Zitat: Rainer Esser will die Reihen der Verlage schließen.

"Zeitungsverlage untereinander sollten sich nicht bekämpfen, so ein Bullshit. Wir müssen möglichst viel kooperieren, unsere Inhalte austauschen – dann können wir ein Gegengewicht zu ausländischen Monopolen bilden."

"Zeit"-Geschäftsführer Rainer Esser will die Panik vor Facebook und Google nutzen, um Kollegen konstruktiv zur Zusammenarbeit zu bewegen.
turi2.tv (3-Min-Video auf YouTube)

Lese-Tipp: Nils Frenzel und Dennis Sand stürzen abgrundtief ins Wohnzimmer von Facebook.

Lese-Tipp: Nils Frenzel und Dennis Sand tummeln sich 24 Stunden in der größten deutschen Facebook-Gruppe, dem Wohnzimmer. Sie protokollieren "soziale Abgründe" und "Unten-Deutschland". Nutzer streamen live von der Arbeit oder aus dem Schlafzimmer, sind nackt, beleidigen oder klopfen Nazi-Sprüche – eine kaum zu kontrollierende Masse, die nie schläft.
welt.de

Digitale, junge Unternehmen mischen den Mond auf.

NewSpace ist einer der boomendsten Bereiche der Startup-Szene, schreibt Peter M. Schneider. Junge Unternehmen mischen den Mond auf, weil Digitalisierung und Liberalisierung es möglich machen. Viele deutsche Unternehmen sind dabei, aber unterfinanziert – eine Ausnahme bilde das Berliner Unternehmen PT Scientists, das mit seinem Raumschiff Alina den Rover Audi Lunar Quattro zum Mond transportieren will.
wiwo.de

"Da ist viel Neid dahinter" – "Zeit"-Chef Rainer Esser kritisiert Facebook-Angst vieler Verlage.


Freundschaftsanfrage vom Verlagsboss: "Zeit"-Chef Rainer Esser stellt sich ungewöhnlich klar auf die Seite von Facebook und Google – und geht mit seiner Branche hart ins Gericht. Hinter der Kritik an den Konzernen stecke der Neid, dass sich "tradierte Geschäftsmodelle bei weitem nicht so skalieren lassen wie soziale Netzwerke oder die Google-Suche", sagt Esser im turi2.tv-Interview beim European Newspaper Congress in Wien.

Essers Ratschlag: Mehr machen, weniger meckern. "Wir sollten uns abgucken, weshalb Facebook so gut funktioniert, weshalb die so viele User haben", sagt Esser und liefert die Antwort gleich mit. Die Digitalbranche habe viel früher erkannt, in welche Richtung sich die Nutzer bewegen. Die Strategie des "Zeit"-Geschäftsführers lautet schlicht: besser sein als die Internetkonzerne – und nicht in Panik verfallen: "Das Privatfernsehen hat viel mehr Geld abgezogen, als es aufkam."
turi2.tv (3-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2)

Deutsche Bank schließt 100 Postbank-Filialen.

Postbank dünnt ihr Filialnetz aus: Dieses Jahr schließen 100 von 1.000 Filialen, berichten Lars Petersen und Kayhan Özgenc. Im Gegenzug eröffnen Vertriebscenter, in denen u.a. auch zu Aktien beraten wird. Die Postbank gehört zur Deutschen Bank, die aktuell ihr Privatkundengeschäft mit der Postbank fusioniert. Betroffene Postbank-Mitarbeiter sollen an anderen Standorten weiterbeschäftigt werden.
bild.de (Paid)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Die Deutsche Bank wird digital – ein Besuch in der Frankfurter Digitalfabrik.

Zahl des Tages: Wein-Magazin "Falstaff" wächst und investiert international.

Zahl des Tages: Liebliche 600.000 Euro Anzeigenumsatz erzielt das Wein-Magazin Falstaff pro Ausgabe im deutschsprachigen Raum. Die österreichischen Macher wollen das moussierende Magazin zur europäischen Online-Marke ausbauen: Die Expansion nimmt Tschechien, Polen und Skandinavien in den Blick, 2019 dekantiert Falstaff seine digitale Auslese nach China.
horizont.at

Basta: Lindner liebt wieder eine Journalistin.

Liebesrätsel: "Bild am Sonntag" kündet von neuer Liebe bei Christian Lindner, verschweigt aber den Namen der Herzensdame. Nur so viel: Der FDP-Chef pflegt auch nach seinem Ehe-Aus mit "Welt"-Vize Dagmar Rosenfeld seine Medien-Beziehungen. Seine Neue ist Journalistin und macht eine Ausbildung bei einem TV-Sender.
"BamS", S. 72 (Paid), turi2.de (Background)

Studie vergleicht Umgang mit Klicks in französischer und US-amerikanischer Redaktion.

Journalismus: Für eine vergleichende Studie hat eine Soziologin den Umgang der Onlineredaktionen mit Klickzahlen einer US-amerikanischen und einer französischen Zeitung untersucht. Die leitenden Redakteure der US-amerikanischen Zeitung passen ihre Pu­bli­ka­ti­ons­strate­gie an die Zahlen an. Das Ma­nage­ment der französischen steht den Zahlen ambivalenter gegenüber und lei­tet aus ihnen kaum kon­kre­te Ent­schei­dun­gen ab. Bei den Redakteuren ist es umgekehrt: Die US-amerikanischen be­schäf­ti­gen sich kaum mit den Klickzahlen, die fran­zö­si­schen stän­dig. Das kann daran liegen, dass in den USA Wirtschaftliches und Redaktionelles strikt getrennt sind, in Europa weniger.
"FAS", S. 62 (Paid), journals.uchicago.edu (Studie)

Menschen sind schlauer als KI, analysiert Markus Gabriel.

