Constantin beschließt ohne Burgener den Verkauf des Filmgeschäfts.

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Film ohne Happy End: Die Hauptversammlung der Constantin Medien AG in München endet nach zwei Tagen mit einem Eklat. Zwar fällt mehrheitlich die Entscheidung, das Filmgeschäft zu verkaufen - allerdings nur, weil die Aktionärsgruppe um den ehemaligen Constantin-Vorstandschef Bernhard Burgener von der Abstimmung ausgeschlossen wurde. Versammlungsleiter Franz Enderle begründet den Ausschluss mit einer falschen Meldung über den Anteilsbesitz. Burgener, Chef der Schweizer Highlight Communications AG, unter deren Dach Constantin Film firmiert, lässt wissen, er nehme seinen Ausschluss "unter Protest zur Kenntnis". Die Beschlüsse seien jedoch "null und nichtig", da es "keine plausible rechtliche Begründung" für den Ausschluss gebe.

Zumindest vorerst haben Aufsichtsratschef Dieter Hahn und Vorstandschef Fred Kogel nun erreicht, was sie in einer nächtlich versandten Pressemitteilung als "strategische Neuausrichtung" bezeichnen. Die Positionierung als "Sport-only-Unternehmen" sei langfristig die "beste und vielversprechendste Strategie", lässt sich Kogel zitieren. Beendet ist der Streit um die Zukunft des Medienkonzerns damit sicher nicht. Burgener hat bereits angekündigt, gegen die Entscheidung zu klagen. (Foto: Peter Kneffel/dpa)
sueddeutsche.de, merkur.de, dwdl.de, constantin-medien.de, turi2.de (Background)Kommentieren ...

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