7 Gedanken zu „Anzeige: SPIEGEL 13/2016: Der missbrauchte Glaube – Die gefährliche Rückkehr der Religionen.

  1. Dieteer Radloff

    Der Bundespräsident : Von Politikern gewählt, bekommt er das höchste Amt, darf aber nicht alles sagen und ausgerechnet seine Amtszeit ist begrenzt. Horst Köhler (früher IWF) sagte einmal die volle Wahrheit über den Zweck deutscher Soldaten im Ausland. Es gehe da doch immer auch um geostategische Interessen. Für diese Einsicht wurde der deutsche Bundespräsident so sehr gerügt, daß er freiwillig zurücktrat. Wulff wurde eher das Opfer von deutscher Pressefrechheit.

    Die Kanzler-Demokratie : Auch der Patriot Kohl (CDU) wurde nicht vom Volk gewählt, sondern kam durch Koalitionsbruch an die Macht. Aber nach 13 Jahren Opposition war er gestählt für das Kanzleramt und er wäre wohl ein guter Kanzler geblieben, hätte er nicht . . . Selbst wenn sich niemand bereichert : 16 Jahre in einem politischen Amt korrumpieren jeden. 2 x 4 Jahre würden jeden Kanzler nötigen, spätestens in der 2. Legislaturperiode im Interesse der eigenen Partei fähige Nachfolger aufzubauen, statt sie egoman zu verdrängen. Eine gespaltene Gesellschaft im Reformstau ist das Ergebnis – 2017 schon nach 12 Jahren.

    Die große Koalition : CDU+CSU+SPD in großer Koalition – das ist die real existierende Einheitspartei, in der sich alle Politiker wohlfühlen, wie in der DDR. Alternativlose Bündnispolitik im Permafrost des Ost/West-Konflikts brachte immer neue Protestparteien hervor und am Ende die AfD in den Bundestag. Mit der 5% Klausel pflegen politisch talentierte Persönlichkeiten ihre Eitelkeiten in täglichen Talk-Shows – was sich für sie aber zu lohnen scheint.

    Franktionszwang : Politiker sollen nach ihrem Gewissen entscheiden, aber in Koalitionsverträgen wird Fraktionszwang oft festgeschrieben. In anderen euro-päischen Demokratien ist Fraktionszwang verfassungswidrig.

    Justiz & Verfassungsschutz : Steuervermeidung im Wettbewerb unter Demokra-tien ist legitim. Der Staat belohnt damit Unternehmer und bestraft Unterlasser.
    Was nützt die beste Verfassung, wenn sie sich in schlechter Gesellschaft befindet ?
    Ob Abgasbetrug, Energiewende, ob NSU-Prozess, oder der Fall Amri, Franco A oder auch das Flüchtlingsdrama von Dessau etc. Der deutsche Staat spielt da stets eine sehr merkwürdige Rolle. Geschmeidig arbeiten Wirtschaft, Politik & Justiz zusam-men für Massentierhaltung oder beim Export für Milchpulver nach Afrika etc.
    Wenn im Vulgär-Materialismus Politik in Bedrängnis gerät, ist der Staatsanwalt befangen, weil sein Chef entweder Justiz- oder Innenminister ist :
    Amerika hat den Abgasbetrug der Autokonzerne bemerkt und nun suchen US-An-wälte die Wirtschaftsverbrecher per Haftbefahl. Ebenso gut geschützt wie die Fahrzeugindustrie ist die deutsche Rüstungsindustrie :

    Frieden : Flüchtlinge kommen oft aus armen Ländern, die reich sind an wertvollen Rohstoffen. Waffenexport sei eine Notwenigkeit deutscher Realpolitik, so See-hofer (CSU) nach seinem Geschäftsbesuch in Saudi Arabien, einem Land, das wegen eines familieren Religionskonflikts seit Jahrhunderten um Vorherrschaft kämpft gegenüber dem Iran und den Jemen beschießt mit importierten Waffen.
    Der arabische Frühling wurde schon in Ägypten gestoppt und ein zerstörtes Syrien ist die Anwort auf politisches Versagen der USA nach 2 Kriegen im Iraq. Putin, Erdogan und der Iran kontrollieren das Geschehen im Nahen Osten und Deutsch-land spricht noch immer von einem "Bürger"Krieg in Syrien.
    Was De Gaulle und Adenauer nach dem 2. Weltkrieg für Europa begonnen haben, das können nur noch Russland und die USA (ohne Trump) zusammen mit China und Indien erzwingen, bevor es – wieder durch nationales Versagen in politischen Bündnissen und in einer hochgerüsteten Welt zu einer endgültigen Aus-einandersetzung kommt um Rohstoffe. UN und die EU sind dazu nicht in der Lage.

