"Jammern verboten": Wie "Zeit"-Chef Rainer Esser Print- und Anzeigen-Krise trotzt.


Esser kann’s besser: Bei der "Zeit" steigen die Umsätze, der Abonnenten-Stamm ist stabil. Geschäftsführer Rainer Esser steht als Person für diesen Erfolg und erläutert seine Rezepte im ausführlichen Interview von Peter Turi. Esser spricht über Diversität, Diversifizierung – und warum seine Journalisten keinen Grund zur Klage haben. Das Gespräch ist nun als Video verfügbar. Unten lassen sich einzelne Themen gezielt anklicken. Wer nur hören möchte, findet das Gespräch im turi2 podcast – sowie direkt bei Spotify und iTunes.

Rainer Esser spricht mit Peter Turi über …

0:57 … sich, seinen Job und 80-Stunden-Wochen

4:17 … das Geschäft mit den "Zeit" Reisen

6:20 … Unternehmenskultur und Diversität

7:20 … die Bezahlung der (freien) Journalisten

9:00 … seine weitere Karriere und die Holtzbrinck-Brüder

10:47 … Profitabilität und Erfolg der Marke "Zeit"

16:12 … den "Zeit"-Leser-Club als Wertegemeinschaft

22:56 … Wochen-Frequenz und andere Faktoren für Erfolg

26:18 … den Weg der Kunden-Gewinnung

29:38 … das Geschäft mit Events und Konferenz

33:08 … die steigende Bedeutung neuer Geschäftsfelder

34:47 … Anzeigenschwund und neue Modelle im Werbegeschäft

39:27 … Print-Zukunft und die "Zeit" im kleinen Format

turi2.tv (44-Min-Gespräch bei YouTube), turi2.de/podcast

turi2 podcast: Rainer Esser und Peter Turi sprechen über die Strategie der "Zeit".


Spannende Rede-Zeit: Rainer Esser führt seit knapp 20 Jahren die Geschäfte der "Zeit" – und spricht mit Peter Turi über ein Verlagsgeschäft im radikalen Wandel. Von 220 Mio Euro Umsatz stammt weniger als die Hälfte aus dem klassischen Geschäft. Neu-Abonnenten wollen die großformatige "Zeit" vor allem auf dem Smartphone lesen, Werbekunden wollen Kommunikationslösungen statt 4c-Anzeigen. Das komplette Gespräch ist jetzt als Audio-Podcast verfügbar auf turi2.de, bei Spotify und iTunes.

Esser ist ein bekennender Viel-Arbeiter. 70 bis 80 Wochenstunden gehören bei ihm zum normalen Pensum, "im Urlaub leicht reduziert". Er hat auch nach fast zwei Jahrzehnten noch Freude daran, die Marke "Zeit" aufzubauen. Mit ihr verfolgt er Kunden von der Wiege bis zur Bahre, von der Kinder-Zeitschrift "Zeit Leo" bis hin zu "Zeit Reisen" um die Welt für wohlhabende Pensionäre. Esser sagt: "Die 'Zeit' ist eine Wertegemeinschaft."
turi2.de/podcast, spotify.com, itunes.apple.com

Zitat: Zeit-Chef Rainer Esser findet tägliches Waschen sinnvoll.

"Dass man sich täglich wäscht und anderen nicht in die Fresse haut, finde ich echt okay. Auch wenn der letzte wissenschaftliche Beweis hierfür noch fehlt, finde ich es nützlich und gut, dass sich die Leute daran halten."

"Zeit"-Geschäftsführer Rainer Esser teilt auf bei der GWA-Podiumsdiskussion subtil gegen Klaus-Peter Schulz, Chef des Mediaagentur-Verbandes OMG, aus. Der schrieb kürzlich bei "Horizont", es gebe keinen Beweis dafür, dass Qualitätsmedien die Meinungsvielfalt garantieren.
wuv.de

Aus dem turi2.tv-Archiv: "Da ist viel Neid dahinter" – "Zeit"-Chef Rainer Esser kritisiert Facebook-Angst vieler Verlage.

Zitat: Rainer Esser will die Reihen der Verlage schließen.

