RTL will TV Now ausbauen und RTL.de journalistischer machen.


RTL on Demand: RTL möchte mit seinem optimierten TV Now starten, bevor sich Video on Demand im Mainstream etabliert hat, erklärt Jan Wachtel, Chef von RTL Interactive, im Interview mit Lisa Priller-Gebhardt. Mit einem überarbeiteten TV Now, das aktuell hauptsächlich als Mediathek dient, wolle RTL zukünftig auch Eigenproduktionen in das VoD-Angebot einspeisen. Mit den TV-Now-Originals will sich RTL gegen die Konkurrenz durch Streaming-Anbieter wie Netflix und Amazon Prime am umkämpften VoD-Markt etablieren. Zu den Eigenproduktionen sollen außerdem Vorabausstrahlungen ganzer Staffeln sowie Drittinhalte exklusiv ausgespielt werden.

Einen Starttermin für das neue Angebot verrät Wachtel noch nicht, bevor das "Fundament wirklich gut und standhaft steht". Aktuell bietet TV Now ein Freemium-Modell mit kostenfreien Inhalten und Bezahlinhalten für monatlich 2,99 Euro. Der Preis für das neue Angebot solle "ein ganzes Stück unter dem Abopreis" anderer Anbieter liegen. Der Preis werde zwar steigen, sich jedoch auf einen "deutlich einstelligen Eurobetrag" monatlich belaufen, sagt RTL-Chef Bert Habets im Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Die Website RTL.de will der Sender zu einem General-Interest-Portal ausbauen und mehr journalistische Inhalte einfließen lassen. Die Seite soll jedoch auch Nutzer auf die VoD-Plattform TV Now ziehen.
"Werben & Verkaufen" 26/2018, S. 10-17, "Frankfurter Allgemeine Zeitung", S. 24 (Paid)

"Handelsblatt": Gerdes warnt die Post schon 2017 vor drohenden Ertragseinbrüchen.

Deutsche Post: Ex-Vorstand Jürgen Gerdes hat seine Vorstandskollegen bereits am 11. Mai 2017 in einer Präsentation vor drohenden Ertragseinbrüchen gewarnt, berichtet das "Handelsblatt". Besonders die eigenen Zustelldienste von Amazon bedrohen DHL: Der Versandriese belege dem internen Papier zufolge 17,6 % der gesamten DHL-Paketmenge. Bis 2022 würden DHL nur noch 360 Mio Pakete in Deutschland verbleiben, 154 Mio Pakete werde Amazon bis dahin selbst verteilen.
"Handelsblatt", S. 4-5, handelsblatt.com (Paid), turi2.de (Background)

5G: Netzbetreiber sollen in wenigen Jahren 98 % aller deutschen Haushalte versorgen.

Mobilfunk: Die Vergabe der Funk-Frequenzen für den LTE-Nachfolger 5 G soll an extreme Versorgungsauflagen gekoppelt werden, berichtet die "FAZ" unter Berufung auf eine Beschlussvorlage für den Politischen Beirat der Bundesnetzagentur. In wenigen Jahren soll 5G 98 % der Haushalte erreichen, an Kreis- und Gemeindestraßen sowie IC-, Regional- und S-Bahn-Strecken "verpflichtend" anliegen. Als Strafen drohen Zwangsgelder bis hin zum Entzug der bundesweiten Lizenzen.
"FAZ", S. 20 (Paid)

Lese-Tipp: Deutsche Post steckt in der Krise, schreibt das "manager magazin".

Lese-Tipp: Post-Chef Frank Appel hat keine Antwort auf die Schicksalsfragen des Konzerns, schreibt Michael Machatschke im "manager magazin". Appel habe es versäumt, rechtzeitig einen Ersatz für das schrumpfende Briefgeschäft zu finden. Das Paketgeschäft boome nur vordergründig: Von jeder Sendung blieben dem Konzern nur Centbeträge, besonders Großkunde Amazon drücke die Logistiker "bis zur Null­li­nie". Auch das Elektromobil Streetscooter könnte sich als Flop erweisen – den Autobau mit Gewinn zu verkaufen, habe die Post womöglich verpasst.
"manager magazin" 7/2018, S. 60-63 (Paid), turi2.tv (unterwegs mit dem Streetscooter)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Unterwegs mit Postbotin Heike Straube im Streetscooter.

Hör-Tipp: Daniel Bouhs sammelt Pro und Contra für einen Europa-Sender.

