LAE-Studie weist Print-Gewinne aus – Apps und Online verlieren.

Leseranalyse Entscheidungsträger kommt zu dem überraschenden Ergebnis, dass die Wichtigen und Mächtigen in Wirtschaft und Verwaltung auf Print statt auf Online setzen. Die Studie – finanziert von Verlagen und Agenturen – weist für ihre Auftraggeber steigende Print-Reichweiten in der Zielgruppe aus, bei gleichzeitigem Rückgang der tatsächlichen Print-Auflage. Der "Spiegel" hat demnach die größte Bedeutung für Entscheider, gefolgt vom "Focus". Bei den Tageszeitungen sichert sich die "Süddeutsche Zeitung" den ersten Platz. Jens Schröder, Daten-Dompteur von Meedia, bezweifelt die Glaubwürdigkeit der Untersuchung.
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Zitat: Jean-Remy von Matt hält Angela Merkel für ein überlegenes Produkt.

"Ich durfte in meiner Laufbahn die besten Biermarken und schnellsten Sportwagen betreuen, aber noch nie ein dem Wettbewerb so überlegenes Produkt wie Frau Merkel."

Werbeprofi Jean-Remy von Matt, der den CDU-Bundestagswahlkampf als Chefkreativer betreut, schwärmt im "Zeit"-Interview von der Reklame-Tauglichkeit der Kanzlerin.
"Zeit" 27/2017, zeit.de (Vorabmeldung)Kommentieren ...

Jürgen Scharrer rät bei Content Marketing zu SEO und Print.

Content Marketing: Unternehmen müssen keine Medien werden, Dialoge auf Augenhöhe werden überschätzt und Influencer Marketing ist nicht das nächste große Ding, glaubt "Horizont"-Chefredakteur Jürgen Scharrer. Content Marketing sei trotzdem kein Hype, Marken sollten sich dabei aber lieber auf SEO, Native Advertising und schöne Print-Produkte konzentrieren.
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Umfrage: Journalisten sorgen sich um ihre Glaubwürdigkeit und um Fake News.

Journalisten fordert zur Zeit besonders ihre geringe Glaubwürdigkeit heraus, außerdem Fake News und ihre Unabhängigkeit. Das ergibt der Medien-Trendmonitor, den News Aktuell mit Faktenkontor entwickelt hat. Medienmacher nutzen soziale Medien hauptsächlich, um zu recherchieren. Bei der Zusammenarbeit mit Presseabteilungen nerven sie gehaltlose Statements und Funkstille. An der Umfrage haben 1.740 Journalisten teilgenommen.
presseportal.de, newsaktuell.de (alle Umfrage-Ergebnisse)Kommentieren ...

Bill Cosby muss in einem zweiten Fall vor Gericht.

Bill Cosby muss sich 2018 in einem weiteren Prozess wegen sexuellen Missbrauchs verantworten. Eine Frau klagt seit 2014 gegen den TV-Komiker, sie wirft ihm vor, sie 1974 in der Playboy-Mansion missbraucht zu haben. Der Vorfall ist verjährt, kann aber noch zivilrechtlich verfolgt werden. Cosby bestreitet alle Vorwürfe, auch die zahlreicher anderer Frauen.
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RCKT gründet die Innovationsberatung RCKT Next.

RCKT gründet für seine Beratungsleistungen die Einheit RCKT Next. Die Berliner Digitalagentur will ihren Kunden Innovationskompetenz vermitteln. Gin Wa Poon und Karolin Hewelt leiten die zunächst zehnköpfige Einheit, bei der bei Bedarf 40 Externe aus der Startup-Branche mitdenken. Eines der ersten Projekte ist ein Führungskräfte-Coaching einer großen deutschen Bank.
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ProSiebenSat.1 verkauft 16 Media-for-Equity-Beteiligungen.

ProSiebenSat.1 GebäudeSeven Ventures, Finanzinvestor von ProSiebenSat.1, verkauft 16 seiner Media-for-Equity-Beteiligungen, u.a. am Online-Shop Babymarkt und dem Fintech-Startup Auxmoney. Sie gehen an den neu gegründeten Fonds Crosslantic Capital, an dem der amerikanische Investor Lexington die Mehrheit hält. SevenVentures bleibt als strategischer Medienpartner mit etwa 24,5 % im Boot. Der Verkaufserlös liegt im mittleren zweistelligen Mio-Bereich. Sascha van Holt, der bisher als Geschäftsführer die Beteiligungen von Seven Ventures verantwortet, führt künftig Crosslantic Capital.
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Zitat: Qualität schlägt immer Geschwindigkeit, sagt Matthew Kaminski.

