Weltbild-Investor steigt aus Aussteigerprogramm aus.

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Rein in die Kartoffeln, raus aus den Kartoffeln: Weltbild-Investor Walter Droege lehnt es ab, wechselwilligen Mitarbeitern den Ausstieg zumindest ein bisschen zu versilbern. Ein zwischen Betriebsrat und Geschäftsführung erst am Freitag ausgehandelter Kompromiss war am Montagabend schon nicht mehr das Papier wert, auf dem er gedruckt steht. Der Weltbild-Eigner tritt damit seinen Statthaltern in Augsburg kräftig ins Knie.

Das Papier, mit dem betriebsbedingte Kündigungen vermieden werden sollten, sah vor, Mitarbeiter zwölf Monate lang in einer Transfergesellschaft weiter zu beschäftigen und ihnen eine Abfindung von maximal 45.000 Euro zu zahlen. So sollten 50 Stellen sozialverträglich wegfallen.

Nach der Absage durch Droege musste sich Geschäftsführer Patrick Hofmann der Gewerkschaft Verdi gegenüber praktisch selbst zur lahmen Ente erklären: Er sei nicht mehr in der Lage, die getroffenen Zusagen einzuhalten.

Die Weltbild-Pressestelle versucht dennoch das Scheitern als Erfolg zu verkaufen: Von "konstruktiven Gesprächen", einer "Annäherung zwischen Betriebsrat und Geschäftsführung" und Hoffnungen auf eine Einigung im August ist die Rede.
buchreport.de, boersenblatt.net, turi2.de (Background)

Mitarbeit: Markus TrantowKommentieren ...

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