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turi2 edition #22: Welchen Screen haben wir künftig vor Augen, Virginie Briand?

7. November 2023

Zukunfts­musik: Als Partner im Creative Consulting bei Deloitte Digital berät Virginie Briand Führungs­kräfte und Unter­nehmen bei der digitalen Transformation. Im Gastbeitrag in der turi2 edition #22 zeichnet sie vier Bildschirm-Szenarien für die Zukunft, vom persönlichen Assistenten bis zur Flucht aus der Realität. Und gibt Tipps, wie Unter­nehmen darauf reagieren sollten.

Von Virginie Briand

Welchen Screen haben wir künftig vor Augen? Das Deloitte Center for the Long View hat dazu vier Zukunftsszenarien für 2030 entworfen, die auf bestehenden Trends und Entwicklungen wie dem Anstieg der Screentime beruhen:

Szenario 1: Die Welt der unzähligen Schnittstellen. In diesem Szenario durchziehen Bildschirme unsere Welt. Sie bilden das Rückgrat eines hochgradig personalisierten Internets der Dinge, in dem Medien lediglich eine Facette von vielen sind.

Szenario 2: Mein persönlicher Assistent. Ein einziges, individuell angepasstes High-End-Gerät pro Nutzer tritt an die Stelle zahlreicher Bildschirme.

Szenario 3: Flucht aus der Realität. Konsumenten ziehen sich ins Private zurück und finden Ablenkung in maßgeschneiderten Premium-Inhalten auf wenigen Bildschirmen.

Szenario 4: Quelle der Ablenkung. Bildschirme sind allgegenwärtig und plagen Konsumenten, da die Inhalte oft nicht zielgerichtet und belanglos erscheinen.

Es geht für Unternehmen nicht darum, sich auf ein bestimmtes Szenario festzulegen – vielmehr lassen sich Schlussfolgerungen ableiten, die bei der Zukunftsplanung helfen:

Erstens: Die Annahme neuer Bildschirmtechnologien durch Verbraucher ist entscheidend – obwohl es Smart Glasses und VR-Headsets bereits gibt, ist die Nachfrage bisher begrenzt.

Zweitens: Die Haltung zur Datennutzung und -regulierung wird das Marketing prägen. Plattformbetreiber stehen vor der Herausforderung, einen Mehrwert für Nutzer zu schaffen, um deren Zustimmung zur Datenverwendung zu erhalten.

Drittens: Unternehmen aus allen Branchen sollten offene Ökosysteme entwickeln und stärken. Durch Kooperation und das Einbringen spezifischer Kompetenzen lässt sich die Nutzerfreundlichkeit für alle steigern.

Foto: Deloitte

Alle Geschichten der turi2 edition #22 – direkt hier im Browser als E-Paper:
 

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