"Zeitungsverlage untereinander sollten sich nicht bekämpfen, so ein Bullshit. Wir müssen möglichst viel kooperieren, unsere Inhalte austauschen – dann können wir ein Gegengewicht zu ausländischen Monopolen bilden."

"Zeit"-Geschäftsführer Rainer Esser will die Panik vor Facebook und Google nutzen, um Kollegen konstruktiv zur Zusammenarbeit zu bewegen.
turi2.tv (3-Min-Video auf YouTube)

"Da ist viel Neid dahinter" – "Zeit"-Chef Rainer Esser kritisiert Facebook-Angst vieler Verlage.


Freundschaftsanfrage vom Verlagsboss: "Zeit"-Chef Rainer Esser stellt sich ungewöhnlich klar auf die Seite von Facebook und Google – und geht mit seiner Branche hart ins Gericht. Hinter der Kritik an den Konzernen stecke der Neid, dass sich "tradierte Geschäftsmodelle bei weitem nicht so skalieren lassen wie soziale Netzwerke oder die Google-Suche", sagt Esser im turi2.tv-Interview beim European Newspaper Congress in Wien.

Essers Ratschlag: Mehr machen, weniger meckern. "Wir sollten uns abgucken, weshalb Facebook so gut funktioniert, weshalb die so viele User haben", sagt Esser und liefert die Antwort gleich mit. Die Digitalbranche habe viel früher erkannt, in welche Richtung sich die Nutzer bewegen. Die Strategie des "Zeit"-Geschäftsführers lautet schlicht: besser sein als die Internetkonzerne – und nicht in Panik verfallen: "Das Privatfernsehen hat viel mehr Geld abgezogen, als es aufkam."
turi2.tv (3-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2)

Zitat: Rainer Esser will mit einer Vermarktungsallianz die Printerlöse stabilisieren.

"Wir müssen und wollen dem langsamen Abschmelzen der Printerlöse jetzt etwas Großes und Kraftvolles entgegensetzen."

"Zeit"-Geschäftsführer Rainer Esser wirbt im Interview mit "Horizont" für eine große Vermarktungsallianz für Print und Online, bei der auch die "FAZ" und die "Welt" mitmachen sollen.
"Horizont" 09/2018, S. 13 (Paid)

Lese-Tipp: Rainer Esser stimmt Ebelings Aussage über TV-Zuschauer zu.

Lese-Tipp: "Zeit"-Geschäftsführer Rainer Esser wünscht Thomas Ebeling für seine "heldenhafte Offenbarung" über arme und fettleibige TV-Zuschauer einen Platz in Walhalla. Der Noch-ProSiebenSat.1-Chef sage nur die Wahrheit. Zahlungskräftige Zielgruppen finde die Werbung anderswo, schreibt Esser, und denkt dabei an "Qualitätsprodukte" der Medien.
zeit.de, turi2.de (Background)

Zitat: Print-Interviews haben mehr Wumms, sagt "Zeit"-Chef Rainer Esser.

"Posten, tweeten und bloggen kann jeder, aber ein Gastbeitrag oder ein Interview in 'Spiegel', 'FAZ', 'Süddeutsche', 'Handelsblatt' oder 'Zeit' hat schlicht und einfach viel mehr Wumms."

"Zeit"-Chef Rainer Esser ist in einem Gastbeitrag für Meedia überzeugt, dass Unternehmenslenker Interviews und Berichte über sich und ihre Firmen in Printmedien lieben und hofft, dass auch deren Marketingchefs "auf diesen Trichter" kommen.
meedia.de

Weitere Zitate:

"Wenn eine Agentur ihren Kunden die Vorteile von Print wie Schulkindern erklären muss, dann haben wir Verlage offenbar bisher einiges vollkommen falsch gemacht."

"Bei uns gibt es kein Wegwischen, kein Zappen, keinen Second Screen. Zeitungen und Zeitschriften erfordern die volle Aufmerksamkeit ihrer Leser, und diese Aufmerksamkeit kann nicht gefälscht werden."

"Die großen gesellschaftlichen Debatten werden in den großen Zeitungen und Zeitschriften geführt."

