Bericht: EU erreicht Klima-Ziele nur durch “kreative Buchführung.”

Frostiges Zeugnis: Die EU rechnet sich ihre Klima-Ziele durch "kreative Buchführung" schön, kritisiert der Europäische Rechnungshof in einem Sonderbericht. Die Agrar- und Strukturförderausgaben betragen drei Viertel des Budgets von 2014 bis 2020, seien aber viel zu hoch angesetzt. Der Forschungssektor verfehle sein Klimaziel, die größten Defizite gebe es in der Agrarpolitik.
faz.net (Paid)

Gericht: Der Begriff “Autopilot” in Tesla-Werbung ist irreführend.

Freude am Selbstfahren: Wegen "irreführender" Werbung und Aussagen zum autonomen Fahren hat der US-Elektroautobauer Tesla von Elon Musk (Foto) vor dem Landgericht München eine Schlappe eingefahren. Er darf in Deutschland nicht mehr mit dem Begriff "Autopilot" für seine Fahrzeuge werben. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Geklagt hatte die Wettbewerbszentrale. Der Vorwurf: Anders als Tesla etwa auf seiner Webseite und während des Bestellvorgangs suggeriere, sei vollständig autonomes Fahren in den Elektroautos der Marke weder technisch möglich noch hierzulande erlaubt. Einen Teil seines Fahr-Assistenzsystems bewirbt Tesla unter anderem mit der Formulierung "Volles Potenzial für autonomes Fahren" und "Autopilot inklusive". Diese Wortwahl erwecke beim Durchschnittsverbraucher aber falsche Vorstellungen, findet jetzt das Gericht. Eine Fahrt ganz ohne menschliches Eingreifen erlaube das System nämlich nicht.

Andreas Ottofülling, Mitglied der Geschäftsleitung des Münchner Büros der Wettbewerbszentrale, nannte die Entscheidung einen "Erfolg auf der ganzen Linie". Um das Urteil sofort vollstreckbar zu machen, müsste die Wirtschaftsorganisation eine Sicherheitsleistung in Höhe von 100.000 Euro erbringen. Ob sie das tut, wolle sie nach Prüfung der Urteilsgründe entscheiden.
handelsblatt.com, sueddeutsche.de, justiz.bayern.de, wettbewerbszentrale.de

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Service-Zeit im SWR: "Marktcheck" beschäftigt sich heute um 20:15 Uhr mit dem Thema "Reisen trotz Corona – welche Hürden lauern?". Rechtsexperte Karl-Dieter Möller klärt auf, was man in Kauf nehmen muss, und wer haftet, falls ein Urlaub ins Wasser fällt. Weitere Tipps auf den Dritten gibt es hier.

Basta: Super Mario hüpft auf Lego herum.

Doppel-Nostalgie: Lego und Nintendo bringen ein 2.646-teiliges Set zum Nachbauen der Achtziger-Spielekonsole NES heraus. Wer alles zusammengesteckt hat, kann "Super Mario" auf einem Klötzchen-TV herumspringen lassen – für 225 Euro. Konkurrent Sony könnte die Aktion gewinnbringend kopieren: Eine Vor-Version der angekündigten Playstation 5 wäre vielen Zocker*innen wohl jede Menge Steine wert.
theverge.com

Bild des Tages: Deutsche Titanic.


Their heart will go on: Mit Abstand schippern der bayerische Ministerpräsident Markus Söder und Bundeskanzlerin Angela Merkel über den derzeit garantiert eisbergfreien Chiemsee. Ziel ihrer Tour vor leeren Bänken, Bergkulisse und einer weiß-blauen Fahne ist die Insel Herrenchiemsee. Später nimmt Merkel dort erstmals an der Sitzung des bayerischen Kabinetts in der Spiegelgalerie des Neuen Schlosses teil. Eines der Kernthemen: die Corona-Krise, bei der bisher – wie im Film – kein Happy End in Sicht ist. (Foto: Peter Kneffel / dpa / Picture Alliance)

Zitat: Gabor Steingart will sich von Werbung fernhalten – oder gehen.

"Wenn wir eines Tages doch Anzeigen nehmen müssten, weil es anders nicht geht, dann ist diese Idee gescheitert, und dann weiß ich nicht, ob ich noch der richtige bin, das weiterzuführen."

