Bauer verzichtet auf erneute Gegendarstellung durch Günther Jauch.

tom-junkersdorf150Bauer will den Streit mit Günther Jauch nicht weiter auf die Spitze treiben und belässt es bei der zweiten Gegendarstellung, erfährt Thomas Schmol. Tom Junkersdorf, Ex-Chefredakteur von "Closer", hatte zwei Gegendarstellung erwirkt, die Jauch nicht prominent genug platzierte. Bauer hatte daraufhin erwogen, erneut zu klagen. Bauer und Jauch liefern sich Längerem Gerichtsprozesse um Gegendarstellungen.
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Stuttgarter Polizei nimmt vier Journalisten fest.

Polizei-150Stuttgarter Polizei geht bei Demonstrationen vor dem AfD-Parteitag gegen vier Fotojournalisten vor. Zwei der Reporter seien mindestens 11 Stunden in Gewahrsam genommen worden, einer erlitt während der Festnahme einen Kreislaufzusammenbruch. Die Polizei wirft den Journalisten u.a. Nötigung und Landfriedensbruch vor. Cornelia Haß, DJU-Bundesgeschäftsführerin, nennt die Vorwürfe dagegen "lächerlich", die Festnahmen seien "skandalös". Die DJU will ein rechtliches Vorgehen gegen die Polizei prüfen.
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Hör-Tipp: Lobo und Niggemeier reflektieren über Medienreflexe.

Hörtipp-Icon-JPGHör-Tipp: Reagieren soziale und redaktionelle Medien nur noch reflexhaft aufeinander? Sascha Lobo und Stefan Niggemeier diskutieren über Aufmerksamkeitsspiralen, Shitstorms und Meinungssog u.a. am Beispiel der Böhmermann-Affäre. So begünstige das derzeitige Finanzierungsmodell vieler Medien das hyperaktive, unflektierte – aber reflexhafte – Weiterverbreiten.
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Marion Horn verspricht ehrlichen Boulevard-Journalismus.

BamS 1. Mai 2016
Marions Manifest: Marion Horn, Chefredakteurin der "Bild am Sonntag", ärgert sich über die Inflation der "Lügenpresse"-Rufe und bietet ihren Lesern zum 60. Jubiläum von Springers sonntäglichem Boulevard-Blatt eine Art "Vertrag" für einen besseren Boulevard-Journalismus an. In einem offenen Brief formuliert sie in acht Punkten im Prinzip journalistische Selbstverständlichkeiten, wie die Trennung zwischen Anzeigen-Verkauf und Redaktion, die auf dem Boulevard oft aber nicht so genau genommen werden.

So steht Horn zum Zwei-Quellen-Prinzip bei brisanten Informationen und zum Autorisieren von Zitaten. Niemand könne bei "BamS" Artikel kaufen oder bestellen. Horn verpflichtet sich und ihre Redaktion auch auf eine Trennung von Nachricht und Meinung, weiß aber auch, dass Reporter und Fotografen persönliche Sichtweisen haben, die in ihre Arbeit einfließen. Von ihren Lesern wünscht Horn sich eine kritische Haltung - auf persönliche Beleidigungen und grundsätzliche Anfeindungen reagiere die Redaktion allerdings nicht.
"Bild am Sonntag", S. 12, blendle.com (Paid)

Mitarbeit: Markus TrantowKommentieren ...

Türkei verhaftet TV-Chefredakteur Aktan Hamza.

Hamza Aktan-150Türkei geht weiter gegen oppositionelle Journalisten vor und verhaftet Hamza Aktan, Chefredakteur des einzigen pro-kurdischen TV-Senders IMC TV. Er werde von der Polizei verhört und insbesondere zu Tweets befragt, die er 2015 veröffentlicht habe. IMC TV sendet seit Februar nur noch via Internet, weil der größte türkische Satellitenbetreiber ihn wegen "terroristischer Propaganda" abgeklemmt hat.
derstandard.at1 Kommentar

Lese-Tipp: “Star Trek” ist Science Fiction mit wissenschaftlicher Grundlage.

