"Scheichlösung": Rundfunkgebühr darf nicht von Benzinpreisen abhängen, findet Joachim Huber.

Rundfunkbeiträge an die Inflationsrate zu koppeln ist eine "Scheichlösung", kommentiert Joachim Huber. Die Höhe des Beitrages müsse auch von der Leistung der Sender abhängig sein. Kostentreiber wie Benzin hätten keine direkte Auswirkung auf rundfunkspezifische Teuerungsraten. Einige Ministerpräsidenten versuchten die KEF-Empfehlung zu umgehen.
tagesspiegel.de, turi2.de (Background)

Huawei-Festnahme: China bestellt US-Botschafter ein.

China bestellt den US-Diplomaten Terry Branstad in das Pekinger Außenministerium. Zuvor war bereits der kanadische Botschafter vorgeladen worden. Chinas stellvertretender Außenminister Le Yucheng kündigt nach der Festnahme der Huawei-Finanzchefin Meng Wanzhou (Foto) "schwerwiegende Konsequenzen" an, meldet die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua.
zeit.de, turi2.de (Background)

WDR kämpft beim Kulturwandel gegen den Kostendruck, schreibt Hans Hoff.

WDR will einen Kulturwandel mit weniger Machtstrukturen schaffen, schreibt Hans Hoff. Der Zustand des WDR erinnere an eine zerrüttete Familie, die "ein Fall für den Therapeuten" wäre. Der Sender habe sich zu sehr mit modern klingenden Konzepten beschäftigt, die vermeintlich die crossmediale Zukunft sicherten. Doch der Kostendruck erschwere einen Umbruch. Wenn Intendant Tom Buhrow 2020 den ARD-Vorsitz übernehmen wolle, müsse er alle Baustellen beheben.
"Journalist" 12/2018 (Paid), turi2.de (Background)

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TV-Tipp von TV Spielfilm: Der Rudyard-Kipling-Klassiker für eine neue Generation: Jon Favreau verfilmte die Geschichte als Pseudo-Realfilm. Dschungelkind Mogli ist der menschliche Faktor, die täuschend echten Tiere, Bäume und Tempel kommen aus dem Rechner.
"The Jungle Book", ProSieben, 20.15 Uhr
Unser Tipp: direkt ins laufende TV-Programm einschalten mit Smartphone, Tablet, PC oder TV: live.tvspielfilm.de

Ippens regionaler Nachrichten-Verbund will ohne Clickbaiting wachsen, schreibt Henning Kornfeld.

Ippen wächst "im Stillem" zum reichweitenstärksten Netzwerk regionaler Nachrichten-Webseiten, schreibt Henning Kornfeld. 40 Journalisten beliefern rund 50 werbefinanzierte Webseiten. Newsroom-Leiter Markus Knall (Foto) wolle mit Clickbaiting nichts zu tun haben. Aber dank Boulevard-Themen erreiche der Nachrichten-Verbund auch jüngere Zielgruppen, die ansonsten keine "Bindung zu Print-Titeln" hätten.
"Journalist" 12/2018 (Paid), turi2.de (Background)

Zitat: Google-News-Lab-Chefin Isabelle Sonnenfeld will Verlagen auf Augenhöhe begegnen.

"Bei einem Technologiekonzern der Größe von Google steht immer der Vorwurf des Greenwashings im Raum."

Isabelle Sonnenfeld, Leiterin des Google News Labs, will mit Verlagen einen partnerschaftlichen Umgang pflegen. Um den Content-Lieferanten keine Konkurrenz zu machen, werde YouTube Premium keine Nachrichten produzieren.
"Journalist" 12/2018 (Paid)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Isabelle Sonnenfeld reist als Gesicht von Google durch deutsche Redaktionsstuben und verbreitet Digital-Optimismus.

"Standard" kündigt Mitarbeitern trotz höherem Budget.

Österreichische Rechenspiele: Standard trennt sich von mindestens vier fest angestellten Journalisten, schreibt DWDL. Die Betroffenen sollen bereits informiert worden sein. Vorstand Alexander Mitteräcker kündigt für 2019 ein um 2 % höheres Personalbudget an, um Mehraufwendungen durch veränderte Verträge auszugleichen. "Aufgrund der aktuellen Entwicklungen" habe der Betriebsrat für Montag eine Betriebsversammlung angekündigt.
dwdl.de

Zitat: Dachser-Chef Bernhard Simon sieht in schnellen Lieferversprechen Stau-Ursache.

