Jakob Wais erklärt die Videostrategie von "Bild".


Video überall: "Bild" gibt mächtig Gas bei Bewegtbild. Im Formate-Labor entstehen Snapchat-Ideen ebenso wie Ideen für halbstündige Reportagen. Videostrategie-Chef Jakob Wais erklärt turi2.tv und der turi2 edition5 seinen Kurs: "Wir sind kein Fernsehsender, aber eine Marke, die Video ab dem ersten Moment mitdenkt. Und damit können wir Fernsehsendern durchaus Konkurrenz machen."

Zunehmend denkt die Redaktion Themen vom Video her. Etwa beim Live-Interview mit Bundeskanzlerin Merkel: Aus dem Talk clippten Mitarbeiter kurze Video-News aus, schrieben Artikel, brachten Fragmente in die sozialen Netzwerke und ein geschriebenes Interview in die Zeitung. Wais arbeitet dafür mit sechs Video-Teams: "Now Video" macht schnelle Clips für soziale Medien, "Visual Reporting" aktuelle Reporter-Berichte, ein weiteres Team Livesendungen wie "Die richtigen Fragen". Außerdem gibt es die besonderen Formate wie die Web-Kochshow "Futtern", das Team "Sport-Video" und schließlich die langen Inhalte: "Operation Netflix".

Unter dem Schlagwort "Operation Netflix", erfunden von Chefredakteur Julian Reichelt, entwickelt die Redaktion lange Video-Inhalte. "Wir können große, etablierte Streamingdienste angreifen mit qualitativ hochwertigen Longform-Inhalten", sagt Wais. Hintergrund ist vor allem die Hoffnung, damit neue Digitalabonnenten zu werben: Exklusive Reportagen wie etwa über den Kindermord von Herne seien für manche User ein Argument, Bild-Plus-Kunde zu werden.
turi2.tv (4-Min-Video auf YouTube)

Wie "Bild" sich im Digitalen mit Bewegtbild neu erfindet, beschreibt turi2-Videochef Jens Twiehaus in der: