turi2.tv: Wanja S. Oberhof von Newscase glaubt an die Zeitungs-Flatrate.


News-Aggregatoren sind Verlegertum 2.0, behauptet Mediengründer Wanja S. Oberhof im turi2.tv-Interview. Sein Berliner Startup Newscase - früher niiu - sei der zeitgemäße Vertrieb für digitale Inhalte. Für eine 9,99-Euro-Flatrate stehen rund 100 Zeitungen zur Verfügung.
 
Oberhof tritt gegen Giganten wie die gerade entstehenden Angebote Apple News und Springers Upday an. Die Konkurrenz schade nicht, sie belebe das Geschäft, spricht sich Oberhof selbst Mut zu. "Der ganze Markt steht erst am Anfang." Zudem habe Newscase seine "Überlebensfähigkeit bewiesen."
 
Das stimmt gewissermaßen: Schon 2007 trat der damals 21-jährige Oberhof an, um die personalisierte Zeitung niiu an Berliner Haushalte zu bringen. Die Idee scheiterte, wandelte sich ins Digitale. Doch Oberhof macht weiter: Bislang sammelte er 2,5 Mio Euro von Investoren und der Investitionsbank Berlin ein.
turi2.tv (4-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2), itunes.apple.com (App für iPhone und iPad), play. google.com (App für Android), torial.com (Background Newscase)Kommentieren ...

Großkonzerne halbieren Zeitschriften-Werbung.

Zeitschriften-Pressewand-150Zeitschriften-Werbung im Sinkflug: Großkonzerne wie die Deutsche Telekom, Volkswagen oder die Deutsche Bank haben ihre Ausgaben für Werbung in Zeitschriften drastisch reduziert - von Januar bis August laut Ebiquity um mehr als die Hälfte verglichen mit 2014. Der Vermarkter Spiegel QC liegt beim Bruttoumsatz von Januar bis Juli 6,6 % unter dem Vorjahreswert, Media Impact von Springer und Funke verbucht brutto 12,2 % weniger Umsatz aus Zeitschriften-Anzeigen. "Bild am Sonntag" büßte gar 20 % ein.
"W&V" 37/2015, S. 83-85 (E-Paper)Kommentieren ...

“Le Canard enchaîné” ist erfolgreich ohne Werbung und Web.

Le Canard enchaine Cover 150Le Canard enchaîné kommt seit 100 Jahren ohne Werbung aus, verzichtet weitgehend auf Farbe und präsentiert im Internet kaum mehr als das wöchentliche Titelblatt. Dennoch schreibt die französische Satire-Zeitung 2014 trotz Rückgang der Auflage einen siebenstelligen Gewinn. Das Eigenkapital von 122 Mio Euro übertrifft den Umsatz um mehr als das Fünffache.
nzz.ch, lecanardenchaine.frKommentieren ...

Mein Homescreen: Miriam Meckel.

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Miriam Meckel, Kommunikationswissenschaftlerin und Chefredakteurin der Wirtschaftswoche, trägt einen gut sortierten Werkzeugkasten zum Wahrnehmen und Präsentieren auf ihrem Startbildschirm herum - und einen Schlaftrainer.

Das Smartphone ist sozusagen meine Fernbedienung für den Alltag. Ich habe es tagsüber eigentlich durchgängig "an der Frau". Über die Apps auf meinem Homescreen organisiere ich mein Büro und auch Vieles drumherum. Im Hintergrund: der Himmel über Berlin.

Eine der wichtigsten Apps ist für mich Evernote, das ist mein Scrapbook fürs Gedankensortieren. Hier notiere ich Ideen für Geschichten, Beobachtungen, Argumente oder sammele Screenshots, die ich später nochmal brauche.

Für die Kommunikation nutze ich immer noch häufig die E-Mail. Die meisten diktiere ich direkt ins Telefon, weil das viel schneller geht als die Tipperei auf dem Screen. Gelegentlich wird aus einem "Leser" dann ein "Laser" oder aus einer "These" "Käse", aber meistens verstehen die Kolleginnen und Kollegen, was ich meine.