"Die Qualitätsmedien gefährden mit ihrer suboptimalen zersplitterten Schrebergartenvermarktung (jeder für sich und im Zweifel sogar mal gegeneinander) die wirtschaftliche Substanz ihrer Häuser."

Rainer Esser kritisiert Vorgehen der VG Media gegen Google.

Rainer Esser 150"Zeit"-Geschäftsführer Rainer Esser kritisiert in "Horizont" die Klage der VG Media gegen Google. Sie berge die Gefahr, das Anliegen der Verlage zu schwächen. Die Rechtsgrundlage der Klage könne Esser zudem nicht erkennen. "Einige der Verlage, die Google am lautesten anklagen, investieren selbst am allermeisten in SEO", so Esser. Er halte das Leistungsschutzrecht jedoch "grundsätzlich für richtig", auch wenn die aktuelle Fassung nicht optimal sei.
"Horizont" 07/2017, S. 8 (Paid)

Aus dem turi2.tv-Archiv:

Basta: Rainer Esser ist der ideale "moderne 60-Jährige".

Rainer Esser 150Schöner altern mit Esser: Bei Zeit Online schreibt Alina Schadwinkel unter dem Titel "60 ist nicht das Ende" über die angenehmen Seiten des Alterns. Zur Illustration dient ihr das "Symbolbild" eines "modernen 60-Jährigen". Wer genau hinschaut, erkennt Verlagschef und Geburtstagskind Rainer Esser, der beim Shooting allerdings erst 58 Lenze zählte.
zeit.de, turi2.de (Fotoshooting)

Wir graturilieren: Rainer Esser wird 60.


Wir graturilieren: Rainer Esser, Geschäftsführer der "Zeit", wird 60. Dass die Zeitung, für die Rainer Esser arbeitet, im zurückliegenden Lebensjahr sogar 70 geworden ist und dabei "so frisch wie nie daher kommt", freut das Geburtstagskind: "Das gibt einem 60-Jährigen Halt und Zuversicht." Weniger Freude bereitete Esser der "kurzfristige" Abstieg seines Lieblings-Fußballvereins Hannover 96 – der aktuelle Tabellenplatz 2 in der zweiten Liga lässt hoffen.

Für das neue Lebensjahr wünscht sich Rainer Esser eine ganze Menge: "Dass Großbritannien in der EU bleibt und die Männerfreunde Trump und Putin gemeinsam mit Frau von Storch und Frau Petry eine richtig lange Reise zum Mars antreten." Der Wunsch wird wohl unerfüllt bleiben – wie auch der, in diesem Leben noch das Tennisturnier von Wimbledon zu gewinnen. Oder der Wunsch seiner Großmutter, die wollte, dass ihr Enkel Missionar in Afrika wird.

Dafür feiert er seinen Geburtstag nicht nur mit der Familie und den Kollegen, sondern auch mit der Bundeskanzlerin, dem Bundespräsidenten, Hamburgs Bürgermeister und 1.995 weiteren Gästen – bei der Eröffnung der Elbphilharmonie. Geburtstags-Gratulationen von Leuten, die keine Einladung ergattern konnten, sind ihm am liebsten per Brief oder Snapchat – der Mittelweg E-Mail geht aber sicher auch.

"Zeit"-Chef Rainer Esser plädiert für Vermarktungs-Deals unter Qualitäts-Printtiteln.

Rainer Esser 150Printvermarktung der deutschsprachigen Qualitätstitel könnte von engerer Zusammenarbeit profitieren, sagt Rainer Esser, Geschäftsführer des Zeitverlags, im Interview mit Jürgen Scharrer. Qualitätstitel wie ua. "FAZ", "Süddeutsche" und "Zeit" als eigenes Media-Segment zu positionieren, sei "der Königsweg", so Esser. Die Marken eigneten sich gut für Branding gegenüber einer "exquisiten Zielgruppe". Das könnten Facebook und Google nicht so gut leisten – im Gegensatz zu "direkt überprüfbaren Vertriebsaktionen", bei denen er den Tech-Konzernen bescheinigt, "ungeheuer innovativ" zu sein und "tolle Geschäftsmodelle" zu haben.
horizont.net

"Christ & Welt": Rainer Esser dementiert Uneinigkeit über Vertragshöhe.

