"taz" bereitet Ende der täglichen Printausgabe vor.

Geschäftsführer Karl-Heinz Ruch vor dem Neubau des Verlags, der im Herbst bezugsfertig ist. Hier wird die werktägliche Print-"taz" sterben.

Rettet die Bäume: Die "taz" denkt laut über die Abschaffung ihrer werktäglichen, gedruckten Ausgabe nach. Geschäftsführer Karl-Heinz Ruch schreibt – auf Papier – an die Mitglieder der "taz"-Genossenschaft: "Das Zeitalter der gedruckten Zeitung ist zu Ende, der Journalismus lebt im Netz weiter." Ruch ruft die Genossen unter dem Titel "Szenario 2022" zu Ideen für den Übergang auf. Er wolle keine Zeit verlieren, "um in Ruhe die notwendigen Veränderungen in allen Dimensionen erkunden zu können".

"taz"-Mitgründer Ruch will nach 40 Jahren am Ruder eine Transformation in Gang setzen – kommendes Jahr geht er in Rente. Bereits vor Jahren prognostizierte er das Ende der Tageszeitung. Ohne Trauer analysiert er, dass die gedruckte Nachricht nun ausstirbt: "Die Zeitungen werden am frühen Morgen an die Kioske ausgeliefert, um am Abend zu 90% wieder als Altpapier dort eingesammelt zu werden." Ruch will Verlag und Leser jetzt darauf vorbereiten, dass Druck und Vertrieb einer Papier-"taz" bald nicht mehr möglich sein könnte. Im März veröffentlichte ein internes Team einen Innovationsreport, der analysierte, dass die Leser bald nur noch online sein würden. (Foto: Bernd von Jutrczenka / dpa / Picture Alliance)
taz Mitgliederinfo Nr. 28, S. 6-7

Aus dem Archiv von turi2.tv: Geschäftsführer Karl-Heinz Ruch über die Transformation der "taz", Stand September 2017.