Die EU-Kommission untersucht Facebooks Kryptowährung Libra.


Unter Beobachtung: Die EU-Kommission untersucht Facebooks Pläne für die eigene Kryptowährung Libra, berichtet Bloomberg. Konkret würden sich die Wettbewerbshüter sorgen, dass Facebook und die in der Libra Association verbundenen Unternehmen auf unerlaubte Weise Konkurrenten ausschließen könnte. Dies betreffe insbesondere die gewonnenen Daten über die Nutzer. Die EU-Kommission untersuche aber auch, wie Facebook Libra in seine Messenger-Dienste wie WhatsApp integrieren wolle.

Facebook hat bislang angekündigt, vor den Start der Währung alle Bedenken von Regulatoren ausräumen zu wollen. Durch die neuen Untersuchungen der EU könnte sich somit der für die erste Hälfte 2020 geplante Start verschieben. Auch in den USA regt sich politischer Widerstand gegen Facebooks Pläne. Im Juli hat der Banken-Ausschuss des Repräsentantenhauses die Arbeit an einer Regulierung gestartet, die große Tech-Konzerne aus der Finanzwelt verbannen soll.
bloomberg.com, cnet.com, turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Matthias Kolb portraitiert den EU-Journalisten Ryan Heath.

Lese-Tipp: Ryan Heath war als Autor des kostenlosen Politico-Newsletters Brussels Playbook drei Jahre lang der vielleicht einflussreichste Journalist im EU-Politikbetrieb. Matthias Kolb portraitiert den Australier in der "Süddeutschen Zeitung", der über den Umweg als Redenschreiber zurück in den Journalismus gefunden hat und künftig aus den USA berichtet.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Aussage gegen Aussage: SPD bestreitet Scholz-Zitat, “Spiegel” bleibt bei Darstellung.

Spiegel sieht sich mit Falschmeldungs-Vorwürfen konfrontiert. Laut der Interimsführung der SPD hat es die Telefonschalte mit Finanzminister Olaf Scholz, aus der das Magazin zitiert, nie gegeben. Die "Süddeutsche Zeitung" und die "Bild" teilen diese Darstellung. Der "Spiegel" bleibt bei seiner Version und schreibt in einer Stellungnahme, er habe zwei unabhängige Quellen, die auch nach den Aussagen der SPD-Spitze bei ihrer Darstellung blieben.
bild.de, sueddeutsche.de, spiegel.de (Stellungnahme)

Google erzielt Fortschritte bei der maschinellen Übersetzung von Gebärdensprache.

Google verzeichnet einen Fortschritt in der Bemühung, Gebärdensprache per künstlicher Intelligenz in Echtzeit zu übersetzen. Das entwickelte System muss nur noch die Handfläche mittels einer Smartphone-Kamera finden und kann dann die Position von Hand und Fingern erkennen. Dadurch wird die nötige Datenmenge drastisch reduziert. Bis zu einem fertigen Übersetzungsprogramm für Menschen, die keine Gebärdensprache beherrschen, sei es aber noch ein weiter weg.
t3n.de

Facebook startet “Clear History”-Funktion in Irland, Spanien und Südkorea.

Facebook-LogoFacebook führt seine vor eineinhalb Jahren angekündigte Funktion ein, mit der Nutzer die von Facebook gespeicherten Daten über ihr Surfverhalten löschen können. Zum Start gibt es die Option jedoch nur in Spanien, Irland und Südkorea. Weitere Länder sollen folgen. Nutzer können zudem Unternehmen blockieren, die Daten an Facebook übermitteln.
theverge.com

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TV-Tipp von TV Spielfilm: Die Fortsetzung von Jonas Jonassons Bestsellerverfilmung über den einstigen Sprengstoffexperten Allan Karlsson strotzt wieder vor absurd-lustiger Geschichtsklitterung und Gastauftritten von Andy Warhol und Albert Einstein!
"Der Hunderteinjährige, der die Rechnung nicht bezahlte und verschwand", Das Erste, 22.45 Uhr.
Unser Tipp: direkt und immer aktuell die neuesten Empfehlungen für Ihr persönliches TV-Programm abholen: tvspielfilm.de

Kommunikatoren sollten Social Media mutig nutzen, sagt Axel Wallrabenstein.

