"W&V" kritisiert Amok-Berichterstattung des "Spiegel".

Spiegel Cover 31-2016 600
"Spiegel" bereut nichts: "Werben & Verkaufen" wirft dem "Spiegel" Sensationsberichterstattung zum Amoklauf von München vor. "W&V"-Chef Jochen Kalka stört u.a. das Titelbild, das einen Täter zeigt, der auf den Leser zielt. Außerdem nenne das Magazin frühere Amokläufer mit vollem Namen und beschreibe die in München verwendete Waffe genau.

Kalka sieht in den Darstellungen Verstöße gegen Ziffer 11 des Pressekodex zur Sensationsberichterstattung und konfrontiert das Magazin mit seinen Vorwürfen. Der "Spiegel" widerspricht: "Wir sind überzeugt, unserer Verantwortung angemessen nachgekommen zu sein." Auf den Titel habe es wieder Leserreaktionen in den sozialen Medien gegeben, noch Beschwerden über den Presserat.

Jochen Kalka hat sich ausführlich mit dem Amoklauf von Winnenden im Jahr 2009 beschäftigt - seine Frau und seine Töchter hatten das Verbrechen, bei dem 15 Menschen starben, vor Ort miterlebt. Über die Tat und deren Folgen hat der "W&V"-Chef ein Buch geschrieben, in dem er u.a. Vorwürfe gegen den Vater des Täters und die Medien erhebt.
wuv.de

Mitarbeit: Markus Trantow

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