Apps von "Welt" und "Bild" unter den umsatzstärksten Deutschlands.

Medien-Apps 150Apps der "Bild" und der "Welt" zählen laut eines von App Annie für Mobilbranche.de erstellten Rankings zu den Top 12 der umsatzstärksten Apps aus Deutschland. Dort tummeln sich sonst v.a. Fitness-Apps. Das Berliner Sprachlern-Unternehmen Babbbel ist mit fünf verschiedenen Apps im Ranking vertreten und damit einer der umsatzstärksten App-Publisher Deutschlands.
mobilbranche.de

Meinung: Steffen Klusmann rät Journalisten, geerdet zu bleiben.

Journalisten müssen aufpassen, "den Draht zu den anderen Menschen nicht zu verlieren", sagt "Spiegel"-Chefredakteur Steffen Klusmann im Verhör von "Bild"-Chef Julian Reichelt beim Content-Gipfel von GroupM. Für Trump, den Brexit und die AfD hätten "nicht nur Vollpfosten gestimmt". Vor der Einführung neuer Regeln für Reportagen sollten Journalisten "erst einmal die Regeln einhalten, die es gibt. Und vor einer Haltung zunächst mal recherchieren".
horizont.net

Insolvenzverwalter von KNV bittet Verlage um Nachschub.

Bücher Buch Bücherstapel 150KNV: Tobias Wahl, Insolvenzverwalter des größten deutschen Buchzwischenhändlers, bittet die Verlage um Vertrauen – und Nachschub. Nur wenn KNV weiter beliefert werde, könne er die Betriebsfortführung sichern. KNV hat nach eigenen Angaben 590.000 Titel von mehr als 5.000 Verlagen auf Lager, von denen ein Großteil noch nicht bezahlt sein könnte. Der Zwischenhändler hat kürzlich Insolvenz angemeldet.
zeit.de, turi2.de (Background)

Schüler verklagt "Washington Post" auf 250 Mio Dollar Schadenersatz.

Washington Post: Der 16-jährige Schüler Nicholas Sandmann verklagt die Zeitung auf Schadenersatz in Höhe von 250 Mio Dollar. So viel hatte Jeff Bezos 2013 für die Zeitung bezahlt. Die "Washington Post" habe ihn in sieben Artikeln verleumdet, in denen sie fälschlicherweise schrieb, er habe einen amerikanischen Ureinwohner schikaniert.
washingtonpost.com, faz.net

Tanit Koch wird n-tv-Chefin und zentrale RTL-Chefredakteurin.

Kampfansage aus Köln: Die Mediengruppe RTL holt die frühere "Bild"-Chefredakteurin Tanit Koch an Bord. Koch, 41, beerbt Hans Demmel, 63, als n-tv-Geschäftsführerin. Zugleich baut sie als Chefredakteurin eine Zentralredaktion innerhalb der Mediengruppe auf. Koch soll n-tv, die RTL-Redaktionen und RTL.de zu einer Einheit vernetzen – laut RTL zusammen 700 Journalisten. Tanit Koch arbeitet zusammen mit n-tv-Chefredakteurin Sonja Schwetje, RTL-Chefredakteur Michael Wulf und RTL-Interactive-Chefredakteur Jan Rudolph unter dem Digital- und News-Geschäftsführer Jan Wachtel.

Erst im Dezember startete RTL.de als Boulevard-Portal neu und steht thematisch in Konkurrenz zu Bild.de. Koch wird in ihrer neuen Funktion also ihrem Ex-Arbeitgeber Springer auf die Pelle rücken. Dafür wird sie sowohl Managerin als auch Chefredakteurin. Vorgänger Hans Demmel verabschiedet sich nach 26 Jahren aus der Mediengruppe, bleibt aber Chef der Privatsender-Lobby Vaunet. (Foto: Andreas Gebert / Picture Alliance, Montage: turi2)
per Mail, dwdl.de, horizont.net

CDU/CSU-Digitalexperte findet Copyright-Novelle sehr unbefriedigend.

