Queen Elizabeth II., 96, ist tot.


Staatstrauer: Queen Elizabeth II., 96, ist tot. Sie ist auf ihrem Landsitz Schloss Balmoral in Schottland gestorben. Thronfolger wird Ihr Sohn Charles. Die BBC unterbricht ihr Programm im Radio und TV. Auch die deutschen Medien reagieren prompt: Das Erste übernimmt vor der "Tagesschau" um 20 Uhr das Programm von Tagesschau24 und sendet anschließend einen "Brennpunkt". Das ZDF schiebt eine Spezial-Sendung ins Programm. RTL zeigt um 20.15 Uhr ein 45-minütiges "RTL Aktuell Spezial" sowie ein verlängertes "Nachtjournal", Sat.1 sendet ein Nachrichten-Spezial und eine Doku. Bild TV und Welt TV verlängern ihr Live-Programm. Die gedruckte "Bild" erscheint am Freitag mit einer zwölf­seitigen Sonder­ausgabe, der Spiegel und das Time Magazine nehmen die verstorbene Regentin auf den Titel. Die Produktion der sechsten Staffel der Netflix-Serie "The Crown" wird wohl gestoppt, hört "Variety".

Um kurz nach 20 Uhr tritt die neue britische Premier­ministerin Liz Truss vor die Kameras: Der Tod der Queen sei ein "riesiger Schock für die Nation und die Welt", sagt Truss. Sie hatte die Queen erst am Dienstag zum Amts­antritt auf Schloss Balmoral besucht. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier teilt mit: "Sie hat Zeitgeschichte erlebt und geschrieben." Steinmeier wird mit seiner Frau Elke Büdenbender zur Beerdigung reisen, hört The Pioneer aus Regierungskreisen. Kanzler Olaf Scholz schreibet: "Sie wird fehlen, nicht zuletzt ihr wundervoller Humor." Musiker Elton John twittert: "Sie hatte eine inspirierende Präsenz und hat das Land mit Anmut, Anstand und einer ehrlichen mitfühlenden Wärme durch einige unserer größten und dunkelsten Momente geführt." Viele Sport-Veranstaltungen in Großbritannien werden aus Trauer um Queen abgesagt. Bei der britischen Nationalhymne ändert sich künftig der Text: Aus "God save the queen" wird "God save the king".

Queen Elizabeth II. war mehr als 70 Jahre im Amt, so lange wie kein anderes Staatsoberhaupt auf der Welt. Ihre Krönung 1953 war das erste globale TV-Ereignis, das rund 277 Mio Menschen weltweit an den Bildschirmen verfolgten. (Foto: Yui Mok / Empics / Picture Alliance)
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