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    1. Dieter Radloff

      2017 muß Steinmeier den Parteien nun erklären, was politishe Verantwortung ist.

      Politische Verantwortung wird immer dann erst überenommen, wenn ein Politiker zurücktreten muß, weil die Partei ein Bauernopfer braucht.

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  2. Dieteer Radloff

    Kopie für Herrn Steinmeier

    Sehr geehrte Frau Wagenknecht,

    warum gründen Sie mit ihrer Partei Die Linke und mit Teilen der SPD nicht eine neue WEST plus OST-Union gegen die ewige NORD minus SÜD-Union der CDU/CSU ? Die Fusion der Linken mit der SPD wäre das Ende der AfD und
    Deutschland wäre mit einem 2-Parteien-System wieder eine funktionierende Demokratie im geopolitischen Gleichgewicht.

    Große Koalitionen und immer mehr kleine Protest-Parteien, das ergibt nicht automatisch mehr Demokratie, sondern es schwächt jede Regierung im Interesse der eigentlich Mächtigen in Deutschland, die mit Politikern immer in einem Boot sitzen möchten – unauffällig, ganz hinten als Steuermann,
    aber ohne zu rudern.

    Die jammern jetzt über eine Krise, weil ihnen die Ruderer fehlen.

    So sehr man verstehen kann, daß Oskar Lafontaine mit dem Genossen der Bosse und mit Franz Müntefering nichts mehr zu tun haben wollte, aber heute braucht es wieder Persönlichkeiten für eine historische Wende – wie seinerzeit mit der neuen Ostpolitik von Willy Brandt. Es geht um die Rückkehr zur Demo-kratie.

    2 große Parteien – mehr braucht eine Demokratie nicht :

    Das wäre Kontrolle jeder Regierung durch eine der beiden großen Parteien, die personell in der Lage sein müssen, jederzeit entweder zu regieren, oder in Opposition zu regenerieren.

    Nur in Deutschland ist Opposition Mist. Die noch immer vorläufige Verfassung gefällt vor allem Politikern und wird deshalb noch lange so bleiben, wie sie ist merkwürdig undemokratisch :

    Wie es dazu kam lesen Sie im Anhang.

    Mit freundlichen Grüßen

    Dieter Radloff

    Starnberg, den 22.11.17

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  3. Dieter Radloff

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    was De Gaulle und Adenauer einst für Europa begonnen hatten, das müssen Putin und Trump nun weiter entwickeln. Der Ost/West-Gegensatz muss aufgelöst werden für eine friedlichere Welt
    ohne IS.

    Die Zeit ist reif dafür. China fehlt dazu noch im Boot – wird aber kommen. Indien als größte Demokratie ist schon weiter voraus.

    Nach den UN sind nun auch 28 Vereinigte Provinzen Europas an ihre Grenzen gestoßen. Zuviele Köche verderben den Brei.

    Der G20-Gipfel von ein paar Auserwählten in Hamburg hat gezeigt, daß solche Gipfel stets von Abgründen umgeben sind.

    Mit freundlichen Grüßen

    Dieter Radloff
    Starnberg, den 19.7.17

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  4. dieter raddloff

    Sehr geehrter Herr Ischinger,
    die zur Befreiung Europas vom Nazi-Terror extrem hochgefahrene Rüstung wurde nach 1945 nicht groß zurückgenommen, sondern bedarfsgerecht umstrukuriert, für den Kalten Krieg und für Kriege in der 3. Welt.
    Zusammen mit gleichgesinnten Bündnispartnern haben auch deutsche Hersteller die Welt 50 Jahre lang vollgepumpt mit Waffen, die – wenn made in Germany – länger halten als alle Regierungen. Diese menschenverachtende Daseinsfürsorge demokra-tischer Staaten hat dafür gesorgt, daß inzwischen 60 Mio Flüchtlinge weltweit unterwegs sind.
    Politiker bevorzugen dazu ausgewogene Halbwahrheiten. Sie sind dazu verdammt, zu allem eine voreilige Meinung zu haben und erklären sich gern für alles zuständig, sind aber am Ende für nichts verantwortlich – Frau Merkel nicht für Rückforderungen der Kernkraftwerke, Herr Stoiber nicht für verschleuderte Milliarden bei der Hypo-Alto-Adria und Herr Wowereit nicht für seinen gerne großen Flughafen etc. – ganz zu schweigen von Henry Kissigner und die U.S.- Kriegsverbrechen in aller Welt.