EU-Urheberrechtsreform: Tankred Schipanski, digitalpolitischer Sprecher der Unionsfraktion, findet den Kompromiss zu Artikel 11 und Artikel 13 "aus netzpolitischer Sicht sehr unbefriedigend". Besonders die Haftung für Online-Plattformen mit nutzergenerierten Inhalten erschließe sich ihm nicht. Das LSR hätte evaluiert werden sollen, bevor es "verfrüht" in der ganzen EU Einzug halte.
heise.de

Zitat: Springers bewusste Reichweite ist für Ferrero-Mediachef Uwe Storch nicht nachvollziehbar.

"Fragwürdige Ansätze nach dem Motto 'ich mache die Welt, so wie sie mir gefällt' absolut künstlich zu erschaffen, ist weder nachvollziehbar noch hilfreich."

Ferrero-Mediachef Uwe Storch hält nichts von Springers bewusster Reichweite und wird sie für die Ferrero-Mediastrategie auch nicht heranziehen, sagt er im "Horizont"-Interview.
horizont.net

Aus dem Archiv von turi2.tv (11/2017): Media-Chef Uwe Storch streut Ferreros Werbe-Millionen breiter.

Streaminganbieter geben 166 Mio Dollar für Werbung im nationalen US-TV aus.

Streaminganbieter haben in den USA in den vergangenen drei Monaten 166,2 Mio Dollar für Werbung im nationalen TV ausgegeben, zählt iSpot.tv. Im Vorjahr lag der Betrag noch bei 197,9 Mio Dollar, die Zahl der Sichtkontakte steigt jedoch von 11,2 Mrd auf 11,8 Mrd. Amazons Prime Video ist mit 43 Mio Dollar Spitzenreiter bei den Ausgaben, gefolgt von Netflix mit 27,5 Mio Dollar.
mediapost.com

Zitat: Ladina Heimgartner muss sich beim SRG in doppelter Hinsicht Gehör verschaffen.

"Ich muss mich laufend mit den Fragen auseinandersetzen: Wann und wie sage ich etwas, damit die Erfolgschance am größten ist, dass es gehört wird?"

Ladina Heimgartner, stellvertretende SRG-Generaldirektorin, tritt als einzige Frau in der SRG-Geschäftsleitung immer in doppelter Rolle auf – als Mitglied eines Gremiums und als Frau.
persoenlich.com

Zahl des Tages: ARD zahlt 120.000 Euro für umstrittenes Framing-Manual.

Zahl des Tages: Umstrittene 120.000 Euro hat die ARD für ihr Framing-Manual ausgegeben, legt die Anstalt offen. Einen Anteil von 90.000 Euro für das Papier und begleitende Workshops habe der MDR übernommen, der zur damaligen Zeit den Vorsitz der Anstalt inne hatte. Die restlichen Kosten habe das Generalsekretariat für Folgeworkshops ausgegeben.
sueddeutsche.de

"Sie sehen, ich lebe noch": Wie Bahn-Chef Richard Lutz die Medien erlebt.


Lutz nimmt's locker: Richard Lutz ist der Buhmann der Bahnfahrer – als Chef der Deutschen Bahn muss er den Kopf für alle Probleme hinhalten. Wie nimmt er die Berichterstattung wahr, fragen "Horizont" und turi2.tv bei der dpa-Chefredaktionskonferenz. Lutz antwortet pragmatisch-ironisch: Er lebe noch. Einen Bogen um die Presse macht er nicht, wohl aber um Social Media: "Für Twitter, Facebook und andere Dinge bin ich wahrscheinlich schon zu alt", sagt der 54-Jährige.

