Streaminganbieter geben 166 Mio Dollar für Werbung im nationalen US-TV aus.

Streaminganbieter haben in den USA in den vergangenen drei Monaten 166,2 Mio Dollar für Werbung im nationalen TV ausgegeben, zählt iSpot.tv. Im Vorjahr lag der Betrag noch bei 197,9 Mio Dollar, die Zahl der Sichtkontakte steigt jedoch von 11,2 Mrd auf 11,8 Mrd. Amazons Prime Video ist mit 43 Mio Dollar Spitzenreiter bei den Ausgaben, gefolgt von Netflix mit 27,5 Mio Dollar.
mediapost.com

Zitat: Ladina Heimgartner muss sich beim SRG in doppelter Hinsicht Gehör verschaffen.

"Ich muss mich laufend mit den Fragen auseinandersetzen: Wann und wie sage ich etwas, damit die Erfolgschance am größten ist, dass es gehört wird?"

Ladina Heimgartner, stellvertretende SRG-Generaldirektorin, tritt als einzige Frau in der SRG-Geschäftsleitung immer in doppelter Rolle auf – als Mitglied eines Gremiums und als Frau.
persoenlich.com

Zahl des Tages: ARD zahlt 120.000 Euro für umstrittenes Framing-Manual.

Zahl des Tages: Umstrittene 120.000 Euro hat die ARD für ihr Framing-Manual ausgegeben, legt die Anstalt offen. Einen Anteil von 90.000 Euro für das Papier und begleitende Workshops habe der MDR übernommen, der zur damaligen Zeit den Vorsitz der Anstalt inne hatte. Die restlichen Kosten habe das Generalsekretariat für Folgeworkshops ausgegeben.
sueddeutsche.de

"Sie sehen, ich lebe noch": Wie Bahn-Chef Richard Lutz die Medien erlebt.


Lutz nimmt's locker: Richard Lutz ist der Buhmann der Bahnfahrer – als Chef der Deutschen Bahn muss er den Kopf für alle Probleme hinhalten. Wie nimmt er die Berichterstattung wahr, fragen "Horizont" und turi2.tv bei der dpa-Chefredaktionskonferenz. Lutz antwortet pragmatisch-ironisch: Er lebe noch. Einen Bogen um die Presse macht er nicht, wohl aber um Social Media: "Für Twitter, Facebook und andere Dinge bin ich wahrscheinlich schon zu alt", sagt der 54-Jährige.

Werktags vertraut Lutz auf den dicken Pressespiegel der Bahn und liest meist digital, am Wochenende hält er bevorzugt Papier in der Hand. Er sieht in den Medien ein Stimmungsbarometer. "Wir sind ja kein abgehobenes Unternehmen", sagt er. "Man muss ein Gefühl dafür kriegen, wie dieses Unternehmen draußen wahrgenommen wird." Um die Stimmung in den sozialen Netzwerken macht er dabei, womöglich sicherheitshalber, einen Bogen.
turi2.tv (2-Min-Interview)

Meinung: ARD hätte Framing-Manual selbst veröffentlichen sollen.

ARD: Chefredakteur Rainald Becker sagt, ein offener Umgang mit dem Framing-Manual wäre gut gewesen, die ARD habe nichts zu verbergen. Dass Netzpolitik.org das Papier veröffentlicht hat, findet er okay. Einige Reaktionen seien überzogen. Er könne keinen Skandal entdecken. Er persönlich "hätte dieses Papier aber nicht gebraucht."
welt.de, turi2.de (Background)

G+J bringt zum Tod von Karl Lagerfeld ein "Gala"- und ein "stern"-Sonderheft.

Gruner + Jahr bringt am Samstag zwei Sonderhefte zum Tod von Karl Lagerfeld. Das "stern"-Sonderheft mit 100 Seiten und 100.000 Auflage kostet 6,50 Euro und erzählt in zehn Kapiteln über den Modezar. Das "Gala"-Sonderheft widmet sich auf 100 Seiten der Karriere Lagerfelds, kommt mit 100.000 Auflage und kostet 4,90 Euro.
per Mail, turi2.de (Background)

Google fasst seine Maßnahmen gegen Fake News in White-Paper zusammen.