Christ&Welt Zeit 150Zeit widerspricht der Darstellung des "Kölner Stadt-Anzeigers", wonach die Zulieferung von Christ & Welt durch das Katholische Medienhaus wegen Uneinigkeit über die Dotierung des Vertrags gekündigt wurde. Laut Verlagsgeschäftsführer Rainer Esser komme es weder beim Budget noch bei der Personalstärke der Redaktion zu Einsparungen. Ab Oktober produziert die neue Tochterfirma Zeit:Credo die Beilage über Religion und Gesellschaft.
turi2 – eigene Infos, turi2.de (Background)

Der "Kölner Stadt-Anzeiger" bleibt bei seiner Darstellung. DuMont-Chefkorrespondent Joachim Frank schreibt turi2, der Zeitverlag und namentlich Rainer Esser habe die Sonderkündigungsklausel im Vertrag in Anspruch genommen, weil keine Einigung über die Dotierung des Liefervertrags erzielt wurde.

Meinung: Rainer Esser fordert, Pressefreiheit durch guten Journalismus zu verteidigen.

Rainer Esser 150Rainer Esser, Geschäftsführer der "Zeit", fordert in seinem Beitrag für das VDZ-Jahrbuch 2016 die Verlogenheit des Wortes Lügenpresse mit Argumenten bloßzustellen. Gerade in den aktuellen, rauen Zeiten seien Journalisten gefordert, zu prüfen, ob sie ihr Handwerk ordentlich ausführen. Starke Redaktionen und sorgfältige Journalisten seien die Basis für eine demokratische Gesellschaft.
wuv.de

turi2 edition: "Zeit"-Chef Rainer Esser und sein Königreich der Diversifikation.


Der Mann mit der Marke: "Ich pack den Spaten und den Hammer aus", sagt "Zeit"-Geschäftsführer Rainer Esser. Seit 1999 führt er den Verlag, hat die Zahl der Mitarbeiter verdoppelt und das Zusatzangebot zur Wochenzeitung vervielfacht. Esser macht die Marke "Zeit" zu einem Königreich der Diversifikation und spricht in der turi2 edition über seine Überzeugungen, seine Strategie und die Pläne: 2016 werden ein oder zwei weitere Magazine folgen, entweder als Beilage zur "Zeit" oder einzeln am Kiosk. Das im Dezember gestartete Medizin-Supplement Zeit Doctor erscheint vier Mal, auch Zeit Geld und Zeit Golfen werden fortgeführt.

"Only the sky is the limit", brummt Esser mit sonorer Stimme – und meint das gar nicht überheblich. Er weiß um seine Stärken, ist Ermöglicher eines kreativen Team-Prozesses. Die meisten neuen Ideen zur Diversifikation entstünden einfach im Gespräch; nicht in seinem Eckbüro mit dem bescheidenen Schreibtisch, sondern unter Redakteuren und Verlagsmitarbeitern. Die Trennung von Redaktion und Zusatzgeschäften, sagt Esser, sei in den genetischen Code aller eingeschrieben: "Ich habe noch nie einem Redakteur oder dem Chefredakteur etwas Inhaltliches nahegelegt, weil es dem Kommerz dienen könnte. Das ist ein absolutes No-Go."
turi2.de (Themen-Seite zu Esser in der turi2 edition 1)

Weiterlesen können Sie in der turi2 edition, Ausgabe 1, Print. Ein Plädoyer für Slow Media.

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lexikon2: Rainer Esser.

Rainer Esser, Jurist und Journalist, Jahrgangs 1957, führt den Zeit-Verlag als Geschäftsführer zu immer neuen Umsatz-Rekorden. Essers Truppe dehnt mit Geschick die starke Marke "Zeit" in immer neue, profitable Geschäftsfelder. Esser wirbt als Geschäftsführer des Zeit Verlags mit einem Lächeln für Zuversicht in der Printbranche. Der promovierte Jurist,… Weiterlesen …

fragebogen2: Rainer Esser.


