Die “FAZ” will ihren aktuellen Standort zu einem Wohnviertel umbauen.

Frankfurter Allgemeine Wohngegend: Die "FAZ" gründet mit der Bietergemeinschaft aus der Unternehmensgruppe Bauwens und Daniel Hopp, einem von zwei Söhnen des SAP-Gründers Dietmar Hopp, ein Joint Venture, um den aktuellen Redaktions- und Verlagsstandort nach dem Umzug ins Europaviertel in ein Wohnquartier umzubauen. Beide Partner halten am neuen Unternehmen jeweils 50 %. Die neuen Immobilien, darunter voraussichtlich eine Grundschule, Kitas und Wohngebäude, sollen für sie als Kapitalanlage dienen.
presseportal.de

SAP will bis 2030 die Hälfte aller Führungspositionen mit Frauen besetzen.

SAP will weiblicher werden und bis 2030 "bei allen Führungspositionen Geschlechter­parität erreichen", kündigt Konzern-Chef Christian Klein in der "Süddeutschen" an. "Reine Männerrunden machen auf Dauer nicht erfolgreich", sagt er. Derzeit sind bei dem Software-Konzern 25 % der Führungskräfte weiblich, bisher halt als Ziel ein Drittel bis 2022. Kleins ehemalige Co-Chefin Jennifer Morgan hatte SAP im April nach nur sieben Monaten an der Spitze verlassen - wegen "zwei, drei inhaltlichen Differenzen", die "ein bisschen größer waren", sagt Klein. Er betont aber, es habe "bis zum letzten Tag keine persönlichen Probleme" gegeben.
sueddeutsche.de (Paid), turi2.de (Background)

Zahl der Corona-Neuinfektionen steigt auf den höchsten Wert seit Mai.

Corona-Infektionen: Das Robert-Koch-Institut registriert mit 1.226 gemeldeten Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden den höchsten Wert seit Mai. Zu Hoch-Zeiten Anfang April zählte das RKI mehr als 6.000 Fälle pro Tag. Anders als Mitte Juni bei Tönnies ist der jetzige Anstieg hauptsächlich nicht auf einzelne Brennpunkte zurückzuführen, sondern verteilt sich auf das ganze Land.
bild.de, sueddeutsche.de

Facebook löscht 7 Mio Corona-Falschmeldungen.

Imagepflege: Facebook legt einen Tätigkeitsbericht in Sachen Corona-Fake-News vor. Seit April hat das soziale Netzwerk nach eigenen Angaben mehr als 7 Mio Beiträge mit Falschinformationen über das Corona-Virus gelöscht, die aus Sicht der Plattform die Gesundheit von Menschen gefährden könnten. Weitere rund 98 Mio Inhalte habe Facebook mit Warnhinweisen gekennzeichnet. Anders als bei Hasskommentaren greift der Konzern statt auf Algorithmen verstärkt auf menschliche Kontrollen zurück.

In der Pandemie arbeitet ein Großteil des Facebook-Personals aus dem Home Office, was den Prozess erschwere. Facebook geht nach öffentlicher Kritik zuletzt stärker gegen umstrittene Inhalte vor, was US-Präsident Trump kritisiert.
rnd.de, engadget.com, washingtonpost.com

Fall Wirecard: Hinweise auf Betrug wurden zu spät gemeldet.

Fall Wirecard: Die Financial Intelligence Unit, die deutsche Zentrale für die Bekämpfung von Geldwäsche, hat einige Verdachtsmeldungen über Betrug erst nach der Insolvenz des Zahlungsdienstleisters an die bayerischen Ermittlungsbehörden weitergereicht, recherchieren die "Süddeutsche Zeitung" und der NDR. Seit 2017 seien rund 1.000 Hinweise, insbesondere von Banken, eingegangen.
sueddeutsche.de

Meinung: Sky muss sich von unflexiblen Abo-Modellen lösen.