Google fasst auf der Münchner Sicherheitskonferenz in einem White Paper die Maßnahmen zusammen, dies es im Kampf gegen Fake News bei Google, YouTube und Anzeigen anwendet. Der Suchriese setzt auf drei Säulen, nämlich: Qualität hervorheben, den Kontext von Informationen, z.B. Seitenbetreiber, offenlegen und weiterführende Links anbieten.
9to5google.de, golem.de, blog.google.de (Whitepaper)

Karl Lagerfeld ist tot.

In Memoriam Modezar: Karl Lagerfeld ist tot. Laut französischen Medien starb er am Dienstagmorgen in einem Pariser Krankenhaus. Über Lagerfelds Alter gibt es verschiedene Angaben – laut Lagerfeld selbst wurde er 1935 geboren, Klassenkameraden und das kirchliche Taufregister Hamburgs nennen hingegen 1933 als Geburtsjahr.

Lagerfeld war im Januar erstmals nicht bei der Chanel-Schau aufgetreten. Sorgen um seine Gesundheit hatte er dementiert und sich per Video gemeldet. Lagerfeld war seit 1983 Kreativdirektor beim französischen Modehaus Chanel, außerdem entwarf er auch für die italienische Modemarke Fendi und sein eigenes Label.
n-tv.de, bild.de

Stefanie Penck wird Chefredakteurin der "Marco Polo"-Sparte von MairDumont.

MairDumont macht Stefanie Penck (Foto) zur Chefredakteurin der Reiseführer-Marke Marco Polo. Sie folgt auf Marion Zorn, die den Verlag verlassen hat. Penck übernimmt auch die Führung des E-Book-Teams und soll verlagsübergreifend Publishing 4.0 und digitales Innovationsmanagement voranbringen. Sie kam im Herbst 2017 zu MairDumont und war vorher Programmleiterin bei GeraNova Bruckmann. Kristin Wittemann wird Vize-Chefredakteurin von "Marco Polo". Christine Brisch leitet die MairDumont-Presse.
buchmarkt.de, turi2.de (turi2 edition #7: Stephanie Mair-Huydts im Porträt)

Bertelsmann fusioniert seine Callcenter-Sparte mit Saham Group.

Bertelsmann: Arvato CRM Solutions und die Customer-Experience-Sparte der marokkanischen Saham Group fusionieren. Bertelsmann und Saham halten je 50 % der neuen Firma Majorel. Thomas Mackenbrock (Foto) von Bertelsmann leitet das neue Callcenter-Unternehmen. Es hat mehr als 48.000 Mitarbeiter in 28 Ländern und will weltweit wachsen und mehrere Hundert Mio Euro in Expansion, Analysetechnik, KI und Automatisierung investieren.
handelsblatt.com

Huawei will 2 Mrd Dollar in Netzwerksicherheit investieren.

Huawei will in den nächsten 5 Jahren 2 Mrd Dollar in Netzwerksicherheit investieren, sagt Deutschlandchef Dennis Zuo im Interview mit dem "Handelsblatt". Huawei gehöre zu 100% der Belegschaft, sei unabhängig von China. Spionagevorwürfe weist Zuo zurück. Huawei wolle transparenter werden und sich für 5G-Standards einsetzen. Die Bundesregierung streitet derzeit über eine Änderung des Telekommunikationsgesetzes, die Huawei beim Netzausbau ausschließen würde.
handelsblatt.com, turi2.de (Background)

"manager magazin": Sabine Eckhardt und Jan Kemper verlassen ProSiebenSat.1.


Neue Besen: Der Kehraus bei ProSiebenSat.1 geht weiter, schreibt das "manager magazin" und berichtet, dass Finanzvorstand Jan Kemper, 38 und Vermarktungschefin Sabine Eckhardt, 46, die Sendergruppe verlassen. Vor allem Kemper gehe im Streit, er habe sich mit dem neuen ProSiebenSat.1-Chef Max Conze "völlig überworfen". Kemper habe beim Aufsichtsrat eine Ablösung Conzes vorgeschlagen.