Hör-Tipp: Axel Wallrabenstein, Chairman von MSL in Deutschland, spricht in der ersten Folge des GPRA-Podcasts über Social Media in der PR-Kommunikation. Er plädiert dafür, den eigentlichen Wert sozialer Medien – Gruppen zusammen zu bringen, die sonst nicht zusammen kämen – zu erkennen. Für die PR sei Twitter das wichtigste Netzwerk. Dort erreiche man politische Stakeholder und könne gut diskutieren.
gpra.de (33 Min)

Aus dem Archiv von turi2.tv (04/2018): Das Flüster-Video mit Axel Wallrabenstein.

Facebook stellt eine Redaktion zusammen.

Facebook fb-logo-neuFacebook ringt sich endlich durch und stellt ein Team an Redakteuren ein, die Inhalte für die neue Medieninhalte-Ecke News Tab in der Facebook-App kuratieren sollen - zunächst in den USA. Facebook will "erfahrene Journalisten" von verschiedenen Medien zum Wechseln überreden, die Jobanzeigen sollen noch im Laufe des Tages online gehen.

Die meisten Geschichten in der News Tab sollen algorithmisch sortiert und gerankt werden. Eine Sektion mit besonders wichtigen News soll aber von menschlichen Kuratoren bestückt werden. Außerdem dauere es eine Weile und brauche viele Daten, bis die Algorithmen gut funktionieren, sagt Campbell Brown, Facebooks Verbindungsoffizierin für Medienfirmen.
nytimes.com, turi2.de (Background)

Zitat: Die Kandidaten bei “Wer wird Millionär?” wandeln sich, sagt Günther Jauch.

"Heute wird die Sendung oft als alternative Geldbeschaffung gesehen, um beispielsweise den Wintergarten zu finanzieren. Der Kostenvoranschlag ist bereits eingeholt und der Kandidat weiß, dass man da mit 16.000 Euro hinkommt. Also werden Joker bis dahin gleichmäßig verballert, um nur ja kein Risiko einzugehen."

Günther Jauch sagt im DWDL-Interview, die Faszination der Mio-Summe bei "Wer wird Millionär?" habe im Verlauf der vergangenen 20 Jahre nachgelassen.
dwdl.de

Bettina Steinke wird Vize-Chefredakteurin der Funke-Portale Der Westen, Thüringen24 und News38.

Funke befördert Bettina Steinke, 31, von der Vize-Redaktionsleiterin zur Vize-Chefredakteurin von Der Westen, Thüringen24 und News38. Sie hat zuletzt an der Neuaufstellung der drei Portale mitgearbeitet. Am Standort Essen leitet sie den zentralen Newsdesk der Reichweitenportale in den Bereichen News, Sport und Regionales. Künftig soll sie außerdem besonders Der Westen im Ruhrgebiet und NRW ausbauen.
funkemedien.de

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Botschaften, die etwas bewegen: Schauen Sie sich dieses redaktionelle Video-Interview an - wie schon über 14.000 Menschen vor Ihnen. Es kam auch deshalb zustande, weil ein kluger Kopf es durch eine Bannerschaltung ermöglicht hat. Wie auch Ihr Agendasetting digital, viral und nachhaltig funktioniert, erklärt turi2 Ihnen hier: turi2.de/tv

Lese-Tipp: Gelächter-Ingenieur Charles Douglass veränderte Comedy-Shows.

Lese-Tipp: Charles Douglass, der Erfinder der Lach-Konserve, kam 1953 auf die Idee, mit Gelächter Geld zu machen, schreibt Danny Kringiel. Der Ingenieur entwickelte dafür aus einer Schreib- eine "Lachmaschine" mit 320 verschiedenen Lachern, vom "frühen Kichern des Blitzmerkers" bis zum "dröhnenden Wiehern des Spätzünders". Seine Arbeit hielt er geheim, einerseits um ein Lach-Monopol zu halten, andererseits, weil sie für Filmstudios unverzichtbar wurde, sie es aber nicht zugeben wollten. Die Lacher vom Band "veränderten die Spielregeln von Comedy-Shows".
spiegel.de

Bauer startet in Großbritannien sieben neue Digital-Radioprogramme.

Bauer Media UK, britischer Marktführer beim digitalen Hörfunk, startet sieben neue digitale Spartenprogramme und einen Podcast. Die Radiomarke Kiss bekommt die Ableger Kiss Dance, Kiss Garage und Kiss Ibiza. Für Kerrang Radio schickt Bauer Klassic Kerrang Radio und Kerrang Radio Unleashed auf Sendung, bei Heat Radio die Ableger Heat Radio School Disco und Heat Radio Soundtracks.
wuv.de

Meinung: Internet ist für die Zukunftsfähigkeit so wichtig wie Strom und Wasser.