Gabor Steingart verteidigt im Podcast mit Katarzyna Mol-Wolf seine Idee eines werbefreien Journalismus. Die Angst vor dem Scheitern halte ihn nicht davon ab, das Konzept auszuprobieren.
soundcloud.com (63-Min-Audio)


Meinung: Zwei-Marken-Strategie von Media-Saturn wird “zunehmend sinnlos”.

Media-Saturn: Die Zwei-Marken-Strategie mit Media-Markt und Saturn wird auch Deutschland "zunehmend sinnlos", kommentiert Santiago Campillo-Lundbeck das angekündigte Aus von Saturn in Österreich. Die Positionierung beider Marken sei mit der Zeit "immer austauschbarer geworden", für eine echte Unter­scheidung fehle dem Konzern das Geld. Zur Stärkung des Digital­geschäfts und für die Marken­kommunikation wäre die Konzentration auf eine Marke "ein Befreiungsschlag".
horizont.net (Paid), turi2.de (Background)

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Früherer “Sonntagsrätsel”-Moderator Christian Bienert, 72, ist tot.

Christian Bienert, 72, ist tot. Der langjährige Moderator des Sonntagsrätsels bei Deutschlandfunk Kultur starb bereits am 7. Juli. Christian Bienert moderierte die von Hans Rosenthal erfundene Sendung von 1987, damals noch bei Rias, bis zu seinem Ruhestand 2012. Er hatte eine große Fangemeinde in Ost und West und bekam viele Zuschriften aus beiden Teilen Deutschlands.
t-online.de, deutschlandfunkkultur.de, sueddeutsche.de (Porträt von 2006)

AWA: Tageszeitungen verlieren Reichweite, “Öko Test” gewinnt.

Print-Reichweiten sinken laut Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse bei fast allen überregionalen Tageszeitungen, nur das "Handelsblatt" legt etwas zu. Das kostenlose Anzeigenblatt "Einkauf aktuell", das wieder an der Spitze der Einzeltitel steht, verliert 650.000 Leser*innen. Bei der "Apotheken Umschau" fallen 150.000 Leser*innen weg, bei "Bild" 500.000. "Öko-Test" steht bei den absoluten Reichweiten-Steigerungen mit 140.000 neuen Leser*innen ganz vorne.
horizont.net

YouTube verbannt drei Konten der rechtsextremen “Identitären Bewegung”.

Reinemachen: YouTube sperrt drei Konten der rechtsextremen "Identitären Bewegung", darunter auch den Kanal des führenden Mitglieds Martin Sellner mit rund 100.000 Abonnent*innen. Facebook hatte die Inhalte der "IB" schon zuvor ausgeschlossen, auch von Instagram. Erst vor wenigen Tagen hatte sich Twitter der Aufräum-Aktion angeschlossen.
spiegel.de, deutschlandfunknova.de, turi2.de (Twitter sperrt "IB"-Konten)

Timm Weber verlässt Publicis-Agentur Pixelpark.

Unverpixelt: Timm Weber, noch Kreativchef bei Digitas Pixelpark, verlässt die Publicis-Agentur zum Jahresende. Offiziell heißt es, es habe "unterschiedliche Auffassungen über die strategische Ausprägung und Ausrichtung der Kreation". Außerdem sollen fünf "eher klassisch ausgerichtete" Mitarbeiter*innen das digitale Kreativteam verlassen, schreibt Mehrdad Amirkhizi.
horizont.net (Paid)

Video-Tipp: Im Lockdown wurde mehr gegessen als geduscht, sagt Katja Wagner von Unilever.

Video-Tipp: Katja Wagner, Food-Kommunikationschefin bei Unilever, tritt zum Urlaubs-Interview mit Mirko Kaminski auf Fehmarn an. Sie berichtet u.a., dass im Lockdown die Food-Marken gewonnen haben, während Pflege-Produkte weniger gefragt waren. Außerdem erklärt sie das Job-Sharing-Modell mit ihrer Kollegin Anja Alpert und sagt, wie ihre linke Hand zur Vorlage für das Flutschfinger-Eis wurde.
youtube.com (8-Min-Video) via horizont.net

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Hello Kitty kehrt zu Egmont Ehapa zurück.