Eigentor: Sky hat "wichtige Entwicklungen verschlafen", schreibt "taz"-Autorin Alina Schwermer über den Verlust der Champions-League-Rechte zu Lasten des Pay-TV-Senders. Sport-Rechte seien nur mit lukrativeren Serien-Paketen refinanzierbar. Abo-Verträge von Konkurrenten wie Dazn seien "einfach kündbar, günstig, flexibel" - das Sky-Abo dagegen "nichts von alledem".
taz.de

Zahl des Tages: 66 % der Deutschen sind für den regulären Unterrichtsbetrieb.

Zahl des Tages: Mehrheitliche 66 % der Deutschen finden die vollständige Rückkehr in den normalen Unterrichtsbetrieb nach den Sommerferien richtig, sagt eine Forsa-Umfrage im Auftrag der Mediengruppe RTL. Für die Minderheit von 29 % kommt die Öffnung in der Pandemie zu früh. In Bundesländern wie Schleswig-Holstein, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern hat das neue Schuljahr bereits begonnen.
oldenburger-onlinezeitung.de

Berliner Polizei nimmt mehr Angriffe gegen Medienvertreter wahr.

Pressefreiheit: Die Zahl der Angriffe gegen Journalist*innen bei Demonstrationen wie der Corona-Demo in Berlin nimmt "gefühlt" zu, sagt der Berliner Polizeisprecher Thilo Cablitz dem Deutschlandfunk. Ein flächendeckender Schutz von Medienvertretern sei nicht möglich: "Wir können nicht an jeder Stelle überall sein." Grundsätzlich könne eine Demonstration eine "Gefahrensituation" sein. Sie deshalb abzusagen, sei nicht möglich, da die Pressefreiheit nicht über der Versammlungsfreiheit stehe.
deutschlandfunk.de, turi2.de (Background)

Phoenix stellt “Augstein und Blome” ein.

Bei Phoenix in die Asche: Der öffentlich-rechtliche TV-Sender Phoenix holt seine Talksendung "Augstein und Blome" mit Jakob Augstein und Nikolaus Blome nicht aus der Sommerpause zurück. In den kommenden Wochen will Phoenix über ein mögliches Nachfolgeformat entscheiden. Blome ist künftig Ressortleiter für Politik & Gesellschaft bei RTL. Seit Mai ist er bereits Kommentator für RTL und n-tv.
tagesspiegel.de, turi2.de

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Der französische Sport-Discounter Decathlon hat sich in den letzten Jahren zum größten Sporthändler Deutschlands entwickelt. Doch wie gut sind die Produkte? "Marktcheck" im SWR macht heute um 20.15 Uhr den Test. Außerdem im Check: Rewe. Weitere Tipps aus dem Programm der Dritten gibt es hier.

Der Bund gründet offiziell seine Cyberagentur.


Behörde mit Internetanschluss: Der Bund hat, eineinhalb Jahre nach der ersten Ankündigung, seine neue Cyberagentur offiziell gegründet. Die Gründungsurkunde haben die Verantwortlichen bereits am 11. Juni unterzeichnet. Mit einem Jahresetat von 350 Mio Euro soll die neue Behörde die Cybersicherheit Deutschlands sicherstellen und untersteht dem Verteidigungs- und dem Innenministerium. Bis zu 100 Arbeitsplätze entstehen, fast alle müssen noch besetzt werden. Mit die größte Aufgabe dabei: Die Fachkräfte nach Halle locken.

Die Politik hat den Standort bewusst gewählt, um Arbeitsplätze in der Region zu schaffen. Zunächst bezieht die Cyberagentur einen Übergangs-Standort in der Stadt, später soll sie an den Flughafen Leipzig/Halle ziehen, was Beteiligte laut MDR aber für fraglich halten. "Es wurde zu lange über die Agentur und vor allem ihren Standort diskutiert, jetzt muss sie schnell Top-Leute nach Halle holen und ihre Arbeit aufnehmen", schreibt der Digitalverband Bitkom in einer Stellungnahme.
tagesschau.de, mdr.de, bitkom.org

Hongkong reagiert mit Trotz auf die Verhaftung von Jimmy Lai.

