• "Mehr zu experimentieren ist unsere Grundhaltung."

    Stefan Plöchinger, Chefredakteur von Sueddeutsche.de, schafft die Debattierchance unter jedem Artikel ab und verweist auf Facebook und Co.

    Stefan Plöchinger_200Sie haben die Debatten unter den meisten Artikel geschlossen. Kapitulieren Sie vor Trollen?

    I wo, im Umgang mit Trollen haben wir wie jede Nachrichtenseite viel Routine – die Frage ist ja jetzt vielmehr, wie man in Debatten im Netz endlich die nächste Entwicklungsstufe erreicht. Über mehr als 150 Texte am Tag irgendwie diskutieren zu können, ohne dass ein Moderator ernsthaft draufschauen und sich kümmern kann, schien uns da nicht der richtige Weg. Lieber weniger Themen und dafür besseres Niveau, weil Qualität wichtiger ist als Quantität, glauben wir. Wobei uns klar ist, dass das ein Experiment ist und wir aus den Erfahrungen der ersten Tage lernen müssen. Aber mehr zu experimentieren, ist unsere Grundhaltung.

    Delegieren Sie die Verantwortung für einen geordneten Dialog, wenn Sie die Debatten auf Facebook oder Twitter schieben?

    Sie tun so, als fände auf unserer Seite jetzt gar keine Debatte statt – das Gegenteil ist der Fall. Wir probieren mehrere Formate aus, so wie wir zuletzt immer wieder Leseraktionen gestartet haben, und wir diskutieren jeden Tag gut drei Themen, die wir aus dem Leserdialog heraus als debattenstark identifiziert haben. Die dafür richtig. Im Übrigen ist nichts Falsches daran, wenn Leser auch auf Facebook und Twitter mit uns oder untereinander diskutieren. Dort findet, wenn man ehrlich ist, heute der Großteil digitaler Diskussionen statt, und die Frage ist, wie wir auf unser Seite Formate bieten, die darüber hinaus gehen.

    Haben Sie kein schlechtes Gewissen, wenn Sie Ihre Leser zu Facebook, Twitter und Google Plus schicken? Schließlich sind die US-Riesen große Konkurrenten umd Zeit- und Werbebudget von Nutzern und Werbekunden.

    Ich muss die ja nicht hinschicken. Die sind da schon und beschweren sich auch nicht. Überhaupt finde ich erstaunlich, wie wenige Beschwerden sowohl jetzt bei der Umstellung als auch bei unserer Vorab-Umfrage unter Intensivnutzern kamen. Das kann sich im Alltag natürlich noch ändern, klar, aber mein Gefühl aus den vergangenen Wochen ist, dass viele Leser – gar nicht zwingend Kommentarschreiber – durchaus ein Problem mit dem Diskussionsniveau in Social Networks und in den Foren der Nachrichtenseiten haben – und denselben Punkt sehen wie wir. Ich habe übrigens auch von Kollegen anderer Nachrichtenseiten selten so viel Zuspruch bekommen wie für die Diskussion, die ich mit meinem Blogeintrag vor ein paar Wochen angestoßen habe, und für die Reformideen jetzt.

  • Martin Lejeune, News-Köder, Magazin-Flatrate.

    - BACKGROUND -

    Gaza-Korrespondent Martin Lejeune nimmt Stellung zur Kritik an seiner Arbeit: Er verteidige oder rechtfertige die Exekutionen durch die Hamas nicht. Ronnie Grob lobt Lejeunes Einsatz, kritisiert aber fehlende Distanz.
    medienwoche.ch

    News-Köder: Die Journalisten Karsten Schmehl und Duygu Gezen legen bei Facebook News-Köder aus. Ihre lustig kommentierten Memes reichern sie mit Links zu seriösen Nachrichtenseiten an.
    meedia.de, facebook.com

    All you can read: Der schwedische Online-Kiosk "Readly" bietet in Schweden, den USA und Großbritannien eine Flatrate für Zeitschriften an. Noch in diesem Jahr ist der Deutschland-Start geplant, derzeit laufen Gespräche mit Verlagen.
    pv-digest.de

