Länder rufen Bürger zur Mitarbeit am neuen Medienstaatsvertrag auf.


Mitmach-Medienpolitik: Die Bundesländer rufen die Bürger auf, Vorschläge zum neuen Rundfunkrecht zu machen. Noch bis zum 26. August kann jeder über eine Plattform Ideen an die Rundfunkkommission richten. Das Land Rheinland-Pfalz, das die Medienpolitik der Länder koordiniert und die Plattform betreibt, unterteilt die Anregungen in die drei Themenfelder "Rundfunkbegriff", "Plattformregulierung" und "Intermediäre".

"Rundfunk ist heute mehr als Radio und Fernsehen: Smart-TVs, Streaming oder User-Generated-Content sind nur einige Begriffe, die den Medienwandel beschreiben", sagt Heike Raab, Medienstaatssekretärin von Rheinland-Pfalz anlässlich des Starts der Plattform.
welt.de, rlp.de (Einreich-Plattform)

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#SupportHER: COSMOPOLITAN & Instagram etablieren nachhaltiges Netzwerk für starke Frauen
Mit der Aktion #SupportHER fördern und verbinden die beiden Partner inspirierende Frauen und gestalten maßgeblich die Female-Empowerment-Bewegung mit. Unter #SupportHER zeigen COSMOPOLITAN und Instagram auf allen Kanälen, wie Frauen sich gegenseitig unterstützen können.
cosmopolitan.de

Kartellamt gibt grünes Licht für VoD-Plattform von ProSiebenSat.1.

ProSiebenSat1-P7S1 Logo ohne Schriftzug 150ProSiebenSat.1 und Discovery dürfen ihre geplante gemeinsame Videoplattform starten, die Maxdome, 7TV und den Eurosport-Player vereint. Das hat das Kartellamt bestätigt. "Der Markt für bezahltes Video on Demand ist nach wie vor ein stark expandierender Markt und weist etwa mit Amazon, Netflix, iTunes und auch Sky sowie mit öffentlich-rechtlichen Angeboten potente Wettbewerber auf", so Kartellamts-Präsident Andreas Mundt. Sollten sich weitere Partner der Plattform anschließen, bedürfe es jedoch einer erneuten Prüfung.
businessinsider.de, turi2.de (Background)

"Krone" darf Konkurrenz-Blatt "Österreich" nicht "widerwärtigen Journalismus" nennen.

Kronen Zeitung darf "Österreich"-Verleger Wolfgang Fellner kein "fettes Lächeln" attestieren und nicht behaupten, dass seine Zeitung "widerwärtigen Journalismus" betreibe. Diese Unterlassungserklärung musste die "Krone" heute veröffentlichen. Zuvor hatte Fellner den "Krone"-Kolumnisten Michael Jeannee u.a. als "Sudelfeder" bezeichnet.
kurier.at

Zitat: Uli Hoeneß teilt gegen Özil und die Medien aus.

"Ihr werdet alle manipuliert von diesen Online-Boys. Seine 35 Mio Follower - die hat er natürlich nicht - kümmern sich darum, dass Özil überragend gespielt hat, wenn er einen Querpass an den Mann bringt".

FC-Bayern-Boss Uli Hoeneß nutzt bei Sport1 den Rücktritt von Mesut Özil, um selbst gegen die Medien auzuteilen. "Ihr fallt alle drauf rein", sagt Hoeneß über Özils Social-Media-Aktivitäten.
sport1.de (2-Min-Audio), wuv.de

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AWA 2018: DIE ZEIT ist die Nr. 1 unter den Qualitätszeitungen
Als einziger Titel unter den Qualitätsmedien im Zeitungsmarkt kann DIE ZEIT in der aktuellen AWA 2018 ihre Reichweite im Vergleich zum Vorjahr steigern: um 1,2 % auf jetzt 2,31 Mio Leser.
Das ZEITmagazin konnte sein hohes Reichweitenniveau von 1,58 Mio Lesern halten. Mehr unter www.iqm.de.

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Mitmachen! Bürgerpreis der Zeitungen: Noch bis 31. Juli können die Chefredaktionen der Zeitungen in Deutschland ihren Vorschlag für die Bürgerin/den Bürger des Jahres beim BDZV einreichen. Ausgezeichnet werden Personen und Institutionen, die sich für andere Menschen oder eine große Idee einsetzen und damit Vorbild sind. Der Preis ist mit 20.000 Euro dotiert. www.bdzv.de/buergerpreis/

Andreas Mauch wechselt von "TV Spielfilm" zu HolidayCheck.