Im netzlosen Nirgendwo: Wirtschaftsjournalistin Inga Höltmann ärgert sich auf einer Hochzeit im Wendland darüber, dass die Internetverbindung sogar zu schwach ist, um ein Lied über Spotify abzuspielen, sich nichts tut und die Region immer abgehängter wird. Das sei die Lebensrealität für viele Menschen in Deutschlands ländlichen Gebieten und verspiele jegliche Zukunftsfähigkeit.
linkedin.com

Meinung: Luke Mockridge hat im “Fernsehgarten” nur sich selbst vorgeführt.

Fernsehgarten-Auftritt von Luke Mockridge ist dessen Versuch, "Anerkennung von den großen Jungs" Jan Böhmermann, Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf zu bekommen, vermutet Paul Schwenn. Mockridge habe genau den TV-Prank geschaffen, "zu dem er intellektuell in der Lage ist" – weder doppelbödig noch mit echter Botschaft. Das Niveau bewege sich auf Viertklässler-Level.
vice.com, turi2.de (Background)

Jochen Kalka steigt in die Geschäftsleitung der Agentur Schoesslers ein.

Schoesslers holt Ex-"W&V"-Chefredakteur Jochen Kalka in die Geschäftsleitung. An der Spitze der Berliner PR-Agentur, die mehrheitlich zur Vogel Group gehört, stehen damit Agenturgründerin und Geschäftsführende Gesellschafterin Julia Schössler, Chief Operating Officer Tim Brandt und Kalka. Die Agentur mit 50 Mitarbeitern bietet B2B-Kommunikation für die digitale Wirtschaft.
wuv.de, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Der Vogel-Verlag im Wandel zum Kommunikationsdienstleister.

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Die Wissenschaftlerin Zeynep Tufekci (UNC) eröffnet in diesem Jahr die MEDIENTAGE MÜNCHEN (23.-25.10. im ICM). Im Programm diskutieren Expert*innen über TV- & Streaming-Trends, Audio & Podcasts, Medien- & Netzpolitik, Journalism, Künstliche Intelligenz, Publishing und Werbung & Marketing. Infos & Anmeldung.

Twitter reagiert auf chinesische Kampagne gegen Hongkong-Proteste.

China: Twitter und Facebook haben Accounts gesperrt, die kampagnenartig im Sinne der chinesischen Staatsführung die Proteste in Hongkong diskreditierten. Twitter schaltet zudem seine Werbetools für Staatsmedien ab, allerdings nicht für unabhängige, gebührenfinanzierte öffentlich-rechtliche Medien. Twitter hat nach eigenen Angaben 936 aktive und rund 200.000 noch nicht eingesetzte Accounts gesperrt. Facebook hat fünf Accounts, sieben Seiten und drei Gruppen gelöscht.
spiegel.de, twitter.com (Staatsmedien), twitter.com (gesperrte Accounts), turi2.de (Background)

Basta: Manchmal wird die Safari selbst für den Guide ein bisschen zu real.

Sofa-Safari: Wildtier-Liebhaber müssen sich für eine Safari nicht mal mehr vom Sofa erheben – via YouTube können sie bei einer geführten Tour z.B. den Kruger-Nationalpark bestaunen. Nicht schlecht gestaunt hat auch Safari-Guide Steve, der plötzlich vor einer Löwen-Herde stand und sich in dem Moment wohl auch lieber eine virtuelle Version seines Ausflugs gewünscht hätte.
mashable.com

Instagram: Externe Sicherheitsteams sollen Datenlecks aufspüren.


Schlupfloch-Schutz: Instagram will die Daten seiner Nutzer besser schützen und holt sich dafür externe Sicherheitsteams an Bord. Diese sollen Fälle aufspüren, bei denen Nutzerdaten von Drittanbietern missbräuchlich genutzt werden. Die Facebook-Tochter hat dafür ein Programm zur Aufdeckung von Datenmissbrauch angekündigt, bei dem externe Experten sich Prämien verdienen können, wenn sie Fälle finden, bei denen Benutzerdaten illegal eingesammelt werden.

Mit dem Programm reagiert Instagram auf den Vorfall um die Marketingfirma Hyp3r. Diese soll Nutzerdaten, wie u.a. den Standort, über einen längeren Zeitraum abgegriffen und zur zur Vermarktung eingesetzt haben. businessinsider.de, cnet.com, turi2.de (Background)

Alexandra Van Houtte hat Tagwalk zum wichtigen Mode-Tech-Unternehmen gemacht.