Das Messaging läuft bei mir hauptsächlich über Threema, weil diese App die Kommunikation verschlüsselt. Das Schweizer Startup, das WhatsApp Konkurrenz macht und als Nachrichtendienst die NSA ärgert, unterstütze ich gerne.

Auf meinem Homescreen gibt es einen ganzen Ordner für Soziale Medien. Facebook, LinkedIn, Xing nutze ich regelmäßig. Auch die Wordpress-App, um von unterwegs etwas auf meiner Website zu posten. Am wichtigsten aber ist Hootsuite, das Dashboard für verschiedene Social-Media-Anwendungen, das im Einklick-Zugriff gleich auf dem Homescreen zu erreichen ist.

Hinter dem kleinen Gehirn verbirgt sich eine Beta-App, mit der ich teste, ob man mit einer App den Schlaf beeinflussen kann. Entwickelt wird sie von einem jungen Wissenschaftler und Startup-Unternehmer aus New York. Das gehört zum Themenfeld Neuroenhancement, mit dem ich mich derzeit intensiver beschäftige.

Und dann natürlich Foto und Video, auch da gibt es einen ganzen Ordner. Meine Lieblingsapp derzeit: RoadMovies, eine kostenlose App, mit der man schnell sehr nette kleine Kurzfilme machen kann. Gerne in Kombination mit MuViBob, einer App, die noch eigene Musik zum Film hinzufügt.

In der vergangenen Woche hat Xing-Gründer Lars Hinrichs seinen prall gefüllten, aber gut sortierten Homescreen vorgeführt. Davor gewährten Jan-Eric Peters, Armin Wolf, Kai Diekmann und Ralf Ressmann Einblick in ihre Startbildschirme.Kommentieren ...

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Die Zeitung ist tot – es lebe die Zeitung. Seit einigen Wochen ist Hermann Petz, CEO der "Tiroler Tageszeitung", auch als Autor erfolgreich. Beim World Printers Forum in Hamburg diskutiert er mit Print-Experten aus der ganzen Welt. Mit dabei sind Vertreter von Axel Springer, Styria, Rheinische-Bergische Druckerei, Mengis Druck, u.v.a.
wan-ifra.org/wpf15

kiosk2: “Wirtschaftswoche”, 37/2015.

Wirtschaftswoche 37_15_400Titel: Wirtschaftswoche, 37/2015, 5,50 Euro

Thema 1: Das Geschäft mit Musik-Events in Deutschland wird härter, seit Weltmarktführer Live Nation angreift. Die Deag von Peter Schwenkow hat mehrere Festival-Flops produziert und musste je 20 % von MyTicket an Springer und ProSiebenSat.1 verkaufen. (Seite 48)

Thema 2: Streaming zuhause steckt voller Tücken, muss Thomas Kuhn im Selbstversuch feststellen - die schöne neue Unterhaltungswelt leidet unter "ärgerlichen Insellösungen", so Kuhn. (Seite 54-56).

Thema 3: Storytelling heißt etwas großsprecherisch die schlichte Erkenntnis, dass eine gut erzählte Geschichte über Erfolge und überwundene Schwierigkeiten Mitarbeiter und Kunden besser erreicht als eine Abfolge von Powerpoint-Charts. (Seite 92-95).

Website: wiwo.de

Frei online: Inhaltsverzeichnis, twitter.com/wiwo, facebook.com/Wirtschaftswoche

Abo: alle Arten, Digitalpass

Apps: itunes.apple.com, play.google.com Kommentieren ...

Bertelsmann investiert in US-Bildunsganbieter HotChalk.

bertelsmann2-150Bertelsmann steht offenbar vor dem Einstieg beim US-Bildungsanbieter HotChalk. Die Firma verkauft Unis Software, um ihre Studiengänge online zu stellen. Nach Informationen von Reuters führt Bertelsmann eine Beteiligungsrunde über mindestens 75 Mio Dollar an. Bertelsmann-Kommunikationschef Andreas Grafemeyer retweetet die Meldung mit "No Comment".
handelsblatt.com, reuters.com, twitter.com/AGrafemeyerKommentieren ...