Europa EU-Flagge SterneHör-Tipp: Sven Giegold, Sprecher der Grünen-Abgeordneten im Europaparlament, fordert im Gespräch mit Daniel Bouhs einen gemeinsamen Kanal von ARD und ZDF, der eine europäische Öffentlichkeit schafft und bei dem Journalisten ihre nationale Brille ablegen. Rolf-Dieter Krause, Ex-Leiter des ARD-Studios in Brüssel, sieht die Umsetzung in der Praxis kritisch. Beim Versuch, Abgeordnete anderer Nationen für das "Europamagazin" zu gewinnen, seien er und seine Kollegen meist "gegen die Wand gelaufen – und zwar krachend".
wdr.de (4-Min-Audio)

Basta: Signal Iduna entwirft eine besondere Versicherung für BVB-Fans.

Frustpauschale für Fans: Signal Iduna, langjähriger Sponsor von Borussia Dortmund, entwirft für frustgeplagte Fans einen besonderen Schutz. Die "Versicherung 09" ersetzt das im Stadion biergeduschte Handy oder zahlt eine Frustpauschale für Fans, die ohne eigenes Verschulden ein Spiel verpassen. Bei Frust durch Niederlagen zahlt der Versicherer jedoch nicht.
"Werben & Verkaufen" 26/2018, S. 40 (Paid)

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Alain Prost glaubt, dass Sport-Journalisten früher mehr Ahnung vom Rennsport hatten.

"Heute gibt es immer noch leidenschaftliche Journalisten, aber sie machen am Wochenende Formel 1, unter der Woche kümmern sie sich dann um Fußball, Rugby, Tennis."

Rennfahrer Alain Prost schwärmt im "BamS"-Doppelinterview mit Nico Hülkenberg vom Formel-1-Zirkus in den 1980er und 90er Jahren. Er glaubt, dass Sport-Journalisten früher mehr Ahnung vom Rennsport hatten.
"Bild am Sonntag" Sport S. 22-23 (Paid)

Dänemark: Bei TV2 funktioniert öffentlich-rechtliches TV ohne Gebühren.

TV2, öffentlich-rechtlicher Sender in Dänemark, finanziert sich ausschließlich über Werbeeinnahmen und Abogebühren des Streamingablegers. Dennoch muss der Sender Vorgaben einhalten und u.a. der dänischen Sprache und Kultur einen großen Anteil einzuräumen. Das Beispiel zeige, dass hochwertiges Fernsehen auch ohne eine Rundfunkgebühr produziert werden könne, analysiert Clemens Bomsdorf. Sender-Chefin Engdal Christensen sei es dabei egal, ob der Sender sich in Privat- oder Staatsbesitz befinde – Hauptsache sei eine langfristige Perspektive für die Versorgung der Bürger.
"Kress Pro" 05/2018, S. 38-41 (Paid)

Basta: Bei der Hochzeit von Rose Leslie und Kit Harington ist was im Busch.

Groupie Is Coming: Rose Leslie und Kit Harington, Stars der Erfolgsserie Game of Thrones, haben sich bei ihrer Trauung am Samstag kein Beispiel an Harry und Meghan genommen – der Pöbel musste leider draußen bleiben. Für einen Superfan jedoch kein Grund, das Spektakel zu verpassen: Die Sicht aus dem Gebüsch neben der Kirche war auch akzeptabel.
mashable.com (Foto: Jane Barlow / AP / Picture Alliance)

Steingart: "Kress Pro" analysiert die Probleme bei der Trennung vom Handelsblatt.

Gabor Steingart: Die Verhandlungen mit der Handelsblatt Media Group ziehen sich so lange hin, weil Ansprüche aus drei Verträgen bestehen, analysieren Markus Wiegand und Wolfgang Messner. Dabei geht es um Steingarts Gehalt aus seinem Arbeitsvertrag, den Wert seiner Anteile an der Unternehmensgruppe sowie die Rechte am Morning Briefing. Auch der Verlust in der Vermarktung durch Steingarts Abgang, der sich laut Insidern auf 3 bis 4 Mio Euro im Vergleich zum Vorjahr belaufen soll, verringere die Spielräume des Verlags. Eine großzügige Abfindung Steingarts werde dadurch noch unwahrscheinlicher.
"Kress Pro" 05/2018, S. 62-63 (Paid)

"Da, wo die Luft brennt." – Claus Stäcker über die Deutsche Welle in Afrika.


Von Bonn nach Burkina Faso: Die Deutsche Welle macht von Bonn aus Radio für ganz Afrika. Claus Stäcker, Leiter der Afrika-Abteilung, hat den Anspruch, für seine wöchentlich 30 Mio Hörer nicht weniger zu sein als die "Stimme der Freiheit". Dafür muss er auf Facebook genauso präsent sein wie im klassischen Radio: "Afrika ist extrem heterogen", erklärt Stäcker im Interview von turi2.tv am Rande des Global Media Forums in Bonn.

