke, die Opfer eines Hurrikans, bei dem die Regierung versagt hat, die leblos angeschwemmten Körper von Flüchtlingen an den Stränden Europas – all das sind Beispiele für schockierende Fotos, die man zwingend zeigen musste und muss. Und eine Epidemie, die einen ganzen Kontinent destabilisieren und sich mit einigen wenigen Flügen über die Welt ausbreiten kann, muss ebenso dokumentiert werden. Ich finde, Daniel van Moll hat herausragende Fotos aus Liberia geliefert. Sie sind schockierend, aber sie sind ganz sicher nicht respektlos. Es ist absurd, einem Fotografen, der sich in mehrere Lagen Schutzanzüge gehüllt in das Haus eines Ebola-Toten wagt, Respektlosigkeit vorzuwerfen. Ein solches Risiko geht man als Reporter nur ein, wenn man von der Wichtigkeit und Bedeutung einer Geschichte zutiefst überzeugt ist.

    Ebola-Toter in Monrovia Foto Daniel van Moll laif 400Wir haben bei Bild.de auch drastische Fotos von Opfern der Terrorgruppe Isis gezeigt. Warum? Weil Isis nicht erst seit einigen Wochen, sondern seit über einem Jahr in Syrien und im Irak wütet – bis vor kurzem komplett ignoriert, klein geredet, missachtet von der westlichen Politik. Wenn Krieg geführt wird, wenn Krieg uns angeht, dann muss Krieg auch gezeigt werden. Es ist nicht unsere Aufgabe, schonend und geschmeidig daher zu kommen. Dafür braucht kein Mensch Medien. Es ist unser Job und der Job unserer Reporter, vor Ort zu dokumentieren, was geschieht.

    Der Nachrichtenjournalismus, den Petra Sorge sich im "Cicero" wünscht, wäre zwar unanstößig und nervenschonend, bloß mit der Realität hätte er nichts zu tun. Was Petra Sorge da über die Ebola-Krise und unsere Berichterstattung verfasst hat, ist ein erschütternd ahnungsloses, besserwisserisches Beispiel für risikolosen Bürojournalismus. (Foto: Daniel van Moll/laif)

  • Süddeutsche Zeitung, dichtbij.nl, Jugendkanal.

    - BACKGROUND -

    Süddeutsche Zeitung läutet in ihrer neuen Wochenendausgabe das Ende der Nachricht ein, kritisiert Bülend Ürük. Er moniert, dass die Tagesaktualität Hintergrundberichten gewichen sei, und erinnert an die "Chronistenpflicht".
    newsroom.de

    Online-Zeitung dichtbij.nl aus den Niederlanden erwirtschaftete mit Bürgerjournalismus 2013 knapp 70 Mio Euro. Die Nachrichten liefern 130.000 registrierte Bürgerjournalisten, Redakteure fungieren als Community-Manager.
    welt.de, dichtbij.nl

    Bild der Frau

    Jugendkanal birgt viele Chancen, findet Alexander Krei: ARD und ZDF könnten auf Füll-Programme verzichten und sich auf wirklich gute Inhalte konzentrieren. Das Programm sei ein "fünftes Rad", widerspricht Hans-Peter Siebenhaar.
    dwdl.de (Krei), "Handelsblatt", S. 27 (Siebenhaar)

    Videostreaming setzt US-Kabelsender unter Druck: Innerhalb von zwei Wochen haben drei der größten TV-Produzenten eigene Streaming-Dienste angekündigt. Dadurch könnten die Gebühren fürs klassische Kabel-TV sinken.
    mashable.com

    Termine der Woche - die Branche tagt: Podiumsdiskussion "Das Internet: Segen für mehr Demokratie?" (21. Oktober, München), Techcrunch Disrupt EU (21./22. Oktober, London), Medientage München (22. - 24. Oktober, München), 16. Speyerer Demokratietagung: Transparenz contra Geheimhaltung in Staat, Verwaltung und Wirtschaft (23. – 24. Oktober, Speyer), Fachsymposium für Journalisten "Innovationen im Journalismus – Welche Ideen sind zukunftsfähig?" (23. Oktober, Hamburg), Quo vadis – Wohin geht´s mit den fränkischen Medien? (24. Oktober, Nürnberg).
    turi2.de

