turi2 edition 1, Print. Editorial.

Editorial edition1 Peter Turi 300Wo der Alltag digital wird, wächst die Sehnsucht nach analoger Qualität

Aus der turi2 edition, Ausgabe 1, "Print. Ein Plädoyer für Slow Media".

Stellen Sie sich vor, in Ihrer Nachbarschaft eröffnen zwei Schnellrestaurants – verkaufen Sie deshalb Ihre Küche und stellen den Besuch im Feinschmecker-Restaurant ein? Sicher nicht. Wer glaubt, Print sei tot, weil das Internet schneller und billiger ist, der denkt auch, er könne Messer und Gabel wegwerfen, weil nebenan eine Dönerbude aufgemacht hat.

Wo der Alltag digital wird, wächst die Sehnsucht nach analoger Qualität. Mechanische Uhren boomen, schöne Bücher bleiben begehrt, Vinyl-Platten erleben eine Renaissance. Und Print feiert ein starkes Comeback.

Genießen Sie dieses Buch: Wir laden Sie ein zu einer Reise in unsere lebendige Printlandschaft. Wir stellen Ihnen wundervolle Kioske, erfolgreiche Zeitungen und zwei ganz besondere Chefredakteurinnen vor. Experten und Reporter erklären die Faszination Print. Und wir zeigen Ihnen, warum ein Verlag keine Gurkenfabrik ist.

Ich hoffe, dass Sie dieses Buch im Büro oder am Kiosk kennenlernen, für ein Rendezvous mit nach Hause nehmen und es in Ihrem Buchregal wohnen lassen. Und dass es etwas mit Ihnen macht, was vielleicht nur Print kann: Sie inspirieren.

Peter Turi, Verleger

Post Scriptum: Schalten Sie, während Sie dieses Buch lesen, bitte für zwei Stunden alle Bildschirme aus. Erleben Sie, wie neue Gedanken und Ideen entstehen, wenn Sie dieses Buch entspannt und konzentriert zugleich lesen. Schreiben Sie mir Ihre Gedanken dazu an peter.turi@turi2.de.

Foto: Ian Ehm

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4 Gedanken zu „turi2 edition 1, Print. Editorial.

  1. Klaus-D Stoffers

    Natürlich gibt es zwei Märkte mit entsprechenden Konsumenten, Usern, Lesern :
    – Fast Food und Slow Food,
    – Quantitäts-Medien und Qualitäts-Medien .
    Selbst im Internet sind ja schon ähnlich deutliche Unterschiede
    wíe auch im TV erkennbar :
    – Boulevard-Entertainment und Info-Content zum Beispiel.

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  2. Martin

    …also, dass mechanische Uhren boomen, das ist mir neu. Woher kommt denn diese Info? Vielmehr das Gegenteil ist doch der Fall….

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    1. Peter Turi Artikelautor

      Sie blenden den Zusammenhang aus. Ich habe geschrieben:

      "Wo der Alltag digital wird, wächst die Sehnsucht nach analoger Qualität. "

      Für Uhren:

      Im Segment "Qualität" oder teuer oder Luxus bewegen sich die Umsätze z.T. wachsend auf hohem Niveau. Schauen Sie doch einfach mal die Werbung an, gerade jetzt vor Weihnachten.

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    2. Ahnbeck

      … auf der letzten Konferenz zum Thema "Digitale Transformation" war auch ein junges Mädel, dass die High Tech Trends der Zukunft an die 200 Zuhörer ranschmeißen wollte. Als sie fragte, wer eine Google Watch trägt, gab es 2 Handzeichen im Publikum. Auf der Podiumsdiskussion wurden die Manager gefragt, warum sie mechanische Uhren tragen – die Antwort: "Erstens weil sie schön sind und zweitens finde ich alle digitalen Infos auf meinem Smartphone". Der Trend geht zu klassischen Statement – aber nur wenn man es sich leisten kann …

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