Raumschiff Enterprise 150Lese-Tipp: Seit 50 Jahren fliegt das Raumschiff Enterprise mit Lichtgeschwindigkeit zu fremden Welten. Die Gesetze der Physik überschreiten die Serien-Macher dabei nur selten, sagt Metin Tolan. Durchaus vorstellbar findet der Physik-Professor Spocks grünes Blut. Auch das Beamen sei von der Relativitätstheorie gedeckt, wenn auch tödlich. Von der Reise in Lichtgeschwindigkeit sei die Menschheit heute allerdings noch weiter entfernt als der Neandertaler von der Concorde.
"Spiegel", 18/2016, S. 112, Blendle.com (Paid)Kommentieren ...

Push-Meldungen sind nicht mehr nur Breaking News.

Handy Smartphone iPhone-150Push-Meldungen sind schon lange nicht mehr nur Breaking News und fluten zunehmend Smartphones, schreibt Daniel Bouhs. Die Huffington Post habe bereits die Disziplin "Pushbaiting" etabliert, aber auch Spiegel Online und "Tagesschau" wollen in die Offensive gehen. Um User nachts nicht aus dem Bett zu pushen, experimentieren beide jedoch mit weniger aggressiven Varianten.
taz.deKommentieren ...

Basta: Wo bleibt das Männer-Emoji in Tutu?

Badass Girl-150Emoji-Patriarchat: Mehr Gleichberechtigung, fordert Slipeinlagen-Hersteller Always und bläst unter #LikeAGirl zum Angriff auf das Patriarchat der Emoji-Welt. Frau trägt dort bisher Krone und pinke Kleidchen. Always hofft auf Werbewirkung Emojis in Form von Wrestlerinnen und Gewichtheberinnen. Gillettes Kampagne für "Mann in Tutu"-Emojis scheint hingegen noch nicht richtig in Schwung zu sein.
sueddeutsche.deKommentieren ...

Snapchat sichert sich Olympia-Rechte von NBC.

snapchat150 neues LogoSnapchat darf Videohighlights der Olympischen Sommerspiele zeigen. Die App kuratiert Videos in einem Live-Channel. BuzzFeed präsentiert Olympia-Clips in der Discover-Rubrik. Der Deal gilt nur für die USA und kostet Snapchat kein Geld. Dafür teilt der Dienst die Werbeeinahmen mit Rechte-Inhalber Comcast. Ähnliche Deals mit Twitter und Facebook sollen folgen.
bloomberg.comKommentieren ...

“Spiegel” stellt seinen NRW-Teil wieder ein.

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Fail fast, fail cheap: Der "Spiegel" sagt NRW adé und beendet sein Experiment im Westen. Das Magazin wird "demnächst" keine acht Seiten mehr extra für Nordrhein-Westfalen produzieren, erfährt Karoline Beisel. Der Verlag bestätigt, den im Februar begonnenen Versuch zu beenden. Anzeigenbuchungen und ein leichtes Auflagen-Plus liegen vor – doch beide fallen nicht stark genug aus.

Auswirkungen auf die Belegschaft hat das Aus für die NRW-Seiten nicht. Alle Mitarbeiter der NRW-Ausgabe in Düsseldorf und Hamburg arbeiten nun wie vorher weiter an den bundesweiten Seiten. Die Tür gen Westen sei nicht zugeschlagen, betont der Verlag. Der "Spiegel" denke weiter über Regionalisierung nach und werde in "alternativen Formen regionaler Berichterstattung" experimentieren.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

- Bild des Tages -

RekBdT-600
Kahl auf dem Kopf (und wohl auch in der Birne) sitzt Frank S. vor den klickenden Kameras der Presse auf der Anklagebank des Oberlandesgerichts Düsseldorf. Der Arbeitslose hatte der späteren Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker ein Jagdmesser in den Hals gerammt. Einen Tag später wurde Reker gewählt – heute trifft sie erstmals wieder auf den Attentäter. (Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Picture Alliance)
spiegel.deKommentieren ...