Blattkritik: Philipp Köster, Chefredakteur “11 Freunde”, über “c’t”.

Philipp Köster lobt die Computerzeitschrift c’t als verlässlichen Begleiter im digitalen Wandel. Die Optik erinnert den Chefredakteur von 11 Freunde allerdings eher an eine “Apothekenumschau für Stubenhocker”. Wer gerne Ahnung von Computern hätte, greift zu “Wired” oder zur Getränkekarte im St. Oberholz. Wer hingegen Ahnung von Computern hat,… Weiterlesen …

CIA wusste von weiteren Medienkontakten.

cia-logo150CIA-Abhöraffäre betrifft weitere Medien, berichtet "Bild am Sonntag": Neben dem "Spiegel" wusste der US-Geheimdienst auch von angeblichen Kontakten des damaligen stellvertretenden Geheimdienstkoordinators Hans Josef Vorbeck zur "Neuen Zürcher Zeitung" und zum "Handelsblatt" zu berichten. Die Amerikaner hätten "nicht proaktiv" geplaudert, was eine Nachfrage seitens der Bundesregierung nahelegt.
"Bild am Sonntag", S. 63, bams.de (Vorabmeldung)Kommentieren ...

turi2.tv: NZZ-Chef Veit Dengler über Innovationen in der Zeitung.


Die Zeitung lebt, glaubt NZZ-Chef Veit Dengler. Er will sich nicht nur "auf neue Baustellen konzentrieren", sondern Innovationen auch ins Kernprodukt Zeitung bringen, sagt der gebürtige Österreicher im turi2.tv-Interview. Dengler denkt die Funktion der Print-Zeitung neu. Sie sei heute nicht mehr für den Nachrichtenüberblick da.
 
Ziel aller Innovationen sei eine möglichst breite Basis zahlender Kunden - und die sollten sich bitte selber aussuchen, ob sie Papier oder ein Smartphone in der Hand halten wollen. Ganz so großzügig wie mit seinen Kunden geht Dengler selten zur Sache - Margrit Sprecher beschrieb den CEO in der "Zeit" jüngst als hammerharten Durchregierer. Dengler selbst (Lieblings-Vokabeln: schnell, entschlossen, gründlich) kommentiert das ohne erkennbare Emotion: "Es geht nie geräuschlos."
turi2.tv (2-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2), turi2.de (Teil 1, 3-Min-Video)Kommentieren ...

Blatter beschuldigt Wulff wegen WM-Vergabe an Katar.

sepp-blatter150Sepp Blatter fühlt sich nicht für die WM-Vergabe an Katar verantwortlich. Im Interview mit der "Welt" behauptet er, der damalige Bundespräsident Christian Wulff habe sich 2010 für Katar stark gemacht: "Die Herren Sarkozy und Wulff haben versucht, ihre Wahlmänner zu beeinflussen. Deswegen haben wir jetzt eine WM in Katar. Die, die das entschieden haben, sollen auch die Verantwortung übernehmen."
"Welt am Sonntag", S. 21 (E-Paper), welt.de, theguardian.comKommentieren ...

Die exklusivste Webseite der Welt.

tastatur computer mac 150World Wait Web: Das Kuriositäten-Kabinett des Internet hat eine neue Attraktion: Eine geheimnisvolle Webseite lässt zehntausende Internetnutzer teils Tage lang virtuell Schlange stehen, um für 60 Sekunden einen Blick auf die "exklusivste Webseite" zu werfen. Was sie dort erwartet, wissen die Wartenden nicht. Die Webseite ist in den USA längst ein Viralhit und hat es immerhin schon auf Platz 1 der Liste "komplett nutzloser Websites" geschafft.
spiegel.demostexklusivewebsite.comKommentieren ...

ZDF gründet crossmediales Rechercheteam.

ZDF logo_150ZDF führt Personal zusammen und gründet ein crossmediales News-Rechercheteam. Das Social-Media-Team wird um zwei Stellen aufgestockt. Ab Oktober arbeiten 1.100 Mitarbeiter im Aktuellen und bei Magazinen mit einem vom ZDF selbst mitentwickelten Planungstool, kündigt Vize-Chefredakteur Elmar Theveßen an.
twitter.com, turi2 vor Ort beim Netzwerk Recherche in HamburgKommentieren ...

Die Hitze legt arte lahm.

arte logo_150arte im Sommerloch: Ein Hitze-Brand in einem elektrischen Schaltraum hat beim deutsch-französischen TV-Sender am Samstag einen stundenlangen Sendeausfall verursacht, berichtet die dpa. Der Sendebetrieb war zwischen 7.00 und 12.30 Uhr unterbrochen. Webseite und Mediathek waren von der Panne aber nicht betroffen. Der Nachrichtensender n-tv legte am Donnerstag ebenfalls eine unfreiwillige Sendepause ein, die womöglich auch auf die Hitze zurückzuführen ist.
sueddeutsche.de, abendblatt.de (n-tv)Kommentieren ...

Zitat: Elmar Theveßen über jüngere TV-Zuschauer.

Elmar_Theveßen_150"Die 'Tagesschau' hat an fünf Tagen die Woche ein Problem in Sachen jüngere Zuschauer, wir an sieben Tagen."

Elmar Theveßen, stellvertretender Chefredakteur des ZDF, ist ein bisschen neidisch auf die "Tagesschau", denn die habe am Samstag durch die "Sportschau" und am Sonntag durch den "Tatort" immerhin ein wenig mehr junges Publikum.
twitter.com, turi2.tv (Interview mit Theveßen), turi2 vor Ort auf der nr-Jahreskonferenz in HamburgKommentieren ...

“stern” bekommt einmalige Wirtschaftsbeilage.

Capital_kompakt_150Gruner + Jahr spendiert dem "stern" eine neue Wirtschaftsbeilage. "Capital Kompakt" liegt der 44. Ausgabe des "stern" bei, wird von der Redaktion des Wirtschaftsblattes "Capital" produziert und ist zunächst als einmaliger Test geplant. Die Beilage soll Lesern "in Zeiten von Niedrigzinsen und überhitzter Börsen" auf 32 Seiten Finanz- und Anlagetipps liefern.
new-business.de, ems.guj.deKommentieren ...

Kino erfindet sich neu.

Kino_150Kinobranche will mit neuen Formaten, flexiblen Spielzeiten und neuen Preismodellen die Generation Smartphone zurück in die Kinosäle locken. YouTube-Stars, Filme im Social-Media-Look oder Eventübertragungen sollen's richten. Thomas Negele vom Hauptverband Deutscher Filmtheater zieht auch Jahresabos, Kino-Flatrates, kürzere Filme oder monatliche Serien in Erwägung. Die Kinokette Cinemaxx experimentiert u.a. mit sogenannten Supertickets, bei denen Kinobesucher auch Zugang zu Online-Videos erhalten. (Bild: Rainer Sturm  / pixelio.de)
"W&V", 28/2015, S. 60-641 Kommentar

turi2.tv: NZZ-Chef Veit Dengler über seinen Innovationen-Turbo.


Jedes Quartal ein neues Produkt, lautet das Streber-Ziel von NZZ-Geschäftsführer Veit Dengler. Der Österreicher mit Stationen bei McKinsey, T-Mobile und Dell duldet keine Schweizer Gemächlichkeit beim Traditionsblatt und drückt auf die Tube. "Aus dem laufenden Betrieb heraus wollen wir Innovation generieren", erklärt Dengler im turi2.tv-Interview.
 
Sein Kurs: Nicht in Startups investieren, sondern im publizistischen Kerngeschäft besser werden und "die Nische in der Produktdifferenzierung suchen". Für Dengler ist es höchst unbefriedigend, dass die NZZ zu 90 % in die kleine Schweiz hinein verkauft. Darum setzt der Österreicher auch auf die Heimat, wo nzz.at sich ohne eine gedruckte Schwester bewähren muss. "Das ist nicht einfach", sagt Dengler, "weil niemand hat auf die NZZ gewartet."
turi2.tv (3-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2), turi2.de (Interview Teil 2, 2-Min-Video)Kommentieren ...

ProRecherche will Journalisten Investigativ-Recherche beibringen.

ProRecherche_150ProRecherche will Lokalzeitungen für investigative Recherchen fit machen. Die Initiative bietet u.a. Seminare an, in denen Journalisten das Recherche-Handwerk lernen können. Das gemeinnützige Recherche-Projekt soll sich durch Spenden und Seminarbeiträge finanzieren und will u.a. mit dem Recherchebüro Correctiv zusammenarbeiten.
br.de (4-min-Audio), kress.deprorecherche-lehrredaktion.orgKommentieren ...

Mediakraft blutet aus.

Mediakraft 150Mediakraft verliert mit Daaruum einen weiteren YouTube-Star. Die Videobloggerin mit über 1 Mio Abonnenten will nach dem Vertragsende zum 30. Juni erstmal eine Schaffenspause einlegen. Zeitgleich hat auch die Comedy-Kombo Space Frogs den YouTube-Vermarkter verlassen - laut Mediakraft "im besten Einvernehmen".
sueddeutsche.dewelt.de, twitter.com (Statement Daaruum), turi2.de (Background)Kommentieren ...

Otto-Brenner-Stiftung bemängelt Polit-Magazine im TV.

Otto_Brenner-StiftungOhne Strahlkraft: Die Polit-Magazine von ARD und ZDF sind zu unpolitisch und springen zu oft auf Themen auf, statt eigenen Themen Relevanz zu verschaffen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der gewerkschaftsnahen Otto-Brenner-Stiftung. Besonders schwach seien die Rechercheleistungen von "Fakt" (MDR) und "Kontraste" (RBB), kritisieren die Autoren und empfehlen die Beschränkung auf zwei Polit-Formate im Ersten.