“B.Z.” kämpft gegen rassistische Facebook-Seite.

BZ_springer_logo_150B.Z. wehrt sich gegen eine rassistische Facebook-Seite, die ihre Beiträge mit Links zu Artikeln der Springer-Zeitung illustriert und dabei den toten Flüchtlingsjungen Aylan verhöhnt. Nachdem Facebook zunächst mitteilte, die Seite verstoße "nicht gegen unsere Gemeinschaftswerte", wurde der beanstandete Post nun doch gelöscht. Die Seite selber ist weiterhin online.
bz-berlin.de, twitter.com/PeterHuth (Löschung)Kommentieren ...

Konstruktiv-Portal Positive Daily will Lösungen liefern.

Positive-Daily-150Positive Daily will "lösungsorientiert über die wichtigen Fragen unserer Zeit" berichten. Im Herbst soll das Contructive-News-Portal an den Start gehen - finanziert durch Jahresbeiträge der Leser. Hinter dem Projekt stehen die drei Wissenschaftler und Journalisten Maren Urner, Han Langeslag und Bernhard Eickenberg.
taz.de, positive-daily.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Neuer Rundfunk in Israel soll meinungsfrei sein.

iba israel broadcasting authorityIsrael hat in einer nächtlichen Parlaments-Abstimmung die Auflösung des öffentlichen Rundfunks Israel Broadcasting Authority beschlossen. An dessen Stelle tritt ab März 2016 der neue Sender Israel Broadcasting Corporation, der frei von Meinung sein soll. Die Journalisten sollen nur noch Fakten liefern, ohne diese zu "benoten". Nach Protesten rudert die Regierung etwas zurück: Das neue Gesetz sei "nicht klar genug" formuliert.
"FAZ", S. 18 (E-Paper), i24news.tv, timesofisrael.comKommentieren ...

Lese-Tipp: Pixar macht Blockbuster mit Liebe zum Detail.

Pixar-Lampe-150Lese-Tipp: Film-Journalist Tobias Kniebe beschreibt die Erfolgsgeschichte des Animationsstudios Pixar. Nach sieben dunklen Anfangsjahren, in denen Steve Jobs 54 Mio Dollar versenkt hat, geht es für Pixar inzwischen nur noch aufwärts. Jeder der bisher 15 Filme wurde zum Blockbuster - nicht zuletzt wegen der Liebe der Filmemacher zum Detail.
"Süddeutsche Zeitung am Wochenende" S. 13-15 (Paid), pixar.com (Firmengeschichte)Kommentieren ...

Erneuter Stasi-Skandal im Journalistenverband.

djv-LogoJournalistenverband Sachsen-Anhalt wird mit der Stasi-Vergangenenheit verschiedener Funktionäre konfrontiert. "Bild"-Chefreporter Hans-Wilhelm Saure deckt dieses Mal auf, dass drei Vorstandsmitglieder für den DDR-Staatssicherheitsdienst gearbeitet haben. Dem Vorsitzenden des Landesverbands sei nur ein Fall bekannt. Eine Stasi-Verpflichtungserklärung habe zudem der Vorsitzende des DJV-Sozialwerks Thüringen abgegeben. Saure berichtet auch über die Soldaten-Bespitzelung durch einen NDR-Reporter als IM "Journalist". Der NDR ist darüber schon seit Anfang der 90er Jahre informiert, einen Kündigungsgrund sah die Rundfunkanstalt aber nicht.
bild.de, turi2.de (Background)1 Kommentar

Wir graturilieren: Jens Petersen wird 48.

