Lipinski: DuMont sammelt Kaufangebote für Printtitel, Maik Koltermann verlässt die "Hamburger Morgenpost".


Druckfrisch: Bei DuMont ist offenbar das Angebot eines "deutschen Großverlags" eingegangen, der sich für das gesamte Zeitungsgeschäft der Kölner interessiert, schreibt Gregory Lipinski bei Meedia. Der interessierte Verlag biete für die Printtitel 150 Mio Euro. Zum DuMont-Portfolio gehören "Kölner Stadt-Anzeiger", "Express", "Berliner Zeitung", "Berliner Kurier", "Mitteldeutsche Zeitung" und "Hamburger Morgenpost" sowie Anzeigenblätter.

Weitere Angebote sollen für einzelne Zeitungstitel eingetrudelt sein – sowohl von externen Investoren als auch von der Belegschaft. Demnach interessiere sich Martin Stedler, Chef des "Mopo"-Vermarkters Hamburg First, für die "Hamburger Morgenpost", der den Titel über einen Management Buyout übernehmen wolle. Stedler äußert sich nicht zu der Thematik.

Der Verkauf der "Hamburger Morgenpost" wird jedoch in jedem Fall ohne Maik Koltermann über die Bühne gehen. Der Vize-Chefredakteur und Lokalchef verabschiedet sich "Mitte des Jahres" nach 19 Jahren aus dem Unternehmen, bestätigt eine Konzern-Sprecherin. Für eine Nachfolge gebe es noch keine Regelung. Grund für Koltermanns Abgang sollen heftige Streitereien mit dem zweiten stellvertretenden Chefredakteur Alexander Krug sowie Geschäftsführerin Susann Molzow sein, heißt es aus Unternehmenskreisen.
meedia.de, turi2.de (Background)