turi2.tv: n-tv-Chef Hans Demmel über den mobilen Push fürs alte Fernsehen.


Klassische TV-Nachrichten erleben durch Apps einen Push, sagt n-tv-Geschäftsführer Hans Demmel im Branchenfernsehen turi2.tv. Wenn die Online-Redaktion eine Eilmeldung aufs Handy schickt, verdoppeln oder verdreifachen sich danach häufig die Zuschauerzahlen im klassischen Fernseh-Programm, weil die Menschen dort nach Informationen suchen. "Die Systeme ergänzen sich gegenseitig", sagt Demmel.

Die Info-Programme im Fernsehen gehörten so sehr zum Alltag der Deutschen, dass Demmel keine Angst vor Reichweiten-Verlusten plagen. Redaktionen müssten aber verstehen, dass sich der News-Flow umkehrt: "Nachrichten waren ein Gut, das man suchen musste. Jetzt ist es ein Gut, das zu uns kommt." Online arbeite n-tv darum Mobile First und 24 Stunden, weil die Nutzerzahlen ab 5 Uhr morgens steil in die Höhe schießen: "Die Arbeit für die Frühphase beginnt um Mitternacht."

Auch im digitalen Wandel kultiviert der frühere Zeitungsredakteur Demmel seinen persönlichen Print-Konsum. "Süddeutsche Zeitung" und "Spiegel" liest er immer gedruckt - allein wegen des "haptischen Vergnügens". Ab und zu kommt auch die "FAZ" auf den Tisch, nur ab und zu "Die Welt". N24 beobachtet Demmel pflichtbewusst, auch wenn die Kollegen viel weniger Nachrichten bringen würden.
turi2.tv (6-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2)Kommentieren ...

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