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Wir graturilieren: Jens Petersen feiert am 5.9. seinen 48. Geburtstag. Der Leiter der Unternehmenskommunikation bei news aktuell macht sich eigentlich nicht viel aus Geburtstagen. Statt einer großen Feier will er in Hamburg mit seiner Frau und den beiden Kindern beim Lieblingsitaliener essen gehen. Seinen Kollegen verspricht er für Montag einen Kuchen - vielleicht sogar selbstgebacken.

Petersens größte Entdeckung des vergangenen Lebensjahres ist Spotify: Mit dem Musikstreaming-Dienst hat er praktisch immer einen ganzen Plattenladen in der Hosentasche - ein Jugendtraum. Aktuell läuft bei ihm das neue Album der Chemical Brothers rauf und runter. Beruflich freut sich Petersen anhand steigender Zugriffe auf Presseportal.de, dass die Pressemitteilung noch lange nicht tot und sein Job sicher ist.

Geburtstagsglückwünsche sind via WhatsApp und Twitter willkommen.
kress.de, xing.com, linkedin.com
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stern.de hat die Shares im August fast verdoppelt.

stern-Logo ohne Schriftzug 150stern.de ist der große Gewinner in den Social-News-Charts von Storyclash im August. Die Nutzer haben dem Online-Magazin von Gruner + Jahr ein Plus von 92,5 % verschafft. Damit landet stern.de auf Platz 6. Heftig.co hat Bild.de wieder vom ersten Platz verdrängt. Auf den weiteren Plätzen folgen Spiegel Online, Focus Online und Neueinsteiger Sport1.
horizont.net
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RTL bringt “stern Crime” ins Fernsehen.

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Partners in crime: RTL und Gruner + Jahr machen gemeinsame Sache und bringen den "stern"-Ableger stern Crime ins TV. Für das einstündige Privatsender-"XY" namens "stern Crime - Wahre Verbrechen" verspricht RTL "hochwertig gedrehte" Reportagen sowie Porträts zu echten Kriminalfällen.

Am 1. Oktober - ein Tag vor Erscheinen der dritten Printausgabe - läuft um 22.15 Uhr im Rahmen des "Crime-Donnerstag" bei RTL die Pilotfolge. Themen sind u.a. "eine der besten Phantomzeichnerinnen der Welt" und die Frage, warum Kinder Kinder töten.
dwdl.de, presseportal.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

“Tages-Anzeiger” bietet wöchentlich “die Lösung”.

tages-anzeiger-150Tages-Anzeiger setzt mit dem neuen Format "Die Lösung" auf einen positiven Journalismus. Ab kommenden Montag präsentiert die Zeitung wöchentlich einen multimedial aufbereiteten Artikel, der Lösungsansätze für ein z.B. politisches oder ökologisches Problem aufzeigen soll. Die Rubrik verantworten Judith Wittwer und Patrick Kühnis.
persoenlich.comKommentieren ...

Amazon kauft Videodienstleister, baut seine Fähigkeiten aus.

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Schöneres Streamen: Amazon kauft für einen nicht genannten Preis den Video-Dienstleister Elemental - The Information spekuliert über etwa 500 Mio Dollar als Kaufpreis. Die Firma ist auf das Ausspielen von Videos an verschiedene Endgeräte spezialisiert. Zu den Referenzen von Elemental gehören etwa die Übertragung der Olympischen Winterspiele 2014, der iPlayer der BBC und HBOgo.

Der Wert von Elemental liegt in selbstentwickelter Software. Amazon will den Dienst unter eigenem Namen weiter arbeiten lassen. In den vergangenen Jahren habe man mit der Firma bereits für gemeinsame Kunden zusammengearbeitet, so der Amazon-Manager Jeff Barr. Der Deal verbessert Amazons Vorsprung in der Ausspieltechnik von Videostreams weiter. Mit Netflix nutzt der wichtigste Konkurrent im Segment Video-on-Demand jetzt schon keine eigenen Datencenter, sondern die von Amazon.
internetworld.de, meedia.de, bloomberg.com, theinformation.com (Paid), businesswire.comKommentieren ...