Renner: Zwischenbericht im Fall Relotius liegt der "Spiegel"-Chefredaktion vor.


Zwischenbilanz: Die dreiköpfige Prüfkommission im Fall Relotius hat der "Spiegel"-Chefredaktion nach drei Monaten interner Recherche einen Zwischenbericht vorgelegt, schreibt Kai-Hinrich Renner. Der Bericht beziehe sich in erster Linie auf das Gesellschaftsressort, in dem die Texte von Ex-Redakteur Claas Relotius erschienen sind. Für Matthias Geyer, Ressortleiter Gesellschaft und designierter Blattmacher beim Spiegel, könne der Zwischenbericht "dem Vernehmen nach schlecht ausgehen".

Geyer, der seine neue Position als Blattmacher im Januar vorerst nicht angetreten ist, war direkter Vorgesetzter von Relotius und habe die Aufklärung durch Juan Moreno "anfangs massiv behindert". Chefredakteur Steffen Klusmann wolle in der zweiten März-Hälfte bekanntgeben, ob Geyer sowie auch der designierte Co-Chefredakteur Ullrich Fichtner ihre neuen Posten nun antreten dürfen.

Die Kommission beim "Spiegel" besteht aus Brigitte Fehrle, 64, Ex-Chefredakteurin der "Berliner Zeitung", Stefan Weigel, 54, seit Januar Nachrichten-Chef der integrierten "Spiegel"-Redaktion, und Clemens Hoeges, 57, ehemaliger Vize-Chefredakteur des "Spiegels".
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