Cat Content: Hello Kitty wohnt künftig wieder in der Nachbarschaft von Donald Duck. Egmont Ehapa, Herausgeber u.a. des "Lustigen Taschenbuchs", sichert sich erneut die Magazin- und Buch-Rechte für die japanische Mädchen-Marke, Mitte 2021 sollen die ersten Produkte erscheinen. Egmont besaß bereits früher Rechte für den deutschen Markt, hatte den Vertrag zuletzt aber auslaufen lassen. (Bild: © Sanario Co, LTD)
egmont.de

US-Gericht: Enthüllungs-Buch von Trump-Nichte darf erscheinen.

USA: Der Streit um das Enthüllungs-Buch Zu viel und nie genug von Mary Trump, Nichte, und Robert Trump, Bruder des US-Präsidenten, ist gerichtlich entschieden. Das oberste Gericht im US-Bundesstaat New York lässt die Veröffentlichung zu. Der Richter sagt u.a. dass schon so viel über das Buch berichtet worden sei, dass es falsch und zwecklos wäre, die Veröffentlichung zu stoppen.
faz.net

“Spiegel”: Guttenberg hat bei der Kanzlerin für Augustus Intelligence geworben.

Augustus Intelligence: Karl-Theodor zu Guttenberg hat bei Kanzlerin Merkel für die umstrittene US-Firma lobbyiert, ergibt eine Linken-Anfrage an die Bundesregierung. Der frühere CSU-Minister wollte demnach im September 2019 ein Gespräch zwischen Merkel und den Augustus-Gründern vermitteln. Laut "Spiegel" blieb die Anfrage unbeantwortet, weil Recherchen des Kanzleramts "keine belastbaren Ergebnisse" über die Firma gebracht hätten. Augustus war in der Lobby-Affäre um den CDU-Mann Philipp Amthor in die Schlagzeilen geraten.
spiegel.de, turi2.de (Background)

RTL beanstandet bei der GfK zu hohe YouTube-Reichweiten.

Mediengruppe RTL wirft dem Marktforscher GfK vor, die Reichweitendaten von YouTube mehrfach zu hoch ausgewiesen haben, teilweise um bis zu 200 %, berichtet "Horizont". In zwei Fällen lag die angebliche Sehdauer bei YouTube deutlich über der Verweildauer. RTL will nun Schadens­ersatz­ansprüche gegen die GfK prüfen, weil die Sendergruppe aus falschen YouTube-Daten "sehr relevante Fehleinschätzungen" getroffen habe.
horizont.net (Paid)

Acatech unterstützt Pläne einer europäischen Medienplattform von BR-Intendant Wilhelm.

Europäische Medienplattform: Die Deutsche Akademie der Technik­wissen­schaften Acatech unterstützt die Pläne von BR-Intendant Ulrich Wilhelm, ein europäisches Pendant zu YouTube, Facebook und Co aufzubauen. Die Plattform sollte die "Vielfalt an Angeboten" repräsentieren sowie "faire und transparente Zugangs- und Nutzungsbedingungen" haben, empfiehlt die Projektgruppe. Zum Start brauche es "staatliche Förderung flankiert von europäischer Regulierung". Die Koordination könnte eine Europäischen Digital-Agentur übernehmen.
acatech.de, br.de (Interview Wilhelm)

Pimpl: Führungsrolle bei Verzahnung von Jalag und Hoca X ist unklar.

Ganske-Gruppe verzahnt ihren Jahreszeiten-Verlag mit der Content-Marketing-Sparte Hoca X - wer unter wessen Dach schlüpft, ist unklar, schreibt Roland Pimpl. Die Verpflichtung von Hoca-X-Chef Heiko Gregor (Foto) für Jalag spreche für die Agentur-Tochter, andererseits dürften es Sales-Leute mit der Visitenkarte eines Publikumsverlags leichter haben. Gregor sagt auf Nachfrage: "Die Marke Hoca X bleibt erhalten", Gerüchten über einem "massiven Stellenabbau" im Zuge der Fusion widerspricht er.
horizont.net (Paid), turi2.de (Background)

Wir graturilieren: Patricia Schlesinger wird 59.