Rainer Esser, promovierter Jurist, ausgebildeter Journalist und praktizierender Geschäftsführer des Zeitverlags ("Zeit") in Hamburg, möchte am Tag seiner Beerdigung eines nicht hören: "Er war ein harter Hund." Trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb – ist Esser, der am 11. Januar 1957 geboren wurde, ein erfolgreicher Verlagsmanager geworden (im turi2-Interview verriet er einiges von der "Zeit"-Strategie). Kurz, knapp und entwaffnend ehrlich beantwortet Esser den turi2-Fragebogen. Unklar nur, ob Esser bei der Frage nach seinem Vorbild als Medienmacher nicht ein wenig geflunkert hat. Für 52 Sekunden mit dem gar nicht harten Hund Esser einfach ins Video klicken.
youtube.com/user/turi2tv

interview2: Rainer Esser.


Rainer Esser, 51, promovierter Jurist und Geschäftsführer des Zeitverlags in Hamburg, hat ein zweispältiges Verhältnis zur gegenwärtigen Finanz-, Medien- und Vertrauenskrise: Einerseits steigt die Auflage der "Zeit" in Krisenzeiten, weil die Menschen Orientierung suchen bei vertrauenserweckenden Medienmarken. Andererseits muss sich auch die Wochenzeitung mit Anzeigenrückgängen auseinandersetzen. 2009 werde auch sein Blatt im Werbemarkt wohl "Federn lassen", glaubt Esser. "Aus heutiger Sicht" sei aber nicht mit Entlassungen in der Redaktion zu rechnen – schon gar nicht für Helmut Schmidt, dessen 90. Geburtstag die "Zeit" im Dezember feiern will. Mit einen Grund für die gute Auflagenentwicklung der "Zeit" sieht Esser im Interview mit dem Branchenfernsehen turi2.tv am Rande der Zeitschriftentage in der konsequenten "Inszenierung der Zeitung": Die Redakteure und Autoren müssten "auf immer mehr Bühnen präsent" sein und dem Blatt bei Veranstaltungen ein Gesicht geben. Bei Zeit Online sieht Esser "noch ein bisschen Luft nach oben", bisher habe der Verlag das Thema "etwas zu ruhig angegangen". Für sechs Minuten über die "Zeit" mit Rainer Esser bitte einfach ins Video klicken.

Rundfunkbeitrag wird 17,98 Euro nicht übersteigen, sagt Staatsminister Rainer Robra.

Rundfunkbeitrag stößt bei 17,98 Euro an eine Grenze, sagt Sachsen-Anhalts Staatskanzlei-Chef Rainer Robra. In seinem Bundesland sei dies die Schallmauer. Robra mahnt Einsparungen in den öffentlich-rechtlichen Anstalten an und sieht noch Verbesserungsbedarf in der Berichterstattung über den Osten.
tagesspiegel.de

Zitat: "Zeit"-Geschäftsführer Esser sieht die Industrie in der Verantwortung für die Gesellschaft.

"Werbung für wertvolle Marken gehört in hochwertige redaktionelle Umfelder. Wer diesen offenbaren Zusammenhang leugnet, ist ein Depp."

Rainer Esser, "Zeit"-Geschäftsführer, appelliert an die gesellschaftliche Verantwortung der Marketingverantwortlichen, um Meinungsvielfalt zu sichern.
"Werben & Verkaufen" 45/2018, S. 22-23 (Paid)

Basta: Holland-Trainer erhält Spott für Disput mit Journalisten.

Besser 8:0 geben: Der niederländische Fußball-Nationaltrainer Dick Advocaat muss nach dem voraussichtlichen Aus in der WM-Qualifikation Spott ertragen. Grund: Vor dem letzten Spieltag sagte er einem Journalisten, seine Frage sei dumm. Der Mann fragte, was passiere, wenn Konkurrent Schweden 8:0 gegen Luxemburg gewinne. Schweden gewann später mit 8:0.
bild.de

"Zeit" testet eine transalpine Ausgabe.