Conze habe weite Teile seiner Führungsmannschaft gegen sich aufgebracht, also hagelt es Abgänge: Produktionsvorstand Jan Frouman, 47, hat sich schon 2018 gegen eine Vertragsverlängerung entschieden, COO Christof Wahl, 54, ging im Juli 2018. Laut "manager magazin" soll Rainer Beaujean, bisher CFO beim Verpackungshersteller Gerresheimer, Jan Kemper ersetzen und Ex-Dyson-Managerin Michaela Tod auf Sabine Eckhardt folgen, allerdings nicht als Vorständin. ProSiebenSat.1 bestätigt die Personalien in einer Pressemeldung, spricht allerdings von Trennungen "in bestem Einvernehmen".
manager-magazin.de, presseportal.de

Mitarbeit: Markus Trantow

Aus dem turi2.tv-Archiv (03/2018): "Wir sind kein Gemischtwarenladen." – ProSiebenSat.1-Vorständin Sabine Eckhardt im Strategie-Gespräch.

Holtzbrinck gründet einen Programmatic-Spezialvermarkter.

Holtzbrinck gründet einen Programmatic-Spezialvermarkter namens Highfivve. Er geht aus der erfolgreichen Programmatic-Strategie des Holtzbrinck-Portals Gutefrage.net hervor, die das Unternehmen selbst umgesetzt hat. Bei mobiler programmatischer Vermarktung hat das Portal den Branchenschnitt nach eigenen Angaben um 80 % übertroffen. Die Erkenntnisse will Highfivve nun für andere Publisher nutzen.
horizont.net

Antenne Bayern und Amazon starten Multiplayer-Spiel für Alexa.

Antenne Bayern und Amazon bringen ein Multiplayer-Spiel für Alexa auf den deutschen Markt. Das "Song Duell" ist fürs Spielen im Auto gedacht und folgt dem US-Trend – dort sind Musikhören und Quizzen die beliebtesten Sprachanwendungen auf Alexa. Die Spieler müssen möglichst viele Interpreten und Songtitel erraten.
unternehmensgruppe-antenne.de, amazon.de (Skill)

Zitat: Focus Online muss sich rechtfertigen, nicht die "Titanic".

"Bevor wir jetzt wieder über die Daseinsberechtigung von Satire debattieren, die Journalismus reinlegt, lieber über die Daseinsberechtigung von Journalismus reden, der auf Satire reinfällt."

Autorin Sophie Passmann wundert sich über Kritik an der Satirezeitschrift "Titanic", auf dessen #BlasebalgLeaks-Fake Focus Online aufgelaufen ist wie auf den sprichwörtlichen Eisberg.
twitter.com, turi2.de (Background)

EU-Urheberrecht: Plattformbetreiber sollen Lizenzen für Inhalte erwerben.

Europa EU-Flagge SterneEU-Urheberrecht: Internet-Anwalt Thomas Stadler entdeckt in der jüngsten Fassung des umstrittenen Artikels 13 der neuen Richtlinie einen Passus, der die Situation weiter verschärft. Plattformbetreiber wie YouTube sollen demnach nicht mehr nur die Veröffentlichung von Inhalten ohne Zustimmung des Rechteinhabers verhindern, sondern gleich eine Lizenz erwerben, so als würden sie die Inhalte selbst anbieten.
internet-law.de

Chinesischer Künstler Ai Weiwei beklagt indirekte Berlinale-Zensur.

Berlinale: Der chinesische Künstler und Regime-Kritiker Ai Weiwei beklagt im Interview mit der Deutschen Welle indirekte Zensur durch China. Sein Beitrag für den Episoden-Film Berlin, I Love You sei rausgeschnitten worden, weil die Berlinale den Film sonst nicht akzeptiert hätte, sagten ihm die Produzenten des Films. Die Organisatoren widersprechen. Auch ohne Ai Weiwei lief das Werk letztlich nicht auf dem Festival.
spiegel.de, youtube.com (5-Min-Video)

Frontal 21: Deutscher Fiskus nutzt Mittelständler als Steuereintreiber für Google & Co.