    Scripted Reality: Privatsender müssen sich bis heute auf eine einheitliche Kennzeichnung der Sendungen einigen, sonst droht eine gesetzliche Reglung. Man befinde sich in guten Gesprächen, so die Sender.
    horizont.net, meedia.de

    Fernsehen ist mächtiger als das Internet, so die wenig überraschende Studie von Seven One Media, Vermarkter von ProSieben. Mit 82 % ist die Reichweite bei den Über-14-Jährigen demnach um 20 % größer als die des Internets.
    wuv.de, digitalfernsehen.de

    News-Apps konkurrieren eher mit Handy-Spielen als mit anderen Nachrichtenangeboten, glaubt David Cohn von der News-App "Circa". Seine App teilt Geschichten in Fakten und Zitate auf und liefert jeweils Aktualisierungen.
    wan-ifra.org

    - BASTA -

    Message-Mensch: Die App "Somebody" sendet Nachricht - allerdings nicht an den eigentlichen Empfänger, sondern an eine fremde Person in der Nähe. Diese soll die Botschaft mit Hilfe von Ortsdaten und einem Foto persönlich übermitteln.
    nzz.ch

  • FAZ, WDR, Uber.

    - NEWS -

    FAZ investiert abseits des Kerngeschäfts: Die Verlagstochter Frankfurt Business Media übernimmt das Blatt "Der Honorarberater" vom Verlag Barde Hoppe Media und die Ausrichtung eines Honorarberater-Fachkongresses.
    new-business.de

    Tom Buhrow will die Klangkörper des WDR beim Sparkurs schonen: Die beiden Orchester, der Chor und die Big Band müssen nur 4 % einsparen, beim Radio ist es doppelt so viel.
    dwdl.de, derwesten.de, "FAZ", S.15

    WDR entschuldigt sich für Foto-Patzer: Der Radiosender WDR 5 hatte auf seiner Website für einen Ukraine-Bericht ein fünf Jahre altes Bild mit Panzern aus dem Kaukasus genutzt. Auch die "Huffington Post" machte den Fehler.
    tagesspiegel.de, propagandaschau.wordpress.com

    Uber: Das Landgericht Frankfurt verbietet die Nutzung der Mitfahr-App in Deutschland wegen des Verstoßes gegen das Personenbeförderungsgesetz. Geklagt hatte die Taxi-Genossenschaft. Uber will Einspruch einlegen.
    faz.net

    BBC droht Streik: Die Journalistengewerkschaften stimmten dafür, die Arbeit aus Solidarität zu den Kollegen niederzulegen. 220 Mitarbeiter von BBC News sollen wegen des verordneten Sparkurses ihren Job verlieren.
    theguardian.com, pressgazette.co.uk

    Monocle-Gründer Tyler Brûlé verkauft für rund 10 Mio Dollar einen Anteil seines Nachrichten- und Lifestyle-Magazins an das japanische Verlagshaus Nikkei. Brûlé und seine Partner behalten rund 80 %.
    ft.com (nur für Abonnenten)

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    - ECHO -

    Meistgeklickter Link gestern Morgen war die Analyse der "Süddeutschen", dass Nachrichtenmagazine in "frei erfundenen Lebenswelten" ihrer Leser taumeln.
    sueddeutsche.de

    - ZITATE -

    Jörg Pilawa "Interaktivität ist ja so ein Schlagwort. Vielleicht wollen das viele Leute gar nicht."

    Jörg Pilawa zweifelt angesichts der Misserfolge von "Rising Star" und Co am Einsatz von Apps im TV.
    tagesspiegel.de

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  • Süddeutsche.de beschneidet Leserdiskussion.