"Das Problem des Sonnenbrands wäre gelöst, wir brauchten uns nie wieder mit Sonnencreme einschmieren, so dunkel würde es am Himmel, wenn Drohnen all die Fracht transportieren sollten."

Bernhard Simon, Inhaber der Spedition Dachser, hält im "FAS"-Interview nichts von Drohnen. Die schellen Lieferversprechen des Online-Handels seien die Ursache für den Verkehrskollaps der Innenstädte.
"FAS", S. 23 (Paid)

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Frank Thelen legt den Finger in die Wunde:
In seine eigenen & in die unserer Zukunft. Der Tech-Experte erzählt von seinem Scheitern und dem Weg zurück, wagt aber auch den Blick in die Zukunft: Was kann KI bringen, was droht mit Singularität? Neugierig geworden?

G+J-Vermarkter Frank Vogel erklärt das Verkaufs-Rezept für seine Food-Titel.


Viele Köche: Vermarktungs-Chef Frank Vogel schaut den Zeitschriften-Lesern auf den Teller und denkt sich angesichts immer spezieller werdender Food-Vorlieben neue Vermarktungs-Rezepte für das Food-Portfolio von Gruner + Jahr aus. Auch die Koch-Zeitschriften werden immer spezieller, sagt Vogel im Video-Interview von "Horizont" und turi2.tv. Die Leser wollen sich "in der Identität des Magazins wiederfinden", dann geben sie auch 10 Euro pro Heft aus, wie etwa beim Männer-Kochmagazin "Beef".

So vielfältig wie die Vorlieben der Menschen, sind die Marketing-Möglichkeiten, so Vogel. Die Konsumenten wollten sich persönlich angesprochen fühlen, die Marschrichtung lautet: "Von der Zielgruppe zur Zielperson." Neben dem Trend zum iPad oder Smartphone als Kochbuch erlebt Vogel aber auch den Gegentrend. Immer mehr Hobby-Köche wollen am Herd abschalten, nicht nur vom Alltag, sondern auch das Handy – ein neues, hochwertiges Küchenumfeld für Print.
turi2.tv (4-Min-Video bei YouTube)

Ministerin Karliczek setzt bei "5G-Milchkanne" auf Klischees, schreibt Frank Pergande.

5G-Ausbau: Ministerin Karliczek hat mit ihrer Milchkanne eine nachvollziehbare Botschaft unglücklich formuliert, schreibt Frank Pergande. Zunächst müsse flächendeckend 4G verfügbar sein, bevor 5G komme. Doch sprachlich greife Karliczek in die Klischeekiste. Weder gäbe es irgendwo noch die Milchkanne, noch den restlos hoffnungslosen Ort auf dem Lande.
"FAS", S. 8 (Paid)

Zitat: Post-Chef Frank Appel will an Lieferung bis zur Haustür festhalten.

"Faktisch sind die letzten 50 Meter bis zur Haustür der teuerste Teil unserer Dienstleistung. Genau dort lässt sich aber die Effizienz kaum mehr steigern."

Post-Chef Frank Appel sagt im "Welt am Sonntag"-Interview, dass die Hauszustellung "noch ein langes Leben" hat. Ob dies künftig einen Aufpreis kostet, hänge von der Preispolitik der Versandriesen ab.
"Welt am Sonntag", S. 36 (Paid), welt.de

Zahl des Tages: Fast jeder fünfte Job könnte durch Roboter ersetzt werden.

Zahl des Tages: Wissbegierige 18 % der Deutschen denken, dass eine Weiterbildung nötig wird, um durch die Digitalisierung nicht wegrationalisiert zu werden, zitiert die "Welt am Sonntag" aus einer Deloitte-Studie. Fast jeder fünfte deutsche Arbeitsplatz könnte laut OECD in den nächsten 20 Jahren durch Roboter ersetzt werden. Ökonomen rechnen an anderer Stelle mit neuen Jobs.
"Welt am Sonntag", S. 41 (Paid)

VW-Jurist belastet Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch.

VW-Abgasskandal: Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch soll schon etwa drei Monate vor Bekanntwerden der Dieselaffäre von einem VW-Juristen vom Abgas-Betrug bei US-Autos und den möglichen Kosten für Rückrufe und Schadenersatz erfahren haben, sagt der betreffende Jurist im Verfahren wegen Marktmanipulation. VW widerspricht. Pötsch, damals Finanz-Vorstand, ist heute für die Aufklärung des Skandals zuständig.
sueddeutsche.de, "Bild am Sonntag", S. 14 (Paid)

"Edison"-Chef Franz Rother muss sich für beleidigenden Tweet entschuldigen.