    Mit freundlichen Grüßen

    Dieter Radloff

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  5. Dieter Radloff

    Immer wWeiter Waffen in alle Welt um Flüchtlinge aus aller Welt kümmern sich alternativlos Bürger, Länder & Kommunen.

    Auf einige wenige Flüchtlinge wurden wir aufmerksam gemacht, wenn sie in Lampedusa aus dem Meer geborgen wurden. Ausgewogene Halbwahrheiten vermieden jeden Hinweis da-rauf, daß die Vertreibung so vieler Menschen aus ihrem Paradies etwas zu tun hat mit einem gewissenlosen Finanz- & Rüstungskomplex, der ohne Feindbild nicht auskommt. Unser In-nenminister will Fluchthelfern nun die Geschäftsgrundlage entziehen, weil die sich mit der Not von Flüchtlingen etwas Kleingeld verdienen, während die Rüstungsindustrie seit Jahr-zehnten schmutzige Milliardengeschäfte macht mit Despoten, die sich vor ihrem eigenen Volk fürchten. Um Kleptokratien vor ihrem Volk zu schützen, dazu wurde der 3. Weltkrieg in die 3. Welt verlagert. Die massenhafte Herstellung von Kriegsgerät aller Art hat Deutschland in zwei Kriegen geübt und will auf diese Fähigkeit wegen ein paar wenigen Arbeitsplätzen nicht ver-zichten. 1945 war Deutschland allein verantwortlich für 14 Mio Flüchtlinge. Heute sind wir zusammen mit unseren Natobündnispartnern für 60 Mio Flüchtlinge mitverantwortlich.

    Um den Demokratisierungsprozess in Russland und in der arabischen Welt voranzubringen, ist eine neue und unabhängige Ostpolitik und eine eigene Strategie für den Nahen Osten not-wendig. Die alte Politik der Stärke mit Börsen, Banken & Ignosranten führt unter dem Nato-Schirm zu immer mehr Flüchtlingen.

    Ob im Heiligen Land oder in der Ostukraine – wo immer Regierungen, Bündnispartner, Auf-ständische, Separatisten oder neuerdings Andersgläubige in der Welt einen Krieg vom Zaun brechen wollen, die Waffen sind immer schon da, denn der Finanz- & Rüstungskomplex ist mit Freund und Feind gleichermaßen vernetzt und liefert 'just in time' entweder geheim oder auf Umwegen Waffen für alle. Und die Begründung dafür ist zynisch : Jede Waffe, die wir nicht liefern, liefern andere. Diese Ausrede hätte auch bei der Energiewende für Kernkraft-werke herhalten können und sie gilt für jeden Baum, den wir aus Regenwäldern importieren, um Platz zu schaffen für Palmölplantagen oder Rinderfarmen für Dow Jones oder DAX-Werte.

    Flüchtlinge kommen oft aus armen Ländern, die reich sind an wertvollen Bodenschätzen. Für den IWF und für Horst Köhler sind solche Länder von geostrategischem Interesse und u.a. deshalb stehen dort deutsche Soldaten. Trotz internationaler Unterstützung ist der Arabische Frühling ausgeblieben und 2016 blickt die freie Welt ratlos auf Ägypten, wo 'demokratisch' gewählte Amtsinhaber wieder nur Machthaber sind, die vom Militär getragen werden. In Nord-korea, das von China gestützt wird, ergäbe sich ebenfalls eine Militärdiktatur, käme es dort zu 'freien' Wahlen. Im permanenten Verteilungskampf um Weltvorräte für bald 7 Milliarden Men-schen bedrohen pubertierende Platzhirsche die Menschheit mit dem Finger am Absug von Mas-senvernichtungswaffen. Die Massen sind da – die Waffen auch und wenn made in Germany halten Waffen länger als alle Regierungen.

