“Kicker” bringt “Legenden & Idole” an den Kiosk.

franz beckenbauer 150Olympia Verlag in Nürnberg lässt den Kicker ein Podest für Franz Beckenbauer bauen: Der Kaiser ziert den Titel der ersten Ausgabe von "Legenden & Idole", die am Mittwoch mit 150.000 Auflage an den Kiosk kommt, berichtet "Clap". Das Heft sammelt u.a. mehr als 200 Fotos und Texte von Weggefährten wie Uwe Seeler, Günter Netzer oder Uli Hoeneß. Die "Hommage an den größten Spieler" zum 70. Geburtstag kostet 5,50 Euro.
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“stern” bekommt einen monothematischen Ableger.

stern logo_150Beiboot voraus: Soheil Dastyari, Geschäftsführer, und Christian Krug, Chefredakteur des "stern", stellen ihre Marke breiter auf und lassen ein weiteres Beiboot der Illustrierten zu Wasser: Am kommenden Mittwoch erscheint erstmals "stern Thema", berichtet Clap. Das Heft ist der Auftakt einer neuen Reihe, die sich monothematisch mit nur einem Brennpunktthema beschäftigt - der Erstling nimmt sich den Islam vor. Das Heft kommt für 7,80 Euro in den Handel.
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Die ARD will ans Sperrkonto, und mehr.

ARD ZDF Deutschlandradio RundfunkbeitragSparschwein reicht nicht: ARD will für 2017 bis 2020 rund 99 Mio Euro pro Jahr zusätzlich - neben der kompletten ARD-Reserve aus der Rundfunkgebühren-Rücklage. Um 2,2 % steige der Bedarf. Als Gründe nennt die ARD neben allgemeinen Preissteigerungen die Kosten für DAB+ bei den Radios, DVB-T2 bei den Fernsehsendern und die Digitalisierung der Archive. Auch das Deutschlandradio braucht zusätzliches Geld und begründet den Mehrbedarf mit dem Aufbau des digitalen Hörfunks DAB+. Das ZDF teilt mit, mit seinem Teil des Rücklagen-Kuchens auskommen zu können, auch hier steigt der Finanzbedarf um 2,2 %. Nun muss die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs die Einreichungen prüfen.
horizont.net, newsroom.de, presseportal.de (ARD), presseportal.de (ZDF), infosat.de (Deutschlandfunk), Kommentieren ...

Basta: Google liefert Wege aus der Apple-Blockade.

Icon BASTA-JPGEs kann auch Apple nicht in Frieden blocken, wenn es Google nicht gefällt: Ab der nächsten Version seines Mobilbetriebssystems wollte Apple eigentlich unverschlüsselte Aufrufe aus Apps unterbínden. Damit App-Entwickler weiter auf alten Wegen Werbebanner nachladen können, veröffentlicht Google kurzerhand eine Anleitung, um die Sperre zu umgehen.
heise.de, recode.netKommentieren ...

“Krone” druckt Foto toter Flüchtlinge.

kronenzeitung150Kronen-Zeitung konnte nicht widerstehen und zeigt in ihrer heutigen Ausgabe ein Foto der toten Flüchtlinge, die gestern im Burgenland in einem verlassenen LKW gefunden wurden. Die Beschwerden rollen beim Presserat ein. Ratsmitglied Andreas Koller von den "Salzburger Nachrichten" lässt sich mit den Worten "unentschuldbar" und "inakzeptabel" zitieren. Das Innenministerium prüft, wie die "Krone" an die Bilder kam - und ob Polizisten bei der Entstehung der Aufnahme beteiligt waren.
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Journalisten müssen für Durchsuchungen verdächtig sein.

Bundesverfassungsgericht-600Bundesverfassungsgericht entscheidet, dass die Durchsuchungen einer Redaktion und der Wohnung eines Springer-Redakteurs 2012 verfassungswidrig waren. Der bloße Verdacht, dass Staatsdiener Informationen an Journalisten weitergeben, rechtfertigt keine Durchsuchungen von Wohnungen, so die Richter in einer heute veröffentlichten Entscheidung vom 13. Juli. Für eine Durchsuchung bedarf es einem "Strafverdacht gegenüber den konkret betroffenen Presseangehörigen". Damit sind Durchsuchungen bei Journalisten, um Quellen zu indentifizieren oder zu belasten, illegal.

