Vision Media lässt “Mädchen” extern produzieren.

Mädchen-Collage(Bild: Vision Media)Mädchenträume zerplatzt: In den Reigen der strauchelnden Teenie-Zeitschriften reiht sich nach “Bravo” nun auch “Mädchen” ein. Statt von der eigenen Redaktion wird das Magazin künftig von einem externen Dienstleister hergestellt, bestätigt Vision Media. Dabei soll es sich um die Agentur ready to show in Baden-Baden handeln, hinter der Ex-“Bravo”-Chefredakteur Jürgen Stollberg steht. Von der Redaktionsschließung sind laut Verlag vier Mitarbeiter betroffen. Ihnen sollen “so weit möglich” andere Jobs im Haus angeboten werden. Nur “Mädchen”-Chefredakteurin Verena Roskos bleibt als Herausgeberin an Bord und bekommt “zusätzliche Aufgaben in der Verlagsgruppe”. Robert Sandmann, Noch-Herausgeber und -Geschäftsführer von Vision Media, begründet den Schritt mit negativen Erwartungen für die Anzeigenumsätze. “Mädchen”, das sich als “Deutschlands jüngstes Frauenmagazin” positioniert, verkauft laut IVW aktuell 134.278 Exemplare.
per Mail, turi2.de (Robert Sandmann)

Ein Gedanke zu „Vision Media lässt “Mädchen” extern produzieren.

  1. In-teressant!

    Habe ich als Chefred auf Geheiß der Verlags-GF auch schon machen müssen. Redaktionell und organisatorisch funktioniert das Outsourcing. ABER: Das Image bei Anzeigenkunden und Sponsoren geht so in den Keller, dass die mit Schaltungen knauserig werden. Wenn der Umsatz aber geringer ausfällt als vor dem Outsourcen, ist das Ende absehbar. In spätestens 1 Jahr werden wir die Meldung lesen: Die Print-Ausgabe von “Mädchen” wird eingestellt, die Marke nur noch online fortgeführt. Und das Ganze wird dann verbrämt mit Floskeln wie “aus strategischen Gründen” oder “weil die Zielgruppe es so will”. Wetten!? Totaler Bullshit!

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