    Dieter Radloff – Ein Flüchtling aus dem 2. Weltkrieg, dem ein Schlepper aus der Ostzone half.

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  6. Dieter Radloff

    Politik mißbraucht Hoffnung und Glauben aller Menschen !

    Im frühen Europa war Karl der Große ein gottesfürchtiger Krieger und hatte ein großes Reich in Gottes Namen einem seiner zahlreichen Söhne vermacht, was 1000 Jahre Krieg nach sich zog mit blutigen Erbfolgekriegen, einen 100-jährigen und den 30-jährigen Krieg. Um den erblich bedingten Machtzerfall zu vermeiden, hatte der Klerus schon bald darauf die Ehelosigkeit für Priester verordnet. Während kinderreiche Dynastien bis 1918 die Welt unter sich aufteilten, sorgte Kinderreichtum beim Volk für Soldaten, mit denen Könige 'von Got-tes Gnaden' Kriege führen konnten, für die es im Erfolgsfalle in Rom die Kaiserkrone gab.

    Als in Europa die in sich stimmigen Gedanken von Rousseau durch Marx & Engels gesell-schaftliche Relevanz bekamen, konnte LENIN sie politisch missbrauchen. Karl Marx hätte nicht das Kapital verteufelt sollen, sondern den Zins & Zinseszins. Gott sei Dank glauben heute nur noch wenige Bauern und Arbeiter an ein Paradies auf Erden.

    Gottlos war der Mensch nie : Schon die alten Ägypter haben Götter geschaffen. Die Römer kreuzigten den König der Juden wie einen politischen Schwerverbrecher und weil er Berge versetzt, erhoben sie den Glauben der Menschen an ein ewiges Leben zur Staatsreligion, allerdings ohne die Botschaft der Bergpredigt zu übernehmen. Rom gefiel das alte Testament.

    Auch der Islam verschmolz Religion mit Politik und ergänzte die 10 Gebote durch eine sittliche Kleiderordnung für Frauen und tägliche Gebete für Männer. Doch frühe Christen und Muslime mußten immer glauben, was Schriftgelehrte oder Imame predigten. Lesen und schreiben konn-ten die wenigsten. Religiöse Werke oder heilige Schriften wurden in die arabische Sprache übersetzt und wurden vom Islam übernommen. Aus machtpolitischem Streit um die Nachfolge des Propheten Mohammed wurde Tradition und heute sind Saudi-Arabien und der Iran verfeindete Schutzmächte beider Glaubensrichtungen. Aus einer tiefen Sehnsucht nach geisti-ger Freiheit vor Bevormundung im Glauben sind in dieser Gegend drei große Religionen ent-standen. Keiner ist bis heute die völlige Befreiung von Politik gelungen.

    Nach dem ersten Weltkrieg zogen Europas Großmächte im Nahen und Mittleren Osten will-kürlich politische Grenzen und nahmen auf Kultur, Religion und Geschichte der Menschen kaum Rücksicht. Heute werden mit vorgeschobenen Argumenten entlegene Gebiete als Truppen-übungsplatz benutzt. Es dauerte, bis ein wenigstens politisch ehrlicher Verteidigungsminister aussprach, daß deutsche Soldaten Krieg führen in Afghanistan – um zusammen mit Bünd-nispartnern dort eine Demokratie aufbauen zu wollen, von der Paschtunen aber ihre eigene Vorstellung haben. Die Türkei ist ein Sicherheitsrisiko für Europa. Sie bedroht als Natomit-glied Russlands Interessen am Schwarzen Meer. Im Süden grenzt die Türkei an den Iran, an Syrien und an den Irak, der nach 9.11 und dem US-Rachefeldzug als Pufferstaat zerfiel und die USA dafür sorgten, daß Schiiten die Macht übernahmen, nachdem die sunnitischen Streit-kräfte unversorgt freigesetzt wurden und sich mit sunnitischen Kräften in Syrien zusammen-taten, was vom sunnitischen Saudi-Arabien unterstützt wurde. Der IS war gegründet.

    Dieter Radloff – Ein Flüchtling aus dem 2. Weltkrieg, dem ein Schlepper aus der Ostzone half.
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