Eklat bei "Cumhuriyet"-Prozess in der Türkei.

Türkei: Beim Prozess gegen die Mitarbeiter der regierungskritischen Zeitung "Cumhuriyet" ist es am Montag zu einem Eklat gekommen. Der Investigativ-Journalist Ahmet Sik musste den Saal verlassen. Zuvor hatte er den Prozess als politisch motiviert kritisiert und die Türkei als "diktatorisches Regime" bezeichnet. Unterstützer Siks skandierten daraufhin: "Auch ihr werdet alle eines Tages vor Gericht gestellt werden."

Die Anhörungen der 17 angeklagten "Cumhuriyet"-Mitarbeiter sollen am 9. März weitergehen. Die Türkei wirft den Journalisten und Verlagsmitarbeitern "Unterstützung von Terrororganisationen" vor. Die meisten Mitarbeiter sind für die Dauer des Prozesses auf freiem Fuß. Vier von ihnen, darunter Sik, sitzen weiter in Haft. Auch vor dem Justizpalast haben "Cumhuriyet"-Unterstützer protestiert. (Foto: Picture Alliance, AP Photo/Lefteris Pitarakis)
spiegel.de

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