In den Metropolen, wo das Internet gut ausgebaut ist, spielt Facebook eine große Rolle, erklärt Stäcker. Deswegen sendet die DW als erster internationaler Sender Radio auch via Facebook live. Auf dem Land und in "zensierten Märkten" kommt das terrestrische Radio zum Zug. Stäcker berichtet, dass er als Tourist in Tansania erlebt hat, wie sich die Arbeiter auf einer Teeplantage pünktlich um 13 Uhr um das Radio versammelt haben, um die DW-Hauptnachrichten in Kisuaheli zu verfolgen.

Für Nähe zu den Menschen in Afrika sorgen rund 240 DW-Korrespondenten, die unter teils schwierigen Bedingungen und angefeindet von den lokalen Behörden für den deutschen Sender berichten.
turi2.tv (4-Min-Interview auf YouTube)

WhatsApp: Fake News führen in Indien immer öfter zu tödlichen Mob-Angriffen.

Indien: Videos mit Fake News, die über WhatsApp verbreitet werden, führen In Indien immer öfter zu tödlichen Mob-Angriffen. In den vergangenen drei Monaten seien mindestens neun Menschen getötet worden, schreibt Handelsblatt.de. Ein gestelltes Video bei dem offenbar zwei Kinder entführt werden, führte u.a. zu einem tödlichen Mob-Angriff gegen zwei junge Männer. WhatsApp ist in Indien einer der wichtigsten Kanäle für journalistische Nachrichten.
handelsblatt.com

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MADAME Covermodel sein auf dem Brenner Sommerfest
Schon zum 9. Mal fand am 14. Juni das Sommerfest im Restaurant Brenner in München statt. In der stilvollen MADAME-Lounge konnten die Gäste sich mit köstlichen Drinks erfrischen. Und wer wie Viktoria Lauterbach und Chefredakteurin Petra Winter trotz Sommerhitze noch genug Elan hatte, posierte in der Fotobox für das MADAME-Cover!

"New Business": Highlight Entertainment plant den Einstieg bei Hager Moss Film.

Highlight Entertainment um den Schweizer Großaktionär Bernhard Burgener plant offenbar den Einstieg bei der Münchner Produktionsfirma Hager Moss Film, berichtet "New Business". Highlight Entertainment habe am 11. Juni einen entsprechenden Antrag beim Kartellamt eingereicht. Hager Moss Film ist vor allem für die Werbespots aus den Redaktionskonferenzen des Focus bekannt.
"New Business" 26/2018, S. 32 (Paid)

USA: Symbolbild zur Familientrennung wurde aus dem Zusammenhang gerissen.

USA: Das Foto eines schreienden Mädchens, das zum Symbol für die Familientrennung von illegalen US-Einwanderern wurde, ist aus dem Zusammenhang gerissen worden. Die Mutter musste ihre Tochter nur kurz für die Durchsuchung durch US-Beamte absetzen und wurde anschließend gemeinsam mit dem Kind inhaftiert. Das Foto von John Moore hatte es u.a. aufs Cover des "Time Magazine" geschafft.
sueddeutsche.de, time.com (Richtigstellung)

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Digitale Disruption? Kurze Definition.
Langweilig: Alle reden von Transformation und Disruption. Aber was bewegt Entscheider der Medien- und Printindustrie zum Umdenken? Neue, digitale Technologien! Sie disruptieren überholte Modelle und Verfahrensweisen. In Folge 2 von ZIPPERs INSIGHTS erklärt Bernd Zipper, CEO zipcon consulting, warum und wie das Ganze abläuft.
www.beyond-print.de / www.beyond-print.net

Wir graturilieren: Eva-Maria Bauch wird 48.


Wir graturilieren: Eva-Maria Bauch, Geschäftsführerin der Digitalprodukt-Sparte bei Gruner + Jahr, feiert heute ihren 48. Geburtstag – "hoffentlich bei Sommerwetter". Den Tag genießt sie mit der Familie, den Abend wird sie gemütlich beim Lieblingsitaliener ausklingen lassen.

Hinter Eva-Maria Bauch liegt ein beruflich "sehr erfolgreiches letztes Jahr". Dass der Job dabei auch noch Spaß macht und sie "immer wieder Menschen mit spannenden Themen kennenlernen" kann, ist ein besonderer Bonus. Im kommenden Jahr soll es geschäftlich genau so weiter gehen – privat freut sie sich über den "tollen Sommer in Hamburg", der genau so bleiben soll. Gratulationen sind auf allen Kanälen willkommen und erreichen Eva-Maria Bauch u.a. via Twitter und per E-Mail.

