Köpfe der Kommunikation

Julia Encke

Status: Julia Encke leitet das Feuilleton der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagzeitung”.

Geboren 1971 in Celle.

Bio: Julia Encke studiert zunächst Neuere Deutsche Literatur, Romanistik und Komparatistik in Freiburg, Toulouse und München. 1998 hospitiert sie bei der “FAZ”, für die sie anschließend als freie Literaturkritikerin schreibt. Nach drei Jahren heuert Encke beim Feuilleton der “Süddeutschen Zeitung” an und wechselt 2005 in die Feuilletonredaktion der “FAS”. 2015 steigt sie zur Leiterin des Literaturressorts auf, seit 2020 ist sie Chefin des gesamten Feuilletons.

E-Mail: j.encke@faz.de

Profile:
Wikipedia

Stirbt die elaborierte Literatur-, Film- und Theaterkritik aus? Julia Encke in der turi2 edition #13:

Alle Köpfe im turi2-Index unter turi2.de/koepfe

Julia Encke bei turi2:

    • “Sechserpack”-Schauspielerin verklagt Sat.1 auf Nachvergütung.

      Im Sechserpack billiger? Den Streit zwischen Sechserpack-Schauspielerin Nina Vorbrodt (Foto) und Sat.1 um Anspruch auf Nachvergütung fasst Julia Encke in der “FAS” in allen Details zusammen: Ein erstes Urteil besagt, der Sender müsse seine Einnahmen der Sendung offenlegen. Wegen des großen Erfolges der Comedyserie scheint ein Nachvergütungsanspruch laut Gericht möglich. Vorbrodt hatte vertraglich die Nutzungsrechte an ihren schauspielerischen Leistungen auf die Produktionsfirma übertragen. Die mehr als zehn Jahre alte Sendung läuft bis heute.
      faz.net

    • Stirbt die elaborierte Literatur-, Film- und Theaterkritik aus, Julia Encke?


      Sozial-mediale Verantwortung: Für
      Julia Encke, Feuilletonchefin der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“, leistet Kulturkritik einen wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Diskurs. Aber die Kritik hat Grenzen – und zwar dort, wo Kritiker*innen sie für politische Generalabrechnungen nutzen, wie im Fall von Igor Levit geschehen. Enckes Gastbeitrag ist Teil der turi2 edition #13, Sie können das Buch hier als kostenloses E-Paper lesen oder gedruckt bestellen.

      Ich könnte mir nichts Langweiligeres vorstellen als ein Feuilleton, das nur aus Rezensionen besteht. Das Feuilleton ist für mich nicht vorrangig ein Ort des Urteilens und Meinens mit der weltfremden Suggestion, dass Kulturjournalist*innen über den Dingen stehen und stets den Durchblick haben. Es geht um Analyse, Reflexion und Recherche; um politische Essays genauso wie um Investigation. Und darum, die Stimmen derer abzubilden, die etwas beizutragen haben zu gesellschaftspolitischen Fragen.

      Lesen Sie alle Geschichten der turi2 edition #13 – direkt hier im Browser als E-Paper oder bestellen Sie das Buch.

      Die Literatur-, Film-, Theaterkritik darf nicht aussterben, sondern leistet, wenn sie eine Einschätzung aus Argumenten ableitet, einen entscheidenden Beitrag. Sie zeigt, welche Kunst unsere Zeit hervorbringt, und wie Künstler*innen unsere Gegenwart darstellen, deuten oder verändern wollen. Sie braucht dabei nicht immer alles schrecklich ernst nehmen, schon gar nicht, wenn Werke völlig daneben gegangen sind, kann auch polemisch sein, satirisch, gerne lustig. Sie muss allerdings wissen, was sie tut. Wenn die Debatte um eine Kritik an Igor Levit aus den Fugen gerät, dann auch, weil das Genre der Musikkritik benutzt wurde, um gegen die Twitter-Aktivität eines Pianisten zu polemisieren, der sich gegen Rechts engagiert und Morddrohungen erhält. Das ist keine Kritik mehr, sondern Kritik als Tarnung für eine ressentimentgeladene Abrechnung. An anderer Stelle können Kritiken Wissensgrundlagen im emotionalen Meinungskampf liefern: Als bekannt wurde, dass sich der Verlag S. Fischer nach 40 Jahren von Monika Maron trennt, weil sie ohne Rücksprache einen Essayband in der Edition des Buchhauses Loschwitz veröffentlicht hatte, in der neurechte Autor*innen publizieren, hatten dazu alle eine Meinung. Die wenigsten aber kannten die letzten Publikationen Marons. Die Kritik ist genau hier gefragt. Sie ermöglicht eine Differenzierung, die in schnellen Kommentaren oft keine Rolle spielt. Und leistet damit ihren Beitrag zur politischen Debatte.

