Presse-Grosso konstatiert für Print am Kiosk 2018 eine "mittelschwere Katastrophe".


Print gewinnt an Tempo – aber nur in der Abwärtsspirale: Frank Nolte, Chef des Bundesverbandes Presse-Grosso, berichtet von alarmierenden Umsatzrückgängen am Kiosk. Die Zahlen seien eine "mittelschwere Katastrophe". Um 10,1 % sank der Presseabsatz im 1. Halbjahr 2018 laut Nolte, der Umsatz ging um 7,2 % zurück. Auch die Fußball-WM und die Panini-Sammelbilder sorgten nicht für einen Lichtblick, sagt Nolte in einem Interview des Branchenblatts Der Neue Vertrieb vor der Jahrestagung der Pressegroßhändler in Baden-Baden.

Besonders unter Druck seien "definitiv die Tageszeitungen", die "überproportional an Auflage verlieren", so Nolte. Als positive Ausnahme nennt Nolte das Segment der Kindermagazine und die Burda-Tochter Blue Ocean. Die Zahl der Presse-Grossisten werde weiter schrumpfen. Allein im Jahr 2018 werden laut Nolte sieben weitere selbständige Betriebe aufgeben und fusionieren. Dabei ist die Zahl der Grossobetriebe seit 2008 bereits von 73 auf 44 gesunken.
Der Neue Vertrieb, 11/2018, S. 16-31

Aus dem Archiv von turi2.tv: Grosso-Chef Frank Nolte sah 2017 keine Möglichkeit mehr zum Sparen.