Dentsu-Aegis-Chef Jerry Buhlmann hört auf, Tim Andree übernimmt.


Der Nächste, bitte: Dentsu Aegis und Geschäftsführer Jerry Buhlmann, 59, (Foto links) gehen getrennte Wege. Buhlmann führt die Agentur-Holding seit 2010 als Chef von Aegis, mit dem Verkauf 2012 an die Japaner stieg er zum Chef von Dentsu Aegis Network auf. Executive Chairman Tim Andree übernimmt Buhlmanns Aufgaben zusätzlich. Einen Grund für sein Ausscheiden nennt die Holding nicht, es ist aber denkbar, dass es zwischen Buhlmann und Andree zu unterschiedlichen Auffassungen über die Strategie des Konzerns gekommen ist.

Buhlmann steht seit Jahren für Wachstum durch Zukäufe und Übernahmen und hat damit durchaus Erfolge erzielt. So hat sich der Umsatz der Gruppe in fünf Jahren auf 3,6 Mrd Pfund verdoppelt, die Gewinn-Marge ist aber deutlich gesunken. Ob die Übernahme-Strategie weiter die richtige ist, ist fraglich. Kritiker werfen Buhlmann vor, Investitionen ins organische Wachstum der Gruppe zu vernachlässigen und sehen Christine Removille, seit September weltweite Carat-Chefin, als neuen Stern am Aegis-Himmel.
turi2 - eigene Infos, horizont.net, thetimes.co.uk

Mitarbeit: Markus Trantow

SRF sollte weiter Meinungsjournalismus machen, findet Otfried Jarren.

Journalismus: Die designierte SRF-Direktorin Nathalie Wappler will auf Meinungsjournalismus verzichten, Kommunikationswissenschaftler Otfried Jarren findet das unverständlich. Es sei Aufgabe der Journalisten, Watchdog, kritisch und "keine Sprachrohre" zu sein. Nutzer müssten zudem nicht einfach rezipieren, was man ihnen vorsetze, sondern könnten frei wählen.
deutschlandfunk.de, turi2.de (Background)

Zitat: Telekom wird kein Netflix-Konkurrent, sagt TV-Chef Wolfgang Elsäßer.

"Wir werden nie der Wettbewerber der Plattformen werden. Die Beträge, die Netflix für Content ausgibt, investieren wir lieber in unser Netz."

Wolfgang Elsäßer, TV-Chef bei der Deutschen Telekom, sagt im "Horizont"-Interview, die Eigenproduktionen hänge das Unternehmen "ins Schaufenster", Hauptwettbewerber blieben aber Kabelnetzbetreiber.
horizont.net

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Geschäftsmodelle für regionale Tageszeitungen: Fragen und Antworten zum "Regio-Hub"
Auf der Suche nach neuen Erlösquellen besinnen sich Lokalzeitungen zunehmend auf ihre Stärken - hohe Bekanntheit und regionale Reichweite. Auf einer digitalen Plattform, dem "Regio-Hub", bringen sie z.B. Unternehmen und Vereine mit deren Zielgruppe zusammen. Was sie selbst davon haben und wie das Modell genau funktioniert, beantworten wir hier.
(Foto: sebra/ Shutterstock.com)

turi2 edition #7: Andreas Prasse im Porträt.


Lichter der Großstadt: Andreas Prasse und WallDecaux bepflastern weltweit Flughäfen, Bahnhöfe und Innenstädte mit Werbung. Mit Peter Turi läuft Prasse, beim Außenwerber verantwortlich für Marketing und Vertrieb, für die turi2 edition 7 durch Berlin. Dabei ärgert er sich über "Wild-Werbung", erzählt von der Zukunft – City Lights digital – und verrät sein Karriereziel, das mit Anteilen am Werbekuchen zu tun hat. (Fotos: Holger Talinski) Weiterlesen…

Blablacar und die französische Bahn SNCF wollen Flixbus ausbremsen.

Flixbus bekommt Konkurrenz aus Frankreich: Die Mitfahr-Plattform Blablacar kauft Ouibus von der französischen Bahn SNCF und will expandieren. Die Bahn ist bei Blablacar eingestiegen. Alle Dienste sollen auf OUI.sncf zusammenlaufen – schon heute die größte E-Commerce-Plattform Frankreichs, schreibt Thomas Hanke. Blablacar ist während eines Bahn-Streiks aufs Busgeschäft gestupst worden: Damals stiegen tausende Franzosen auf Flixbus um.
"Handelsblatt", S. 44 (Paid)

EU-Leistungsschutzrecht umfasst auch Arbeit von Software-Entwicklern.

Leistungsschutzrecht enthält auf EU-Ebene einen großen Haken, entdeckt die Bundesregierung kurz vor den finalen Abstimmungen. Es schützt auch die Werke freier Software-Entwickler. Sie könnten Anspruch auf einzelne Code-Zeilen erheben – und damit die Verbreitung kompletter Software-Programme blockieren. Kanzleramtsminister Helge Braun fürchtet ein "bürokratisches Monster". Die Bundesregierung will Software-Entwickler aus dem Entwurf streichen, so wie im aktuellen deutschen Leistungsschutzrecht.
"Welt", S. 4 (Paid)

Falsche Zitate: "Playboy" distanziert sich von Interview.

