"User First": Chefredakteur Andreas Tyrock zeigt die neue "WAZ"-Redaktion in Essen.


Frische Fugen für Funke: Die Funke Mediengruppe hat sich ein neues, schickes Stammhaus in Essen gebaut – in dieser Woche fand die erste Umzugs-Runde an den Jakob-Funke-Platz statt. Eine Adresse, die so frisch ist, dass Google Maps sie beim Besuch von turi2.tv noch nicht recht finden will. Im Video-Rundgang durch seine neue Redaktion sagt "WAZ"-Chefredakteur Andreas Tyrock, dass in den neuen Räumen der digitale Leser stärker im Mittelpunkt stehen soll. Seit Montag produziert Tyrock hier, seit Mittwoch lautet die Parole: "User first". Die Redaktion beginnt schon morgens um sechs Uhr mit der Arbeit, damit die Online-Leser früher frische Texte zu lesen bekommen. Auf zwei großen Video-Wänden haben die Macher ihre Nutzer in Echtzeit im Blick.

Abgesehen von der schöneren Arbeits-Umgebung soll sich für die Journalisten wenig ändern: "Die Redaktion ist seit zehn Jahren Newsroom-Arbeit gewöhnt", erklärt Chefredakteur Tyrock. Die Reporter behalten etwa ihre festen Arbeitsplätze im Open Space. Wer vertraulich telefonieren oder mit Kollegen sprechen wolle, könne sich in sogenannte "Think Tanks" zurückziehen – kleine, schalldichte Besprechungsräume. Wo seine Mitarbeiter arbeiten, ist Tyrock im Prinzip egal: "Es geht darum, gute Ergebnisse zu liefern. Und für mich ist es da erst einmal zweitrangig, wo der Kollege sitzt und seinen Text schreibt."
turi2.tv (6-Min-Video)