“Tagesschau” stellt sich Zuschauer-Fragen zum Mordfall Maria.

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Im Rechtfertigungs-Modus: Die Nicht-Meldung der "Tagesschau" über die Festnahme eines Flüchtlings im Freiburger Mordfall Maria schlägt weiter hohe Wellen. Kai Gniffke, Chef von ARD-Aktuell, sah sich heute erneut genötigt, Stellung zu beziehen. Nach einem Blog-Post gestern trat er heute sichtlich aufgeregt vor die laufende Kamera bei Facebook live und beantwortete Nutzerfragen. Immer wieder betonte er darin die regionale Bedeutung des Falls und rechtfertigt die Zurückhaltung seiner Redaktion damit, dass aus der Gewalttat kein gesellschaftlicher Trend ablesbar sei.

Auch auf die Frage, warum das ZDF die Meldung am Wochenende gebracht habe, die ARD aber nicht, ging Gniffke ein. Die Mainzer hätten wohl den Gesprächswert des Themas höher bewertet als die ARD. Ein bisschen schwenkt das Nachrichten-Flaggschiff des Ersten nun auch auf diese Linie ein. In den "Tagesthemen", heute Abend um 22.15 Uhr werde es einen Bericht zu dem Thema geben, sagt Gniffke. Aus dem Einzelfall sei eine so große Relevanz entstanden, dass die Nachrichten die Diskussion darüber "gerne abbilden". Als Zurückrudern oder Schuldeingeständnis will der ARD-Aktuell-Chef den Beitrag nicht verstanden wissen.
facebook.com (16-Min-Video), blog.tagesschau.de

Ein Gedanke zu „“Tagesschau” stellt sich Zuschauer-Fragen zum Mordfall Maria.

  1. Schulze, Ulrich

    diese Einrichtung der ARD ist nichts anderes als der Offenbarungseid der ARD. Die schludrige, überhebliche, maßlos arrogante Rechtfertigung eines redaktionell schweren Fehlers folgt der arroganten Überrheblichkerit der Redaktion auf dem Fuß. Und bis heute hat die ARD nicht darüber berichtet, dass die Sonntags-Sendung der flotten Anne mit der schwarzverhüllten Nora aus der Schweiz vom Rundfunkrat schwer gerügt wurde . . .

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