Gabor Steingart greift "Spiegel" und "Zeit" für Martin-Schulz-Hype an.

Gabor Steingart schießt sich in seinem Morning Briefing auf "Spiegel" und "Zeit" ein. Der "Handelsblatt"-Herausgeber wirft den Blättern vor, den Martin-Schulz-Hype mit Titeln wie "Und dann kam Martin" ("Zeit") und "Merkeldämmerung" ("Spiegel") angeheizt zu haben. Steingart, der sich schon früh als Schulz-Gegner positioniert hat, vergleicht die Berichterstattung der Kollegen mit dem VW-Skandal: "Wenn bei Nachrichtenmagazinen die gleichen Verbraucherschutzgesetze gelten würden wie bei manipulierten Dieselmotoren, müsste man zumindest für diese Ausgabe sein Geld zurückverlangen."

Die Medien hätten die Neugier der Wähler als Wechselwille missverstanden, schreibt Steingart und feuert eine Breitseite Richtung Bernd Ulrich. Der Politikchef der "Zeit" formuliert in der aktuellen Ausgabe, dass kein Zweifel daran bestehe, "dass Martin Schulz ein politisches Großtalent ist". Steingart kontert: "Wo das Zweifeln verlernt wird, beginnt der Glaube. Und wo der Glaube beginnt, endet der Qualitätsjournalismus."
morningbriefing.handelsblatt.com2 Kommentare

2 Gedanken zu „Gabor Steingart greift "Spiegel" und "Zeit" für Martin-Schulz-Hype an.

  1. Rolf Rau

    Würde es doch sehr begrüßen, wenn turi2 auch mal die "Schulz-pusher-Rolle" vom RedaktionsNetzwerk Deutschland von dem Madsack-Konsortium – deren größte Kommanditistin immerhin die SPD [sic!) ist – genauer unter die Lupe nimmt. Auch bemerkenswert, dass der der SPD nahestehende Wolfgang Büchner (vormals dpa-Chef) pünktlich zum Bundestagswahlkampf ab 1. Januar 2017 Chief Content Officer – also ranghöchster Manager im Bereich der Programmgestaltung – bei der Madsack Mediengruppe installiert wurde.

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.