Freischreiber foppen Verleger mit Fairness-Kampagne.

Journalistin und Freischreiber-Mitglied Silke Burmester wirbt mit Kollegen für bessere Arbeitsbedingungen.

Gruß von der Basis: Der Journalisten-Verband Freischreiber kapert die Verleger-Kampagne Jedes Wort wert in den sozialen Netzwerken. Mit lustigen Motiven kritisieren sie Dumping-Honorare und schlechte Arbeitsbedingungen. Jedes Wort von Journalisten ist es wert, lautet die Botschaft der Freischreiber-Kampagne, die mit Slogans aufmacht wie: "Damit ich meinem Mann eine Hose kaufen kann" oder "Damit ich nicht was mit Werbung machen muss".

Weil die Verleger in Print, im Web, auf Plakaten und im Kino werben, aber Social Media noch nicht entdeckt haben, besetzen die Freischreiber die @jedeswortwert-Kanäle auf verschiedenen Plattformen. Als Models lassen sich u.a. Silke Burmester (Foto oben) und Freischreiber-Chefin Carola Dorner ablichten.
jedeswortistswert.de

4 Gedanken zu „Freischreiber foppen Verleger mit Fairness-Kampagne.

  1. Holger Brotkamp

    Immer wieder geil zu sehen, mit welchem Unverständnis die Journaille die Refinanzierbarkeit ihrer eigenen Arbeit betrachtet. Einfach mal auf der Webseite (Achtung, böses Internet) der IVW vorbeischauen und die Auflagenentwicklung in den letzten 10 Jahren bei den Produkten, für die ihr schreibt, analysieren. Und nein, die "böse" Werbung bemüht sich zwar, kann aber die Umsatzrückgänge durch Auflagenverluste nie komplett kompensieren. Aber wenigsten sorgt ihr für eine schlechte Publicity für die Verlage. Ist ja auch nicht der Ast, auf dem ihr sitzt (Achtung: Ironie).

  2. Kathleen Spilok

    Wunderbar – danke euch Freischreibern für den Humor. Hatte kürzlich mit dem Gedanken gespielt, vorübergehend einen Hausmeisterjob anzunehmen – kein Witz. Nur um das karge Honorar etwas aufzubessern. Und trotzdem: Ich liebe meine Arbeit als freie Journalistin.
    KS

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