Zurückgerudert: "Edison"-Chefredakteur Franz Rother entschuldigt sich für einen beleidigenden Tweet, in dem er die neue CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer als "weiße, alte, hässliche Frau" bezeichnet. Er habe einen Witz machen, aber niemanden persönlich angreifen wollen, so Rother. Den Original-Tweet hat er inzwischen gelöscht. Der Werber und Feminist Robert Franken hatte zuerst auf den Tweet aufmerksam gemacht, anschließend zog er Kreise.

"Handelsblatt"-Chefredakteur Sven Afhüppe distanziert sich und twittert, dass der "Edison"-Chef kein "Handelsblatt"-Mitarbeiter sei. "Gleichwohl entschuldige ich mich aufrichtig bei ⁦‪Annegret Kramp-Karrenbauer und Angela Merkel." Das "Handelsblatt" stehe für eine liberale Weltordnung, "wir dulden keine Form von Diskriminierung und Rassismus." Auch Geschäftsführer Frank Dopheide kontert den Tweet von Rother: "Wenn weiße Männer witzig sein wollen – geht es meistens schief."
twitter.com (Robert Franken), twitter.com (Rother-Entschuldigung)

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TV-Tipp von TV Spielfilm: Dinokind und Menschenjunges allein in der Wildnis: Das bildschöne, lustige Animationsabenteuer hatte in der Produktionsphase etliche Probleme und gilt als der erste reine Kinderfilm des Pixar-Studios. Tricktechnisch perfektionierte Unterhaltung, die etwas kalkuliert wirkt.
"Arlo & Spot", Vox, 20.15 Uhr
Unser Tipp: direkt ins laufende TV-Programm einschalten mit Smartphone, Tablet, PC oder TV: live.tvspielfilm.de

Influencer-Branche steht vor Umbruch, schreibt Constanze Ehrhardt.

Influencer müssen den Balanceakt zwischen Glaubwürdigkeit und Kommerz schaffen, schreibt Constanze Ehrhardt. In der umkämpften Branche komme es zu einer "Ausdifferenzierung", da das Publikum unglaubwürdige Produktplatzierungen abstrafe. Erfolgreiche Influencer mit "Mädchen-von-nebenan-Charme" wie Dagi Bee (Foto) besetzten ein Thema mit echter Leidenschaft. Dies könne auch in der Nische liegen. Der Preis ist die verlorene Privatsphäre.
faz.net (Paid)

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Menschen im FOCUS. Diese Woche:
Wie konservativ ist Deutschland? Eine FOCUS-Studie.
Der Panikrocker Udo Lindenberg blickt zurück – mit den Lieblingssongs seines Lebens.
Alexander Gauland im Gespräch: Über den Verlust alter Freunde, Konservative und seine Depressionen.
Mehr zu Typen, Strategien und Standpunkten unter: www.menschenimfocus.de

turi2 edition #7: Svenja Finger beantwortet den Unterwegs-Fragebogen.


Heute hier, morgen auch noch: Reisebloggerin Svenja Finger ist viel unterwegs, aber auch gerne Zuhause. Im Video-Fragebogen zur turi2 edition #7 verrät sie, dass sie die Adventszeit in New York verlebt und immer eine Schlafmaske im Koffer hat, denn nur bei kompletter Dunkelheit, bekommt sie nachts die Augen zu. Am liebsten ist sie mit ihrem Freund Daniel unterwegs. Zusammen haben sie schon mehrere Wochen auf nur 4 Quadratmetern verbracht.
turi2.tv (2-Min-Video bei YouTube)

Amazon plant eigene Zustellung mit Mitarbeiter-Autos.

Amazon sucht verstärkt Paketzusteller, die mit dem privaten PKW ausliefern, schreibt "Welt". Die Zustellvariante wurde zunächst in Berlin getestet und soll in weiteren Zustellbezirken ausgeweitet werden. Trotz steigender Paketmenge und wachsender Mitarbeiter-Nachfrage verbesserten sich die Arbeitsbedingungen kaum. Experten rechnen damit, dass sich Kunden künftig Pakete an Sammelstellen abholen müssten.
"Welt", S. 9 (Paid)