Zeit erscheint diese Woche in der Schweiz mit einem achtseitigen Alpen-Zeitungsbuch. Unter Leitung von Schweiz-Bürochef Matthias Daum testet das Team eine transalpine Perspektive auf die Dinge. In Österreich, Bayern und Baden-Württemberg erscheint "Zeit Alpen" in der Digitalausgabe, nicht gedruckt. Die Idee entstand aus dem transalpinen Podcast Servus. Grüezi. Hallo. heraus.
zeit-verlagsgruppe.de

Aus dem Archiv von turi2.tv: Wie "Zeit"-Chef Rainer Esser Print- und Anzeigen-Krise trotzt. (Dezember 2018)

Der Zeit-Verlag gibt Christian Röpke und Mark Schiffhauer zusätzliche Aufgaben.

Zeit: Christian Röpke (Foto) und Mark Schiffhauer bekommen zusätzliche Aufgaben. Röpke, aktuell vor allem Geschäftsführer von Zeit Online, bekommt den Titel Chief Digital Officer und soll in der neu geschaffenen Position übergreifende digitale Geschäftsmodelle entwickeln. Der bisherige Verlagsleiter Business Solutions, Mark Schiffhauer, wird zusätzlich Chief Creative Officer und soll als solcher die Branded-Content-Angebote der "Zeit" ausbauen. Zudem hat Verlagsgeschäftsführer Rainer Esser eine fünfköpfige Geschäftsleitung berufen, der neben Röpke und Schiffhauer, noch Nils von der Kall, Sandra Kreft und Monica Sawhney angehören. Im Mai stößt noch Aki Hardarson hinzu.
zeit-verlagsgruppe.de

ARD-Werber attackieren die Print-Medien.


Reklame-Rowdys: Die Chefs der ARD-Werbung haben Oberwasser – und zielen per "Horizont"-Interview auf die schon angeschossene Print-Branche. AS&S-Chefin Elke Schneiderbanger sieht Werbung in TV und Radio als Krisen-Gewinner: Wer früher großflächig Papier-Präsenz zeigte, wechsele jetzt ins Umfeld von "Tagesschau" und "Sportschau". ARD-Werbung sei "die personifizierte Brand Safety". Schneiderbanger vermutet große Not bei Zeitungen und Zeitschriften mit Blick auf den Relotius-Skandal: "Wie muss es denn in den Redaktionen zugehen, wenn Journalisten glauben, auf diese Art gewünschte Geschichten kreieren zu müssen?"

Ihr TV-Chef Uwe Esser sekundiert, ohne konkrete Beispiele zu nennen, die heutige Qualität im Printbereich sei "selbst bei den sogenannten Entscheidermedien zu diskutieren". Uwe Esser widerspricht "Zeit"-Geschäftsführer Rainer Esser, der beobachtet haben will, dass sich Marken aus dem TV zurückziehen, um ihre Werbebudgets in Print zu stecken. "Rainer Esser spricht vielleicht für 'Die Zeit', aber nicht für die Gattung", meint Esser über Esser. (Fotos: AS&S, Montage: turi2)
"Horizont" 13/2019, S. 14 (Paid)

Aus dem Archiv der turi2 edition: Elke Schneiderbanger im Porträt.

Aus dem Archiv von turi2.tv (Dezember 2018): Wie "Zeit"-Chef Rainer Esser Print- und Anzeigen-Krise trotzt – hier mit Themenliste des Gesprächs zum Anklicken.

"Zeit"-Anzeigenerlöse bleiben stabil bei 48 Mio Euro.

Zeit erlöst 2018 rund 48 Mio Euro aus Print-Anzeigen und ist damit gegen den Markttrend konstant, berichtet Roland Pimpl. Mit 18 Mio Euro ist allerdings auch Zeit Online konstant – ein Misserfolg im wachsenden digitalen Geschäft. Den Print-Erfolg führt Verlagschef Rainer Esser auf ein Ende des Hypes um TV und um digitales Targeting zurück – Umfeld zähle mehr.
"Horizont" 10/2019, S. 15 (Paid)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Wie "Zeit"-Chef Rainer Esser Print- und Anzeigen-Krise trotzt. (Dezember 2018)

Hör-Tipp: Zeit Online und NZZ werden zu Technologieunternehmen.