    - BASTA -

    Wertanlage Middelhoff: Die gepfändete Piaget-Uhr des Ex-Arcandor-Chefs Thomas Middelhoff hat bei der Versteigerung für 10.350,99 Euro einen neuen Besitzer gefunden. Ihr Wert liegt laut Gutachten bei nur 2.800 Euro.
    manager-magazin.de

    heute2 erscheint täglich gegen 8 und 17 Uhr auf turi2.de sowie als Newsletter. Verantwortlich ist Peter Turi. Für ein kostenloses Abo genügt eine Mail an abo@turi2.de. Sie können sich mit uns auch auf Twitter verbinden: twitter.com/turi2. Infos zur Werbeschaltung finden Sie hier.

  • heute-show, Pilawa, RTL2.

    - NEWS -

    heute-show erhält ein Drehverbot im Bundestag: Es handelt sich bei der Sendung um "keine politisch-parlamentarische Berichterstattung", so die offizielle Begründung der Bundestags-Pressestelle. Das ZDF schweigt betreten.
    dwdl.de

    Jörg Pilawa bekommt eine Samstagabendshow mit App-Anbindung im Ersten, die auch in der Schweiz und in Österreich laufen soll, berichtet DWDL. Der "Spiegel" meldet ein Revival von "Spiel ohne Grenzen" mit Pilawa.
    dwdl.de, spiegel.de

    RTL2 schlägt noch tiefer in die Trash-TV-Kerbe und kündigt eine wöchentliche Serie im Stil von "Berlin - Tag & Nacht" an. Zudem soll es künftig eigene Formate für Online-Plattformen wie YouTube geben.
    presseportal.de

    Google löscht in seiner Suchmaske die Auto-Vervollständigung "Ungläubige töten". Zuvor hatte "Bild" den Suchriesen auf die menschenverachtende Kombination aufmerksam gemacht.
    bild.de

    Print wirkt

    Facebook erteilt im Kampf gegen Fake-Profile der US-Drogenbehörde DEA eine Rüge. Das Netzwerk fordert die Fahnder auf, unter ihren echten Namen im Netz nach Drogendealern zu suchen.
    theverge.com, scribd.com (Offener Brief an die DEA)

    BBC und andere Medien wollen Listen ihrer von Google aus den Suchergebnissen gelöschten Links veröffentlichen. Die BBC fordert Standards für Beschwerden über entfernte Links, da etliche Artikel zu unrecht gelöscht worden seien.
    bbc.com

    New York Times und "Washington Post" wollen künftig den Printausgaben diverser US-Zeitungen neue Wochenblätter mit ausgewählten Artikeln und lokaler Werbung beilegen. Den Anfang macht "The Dallas Morning".
    investors.nytco.com, washingtonpost.com

    -- Kombi-Anzeige --
    MEDIENTAGEN MÜNCHENEuropas größter Medienkongress in den Startlöchern: Treffen Sie Telekom-Chef Timotheus Höttges, taz-Chefredakteurin Ines Pohl, „Krautreporter“ Alexander von Streit, Red Bull-CTO Andreas Gall, Jung von Matt-Geschäftsführerin Katja Kraus u.v.m. auf den MEDIENTAGEN MÜNCHEN (22.-24.10.2014).
    Anmeldung Online und vor Ort noch möglich! Programm: www.medientage.de

    - ECHO -

    Meistgeklickter Link am Freitagmorgen: VG Media glaubt nicht, dass die Verlage das Leistungsschutzrecht gegen Google durchsetzen können.
    zeit.de

    - ZITATE -

    stefan plöchiger_sz_100"Print und Online passen strukturell nicht zusammen."

    Sueddeutsche.de-Chefredakteur Stefan Plöchinger widerspricht der Konvergenz-Theorie wurde wohl falsch zitiert.
    djv.de, per Mail

    Giovanni di Lorenzo"Was waren das noch für Zeiten, als absolute Publikumsekel auf die Menschheit losgelassen wurden!"

    "3 nach 9"-Talker Giovanni di Lorenzo findet es schade, dass Moderatoren heutzutage "wie aus dem Baukasten" moderieren.
    spiegel.de

Nächste Seite »