In einer Stellungnahme sagt "Welt"-Chefredakteur Jan-Eric Peters: "Die Durchsuchungen bewaffneter Polizeibeamter waren nicht nur verfassungswidrig, sondern auch der vergebliche Versuch, Journalisten einzuschüchtern, Informanten namhaft zu machen und so unsere Recherchen zu stören. Es ist ein Sieg für die Pressefreiheit, dass die Verfassungsrichter das auch so sehen, Reporter und ihre Arbeit sind künftig besser geschützt." Geklagt hatten Springer und der Betroffene, der ehemalige Leiter der Polizeiredaktion der "Berliner Morgenpost", der heute im Investigativressort der "Welt" arbeitet.
zeit.de, bundesverfassungsgericht.de (Entscheidung), bundesverfassungsgericht.de (Pressemitteilung), presseportal.de ("Welt")Kommentieren ...

AP verklagt US-Justizministerium.

APAssociated Press verklagt das US-Justizministerium auf Akteneinsicht. Ein FBI-Agent hatte sich 2007 als AP-Reporter ausgegeben. Er sendete einer Zielperson über soziale Medien einen vireninfizierten, gefälschten Bericht zugesandt. Mithilfe des Schadprogramms konnten die Beamten den Verdächtigen orten und festnehmen. Die AP sieht ihre Glaubwürdigkeit durch das Vorgehen beschädigt: Der Verdächtige hatte den gefälschten Artikel online geteilt.
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“Leipziger Zeitung” meldet Insolvenz an.

leipziger-zeitung-150Leipziger Zeitung, im Mai als alternative Wochenzeitung gestartet, beantragt Insolvenz. Geschäftsführer Moritz Arand möchte sich dazu nicht äußern. Es kursieren jedoch Berichte, dass eine neuer Gesellschafter mit tiefen Taschen einsteigen könnte.

Das Blatt wollte dem lokalen Platzhirschen, der Tageszeitung "Leipziger Volkszeitung" aus dem Hause Madsack, medial etwas entgegensetzen. Schon zum Start verpassten die Macher aber die eigentlich angepeilten 12.000 Abonnenten, reduzierten das Ziel auf 5.000 und erreichten auch diese Marke nicht. Ein interner Streit eskaliert, als Mitgründer Cesare Stercken im Juni die Geschäftsführung verlässt. Die Auflage ist auch danach nicht in den Himmel gewachsen.
turi2 - eigene Infos, insolvenzbekanntmachungen.de, kress.de (Auflage), flurfunk-dresden.de (Stercken)Kommentieren ...

“Wirtschaftswoche” liest Artikel vor.

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Wirtschaft auf die Ohren: Die Wirtschaftswoche lässt sich künftig auch hören: Die Redaktion stellt ab heute aus jedem Heft ausgewählt Texte als kostenlose Audio-Dateien ins Netz. Dabei handelt es sich um Meinungstexte von "Wiwo"-Redakteuren und Gastautoren, gelesen von professionellen Sprechern. Aus der aktuellen Ausgabe sind fünf Stücke hörbar - u.a. von Chefredakteurin Miriam Meckel und Juraprofessor Walter Bayer.

Das Magazin kooperiert für den Dienst mit Detektor.fm. Das Startup aus Leipzig hat Erfahrung im Vertonen von Print-Texten: Die Sprecher lesen bereits regelmäßig Texte für die "Süddeutsche Zeitung" und die Krautreporter vor. Im Rahmen der Vorlese-App Phonical sind auch Texte aus dem "Handelsblatt" und der "FAZ" dabei.
wiwo.de, www.wiwo.de/hoerbarKommentieren ...

Blendle startet am 14. September den Regelbetrieb.

