"Charlie Hebdo" in der Krise.

Charlie Hebdo 600
Alles im (Um)Bruch: Die Redaktion von Charlie Hebdo droht auseinander zu brechen. Rund vier Monate nach dem Anschlag auf das Satire-Magazin stellen sich 15 der 20 Redakteure gegen die Geschäftsführung. Sie fordern in einem Beitrag in der Zeitung "Le Monde" mehr Mitbestimmung. Bisher werde die Redaktion bei wichtigen Entscheidungen zwar angehört, am Ende sagen aber die Besitzer, wo es langgeht. Zu den Rebellen gehört auch der Zeichner Luz, der das "Alles ist vergeben"-Titelbild der ersten Ausgabe nach dem Anschlag gezeichnet hat. Er will das Blatt in diesem Sommer verlassen.

Kritiker werfen den Redakteuren und Zeichnern derweil vor, dass es ihnen vor allem ums Geld gehe. Seit dem Anschlag soll das Magazin durch Solidaritätskäufe und zusätzliche Abos rund 30 Mio Euro eingenommen haben. 4,3 Mio Euro Spenden, die nach dem Anschlag zusammenkamen, werden nun an die Opferfamilien fließen.
spiegel.de, derstandard.at, sueddeutsche.de

Mitarbeit: Markus Trantow