"Angst ist keine Option": Journalistin Düzen Tekkal ist auch Aktivistin – weil die Freiheit gefährdet ist.


Die JournAktivistin: Düzen Tekkal reist zu den Wurzeln ihrer jesidischen Vorfahren – und wird Zeugin des unfassbaren Völkermords. Betroffen vom Leid ist aus der Journalistin eine politisch agierende Aktivistin geworden. Im Interview von turi2.tv und "Horizont" erklärt Düzen Tekkal, warum in diesen bewegten Zeiten Neutralität nicht immer möglich ist. Denn Menschenrechte und Pressefreiheit seien auch in Europa bedroht: Am 5. November laudatiert Tekkal postum ihren getöteten Kollegen Daphne Galizia und Ján Kuciak bei der Verleihung der Goldenen Victoria auf der Publishers’ Night des VDZ.

Tekkal bezeichnet sich selbst als Journalistin, Kriegsberichterstatterin und Aktivistin für Menschenrechte – der Übergang zwischen den Rollen ist fließend. Aus ihrer Doku Háwar entstand die Hilfsorganisation Hawar.help. "Es geht um den Völkermord an meiner Religionsgemeinschaft – da konnte ich nicht mehr neutral sein", sagt Tekkal. Sie gehe offen mit ihrer Betroffenheit um und lade Zuschauer ein, "durch ihre Brille" zu gucken. Dafür geht sie ganz nah ran: "Angst kann keine Option sein. Für mich als Journalistin ist der Weg da, wo die Angst ist."
turi2.tv (4-Min-Video bei YouTube)