"Ich würde lieber tausendmal darauf verzichten, eine Geschichte als Erster zu publizieren, als einen Fehler zu machen. Es ist so schwierig, sich einen guten Ruf aufzubauen, und so leicht, ihn zu zerstören, indem man einen dummen Fehler macht."

Für Matthew Kaminski, Europa-Chefredakteur von Politico, ist die Fake-News-Debatte immerhin dazu gut, Verleger an den Ruf zu erinnern, den sie zu verlieren haben.
derstandard.atKommentieren ...

"Hamburger Abendblatt" verteilt Sonderausgabe zum G20-Gipfel.

Hamburger Abendblatt startet die Berichterstattung zum G20-Gipfel in der Hansestadt in anderthalb Wochen heute mit einer Sonderausgabe. Das Funke-Blatt verspricht den Lesern auf 20 Seiten "alles über das Treffen der Mächtigen". Die Ausgabe geht mit 1 Mio Auflage an alle Haushalte in Hamburg. Am 7., 8. und 10. Juli erscheint die reguläre Ausgabe der Tageszeitung mit jeweils 20 Sonderseiten.
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RTL veranstaltet Townhall Meetings mit Schulz und Merkel.

RTL mischt mit zwei Townhall Meetings mit Merkel und Schulz im Bundestagswahlkampf mit. Die Sendung mit Martin Schulz soll am Sonntag, den 13. August laufen, eine Woche später die Ausgabe mit Angela Merkel. Das ZDF verfolgt einen ähnlichen Ansatz und will Mitte September die beiden Spitzenpolitiker in getrennten Sendungen mit Bürgern ins Gespräch bringen.
horizont.net, dwdl.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

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Lokalrundfunktage und Local Web Conference 2017
Der Countdown läuft: Nur noch sechs Tage bis zu den 25. Lokalrundfunktagen! Von 4.-5. Juli treffen sich rund 1.200 Rundfunkenthusiasten in Nürnberg. Alle Besucher der Lokalrundfunktage können auch an der Local Web Conference teilnehmen. Sichern Sie sich jetzt Ihr Ticket: www.lokalrundfunktage.de

Wir graturilieren: Petra Winter wird 42.


Wir graturilieren: Petra Winter, Chefredakteurin bei "Madame", feiert heute ihren 42. Geburtstag. Ihr Job ermöglicht es ihr, "lauter wunderbare neue Orte" kennenzulernen. Ein Highlight im vergangenen Lebensjahr war die Einladung zur Cruise Show von Louis Vuitton in Kyoto, ihre erste Reise nach Japan. In der Medienbranche beobachtet sie eine große Verunsicherung: "Die Challenges der Digitalisierung machen uns zu schaffen." Winter ist aber zuversichtlich, dass "viele leidenschaftliche Menschen" und Kreative in den Medien den Wandel "mit Erfolg meistern werden". Gleichzeitig wünscht sie sich von der Medienbranche mehr Selbstbewusstsein und schimpft auf neue Mitspieler im Markt der Inhalteproduzenten: "Mich nervt die Diskussion um die ach so tollen Influencer, die oft nicht mehr als Dilettanten sind." Auch Journalisten seien Influencer, jedoch mit Expertise und Unabhängigkeit. Ihren Geburtstag feiert Petra Winter in Venedig, wohin sie zur Bulgari-High Jewellery Präsentation und der Kunst-Biennale reist. Gratulationen erreichen sie per E-Mail. Kommentieren ...

Verteidigungsministerium macht 6 Mio Euro für zweite Bundeswehr-Webserie locker.

Bundeswehr bekommt 6 Mio Euro vom Verteidigungsministerium, um eine zweite Staffel der Webserie "Die Rekruten" zu produzieren und zu bewerben. Die erste Staffel der Serie über Soldaten im täglichen Einsatz hatte 1,7 Mio Euro in der Produktion gekostet und wurde für 6,2 Mio Euro beworben. RTL2 zeigt die Serie ab Herbst im TV.
welt.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

"DSDS" sagt kurzfristig Konzerte ab, örtlicher Veranstalter taucht unter.