    SZ Kein Kommentar unter diesem Artikel: Sueddeutsche.de verkauft die Kürzung seiner Foren als Debatten-Offensive. Ab sofort können Nutzer unter gewöhnlichen Artikeln auf SZ.de ihre Meinung nicht mehr hinterlassen, sie müssen dafür auf die Seiten der US-Riesen Facebook, Twitter und Google Plus ausweichen. Bei Sueddeutsche.de werden in einem neuen Leserforum täglich lediglich zwei bis drei Debatten geführt. Die sollen aber zu wichtigen Themen sein, prominenter auf der Startseite platziert und von der Redaktion besser begleitet werden. Überhaupt will die Redaktion sich stärker einbringen, verspricht Leserdialog-Redakteur Daniel Wüllner. Ausgesuchte Lesermeinungen sollen sowohl online als auch in der Print-Ausgabe erscheinen. Die SZ.de-Redaktion hatte zuvor u.a. von 50 Kommentarschreibern Kritik eingefordert. Größter Kritikpunkt war dabei das Diskussionsniveau, bei dem "Pöbler zu oft durch die Moderation rutschen". Ob sich das nach der Zerstreuung auf Facebook, Twitter und Co ändert, sei dahingestellt.
    sueddeutsche.de, docs.google.com (Nutzerumfrage)

    Zahl des Tages: Schon 60,3 % aller Beschwerden beim Presserat beziehen sich auf Onlinemedien, sagt deren Chef Lutz Tillmanns. 2013 waren es 58,7 %.
    "Journalist", Nr. 9, 2014, S. 20

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  • Kartellrecht, Chefredakteure, Udo Röbel.

    - BACKGROUND -

    Kartellrecht zu lasch: Der DJV fordert aus Anlass der gerade genehmigten Sanierungsfusion von "Münsterscher Zeitung" und "Westfälischen Nachrichten" von der Bundesregierung die Rückkehr zu strengeren Fusionsregeln.
    djv-nrw.de

    Chefredakteure sind wie Fußball-Trainer: Es ist ihnen kaum möglich, es allen recht zu machen, meint Peter Praschl. Den einstigen Traumjob wolle bald keiner mehr machen.
    abendblatt.de

    Küchentisch-Politik: Ex-"Bild"-Chef Udo Röbel, 64, war der Spin-Doctor hinter der Kampagne von Sachsens SPD-Spitzenkandidat Martin Dulig. Sie hat der Partei viel Lob und ein Plus von 2 Prozentpunkten eingebracht, berichtet Ulrike Simon.
    berliner-zeitung.de

    Augmented Reality wird in fünf Jahren unseren Alltag flächendeckend erobert haben, prognostiziert Stefan Schmitt. In seiner Zukunftsvision sind Datenbrillen allgegenwärtig, die Realität mutiert zur Werbefläche für Google und Co.
    zeit.de

    Hör-Tipp: dpa-Chefredakteur Sven Gösmann spricht im SR2-Interview über Genauigkeit in Zeiten allgegenwärtiger Online-News und Medienvielfalt angesichts ausgedünnter Redaktionen.
    sr-mediathek.de (12-Min-Interview)

    Lese-Tipp: Bettina Wulff soll wieder eine Marke werden, Spin-Doctor Florian Krumrey hat einen Masterplan, wie er sie neu positionieren will. Max Fellmann und Lorenz Wagner schildern ihn im "SZ-Magazin".
    sz-magazin.sueddeutsche.de

    TV-Warnung vor einem One-night-stand in Berlin: Im Sat.1-Film "Die Staatsaffäre" hat Veronica Ferres als Bundeskanzlerin eine (Staats-)Affäre mit dem französischen Präsidenten. Dümmer geht's nümmer.
    spiegel.de, t-online.de (Sat.1, Dienstag, 20.15 Uhr)

    - BASTA -

    Datenjournalismus per Hand betreibt Achim Tack: Er hat über 3.500 Titelbilder des "Spiegel" per Augenschein analysiert. Ergebnis: In 67 Jahren gab es 48 Cover mit Hitler und 152 in der Kategorie Sex sells.
    achim-tack.org

  • Zeit, Burda, Westfälische Nachrichten.