Hollywoodreife Panne: Der deutsche "Playboy" räumt schwere Fehler in einem Interview mit Filmmusik-Komponist Ennio Morricone (Foto) ein. Das gesprochene Wort sei "in Teilen nicht korrekt wiedergegeben" worden, sagt Chefredakteur Florian Boitin. Im Interview greift Morricone den Regisseur Quentin Tarantino an, ein freier Autor hat es geführt. Burda prüft rechtliche Schritte.

Morricone bezeichnet Quentin Tarantino in dem Interview als absoluten Chaoten und sagt, auch laut Überschrift, "Tarantino kann mich mal". Davon distanziert sich Morricone und hat bereits rechtliche Schritte gegen "Playboy" angekündigt. Der Autor äußert sich nicht. Das "Playboy"-Interview ist weltweit Gesprächsthema in der Filmszene geworden – und besteht offenbar doch nur aus sehr viel heißer Luft. (Foto: Angelo Carconi / Ansa / Picture Alliance, Montage: turi2)
spiegel.de, sueddeutsche.de

Zitat: NZZ-Chef Felix Graf braucht Journalisten für die Zukunft seiner Medien.

"Qualität im Journalismus bedeutet, dass wir keinen Kahlschlag bei den Mitarbeitenden machen wollen und können. Qualitätsjournalismus braucht Personal."

Felix Graf, seit Juni Chef der NZZ-Mediengruppe, will nicht beinhart sanieren, sondern klug digitalisieren: Mehr Geld aus dem Lesermarkt zu holen, klappe nur mit "qualitativ hochstehendem Journalismus".
persoenlich.com

Facebook startet Online-Kurse für Weiterbildung im Beruf.

Facebook verstärkt sich im Bereich Weiterbildung: Learn with Facebook startet in den USA mit 13 kleinen Online-Kursen etwa zu Marketing-Themen. Mit Partnern soll das Portfolio an Kursen wachsen, auch der Kauf von E-Learning-Portalen ist möglich. Facebook bietet auch eine Funktion, mit der sich Mentoren mit ihren Mentees vernetzen können. Seit einigen Monaten gibt es auch in Deutschland Stellenanzeigen auf Facebook.
techcrunch.com, finance.yahoo.com

Studie: Britische Marketer nutzen die meisten Bilder nicht professioneller Models.

Shutterstock hat eine Studie beauftragt, die untersucht, wie Marketingfachleute bei Kampagnen auf Diversität achten. Ab der Generation Y, also geboren in den 80ern, tun sie das demnach öfter als ihre älteren Kollegen. Brasilianische Marketer verwenden die meisten Bilder mit Models unterschiedlicher Ethnien, gleichgeschlechtlichen Paaren und Menschen mit Behinderungen. Britische die meisten mit nicht professionellen und androgynen Models.
per Mail

Bundesregierung will 3 Mrd Euro in KI investieren.


Oh hallo, Zukunft: Die Bundesregierung will bis 2025 insgesamt 3 Mrd Euro in Künstliche Intelligenz investieren, liest das "Handelsblatt" im Strategiepapier der Digitalklausur des Bundes. Das Geld fließt u.a. in 100 neue Professuren im Bereich KI, Kompetenzzentren für mittelständische Unternehmen und ein "KI-Transferkonzept", das Wirtschaftsministerium, Forschungsministerium und Arbeitsministerium erarbeiten.

In Reallaboren sollen Unternehmen neue Technologien testen können. Der Bund erhofft sich, dass sein Engagement eine "Hebelwirkung" bewirkt, die "mindestens zur Verdoppelung dieser Mittel" führt. Anfang 2020 prüft der Bund die KI-Strategie und ihre künstlich-intelligenten Früchte.
handelsblatt.com

Zitat: YouTube-Chefin droht, EU-Zuschauer abzuhängen.

"Sollte die Online-Plattform künftig unmittelbar für die Urheberrechtsverletzungen von Nutzern haften, könnten die potenziellen Verpflichtungen so groß werden, dass kein Unternehmen ein solches finanzielles Risiko übernehmen könne."

YouTube-Chefin Susan Wojcicki droht nicht ganz indirekt mit mehr Geoblocking für europäische Nutzer, sollten die neuen EU-Urheberrechtsregeln wie geplant kommen.
t3n.de

Verimi-Gesellschafter Allianz, Telekom und Springer nutzen nun Verimi.

Verimi: Die Nutzer des Identitäts-Diensts können sich nun auch bei den Diensten der Gesellschafter Telekom, Allianz und Springer damit einloggen - sieben Monate nach dem Start. Verfügbar sind nun der Allianz-Kundenbereich, das Telekom-Kundencenter. Leser von Bild.de und Welt.de können nun statt ihres normalen Logins auch Verimi nutzen.
per Mail, turi2.de (Background)