DSDS war als Live-Tournee ein "Desaster", schreibt "Bild". Tour-Produzent Michow Concerts hat fünf der 18 geplanten Konzerte kurzfristig und ohne Ersatz abgesagt. Schuld sei allein der örtliche Veranstalter Brown Media, der die Miete für die gebuchten Hallen nicht bezahlt haben soll. Dessen Geschäftsführer Sebastian Modl ist untergetaucht.
"Bild", S. 4 (Paid)Kommentieren ...

"Bild" rühmt sich für Leak des Garcia-Reports.

Bild feiert sich für die Enthüllung des geheimen Garcia-Reports zur Vergabe der Fußball-WM 2018 und 2022. Damit habe "Bild" die "Fifa in die Knie" gezwungen, sodass diese den Report kurzfristig "zum Wohle der Transparenz" selbst veröffentlicht hat. Die Ex-Ethik-Bosse der Fifa sagen, Fifa-Chef Gianni Infantino habe sich "bis zum heutigen Tage nie wegen einer Veröffentlichung an uns gewandt".
bild.de, turi2.de (Background) Kommentieren ...

Basta: Trump hängt gefälschtes "Time"-Cover in seinen Golfclubs auf.

Trumps Golf-Krise: Reporter der "Washington Post" haben in mindestens vier der 17 Golfclubs von Donald Trump ein gerahmtes Cover des Magazins "Time" mit Trump auf dem Titel und der Schlagzeile "Donald Trump: 'The Apprentice' ist ein Riesen-TV-Erfolg!" entdeckt. Datiert ist das Heft auf den 1. März 2009. An diesem Tag lief die Trump-Show zum ersten Mal im US-TV. Eine "Time"-Ausgabe von diesem Datum und mit diesem Cover gibt es jedoch nicht. So sad.
washingtonpost.com via faz.netKommentieren ...

Neues Urheberrechtsgesetz: Verlage appellieren an Merkel und Gabriel.


Letzte Hoffnung: 600 deutsche Buchverlage sehen sich in ihrer Existenz bedroht und appellieren u.a. in einer ganzseitigen Anzeige in der "FAZ" an Bundeskanzlerin Angela Merkel und Vizekanzler Sigmar Gabriel: "Stoppen Sie unsere Enteignung." Grund ist das Urheberrechts- und Wissensgesellschaftsgesetz, das die Nutzung von Büchern durch Bildungseinrichtungen und Bibliotheken regeln soll. Die Regierungskoalition hat sich laut SPD auf einen Kompromiss geeinigt, der Ende der Woche durch den Bundestag gehen soll. Demnach dürfen Bildungseinrichtungen ohne Rücksprache mit dem Verlag oder Autor bis zu 15 % aus Büchern oder Presseartikeln digitalisieren und vervielfältigen.

Dozenten müssten künftig nicht mehr prüfen, ob es ein "angemessenes Lizenzangebot" gebe, die Vergütung erfolgt pauschal. Forscher dürfen sogar 75 % eines Werks für ihre eigenen Arbeiten verwenden. Die SPD jubelt über den "großen und wichtigen Schritt in Richtung moderne Wissensgesellschaft", die Verlage halten den Entwurf für "verfassungswidrig" und beklagen, das Gesetz nehme ihnen die Möglichkeit, einen "wertvollen Beitrag für den Wissenschaftsstandort Deutschland" zu leisten. Das Gesetz soll - sofern der Bundestag es beschließt - vorerst bis Februar 2023 gelten.
"FAZ", S. 5 (Appell), sueddeutsche.de, boersenblatt.net, buchreport.de, spdfraktion.de
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Zitat: "Focus"-Chef Robert Schneider ist nicht auf möglichst viele Zitierungen aus.

"Meine Priorität ist nicht die erste Agenturmeldung oder in einem Zitate-Ranking möglichst weit vorne erwähnt zu werden."

"Focus"-Chefredakteur Robert Schneider redet sich schön, dass Burdas Nachrichtenmagazin selten Scoops landet - weil exklusive Nachrichten "grundsätzlich weniger" werden. Im Meedia-Interview wundert er sich, dass auch "Spiegel" und "stern" immer häufiger mit Nutzwert-Themen aufmachen.
meedia.de

Weitere Zitate aus dem Interview:

"Mich stört, wie sich unsere Branche permanent selbst massakriert und schlecht redet."