Hör-Tipp: Im Podcast von Levin Kubeth und Felix Ogriseck sprechen die Produktchefs Thorsten Pannen von "Zeit Online" und Rouven Leuener von der "Neuen Zürcher Zeitung" über Newsapps und den digitalen Wandel ihrer Medienmarken. Die "NZZ" allein kann den Markt nicht verändern, sodass größere Plattformen wie Spotify die Spielregeln bestimmen, sagt Leuener. Nachrichten-Aggregatoren dürfen nicht dazu führen, dass die Leserbindung gegenüber Medienmarken leidet, sagt Pannen.
anchor.fm (79-Min-Audio, Interview ab 5:29)

Aus dem turi2.tv-Archiv: Wie "Zeit"-Chef Rainer Esser Print- und Anzeigen-Krise trotzt.

"Zeit" verschickt kostenloses Wirtschaftsmagazin an Entscheider.


Mitteilungen für den Mittelstand: Die "Zeit" legt im März erstmals ein Wirtschaftsmagazin für Unternehmen auf, das künftig viermal im Jahr erscheinen soll. Der Verlag druckt "Zeit für Unternehmen" mit 80.000 Auflage und verschickt das Heft kostenlos an Entscheider aus dem Mittelstand. Die passenden Geschäftskontakte kommen aus dem Verteiler der "Zeit"-Tochter Convent, einem auf Mittelstands-Events spezialisierten Veranstalter.

Inhaltlich steht die Wirtschafts-Redaktion der Wochenzeitung hinter dem Mittelstands-Magazin, Wirtschaftschef Uwe Jean Heuser verantwortet das Heft als Herausgeber. Er soll in "Zeit für Unternehmer" "unternehmerische Leistungen" und "unerwartete Lösungen" beschreiben, schreibt der Verlag in seiner Pressemitteilung.
zeit-verlagsgruppe.de, turi2 – eigene Infos

Mitarbeit: Markus Trantow

Aus dem turi2.tv-Archiv: Wie "Zeit"-Chef Rainer Esser Print- und Anzeigen-Krise trotzt.

turi2.tv – die Top 7 des Branchenfernsehens im Dezember 2018.


TV-Quoten bei turi2: Mit fast 25.000 Video-Views, davon über 24.000 bei YouTube, ist das Interview mit "Spiegel"-Chefredakteur Steffen Klusmann zur Relotius-Affäre das meistgesehene turi2.tv-Video überhaupt. Auf Platz 2 folgt die Keks-Erbin Verena Bahlsen und ihr Plädoyer für Disruption (6.548 Video-Views), "Zeit"-Geschäftsführer Rainer Esser verrät sein Erfolgsrezept und findet knapp 5.000 Zuschauer. Außerdem in den Top 7: die lustigsten Pannen beim Branchenfernsehen turi2.tv und 45 Minuten Klatsch über Klatsch mit "Gala"-Chefredakteurin Anne Meyer-Minnemann. Auffällig: turi2.tv-Videos werden nicht nur bei YouTube, sondern auch bei Facebook und Twitter gern gesehen. Weiterlesen und Videos anschauen…

Drei Minuten Digitalisierung – der Medienwandel bei turi2.tv.


Internet geht nicht mehr weg: Die Digitalisierung aller Lebensbereiche treibt Medien- und Markenmacher auch 2018 um. In turi2.tv-Interviews sprechen die spannendsten Köpfe der Branche, wie sie die Chancen des Netzes für sich nutzen. "Handelsblatt"-Chefredakteur Sven Afhüppe beschreibt, dass der digitale Kunde zum wichtigsten werde, Startup-Löwe Frank Thelen sieht keine Alternative zur "Volldigitalisierung" und Vaunet-Chef Hans Demmel missfällt das Vollpumpen sozialer Netzwerke mit Inhalten.

Hier geht es direkt zu den Video-Interviews mit …
Sven Afhüppe, "Handelsblatt"

Frank Thelen, Startup-Investor

Sebastian Matthes, "Handelsblatt"

Ove Saffe, Funke

Thomas Rabe, Bertelsmann

Nico Hofmann, UFA

Hans Demmel, Vaunet

Rainer Esser, "Zeit"

Miriam Meckel, Ada-Verlegerin

turi2.tv (3-Min-Video auf YouTube)