Jan Böhmermann inszeniert Planungen für NS-Themenpark.


Böhmermannsche Geschichtsvermittlung: Jan Böhmermann vermischt nach #Verafake erneut Realität und Inszenierung. In einer Spezialausgabe des Neo Magazins Royale berichten Böhmermann und sein Co-Moderator Ralf Kabelka über den Plan eines Projektentwicklers, in Brandenburg einen Nazi-Freizeitpark zu bauen. Besucher sollen die Möglichkeit haben, die Zeit des Zweiten Weltkriegs originalgetreu nachzuerleben – inklusive KZ und Bombenhagel-Geisterbahn. Was die Doku nicht sagt, aber bei Twitter schnell deutlich wird: Alles ist inszeniert. Projektentwickler Raphael Gamper ist ein Schauspieler, der "Reichspark" ein von Böhmermann über Monate geplantes Projekt.

Böhmermann und Kabelka unterfüttern die Idee mit Beispielen aus Großbritannien und Lettland, wo Einheimische und Besucher Krieg und Flucht tatsächlich nachspielen. Bei einer Messe für Freizeitpark-Attraktionen in Berlin aquiriert das Projekt "Reichspark" echte Partner z.B. für Lasergewehre, Flammenwerfer zur Bücherverbrennung oder historische Züge. Mindestens ein anderer TV-Sender glaubt die Geschichte und berichtet über die Pläne. Auch Politiker, die der falsche Park-Entwickler angeschrieben hat, sollen ihre Unterstützung zugesagt haben. Das Erschreckende: Bis zum Ende scheint es nicht völlig abwegig, dass jemand einen solchen Themenpark tatsächlich plant.
turi2 - eigene Beobachtung, bento.de, zdf.de (44-Min-Video)

2 Gedanken zu „Jan Böhmermann inszeniert Planungen für NS-Themenpark.

  1. Adler Florian

    Das ist ja das Schlimme an dieser Sache: sie ist nicht auszuschließen. Nicht nur bei den ziemlich trüben Brauntassen sondern auch in Nachbarländern wie Polen und Ungarn , wo solche Geschichtserklärung bereits stattfindet. Die Storchenadelige wäre diesem Thema bestimmt ebenfalls nicht abgeneigt und dem AFD Typen Höcke, der sich im Singsang der nachgemachten Stimme von Josef Goebbels übt, wäre eine diesartige, miesartige Realität bestimmt willkommen. Florian Adler

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