Supplements und Reichweite: Christian Nienhaus über das Werbegeschäft der "Welt am Sonntag".


"Welt" auf allen Kanälen: Christian Nienhaus, Print-Chef des Springer-Konzerns, freut sich zum 70. Jubiläum der "Welt am Sonntag", dass die Medienmarke "Welt" als Zeitung, digital und als Nachrichtensender so viele Menschen erreicht, wie nie zuvor – auch wenn die gedruckte Zeitung Auflage verliert. Damit das gedruckte Werbegeschäft läuft, setzt auf die Reichweite der ganzen "Welt": Jeder Kunde, der in der "Welt am Sonntag" eine Anzeige schaltet, bekommt dieselbe Anzeige wochentags on top.

Unter dem Label "Welt am Sonntag" auch Dienstleistungen oder Produkte zu verkaufen, wie etwa der Konkurrent "Zeit" es macht, kann Nienhaus sich allerdings nicht vorstellen. "Wir haben bei 'Bild' schon Dessous und Bücher verkauft, da hat die 'Zeit' da noch gar nicht dran gedacht. Und damit haben wir auch Millionen verdient", sagt Nienhaus und will sich auf publizistische Maßnahmen konzentrieren.

Springers Mann fürs Gedruckte setzt bei der "WamS" auf hochwertige Supplements wie etwa das Heft "Icon". Das Modemagazin sammle von Kunden aus der Mode-Welt Anzeigen ein, die sonst bei "Vogue" oder "Madame" laufen und sei ein großartiges Beispiel für Diversifizierung, findet Nienhaus.
turi2.tv (6-Min-Interview auf YouTube)