Werktags vertraut Lutz auf den dicken Pressespiegel der Bahn und liest meist digital, am Wochenende hält er bevorzugt Papier in der Hand. Er sieht in den Medien ein Stimmungsbarometer. "Wir sind ja kein abgehobenes Unternehmen", sagt er. "Man muss ein Gefühl dafür kriegen, wie dieses Unternehmen draußen wahrgenommen wird." Um die Stimmung in den sozialen Netzwerken macht er dabei, womöglich sicherheitshalber, einen Bogen.
turi2.tv (2-Min-Interview)

Meinung: ARD hätte Framing-Manual selbst veröffentlichen sollen.

ARD: Chefredakteur Rainald Becker sagt, ein offener Umgang mit dem Framing-Manual wäre gut gewesen, die ARD habe nichts zu verbergen. Dass Netzpolitik.org das Papier veröffentlicht hat, findet er okay. Einige Reaktionen seien überzogen. Er könne keinen Skandal entdecken. Er persönlich "hätte dieses Papier aber nicht gebraucht."
welt.de, turi2.de (Background)

G+J bringt zum Tod von Karl Lagerfeld ein "Gala"- und ein "stern"-Sonderheft.

Gruner + Jahr bringt am Samstag zwei Sonderhefte zum Tod von Karl Lagerfeld. Das "stern"-Sonderheft mit 100 Seiten und 100.000 Auflage kostet 6,50 Euro und erzählt in zehn Kapiteln über den Modezar. Das "Gala"-Sonderheft widmet sich auf 100 Seiten der Karriere Lagerfelds, kommt mit 100.000 Auflage und kostet 4,90 Euro.
per Mail, turi2.de (Background)

Google fasst seine Maßnahmen gegen Fake News in White-Paper zusammen.

Google fasst auf der Münchner Sicherheitskonferenz in einem White Paper die Maßnahmen zusammen, dies es im Kampf gegen Fake News bei Google, YouTube und Anzeigen anwendet. Der Suchriese setzt auf drei Säulen, nämlich: Qualität hervorheben, den Kontext von Informationen, z.B. Seitenbetreiber, offenlegen und weiterführende Links anbieten.
9to5google.de, golem.de, blog.google.de (Whitepaper)

Karl Lagerfeld ist tot.

In Memoriam Modezar: Karl Lagerfeld ist tot. Laut französischen Medien starb er am Dienstagmorgen in einem Pariser Krankenhaus. Über Lagerfelds Alter gibt es verschiedene Angaben – laut Lagerfeld selbst wurde er 1935 geboren, Klassenkameraden und das kirchliche Taufregister Hamburgs nennen hingegen 1933 als Geburtsjahr.

Lagerfeld war im Januar erstmals nicht bei der Chanel-Schau aufgetreten. Sorgen um seine Gesundheit hatte er dementiert und sich per Video gemeldet. Lagerfeld war seit 1983 Kreativdirektor beim französischen Modehaus Chanel, außerdem entwarf er auch für die italienische Modemarke Fendi und sein eigenes Label.
n-tv.de, bild.de

Stefanie Penck wird Chefredakteurin der "Marco Polo"-Sparte von MairDumont.

MairDumont macht Stefanie Penck (Foto) zur Chefredakteurin der Reiseführer-Marke Marco Polo. Sie folgt auf Marion Zorn, die den Verlag verlassen hat. Penck übernimmt auch die Führung des E-Book-Teams und soll verlagsübergreifend Publishing 4.0 und digitales Innovationsmanagement voranbringen. Sie kam im Herbst 2017 zu MairDumont und war vorher Programmleiterin bei GeraNova Bruckmann. Kristin Wittemann wird Vize-Chefredakteurin von "Marco Polo". Christine Brisch leitet die MairDumont-Presse.
buchmarkt.de, turi2.de (turi2 edition #7: Stephanie Mair-Huydts im Porträt)

Bertelsmann fusioniert seine Callcenter-Sparte mit Saham Group.