Blendle 150Digital-Kiosk Blendle beendet am 14. September die Beta-Phase und startet in den Regelbetrieb. Bisher können nur einige weniger Nutzer den deutschen Ableger des niederländischen Journalismus-Startups testen. Blendle entbündelt Inhalte aus Zeitungen und Zeitschriften und bietet einzelne Artikel zum Kauf an - oft nur für wenige Cent. Außerdem bietet der Dienst eine Geld-zurück-Garantie. Zum Start sind u.a. der "Spiegel", die "Zeit", Titel von Gruner + Jahr und Springer dabei.
spiegel.de, medium.com, blendle.comKommentieren ...

Video-Tipp: Periscope-Reportage über syrischen Flüchtling.

Videotipp-Icon-JPGVideo-Tipp: "Bild"-Chefreporter Paul Ronzheimer hat den Syrer Feras auf der griechischen Insel Kos kennengelernt und ihn auf seinem Weg nach Deutschland mit Periscope-Videos begleitet. Herausgekommen ist eine authentische 16-minütige Video-Reportage im Hochformat über einen Mann, der noch vor wenigen Tagen seine Frau geheiratet hat, sie aber aus finanziellen Gründen in Aleppo zurücklassen musste.
bild.deKommentieren ...

Mirrativ will als Periscope-Twitch-Kombination überzeugen.

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Screen-Stream-App: Mirrativ könnte für den nächsten Hype unter den Livestreaming-Apps sorgen - oder zumindest dafür, dass die Platzhirsche Periscope und Meerkat neue Funktionen erhalten. Das Programm ermöglicht Nutzern, den Screen ihres Smartphones live ins Netz zu übertragen - egal, ob der Nutzer gerade eine E-Mail schreibt oder ein YouTube-Video guckt. Mithilfe der Front-Kamera ist eine Bild-im-Bild-Funktion möglich, durch die sich der Absender selbst ins Video einblenden kann.

Die App der japanischen Firma Dena ist also eine Mischung aus Twitch und Periscope. Das US-Techportal cnet.com bescheinigt der Entwicklung einiges Potential, etwa beim Erstellen von Tutorials oder bei der Live-Übertragung von Handy-Spielen. Bisher gibt es nur eine Android-Version, eine iOS-Variante soll folgen.
cnet.com, play.google.com

Mitarbeit: Markus TrantowKommentieren ...

Google wehrt sich gegen Vorwürfe der EU-Kommission.

Google-150Google hat auf die Vorwürfe der EU-Kommission reagiert und bezeichnet sie als "nicht korrekt". Die Kommission wirft dem US-Konzern vor, seine Shopping-Dienste in den Suchergebnissen zu bevorzugen. Ganz im Gegenteil: Die eigenen Shopping-Angebote würden die Werbung der Anbieter sogar verbessern und das Leben der Verbraucher vereinfachen, entgegnet Google.
spiegel.deKommentieren ...

SWR-Jugendradio Dasding experimentiert mit Videos.

dasding-150Dasding, das Jugendradio des SWR, geht fest davon aus, Jugendliche künftig vor allem dank Videos als Hörer und Zuschauer zu gewinnen. Das Studio ist mit modernen Kameras ausgestattet, die von früh bis spät das perfekte Bild ins Netz übertragen - vollautomatisch. Per Knopfdruck können Skype-Gespräche geführt und Video-, Bild- und Tonschnipsel in soziale Medien gepostet werden. Mehr interaktive Elemente sind zudem geplant.
"Süddeutsche Zeitung", S. 27 (Paid), sueddeutsche.deKommentieren ...

Spanisches Knebelgesetz gefährdet die Meinungsfreiheit.

spanien-150Spanien: Bürgergruppen kritisieren das von der konservativen Regierung von Mariano Rajoy verabschiedete Bürgerschutzgesetz, auch Knebelgesetz genannt. Es soll eigentlich extreme Demonstrationsformen unterbinden, sorgte jetzt aber schon für eine Geldstrafe, nur weil ein 27-Jähriger auf Facebook über faule Beamte meckerte.
"Süddeutsche Zeitung", S. 27 (Paid), sueddeutsche.deKommentieren ...