    - NEWS -

    Zeit gründet das Weiterbildungsprogramm Zeit Akademie als eigenständige Tochtergesellschaft aus. Die Leitung der GmbH übernimmt Angela Broer, 41, zuvor u.a. bei G+J für den Digitalbereich der Wirtschaftsmedien zuständig.
    zeit-verlagsgruppe.de

    Burda macht Manfred Ruf, 49, zum Geschäftsführer von direct interactive, der Multichannel-Marketingagentur des Konzerns. Ruf war u.a. Geschäftsführer der Burda Sports Group, zuletzt Chef der Burda-Tochter Sevenload.
    presseportal.de

    Westfälische Nachrichten: Das Kartellamt winkt die Übernahme der "Münsterschen Zeitung" durch: Der Aschendorff Verlags Münster darf das insolvenzbedrohte Blatt vom Medienhaus Lensing übernehmen.
    dnv-online.net, wuv.de

    Christian Sievers hat am 8. September seinen ersten Auftritt als News-Anchor in der 19-Uhr-Aufgabe der "heute"-Sendung. Sievers war zuvor Korrespondent in Tel Aviv. Er folgt auf Matthias Fornoff, der jetzt Politikchef in Mainz ist.
    presseportal.de

    ZDF zieht bei "log-in" den Stecker, setzt aber weiter auf Zuschauerbeteiligung: Die ZDF-App bekommen einen Social-Media-Rückkanal, damit sollen ZDF-Info und das "Frühstücksfernsehen" interaktiver werden.
    presseportal.de

    ProSiebenSat.1 verliert, wie erwartet, die Geduld mit seinem Inkubator Epic Companies und macht die Holding dicht. Die Startups wechseln zu SevenVentures oder werden verkauft. Epic war erst im Februar 2013 gestartet.
    deutsche-startups.de, gruenderszene.de

    Bertelsmann steckt über seine Asien-Tochter BAI weiteres Geld in die chinesische Online-Jobbörse Lagou. BAI hatte bereits im April 5 Mio Dollar in das Portal investiert - es wird mit mehr als 100 Mio Dollar bewertet.
    new-business.de

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    - Tweet des Tages -

    Twittervogel50Diese Nummer mit dem #iCloudHack der Stars wird immer heftiger- angeblich gibts bei #4chan Bilder von Micaela Schäfer im Pullover!
    Mickey Beisenherz, twitter.com

    - ECHO -

    Meistgeklickter Link am Freitagabend: Wolfgang Büchner holt Social-Media-Experte Torsten Beeck von "Bild" zum "Spiegel".
    meedia.de

    - ZITATE -

    Kurt Tucholsky_100"Die Presse wäre viel weniger unausstehlich, wenn sie sich nicht so grauslich wichtig nähme."

    Kurt Tucholsky, Schriftsteller und Satiriker, 1890 - 1935.
    textlog.de

  • RTL schwächelt beim jungen Publikum.

    RTL-Group-Hauptgebäude mit rotem PfeilDer nächste Problemfall im Bertelsmann-Reich: Nach Jahren unangefochtener Marktführerschaft verliert die treue Gewinn-Milchkuh RTL bei den TV-Quoten im August ihren Vorsprung. Mit 12,0 % liegt der einst souveräne Marktführer in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen nur noch hauchdünne 0,2 % vor ProSieben. Das erreicht mit den üblichen Hollywood-Konserven 11,8 % und damit 1,3 % Prozentpunkte mehr als im WM-Monat Juli. RTL wuchs nur um 0,5 % und trifft immer weniger den Zeitgeist: Hoffnungsträger "Rising Star" fällt beim Publikum durch, ebenso wie die Doku-Soaps am Montagabend. Selbst Schwächel-Sender Sat.1, zuletzt mit Quoten im einstelligen Bereich, kommt näher und schafft 10 % - Container-TV sei Dank. RTL setzt jetzt auf die Geheimwaffe der Öffentlich-rechtlichen: Am Sonntag startet mit viel Tamtam die EM-Qualifikation der Fußball-Nationalelf - für die Kölner hoffentlich eine sichere Bank.
    dwdl.de, meedia.de, kress.de

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    Die Alten sitzen vor der Glotze! Im 10-Jahresvergleich von media control der TV-Zuschauer über den Tag zeigt sich ein Altersanstieg z.B. beim ZDF morgens zwischen 7-9 Uhr um sechs Jahre und abends um 20 Uhr um drei Jahre. SAT1-Erfolgsgeheimnis: tagsüber die Alten zu holen und abends jünger zu werden. Hier alle Details bei www.media-control.de

  • Nachrichtenmagazine, Versicherer, Scripted Reality.