Google Pay: Deutsche Finanzämter ziehen von Mittelständlern Steuern ein, weil sie Google & Co nicht zu fassen kriegen, berichtet das ZDF-Magazin Frontal 21. Erste Finanzbehörden in Bayern hätten von Digitalfirmen und E-Commerce-Anbietern 15 % Quellensteuer auf ihre Zahlungen für Werbung an Google und andere Online-Giganten gefordert. Der Fiskus wolle nicht nur Geld für die Zukunft, sondern bis zu sieben Jahre rückwirkend. Die deutschen Firmen sollten sich ihr Geld, teilweise mehrere Mio Euro, von Google & Co zurückhholen, so die Theorie. Praktisch unmöglich.

Das bayerische Finanzministerium sagt, die Finanzämter seien angewiesen, "die betroffenen Fälle bis zur endgültigen Festlegung einer bundeseinheitlichen Verwaltungsauffassung offen zu halten". Das Bundes­finanz­ministerium wolle sich derzeit nicht festlegen und teilt "Frontal 21" mit, es bestehe "noch keine abgestimmte Auffassung" zwischen den Finanzverwaltungen von Bund und Ländern. (Foto: Ralph Goldmann / picture alliance, Montage: turi2)
zdf.de (mit 2 Min-Video)

Minister Andreas Scheuer will Glasfaserausbau in "grauen Flecken" fördern.

Glasfaserausbau: Verkehrsminister Andreas Scheuer will Fördergelder über "graue Flecken" regnen lassen, berichtet das "Handelsblatt". Gemeint sind Regionen, in denen zwar ein Anbieter schnelles Internet verkauft, aber nicht auf Glasfaser-Geschwindigkeit kommt. Die Netzbetreiber sollen angeben, wo sie bis 2023 gigabitfähige Netze bauen wollen. Landkreise kritisieren die Unverbindlichkeit der Ankündigungen und fürchten Rosinenpickerei.
handelsblatt.com

Facebook macht deutsche Seiten dicht, die Verbindung zum Kreml verschleiern.

Facebook-LogoFacebook schließt mehrere aus Berlin gesteuerte Seiten, die ihre Verbindung zu russischen Regierungsmedien verschleiern, berichtet T-Online.de. Es geht um den Video-Kanal "In the Now", die Seiten "Backthen" über Geschichte, "Waste-ED" über Umwelt und "Soapbox" mit politischen Themen, bei denen ein Impressum fehlte. Betreiber ist die Produktionsfirma Maffick, deren Mutter Ruptly zum Kreml-Sender RT gehört. Kurios: Maffick sitzt in Berlin im selben Bürohochhaus wie Facebook.
t-online.de, cnn.com (3-Min-Video), turi2.de (Background)

Früherer SR-Intendant Hubert Rohde, 89, ist tot.

Hubert Rohde, 89, ist tot. Der ehemalige Intendant des Saarländischen Rundfunks ist in der Nacht zum Montag in einem Pflegeheim nahe seiner Geburtsstadt Hildesheim gestorben. Hubert Rohde leitete die Geschicke des SR von 1978 bis 1988, in seine Amtszeit fällt u.a. die Gründung der SR 3 Saarlandwelle, außerdem setzte er sich für einen stärkeren Finanzausgleich innerhalb der ARD ein. Vor seinem Job beim SR war Rohde Landtagsabgeordneter.
sr.de, sr.de (Background)

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TV-Tipp von TV Spielfilm: In dem Zweiteiler, angesiedelt 1988 in der DDR, ermitteln west- und ostdeutsche Polizisten gemeinsam. Gut besetzt mit Silke Bodenbender und Ronald Zehrfeld, entwickelt sich der Krimi im letzten Teil (20.2.) zur spannenden Psychokillerhatz.
"Walpurgisnacht – Die Mädchen und der Tod", ZDF, 20.15 Uhr
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