Andreas Mauch, aktuell bei Burda als Managing Director unter anderem für die "TV Spielfilm" und "Fit for Fun" zuständig, wechselt Mitte Oktober zum ebenfalls zu Burda gehörenden Hotelbewertungsportal HolidayCheck. Dort erhält er den Posten des Director & General Manager Mobile. Seinen bisherigen Job übernimmt zunächst kommissarisch Gunnar Scheuer, CFO bei BurdaNews.
burda.com

Aus dem turi2.tv-Archiv: Andreas Mauch erklärt die Transformation von "TV Spielfilm".

Musiker will.i.am will als Tech-Unternehmer Probleme lösen.

Will.i.am, Frontmann der Hip-Hop-Gruppe Black Eyed Peas, ist auch Tech-Unternehmer. Sein Startup i.am+ hat einen Chatbot entwickelt, den u.a. die Deutsche Telekom nutzt. Als Investor ist wil.i.am wichtig, dass Unternehmen "ein Problem in der Gesellschaft lösen", sagt er im Interview mit gruenderszene.de. "In einigen Jahren werden soziale Unternehmer die wichtigsten Menschen auf der Welt sein". Das Wichtigste seien aber die Gründer, die Überzeugungskraft haben müssten. Jungen Unternehmern rät er: "Seid furchtlos, baut Euch ein Netzwerk an schlauen Leuten auf, und lernt so viel Ihr könnt."
gruenderszene.de

Serviceplan wächst stärker als die Branche, aber schwächer als im Vorjahr.

Serviceplan steigert im Geschäftsjahr 2017/2018 den Umsatz um 7 % auf 415 Mio Euro und liegt damit weit über dem Schnitt der Branche. Im Vorjahr waren es 14 %. Für die Agentur arbeiten 4.000 Mitarbeiter, ein Plus von 600, was vor allem an internationalem Wachstum liegt. Vorstandschef Florian Haller will vorerst keine neuen Büros eröffnen, sondern in die Tiefe wachsen. Serviceplan verlor die wichtigen Etats von Saturn und Lufthansa, gewann aber 400 neu.
handelsblatt.com, "W&V" 30/2018, S. 36-37 (Paid)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Florian Haller zeigt das neue Serviceplan-Büro in New York.

"Süddeutsche": MDR beschäftigt den AfD-Liebling Uwe Steimle.

MDR beschäftigt mit dem Schauspieler und Kabarettisten Uwe Steimle einen Wutbürger, schreibt Antonie Rietzschel. Steimle arbeitet seit Jahren für den MDR, hält die Öffentlich-Rechtlichen aber für Propagandamedien. Kanzlerin Merkel bezeichnet der AfD-Liebling als Marionette, Deutschland von den USA besetzt – das sagt Steimle im rechten Blatt "Junge Freiheit", der MDR stützt ihn.
"Süddeutsche Zeitung", S. 21 (Paid)

Chinesische Online-Händler JD.com und Alibaba streben nach Deutschland.

JD.com und Alibaba stehen vor dem Einstieg in den deutschen Online-Handel, berichtet das "Handelsblatt". JD.com eröffnet noch dieses Jahr ein Deutschland-Büro und arbeitet an einer Strategie. Alibaba baut ein Logistik-Drehkreuz in Belgien und ein Lager nahe Prag. Für einen Frontalangriff der Chinesen halten Experten einen Mega-Zukauf in Deutschland für möglich, etwa eine Akquisition von Zalando, Otto oder DHL.
handelsblatt.com, handelsblatt.com (Interview JD.com-Chef)

Mesut Özil greift Medien, Sponsor Mercedes und den DFB an.

Mic drop von Mesut: Fußball-Profi Mesut Özil verlässt die Nationalmannschaft und teilt gegen deutsche Medien, Daimler und den DFB aus. Die deutsche Presse nutze seine Herkunft und das Foto mit Präsident Erdogan, um ihn für die Mannschaftsleistung bei der WM verantwortlich zu machen. Der DFB-Sponsor Mercedes-Benz habe ihm Unterstützung versagt und ihn aus Furcht vor schlechter Presse aus einer Kampagne verbannt. Özil veröffentlicht seine Stellungnahme ausschließlich auf den eigenen Accounts auf Instagram, Facebook und Twitter.