Protest mit dem Portmonee: Am Tag nach der Festnahme des chinakritischen Medienmanagers Jimmy Lai ist dessen Zeitung Apple Daily in Hongkong vielerorts vergriffen - offenbar kauften viele Einwohner*innen das Blatt aus Protest. Die Zeitung titelt heute: "Apple Daily muss weiter kämpfen". Auch an der Börse erhält Jimmy Lai Rückendeckung: Der Aktienkurs seines Konzerns Next Digital legt zeitweise um 300 % zu.
zdf.de, turi2.de

Video-Tipp: Wie der SWR mit einem Innovationszentrum seine Zukunft sichern will.

Video-Tipp: Jörg Wagner und Daniel Bouhs vom Radioeins-"Medienmagazin" besuchen SWR-Intendant Kai Gniffke und Vanessa Wormer (Foto), die künftige Chefin des SWR XLabs. Gniffke und Wormer berichten von ihren Plänen, wie sie mit dem Innovations­zentrum die Zukunft des SWR sichern und auch Impulse in die ARD geben wollen.
youtube.com (48-Min-Video), wwwagner.tv (Audio-Fassung), turi2.de (Background Wormer)

WDR: Schulen in NRW haben großen Digital-Aufholbedarf.

Digital versetzungsgefährdet: In NRW kommen im Schnitt 12 Schüler*innen auf ein Tablet und 30 Schüler*innen auf einen Laptop, bezogen auf die Ausstattung der Schulen. Nur jede dritte Schule hat einen Glasfaseranschluss. Diese Ergebnisse hat der WDR über Anfragen bei den NRW-Kommunen ermittelt. 309 von 396 angefragten Kommunen haben geantwortet, zentrale Daten erfasst das Bundesland nicht.
presseportal.de

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Ringier Axel Springer verkündet Sparprogramm – 35 Stellen fallen weg.

Ringier Axel Springer Logo-150Schweizer Sparprogramm: Ringier Axel Springer reagiert auf sinkende Einnahmen und will deshalb sparen. Insgesamt streicht der Verlag 35 Stellen. Er stellt das Modemagazin "Style" ein. Die letzte Ausgabe erscheint am 20. August. Das bisher von der gleichen Redaktion erstellte Kulturmagazin "Bolero" soll in Zukunft extern produziert werden. Außerdem will Ringier Axel Online- und Print-Redaktion der "Schweizer Illustrierten" verkleinern und zusammenführen.
ringieraxelspringer.ch

Zalando steigert Umsatz und Reichweite in der Corona-Krise.

Zalando schreit mal wieder vor Glück und kann im Corona-Lockdown ordentlich wachsen. Im ersten Halbjahr 2020 vergrößert der Mode-Händler seine Kundenbasis um 20,4 % auf 34 Mio aktive Kunden in Europa. Gleichzeitig steigert das Unternehmen seinem Umsatz um 19,6 % auf 3,56 Mrd Euro. Ein Teil des Wachstums entfällt auf Zalandos Plattform-Bemühungen: im 2. Quartal registrierten sich 180 neue Partner, die über Zalando Produkte verkaufen.
zalando.com

Philipp Westermeyer startet Business-Podcast für Gründer*innen.

Business-Bauer: Podcast-Profi Philipp Westermeyer startet zusammen mit dem Domain-Hoster GoDaddy den 14-täglichen Podcast Bau dein Business. Westermeyer und seine Gäste wollen Gründer*innen mit persönlichen Erfahrungen und Tipps motivieren, Ideen und Projekte erfolgreich anzugehen. In der ersten von acht Episoden spricht Kaugummi-Unternehmer Thomas Krämer über sein Startup Forest Gum.
de.godaddy.com, youtube.com (53-Min-Video), omr.com (Audio-Podcast)

Video-Tipp: Walulis zieht “Bild”-Reporter*innen durch den Kakao.

bildlogoVideo-Tipp: Walulis' Sommervertretung dokumentiert, wie die "Bild" sich ihren Ruf als "Deutschlands auflagenstärkstes Klopapier" erarbeitet, zum Beispiel indem sie die letzten 50 Stunden eines Suizid-Toten rekonstruiert oder Lebende für tot erklärt. Die Reporter*innen arbeiteten mit Maßnahmen wie "Witwenschütteln", Druck auf Promis und Übertreibungen.
youtube.com (11 Min)

Basta: Der Apfel fällt zu weit vom Stamm.