Lese-Tipp: Künst­li­che In­tel­li­genz re­vo­lu­tio­niert un­ser Le­ben, wird die Menschen aber nicht unterwerfen, analysiert Philosophie-Professor Markus Gabriel. Menschen kön­nten bes­ser den­ken als Maschinen, weil sie Fehler machen und aus ihnen lernen und anpassungsfähiger seien. Gabriel glaubt, es brau­che mehr phi­lo­so­phi­sche For­schung zu Fragen des Informationszeitalters, damit unsere Gesellschaft sich nicht in eine geistlose Cybercommunity verwandelt.
"FAS", S. 21 (Paid)

Google trifft sich mit Publishern, um DSGVO-Bedenken zu diskutieren.

Google lädt Verlage am 24. Mai in seine Niederlassungen in New York, Washington, San Francisco und London ein, um über ihre Bedenken bezüglich der europäische Datenschutzverordnung zu diskutieren. Viele Verlage wollen im Namen ihrer verschiedenen Ad-Tech-Partner die nötige Nutzererlaubnis gesammelt einholen, Google hat dem noch nicht zugestimmt. Die News Media Association, die News Media Alliance, der European Publishers Council und Digital Content Next haben einen gemeinsamen Brief an Google-Chef Sundar Pichai geschickt, in dem sie Google auffordern, nicht bis zur letzten Minute mit DSGVO-Änderungen zu warten.
wsj.com

Wir graturilieren: Dominik Baur-Callwey wird 39.


Wir graturilieren: Dominik Baur-Callwey, Verleger des Callwey-Verlags, wird 39. Seinen Geburtstag feiert er zu Hause mit der Familie und Freunden. Zur Familie gehört seit dem zurückliegenden Lebensjahr auch seine zweite Tochter, deren Geburt für Dominik Baur-Callwey das Beste im abgelaufenen Jahr war. Beruflich stach der Ausbau einer neuen Digital-Unit hervor.

Für das neue Jahr wünscht sich Dominik Baur-Callwey mehr Zeit, um sich "auf neue und spannende Ideen konzentrieren zu können". Glückwünsche sind auf jedem Weg willkommen, solange sie von Herzen kommen, also auch per E-Mail.

Trump soll US-Post gedrängt haben, Amazons Porto zu verdoppeln.

Logistik: US-Präsident Donald Trump hat die Chefin der US-Postbehörde USPS gedrängt, die Versandpreise für Amazon und andere Großkunden zu verdoppeln, berichtet die "Washington Post". Die Zeitung gehört Amazon-Chef Jeff Bezos. Post-Chefin Megan Brennan weigere sich standhaft, da Verträge bestünden und eine Kommission die Deals reguliere. Sie habe Trump zu erklären versucht, dass USPS von dem Vertrag mit Amazon profitiere - und nicht, wie Trump unterstellt, den Shopping-Riesen subventioniert.
washingtonpost.com, cnbc.com

Facebook arbeitet an eigener Influencer-Vermittlung.

Facebook fb-logo-neuFacebook entwickelt eine Influencer-Suchmaschine für Werbepartner, bestätigt das Social Network einen Bericht des deutschen Fachdienstes AllFacebook.de. Das Tool lässt Werbekunden anhand demografischer Fan-Merkmale nach Influencern suchen und sie kontaktieren. Influencer können ein Portfolio anlegen. Facebook nimmt keine Vermittlungsgebühr und hofft auf steigende Werbeausgaben und verbesserte Content-Qualität. Instagram wird zunächst nicht integriert.
techcrunch.com, allfacebook.de

Seibert, Heil, Kahrs und Stegner sind die einflussreichsten Politik-Influencer auf Twitter.

Steffen Seibert ist der einflussreichste Politik-Influencer auf Twitter in Deutschland errechnet der "Focus" aus Zahlen des US-Unternehmens Lithium. Auf ihn folgen die SPD-Politiker Hubertus Heil, Johannes Kahrs und Ralf Stegner, sowie der Grüne Omid Nouripour. Während Seibert als Sprecher der Bundesregierung das Sprachrohr der Kanzlerin ist, erreichen die anderen vor allem durch polarisierende Aussagen ihre Reichweite.
"Focus" 21/2018, S. 34 (Paid)

Doku: Tausende löschen zum Billiglohn verstörende Inhalte für Facebook.

Film-Tipp: Hans Block und Moritz Riesewieck besuchen für ihren Dokumentarfilm "The Cleaners" Menschen, die für Facebook und Co im Verborgenen verstörende Inhalte löschen. Sie sind bei externen Dienstleistern für ein bis drei Dollar stündlich angestellt, dürfen nicht über ihre Arbeit sprechen und stehen unter extremen Druck.
handelsblatt.com

Zaster, Kai Diekmanns Finanzportal für Millenials, startet nächste Woche.

Kai Diekmann startet nächste Woche sein Finanzportal Zaster, schreibt Georg Altrogge. Es wendet sich an junge Leute, will unterhalten und sicher auch seinem Zukunftsfonds Aufmerksamkeit bescheren. Christin Martens, Ex-Chefredakteurin des "Business Insider", hat Zaster entwickelt. Marcus Schwarze wird Redaktionsleiter. Micky Beisenherz, Laura Karasek und Sven Michaelsen steuern Texte bei.
meedia.de