Seinen Rücktritt aus der Mannschaft verbindet er mit dem, nach seiner Darstellung, rassistischen Verhalten des DFB-Präsidenten Reinhard Grindel. In Grindels Augen sei er Deutsch, wenn er gewinne und Immigrant, wenn er verliere. Özils Statement, veröffentlicht als Trilogie in Social Media, ruft hunderttausende Interaktionen im Netz hervor. Tausende Nutzer debattieren über alltäglichen Rassismus und Konsequenzen für den DFB. "Bild" reduziert Özils bedenkenswerte Worte für ihre Zielgruppe auf einen "Jammer-Rücktritt" und eine "wirre Abrechnung mit Deutschland".
tagesschau.de, spiegel.de, twitter.com (Statement)

Zahl des Tages: Amazon liefert für 5,5 Mrd Dollar an US-Kommunen.

Zahl des Tages: Astronomische 5,5 Mrd Dollar soll Amazon durch einen Rahmen-Liefervertrag mit US-Kommunen verdienen. Sie wollen in den kommenden elf Jahren Tafelkreide für Schulen und Bürobedarf für Behörden via Amazon ordern. Kritiker sehen einen Schlag gegen den lokalen Einzelhandel, Amazon wirbt mit den vielen kleinen Händlern, die zentral über die Amazon-Plattform verkaufen und abrechnen.
businessinsider.de

Burda plant Datenteam, "deutsches Hulu" und mehr Online-Handel.


Verlag kommt von verlagern: Die News-Sparte von Burda plant mit einem Wachstumsschub dank Siegeln, Streaming und Shopping. Spartenchef Burkhard Graßmann will künftig noch mehr Siegel verteilen und Rankings erstellen, sagt er im "W&V"-Interview. 2017 brachte dieses Neugeschäft die Trendwende. Nach grausigen Zeiten mit jährlich 4 % Umsatzminus ist Burda News vergangenes Jahr gewachsen, freut sich Graßmann. Arzt-Rankings und andere Listen spülen dem Verlag Geld in die Kassen, weil die bewerteten Institutionen Geld bezahlen müssen, wenn sie das Prüfsiegel auf ihre Websites pinnen.

Recherchen wie etwa für die "Focus"-Klinikliste führt Munich Inquire durch – die 2010 ausgegliederte Datenredaktion des "Focus". Graßmann will für den Ausbau der Test-Aktivitäten wieder ein eigenes Datenteam aufbauen. Aus dem Deutschland-Test eine Zeitschrift zu machen, schließt Graßmann aus. Sein Traum ist eine digitale Empfehlungsplattform, über die Verbraucher vom Zahnarzt über den Handwerker bis zum Steuerberater alle Testergebnisse durchsuchen können.

Als Plattform erfolgreich ist auch TV Spielfilm live: Nutzer können über das digitale Angebot der Programmzeitschrift mobil fernsehen gegen Bezahlung. Graßmann spricht von 2,5 Mio registrierten Nutzern und wünscht sich ein deutsches Hulu, "eine neutrale Plattform, bei der alles zusammenläuft und auf der jeder präsent sein will". Drittes neues Wachstumsfeld ist der Vertrieb von Lebensmitteln über die Medienmarken: Burda vertickte über Advertorials bereits 1,9 Mio Flaschen Wein sowie Kaffee. Der Verlag ist laut Graßmann mit einem dritten Online-Lebensmittelhändler in Verhandlungen.

Die Printmarken braucht Graßmann indes weiter, um Seriosität und Glaubwürdigkeit für die Siegel und den Online-Handel auszustrahlen. Aufmerksamkeit für die Titel generiert der Verlag zunehmend abseits des klassischen Marketings, etwa durch Live-Events wie Gentlemen Weekends des "Playboy". Außenwerbung ist Graßmann zu teuer, TV sei in bestimmten Zielgruppen unwirksam und auch der Kiosk locke immer weniger Kunden zum Stöbern. (Foto: Burda, Montage: turi2)
"W&V" 30/2018, S. 10-15 (Paid), wuv.de (Kurzfassung)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Burkhard Graßmann beantwortet den turi2-Fragebogen und verrät u.a., wie er für sich selbst werben würde:

RBB hängt allen Nachrichten eine 24 an und lässt Thadeusz talken.

RBB nennt seine Nachrichten ab September auch in TV und Radio RBB24, so wie bereits online. Derzeit heißen sie "RBB Aktuell". Intendantin Patricia Schlesinger wertet die 21.45 Uhr-Ausgabe im Fernsehen auf, sie sendet nur eigens produzierte Beiträge. Von Dienstag bis Donnerstag geht Jörg Thadeusz mit einem Late-Night-Talk um 23.30 Uhr auf Sendung.
tagesspiegel.de, dwdl.de

turi2 edition6: Medienbischof Gebhard Fürst im Interview.


