Dresden: Pöbel-Demonstrant von "Frontal 21" ist ein LKA-Mitarbeiter.


Frontal erwischt: Der Demonstrant, der sich am Rande einer Anti-Merkel-Demo in Dresden gegen die Dreharbeiten für das ZDF-Magazin "Frontal 21" wehren wollte, ist laut dem Sächsischen Innenministerium ein Mitarbeiter des LKA. Er sei während der Demo nicht im Dienst gewesen und befinde sich derzeit im Urlaub. Über mögliche Konsequenzen werde das LKA Sachsen entscheiden, sobald der betroffene Mitarbeiter zu den Geschehnissen gehört wurde. Der Sächsische Innenminister Roland Möller betont dahingehend das Recht auf freie Meinungsäußerung, er erwarte jedoch "von allen Bediensteten meines Ressorts jederzeit ein korrektes Auftreten" – sowohl privat als auch im Dienst.

Derweil veröffentlicht "Frontal 21" ein Minuten-Protokoll der Dreharbeiten und Vorkommnisse in Dresden, bei denen die Polizei Reporter und Kameramann des ZDF-Magazins etwa 45 Minuten festgehalten haben. Der Beitrag widerspricht teilweise einer Pressemitteilung der Polizei, wonach der LKA-Demonstrant Anzeige wegen Beleidigung erstattet haben soll. Tatsächlich hatte die Anzeige aber ein anderer Pegida-Anhänger aufgrund einer Verwechslung erstattet.
bild.de, medienservice.sachsen.de, zdf.de (7-Min-Video ab Minute 27:27), sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Nachtrag (23.08.2018, 15.00 Uhr): Laut "Welt" handelt es sich bei dem Demonstranten um einen Tarifangestellten im Ermittlungsdezernat für Wirtschaftskriminalität. Er schreibe Gutachten und trete für das LKA in Gerichtsprozessen auf.
welt.de