Köpfe der Kommunikation

Tina Hassel

Status: Tina Hassel ist TV-Journalistin und Leiterin des ARD-Hauptstadtstudios in Berlin.

Geboren am 11. Mai 1964 in Köln

Bio: Tina Hassel arbeitet nach ihrem Magister in Germanistik, Geschichte und Politikwissenschaft bei verschiedenen Radio- und Fernsehstationen in Deutschland und Frankreich. 1990 volontiert sie für den WDR, von 1994 bis 1999 berichtet sie als Korrespondentin der ARD aus Paris. Von 2012 bis Mitte 2015 führt Hassel das ARD-Studio in Washington. Seit Juli 2015 leitet sie das Hauptstadtstudio in Berlin. Hassel ist verheiratet und hat drei Kinder.

E-Mail: tina.hassel@ard-hauptstadtstudio.de

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turi2 edition #12, 50 Vorbilder: Tina Hassel schreibt über Margrethe Vestager.

Alle Köpfe im turi2-Index unter turi2.de/koepfe

Tina Hassel bei turi2:

    • Willkommen im Club: Karin Immenroth.

      Willkommen im Club der turi2.de/koepfe: RTL-Analysechefin Karin Immenroth wacht über die Daten-Infrastruktur für die Bertelsmann Content Alliance. Immenroth ist neu im turi2-Club der wichtigsten Meinungs­macher*innen in Deutschland. Schon länger dabei im Köpfe-Index sind u.a. Martin Leutke, Tina Hassel und Lukasz Gadowski.
      turi2.de/koepfe (Profil Immenroth)

    • Zitat: Angela Merkel schließt Beschränkungen für Impfgegner nicht aus.

      “Okay, wer das nicht möchte, der kann vielleicht auch bestimmte Dinge nicht machen.”

      Bundeskanzlerin Angela Merkel äußert sich im ARD-Interview mit Tina Hassel und Rainald Becker zu Impfgegner*innen – und den ihnen drohenden möglichen Restriktionen.
      tagesschau.de (15-Min-Video), turi2.de (Background)

    • TV-Tipp: Angela Merkel gibt der ARD ein Interview zur Corona-Lage.

      TV-Tipp: Das Erste zeigt heute um 20.15 Uhr ein kurzfristig durchgeführtes TV-Interview mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. In “Farbe bekennen” stellt sich Merkel den Fragen von Tina Hassel und Rainald Becker, insbesondere zur Impfstrategie der Bundesregierung. Das 15-minütige Gespräch läuft zwischen “Tagesschau” und der Übertragung des Spiels Dortmund gegen Paderborn im DFB-Pokal.
      dwdl.de

    • turi2 edition #12, 50 Vorbilder: Tina Hassel schreibt über Margrethe Vestager.


      Eine, die aneckt:
      Margrethe Vestager legt sich mit US-Tech-Giganten und China an, besetzt Zukunftsthemen und hat die Handlung einer Erfolgsserie inspiriert. Tina Hassel, Chefredakteurin des ARD-Hauptstadtstudios, schreibt in der turi2 edition #12, warum die EU-Kommissarin für Wettbewerb und Digitales der Gegenentwurf zu den grauen Technokrat*innen von Brüssel ist.

      Wer die Serie “Borgen” über den Aufstieg einer Politikerin gesehen hat, weiß, welche Widerstände Margrethe Vestager bereits überwunden hat. Schließlich war die heutige EU-Kommissarin Inspiration für die Handlung. In ihrer Amtszeit als Innen- und Wirtschaftsministerin hat sie nicht nur eine umstrittene Sozialreform in Dänemark durchgesetzt, sondern auch die gesetzliche Frauenquote für Unternehmen. Manche würden Margrethe Vestager streitbar nennen. Andere schlicht willensstark.

      Ich durfte sie persönlich treffen und habe selbst erlebt, wie hartnäckig sie sein kann – gerade wenn es darum geht, politische Ziele durchzusetzen. Vestager ist eine starke Frau mit klarem Kompass, die selbst härteste Auseinandersetzungen mit den US-amerikanischen Tech-Giganten Google, Facebook, Apple und Co nicht scheut, um für fairen Wettbewerb und mehr Transparenz zu sorgen. Trotz heftiger Widerstände hat die EU-Kommissarin in Brüssel Milliardenstrafen wegen Wettbewerbsverletzungen gegen Google verhängt und damit ein Stück Wirtschaftsgeschichte geschrieben. Mittlerweile streitet sie auch mit China für die Durchsetzung der Handelsinteressen Europas. Zu diesem machtpolitischen Spannungsverhältnis sagte sie: “Wir haben sehr viel Wissen und Fähigkeiten in Europa. Wenn wir fair wirtschaften, wollen wir das auch außerhalb Europas sehen.” Klare Worte Richtung China, die man sonst auf EU-Ebene leider nicht häufig hört. Das gilt übrigens ebenso für die Themen Menschenrechte und Meinungsfreiheit. Auch in Sachen Gleichberechtigung hat Margrethe Vestager schon heute viel bewegt. Dass die neue EU-Kommission nahezu paritätisch besetzt ist, ist nicht zuletzt auch ihrem Einfluss zu verdanken.

      Lesen Sie alle Geschichten der turi2 edition #12 – direkt hier im Browser als E-Paper oder bestellen Sie das Buch.

      Außerhalb der politischen Weltbühne ist Vestager ein echter Familienmensch und Mutter von drei Kindern. Das eint uns. Ich kann nachvollziehen, wenn sie sagt, ihre Familie helfe ihr, “runterzukommen”, Dinge zu relativieren. Zu ihrer Rolle als berufstätiges “Multitasking- Talent”: “Ich führe wirklich ein völlig normales Leben. Ich gehe einkaufen, setze mich aufs Fahrrad und habe die gleichen Probleme mit meinen Kindern wie alle anderen auch.” Das klingt geerdet. Und sie hat Humor: Eine Tischplastik in Form eines Stinkefingers, den ihr dänische Gewerkschafter aus Protest überreicht haben, steht seitdem plakativ auf ihrem Schreibtisch.

      Die einen bewundern sie, andere fürchten sie – das zeigt: Die EU-Kommissarin hat Gewicht. Und sie ist leidenschaftliche Europäerin. „Europas Stunde schlägt gerade jetzt”, sagte sie in der Corona-Krise.” Die EU kann nicht nur eine Union bei Sonnenschein sein und ein gemeinsamer Marktplatz nur dann, wenn es gut läuft. Wir müssen auch füreinander da sein, wenn es einigen von uns richtig schlecht geht.” Diese Haltung teile ich voll und ganz. Kurz: Vestager ist eine unkonventionelle Frau, die für ein modernes und selbstbewusstes Europa wirbt. Das imponiert mir – wohlwissend, dass für mich als Leiterin des ARD-Hauptstadtstudios kritische Distanz zu aktiven Politikerinnen und Politikern geboten ist.

      Margrethe Vestager gilt als eine der einflussreichsten Digitalpolitikerinnen Europas. Sie hat damit ein Zukunftsthema besetzt, das in Deutschland leider politisch noch weitgehend verschlafen wird. Deshalb überrascht es nicht, dass sie im Mai 2019 auf dem Cover des “Forbes Magazine” zur mächtigsten Frau Europas gekürt wurde. Der mediale Ritterschlag! Zugleich ist Vestager der Gegenentwurf zum politischen Macho oder den grauen, wenig charismatischen Technokraten in Brüssel. Souverän, leidenschaftlich, angstfrei: Durch ihren Stil bricht sie mit überkommenen Frauenklischees. Die Spitznamen der EU-Politikerin lauten übrigens: die “Drachentöterin” oder “Miss Cool”. Nicht schlecht, oder? Aber sicher nicht der einzige Grund, warum Margrethe Vestager als Vorbild für Frauen in der Politik taugt.

      Alle Geschichten aus der turi2-edition #12 lesen: turi2.de/edition12

      (Foto Vestager: Picture Alliance / Foto Hassel: Thomas Kierok)

    • TV-Tipp: Angela Merkel erklärt ihr Corona-Konjunkturpaket im TV.

      TV-Tipp: Bundeskanzlerin Angela Merkel gibt anlässlich des 130 Mrd Euro schweren Corona-Konjunkturpakets heute gleich zwei ihrer sonst seltenen TV-Interviews. Um 19.20 Uhr steht sie im ZDF Chefredakteur Peter Frey und Vize-Chefredakteurin Bettina Schausten Rede und Antwort. Im Ersten beantwortet Merkel um 20.15 Uhr die Fragen Hauptstadtstudio-Leiterin Tina Hassel und ARD-Chef­redakteur Rainald Becker.
      presseportal.de (ZDF), presseportal.de (ARD), turi2.de (Background)

    • Demonstrant attackiert ARD-Tonassistenten in Berlin.

      Erst ZDF, jetzt ARD: Erneut ist ein Kamerateam während einer Demo in Berlin Ziel eines Angriffs geworden. Diesmal traf es einen ARD-Tontechniker, der aber unverletzt blieb. Lediglich eine Ton-Angel wurde beschädigt. Laut Tina Hassel, Leiterin des ARD-Hauptstadtstudios, geht es dem Team gut. Solche Angriffe gegen die Presse seien “widerlich”. Die Polizei nahm eine Person fest. Auf Twitter kursieren Videos des Vorfalls, so teilte etwa der freie Journalist Felix Huesmann eine entsprechende Aufnahme. “Lügenpresse”, skandiert die Menge darin unter anderem. “Wer Journalisten angreift und an ihrer Arbeit hindert, greift die Demokratie an”, sagte ARD-Chefredakteur Rainald Becker.