Das ZDF kommt im direkten Vergleich etwas besser weg: "Frontal 21" sei am abwechslungsreichsten. Doch für "ein kontinuierlich hohes Niveau" fehle es an einer langfristigen Recherchestrategie. Spiegel TV, eines der wenigen Politsendungen im deutschen Privatfernsehen, attestieren die Studienautoren einzelne gute Beiträge. Tendenziell entwickle sich das Format aber zu einem "bunten Magazin".

Das vernichtende Gesamturteil: “Generell aber gab es zu wenige Highlights, zu viele durchschnittliche Berichte, die teilweise eher in Regionalmagazinen gut aufgehoben gewesen wären, als dass man den politischen Magazinen dauerhaft und nachhaltig die Eigenschaft hätte zusprechen können, für das Agenda Setting eine bedeutende Kraft sein.“
spiegel.de, otto-brenner-stiftung.de (Dossier zu Studie)Kommentieren ...

Olympia: Medienrechtler sehen Wettbewerbs-Probleme.

ioc150 Olympia Olympische RingeOlympia-Deal ist medienrechtlich "angreifbar", meint Jörg Ukrow, Vorstandsmitglied des Instituts für Europäisches Medienrecht. So sei Eurosport nicht in mindestens zwei Dritteln der deutschen Haushalte empfangbar. Die Größe des Rechte-Pakets und die lange Vergabedauer böten zudem "wettbewerbsrechtliches Konfliktpotenzial".
"Süddeutsche Zeitung am Wochenende", S. 42Kommentieren ...

“Spiegel” beklagt Verrat durch die Bundesregierung.

Spiegel-150Spiegel telefoniert seit Edward Snowden mit Krypto-Handys, schickt verschlüsselte Mails und redet in Videokonferenzen mit vorher vereinbarten Codes, heißt in der aktuellen "Hausmitteilung". Dass das Magazin nun trotzdem Zielobjeket des US-Geheimdienstes und von der eigenen Regierung "augenscheinlich verraten" wurde, sei "eine Ungeheuerlichkeit".
"Spiegel" 28/2015, turi2.de (Background)Kommentieren ...

RWE ließ Kontakte zu Journalisten durchleuchten.

RWE-150RWE hat Kontakte von Führungskräften zu Journalisten überwachen lassen. Auf Anweisung von Chefjustiziar Manfred Döss hat die Sicherheitsfirma Control Risks die Telefonverbindungsdaten leitender Angestellter analysiert. Dabei kam eine Liste heraus, auf der vier Journalisten der "Berliner Zeitung", der "WAZ", der "FAZ" und dem "Spiegel" standen, die über den Konzern berichtet hatten.
"Spiegel" 28/2015, spiegel.deKommentieren ...

Bundesliga teilt Rechte-Pakete neu auf.

Bundesliga-Logo 150Bundesliga will die Live-Rechte für die Spielzeit ab 2017/18 in acht statt bisher sechs Paketen vermarkten und technologieneutral vergeben. Das geht laut "Sponsors" aus einem Ausschreibungskonzept hervor, das dem Bundeskartellamt vorliegt. Für die Highlight-Berichterstattung, etwa in der Sportschau, gibt es zwei Szenarien, von denen eines auf 45 Minuten beschränkt ist. Die Ausschreibung soll im Januar eröffnet werden, die Vergabe im April 2016 stattfinden.
"Sponsors" (Vorabmeldung per Mail), sponsors.de (Paid), tagesspiegel.deKommentieren ...

Middelhoff-Insolvenzverfahren ist eröffnet.

Thomas Middelhoff 2014 dpa 150Thomas Middelhoff: Das Insolvenzverfahren ist eröffnet. Etwa 50 Gläubiger verlangen mehr als 100 Mio Euro, aber noch ist unklar, ob die Forderungen in der Höhe berechtigt sind. Insolvenzverwalter Thorsten Fuest hat bisher auf einem Treuhandkonto ganze 600 Euro versammelt. Middelhoffs Bielefelder Villa wird in die Insolvenzmasse eingehen.
handelsblatt.com, wdr.de, sueddeutsche.deKommentieren ...

“Neon”-Chefin Nicole Zepter baut ihr Führunsgteam um.

Nicole Zepter-150Neon-Chefredakteurin Nicole Zepter holt sich ihre Vertrauten an Bord: Jan Abele, ehemaliger Vize-Chef von The Germans, einem von Zepter gegründeten Indiemagazin, wird Berater der Chefredaktion. "Neon"-Gründungsmitglied Mirko Borsche kehrt als kreativer Berater der Chefredaktion zu "Neon" zurück. Die bisherigen Vizechefs Anke Helle und Sascha Chaimowicz sowie Art Direktorin Ji-Young Ahn gehen "in gegenseitigem Einverständnis".
horizont.net, turi2.de (Backgropund)Kommentieren ...