“Focus” trennt sich in Berlin von 20 Redakteuren.


Fakten, Fakten, Feuern: "Focus" muss sich an seinem neuen Hauptstandort Berlin von 20 Redakteuren trennen, berichtet Henning Kornfeld im "Journalist". Bis Ende April galt ein freiwilliges Abfindungs-Angebot. Redakteure bekommen pro Jahr der Betriebszugehörigkeit ein Monatsgehalt und eine Prämie, wenn sie sich fix entscheiden. Das Heft sollen vermehrt freie Autoren füllen. Der Deutsche Journalisten-Verband fordert einen Sozialplan beim Stellenabbau, Burda lehnt ab.

Chefredakteur Robert Schneider will das Nachrichtenmagazin mehr zu einem "Lean-Back-Medium" mit großen Fotos machen, schreibt Kornfeld. "Focus" verliert u.a. Netzökonom Holger Schmidt, der sich unabhängig von der aktuellen Lage entschieden hat, selbständig zu arbeiten. Schneider bewahrt trotz der schmerzlichen Verluste gute Miene in mieser Lage und sagt: "Ich bin fröhlich und optimistisch, nicht vergrämt." Schneiders Worte sind tatsächlich überaus optimistisch – "Focus" schließt gerade seinen Stamm-Standort München und macht das Düsseldorfer Büro dicht.
presseportal.de, "Journalist" 05/2017, S. 44-47 (Paid), djv.de, turi2.de (Background)

3 Gedanken zu „“Focus” trennt sich in Berlin von 20 Redakteuren.

  1. Kurt Mueller

    “Das Heft sollen vermehrt freie Autoren füllen. Der Deutsche Journalisten-Verband fordert einen Sozialplan beim Stellenabbau, Burda lehnt ab.

    Chefredakteur Robert Schneider will das Nachrichtenmagazin mehr zu einem “Lean-Back-Medium” mit großen Fotos machen, schreibt Kornfeld. ”

    Echt keine Fragen mehr… Warum macht Burda das Ding nicht gleich ganz dicht?

  2. Hermann J. Knippertz

    Aber für den “Bambi” ist bei Burda immernoch Geld da.
    Und keiner aus Politik, Wirtschaft, Show boykottiert diese überflüssige Veranstaltung aus Solidarität mit den journalistischen Profis. Traurig.

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