"So wie beim Spiegel das politische Cover gelernt ist, ist es beim Focus der Nutzwerttitel, der regelmäßig erfolgreich ist. An dieser Tradition halten wir fest."

"Unsere Leser erwarten, dass wir ihnen in einer immer komplexer werdenden Welt konkrete Lösungen für ihr eigenes Leben anbieten."

"Wenn Sie viel zitiert werden, weil Sie den ganzen Tag lang den Bundestag nach exklusiven Stimmen oder Forderungen abtelefoniert haben, können Sie sich vielleicht über das quantitative Ergebnis freuen. Qualitativ sagt das aber gar nichts aus."

"Ich mache mir keine Gedanken übers Scheitern, sondern schaue positiv in die Zukunft, für die wir neue Voraussetzungen geschaffen haben."

"Wir reißen jede Geschichte gemeinsam mit Schreiber, Grafiker, Fotoredakteur, Art Director und Chefredaktion auf, jeder erlebt jeden mit all seinen Stärken und Schwächen und kämpft um die beste Zeile, das beste Foto, die Storyline. Ich möchte, dass alle Kollegen das erleben und wir gemeinsam am Balken sitzen wie an einem Lagerfeuer. Und an dem sitze ich lieber als in meinem Büro."Kommentieren ...

Bundesliga-Streit: Sky sagt, es habe die Kommunikation längst angepasst.

Sky meldet sich zum Bundesliga-Streit mit Discovery zu Wort: Ein Sprecher erklärt, der Sender habe die Kommunikation "bereits seit geraumer Zeit" auf die neue Rechtesituation ab der Saison 2017/18 angepasst. Zur möglichen Verbreitung der von Discovery erworbenen 40 Bundesliga-Livespiele über Sky sagt er, Discovery habe kein Angebot unterbreitet, das "auch nur im Ansatz am Markt refinanzierbar wäre" und umgekehrt auf ein Angebot von Sky nicht reagiert.
digitalfernsehen.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Die EU fördert die Untertitelung von Filmen mit 2,5 Mio Euro.

Europa EU-Flagge SterneEuropäische Kommission sucht innovative Lösungen, Filme zu untertiteln. Sie investiert eine Mio Euro in neue Wege, Filme zu übersetzen und Sprachfassungen besser zu finden. Indem die EU die Kosten für Untertitelung senkt, will sie die Verbreitung europäischer Filme erhöhen. 1,5 Mio Euro sind ihr Strategien zur grenzüberschreitenden Online-Verbreitung wert.
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Helge Fuhst vertritt ARD-Interessen in der Phoenix-Chefetage.

Phoenix bekommt einen neuen ARD-Statthalter: Helge Fuhst, 33, übernimmt den ARD-Programmgeschäftsführer-Posten von Michael Hirz. Fuhst ist bisher Hirz' Vize und Chef der Abteilung Zentrale Aufgaben und Programm-Management. Er gilt als CDU-nah und als Protegé des WDR-Intendanten Tom Buhrow. Michaela Kolster vertritt das ZDF in der Phoenix-Doppelspitze.
presseportal.de, sueddeutsche.de (Background)Kommentieren ...

Zitat: Heiko Maas glaubt, dass sein Lösch-Gesetz für mehr Freiheit im Netz sorgt.

"Die totale Regellosigkeit im Internet führt zu weniger Freiheit."

Justizminister Heiko Maas argumentiert für sein Facebook-Gesetz: Klare Regeln gegen Hass-Postings sorgten dafür, dass sich Menschen im Netz freier äußern können.
turi2 vor Ort beim Journalismusdialog

Weitere Zitate aus der Debatte:

"Wer nichts macht, wird kritisiert. Wer etwas macht, wird noch mehr kritisiert."

"Mir wird ein bisschen schwummerig, wenn da immer mit der Meinungsfreiheit argumentiert wird."

"Ich bin nicht mehr bereit, es hinzunehmen, als Beschneider von Freiheitsrechten dazustehen."

"Das Bewusstsein, dass das Internet kein rechtsfreier Raum ist, ist bei manchen Nutzern offenbar gar nicht vorhanden."Kommentieren ...

Provinzgericht: WhatsApp-Nutzer machen sich strafbar.