Wir graturilieren: Die Journalistin Patricia Schlesinger, seit 2016 Intendantin des RBB, wird heute fast-runde 59 Jahre. Zur Feier des Tages wird sie sich zusammen mit ihrer Familie "hervorragendes, diesmal französisches Essen" genehmigen. An ihrem Geburtstag denkt Schlesinger neben Bouillabaisse oder Bœuf bourguignon natürlich auch an den Sender: Dem RBB sei "der Start in die non-lineare Zeit gelungen", findet sie. Alle hätten an einem Strang gezogen. Jetzt organisiere er sich um und schaffe die Voraussetzungen für neue Arbeitsabläufe. Ihr Wunsch fürs anstehende Lebensjahr? Dass der Gesellschaft der "Mut zu Neuem und die Bereitschaft zu Ungewohntem" erhalten bleiben. Schlesingers Botschaft: Mit Flexibilität und Einfallsreichtum lassen sich auch unangenehme Zeiten meistern. Glückwünsche erreichen die Sender-Chefin per Mail. (Foto: RBB / Thorsten Klapsch)

Wir graturilieren: Der “Kicker” wird 100.


Wir graturilieren: Das Sport-Magazin "Kicker" feiert heute seinen 100. Geburtstag – am 14. Juli 1920 veröffentlichte Gründer Walther Bensemann die erste Ausgabe mit 20 Seiten. Die großen Feierlichkeiten hat der Verlag wegen Corona auf 2021 verschoben. Der Tag heute steht ganz im Zeichen der 220 Mitarbeiter*innen, für die es "ein paar Überraschungen" geben wird, sagt Martin Schumacher, Vermarktungs-Chef des "Kickers". Welche das sind, verrät er lieber nicht, um die Überraschung nicht zu verderben. Für die Leser*innen gibt's online "100 Jahrhundert-Momente" – vom ersten WM-Tor bis zu den Erfolgen der deutschen National-Mannschaft. Im Dezember erscheint ein Jubiläums-Heft "als dickes Dankeschön".

Und wie blickt der Verlag aus Nürnberg auf die Zukunft, auf die nächsten 100 Jahre? "Sehr positiv", sagt Schumacher. Der Anspruch des Magazins sei es, im "zunehmend aufgeregten Unterhaltungs- und Medienbetrieb, weiterhin auf allen Kanälen Orientierung zu geben und einzuordnen, was wirklich relevant ist". Welche Kanäle das dann sein werden, weiß Schumacher natürlich noch nicht. Heute freut er sich über digitale Glückwünsche im offiziellen Gratulations-Buch auf kicker.de.

Mehr vom "Kicker" auf turi2.de: Der Hundertjährige, der durchs Fenster der Innovation stiegt ("turi2 edition 11")

Apple testet das Personal auf Corona und plant bis Ende 2020 mit Home Office.

An apple a day keeps Corona away? US-Techkonzern Apple rechnet erst Ende 2020 mit einer vollständigen Rückkehr in die Büros, zitiert Bloomberg aus einer Videobotschaft der Apple-Personalchefin Deirdre O'Brien an die Belegschaft. Das Virus zwinge das Unternehmen, einige US-Standorte wieder temporär zu schließen. Apple will das Personal im Home Office mit Covid-19-Testkits ausstatten. Der Konzern plant zudem eine schrittweise Rückkehr in "viele" Büros im asiatisch-pazifischen Raum sowie in Europa - je nach "lokalen Bedingungen".

Das Unternehmen will die Belegschaft des US-Hauptquartiers schrittweise zurückkehren lassen - die erste Phase hat bereits begonnen. O'Brien befürchtet angesichts der höheren Online-Nachfrage während der Pandemie teils "erhebliche Wartezeiten" bei Bestellungen. Die Mitarbeiter*innen geschlossener Apple Stores sollen von zu Hause arbeiten und online oder telefonisch Kund*innen beraten.
bloomberg.com (Paid), businessinsider.com

Basta: Berliner Punkband widmet Christian Drosten einen Song.

