Mein Homescreen: Uta Schwaner.


Uta Schwaner, Chefin der PR-Agentur Golin, trägt ihr Smartphone an der Leine. So kann es nicht ausreißen und seine Besitzerin in Panik versetzen. Um ihre Screentime in den Griff zu bekommen, spart Schwaner bei Facebook und trägt lieber Gedrucktes mit sich herum.

Seitdem ich mein Handy ans Band gelegt habe, habe ich nicht nur häufiger die Hände frei, sondern auch signifikant weniger Panikanfälle, dass ich es verloren haben könnte. Die Abhängigkeit ist erschreckend, zumal ich früher ja auch mit Falkplänen, ausgedruckten Flugtickets und Telefonzellen zurechtgekommen bin. Dabei geht es mir nicht darum, dass mich jemand ständig telefonisch erreichen kann. Mein Handy ist im wahrsten Sinne des Wortes ein "Mobile Phone", da ich es am häufigsten brauche, um selber damit mobile Services zu nutzen: Wie ist das Wetter in London, was packe ich ein? Sind Car-Sharing-Autos von Car2Go (Android) oder DriveNow (Android) in der Nähe? Wie schnell ist das Taxi da? Wie lange brauche ich von unserem Münchner Office zu meiner Abendverabredung und fährt die S-Bahn da hin? In meinem eigenen "Drive me"-Ordner liegen deshalb die wichtigsten Apps, um all das zu regeln.


Ich bin viel unterwegs und besonders abends auf dem Rückweg oft geschafft – Overcast und Spotify sind meine Rettung. Der Podcast-Trend hat auch mich erreicht und ich freue mich, wenn ich z.B. Krautreporter (da freue ich mich aber auch jeden Morgen auf den Newsletter!) hören kann. Zur Entspannung trägt übrigens auch mein Hintergrundfoto bei. Allein der Gedanke an einen Aperol Spritz an meinem Lieblingsplatz macht mir gute Laune.

Nutzwert versus Kommunikation: Telefon, SMS, Mails nerven mich im Zweifel, weil ich davon im Job genug bekomme. Begeistert bin ich, wenn Apps wie etwa PlantNet (Android) meine Passion als leidenschaftliche Gärtnerin unterstützen. Diese App ist die einzig wirklich funktionierende Pflanzen-Erkennungs-App, so dass ich dann auch weiß, was in meinem Gemüsegarten wächst. Sie hat mich sogar schon mal davor bewahrt, ein supergiftiges Kraut als Salatdekoration zu verwenden.

Neben dem Gärtnern koche ich gerne und schätze gute Weine. Mit Vivino checke ich gerne mal, welche Preisklasse der aufbewahrte Rotwein hat, bevor ich ihn in die Sauce gieße. Auch empfehlenswert, wenn man im Restaurant den Wein köstlich findet und über Vivino dann direkt per App eine Kiste davon nach Hause schicken lassen kann.

Alles, was sich organisieren lässt, regele ich über eine App und nicht telefonisch. Dazu gehören auch meine Sport-App No excuse (der Name ist Programm), aber genauso Opentable, um Tische zu reservieren oder die Local-App (Android), um direkt Tickets zu kaufen. Apps erleichtern mir einfach das praktische Leben.

Einer meiner guten Vorsätze in 2019 heißt, weniger Screentime. Deshalb habe ich alle Social Apps nicht mehr so prominent sichtbar auf dem Homescreen. Ich daddele zu häufig auf Facebook und Instagram rum, dabei liebe ich es zu lesen. Deshalb gibt es auch keine Rezepte oder Reader-App auf meinem Handy, ich bevorzuge es, (gebundene) Bücher in die Hand zu nehmen. Und schleppe mich zur Not auch damit ab.

Wenn man mich erreichen will: Auf eine WhatsApp-Nachricht reagiere ich am schnellsten.

Zuletzt zeigte Stefan Mohr, Chef der Digitalagentur Argonauten und Ex-Geschäftsführer bei JvM/next Alster, seinen Homescreen. Alle bisher erschienenen Beiträge finden Sie unter turi2.de/mein-homescreen.