Bertelsmann: Arvato CRM Solutions und die Customer-Experience-Sparte der marokkanischen Saham Group fusionieren. Bertelsmann und Saham halten je 50 % der neuen Firma Majorel. Thomas Mackenbrock (Foto) von Bertelsmann leitet das neue Callcenter-Unternehmen. Es hat mehr als 48.000 Mitarbeiter in 28 Ländern und will weltweit wachsen und mehrere Hundert Mio Euro in Expansion, Analysetechnik, KI und Automatisierung investieren.
handelsblatt.com

Huawei will 2 Mrd Dollar in Netzwerksicherheit investieren.

Huawei will in den nächsten 5 Jahren 2 Mrd Dollar in Netzwerksicherheit investieren, sagt Deutschlandchef Dennis Zuo im Interview mit dem "Handelsblatt". Huawei gehöre zu 100% der Belegschaft, sei unabhängig von China. Spionagevorwürfe weist Zuo zurück. Huawei wolle transparenter werden und sich für 5G-Standards einsetzen. Die Bundesregierung streitet derzeit über eine Änderung des Telekommunikationsgesetzes, die Huawei beim Netzausbau ausschließen würde.
handelsblatt.com, turi2.de (Background)

"manager magazin": Sabine Eckhardt und Jan Kemper verlassen ProSiebenSat.1.


Neue Besen: Der Kehraus bei ProSiebenSat.1 geht weiter, schreibt das "manager magazin" und berichtet, dass Finanzvorstand Jan Kemper, 38 und Vermarktungschefin Sabine Eckhardt, 46, die Sendergruppe verlassen. Vor allem Kemper gehe im Streit, er habe sich mit dem neuen ProSiebenSat.1-Chef Max Conze "völlig überworfen". Kemper habe beim Aufsichtsrat eine Ablösung Conzes vorgeschlagen.

Conze habe weite Teile seiner Führungsmannschaft gegen sich aufgebracht, also hagelt es Abgänge: Produktionsvorstand Jan Frouman, 47, hat sich schon 2018 gegen eine Vertragsverlängerung entschieden, COO Christof Wahl, 54, ging im Juli 2018. Laut "manager magazin" soll Rainer Beaujean, bisher CFO beim Verpackungshersteller Gerresheimer, Jan Kemper ersetzen und Ex-Dyson-Managerin Michaela Tod auf Sabine Eckhardt folgen, allerdings nicht als Vorständin. ProSiebenSat.1 bestätigt die Personalien in einer Pressemeldung, spricht allerdings von Trennungen "in bestem Einvernehmen".
manager-magazin.de, presseportal.de

Mitarbeit: Markus Trantow

Aus dem turi2.tv-Archiv (03/2018): "Wir sind kein Gemischtwarenladen." – ProSiebenSat.1-Vorständin Sabine Eckhardt im Strategie-Gespräch.

Holtzbrinck gründet einen Programmatic-Spezialvermarkter.

Holtzbrinck gründet einen Programmatic-Spezialvermarkter namens Highfivve. Er geht aus der erfolgreichen Programmatic-Strategie des Holtzbrinck-Portals Gutefrage.net hervor, die das Unternehmen selbst umgesetzt hat. Bei mobiler programmatischer Vermarktung hat das Portal den Branchenschnitt nach eigenen Angaben um 80 % übertroffen. Die Erkenntnisse will Highfivve nun für andere Publisher nutzen.
horizont.net

Antenne Bayern und Amazon starten Multiplayer-Spiel für Alexa.

Antenne Bayern und Amazon bringen ein Multiplayer-Spiel für Alexa auf den deutschen Markt. Das "Song Duell" ist fürs Spielen im Auto gedacht und folgt dem US-Trend – dort sind Musikhören und Quizzen die beliebtesten Sprachanwendungen auf Alexa. Die Spieler müssen möglichst viele Interpreten und Songtitel erraten.
unternehmensgruppe-antenne.de, amazon.de (Skill)