      Bei der nicht genehmigten Versammlung vor dem Reichstagsgebäude waren laut Polizei bis zu 400 Menschen anwesend. Sie protestierten gegen Corona-Beschränkungen und die geplante Reform des Infektionsschutzgesetzes. Am 1. Mai war es während Demos in Berlin bereits zu zwei brutalen Angriffen auf Journalist*innen gekommen.
      rbb24.de, rnd.de (Infektionsschutzgesetz), bild.de (Rainald Becker), turi2.de (“heute Show”-Angriff), turi2.de (verletzte TV-Journalistin)

    • “Spiegel”: WDR-Fernsehdirektor Jörg Schönenborn kannte Missbrauchs-Vorwürfe.

      WDR Logo 150WDR: Im Missbrauchsverdacht zweier Korrespondenten wusste Fernsehdirektor Jörg Schönenborn wohl Bescheid und beförderte einen der Beschuldigten dennoch, schreibt der “Spiegel”. Der damalige Chefredakteur räumt ein, er hätte den Bericht zu den Vorfällen eigentlich zur Einsicht bekommen müssen, könne sich aber nicht erinnern. Der zweite Beschuldigte wurde von Schönenborn in zwei begehrte Auslandsstudios geschickt. Schönenborn sagt, er hätte “mit dem Wissen von heute” andere Entscheidungen getroffen. Der WDR schreibt in einem Statement, die Berichte in “stern” und “Spiegel” ergäben “kein vollständiges Bild der Abläufe und Hintergründe”. Es habe hausinterne Untersuchungen gegeben und eine Ombudsstelle für Beschwerden sei geschaffen worden. Tina Hassel, damals die Vorgesetzte einer der Beschuldigten, sagt, die Sache sei “immer im Ungefähren” geblieben. Sie dulde aber ausdrücklich keinen Machtmissbrauch und keine sexuellen Übergriffe.
      “Spiegel” 16/2018, S. 74 (Paid) presseportal.de (Statement WDR), turi2.de (Background)

    • WDR lässt Missbrauchs-Verdacht durch externe Kanzlei ausleuchten.

      Diskrete Hilfe von außen: Der WDR hat eine externe Anwaltskanzlei damit beauftragt, den Vorwürfen der sexuellen Belästigung im eigenen Haus auf den Grund zu gehen, schreibt Hans Hoff. “stern” und das Recherchebüro Correctiv hatten am Mittwoch über eine Reihe an Vorwürfen gegen einen zweiten prominenten WDR-Mitarbeiter berichtet. Kai-Hinrich Renner berichtet, mehrere hochrangige Mitarbeiter hätten “frühzeitig” Bescheid gewusst.

      Sowohl Tina Hassel, damals die Vorgesetzte des Beschuldigten, als auch der damalige Chefredakteur Jörg Schönenborn und die Fernsehdirektorin Verena Kulenkampff seien informiert gewesen, schreibt Renner. Mehrere Rundfunkräte hätten gefordert, die Vorwürfe bei der Ratssitzung am 8. Mai “ausführlich” zu besprechen, schreibt Hoff. Der Rat könnte auch eine Anlaufstelle für Missbrauchsopfer einrichten.
      sueddeutsche.de (Hoff), morgenpost.de (Renner), stern.de (Background)

    • Bei @tagesthemen twittert künftig jede Woche ein anderer.

      Tagesthemen verleihen ihren Twitter-Account @tagesthemen. Im wöchentlichen Wechsel twittern künftig Korrespondenten, Moderatoren und Reporter, den Anfang macht Tina Hassel, Chefin des ARD-Hauptstadtstudios. ARD-Aktuell-Chef Kai Gniffke erhofft sich davon einen “persönlichen Blick auf und hinter die Nachrichten”. Die Idee des Twitter-Account-Verleihs stammt ursprünglich vom Zeit Magazin.
      blog.tagesschau.de

    • Margarete Stokowski, Sibylle Berg und Jan Böhmermann schalten Unterstützer-Anzeige für Deniz Yücel.

      Freiheit für Deniz 150Freiheit für Deniz fordert eine ganzseitige Anzeige auf Türkisch und Deutsch, die u.a. in der “Süddeutschen Zeitung” und der “Welt” erscheint. Verantwortlich im Sinne des Presserechtes zeichnen Spiegel-Online-Autorin Margarete Stokowski, Schriftstellerin Sibylle Berg und Moderator Jan Böhmermann. Einige hundert Journalisten und Medienmacher unterstützen die Aktion und setzen sich für die Freilassung von “Welt”-Korrespondent Deniz Yücel ein, darunter “Spiegel”-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer, “Zeit”-Chef Giovanni di Lorenzo, “Bild”-Chefreporter Paul Ronzheimer, ZDF-Moderatorin Dunja Hayali und Tina Hassel, Leiterin des ARD-Hauptstadtstudios.
      “Süddeutsche Zeitung”, S. 11 / “Welt”, S. 7 (Großansicht), freedeniz.de