WhatsApp gleicht Handynummern automatisch mit den Telefonbüchern der Nutzer ab, ein Gericht in Bad Hersfeld entscheidet, dass sie sich deshalb mit der Nutzung strafbar machen. Auch dass die Kontaktdaten an das Unternehmen weitergegeben werden, verstößt gegen das deutsche Recht auf informationelle Selbstbestimmung. Theoretisch müssten sich Nutzer deshalb eine schriftliche Einwilligung ihrer WhatsApp-Kontakte einholen. In der Praxis seien Abmahnungen unter Bekannten zwar unwahrscheinlich, schreibt Rechtsanwalt Christian Solmeke, möglich seien sie aber durch die Rechtssprechung.
focus.de, giga.deKommentieren ...

Meinung: Twitter blockt Inhalte mal zu hart, mal zu nachlässig.

Twitter löscht bereits ohne Netzwerkdurchsuchungsgesetz gern mal Brände, bevor sie entstehen, findet Philipp Hummel. Spiegel Online wertet außerdem vier Listen mit 273 Accounts und über 3600 Tweets der Datenbank Lumen aus. Fazit: Einerseits werden Posts zurückgehalten, die in Deutschland vermutlich die Meinungsfreiheit deckt, andererseits blieben üble Beschimpfungen sogar nach Prüfung des Netzwerks stehen.
spiegel.deKommentieren ...

Heiko Maas sieht keine Privatisierung des Rechts durch sein Facebook-Gesetz.

Facebook-Gesetz sorgt nicht dafür, dass die Durchsetzung von Recht privatisiert wird, verteidigt sich Justizminister Heiko Maas. Schon die E-Commerce-Richtlinie der EU und das Telemediengesetz verpflichteten soziale Netzwerke, für Ordnung zu sorgen. Maas sagt, wer sich über sein Netzwerkdurchsetzungsgesetz aufrege, müsse sich zuerst über viel ältere Gesetze aufregen. U.a. die Verleger-Verbände wehren sich gegen das Gesetzesvorhaben.
turi2 vor Ort beim JournalismusdialogKommentieren ...

Springer hofft auf 700 Mio Euro für zwei Berliner Immobilien.

Springer erwartet wegen der starken Nachfrage über 700 Mio Euro für die achtgeschossige Axel-Springer-Passage an der Markgrafenstraße und den Neubau des Stararchitekten Rem Koolhaas, den das Unternehmen als Mieter weiternutzen will. Finanzchef Julian Deutz sagt interessierten Investoren in London, dass die Verträge im dritten Quartal unterschrieben werden sollen.
faz.net, turi2.de (Background)Kommentieren ...

Die EU-Komission verdonnert Google zur Rekordstrafe von 2,42 Mrd Euro.


Stirb, Sparschwein: Google muss die Rekord-Wettbewerbsstrafe von 2,42 Mrd Euro zahlen. Die EU-Kommission verhängt das Bußgeld, weil die Suchmaschine die Ergebnisse bei der Produktsuche zum ihrem Vorteil anpasse und eigene Anzeigen bevorzuge. Es ist die höchste Strafe, die die Kommission je gegen ein einzelnes Unternehmen verhängt hat. Die Kontrolleure ermitteln seit fast sieben Jahren gegen den Konzern. Wenn Google die Suchergebnisse nicht binnen 90 Tagen anpasst, will die Kommission ein Zwangsgeld verhängen, das bis zu 5 % des Alphabet-Tagesumsatzes beträgt.

Ein Sprecher von Google sagt nach der Verkündung der Strafe: "Wir werden uns die Entscheidung der Kommission im Detail anschauen und erwägen Einspruch zu erheben und werden unsere Sicht der Dinge darlegen." Der Konzern hält die Argumentation der Kommission für falsch, weil sie Amazon und Ebay nicht berücksichtige. Die Wettbewerbshüter vertreten allerdings die Meinung, Händlerplattformen und Vergleichsdienste seien unterschiedliche Märkte.
welt.de, theverge.com, manager-magazin.de, faz.net (Reaktion Google)Kommentieren ...

Zitat: Julia Jäkel respektiert Facebooks Leistung – und sieht seine Mechanismen kritisch.

"Facebook hat Großes geschaffen, aber lasst uns nicht so tun, als sei Facebook eine neutrale Plattform."

Gruner + Jahr-Chefin Julia Jäkel lädt Facebook in Berlin zum Journalismusdialog – weil Facebook die Art verändere, wie wir uns unterhalten. Die VDZ-Abtrünnigen G+J, "Zeit", "Spiegel" und Medweth empfangen gemeinsam.
turi2 vor Ort in BerlinKommentieren ...