Äpfel-Birnen-Vergleich: Apple bekämpft als gäriger Goliath zum wiederholten Mal ein Startup, das es wagt, für sein Logo ebenfalls in den Obstkorb zu greifen. Im konkreten Fall: Das fünfköpfige US-Startup Prepear, Rezepte-App für Kinder, das des Wortspiels wegen eine grüne Birne als Logo führt. Apple fürchtet Fruchtsalat "Verwischungseffekte" – und macht sich so zum Fallobst.
t-online.de

“Handelsblatt”: 14 Unternehmen beantragen Rekapitalisierung beim Staat.

Bund prüft nach der Teilverstaatlichung der Lufthansa den Einstieg in 14 weitere Unternehmen und arbeitet an einer Beteiligungsstrategie, berichtet das "Handelsblatt". Bei den meisten Firmen stehe die dafür nötige Prüfung am Anfang. Der Staatseinstieg soll die Ultima Ratio sein, Unternehmen wenn möglich andere Hilfsprogramme bemühen. Die Grünen fordern, dass der Bund "klare Kriterien für Beschäftigungssicherung und Klimaschutz" vorschreibt, wenn er bei Unternehmen einsteigt.
handelsblatt.com

Rückkehr der Fußball-Fans in Stadien hat keine Priorität, sagen Gesundheitsminister.

Die Geister geistern weiter: Die Gesundheitsminister-Konferenz lehnt eine Öffnung der Bundesliga-Stadien für Fans als "falsches Signal" ab. Zuschauer*innen seien nicht vor dem 31. Oktober vorstellbar, dass die Teams wieder vor Publikum spielen, habe "keine Priorität". Die DFL hat vergangene Woche ein Maßnahmenpaket für die geordnete Rückkehr von Fans in die Stadien veröffentlicht: Sie plante zum Beispiel, personalisierte Tickets zu verkaufen, keine Gästefans zuzulassen und keine Stehplätze zu erlauben. Das Konzept "ist in der Theorie gut. Entscheidend ist in der Pandemie aber die Praxis im Alltag", twittert Gesundheitsminister Jens Spahn.

Zuvor hatte sich bereits Bayerns Ministerpräsident Markus Söder "außerordentlich skeptisch" gezeigt. Volle Stadien könne er sich womöglich im Laufe der Saison vorstellen, zum Bundesliga-Start hätte sie aber eine "verheerende Signalwirkung an die Öffentlichkeit." Ende August will Söder bei einer außerordentlichen Minister­präsidenten­konferenz explizit über das zum Thema Bundesliga diskutieren.
faz.net, kicker.de, turi2.de (Söder)

Lese-Tipp: TikTok ist der Schulhof der Welt, analysiert Sebastian Hofer in “Profil”.

Lese-Tipp: TikTok prägt die Gegenwart und entwickelt sich im "digitalen Sperrfeuer zwischen aufgescheuchten Kühen und bloßgestellten Präsidenten" zu einer geradezu revolutionären Plattform, schreibt Sebastian Hofer. Als "erste genuine Handy-Plattform" ist TikTok intuitiv, hat eine erstklassig funktionierende KI, die den Videofeed organisiert, und setzt nur am Rande auf soziales Netzwerken, so Hofer. Die App ist so erfolgreich, weil sie "funktioniert wie ein unendlich weiter Schulhof, auf dem man steht und herumschaut" – jeden Tag sei etwas anderes wichtig, statt Statussymbolen zählten Emotionen, es herrsche "der nackte Zufall".
profil.at