      Alle Geschichten aus der turi2 edition #13 lesen: turi2.de/edition13

    • Willkommen im Club: Julia Encke.

      Willkommen im Club der turi2.de/koepfe: Schon die Anfänge ihrer journalistischen Laufbahn macht Julia Encke bei der “FAZ” – heute ist sie Feuilletonchefin der “FAS”. Encke ist neu im turi2-Club der wichtigsten Meinungs­macher*innen in Deutschland. Schon länger dabei im Köpfe-Index sind u.a. Joe Kaeser, Dorothee Bär und Jakob Augstein.
      turi2.de/koepfe (Profil Encke)

    • Julia Encke ist Nachfolgerin von Claudius Seidel als Feuilleton-Chefin der “FAS”.


      Frankfurts frische Feuilleton-Frau: Die “FAS” ernennt Julia Encke zur neuen Feuilleton-Chefin, beobachtet Ulrike Simon von “Horizont” im Impressum der Zeitung. Encke tritt die Nachfolge des langjährigen Ressortleiters Claudius Seidl an, dessen Vertrag nicht verlängert wurde. Die Journalistin schreibt seit 2015 im Literatur-Ressort der “FAS”. Ihr Vorgänger Seidl wird künftig Filmkritiken schreiben und mit Rainer Schmidt – Enckes Ehemann – für das Magazin “Frankfurter Allgemeine Quarterly” arbeiten.

      Encke, geboren 1971, schreibt zunächst für die “FAZ” und die “Süddeutsche Zeitung”. 2015 wechselt sie zur “FAS”. Seidl war 19 Jahre Feuilleton-Chef bei der “FAS” und hatte sich vor dem Arbeitsgericht in Berlin gegen seinen auslaufenden Vertrag gewehrt. Die “FAS”-Journalist*innen in Berlin stammen meist aus der “FAZ”-Zentrale in Frankfurt am Main – die Entsendeverträge laufen nach fünf Jahren aus.
      (Foto: Heinrich-Böll-Stiftung)
      horizont.net

    • Meinung: Miriam Meckel und Léa Steinacker erklären Wirtschaft mit dem nötigen Unernst.

      StreamTeam: Léa Steinacker und Miriam Meckel erfinden ein Facebook-Format, das nicht genug zu loben ist, meint Julia Encke. Die Journalistinnen erklärten im StreamTeam Wirtschaft intelligent, reflektiert und ernsthaft, würden dies aber mit dem “angenehmsten Unernst” vortragen. Anders als viele Männer würden sie aus ihrer Erklärerinnen-Rolle keinen Überlegenheitsgestus machen.
      “FAS”, S. 45 (Paid), wiwo.de

    • Julia Encke wird Literaturchefin der “FAS”.

      Julia Encke-Mai-2015-150FAS befördert Julia Encke, 43, zur Literaturchefin. Sie hat 1998 beim Mutterschiff “FAZ” begonnen und später fürs Feuilleton der “Süddeutschen Zeitung” geschrieben. Seit 2005 ist sie feste Freie in der Feuilletonredaktion der “FAS”. 2014 hat sie den Essay Charisma und Politik (Hanser, 176 Seiten, 17,90 Euro) veröffentlicht.
      verlag.faz.net