Lese-Tipp: Alexandra Van Houtte hat mit Tagwalk das "Google der Mode" für Stylisten, Redakteure und Designer erfunden, schreibt Trisha Balster. Die Suchmaschine ist eines der wichtigsten Mode-Tech-Unternehmen. Van Houtte erklärt im "Iconist"-Interview, dass sie sich beim Businessplan auf ihr Bauchgefühl verlassen und deshalb u.a. auf Werbung und eine Paywall verzichtet habe. Die Plattform stecke aktuell in einer schwierigen Phase, nicht mehr in den Kinderschuhen, "aber auch noch nicht richtig groß".
welt.de

Mister Spex bekommt 65 Mio Euro in Finanzierungsrunde.

Mister Spex hat eine Finanzierungsrunde über 65 Mio Euro abgeschlossen. Der Optiker-Onlinehändler will seine Marktführerschaft ausbauen, weitere Läden aufbauen und die Internationalisierung vorantreiben. Mister Spex betreibt Onlineshops in zehn EU-Ländern, elf stationäre Läden in Deutschland und hat ein Netzwerk aus Partneroptikern in Deutschland, Österreich, der Schweiz, den Niederlanden und Schweden.
gruenderszene.de

Aus dem turi2.tv-Archiv (11/2017): Wie Mister-Spex-Marketingchef Jens Reich den Brillenkauf im Netz pushen will.

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TV-Tipp von TV Spielfilm: Der französische Horrorklassiker um Gesichtsverlust in seiner verstörendsten Form schockiert heute noch so wie bei seiner Uraufführung 1960. Georges Franju gelang surrealer, psychologisch komplexer Horror in schaurig-realistischen Bildern.
"Augen ohne Gesicht", Arte, 21.50 Uhr.
Unser Tipp: direkt und immer aktuell die neuesten Empfehlungen für Ihr persönliches TV-Programm abholen: tvspielfilm.de

Disney startet seinen Streamingdienst in Europa zuerst in den Niederlanden.

Disney Logo 150Disney startet seinen Streamingdienst Disney+ am 12. November in den USA und in Kanada, das erste europäische Land sind die Niederlande – wohl, weil die Inhalte dort nicht synchronisiert werden müssen. Eine Woche später folgen Australien und Neuseeland. Das Datum für den Deutschlandstart ist nicht bekannt, Disney will aber zwei Jahre nach dem Start in allen großen Märkten verfügbar sein.
dwdl.de

Bastei Lübbe und Bauers House of Food kooperieren.

Bastei Lübbe und Bauers House of Food starten ein Kochbuch-Programm. Die ersten vier Kochbücher kommen im September auf den Markt, sie heißen "Filmreif kochen", "Feiern. Flirten. Fingerfood", "Iiihh! war gestern" und "Kitchenkarma statt Küchendrama". Sie sollen Rezepte und Unterhaltung verbinden.
buchmarkt.de

Aus dem turi2.tv-Archiv (06/2018): "Alles aus einer Hand" – So arbeitet Bauers "House of Food".

FFH lässt seine Hörer Musik-Schwerpunkte wählen.

FFH bietet seinen Hörern an, streamend aus vier Musik-Schwerpunkten – 80er, 90er, Rock, Charts – zu wählen. Die Nachrichten, die Moderationen und das sonstige Programm bleiben gleich, in jeder Sendestunde werden aber mehrere Titel durch Songs aus der bevorzugten Musikrichtung ersetzt. Das Digital-Team hat dafür die Sender-Software weiterentwickelt, die den Sendeplan auf Stellen analysiert, an denen sie Titel ersetzen kann.
per Mail

Motor Presse startet digitales Bezahlmodell.


Moneten-Presse: Der Special-Interest-Verlag Motor Presse testet ein digitales Bezahlmodell, zunächst bei Auto Motor und Sport. Rund 85 % der Inhalte bietet die Redaktion weiter kostenlos an, der Rest verschwindet hinter der Paywall. Das Premium-Abo ams+ kostet im Abo 9,90 Euro pro Monat. Der Verlag will das Bezahlmodell auch auf weitere Marken übertragen. Zur Vorbereitung auf die Paywall hatte der Verlag den Online-Auftritt von "Auto Motor und Sport" gerelauncht und journalistische Inhalte stärker hervorgehoben, um die Verweildauer zu erhöhen.
motorpresse.de, dnv-online.de