    - BACKGROUND -

    Nachrichtenmagazine taumeln in "frei erfundenen Lebenswelten" ihrer Leser, analysieren David Pfeifer und Ralf Wiegand. Verlage sollten sich mehr um Textqualität bemühen, statt um die "unsichtbare Seele der Leser".
    sueddeutsche.de

    Versicherer wollen gute Nachrichten verbreiten: Der Branchenverband stockt seine Kommunikationsabteilung auf 26 Mitarbeiter auf, um Lokalredaktionen und Blogger zu bedienen. An der Spitze stehen zwei Ex-"FTD"-Journalisten.
    sueddeutsche.de

    Scripted Reality: Privatsender sträuben sich gegen eine freiwillige, einheitliche Kennzeichnung der frei erfundenen Personen und Geschichten. Die Landesmedienanstalten drohen mit einer gesetzlichen Regelung.
    focus.de

    Italien: Francesco Becchetti treibt Redaktionsverlagerung auf die Spitze. Der neue italienische TV-Kanal Agon wird in Albanien produziert und von Tirana aus gesendet - zu einem Zehntel der Kosten.
    freitag.de

    Nutella-Krise: Boris Rosenkranz wundert sich, wie Medien in aller Welt eine verhagelte Haselnussernte in der Türkei mit Spekulationen zum Krisenthema machen und Ferrero damit kostenlose PR liefern.
    stefan-niggemeier.de

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    Treffen Sie den Macher der besten Lokalzeitung Europas, erfahren Sie mehr über innovative Fallstudien der Verlage und wie andere Player den Markt bearbeiten. Kommen Sie zum BDZV-Kongress "Lokale Märkte" am 16./17. September in Berlin! Hier erfahren Sie mehr!

    Termine der Woche - die Branche tagt: Podiumsdiskussion "Leit-Medium oder Leid-Medium? - Die Fußball-Berichterstattung im deutschen Fernsehen" (1.9., Berlin), Swiss Radio Day (3.9. Zürich), 6. VDZ Direct Marketing Summit (3./4.9., Hamburg), scoopcamp 2014 - New Storytelling (4.9., Hamburg), Der Große Kids-Summit 2014. Trends und Tendenzen im Kinderfernsehen (4.9., Köln), Indiecon 2014 – Festival für unabhängige Magazine (5./6.9., Hamburg), IFA - Consumer Electronics unlimited (5.-10.9., Berlin), Lange Nacht der Startups (6.9., Berlin),
    turi2.de

    Hör-Tipp: Der öffentlich-rechtliche, japanische Sender NHK gibt seine Rolle als vierte Gewalt auf. Statt die Regierung zu kritisieren, will NHK den Premierminister unterstützen, dafür sorgt ein politischer Freund an der Spitze.
    b5aktuell.de (4-Min-Audio)

    Lese-Tipp: "Markt und Medien" zeigt am Beispiel der "Rhein-Zeitung", des "Nordkuriers" und des "Nordbayerischen Kuriers", mit welchen Ideen und Konzepten sich Regionalzeitungen für die Zukunft wappnen.
    deutschlandfunk.de (auch als 25-Min-Audio)

    - BASTA -

    Wut-Probe: Forscher aus Bangladesch wollen wütende E-Mails verhindern. Ihr Algorithmus erkennt den Gemütszustand des Schreibers und fragt, ob Wut-Mails wirklich verschickt werden sollen.
    spektrum.de

  • Kachelmann, Bertelsmann, Middelhoff.

    - NEWS -

    Jörg Kachelmann erzielt Teilsieg gegen "Bild": Das Bundesverfassungsgericht lehnt eine Beschwerde von Springer gegen ein Urteil des Oberlandesgerichts Köln ab. Ein Zitat aus einer privaten E-Mail bleibt unzulässig.
    spiegel.de

    Bertelsmann könnte Gruner + Jahr ganz oder in Teilen verkaufen wollen, spekuliert "W&V". Demnach gibt es auch Gerüchte, der Verlag könnte das Gebäude am Hamburger Baumwall aufgeben.
    "W&V" 36/2014, S. 10

