Keese hält Leistungsschutzrecht für "nicht gescheitert".

Christoph Keese, Springer

Christoph Keese reckt das Kinn – ein bisschen jedenfalls.

Lang lebe der Leistungsschutz: Christoph Keese erklärt in einem trotzigen Blog-Eintrag wortreich, warum das Leistungsschutzrecht noch lange nicht am Ende ist. Von einem Einknicken gegenüber Google will der Springer-Mann nichts wissen. Mit der Gratislizenz für den Suchriesen habe man "Raum und Ruhe für das Zivilverfahren" geschaffen, das nun ansteht und vermutlich "Jahre dauern" wird. Und überhaupt fühlt sich Keese, der Erfinder des Leistungsschutzrechts, in seiner Vorreiterrolle verkannt. Er "habe zwar schon an populäreren Projekten gearbeitet", aber die Digitalökonomie brauche Regeln. Außerdem würde es ohne den deutschen Vorstoß das spanische Leistungsschutzrecht und Überlegungen auf EU-Ebene nicht geben. Die deutschen Verlage hätten "immer noch eine reale Chance", mit dem Leistungsschutzrecht "Geld zu verdienen und Journalismus zu finanzieren", so Keese.
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