Nichts Besseres zu tun: Die Berliner Punkband ZSK hat ein Lied über Christian Drosten, dem "Punk der Wissenschaft", geschrieben. Der Song trägt den Titel "Ich habe Besseres zu tun" - angelehnt an Drostens Absage der kurzfristigen "Bild"-Anfrage. Eine Reaktion vom Virologen steht noch aus: Drosten hat Besseres zu tun - er ist derzeit im Urlaub.
spiegel.de, youtube.com (3-Min-Video), twitter.com

Zahl des Tages: Hessen erwägt eine Steuerpauschale von 5 Euro pro Tag im Home Office.

Zahl des Tages: Steuersenkende 5 Euro für jeden vollen Arbeitstag, gedeckelt auf 600 Euro im Jahr, sollen für das Home Office als Werbungskosten absetzbar sein, fordert Hessens Finanzminister Michael Boddenberg. Das zuständige Bundesfinanzministerium lehnt die Steuerpauschale bisher ab. In der Pandemie haben zeitweise über die Hälfte der Beschäftigten von zu Hause gearbeitet.
manager-magazin.de

TV-Produzenten gehen die Staatshilfen nicht weit genug.

Kein Happy End? Der Ausfallfonds des Bundes für die Film- und TV-Branche in Höhe von 50 Mio Euro reicht nicht aus, beklagen Produzenten wie Ufa-Fiction-Chef Sebastian Werninger und Michael Lehmann (Foto), Geschäftsführer der Studio Hamburg Production Group, in der "Süddeutschen Zeitung". Werninger fordert bei den Hilfen eine bundeseinheitliche Lösung, Lehmann befürchtet wirtschaftliche Risiken durch eine zweite Infektionswelle.
sueddeutsche.de

Aus dem turi2.tv-Archiv: "Raubbau an den eigenen Kräften" – Ufa-Chef Nico Hofmann spricht in der turi2 edition #9 über sein Leben als Filmemacher (Oktober 2019).

Pandemie könnte 2021 zu einer Erstausstrahlungslücke führen.

Kein Drehbuch: Corona hat die Film- und TV-Industrie nach wie vor im Griff, schreibt Petra Schwegler über den Zustand der krisengeprägten Filmbranche. Obwohl inzwischen wieder gedreht wird, könnte es 2021 zu einer "Erstausstrahlungslücke" kommen. Insbesondere ARD und ZDF fehle es an Nachschub - betroffen sei auch der "Tatort"-Sendeplatz am Sonntagabend.
blog.medientage.de

Bundesregierung erwägt ein Ausreise-Stopp für Menschen aus Corona-Hotspots.

Corona-Hotspots: Die Bundesregierung erwägt, Menschen aus besonders betroffenen Regionen künftig nicht mehr aus ihren Landkreisen ausreisen zu lassen, zitiert die "Bild" aus einer Video-Schalte mit den Staatskanzlei-Chefs der Bundesländer. Ein Beschluss der Bundesländer ist noch nicht gefallen. Die Infektions-Obergrenze wird erreicht, wenn ein Landkreis innerhalb von 7 Tagen 50 Infektionen je 100.000 Einwohner erreicht.
bild.de (Paid)

Model Nadine Leopold und “Madame” legen ihren Streit bei.

Madame von Bauer und Model Nadine Leopold begraben das Kriegsbeil und einigen sich außergerichtlich. Beide Parteien veröffentlichen jeweils einen Instagram-Post, in denen sie ankündigen, künftig die Organisation Humans of fashion zu unterstützen, die sich gegen Missbrauch in der Modebranche einsetzt. Leopold hatte im April angekündigt, "Madame" zu verklagen, weil das Magazin angeblich ein Foto ihrer nackten Brüste gegen ihren Willen veröffentlicht hatte.
sueddeutsche.de, instagram.com (Post "Madame"), instagram.com (Post Leopold), turi2.de (Background)

Bild des Tages: Mit Maske auf Malle.


Mallorquinisches Masken-Shopping: Ein Vater und seine Tochter, die beide Mund-Nasen-Schutz tragen, verlassen ein bunt dekoriertes Souvenir-Geschäft in Mallorcas Hauptstadt Palma. Ab heute gilt auf Deutschlands liebster Ferieninsel eine verschärfte Maskenpflicht: Diese müssen zusätzlich zum Abstandsgebot fast überall in der Öffentlichkeit getragen werden; Ausnahmen gibt es etwa am Strand und am Pool. (Foto: Clara Margais / dpa / Picture Alliance)

“Süddeutsche” formuliert Selbstverständnis als “Kompass für die digitale Transformation”.