    Thomas Middelhoff bekommt weitere Forderungen von Gläubigern: Die Berliner Wohnungsbaugesellschaft Gewobag fordert knapp eine Mio Euro Nachzahlung für einen Immobilienfonds, an dem Middelhoff beteiligt war.
    "Handelsblatt", S. 15

    Freizeit Woche kommt einer Gegendarstellung mit freiwilliger Berichtigung zuvor: Das Heft hatte über eine Mikrochip-Therapie für Michael Schumacher berichtet - nun beruft es sich auf eine Fehlinformation der "Daily Mail".
    topfvollgold.de

    Die drei ??? kommen als Kinderzeitschrift an den Kiosk: Blue Ocean Entertainment und Kosmos-Verlag bringen ab September "Die drei ??? Kids" heraus, im Oktober folgt die Mädchen-Variante "Die drei !!!".
    spiegel.de

    Wetten, dass...?: Ex-Redaktionsleiterin Birgit Göller zieht gegen das ZDF vor Gericht. Sie war nach der missglückten Mallorca-Show 2013 ihres Postens enthoben worden, im November soll das Arbeitsgericht Mainz entscheiden.
    spiegel.de

    Bertelsmann hofft auf EU-Unterstützung gegen Werbesteuer in Ungarn. Konzernchef Thomas Rabe will sich dagegen wehren, dass TV-Tochter RTL Club 40 % ihrer Gewinne an den ungarischen Fiskus abführen muss.
    "Handelsblatt", S. 16

    Vice Media verkauft für 250 Mio Dollar einen 10%-Anteil an A&E Networks. Zuvor hatte Time Warner seine Bemühungen um ein Investment bei Vice beendet.
    techcrunch.com, businessinsider.com, theguardian.com (Warner)

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    - ECHO -

    Meistgeklickter Link am Freitagmorgen waren die Tipps der "Wiwo", wie auch die Otto-Group ein hippes Internet-Unternehmen wird.
    wiwo.de

    - ZITATE -

    Stefan Aust"Wer Fisch verkaufen möchte, sollte Heringe und Steinbutt auch mögen."

    "Welt"-Herausgeber Stefan Aust vermisst bei manchen Verlagen die Liebe zum Journalismus.
    welt.de

  • Netflix vor dem Deutschland-Start.

    Netflix-TV-TabletMaus statt House: Der mit Spannung erwartete Deutschland-Start von Netflix bekommt bereits den ersten Dämpfer. Über Umwege ist die deutsche Version seit Sonntag erreichbar, berichtet DWDL und gibt erste Einblicke ins Angebot des Streamingdienstes. Das fällt, gemessen an den hohen Erwartungen, eher ernüchternd aus. Zwar gibt es die Netflix-Eigenproduktion "Orange is the new black" sowohl im englischen Original als auch in deutscher Synchronfassung, das Netflix-Aushängeschild "House of Cards" dagegen fehlt - in Deutschland hat Sky die Rechte daran. Stattdessen füllt Netflix sein deutsches Archiv mit alten "Stromberg"-Folgen, Comedy-Programmen von Dieter Nuhr und der "Sendung mit der Maus". Immerhin: Im "Spiegel" kündigt Netflix-Chef Reed Hastings an, auch eigene deutsche Fernsehserien entwickeln zu wollen. Dabei geht Netflix sehr analytisch vor: "Wir prognostizieren für jeden Programminhalt genau, wie oft er gesehen wird", erklärt Hastings. "Denn wenn wir das gut vorhersagen, wissen wir wie viel wir dafür bezahlen wollen." U.a. analysiere Netflix in illegalen Download-Netzwerken, welche Zuschauerbedürfnisse bislang nicht befriedigt werden, erfährt "c't"-Redakteur Nico Jurran bei einem Besuch in der Firmenzentrale am Rande des Silicon Valleys. (Foto: Netflix)
    dwdl.de, spiegel.de, heise.de/ct (Besuch)

    Zahl des Tages: Genau 100.000 Euro Strafe muss die "Bunte" zahlen, weil sie Paparazzi-Fotos von Christopher O'Neill und Prinzessin Madeleine von Schweden in den Flitterwochen gedruckt hat. Burda kann noch Rechtsmittel einlegen.
    spiegel.de

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