Frohe digitale Botschaft: Jahrhundertelang war die katholische Kirche das wichtigste Netzwerk in Politik, Kultur und Medien. Jetzt braucht sie neue Kanäle für ihre Botschaft, glaubt Bischof Gebhard Fürst im Interview von Peter Turi. In der turi2 edition6 spricht der Medienbischof über den Stand der Digitalisierung in der Kirche und die Schwierigkeit, die frohe Botschaft auf Tweet-Länge zu bringen. (Foto: Sebastian Berger) Weiterlesen …

Julian Assange droht der Rauswurf aus der Botschaft Ecuadors.


Ende der Gastfreundschaft: WikiLeaks-Gründer Julian Assange muss die ecuadorianische Botschaft in London wohl bald verlassen, berichtet Enthüllungsjournalist Glenn Greenwald auf "The Intercept". Zuvor hatte bereits der russische Auslandssender RT über einen bevorstehenden Rauswurf geschrieben. Grund sind Spannungen zwischen Assange und seinen Asylgebern, etwa weil sich der WikiLeaks-Gründer gegen den Wunsch Ecuadors zu aktuellen politischen Themen äußert. Beim Verlassen der Botschaft droht Assange die Verhaftung durch die britischen Behörden – er lebt dort seit mehr als sechs Jahren.

Assange war 2012 in die Botschaft des südamerikanischen Landes geflohen, weil ihm wegen Vergewaltigungsvorwürfen in Schweden der Prozess gemacht werden sollte. Zudem befürchtet er die Auslieferung an die USA, wo ihm wegen der Veröffentlichung von geheimen Dokumenten ein Prozess droht. Obwohl die Ermittlungen in Schweden inzwischen eingestellt sind, würde Großbritannien Assange beim Verlassen der Botschaft festnehmen,
seine Flucht gilt als Straftat.
theintercept.com, rt.com, tagesschau.de

Zitat: Vermarktungs-König Dietrich Mateschitz redet die Vermarktung klein.

"Wir machen Dinge entweder gut oder gar nicht. Wenn man Dinge gut machen will, heißt das, dass man sie differenziert, kreativ, intelligent, unterhaltsam, aufregend machen sollte."

Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz erklärt seine Philosophie: Eine ausgereifte Idee wird ein gutes Produkt, das keine Vermarktung braucht, weil Gutes eben Erfolg hat.
"Welt am Sonntag", S. 25 (Paid)

Regierung bräuchte Social-Regeln, doch keiner definiert sie.

Bundesregierung sollte in sozialen Medien kommunizieren, braucht dafür aber moderne Regeln, schreibt Benedikt Mahler. Vorschläge für mehr Transparenz stehen im Raum, doch niemand weiß, wer die Regeln aufstellen soll – der Berliner Medienanstalt sind die Hände gebunden. An Angela Merkels Profilen auf Facebook und Instagram arbeiten acht Mitarbeiter, die gesamte Bundesregierung steckte 2017 rund 5 Mio Euro in Social Media.
"FAS", S. 43 (Paid)

Steve Bannon gründet europäische Stiftung, um extrem rechte Kräfte zu stärken.

Steve Bannon, Ex-Berater von Donald Trump, baut eine Stiftung auf, die rechtspopulistische Gruppen in Europa pushen will. The Movement soll voraussichtlich von Brüssel aus beraten in Sachen Strategie und Kommunikation, schreibt The Daily Beast. Steve Bannon hofft auf einen breiten rechten Block zur nächsten Europawahl im Mai 2019. Der frühere Boss der Internetplattform Breitbart will rassistische und rückwärtsgewandte Kräfte international vereinen und selbst viel Zeit in Europa verbringen. Das Projekt versteht sich als Gegenstück zur Arbeit des liberal denkenden Milliardärs George Soros.
thedailybeast.com

Milliardär Soon-Shiong investiert bei "Los Angeles Times" in klassischen Journalismus.

Los Angeles Times soll unter dem neuen Eigentümer Patrick Soon-Shiong zur dritten Säule neben "Washington Post" und "New York Times" werden. Der Chirurg und Unternehmer investiert, um mit investigativ-analytischem Journalismus eine Bastion für die Demokratie zu errichten. Soon-Shiong mag kein Clickbait und keine Schnipsel-Formate, seine Zielgruppe seien Leser und nicht Anzeigenkunden, schreibt Rory Carroll im "Guardian".
theguardian.com