Schweden stellt die Ermittlungen gegen Julian Assange ein.

Assange

Froh, aber nicht frei: Schweden stellt die Ermittlungen gegen Wikileaks-Gründer Julian Assange wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung ein und zieht den europäischen Haftbefehl zurück. Vermutlich muss Julian Assange trotzdem in der ecuadorianischen Botschaft in London bleiben. Die britischen Behörden wollen Assange festnehmen, sobald er das Gebäude verlässt. Grund sind Verstöße gegen Kautionsauflagen. Er war 2012 vorläufig freigelassen worden und in die Botschaft geflüchtet.

Die schwedische Staatsanwaltschaft erklärt, sie sehe keine Möglichkeiten, die Ermittlungen weiter voranzubringen. Aussagen zur Schuld Assanges will die Staatsanwaltschaft nicht treffen. Falls der Wikileaks-Gründer vor August 2020 nach Schweden zurückkehrt, könnten die Ermittlungen wieder eröffnet werden.

Assange drohen außerdem eine Anklage und ein Haftbefehl durch die USA. Erst vor wenigen Wochen hat die USA seine Festnahme eine "Priorität" genannt. Wikileaks will von Großbritannien wissen, ob die USA bereits einen Auslieferungsantrag gestellt haben. In den USA droht ihm wegen der Veröffentlichung geheimer Dokumente von Behörden und des Militärs eine lange Haft oder möglicherweise sogar die Todesstrafe. (Foto: twitter.com/JulianAssange)
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