Aus dem Archiv von turi2.tv: Eva-Maria Bauch erzieht Werbemuffel.

Facebook will mit "Time Well Spent" die Nutzungsdauer in der App anzeigen.

Facebook-LogoFacebook will einen achtsameren Umgang fördern und arbeitet dafür an einer Übersicht, die Nutzern zeigen soll, wie viel Zeit sie in der App verbringen. Nutzer können sich selbst ein Limit setzen und werden beim Überschreiten von der App benachrichtigt. Auch die Facebook-Tochter Instagram arbeitet an dem "Time Well Spent" Feature.
techcrunch.com (Facebook), techcrunch.com (Instagram)

Uber: Testfahrerin streamt auf ihrem Smartphone während des tödlichen Unfalls.

Uber: Die Testfahrerin, die bei dem tödlichen Unfall mit einem selbstfahrenden Auto in Arizona am Steuer saß, hat während der Fahrt mehr als 30 % der Zeit auf ihr Handy geschaut. In einem Polizeibericht heißt es, sie habe über ihr Smartphone TV gestreamt. Der Unfall hätte laut dem Bericht verhindert werden können, wenn die Fahrerin auf die Straße geschaut hätte.
techcrunch.com, turi2.de (Background)

Studie: Medien beeinflussen die Urteilsfindung der deutschen Justiz.

Berichterstattung in den Medien beeinflusst die Urteilsfindung von Staatsanwälten und Richtern, zeigt eine Studie der Universität Mainz in Zusammenarbeit mit Consilium Rechtskommunikation. Nur 71 % der Justizprofis sieht überhaupt keinen Einfluss auf die Höhe der verhängten Strafe. Knapp die Hälfte der 580 Befragten verfolgt die Berichterstattung über ihre eigenen Verfahren besonders intensiv.
"Spiegel" 26/2018, S. 12 (Paid)

"manager magazin": Amazons Alexa wird zum Marken-Mörder.


Bewertung schlägt Marke: Amazons Alexa wird viele Markenartikler in die Krise stürzen, analysieren Eva Müller und Jonas Rest im manager magazin. Die Bestell-Logik der Wohnzimmer-Wanze mache es vor allem jenen Marken schwer, die zu teuer sind, um mit billiger China-Ware mitzuhalten, und zu unpopulär, um von den Kunden direkt gefordert zu werden. Denn wer ausdrücklich Tempo-Taschentücher bestellt, wird auch künftig das Markenprodukt erhalten. Bei unspezifischen Bestellungen bevorzugt Alexa Amazons Eigenmarken, die das Label Amazon Basic tragen oder den Adels-Titel Amazon's Choice führen – Lieferanten mit Topbewertungen.

Amazons Alexa gleiche einem Supermarktregal, in dem nur zwei Produkte stehen, zitiert das "manager magazin" den Mindshare-Mann Jim Cridlin, "aber nicht ne­ben-, son­dern hin­ter­ein­an­der". Denn nur wenn der Kunde das von Alexa vorgeschlagene Produkt ausdrücklich ablehnt, kommt die Top zwei in der Trefferliste zum Zuge. Konsumgüterriesen wie Henkel und Nestlé reagieren bereits: Sie streichen ihr Markenportfolio zusammen und trennen sich von umsatzschwachen Brands.

Wer in Alexas eingeschränkter Warenwelt überleben will, muss ins Marketing investieren und für möglichst gute Amazon-Bewertungen sorgen, empfehlen die Autoren. Auch die Programmierung eines eigenen Alexa-Skills könne helfen. In den USA können Marken auf besonders beliebte Keywords bereits bieten und sich so eine hohe Platzierung erkaufen. Auch in Europa solle das bald möglich sein.
"manager magazin" 7/2018, S. 78-86 (Paid)

Ströer macht Burkhard Knopke zum Chefredakteur seiner Special-Interest-Portale.

Ströer holt Burkhard Knopke für die neu geschaffene Position des übergreifenden Chefredakteurs für seine Special-Interest-Portale. Zu den Ströer Media Brands gehören unter anderem giga.de, kino.de und spieletipps.de, deren publizistischen Leitlinien Markenentwicklung Burkhard Knopke künftig verantwortet. Er kommt von der Motor Presse Stuttgart, wo er zuletzt Leiter Produktentwicklung Automobil war.
per Mail, turi2.de (Background)