Wertpapier: Die "Süddeutsche Zeitung" formuliert eine Zehn-Punkte-Liste zum eigenen Selbstverständnis und als "Kompass in der digitalen Transformation". Zur Begründung heißt es: "In einer Zeit des stetigen technischen und damit verbundenen journalistischen Umbruchs stellt sich die Frage nach dem Selbstverständnis der Redaktion der 'Süddeutschen Zeitung', nach ihren Aufgaben und den vielfältigen Wegen der internen Zusammenarbeit immer wieder neu." Erarbeitet haben die Liste die aktuellen und ehemaligen Mitglieder des "SZ"-Redaktionsausschusses. Das Wertepapier soll die künftige Marschrichtung der "SZ" vorgeben, um so ihren Platz im Qualitätsjournalismus zu sichern.

Die Punkte eins und sechs zielen offensichtlich auf die Versöhnung von Print- und Online-Redakteuren ab, indem sie die Mitarbeiter*innen erinnern, eine Redaktion mit hoher Textqualität zu sein - unabhängig von verschiedenen Veröffentlichungskanälen. Die Punkte sieben und acht mahnen dazu, neue Technologien, Kanäle und Daten auszuprobieren und zu nutzen - ohne sich "zu deren Sklaven zu machen". Auch die "tiefe regionale Verankerung" der Zeitung wird in Punkt vier betont - der Lokaljournalismus genieße den selben Rang wie etwa Investigativ-Projekte oder das Feuilleton. Punkt zehn verpflichtet die Redakteure zur intensiven Kommunikation mit den Lesern. Weitere Punkte sind weniger konkret: Etwa wenn sich die "Süddeutsche" als "möglichst heiterer Freund und Begleiter" sieht oder "ein Leuchtturm in einer unruhigen und unübersichtlichen Welt" sein will.
projekte.sueddeutsche.de

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"Grüner wird's nicht, sagte der Gärtner und flog davon": In der Tragikomödie spielt Elmar Wepper den grantelnden Gärtner "Schorsch", der sich endlich seinen Traum vom Flug zum Nordkap erfüllen will. Heute Abend um 20:15 Uhr im Ersten. Die weiteren Primetime-Tipps der Woche finden Sie hier.

Deutsche Bahn kauft Siemens-Züge für 1 Mrd Euro.

Deutsche Bahn kauft bei Siemens mehr als 30 Hochgeschwindigkeits­züge im Wert von 1 Mrd Euro. Die Züge sollen bis zu 350 km/h schnell sein und werden für den geplanten "Deutschlandtakt" benötigt, durch den ICEs wesentlich häufiger fahren sollen. Die Bahn will bis 2030 die Fahrgastzahlen im Fernverkehr verdoppeln; der Siemens-Deal wird voraussichtlich bei einer Pressekonferenz am Mittwoch bestätigt.
wiwo.de, turi2.de (Background)

Basta: Im Eis konservierte News.

Papier ist geduldig beständig: Ein Gastronom hat am Mont Blanc im Gletschereis Zeitungen gefunden, die vermutlich vom Absturz eines Air-India-Flugzeugs am 24.1.1966 stammen. Die Blätter verkünden den Aufstieg von Indira Gandhi zur ersten indischen Minister­präsidentin und seien in einem sehr guten Zustand. Vom Medienkonsum heutiger Fluggäste bleibt bei einem Absturz wohl nur Elektroschrott.
spiegel.de

EU-Koordinator vermutet Terroristen auf Gaming-Plattformen.

Gamer-Polizei: Der Antiterror-Koordinator der EU, Gilles de Kerchove, will Spiele-Plattformen wie Steam oder Xbox Live mehr überwachen. Er sieht sie als Ort zur Rekrutierung für Terroristen oder Extremisten und stört sich an der Anonymität der Spieler*innen. Damit bedient de Kerchove das "Vorurteil vom Gamer als antisozialem Nerd", schreibt "Zeit"-Autor Kai Biermann. Die Anonymität ende bei kostenpflichtigen Diensten, zur Präsenz von Terroristen fehle es an Daten.
zeit.de